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Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Euer ADFD Team

Bitte um dringenden Rat ich verzweifel / Sertralin

Wenn moderne Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Eva
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Re: Bitte um dringenden Rat ich verzweifel / Sertralin

Beitrag von Eva » Samstag, 06.01.18, 9:44

Guten Morgen.

Yogi, dass Dir in schlechten Phasen alles zu entgleiten scheint, gehört bestimmt mit zu den Entzugs- und Umbauerscheinungen. Dann kommt wieder eine Regenerationsphase, und alles bekommt wieder ein freundlicheres Gesicht, das löst sich erkennbar ab; da gibts also ein Muster, und das zeigt, dass da ein körperlicher Prozess im Gange ist.

Symptomatisch scheint zu sein, während der jeweiligen Phase keine Vorstellung mehr von der anderen zu haben, also in einer Welle keine mehr vom Fenster und während eines Fensters nur die Erinnerung an die Welle und die Angst davor, aber man kann eben nicht beides gleichzeitig fühlen, was Dich wiederum zweifeln lässt, ob Fenster überhaupt zurückkommen können. Bis jetzt KAM aber immer ein Fenster zurück, und dann hilft Dir nur, in einer Welle an weitere zu glauben, auch wenn jedesmal nichts darauf hindeutet.

Ich habe natürlich keinen Nachweis, aber ich bin sicher, dass dieser Prozess bei solch hartem Entzug nach so langer Einnahme wie bei Dir NORMAL ist. Und Streitigkeiten müssen ja heftig triggern in Deinem doch noch sehr unsicheren, schwankenden Zustand, auch das ist bestimmt normal. Komisch wäre eher, wenn Du nach heftigem Streit, der auch noch voll die Familie betrifft, fröhlich und guter Dinge wärest.

Also: Augen zu, und immer weitermachen. :hug:

Liebe Grüße,
Eva
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Re: Bitte um dringenden Rat ich verzweifel / Sertralin

Beitrag von Yogi0512 » Samstag, 06.01.18, 10:58

Hallo Jamie
Naja ganz symptome frei war es ja leider nie im Kopf aber erträglich und starken abklang und sortiert. Gefühl normal zu werden war auch oft da. Aber 100 Prozent wie man vorher war wird wohl denke ich mal keiner im Fenster sein oder wenige.
Aber es waren sehr gute Tage dabei wo man merkte es ist stark abgeklungen.
Mir ist das garnicht so bewusst das solche Sachen wie der streit so triggern können. Wie du vielleicht sogar mit bekommen hast hatte ich sogar Weihnachten super Tage. Ok da hatte ich nur bißchen angespannt im Kopf aber kaum Nebel. Das stimmt. Jetzt habe ich momentan auch so mit dem leicht warm werden und schwitzen wie anfangs bei citalopram einschleichen. Aber das ist aushaltbar. Alpträume habe ich seltener nur noch. Will nicht sagen das sich garnichts getan hat aber das hier ist wieder so anders und komisch. Aber du hast es auch geschafft die Effekte los zu werden.

Danke sehr und liebe Grüsse yogi
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Januar 2017 sertralin. Direkter Umstieg. 25,50,100.die 100 nicht Vertragen. 75mg über 4 wochen.dann auf 50 wegen Probleme Wo man nicht wusste ob Symptome der Krankheit oder Nebenwirkungen. Paar Tage ausgelassen aus angst. Jetzt aktuell 25 mg sertralin zum stabilisieren.
Seit 26.03.17 auf null mg sertralin (wegen angst vor der Wirkung)
Anfang April 2017 paar Tage citalopram. 5mg und 10mg
Verschrieben bekommen weil es 7 Jahre gut wirkte.
Angst Verstärkung. Zum Nachmittag besser. Seitdem ohne AD.
Anfang Mai 2017 valdoxan 25 aber nicht eingenommen.
Seit Vatertag 2017 teils auch Symptome bis in die Nacht. Gefühl das sich das Gehirn auflöst und nicht mehr da zu sein .Angst verrückt zu werden und abwesend zu bleiben. Angst geistig behindert zu werden.
November 2017
Teils Flashback ähnliche Effekte. Gehirn wirft einfach was im Kopf wo man oft nicht weiss ob erlebt, geträumt, oder ungewollt gedacht.
Gedächtnisstörung. Teils auch Gedankenblitze und Abreissen. Erlebtes schwer aufrufbar. Häufigkeit der Fenster wurde mal mehr. Stimmung öfter gut trotz symptome. Schlaf normal. Gewicht wieder wie vor der Tabletten einnahme. Mal das Gefühl wieder ins Leben geholt zu werden aber auch oft das Gefühl woanders hin zu verschwinden bzw total crash.
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Re: Bitte um dringenden Rat ich verzweifel / Sertralin

Beitrag von Yogi0512 » Sonntag, 07.01.18, 18:22

Guten Abend

Ich glaube mein Körper kann ohne AD nicht leben. Zumindest spüre ich es so. Klar ist viel passiert bei mir und auch das meine Freundin nach einem Wochenende immer fährt will mein Gehirn nicht wahr haben. Also das sie heute noch da war und plötzlich nicht mehr. Wie nie geschehen oder so. Aber das was die letzten Tage im Kopf abging. Es waren zwar nicht die heftigen Flashback usw da aber trotzdem wie weg getreten als wenn das Gehirn woanders wäre und ich hier. Scheiss Gefühl. War zwar ohne brain fog aber trotzdem komische Effekte und nicht denken können alles so widerlich. Werde ich jetzt Jahre so leben müssen?? Die Fenster müssen doch mal häufiger kommen bzw die Symptome abschwächen, wenn auch nicht ganz verschwinden. Ob das noch ne typische derealisation/despornlition oder wie das letzte Wort geschrieben ist wage ich mal zu bezweifeln. Weil das hatte ich damals bei der Grund Erkrankung und da fühlte es sich anders an. Wenn ich mir ein Geschehnisse im Kopf rufen will sieht es so aus wie ich es erlebt habe. Die komische Umgebung und das Gefühl dabei. Selbst in Gedanken sieht es so aus. Aber irgendwas muss das ja sein. Ich habe keine Ahnung mehr.
Hoffe euch allen ist es besser.
Schönen Sonntag und liebe Grüsse
Yogi
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Re: Bitte um dringenden Rat ich verzweifel / Sertralin

Beitrag von Luna » Montag, 08.01.18, 8:14

Hallo yogi
Ja natürlich...der Körper schreit nach Chemie. Von Natur aus. Das ist doch quatsch Yogi.
Sorry aber so kommst du aus dem Teufelskreis nie mehr raus wenn du noch mehr Chemie da rein haust.
Vielleicht lindert es kurz aber schädigt an anderer Stelle oder warum sind hier wohl so viele geschädigt? Dank Pillen.

Einiges was du beschreibst haben auch gesunde Menschen aber sie beobachten sich nicht so.
Da war Wochenende, ne Feier, Urlaub oder Weihnachten so schön und schnell ist alles um...als wäre es nie da gewesen. Nur Erinnerungen bleiben. Es war halt schön und was schön ist, geht gefühlt schnell vorbei und man will mehr davon.
Das ist nicht ungewöhnlich sondern völlig normal. Bei dir ungewöhnlich, weil du dich zu rsehr beobachtest.
Dein heftiges beobachten schadet dir mehr als du glaubst. Du setzt dich damit unter Stress.
Ich hatte die Tage gemeine Schmerzen im Rücken und Beine und Kopf. Ausgehalten.

Du musst lernen deinen Körper nicht so zu beobachten, dir klar werden was dich krank gemacht und durchhalten damit der Körper eine Chance hat zu heilen und die hat der ohne die Pillen. Mit wird nur vielleicht irgendwas gedämmt aber auch nicht auf Dauer und dann sitzt du hier über Jahre und versuchst zu entziehen mit noch mehr Symptomen.
Drops ist auch gesund geworden nach 4 Jahren. Dieser Zeitraum ist normal. Bei manchen geht es schneller...bei anderen dauert es noch länger.
Lenke dich ab damit du nicht ständig dein Kopf beobachten musst.

Ich wünsche dir mehr Durchhaltevermögen.
Habe selbst noch Symptome...ich war eben gut geschädigt und trotzdem...wird immer besser. Mir macht das keine Angst, dass Heilung länger dauert, weil ich verstehe warum das alles so ist und was mein Körper brauch.

Alles Gute und ich werde hier nicht mehr schreiben also keine Sorge.
Zuletzt geändert von Luna am Montag, 08.01.18, 9:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Gesundheit gewinnt erst an Bedeutung, wenn man krank ist.
(© Franz Schmidberger (*1942)

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.
(Hippokrates)

Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 2 bis 3 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Mir geht es inzwischen gut bis auf paar Kleinigkeiten.
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Re: Bitte um dringenden Rat ich verzweifel / Sertralin

Beitrag von Yogi0512 » Montag, 08.01.18, 8:35

Liebe Luna
Ich habe eine schicke Gedächtnisstörung. Ich weiss wie ich vorher denken konnte und wie mein Kopf war. So definitiv nicht.
Ich konnte immer Informationen aufrufen von erlebten Ereignissen und das auch mit Emotionen.
Jeder Mensch ist anders im Entzug. Manche sagen sich, tse böse Welle bist halt da und gut, und andere kriegen Angst und können nicht gegen angehen.
Das es ein Symptom des Entzug ist weiss man ja. Ob das pseudo Demenz ist oder andere Störungen.
Das gibt es alles und ist bei niemanden eine Einbildung.
Selbst bei meinen depri Episoden die meist 3 Monate gingen war immer mein Gedächtnis mit in mit Leidenschaft gezogen.
Zwar nicht so wie jetzt aber es war so.
Der eine kommt leichter von dem Zeug weg der andere schwieriger.
Und alle wie wir hier sind, wie sind alles verschiedene Menschen mit einem Hauptproblem.
Der eine paar mehr pillekes der andere weniger, aber der kampf um ein Ziel ist das selbe.
Ich würde auch froh sein die Gedanken nicht zu haben. Glaub mal.
Ich weiss nicht welcher Teil meines Gehirn ne Störung hat, weil merken kann ich mir sachen. Aber das aufrufen vieler Sachen und Vorstellung klappt einfach nicht mehr so. Mal geht es etwas mal garnicht dann fühlt es sich fremd an oder sonst was.
Und wie gesagt, ich weiss was mein Gehirn vorher drauf hatte.
Mag sein das es gesund Menschen auch haben können aber ich hatte es nie.
Sonst würde mir das sonst wo her gehen diese Symptome.

Grüsse yogi
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Re: Bitte um dringenden Rat ich verzweifel / Sertralin

Beitrag von Eva » Montag, 08.01.18, 9:38

Lieber Yogi,

natürlich erlebt jeder "seinen" persönlichen Entzug.

Ich glaube, Luna will auf Dein Gedankenkreisen hinaus, nicht darauf, dass Du irrational denkst oder so. Du reflektierst tatsächlich auffallend viel - was im Kern nicht falsch ist, aber in der Menge einfach noch zusätzlich belasten kann. Du weißt ja selbst - hast es schon ein paarmal geschrieben - dass Dir Ablenkung mehr hilft als das dauernde in Dich Hineinspüren. Du änderst mit Letzterem nichts, denn die Zeit, die es braucht, wird dadurch nicht abgekürzt; Du nährst nur immer wieder Deine Zweifel an Deinem Gesundungsprozess, das ist sicher nicht gut.

Irgendwo steht es hier - ich habe leider vergessen, wo - dass diejenigen die besten Heilungsaussichten haben, die sich eine gute Portion Hoffnung und Glauben an ihre Gesundung bewahren können. Also, wenn Dich die Skepsis überkommt, mach irgendwas, aber höre besser auf zu grübeln weil es Dich nur immer wieder runterzieht.
:group:

LG Eva
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Re: Bitte um dringenden Rat ich verzweifel / Sertralin

Beitrag von Yogi0512 » Montag, 08.01.18, 10:16

Hallo liebe Eva :)
Ich habe die Woche ein Termin bei meinen Therapeuten.
Ich werde das alles mal mit ihm besprechen. Achtsamkeit und einiges mehr.
Vielleicht kann er mir noch paar Tipps geben. Weil zwangsgedanken und Angst sind ja die selben wie andere psychisch kranke Menschen auch haben. Ob nun vom absetzen oder sonst wo her. Im Prinzip das gleiche.
Vielleicht kann ich dann ja besser mit umgehen.
Ich danke dir vielmals. Und liebe Grüsse schicke

Yogi
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Re: Bitte um dringenden Rat ich verzweifel / Sertralin

Beitrag von Roxy » Mittwoch, 10.01.18, 21:24

Hi Yogi,

warst du schon zur Therapiestunde? Geht es dir etwas besser?
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Derzeit Versuch Homöopathie: Schüssler Salze Nr. 16 nicht gut vertragen
Amitriptylin D6 - schadet zumindest nicht; Bachblüten Notfalltropfen b.B.
0,1 mg Ami probiert, sofortige Linderung nach paar Stunden aber Luftnot und Panikattacke, wieder weggelassen,

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Re: Bitte um dringenden Rat ich verzweifel / Sertralin

Beitrag von Yogi0512 » Donnerstag, 11.01.18, 18:03

Hallo roxy

Danke der Nachfrage. Ja war ich. War soweit ok aber das ansetzsyndrom ist wohl nicht gesellschaftsfähig. Musste da leider auf den Tisch hauen wie sch :censored: man sich fühlt wenn keiner das für voll nimmt. Hat er dann auch eingesehen. Mein Gehirn ist wieder kräftig zugange. Aber in welche Richtung es geht weiß ich nicht.
Habe immer Panik das ich weg trete geistig und es nicht merke oder so.
Hoffe dir geht es gut. Ich glaube dieser kaltentzug wird mich Jahre in dem Zustand lassen. Und schicke dir liebe Grüsse

Yogi
Zuletzt geändert von Murmeline am Freitag, 12.01.18, 7:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bitte um dringenden Rat ich verzweifel / Sertralin

Beitrag von Roxy » Freitag, 12.01.18, 7:26

Hi Yogi,

Danke :-) Ich müsste da jedes mal auf den Tisch hauen, der wäre längst kaputt ;-) Ich berede meine sonstigen Probleme dort ohne das Wort Entzug. Denn das bringt nach der Zeit einfach nichts mehr. Und die Ängste wie du habe ich auch oft. Denn so licht einige Momente sind, so dunkel sind die übrigen.
Schicke dir auch liebe Grüße!
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Re: Bitte um dringenden Rat ich verzweifel / Sertralin

Beitrag von Yogi0512 » Sonntag, 14.01.18, 9:22

Guten Morgen
Ich verzweifel langsam immer mehr.
Es schien alles gut zu werden und nun habe ich glaubig einen richtigen crash.
Ich weiss nicht ob das schon ein Verwirrtheit Zustand ist oder eine Zerstörung.
Ob es immer noch wegen dem Streit an Silvester ist wo ich nachts von schlecht träume. Eine Aussprache gab es immer noch nicht. Ausser meine Oma lassen sie mich links liegen. Also Mutter und Stiefvater.
Es kommen so Sachen im Kopf, bin ich noch da? Dann kommt wie ein Gehirn Aussetzer.
Gestern war ich mit Tochter im Kino, weil ich ja nicht immer nein sagen kann. Da gaukelt mir mein Gehirn vor draußen wäre Tag und drin ist nur dunkel. Was das ist keine Ahnung. Gedanken die im Kopf kommen schlecht bis garnicht definierbar ob ich es mal erlebt habe, geträumt oder nur so gedacht habe. Der Zustand im Kopf fühlt sich mehr als prickelnd an.
Sonst wo ich abends normale Ruhe habe bzw nachts, habe ich jetzt teils auch so merkwürdige Effekte im Kopf. Ob das ne starke dissoziation (oder wie das heisst) ist oder ein total crash ich weiss es nicht.
Jedenfalls ist mein Gehirn wohl aus den fugen geraten aber richtig.
Manchmal ist auch das Gefühl da ein zwischending normal und andere Welt.
Ich bin ehrlich ich habe Angst. Wird das überhaupt mal besser werden ich weiss es nicht. Wie ne andere Dimension. Nichts mehr wie es sein sollte im Kopf.

Danke und liebe Grüsse yogi.
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Re: Bitte um dringenden Rat ich verzweifel / Sertralin

Beitrag von Katharina » Sonntag, 14.01.18, 9:48

Lieber Yogi !

Wenn ich ein ungelöstes Problem wie eine Aussprache offen stehen habe, geht es mir sehr schlecht, es lässt nicht nicht schlafen, es lässt mich nie in Ruhe, da ich zur Zeit keine Gelassenheit habe, oder selten.

Ich bekomme Riesen Ängste, und alle sonst nicht vorhandenen Symptome, ich verliere meine Ruhe, dann geht es bergab,rasant.

Ich muss Beratungsmöglichkeiten haben, ich muss diese nicht ständig nutzen, aber wissen ich bekomme sofort einen Termin da ich ganz schnell eine rapide Verschlechterung erfahre.

Nur so komme ich zurecht.
Keine offenen Probleme, es beginnt quasi automatisch in mir
etwas wie auszurasten, ich fange an zu "spinnen"
verzweifle am Nichts, verändere mich in Sekundenschnelle in ein Drama von Symptomen.

Ein offener Zahnarzt Termin, und ich verliere meine zarte Balance,
Passwort wg Update nicht mehr möglich, Schwitzen,Verzweifeln, alles Niederschmetternd,
tobe,schimpfe, entgleise.

Deshalb ich es für mich so wichtig,
jemanden zu haben, mit dem ich über meine Probleme sprechen kann.

Stellt sich heraus dass etwas unabänderlich ist,
bespreche ich Strategien für mich,
Distanzieren, usw.

Ich schaff dies hier nur so,
es geht mir zu lange zu schlecht, zu viele Medikamente
zuviel Reduzierversuche, Anstrengung endlos.

Deshalb mach ich das nicht mehr ohne Hilfe.
Ich will das nicht allein durchstehen, Streit gibt es
ich kann aber allein zur Zeit nicht vernünftig agieren und mit
Unterstützung erstelle ich mir klare Konzepte.

Ich wünsche Dir Besserung, lieber Yogi und prima, dass du trotz allem mit Deiner Tochter im
Kino warst.
ich hatte das nicht geschafft, zu laut zu dunkel zu viele Menschen aber eben Kind zuliebe ist es eine Freude,wenn soetwas geht.

Liebe Grüße,
Katharina
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Re: Bitte um dringenden Rat ich verzweifel / Sertralin

Beitrag von Yogi0512 » Sonntag, 14.01.18, 10:24

Hallo Katharina
Ich danke dir lieb.
Ich denke mir du willst damit sagen das mich das richtig aus dem Ruder Gehauen hat alles.
Ich selber nehme das nicht für wahr. Ich denke das ist mein unterbewusstsein.
Und mit dem Kino war echt nicht schön.
Die Effekte aus allen Ecken. Die Leinwand mit den Effekten. Ich fühlte mich teils als wenn ich mich auflöse. Ich bin auch 15 min eher wie Tochter raus. Der Film war sowieso naja.
Aber sie wollte ihn gerne sehen.
Ich möchte sie nicht auch noch verlieren.
Mein Leben ist nichts inoment. Ich lebe quasi einfach nur.
Tag für Tag. Ohne Sinn. Zumindest fühlt es sich so an. Selbst meine Freundin wo ich so happy war vor kurzer Zeit noch, langweilt mich inoment nur. Ich spürte Kraft mit ihr und vieles mehr. Alles kaputt bei mir.ich weiss nicht mehr weiter grad. Ob ich ein lebenslanges Wrack bleibe oder keine Ahnung.

Liebe Grüsse yogi
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Seit 26.03.17 auf null mg sertralin (wegen angst vor der Wirkung)
Anfang April 2017 paar Tage citalopram. 5mg und 10mg
Verschrieben bekommen weil es 7 Jahre gut wirkte.
Angst Verstärkung. Zum Nachmittag besser. Seitdem ohne AD.
Anfang Mai 2017 valdoxan 25 aber nicht eingenommen.
Seit Vatertag 2017 teils auch Symptome bis in die Nacht. Gefühl das sich das Gehirn auflöst und nicht mehr da zu sein .Angst verrückt zu werden und abwesend zu bleiben. Angst geistig behindert zu werden.
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Re: Bitte um dringenden Rat ich verzweifel / Sertralin

Beitrag von Eva » Sonntag, 14.01.18, 10:33

Hallo Yogi,

dass Du in großer Not bist, ist spürbar. Gut wäre wohl - wie Katharina es für sich beschreibt, und ich habe auch so jemanden - wenn ein Therapeut zur Verfügung stünde, der solche Konfliktisituationen wie den jetzigen Familienstreit auffangen kann. Aber so jemanden zu finden, ist nicht leicht. Gibt es einen Freund oder so, mit dem Du in derartigen Notfällen mal reden kannst? Du scheinst nach außen hin alles mit Dir selbst auszumachen versuchen, das ist total anstrengend, sich nie so zu zeigen, wie einem wirklich ist; ich weiß wovon ich rede.

Nun schreibst Du, weißt Du nicht mehr weiter. Es ist hier in mehreren Threads ja immer wieder zu lesen: "Ich kann nicht mehr. Es geht jetzt wirklich nicht mehr". Und DOCH geht es immer weiter, das ist das einzig Gute in solch verzweifelten Lagen.

Und so sehe ich es bei Dir auch: Alles erscheint im gegebenen Moment nicht aushaltbar, aber de facto hast Du bisher alles ausgehalten, Du hast die Kraft, und ich bin sicher, Du schaffst das auch weiterhin. Außer unterstützenden Gesprächen wüsste ich auch nichts, was über diese Klippen weghelfen könnte.
Never give up! :group:

Ermutigende Grüße
von Eva
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Re: Bitte um dringenden Rat ich verzweifel / Sertralin

Beitrag von Yogi0512 » Sonntag, 14.01.18, 11:15

Hallo liebe Eva

Ich habe es ja gestern versucht. Ablenkung mit Tochter auch. Aber denke mal ich war zu weit von zuhause weg und die Umgebung und alles das hat mich wohl zusätzlich belastet. Ich war zwar bei ihr. 18. Sogar super drauf da. Getanzt und alles. Aber wahrscheinlich weil Eltern mich mit genommen haben und ich ihr Zuhause sehr gut kannte. Das ging alles mal so super. Aber desto weiter der Nullpunkt zurück liegt mit den Medis desto komischer wird es wohl. Ich dachte eigentlich immer je mehr Zeit vergeht desto mehr Fenster desto mehr Abklang. Ich habe das wohl alles falsch ab geschätzt immer.
Freunde habe ich seid der Trennung meiner ex 2015 kaum. Aber ich habe viel auf der Seele hängen. Auch frühere Sachen was ex angeht.
Mein Therapeut sagt immer durch das ansetzen habe ich jetzt sie früheren Symptome bald dreifach stark. Naja sie sagen ja immer was anders irgendwie.
Man ist irgendwie alleine damit. Traurige Welt.
Ich bestätige mich jetzt zuhause ein wenig damit mal der Alltag anders wird. Vermittel jetzt DSL und Mobilfunk von zuhause aus. Habe jetzt ne Homepage auch usw. Das man wenigstens bißchen was hat.
Liebe Grüsse yogi
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Re: Bitte um dringenden Rat ich verzweifel / Sertralin

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 14.01.18, 12:22

Hallo Yogi,

es tut mir leid, dass du wieder in so einer fiesen Welle hängst.
:hug:
Ich denke Kino ist natürlich Hardcore in Sachen Reizüberflutung. :) Ich verstehe aber, dass du das deiner Tochter zuliebe gemacht hast.
So, wie sich das anhört, lebst du mit noch einigen unverarbeiteten Konflikten. Das kommt in deiner Situation, in der du so hochsensibel bist, natürlich besonders hoch.
Ich hoffe, dass du dir Hilfe holst, um das zu be- und verarbeiten.Für eine Geneseung wäre das schon wichtig.

Meinen höchsten Respekt übrigens, dass du das mit der Homepage trotzdem geschafft hast. Die Beratungsarbeit lenkt dich vielleicht ja ein wenig ab und bringt Struktur in deinen Alltag.
Ich hoffe das auf jeden Fall für dich.

LG Ute
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Re: Bitte um dringenden Rat ich verzweifel / Sertralin

Beitrag von Yogi0512 » Sonntag, 14.01.18, 15:39

Hallo Ute

Danke für deinen Beitrag wieder.
Ich hoffe es wird eine Genesung geben bei mir.
Schwer vorstellbar bei dem Chaos im Kopf und sich realitats fern fühlen.
Und ja da sind paar Sachen. Zum einen das meine ex lieber Gott spielt und einfach ausgewandert ist und einen anderen Mann meinen Sohn vor die Füße gesetzt hat, und direkt gesagt hat, das ist dein neuer Papa der andere ist weg.
Dann der tot von Opa.
Streit Familie.
Und noch paar alt lasten. Paar Sachen habe ich da schon. Dann das erleben zurzeit des Entzugs.
Leider ist das nun alles so. Ich hoffe das ich nicht zu denen gehöre die Jahre dieses krasse leiden wie jetzt in der Form ich habe.
Aber Jamie hat glaubig auch kalt entzogen und sie wurde diese krassen Symptome los.

Ich danke dir und liebe Grüsse
Yogi
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Re: Bitte um dringenden Rat ich verzweifel / Sertralin

Beitrag von Annanas » Sonntag, 14.01.18, 16:02

Lieber Yogi :) , muß auch noch schnell meinen Senf dazugeben :roll: !

Vor allen Dingen deshalb, weil ich z.Zt etwas nachvollziehen kann, wie es dir geht.
Ich setze zwar relativ langsam ab, trotzdem habe ich im Moment starke Probleme mit dem Gedächtnis u. dem Denkvermögen.
Bei mir geht auch alles kunterbunt durcheinander - ich kann Situationen schlecht einschätzen, manchmal habe ich das Gefühl, im
Kopf brennt gleich eine Sicherung durch, weil die Gedanken am Rasen sind.

Aber nichts Sinnvolles, Bilder, Gelesenes, Gehörtes, Erlebtes - kreuz und quer - passiert umso mehr, je mehr ich mich belaste,
was ich im Moment so als Belastung empfinde - da würde Jemand, der nicht im Entzug steckt, drüber lachen!
Mir hilft dann immer nur ganz viel Ruhe u. keine äußeren Reize.

Deshalb denke ich auch, wie meine Vorschreiberinnen :) schon gemeint haben, daß diese ganzen familiären Probleme so viel
zusätzliche Unruhe im Gehirn stiften, daß es sich immens dagegen wehrt u. überreizt reagiert.
Es wäre, glaube ich, wichtig, Klärungen herbeizuführen oder professionelle Hilfe für den Umgang mit dieser Problematik zu finden.

Kino wäre für mich übrigens z.Zt. der Horror, da hast du schon viel ausgehalten - ich hätte diese Reizüberflutung keine 2 min
ausgehalten :shock: - kann aber verstehen, daß du deiner Tochter eine Freude machen wolltest.

Mach' dir bitte keine Gedanken, dein Gehirn ist nicht kaputt, nur z.Zt. überfordert u. du bist auch kein Wrack - es braucht noch
etwas Zeit für eine vollständige Heilung!

Liebe Grüße von Anna
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Re: Bitte um dringenden Rat ich verzweifel / Sertralin

Beitrag von Yogi0512 » Sonntag, 14.01.18, 16:17

Hallo Liebe Anna

Danke für deinen Zuspruch. Ich denke immer so krass und die Effekte habe nur ich. Mir ist garnicht bewusst das es so viele gibt die das selbe spüren.
Ja ich wäre auch am liebsten direkt aus dem Kino raus.
Ich habe bei den Film nix empfunden es war einfach nur eine Qual für mich.
Und das Gefühl in einer anderen Welt zu verschwinden ist der horror eines jeden der es erlebt. Vor allem wenn man nicht mehr weiss was im Kopf noch echt ist oder nicht.
Ich weiss bald garnicht mehr was noch was ist. Schei.... Medikamente. Ich hätte damals die Symptome bei der Depression aushalten sollen einfach. Im Vergleich war das nix gegen das. Ich hatte damals mehr körperliche Symptome. Leeren Kopf. Stärke Verspannung im Kopf. Konzentration Störung. Abunzu Angst Attacken. Ich hätte das so machen sollen statt mir das Gift zu geben..
Es fühlt sich einfach so schrecklich an. Man ist nicht mehr sich selbst. Ich hoffe so das ich nicht Jahre so leiden werde..

Danke sehr und liebe Grüsse yogi
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Re: Bitte um dringenden Rat ich verzweifel / Sertralin

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 14.01.18, 16:48

Hallo nochmal, lieber Yogi,

nichts deutet darauf hin, dass du jahrelang schlimm leiden musst.
Vergiss bitte nicht, dass du schon bessere Phasen dazwischen hattest.
Das ist ein gutes Zeichen !!
:hug: :hug:
In deinem Leben ist viel passiert.Das muss natürlich auch verarbeitet werden. Besonders die Situation mit deinem Sohn ist natürlich sehr schwer für dich.
<3
Viele hier im Forum hadern mit sich, weil sie angefangen haben Psychopharmaka zu nehmen, aber du hast keinen Fehler gemacht, du konntest nicht wissen, was daraus wird. :?
Es bringt jetzt nichts das zu bedeuten, du musst versuchen nach vorne zu sehen. :sports:
Und ich habe den Eindruck, du schaffst schon verhältnismäßig viel.
Verliere nicht aus den Augen, was bei dir schon alles geht. :)

LG Ute
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