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wie setze ich Mirtazapin ab?

Wenn moderne Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Lara_86
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Re: wie setze ich Mirtazapin ab?

Beitragvon Lara_86 » Mittwoch, 17.05.17, 20:32

Hallo ihr Lieben,

vielen Dank für Eure Beiträge. Ich habe in der Signatur tatsächlich den falschen Monat angegeben. Sorry für die Verwirrung. Habe die Daten angepasst. Ich hoffe, dass die 3,75mg reichen. Aber wie hier schon so oft erwähnt, man muss sich Zeit geben und geduldig bleiben. Das ist wahrscheinlich eine der größten Herausforderungen während der Absetzphase.

Wie läufts denn bei euch? Ich hoffe ihr kommt alle zurecht! :)

Liebe Grüße
Lara
2006: 20 mg Citalopram
03/2015: 20 mg Citalopram kalt abgesetzt
07/2015: 250mg Elontril/ 15mg Mirtazapin
09/2015: Reduzierung auf 7,5mg Mirtazapin
03/2016: 7,5mg Mirtazapin kalt abgesetzt
05/2016: starke Probleme wieder mit 7,5mg begonnen
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morgens wach, Angst, Panik, Weinerlichkeit, depressive Verstimmung, Hoffnungslosigkeit, Brechreiz
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15.05.2017: gut geschlafen- Dosis jedoch zu stark- starke Nebenwirkungen, "wie vom LKW überfahren"
15.05.2017: Reduzierung auf 7,5 mg
16.05.2017: gut geschlafen- Kopfweh- Stimmung besser; Reduzierung auf 1/4 Tablette (3,75 mg?)
17.05.2017: 1/4 Tablette- gut geschlafen, Stimmung gut, etwas nervös
Absetzsymptome zw. 17.05.2017-06.06.2017: Nacken- und Rückenschmerzen, Kopfweh, grübeln, Zwangsgedanken -> erträglich. Dauer der Smptome immer 2-3 Tage.
06.06.2017: Wasserlösemethode: 3,3 mg
04.07.2017: Wasserlösemethode: 2,9 mg
26.07.2017: Wasserlösemethode: 2,4 mg
22.08.2017: Wasserlösemethode: 2.1 mg
16.09.2017: Wasserlösemethode: 1,8 mg
08.10.2017: Wasserlösemethode: 1,5 mg
05.11.2017: Wasserlösemethode: 1,2 mg
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Lara_86
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Re: wie setze ich Mirtazapin ab?

Beitragvon Lara_86 » Donnerstag, 18.05.17, 11:04

Hallo Zusammen,

ich merke heute eine innere Unruhe und wollte mal nachfragen, ob ihr parallel pflanzliche Mittel einnehmt? Ich dachte an Pascoflair (Passionsblume-dient zur Beruhigung und Entspannung). Oder kann die Einnahme mein Nervensystem zusätzlich stressen?
Habt ihr hiermit Erfahrungen sammeln können?

Viele Grüße
Lara
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Absetzsymptome zw. 17.05.2017-06.06.2017: Nacken- und Rückenschmerzen, Kopfweh, grübeln, Zwangsgedanken -> erträglich. Dauer der Smptome immer 2-3 Tage.
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Re: wie setze ich Mirtazapin ab?

Beitragvon Murmeline » Donnerstag, 18.05.17, 11:09

Hallo Lara,

Erfahrungsberichte und Einschätzungen zu Pascoflair findest Du über die Suchfunktion oben rechts und dann das Stöbern in den Beiträgen. Es gibt so viel Wissen hier im Forum, mit etwas Recherche kommt man da weiter :)
search.php?keywords=Pascoflair+
search.php?keywords=passionsblume

Öfter genutzt werden auch Produkte mit Hopfen oder Melisse, Neurexan (Homöopathische Komplexmittel) sowie Bachblüten.

Hier ein Austauschthread zum Thema pflanzliche Mittel: viewtopic.php?p=176192#p176192

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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: wie setze ich Mirtazapin ab?

Beitragvon Lara_86 » Donnerstag, 18.05.17, 11:27

Hallo liebe Murmeline,

entschuldige bitte. Ich hätte tatsächlich erst suchen können. Ich bin es einfach nicht gewöhnt diese Problematik mit anderen zu besprechen und bin nicht davon ausgegangen, dass auch andere nach Lösungswegen wie den Einsatz von pflanzlichen Mitteln suchen. Künftig werde ich erst mal über die Suchfunktion gehen, bevor ich etwas anfrage. Danke dir für den Hinweis. Es ist schön zu wissen, dass man nicht alleine mit diesen Herausforderungen ist. Danke!

Lara
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Re: wie setze ich Mirtazapin ab?

Beitragvon carlotta » Donnerstag, 18.05.17, 13:42

Hallo Lara,

Passionsblume wird häufig gut im Entzug vertragen; es kann aber immer sein - da jeder Körper individuell reagiert -, dass man etwas nicht verträgt, auch wenn viele andere es vertragen. Daher immer kleine Dosierungen zu Beginn antesten.

Und hier noch meine übliche Warnung vor Johanniskraut: Dieses sollte in den Präparaten keinesfalls enthalten sein! Es wirkt ähnlich wie ein synthetisches AD, kann Entzugssymptome triggern und selbst einen Entzug auslösen (und muss daher ausgeschlichen werden). Auch Lavendel kann bei oraler Einnahme problematisch sein und hat u. U. auch ein Abhängigkeitspotenzial.

Die anderen Mittel, die Murmeline :) aufgeführt hat, sind i. d. R. unproblematisch. Aber - wie gesagt - vorsichtig antesten!

Liebe Grüße :group:
Carlotta
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Re: wie setze ich Mirtazapin ab?

Beitragvon Lara_86 » Donnerstag, 18.05.17, 19:34

Hallo ihr Lieben,

vielen Dank für eure Tipps. :)
Heute ist mein Tablettenschneider gekommen- funktioniert mäßig. Ich glaube ich bestelle mir schon gleich die Feinwaage. Damit wird vermutlich eine genauere Dosierung möglich sein. Heute geht es mir gut. Ich bin natürlich schon geneigt zu sagen, ich dosiere nochmal ab und schaue wie es damit klappt. Ich habe durch die 3,75mg morgens total geschwollene Augen, aber ich bin froh, endlich wieder schlafen zu können. Will mich diesbezüglich nicht beschweren. Das Pascoflair werde ich langsam ausprobieren.

Lara :)
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Re: wie setze ich Mirtazapin ab?

Beitragvon Lara_86 » Freitag, 19.05.17, 10:51

Hallo Ihr Lieben,

ich habe den gestrigen Abend genutzt um mich in unserem Forum einzulesen.
Ich habe jetzt u.a. einige Beiträge gesehen, wo Horror Absetzerscheinungen genannt werden. Da ich eine Langzeitbetroffene bin, habe ich aktuell große Angst vorm Absetzen. Jedoch machen mir die Erfolgsgeschichten, die es tatsächlich auch gibt, Mut, das Thema anzugehen. Ich bin bei ca. 3,75mg und hoffe auf einen einfachen Absetzverlauf. Ich kann gar nicht glauben, dass eine so kleine Menge noch so große Auswirkungen hat.
Mein Elontril konnte ich einigermaßen symptomfrei kalt absetzen. Auch die Reduzierung der Mirtazapin von 15mg auf 7,5mg war recht einfach. Aber vor dem, was in diesen geringen Dosen auf mich zukommt, habe ich wirklich Angst.

Liebe Grüße
Lara
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Re: wie setze ich Mirtazapin ab?

Beitragvon Jamie » Freitag, 19.05.17, 10:57

Hallo Lara, :)

man kann nicht wissen, zu welcher Gruppe man beim Absetzen gehört.
Diejenigen, die es gut oder nur mit wenig Zipperlein wegstecken, sind nicht in diesem Forum angemeldet (verständlich) :roll: .
Hier schlagen meist nur diejenigen auf, die es richtig erwischt hat - deswegen mag es auch ein wenig verzerrt wirken.

Man schätzt, dass ein Drittel gut mit Absetzen klar kommt, ein weiteres Drittel Probelme hat (die aber nach einigen Monaten aufhören) und das letzte Drittel sind diejenigen, die es leider stark betrifft und die Monate / Jahre damit rummachen - oft aber auch mit dem Hintergrund, einfach völlig falsch abgesetzt zu haben, weil viele Ärzte nicht weiser beraten.
Man kann schwere Verläufe abfangen, wenn man erst gar nicht große Fehler macht.
Nun bist du diesbezüglich auch schon ins Kalte Wasser gesprungen, hast aber noch einigermaßen zeitig hierher gefunden.
Wenn du Glück hast, gelingt eine zügige Stabilisierung. Dafür drücke ich die Daumen.

Hetze nicht, mache dich moralisch auf weitere 1-2 Jahre Absetzen gefasst und sei sorgsam zu deinem Körper.
Das sind die besten Voraussetzungen, ganz gut durch einen Entzug zu kommen.

Grüße, schönen Tag
Jamie
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

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Re: wie setze ich Mirtazapin ab?

Beitragvon Lara_86 » Freitag, 19.05.17, 11:07

Hallo Jamie,

vielen Dank für deine aufbauenden Worte :)
Ja, leider habe ich bereits Erfahrungen mit dem kalten Entzug. Meine Ärztin sagte, 7,5mg sei doch kein Problem. Das hat bisher jeder geschafft.
Naja, 3 Wochen ging es mir wirklich sehr gut und dann schlug die Schlaflosigkeit zu. Da auch Übelkeit etc. Ich würde mich als sehr robuste Person einschätzen, jedoch ging nach fünf Tagen nichts mehr.
Ich muss sagen, dass es mir heute (nach dreimaliger Einnahme von ca. 3,75mg) tatsächlich gut geht. Jedoch möchte ich mir noch etwas Zeit geben um das Absetzen wieder anzugehen.
Man sollte der Angst nicht allzu viel Raum geben, aber es schadet wahrscheinlich auch nicht, wenn man dem Thema mit großem Respekt begegnet.

Auch dir einen schönen Tag.

LG Lara
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06.06.2017: Wasserlösemethode: 3,3 mg
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26.07.2017: Wasserlösemethode: 2,4 mg
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Re: wie setze ich Mirtazapin ab?

Beitragvon carlotta » Freitag, 19.05.17, 13:09

Hallo Lara,

Lara_86 hat geschrieben:Man sollte der Angst nicht allzu viel Raum geben, aber es schadet wahrscheinlich auch nicht, wenn man dem Thema mit großem Respekt begegnet.

Das ist exakt die richtige Einstellung! :)

Ich kann es gar nicht oft genug genug wiederholen, dass die Informationen hier (und anderswo) - auch wenn sie zeitweise beängstigend sein können -, immens helfen können; zum einen, um frühzeitig vorzubeugen und damit schwierige Verläufe zu verhindern, zum anderen, um im Falle von Entzugssymptomen diese überhaupt richtig einschätzen zu können und damit einem potenziell ewig dauernden Medikamentenkarussell zu entgehen, was der Gesundheit den Rest geben kann. :o

Jamie hat geschrieben:Diejenigen, die es gut oder nur mit wenig Zipperlein wegstecken, sind nicht in diesem Forum angemeldet (verständlich) :roll: .
Hier schlagen meist nur diejenigen auf, die es richtig erwischt hat - deswegen mag es auch ein wenig verzerrt wirken.

Ja, das stimmt einerseits. Andererseits finden nicht unbedingt alle Betroffenen dieses Forum oder landen stattdessen bei anderen ausländischen Foren oder Angeboten. Manche lesen vielleicht auch nur still mit (evtl. gar nicht so wenige). Eine nicht zu unterschätzende Anzahl hat vermutlich Entzugssymptome und erkennt diese gar nicht als solche (auch weil Behandler sie nicht ernst nehmen :frust: ). Ich selbst kenne einige Fälle im Bekanntenkreis, wo augenscheinlich Entzugssymptome aufgetreten sind, aber diese nicht den Medikamenten zugeordnet wurden ("kann gar nicht sein, kam ja zeitversetzt" oder "Arzt sagt was anderes" etc.), sondern teilweise "fröhlich" weitermedikamentiert wurde.

Aber auch diejenigen, die es - selbst nach langem heftigen Verlauf - geschafft haben, bleiben auch nicht unbedingt bis zur Genesung Foren wie diesem erhalten. Und nicht alle schreiben dann auch darüber, dass es ihnen wieder gut geht (vermutlich nur ein kleiner Teil). Von daher sind Zahlen wirklich vorsichtig zu schätzen. Auch die Drittel-Theorie ist eine grobe Schätzung; m. W. gibt es Untersuchungen bei einzelnen Medikamenten, wo die Betroffenenquote höher liegt. Fakt ist, dass wir es mit hochproblematischen Substanzen zu tun haben, deren Auswirkungen aber mit ausreichend (und möglichst frühzeitiger Information) in den Griff zu kriegen sind.

In diesem Sinne liebe Grüße und ein schönes Wochenende :group:
Carlotta
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Re: wie setze ich Mirtazapin ab?

Beitragvon Elefantenfuss » Freitag, 19.05.17, 19:13

Hey Lara,

willkommen hier im Forum!

Ich habe vor nun vier Wochen angefangen Mirtazapin mit der Wasserlösemethode auszuschleichen und es klappt erstaunlicherweise relativ gut. Symptome sind natürlich da, aber im Rahmen. Die Filmtablette lässt sich gut auflösen, wenn man lauwarmes Wasser nimmst. Wenn Du eine Spritze hast, um genau die errechneten ml abzunehmen, dann könntest du auch super dosieren. Natürlich gibt es auch die Schmelztabletten, die sich noch besser auflösen lassen.
Wichtig ist wirklich, suuuuuper langsam und vorsichtig und gut auf Deinen Körper hören.
Hast Du mit Atosil schon Erfahrungen? Das könntest Du ggf. zur Nacht nehmen, damit Du immerhin durchschläfst. Da gibt es meiner Erfahrung nach keine Absetzerscheinungen, wenn man es mal ab und an als Bedarf nimmt.
Viel Erfolg! Alles Gute!

Liebe Grüße
Elefantenfuss
- Seit 2011 Mirtazapin 45 mg. Beginn Absetzen 21.04.2017 mit der Wasserlösemethode 40,5mg.
1. Woche: Bisher nur Schwindel, Kopfschmerzen, morgens innere Unruhe, frühes Erwachen, vermehrtes Träumen, gereizter, schneller wieder "Reizüberflutung", wie Watte im Kopf
2. Woche: Immernoch zum Nachmittag hin starke Kopfschmerzen, Schwindel bei körperlicher Belastung und Unruhe weniger geworden. Gereiztheit weniger, wieder ruhigerer Schlaf. Keine Zunahme von depressiven Symptomatiken.

3. Woche: Deutliche Symptomzunahme, Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme, Stimmungsverschlechterung, unruhiger Schlaf
4. Woche: Regulierung der Symptome, deutlich stabiler, nächsten Absetzschritt noch nicht vorgenommen bei 40,5 mg geblieben.
5. Woche: Keine Symptomzunahme, wieder stabil.
6. Woche 02.06.2017: Nächster Absetzschritt auf 37,5mg in Tablettenform. Morgendliche Maddeligkeit und Müdigkeit, keine weiteren Symptome.
ab 8. Woche Symptomverschlechterung, akustische Halluzinationen, Rückfälle
28.06. stationär
seit 26.06.2017 Risperdal 1mg
seit 04.7. 2mg Risperdal

- 01/2016 Seroquel 50mg retard 2x am Tag ca. 4 Monate, ohne Probleme abgesetzt und auf 25mg normal zur Nacht umgestiegen, ca. 1 Jahr, ohne Probleme abgesetzt Februar 2017
- 2012 Venlafaxin 250mg ca. 6 Wochen, abgesetzt da überhaupt nicht vertragen.
Zwischendurch ca. 1 Woche Lovamepromathazin, sofort wieder aufgehört.
Über die Jahre immer mal wieder Atosil als Bedarf, seit über 1 Jahr überhaupt nicht mehr.
Tavor bei Klinikaufenthalten nur im Ausnahmefall als Bedarf.


Problem - Die Anpassung ist ein eigenes Lehrfach; der Intelligentere bringt es darin weiter, der Widerstrebende ist ein Problem der Ärzte und Psychologen (Bertold Brecht)

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Re: wie setze ich Mirtazapin ab?

Beitragvon Lisamarie » Freitag, 19.05.17, 19:27

Hallo Elefantenfuss,

Hast Du mit Atosil schon Erfahrungen? Das könntest Du ggf. zur Nacht nehmen, damit Du immerhin durchschläfst. Da gibt es meiner Erfahrung nach keine Absetzerscheinungen, wenn man es mal ab und an als Bedarf nimmt.



Wir sind pharmakritisch und ich möchte dich bitten keine Empfehlung für andere Psychopharmaka zu geben, du hast keine Ahnung wie Lara auf das Atosil reagieren wird, ob sie es verträgt oder mit Unvertröglichkeiten drauf reagiert. Noch ist Atosil ein Befarfsmedikament, das nur ab und zu genommen werden sollte.

Wir hier im Forum raten dazu das Ursprungsmedikament so langsam abzusetzen, das keine Entzugsdeckelung, die sowieso nur selten gelingt , das sowas auch nicht nötig wird.
Lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:

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Re: wie setze ich Mirtazapin ab?

Beitragvon Lara_86 » Freitag, 19.05.17, 23:54

Lieber Elefantenfuss,
Hallo an alle anderen Lieben,

vielen Dank für deine Nachricht. Super, dass bei dir die Wasseelösmethode so gut funktioniert. Ist es denn egal von welcher Firma das Mirtazapin ist? Löst sich jede Tablette gleich gut im Wasser auf? Habe ich mich richtig informiert, dass es sich bei Mirtazapin um retardierte Tabletten handelt?
Ich habe heute mit unserer Apotheke telefoniert. Die Apotheke wäre bereit, mir die Mengen abzuwiegen und in Kapseln zu packen. Jedoch werden die Kapseln mit Milchzucker aufgefüllt. Ist das im Absetzprozess hinderlich? Jetzt muss ich "nur" noch meinen Arzt davon überzeugen, mir das Medi entsprechend zu verschreiben *seufz*.
Falls das nicht klappt werde ich es mit der Wasserlösmethode ausprobieren. Hierzu muss ich mich jedoch weiter einlesen. Bin noch unsicher.
Ich bin jetzt den dritten Tag bei 3,75mg und es geht mir gut. Würdet ihr weiter 3,75mg einnehmen oder doch nochmal die Dosis reduzieren und versuchen damit zu stabilisieren?
Lieber Elefantenfuss, vielen Dank für deinen Tipp bzgl. des Alternativen Schlafmittels. Dies kommt jedoch für mich nicht in Frage, da ich ja unbedingt von diesen gemeinen Chemiepräperaten weg will! :)

Ich wünsche allen ein erholsames WE!
2006: 20 mg Citalopram
03/2015: 20 mg Citalopram kalt abgesetzt
07/2015: 250mg Elontril/ 15mg Mirtazapin
09/2015: Reduzierung auf 7,5mg Mirtazapin
03/2016: 7,5mg Mirtazapin kalt abgesetzt
05/2016: starke Probleme wieder mit 7,5mg begonnen
09/2016: 250 mg Elontril kalt abgesetzt
04/2017: 7,5 mg Mirtazapin kalt abgesetzt
05/2017: nach 4 Wochen, schlaflose Nächte, Früh
morgens wach, Angst, Panik, Weinerlichkeit, depressive Verstimmung, Hoffnungslosigkeit, Brechreiz
14.05.2017: Anmeldung im Forum :group:
14.05.2017: "Hauptsache Schlafen" Wiedereindosierung von 15 mg
15.05.2017: gut geschlafen- Dosis jedoch zu stark- starke Nebenwirkungen, "wie vom LKW überfahren"
15.05.2017: Reduzierung auf 7,5 mg
16.05.2017: gut geschlafen- Kopfweh- Stimmung besser; Reduzierung auf 1/4 Tablette (3,75 mg?)
17.05.2017: 1/4 Tablette- gut geschlafen, Stimmung gut, etwas nervös
Absetzsymptome zw. 17.05.2017-06.06.2017: Nacken- und Rückenschmerzen, Kopfweh, grübeln, Zwangsgedanken -> erträglich. Dauer der Smptome immer 2-3 Tage.
06.06.2017: Wasserlösemethode: 3,3 mg
04.07.2017: Wasserlösemethode: 2,9 mg
26.07.2017: Wasserlösemethode: 2,4 mg
22.08.2017: Wasserlösemethode: 2.1 mg
16.09.2017: Wasserlösemethode: 1,8 mg
08.10.2017: Wasserlösemethode: 1,5 mg
05.11.2017: Wasserlösemethode: 1,2 mg
03.12.2017: Wasserlösemethode: 0,9 mg

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Re: wie setze ich Mirtazapin ab?

Beitragvon LinLina » Samstag, 20.05.17, 0:11

Hallo Lara :-)

Mirtazapin ist nicht retardiert, woher hast du diese Info?

Ich würde dir gleich zur Wasserlösemethode raten, damit bist du viel flexibler. Wenn du z.b einen Schritt machst, und merkst es war zu viel, und möchtest einen halben Schritt zurück gehen, müsstest du dir erst neue Kapseln verschreibel lassen.

ich würde die 3,75 mg jetzt weiter nehmen, du scheinst dich damit gut stabilisieren zu können :-)

Ich habe übrigens auch Promethazin (Atosil) als Notfallmedikament hier, aber ich würde auch eher davon abraten es im Entzug zu verwenden. Bei mir wäre Notfall auch nicht, wenn ich mal nicht schlafen kann, sondern wenn ich in schlimme Extrem-Trauma-Zustände komme, aber auch da nehme ich im Normalfall nichts davon.

Von Promethazin kann man ebenfalls abhängig werden, Schneeflöckchen :-) hier im Forum schleicht es schon lange mühsam aus, und auch Nebelsonne :-) hat große Probleme es wieder abzusetzen.

Es wirkt wie Mirtazapin im unteren Dosisbereich stark auf die Histaminrezeptoren, da man sich ja davon entwöhnen möchte, ist es eher kontraproduktiv eine teilweise ähnlich wirkende Substanz ersatzweise zu nehmen. Außerdem wirkt es noch auf Dopaminrezeptoren, mich macht es dadurch depressiv und lähmt mich ziemlich komplett, auch emotional.

Das nur nochmal als Info, Lara :-) du hattest ja schon geschrieben dass du das nicht möchtest und das halte ich auch für sehr vernünftig.

Liebe Grüße
Lina
Ursprünglicher Grund der Einnahme: Schmerzen, PTBS, heftige Unverträglichkeitsreaktion auf Schmerzmittel und Antibiotika (anhaltende Krampfanfälle)

Lorazepam: 1,5 mg von 7/2014 - 10/2014, dann 4 Monate schrittweiser Entzug (sehr heftig) und seit 8.2.2015 komplett abgesetzt :-)

Mirtazapin: Winter 2014/15 bis 30 mg für Benzo-Entzug, langsames und mühsames Absetzen seit März 2015.

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Re: wie setze ich Mirtazapin ab?

Beitragvon Lara_86 » Samstag, 20.05.17, 11:21

Hallo Lina,

meine Mirtazapin Tablette ist mit einem gelben Film überzogen. Da dachte ich, es handelt sich um retardierte Tabletten? War das eine falsche Schlussfolgerung?

Bzgl. der Wasserlösemethode hast du vermutlich Recht. Zumal die Apotheke zur Erstellung dieser Kapseln eine Woche Vorlaufzeit benötigt. Ist denn tatsächlich gewährleistet, dass bei der Wasserlösemethode der Wirkstoff sich tatsächlich so gut auflöst, dass er im Wasser ausreichend vorhanden ist? Geht da nichts verloren?

We hat sich diese Methode eigentlich ausgedacht? Hut ab, darauf muss man ja auch erstmal kommen.

Habt einen schönen Samstag!

Liebe Grüße
Lara
2006: 20 mg Citalopram
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Re: wie setze ich Mirtazapin ab?

Beitragvon LinLina » Samstag, 20.05.17, 11:32

Hallo Lara :-)

Filmtablette bedeutet nicht unbedingt retardiert. Der film dient oft nur dazu, dass die Tablette besser Schluckbar ist und vielleicht auch als Schutz z.b. gegen Wasseraufnahme aus der Luft, wenn die Tablette eine Weile aus der Packung herausgenommen wird.

Ich reagiere sehr empfindsam auf Dosisschwankungen, und ich komme gut mit der Lösemethode zurecht, deswegen gehe ich davon aus dass der Wirkstoff sich ausreichend verteilt. Vorraussetzung ist allerdings, dass man die Methode richtig umsetzt, es ist z.b. wichtig lange genug zu warten damit die Tablette ganz gelöst ist und die Spritze direkt nach dem rühren aufzuziehen damit sich nichts absetzen kann (ich rühre immer gleich mit der Spritze um und ziehe dann auf).

Ich glaube Jamie :-) hier im Forum hat die Lösemethode hier eingeführt, bei Surviving Antidepressants, einem amerikanischem Absetzforum wird sie auch schon länger empfohlen.

Tabletten aufzulösen wird auch im klinischen Bereich schon länger praktiziert, z.b. bei Patienten mit Magensonde/künstlicher Ernährung. Dafür gibt es auch eine Tabelle, welche Tabletten man auflösen kann/darf und welche nicht http://www.spitalpharmazie-basel.ch/pdf ... letten.pdf

Aber natürlich werden hier in der Regel ganze Tabletten gelöst und verabreicht, keine kleinen Dosierungen abgemessen.

Liebe Grüße
Lina
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Re: wie setze ich Mirtazapin ab?

Beitragvon Lara_86 » Dienstag, 23.05.17, 21:33

Hallo ihr Lieben,

ich hoffe es geht euch allen (trotz Absetzherausforderungen, oder vll. dem zum Trotz) gut und ihr könnt das schöne Sommerwetter genießen. Ich wollte kurz einen Zwischenstand hier lassen und noch eine Frage stellen.
Kurz zu meinem Befinden: ich konnte mich tatsächlich mit 3,75mg stabilisieren und habe außer rücken- und Nackenbeschwerden zum Glück (noch) keine weiteren Probleme. Aktuell ärgere ich mich etwas darüber, nicht mit einer kleineren Dosis (2mg) wieder eingestiegen zu sein. Aber was solls!
Ich habe mich entschieden mit der Wasserlösemethode abzusetzen und mir einen groben Absetzplan erstellt. Ich denke, ich werde auf meinen Körper hören und den Plan dann entsprechend anpassen, falls nötig. Schwierig hierbei ist, dass Symptome meist zeitversetzt kommen können...
Die Spritzen sind heute gekommen und hierzu habe ich eine Frage. Vll. ist es etwas dumm, aber ich weiß nicht ob ich die Spritzen inkl. der Nadeln benutzen soll oder ob man die Nadel weglässt. Könnt ihr mir hier weiterhelfen?

Sonnige Grüsse aus Süddeutschland <3
Lara
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15.05.2017: Reduzierung auf 7,5 mg
16.05.2017: gut geschlafen- Kopfweh- Stimmung besser; Reduzierung auf 1/4 Tablette (3,75 mg?)
17.05.2017: 1/4 Tablette- gut geschlafen, Stimmung gut, etwas nervös
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26.07.2017: Wasserlösemethode: 2,4 mg
22.08.2017: Wasserlösemethode: 2.1 mg
16.09.2017: Wasserlösemethode: 1,8 mg
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05.11.2017: Wasserlösemethode: 1,2 mg
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Re: wie setze ich Mirtazapin ab?

Beitragvon Jamie » Dienstag, 23.05.17, 22:10

Hallo, :)

die Spritzen werde ohne Nadel verwendet.
Hast du jetzt sehr viele gekauft?
Du kannst jede Spritze mehrfach wiederverwenden; nach Gebrauch auseinanderziehen, mit lauwarmen Wasser ausspülen, trocknen lassen.
So eine Spritze kann man locker 7-10 Tage verwenden, vorausgesetzt hygienische Handhabung, danach eine neue nehmen.

Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

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Re: wie setze ich Mirtazapin ab?

Beitragvon Lara_86 » Dienstag, 23.05.17, 22:18

Hallo Jamie,

vielen Dank für die so schnelle Info! Es ist echt wahnsinn, wie schnell hier auf Beiträge reagiert wird. Das ist nicht selbstverständlich! Erstmal vielen Dank hierfür <3

Ich habe drei Spritzen gekauft. Das heißt die werden mir die nächsten vier Wochen reichen. Natürlich werde ich auf eine hygienische Handhabung achten. Danke für den Hinweis.

Herzliche Grüße
Lara
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16.09.2017: Wasserlösemethode: 1,8 mg
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Re: wie setze ich Mirtazapin ab?

Beitragvon Medlem » Dienstag, 23.05.17, 22:51

Hallo Lara,

schön, dass Du Dich auf 3.75 mg stabilisieren konntest! Bitte bleib noch min. 2-3 Wochen auf dieser Dosis. Ärgere Dich nicht. Immerhin bist Du ja so schon hoffentlich 50% losgeworden. Auf ein paar Monate mehr oder weniger kommt es jetzt nicht an. Wenn Du langsam genug vorgehst, wirst Du Mirta auf jeden Fall los.

Die richtige Einstellung hast Du ja.

Bei den meisten hier treten die Absetzsymptome eher zeitnah nach den Absetzschritten auf. Bei mir war es meist so nach 2-3 Tagen. Aber daa wirst Du auch für Dich herausbekommen.

Alles Gute weiterhin!

Liebe Grüße

Medlem
Diagnose: ?? Probleme begannen nach Antibiotikaeinnahme, v.a. Magen-Darm, irgendwann Schlafstörung, große Gewichtsabnahme, Laktose- und Fruktoseintoleranz (bekannt seit 11/14)
Ganzheitliche Maßnahmen: Darmsanierung mit Symbioflor und Flohsamen, Vitamin-D und Zink (beides starker Mangel), Magnesium tut mir gut

Mirtazapin-Einnahme 12/14 - 6/15 und Absetzen 7/15 - 8/16:
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09/16: Innerhalb kurzer Zeit 2-3 kg abgenommen (ohne Diät). Kann wieder essen, wozu ich Lust habe.
Ca. 3 Monate nach 0: Ich fühle mich wieder normal!
22.12.16 - schlafe wieder 7 Stunden am Stück!
6 Monate nach 0: Ich bin wieder vollkommen ich. Bericht für AD erfolgreich abgesetzt ist noch in Arbeit...


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