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Post-SSRI Sexual Dysfunction: Studienteilnehmer und Unterstützer für deutsche Studie gesucht

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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Wort
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Post-SSRI Sexual Dysfunction: Studienteilnehmer und Unterstützer für deutsche Studie gesucht

Beitrag von Wort » Samstag, 18.02.17, 18:38

Ein deutscher PSSD-Betroffener (User sulawesi von http://www.pssdforum.com) hat den Kontakt zu einem Wissenschaftler an der Uni Ulm hergestellt. Sie wären nicht uninteressiert, eine fMRT Studie mit PSSD-Betroffenen durchzuführen.
Ich und andere PSSD-Betroffene suchen nun weitere PSSD-Betroffene, die interessiert wären, an der Studie teilzunehmen sowie Personen, die sich (wenn auch nur minimal) an den Kosten der Studie beteiligen würden.
Wie wir die Spenden sammeln ist bislang noch nicht geklärt, wir bemühen uns darum eine deutsche PSSD Organisation zu gründen, für die wir noch ein paar Mitglieder bräuchten.
Das alles könnte sich vermutlich noch etwas hinziehen, aber bei Interesse kontaktiert Ihr bitte sulawesi über: sulawesi1@web.de

Danke!

Noch ein Hinweis: Post-SSRI Sexual Dysfunction (PSSD) bezieht sich auf die Fälle, wo die SSRI-induzierte sexuelle Funktionsstörung nach dem Absetzen des SSRIs nicht verschwunden ist.
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Re: Post-SSRI Sexual Dysfunction: Studienteilnehmer und Unterstützer für deutsche Studie gesucht

Beitrag von LinLina » Samstag, 18.02.17, 19:07

Hallo Wort,

ich pinne die Information als Bekanntmachung an, damit es mehr Leute mitbekommen.

Liebe Grüße
Lina

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Re: Post-SSRI Sexual Dysfunction: Studienteilnehmer und Unterstützer für deutsche Studie gesucht

Beitrag von Arianrhod » Freitag, 24.02.17, 18:27

Ist eine PSSD immer nur SSRI - indiziert oder könnten auch NL in Frage kommen?

liebe Grüße Arian
2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
viewtopic.php?f=51&t=10634&p=120447#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

Wort
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Re: Post-SSRI Sexual Dysfunction: Studienteilnehmer und Unterstützer für deutsche Studie gesucht

Beitrag von Wort » Freitag, 24.02.17, 18:49

Der Begriff PSSD (Post-SSRI Sexual Dysfunction) bezieht sich ausschließlich auf SSRI und SSNRI, auch wenn es sein mag, dass bestimmte andere Psychopharmaka eine ähnliche persistierende Symptomatik hervorrufen könnten.
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Re: Post-SSRI Sexual Dysfunction: Studienteilnehmer und Unterstützer für deutsche Studie gesucht

Beitrag von Jamie » Sonntag, 19.03.17, 12:39

Hallo, :)

es wäre begrüßenswert, über eine Ausweitung des Betroffenenkreises nachzudenken.
Zum Beispiel haben wir hier eine Frau, die betroffen ist (Angsthase88), aber der Verursacher ihrer PSSD war das AD Tianeptin (kein SSRI).
Auch arianrhod hat zurecht gefragt, ob das auch für NL gilt.
Es steht zu vermuten, dass viel mehr Menschen betroffen sind als man ahnt.

Gerade heute habe ich einen Artikel über Finasterid gelesen (Haarwuchsmittel), das anscheinend irreversible Libidostörungen und chronische Depressionen auslöst. Die Libidostörungen sind einer PSSD vergleichbar, wenngleich durch eine andere Substanz verursacht.

https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... terid.html

Mir ist klar, dass ihr da nur begrenzt Mitsprachrecht habt, aber man sollte open-minded bleiben.

Wünsche alles Gute für die Durchführung und dass genug Gelder zusammenkommen

Jamie
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Re: Post-SSRI Sexual Dysfunction: Studienteilnehmer und Unterstützer für deutsche Studie gesucht

Beitrag von Flummi » Freitag, 22.09.17, 10:09

Hallo.

Eine sehr gute Sache. Sowohl mein Mann als auch ich hatten ssri (citalopram). Wie haben sie beide abgesetzt und nun keine Probleme mehr, aber die Tatsache, dass es länger bleiben könnte, war sehr beängstigend.
herzlichst,
Claudia
Mein psychiatriekritischer Blog:

www.meinekatholischebox.com

Interview von "Mutmachleute" mit mir:

http://mutmachleute.de/polymorph-psycho ... formieren/

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Re: Post-SSRI Sexual Dysfunction: Studienteilnehmer und Unterstützer für deutsche Studie gesucht

Beitrag von Flummi » Donnerstag, 22.02.18, 9:59

Hallo,
ich habe ein Forum auf Englisch gefunden, dass sich mit der Sache auseinandersetzt. Vielleicht hilft das jemanden...Darf ich den Link hier posten?

http://www.pssdforum.com/index.php?sid= ... 73c5cf3fb7

Liebe Grüße,
Claudia
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Re: Post-SSRI Sexual Dysfunction: Studienteilnehmer und Unterstützer für deutsche Studie gesucht

Beitrag von Murmeline » Mittwoch, 18.04.18, 13:24

Hallo Wort!

Gibt es hierzu schon ein Update? Wie ist der Stand der Dinge?

Murmeline
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Samstag, 18.02.17, 18:38
Ein deutscher PSSD-Betroffener (User sulawesi von http://www.pssdforum.com) hat den Kontakt zu einem Wissenschaftler an der Uni Ulm hergestellt. Sie wären nicht uninteressiert, eine fMRT Studie mit PSSD-Betroffenen durchzuführen.
Ich und andere PSSD-Betroffene suchen nun weitere PSSD-Betroffene, die interessiert wären, an der Studie teilzunehmen sowie Personen, die sich (wenn auch nur minimal) an den Kosten der Studie beteiligen würden.
Wie wir die Spenden sammeln ist bislang noch nicht geklärt, wir bemühen uns darum eine deutsche PSSD Organisation zu gründen, für die wir noch ein paar Mitglieder bräuchten.
Das alles könnte sich vermutlich noch etwas hinziehen, aber bei Interesse kontaktiert Ihr bitte sulawesi über: sulawesi1@web.de

Danke!

Noch ein Hinweis: Post-SSRI Sexual Dysfunction (PSSD) bezieht sich auf die Fälle, wo die SSRI-induzierte sexuelle Funktionsstörung nach dem Absetzen des SSRIs nicht verschwunden ist.
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