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Liebe ADFDler,

aktuell ist im Forum viel los. Das Team steht gern unterstützend zur Seite, die Teammitglieder können aber derzeit aufgrund der wachsenden Teilnehmerzahl, persönlicher Abwesenheit oder individueller Konstitution oft nicht mehr zeitnah oder sehr ausführlich antworten.

Daher freuen wir uns über alle, die im Sinne der Selbsthilfe andere unterstützen, ihre persönlichen Erfahrungen einbringen und/oder wichtige Infothreads an neue Teilnehmer verlinken.Ein Schwerpunkt des Forums ist die gegeseitige Unterstützung und Begleitung, dazu kann jeder seinen Teil beitragen!

Infothreads:
Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen
Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen
Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Bitte stöbert, lest quer und nutzt die Suchfunktion.

Viele Grüße vom Team

Wiedereindosierung kleiner Mengen eines AD

Wenn moderne Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
LinLina
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Wiedereindosierung kleiner Mengen eines AD

Beitragvon LinLina » Freitag, 12.05.17, 9:48

Hallo :group:

Wir haben immer wieder Mitglieder, die zu schnell abgesetzt haben und die entweder schon unter Symptomen leiden oder wo die Gefahr besteht dass sie noch verzögert schwere Symptome bekommen.

Wir empfehlen dann meist eine kleine Menge wieder einzudosieren, je nach dem wie lange das Absetzen her ist und wie hoch die letzte Dosis war, meist nur 1-2 mg.

Der Versuch einer Wiedereinnahme einer kleinen Menge macht vor allem in den ersten Wochen nach dem Absetzen Sinn, es kann aber teilweise auch nach wenigen Monaten noch funktionieren. Es gab auch einzelne Fälle, wo nach vielen Monaten eine Wiedereinnahme hilfreich war, aber das ist eine Abwägungssache und das würde ich nicht pauschal empfehlen.

Ausführlich ist diese Empfehlung auch in unserer FAQ beschrieben.

Es ist passiert häufig, dass Betroffene entweder nicht wieder eindosieren wollen, weil sie das Medikament einfach weg haben wollen, oder sich nicht trauen es wieder einzunehmen. Dann gibt es noch die Variante dass man sich einfach nicht vorstellen kann, dass kleine Dosierungen eine Auswirkung haben. All das ist verständlich.

Betroffene lassen es dann entweder ganz, oder nehmen eine viel zu hohe Dosis ein, die schlimmstenfalls auch paradoxe Wirkungen haben kann bzw. relativ häufig starke Unverträglichkeitsreaktionen hervorruft. Auch kann man häufig bei hohen Dosierungen aufgrund von vermehrten Nebenwirkungen nicht mehr gut bewerten, ob die Wiedereindosierung einen positiven Effekt hat.

Die Wiedereindosierung einer kleinen Menge ist keine Garantie für das Verschwinden von Symptomen, aber meist die einzige Option schwere Symptome abzumildern oder vorzubeugen.

Einige Mitglieder haben gute Erfahrungen damit gemacht, eine kleine Menge wiedereinzudosieren (Ausnahme: Lebensbedrohliche Nebenwirkungen des Medikaments, dann sollte man von einer Wiedereindosierung i.d.R. absehen).

Sollte der Versuch dennoch misslingen, hilft leider meist nur die Zeit, aber es ist wirklich empfehlenswert es vorsichtig auszuprobieren. Man kann sich damit oft schneller stabilisieren und erholen als mit einer "Durchhaltetaktik".

Wenn man sehr unsicher ist bzw. erfahrungsgemäß sensibel reagiert, kann man es auch erstmal z.b. nur mit 0,5 mg oder 0,3 mg versuchen.

So eine kleine Menge lässt sich dann später auch ganz gut absetzen in kleinen Schritten, wenn man sich erstmal stabilisiert hat, man fängt nicht wieder "von vorne an" mit dem Entzug.

Wichtig ist, nicht unbedingt schnelle Verbesserungen zu erwarten und die Dosis auch nicht schnell wieder zu verändern, sondern z.b. erstmal 1-2 Wochen auf 1 mg aushalten bevor man bewertet, ob sich etwas verändert hat und evtl. die Dosis leicht nach oben oder unten anpasst (Ausnahme: starke Verschlechterung durch die Wiedereinnahme, dann sollte direkt abgebrochen werden).

Eine wirkliche Stabilisierung nach dem Wiedereindosieren kann, individuell unterschiedlich, einige Wochen dauern. Wobei sich oft bessere Zeiten (Fenster) mit symptomreicheren Zeiten (Wellen) abwechseln.

Um den Erfolg einer Wiedereindosierung abschätzen zu können, ist es wichtig täglich das Symptommuster und die Stärke der Symptome möglichst genau aufzuschreiben.

Nur so kann man abschätzen, ob sich die Symptome bessern, verschlechtern oder gleich bleiben oder alte Symptome verschwinden und dafür neue Auftauchen. Ohne diese Aufzeichnung ist es sehr schwer, die Wiedereindosierung zu beurteilen.

Bevor man dann wieder ans reduzieren denkt, sollte man optimalerweise mindestens 6 Wochen auf einer konstanten Dosis stabil gewesen sein.

Möchte man z.b. wegen Nebenwirkungen nicht wieder eindosieren oder reagiert mit einer Unverträglichkeit, kann es leider manchmal individuell zu länger anhaltenden und/oder schweren Symptomveräufen kommen, die einige bis viele Monate dauern können bis hin zu Jahren bei protrahierten Entzugssyndromen.

Hier möchte ich gerne Erfahrungen sammeln, vor allem von Mitgliedern, die nach dem vollständigen, zu schnellen Absetzen mit einer kleinen Menge ihres ursprünglichen Medikaments den Entzug abfangen/abmildern konnten um Mut zu machen es zu versuchen.

Schreibt hier gerne eure Erfahrungen und Tipps rein, ob ihr euch mit einer kleinen Menge stabilisieren konntet :-)

Liebe Grüße
Lina
--------------------------------------------------------

Anmerkungen/Nachtrag:

Achtung, dieser thread dient nur dazu, von persönlichen Erfahrungen mit der Wiedereinnahme zu berichten. Fragen zu eurem persönlichen Medikamentenverlauf werden hier nicht beantwortet, bitte stellt diese in eurem persönlichen Thread.

Natürlich gibt es auch einige Betroffene, wo die Wiedereindosierung nicht greift oder nicht vertragen wird. Auch diese Berichte sind wertvoll, um eine informierte Entscheidung zu treffen, und berichtet auch gerne wenn es bei euch nicht funktioniert hat. Es ist einfach ein Versuch, und meiner Erfahrung nach lohnt es sich. Die Chancen, dadurch einem längeren Symptomverlauf vorzubeugen, sind vermutlich meist größer als das Risiko einer Unverträglichkeit, gerade wenn man wirklich kleine Mengen achtsam antestet.
Zuletzt geändert von LinLina am Samstag, 13.05.17, 9:47, insgesamt 1-mal geändert.

JuleK
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Re: Erfolgreiche Wiedereindosierung kleiner Mengen eines AD

Beitragvon JuleK » Freitag, 12.05.17, 12:39

Vielen Dank Lina für den ausführlichen und sehr Hilfreiche Thema.
Ich habe mich lange gewehrt wieder eine kleine Dosis des Duloxetin zu nehmen.
Zu schwer war die Traumatisierung durch die Absetzsymptome und das mangelnde Verständnis sowohl von Freunden und vor allem von den Ärzten,die mir immer wieder signalisiert haben das mit den Medikamenten alles in bester Ordnung ist nur mit mir und meinem Empfinden etwas nicht stimmt.

Ich hab einfach niemandem mehr vertraut,hab festgesteckt in einem Käfig aus Symptomen ,die immer schlimmer wurden und der Angst das es nie mehr besser wird.
Hab dann gedacht ich hab einfach nichts mehr zu verlieren und bin mit 2mg wieder eingestiegen.
Zuerst war ich super skeptisch,hab so langsam auch das vertrauen in meinen Körper und in meine Empfindungen verloren.
Konnte einfach nicht glauben das schon ab dem zweiten Tag die quälendsten Symptome zurück gingen.
Jetzt nehme ich die 2mg seit 4 Tagen und kann wieder ein fast normales Leben führen.

Ich bin den Menschen aus diesem Forum so dankbar das sie mich immer wieder ermutigt haben es zu probieren.

Kann allen die in einer ähnlichen Situation sind nur sagen versucht es bitte, euch zu liebe.

Allen Freunden und Familienangehörigen erzähle ich von meinen Erfahrungen.
Es muss ins Bewusstsein gebracht werden
Meine Cousine will bald langsam absetzen laut Plan des Arztes viel zu schnell,durch die Geschichten der Menschen in diesem Forum und meiner kann sie jetzt vor solchen Erfahrungen vielleicht bewahrt werden.

Alles Liebe und gute für euch alle

Judith
Grunderkrankung:Fibromyalgie,Morbus Bechterew, Chronsche Schmerzen,Rezidivierende Depressionen.
Von Anfang November bis Mitte November 30 mg Duloxetin
Ab Mitte November 60mg Duloxetin
Wegen starker Nebenwirkungen und Mangels eines Arztes der mich ernst nimmt habe ich eigenständig Duloxetin reduziert.
Ab 17.03 eine Woche 50 mg
Ab24.03 eine Woche 40 mg
Ab31.03 eine Woche 30 mg
Ab da gingen die Entzugsymptome schon los.
Hab gedacht das ist nicht schlimm und vergeht bestimmt,weil die Nebenwirkungen mich schon gequält haben.
Hab dann einige Tage auf 20 und dann auf 10 reduziert.
06.04 ganz abgesetzt.
Hab auch kein Duloxetin mehr im Haus.
Hab mich noch nie in meinem Leben so schlecht gefühlt,
hatte nie so viele Körperliche Symptome,die psychischen sind nicht ganz so stark,
da überwiegt die Angst das das nie vorbei geht.
Durchfall,Starke Muskelschmerzen,Engegefühl im Brustkorb,Kopfschmerzen,Kieferschmerzen,Atemprobleme, kurzatmig,Herzrasen,Blutdruckschwankungen.Erschöpfung,null Belastbarkeit,und und und..
Es ist schwer das alles als Absetzsymptome zu akzeptieren und nicht ständig zum Arzt zu rennen,
was für mich auch sehr schwer ist,da ich das Vertrauen in die weiße Zunft verloren hab
9.05.2017 12 Kügelchen
10.05.2017 12 Kügelchen = 2mg
Novalgin 500 bei Bedarf
Fischölkapseln
11.05.2017 -21.05 =2mg :party2: Symptome fast vollständig Verschwunden
Seit 23.05 fühle ich mich wieder stark Depressiv ,schlimmer als vorher.
26.05. 13 Kügelchen abwarten,aber ich fühle mich nicht gut.
27.05 14 Kügelchen Körperliche Symptome schlimmer
28.05 14 Kügelchen keine Besserung
29/30/31.05 14 Kügelchen geht mir nach wie vor schlechter Schwindel Durchfall Brainzapps Druck im Nackenbereich
Seit 3.6 900 mg Johanniskraut täglich
Seit 5.6 zunehmend schlechter wieder starke Symptome.
9.6 Johanniskraut abgesetzt.
13.06.2017 2mg Duloxetin
14.06 2 mg Symptome werden langsam milder,aber sehr depressiv und verzweifelt.
15.06 2mg Duloxetin je 1 Tabl. Schüsslersalz 5 +7
16.06 2 mg+ 2 mal 1 Novalgin a 500 mg, Druck im Nacken und Hinterkopf,Schmerzen,Gefühl von Anfluten mit Schwindel im Kopf.
21.06 Bin seit einigen Tagen weitgehend stabil bleibe jetzt für ca 14 Tage bei dieser Dosis.
2mg Duloxetin 2- 3mal 1 Tabl Neurexan, Novalgin bei Bedarf
Seit 21.06 Täglich 2m Duloxetin = 12 Kügelchen Novalgin und Neurexan bei Bedarf.
Weitgehend Stabil bei Anstrengung Brainzapps ab und zu Schwindel.
Seit 16 .07 11 Kügelchen geht mir gut damit,aber ich warte noch ab.
Seit 27.07 12 Kügelchen =2mg
Seit 24.08 11Kügelchen geht mir gut damit werde 4 Wochen dabei bleiben.
Rhus Tox D12 3 mal 4 Globuli war ein Fehler !
Geht mir so richtig schlecht
Ab 6.09.2017 2mg Duloxetin
Bleibe für ca 3 Monate bei dieser Dosis
Seit 15.092017 2mg = 6 Kügelchen abends und morgens
Seit 28.09.17 Zusätzlich 75mg Voltaren resinat,20 mg Pantozol,200mg Aciclovir.
Seit 14.11.17 6 Kügelchen morgens 5 Kügelchen abends
Voltaren 50 mg Tlidin 50/4 Pantozol 20 mg

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Re: Wiedereindosierung kleiner Mengen eines AD

Beitragvon LinLina » Mittwoch, 17.05.17, 7:56

WaldundWiese hat im Oktober 2016 Citalopram ganz abgesetzt, bekam Absetzsymptome im Januar 2017 und konnte sich mit der Einnahme von 2 mg stabilisieren:

Ich wollte nach langer Zeit nun mal berichten, wie es mir geht.
Ich habe seit Mitte Januar täglich 2mg genommen, am Anfang konnte ich schnell eine Besserung spüren, bis es mir aber vollends richtig gut damit ging, gingen schon eeeiiinige Woche ins Land :)
Nach meinem letzten Post Anfang März ging es dann bergauf und hat sich nun mehrere Wochen gehalten in denen ich mich echt super gut gefühlt habe.
Nun habe ich letzten Samstag beschlossen, das es Zeit es der Reduktion den Kampf anzusagen und habe auf 1,6mg täglich reduziert.
Was soll ich sagen? Es geht wieder los :D
Habe seit Montag vermehrt Angstgedanken, heute morgen eine Mini-Panikattacke. Ich träume wieder unheimlich viel und stark.
Kenn ich alles schon, kommt wirklich vom Citalopram. Von depressiven Gedanken ist zum Glück weit und breit keine Spur...
Man muss wohl einfach durch...
Ich bin echt froh, das ich dieses Forum gefunden habe und das ich es am eigenen Leib nachvollziehen konnte, dass darum das Absetzen des Citaloprams schuld ist!
Mein Hausarzt hat mich übrigens ausgelacht, als ich ihm von meinen 2mg erzählt habe - aber das ist mir egal! Ich mach es dennoch, denn ich merke, dass es so richtig ist!


viewtopic.php?p=192672#p192672

Arianrhod
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Re: Wiedereindosierung kleiner Mengen eines AD

Beitragvon Arianrhod » Mittwoch, 17.05.17, 14:59

Vielen Dank für diesen thread,
das gilt auch für Neuroleptika.

Als ich damals Amisulprid zu schnell abgesetzt habe, dachte ich, das funktioniert wie ein kalter Drogenentzug - ich muss Schüttelfrost, Übelkeit, Panik, Schmerzen, Hallus einfach nur durchhalten - und voila, nach 2- 3 Wochen bin ich draußen. Ich wußte, es gibt Leute, die schaffen das.
Nur: Der Psychopharmakaentzug verläuft anders als eine Drogenentgiftung. Es wurde nicht besser, sondern schlimmer - und es ging Monate.
Dessen muss man sich bewusst sein, daher in der Tat besser, wieder eine kleine Menge einzuschleichen, als das ZNS durch kalten Entzug völlig durcheinanderzubringen.

liebe Grüße Arian
2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=10634&p=120447#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

Jamie
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Re: Wiedereindosierung kleiner Mengen eines AD

Beitragvon Jamie » Freitag, 19.05.17, 12:40

 ! Nachricht von: Jamie
Hallo nutzerrk, ich habe dir einen eigenen Thread erstellt. Hier: viewtopic.php?f=35&t=13244

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Re: Wiedereindosierung kleiner Mengen eines AD

Beitragvon ivonne » Mittwoch, 24.05.17, 11:36

Hallo.

Ich habe Escitalopram nach einem Jahr ziemlich kalt abgesetzt. Daraufhin ging es mir nicht sehr gut. wollte eigentlich nicht wiedereindosieren, da ich ohne auskommen wollte und Angst vor Nebenwirkungen hatte. Ich habe es dann doch getan und eine minimenge von ganzen 0,25mg genommen. Damit habe ich nicht alle Absetzerscheinungen weg bekommen, aber mir ging es nach einigen Tagen deutlich besser.
Es lohnt sich also! Jetzt reduziere ich in 0,05mg-schritten und habe trotzdem kleine Probleme nach dem reduzieren. Das zeigt ja nur, was fuer ein teufelszeug das ist.
April 16 mit escitalopram 5mg angefangen, nach 2 Wochen auf 10mg.
Feb 17 runter auf 5mg
Rund um den 4./5. März 17 auf null.

Jetzt leichter dauerschwindel, Übelkeit, appetitlosigkeit, Antriebslosigkeit, Watte im Kopf.

9.april 17: 0.25mg, stabiler nach etwa 10 tagen
5.mai 17: 0,2mg, leichte unruhe, intensivere traeume, nachtschwitzen nach ca 5 tagen, krass, dass so eine kleine dosis so viel ausmacht...bin schockiert!
22.juni 17: 0,15mg, nach 1.5 Wochen mehr benommenheit, Schwindel, sehstörungen :evil:
12. juli 17: 0,10mg
19. august: 0,05mg, nach 3 wochen mehr tinnitus, extrem muede, leicht watte im kopf. davor 3 wochen lang ein laaanges tolles fenster :)
19. Sept: 0,025mg nach 3 Wochen watte im kopf, müde und schlapp
9. oktober: 0mg :party2:

Was ist geblieben? Tinnitus, speziell vor der Regel mehr müde und mit watte im Kopf und Herz-rhythmus-störungen. Die Erkenntnis, dass wiedereindosieren mich gerettet hat und ich hoffentlich nie wieder ADs anrühren werde.

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Re: Wiedereindosierung kleiner Mengen eines AD

Beitragvon Gismo2 » Mittwoch, 31.05.17, 12:34

Ich habe die gleichen Probleme

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Re: Wiedereindosierung kleiner Mengen eines AD

Beitragvon Apintofbit » Sonntag, 25.06.17, 23:57

ivonne hat geschrieben:Hallo.

Ich habe Escitalopram nach einem Jahr ziemlich kalt abgesetzt. Daraufhin ging es mir nicht sehr gut. wollte eigentlich nicht wiedereindosieren, da ich ohne auskommen wollte und Angst vor Nebenwirkungen hatte. Ich habe es dann doch getan und eine minimenge von ganzen 0,25mg genommen. Damit habe ich nicht alle Absetzerscheinungen weg bekommen, aber mir ging es nach einigen Tagen deutlich besser.
Es lohnt sich also! Jetzt reduziere ich in 0,05mg-schritten und habe trotzdem kleine Probleme nach dem reduzieren. Das zeigt ja nur, was fuer ein teufelszeug das ist.


Hallo ivonne.

ich wollt fragen,wie du die 0,25 mg Escitalopram dosiert hast ? Mit Tropfen oder Tabletten in Wasser gelöst? Wie lang hälst du eine Dosis? 4 Wochen? Vielen Dank im Voraus.

Lg und Genesung,
Chris
Seit 2015 Escitalopram 10 mg

am 09.02.17 7,5 mg

am 20.3.17 5mg

am 8.6. 0 mg auf Absprache von Psychiater hin.

25.06.17: Schlafstörungen, starke Benommenheit, Depressivität (keine Lust auf nichts, starke Grübelei: Was könnten andere von mir denken?, Unkonzentriertheit)

28.6. 1mg
3.7. 0,5 mg
10.7 3mg
14.7. 5 mg
23.7. 3 mg
8.8. 4mg
15.8. 5mg
20.8. 6mg

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Re: Wiedereindosierung kleiner Mengen eines AD

Beitragvon Jamie » Montag, 26.06.17, 8:47

 ! Nachricht von: Jamie
Hallo Chris, bitte schau auch hier mal rein, falls noch nicht geschehen, danke:
viewtopic.php?f=16&t=10923&p=196944#p196944

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Re: Wiedereindosierung kleiner Mengen eines AD

Beitragvon ivonne » Samstag, 01.07.17, 20:35

Hallo Chris.
Ich löse 5mg in Wasser auf und nehm dann das was ich haben soll.
Ich halte die Dosis je nach befinden, aber mindestens 4 Wochen.
Habe vor 1,5wochen wieder reduziert um ganze 0,05mg und merke das gerade wieder in Form von benommenheit und leichten sehstörungen. Echt Wahnsinn...hätte ich nie erwartet. Es ist selten dass ich ganz klar im Kopf bin, setze aber trotzdem weiter ab...
Wünsche dir auch alles gute!!!
April 16 mit escitalopram 5mg angefangen, nach 2 Wochen auf 10mg.
Feb 17 runter auf 5mg
Rund um den 4./5. März 17 auf null.

Jetzt leichter dauerschwindel, Übelkeit, appetitlosigkeit, Antriebslosigkeit, Watte im Kopf.

9.april 17: 0.25mg, stabiler nach etwa 10 tagen
5.mai 17: 0,2mg, leichte unruhe, intensivere traeume, nachtschwitzen nach ca 5 tagen, krass, dass so eine kleine dosis so viel ausmacht...bin schockiert!
22.juni 17: 0,15mg, nach 1.5 Wochen mehr benommenheit, Schwindel, sehstörungen :evil:
12. juli 17: 0,10mg
19. august: 0,05mg, nach 3 wochen mehr tinnitus, extrem muede, leicht watte im kopf. davor 3 wochen lang ein laaanges tolles fenster :)
19. Sept: 0,025mg nach 3 Wochen watte im kopf, müde und schlapp
9. oktober: 0mg :party2:

Was ist geblieben? Tinnitus, speziell vor der Regel mehr müde und mit watte im Kopf und Herz-rhythmus-störungen. Die Erkenntnis, dass wiedereindosieren mich gerettet hat und ich hoffentlich nie wieder ADs anrühren werde.

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Re: Wiedereindosierung kleiner Mengen eines AD

Beitragvon Sianala » Samstag, 15.07.17, 17:02

Hallo Linlina,

Ich bin ganz neu hier, hab aber schon einiges gelesen, und moechte mich fuer deinen Artikel bedanken, haette ich nur früher von diesem Forum gehört!
Nun bin ich dabei, auszuschleichen, aber trotzdem unsicher, ob ich es richtig mache

Liebe Gruesse Sianala :) :)
Vor 6 Jahren Diagnose CMD. Diese Erkrankung fuehrte im Lauf der Jahre zum Zusammenbruch 2015. 2 Monate Psychiatrie, aufgrund von Zwangsgedanken, depress. Verstimmung, Angststoerung, posttraumat. Belastungsstoerung, Bluthochdruck, rasende Kopfschmerzen.
Benzo bekam ich schon vorher gegen die Panikattacken, hab es schon länger vor dem Klinikaufenthalts rausgeschrieben, keine Probleme.
Blutdruckmedikamente
Morgens Elontril
Abends Quetiapin, anfangs 200mg, im Spätherbst 2016 reduziert, 50 mg Schritte, bis auf
12,5 mg vor ca. 7Wochen, dann auf Null,
1 Woche danach Hautjucken, Schwindel, Tagesmuedigkeit, kaum Schlaf, beginnende Magen-Darmstoerung, Uebelkeit,mehr Rückenschmerzen, erschöpft, wackelig auf den Beinen

Am 1.07.2017, nachdem ich hier mit gelesen habe, vorsichtig 2mg wieder ein dosiert,
am 10.07.2017 auf 3mg erhoeht.
Nach wie vor Uebelkeit,Aufstoßen, Benommenheit im Kopf,Kribbeln im Koerper, oft sehr schnell erschöpft, Rueckenschmerzen. :frust:
Vitamin B Komplex, Q10, Innere Ruhe von Baerbel Drexel,
In homoeopatischer Behandlung, tolle Homöopathin,sie hat mir schon so oft geholfen.
Ein Jahr Verhaltenstherapie, mit EMDR Sitzungen, hat bei den Zwangsgedanken gut geholfen, sie sind so gut wie verschwunden.

18.07.2017 Quetiapin auf 5 mg aufdosiert.
Rücken und Bauch machen massiven Ärger
Schlaf ca. 6,5 STD. Ist besser geworden
Vitamine etc. erstmal weggelassen

24.7.2017. Uebelkeit besser, aber total müde, könnte im Stehen einschlafen, Stimmung etwas runter

01.07.2017. Es geht mir etwas besser, dafür hab ich jetzt Herzstolpern bekommen, und nehme seit 3 Tagen wieder Q10, hat schon mal geholfen, und um das Herz zu unterstützen, Strophactiv Tropfen , homöopathisch in D4, das hat mir mal ein Heilpraktiker empfohlen.
01.09.2017. Habe mir Baldrian 500mg gekauft, und hoffe, das die Unruhe etwas reduziert, und das der Schlaf besser wird.
14.09.2017 Baldrian hab ich gut vertragen, hat aber auch nach 14 Tagen nicht wirklich abgeschlagen.
15.09.2017 Meine Aerztin hat mit Neurexan empfohlen, es hat tatsächlich geholfen, der Schlaf wurde besser, und ich habe mehr Energie.
20.09.2017 schlimme Attacke nachts, mit rasenden Kopfschmerzen, Herzrasen, heißem Kopf.

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Re: Wiedereindosierung kleiner Mengen eines AD

Beitragvon LinLina » Samstag, 15.07.17, 17:31

Hallo Sianala :-)

Danke dir - und willkommen bei uns im Forum :-)

Du kannst gerne hier deinen eigenen Thread aufmachen viewforum.php?f=35 und uns mehr von dir erzählen. Dort kannst du dann auch Antworten zu deinem bisherigen Verlauf bekommen.

Liebe Grüße
Lina
Ursprünglicher Grund der Einnahme: Schmerzen, PTBS, heftige Unverträglichkeitsreaktion auf Schmerzmittel und Antibiotika (anhaltende Krampfanfälle)

Lorazepam: 1,5 mg von 7/2014 - 10/2014, dann 4 Monate schrittweiser Entzug (sehr heftig) und seit 8.2.2015 komplett abgesetzt :-)

Mirtazapin: Winter 2014/15 bis 30 mg für Benzo-Entzug, langsames und mühsames Absetzen seit März 2015.

Mein Medikamentenverlauf :schnecke: :
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Seit 31.10.2017: 0,45 mg Mirtazapin / Mein Thread

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Re: Wiedereindosierung kleiner Mengen eines AD

Beitragvon Annanas » Dienstag, 18.07.17, 8:22

 ! Nachricht von: Annanas
Hallo Blaukraut, habe dir hier einen eigenen Thread erstellt viewtopic.php?f=35&t=13428 lG Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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14.11.2017 26. Red. um 1,2 mg auf 10,5 mg (10%)


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Re: Wiedereindosierung kleiner Mengen eines AD

Beitragvon Jamie » Sonntag, 06.08.17, 16:48

 ! Nachricht von: Jamie
hallo Wiesenklee, ich habe dir hier einen eigenen Thread erstellt:
viewtopic.php?f=35&t=13499
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:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


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Re: Wiedereindosierung kleiner Mengen eines AD

Beitragvon Murmeline » Mittwoch, 16.08.17, 10:07

Christian_78 :)

10 Tage nach Wiedereinnahme einer kleinen Teilmenge:

Mir geht es etwas besser. Einige Symptome haben sich deutlich verbessert. So habe ich wieder Appetit, kann mich wieder besser konzentrieren, die Unruhe ist nicht mehr ganz so präsent und mit Ausnahme des morgendlichen Früherwachen (mit Schüttelfrost), schlafe ich auch wieder besser. Es ist zwar noch längst nicht so, dass ich sagen würde es ist stabil, aber es geht aufwärts und das trotz der geringen Dosis. War die letzten Tage viel an der frischen Luft und habe versucht leichten Sport zu treiben.

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Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Wiedereindosierung kleiner Mengen eines AD

Beitragvon LinLina » Freitag, 01.09.17, 10:56

Nochmal von Christian_78, vier Wochen nach der Einnahme einer kleinen Menge

viewtopic.php?f=35&t=13504&p=205846#p205846

da ich denke, dass es sehr wichtig ist für viele Betroffene zwischen all den negativen Geschichten auch mal positive Erfahrungen zu lesen, möchte ich euch mitteilen, dass ich mich seit gestern und somit ziemlich genau vier Wochen nach erneuter Einnahme einer kleinen Dosis wieder stabil fühle. Auch wenn es zwischenzeitlich für mich ein sehr harter Weg war, da ich nie genau wusste ob diese kleine Dosis überhaupt zum Erfolg führen kann und die Absetzerscheinungen sehr intensiv waren, bin ich froh gegen den Willen meines Arztes (er wollte dass ich gleich wieder auf 40mg gehe) auch Euch gehört zu haben! Vielen Dank!

Ich werde nun meinem Körper erst einmal Ruhe gönnen und die Dosis mindestens 2 Monate beibehalten um dann ganz behutsam einen erneuten und dann hoffentlich erfolgreichen Absetzversuch zu starten.
Ursprünglicher Grund der Einnahme: Schmerzen, PTBS, heftige Unverträglichkeitsreaktion auf Schmerzmittel und Antibiotika (anhaltende Krampfanfälle)

Lorazepam: 1,5 mg von 7/2014 - 10/2014, dann 4 Monate schrittweiser Entzug (sehr heftig) und seit 8.2.2015 komplett abgesetzt :-)

Mirtazapin: Winter 2014/15 bis 30 mg für Benzo-Entzug, langsames und mühsames Absetzen seit März 2015.

Mein Medikamentenverlauf :schnecke: :
► Text zeigen
Seit 31.10.2017: 0,45 mg Mirtazapin / Mein Thread

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Re: Wiedereindosierung kleiner Mengen eines AD

Beitragvon Rockola » Montag, 30.10.17, 19:10

Hallo zusammen
Ich war heute bei meiner Psychiaterin und wir haben eine neue Taktik zurechtgelegt.
Ich habe ihr gesagt das ich von Venlafaxin 37,5 mg auf ca 18 mg runterdosiert das vor 4 Wochen und das ging nicht gut.
Ich habe starke Kopfschmerzen und Kieferpressen es wurde immer schlimmer Carlotta hat mich gewarnt dass das zu schnell sei und sie hatte recht.
Jetz nehme ich wieder 21 mg und dazu nehme ich an morgen Cipralex 20mg und zwar drei Tage lang am Morgen die 21 mg Venlafaxin und 1 Tropfen Cipralex nehmen wenn ich es vertrage dann auf 2 Tropfen erhöhen.
Jetzt wollte ich euch fragen geht diese Kombination.

Liebe Grüsse und Danke an euch Nelly
Ich nehme seit ca 13 Jahren Venlafaxin 75mg und Zolpiden
Seit Juli 2016 habe ich Venlafaxin 75mg halbiert also noch 37,5 mg ab Mai 2017 nochmals halbiert auf ca 18mg vor 14 Tagen am 25 August bin ich auf null auch Zolpiden auf null und das war keine gute Idee .
Seit dem 11 September nehme ich wieder 18 mg und das Zolpiden10 zum Schlafen.
Seit dem 14 September nehmenich wieder 37,5 Venlafaxin redart.26.08.2017 das erste mal beim Psychiater
Ausschleichen 18 mg Venlafaxin kein redart sondern Tabletten und zum Schlafen Zolpiden 10mg
Ich habe vor ca 3 Wochen von Venlafaxin 37,5 mg auf 18mg reduziert auf raten der Psychiaterin ging schief und bin jetzt wieder auf 21mg rauf.

greengras
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Re: Erfolgreiche Wiedereindosierung kleiner Mengen eines AD

Beitragvon greengras » Mittwoch, 08.11.17, 19:10

JuleK hat geschrieben:Vielen Dank Lina für den ausführlichen und sehr Hilfreiche Thema.
Ich habe mich lange gewehrt wieder eine kleine Dosis des Duloxetin zu nehmen.
Zu schwer war die Traumatisierung durch die Absetzsymptome und das mangelnde Verständnis sowohl von Freunden und vor allem von den Ärzten,die mir immer wieder signalisiert haben das mit den Medikamenten alles in bester Ordnung ist nur mit mir und meinem Empfinden etwas nicht stimmt.

Ich hab einfach niemandem mehr vertraut,hab festgesteckt in einem Käfig aus Symptomen ,die immer schlimmer wurden und der Angst das es nie mehr besser wird.
Hab dann gedacht ich hab einfach nichts mehr zu verlieren und bin mit 2mg wieder eingestiegen.
Zuerst war ich super skeptisch,hab so langsam auch das vertrauen in meinen Körper und in meine Empfindungen verloren.
Konnte einfach nicht glauben das schon ab dem zweiten Tag die quälendsten Symptome zurück gingen.
Jetzt nehme ich die 2mg seit 4 Tagen und kann wieder ein fast normales Leben führen.

Ich bin den Menschen aus diesem Forum so dankbar das sie mich immer wieder ermutigt haben es zu probieren.

Kann allen die in einer ähnlichen Situation sind nur sagen versucht es bitte, euch zu liebe.

Allen Freunden und Familienangehörigen erzähle ich von meinen Erfahrungen.
Es muss ins Bewusstsein gebracht werden
Meine Cousine will bald langsam absetzen laut Plan des Arztes viel zu schnell,durch die Geschichten der Menschen in diesem Forum und meiner kann sie jetzt vor solchen Erfahrungen vielleicht bewahrt werden.

Alles Liebe und gute für euch alle

Judith



Liebe Judith, ich habe auch gerade cymbalta/duoxetin abgesetzt und mit denselben symptomen zu kämpfen. Ich möchte jetzt auch notgedrungen klein dosiert wieder anfangen, weil ich angst habe, dass sich der derzeitige zustand "einfrIert".
Hast du jede Kapsel ausgezählt? Wie kommst du auf den Wert 12 kügelchen=2mg?
Lg Greengras
***
Diagnose: Fibromyalgiesyndrom
2013 - 2014 Amitriptylin max. 20 mg
2014 - Juli 2017 Duloxetin 60 mg
dann 6 Wochen Duloxetin 30 mg
dann 4 Wochen Duloxetin 10 mg
Seit 30.9. kein Duloxetin
Ab 9.10. Amitriptylin 5 Tropfen (10 mg)

JuleK
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Re: Wiedereindosierung kleiner Mengen eines AD

Beitragvon JuleK » Donnerstag, 09.11.17, 9:03

Hallo Greengras,
Eine gute Idee wieder mit kleiner Menge wieder ein zu Dosieren,mir hat es sehr geholfen und ich drücke die Daumen das es Dir genau so gut hilft.
Ich habe Duloxetin 20 mg von Zentiva.
Hab ca 5 Kapseln durch gezählt um einen Mittelwert zu haben.
Bei mir waren es ich glaube 86 Kügelchen dann habe ich im Dreisatz ausgerechnet wie viel Kügelchen 2 mg Entsprechen.
Die Anzahl der Kügelchen pro Kapsel sind von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich, wäre es gut mehrere durch zu zählen.
Die 12 Kügelchen hab ich dann jeweils in Leerkapseln gefüllt.
Für mich ist es am besten sie in 2 Dosen von 6 Kügelchen zu nehmen.
Bin mittlerweile Stabil und fast ohne Symptome,nehme diese Dosierung jetzt noch bis Ende des Monats und versuche dann ganz langsam zu reduzieren.

Alles Liebe und Kraft
Judith
Grunderkrankung:Fibromyalgie,Morbus Bechterew, Chronsche Schmerzen,Rezidivierende Depressionen.
Von Anfang November bis Mitte November 30 mg Duloxetin
Ab Mitte November 60mg Duloxetin
Wegen starker Nebenwirkungen und Mangels eines Arztes der mich ernst nimmt habe ich eigenständig Duloxetin reduziert.
Ab 17.03 eine Woche 50 mg
Ab24.03 eine Woche 40 mg
Ab31.03 eine Woche 30 mg
Ab da gingen die Entzugsymptome schon los.
Hab gedacht das ist nicht schlimm und vergeht bestimmt,weil die Nebenwirkungen mich schon gequält haben.
Hab dann einige Tage auf 20 und dann auf 10 reduziert.
06.04 ganz abgesetzt.
Hab auch kein Duloxetin mehr im Haus.
Hab mich noch nie in meinem Leben so schlecht gefühlt,
hatte nie so viele Körperliche Symptome,die psychischen sind nicht ganz so stark,
da überwiegt die Angst das das nie vorbei geht.
Durchfall,Starke Muskelschmerzen,Engegefühl im Brustkorb,Kopfschmerzen,Kieferschmerzen,Atemprobleme, kurzatmig,Herzrasen,Blutdruckschwankungen.Erschöpfung,null Belastbarkeit,und und und..
Es ist schwer das alles als Absetzsymptome zu akzeptieren und nicht ständig zum Arzt zu rennen,
was für mich auch sehr schwer ist,da ich das Vertrauen in die weiße Zunft verloren hab
9.05.2017 12 Kügelchen
10.05.2017 12 Kügelchen = 2mg
Novalgin 500 bei Bedarf
Fischölkapseln
11.05.2017 -21.05 =2mg :party2: Symptome fast vollständig Verschwunden
Seit 23.05 fühle ich mich wieder stark Depressiv ,schlimmer als vorher.
26.05. 13 Kügelchen abwarten,aber ich fühle mich nicht gut.
27.05 14 Kügelchen Körperliche Symptome schlimmer
28.05 14 Kügelchen keine Besserung
29/30/31.05 14 Kügelchen geht mir nach wie vor schlechter Schwindel Durchfall Brainzapps Druck im Nackenbereich
Seit 3.6 900 mg Johanniskraut täglich
Seit 5.6 zunehmend schlechter wieder starke Symptome.
9.6 Johanniskraut abgesetzt.
13.06.2017 2mg Duloxetin
14.06 2 mg Symptome werden langsam milder,aber sehr depressiv und verzweifelt.
15.06 2mg Duloxetin je 1 Tabl. Schüsslersalz 5 +7
16.06 2 mg+ 2 mal 1 Novalgin a 500 mg, Druck im Nacken und Hinterkopf,Schmerzen,Gefühl von Anfluten mit Schwindel im Kopf.
21.06 Bin seit einigen Tagen weitgehend stabil bleibe jetzt für ca 14 Tage bei dieser Dosis.
2mg Duloxetin 2- 3mal 1 Tabl Neurexan, Novalgin bei Bedarf
Seit 21.06 Täglich 2m Duloxetin = 12 Kügelchen Novalgin und Neurexan bei Bedarf.
Weitgehend Stabil bei Anstrengung Brainzapps ab und zu Schwindel.
Seit 16 .07 11 Kügelchen geht mir gut damit,aber ich warte noch ab.
Seit 27.07 12 Kügelchen =2mg
Seit 24.08 11Kügelchen geht mir gut damit werde 4 Wochen dabei bleiben.
Rhus Tox D12 3 mal 4 Globuli war ein Fehler !
Geht mir so richtig schlecht
Ab 6.09.2017 2mg Duloxetin
Bleibe für ca 3 Monate bei dieser Dosis
Seit 15.092017 2mg = 6 Kügelchen abends und morgens
Seit 28.09.17 Zusätzlich 75mg Voltaren resinat,20 mg Pantozol,200mg Aciclovir.
Seit 14.11.17 6 Kügelchen morgens 5 Kügelchen abends
Voltaren 50 mg Tlidin 50/4 Pantozol 20 mg

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Re: Wiedereindosierung kleiner Mengen eines AD

Beitragvon JuleK » Donnerstag, 09.11.17, 9:05

Nachtrag;
Ich habe aber keine Erfahrung wie sich Amitryptilin auf die Absetzerscheinungen auswirkt.
Grunderkrankung:Fibromyalgie,Morbus Bechterew, Chronsche Schmerzen,Rezidivierende Depressionen.
Von Anfang November bis Mitte November 30 mg Duloxetin
Ab Mitte November 60mg Duloxetin
Wegen starker Nebenwirkungen und Mangels eines Arztes der mich ernst nimmt habe ich eigenständig Duloxetin reduziert.
Ab 17.03 eine Woche 50 mg
Ab24.03 eine Woche 40 mg
Ab31.03 eine Woche 30 mg
Ab da gingen die Entzugsymptome schon los.
Hab gedacht das ist nicht schlimm und vergeht bestimmt,weil die Nebenwirkungen mich schon gequält haben.
Hab dann einige Tage auf 20 und dann auf 10 reduziert.
06.04 ganz abgesetzt.
Hab auch kein Duloxetin mehr im Haus.
Hab mich noch nie in meinem Leben so schlecht gefühlt,
hatte nie so viele Körperliche Symptome,die psychischen sind nicht ganz so stark,
da überwiegt die Angst das das nie vorbei geht.
Durchfall,Starke Muskelschmerzen,Engegefühl im Brustkorb,Kopfschmerzen,Kieferschmerzen,Atemprobleme, kurzatmig,Herzrasen,Blutdruckschwankungen.Erschöpfung,null Belastbarkeit,und und und..
Es ist schwer das alles als Absetzsymptome zu akzeptieren und nicht ständig zum Arzt zu rennen,
was für mich auch sehr schwer ist,da ich das Vertrauen in die weiße Zunft verloren hab
9.05.2017 12 Kügelchen
10.05.2017 12 Kügelchen = 2mg
Novalgin 500 bei Bedarf
Fischölkapseln
11.05.2017 -21.05 =2mg :party2: Symptome fast vollständig Verschwunden
Seit 23.05 fühle ich mich wieder stark Depressiv ,schlimmer als vorher.
26.05. 13 Kügelchen abwarten,aber ich fühle mich nicht gut.
27.05 14 Kügelchen Körperliche Symptome schlimmer
28.05 14 Kügelchen keine Besserung
29/30/31.05 14 Kügelchen geht mir nach wie vor schlechter Schwindel Durchfall Brainzapps Druck im Nackenbereich
Seit 3.6 900 mg Johanniskraut täglich
Seit 5.6 zunehmend schlechter wieder starke Symptome.
9.6 Johanniskraut abgesetzt.
13.06.2017 2mg Duloxetin
14.06 2 mg Symptome werden langsam milder,aber sehr depressiv und verzweifelt.
15.06 2mg Duloxetin je 1 Tabl. Schüsslersalz 5 +7
16.06 2 mg+ 2 mal 1 Novalgin a 500 mg, Druck im Nacken und Hinterkopf,Schmerzen,Gefühl von Anfluten mit Schwindel im Kopf.
21.06 Bin seit einigen Tagen weitgehend stabil bleibe jetzt für ca 14 Tage bei dieser Dosis.
2mg Duloxetin 2- 3mal 1 Tabl Neurexan, Novalgin bei Bedarf
Seit 21.06 Täglich 2m Duloxetin = 12 Kügelchen Novalgin und Neurexan bei Bedarf.
Weitgehend Stabil bei Anstrengung Brainzapps ab und zu Schwindel.
Seit 16 .07 11 Kügelchen geht mir gut damit,aber ich warte noch ab.
Seit 27.07 12 Kügelchen =2mg
Seit 24.08 11Kügelchen geht mir gut damit werde 4 Wochen dabei bleiben.
Rhus Tox D12 3 mal 4 Globuli war ein Fehler !
Geht mir so richtig schlecht
Ab 6.09.2017 2mg Duloxetin
Bleibe für ca 3 Monate bei dieser Dosis
Seit 15.092017 2mg = 6 Kügelchen abends und morgens
Seit 28.09.17 Zusätzlich 75mg Voltaren resinat,20 mg Pantozol,200mg Aciclovir.
Seit 14.11.17 6 Kügelchen morgens 5 Kügelchen abends
Voltaren 50 mg Tlidin 50/4 Pantozol 20 mg


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