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Venlafaxin ausschleichen

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Simmi18
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Re: Venlafaxin ausschleichen

Beitrag von Simmi18 » Freitag, 22.09.17, 12:26

padma hat geschrieben:liebe Simone, :)

leider ist mit 0 nicht immer alles ausgestanden, es kann noch eine längere Zeit dauern.
Du warst halt auch gerade bei den letzten Reduktionsschritten sehr schnell, das muss das ZNS erst noch verarbeiten.

Klasse, dass du wieder voller Energie bist, die Baustellen werden auch noch fertig gestellt, um im Bild zu bleiben.

liebe Grüsse,
padma
Liebe Padma,

man glaubt einfach oder wünscht sich, dass nach 0 gleich alles wieder gut ist. Vielleicht sitzt auch die Angst im Nacken, die gleich denkt es wird wieder so schlimm, wie vor der Einnahme als man krank war.

Eigentlich weiß man aber, dass nach 6 Jahren Medikamente der Körper seine Zeit braucht.
Er muss allein wieder lernen zu funktionieren ohne Eingriff von Außen.

Ich bin mir sicher, dass das Tempo am Ende für mich keinen Unterschied gemacht hat. Die Wellen waren ziemlich gleich bleibend. Wenn ich jetzt in meine Aufzeichnungen gucke scheinen die Wellen noch da zu sein, nur dass ich es nicht erwartet hätte.

Ich denke meine Erwartung ist einfach zu hoch und meine Geduld überstrapaziert.

Im Grunde kann ich zufrieden sein, wie es jetzt schon ist, aber der Kopf denkt manchmal anders und geht seinen eigenen Weg.

Gibt es eine ungefähre Aussage dazu, wie lange nach 0 noch mit Symptomen gerechnet werden kann?

In 8 Tagen sind es bei mir 3 Monate. Wie schnell doch die Zeit vergeht.

Liebe Grüße
Simone
Burnout 2011 behandelt mit Citalipram und Opipramol
2011 Rehaaufenthalt Citalopram 20 mg
Januar 2012 Wiedereingliederung, die ich nach 4 Tagen abbrechen musste wegen Verschlechterung
Von da an 75 mg Venlafaxin
Job gekündigt und selbständig gemacht 2013
Im Oktober 2015 unter der Dosis 37,5 mg Venlafaxin wieder Symptome l9
Von Ärztin telefonisch auf 150 mg gesetzt
Reha im November 2015 hochdosiert auf 187,5 mg und Dominal
Aufgrund des hohen Pulses und Blutdrucks Betablocker Metropolol
Nach Reha noch Symptome und vom Arzt auf 225 mg rauf
Das war dann nicht mehr ich selber und ich habe dann runterreduziert auf 112,5 mg im März und Dominal weggelassen
Alternative Behandlung mit Infusionen, Vit. b Mangel und D Mangel aufgefüllt
Leaky gut diagnostiziert, Ernährung umgestellt
Ende April auf 75 mg Venlafaxin
Seit Mitte Juni auf 37,5 starke Symptome und deshalb am
9.7. um 10 Kügelchen aufdosiert auf Ca. 40,5 mg Venlafaxin das legte mich lahm
10.7. Frühes Erwachen und ständiges auf die Uhr gucken Zuckungen von Kopf bis Fuß, brennen in den Armen, schwitzen, Blutdruck 117/77 Puls 116
11.7. zurück auf 37,5 mg nach Einnahme vom Medi Schweißausbrüche, nach Anstrengungen erschöpft und bleiern, müde, ständiges Gähnen,Essen imme rnoch problematisch ohne Appettit, Stimmung schwankt, Abends Besserung und Freude aufs Bett :-).
12.7.relativ gute Nacht
Blutdruck niedrig, Therapiestunde, danach sogar einkaufen, mittags Schwitzen vorm Arbeiten,
morgens schlapp, müde, bleiern,essen weiterhin nach Einnahme des Venla problematisch
Abends sogar heute mal leichter Appettit und zunehmend gute Stimmung
Weiterhin auf 37,5 und keine Änderung der Symptome
26.7. 10 Kügelchen Ca. 3 g weniger also 34,5 mg
Besserung was die Übelkeit betrifft, konnte heute normal was essen, nur zweimal Hitzewallung/Schweißausbruch
Blutdruck scheint sich zu normalisieren, Kaum Gedankenkreisen, im Allgemeinen besser drauf
27.7. frühes erwachen um 6.45 ab da nur noch dösen, Zunehmende Zuckungen am ganzen Körper
ein kalter und ein warmer Fuß, nach dem Aufstehen müde und schlapp
01.08. bei 34,5 mg Kein Schwitzen mehr. Guter Appettit, kaum noch Symptome, wieder Periode ganz leicht,
12.8. Ca. 30 mg
26.8.-19.9 Urlaub
da ich vor dem Urlaub stabil war habe ich weitere 5 Kügelchen weggelassen. Diesmal aber nicht jede Kapsel ausgezählt.
07.9. langsames Einsetzen der Symptome
Schlafstörungen, Muskelzuckungen, schwitzen, Übelkeit. Das tritt meist morgens ab 7 Uhr auf.
Im Laufe des Tages wird es besser,
11.9. Heute wieder Kügelchen genau gezählt und auf 28,5 mg Symptome bleiben weiterhin (Umstellung auf Microtapering)
25.9. 27,9 mg stabil, super Tag, kaum Smptome, irgendwas putscht mich auf.
28.9. 27,9 mg extrem hibbelig, EKG auffällig, zu hoher Puls, fühle mich nicht schlecht, aber getrieben
29.9. auf 27,1 mg reduziert, ich glaube die Dosis ist zu hoch und deshalb die Unruhe und nicht still sitzen können
09.10. 25,55 mg
08.11. 23,78 mg
06.12. 21,54 mg
04.01. 19,65 mg
29.01. 17,24 mg
13.02. 16,24 mg
05.03. 13,83 mg
19.03. 11,73 mg
16.04. 07,97 mg
14.05. 04,30 mg
31.05. 02,85 mg
18.06. 01,59 mg
01.07. 0 mg :party2:

Seit Oktober Utrogest 200 mg wegen WJ

Weiterhin Vitamin B und D und Akupunktur

Jamie
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Re: Venlafaxin ausschleichen

Beitrag von Jamie » Freitag, 22.09.17, 12:56


Gibt es eine ungefähre Aussage dazu, wie lange nach 0 noch mit Symptomen gerechnet werden kann?
Hallo Simone,

die Antwort heißt ehrlich gesagt nein und jeder, der dir hier einen Zeitraum nennen würde, wäre unseriös.
Man steckt nicht so drin und es hängt auch von einer Menge Faktoren ab.

Letztlich ist Heilung ein zutiefst individueller Prozess.
Man kann sich unterstützen, indem man achtsam ist und bleibt, sich genügend Zeit zur Erholung und Regeneration einräumt und positiv gestimmt bleibt, denn dein Körper und deine Seele reagieren auf optimistische Gefühle. :group:

Grüße
Jamie
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Re: Venlafaxin ausschleichen

Beitrag von Simmi18 » Samstag, 23.09.17, 9:24

Jamie hat geschrieben:

Gibt es eine ungefähre Aussage dazu, wie lange nach 0 noch mit Symptomen gerechnet werden kann?
Hallo Simone,

die Antwort heißt ehrlich gesagt nein und jeder, der dir hier einen Zeitraum nennen würde, wäre unseriös.
Man steckt nicht so drin und es hängt auch von einer Menge Faktoren ab.

Letztlich ist Heilung ein zutiefst individueller Prozess.
Man kann sich unterstützen, indem man achtsam ist und bleibt, sich genügend Zeit zur Erholung und Regeneration einräumt und positiv gestimmt bleibt, denn dein Körper und deine Seele reagieren auf optimistische Gefühle. :group:

Grüße
Jamie
Hallo Jamie,

du hast Recht. Alles ist individuell und braucht seine Zeit.
Achtsam zu sein heißt auch die unangenehmen Pasen zu spüren. Die machen einem aber auch die Angst.

Ich kann wieder ganz viel lachen und Dinge tun, die Spaß machen. Habe viele positive und glückliche Momente und auch Erholungsphasen versuche ich einzuhalten.

Ab und an hab ich einen Durchhänger und muss mich hier ausheulen. Hier versteht man mich wenigstens.

Danke fürs Aufbauen :)

Liebe Grüße
Simone
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Januar 2012 Wiedereingliederung, die ich nach 4 Tagen abbrechen musste wegen Verschlechterung
Von da an 75 mg Venlafaxin
Job gekündigt und selbständig gemacht 2013
Im Oktober 2015 unter der Dosis 37,5 mg Venlafaxin wieder Symptome l9
Von Ärztin telefonisch auf 150 mg gesetzt
Reha im November 2015 hochdosiert auf 187,5 mg und Dominal
Aufgrund des hohen Pulses und Blutdrucks Betablocker Metropolol
Nach Reha noch Symptome und vom Arzt auf 225 mg rauf
Das war dann nicht mehr ich selber und ich habe dann runterreduziert auf 112,5 mg im März und Dominal weggelassen
Alternative Behandlung mit Infusionen, Vit. b Mangel und D Mangel aufgefüllt
Leaky gut diagnostiziert, Ernährung umgestellt
Ende April auf 75 mg Venlafaxin
Seit Mitte Juni auf 37,5 starke Symptome und deshalb am
9.7. um 10 Kügelchen aufdosiert auf Ca. 40,5 mg Venlafaxin das legte mich lahm
10.7. Frühes Erwachen und ständiges auf die Uhr gucken Zuckungen von Kopf bis Fuß, brennen in den Armen, schwitzen, Blutdruck 117/77 Puls 116
11.7. zurück auf 37,5 mg nach Einnahme vom Medi Schweißausbrüche, nach Anstrengungen erschöpft und bleiern, müde, ständiges Gähnen,Essen imme rnoch problematisch ohne Appettit, Stimmung schwankt, Abends Besserung und Freude aufs Bett :-).
12.7.relativ gute Nacht
Blutdruck niedrig, Therapiestunde, danach sogar einkaufen, mittags Schwitzen vorm Arbeiten,
morgens schlapp, müde, bleiern,essen weiterhin nach Einnahme des Venla problematisch
Abends sogar heute mal leichter Appettit und zunehmend gute Stimmung
Weiterhin auf 37,5 und keine Änderung der Symptome
26.7. 10 Kügelchen Ca. 3 g weniger also 34,5 mg
Besserung was die Übelkeit betrifft, konnte heute normal was essen, nur zweimal Hitzewallung/Schweißausbruch
Blutdruck scheint sich zu normalisieren, Kaum Gedankenkreisen, im Allgemeinen besser drauf
27.7. frühes erwachen um 6.45 ab da nur noch dösen, Zunehmende Zuckungen am ganzen Körper
ein kalter und ein warmer Fuß, nach dem Aufstehen müde und schlapp
01.08. bei 34,5 mg Kein Schwitzen mehr. Guter Appettit, kaum noch Symptome, wieder Periode ganz leicht,
12.8. Ca. 30 mg
26.8.-19.9 Urlaub
da ich vor dem Urlaub stabil war habe ich weitere 5 Kügelchen weggelassen. Diesmal aber nicht jede Kapsel ausgezählt.
07.9. langsames Einsetzen der Symptome
Schlafstörungen, Muskelzuckungen, schwitzen, Übelkeit. Das tritt meist morgens ab 7 Uhr auf.
Im Laufe des Tages wird es besser,
11.9. Heute wieder Kügelchen genau gezählt und auf 28,5 mg Symptome bleiben weiterhin (Umstellung auf Microtapering)
25.9. 27,9 mg stabil, super Tag, kaum Smptome, irgendwas putscht mich auf.
28.9. 27,9 mg extrem hibbelig, EKG auffällig, zu hoher Puls, fühle mich nicht schlecht, aber getrieben
29.9. auf 27,1 mg reduziert, ich glaube die Dosis ist zu hoch und deshalb die Unruhe und nicht still sitzen können
09.10. 25,55 mg
08.11. 23,78 mg
06.12. 21,54 mg
04.01. 19,65 mg
29.01. 17,24 mg
13.02. 16,24 mg
05.03. 13,83 mg
19.03. 11,73 mg
16.04. 07,97 mg
14.05. 04,30 mg
31.05. 02,85 mg
18.06. 01,59 mg
01.07. 0 mg :party2:

Seit Oktober Utrogest 200 mg wegen WJ

Weiterhin Vitamin B und D und Akupunktur

Simmi18
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Re: Venlafaxin ausschleichen

Beitrag von Simmi18 » Mittwoch, 27.09.17, 12:06

Hallo,

ich brauch mal eure Meinungen.
Ich bin ja seit fast drei Monaten auf 0. Mein Kopf ist klar, wenn auch ab und an in einer Gedankenschleife.
Das wird besser, sowie ich abgelenkt bin. Körperlich schaffe ich Einiges ohne mich schlecht zu fühlen.
War gestern bei meiner Ärztin zum Check. Sie hat im Ultraschall gesehen, dass ich eine Fettleber habe.
Blutwerte sind in Ordnung.

Nun plagen mich doch weiterhin Symptome.
Wache jetzt immer früher auf. Momentan 6.30. dann bin ich unruhig, friere und schwitze abwechselnd. Komme zwar aus dem Bett aber dann geht sofort der Kopf mit seinen Gedanken an. Die sind täglich gleich.
Übelkeit am Morgen und leichte Schweißausbrüche, wenn ich etwas Druck habe (aber auch nicht immer).
Ernähre mich ja gerade Gluten und Lactose frei, bis das abgeklärt ist. Ist auch Stress für mich.
Könnte ständig weinen, weil ich nicht weiß, was mit mir ist.

Ich weiß gerade nicht weiter. Stecke ich in einer Welle?
Ist meine Depression zurück? Was ist in meinem Körper los?

Mein Mann meinte gestern ich hätte mich verändert und werde wie früher. Habe ihm dann erklärt, dass die letzten 6 Jahre die Medikamente mich verändert hätten.

Habt ihr einen Rat, was ich tun kann?
Ab mittags bin ich gut drauf und kann auch gut einschlafen.

Danke.

Liebe Grüße
Simone
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Im Oktober 2015 unter der Dosis 37,5 mg Venlafaxin wieder Symptome l9
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Seit Mitte Juni auf 37,5 starke Symptome und deshalb am
9.7. um 10 Kügelchen aufdosiert auf Ca. 40,5 mg Venlafaxin das legte mich lahm
10.7. Frühes Erwachen und ständiges auf die Uhr gucken Zuckungen von Kopf bis Fuß, brennen in den Armen, schwitzen, Blutdruck 117/77 Puls 116
11.7. zurück auf 37,5 mg nach Einnahme vom Medi Schweißausbrüche, nach Anstrengungen erschöpft und bleiern, müde, ständiges Gähnen,Essen imme rnoch problematisch ohne Appettit, Stimmung schwankt, Abends Besserung und Freude aufs Bett :-).
12.7.relativ gute Nacht
Blutdruck niedrig, Therapiestunde, danach sogar einkaufen, mittags Schwitzen vorm Arbeiten,
morgens schlapp, müde, bleiern,essen weiterhin nach Einnahme des Venla problematisch
Abends sogar heute mal leichter Appettit und zunehmend gute Stimmung
Weiterhin auf 37,5 und keine Änderung der Symptome
26.7. 10 Kügelchen Ca. 3 g weniger also 34,5 mg
Besserung was die Übelkeit betrifft, konnte heute normal was essen, nur zweimal Hitzewallung/Schweißausbruch
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27.7. frühes erwachen um 6.45 ab da nur noch dösen, Zunehmende Zuckungen am ganzen Körper
ein kalter und ein warmer Fuß, nach dem Aufstehen müde und schlapp
01.08. bei 34,5 mg Kein Schwitzen mehr. Guter Appettit, kaum noch Symptome, wieder Periode ganz leicht,
12.8. Ca. 30 mg
26.8.-19.9 Urlaub
da ich vor dem Urlaub stabil war habe ich weitere 5 Kügelchen weggelassen. Diesmal aber nicht jede Kapsel ausgezählt.
07.9. langsames Einsetzen der Symptome
Schlafstörungen, Muskelzuckungen, schwitzen, Übelkeit. Das tritt meist morgens ab 7 Uhr auf.
Im Laufe des Tages wird es besser,
11.9. Heute wieder Kügelchen genau gezählt und auf 28,5 mg Symptome bleiben weiterhin (Umstellung auf Microtapering)
25.9. 27,9 mg stabil, super Tag, kaum Smptome, irgendwas putscht mich auf.
28.9. 27,9 mg extrem hibbelig, EKG auffällig, zu hoher Puls, fühle mich nicht schlecht, aber getrieben
29.9. auf 27,1 mg reduziert, ich glaube die Dosis ist zu hoch und deshalb die Unruhe und nicht still sitzen können
09.10. 25,55 mg
08.11. 23,78 mg
06.12. 21,54 mg
04.01. 19,65 mg
29.01. 17,24 mg
13.02. 16,24 mg
05.03. 13,83 mg
19.03. 11,73 mg
16.04. 07,97 mg
14.05. 04,30 mg
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Re: Venlafaxin ausschleichen

Beitrag von carlotta » Mittwoch, 27.09.17, 17:52

Hallo Simone,

das klingt sehr nach Entzugssymptomen. Die 3-Monatsmarke ist ja eine recht heikle, aber Symptome können leider auch noch später zeitverzögert auftreten. (Experte Dr. Shipko geht von bis zu einem Jahr nach null aus.)

Wenn ich mir Deine Reduktionsschritte ansehe, zeigt sich, dass die letzten doch recht flott/großschrittig waren. Da kann schon mal was nachkommen, leider. Man sollte idealerweise auch erst abspringen, wenn man eine Null vor dem Komma hat (Empfehlung von US-Absetzforum survivingantidepressants.org).

Es kann sich auch nach einem letzten "Aufbäumen" des ZNS wieder geben. Muss man beobachten. Wenn es sich negativ entwickelt, wäre über eine minimale Wiedereindosierung nachzudenken, um potenziell langwierigeren Problematiken vorzubeugen.

Liebe Grüße :group:
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Re: Venlafaxin ausschleichen

Beitrag von Nicola » Mittwoch, 04.10.17, 21:58

Hallo Simona, hallo Carlotta,

ich bin auch am Ausschleichen und 1 Woche nach "0" und Carlottas Zitat "Experte Dr. Shipko geht von bis zu einem Jahr nach null aus" zieht mir gerade die Schuhe aus. Wenn ich diesen erbärmlichen Zustand noch 1 Jahr aushalten soll, dann ......weiss nicht...nee :cry: :cry: :cry:

Simona: Dein Ärztin hat eine Fettleber festgestellt. Hat sie nur dies nur über Ultraschall gemacht oder auch Blutwerte? Bist Du bei einem Urologen in Behandlung (macht der auch Leber oder nur Niere & Blase). Sorry, ich bin derzeit total konfus und mir geht es gar um Magen und Darm gar nicht gut (mehrfach Erbrechen, dann fast wie Durchfall), die kleinste Kleinigkeit (insbesondere Süsses) bringt ein Völlgefühlt im Bauch als aber er gleich platzt. Iberogast immer in Reichweite. Ich vermute auch, dass ich Getreide bald gar nicht mehr vertrage. Aber was soll man sonst noch essen? Zwieback und Tee? Manchmbal bin ich so verzweifelt, dass ich am besten nur noch über ein Pulver ernähren möcht, wenn mir das den Magen Darm wieder beruhigen würde. Ich habe speziell zum Ende hin Venla zu schnell abgesetzt, weil die NW überwiegten....und jetzt bin ich im Urlaub (und neben der Iberogastflasche).

Ich schweife schon wieder ab: was tust Du nun gegen die Fettleber? bekommst Du Medikamente? Musst Du die Ernährung umstellen? Es würde mich nicht wundern, wenn uns dies Venla eingebrockt hat (sofern mal vielleicht schon Vorbedingungen erfüllte).

LG, Nicola
Erkrankung: Tendomyopathie, chron. Kopfschmerzen, HWS-Syndrom, Endometriose, Zustand nach Total-OP (2010), seit Januar 2017 Borreliose mit Muskel-, Gelenk- und Nervenschmerzen
aktuelle Medikamente: (Oxicodon), Gabapentin, Mirtazapin

Aktuell: Absetzen von Mirtazapin 30mg (Einnahmedauer: ca. 6 Monate)
ab 19.12.2017: Start Ausschleichen mit Reduktion um 10% der Tablette mit Gewicht von 0,230 g auf 0,192g
Beschwerden: Magen- Darm + Übelkeit, Fress-Sucht mit Gewichtszunahme, schmerzhaftes Ödem am Fuss, Unruhe, Bewegungsdrang + Ruhe/Rastlosigkeit in rechtem Arm und Bein --> Einschlafen der blanke Horror.
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Re: Venlafaxin ausschleichen

Beitrag von carlotta » Donnerstag, 05.10.17, 11:27

Hallo Nicola,

Dr. Shipko hat damit nichts über die Entzugsdauer ausgesagt; es geht im Gegenteil darum, in welchem Zeitraum nach null (zeitverzögerte) Entzugssymptome überhaupt erstmalig einsetzen. Seiner Erfahrung nach (bzw. der mit seinen Patienten) können diese eben auch bspw. noch nach einem Dreivierteljahr nach dem Absetzen ERSTMALIG auftreten. Wie lange das dann dauert, falls es dazu kommt, ist völlig individuell.

Wenn Du zu schnell ausgeschlichen hast und daher Symptome, wäre zu überlegen, wieder eine kleine Menge einzudosieren. Aber das wäre ein Thema für Deinen Thread.

Liebe Grüße :group:
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Re: Venlafaxin ausschleichen

Beitrag von Simmi18 » Samstag, 07.10.17, 10:02

Nicola hat geschrieben:Hallo Simona, hallo Carlotta,

ich bin auch am Ausschleichen und 1 Woche nach "0" und Carlottas Zitat "Experte Dr. Shipko geht von bis zu einem Jahr nach null aus" zieht mir gerade die Schuhe aus. Wenn ich diesen erbärmlichen Zustand noch 1 Jahr aushalten soll, dann ......weiss nicht...nee :cry: :cry: :cry:

Simona: Dein Ärztin hat eine Fettleber festgestellt. Hat sie nur dies nur über Ultraschall gemacht oder auch Blutwerte? Bist Du bei einem Urologen in Behandlung (macht der auch Leber oder nur Niere & Blase). Sorry, ich bin derzeit total konfus und mir geht es gar um Magen und Darm gar nicht gut (mehrfach Erbrechen, dann fast wie Durchfall), die kleinste Kleinigkeit (insbesondere Süsses) bringt ein Völlgefühlt im Bauch als aber er gleich platzt. Iberogast immer in Reichweite. Ich vermute auch, dass ich Getreide bald gar nicht mehr vertrage. Aber was soll man sonst noch essen? Zwieback und Tee? Manchmbal bin ich so verzweifelt, dass ich am besten nur noch über ein Pulver ernähren möcht, wenn mir das den Magen Darm wieder beruhigen würde. Ich habe speziell zum Ende hin Venla zu schnell abgesetzt, weil die NW überwiegten....und jetzt bin ich im Urlaub (und neben der Iberogastflasche).

Ich schweife schon wieder ab: was tust Du nun gegen die Fettleber? bekommst Du Medikamente? Musst Du die Ernährung umstellen? Es würde mich nicht wundern, wenn uns dies Venla eingebrockt hat (sofern mal vielleicht schon Vorbedingungen erfüllte).

LG, Nicola
Hallo Nicola,

die Fettleber wurde über Ultraschall festgestellt. Meine Ärztin meinte, dass die Medikamente wohl Spuhren hinterlassen haben. Mein HP hat mir Mariendistel empfohlen.
Ich habe meine Ernährung auf glutenfrei und weitestetgehend zuckerftei umgestellt. Milch meide ich momentan noch komplett, da ich erst nächste Wiche einen Termin beim Gastro habe.
Für den Darm habe ich mir jetzt Symbio Lact comp. besorgt.

Noch bin ich am Beobachten, wann die Beschwerden auftreten. Also Milch ist tabu. Dann fällt mir auf, dass Tage vor dem Einsetzen des Zykluses (der unregelmäßig ist wegen eventueller Wechseljahre) die Übelkeit einsetzt und auch die Verdauung etwas anders ist. Scheinbar geraten alle Hormone bei mir durcheinander, denn ich habe da auch noch andere Symptome.

Am 2.11. habe ich einen Termin beim Endokrinologen.
Der soll mal auf die Hormone und Schilddrüse gucken. Daher kann ja auch viel kommen.

Ich bin jetzt über drei Monate auf 0 und schlecht geht es mir nur vor der Periode, wenn sie kommt. Halte das jetzt für die Ursache und nicht mehr so der Entzug.

Es wird wieder besser. Gib nicht auf. Der Köroer muss jetzt ohne Venla klar kommen und das muss er erst wieder lernen.

Liebe Grüße
Simone
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Von da an 75 mg Venlafaxin
Job gekündigt und selbständig gemacht 2013
Im Oktober 2015 unter der Dosis 37,5 mg Venlafaxin wieder Symptome l9
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Reha im November 2015 hochdosiert auf 187,5 mg und Dominal
Aufgrund des hohen Pulses und Blutdrucks Betablocker Metropolol
Nach Reha noch Symptome und vom Arzt auf 225 mg rauf
Das war dann nicht mehr ich selber und ich habe dann runterreduziert auf 112,5 mg im März und Dominal weggelassen
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Leaky gut diagnostiziert, Ernährung umgestellt
Ende April auf 75 mg Venlafaxin
Seit Mitte Juni auf 37,5 starke Symptome und deshalb am
9.7. um 10 Kügelchen aufdosiert auf Ca. 40,5 mg Venlafaxin das legte mich lahm
10.7. Frühes Erwachen und ständiges auf die Uhr gucken Zuckungen von Kopf bis Fuß, brennen in den Armen, schwitzen, Blutdruck 117/77 Puls 116
11.7. zurück auf 37,5 mg nach Einnahme vom Medi Schweißausbrüche, nach Anstrengungen erschöpft und bleiern, müde, ständiges Gähnen,Essen imme rnoch problematisch ohne Appettit, Stimmung schwankt, Abends Besserung und Freude aufs Bett :-).
12.7.relativ gute Nacht
Blutdruck niedrig, Therapiestunde, danach sogar einkaufen, mittags Schwitzen vorm Arbeiten,
morgens schlapp, müde, bleiern,essen weiterhin nach Einnahme des Venla problematisch
Abends sogar heute mal leichter Appettit und zunehmend gute Stimmung
Weiterhin auf 37,5 und keine Änderung der Symptome
26.7. 10 Kügelchen Ca. 3 g weniger also 34,5 mg
Besserung was die Übelkeit betrifft, konnte heute normal was essen, nur zweimal Hitzewallung/Schweißausbruch
Blutdruck scheint sich zu normalisieren, Kaum Gedankenkreisen, im Allgemeinen besser drauf
27.7. frühes erwachen um 6.45 ab da nur noch dösen, Zunehmende Zuckungen am ganzen Körper
ein kalter und ein warmer Fuß, nach dem Aufstehen müde und schlapp
01.08. bei 34,5 mg Kein Schwitzen mehr. Guter Appettit, kaum noch Symptome, wieder Periode ganz leicht,
12.8. Ca. 30 mg
26.8.-19.9 Urlaub
da ich vor dem Urlaub stabil war habe ich weitere 5 Kügelchen weggelassen. Diesmal aber nicht jede Kapsel ausgezählt.
07.9. langsames Einsetzen der Symptome
Schlafstörungen, Muskelzuckungen, schwitzen, Übelkeit. Das tritt meist morgens ab 7 Uhr auf.
Im Laufe des Tages wird es besser,
11.9. Heute wieder Kügelchen genau gezählt und auf 28,5 mg Symptome bleiben weiterhin (Umstellung auf Microtapering)
25.9. 27,9 mg stabil, super Tag, kaum Smptome, irgendwas putscht mich auf.
28.9. 27,9 mg extrem hibbelig, EKG auffällig, zu hoher Puls, fühle mich nicht schlecht, aber getrieben
29.9. auf 27,1 mg reduziert, ich glaube die Dosis ist zu hoch und deshalb die Unruhe und nicht still sitzen können
09.10. 25,55 mg
08.11. 23,78 mg
06.12. 21,54 mg
04.01. 19,65 mg
29.01. 17,24 mg
13.02. 16,24 mg
05.03. 13,83 mg
19.03. 11,73 mg
16.04. 07,97 mg
14.05. 04,30 mg
31.05. 02,85 mg
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Re: Venlafaxin ausschleichen

Beitrag von carlotta » Samstag, 07.10.17, 13:46

Hallo Simone,

klingt ja schon mal gut, dass sich die Beschwerden auf die Zeit rund um die Periode beschränken. Ist zwar auch nicht schön, aber wenigstens sind sie nicht durchgehend. Der Zusammenhang mit der Periode ist auch entzugstypisch.

Ich kann mir vorstellen, dass Du von der Ernährungsumstellung durchaus gerade bezüglich des Entzugs profitierst. Darm-Dysbalancen spielen dabei aller Wahrscheinlichkeit nach eine größere Rolle.
Simmi18 hat geschrieben:Für den Darm habe ich mir jetzt Symbio Lact comp. besorgt.
Grundsätzlich sind Probiotika sehr gut für den Darm. Nur weiß ich nicht, inwieweit Histamin bzw. HIT bei Dir ein Thema ist, denn soweit ich mich erinnere, enthält das Präparat histaminbildende Stämme. Müsste man vorsichtig antesten.
Simmi18 hat geschrieben:Ich bin jetzt über drei Monate auf 0 und schlecht geht es mir nur vor der Periode, wenn sie kommt. Halte das jetzt für die Ursache und nicht mehr so der Entzug.
Wie gesagt, ist es ganz entzugstypisch, dass Beschwerden sich gerade vor der Periode verstärken. Das kennen zahlreiche Betroffene. Entzug wirkt sich stark aufs endokrine System (Stichwort SD) und damit auch auf sämtliche hormonellen Vorgänge aus. Man kann das nicht isoliert sehen. Daher kann es gut sein, dass man bei Hormonstatus und SD-Untersuchung Unregelmäßigkeiten feststellt. Wenn diese vom Entzug kommen (und die Wahrscheinlichkeit ist groß), sollten sie sich mit der Zeit von allein regulieren, erst recht bei angepasster Ernährung.

Übrigens, auch unregelmäßige und (auch über längere Zeiträume) ausbleibende Perioden kommen im Entzug öfter vor.

Liebe Grüße :group:
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Re: Venlafaxin ausschleichen

Beitrag von Simmi18 » Dienstag, 10.10.17, 9:40

carlotta hat geschrieben:Hallo Simone,

klingt ja schon mal gut, dass sich die Beschwerden auf die Zeit rund um die Periode beschränken. Ist zwar auch nicht schön, aber wenigstens sind sie nicht durchgehend. Der Zusammenhang mit der Periode ist auch entzugstypisch.

Ich kann mir vorstellen, dass Du von der Ernährungsumstellung durchaus gerade bezüglich des Entzugs profitierst. Darm-Dysbalancen spielen dabei aller Wahrscheinlichkeit nach eine größere Rolle.
Simmi18 hat geschrieben:Für den Darm habe ich mir jetzt Symbio Lact comp. besorgt.
Grundsätzlich sind Probiotika sehr gut für den Darm. Nur weiß ich nicht, inwieweit Histamin bzw. HIT bei Dir ein Thema ist, denn soweit ich mich erinnere, enthält das Präparat histaminbildende Stämme. Müsste man vorsichtig antesten.
Simmi18 hat geschrieben:Ich bin jetzt über drei Monate auf 0 und schlecht geht es mir nur vor der Periode, wenn sie kommt. Halte das jetzt für die Ursache und nicht mehr so der Entzug.
Wie gesagt, ist es ganz entzugstypisch, dass Beschwerden sich gerade vor der Periode verstärken. Das kennen zahlreiche Betroffene. Entzug wirkt sich stark aufs endokrine System (Stichwort SD) und damit auch auf sämtliche hormonellen Vorgänge aus. Man kann das nicht isoliert sehen. Daher kann es gut sein, dass man bei Hormonstatus und SD-Untersuchung Unregelmäßigkeiten feststellt. Wenn diese vom Entzug kommen (und die Wahrscheinlichkeit ist groß), sollten sie sich mit der Zeit von allein regulieren, erst recht bei angepasster Ernährung.

Übrigens, auch unregelmäßige und (auch über längere Zeiträume) ausbleibende Perioden kommen im Entzug öfter vor.

Liebe Grüße :group:
Carlotta
Hallo Carlotta,

mir ist bekannt, dass Unregelmäßigkeiten bei der Periode vom Entzug kommen können. Bei mir spricht aber das Alter, ich bin 49, auch für den Beginn der Wechseljahre.
Deshalb ist es so schwer zu zuordnen. Bin gespannt, was meine Frauenärztin heute sagt. Ob sie den Zusammebhang mit dem Entzug sieht bezweifle ich.

Im November habe ich einen Termin beim Endokrinologen, der auch auf Hormone spezialisiert ist. Vielleicht komme ich da weiter. Meine Schilddrüse war soweit in Ordnung bei der letzten Untersuchung. Er ist ein Arzt, der auch mal über den Tellerrand schaut und vielleicht ein offenes Ohr bezüglich Entzug hat.

Ob ich HIT habe? Keine Ahnung. Deshalb habe ich einen Termin beim Gastro. Vielleicht kann der auch was zu meiner Fettleber sagen.

Ich bin ja schon soweit zufrieden mit meinem Zustand. 3 Monate nach 0 hat man aber immer noch Angst, wenn sich Symptome zeigen, dass es wieder bergab geht.

Dafür habe ich ja noch meine Therapeutin, die mich stützt.

Liebe Grüße
Simone
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Von da an 75 mg Venlafaxin
Job gekündigt und selbständig gemacht 2013
Im Oktober 2015 unter der Dosis 37,5 mg Venlafaxin wieder Symptome l9
Von Ärztin telefonisch auf 150 mg gesetzt
Reha im November 2015 hochdosiert auf 187,5 mg und Dominal
Aufgrund des hohen Pulses und Blutdrucks Betablocker Metropolol
Nach Reha noch Symptome und vom Arzt auf 225 mg rauf
Das war dann nicht mehr ich selber und ich habe dann runterreduziert auf 112,5 mg im März und Dominal weggelassen
Alternative Behandlung mit Infusionen, Vit. b Mangel und D Mangel aufgefüllt
Leaky gut diagnostiziert, Ernährung umgestellt
Ende April auf 75 mg Venlafaxin
Seit Mitte Juni auf 37,5 starke Symptome und deshalb am
9.7. um 10 Kügelchen aufdosiert auf Ca. 40,5 mg Venlafaxin das legte mich lahm
10.7. Frühes Erwachen und ständiges auf die Uhr gucken Zuckungen von Kopf bis Fuß, brennen in den Armen, schwitzen, Blutdruck 117/77 Puls 116
11.7. zurück auf 37,5 mg nach Einnahme vom Medi Schweißausbrüche, nach Anstrengungen erschöpft und bleiern, müde, ständiges Gähnen,Essen imme rnoch problematisch ohne Appettit, Stimmung schwankt, Abends Besserung und Freude aufs Bett :-).
12.7.relativ gute Nacht
Blutdruck niedrig, Therapiestunde, danach sogar einkaufen, mittags Schwitzen vorm Arbeiten,
morgens schlapp, müde, bleiern,essen weiterhin nach Einnahme des Venla problematisch
Abends sogar heute mal leichter Appettit und zunehmend gute Stimmung
Weiterhin auf 37,5 und keine Änderung der Symptome
26.7. 10 Kügelchen Ca. 3 g weniger also 34,5 mg
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da ich vor dem Urlaub stabil war habe ich weitere 5 Kügelchen weggelassen. Diesmal aber nicht jede Kapsel ausgezählt.
07.9. langsames Einsetzen der Symptome
Schlafstörungen, Muskelzuckungen, schwitzen, Übelkeit. Das tritt meist morgens ab 7 Uhr auf.
Im Laufe des Tages wird es besser,
11.9. Heute wieder Kügelchen genau gezählt und auf 28,5 mg Symptome bleiben weiterhin (Umstellung auf Microtapering)
25.9. 27,9 mg stabil, super Tag, kaum Smptome, irgendwas putscht mich auf.
28.9. 27,9 mg extrem hibbelig, EKG auffällig, zu hoher Puls, fühle mich nicht schlecht, aber getrieben
29.9. auf 27,1 mg reduziert, ich glaube die Dosis ist zu hoch und deshalb die Unruhe und nicht still sitzen können
09.10. 25,55 mg
08.11. 23,78 mg
06.12. 21,54 mg
04.01. 19,65 mg
29.01. 17,24 mg
13.02. 16,24 mg
05.03. 13,83 mg
19.03. 11,73 mg
16.04. 07,97 mg
14.05. 04,30 mg
31.05. 02,85 mg
18.06. 01,59 mg
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Re: Venlafaxin ausschleichen

Beitrag von carlotta » Dienstag, 10.10.17, 11:45

Hallo Simone,

ja, da kann sich angesichts Deines Alters natürlich beides überlagern. Das wird man sicher auch schwerlich auseinanderhalten können, v. a. dadurch dass sich Entzug und beginnende WJ sicher auch wechselseitig beeinflussen.

Zur HIT: Es gibt m. W. momentan keine Untersuchung, mit der man das absolut sicher feststellen kann, es können falsche Ergebnisse entstehen. Die einzige Möglichkeit, die man im Grunde hat, ist durch (vorübergehende) Auslassdiät zu testen, ob der Körper anders reagiert. (Bei mir sind es bspw. v. a. Histaminbomben, die mir Probleme machen, vieles vertrage ich noch im Gegensatz zu anderen hier.)

Ich denke auch, dass Du soweit zufrieden sein kannst. Klingt auf jeden Fall passabel. :) Jetzt muss man ja nicht das Schlimmste annehmen.

Nur mit SD-Medikamenten wäre ich aktuell vorsichtig (falls das ein Thema sein sollte), nicht dass Dich eine heftige Reaktion zurückwirft. Vieles reguliert sich auch - wie gesagt - von allein mit der Zeit.

Gut, dass Du therapeutisch begleitet wirst bzw. Dich da in guten Händen fühlst. :)

Liebe Grüße :group:
Carlotta
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Re: Venlafaxin ausschleichen

Beitrag von Ululu 69 » Dienstag, 10.10.17, 12:01

Hallo Simone,

bei mir sind nach jeder Reduktion von Quetiapin massive Zxklusstörungen aufgetreten.
Einmal bräuchte ich sogar eine Ausschabung weil mein Körper die viele Schleimhaut nicht mehr alleine los geworden ist.
Der Hormonstatus beim Gym ergab, dass ich noch nicht in den Wechseljahren bin.
Aber das ist ja wohl auch nur eine Momentaufnahme und gibt keine absolute Sicherheit.
Zeitweise habe ich noch Hormone bekommen, um immer wieder auftretende starke Blutungen in den Griff zu bekommen.
Der Gym sah übrigens durchaus ein Zusammenhang mit der Dosisveränderung des Quetiapins.
Jetzt nehme ich Mönchspfeffer. Ich muss sagen, das war ein super guter Tipp.
Im Moment läuft alles so gut und regelmäßig wie lange nicht.

LG aus Ägypten

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Re: Venlafaxin ausschleichen

Beitrag von Simmi18 » Dienstag, 24.10.17, 9:47

Guten Morgen,

mal wieder ein kurzes Feedback von mir. Jetzt bin ich fast 4 Monate auf 0 und glücklich darüber. Meine Symptome haben sich nicht verschlimmert und darüber bin ich froh.

Inzwischen hatte ich einen Termin bei der Frauenärztin und die hat mir jetzt Progesteron verschrieben. Die erste Einnahme habe ich schon hinter mir. Bisher sind die Schweißausbrüche nicht mehr so massiv und auch die Weinerei ist weniger geworden.

Weiterhin habe ich jeden Morgen eine verstopfte Nase ohne erkältet zu sein.
An manchen Tagen unkontrollierte Zuckungen morgens im Bett. Gestern beim Zähneputzen Brechreiz und tagsüber war ich nicht besonders gut drauf und müde. Sofort hat man gleich wieder komische Gedanken.

Da ich jetzt am 27 Zyklustag bin könnten das die Vorboten sein. Laut meinen Aufzeichnungen könnte es vom Abstand her hin kommen. Aber es könnte auch noch der Entzug sein, oder?

Am 2.11. habe ich endlich Termin beim Endokrinologen. Bin gespannt was da raus kommt. Meinen Lactosetest habe ich am 16.11. Ernähre mich ja momentan immer noch Gluten- und Lactose frei.

Bin echt froh, dass die guten Tage überwiegen.

Liebe Grüße
Simone
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10.7. Frühes Erwachen und ständiges auf die Uhr gucken Zuckungen von Kopf bis Fuß, brennen in den Armen, schwitzen, Blutdruck 117/77 Puls 116
11.7. zurück auf 37,5 mg nach Einnahme vom Medi Schweißausbrüche, nach Anstrengungen erschöpft und bleiern, müde, ständiges Gähnen,Essen imme rnoch problematisch ohne Appettit, Stimmung schwankt, Abends Besserung und Freude aufs Bett :-).
12.7.relativ gute Nacht
Blutdruck niedrig, Therapiestunde, danach sogar einkaufen, mittags Schwitzen vorm Arbeiten,
morgens schlapp, müde, bleiern,essen weiterhin nach Einnahme des Venla problematisch
Abends sogar heute mal leichter Appettit und zunehmend gute Stimmung
Weiterhin auf 37,5 und keine Änderung der Symptome
26.7. 10 Kügelchen Ca. 3 g weniger also 34,5 mg
Besserung was die Übelkeit betrifft, konnte heute normal was essen, nur zweimal Hitzewallung/Schweißausbruch
Blutdruck scheint sich zu normalisieren, Kaum Gedankenkreisen, im Allgemeinen besser drauf
27.7. frühes erwachen um 6.45 ab da nur noch dösen, Zunehmende Zuckungen am ganzen Körper
ein kalter und ein warmer Fuß, nach dem Aufstehen müde und schlapp
01.08. bei 34,5 mg Kein Schwitzen mehr. Guter Appettit, kaum noch Symptome, wieder Periode ganz leicht,
12.8. Ca. 30 mg
26.8.-19.9 Urlaub
da ich vor dem Urlaub stabil war habe ich weitere 5 Kügelchen weggelassen. Diesmal aber nicht jede Kapsel ausgezählt.
07.9. langsames Einsetzen der Symptome
Schlafstörungen, Muskelzuckungen, schwitzen, Übelkeit. Das tritt meist morgens ab 7 Uhr auf.
Im Laufe des Tages wird es besser,
11.9. Heute wieder Kügelchen genau gezählt und auf 28,5 mg Symptome bleiben weiterhin (Umstellung auf Microtapering)
25.9. 27,9 mg stabil, super Tag, kaum Smptome, irgendwas putscht mich auf.
28.9. 27,9 mg extrem hibbelig, EKG auffällig, zu hoher Puls, fühle mich nicht schlecht, aber getrieben
29.9. auf 27,1 mg reduziert, ich glaube die Dosis ist zu hoch und deshalb die Unruhe und nicht still sitzen können
09.10. 25,55 mg
08.11. 23,78 mg
06.12. 21,54 mg
04.01. 19,65 mg
29.01. 17,24 mg
13.02. 16,24 mg
05.03. 13,83 mg
19.03. 11,73 mg
16.04. 07,97 mg
14.05. 04,30 mg
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Re: Venlafaxin ausschleichen

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 24.10.17, 9:57

Moin Simone!
Da ich jetzt am 27 Zyklustag bin könnten das die Vorboten sein. Laut meinen Aufzeichnungen könnte es vom Abstand her hin kommen. Aber es könnte auch noch der Entzug sein, oder?
Manchmal lohnt sich die Trennung meiner Meinung nach auch garnicht. Für mich gehört es individuell zum Absetzgeschehen dazu, dass manche Betroffene in dieser sensiblen Reorganisationszeit besonders sensibel auf ihr Zyklusgeschehen und die Hormonveränderungen reagieren.
Inzwischen hatte ich einen Termin bei der Frauenärztin und die hat mir jetzt Progesteron verschrieben. Die erste Einnahme habe ich schon hinter mir. Bisher sind die Schweißausbrüche nicht mehr so massiv und auch die Weinerei ist weniger geworden.
Prima, dass Du Veränderungen bemerkst. Welches Produkt ist das? Nimm es gerne in die Signatur auf.
Weiterhin habe ich jeden Morgen eine verstopfte Nase ohne erkältet zu sein. An manchen Tagen unkontrollierte Zuckungen morgens im Bett. Gestern beim Zähneputzen Brechreiz und tagsüber war ich nicht besonders gut drauf und müde. Sofort hat man gleich wieder komische Gedanken.
Lass die Gedanken nicht zu lange bei Dir verweilen. Die Gesamtlage sieht doch gut aus, kleinere Irritationen gehören dazu. :hug:
Bin echt froh, dass die guten Tage überwiegen.
:laola:

Grüße von Murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
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Re: Venlafaxin ausschleichen

Beitrag von Simmi18 » Donnerstag, 09.11.17, 8:20

Guten Morgen,

ich bin es mal wieder. Brauche dringend euren Rat.

Seit der einer Woche begleitet mich Übelkeit. Am Schlimmsten morgens. Tagsüber ist mir flau im Magen und ich hab keinen Appetit. Ich seit zwei Tagen schlafe ich auch schlechter. Heute Nacht hatte ich ein fürchterliches Brennen der Schädeldecke. Mir ist ständig kalt und ich bin unruhig.

Im letzten Monat habe ich Progesteron bekommen wegen Anzeichen der Wechseljahre. Seit dem ist die Periode ganz weggeblieben.

Blutergebnisse diesbezüglich habe ich noch nicht.

Ich bin ratlos. So ähnlich fühlte ich mich auch damals als alles los ging. Kommt die Krankheit jetzt zurück?
Was kann ich tun? Bin ja schon über 4 Monate auf 0.

Es fühlt sich so komisch an und ich weiß gerade nicht, was los ist.

Was könnte ich tun?

Liebe Grüße
Simone
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Im Oktober 2015 unter der Dosis 37,5 mg Venlafaxin wieder Symptome l9
Von Ärztin telefonisch auf 150 mg gesetzt
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Das war dann nicht mehr ich selber und ich habe dann runterreduziert auf 112,5 mg im März und Dominal weggelassen
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Ende April auf 75 mg Venlafaxin
Seit Mitte Juni auf 37,5 starke Symptome und deshalb am
9.7. um 10 Kügelchen aufdosiert auf Ca. 40,5 mg Venlafaxin das legte mich lahm
10.7. Frühes Erwachen und ständiges auf die Uhr gucken Zuckungen von Kopf bis Fuß, brennen in den Armen, schwitzen, Blutdruck 117/77 Puls 116
11.7. zurück auf 37,5 mg nach Einnahme vom Medi Schweißausbrüche, nach Anstrengungen erschöpft und bleiern, müde, ständiges Gähnen,Essen imme rnoch problematisch ohne Appettit, Stimmung schwankt, Abends Besserung und Freude aufs Bett :-).
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morgens schlapp, müde, bleiern,essen weiterhin nach Einnahme des Venla problematisch
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Besserung was die Übelkeit betrifft, konnte heute normal was essen, nur zweimal Hitzewallung/Schweißausbruch
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27.7. frühes erwachen um 6.45 ab da nur noch dösen, Zunehmende Zuckungen am ganzen Körper
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12.8. Ca. 30 mg
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06.12. 21,54 mg
04.01. 19,65 mg
29.01. 17,24 mg
13.02. 16,24 mg
05.03. 13,83 mg
19.03. 11,73 mg
16.04. 07,97 mg
14.05. 04,30 mg
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Re: Venlafaxin ausschleichen

Beitrag von carlotta » Donnerstag, 09.11.17, 10:42

Hallo Simone,
Im letzten Monat habe ich Progesteron bekommen wegen Anzeichen der Wechseljahre. Seit dem ist die Periode ganz weggeblieben.
Ganz ehrlich, Simone? 4 Monate auf null sind nichts. V. a. wenn man gegen Ende doch relativ zügig reduziert hat. Da ist das ZNS auf jeden Fall noch stark sensibilisiert. Experte Dr. Shipko spricht davon, dass zeitverzögerter Entzug bei sog. mod. AD bis zu einem Jahr nach null auftreten kann. In Einzelfällen hat man sogar ein noch etwas späteres Einsetzen beobachten. Das ist das Tückische an diesen Mitteln.

Zu so einem frühen Zeitpunkt mit Hormonen zu intervenieren, halte ich persönlich für ein unkalkulierbares Risiko. Wie soll das ZNS das jetzt auch noch auf die Kette kriegen? Das ist doch noch mitten in der Umbauphase bedingt durch den Entzug.

Wechseljahre hin oder her, valide Ergebnisse den Hormonstatus betreffend wirst Du aktuell sowieso nicht bekommen. In der Post-Entzugsphase sind doch sämtliche Systeme noch ganz stark von den Medikamenten beeinflusst, GERADE die Hormonlage. Anhand dessen nun Aussagen über Deinen Zustand diesbezüglich zu treffen, halte ich für wahnwitzig. Aber da wird ohnehin so gut wie kein Behandler den Durchblick haben. Du glaubst nicht, wie viel im Zusammenhang mit AD-Einnahme und -Entzug fälschlich interpretiert wird. Durch darauf basierende "Behandlungen" kann man viel verschlimmbessern.

Ich würde an Deiner Stelle das ZNS erst mal längere Zeit ohne Eingriffe ganz allein seine Arbeit tun lassen. Das macht es nämlich in der Regel ganz vorzüglich, wenn man es nicht stört. Vor Kurzem ging es Dir doch noch alles in allem ganz passabel? Kippte das mit der Hormongabe oder schon vorher?

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Re: Venlafaxin ausschleichen

Beitrag von Simmi18 » Donnerstag, 09.11.17, 11:51

carlotta hat geschrieben:Hallo Simone,
Im letzten Monat habe ich Progesteron bekommen wegen Anzeichen der Wechseljahre. Seit dem ist die Periode ganz weggeblieben.
Ganz ehrlich, Simone? 4 Monate auf null sind nichts. V. a. wenn man gegen Ende doch relativ zügig reduziert hat. Da ist das ZNS auf jeden Fall noch stark sensibilisiert. Experte Dr. Shipko spricht davon, dass zeitverzögerter Entzug bei sog. mod. AD bis zu einem Jahr nach null auftreten kann. In Einzelfällen hat man sogar ein noch etwas späteres Einsetzen beobachten. Das ist das Tückische an diesen Mitteln.

Zu so einem frühen Zeitpunkt mit Hormonen zu intervenieren, halte ich persönlich für ein unkalkulierbares Risiko. Wie soll das ZNS das jetzt auch noch auf die Kette kriegen? Das ist doch noch mitten in der Umbauphase bedingt durch den Entzug.

Wechseljahre hin oder her, valide Ergebnisse den Hormonstatus betreffend wirst Du aktuell sowieso nicht bekommen. In der Post-Entzugsphase sind doch sämtliche Systeme noch ganz stark von den Medikamenten beeinflusst, GERADE die Hormonlage. Anhand dessen nun Aussagen über Deinen Zustand diesbezüglich zu treffen, halte ich für wahnwitzig. Aber da wird ohnehin so gut wie kein Behandler den Durchblick haben. Du glaubst nicht, wie viel im Zusammenhang mit AD-Einnahme und -Entzug fälschlich interpretiert wird. Durch darauf basierende "Behandlungen" kann man viel verschlimmbessern.

Ich würde an Deiner Stelle das ZNS erst mal längere Zeit ohne Eingriffe ganz allein seine Arbeit tun lassen. Das macht es nämlich in der Regel ganz vorzüglich, wenn man es nicht stört. Vor Kurzem ging es Dir doch noch alles in allem ganz passabel? Kippte das mit der Hormongabe oder schon vorher?

Liebe Grüße :group:
Carlotta
Hallo Carlotta,

ja du hast sicher Recht. Zum jetzigen Zeitpunkt spielen die Hormone sicher verrückt noch vom Entzug. Aber du weißt ja auch, dass die Ärzte das nicht hören wollen. Jeder belächelt einen nur. Man selber fängt an zu glauben wieder Depressiv zu werden und verzweifelt.

Mir ging es in der Tat passabel. Kam gut durch den Tag. Die meisten Symotome waren morgens. Die Übelkeit kam erst 2,5 Wochen nach der Einnahme des Progesterons. Habe hier keinen Zusammenhang gesehen. Hatte such die Vehandlung beim Heilpraktiker eingestellt bzw. nicht mehr so oft da gewesen.

Es ist eben nicht leicht den Alltag zu bewältigen wenn man selbstständig ist. Ich gönne mir schon so gutes geht Auszeit, aber ganz kann ich die Arbeit nicht lassen.
Ist auch etwas Abwechslung zum Grübeln.

Gibt es hier einen Beitrag auf deutsch bezüglich der Zeir nach 0?

Liebe Grüße
Simone
Burnout 2011 behandelt mit Citalipram und Opipramol
2011 Rehaaufenthalt Citalopram 20 mg
Januar 2012 Wiedereingliederung, die ich nach 4 Tagen abbrechen musste wegen Verschlechterung
Von da an 75 mg Venlafaxin
Job gekündigt und selbständig gemacht 2013
Im Oktober 2015 unter der Dosis 37,5 mg Venlafaxin wieder Symptome l9
Von Ärztin telefonisch auf 150 mg gesetzt
Reha im November 2015 hochdosiert auf 187,5 mg und Dominal
Aufgrund des hohen Pulses und Blutdrucks Betablocker Metropolol
Nach Reha noch Symptome und vom Arzt auf 225 mg rauf
Das war dann nicht mehr ich selber und ich habe dann runterreduziert auf 112,5 mg im März und Dominal weggelassen
Alternative Behandlung mit Infusionen, Vit. b Mangel und D Mangel aufgefüllt
Leaky gut diagnostiziert, Ernährung umgestellt
Ende April auf 75 mg Venlafaxin
Seit Mitte Juni auf 37,5 starke Symptome und deshalb am
9.7. um 10 Kügelchen aufdosiert auf Ca. 40,5 mg Venlafaxin das legte mich lahm
10.7. Frühes Erwachen und ständiges auf die Uhr gucken Zuckungen von Kopf bis Fuß, brennen in den Armen, schwitzen, Blutdruck 117/77 Puls 116
11.7. zurück auf 37,5 mg nach Einnahme vom Medi Schweißausbrüche, nach Anstrengungen erschöpft und bleiern, müde, ständiges Gähnen,Essen imme rnoch problematisch ohne Appettit, Stimmung schwankt, Abends Besserung und Freude aufs Bett :-).
12.7.relativ gute Nacht
Blutdruck niedrig, Therapiestunde, danach sogar einkaufen, mittags Schwitzen vorm Arbeiten,
morgens schlapp, müde, bleiern,essen weiterhin nach Einnahme des Venla problematisch
Abends sogar heute mal leichter Appettit und zunehmend gute Stimmung
Weiterhin auf 37,5 und keine Änderung der Symptome
26.7. 10 Kügelchen Ca. 3 g weniger also 34,5 mg
Besserung was die Übelkeit betrifft, konnte heute normal was essen, nur zweimal Hitzewallung/Schweißausbruch
Blutdruck scheint sich zu normalisieren, Kaum Gedankenkreisen, im Allgemeinen besser drauf
27.7. frühes erwachen um 6.45 ab da nur noch dösen, Zunehmende Zuckungen am ganzen Körper
ein kalter und ein warmer Fuß, nach dem Aufstehen müde und schlapp
01.08. bei 34,5 mg Kein Schwitzen mehr. Guter Appettit, kaum noch Symptome, wieder Periode ganz leicht,
12.8. Ca. 30 mg
26.8.-19.9 Urlaub
da ich vor dem Urlaub stabil war habe ich weitere 5 Kügelchen weggelassen. Diesmal aber nicht jede Kapsel ausgezählt.
07.9. langsames Einsetzen der Symptome
Schlafstörungen, Muskelzuckungen, schwitzen, Übelkeit. Das tritt meist morgens ab 7 Uhr auf.
Im Laufe des Tages wird es besser,
11.9. Heute wieder Kügelchen genau gezählt und auf 28,5 mg Symptome bleiben weiterhin (Umstellung auf Microtapering)
25.9. 27,9 mg stabil, super Tag, kaum Smptome, irgendwas putscht mich auf.
28.9. 27,9 mg extrem hibbelig, EKG auffällig, zu hoher Puls, fühle mich nicht schlecht, aber getrieben
29.9. auf 27,1 mg reduziert, ich glaube die Dosis ist zu hoch und deshalb die Unruhe und nicht still sitzen können
09.10. 25,55 mg
08.11. 23,78 mg
06.12. 21,54 mg
04.01. 19,65 mg
29.01. 17,24 mg
13.02. 16,24 mg
05.03. 13,83 mg
19.03. 11,73 mg
16.04. 07,97 mg
14.05. 04,30 mg
31.05. 02,85 mg
18.06. 01,59 mg
01.07. 0 mg :party2:

Seit Oktober Utrogest 200 mg wegen WJ

Weiterhin Vitamin B und D und Akupunktur

Annanas
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Re: Venlafaxin ausschleichen

Beitrag von Annanas » Donnerstag, 09.11.17, 11:56

Liebe Simmi :) ,
erstmal schnell vorweg:
Simmi18 hat geschrieben:Ich bin ratlos. So ähnlich fühlte ich mich auch damals als alles los ging. Kommt die Krankheit jetzt zurück?
Was kann ich tun? Bin ja schon über 4 Monate auf 0.
Ich glaube auf keinen Fall, daß die Krankheit zurückkommt.
Simmi18 hat geschrieben:Seit der einer Woche begleitet mich Übelkeit. Am Schlimmsten morgens. Tagsüber ist mir flau im Magen und ich hab keinen Appetit. Ich seit zwei Tagen schlafe ich auch schlechter. Heute Nacht hatte ich ein fürchterliches Brennen der Schädeldecke. Mir ist ständig kalt und ich bin unruhig.
MMn liegt es an der Progesterongabe.
Es ist so, daß Progesteron am Anfang die Östrogenrezeptoren stimuliert bzw sensibilisiert, so daß die von dir aufgezählten Beschwerden
auftreten können.
Es ist zwar lobenswert, daß deine Gyn bioidentische Hormone verschrieben hat - aber eine Menge von 200 mg ist schon sehr hoch -
die wird normalerweise bei kaum zu stoppenden Blutungen bzw zum Schwangerschaftserhalt gegeben.
Diese hohe Dosis, vllt auch in Verbindung mit den Balanceakten im Gehirn (wie Carlotta :) schon schrieb), ist mMn die Ursache
deines jetzigen Befindens.

Daß deine Menstruation nach dieser Substitution ausgeblieben ist, ist auch ein Zeichen für zu viel Progesteron.

Normalerweise wäre der Weg gewesen, erstmal den Hormonspiegeltest auswerten u. danach die Progesterongabe richten. Allerdings sind, gerade in den WJ, die Hormontests nur Momentaufnahmen, weil die Werte stark schwanken können - aber ein Trend würde sich schon erkennen lassen.
Vllt hat sie auch das FSH (follikelstimulierendes Hormon) getestet - wenn dieser Wert sehr hoch ausfällt, ist davon auszugehen, daß keine
oder nur noch vereinzelt, Eisprünge stattfinden.
Aber auch, wenn ein akuter Mangel vorliegt, ist es immer besser, auch Progesteron einzuschleichen - eben wegen dieser Reaktionen.

Ich kann aus eigener Erfahrung beisteuern, daß es mir schon mit 100 mg Progesteron (gibt Utrogest auch mit dieser Dosierung) hundeelend ging -
Übelkeit, Herzrasen, Unruhe - ähnlich wie bei dir.

Leider haben, wie bei Psychopharmaka, die Ärzte hier auch (noch) wenig Kenntnisse.

Was kannst du jetzt tun?!
1. Ich würde das Utrogest absetzen,
2. ggf eine Progesteroncreme (3% Progesteronanteil auf 100 mg - leider nur auf Privatrezept - wird z.B. über die Klösterl-Apotheke München problemlos versandt) verschreiben lassen (dafür gibt es auch Schemata, nach denen man cremen sollte - mit Pause dazwischen, so lange man noch die Menstruation relativ regelmäßig hat, um den Zyklus nachzuahmen.)
Es kann ja immer nochmal ein Eisprung stattfinden, wo dann körpereigenes P zusätzlich ausgeschüttet wird.

Über die Haut ist es eine sanftere Unterstützung u. nicht gleich so ein riesiges Anfluten, wie bei einer 200 mg Gabe u. außerdem
wird damit eine Belastung der Leber umgangen, die durch das Absetzen bedingt, eh schon sehr gefordert wurde.

Also, erstmal absetzen, dann schauen, wie sich dein Befinden gestaltet - ich denke, dir wird es wieder besser gehen - dann am besten noch 2 Zyklen abwarten, bis die Regelblutung wieder einsetzt.
MWn hattest du ja noch eine relativ regelmäßige Menstruation?!

Danach könntest du überlegen, wie oben geschrieben, mit einer Creme behutsam unterstützen - ist dann auch besser dosierbar, je nach Befinden.

Das bekommst du wieder hin, Simmi - es sind keine Vorboten von deiner Vorerkrankung - bin ich mir zu 99% sicher!

Liebe Grüße von Anna
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Re: Venlafaxin ausschleichen

Beitrag von Simmi18 » Donnerstag, 09.11.17, 14:32

Liebe Anna,

vielen Dank für dein Mutmachen. Im tiefsten Inneren glaube ich auch nicht, dass die Krankheit zurück kommt. Leider ist es durch das spüren der Symptome, die sich ähneln, immer der erste Gedanke. Das ängstigt einen ganz schön. Deshalb auch mein Hilferuf heute.

Die Übelkeit hat sich heute gelegt. Noch ein bisschen flaues Gefühl, was aber auch davon kommen kann, dass ich wenig esse. Vielleicht ist dadurch der Blutzuckerspiegel nicht optimal.

Mein Zyklus war mal 28 Tage mal 32 und einmal im Frühjahr 2 Monate nicht. Die Übelkeit hatte ich immer mal wieder und laut meinen Aufzeichnungen, kurz bevor die Periode kam. Aufgrund dessen und der Untersuchung bzw. Ultraschall hat die Ärztin das Progesteron verordnet.
Das habe ich dann einmal für 10 Tage genommen und seit dem ist keine Blutung mehr eingetreten. Also bisher nur das eine Mal Progesteron.

Mein Körper steht auch immer unter Spannung. Ausruhen fällt da schwer. Ich liege schon mal auf der Couch aber innerlich bin ich immer auf dem Sprung. Muskeln sind angespannt und mal relaxen fällt schwer.

Hab das Arbeitspensum schon runter gefahren, aber das lenkt auch etwas ab. Bin froh, dass ich das hinbekomme. Bin ja erst seit meiner Erkrankung selbstständig und gerade im 5 Jahr.

Wie schafft ihr denn euren so Alltag? Vorallem, wie schafft ihr es, die blöden Gedanken los zu werden, wenn die Symptome zuschlagen?

Ich bin froh, dass ich mir hier immer Motivation holen kann. Das bestärkt mich dran zu glauben, alles wird wieder gut.

Danke euch
Liebe Grüße
Simone
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Schlafstörungen, Muskelzuckungen, schwitzen, Übelkeit. Das tritt meist morgens ab 7 Uhr auf.
Im Laufe des Tages wird es besser,
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28.9. 27,9 mg extrem hibbelig, EKG auffällig, zu hoher Puls, fühle mich nicht schlecht, aber getrieben
29.9. auf 27,1 mg reduziert, ich glaube die Dosis ist zu hoch und deshalb die Unruhe und nicht still sitzen können
09.10. 25,55 mg
08.11. 23,78 mg
06.12. 21,54 mg
04.01. 19,65 mg
29.01. 17,24 mg
13.02. 16,24 mg
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Re: Venlafaxin ausschleichen

Beitrag von Annanas » Donnerstag, 09.11.17, 15:05

Liebe Simone :hug: ,
Simmi18 hat geschrieben:Das habe ich dann einmal für 10 Tage genommen und seit dem ist keine Blutung mehr eingetreten. Also bisher nur das eine Mal Progesteron.
Ich hatte gedacht, sie hat dir das Progesteron durchgehend verordnet u. dann in dieser Dosierung :o !
Aber dann ist es ja gut - also nimmst du es jetzt nicht mehr?!
Simmi18 hat geschrieben:Mein Körper steht auch immer unter Spannung. Ausruhen fällt da schwer. Ich liege schon mal auf der Couch aber innerlich bin ich immer auf dem Sprung. Muskeln sind angespannt und mal relaxen fällt schwer.
Wenn ich das jetzt so lese, könnte ich mir vorstellen, daß Carlottas :) Bedenken wahrscheinlicher sind - dein ZNS war mit Sicherheit noch nicht
wieder in Balance u. durch das Progesteron wurde nochmal alles durcheinandergeschüttelt.
Es gibt auf jeden Fall Interaktionen zwischen Psychopharmaka (während der Einnahme/ während des Absetzens u. auch noch einige Zeit danach) und Hormonen.

Vllt hast du dir vorher auch zu viel zugemutet?? Ich könnte mir das vorstellen, weg von dem Zeugs - mir gehts gut und man versucht,
das "alte" Leben wieder aufzunehmen und wird etwas unachtsamer??? Mir würde das wahrscheinlich so gehen, um so dankbarer bin ich, daß du
deine Erfahrungen weiterhin hier teilst :hug: !
Simmi18 hat geschrieben:Hab das Arbeitspensum schon runter gefahren, aber das lenkt auch etwas ab. Bin froh, dass ich das hinbekomme. Bin ja erst seit meiner Erkrankung selbstständig und gerade im 5 Jahr.
Mit Sicherheit ist das auch Ablenkung (wünschte ich mir auch manchmal), aber es ist eben auch Druck, funktionieren zu müssen.
Gut, daß du dein Pensum etwas runterschrauben konntest.
Es ist wahrscheinlich so eine Gratwanderung - bis zu welchem Punkt tut mir die Arbeit gut und wann wird sie zur Belastung bzw wann muß ich mich ausruhen. Ist,glaube ich, auch nicht einfach, einzuschätzen, umso mehr, wenn man seine Arbeit mag.
Simmi18 hat geschrieben:Wie schafft ihr denn euren so Alltag? Vorallem, wie schafft ihr es, die blöden Gedanken los zu werden, wenn die Symptome zuschlagen?
Momentan kann ich da gar nicht so etwas Konstruktives beitragen - bei mir habe ich das Gefühl, Fenster u. Wellen wechseln sich stündlich/minütlich ab :cry: .
Z.Zt hilft mir nur etwas Ablenkung u. das immer wieder Vorbeten, daß es nur Absetzsymptome sind u. die wieder vergehen. Dazu dann vermehrte Achtsamkeit, also den Fokus auf das lenken, was ich gerade tue, damit ich nicht in die Grübelschleife gerate (klappt nicht immer).
Was ich nicht schaffe, bleibt liegen - nur mein Gewissen kommt mir da manchmal dazwischen, weil so viel an meinem Mann hängenbleibt.
Komische Phase gerade!

Ich könnte mir aber wirklich vorstellen, daß du in so einer Welle hängst - der Zeitrahmen paßt auf jeden Fall noch!
Die wird auch sicher wieder vergehen - paß gut auf dich auf!!

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