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Cipralex (Escitalopram) absetzen- Aktueller Verlauf

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
padma
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Re: Cipralex (Escitalopram) absetzen- Aktueller Verlauf

Beitrag von padma » Samstag, 09.09.17, 17:02

hallo Domi, :)

danke für dein update.

Schön zu hören, dass du dich stabilisieren konntest und die 5 mg ausreichen. :D

Und ja, gib dir jetzt Zeit auf den 5 mg, bis du dich wirklich stabil genug fühlst erneut zu reduzieren, dann aber sehr langsam.
Ich werde nun wieder öfters berichten wie es mir geht, habe mir aber auch als Ziel gesetzt, anderen Menschen die sich hier ihren Leidensweg von der Seele schreiben zu helfen.
Das wäre schön, danke schon mal.

liebe Grüsse,
padma
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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Re: Cipralex (Escitalopram) absetzen- Aktueller Verlauf

Beitrag von carlotta » Samstag, 09.09.17, 18:14

Hallo Domi,

schön, dass Du Dich stabilisieren konntest. Und danke für Deinen ausführlichen Zwischenbericht. :)

Zwei Hinweise nur zur Vorsicht:
Sport ist an sich gut, kann aber im Entzug teilweise massiv Symptome triggern. Daher langsam anfangen und schauen, wie der Körper reagiert. Und u. U. zurückschrauben, falls irgendwas merkwürdig sein sollte.

Dasselbe gilt für Vitalstoffe: Zahlreiche Betroffene vertragen verschiedene NEM nicht im Entzug, selbst wenn ein Mangel besteht. Daher immer in ganz kleinen Dosierungen vorsichtig antesten, was möglich ist. Komplexmittel sind insofern schwierig, als man bei Unverträglichkeit nicht auseinanderhalten kann, welche Komponente(n) Probleme macht/machen.

Liebe Grüße :group:
Carlotta
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Re: Cipralex (Escitalopram) absetzen- Aktueller Verlauf

Beitrag von 92Domi92 » Samstag, 09.09.17, 23:04

Guten Abend :)

Carlotta danke für den Hinweis mit dem Sport und den NEM. Werde mir das aufjedenfall im Hinterkopf behalten, falls ich irgendwas merke. Hast du zu diesen beiden Behauptungen auch Studien, die du mir zeigen könntest? Ich möchte mich einfach nur extrem gut belesen in allen Richtungen was das Absetzen angeht. Ich möchte so wenig Fehler in Zukunft machen wie es nur geht. Weil ich muss auch ehrlich sagen ab und zu Steiger ich mich so in diese ganze Thematik rein, dass das ganze noch viel schlimmer wird. Das ist ne leider ne Charakter Eigenschaft die ich schon immer hatte. Deshalb möchte ich mich immer auf Fakten berufen, gerade das mit den Nahrungsergänzungen. Wäre super wenn du mir da eine Studie oder sonst irgendwas hättest.

Wünsche allen eine gute und erholsame Nacht und ein schönes Wochenende!

LG

Domi
Absetzverlauf Cipralex

2014: 15mg Cipralex Täglich wegen Depression
2015: Besserung der Depression, trotzdem ersteinmal weiterhin 15Mg täglich
2016: Erster Absetzversuch, da Depression weg, aber sehr starke nebenwirkungen wie Müdigkeit vorhanden sind.---> Versuch gescheitert, da viel zu schnell auf 0Mg reduziert--->Folge: Massive Absetzsyndrome, wie Brainzaps, Schwindel, Kopfschmerzen---->Wieder mit 15mg weitergemacht
2017:zuerst langsam auf 10Mg pro Tag reduziert, dann langsam auf 5Mg

Akuteller Absetzversuch

(bis dato 5Mg Cipralex..psychischer Zustand:Stabil. Nebenwirkung des Medikaments: Starke Müdigkeit )

14. Juni 2017: Einweisung in Tagesklnik ( zur Unterstützung des Absetzens ) Angesetzt auf 8 Wochen
19.-25 Juni 2017: 4Mg Cipralex pro Tag ( Plan der Klnik: Von nun an 1Mg pro Woche) Zustand: Stabil
26-Juni-02-Juli 2017: 3Mg Cipralex pro Tag. Zustand: Panikattacken vermehren sich. Allerdings meiner Meinung nach durch die Therapie und das ständige beschäftigen mit der eigenen Psyche in der Klnik.Dazu kommt das die Ärzte mir andere Medikamente zur Linderung der Panikattacken verschreiben wollen, was für mich ein nogo ist.
03-05.Juli 2017: 2Mg Cipralex Täglich. ---> Klinik Verlassen, da ich vor die Wahl gestellt wurde, entweder ich nehme die Medikamente die sie mir verschreiben ( Seroquel 25Mg abends, 2,5mg Abilify morgens, und bei schweren Panikattacken Lyricka ), oder eine weitere Therapie ist in deren Augen nicht mehr tragbar.

07.07.2017: Aktueller Zustand bei 2Mg Cipralex: Leichte Müdigkeit, Stimmungs und Gefühlsschwankungen,Teilweise das Unrealitätsgefühl. Extremes Grübeln ob das alles richtig ist wie ich es mache Teilweise das Gefühl total verrrückt zu werden und durchzudrehen. Panickattacken wegen diesen Absetzsyndromen. Entscheidung : Wieder auf 3 Mg Aufdosieren ab morgen. Zustand eine Woche beobachten.

22:Juli: Ab heute 5mg Cipralex. Zustand relativ Instabil. Starke Müdigkeit und Erschöpfungszustände. Weiterhin das Gefühl alles sei unwirklich. Panikattacken unregelmäßig aber fast täglich.

Ziel: Cipralex aufdosieren in 1mg Schritten, bis eine bessere Stabilität vorhandenen ist.

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Re: Cipralex (Escitalopram) absetzen- Aktueller Verlauf

Beitrag von 92Domi92 » Samstag, 09.09.17, 23:12

padma hat geschrieben:hallo Domi, :)

danke für dein update.

Schön zu hören, dass du dich stabilisieren konntest und die 5 mg ausreichen. :D

Und ja, gib dir jetzt Zeit auf den 5 mg, bis du dich wirklich stabil genug fühlst erneut zu reduzieren, dann aber sehr langsam.


padma
Hallo Padma,

ja stabil würde ich jetzt noch nicht ganz sagen, aber definiv nicht mehr der absolute Horrorzustand wie vor ein paar Wochen noch. Dennoch leide ich natürlich noch unter massiven psychischen Absetzsyndromen.

Ich denke ich werde jetzt mal einen EIntrag in 6 Wochen machen, der mich an ein absetzen errinert. Wenn ich bis dahin komplett stabilisiert bin und mich wohl fühle fange ich nach der 10 % Formel alle 6 Wochen an ( natürlich je nachdem wie es anschlägt ). Wichtig ist mir beim nächsten Versuch, die Absetzsyndrome auf ein minimum zu reduzieren. Natürlich möchte ich dieses teuflische Zeug schnell aus meinem Körper haben, aber ich gebe meinem Körper auch die Zeit sich dem absetzen anzupassen, da ich nochmal so einen kompletten Zusammenbruch nicht verkrafte.

Gute Nacht !

Lg

Domi


Edith: Sonntag 10.09.17 05:13 Uhr.

Mir ist noch eine Frage eingefallen, die ich hier einfach Mal noch einfüge: es heißt ja das man alle 4-6 Wochen 5-10 Prozent ausschleichen soll. Und dann im unteren Dosis Bereich eher 5 Prozent, je nachdem wie man klarkommt. Aber bei manchen Leuten sehe ich in der Signatur bereits bei 0,2 mg Schritten, das sie extrem zu kämpfen haben. Ab welcher Dosis muss man wenn man so sensibel darauf reagiert damit rechnen? Kann ich in 0,5 mg Schritten alle 6 Wochen runter bis auf 2 mg, und ab dann nur noch in 0,2 mg Schritten, oder wann wird der untere Dosis Bereich bestimmt?
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2017:zuerst langsam auf 10Mg pro Tag reduziert, dann langsam auf 5Mg

Akuteller Absetzversuch

(bis dato 5Mg Cipralex..psychischer Zustand:Stabil. Nebenwirkung des Medikaments: Starke Müdigkeit )

14. Juni 2017: Einweisung in Tagesklnik ( zur Unterstützung des Absetzens ) Angesetzt auf 8 Wochen
19.-25 Juni 2017: 4Mg Cipralex pro Tag ( Plan der Klnik: Von nun an 1Mg pro Woche) Zustand: Stabil
26-Juni-02-Juli 2017: 3Mg Cipralex pro Tag. Zustand: Panikattacken vermehren sich. Allerdings meiner Meinung nach durch die Therapie und das ständige beschäftigen mit der eigenen Psyche in der Klnik.Dazu kommt das die Ärzte mir andere Medikamente zur Linderung der Panikattacken verschreiben wollen, was für mich ein nogo ist.
03-05.Juli 2017: 2Mg Cipralex Täglich. ---> Klinik Verlassen, da ich vor die Wahl gestellt wurde, entweder ich nehme die Medikamente die sie mir verschreiben ( Seroquel 25Mg abends, 2,5mg Abilify morgens, und bei schweren Panikattacken Lyricka ), oder eine weitere Therapie ist in deren Augen nicht mehr tragbar.

07.07.2017: Aktueller Zustand bei 2Mg Cipralex: Leichte Müdigkeit, Stimmungs und Gefühlsschwankungen,Teilweise das Unrealitätsgefühl. Extremes Grübeln ob das alles richtig ist wie ich es mache Teilweise das Gefühl total verrrückt zu werden und durchzudrehen. Panickattacken wegen diesen Absetzsyndromen. Entscheidung : Wieder auf 3 Mg Aufdosieren ab morgen. Zustand eine Woche beobachten.

22:Juli: Ab heute 5mg Cipralex. Zustand relativ Instabil. Starke Müdigkeit und Erschöpfungszustände. Weiterhin das Gefühl alles sei unwirklich. Panikattacken unregelmäßig aber fast täglich.

Ziel: Cipralex aufdosieren in 1mg Schritten, bis eine bessere Stabilität vorhandenen ist.

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Re: Cipralex (Escitalopram) absetzen- Aktueller Verlauf

Beitrag von carlotta » Sonntag, 10.09.17, 12:50

Hallo Domi,

die Studien zum Entzug von AD sind rar gesät; meist sind Studien pharmafinanziert und die Pharmaindustrie hat kein Interesse daran, Absetzprobleme aufzudecken/zu untersuchen. Im Gegenteil wird seit Jahrzehnten versucht, sie unter den Teppich zu kehren.

Es gibt einiges zu Entzugsproblemen i. A. (da steht die unabhängige Forschung aber noch ziemlich am Anfang), speziell zu den oben angeführten Themen (Unverträglichkeiten, paradoxe Reaktionen) fällt mir ad hoc keine Studie ein. Das ist m. E. aber auch nicht so relevant; wie viele Betroffene schmerzhaft erfahren haben, sind in diesem Bereich Erfahrungsberichte viel wertvoller als Studien. Ich allein kenne durch meine langjährige Beschäftigung mit dem Thema weit über tausend (das ist noch tief gestapelt), auch international. Den anderen hier, die schon lange am Ball sind, geht es ähnlich. Ein sehr empfehlenswertes US-Forum, das sich an internationales Publikum richtet (survivingantidepressants.org) hat als Hintergrundidee, wissenschaftliche Daten zum Entzug zu liefern. (Gründerin ist selbst betroffen und kommt aus der Forschung.) Auf Basis solcher internationaler Forendaten wurde übrigens auch schon eine wissenschaftliche Arbeit zum AD-Entzug verfasst (Belaise et al.).

Wie gesagt, das Wertvollste, was wir derzeit an Wissensschatz zum Entzug haben, sind die Betroffenenerfahrungen. Die bisher vorliegenden Studien kommen zumeist von der Tiefe des Infomationsgehalts nicht ansatzweise an das Gros der Erfahrungsberichte heran. (Studien/wissenschaftliche Aufsätze findest Du übrigens auch in den Hintergrundinformationen.) Pharmakologe David Healy forscht seit einigen Jahren als einer der wenigen intensiv zu Entzugsproblematiken. (Es gibt übrigens auch nicht viele, die das tun, man macht sich erfahrungsgemäß damit in der Branche nicht gerade beliebt.) Er hat die immense Bedeutung von Betroffenenerfahrungen erkannt und betont explizit, dass er für die Forschung darauf dringend angewiesen ist bzw. auch auf Zusammenarbeit mit Betroffenen. Für ihn sind diese die wahren Experten, was das Thema anbelangt.

Auf dieser Basis habe ich Dir die obigen Hinweise mitgeteilt. Beides muss für Dich auch kein Problem darstellen, es kann aber. Das sollte man im Hinterkopf haben, um nicht kalt erwischt zu werden. Denn das ist leider schon einigen passiert, die dachten, sie täten sich eigentlich etwas Gutes.

Zu Deiner Frage bezüglich des unteren Dosisbereichs: Du kannst Dir mal die Kurven zur Serotonintransporter-Blockade anschauen, daraus lässt sich ein bisschen was ablesen.
Link: viewtopic.php?t=8829
Es ist allerdings auch hier wieder völlig individuell, ab welcher Dosishöhe jemand vorsichtiger vorgehen muss; letzten Endes bekommt man es nur durch behutsames Herantasten heraus, indem man auch immer gut auf seinen Körper hört. Ein fester Absetzplan ist daher laut Experten, die Betroffene beim Absetzen begleiten, auch nicht empfehlenswert, sondern eher hinderlich, weil die Entwicklungen einfach kaum vorhersehbar sind. Wichtig ist dennoch zu wissen, dass - je weiter man sich der null nähert - potenziell kleinere Schritte angebracht sind.

Liebe Grüße und schönen Sonntag :group:
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Re: Cipralex (Escitalopram) absetzen- Aktueller Verlauf

Beitrag von 92Domi92 » Donnerstag, 08.02.18, 16:18

Guten Tag. Lange ist mein letzter Post schon her 😃.

Ich bin immer noch auf 5 mg Cipralex und habe immer noch ständige Höhen und Tiefen durchzumachen. Mittlerweile stecke ich wieder in einem tief, sprich einer Depression oder zumindest neige ich stark zum Grübeln, habe starke Selbstzweifel und und und. Allerdings mache ich auch 5 Mal die Woche Krafttraining und das möchte ich mir einfach beibehalten. Ich möchte definitiv den Sport nicht aufgeben, weil er mich total aufbaut. Allerdings habe ich Angst und zwar große, wenn ich mir vorstelle jetzt wieder einen absetzversuch zu starten. Ich mein ich stecke oder entwickle gerade eine Depression, hab ein Medikament an der Backe kleben das mir nicht hilft, bzw mir auch noch zusätzlich Nebenwirkungen bereitet und das einzige woran ich festhalte ist der Sport, der mich zwar auch Überwindung kostet, aber mir einfach den letzten halt gibt. Was soll ich nun tun ? Gar nichts verändern ? Den Zustand ertragen? Absetzen ? Ein neues Medikament nehmen zusätzlich zu Cipralex? Ich bin mit meinem Latein absolut am Ende.

Lg
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07.07.2017: Aktueller Zustand bei 2Mg Cipralex: Leichte Müdigkeit, Stimmungs und Gefühlsschwankungen,Teilweise das Unrealitätsgefühl. Extremes Grübeln ob das alles richtig ist wie ich es mache Teilweise das Gefühl total verrrückt zu werden und durchzudrehen. Panickattacken wegen diesen Absetzsyndromen. Entscheidung : Wieder auf 3 Mg Aufdosieren ab morgen. Zustand eine Woche beobachten.

22:Juli: Ab heute 5mg Cipralex. Zustand relativ Instabil. Starke Müdigkeit und Erschöpfungszustände. Weiterhin das Gefühl alles sei unwirklich. Panikattacken unregelmäßig aber fast täglich.

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Re: Cipralex (Escitalopram) absetzen- Aktueller Verlauf

Beitrag von 92Domi92 » Donnerstag, 08.02.18, 17:24

Und was ich noch fragen wollte ist, ob man Cipralex auch in Tropfen Form direkt auf die zunge geben kann, einfach um eine gleichmäßige Aufnahme in den Körper zu gewährleisten?

Ich nehme es sonst immer abends , da hab ich meistens was im Magen.. lg
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03-05.Juli 2017: 2Mg Cipralex Täglich. ---> Klinik Verlassen, da ich vor die Wahl gestellt wurde, entweder ich nehme die Medikamente die sie mir verschreiben ( Seroquel 25Mg abends, 2,5mg Abilify morgens, und bei schweren Panikattacken Lyricka ), oder eine weitere Therapie ist in deren Augen nicht mehr tragbar.

07.07.2017: Aktueller Zustand bei 2Mg Cipralex: Leichte Müdigkeit, Stimmungs und Gefühlsschwankungen,Teilweise das Unrealitätsgefühl. Extremes Grübeln ob das alles richtig ist wie ich es mache Teilweise das Gefühl total verrrückt zu werden und durchzudrehen. Panickattacken wegen diesen Absetzsyndromen. Entscheidung : Wieder auf 3 Mg Aufdosieren ab morgen. Zustand eine Woche beobachten.

22:Juli: Ab heute 5mg Cipralex. Zustand relativ Instabil. Starke Müdigkeit und Erschöpfungszustände. Weiterhin das Gefühl alles sei unwirklich. Panikattacken unregelmäßig aber fast täglich.

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Re: Cipralex (Escitalopram) absetzen- Aktueller Verlauf

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 08.02.18, 19:04

Hallo Domi, :)

wenn du aktuell wieder auf eine depressive Phase zusteuerst, dann wäre es fahrlässig und grundverkehrt, gerade jetzt einen Absetzversuch zu unternehmen.

Ich möchte aber kritisch anmerken, dass das doch eigentlich gar nicht sein darf, du nimmst doch immerhin ein AD?!?? Und es geht dir weiterhin leidlich.
Hier sieht man mal wieder wie überbewertet diese Mittel sind; man schluckt sie und ist trotzdem weiterhin depressiv. Super Effekt... :o (man verzeihe mir den Sarkasmus)
AD wirken bei leichten bis mittleren Depressionen nicht besser als ein Placebo; für die Zukunft solltest du überlegen, was du wirklich möchtest und ob es so weitergehen soll.

Ich kann dir da nichts raten außer, dass es jetzt ein denkbar schlechter Zeitpunkt wäre auszuschleichen.
Es müssten wohl noch mehr stabilisierende Ressourcen (außer Sport) ihren Weg in dein Leben finden; ggf. eine gute Psychotherapie (?)
Und was ich noch fragen wollte ist, ob man Cipralex auch in Tropfen Form direkt auf die zunge geben kann, einfach um eine gleichmäßige Aufnahme in den Körper zu gewährleisten?
Kannst du machen, aber die gleichmäßigste Verteilung hast du in etwas Wasser, in das du die Tropfen gibst und dann rührst. Wasser als Trägermedium und Körperhauptbestandteil transportiert das Ganze am besten; die Zunge kann keine Wirkstoffe aufnehmen, höchstens die Mundschleimhaut und dann auch nur wenig.
Nach wie vor ist die Einnahme in etwas Wasser und schlucken die sinnvollste Variante.

Grüße
Jamie
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