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Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Wenn moderne Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitragvon Jamie » Donnerstag, 31.08.17, 9:47

Liebe Beate,

auch von mir alles Gute :)
Selbst wenn sich der Klinikaufenthalt als nicht geeignet für dich herausstellen sollte, so kann man sich sagen, dass man es probiert hat und eben zu der Erkenntnis kam, dass es nicht das ist, was man aktuell braucht.
In Ausnahmesituationen ist es oft nicht klar, was nun "das Richtige" ist und was nicht.
Andere reden da leicht daher, aber die stecken nicht in deiner Haut.
Folge deinem Gefühl. :hug:

Ich hoffe, dass du einen Platz zum zur-Ruhe-Kommen findest und die therapeutischen Gespräche dich stützen können.

Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


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lunetta
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitragvon lunetta » Donnerstag, 31.08.17, 10:54

Liebe Beate!

Ich wünsche dir für deinen Klinikaufenthalt alles Liebe und Gute!

Ich werde ganz fest an dich denken und Daumen halten, dass es für dich eine Verbesserung oder zumindest einmal Ruhe bringt!

Versuch dich zu erholen und Kraft zu tanken und es positiv zu sehen!

Ganz iebe Grüße und eine gute Zeit!
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Clarice
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitragvon Clarice » Donnerstag, 31.08.17, 10:59

:hug: Alles Gute heute!
Langjährige AD-Historie: seit ca 1999 von Insidon, über Citalopram, kurz Cymbalta, Venlafaxin zu Escitalopram, um die SSRI zu nennen. Mirtazapin war auch immer mal wieder dabei und lange auch Dominal - diese habe ich zu ihrer Zeit irgendwann abgesetzt, keine Erinnerug mehr an das wann und an die "Auswirkungen".
Trotz fast durchgängiger Einnahme von AD immer wieder -teilweise hochgradige - Depressionen mit langen AU-Zeiten.

Hier die Escitalopram-Phase, leider auch nur rudimentär, da ich sehr nachlässig mit der Dokumentation war:

07.08.2015:Neue Ärztin, neues Medikament: 5mg Escitalopram, Venlafaxin (zuletzt 37,5mg) sofort abgesetzt. 4 Tage lang Kopfschmerzen und starker Harndrang (vermutlich durch das Escitalopram), ca. 2-3 Wochen lang Schwindel (vermutlich Absetzsymptom Venlafaxin)
14.08.2015: Erhöhung Escitalopram auf 10 mg. morgens Halsschmerzen, Stimmungsverschlechterung (Zusammenhang Zyklus?), Pickel, Libidoprobleme,
02.09.2015: seit Tagen massive (Tages-)Müdigkeit, guter Schlaf nachts, wenig Antrieb, Stimmung mittelprächtig, sonstigen NW weg.
04.09.2015: wieder starke Depressive/Angstsymptome
............
Seit Einnahmebeginn Escitalopram Libido quasi 0 / Müde - Müde - Müde. Besonders schlimm seit November 2016.
............
09.01.2017 5 mg Escitalopram (seit mehreren Monaten); Vorsatz endlich abzusetzen
Anfang Feb.2017 Wechsel von Tabletten auf Tropfen, Dosis gleichbleibend.
Zwischen Feb/März eine dämliche Auf- und Ab-Dosierung auf 15mg und wieder zurück, nach dem ich wieder 6 Wochen AU war wg. extremer Müdigkeit/Erschöpfung und Konzentrationsstörungen (Ärzte: Grunderkrankung ist da/Ich inzwischen: Wechsel auf die Tropfen???), je mehr E. desto müder - also wieder runter. Don't ask...
18.04.2017 5 mg Escitalopram
16.05.2017 4 mg Escitlopram
06.07.2017 3 mg Escitalopram, paar Tage später weinerlich und gereitzt, Durchfälle,
11.07.2017 4 mg E.
23.07.2017 3,6 mg E.
26.08.2017 3,3 mg E./Erschöpfungszustände werden weniger
29.09.2017 3 mg E. / fast keine Erschöpfungszustände mehr; Libido lässt weiter auf sich warten :(
10.12.2017 2,7 mg. E.

Frakkivana
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitragvon Frakkivana » Donnerstag, 31.08.17, 12:48

Danke Euch, Ihr Lieben!

Ich bin heute morgen doch allein hergefahren. Auf dem Parkplatz habe ich eine Weile gesessen und überlegt ob ich wieder fahre.
Solche Angst!

Aber nun bin ich hier im Zimmer. Bis jetzt eine junge nette Zimmerkollegin.

Schnappe vor Schwindel und Panik fast über.
Beim Aufnahmegespräch mit der Schwester musste ich so viel erzählen, was alles passiert ist . Das hat mich so getriggert, dass ich dachte, ich breche auf dem Stuhl zusammen. Die Schwester war sehr lieb und verständnisvoll.

Sie musste mir zeigen, wie ich zurück ins Zimmer komme. Konnte mich nicht orientieren . Auch im Speisesaal beim Mittagessen nicht. Mein Gott, was für eine Sch....., dieser Zustand! Einfach nackte Panik durch diese Symptome im Kopf. Und überhaupt.

Jetzt warte ich auf dem Bett auf das Aufnahmegespräch beim Arzt.

Für mich ist es schlimm, dass ich nicht wirklich heulen kann in Gegenwart von andren Patienten. Kann mich deshalb hier im Zimmer nicht fallen lassen. Obwohl das wahrscheinlich ok wäre.

In der Nacht im Büro habe ich gemerkt, dass ich es im Grunde nirgends aushalte.

Also ich denke, ein paar Tage Benzos sibd wohl angebracht. Hier drin merke ich nochmal stärker, wie sehr am Ende ich bin.

Ich drück Euch!
Ganz liebe Grüße Beate
18.04.2017
Neu hier im Forum

Seit 2001 Citalopram 20 mg wegen Schwindel und Angstzuständen.

2007 nach Schwächeanfall Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis
Eindosieren mit L-Thyrox bis auf 125 Mikrogramm
Insgesamt seit Einnahme von Citalopram 45 kg zugenommen

2015 Citalopram runterdosiert auf 10 mg, ganz gut.
Umstellung auf glutenfreie Ernährung. Daraufhin in 1 Jahr 20 kg abgenommen

2016 im Sommer wieder mehr Schwindel. Dann kamen Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, Einschlafprobleme und "Blitze im Kopf " dazu.
Machte mich arbeitsunfähig.

Psychiater stellte um auf Escitalopram 5mg
L-Thyrox von 125 auf 100 Mikrogramm reduziert
Keine Änderung der Symptomatik.

Oktober 2016 EKG beim Kardiologen. QTc-Zeit verlängert. Er riet zum Absetzen von Citalopram

Nach ärztlichem Rat erst im November 4 Wochen lang jeden 2. Tag Escitalopram 5 mg, im Dezember noch jeden 3. Tag, ab Januar dann ganz aufgehört.

Seitdem kontinuierlich immer schlechterer Zustand.
Dauerrauschen im Kopf, Dauerschwindel, Benommenheit, Wattegefühl, Schwäche, Angst , Brain zaps, Schlafprobleme , Unfähigkeit, den Alltag zu meistern. Totale Verzweiflung, Dauerweinen, Hoffnungslosigkeit.

25.04.17
Knall. Totale Panik wegen Brain zaps, massiven Schwindels, Problemen mich zu orientieren.
Notfallmässig zu einem Allgemeinmediziner mit Naturheilverfahren.
Infusion mit homöopathischen Mitteln, Akupunktur

Neurapas Balance: 2-2-2
DystoLoges 1-1-1

Zur Nacht 1 Sedariston
Bei Bedarf drei Tropfen Blütenessenz "erste Hilfe

26.04.17
Tag weitgehend liegend verbracht
Nachts schlimme Brain zaps

27.04.
Wieder Infusion beim Arzt und Akupunktur.
Immer brain zaps, wenn Entspannung kommt.

04.05.17
Weiterhin schwere Symptome, kann nur im Bett liegen, morgens bis früher Nachmittag am schlimmsten. "Kopfattacken", Schwindel bis zur Orientierungslosigkeit, komme nur mit Mühe zur Toilette, Heulkrämpfe vor Angst

Medikation abgebrochen, auch Arzt dafür
Presselin Nervenkomplex
Bringt mir nichts.

25.6.17
Mein Mann trennt sich von mir und wirft mich aus dem Haus.

4 Monate Leben aus dem Koffer

Ende September 2017
2 Wochen Psychiatrie, völlig ausgebrannt, starke Depressionen plus Ängste zu den körperlichen Symptomen dazu.
Versuch mit Tavor: paradoxe Reaktion, Herzrasen
Atosil : ebenso, außerdem geht das auch auf die QTc Zeit im EKG
Sertralin: 5 Tage, dann abgesetzt wegen zu starker Nebenwirkungen
Behandelnde Ärztin frei von jeglicher Empathie, setzt mich stark unter Druck, da Teilnahme an Therapien kaum möglich . Während des gesamten Aufenthalts dauerhaft höher Ruhepuls um die 100 und zu hoher Blutdruck
Entlasse mich selbst entnervt nach 14 Tagen

Im Anschluss zu einem Arzt/Psychotherapeut.
Gegen den zu hohen RR:
Beta Blocker Beloc-Zoc mite 47,5 mg sowie
HCT Dexcel 25 mg (Hydrochlorothiazid), ein Diuretikum
Ausserdem 5 Tage lang
Opipramol 50 mg und
Olanzapin (Dosierung vergessen)
Olanzapin nach 10 Tagen abgesetzt.
Ich vertrage nichts mehr! Macht alles nur schlimmer

Oktober 2017

Eine Woche internistische Klinik wegen Bluthochdruckkrise
Beobachtung, Herzsono und Doppler Halsgefäße o.B.
Vorübergehend ein drittes Medikament (Blutdrucksenker, Name vergessen)
Noch in Klinik abgesetzt

Aktuell (November 2017):
Beloc-Zoc mite 47,5 mg
HCT Dexcel 25 mg
L-Thyrox 100 mikrogr

Nach wie vor schwere Symptome, Depression, Angst, Heulkrämpfe, Kopfsymptome, "Gruselgefühl" in Brust- und HWS und im Kopf
Unfähig zu einem normalen Alltag.

weg
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitragvon weg » Donnerstag, 31.08.17, 12:58

:fly: hallo beate,

drücke dir ganz fest die daumen und hoffe, dass du überall aufmerksam und ernst genommen wirst. :fly:

herzlich
weg
beide eltern medikamentenabhängig.– psychiatrische behandlung mit traumatherapie (EMDR).
bis ins erwachsenealter PP, ab und zu speed, lsd u.ä. frühe berentung.

mit 35 jahren eingliederung ins berufsleben und seither medikamentenfrei.

dann brustkrebs, operation, chemotherapie: davon nervenschädigung am rechten arm. lymphödem, polyneuropathie. wieder kurze zeit während chemotherapie, PP - aber keine abhängigkeit.

medikamente gegen asthma: symbicort 200, 2-6 stösse, singulair 10 mg

zolpidem/stilnox ca. 20 jahre lang 5 mg, selten 10 mg (körperlich abhängig)
bis 27.02.2017 5 mg
27.02.2017 4 mg stilnox
08.03.2017 3.5 mg
17.03.2017 3 mg
22.03.2017 2.5 mg
02.04.2017 3 mg (aufdosiert auf rat vom forum)
28.04.2017 2.75 mg
18.05.2017 2.5 mg
09.06.2017 2.4 mg
18.06.2017 2.3 mg
27.06.2017 2.2 mg
08.07.2017 2.1 mg
12.07.2017 1.9 mg (10 % auf rat vom forum)
20.07.2017 1.8 mg
31.07.2017 1.75 mg pause bis 21.09.2017 (bergwandern, ladakh)
21.09.2017 1.7 mg
30.09.2017 1.5 mg
27.10.2017 1.4 mg
10.11.2017 1.3 mg
01.12.2017 1.2 mg

Gwen
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitragvon Gwen » Donnerstag, 31.08.17, 13:13

Liebe Beate, schön, dass Du dich meldest!
Also ich denke, ein paar Tage Benzos sibd wohl angebracht. Hier drin merke ich nochmal stärker, wie sehr am Ende ich bin.

Das hatte ich gemeint, als ich schrieb dass es einem manchmal anfangs erst schlechter geht. Irgendwie fällt dann alles ab und man muss sich nicht mehr zusammen reißen.
Ich hoffe, deine "Mitbewohnerin" wird sich als nett erweisen! :)
Auf was für einer Station bist Du?

Liebe Grüße Gwen

padma
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitragvon padma » Donnerstag, 31.08.17, 14:15

liebe Beate, :)

die Fahrt und die erste Aufnahme hast du jetzt bereits geschafft.
Ich drücke dir die Daumen für das Arztgespräch. :hug:

Ich würde auch sagen, dass du wenn ein Medikament, dann ein Benzo für ein paar Tage möchtest.

Du kannst in deinem Zimmer und auch auf der Station weinen, wenn dir danach ist. Das wird da niemand ungewöhnlich finden.

liebe Grüsse, :hug:
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.09.2017: 0,5 mg


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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitragvon Frakkivana » Donnerstag, 31.08.17, 14:27

Liebe Weg, liebe Gwen, liebe Padma,

Danke Euch!

Ich bin auf einer offenen Station.

Gerade hatte ich das Gespräch mit der Ärztin. Freundlich, aber natürlich keine Ahnung von protrahiertem Entzug.
Sie sagte, wenn ich kein AD einstellen wolle, könne ich nur ein paar Tage hier bleiben.

Sie würde mir Sertralin vorschlagen, das ginge nicht aufs Herz.
Ich habe gesagt ich überlege es mir noch.

Wir sind erst Mal so verblieben, dass ich Tavor 0,5 mg bei Bedarf bekommen kann, wenn die Symptome zu schlimm werden. Ausserdem wenn ich mag was zum Schlafen.

Und Kytta Sedativum, das ist ja ein Wort.

Das Gespräch war zwischendurch auch doof, weil ich trotzig geworden bin bei der Diskussion um die Entzugsproblematik. Habe mich aber wieder gefangen und es ging gut zu Ende.

Was sagt Ihr zu Sertralin?

Puh, bin ich fertig!

Ich habe das Gefühl, dass die mit meinen Symptomen nicht viel anfangen konnte. Die werden unter Depression subsumiert und fertig.

Die Diagnose meiner Therapeutin, komplexe PTBS, zweifelt sie an. Ich ja auch irgendwie.

Mann ist das alles schwierig.... Aber jetzt kann ich ja ein paar Tage abwarten und das Tavor mal testen und das Kytta Sedativum.

Schlafmittel nehme ich auf keinen Fall.

Ich bin überhaupt nicht in der Lage das Zimmer zu verlassen. An irgendwas teilzunehmen. Aber ich hoffe, das wird besser.

Bei meiner Bekannten oder überhaupt draussen konnte ich mir viel mehr in die Tasche lügen, oder wie soll ich sagen, irgendwie vertuschen, wie wenig ich kann.

Ich kann kein Buch lesen, mich nicht lange unterhalten, Geselligkeit ist Folter.

Meine Zimmerkollegin ist eine nette junge Frau mit Alkoholproblem. Erinnert mich an meine kleine Schwester. Sie redet viel, ist aber topfit und hilfsbereit, nimmt keine ADs.

Soweit erstmal.

Ich drück Euch, alles Liebe

Beate



Ganz liebe Grüße Beate
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2016 im Sommer wieder mehr Schwindel. Dann kamen Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, Einschlafprobleme und "Blitze im Kopf " dazu.
Machte mich arbeitsunfähig.

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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitragvon lunetta » Donnerstag, 31.08.17, 15:47

Hallo!

Wie schön dass du dich meldest!

Ganz verständlich dass dir jetzt bewußt wird, wie viel Kraft dich die letzte Zeit gekostet hat!

Du wirst sehen, wenn du dich ein wenig eingewöhnt hast, dann kannst du auch weinen, sollst du ja auch, wenn dir danach ist. Das kann manchmal sehr befreiend sein!

Ein Benzo bei Bedarf ist ok, und dieses Kytta sed. ist auch sehr gut, wirkt wirklich sehr beruhigend und schlafanstoßend, das würde ich auf jeden Fall probieren!!

Zum Sertralin kann ich nichts sagen, ist halt ein AD.

Obwohl ich komplett gegen Medikamente bin, hat mich Mirta vor 2 Jahren gerettet, als ich nichts mehr essen konnte und meine Übelkeit monatelang nicht aufhörte. Ich war bettlägerig und ein Pflegefall.
Jetzt muß ich es zwar ausschleichen und es ist keine Zuckerschlecken, aber es hat definitiv geholfen.

Ich wünsche dir die richtige Entscheidung und lebe dich erstmal gut ein.

GLG
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carlotta
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitragvon carlotta » Donnerstag, 31.08.17, 16:14

Liebe Beate,

lese häufig mit und wollte nur kurz was zur "ärztlichen Beratung" sagen. Ich hatte sowas schon befürchtet. Ich würde mich keinesfalls auf ein AD einlassen; speziell im Entzug werden diese häufig - gerade bei längerer Zeit auf null - gar nicht mehr gut vertragen. Der Schuss kann böse nach hinten losgehen.

Übrigens, als NW lese ich beim Sertralin zumindest Tachykardie:
https://psylex.de/psychopharmaka/psycho ... nwirkungen

Ich kenne kein AD, was sich nicht irgendwie aufs Herz auswirkt. Sertralin ist wohl mal als Alternative mit günstigerem NW-Profil vermarktet worden, aber was wir von derartigen Vermarktungsstrategien halten können, wissen wir ja mittlerweile. Mit unabhängiger Wissenschaft hat das meist nichts zu tun.

Ich befürchte einfach, die Einnahme könnte Dich im Entzug zurückwerfen. Die Rezeptoren etc. sind ja schon länger dabei, sich neu zu justieren. Und vom Absetzen möchte ich gar nicht reden. Erfahrungsgemäß wird jeder neue Entzug schwieriger als der vorherige. Man verlängert letztendlich alles.

Ich finde es ehrlich gesagt auch einen Hammer, dass man die Einnahme zur Bedingung für einen längeren Aufenthalt macht. Aber das läuft wohl häufig so. Habe das sogar mal in einer anthroposophischen (!) Psychosomatik so erlebt.
Du brauchst Ruhe und keine Erpressung. :frust:

Benzo bei Bedarf OK (wenn nicht zu häufig). Was für ein Schlafmittel soll das sein? Z-Drugs (wirken wie Benzos) oder gar ein NL? (Ich weiß, Du hast gesagt, Du willst es nicht. Wäre nur vielleicht nicht schlecht, wenn man zumindest wüsste, worum es genau geht.)

Ich hoffe, Du kannst Dich zumindest etwas ausruhen dort.

Liebe Grüße :group:
Carlotta
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


"We need to stop harming each other in the false name of medicine." (Monica Cassani)

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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitragvon Frakkivana » Donnerstag, 31.08.17, 16:42

Danke, liebe Lunetta und liebe Carlotta!

Also ich werde kein AD nehmen, und wenn die Depression noch so schwer ist. Ich weiss zwar nicht, wie ich ansonsten aus diesem Albtraum wieder rauskomme, aber die Angst vor einem AD ist so riesig, dass es wahrscheinlich schon deswegen nicht wirken könnte.

Ich habe eine Riesenangst, dass der Schwindel und die Kopfsymptome noch schlimmer werden. Das packe ich einfach nicht!

Nach dem Namen des Schlafmittels werde ich fragen.

Jetzt habe ich mich mal in den Regen in den Garten gesetzt. Unter Dach versteht sich. Aber ich finde es toll dass es kalt wird. Dann ist auch nicht so viel los, die Raucher bleiben nicht lange.

Die Oberärztin hat ja nicht abgestritten, dass alle SSRI aufs Herz gehen. Aber was anderes kann sie auch nicht vorschlagen. Und für eine psychosomatische Klinik bin ich zu instabil.

Aber immerhin, ich darf es mir überlegen.
Sie sagt, ohne AD ginge nicht wegen der Kosten, im Akutkrankenhaus verlangen die Kassen eine "stabilisierende " Medikation. Ist kein Ort zum Ausruhen.

Naja. Wie gesagt, ich teste Tavor und Kytta S.

Ganz liebe Grüße Beate
18.04.2017
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4 Monate Leben aus dem Koffer

Ende September 2017
2 Wochen Psychiatrie, völlig ausgebrannt, starke Depressionen plus Ängste zu den körperlichen Symptomen dazu.
Versuch mit Tavor: paradoxe Reaktion, Herzrasen
Atosil : ebenso, außerdem geht das auch auf die QTc Zeit im EKG
Sertralin: 5 Tage, dann abgesetzt wegen zu starker Nebenwirkungen
Behandelnde Ärztin frei von jeglicher Empathie, setzt mich stark unter Druck, da Teilnahme an Therapien kaum möglich . Während des gesamten Aufenthalts dauerhaft höher Ruhepuls um die 100 und zu hoher Blutdruck
Entlasse mich selbst entnervt nach 14 Tagen

Im Anschluss zu einem Arzt/Psychotherapeut.
Gegen den zu hohen RR:
Beta Blocker Beloc-Zoc mite 47,5 mg sowie
HCT Dexcel 25 mg (Hydrochlorothiazid), ein Diuretikum
Ausserdem 5 Tage lang
Opipramol 50 mg und
Olanzapin (Dosierung vergessen)
Olanzapin nach 10 Tagen abgesetzt.
Ich vertrage nichts mehr! Macht alles nur schlimmer

Oktober 2017

Eine Woche internistische Klinik wegen Bluthochdruckkrise
Beobachtung, Herzsono und Doppler Halsgefäße o.B.
Vorübergehend ein drittes Medikament (Blutdrucksenker, Name vergessen)
Noch in Klinik abgesetzt

Aktuell (November 2017):
Beloc-Zoc mite 47,5 mg
HCT Dexcel 25 mg
L-Thyrox 100 mikrogr

Nach wie vor schwere Symptome, Depression, Angst, Heulkrämpfe, Kopfsymptome, "Gruselgefühl" in Brust- und HWS und im Kopf
Unfähig zu einem normalen Alltag.

Anikke
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitragvon Anikke » Donnerstag, 31.08.17, 16:47

liebe beate,
ojeee die Ärztin macht mir beim lesen kein gutes Gefühl.
so wie ich dich wahrnehme bist du im potrahierten entzug oder bzw eher und hast eine komplexe PTBS.
Argumente für eine komplexe PTBS sind, wie deine Familie sich verhält, was du von deiner Biografie mitteilt.
die symotome die du wahrnimmt, die Stimmungsschwankungen, das Gefühl, wie ein kleines Kind zu sein, der Lärm im Kopf usw. können ptbs-symptome und genauso Entzug sein.
schade dass die Ärztin auf diesen beiden Augen blind ist. das passiert bei PTBS leider oft, da auch die Patient/innen die Diagnose nicht wahrhaben wollen.
vielleicht kommst du hier ein paar Tage zumindest zur Ruhe. Ich würde das Sertralin an deiner stelle ablehnen. es gibt andere Wege für dich, sicher.
ich hoffe es gelingt dir, die Ärztin nicht zu ernst zu nehmen. es zeugt nicht von Kompetenz gleich im erstgespräch die Diagnose der behandelnden thera infrage zu stellen.
alles gute dir liebe beate.
Anikke
01.03. bis 21.06. täglich 15 mg Mirtazapin
seit 21.06. 2017 täglich ca 11 mg Mirtazapin
seit 06.07.2017 12 mg
seit 03.08.2017 10 mg
seit 09.09.2017 9 mg
seit 08.10.2017 8 mg
seit 27.10.2017 7,5 mg
seit 24.11.2017. 6,7 mg

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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitragvon Gwen » Donnerstag, 31.08.17, 18:41

Liebe Beate,

im Zweifelsfall kannst Du ja zustimmen und das Sertralin dann einfach nicht nehmen bzw wieder ausspucken. Ist zwar Kinderkram, aber dann hättest Du das Thema vom Hals.

Ich würde aber an deiner Stelle erst Mal versuchen, damit zu argumentieren dass Dir eine erneute Einnahme Angst macht und Du es deshalb erst Mal ohne probieren willst. Damit gewinnst Du zumindest Zeit, um Dir einen Eindruck zu verschaffen, ob das Krankenhaus für dich das richtige ist.

Ich wünsche dir eine gute erste Nacht, liebe Grüße Gwen
Diagnose: rezidivierende Depressionen
Escitalopram: aktuell 2,5mg (17.11.2017)

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padma
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitragvon padma » Donnerstag, 31.08.17, 19:03

liebe Beate, :)

das ist genau so, wie es in diesen Kliniken leider meistens läuft. :frust:

Sie sagt, ohne AD ginge nicht wegen der Kosten, im Akutkrankenhaus verlangen die Kassen eine "stabilisierende " Medikation.

Das ist ein gängiges Argument, möglicherweise machen die Krankenkassen tatsächlich Druck.
Falls sie die Einnahme nicht so streng kontrollieren, wäre es wirklich eine Option es zum Schein zu aktzeptieren, aber nicht wirklich zu nehmen. Ob darüber zu diskutieren sinnvoll ist, weiss ich nicht, es könnte sie misstrauisch machen und zu strengerer Kontrolle veranlassen.

Die Oberärztin hat ja nicht abgestritten, dass alle SSRI aufs Herz gehen.

Aha 8-)

Seltene NW von Sertralin: Herzinfarkt, krankhaft verlangsamter Puls, Herzerkrankung

http://www.onmeda.de/Wirkstoffe/Sertral ... nt-10.html
Nöö, geht nicht aufs Herz :frust:

liebe Grüsse,
padma
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seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
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1.09.2017: 0,5 mg


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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitragvon LinLina » Donnerstag, 31.08.17, 19:43

Liebe Beate :-)

das ist so schlimm, dass immer die Einnahme von Medikamenten gefordert wird - obwohl den meisten das gar nicht hilft und oft genug weitere Probleme mit sich bringt. :-( ist total unlogisch.

Und warum soll eine Klinik nicht zum ausruhen gut sein - wo soll man denn sonst Ruhe und Hilfe bekommen, die man so dringend in einer Krise braucht, wenn sie zu hause nicht bekommen kann? Kann da nur immer den Kopf schütteln. Wir sind doch keine Maschinen die man immer möglichst schnell aktiv reparieren muss, sondern ganz komplexe Wesen mit viel Potential zur Selbstheilung besonders unter den richtigen Umständen.

Ich selbst war vor 2-3 jahren 2 mal für ein paar Wochen in einer anthroposophischen psychosomatischen Akutklinik, dort haben sie auch auf psychopharmaka gedrängt, aber es gab dennoch einige Patienten die keine nahmen und das wurde letztlich auch akzeptiert (ich selbst nahm leider schon das AD und das Benzo als ich dort hin kam). Nur als Info, es muss nicht immer so sein dass man gar keine andere Wahl hat, aber meist ist der Druck sehr hoch.

Diese Klinik war für mich auch wirklich ein ausruhen, das ich so dringend gebraucht habe, und es hat mir sehr geholfen aus dem Kreislauf der PTBS, Schmerzen, Angst und Entzug etwas rauszukommen bzw. etwas Kraft zu sammeln. Nicht die Therapien haben mir dabei geholfen, sondern einfach die Möglichkeit endlich versorgt zu sein und körperlich angenehme Anwendungen machen zu können.

Übrigens war ich da auch in ziemlich schlechtem Zustand, körperlich und seelisch und wurde dennoch aufgenommen. Nur akut suizidgefährdet durfte man nicht sein, ansonsten sprach nichts dagegen.

Versuch erstmal anzukommen und zu schauen welche Optionen du dort hast wo du jetzt bist. Aber auch wenn es nicht der richtige Ort sein sollte, es gibt noch andere Orte :hug: ein schritt nach dem anderen.

Wie ist es denn mit deiner Zimmergenossin, du schriebst doch sie nimmt keine Medikamente - bei ihr scheint das also zu gehen, oder habe ich das falsch verstanden?

Liebe Grüße
Lina
Ursprünglicher Grund der Einnahme: Schmerzen, PTBS, heftige Unverträglichkeitsreaktion auf Schmerzmittel und Antibiotika (anhaltende Krampfanfälle)

Lorazepam: 1,5 mg von 7/2014 - 10/2014, dann 4 Monate schrittweiser Entzug (sehr heftig) und seit 8.2.2015 komplett abgesetzt :-)

Mirtazapin: Winter 2014/15 bis 30 mg für Benzo-Entzug, langsames und mühsames Absetzen seit März 2015.

Mein Medikamentenverlauf :schnecke: :
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitragvon Frakkivana » Donnerstag, 31.08.17, 22:25

Ihr Lieben,

Ich bin so fertig und verzweifelt. Es geht mir unfassbar schlecht. Ich war beim Pfleger und wollte mir Kytta S geben lassen.

Der fragte ob ich öfter so aufgeregt sei, wie mein Blutdruck sei..... Ich sagte der ist immer normal, es tobt im Kopf.
Die daneben stehende Schwester bot mir Atosil (heisst das so oder ähnlich?) an. Da ist also das weitere Bedarfsmedikament. Ich lehnte ab und behauptete einfach, ich hätte damit schlechte Erfahrungen gemacht.

So habe ich 4 Stück Kytta S vor deren Augen geschluckt. Im Stehen. Bin fast umgefallen vor Gleichgewichtsstörungen. Meine Zimmerkollegin kam gerade vorbei und fragte, ob sie mir helfen könne. Der Pfleger hat es nicht gesehen oder ignoriert.

Was ist nur los mit mir? Ich heule mal kräftig, die Gelegenheit ist günstig.
Bin allein im Zimmer. Meine Zimmerkollegin ist topfit und spielt draussen mit anderen Karten.

Das kann ich alles nicht!
Der Kopfstress ist riesengroß.

Nein, ich fürchte, zur Ruhe komme ich hier nicht.

Sertralin zum Schein nehmen ist für mich keine Option. So schön ist es hier nicht, dass ich gerne länger bleiben möchte. Es gibt nirgends was ansatzweise gemütliches. Alles kahl und trist. Es verlockt mich überhaupt nicht, dieses Zimmer zu verlassen.

Liebe Anikke, ich denke irgendwie schon, dass ich so eine PTBS habe, wenn ich das auch natürlich nicht gerne wahrnehme.
Aber was kann ich dann tun? Mich in einer guten Traumaklinik anmelden? Sehr lange Wartezeiten. Und therapiefähig muss ich erstmal werden. Ok, daran müsste ich in der Zwischenzeit arbeiten.

Doch lieber erstmal ein Zuhause finden, das diesen Namen verdient. Vielleicht hilft das ja, die Symptome zu lindern. Stabilität finden, was meinen Aufenthaltsort betrifft. Nicht diese ständigen Wechsel in der verzweifelten Hoffnung, Ruhe zu finden und Geborgenheit.

So verunsichert bin ich.

Jetzt schau ich mal, dass ich schlafen kann. Und was der Tag morgen bringt. Ich werde ja Fotos bekommen, wie der Raum aussieht, wenn meine Sachen drin sind.

Gute Nacht wünsche ich Euch! Danke für heute!

Ganz liebe Grüße Beate


Liebe Lina,

Danke auch Dir!

Meine Zimmerkollegin ist wegen Alkoholentzugs hier und muss nichts nehmen. Sie geht in einer Woche in eine längere REHA.

Ich warte die nächsten Tage ab, wie es hier sein wird. Wenn ich hier weiter so extrem gestresst reagiere, sehe ich zu, dass ich wieder rauskomme und eine Alternative finde.

Auch Dir eine gute Nacht und ganz liebe Grüße!
18.04.2017
Neu hier im Forum

Seit 2001 Citalopram 20 mg wegen Schwindel und Angstzuständen.

2007 nach Schwächeanfall Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis
Eindosieren mit L-Thyrox bis auf 125 Mikrogramm
Insgesamt seit Einnahme von Citalopram 45 kg zugenommen

2015 Citalopram runterdosiert auf 10 mg, ganz gut.
Umstellung auf glutenfreie Ernährung. Daraufhin in 1 Jahr 20 kg abgenommen

2016 im Sommer wieder mehr Schwindel. Dann kamen Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, Einschlafprobleme und "Blitze im Kopf " dazu.
Machte mich arbeitsunfähig.

Psychiater stellte um auf Escitalopram 5mg
L-Thyrox von 125 auf 100 Mikrogramm reduziert
Keine Änderung der Symptomatik.

Oktober 2016 EKG beim Kardiologen. QTc-Zeit verlängert. Er riet zum Absetzen von Citalopram

Nach ärztlichem Rat erst im November 4 Wochen lang jeden 2. Tag Escitalopram 5 mg, im Dezember noch jeden 3. Tag, ab Januar dann ganz aufgehört.

Seitdem kontinuierlich immer schlechterer Zustand.
Dauerrauschen im Kopf, Dauerschwindel, Benommenheit, Wattegefühl, Schwäche, Angst , Brain zaps, Schlafprobleme , Unfähigkeit, den Alltag zu meistern. Totale Verzweiflung, Dauerweinen, Hoffnungslosigkeit.

25.04.17
Knall. Totale Panik wegen Brain zaps, massiven Schwindels, Problemen mich zu orientieren.
Notfallmässig zu einem Allgemeinmediziner mit Naturheilverfahren.
Infusion mit homöopathischen Mitteln, Akupunktur

Neurapas Balance: 2-2-2
DystoLoges 1-1-1

Zur Nacht 1 Sedariston
Bei Bedarf drei Tropfen Blütenessenz "erste Hilfe

26.04.17
Tag weitgehend liegend verbracht
Nachts schlimme Brain zaps

27.04.
Wieder Infusion beim Arzt und Akupunktur.
Immer brain zaps, wenn Entspannung kommt.

04.05.17
Weiterhin schwere Symptome, kann nur im Bett liegen, morgens bis früher Nachmittag am schlimmsten. "Kopfattacken", Schwindel bis zur Orientierungslosigkeit, komme nur mit Mühe zur Toilette, Heulkrämpfe vor Angst

Medikation abgebrochen, auch Arzt dafür
Presselin Nervenkomplex
Bringt mir nichts.

25.6.17
Mein Mann trennt sich von mir und wirft mich aus dem Haus.

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Oktober 2017

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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitragvon padma » Donnerstag, 31.08.17, 22:42

liebe Beate, :)

das hört sich alles nicht so prickelnd an. :(
Es ist wirklich die Frage, ob dir das gut tut.

Atosil ist ein Neuroleptikum und wird gerne als Bedarf zur "Beruhigung" gegeben.
Schau mal: sehr häufig bis häufig:
Verlängerung QT-Intervall im EKG und Erregungsleitungsstörung;

https://psylex.de/psychopharmaka/psycho ... tosil.html
:frust: :frust: :frust:

. Ich lehnte ab und behauptete einfach, ich hätte damit schlechte Erfahrungen gemacht.

Wenn sie nachfragen, es kann Unruhe auslösen oder auch Übelkeit.

schlaf gut, :hug:
padma
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitragvon lakeSonne1 » Freitag, 01.09.17, 0:22

hallo,

ich fühle mit dir. Ich kann mich gut an den ersten Tag damals in der Klinik erinnern.
Ich fand alles unpersönlich, abweisend und unpassend für mich und meine Probleme. Ich fühlte mich heillos überfordert.
Ich hab dann meinen Vater angerufen und ihm gesagt, daß er mich wieder abholen soll in 2 Tagen, das sei alles nix für mich.
Kurz: ich bin doch geblieben - und es war gut so. Dieser Fluchtimpuls war einfach der totalen Überforderung geschuldet.
Die ersten ein, zwei Tage sind wirklich schwer:
Man kennt sich nicht aus, fühlt sich noch nicht angekommen und auch nicht angenommen. Die Betreuer/Ärzte sind erstmal fremde Menschen, die man nicht einschätzen kann und ihnen misstraut. Meint Tip: Gib ihnen eine Chance für ein paar Tage, dann kannst du immer noch gehen.
Wegen den Medis: Du hast das Cita abrupt absetzen MÜSSEN wg. einer QT Zeit Verlängerung, wenn ich das richtig weiß.
Verweiße darauf, wenn sie dich wieder auf was einstellen wollen. Das du da mit dem Herzen Probleme hast, ist eine massives Argument keine SSRI o.ä. zu nehmen. Das können sie eigentlich nicht ignorieren.

lg lake
Diagnose:Angst und Panikattacken Sommer 2010
Medi: Citalopram 20 mg, Eindosiert über 4 Wochen , war ok. sonstige Medis: Thyronajod 50 morgens, Pantoprazol 20mg abends
Erster Misslungener Absetzversuch 2012:
► Text zeigen

Neuer Absetzversuch 2016:
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ABDOSIER-PAUSE

2017:
3.9.2016 - 2.3.2017 Stabilisierung auf 15mg
3.3.17, 14mg: es geht weiter mit dem abdosieren. Die längere Pause war gut.
.....Tag 4-7 : Magen und Darm spielt verrückt: Krämpfe, Stiche , Übelkeit etc..
18.4.17 13mg
.....Tag 7: erste Woche auf 13mg ok, nur leichte Beschwerden; bin überrascht und traue dem Frieden nicht
.....Tag 9: Halsschmerzen, Nase läuft; war am nächsten Tag wie von Zauberhand wieder weg
.....Tag10: Gliederschmerzen, Matschbirne
.....Tag10-13: Nacken-, Glieder und Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, schlapp, kribbeln an Armen und Beinen
.....Tag12: Zaps im Brustraum, Oberbauch
.....Tag13: zum ersten mal Brainzap
.....Tag 14- 21 Körperliche Symptome werden schwächer
....ca. ab Tag 21: vermehrt psychische Symptome: Niedergeschlagenheit, Depri, ZG, Aggressivität, Panikattacken, Derealisation, Chaos im Kopf.
21.5.17 13mg: endlich symptomfrei, alles super. Ich bleibe auf 13mg jetzt ca 3 Wochen, um mich zu erholen. Dann gehts weiter runter
16.6.17 12,5mg für drei Wochen; So gut wie keine Symptome; Prima!
06.7.17 12,0 mg
.....Tag3-6: heftige Nackenschmerzen, Kopfschmerzen, schlapp, kribbeln an Armen und Beinen,
Zaps im Brustraum und Oberbauch, brennende gerötete Augen.
.....Tag 9: Drehschwindel beim Aufwachen
.....Tag 10: Brennende gerötete Augen, Extrasystolen, Blähbauch
.....Tag 5-20: Wort/Namensfindungsschwierigkeiten
ab 28.7.17 11,5mg
.....Tag 1-7: alles Super, Symptomfrei.
.....Tag 8: tagsüber Neuro-Aggressionen (nur ein paar Std.) / Nerven liegen blank, abends beim Einschlafen heiße Hände und Füße,Körper läuft auf hochtouren, Hitzewallungen
.....Tag9-14: Übelkeit, kein Appetit, heiße Hände, kribbeln Hände/Füße, Gefühl von Nadelstichen auf der Haut, schlapp, Durchfall
.....Tag 21-30: BodyZaps, Panik/Angst, Neuro-Emos (Aggressivität), Depri, Stimmungschwankungen
.....Tag 30-42: Cortisol-Flushes mit Übelkeit, Panikattacken, Depri, heiße Hände, kribbeln Hände/Füße, Stimmungsschwankungen, Gefühl von Nadelstichen auf der Haut, schlapp
24.9.17, Info: Die lange Symptomdauer ist möglicherweise einem Kallibrierungsfehler der Waage geschuldet.
-> zu viel Abgesetzt, etwa ab 8.August

ab 25.9.17 10,9mg
.....Insgesamt wenig Symtome, aber wenn dann heftig: Brainzap, Atemnot, Bodyzaps
ab 06.11.17 10,3mg
Woche 1-4: Brainzap, Atemnot, Bodyzaps, Übelkeit, Magen-Darm Probleme (Krämpfe etc..)
...Woche 5: Heftige Bodyzaps Körpermitte, viele Extrasystolen, Angst/Panikattacken, bit total duch den Wind. Läuft nicht gut, werde länger (Anfang 2018) auf dieser Dosis bleiben, bis sich alles beruhigt hat.

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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitragvon Clarice » Freitag, 01.09.17, 9:53

Liebe Beate,
der erste Tag in der Klinik ist leider wirklich ein Graus. Es geht einem beschissen, wie du sagst alles kahl, und lauter fremde Menschen, denen es auch schlecht, nur anders schlecht geht. Ich fand die bunte Mixtur an psychisch Kranken teilweise auch schwer erträglich.

Aber man findet dann doch immer jemand, der zu einem passt.

padma hat geschrieben:

Sie sagt, ohne AD ginge nicht wegen der Kosten, im Akutkrankenhaus verlangen die Kassen eine "stabilisierende " Medikation.

Das ist ein gängiges Argument, möglicherweise machen die Krankenkassen tatsächlich Druck.


Mich hatte vor zwei Jahren meine damalige Psychiaterin ja regelrecht "angeschissen", warum ich mein (damals noch) Venlafaxin nicht endlich erhöhe. Was sie der KV sagen soll, warum es mir immer noch nicht besser geht.... :censored:

Krank sein kostet geld...da bleibt keine Zeit für Erholung durch Ruhe und mit Muse. Alles auf dieser Welt muss schnell gehen. :vomit:

Falls sie die Einnahme nicht so streng kontrollieren, wäre es wirklich eine Option es zum Schein zu aktzeptieren, aber nicht wirklich zu nehmen. Ob darüber zu diskutieren sinnvoll ist, weiss ich nicht, es könnte sie misstrauisch machen und zu strengerer Kontrolle veranlassen.

Das sehe ich auch so. Ich bin inzwischen auch soweit, dass ich die Ärzteund KV bescheissen würde. Rezept geben lassen, einlösen, aber nicht einnehmen. :haha:

Beate, weiterhin alles Gute! Du hast es bis hier hin geschafft, du schaffst es weiter!
Viele Grüße Clarice
Langjährige AD-Historie: seit ca 1999 von Insidon, über Citalopram, kurz Cymbalta, Venlafaxin zu Escitalopram, um die SSRI zu nennen. Mirtazapin war auch immer mal wieder dabei und lange auch Dominal - diese habe ich zu ihrer Zeit irgendwann abgesetzt, keine Erinnerug mehr an das wann und an die "Auswirkungen".
Trotz fast durchgängiger Einnahme von AD immer wieder -teilweise hochgradige - Depressionen mit langen AU-Zeiten.

Hier die Escitalopram-Phase, leider auch nur rudimentär, da ich sehr nachlässig mit der Dokumentation war:

07.08.2015:Neue Ärztin, neues Medikament: 5mg Escitalopram, Venlafaxin (zuletzt 37,5mg) sofort abgesetzt. 4 Tage lang Kopfschmerzen und starker Harndrang (vermutlich durch das Escitalopram), ca. 2-3 Wochen lang Schwindel (vermutlich Absetzsymptom Venlafaxin)
14.08.2015: Erhöhung Escitalopram auf 10 mg. morgens Halsschmerzen, Stimmungsverschlechterung (Zusammenhang Zyklus?), Pickel, Libidoprobleme,
02.09.2015: seit Tagen massive (Tages-)Müdigkeit, guter Schlaf nachts, wenig Antrieb, Stimmung mittelprächtig, sonstigen NW weg.
04.09.2015: wieder starke Depressive/Angstsymptome
............
Seit Einnahmebeginn Escitalopram Libido quasi 0 / Müde - Müde - Müde. Besonders schlimm seit November 2016.
............
09.01.2017 5 mg Escitalopram (seit mehreren Monaten); Vorsatz endlich abzusetzen
Anfang Feb.2017 Wechsel von Tabletten auf Tropfen, Dosis gleichbleibend.
Zwischen Feb/März eine dämliche Auf- und Ab-Dosierung auf 15mg und wieder zurück, nach dem ich wieder 6 Wochen AU war wg. extremer Müdigkeit/Erschöpfung und Konzentrationsstörungen (Ärzte: Grunderkrankung ist da/Ich inzwischen: Wechsel auf die Tropfen???), je mehr E. desto müder - also wieder runter. Don't ask...
18.04.2017 5 mg Escitalopram
16.05.2017 4 mg Escitlopram
06.07.2017 3 mg Escitalopram, paar Tage später weinerlich und gereitzt, Durchfälle,
11.07.2017 4 mg E.
23.07.2017 3,6 mg E.
26.08.2017 3,3 mg E./Erschöpfungszustände werden weniger
29.09.2017 3 mg E. / fast keine Erschöpfungszustände mehr; Libido lässt weiter auf sich warten :(
10.12.2017 2,7 mg. E.

stubi
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitragvon stubi » Freitag, 01.09.17, 11:18

Liebe Beate,

du bist jetzt in dieser Klinik und du fühlst dich nicht gut, das tut mir sehr leid. Die wollen jetzt das du diese Medikamente nimmst und das gleich am ersten Tag deiner Ankunft. Da kann man drüber denken was man will.
Ich bin 3 mal in einer Psychosomatischen Klinik gewesen und habe schon AD's genommen als ich dort angekommen bin. Nur in der dritten Klinik hatten die mit mir rum experimentiert, ich hatte schon Sertralin 150mg genommen und 100mg Lyrika und dann haben die Lyrika abgesetzt von heute auf morgen und mir Lamotrigin 50mg gegebenen.

Habe ich nicht so gut vertragen, doch was soll ich sagen, diese Pillen haben bei mir nicht die Wirkung erzielt die ich von anderen Menschen gehört hatte. Mir haben diese Medis nie das Leben gerettet oder so, die Nebenwirkungen waren stets schlimmer als die sogenannte Hilfe. Hitzewallungen und Libidoverlust und Aggressivität waren dem Sertralin vordergründig und nicht zu vergessen Gewichtszunahme.

Das habe ich alles hingenommen da ich die Hoffnung hatte, eines Tages finde ich ein Medikament das mir hilft meine Depressionen zu überwinden. Auch die Therapien erwiesen sich als wirkungslos.

Warum ich dir das schreibe liebe Beate, wenn man ein Medikament nimmt, dauert es eine ganze Weile, bis es beginnt seine Wirkung zu zeigen, bei den meisten zumindest, die Einen vertragen ein Medikament und es tut seine Wirkung und bei den anderen halt nicht, steckt man nicht drin.
Beim Absetzen ist es genauso, ach meine liebe ich hoffe du findest die geeignete Hilfe für dich, ich wünsche es dir so sehr und drücke dir ganz fest die Daumen das es endlich einmal klappt und du etwas Ruhe und Entspannung finden kannst.

Ich bin mir jetzt nicht sicher ob ich das Absenden soll, denn ich will dich auch nicht beeinflussen in deinen Entscheidungen, ich weiß wie hilflos man ist in seinem Leid und auf Hilfe von außen hofft, sich endlich einmal fallen lassen im Vertrauen das alles wieder gut werden wird.

Ich wünsche es dir so sehr liebe Beate!

Ich umarme dich. :hug:

Liebe Grüße
Renate

PS: Die Trennungen von deinem Mann und das verlassen sein von deiner Mutter, Schwestern, Freunden und den Verlust deiner Wohnung, ist schon Grund genug der überforderung und rechtfertigt den Aufenthalt in dieser Klinik. Die haben keine Ahnung von Entzugssymtomen und wollen auch nichts darüber wissen, also würde ich den Fokus auf das erstere lenken und vorübergehend das kleinere übel von Benzos wählen. Vielleicht ergibt sich dann das geeignete für dich. Nur so eine Idee.

Renate


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