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Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Luisa1974
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Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Luisa1974 » Freitag, 12.01.18, 18:44

<3 Ich danke Euch allen für Euer Mitgefühl :group:
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Bittchen
Symptome: soziale Phobie / Ängste / Panikattacken
Medikation: 08/2011: 20 mg Citalopram, bei akuten Angstanfällen Bromazanil
seit 2013 zunehmend wieder Panikattacken mit Atemnot
2014 Burnout, Schlaflosigkeit, Erschöpfung
Medikation: weiterhin 20mg Citalopram, Bedarf an Bromazanil steigt ständig (psychisch abhängig)

Absetzverlauf:
August 2016: Citalopram runter auf 15mg (sehr gereizt, aber sonst keine Nebenwirkungen)
11.08.2016: Citalopram runter auf 10 mg (nach 2 Wochen nervös. extrem gereizt, Brainzaps, leichter Tinnitus, in der 3. Woche Höhepunkt, dann wurde es besser)
11.09.2016: 0g Citalopram ab der 3. Woche Hölle pur: extremer schriller Piepton in den Ohren, Druck im Kopf, ich dachte mein Kopf platzt, Brainzaps, vor allem im Hinterkopf, gereizt, extreme Stimmungsschwankungen, fiel in ein schwarzes Loch, gelähmt, konnte kaum aufstehen, Selbstmordgedanken, zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Bromazanil abgesetzt
3.11. 2016: 2,5 Wochen Nordseeurlaub hat mir gut getan, lange Spaziergänge am Strand und das Meeresrauschen halfen bei Tinnitus, nachts und morgens früh war es schon manchmal fast still in meinen Ohren, aber Stimmungsschwankunge extrem, besser auszuhalten
Nach Rückkehr extreme Stimmungsschwankungen, Selbstmordgedankentäglich,Weinkrämpfe
Mitte Dezember 2016: Depression, das Gefühl gelähmt zu sein, ist fast verschwunden, :) bin ruhiger, Tinnitus ist oft leise, aber auch bei Stress/Alkohol/zu wenig Schlaf wieder extrem (schrilles Geräusch sehr laut)
Januar 2017: täglich Selbstmordgedanken, extreme Stimmungsschwankungen, Brainzaps im Hinterkopf, Tinnitus schriller Piepton, macht mich verrückt
22.01.2017: Aufdosierung Citalopram 5 mg - fühlte mich besser, Antrieb wieder da, Tinnitus leiser und durch den Antrieb besser auszuhalten - Happy!
25.01.2017: Tinnitus wird wieder extrem laut, schriller Piepton, denke ich werde verrückt - durch Stress und Druck vom Jobcenter
27.01.2017: Aufdosierung auf 10 mg anschließend 1. extreme Panikattacke
02.02.2017: aufgrund erneuter Panikattacke mit Atemnot aufdosiert auf 15 mg
06.02.2017: 20 mg
16.02.2017: Panikattacke nach Klinikabsage - auf 30mg erhöht - wahnsinnige Unruhe, Nervosität, Atemnot, habe das Gefühl das Citalopram löst die Panikattacken aus
23.02.2017: zurück auf 20 mg Citalopram nach extremer Angstattacke, zusätzlich 2 Tavor Schmelztabletten
==>> ab jetzt zusätzlich bis zur Klinikeinweisung Mirthazapin 15
==>> in der Klinik soll das Citalopram abgesetzt werden mit Hilfe eines anderen Medikamentes

*** KLINIK ENDGÜLTIG ABGESAGT *******************

31.05.2017: Reduzierung Mirtazapin auf 11,5 mg. Symptome: Einschlafschwierigkeiten, sehr gereizt, nervös, Brainzaps links wo der Tinnitus ist, Müdigkeit vom Kopf her - nach einigen Tagen bis auf Tinnitus besser
14.06.2017: Mirtazapin 7,5 mg

27.06.-10.07.2017 -> Reduzierung Mirtazapin auf 3,75 mg (Symptome: die ersten Tage extreme Müdigkeit)
01.09.2017 => Mirtazapin wieder auf 7,5 mg erhöht (die extreme Müdigkeit war keine Folge des Mirtazapins sondern Symptom meiner Depression. Brauche das Mirtazapin gegen Nebenwirkungen von Citalopram (Schlafen, Schwitzen)
01.10.2017 =>Reduzierung des Citaloprams auf 15 mg (da ich so unter den Nebenwirkungen leide), Mirtazapin 15 mg

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Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Luisa1974 » Montag, 15.01.18, 20:06

Ihr Lieben,

gute und schlechte Nachrichten... erst die schlechten... ich frage mich im Moment, ob meine "kleinen Aussetzer" auch von den Medikamenten kommen... letztens habe ich meiner Hündin aus Versehen das Mirtazapin gegeben, dann habe ich mit einer Kerze hier den Tisch in Brand gesetzt (hatte ich einfach vergessen, war in der Küche beim Kochen...), eben ist mir wieder ein Glas umgekippt und der Saft klebt an der Wand, und außerdem habe ich heute mein Notizbuch mitten auf der Straße verloren, .. als hätte ich irgendwelche Aussetzer... als der Tisch gebrannt hat, da hatte ich wahnsinnige Angst.. ich hatte nochmal Glück, aber was, wenn ich das Haus hier mal abfackeln würde.. ich bin irgendwie immer nicht mit den Gedanken konzentriert.. bekomme ich noch Demenz.. ich habe echt Angst...

Die gute Nachricht.. die letzten 3 Tage hatte ich plötzlich wieder Probleme wie beim Aufdosieren oder Dosiswechsel, dabei war alles gleich.. wie kann das kommen? Nun ich lese ja gerade immer noch das Buch von Kelly Brogan und versuche peu a peu etwas von ihrem Ernährungsplan in mein Leben zu integrieren. Nach dem guten Erfolg mit Kartoffeln habe ich jetzt auch Ghee entdeckt.. die Fette sollen ja auch bei der Regulation, Balance des Blutzuckerspiegels helfen und sie empfiehlt ja eher tierische Fette aus biologischer Herkunft .. ich merke, dass es mir besser geht damit :)

Und woher weiß ich dass auch wirklich in allen Tabletten die 10 mg Citalopram enthalten sind, wenn da nun Tabletten drin sind, wo nix drin ist oder weniger? Wer weiß schon wo die Pharmaindustrie produzieren lässt. Kann ich da sicher sein, dass da auch immer 10 mg drin ist? wie wird das überprüft?
Hat von Euch schon mal jemand solche Gedanken gehabt...?

liebe Grüße
Luisa
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14.06.2017: Mirtazapin 7,5 mg

27.06.-10.07.2017 -> Reduzierung Mirtazapin auf 3,75 mg (Symptome: die ersten Tage extreme Müdigkeit)
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Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Luisa1974 » Mittwoch, 17.01.18, 9:02

Ihr Lieben,

gestern ging es mir morgens und abends ganz schlecht, als würde ich wieder aufdosieren.. und dass es jetzt auch abends war, das hat mich doch sehr beunruhigt.. eventuell besteht bei mir ja auch ein Zusammenhang mit Histamin... ich habe nämlich gestern Morgen und gestern Abend Sauerkraut gegessen und Sauerkrautsaft getrunken (nach Kelly Brogan wegen der Probiotika)... und heute morgen lese ich , dass Histamin besonders auch in fermentierten Lebensmitteln wie Sauerkraut enthalten ist.. ich werde jetzt die Kartoffel Reis Diät ausprobieren, damit soll man angeblich herausfinden können, ob es am Histamin liegt.

Im Moment habe ich irgendwie die Hoffnung verloren, .. jemals normal leben zu können.. dieser Existenzkampf jeden Tag.. und dann machen sich Menschen über mich lustig, denen ich gar nichts getan habe..

liebe etwas traurige Grüße
Luisa
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06.02.2017: 20 mg
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14.06.2017: Mirtazapin 7,5 mg

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padma
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Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von padma » Donnerstag, 18.01.18, 19:14

liebe Luisa, :)

vielleicht ist das Ausprobieren der diversen Nahrungsmittel für deinen Körper derzeit zu belastend?
Ich wäre auch da mit Veränderungen sehr behutsam.

Die "Aussetzer" können durchaus eine NW der Medikamente sein, oder auch Absetzsymptome. Mit Konzentrationsprobleme, Fahrigkeit bis hin zu Verwirrtheit haben viele zu kämpfen. Ich habe zum Glück noch keinen Tisch abgefackelt, aber vergesse sehr viel, verlege ständig irgendetwas etc. :?
Und woher weiß ich dass auch wirklich in allen Tabletten die 10 mg Citalopram enthalten sind, wenn da nun Tabletten drin sind, wo nix drin ist oder weniger? Wer weiß schon wo die Pharmaindustrie produzieren lässt. Kann ich da sicher sein, dass da auch immer 10 mg drin ist? wie wird das überprüft?
100 % sicher sein kann man nie (es gibt ja immer wieder mal Skandale), aber die meisten Medikamente sind, denke ich doch, in Ordnung
Im Moment habe ich irgendwie die Hoffnung verloren, .. jemals normal leben zu können.. dieser Existenzkampf jeden Tag.. und dann machen sich Menschen über mich lustig, denen ich gar nichts getan habe..
Gefühle der Hoffnungslosigkeit sind in einer solchen Situation sehr verständlich.
Versuche dich dennoch daran festzuhalten, dass deine Situation sich wieder bessern wird. Dinge verändern sich und du tust alles, was dir möglich ist, um deine Stuation zu verbessern.
Dass sich Menschen über dich lustig machen, finde ich ganz schlimm. :hug:

Ich schicke dir ein dickes Packet voller Hoffnung :fly: :group:

liebe Grüsse,
padma
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Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
8.03.2018: 0,35 mg :schnecke:


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Luisa1974 » Freitag, 19.01.18, 11:52

Danke Padma :hug:

Danke Euch allen, dass Ihr hier seid.. :group:

Ich weiß nicht, wie man in unserer Gesellschaft gesund werden kann, wenn man ständig mit Existenzproblemen zu kämpfen hat, sich mit Verwaltungen und Amtsärzten auseinandersetzen muss, und alle nur ein Ziel haben, Hauptsache man kann endlich wieder arbeiten :cry:
Ich weiß im Moment nicht mehr, ob es an meiner verzweifelten Lage, all diesen Demütigungen, der Ernährung oder dem Absetzen liegt, dass es mir immer schlechter geht...

liebe Grüße und ein großes DANKESCHÖN euch allen <3
Luisa
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3.11. 2016: 2,5 Wochen Nordseeurlaub hat mir gut getan, lange Spaziergänge am Strand und das Meeresrauschen halfen bei Tinnitus, nachts und morgens früh war es schon manchmal fast still in meinen Ohren, aber Stimmungsschwankunge extrem, besser auszuhalten
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25.01.2017: Tinnitus wird wieder extrem laut, schriller Piepton, denke ich werde verrückt - durch Stress und Druck vom Jobcenter
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02.02.2017: aufgrund erneuter Panikattacke mit Atemnot aufdosiert auf 15 mg
06.02.2017: 20 mg
16.02.2017: Panikattacke nach Klinikabsage - auf 30mg erhöht - wahnsinnige Unruhe, Nervosität, Atemnot, habe das Gefühl das Citalopram löst die Panikattacken aus
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14.06.2017: Mirtazapin 7,5 mg

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Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Luisa1974 » Freitag, 19.01.18, 12:37

Hallo Ihr Lieben,

ich habe noch eine Frage. Ich werde auf jeden Fall jetzt versuchen, auf Histamin zu verzichten. Wie kann ich bei meinen Nahrungsergänzungen herausfinden, ob die okay sind? Ich habe immer die B-Vitamine genommen. Aber nichts dazu in den Histamin-Listen gefunden. Nur, dass man keine Folsäure nehmen darf, also kann ich meine B-Vitamine-Folsäure schon einmal nicht mehr nehmen.
Hat jemand von Euch einen Link? Ich habe die Tabellen von der mastzellaktivierung.info. die angeblich die ausführlichsten sein sollen, aber da habe ich nichts gefunden

liebe Grüße
Luisa
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Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von LinLina » Freitag, 19.01.18, 12:59

Liebe Luisa :-)

bei den B-Vitaminen ist es widersprüchlich. Meine Information ist, dass viele mit Histaminproblemen B12 und B6 als NEM nehmen. Andererseits können diese Vitamine, besonders B6, anregend wirken und Unruhe verstärken, deswegen werden sie im Entzug nicht immer vertragen.

Ich selbst (mit definitiv inzwischen recht starker HIT) vertrage B12 in der Form Methylcobalamin wenn keine anderen Vitamine und Zusätze dabei sind.

Einen Link habe ich akut nicht parat, aber das ist was ich dazu bisher erfahren habe.

Mich macht es betroffen, dass du immer wieder Verzweifelt bist wegen deiner situation und der Reaktion deines Umfelds. Ich bin mir aber sicher, man kann auch mit vielen Einschränkungen recht gut leben, und durchaus auch glücklich sein, aber der Weg dorthin ist oft nicht leicht :hug:

Vorgestern ist mir was passiert, ich war auf dem Hundespaziergang und traf andere HundebesitzerInnen, die ich schon einigermaßen kenne. Eine der Frauen erzählte ganz entsetzt, sie hätte jetzt in der Zeitung gelesen, dass Sozialschwache keine Hundesteuer mehr bezahlen müssten, und sagte das in einem missgünstigen, unfreundlichem Ton als hätten "solche" Leute es gar nicht verdient, dabei unterstützt zu werden ein Tier zu haben :o

Mich hat das sehr traurig gemacht, dass die Menschen so denken. Dabei müssten sie es doch gerade verstehen und das gut finden als Tierfreunde, sie wollten doch auch nicht ihre Hunde abgeben müssen und den ganzen Tag allein zu Hause sitzen wenn sie gesundheitliche und finanzielle Probleme bekommen?

Ich habe dann einfach ganz freundlich gesagt, ja, genau, z.b. ich muss zum Glück deswegen keine Hundesteuer bezahlen weil ich Sozialhilfe bekomme und sehr wenig Geld habe (von meinen körperlichen Einschränkungen wissen sie teilweise). Dann haben sie sich nicht mehr getraut, weiter darüber zu "lästern".

Aber ein wenig geschmerzt hat es schon. Das sind die gleichen Leute, die mir immer wieder sagen wie gut es meine Hündin bei mir hat. Und ich wüsste gar nicht wie ich es ohne meine Hündin aushalten würde, soviel allein zu sein, so geht es ja vielen die mit Einschränkungen leben. Viele Leute denken einfach nicht richtig nach was sie sagen bzw. haben ein komisches, stereotypes Bild von Menschen die Sozialleistungen bekommen.

Ich habe beschlossen, wenn es zu solchen Situationen kommt, möglichst weiter offen damit umzugehen.

Alles Liebe für dich,

Lina
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Ursprünglicher Grund der Einnahme: Schmerzen, PTBS, heftige Unverträglichkeitsreaktion auf Schmerzmittel und Antibiotika (anhaltende Krampfanfälle)

Lorazepam: 1,5 mg von 7/2014 - 10/2014, dann 4 Monate schrittweiser Entzug (sehr schwer).
Seit 8.2.2015 abgesetzt

Mirtazapin: Winter 2014/15 bis 30 mg für Benzo-Entzug, langsames und mühsames Absetzen seit März 2015.
Seit 23.4.2018: 0,05 mg Mirtazapin

Mein Medikamentenverlauf :schnecke: / Mein Thread
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Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Jamie » Freitag, 19.01.18, 13:12

Hallo,

hab gerade reingelesen und den spontanen Wunsch euch beiden, Luisa und LinLina, mal einen dicken fetten Hardcore-Knuddler :o da zu lassen... :)
Berührt mich sehr. Bin ja auch tierlieb und fast mittellos; Sozialhilfe / Hartz IV ist oft hart, insbesondere wenn man sich selbstr endlich mit dem elenden Zustand arrangiert hat, dass dann von "Draußen" so viel Missgunst, Bösartigkeit, Ablehnung und Geringschätzung kommt.. :oops:
:hug: :hug: :hug:

Jamie
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Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Luisa1974 » Sonntag, 21.01.18, 9:31

Liebe Lina, liebe Jamie,

Dankeschön <3 :group:

Ja es ist wirklich furchtbar... was andere Menschen so sagen und denken.. die Tiertafel, von der ich Spenden bekommen habe für meine Hündin, unterstützt ja leider auch nur Hartz IV Empfänger, die schon VORHER den Hund hatten, bevor sie Hartz IV bekommen haben..
es sind ja auch viele Rentner dabei, die so eine geringe Rente bekommen. Und all die Langzeitkranken wie wir. Hunde als Therapie sind wohl nur etwas für die arbeitende Bevölkerung.. :(
Mein Hund ist krank und ich muss endlich wieder Geld verdienen, sonst wird es immer schlimmer. Sie hat HD, eine Hüftdysplasie. Ich versuche es jetzt noch einmal, eine Krankenversicherung abzuschließen.
Ich werde meine Reduktionspläne verschieben, bis ich eine stabile Situation habe, finanziell, Wohnung , soziale Unterstützung vor Ort
Sonst schaffe ich es einfach nicht .. ich wollte so unbedingt jetzt in 2018 gleich loslegen und der "Schuss ist nach hinten losgegangen"..
Montag bis Mittwoch hatte ich fast wieder Panikattacken, ..
Heute geht es mir wieder besser. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich mich Histamin arm ernährt habe oder weil ich wieder die Unterstützung meiner Mutter habe, und somit die Gewissheit, Sicherheit, nicht auf der Straße leben zu müssen, sondern im Notfall bei ihr wohnen zu können und noch eine Woche, dann werde ich zu ihr fahren..
Es ist immer so verwirrend, zu unterscheiden, warum es mir schlecht geht.. sind es Absetzsymptome, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen, Angst, .. die wieder die Panik - fast - auslösen.. das Rauschen im Kopf und der Tinnitus waren extrem, heute wieder ruhig..

liebe Grüße
Luisa
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Symptome: soziale Phobie / Ängste / Panikattacken
Medikation: 08/2011: 20 mg Citalopram, bei akuten Angstanfällen Bromazanil
seit 2013 zunehmend wieder Panikattacken mit Atemnot
2014 Burnout, Schlaflosigkeit, Erschöpfung
Medikation: weiterhin 20mg Citalopram, Bedarf an Bromazanil steigt ständig (psychisch abhängig)

Absetzverlauf:
August 2016: Citalopram runter auf 15mg (sehr gereizt, aber sonst keine Nebenwirkungen)
11.08.2016: Citalopram runter auf 10 mg (nach 2 Wochen nervös. extrem gereizt, Brainzaps, leichter Tinnitus, in der 3. Woche Höhepunkt, dann wurde es besser)
11.09.2016: 0g Citalopram ab der 3. Woche Hölle pur: extremer schriller Piepton in den Ohren, Druck im Kopf, ich dachte mein Kopf platzt, Brainzaps, vor allem im Hinterkopf, gereizt, extreme Stimmungsschwankungen, fiel in ein schwarzes Loch, gelähmt, konnte kaum aufstehen, Selbstmordgedanken, zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Bromazanil abgesetzt
3.11. 2016: 2,5 Wochen Nordseeurlaub hat mir gut getan, lange Spaziergänge am Strand und das Meeresrauschen halfen bei Tinnitus, nachts und morgens früh war es schon manchmal fast still in meinen Ohren, aber Stimmungsschwankunge extrem, besser auszuhalten
Nach Rückkehr extreme Stimmungsschwankungen, Selbstmordgedankentäglich,Weinkrämpfe
Mitte Dezember 2016: Depression, das Gefühl gelähmt zu sein, ist fast verschwunden, :) bin ruhiger, Tinnitus ist oft leise, aber auch bei Stress/Alkohol/zu wenig Schlaf wieder extrem (schrilles Geräusch sehr laut)
Januar 2017: täglich Selbstmordgedanken, extreme Stimmungsschwankungen, Brainzaps im Hinterkopf, Tinnitus schriller Piepton, macht mich verrückt
22.01.2017: Aufdosierung Citalopram 5 mg - fühlte mich besser, Antrieb wieder da, Tinnitus leiser und durch den Antrieb besser auszuhalten - Happy!
25.01.2017: Tinnitus wird wieder extrem laut, schriller Piepton, denke ich werde verrückt - durch Stress und Druck vom Jobcenter
27.01.2017: Aufdosierung auf 10 mg anschließend 1. extreme Panikattacke
02.02.2017: aufgrund erneuter Panikattacke mit Atemnot aufdosiert auf 15 mg
06.02.2017: 20 mg
16.02.2017: Panikattacke nach Klinikabsage - auf 30mg erhöht - wahnsinnige Unruhe, Nervosität, Atemnot, habe das Gefühl das Citalopram löst die Panikattacken aus
23.02.2017: zurück auf 20 mg Citalopram nach extremer Angstattacke, zusätzlich 2 Tavor Schmelztabletten
==>> ab jetzt zusätzlich bis zur Klinikeinweisung Mirthazapin 15
==>> in der Klinik soll das Citalopram abgesetzt werden mit Hilfe eines anderen Medikamentes

*** KLINIK ENDGÜLTIG ABGESAGT *******************

31.05.2017: Reduzierung Mirtazapin auf 11,5 mg. Symptome: Einschlafschwierigkeiten, sehr gereizt, nervös, Brainzaps links wo der Tinnitus ist, Müdigkeit vom Kopf her - nach einigen Tagen bis auf Tinnitus besser
14.06.2017: Mirtazapin 7,5 mg

27.06.-10.07.2017 -> Reduzierung Mirtazapin auf 3,75 mg (Symptome: die ersten Tage extreme Müdigkeit)
01.09.2017 => Mirtazapin wieder auf 7,5 mg erhöht (die extreme Müdigkeit war keine Folge des Mirtazapins sondern Symptom meiner Depression. Brauche das Mirtazapin gegen Nebenwirkungen von Citalopram (Schlafen, Schwitzen)
01.10.2017 =>Reduzierung des Citaloprams auf 15 mg (da ich so unter den Nebenwirkungen leide), Mirtazapin 15 mg

Hoffnungsschimmer
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Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Hoffnungsschimmer » Sonntag, 28.01.18, 7:35

Hallo Luisa,
bezüglich deinem Hund ist mir etwas eingefallen.
Es gibt eine Crowdfunding Seite, wo du dein Anliegen reinstellen kannst.
Hier der link https://www.leetchi.com/de/crowdfunding
Lg
Hoffnung
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2010 Sertralin mg?? Wegen Panikattacken
2011 Umstieg auf Citalopram 10mg (wegen Kinderwunsch)
2014 hochdosiert auf 20mg (wegen erneuten Panikattacken)
08/15 runterdosiert auf 10mg (Totalzusammenbruch)
09/15 hochdosiert auf 20mg + 12,5mg Atarax + 75mg Tritticoä
11/15 hochdosiert auf 30 mg + 12,5 mg Atarax + 50mg Trittico
12/15 Trittico reduziert auf 12 mg
5.1.16 Trittico abgesetzt
14.1.16 Atarax reduziert auf 11,25 mg
15.1.16 auf 9,375mg
18.1.16 auf 8,125mg
24.1.16 auf 6,25mg (beginn der Zwangsgedanken, aber noch eher schwach, Halsschmerzen, Ohrgeräusch lauter)
31.1.16 auf 5,625mg (immer wieder ZG)
3.2.16 auf 5mg (immer wieder ZG)
5.2.16 auf 4,375mg (immer wieder ZG)
8.2.16 auf 3,75mg - (Kopfschmerzen, starke Halsschmerzen und immer wieder ZG)
18.2.16 auf 3,25mg - ab jetzt wirds schwierig! Ohrgeräusch wieder lauter
21.2.16 auf 2,50mg - ich gebe nicht auf ;-)
29.2.16 auf 2,19mg - Reduktionsschritte werden jetzt kleiner (1x Panikattacke und 3Tg Schwindel, Durchfalll)
21.3.16 auf 1,88mg - (Ängste, und Unruhe)
26.3.16 auf 1,56mg - keine Absetzsymptome nur ganz leichte ZG
29.3.16 auf 1,25mg - keine Absetzsymptome nur ganz leichte ZG
01.4.16 auf 0,97mg - keine Absetzsymptome nur ganz leichte ZG
04.4.16 auf 0,63mg - keine Absetzsymtome (Zyklus hat sich um 3 Tage verschoben)
07.4.16 auf 0,32mg - (Halsschmerzen, starke Kopfschmerzen)
10.4.16 auf 0,16mg - keine Absetzsymptome
14.4.16 auf 0mg :D
mir gehts SUPER!!! Zwangsgedanken sind wie weggeblasen!!!!
_____________________________________________________
13.3.16 Citalopram mit 5% angetestet - ging gut
Citalopram Start am 2.6.2016 Ausgangsdosis 28,5mg
2.6.16 auf 25,5mg
4.7.16 auf 22,5mg
7.8.16 auf 21,75mg
24.8.16 auf 20mg
21.9.16 auf 19mg
22.10.16 auf 17,5mg
18.11.16 auf 16mg
15.12.16 auf 13,5mg
11.1.17 auf 12,5mg
8.2.17 auf 11,25mg
9.3.17 auf 10,5mg
25.3.17 auf 10mg :party2: 2 Drittel weg (auf Marke Bluefisch gewechselt)
22.4.17 auf 9,5mg (nicht geeignet für die Wasserlöstechnik)
4.5.17 gewechselt auf Marke Sandoz
19.5.17 auf 9mg
12.6.17 auf 8,5mg
3.7.17 auf 8mg, 5.7.17 wieder zurück auf 8,5mg
24.7.17 auf 8mg
24.8.17 auf 7,5mg
26.9.17 auf 7mg
24.10.17 auf 6,5mg
21.11.17 auf 6mg
22.12.17 auf 5,5mg
27.1.18 auf 5mg
7.4.18 auf 4,5mg

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Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Luisa1974 » Montag, 12.02.18, 9:08

Dankeschön Hoffnungsschimmer.
Danke Euch allen ❤️

Ich hatte eine Zeit lang kein Internet..
Gibt es hier jemanden, der auch gleichzeitig Citalopram und Mirtazapin nimmt?
Ich kann es im Moment nicht reduzieren, da meine persönliche Situation so schwierig ist.
Ich frage mich, ob diese Medikamente auch durch die Kombi Symptome hervorrufen? Muss ich einen bestimmten Zeitabstand einhalten, wenn ich sie nehme? Abends lieber früher nehmen, das Mirtazapin? Kann das überhaupt gut sein, diese Kombi?

Ich habe gemerkt, dass die größten Trigger für Symptome die Angst ist. Ich habe eine Tabelle angefangen und vielleicht kann ich die mal hier posten. Anhand von Farben dokumentiere ich meinen Zustand täglich und mir ist aufgefallen, dass es mir an den Tagen gut ging, keine Symptome und leiser Tinnitus, an denen ich mich sicher und geborgen, gut aufgehoben fühlte... und dass es mir an den Tagen schlecht ging, wo die Angst da war..

Ich beneide jeden hier, der jemanden hat, der sich kümmert.. ich bin immer noch ganz allein. .und werde es auch bleiben.. ich habe bisher keine Sozialberatung gefunden hier.. ich habe meine Wohnung gekündigt.. die letzte Sicherheit aufgeben.. aber manchmal muss man "die vermeintliche Sicherheit" aufgeben um dann zu einer wirklichen Sicherheit zu gelangen.. manchmal fühlt man sich in dem Vertrauten sicher, obwohl das Vertraute nicht gut ist langfristig..

Mal schauen, .......

Herzlichst,
Luisa
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Absetzverlauf:
August 2016: Citalopram runter auf 15mg (sehr gereizt, aber sonst keine Nebenwirkungen)
11.08.2016: Citalopram runter auf 10 mg (nach 2 Wochen nervös. extrem gereizt, Brainzaps, leichter Tinnitus, in der 3. Woche Höhepunkt, dann wurde es besser)
11.09.2016: 0g Citalopram ab der 3. Woche Hölle pur: extremer schriller Piepton in den Ohren, Druck im Kopf, ich dachte mein Kopf platzt, Brainzaps, vor allem im Hinterkopf, gereizt, extreme Stimmungsschwankungen, fiel in ein schwarzes Loch, gelähmt, konnte kaum aufstehen, Selbstmordgedanken, zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Bromazanil abgesetzt
3.11. 2016: 2,5 Wochen Nordseeurlaub hat mir gut getan, lange Spaziergänge am Strand und das Meeresrauschen halfen bei Tinnitus, nachts und morgens früh war es schon manchmal fast still in meinen Ohren, aber Stimmungsschwankunge extrem, besser auszuhalten
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Mitte Dezember 2016: Depression, das Gefühl gelähmt zu sein, ist fast verschwunden, :) bin ruhiger, Tinnitus ist oft leise, aber auch bei Stress/Alkohol/zu wenig Schlaf wieder extrem (schrilles Geräusch sehr laut)
Januar 2017: täglich Selbstmordgedanken, extreme Stimmungsschwankungen, Brainzaps im Hinterkopf, Tinnitus schriller Piepton, macht mich verrückt
22.01.2017: Aufdosierung Citalopram 5 mg - fühlte mich besser, Antrieb wieder da, Tinnitus leiser und durch den Antrieb besser auszuhalten - Happy!
25.01.2017: Tinnitus wird wieder extrem laut, schriller Piepton, denke ich werde verrückt - durch Stress und Druck vom Jobcenter
27.01.2017: Aufdosierung auf 10 mg anschließend 1. extreme Panikattacke
02.02.2017: aufgrund erneuter Panikattacke mit Atemnot aufdosiert auf 15 mg
06.02.2017: 20 mg
16.02.2017: Panikattacke nach Klinikabsage - auf 30mg erhöht - wahnsinnige Unruhe, Nervosität, Atemnot, habe das Gefühl das Citalopram löst die Panikattacken aus
23.02.2017: zurück auf 20 mg Citalopram nach extremer Angstattacke, zusätzlich 2 Tavor Schmelztabletten
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31.05.2017: Reduzierung Mirtazapin auf 11,5 mg. Symptome: Einschlafschwierigkeiten, sehr gereizt, nervös, Brainzaps links wo der Tinnitus ist, Müdigkeit vom Kopf her - nach einigen Tagen bis auf Tinnitus besser
14.06.2017: Mirtazapin 7,5 mg

27.06.-10.07.2017 -> Reduzierung Mirtazapin auf 3,75 mg (Symptome: die ersten Tage extreme Müdigkeit)
01.09.2017 => Mirtazapin wieder auf 7,5 mg erhöht (die extreme Müdigkeit war keine Folge des Mirtazapins sondern Symptom meiner Depression. Brauche das Mirtazapin gegen Nebenwirkungen von Citalopram (Schlafen, Schwitzen)
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Bittchen
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Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Bittchen » Montag, 12.02.18, 10:15

Liebe Luisa,

ich weiß nicht nicht wie alt du bist und welche Sicherheit du jetzt meinst.
Aber da du die Möglichkeit hast bei deiner Mutter zu wohnen ist doch schon eine Erleichterung.
Auch belastend,das kann ich mir gut vorstellen.
Aber es ist ein Dach über dem Kopf.
Meine Tochter hat auch durch besondere Lebensumstände wieder 8 Monate bei uns gewohnt.
Das ist eine große Umstellung für beide Seiten,aber alles ist besser,wie obdachlos zu werden.
Die Harz 4 Behörde wird dir bestimmt helfen können wieder eine Wohnung zu finden.

Du musst dich immer wieder kümmern,wenn es auch noch so schwer fällt,die können dich nicht im Stich lassen.
Raten wie du mit Medikamenten und deinen gesundheitlichen Problemen umgehen kannst,weiß ich nicht.
Da bin ich selbst auf Hilfe und Unterstützung angewiesen.
Nur etwas Trost will ich dir schicken.
In deiner Situation würde ich auch noch mehr Angst haben,wie ich jetzt schon habe.
Ich wünsche dir sehr,dass du Geborgenheit und Sicherheit für dich und deinen Hund findest.
Damit du in Ruhe gesund werden kannst.

Liebe Grüße
Bittchen
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LinLinaJofabLuisa1974
Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .

Ululu 69
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Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Ululu 69 » Montag, 12.02.18, 18:27

Hallo Luisa,

ich nehme eine ähnliche Kombi wie du.
Morgens Duloxetin und abends Mirtazapin.Gut ist das ganz sicher nicht. :( Zumal mir im Moment das Absetzen des Mirtas echte Probleme macht.
Leider ist es aber eine sehr typische Vorgehensweise, morgens etwas zum pushen und abends dann was zum runter fahren. :frust:

Ich persönlich könnte das Mirtazapin nicht früher nehmen, weil ich etwa eine Stunde nach der Einnahme einschlafe, egal wie und wo. :zombie:

Dass Angst Symptome triggern ist ganz sicher so. Angst ist Stress und dabei setzt der Körper Stresshormone frei, das wirkt sich auf so gut wie alle Bereiche des Körpers aus.

Ich hoffe für dich, dass sich deine Lebenssituation bald soweit beruhigt, dass du dich geborgen fühlen kannst. Dann lässt sicher auch die Angst und alles was daran hängt, etwas nach.

LG Ute
Zuletzt geändert von LinLina am Montag, 12.02.18, 19:11, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: medikament korrigiert
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Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Luisa1974 » Donnerstag, 15.02.18, 9:57

Dankeschön Ihr Lieben.

Ich habe eben eine Webseite der Caritas gefunden
https://www.caritas.de/hilfeundberatung/onlineberatung/

Falls jemand von Euch auch alleine ist und Hilfe braucht.
Ja ich werde auch nach der Einnahme des Mirtazapins schläfrig. Aber wenn ich dann ins Bett gehe, bin ich wieder wach.
Man gewöhnt sich an die Dosis schnell und ich will auf keinen Fall mehr nehmen müssen.

Vorletzte Nacht dachte ich mein Hund würde sterben... sie hat weißen Schaum gebrochen und blutiger Durchfall, die ganze Nacht, jede Stunde einmal mindestens... jetzt geht es ihr wieder gut.. und ich bin so dankbar...
dass sie an meiner Seite geblieben ist..

Liebe Grüße
Luisa
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August 2016: Citalopram runter auf 15mg (sehr gereizt, aber sonst keine Nebenwirkungen)
11.08.2016: Citalopram runter auf 10 mg (nach 2 Wochen nervös. extrem gereizt, Brainzaps, leichter Tinnitus, in der 3. Woche Höhepunkt, dann wurde es besser)
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3.11. 2016: 2,5 Wochen Nordseeurlaub hat mir gut getan, lange Spaziergänge am Strand und das Meeresrauschen halfen bei Tinnitus, nachts und morgens früh war es schon manchmal fast still in meinen Ohren, aber Stimmungsschwankunge extrem, besser auszuhalten
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25.01.2017: Tinnitus wird wieder extrem laut, schriller Piepton, denke ich werde verrückt - durch Stress und Druck vom Jobcenter
27.01.2017: Aufdosierung auf 10 mg anschließend 1. extreme Panikattacke
02.02.2017: aufgrund erneuter Panikattacke mit Atemnot aufdosiert auf 15 mg
06.02.2017: 20 mg
16.02.2017: Panikattacke nach Klinikabsage - auf 30mg erhöht - wahnsinnige Unruhe, Nervosität, Atemnot, habe das Gefühl das Citalopram löst die Panikattacken aus
23.02.2017: zurück auf 20 mg Citalopram nach extremer Angstattacke, zusätzlich 2 Tavor Schmelztabletten
==>> ab jetzt zusätzlich bis zur Klinikeinweisung Mirthazapin 15
==>> in der Klinik soll das Citalopram abgesetzt werden mit Hilfe eines anderen Medikamentes

*** KLINIK ENDGÜLTIG ABGESAGT *******************

31.05.2017: Reduzierung Mirtazapin auf 11,5 mg. Symptome: Einschlafschwierigkeiten, sehr gereizt, nervös, Brainzaps links wo der Tinnitus ist, Müdigkeit vom Kopf her - nach einigen Tagen bis auf Tinnitus besser
14.06.2017: Mirtazapin 7,5 mg

27.06.-10.07.2017 -> Reduzierung Mirtazapin auf 3,75 mg (Symptome: die ersten Tage extreme Müdigkeit)
01.09.2017 => Mirtazapin wieder auf 7,5 mg erhöht (die extreme Müdigkeit war keine Folge des Mirtazapins sondern Symptom meiner Depression. Brauche das Mirtazapin gegen Nebenwirkungen von Citalopram (Schlafen, Schwitzen)
01.10.2017 =>Reduzierung des Citaloprams auf 15 mg (da ich so unter den Nebenwirkungen leide), Mirtazapin 15 mg

Luisa1974
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Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Luisa1974 » Montag, 05.03.18, 14:55

Hallo Ihr Lieben,

setzt von Euch auch jemand die Kombi Mirtazapin und Citalopram ab? Ich möchte erst das Citalopram absetzen, bin mittlerweile von 20 auf 15 runter. Weiter geht jetzt noch nicht, da ich gerade einen ganz neuen Lebensabschnitt beginne, und erst wenn ich ein "sicheres Nest" gebaut habe, werde ich mit dem Absetzen weitermachen. Hoffentlich so ab Mitte des Jahres.
Würde mich freuen, wenn ich bei anderen , die diese Kombi nehmen, mitlesen könnte.

liebe Grüße
Luisa
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Medikation: 08/2011: 20 mg Citalopram, bei akuten Angstanfällen Bromazanil
seit 2013 zunehmend wieder Panikattacken mit Atemnot
2014 Burnout, Schlaflosigkeit, Erschöpfung
Medikation: weiterhin 20mg Citalopram, Bedarf an Bromazanil steigt ständig (psychisch abhängig)

Absetzverlauf:
August 2016: Citalopram runter auf 15mg (sehr gereizt, aber sonst keine Nebenwirkungen)
11.08.2016: Citalopram runter auf 10 mg (nach 2 Wochen nervös. extrem gereizt, Brainzaps, leichter Tinnitus, in der 3. Woche Höhepunkt, dann wurde es besser)
11.09.2016: 0g Citalopram ab der 3. Woche Hölle pur: extremer schriller Piepton in den Ohren, Druck im Kopf, ich dachte mein Kopf platzt, Brainzaps, vor allem im Hinterkopf, gereizt, extreme Stimmungsschwankungen, fiel in ein schwarzes Loch, gelähmt, konnte kaum aufstehen, Selbstmordgedanken, zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Bromazanil abgesetzt
3.11. 2016: 2,5 Wochen Nordseeurlaub hat mir gut getan, lange Spaziergänge am Strand und das Meeresrauschen halfen bei Tinnitus, nachts und morgens früh war es schon manchmal fast still in meinen Ohren, aber Stimmungsschwankunge extrem, besser auszuhalten
Nach Rückkehr extreme Stimmungsschwankungen, Selbstmordgedankentäglich,Weinkrämpfe
Mitte Dezember 2016: Depression, das Gefühl gelähmt zu sein, ist fast verschwunden, :) bin ruhiger, Tinnitus ist oft leise, aber auch bei Stress/Alkohol/zu wenig Schlaf wieder extrem (schrilles Geräusch sehr laut)
Januar 2017: täglich Selbstmordgedanken, extreme Stimmungsschwankungen, Brainzaps im Hinterkopf, Tinnitus schriller Piepton, macht mich verrückt
22.01.2017: Aufdosierung Citalopram 5 mg - fühlte mich besser, Antrieb wieder da, Tinnitus leiser und durch den Antrieb besser auszuhalten - Happy!
25.01.2017: Tinnitus wird wieder extrem laut, schriller Piepton, denke ich werde verrückt - durch Stress und Druck vom Jobcenter
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02.02.2017: aufgrund erneuter Panikattacke mit Atemnot aufdosiert auf 15 mg
06.02.2017: 20 mg
16.02.2017: Panikattacke nach Klinikabsage - auf 30mg erhöht - wahnsinnige Unruhe, Nervosität, Atemnot, habe das Gefühl das Citalopram löst die Panikattacken aus
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14.06.2017: Mirtazapin 7,5 mg

27.06.-10.07.2017 -> Reduzierung Mirtazapin auf 3,75 mg (Symptome: die ersten Tage extreme Müdigkeit)
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Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Murmeline » Montag, 05.03.18, 18:00

Hallo Luisa,

wenn sich keiner meldet müsstest du einfach mal die Seiten im „Antidepressiva absetzen“ Bereich durchgehen. Meistens stehen die eingenommenen Substanzen beide im threadtitel. Oder du liest bei denen rein, die Citalopram oder Mirtazpin abgegeben haben, ob sie das andere auch nehmen. So könntest du Betroffene finden und direkt anschreiben für den Erfahrungsaustausch - es lesen nämlich nicht alle quer und bei anderen rein.

Murmeline mit Grüssen
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Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von padma » Dienstag, 06.03.18, 22:45

liebe Luisa, :)

welches SSRI/SNRI man absetzt, ist von der Problematik her, nicht wirklich entscheiden. Interessant für dich sind, diejenigen, die die Kombi SSRI/SNRI und Mirtazapin absetzen und das sind einige.

liebe Grüsse,
padma
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seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

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Absetzverlauf:
► Text zeigen
8.03.2018: 0,35 mg :schnecke:


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Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Luisa1974 » Montag, 02.04.18, 10:04

Ihr Lieben,

im Moment bin ich nicht mehr so oft im Forum, da ich immer noch nicht wieder mit der Reduktion begonnen habe. Es ist manchmal echt schwierig, diese Warterei... aber ich brauche eben erst, eine sichere Umgebung, bevor ich wieder beginne.
Persönlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Entzugssymptome viel "milder" sind, und aushaltbarer, wenn ich mich in einer Situation befinde, wo ich mich geborgen und sicher fühle. Solche Zeiten gab es selten in den letzten Jahren, aber wenn sie da waren, dann hat mir dies viel gegeben. Vor allem die Sicherheit, dass ich auch ohne Medikamente leben kann, und das es eines Tages so sein wird.

Da in meinem Leben so viel passiert, kann ich nicht weiter reduzieren. Ich halte aber die 15 mg Citalopram (vorher seit 2011 20 mg). Der Tinnitus ist leiser geworden. Nicht immer, aber meistens. Ich bin in eine neue Stadt gezogen, habe nach 2 Jahren wieder angefangen zu arbeiten.
Das ist schon ein Wahnsinn, dass ich das geschafft habe. Bis 2015 konnte ich solche Neubeginne nur mit dem Bromazanil bewältigen. Ich war zwar nie körperlich davon abhängig, aber ich war zutiefst psychisch davon abhängig. Es tut so gut, Dinge ohne diese "Droge" geschafft zu haben

Ich habe mir eine Arbeit gesucht, bei der ich reduzieren kann später. Es ist nur Teilzeit und nicht zu anspruchsvoll und ich habe ein eigenes Büro. Wenn ich jetzt noch eine Wohnung finde, was hier sehr schwer ist, dann kann ich hoffentlich im Sommer endlich weiter reduzieren.
Für mich bedeutet Gehalt, (kein Druck vom Jobcenter mehr) und Wohnung - und mein Hund nicht zu vergessen - die Sicherheit, die ich für die weitere Reduktion brauche. Leider gibt mir meine Familie keinen Halt, und Freunde habe ich auch nicht, die das verstehen, was mit mir ist..

Ich leide sehr unter depressiven Phasen, .. und kann mich oft kaum aufraffen, aufzustehen.. kann nicht lachen.. nicht weinen.. ich hoffe sehr, dies wird verschwinden, wenn ich keine Medikamente mehr nehme..

Kleine Schritte machen.... ist manchmal schwer.. so ein Berg liegt vor mir..

Euch allen einen schönen Ostermontag, ruhig, entspannt und mit wenig Symptomen, Ruhe im Kopf.. Entspannung im Körper..

ganz liebe Grüße
Luisa
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seit 2013 zunehmend wieder Panikattacken mit Atemnot
2014 Burnout, Schlaflosigkeit, Erschöpfung
Medikation: weiterhin 20mg Citalopram, Bedarf an Bromazanil steigt ständig (psychisch abhängig)

Absetzverlauf:
August 2016: Citalopram runter auf 15mg (sehr gereizt, aber sonst keine Nebenwirkungen)
11.08.2016: Citalopram runter auf 10 mg (nach 2 Wochen nervös. extrem gereizt, Brainzaps, leichter Tinnitus, in der 3. Woche Höhepunkt, dann wurde es besser)
11.09.2016: 0g Citalopram ab der 3. Woche Hölle pur: extremer schriller Piepton in den Ohren, Druck im Kopf, ich dachte mein Kopf platzt, Brainzaps, vor allem im Hinterkopf, gereizt, extreme Stimmungsschwankungen, fiel in ein schwarzes Loch, gelähmt, konnte kaum aufstehen, Selbstmordgedanken, zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Bromazanil abgesetzt
3.11. 2016: 2,5 Wochen Nordseeurlaub hat mir gut getan, lange Spaziergänge am Strand und das Meeresrauschen halfen bei Tinnitus, nachts und morgens früh war es schon manchmal fast still in meinen Ohren, aber Stimmungsschwankunge extrem, besser auszuhalten
Nach Rückkehr extreme Stimmungsschwankungen, Selbstmordgedankentäglich,Weinkrämpfe
Mitte Dezember 2016: Depression, das Gefühl gelähmt zu sein, ist fast verschwunden, :) bin ruhiger, Tinnitus ist oft leise, aber auch bei Stress/Alkohol/zu wenig Schlaf wieder extrem (schrilles Geräusch sehr laut)
Januar 2017: täglich Selbstmordgedanken, extreme Stimmungsschwankungen, Brainzaps im Hinterkopf, Tinnitus schriller Piepton, macht mich verrückt
22.01.2017: Aufdosierung Citalopram 5 mg - fühlte mich besser, Antrieb wieder da, Tinnitus leiser und durch den Antrieb besser auszuhalten - Happy!
25.01.2017: Tinnitus wird wieder extrem laut, schriller Piepton, denke ich werde verrückt - durch Stress und Druck vom Jobcenter
27.01.2017: Aufdosierung auf 10 mg anschließend 1. extreme Panikattacke
02.02.2017: aufgrund erneuter Panikattacke mit Atemnot aufdosiert auf 15 mg
06.02.2017: 20 mg
16.02.2017: Panikattacke nach Klinikabsage - auf 30mg erhöht - wahnsinnige Unruhe, Nervosität, Atemnot, habe das Gefühl das Citalopram löst die Panikattacken aus
23.02.2017: zurück auf 20 mg Citalopram nach extremer Angstattacke, zusätzlich 2 Tavor Schmelztabletten
==>> ab jetzt zusätzlich bis zur Klinikeinweisung Mirthazapin 15
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31.05.2017: Reduzierung Mirtazapin auf 11,5 mg. Symptome: Einschlafschwierigkeiten, sehr gereizt, nervös, Brainzaps links wo der Tinnitus ist, Müdigkeit vom Kopf her - nach einigen Tagen bis auf Tinnitus besser
14.06.2017: Mirtazapin 7,5 mg

27.06.-10.07.2017 -> Reduzierung Mirtazapin auf 3,75 mg (Symptome: die ersten Tage extreme Müdigkeit)
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Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von evelinchen » Montag, 02.04.18, 13:21

Liebe Luisa ,

ich fühle sehr mit dir.

Ich stecke auch im Moment in einer Depression und habe Mühe
irgend etwas zu unternehmen , außer die Spaziergänge mit
meinem Hund.
Die allerdings auch nur mit großer Anstrengung.

Weinen fällt mir auch sehr schwer , obwohl es eine Erlösung
sein kann.
Ich sehe mir meistens einen traurigen Film an oder höre
ein trauriges Lied.
Nur so fließen bei mir auch mal ein paar Tränen.

Meine Familie steht zwar hinter mir und hilft wo sie kann.
Man kann aber kaum erwarten , dass sie verstehen was in uns
vorgeht , das können nur Betroffene.

Alles Liebe für dich

evelinchen
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07.12. - 26.12.2015
27.02. - 12.03.2016
28.03. - 15.04.2016
11.12. - 17.12.2016
03.01. - 25.01.2017
08.06. - 14.06.2017
28.07. - 22.08.2017
Immer kalt abgesetzt
_____________________
Escitalopram 5mg
23.08. - 24.08.2017
_____________________

seit 2013 Pantoprazol
nach Bedarf
_____________________

Imap
14.06.2017
_____________________

Vitamin B Komplex 1x täglich

Vitamin B12 0,5mg
Vitamin B6 50mg
Vitamin B1 100mg
26.07. -. 05.09.2017
______________________

Opipramol 50mg
03.11.17 - 05.12.17



25mg
06.12.17 - 12.12.17

37,5mg
13.12.17 - 24.01 18

Ab 25.01.18 auf 0

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Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von DeeDee123 » Montag, 02.04.18, 18:04

Hallo Luisa1974,

ich habe letztes Jahr von Bromazepam in einer Klinik entzogen und verstehe dieses Gefühl psychischer Abhängigkeit sehr gut, auch den Druck vom Jobcenter, Depression..
Weshalb hattest Du denn die Klinik abgesagt?
Der Entzug war extrem schwer für mich, die 10Tage fühlten sich wie Monate an. In 2 Wochen gehe ich in eine andere Klinik, um von Schmerztabletten zu entziehen.
Ich habe außer meinen Kindern auch keine Familie - Du kannst mir gerne schreiben, wenn Du magst, bin auch neu hier.

@ Evelinchen: Ich finde Weinen auch schwer, dabei kann es so unglaublich erleichtern, wenn sich viele negative Gefühle angesammelt haben..

Mit liebem Gruß aus Bremen, Diana
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W, Sohn (12) und Tochter (6)

*seit 1996 opiathaltige Schmerzmittel, Umzug nach England, UK
*seitdem auch diverse AD
*2010 große private Probleme, Scheidung, seitdem noch mehr PP dazu :
*bis zu 18mg Bromazepam täglich
*bis zu 600mg Pregabalin (Lyrica)
*2014 Rückkehr nach Deutschland
*2015 AD weiterverschrieben, Lyrica selbst viel zu schnell ausgeschlichen, für den Opiatentzug in ambulante Tagesklinik
*2016 on und off übrige Bromazepam genommen, körperlich/psychisch am Ende
*RÜCKFALL opiathaltiges Schmerzmittel Tilidin, 6x 150mg/Tag
*Kinder versorgt ABER bin zum Jugendamt im SEPT. "brauche Hilfe"

KINDER IN OBHUT GEGEBEN

*April 2017 10-tägiger Schnellentzug vom Bromazepam 12-18mg/Tag. Nur mit Valproinsäure und Doxepin!
Psyche spielt seitdem komplett verrückt, aber bemerke Verbesserung.

*Ab 17.APRIL steht Tilidin Entzug (zwischen 600+900mg/Tag) + Therapie stationär an. Panik wieder da. Möchte nicht von einem Medikament auf ein neues, aber komme nicht klar so.

MÖCHTE FÜR DIE KINDER FIT WERDEN.

Merke IMMER NOCH den Benzo-Entzug.
*AD Venlafaxin 150mg/Tag seit 15.1. Starke NW. 15.4. Reduziert auf 75mg/Tag.
*Ergenyl (Valproinsäure) 1500mg.
Hatte 4 Krampfanfälle über die Jahre (letzter Juni'16).

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