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Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Frakkivana
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Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Frakkivana » Dienstag, 18.04.17, 19:24

Hallo,

Ich bin neu hier, habe dieses Forum heute entdeckt und bin richtig erschrocken darüber, was ich über zu schnelles Ausschleichen von ADs lese.
Gleichzeitig fühle ich mich aber auch erleichtert über die Erkenntnis, dass ich wohl wirklich unter Entzugserscheinungen leide.

Ich musste im letzten Quartal 2016 Escitalopram ausschleichen, weil ich Auffälligkeiten im EKG hatte und schlimmes Herzrasen, vor allem nachts. Bin davon aufgewacht oder konnte gar nicht erst einschlafen deswegen.

Im Januar habe ich die letzte Tablette genommen. Ich weiß nicht, ob hier meine Signatur schon zu sehen ist. Kann mich gerade schlecht konzentrieren, fühle mich seit drei Wochen nur noch wie ein Zombie. Starker Schwindel (Schwank- und Dreh-), Kopfdruck, Kopfrauschen,.Benommenheit, Wattegefühl, Weinkrämpfe, das Gefühl, dass vom Hals her gleich alles dichtmacht im Kopf, Brain zaps, Angstzustände, totale Verzweiflung und zum ersten Mal in meinem Leben das Gefühl, dass es nicht mehr gut wird, machen mir das Leben zur Hölle. Ein normaler Alltag ist nicht mehr möglich. Sogar meine geliebten Hundespaziergänge fallen mir enorm schwer. An arbeiten ist eh nicht zu denken, ich schaffe es kaum zu duschen.

War kurz davor mich einliefern zu lassen, obwohl ich genau weiß, dass das für mich keine Lösung ist . Ich will nichts mehr nehmen!

Nun lese ich mich hier ein, so weit ich das kann. Soll ich Escitalopram wieder einschleichen und dann einen neuen Versuch machen mit dem Ausschleichen? Ist es dazu schon zu spät? Weiter die Zustände aushalten? Das ist sehr schwer. Kann ich unterstützend was machen? Ich werde hier entsprechend weiterlesen, so gut ich kann. Aber eine kurze Mutmach-Antwort würde mich sehr freuen.

Habe übrigens auch Hashimoto-Thyreoiditis (Diagnose 2007, habe das aber mit Sicherheit schon deutlich länger, wurde aber immer nur auf Psyche behandelt) und nehme derzeit 100 Mikrogramm L-Thyrox.

Liebe Grüße an Euch alle. Ich hoffe, alles wird wieder gut.
Zuletzt geändert von Jamie am Samstag, 13.05.17, 10:54, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: neu hier entfernt :)
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18.04.2017
Neu hier im Forum

Seit 2001 Citalopram 20 mg wegen Schwindel und Angstzuständen.

2007 nach Schwächeanfall Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis
Eindosieren mit L-Thyrox bis auf 125 Mikrogramm
Insgesamt seit Einnahme von Citalopram 45 kg zugenommen

2015 Citalopram runterdosiert auf 10 mg, ganz gut.
Umstellung auf glutenfreie Ernährung. Daraufhin in 1 Jahr 20 kg abgenommen

2016 im Sommer wieder mehr Schwindel. Dann kamen Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, Einschlafprobleme und "Blitze im Kopf " dazu.
Machte mich arbeitsunfähig.

Psychiater stellte um auf Escitalopram 5mg
L-Thyrox von 125 auf 100 Mikrogramm reduziert
Keine Änderung der Symptomatik.

Oktober 2016 EKG beim Kardiologen. QTc-Zeit verlängert. Er riet zum Absetzen von Citalopram

Nach ärztlichem Rat erst im November 4 Wochen lang jeden 2. Tag Escitalopram 5 mg, im Dezember noch jeden 3. Tag, ab Januar dann ganz aufgehört.

Seitdem kontinuierlich immer schlechterer Zustand.
Dauerrauschen im Kopf, Dauerschwindel, Benommenheit, Wattegefühl, Schwäche, Angst , Brain zaps, Schlafprobleme , Unfähigkeit, den Alltag zu meistern. Totale Verzweiflung, Dauerweinen, Hoffnungslosigkeit.

25.04.17
Knall. Totale Panik wegen Brain zaps, massiven Schwindels, Problemen mich zu orientieren.
Notfallmässig zu einem Allgemeinmediziner mit Naturheilverfahren.
Infusion mit homöopathischen Mitteln, Akupunktur, ohne Erfolg

04.05.17
Weiterhin schwere Symptome, kann nur im Bett liegen, morgens bis früher Nachmittag am schlimmsten. "Kopfattacken", Schwindel bis zur Orientierungslosigkeit, komme nur mit Mühe zur Toilette, Heulkrämpfe vor Angst.
Presselin Nervenkomplex
Bringt mir nichts.

25.6.17
Mein Mann trennt sich von mir und wirft mich aus dem Haus.

4 Monate Leben aus dem Koffer

Ende September 2017
2 Wochen Psychiatrie, völlig ausgebrannt, starke Depressionen plus Ängste zu den körperlichen Symptomen dazu.
Versuch mit Tavor: paradoxe Reaktion, Herzrasen
Atosil : ebenso
Sertralin: 5 Tage, dann abgesetzt wegen zu starker Nebenwirkungen, schlaflos, starke Angst
Behandelnde Ärztin frei von jeglicher Empathie, setzt mich stark unter Druck, da Teilnahme an Therapien kaum möglich . Während des gesamten Aufenthalts dauerhaft hoher Ruhepuls um die 100 und zu hoher Blutdruck
Entlasse mich selbst entnervt nach 14 Tagen

Im Anschluss zu einem Arzt/Psychotherapeut.
Gegen den zu hohen RR:
Beta Blocker Beloc-Zoc mite 47,5 mg sowie
HCT Dexcel 25 mg (Hydrochlorothiazid), ein Diuretikum
Ausserdem 5 Tage lang
Opipramol 50 mg und
Olanzapin (Dosierung vergessen)
Olanzapin nach 10 Tagen abgesetzt, Opipramol nach 2 Wochen
Ich vertrage nichts mehr! Macht alles nur schlimmer

Oktober 2017
Eine Woche internistische Klinik wegen Bluthochdruckkrise
Beobachtung, Herzsono und Doppler Halsgefäße o.B.
Vorübergehend ein drittes Medikament (Blutdrucksenker, Name vergessen)
Noch in Klinik abgesetzt

Aktuell (März 2018):
Beloc-Zoc mite 47,5 mg
L-Thyrox 100 mikrogr

Nach wie vor schwere Symptome, Depression, Angst, Heulkrämpfe, Kopfsymptome, "Gruselgefühl" in Brust- und HWS und im Kopf
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TeaTime
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Re: Neu hier - Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von TeaTime » Dienstag, 18.04.17, 21:19

Hallo Frakkivana,

willkommen in diesem Forum.

Signatur ist ja schon erstellt, danke dafür.

Dass Du Deine Medikamente reduziert und dann abgesetzt hast, war eine gute Entscheidung, leider aber nicht auf die empfohlene Weise.
Einen Tag aussetzen und einen Tag nehmen, dann sogar 2 Tage aussetzen, das ist ein Auf und Ab im Körper, was nicht gut gehen kann.
In diesem Forum wird empfohlen alle 4-6 Wochen 10% zu reduzieren, je nachdem wie die Absetzsymptome verlaufen.
Das wirst Du sicher schon gelesen haben. Nur warst Du da ja schon mit Deinem Medikament auf Null.

Zudem hat man es Dir ja so empfohlen und im ersten Moment klingt es ja auch nicht verkehrt.

Vermutlich wird man Dir empfehlen, dass Du eine Minidosis wieder eindosieren sollst. Da bekommst Du noch hilfreiche Tipps und Ratschläge.

Ich selber kenne mich damit nicht gut genug aus, dass ich Dir nun schon eine Empfehleung geben kann, wollte Dir aber schon einmal antworten, weil Du auch geschrieben hast, auch eine Mutmach Antwort würde Dich freuen.
Und die kann ich Dir geben, denn Deine Probleme die Du nun hast kommen vom schnellen absetzen.

Da kann und muss man nun gegensteuern, die längere Einnahmepause macht das nicht ganz einfach, ist aber trotzdem möglich. Dann stabilisieren und dann reduzieren. Das Ganze langsamen und vernünftig.

Vielleicht bekommst Du auch ganz andere Ratschläge, weil Du ja auch auf ärztliche Empfehlung hin abgesetzt hast.

Wie gesagt, Tipps und Ratschläge werden noch folgen.

Es braucht Zeit und Geduld, aber es wird wieder besser !!!

Lieben Gruß,

TeaTime

---nun war ich eine halbe Sekunde schneller als Jamie :D und hast schon den ersten super Tipp von ihr bekommen--
Zuletzt geändert von TeaTime am Dienstag, 18.04.17, 21:23, insgesamt 2-mal geändert.
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Und ich glaubt', ich trüg es nie,
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Re: Neu hier - Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Jamie » Dienstag, 18.04.17, 21:21

Hallo Frakkivana,

wir sind sehr schwach besetzt und es dauert ein wenig mit Antworten :), wir vergessen aber keinen hier.

Wenn du über einen sehr kurzen Zeitraum das Escitalopram wegen der Herzprobleme absetzen musstest, dann leidest du mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit an Absetzsymptomen. Was du schilderst, klingt sehr typisch.
AD absetzen ist normalerweise ein Jahresprojekt; und wenn die Dosis hoch ist oder man sehr sensibel ist, dann können daraus auch gerne 2 Jahre werden oder mehr. Da du diese Zeit wegen der Nebenwirkungen (NW) nicht hattest, ist dein ZNS jetzt völlig gereizt / angegriffen.

Das Problem ist, dass relevante NW nicht einfach übergangen werden dürfen. Normalerweise würde ich empfehlen eine kleine Menge Escitalopram wieder einzudosieren um zu schauen, ob du dich stabilisieren kannst. Aber Herzrhythmusstörungen (wusstest du, dass (Es)Citalopram ganz besonders dafür bekannt ist, Probleme am Herzen zu machen?) sind nicht einfach zu ignorieren.
Mir wäre es wohl, wenn ein Arzt das begleiten könnte. Es wäre gut, wenn er sein OK für eine klitzekleine Menge geben würde.

Ansonsten bleibt dir nur die Option, diese Symptome auszusitzen :(. Ich kann dich zwar beruhigen, dass das ZNS neuroplastisch ist und heilen kann und es irgendwann wieder bergauf gehen wird, aber leider kann ein Entzug Monate, manchmal auch Jahre gehen und genau da ist das Problem.
Denn es ist nur ein schwacher Trost, wenn man fast bettlägerig ist, weil einen die Symptome zu ausknocken :( und die meisten müssen ja auch arbeiten / ihre Existenz sichern / sich um die Familie kümmern etc.

Mein Impuls wäre es, ob du es doch vielleicht mit 0,25mg Escitalopram probieren könntest. Bestenfalls reicht eine kleine Menge, um dich stabilisieren, die aber nicht hoch genug ist, um aufs Herz zu gehen - schlechtestenfalls klappt es nicht / du verträgst es nicht und dann kann man eh nur die Option "Aussitzen" wählen; - aber hat es wenigstens probiert.
Meinst du, du kannst das zeitnah mit deinem Arzt besprechen?

Grüße und willkommen im Forum :)
Jamie

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Re: Neu hier - Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Frakkivana » Mittwoch, 19.04.17, 0:01

Liebe TeaTime und Jamie,

Ganz lieben Dank für Eure schnellen Antworten!
Tja, da habe ich mir unwissentlich wohl ein tolles Ei gelegt.

Ich fürchte, ich muss mir einen neuen Arzt suchen. Mein Psychiater wollte mir Milnaneurax verschreiben statt Escitalopram, obwohl ich ganz aufhören wollte mit ADs.
Er meinte, ganz ohne würde ich wohl nicht auskommen.
Ich will aber wirklich nichts mehr nehmen. Zumal ich heute glaube, dass die Angst Attacken damals von der unentdeckten Hashimoto-Thyreoiditis kamen.

Also auf eigene Faust einschleichen traue ich mich nicht. Habt Ihr hier eventuell eine Liste von Ärzten, die aufgeschlossen sind? Im Hashimoto-Forum gibt es derartige Listen, die man mit Extra Passwort ansehen kann, nach PLZ sortiert...

Mal sehen, wie die nächsten Tage verlaufen. Zum Glück habe ich meinen Mann, der genug verdient für uns beide. Er ist zwar schwer genervt, belastet und auch voller Angst, weil seine erste Frau an einem Hirntumor verstorben ist, aber er hält trotzdem zu mir und unterstützt mich sehr. Dafür bin ich wirklich sehr dankbar. Da ich Freiberuflerin bin, würde es ansonsten sehr düster für mich aussehen.

Ein anderer Arzt hat mir Tavor 0,5 verschrieben für den Notfall. Aber das nehme ich auch nicht. Ich schaue die Dose nur an und dann streichle ich lieber meine Hunde. Die halten auch meine Tränen aus.

Puh, das ist wirklich nicht einfach! In so einem schlimmen Zustand war ich noch nie, und ich hab schon viel erlebt.

Eine gute Nacht wünsche ich Euch allen. Ich freue mich, dass ich nun hier bin und mich austauschen kann.

Liebe Grüße von Frakkivana
18.04.2017
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Re: Neu hier - Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 19.04.17, 16:15

Hallo Frakkivana, :)

also mit einer Sache kann ich deinen Mann (und dich) beruhigen. Absetzsymptome sind fies, sie fühlen sich manchmal auch echt so an, als ob einem das letzte Stündlein geschlagen hätte, aber tödlich / lebensbedrohlich sind sie nicht.
Ich verlinke dir unsere ausführliche Absetzsymptomliste. viewtopic.php?f=18&t=12534

Wenn dein Psychiater nicht kooperativ ist, dann kannst du vielleicht deinen Hausarzt ins Boot nehmen? Er könnte auch regelmäßig EKGs schreiben, falls du das Escitalopram doch noch mal mit einem Krümel eindosieren willst.

Was heißt, dass dein Psychodoc nicht glaubt, dass du ohne AD nicht kannst? Glaubst du das selbst? Das ist für uns viel wichtiger zu wissen.
Das sagen sie ja fast alle :evil: und wenn man dann absetzt und Absetzprobleme bekommt, ist das für sie die Bestätigung, dass es nicht "ohne" geht, weil sie die Absetzsymptome nicht als diese erkennen / anerkennen, sondern sie als Wiederaufflammen der Grunderkrankung werten.
Oft ist das aber total falsch und bei ganz vielen unterscheiden sich auch die Absetzsymptome gewaltig von denen, weswegen man ursprünglich mal ein AD nahm (das ist dann immer ein klarer Hinweis, dass es mit dem Absetzen zu tun hat).
Weswegen hast du denn AD verordnet bekommen?

Leider ist der Diskurs unter den Ärzten bezüglich Absetzsymptome sehr schlecht. Wir müssen hier im Forum Pionierarbeit leisten in Punkto Aufklärung zum Thema richtiges Absetzen / Entzugssymptome. Es gibt eine kleine Liste von Ärzten, die du intern bei uns anfragen kannst, aber sie ist leider wirklich mickrig :oops:. Bitte schreibe Lisamarie, padma, Murmeline, LinLina oder Annanas per PN an (nicht mich!) und gebe ihnen deine PLZ durch.
Sie können dann für dich nachschauen. Aber versprechen kann ich nichts. Die Unwissenheit zu diesem Thema ist wirklich haarsträubend.

Grüße
Jamie
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Re: Neu hier - Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 19.04.17, 17:40

- Ergänzung -

Hallo Frakkivana,

ich habe gerade gelesen, dass du in einem anderen Thread von deinen Fellnasen <3 berichtet hast.

Das ADFD ist ein sehr tierliebes Forum, fast das ganze Team hält Haustiere und viele andere Foris können bestätigen, dass Haustiere die besten Antidepressiva der Welt sind :)

Wenn du magst, hier gibt es einen Haustier-Thread mit Fotos: viewtopic.php?f=4&t=9706

Kannst da ja mal reinstöbern und gerne auch deine Hundis vorstellen, wenn du möchtest.

Grüße
Jamie
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Re: Neu hier - Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Frakkivana » Mittwoch, 19.04.17, 18:11

Liebe Jamie,

Vielen Dank für Deine schnelle und ausführliche Antwort, das ist so schön für mich! Und es beruhigt mich wirklich, dass Du sagst, dass die Symptome nicht tödlich sind, denn zum Teil fühlen sie sich ja wirklich so an, als ginge es jetzt dahin.

Ich selbst glaube felsenfest, dass ich ohne ADs auskomme, schon sehr lange. In den 16 Jahren habe ich immer wieder absetzen wollen, aber jedesmal habe ich so schlimme Symptome bekommen, dass ich wieder weitergemacht habe damit. Es hieß, dann kann ich halt nicht ohne.
Ursprünglich habe ich sie wegen Schwindelanfällen und Angstattacken bekommen. Andere Symptome hatte ich nicht und ich war auch nie wirklich depressiv. Der Schwindel hat mir halt so Angst gemacht. Er war eine zeitlang weg, kam aber trotz AD wieder, aber nie so
schlimm wie jetzt. Ich kam klar.
2007 hatte ich einen Schwächeanfall nach einer anstrengenden Abenteuerreise, von dem ich mich nicht erholte und nach dem ich in drei Monaten 15 kg zunahm, ohne mehr zu essen.
Ich rannte von Arzt zu Arzt, immer hieß es Psyche. Ich recherchierte im Internet und ließ dann auf eigene Kosten mein Blut auf allerlei untersuchen, Schilddrüse, Hepatitis, Borreliose etc. Heraus kam Hashimoto-Thyreoiditis.

Der Endokrinologe, den ich dann aufsuchte, meinte, die hätte ich angesichts der extrem miesen Schilddrüsenwerte schon sehr lange.
Ich fand eine alte Blutuntersuchung von 1990, da hatte ich einen TSH (ein wichtiger Parameter für Schilddrüse) von 14,5! Normwerte liegen jetzt nach Labor so zwischen 2, 0 bis 4, 0 oder so. Niemand hat damals was gesagt !

Deshalb und weil ich jetzt so viel mehr Symptome habe als damals, als ich Citalopram verschrieben bekommen habe, ist mir nach dem Lesen in diesem Forum klar, dass das Entzugssymptome sind. Ich will es aber unbedingt schaffen mit dem Absetzen!

Meine Hausärztin ist nicht hilfreich. Sie meinte jetzt vor Ostern genervt, ich solle jetzt mal drei Monate weg und abnehmen, das Gewicht müsse runter, dann würde es mir auch wieder besser gehen!
Das finde ich einfach nur zynisch.
Sie hat mir eine Einweisung in eine TCM-Klinik ausgestellt.
Na, ich weiss nicht recht... Ich habe einen Horror davor, dort wieder in Gruppentherapien herumzuhocken mit dieser Symptomatik. Auch wäre das frühe Aufstehenmüssen und Frühsport für mich nicht hilfreich.
Mal sehen, was tue.

Den Hausarzt werde ich wohl mal wieder wechseln.

Lieben Dank für Deine Tipps und lieben Worte! Ich versuche weiter durchzuhalten. Lese mich hier durch, habe ein Tagebuch begonnen und mit den Hunden war ich nachmittags auch draußen, obwohl das sehr schwer war und ich das vormittags noch völlig ausgeschlossen hatte.

Ganz liebe Grüße und auch allen anderen wünsche ich, dass sie durchhalten !



Ach ja, und danke für die Ergänzung wegen der Hunde! Da schau ich nachher gerne mal rein!
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Jamie
18.04.2017
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Eindosieren mit L-Thyrox bis auf 125 Mikrogramm
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2015 Citalopram runterdosiert auf 10 mg, ganz gut.
Umstellung auf glutenfreie Ernährung. Daraufhin in 1 Jahr 20 kg abgenommen

2016 im Sommer wieder mehr Schwindel. Dann kamen Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, Einschlafprobleme und "Blitze im Kopf " dazu.
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Psychiater stellte um auf Escitalopram 5mg
L-Thyrox von 125 auf 100 Mikrogramm reduziert
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Re: Neu hier - Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Frakkivana » Donnerstag, 20.04.17, 10:02

Hallo,
Heute fällt es mir sehr schwer durchzuhalten. Nachdem ich schon in der Nacht Weinkrämpfe hatte wegen der brain zaps, die sich so schlimm anfühlen , bin ich heute früh um sieben aufgewacht. Und gleich wieder alles da, massiver Schwindel und Aussetzer im Kopf und Angstgefühle ohne Ende. Um 9 kamen Handwerker und ich hatte Angst, Ihnen die Tür aufzumachen ! Kennt Ihr das? Hab das zwar gepackt irgendwie und nach 20 Minuten waren sie auch wieder weg, aber es war so schwer für mich, mich zusammenzureißen.

Dann habe ich mir Frühstück gemacht und mich hingesetzt und einen Schluck Tee getrunken und danach kam wieder so ein starker Schauer von Schwindel und die dem Gefühl, gleich gehen alle Lichter aus und das war es dann.

Ich weiss nicht, wie ich durch den Tag kommen soll. Soll ich mich ins Bett legen und warten. Mich zusammennehmen und versuchen zu sitzen. Ich heule nur noch. Duschen kann ich so auch nicht.

Ob ich doch wieder Escitalopram ein bisschen einschleichen soll? Und wie? Ich habe 5 mg Tabletten da.
Leider habe ich keinen Arzt, der mich begleitet.

Aber nachdem sich an meinem Zustand so gar nichts ändert und die ich immer verzweifelter werde, weiss ich nicht, was ich tun soll. Man weiss halt auch nicht, wie lange das dauert.

Möchte am 5. Mai so gerne mit nach Island fliegen, aber da führt ja gar kein Weg hin in diesem Zustand. Genauso gross ist die Angst, mit den Hunden hierzubleiben und allein zu sein 5 Tage lang. Es ist schon so schlimm tagsüber allein zu sein.

Wie schafft Ihr das? Ich versuche mich schon abzulenken, aber es gelingt mir nur schlecht und nur kurz. Die Beschwerden sind zu stark.

Und Angst vor fremden Menschen hatte ich nie. Ich bin eigentlich sehr aufgeschlossen und gehe auf alle zu. Das ist alles weg.

Tut mir leid für dieses Gejammer. Es muss irgendwie raus und ich will meinen Mann und meine Mutter, die ich jeden Tag anrufen darf, nicht noch mehr belasten.

Ich schlafe eh schon im Wohnzimmer auf dem Sofa, damit mein Mann schlafen kann. Aber heute Nacht hat er mich weinen hören und richtig sauer Ruhe nach unten gebrüllt. Das war schlimm für mich.

Naja

Ich denke wirklich über ein einschleichen nach. Vielleicht eine halbe oder eine Viertel Tablette? Oder soll ich mich in eine Klinik einweisen? Ich war noch nie in einer Psychiatrie und habe große Angst auch davor.

Liebe Grüße!
18.04.2017
Neu hier im Forum

Seit 2001 Citalopram 20 mg wegen Schwindel und Angstzuständen.

2007 nach Schwächeanfall Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis
Eindosieren mit L-Thyrox bis auf 125 Mikrogramm
Insgesamt seit Einnahme von Citalopram 45 kg zugenommen

2015 Citalopram runterdosiert auf 10 mg, ganz gut.
Umstellung auf glutenfreie Ernährung. Daraufhin in 1 Jahr 20 kg abgenommen

2016 im Sommer wieder mehr Schwindel. Dann kamen Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, Einschlafprobleme und "Blitze im Kopf " dazu.
Machte mich arbeitsunfähig.

Psychiater stellte um auf Escitalopram 5mg
L-Thyrox von 125 auf 100 Mikrogramm reduziert
Keine Änderung der Symptomatik.

Oktober 2016 EKG beim Kardiologen. QTc-Zeit verlängert. Er riet zum Absetzen von Citalopram

Nach ärztlichem Rat erst im November 4 Wochen lang jeden 2. Tag Escitalopram 5 mg, im Dezember noch jeden 3. Tag, ab Januar dann ganz aufgehört.

Seitdem kontinuierlich immer schlechterer Zustand.
Dauerrauschen im Kopf, Dauerschwindel, Benommenheit, Wattegefühl, Schwäche, Angst , Brain zaps, Schlafprobleme , Unfähigkeit, den Alltag zu meistern. Totale Verzweiflung, Dauerweinen, Hoffnungslosigkeit.

25.04.17
Knall. Totale Panik wegen Brain zaps, massiven Schwindels, Problemen mich zu orientieren.
Notfallmässig zu einem Allgemeinmediziner mit Naturheilverfahren.
Infusion mit homöopathischen Mitteln, Akupunktur, ohne Erfolg

04.05.17
Weiterhin schwere Symptome, kann nur im Bett liegen, morgens bis früher Nachmittag am schlimmsten. "Kopfattacken", Schwindel bis zur Orientierungslosigkeit, komme nur mit Mühe zur Toilette, Heulkrämpfe vor Angst.
Presselin Nervenkomplex
Bringt mir nichts.

25.6.17
Mein Mann trennt sich von mir und wirft mich aus dem Haus.

4 Monate Leben aus dem Koffer

Ende September 2017
2 Wochen Psychiatrie, völlig ausgebrannt, starke Depressionen plus Ängste zu den körperlichen Symptomen dazu.
Versuch mit Tavor: paradoxe Reaktion, Herzrasen
Atosil : ebenso
Sertralin: 5 Tage, dann abgesetzt wegen zu starker Nebenwirkungen, schlaflos, starke Angst
Behandelnde Ärztin frei von jeglicher Empathie, setzt mich stark unter Druck, da Teilnahme an Therapien kaum möglich . Während des gesamten Aufenthalts dauerhaft hoher Ruhepuls um die 100 und zu hoher Blutdruck
Entlasse mich selbst entnervt nach 14 Tagen

Im Anschluss zu einem Arzt/Psychotherapeut.
Gegen den zu hohen RR:
Beta Blocker Beloc-Zoc mite 47,5 mg sowie
HCT Dexcel 25 mg (Hydrochlorothiazid), ein Diuretikum
Ausserdem 5 Tage lang
Opipramol 50 mg und
Olanzapin (Dosierung vergessen)
Olanzapin nach 10 Tagen abgesetzt, Opipramol nach 2 Wochen
Ich vertrage nichts mehr! Macht alles nur schlimmer

Oktober 2017
Eine Woche internistische Klinik wegen Bluthochdruckkrise
Beobachtung, Herzsono und Doppler Halsgefäße o.B.
Vorübergehend ein drittes Medikament (Blutdrucksenker, Name vergessen)
Noch in Klinik abgesetzt

Aktuell (März 2018):
Beloc-Zoc mite 47,5 mg
L-Thyrox 100 mikrogr

Nach wie vor schwere Symptome, Depression, Angst, Heulkrämpfe, Kopfsymptome, "Gruselgefühl" in Brust- und HWS und im Kopf
Unfähig zu einem normalen Alltag.

Jamie
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Re: Neu hier - Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 20.04.17, 10:23

Hallo Frakkivana, :)

du bist in einem schweren massiven Entzugssyndrom, das liest man ganz deutlich heraus.
Es tut mir leid, wie schrecklich es dir geht :(.
Auch deine dir bislang unbekannten Reaktionen (plötzlich Angst vor Menschen) weisen auf ein Absetzsyndrom hin.
Uns schildern viele, dass der Entzug hundertmal schlimmer ist als die Ursache, weswegen man ursprünglich das AD eingenommen hat und dass man plötzlich Symptome hat, die man noch nie zuvor hatte. :?

Was waren das denn für Herzprobleme? Kannst du da konkreter werden? Waren das schwere Ereignisse? Herzrasen? Ventrikuläre Extrasystolen? QTc Zeit Verlängerung? Anderes?

Du könntest mit einer Minimenge von 0,1mg einsteigen. Allerdings obliegt das deinem Ermessen und deiner Verantwortung.
Um solche Dosierungen hinzubekommen, brauchst du einige Spritzen (Apotheke). Für den Notfall würde ich mir vielleicht an deiner Stelle auch Rescue Tropfen von Dr. Bach aus der Apotheke holen. Kennst du die?
Hier die Lösemethode: viewtopic.php?f=16&t=10923

Wir können dir beim Rechnen helfen.
Angenommen du legst 2,5mg (eine halbe Tablette 5mg) in 50 ml Wasser und willst 0,1mg Wirkstoff haben, dann musst du von den 50ml 48ml mit der Spritze abziehen und verwerfen und trinken tust du die restlichen 2ml. Diese enthalten dann 0,1mg Escitalopram.

Grüße, hast du Fragen?
Jamie

PS. Die Reaktion deines Mannes ist furchtbar. Was ist denn da los? :o Kann er bitte hier im Forum in deinem Thread mitlesen, damit er sich ein Bild machen kann, in welcher Ausnahmelage du dich befindest? Man kann sich in so einem Zustand nicht mehr zusammenreißen, wenn das komplette ZNS Amok läuft :oops:.... Da braucht man Zuspruch und keinen Angriff... :(
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Re: Neu hier - Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Lisamarie » Donnerstag, 20.04.17, 10:31

Hallo Frankkivana, es tut mir leid das es dir so schlecht geht, deine Symptome kenne ich alle von meinem Kaltentzug von gleich drei Medikamenten , es ist als wenn man im schwarzen Meer versinkt, ich hatte auch Angst vor Menschen, selbst vor meinen eigenen Kindern , die durften für ca 1/2 Jahr nicht kommen, weil mir das Angst gemacht hat ich mich sowieso nicht auf sie konzentrieren konnte, ich zu 99% bettlägerig war, anderseits nicht alleine bleiben konnte, mein Mann beinah die Arbeit dadurch verlor, diese Heulattacken hatte ich auch immer wieder über Tag meistens liefen mir nur still die Tränen übers Gesicht. Auch telefonieren ging nicht , ausser mit meinem besten Freund, dem ich regelmässig ins Ohr heulte und der dies stoisch ertrug. Danke nochmals dafür.

Aber nach einiger Zeit fing es an mir besser zu gehen, was ich in meinem schlimmen Zustand nicht für möglich hielt, ich konnte ganz langsam wieder ans Leben anschliessen, hab mir Stück für Stück mein Leben zurück geholt.

Ich würde an deiner Stelle wieder eine Minimenge eindosieren nachdem du das mit deinem Herzen abgeklärt hast, ich würde keine viertel Tablette nehmen, das sind 1,25 mg und viel zu viel. Ich schick dir mal die Wasserlösmethode mit , damit kannst du Minimengen herstellen.

Ich möchte dir Mut zusprechen , es geht irgendwann wieder bergauf, ich hatte damals einen unwissenden Kaltentzug , ich war noch nicht in diesem Forum und wusste daher nicht das es Absetzprobleme waren . Versuch es wirklich nach ärztlicher Abklärung mit dem Wiedereindosieren , vielleicht reicht ja schon eine kleine Menge aus dich wieder zu stabilisieren.
lg Petra
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6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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.

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Re: Neu hier - Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von navarrese » Donnerstag, 20.04.17, 10:45

Liebe Frakkivana!
Vor ein paar Wochen war ich in einer ganz ähnlichen Situation wie du. Was du beschreibst, geht mir sehr nahe , weil ich weiß, wie entsetzlich es sich anfühlt.
Ich hätte auch nicht eine Minute allein sein können.

Das die Partner zwischendurch mal ausflippen , ist wahrscheinlich normal . Nicht schön, aber menschlich.
Es war bestimmt eine Ausnahme, hoffe ich.
Mein Mann war unglaublich hilflos in der Zeit, ihn hat das auch sehr stark belastet. Das dürfen wir nicht vergessen.

Wirst du ein bisschen eindosieren? Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass sich sie Situation ein bißchen entspannt. Das wird bald, ganz bestimmt.
Liebe Grüße und dicke Umarmung
Alice
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Diagnose : Ptbs
Reaktive Depression

Seit 2008 : Paroxetin 40mg
Ab März 2016 Reduktion
Unwissentlich viel zu schnell. ......
Momentan bei 20mg

April 2016......erste Entzugssymptome....mal mehr , mal weniger. ...

01.06.2016 : 15mg

immer wieder auf und ab....ich schaffe das
bis Mitte November auf 0 geschafft

Fr.3.3. 17 : die welt bricht zusammen
Panik, Herzrasen ,Luftnot Angst, Übelkeit, SCHLAFLOS,
Agressionen
Mo. 6.3 : vom Hausarzt Lorazepam und Atosli bekommen
nach Atosil wäre ich fast Amok gelaufen
Di. 7.3. : pschiatrischer Notdienst, Beratung

Dipiperon füer de Tag und bei Bedarf
Zoplicon für die Nacht

Fr.10.03.: EINDOSIERUNG Paroxetin 1mg
So.12.03. heftigste Krise

Psychiatrische Ambulanz : Beratung und Umdosierung
ab
Mo.13.03. zur Nacht 40mg Dipiperon/ bei Bedarf) und 0,5 Tablette Zopiclon
Paroxetin 2mg.
Do., 16.03. : 3mg Paroxetin
Seit 15.03. kein Zopiclon mehr!!!! :party2:

So, 19.03. : 5mg Paroxetin
Di, 21.03. : 6mg Paroxetin
Do, 23.03.: 7mg Paroxetin
Mo.27.03.: 8mg Paroxetin, 30mg Pipamperon
Do.30.03. : 9mg Paroxetin
Mo.2.04.: 10mg Paroxetin, 20mg Pipamperon
Mi.4.04. : " " , 10mg Pipamperon
Fr. 6.04.: " 0mg Pipamperon :fly:

jetzt erstmal Pause

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Re: Neu hier - Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Frakkivana » Donnerstag, 20.04.17, 12:38

Ihr Lieben,

Vielen Dank für Eure Antworten und Euer Mitgefühl. Das tut mir sehr gut und ich fühle mich nicht so alleine.

Ich denke nochmal nach übers Wieder-Eindosieren mit dem Verdünnen.

Die QTc-Zeit hatte sich verlängert, deshalb musste ich absetzen und deshalb würde ich auch eigentlich lieber durchhalten. Wenn ich das irgendwie schaffe. Im Moment liege ich im Bett und lese und das beruhigt mich ein wenig. Andererseits bin ich aber so traurig und entsetzt über diese Situation und empfinde diese Realität als so schwer zu akzeptieren. Aber nutzt ja nix.

Ja, mein Mann. Das ist schon schwierig. Einerseits gibt er sich Mühe und achtet auf meine Ernährung, kauft ein, geht morgens mit den Hunden, denn da kann ich das absolut nicht .
Andererseits spüre ich, so wie heute Nacht, auch so eine Ablehnung und fühle mich links liegen gelassen. Er nimmt mich irgendwie nicht für voll, ich bin halt die Kranke. Dass ich trotzdem normal sprechen, mich unterhalten, Anteil an seinen Belangen haben will, nimmt er wenig wahr. Er ist halt selbst nicht in seiner Kraft. Ständig redet er darüber, was er alles an Ausgleich braucht, dass er raus muss. Er geht zum QuiGong, zur Massage, Meditation, er geht reiten (was ich seit Monaten gar nicht mehr kann, dabei liebe ich das so) und war auf einem Entgiftungsseminar übers Wochenende. Im Juni fliegt er eine Woche nach Zypern zum Meditieren.
Das alles gönne ich ihm von Herzen. Ich habe ihn noch nie gebeten, bei mir zu bleiben. Nur ausgegrenzt werden mag ich nicht. Klar sagt er, er würde das alles viel lieber mit mir zusammen machen. Trotzdem spüre ich viel Wut bei ihm.
Sollte ich nicht so persönlich nehmen, ich weiß. Er hat 7 Jahre lang seine erste Frau mit dem Hirntumor gepflegt und sich um die Tochter gekümmert. Er hat einfach Stress damit, dass er nun wieder eine kranke Frau daheim hat.

Dabei haben wir in den fünf Jahren unserer Ehe schon so viel miteinander erlebt und unternommen. Wir haben es im Grunde so schön miteinander. Aber er ist oft unzufrieden, was nichts mit mir zu tun hat, was er aber gerne auf mich abwälzt.

Aber das gehört vielleicht eher in einen anderen Thread.
Ich weiß nur eines ganz genau: ich würde NIE einen anderen Menschen ignorieren oder anschreien, der verzweifelt ist und weint. Ich habe schon weinende fremde Menschen auf der Straße getröstet und mit ihnen geredet. Ich habe meine alkoholkranke Schwester stundenlang im Arm gehalten und gefüttert und mit ihr Musik gehört, wenn sie Weinkrämpfe hatte. Sie ist zur Zeit zum Glück wieder trocken....

Die Menschen sind verschieden. Mein Mann tut, was er kann. Meine früheren Partner konnten das auch nicht ab, wenn ich mal weinte.

Ich danke Euch. Es ist gut hier zu sein.
Wieder eine Stunde geschafft.

Liebe Grüße Beate
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2007 nach Schwächeanfall Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis
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Insgesamt seit Einnahme von Citalopram 45 kg zugenommen

2015 Citalopram runterdosiert auf 10 mg, ganz gut.
Umstellung auf glutenfreie Ernährung. Daraufhin in 1 Jahr 20 kg abgenommen

2016 im Sommer wieder mehr Schwindel. Dann kamen Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, Einschlafprobleme und "Blitze im Kopf " dazu.
Machte mich arbeitsunfähig.

Psychiater stellte um auf Escitalopram 5mg
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Oktober 2016 EKG beim Kardiologen. QTc-Zeit verlängert. Er riet zum Absetzen von Citalopram

Nach ärztlichem Rat erst im November 4 Wochen lang jeden 2. Tag Escitalopram 5 mg, im Dezember noch jeden 3. Tag, ab Januar dann ganz aufgehört.

Seitdem kontinuierlich immer schlechterer Zustand.
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Weiterhin schwere Symptome, kann nur im Bett liegen, morgens bis früher Nachmittag am schlimmsten. "Kopfattacken", Schwindel bis zur Orientierungslosigkeit, komme nur mit Mühe zur Toilette, Heulkrämpfe vor Angst.
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Re: Neu hier - Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von carlotta » Donnerstag, 20.04.17, 15:25

Hallo Beate,

auch von mir nachträglich herzlich willkommen hier! :)

Ich verstehe die Problematik mit dem Wiedereindosieren angesichts der Nebenwirkung und es ist bestimmt sicherer, das ärztlicherseits noch mal abzuklären. Nur wundere Dich bitte nicht, wenn der Arzt Dir sagt, dass so eine kleine Dosis ohnehin nichts bringe. Leider hat ein Großteil der Behandler so gut wie keine Ahnung von der Entzugsproblematik. Daher ist es auch meist wenig zielführend, die Absetzschritte (oder auch eine Wiedereindosierung) mit einem Arzt zu besprechen. Es ginge in Deinem Fall einzig und allein um die Abklärung wegen der Herzsymptomatik.

Haben sich die Herzprobleme denn nach dem Absetzen gebessert? Es kann nämlich sein, dass sie im Laufe des Entzugs (bspw. in Form von Herzrasen) wieder aufflammen, selbst wenn man gar nichts mehr nimmt. Daher halte ich es in Deinem Fall auch für einen Versuch wert, eine Wiedereinnahme in ganz geringer Dosis zu versuchen. Es kann allerdings einige Zeit dauern, ehe sie greift. Infos dazu hier:
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 15#p106315

Manchmal funktioniert es nicht mehr, wenn man schon länger auf null ist. Wenn man es mit einer Minidosis probiert, ist das Risiko paradoxer Reaktionen nicht so hoch.

Ich drücke Dir die Daumen! :)

Liebe Grüße :group:
Carlotta
Zuletzt geändert von carlotta am Donnerstag, 20.04.17, 18:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Neu hier - Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Frakkivana » Donnerstag, 20.04.17, 16:52

Liebe Carlotta,

Danke Dir für Deine Antwort.

Herzrasen ist so ziemlich das einzige, was ich nicht habe, Gott sei Dank.

Habe heute bei meinem Psychiater angerufen wegen meiner Problematik, die Sprechstundenhilfe hat gleich kategorisch ausgeschlossen, das das Entzugssymptome sind. Sie meinte Milnaneurax einschleichen. Wie, das sollte mir der Arzt selbst sagen. Der hat aber nicht zurück gerufen bis jetzt.
Also den kann ich eh vergessen.

Ich denke, ich sollte es so schaffen. Aber im Moment ist es wieder ganz schlimm. Habe so ein fieses Gefühl im Hinterkopf, das ich nicht beschreiben kann, und Angst ohne Ende. Dabei ist mein Puls aber ganz normal. Wenn ich aufstehe, wird es schlimmer, weil ich dann noch mehr merke, dass nichts geht.

Ich werde meinen Mann bitten, dass er mir Spritzen besorgt. Dann habe ich sie jedenfalls da.

Ganz liebe Grüße Beate
18.04.2017
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Re: Neu hier - Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von navarrese » Donnerstag, 20.04.17, 17:46

Hallo Beate!
Das finde ich ziemlich anmaßend von der Sprechstundenhilfe! Sogar richtig frech.

Du hast völlig recht mit dem was du beschrieben hast. Ich bin auch eher emotional und fürsorglich (typisch Krankenschwester ) und würde auch nie so reagieren.
Ich hoffe du findest in dieser Ausnahmesituation jemand der dich ein bisschen auffangen kann.
Das die Tiere versorgt sind, ist ja schonmal eine große Hilfe.
Bald wirst du das auch wieder können. Vertrau darauf
Es wird nicht so bleiben.
Alles Gute, Alice
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April 2016......erste Entzugssymptome....mal mehr , mal weniger. ...

01.06.2016 : 15mg

immer wieder auf und ab....ich schaffe das
bis Mitte November auf 0 geschafft

Fr.3.3. 17 : die welt bricht zusammen
Panik, Herzrasen ,Luftnot Angst, Übelkeit, SCHLAFLOS,
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Mo. 6.3 : vom Hausarzt Lorazepam und Atosli bekommen
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Fr.10.03.: EINDOSIERUNG Paroxetin 1mg
So.12.03. heftigste Krise

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So, 19.03. : 5mg Paroxetin
Di, 21.03. : 6mg Paroxetin
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Mo.27.03.: 8mg Paroxetin, 30mg Pipamperon
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Re: Neu hier - Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Frakkivana » Donnerstag, 20.04.17, 18:28

Liebe Alice,

Ganz lieben Dank ! Und auch Dir weiterhin viel Kraft.

Hab ein bissl Angst vor der Nacht, aber ich werde an Euch alle denken und meine Hunde im Arm haben, es wird schon gehen. Zum Glück haben wir alle drei Platz auf dem Sofa.

Ich kann auch meine Mutter immer anrufen und eine Freundin von mir ruft auch öfters an. Sie haben da keine Berührungsängste. Also ich habs schon gut.
Ich hoffe Ihr auch.

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Insgesamt seit Einnahme von Citalopram 45 kg zugenommen

2015 Citalopram runterdosiert auf 10 mg, ganz gut.
Umstellung auf glutenfreie Ernährung. Daraufhin in 1 Jahr 20 kg abgenommen

2016 im Sommer wieder mehr Schwindel. Dann kamen Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, Einschlafprobleme und "Blitze im Kopf " dazu.
Machte mich arbeitsunfähig.

Psychiater stellte um auf Escitalopram 5mg
L-Thyrox von 125 auf 100 Mikrogramm reduziert
Keine Änderung der Symptomatik.

Oktober 2016 EKG beim Kardiologen. QTc-Zeit verlängert. Er riet zum Absetzen von Citalopram

Nach ärztlichem Rat erst im November 4 Wochen lang jeden 2. Tag Escitalopram 5 mg, im Dezember noch jeden 3. Tag, ab Januar dann ganz aufgehört.

Seitdem kontinuierlich immer schlechterer Zustand.
Dauerrauschen im Kopf, Dauerschwindel, Benommenheit, Wattegefühl, Schwäche, Angst , Brain zaps, Schlafprobleme , Unfähigkeit, den Alltag zu meistern. Totale Verzweiflung, Dauerweinen, Hoffnungslosigkeit.

25.04.17
Knall. Totale Panik wegen Brain zaps, massiven Schwindels, Problemen mich zu orientieren.
Notfallmässig zu einem Allgemeinmediziner mit Naturheilverfahren.
Infusion mit homöopathischen Mitteln, Akupunktur, ohne Erfolg

04.05.17
Weiterhin schwere Symptome, kann nur im Bett liegen, morgens bis früher Nachmittag am schlimmsten. "Kopfattacken", Schwindel bis zur Orientierungslosigkeit, komme nur mit Mühe zur Toilette, Heulkrämpfe vor Angst.
Presselin Nervenkomplex
Bringt mir nichts.

25.6.17
Mein Mann trennt sich von mir und wirft mich aus dem Haus.

4 Monate Leben aus dem Koffer

Ende September 2017
2 Wochen Psychiatrie, völlig ausgebrannt, starke Depressionen plus Ängste zu den körperlichen Symptomen dazu.
Versuch mit Tavor: paradoxe Reaktion, Herzrasen
Atosil : ebenso
Sertralin: 5 Tage, dann abgesetzt wegen zu starker Nebenwirkungen, schlaflos, starke Angst
Behandelnde Ärztin frei von jeglicher Empathie, setzt mich stark unter Druck, da Teilnahme an Therapien kaum möglich . Während des gesamten Aufenthalts dauerhaft hoher Ruhepuls um die 100 und zu hoher Blutdruck
Entlasse mich selbst entnervt nach 14 Tagen

Im Anschluss zu einem Arzt/Psychotherapeut.
Gegen den zu hohen RR:
Beta Blocker Beloc-Zoc mite 47,5 mg sowie
HCT Dexcel 25 mg (Hydrochlorothiazid), ein Diuretikum
Ausserdem 5 Tage lang
Opipramol 50 mg und
Olanzapin (Dosierung vergessen)
Olanzapin nach 10 Tagen abgesetzt, Opipramol nach 2 Wochen
Ich vertrage nichts mehr! Macht alles nur schlimmer

Oktober 2017
Eine Woche internistische Klinik wegen Bluthochdruckkrise
Beobachtung, Herzsono und Doppler Halsgefäße o.B.
Vorübergehend ein drittes Medikament (Blutdrucksenker, Name vergessen)
Noch in Klinik abgesetzt

Aktuell (März 2018):
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L-Thyrox 100 mikrogr

Nach wie vor schwere Symptome, Depression, Angst, Heulkrämpfe, Kopfsymptome, "Gruselgefühl" in Brust- und HWS und im Kopf
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Re: Neu hier - Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von carlotta » Donnerstag, 20.04.17, 18:44

Liebe Beate,

Du solltest nur - sofern Du wiedereindosieren möchtest - nicht allzu lange warten, denn erfahrungsgemäß wird es immer schwerer und das Risiko einer Unverträglichkeit steigt, je länger man auf null ist. Daher auch immer erst mit einer kleinen Menge beginnen. Und wenn diese ausreicht, um Symptome abzufangen, umso besser. :)

Liebe Grüße :group:
Carlotta
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Re: Neu hier - Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Frakkivana » Donnerstag, 20.04.17, 19:25

Liebe Carlotta,

Danke schön. Ich habe meinen Mann gebeten, mir morgen Spritzen mitzubringen. Dann werde ich das wohl doch probieren. Es wäre schon schön, wenn ich wenigstens hier zu Hause besser zurechtkäme.

Ganz liebe Grüße und einen schönen Abend!
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Seit 2001 Citalopram 20 mg wegen Schwindel und Angstzuständen.

2007 nach Schwächeanfall Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis
Eindosieren mit L-Thyrox bis auf 125 Mikrogramm
Insgesamt seit Einnahme von Citalopram 45 kg zugenommen

2015 Citalopram runterdosiert auf 10 mg, ganz gut.
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L-Thyrox von 125 auf 100 Mikrogramm reduziert
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Oktober 2016 EKG beim Kardiologen. QTc-Zeit verlängert. Er riet zum Absetzen von Citalopram

Nach ärztlichem Rat erst im November 4 Wochen lang jeden 2. Tag Escitalopram 5 mg, im Dezember noch jeden 3. Tag, ab Januar dann ganz aufgehört.

Seitdem kontinuierlich immer schlechterer Zustand.
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25.04.17
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Entlasse mich selbst entnervt nach 14 Tagen

Im Anschluss zu einem Arzt/Psychotherapeut.
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Ausserdem 5 Tage lang
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Olanzapin (Dosierung vergessen)
Olanzapin nach 10 Tagen abgesetzt, Opipramol nach 2 Wochen
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Re: Neu hier - Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Frakkivana » Freitag, 21.04.17, 18:56

Hallo Ihr Lieben,

Muss kurz was loswerden.

Gestern hatte ich ja die Sprechstundenhilfe meines Psychiaters angerufen wegen wieder Einschleichens und so.
Ich hatte ja Escitalopram 5 mg erhalten und ausgeschlichen auf wenig elegante Weise. Eigentlich hatte er mir Milnaneurax verschrieben und ich sollte drei Tage lang beide Medis paralell nehmen und dann Milnaneurax alleine weiter. Das hatte ich ja dann nicht gemacht.
Das habe ich gestern auch ausführlich geschildert, es hieß dann, das sei keinesfalls Entzug (Ihr kennt das ja schon zur Genüge). Der Arzt würde mich zurückrufen.

Das geschah nun heute. Ich hab gar nicht abgenommen, weil ich mich eh schon entschieden habe, das mit den Spritzen zu machen, wie Ihr mir empfohlen habt.

Dann habe ich das Band abgehört. Die Sprechstundenhilfe war dran und richtete mir aus, ich solle drei Tage lang 5 mg Escitalopram nehmen und dann WIEDER auf 10 mg! Kreisch! Ich hatte nie 10 mg genommen!
Also die haben nicht einmal in meine Akte geschaut.
Der sieht mich nie wieder.

Mein Mann konnte die Spritzen heute leider nicht besorgen, aber morgen.

Hin- und hergerissen bin ich ja schon, ob ich einschleichen soll. Weil ich ja schon drei Monate nichts nehme. Heute Vormittag war wieder Zombie-Time , ich habe trotz des dollen Schwindels geduscht, es war Horror. Kann das dann gar nicht fassen, dass es mir so geht und will es einfach nicht aushalten müssen. Aber hilft ja nix.
Nachmittags hat mich mein Mann auf den Hundegang begleitet, das war gut. Ging nicht lange und mit Stöcken, aber immerhin.
Danach fuhr er zum Stall und ich habe es doch tatsächlich hinbekommen, das Wohnzimmer zu saugen und Spargel zu schälen. Minifenster kann ich das wohl nennen.
Jetzt wieder heftiger.
Mein Mann geht heute ins Bauerntheater. Ausgehen ist für mich zur Zeit völlig ausgeschlossen. Leider. Ich vermisse das sehr.

Ganz liebe Grüße an Euch alle. Ich hoffe, es geht Euch so gut wie möglich!
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LinLina
18.04.2017
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Eindosieren mit L-Thyrox bis auf 125 Mikrogramm
Insgesamt seit Einnahme von Citalopram 45 kg zugenommen

2015 Citalopram runterdosiert auf 10 mg, ganz gut.
Umstellung auf glutenfreie Ernährung. Daraufhin in 1 Jahr 20 kg abgenommen

2016 im Sommer wieder mehr Schwindel. Dann kamen Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, Einschlafprobleme und "Blitze im Kopf " dazu.
Machte mich arbeitsunfähig.

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Oktober 2016 EKG beim Kardiologen. QTc-Zeit verlängert. Er riet zum Absetzen von Citalopram

Nach ärztlichem Rat erst im November 4 Wochen lang jeden 2. Tag Escitalopram 5 mg, im Dezember noch jeden 3. Tag, ab Januar dann ganz aufgehört.

Seitdem kontinuierlich immer schlechterer Zustand.
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04.05.17
Weiterhin schwere Symptome, kann nur im Bett liegen, morgens bis früher Nachmittag am schlimmsten. "Kopfattacken", Schwindel bis zur Orientierungslosigkeit, komme nur mit Mühe zur Toilette, Heulkrämpfe vor Angst.
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2 Wochen Psychiatrie, völlig ausgebrannt, starke Depressionen plus Ängste zu den körperlichen Symptomen dazu.
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Sertralin: 5 Tage, dann abgesetzt wegen zu starker Nebenwirkungen, schlaflos, starke Angst
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Re: Neu hier - Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von navarrese » Samstag, 22.04.17, 10:51

Liebe Beate!
....Manchmal möchte man am liebsten die ganze Zeit schreien. ...
Oh mann solche Vollpfosten. Würde dir dein Hausarzt auch die Medis verschreiben?
Da würde ich auch nicht mehr hingehen.

Mit dem Minifenster ist doch super! Das ist doch mal ein Anfang.
Und zu deinen 3Monaten....Ich war fast 4 Monate auf Null, als der große Knall kam.
Halt die Ohren steif
Ich wünsche dir noch ganz viele Fenster
Alice
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padma
Diagnose : Ptbs
Reaktive Depression

Seit 2008 : Paroxetin 40mg
Ab März 2016 Reduktion
Unwissentlich viel zu schnell. ......
Momentan bei 20mg

April 2016......erste Entzugssymptome....mal mehr , mal weniger. ...

01.06.2016 : 15mg

immer wieder auf und ab....ich schaffe das
bis Mitte November auf 0 geschafft

Fr.3.3. 17 : die welt bricht zusammen
Panik, Herzrasen ,Luftnot Angst, Übelkeit, SCHLAFLOS,
Agressionen
Mo. 6.3 : vom Hausarzt Lorazepam und Atosli bekommen
nach Atosil wäre ich fast Amok gelaufen
Di. 7.3. : pschiatrischer Notdienst, Beratung

Dipiperon füer de Tag und bei Bedarf
Zoplicon für die Nacht

Fr.10.03.: EINDOSIERUNG Paroxetin 1mg
So.12.03. heftigste Krise

Psychiatrische Ambulanz : Beratung und Umdosierung
ab
Mo.13.03. zur Nacht 40mg Dipiperon/ bei Bedarf) und 0,5 Tablette Zopiclon
Paroxetin 2mg.
Do., 16.03. : 3mg Paroxetin
Seit 15.03. kein Zopiclon mehr!!!! :party2:

So, 19.03. : 5mg Paroxetin
Di, 21.03. : 6mg Paroxetin
Do, 23.03.: 7mg Paroxetin
Mo.27.03.: 8mg Paroxetin, 30mg Pipamperon
Do.30.03. : 9mg Paroxetin
Mo.2.04.: 10mg Paroxetin, 20mg Pipamperon
Mi.4.04. : " " , 10mg Pipamperon
Fr. 6.04.: " 0mg Pipamperon :fly:

jetzt erstmal Pause

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