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Mirtazapin absetzen, wie ist es richtig?

Wenn moderne Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Anikke
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Mirtazapin absetzen, wie ist es richtig?

Beitragvon Anikke » Mittwoch, 05.07.17, 18:09

hallo,
ich finde es toll dass es dieses forum gibt, und ich mich hierherwenden kann.
ich bin 46 jahrevaltbund lebe seit vielen Jahren mit einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung. ich habe nie Medikamente außer Homöopathie genommen. bis ich Anfang diesen Jahres in einer psychosomatischen reha einem sehr starken trigger ausgesetzt war. mur wurde Mirtazapin als bedarf zum schlafen empfohlen, und da ich psychisch so am Ende war, nahm ich das an. ich nahm seit Anfang März täglich 15 mg. zu Hause habe ich mich stabilisiert, es aber weiter genommen, weil ich nicht wusste wann absetzprobleme beginnen.
seit genau zwei Wochen habe ich begonnen zu reduzieren. die Ärztin meinte, ich könnte einfach 2 Wochen auf 7,5 mg runter und danach jeden 2. Tag noch 7,5 mg einnehmen für 2 Wochen. da hab ich schon gefühlt dass ich vorsichtiger sein muss.
ich habe also die 15 mg Tablette um 1/4 zerkleinert, nehme also jetztbseit zwei Wochen abends +- 11mg Mirtazapin. die ersten Tage waren völlig problemlos.
jetzt nach 2:Wochen merke ich dass meine haut immer dünnerbwird, berufliche Probleme nehme ich mit nach Hause und bekomme Angstzustände deswegen. Bin sehr schnell verletzbar und hochempfindlich wie ein rohes ei. das sind alles symptome die ich von mir kenne, nur ich hatte sie seit Jahren nicht mehr so massiv wie in den letzten tagen. nun überlege ichbob ich einfach eine schlechte Phase habe oder ob es mit der Reduktion des mirta zu tun hat? einen äußeren Auslöser kann ich nicht ausmachen, Arbeit und soziales Umfeld sind OK.
eigentlich wollte ich ab morgen nur nochb7,5 mg mirta nehmen, also weiter runter gehen.
soll ich das tun oder bei den ca11 mg bleiben, die ich gerade nehme, bis ich mich stabiler fühle?
ist es wichtig, ganz genau zu dosieren, also mit der wasserlösmethode, die ich hier entdeckte, oder Jann ich die tablette weiter einfach teilen, auch wenn das ungenau ist?
viele grüße anikke
01.03. bis 21.06. täglich 15 mg Mirtazapin
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Lisamarie
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Re: Mirtazapin absetzen, wie ist es richtig?

Beitragvon Lisamarie » Mittwoch, 05.07.17, 18:33

Hallo Annikke, willkommen im ADFD.

Der Absetzplan der Ärztin ist viel zu schnell und nur jeden zweiten Tag was zu nehmen einer der größten Absetzfehler die man machen kann, das ZNS kann sich dann nicht mehr auf eine feste Dosis einstellen.

Und alles was dir jetzt auffällt sind Absetzprobleme, du hast ein wenig zu viel reduziert, wir hier im Forum setzen alle vier bis sechs Wochen höchstens 10% ab, da wäre der erste Schritt dann 1,5 mg weniger gewesen. Du hast gleich 4 mg abgesetzt, vielleicht hilft es dir wieder 1 mg höher zu gehen und dann langsamer zu machen , ich schick dir mal Infos mit, darin wird auch verlinkt wie man mit der Wasserlösmethode genaue Dosierungen hinbekommt.

viewtopic.php?f=18&t=12880

Keinesfalls solltest du morgen weiter reduzieren, wir reduzieren erst weiter wenn 95% der Absetzprobleme weg sind.

Bei Fragen bitte melden.
Lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:

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Re: Mirtazapin absetzen, wie ist es richtig?

Beitragvon Jamie » Mittwoch, 05.07.17, 18:52

Hallo Annike,

willkommen im Forum :).

Lisamarie hat dir bereits erste wichtige Infos gegeben.
Du solltest unbedingt auf den 11mg bleiben, vielleicht auch hochgehen auf 12mg. Aber bitte keinesfalls weiter absetzen.

Ferner ist es sehr wichtig, du hast danach gefragt, dass die Dosis wirklich ganz genau ist.
Das ZNS ist sehr empfindlich und kann es überhaupt nicht abhaben, wenn die Dosis schwankt.
AD sind keine Aspirin, wo es egal ist, ob man jetzt 490mg pro Tablette zugeführt bekommt oder 510mg.
Die Rezeptoren im Gehirn reagieren auf die jede kleinste Dosieränderung und setzen mannigfaltige Prozesse in Gang; Schwankungen hierin führen zu ZNS Irritationen und zu Symptomen.

Könntest du morgen Abend vielleicht mit der Wasserlösemethode auf 12mg erhöhen?

PS. eine komplexe PTBS ist eine einschneidende Sache. Kommst du da mittlerweile klar mit oder hast du therapeutische Hilfe?

Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


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Anikke
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Re: Mirtazapin absetzen, wie ist es richtig?

Beitragvon Anikke » Donnerstag, 06.07.17, 20:53

hallo Petra, hallo Jamie,
habt vielen dank für die hilfreiche Antwort.
heute geht es mir besser, ich weiß nun sicherer wie ich weiter vorgehe, vielen dank euch!! ich wäre das zeug lieber viel viel schneller los. aber gut lieber langsam und richtig.
ich bin in guter Begleitung durch eine traumaambulanz.
bei der Psychologin dort bin ich in psychotherapeutischer Behandlung und bei einer der Ärztinnen ist vierteljährlich visite. die Ärztin ist zum Glück auch fürs absetzen, auch wenn sie nicht gut beraten hat. ich nehme das mirta erst seit drei Monaten da dachte sie vllt das geht schneller, keine ahnung.
jedenfalls fühle ich mich sicherer das wirklich langsam zu machen.
ich hatte heute einen Osteopathie Termin, und habe eine sehr bestätigende Rückmeldung von der Osteopathin erhalten, sie sagt dass mein Nervensystem mit der reduktion sehr zu tun hat, aber (noch) nicht überfordert ist. sie sagt auch es wäre gut wenn ich bei dieser Dosis bleibe, aufdosieren, meint sie, brauche ich nicht. ich habe mir eine feinwaage besorgt. und werde bis Anfang August 12 mg nehmen, ich runde das halbe Milligramm (11,5 wäre die ursprüngliche dosis) einfach auf.
und dann gehe ich in 10% schritten vor.
habt vielen dank für die guten hilfreichen Worte!
liebe grüße anikke
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Anikke
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Re: Mirtazapin absetzen, wie ist es richtig?

Beitragvon Anikke » Montag, 10.07.17, 8:28

hallo,
seitdem ich wieder 12 mg mirta nehme fühle ich mich insgesamt ruhiger, schlafe besser. fühle mich aber abends nach der Einnahme sehr sediert, komme morgens schwer aus dem Bett und bin insgesamt sehr runtergedimmt. ein bißchen so wie es zu Anfang der Einnahme war.
ich finde das eigentlich OK, kann mit diesen Wirkungen gut leben. eigentlich wollte ich diese Dosierung bis Anfang August, nach meinem Urlaub, durchhalten.
jetzt bin ich aber wieder am überlegen ob ich nicht doch weiter reduzieren soll.
in einer Woche fahre ich in den Urlaub, da möchte ich mich eigentlich wacher fühlen als ich im Moment bin. ich mache mir auch Gedanken weil ich unter der Mirza Einnahme anfing zu schnarchen, und der Urlaub soll eine hüttentour sein wo wir in großen Gemeinschaftsräumen schlafen, da ist mir das unangenehm :-(
eigentlich weiß ich dass es vernünftiger ist die dosis beizubehalten und nicht ausgerechnet vor dem Urlaub zu reduzieren *seufz*
oder was denkt ihr, ich könnte bis einschließlich 20.07. 12 mg Mirza nehmen und ab 21.7. wieder auf 11 mg. dann hätte ich die 12 mg zwei Wochen lang genommen.
liebe grüße anikke
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Re: Mirtazapin absetzen, wie ist es richtig?

Beitragvon LinLina » Montag, 10.07.17, 13:07

Hallo Anikke,
nein bitte nicht nach zwei Wochen schon wieder reduzieren, es ist gut dass es dir durch die Aufdosierung zeitnah besser ging aber dein Körper braucht jetzt Zeit um sich auf die niedrigere Dosis einzustellen.
Ich kenne die unangenehmen Nebenwirkungen bei höheren Dosierung von Mirtazapin, aber wenn du jetzt unvernünftig bist wirst du wahrscheinlich letztlich noch viel länger damit zu tun haben. Ich würde mindestens vier bis sechs Wochen auf den 12 Milligramm bleiben, es können auch nach zwei bis drei Wochen noch mal Entzugssymptome auftauchen deswegen ist es so wichtig Geduld zu haben.

liebe Grüße Lina
Ursprünglicher Grund der Einnahme: Schmerzen, PTBS, heftige Unverträglichkeitsreaktion auf Schmerzmittel und Antibiotika (anhaltende Krampfanfälle)

Lorazepam: 1,5 mg von 7/2014 - 10/2014, dann 4 Monate schrittweiser Entzug (sehr heftig) und seit 8.2.2015 komplett abgesetzt :-)

Mirtazapin: Winter 2014/15 bis 30 mg für Benzo-Entzug, langsames und mühsames Absetzen seit März 2015.

Mein Medikamentenverlauf :schnecke: :
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Seit 29.11.2017: 0,35 mg Mirtazapin / Mein Thread

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Re: Mirtazapin absetzen, wie ist es richtig?

Beitragvon Anikke » Dienstag, 11.07.17, 7:51

hallo Lina,
danke für die Antwort.
ich bin heute sehr müde und ich bin wieder in so einer "alles ist egal" Stimmung, so ging es mir weitgehend auch mit den 15 mg.. das ist ja erstmal angenehm, wenn man stress und viele probleme hat.
ich halte die 12 mg erstmal ein, du hast recht.. Geduld fällt mir echt schwer..
gestern ist mir was blödes aufgefallen. ich habe hier im forum herumgelesen. und da las ich, dass einige mirta-hersteller nicht teilbare Tabletten herstellen, sie haben zwar eine bruchkerbe, aber die dient dazu dass jmd mit schluckbeschwerden sie auch nehmen kann.
und ausgerechnet meine Marke, heumann, ist eigentlich nicht teilbar.
ich habe die Gebrauchsanweisung nochmal gelesen und da steht tatsächlich: "die bruchkerbe dient nur dem teilen der Tablette, falls sie Schwierigkeiten haben, diese im ganzen zu schlucken." ufff.
es ist wohl so dass sie nicht garantieren wollen, dass der Wirkstoff gleichmäßig verteilt ist. na bravo, jetzt gab ich hier 90 nicht teilbare Tabletten.
ich hab die Dosis gestern mit der wasserlösmethode aufgeteilt. was mache ich aber im Urlaub? dafür wollte ich die Tabletten eigentlich zurechtschneiden, wie bisher. ich habe bei der Wirkung keinen unterschied gemerkt, es geht mir so wie seit der aufdosierung, müde und "egal".
was denkt ihr, kann ich sie für den Urlaub einfach auswiegen und teilen? zuhause kann ich ja die wasserlösmethode machen..
liebe grüße anikke
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seit 03.08.2017 10 mg
seit 09.09.2017 9 mg
seit 08.10.2017 8 mg
seit 27.10.2017 7,5 mg
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Re: Mirtazapin absetzen, wie ist es richtig?

Beitragvon Anikke » Dienstag, 11.07.17, 7:56

Nachtrag: ich könnte mir ein neues Rezept geben lassen, HM aber grad ist Urlaubszeit das ist bestimmt stressig..
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Juna
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Re: Mirtazapin absetzen, wie ist es richtig?

Beitragvon Juna » Dienstag, 11.07.17, 10:33

Huhu Anikke,

willkommen im Forum, auch wenn ich spät dran bin.

Ich würde mir auf alle Fälle ein neues Rezept besorgen, dann sollte ein aut idem- Kreuz für den entsprechenden Hersteller mit darauf sein.
Ich denke, dass es zu unsicher ist, nicht zu wissen, ob die Dosis stimmt und das ZNS den Schwankungen auszusetzen, die ja eh schon durch die Teilung entsteht, dann aber eventuell noch mehr.

Ich wünsche Dir einen schönen und erholsamen Urlaub, ich finde es klasse, dass Du das Zeug wieder loswerden möchtest.
(Ich bewundere Dich/ euch übrigens, diese gedämmten Zustände wären für mich unaushaltbar :O )

LG
Juna
BildIch entziehe nicht wie empfohlen, bitte nicht nachmachen!!!Bild

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In Behandlung bei einem Psychiater u. Schmerzi

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Ohne Pregabalin und Oxycodon geht es schmerztechnisch leider gar nicht Bild

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Re: Mirtazapin absetzen, wie ist es richtig?

Beitragvon Anikke » Donnerstag, 13.07.17, 8:50

liebe juna,
danke für die Antwort. ich habe etwas mit mir gerungen aber ich werde jetzt gleich in der traumaambulanz anrufen und einen Arzt Termin vereinbaren; jetzt ist nur die Frage ob ich noch einen Termin bekomme und ob die mich ernstnehmen *seufz*
das mit dem gedämmten zustand - da ich extrem unter stress war, als ich es bekam, war ich erstmal echt froh, so runtergedimmt zu sein. es war eine megaerleichterung. nur jetzt, zu Hause, wieder stabil, wäre es schön die Gefühle zurückzubekommen..
ich bin schon wieder ungeduldig. ich muss deshalb auch noch eine Frage loswerden.
ich hab das mirta ja nur knapp vier Monate genommen. wenn ich in diesen minischritten reduziere, werde ich weit über ein Jahr mit dem absetzen beschäftigt sein. das ist mir zu lang, zumal ich es vergleichsweise kurz nahm und vorher nie etwas genommen hatte.
ich überlege also, nach dem Urlaub von 12 auf 10mg zu gehen.
ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen so lange mit dieser absetzgeschichte beschäftigt zu sein.
ich kann mich ja genau beobachten und weiß, worauf ich achten muss, denn ich kenne aus dem forum nun die symptompalette.
was denkt ihr?
bitte verzeiht die ungeduld, und die fragen, das ust gar nucht kritisch gemeint, ich will eure Meinung lesen um für mich eine gute Entscheidung treffen zu können.
liebe grüße anikke
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Murmeline
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Re: Mirtazapin absetzen, wie ist es richtig?

Beitragvon Murmeline » Donnerstag, 13.07.17, 9:32

Hallo Anikke,

ich kann Deine Gedanken nachvollziehen, es geht vielen hier so und es muss letztendlich eine individuelle Lösung gefunden werden.

Was für einen selbst passen ist an Reduktionsgeschwindigkeit und Dosierungsschritten, weiß man vorher leider nicht - und individuell kann einem z.B. die Zeitverzögerung Probleme bereiten oder man verkompliziert sich die Sache, weil man bei zu alltagseinschränkenden Symptome und um Stabilität zurückzukommen Dosisschritte zurücknehmen muss und dieses Vorgehen mit der Zeit auch problematisch sein kann (Dosissprünge wirken oft mittelfristig destabilisieren). Es sind hier eben auch viele Mitglieder, denen das passiert ist und die gerne dieZeit zurückdrehen würden, um es insgesamt wesentlich langsamer und vorsichtiger angehen zu lassen.

Ich halte in jedem Fall ein schrittweises Absetzen in kleinteiligeren Schritten von Anfang an für risikominimierend und sinnvoll, wobei das eben auch individuell gestaltet werden kann. Nach Kurzzeiteinnahme ist ein zügigeres Reduzieren wohl eher möglich, ohne langanhaltende und schwerwiegende Absetzsyndrome zu riskieren, auch wenn es das individuell ja leider auch gibt - und diesem Risiko muss man sich zumindest bewusst sein, deshalb erwähnen wir das explizit. Ich selbst habe auch nach Langzeiteinnahme beim schnelleren Absetzen kein Absetzsyndrom entwickelt, aber es hätte auch anders laufen können und dann hätte ich den "Salat" wie leider viele andere hier, denn schwiegende Absetzsyndrome kriegt man erfahrungsgemäß nicht schnell und einfach weg :x

ich überlege also, nach dem Urlaub von 12 auf 10mg zu gehen.

Wenn Du das nach dem Urlaub noch so fühlst, dann höre auf Deinen Bauch, wäre meine Meinung. Geh den Schritt, schau Dir Deine Reaktion an und dann gehst Du Schritt für Schritt weiter.

Murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Mirtazapin absetzen, wie ist es richtig?

Beitragvon LinLina » Donnerstag, 13.07.17, 9:49

Hallo Anikke :-)

ich kann gut nachvollziehen, dass du das Mirtazapin schneller absetzen möchtest. Ich denke, ich würde es an deiner Stelle auch versuchen. Aber es kann eben auch sein, dass du langsamere Schritte brauchst.

Ich hatte Mirtazapin 5 Monate genommen, und bin jetzt im 3. Jahr des Absetzens (!) und ich habe immer versucht, es so schnell wie möglich zu machen und bin recht "hart im nehmen" was Symptome angeht :-( ich weiß, es ist kaum vorstellbar. Aber es muss bei dir nicht so sein, ich bin da schon sehr sensibel und reagiere auf alle Schritte stark, vor allem mit körperlichen Beschwerden.

Bei mir kam noch ein Benzo-Entzug dazu während ich Mirtazapin einnahm, und ich war zu Beginn des Entzugs in schlechter Gesamtverfassung. Deswegen ist es eine andere Situation wie bei mir, aber ich möchte dir einfach zeigen dass die kurze Einnahmedauer nicht unbedingt bedeutet, dass man in kurzer Zeit absetzen kann.

Wenn du mit der Dosierung weiter runter kommst, werden auch die Nebenwirkungen weniger, dann kannst du dir mehr Zeit lassen und bist sehr wahrscheinlich nicht mehr in diesem Dauer-Betäubt-Zustand.

Ich wäre besonders bei den letzten mg sehr vorsichtig, viele gehen da zu schnell vor und müssen letztlich wieder eindosieren.

Wenn du zu schnell vorgehst und dann wieder hochdosieren musst brauchst du außerdem eher länger, das ist meine Erfahrung.

Schau vielleicht mal bei Teilnehmerin "Cosmea" rein (über die Suchfunktion findest du ihren Thread), sie hat schneller als ich abgesetzt aber kam, nachdem sie sich mit kleineren Schritten als anfangs geplant abgefunden hatte, gut zurecht.

Liebe Grüße
Lina
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Lorazepam: 1,5 mg von 7/2014 - 10/2014, dann 4 Monate schrittweiser Entzug (sehr heftig) und seit 8.2.2015 komplett abgesetzt :-)

Mirtazapin: Winter 2014/15 bis 30 mg für Benzo-Entzug, langsames und mühsames Absetzen seit März 2015.

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Re: Mirtazapin absetzen, wie ist es richtig?

Beitragvon Medlem » Donnerstag, 13.07.17, 11:10

Hallo Annike,

ich wollte Mirtazapin nach 5monatiger Einnahme absetzen und habe am Ende über ein Jahr für 7.5 mg gebraucht. Das ist leider bei vielen so, dass sie fürs Absetzen länger brauchen als die Zeit, in der sie das Medikament genommen haben. Am Anfang sind oft noch größere Schritte möglich.

Ich würde die vorbereiteten Bröckchen mit in den Hüttenurlaub nehmen. Wenn es unterschiedliche Verteilung des Wirkstoffs gibt, werden sich Schwankungen bei höherer Dosis nicht so stark auswirken. Ich habe bis zum Schluss mit Feinwaage abgesetzt.

Die Hersteller wollen sich durch die Disclaimer halt gegen alles absichern.

Jetzt erst mal schönen Urlaub!

Viele Grüße

Medlem
Diagnose: ?? Probleme begannen nach Antibiotikaeinnahme, v.a. Magen-Darm, irgendwann Schlafstörung, große Gewichtsabnahme, Laktose- und Fruktoseintoleranz (bekannt seit 11/14)
Ganzheitliche Maßnahmen: Darmsanierung mit Symbioflor und Flohsamen, Vitamin-D und Zink (beides starker Mangel), Magnesium tut mir gut

Mirtazapin-Einnahme 12/14 - 6/15 und Absetzen 7/15 - 8/16:
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09/16: Innerhalb kurzer Zeit 2-3 kg abgenommen (ohne Diät). Kann wieder essen, wozu ich Lust habe.
Ca. 3 Monate nach 0: Ich fühle mich wieder normal!
22.12.16 - schlafe wieder 7 Stunden am Stück!
6 Monate nach 0: Ich bin wieder vollkommen ich. Bericht für AD erfolgreich abgesetzt ist noch in Arbeit...

Anikke
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Re: Mirtazapin absetzen, wie ist es richtig?

Beitragvon Anikke » Donnerstag, 13.07.17, 19:16

habt vielen lieben dank für die antworten, murmeline, Lina und medlem..
also zunächst: der Arzt Termin ist in Arbeit, habe bei der Ambulanz telefonisch niemand erreicht, aber eine mail geschrieben, in der ich das Problem kurz schilderte. habe bereits Antwort mit einem terminvorschlag an dem ich nicht kann, hab schon zurückgemailt u. Alternativen vorgeschlagen.
da ist jetzt eine ganz neue Ärztin, ufff und das ist die Schwester einer guten Freundin von mir.. das macht mir für diesen Einzelfall nichts aus, aber ich hoffe ich muss da nur noch das eine mal für das Rezept hin. uff da hat sich ein neues Problem aufgetan, ich hasse es wenn sich was vermischt therapeutisch / privat *schüttel*
egal.. ich glaube ich lasse das nachdenken erstmal. ich entscheide nach dem Urlaub und höree dann auf meinen Bauch, wie du vorschlägst, murmeline..
uiuiui Lina, du hast sooo lange zu tun mit dem mirta und hast es nur 5 Monate genimmen, ojeee!! das ist voll belastend, ich fühle sehr mit dir!!
ich bin eher vorsichtig mit Medikamenten, aber manchmal bin ich impulsiv und will sofort etwas, z.b. das mirta weghaben ;-) ich schreibe dann hier im forum und ihr holt mich auf den Teppich dann :-) das ist ein guter plan.. ojeee selbst wenn ich monatlich um 2mg reduziere bin ich 6 Monate beschäftigt.. ich darf gar nicht drüber nachdenken, und ihr sagt ja dass es mit geringerer Dosis schwerer wird ojee *seufz*
danke medlem für die Beruhigung. wenn die Ärztin mur kein weiteres Rezept ausstellt, Teile ich die Tabletten die ich da habe dann. vllt ist der wirkstoff ja doch gleichmäßig verteilt.. aber ruhiger bin ich wenn ich offiziell teilbare Tabletten habe..
oh wow du hast erfolgreich abgesetzt, Klasse!!! du hast auch recht kurz das mirta genommen, ich sehe du hattest anfangs recht große Schritte und bist dann kleiner geworden..
vielen dank euch
Liebe grüße anikke
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Re: Mirtazapin absetzen, wie ist es richtig?

Beitragvon Anikke » Samstag, 15.07.17, 9:44

Guten morgen liebe foris,
ich bin jetzt seit vier Wochen dabei abzusetzen.
ich ziehe mal ein kleines resümee..
also die ersten Tage mit ca 11 mg waren super. ich habe endlich wieder weniger aber trotzdem gut geschlafen. bei der vollen Dosis hab ich sehr lange geschlafen und musste mich früh regelrecht aus dem Bett quälen. früher bin ich früh ins Bett und dann konnte ich aber auch gut um 6h aufstehen. zuletzt hatte es sich, also vor dem absetzen, auf 7h eingependelt, und ich lag aber oft schon um 21h im Bett.zum Glück habe ich gleitzeit im Büro so dass ich bis 9h da sein kann..
die runterdosierung brachte gleich einen guten Effekt, ich konnte wieder um 6h aufstehen und wurde etwas später schläfrig. ich fühlte mich wacher und lebendiger. wenn man so gleichgültig vor sich hinlebt, merkt man das gar nicht, nur wenn man den Vergleich hat.
ich hatte aber auch absetzerscheinungen, die mir als solche erst auffielen, als ich die hier zusammengefassung hier las.
ich hatte z.b. in den Beinen eine hohe krampfneigung, besonders beim einschlafen hatte ich fast täglich auf einmal Muskelkrämpfe.
und ich hatte/habe ein ameisen- und taubheitsgefühl im rücken, unter den Schulterblättern.
das hatte ich für Verspannungen gehalten. übrigens hatte ich bei voller Dosierung nachts ständig taube arme, fast egal wie ich lag. da dachte ich auch das sei was orthopädisches, aber es könnte das mirta gewesen sein.. oder? ich habs nicht untersuchen lassen, hatte zu viel zu tun nach der missglückten Reha in den Alltag zu finden.
dann nach ca 10 tagen begannen die Ängste. sue ähnelten den Ängsten mit denen ich generell ohne mirta zu tun habe, aber sie waren stärker, sie bezogen sich auf unwahre Gedanken und sie über fielen mich im Büro. ich kenne unterschiedlichste Ängste, aber ich habe sie immer zuhause, nicht woanders wo ich mit Menschen zusammen bin. und die Ängste kommen immer aufgrund richtiger Gedanken. also z.b. meldet sich auf Arbeit tatsächlich ein Kunde nicht. dann kann es passieren, dass ich zuhause grübel dass der abspringt.
beim Entzug bekam ich im Büro die Überzeugung, ein Kunde würde abspringen und keine Aufträge mehr an mich geben. dabei hatte ich am Tag vorher gerade einen neuen Auftrag von diesem Kunden erhalten. das hatte ich in dem Moment aber vergessen. so konnte ich mich über einen realitätscheck immer schnell beruhigen. aber solche angsteinschüsse hatte ich sehr häufig.
ach so, und ich hatte täglich kopfweh, schon beim aufwachen, auch untypisch für mich..
ich habe dann auf 12mg raufdosiert. schwupps war die Angst weg. aber alle doofen Wirkungen, Schläfrigkeit und Gleichgültigkeit waren wieder zur stelle, ich habe sogar den Eindruck dass sie verstärkter sind als in der letzten Zeit mit 15 mg.
ich mache mir sorgen wg des Urlaubs. ich will da nicht wie ein Roboter durch die schönste Landschaft laufen. ich will nicht alle mit geschnarche wachhalten *seufz*
ich mache mir auch sorgen wegen des autofahrens. in der 1. Zeit mit mirta bin ich gar nicht gefahren, weil ich schon auf dem Fahrrad gefährliche Situationen hatte, weil ich nicht reagierte. zum Glück haben die anderen Verkehrsteilnehmer gebremst, wenn ich es nicht tat, aber das hat mich echt vom fahren abgehalten. dann ab mau/ Juni bin ich wieder ins auto gestiegen und es klappte gut. mit den 12 mg komme ich auf dem Fahrrad gut klar, aber auto bin ich bisher nicht gefahren. in den Urlaub wollen wir aber mit dem auto, und ich bin als Fahrerin eingeplant. ich hab mir gedacht ich nehme das mirta bereits am Mittwoch um 20 Uhr, dann müsste ich am nächsten früh klarkommen..
ach so übrigens habe ich etwas probiert. ich habe bei der wassermethode das wasser, in denen die 3 mg jeweils gelöst waren, aufgehoben. und es, als vorgestern 12 mg beisammen waren, getrunken. und gestern die stehengelassenen gelösten 12mg. natürlich hatte ich das Wasser im Kühlschrank aufbewahrt, das hatte sich gut gehalten, hat nicht muffig geschmeckt. ich hab mich auch so sediert wie üblich gefühlt nach dem trinken. nur die gestrige Nacht war etwas leichterer schlaf, und ich konnte früh raus heute morgen, was ich aber begrüße. entweder lässt also die Wirkung etwas nach beim aufbewahren oder der Körper hat sich an die 12 mg gewöhnt und wird nun wieder etwas wacher, was ich begrüßen würde.
ich werde es weiter so handhaben, dass ich die restwasser aufbewahre und einnehme.
in 2 Wochen reduziere ich auf 10 mg, dann muss ich nur 2 Tage aufbewahren, weil ich 5 mg weglasse..
liebe grüße anikke
01.03. bis 21.06. täglich 15 mg Mirtazapin
seit 21.06. 2017 täglich ca 11 mg Mirtazapin
seit 06.07.2017 12 mg
seit 03.08.2017 10 mg
seit 09.09.2017 9 mg
seit 08.10.2017 8 mg
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seit 24.11.2017. 6,7 mg

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Re: Mirtazapin absetzen, wie ist es richtig?

Beitragvon Anikke » Sonntag, 16.07.17, 12:04

gestern und heute fühle ich mich wacher, trotz gleichbleibender Dosis, bin früh aufgewacht, das aufstehen fiel schwer aber klappte..
ich habe genügend antrieb die urlaubsvorbeteitungen zu erledigen, das ist gut, dann komme ich nicht in stress nächste Woche.
liebe Grüße Anikke
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Re: Mirtazapin absetzen, wie ist es richtig?

Beitragvon LinLina » Sonntag, 16.07.17, 13:26

Liebe Annike :-)

es ist normal, sich bei Dosiserhöhungen eine Weile müde und sedierter zu fühlen, bis der Körper sich drauf eingestellt hat. Das hab ich auch immer so erlebt, aber du wirst dich insgesamt wenn du dich auf 12 mg eingependelt hast etwas wacher fühlen als auf 15 mg.

Ich wünsch dir weiterhin viel Energie für die Vorbereitungen und einen schönen Urlaub

lg Lina
Ursprünglicher Grund der Einnahme: Schmerzen, PTBS, heftige Unverträglichkeitsreaktion auf Schmerzmittel und Antibiotika (anhaltende Krampfanfälle)

Lorazepam: 1,5 mg von 7/2014 - 10/2014, dann 4 Monate schrittweiser Entzug (sehr heftig) und seit 8.2.2015 komplett abgesetzt :-)

Mirtazapin: Winter 2014/15 bis 30 mg für Benzo-Entzug, langsames und mühsames Absetzen seit März 2015.

Mein Medikamentenverlauf :schnecke: :
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Re: Mirtazapin absetzen, wie ist es richtig?

Beitragvon Anikke » Montag, 17.07.17, 8:32

guten morgen Lina,
danke für die Antwort. du hast recht, es scheint als wenn der Körper sich nun an die aufdosierung gewöhnt hat.. ich bin heute morgen schlecht aufgewacht, ich glaube aber das liegt daran dass ich sehr spät ins Bett bin und das mirta spät einnahm..
bin gespannt wie es dann heut im Büro ist, momentan bin ich müde aber es ist auch ganz grau draußen..
liebe grüße anikke
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Re: Mirtazapin absetzen, wie ist es richtig?

Beitragvon Anikke » Donnerstag, 20.07.17, 6:06

hallo,
ich habe ein neues Rezept bekommen. und wurde auch ernstgenommen, obwohl diebärztin nicht direkt was zu wissen schien übers absetzen, aber sie hat verschrieben was ich wollte.
heute geht es los.
bis bald und euch allen alles gute!!
liebe grüße anikke
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Re: Mirtazapin absetzen, wie ist es richtig?

Beitragvon Jamie » Donnerstag, 20.07.17, 10:17

Hallo Anikke :)

freut mich, jetzt kann es ja los gehen :).
Halt uns auf dem Laufenden und bitte melde dich und frage nach, bevor du irgendwas falsch machst ;)
- Angebot gilt für dich und für alle anderen auch.

:pillowtalk:

Grüße
Jamie
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