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Frakkivana: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von LinLina » Sonntag, 27.05.18, 12:31

Liebe Beate :-)

ich würde keine Therapien mehr mitmachen die dir nicht gut tun. Punkt. So habe ich es in der Klinik gemacht. Ich habe einiges Mitgemacht, Musik und Kunsttherapie, Bewegungstherapie soweit es ging. Mich wollten sie zusätzlich mit einer akuten Traumatisierung und bei noch gar nicht vorhandener Stabilität zu Familienaufstellung und Gruppen-Traumatherapie zwingen :shock: nein Danke, das war völlig unangebracht. Wenn das nicht dran ist, dann ist das nicht dran. Dann gab es noch eine weitere Gruppentherapie, dort bin ich nur hingegangen wenn ich das Gefühl hatte dass das jetzt gut tun könnte sonst nicht. Obwohl die Teilnahme eigentlich "Pflicht" war. Ich bin auch zwischendrin gegangen wenn ich gemerkt habe, das überfordert mich jetzt emotional.

Ich war die einzige in meiner Gruppe die sich solche "Freiheiten" konsequent rausgenommen hat. Und es wurde trotzdem akzeptiert, auch wenn die behandelnden Ärzte und Psychologen immer der Meinung waren ich wäre ja dann selbst schuld wenn ich nicht schneller gesund werde. Das hat weh getan, aber trotzdem war es für mich das absolut richtige so für mich zu sorgen, ich muss ja schließlich auch die Konsequenzen tragen.

Mir ist das echt nicht leichtgefallen, ich falle nicht gern unangenehm auf oder gelte nicht gerne als eine die eine Sonderbehandlung einfordert. Aber es ging um mein Überleben, da bin ich echt dauernd immer wieder über riesige Schatten gesprungen, mich dabei oft furchtbar unsicher und falsch gefühlt aber es war das richtige.

Ich denke das wichtigste was wir in kleinen Schrittchen lernen müssen ist auf unser Gefühl und unseren Körper zu hören und wieder zu vertrauen, das Vertrauen das wir oft gar nicht richtig gelernt haben und das durch schlimme Ereignisse und den Entzug noch viel mehr verlorengegangen ist.

Dich zu Aktivitäten zu zwingen, die dir nicht gut tun und die du derzeit nicht verarbeiten kannst ist das gegenteil von auf den Körper und seine Signale zu achten meiner Meinung nach.

Das mag bei jemandem, der primär eine schwere Depression hat, etwas anders sein, aber im Entzug oder nach traumatischen Ereignissen ist Schutz, Sicherheit, Versorgung, Achtsamkeit und seine Grenzen achten und verteidigen das allerwichtigste.

Es ist ja gut, auch mal etwas zu probieren und zu testen was in einem geschützten Umfeld geht, aber wenn es dir deutlich schlechter mit etwas geht dann würde ich es nicht machen.

Glaubst du, du wirst aus der Klink geworfen wenn du ab jetzt konsequent nur an den Aktivitäten teilnimmst, die dir aus möchtest und die du dir halbwegs zutraust, und das auch so kommunizierst? Ich denke nicht unbedingt, gerade weil du ja viel dafür bezahlst. Sie sehen das eben als ihre Pflicht, Druck auszuüben, weil sie deine Situation nicht verstehen.

Ich würde möglichst auch deinen MitpatientInnen grundsätzlich erklären, dass du manchmal dich spontan zurück ziehen musst/ruhe brauchst, und dann einfach freundlich kurz bescheid sagst so dass du in Situationen wo du merkst es kippt jetzt in eine Richtung die dir nicht gut tut, einfach woanders hingehst bzw. mit deinem Essen umziehen kannst wenn du das gerade brauchst.

:hug: :hug: :hug:

Ich lese dich immer als starke Frau, die zwar sehr beeinträchtigt ist von den ganzen Symptomen und der Gesamtsituation, aber ich finde man spürt immer dich dahinter. So sieht eine starke Frau aus, die zur Zeit sehr schweres erlebt und sich scheußlich fühlt aber nicht aufgibt :hug:

Ganz Liebe Grüße
Lina
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Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell: 0,01 mg Mein Thread
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Frakkivana » Sonntag, 27.05.18, 13:22

Ihr Lieben,

vielen Dank!

Ich bin immer noch im Zimmer und habe mir heute früh zum Glück eine Breze und eine kleine Semmel mit rauf genommen. Vom Essen habe ich mich abgemeldet. könnte jetzt keine normale Mahlzeit zu mir nehmen.

ein Mitpatient hat unten gefragt, ob ich eine Brühe bekommen dürfte und wollte sie mir bringen, aber die Schwestern haben es mitbekommen und untersagt. hätte mich auch gewundert.

Also ich bin fest entschlossen, mich am Montag von allen Therapien, die mir nicht gut tun, abzumelden . Ich habe sonst keine Chance, mich nachhaltig zu entspannen .

und ich werde mir eine Instant Brühe besorgen lassen. Einen Wasserkocher habe ich ja.
Wir werden sehen.

Es belastet mich sehr, aber da muss ich bis morgen eben durch.

Jetzt hoffe ich mal, dass ich später mal runter kann und nach draussen.

Ganz liebe Grüße Beate
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18.04.2017
Neu hier im Forum

Seit 2001 Citalopram 20 mg wegen Schwindel und Angstzuständen.

2007 nach Schwächeanfall Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis
Eindosieren mit L-Thyrox bis auf 125 Mikrogramm
Insgesamt seit Einnahme von Citalopram 45 kg zugenommen

2015 Citalopram runterdosiert auf 10 mg, ganz gut.
Umstellung auf glutenfreie Ernährung. Daraufhin in 1 Jahr 20 kg abgenommen

2016 im Sommer wieder mehr Schwindel. Dann kamen Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, Einschlafprobleme und "Blitze im Kopf " dazu.
Machte mich arbeitsunfähig.

Psychiater stellte um auf Escitalopram 5mg
L-Thyrox von 125 auf 100 Mikrogramm reduziert
Keine Änderung der Symptomatik.

Oktober 2016 EKG beim Kardiologen. QTc-Zeit verlängert. Er riet zum Absetzen von Citalopram

Nach ärztlichem Rat erst im November 4 Wochen lang jeden 2. Tag Escitalopram 5 mg, im Dezember noch jeden 3. Tag, ab Januar dann ganz aufgehört.

Seitdem kontinuierlich immer schlechterer Zustand.
Dauerrauschen im Kopf, Dauerschwindel, Benommenheit, Wattegefühl, Schwäche, Angst , Brain zaps, Schlafprobleme , Unfähigkeit, den Alltag zu meistern. Totale Verzweiflung, Dauerweinen, Hoffnungslosigkeit.

25.04.17
Knall. Totale Panik wegen Brain zaps, massiven Schwindels, Problemen mich zu orientieren.
Notfallmässig zu einem Allgemeinmediziner mit Naturheilverfahren.
Infusion mit homöopathischen Mitteln, Akupunktur, ohne Erfolg

04.05.17
Weiterhin schwere Symptome, kann nur im Bett liegen, morgens bis früher Nachmittag am schlimmsten. "Kopfattacken", Schwindel bis zur Orientierungslosigkeit, komme nur mit Mühe zur Toilette, Heulkrämpfe vor Angst.
Presselin Nervenkomplex
Bringt mir nichts.

25.6.17
Mein Mann trennt sich von mir und wirft mich aus dem Haus.

4 Monate Leben aus dem Koffer

Ende September 2017
2 Wochen Psychiatrie, völlig ausgebrannt, starke Depressionen plus Ängste zu den körperlichen Symptomen dazu.
Versuch mit Tavor: paradoxe Reaktion, Herzrasen
Atosil : ebenso
Sertralin: 5 Tage, dann abgesetzt wegen zu starker Nebenwirkungen, schlaflos, starke Angst
Behandelnde Ärztin frei von jeglicher Empathie, setzt mich stark unter Druck, da Teilnahme an Therapien kaum möglich . Während des gesamten Aufenthalts dauerhaft hoher Ruhepuls um die 100 und zu hoher Blutdruck
Entlasse mich selbst entnervt nach 14 Tagen

Im Anschluss zu einem Arzt/Psychotherapeut.
Gegen den zu hohen RR:
Beta Blocker Beloc-Zoc mite 47,5 mg sowie
HCT Dexcel 25 mg (Hydrochlorothiazid), ein Diuretikum
Ausserdem 5 Tage lang
Opipramol 50 mg und
Olanzapin (Dosierung vergessen)
Olanzapin nach 10 Tagen abgesetzt, Opipramol nach 2 Wochen
Ich vertrage nichts mehr! Macht alles nur schlimmer

Oktober 2017
Eine Woche internistische Klinik wegen Bluthochdruckkrise
Beobachtung, Herzsono und Doppler Halsgefäße o.B.
Vorübergehend ein drittes Medikament (Blutdrucksenker, Name vergessen)
Noch in Klinik abgesetzt

Aktuell (März 2018):
Beloc-Zoc mite 47,5 mg
L-Thyrox 100 mikrogr

Nach wie vor schwere Symptome, Depression, Angst, Heulkrämpfe, Kopfsymptome, "Gruselgefühl" in Brust- und HWS und im Kopf
Unfähig zu einem normalen Alltag.

Bittchen
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Bittchen » Sonntag, 27.05.18, 14:20

Liebe Beate,

wenn ich erneut von deinen Beschwerden und immer wieder von der Chemiekeule der anderen Patienten lese,weiß ich nicht was ich dir da schreiben soll.
Es tut mir unendlich leid.
Aber Anwendungen und Therapien sind immer freiwillig und nur du kennst da deine Grenzen.
Das muss auch von den Behandlern akzeptiert werden.
Da gehen nur ganz kleine Schritte.
Wenn es nur ein Bonbonpapier ist,was du aufheben kannst,dann ist das eben so.
Morgen kann schon wieder etwas mehr gehen.
Mir bleibt nur dir Mut und Kraft zu wünschen,aber die Klinik finde ich immer noch besser,wenn du es dir leisten kannst,als alleine in deiner Wohnung zu sein.
Diese Einsamkeit verschlimmert deinen psychischen Zustand noch mehr.
Du hast ja auch körperlich schon genug mit zu machen.
Alles erdenklich Gute ,gib nicht auf und lasse dir nichts aufschwatzen an PP .
Sie helfen dir nicht weiter.

Liebe Grüße
Bittchen
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Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .

Britsch
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Britsch » Sonntag, 27.05.18, 15:34

Liebe Beate,

Du musst Dir ja vorkommen wie Don Quichotte, als er gegen die Windmühlenflügel kämpfte ...

Das Problem ist, dass Du in der Klinik in ein System hineingeraten bist, das in einer vorgegebenen Weise funktionieren soll. Es gibt Pläne, die abgearbeitet werden „müssen“. Nur sehr ungern wird davon abgewichen, denn das stört die Routine.

Sich da - auch noch in geschwächtem Zustand - durchzusetzen, ist nicht einfach. Mir ist das einmal gelungen, indem ich gedroht habe, mich an die Kostenträger zu wenden bzw. das Geschehen zu veröffentlichen. Danach ging es dann. Nun bist Du allerdings Selbstzshlerin. Aber es gibt ja öffentliche Bewertungsseiten über jede Klinik, und da möchte niemand mit einer negativen Beurteilung erscheinen - erst recht, wenn man damit potentielle Privatpatienten vergrätzt.

Ich hoffe und wünsche Dir aber, dass es einfach ohne Kampf doch noch funktioniert für Dich und dass Du dort Ruhe und Rückhalt und den verdienten Respekt bekommst!

Herzliche Grüße
Brigitte
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1995 erstmals psychiatrische/psychotherapeutische Behandlung mit Opipramol und Tavor. Damals wurde ich krank im Rahmen einer Ehekrise und dann Scheidung. Die genauen Dosierungeun und Einnahmezeiten erinnere ich nicht mehr. Nach einigen Jahren wurde ich umgestellt auf Amitriptylin, darunter massive Gewichtszunahme und Umstellung auf Sertralin 50 mg, zeitweise ergänzt durch Trazodon und Mirtazapin. Innerhalb von ca. 10 Jahren 4 stationäre Aufenthalte in psychosomatischen Kliniken. 2006 Erwerbsunfähigkeitsrente mit 56 Jahren. Ca. 2011 4 Wochen stationär in psychiatrischer Klinik wegen massiver Panikattacken und Einstellung auf 2 x 75 mg Lyrica und 50 mg Sertralin, ergänzt durch 1 mg Lorazepam bei Bedarf. Nach ca. 1 Jahr selbständiges Absetzen von Lyrica ohne Probleme. Seitdem 50 mg Sertralin plus Lorazepam bei Bedarf.
Anfang 2017 Ausschleichen von Sertralin wegen subjektiver Wirkungslosigkeit. Dosishalbierung alle 3-4 Wochen bis auf 12,5 mg ohne Symptome, Anfang März dann von 12,5 mg auf Null. Zunächst keine Symptome und psychisches Wohlbefinden. Erstmals Kopfschmerzen nach etwa 4-6 Wochen auf Null, dann immer neue und wechselnde Symptome wie Augenprobleme, Schwächegefühl, stundenlanges Weinen, Übelkeit, Nacken- und Rückenschmerzen, Muskelverhärtungen, Gesichts- und Kieferschmerzen, Kribbeln am Kopf und im Gesicht, dort auch Berührungsempfindlichkeit, Appetitlosigkeit.
Seit 250.10.2017 Wiedereindosieren von 0,5 mg Sertralin Mylan Dura 50 mg mittels der Wasserlösemethode. Sehr rasche Symptombesserung, besonders die Angstgefühle und andere Neuroemotionen sind deutlich schwächer geworden.
Seit 20.12.2017 folgende Medikation:
0,6 mg Sertralin Aurobindo mittels Wasserlösemethode
47 mg Metoprolol
3 x 3 Tropfen Alpex CBD-Öl 5 %ig
2 x 2 Kapseln Bullrichs Heilerde
Damit bin ich - bis auf gelegentlichen Reflux und häufiges Frieren - beschwerdefrei.
Am 03.01.2018 hinzugefügt:
6 Tropfen Dr. Jacobs Vitamin D3 K2 Öl
1 x 1 Kapsel Vitamin B12 Adenosylcobalamin 500 ug von Sunday Natural
2 x 1 Kapsel Magnesium Komplex a 950 mg
Von Sunday Natural.
Seit 19.01.2018:
0,75 mg Sertralin
47 mg Metoprolol
4 Kapseln Darmflora plus select von Dr. Wolz
Alles andere habe ich nach erneuter heftiger Welle abgesetzt.
Medikation seit 30.01.2018:
1 mg Sertralin
47 mg Metoprolol
Alle NEM abgesetzt.
Medikation seit 07.02.2018:
1,1 mg Sertralin
47 mg Metoprolol
Medikation seit ca. Mitte Februar 2018:
1,3 mg Sertralin
47 mg Metoprolol
2 x 6 Tropfen CBD-Öl 5%ig
6 Tropfen Dr. Jacobs Vitamin D3/K2 Öl
500 ug Vitamin B12 Adenosylcobalamin
von Sunday Natural
2x200 mg Magnesium Glycinate Powder
von Vitality

lunetta
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von lunetta » Sonntag, 27.05.18, 15:46

Hallo!

Es tut mir echt weh zu lesen, dass es dir nun in der Klinik auch nicht besser geht als zuhause, und dass anscheinend auch nur nach Schema "F" gearbeitet wird.

Aber ich hatte von Anfang an die Meinung, dass du ZUERST alles abklären müßtest, was es körperlich sein könnte, mit allen zur Verfügung stehenden Diagnostiken, und erst wenn dann Zero rauskommt, kann man psychisch Nothilfe leisten.
Es kann ja nix werden, wenn es wirklich ein z.B. Bandscheibenschaden oder ein Nervenschaden wie z.B. eingeklemmt oder was weiß ich ist, und diese Symptome mit Malen mit Fingerfarben weggehen sollen.

Nur als Beispiel: ich selbst habe eine Nervenschädigung aufgrund eines Lagerunsgfehlers bei einer OP, und ich habe Lähmungen, Polyneuropathien, Ausfälle usw, usw. und man sieht mir auch nichts an.
Erst bei MRT`s, CT`S, Messungen der Nervenleitgeschwindigkeit und viele weitere Untersuchungen hat man das gesamte Ausmaß erfaßt. Ich bin fast ein halbes Jahr von einer Untersuchung zur anderen geschickt worden.
Unter anderem hat mir z.B. eine Hochdosistherapie mit Kortison sehr geholfen, ich habe täglich 1000mg!! als Infusion erhalten, und es gab viele NW, aber es war nicht so schlimm, wie man es sich vorstellt, und es hat zumindest einmal ein Erfolgserlebnis gegeben.
Ich war auf einer Neurologie stationär, und auch mir hat man anfangs nicht geglaubt, als ich angab ich spüre vom Bauchnabel an nichts mehr, konnte mich aber noch minimal mit den Beinen bewegen - das was ich habe ist ein sensibler Querschnitt, ein Konus Cauda Syndrom, und bei mir sind 3 Nerven für immer geschädigt, und nichts davon sieht man mir äußerlich an. Und auch die Diagnostik war ein langer Weg.

Ich bin noch immer der Auffassung dass zuerst alles Körperliche abgeklärt gehört, und erst dann das Psychische. Und dass du somatisierst ist ja wohl ganz normal, nach dem was du schon sooo lange aushalten mußt.

Aber liebe Beate, ich denke, dass du dich mal auf die Hinterfüße stellen mußt und deine Krallen ausfahren mußt!!!! Erwarte keine Hilfe von deinen Verwandten, oder auch nur von Klinikpersonal, die sind dort nur ihre Stunde, die sie dort arbeiten, aber sie stecken nicht in deiner Haut und sie können sich deine Symptome auch nicht annähernd vorstellen.

Ich hatte dir schon einmal geschrieben dass es in D eine Klinik gibt, die sich darauf spezialisiert hat, bei Patienten eine Diagnose zu finden, wo niemand was gefunden hat, die sind sowas wie Dr. House.
Viele vollkommen unglaubliche Diagnosen wurden dort schon gestellt, und vor allem wurde auch gefunden, was Patienten vorher jahrelang erleiden mußten und immer als unglaubwürdig gefunden wurden.

Ich bin mir sicher, dass es bei dir eine körperliche Ursache hat und die muß gefunden werden!

Ich denk an dich auch hier im Urlaub! GLG
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Jofab » Sonntag, 27.05.18, 16:33

Liebe Beate,

ich bin sprachlos, wie mit dir umgegangen wird !

Du bekommst eine Brühe verweigert ???
Das ist unmenschlich !

Aber ich spüre auch deine Kraft und Stärke zu kämpfen - immer wieder zu kämpfen !

Du bist eine unglaublich tapfere Frau und ich bewundere dein Durchhaltevermögen !

Drück dich ganz fest :hug:

Ilse
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Nillo » Sonntag, 27.05.18, 21:21

Hallo.

Ich lese hier schon länger mit und möchte ein paar Worte schreiben.

Liebe Beate,
Ich sehe es ehrlich gesagt schon fast gefährlich, in dieser Klinik zu bleiben. Du schreibst ja schon, wie sehr dich alles triggert. Ich kann verstehen, dass du nicht raus willst, weil du keine andere Möglichkeit siehst.
Aber ist es das wirklich wert, die ganzen Trigger in Kauf zu nehmen und nur auf Biegen und Brechen da drin zu bleiben und möglicherweise im schlimmeren Zustand wieder nach Hause zu gehen?

Ich war vor etwa einem Jahr auch in einer psychosomatischen Klinik. Ich war körperlich halbwegs fit. Unter anderem seitdem bin ich bettlägrig und mein Zustand hat sich massiv verschlechtert. Jetzt im Nachhinein sehe ich erst, dass die Klinik sicherlich ein Haupttrigger meines desolaten Zustandes ist.

Sei dir bitte bewusst und reflektiere.
Ich habe das Gefühl du brauchst nur Ruhe und wirklich keine Therapien. Die triggern wohl in deinem Zustand, und ganz ohne geht es dort einfach nicht.

Es gibt doch Wellnesshotels, die auch Tagesprogramme haben. Entspannungskurse tagsüber etc und mit Essen wärst du dort auch versorgt. Und billiger ist es sicher auch. Und du kannst deinen Tag planen wie du willst ohne Druck. Und zum Reden findet man dort doch auch immer jemand wenn man will.


Zum Thema mit dem essen: ich arbeitete in der Branche. Deshalb kann ich es schon verstehen, dass man dir nichts gegeben hat. Es ist einfach eine psychosomatische Klinik, die völlig auf die Psyche aus sind. Wenn du somatisieren würdest, wäre dies wohl der richtige Therapieweg. Aber deine Symptome gibt es ja offiziell gar nicht...


Überlegs dir. Aber warte nicht zu lang.
Getriggert ist man schnell. Aber bis man den ursprünglichen Zustand wieder hat, das dauert.


Lg


Edit: nur ein Beispiel und keine Werbung.
So ein Hotel mit so einem Programm zb
https://www.hotel-birkenhof.de/de/welln ... gramm.html
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18.07.2015: Abschluss, Ende, Aus, Vorbei! Geschafft!
10.01.2017: Einnahme von einer Tablette Levofloxacin, alles wieder von vorne!
21.03.2017: nach mehreren Zahnbehandlungen weitere Verschlechterung aller Symptome
31.05.2017: Zustand weiterhin sehr schlecht, Augenprobleme massiv, körperliche Leistungsfähigkeit fast bei 0
07.08.2017: zwischenzeitlich mal etwas besser in der Psychosom. Klinik, danach nach Sonnenbad so schlecht wie am Anfang...
22.08.2017: Augen wieder deutlich schlechter. Unruhe besser. Aber bei kleinster körperlicher Anstrengung massiv Druck in Brust
17.10.2017: leichte Besserung, körperlich etwas besser aber bei kleinster Anstrengung massiv Druck in Brust, Hochstimmung bei kleinster Anstrengung und Freude
14.11.2017: massive Verschlechterung, Depersonalisation, Derealisation so schlimm wie nie, körperlich zu nichts fähig.
08.01.2018: minimale Verbesserung, Depersonalisation und Derealisation besser. Körperlich etwas leistungsfähiger, massives Körpertemperaturproblem
13.01.2018: Derealisation und Depersonalisation wieder voll da.
02.02.2018: komplett bettlägrig, Körpertemperaturproblem, Herz bei kleinster Anstrengung, Kopf mal leer mal angespannt, grausam
29.04.2018: Depersonalisation löst sich langsam auf. Körperlich geht nix, bettlägrig. Kopf schwillt bei kleinster Anstrengung an, Augenproblem massiv und schwankend, kein Schlaf
15.06.2018: Körperlich leichte Besserung. Hülle über ganzem Körper und Augen. Keine Gefühle. Wahrnehmungsstörungen, komischer Kopf, kein Schlaf

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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Muryell » Montag, 28.05.18, 9:57

Liebe Beate,

die anderen, lieben Forumsmitglieder haben schon alles geschrieben, woran ich auch glaube.

Ich wollte nur Dir ein Kraftpaket :fly: schicken.

Alles Gute

Muryell
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Jofab » Montag, 28.05.18, 10:33

Liebe Beate

denk an dich :hug:

Ilse
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Ululu 69 » Montag, 28.05.18, 11:19

Off Topic
@ lunetta :) und alle, die es interessiert

Es gibt ein Zentrum für seltene Erkrankungen an der Uni Marburg (Röhnklinikum)
Oft wird dabei vom "Marburger Dr. House" gesprochen.

In der Praxis sind die Hürden, damit der Fall dort überhaupt auf dem Papier betrachtet wird sehr hoch.
Man braucht als erstes schon einmal einen kooperierenden Arzt, der zugibt, mit deinem Latein am Ende zu sein.
Wenn irgendwo in der Leidensgeschichte eine psychische Erkrankung auftaucht, gestaltet sich das ja oft als sehr schwierig, weil dann sowieso für alle Zukunft "alles psychisch" ist. :evil:
Zudem muss die komplette Diagnostik schon durchlaufen sein und diese Befunde mit vorgelegt werden.

Ich lasse mal einen Link dazu da.
www.ukgm.de/ugm_2/deu/umr_zuk/27260.html

LG Ute
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Anikke » Dienstag, 29.05.18, 6:45

liebe beate,
wie geht es dir?
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Frakkivana » Dienstag, 29.05.18, 6:59

guten Morgen, Ihr Lieben,

vielen Dank.

Mir geht's schlecht, leider. Habe zwar gestern alles mitmachen können und am Abend habe ich eine leichte Verbesserung gespürt, aber nur 4,5 Stunden schlafen können und seitdem quäle ich mich nur herum.
Das ist so anstrengend.

Heute um eins habe ich Einzeltherapie. Da werde ich alles ansprechen. Gestern hatte ich keine Gelegenheit dazu.

wenn ich spazieren gehe, werden die Beschwerden nach wie vor mit jedem Schritt schlimmer. das ist hier in der Klinik noch schlimmer als daheim.

Heute kommen noch drei neue Patienten, dann sind wir zu acht.

In diesem Zustand kann ich auf keinen Fall nach Hause und dort allein sein.

Ich fühle mich mürbe und resigniert.

Ganz liebe Grüße an Euch alle.

Beate
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18.04.2017
Neu hier im Forum

Seit 2001 Citalopram 20 mg wegen Schwindel und Angstzuständen.

2007 nach Schwächeanfall Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis
Eindosieren mit L-Thyrox bis auf 125 Mikrogramm
Insgesamt seit Einnahme von Citalopram 45 kg zugenommen

2015 Citalopram runterdosiert auf 10 mg, ganz gut.
Umstellung auf glutenfreie Ernährung. Daraufhin in 1 Jahr 20 kg abgenommen

2016 im Sommer wieder mehr Schwindel. Dann kamen Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, Einschlafprobleme und "Blitze im Kopf " dazu.
Machte mich arbeitsunfähig.

Psychiater stellte um auf Escitalopram 5mg
L-Thyrox von 125 auf 100 Mikrogramm reduziert
Keine Änderung der Symptomatik.

Oktober 2016 EKG beim Kardiologen. QTc-Zeit verlängert. Er riet zum Absetzen von Citalopram

Nach ärztlichem Rat erst im November 4 Wochen lang jeden 2. Tag Escitalopram 5 mg, im Dezember noch jeden 3. Tag, ab Januar dann ganz aufgehört.

Seitdem kontinuierlich immer schlechterer Zustand.
Dauerrauschen im Kopf, Dauerschwindel, Benommenheit, Wattegefühl, Schwäche, Angst , Brain zaps, Schlafprobleme , Unfähigkeit, den Alltag zu meistern. Totale Verzweiflung, Dauerweinen, Hoffnungslosigkeit.

25.04.17
Knall. Totale Panik wegen Brain zaps, massiven Schwindels, Problemen mich zu orientieren.
Notfallmässig zu einem Allgemeinmediziner mit Naturheilverfahren.
Infusion mit homöopathischen Mitteln, Akupunktur, ohne Erfolg

04.05.17
Weiterhin schwere Symptome, kann nur im Bett liegen, morgens bis früher Nachmittag am schlimmsten. "Kopfattacken", Schwindel bis zur Orientierungslosigkeit, komme nur mit Mühe zur Toilette, Heulkrämpfe vor Angst.
Presselin Nervenkomplex
Bringt mir nichts.

25.6.17
Mein Mann trennt sich von mir und wirft mich aus dem Haus.

4 Monate Leben aus dem Koffer

Ende September 2017
2 Wochen Psychiatrie, völlig ausgebrannt, starke Depressionen plus Ängste zu den körperlichen Symptomen dazu.
Versuch mit Tavor: paradoxe Reaktion, Herzrasen
Atosil : ebenso
Sertralin: 5 Tage, dann abgesetzt wegen zu starker Nebenwirkungen, schlaflos, starke Angst
Behandelnde Ärztin frei von jeglicher Empathie, setzt mich stark unter Druck, da Teilnahme an Therapien kaum möglich . Während des gesamten Aufenthalts dauerhaft hoher Ruhepuls um die 100 und zu hoher Blutdruck
Entlasse mich selbst entnervt nach 14 Tagen

Im Anschluss zu einem Arzt/Psychotherapeut.
Gegen den zu hohen RR:
Beta Blocker Beloc-Zoc mite 47,5 mg sowie
HCT Dexcel 25 mg (Hydrochlorothiazid), ein Diuretikum
Ausserdem 5 Tage lang
Opipramol 50 mg und
Olanzapin (Dosierung vergessen)
Olanzapin nach 10 Tagen abgesetzt, Opipramol nach 2 Wochen
Ich vertrage nichts mehr! Macht alles nur schlimmer

Oktober 2017
Eine Woche internistische Klinik wegen Bluthochdruckkrise
Beobachtung, Herzsono und Doppler Halsgefäße o.B.
Vorübergehend ein drittes Medikament (Blutdrucksenker, Name vergessen)
Noch in Klinik abgesetzt

Aktuell (März 2018):
Beloc-Zoc mite 47,5 mg
L-Thyrox 100 mikrogr

Nach wie vor schwere Symptome, Depression, Angst, Heulkrämpfe, Kopfsymptome, "Gruselgefühl" in Brust- und HWS und im Kopf
Unfähig zu einem normalen Alltag.

Katharina
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Katharina » Dienstag, 29.05.18, 7:31

Liebe Beate!

Im Einzelgespräch wurde ich versuchen zu klären was Dir da gut tut was nicht und das Du das Du so möchtet und nicht anders .

Wenn man nur wüsste war Dir gestern Abend etwas Erleichterung geschaffen hat.
Ich würde mir so wünschen dass es Teilbereiche gibt die du mit nehmen andere ablehnen kannst dort
Das würde ich im Gespräch betonen den das hebt Dein Mitbestimmungsrecht.

Du hast Recht allein bei Dir ohne Abnahme des häuslichen das schlagt Die über den Kopf Zusammen.
Versuch um 13h auf den Tisch zu hauen: ich bezahle Euch gewährleistet mir meint Persönlichkeit in den ihr mich nicht zwingt und anzweifelt wie in den Kassenkliniken wie einen ERBÄRMLICHen Patienten
ERBÄRMLICH die ich mich seit...
Kreativ bin ich ich
Beruflich bin ich ...
also haltet mich nicht für dumm, unkonstruktiv und lasst neu besprechen was mit hier gut tut für xxx Euronen am Tag.
Ich denke an Dich
Viel Kraft viel viel Kraft für Dich,
Katharina
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Jofab
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Jofab » Dienstag, 29.05.18, 8:08

Morgen liebe Beate,

tut mir sehr leid, dass es für dich eher schlimmer wird als besser.
Du schreibst, du hast gestern alles mitmachen können.

Möglicherweise ist das zuviel für dich. Körperlich. Ich merk ja diese Yogastunden auch, dass es mich sehr
anstrengt und mir geht es körperlich besser als dir.

Und das macht sich dann auch beim Spazierengehen bemerkbar.

Schlimm finde ich, dass du kaum Kraft hast und dann noch so vehement für deine Belange kämfen
musst ! Du merkst am besten, was dir gut und was nicht !

Und du zahlst selbst - also bestimmst du auch für dich !

Aber es wär schon gut, wenn du erstmal dort bleiben könntest.
Lass dich nicht unterkriegen !

Alles Liebe und :fly: fürs Gespräch heute
Ilse
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Nillo
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Nillo » Dienstag, 29.05.18, 8:34

Jofab hat geschrieben:
Dienstag, 29.05.18, 8:08

Und du zahlst selbst - also bestimmst du auch für dich !
Hallo.

Ich muss euch da leider immer wieder widersprechen. Es ist eine Klinik und kein Erholungsurlaub. Was wäre denn, wenn Beate wirklich ausschließlich psychisch erkrankt ist und am Ende des Aufenthaltes deswegen kein Therapieerfolg zu sehen ist? Dann geht gerade bei Selbstzahlern das Theater los.

Liebe Beate,

Ich möchte dir einfach nochmal ins Gewissen reden. Wenn jeder Schritt schon fast triggert, sollte das ein Alarmzeichen sein. Ich möchte einfach nicht, dass dir das selbe wie mir passiert. Ich sah die Klinik auch als letzte Rettung und dachte es geht nicht mehr zu Hause. Und dann? Seitdem liege ich 10 Monate im noch schlechteren Zustand und wünschte ich hätte den Zustand vor der Klinik.

Irgendwann MUSST du auch wirklich raus und ich kann mir nicht vorstellen, dass du bei dem Druck und dem Programm davon profitierst.

Lg
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10.01.2017: Einnahme von einer Tablette Levofloxacin, alles wieder von vorne!
21.03.2017: nach mehreren Zahnbehandlungen weitere Verschlechterung aller Symptome
31.05.2017: Zustand weiterhin sehr schlecht, Augenprobleme massiv, körperliche Leistungsfähigkeit fast bei 0
07.08.2017: zwischenzeitlich mal etwas besser in der Psychosom. Klinik, danach nach Sonnenbad so schlecht wie am Anfang...
22.08.2017: Augen wieder deutlich schlechter. Unruhe besser. Aber bei kleinster körperlicher Anstrengung massiv Druck in Brust
17.10.2017: leichte Besserung, körperlich etwas besser aber bei kleinster Anstrengung massiv Druck in Brust, Hochstimmung bei kleinster Anstrengung und Freude
14.11.2017: massive Verschlechterung, Depersonalisation, Derealisation so schlimm wie nie, körperlich zu nichts fähig.
08.01.2018: minimale Verbesserung, Depersonalisation und Derealisation besser. Körperlich etwas leistungsfähiger, massives Körpertemperaturproblem
13.01.2018: Derealisation und Depersonalisation wieder voll da.
02.02.2018: komplett bettlägrig, Körpertemperaturproblem, Herz bei kleinster Anstrengung, Kopf mal leer mal angespannt, grausam
29.04.2018: Depersonalisation löst sich langsam auf. Körperlich geht nix, bettlägrig. Kopf schwillt bei kleinster Anstrengung an, Augenproblem massiv und schwankend, kein Schlaf
15.06.2018: Körperlich leichte Besserung. Hülle über ganzem Körper und Augen. Keine Gefühle. Wahrnehmungsstörungen, komischer Kopf, kein Schlaf

Katharina
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Katharina » Dienstag, 29.05.18, 8:55

Hallo!

Beate hat bildgebende Diagnosen.

Zuhause ist sie ohne jegliche Hilfe.
Nichts. Jede Wegstrecke ist mit den Auto zu fahren.
Dort wird sie auswählen.
Und lassen es ihr nicht passt.

Es triggert an schlimmsten das Alleingelassen Sein dass ist Zuhause extrem.

Das triggert seit Monaten. Wenn du nicht mal eben allein in einen Edeka gehen zu weit weg/Fahren kannst wg Schwindel
dich kaum zum zwei Hunde kümmern kannst und nochmal, keiner hilft. Bzw du quasi betteln musst.

Es gilt jetzt scharf das pro und contra abzuwägen.
Und Beate wird raus.

Bitte ( und bitte verstehe das nicht falsch vorallem aber nicht gegen dich,) es mögen Unterschiede sein zwischen Dir und der Klinik in der Du warst.

Beate, viel Glück heute Mittag.

Ich verstehe was und wie du es meintest, Nillo.

Katharina
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von lunetta » Dienstag, 29.05.18, 10:21

Liebe Beate!

Vielleicht kannst du beim Einzelgespräch darum ersuchen, dass man eventuell von dort aus doch eine gewisse Diagnostik anstrebt, und du von dort aus gebracht wirst, wo eben auch immer diese durchgeführt werden könnten.

Man stelle sich vielleicht mal vor, es ist wirklich ein Wirbelsäulenproblem oder was weiß ich was, und du verbringst dort Woche um Woche, und es ändert sich nichts, weil das Grundübel nicht angegangen wird.
Es muß ja irgendwo zwischen Po und Kopf was sein, was diese Symptome macht und erst wenn wirklich NICHTS gefunden wird, und vor allem wenn man dahingehend nichts behandelt, dann laß ich mir einreden dass es noch immer vom Absetzen kommt.

Beate, du hast ja auch schon Diagnosen, dass bei deiner WS Schäden sind, und auch dahingehend sollte man irgendwie versuchen in Richtung Heilung oder Besserung zu gehen, sonst ist das ein Teufelskreis mit WS-Schaden, Muskelverspannungen, eingeengte Nervenkanäle usw.

GLG und ich halte dir heut um 13.00 die Daumen!
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Katharina » Dienstag, 29.05.18, 10:24

Genau,
die MRT Bilder können die dick schicken lassen sie sind dick aktuell.

Liebe Beate, entschuldige wenn ich hier so schreibe.

Alles Glück für heute Mittag.
🥊 Katharina
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von padma » Dienstag, 29.05.18, 11:11

liebe Beate, :)

ich denke, dass du gute Chancen hast, deine Bedingungen durchzusetzen.
Die Klinik ist neu, noch lange nicht ausgelastet und sie brauchen Patienten.

In deinem Zustand ist das sicher sehr schwierig, aber je selbstbewusster und klarer du auftrittst umso besser.

Ich drücke dir die Daumen, :hug:
liebe Grüsse,
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Frakkivana » Dienstag, 29.05.18, 14:52

Hallo Ihr Lieben,

vielen lieben Dank.

Ich hatte gerade ein sehr gutes Gespräch. Vom Yoga bin ich jetzt abgemeldet komplett, das sind zwei Termine weniger. in der Gruppentherapie darf ich aufstehen oder mich auf so ein Sitzkissen setzen, wenn ich auf dem Stuhl nicht mehr sitzen kann. Ich darf jederzeit in den Turnraum, um dort meine Entspannungsübungen zu machen. auf dem Bett geht das ja nicht.

Man erkennt meine körpertherapeutischen Kompetenzen und meine seelische und körperliche Not an
Ich möchte dem ganzen weiterhin eine Chance geben.

Ich kann so einfach nicht nach Hause. Ich würde völlig zusammenbrechen, wenn ich hier auch wieder keine Hilfe bekomme. Und unterm Strich fühle ich mich hier deutlich sicherer als daheim.

Jetzt liege ich allein unter "meinem " Apfelbaum. Ich habe mittags zu viel gegessen und kann mich kaum bewegen.

erst um halb 5 ist Vorstellungsrunde mit den drei neuen Patienten. Genug Pause bis dahin.

Es geht mir jetzt abgesehen vom Magen etwas besser.
klar, ich drehe besonders morgens sehr am Rad. Aber das tat ich zu Hause ja auch so schlimm. Man vergisst sowas so leicht. Und dort gibt es keine Nachtschwester, die mir ein heißes Gelpack und einen Tee bringt, wenn ich um vier Uhr morgens aufwache und verzweifelt daliege und nicht mehr einschlafen kann

In den Gesprächen bohren wir jetzt nicht mehr zu sehr in der Tiefe nach Möglichkeit. nur an den Themen, die ich will, Umgang mit dem Alleinsein, Einsamkeitsgefühl, abgelehnt sein. Ich hoffe, dass ich da ein wenig Hilfe bekomme, denn das kann auch im Entzug hilfreich sein.

Ich sehe weiter, Tag für Tag. Im Moment kann ich mir nicht vorstellen, hier wieder komplett bettlägerig zu werden. Wenn ich jetzt nach Hause ginge, wäre das eher der Fall.

Ich sehe hier ja auch,.wie es läuft. Ich bin die dritte Woche hier und ich hatte keinen Besuch und nur einen Anruf von einer meiner Schwestern. Whatsapp Kontakte nur zu meiner Bekannten, die die Hunde hütet. es ist, als gäbe es mich da draussen für niemanden mehr.

hier habe ich Ansprache und erfahre auch Wertschätzung. Und im Zimmer habe ich jetzt immer Nüsse und Obst für den Notfall. einen Wasserkocher zum Tee kochen und Wasser sowieso.

Mal sehen. Die Symptome habe ich trotzdem. Und die Wauzis fehlen mir ganz entsetzlich.

Aber ich hoffe so sehr, dass es bald wieder besser wird.

Danke nochmals für Eure Unterstützung und Eure Meinungen. egal, in welche Richtungen sie gehen, sie helfen mir, mich zu sortieren.

Alles Liebe
Beate
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18.04.2017
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Seit 2001 Citalopram 20 mg wegen Schwindel und Angstzuständen.

2007 nach Schwächeanfall Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis
Eindosieren mit L-Thyrox bis auf 125 Mikrogramm
Insgesamt seit Einnahme von Citalopram 45 kg zugenommen

2015 Citalopram runterdosiert auf 10 mg, ganz gut.
Umstellung auf glutenfreie Ernährung. Daraufhin in 1 Jahr 20 kg abgenommen

2016 im Sommer wieder mehr Schwindel. Dann kamen Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, Einschlafprobleme und "Blitze im Kopf " dazu.
Machte mich arbeitsunfähig.

Psychiater stellte um auf Escitalopram 5mg
L-Thyrox von 125 auf 100 Mikrogramm reduziert
Keine Änderung der Symptomatik.

Oktober 2016 EKG beim Kardiologen. QTc-Zeit verlängert. Er riet zum Absetzen von Citalopram

Nach ärztlichem Rat erst im November 4 Wochen lang jeden 2. Tag Escitalopram 5 mg, im Dezember noch jeden 3. Tag, ab Januar dann ganz aufgehört.

Seitdem kontinuierlich immer schlechterer Zustand.
Dauerrauschen im Kopf, Dauerschwindel, Benommenheit, Wattegefühl, Schwäche, Angst , Brain zaps, Schlafprobleme , Unfähigkeit, den Alltag zu meistern. Totale Verzweiflung, Dauerweinen, Hoffnungslosigkeit.

25.04.17
Knall. Totale Panik wegen Brain zaps, massiven Schwindels, Problemen mich zu orientieren.
Notfallmässig zu einem Allgemeinmediziner mit Naturheilverfahren.
Infusion mit homöopathischen Mitteln, Akupunktur, ohne Erfolg

04.05.17
Weiterhin schwere Symptome, kann nur im Bett liegen, morgens bis früher Nachmittag am schlimmsten. "Kopfattacken", Schwindel bis zur Orientierungslosigkeit, komme nur mit Mühe zur Toilette, Heulkrämpfe vor Angst.
Presselin Nervenkomplex
Bringt mir nichts.

25.6.17
Mein Mann trennt sich von mir und wirft mich aus dem Haus.

4 Monate Leben aus dem Koffer

Ende September 2017
2 Wochen Psychiatrie, völlig ausgebrannt, starke Depressionen plus Ängste zu den körperlichen Symptomen dazu.
Versuch mit Tavor: paradoxe Reaktion, Herzrasen
Atosil : ebenso
Sertralin: 5 Tage, dann abgesetzt wegen zu starker Nebenwirkungen, schlaflos, starke Angst
Behandelnde Ärztin frei von jeglicher Empathie, setzt mich stark unter Druck, da Teilnahme an Therapien kaum möglich . Während des gesamten Aufenthalts dauerhaft hoher Ruhepuls um die 100 und zu hoher Blutdruck
Entlasse mich selbst entnervt nach 14 Tagen

Im Anschluss zu einem Arzt/Psychotherapeut.
Gegen den zu hohen RR:
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Opipramol 50 mg und
Olanzapin (Dosierung vergessen)
Olanzapin nach 10 Tagen abgesetzt, Opipramol nach 2 Wochen
Ich vertrage nichts mehr! Macht alles nur schlimmer

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Eine Woche internistische Klinik wegen Bluthochdruckkrise
Beobachtung, Herzsono und Doppler Halsgefäße o.B.
Vorübergehend ein drittes Medikament (Blutdrucksenker, Name vergessen)
Noch in Klinik abgesetzt

Aktuell (März 2018):
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Nach wie vor schwere Symptome, Depression, Angst, Heulkrämpfe, Kopfsymptome, "Gruselgefühl" in Brust- und HWS und im Kopf
Unfähig zu einem normalen Alltag.

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