Hinweis: hier klicken zum Schließen dieser Ankündigung ->
Liebe ADFDler,

Wir haben uns im Team darauf geeinigt, Änderungen bei den Bearbeitungszeiten der Beiträge und in den Forenregeln vorzunehmen. Folgende Änderungen treten ab sofort in Kraft:

Änderungen der Forenregeln:

2.Neue Teilnehmer
a. Wahl des Benutzernamens
Benutzernamen dürfen keine Werbung oder Markennamen beinhalten. Bitte wähle einen vernünftigen Benutzernamen, ansonsten müssen wir das Benutzerkonto entfernen. Der Benutzername kann nur in nachvollziehbar begründeten Ausnahmefällen vom Administrator geändert werden.

3.Verhalten im Forum
e. Editieren von Beiträgen
Die Editierfunktion sollte hauptsächlich dem Korrigieren von Rechtschreibfehlern oder ergänzenden Bemerkungen dienen. Falls eine Aussage inhaltlich korrigiert werden muss, sollte das in einer Antwort auf den Beitrag geschehen. Die Löschung eines Beitrages oder ganzer Textpassagen soll unterbleiben oder, in Ausnahmefällen, vom Team vorgenommen werden.


Änderungen der Bearbeitungszeit:

- Beiträge können nach dem Abschicken noch 2 Minuten lang komplett gelöscht werden.
- Beträge können nach dem Abschicken noch 120 Minuten lang editiert werden, bitte beachtet hierzu auch die neuen Forenregeln.

Mit der weiteren Nutzung dieses Forums erklärt ihr euch mit den Änderungen einverstanden.

Viele Grüße vom Team

Mirtazapin kalt abgesetzt

Wenn moderne Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Razia
Beiträge: 212
Registriert: Donnerstag, 13.07.17, 21:45
Hat sich bedankt: 187 Mal
Danksagung erhalten: 106 Mal

Mirtazapin kalt abgesetzt

Beitragvon Razia » Donnerstag, 13.07.17, 21:59

Hallo ihr Lieben,

ich bin Ramona, 46 Jahre alt und nehme seit September 15mg Mirtazapin. Grund hierfuer war eine Angststoerung, die aufgrund einer starken Bronchitis mit gleichzeitiger damals unerkannter Schlafapnoe und stillem Reflux einherging. Bin im Schlaf hochgeschreckt mit Angst, Schluckstoerungen und Atemnot. Es wuerde eine Angststoerung, ich hatte ja auch tatsaechlich Angst, diagnostiziert. Und alles auf die Psyche geschoben. Mein Lungenartzt hat zum Glueck dann leider erst Monate spaeter diagnostiziert, dass die Schluckbeschwerden vom Reflux kamen und eben die Schlafapnoe. Aber egal. Ich hab damals im Juli, August 2016 fuer nur 3 Wochen Mirtazapin in Dosis 30 bis 45mg genommen und konnte direkt wieder absetzen.

Da der stille Reflux wieder, noch vor der Lungenarzt Diagnose wieder kam, nehme ich seit Sept. 2016 am Abend 15mg Mirtazapin. Da es mir besser ging, hab ich einfach abgesetzt, vor ca. 8 oder 9 Wochen, ich wusste es nicht besser. An Pfingsten fing es fuer eine Woche mit MOrgenuebelkeit an und ging dann weiter ueber naechtliches aufwachen mit Zittern, Unruhe, Herzklopfen, Schwitzen. Aertztlich ist alles abgeklaert, also ist mir Anfang der Woche ein Licht aufgegangen, dass es Absetzszmptome sind.

Fakten sind, ich nehme seit ca. 8 bis 9 Wochen kein Mirtazapin mehr, vorher 15mg. Letzte Woche Donnerstag und Freitag hab ich je abends wieder 15mg genommen und am darauffolgenden Tag ging es mir besser, die Nacht war auch besser. Ich kannte nur den Zusammenhang nicht. Seit gestern nehm ich wieder 15 mg, hatte super geschlafen, einen guten Tag aber vorhin so ab 20 Uhr Unruhe, Zittern usw.

Und dann hab ich euch erst gefunden, also quasi eben. Ich weiss, dass ihr nicht gleich antworten koennt, ich hab mich eingelesen und habe gerade sehr viel Angst, da es ja mit 9 Wochen schon zu lange abgesetzt ist. DA es ist mir aber letzte Woche und gestern wieder mit 15mg gut ging, wuerde ich heute Abend einfach mal eine halbe mit 7,5 mg nehmen. Was meint ihr?

Mir macht das, was hier gelesen habe, gerade ziemlich Angst, ich dachte gestern noch, naja Absetzszmptome, nimmst du halt den Kram wieder, anscheinend ist das aber nach so vielen Wochen nicht machbar?

Gruesse Ramona
Mirtazapin Absetzproblematik:
Seit September 2016 abends je 15mg Mirtazapin.
Ca. Mitte Mai 2017 kalt abgesetzt (wusste es nicht besser) ´
Ab 04.06.2017 dann Absetzsymptome, wie Übelkeit, Zitttrigkeit, besonders Nachts, Herzklopfen, Druck in der Brust, Schwindel.

14.07.2017 Wiedereinstieg mit 3,75mg Mirtazapin, um die Absetzsymptome zu lindern.

18.08.2017: 3,45 mg Mirtazapin
22.09.2017: 3,15 mg
25.09.2017: 3,21 mg wegen Absetzsymptomen
26.09.2017: 3,3 mg wegen Absetzsymptomen
28.09.2017: 3,45 mg, massive Symptome. Ab 04.10. Normalisierung der Symptome.
09.10.2017: Vorerst Absetzpause zur Stabilisierung
16.10. - 23.10.2017: Symptome, ohne eindeutigen Trigger
30.10. - 05.11.2017: Symptome, vermutlich durch Zahnbehandlung
Weiterhin Absetzpause

-----------

Sonstige Medikamente:
100 Microgramm L-Thyroxin
10 mg Ramipril
5 mg Amlodipin
40 mg Pantoprozol

NEMs: Fischöl, Magnesium, La Vita
Sonst.: Kytta Sedativum
Bei Bedarf: D-Mannose

Blutdruck ist seit der Behandlung der Schlafaponoe (12/2016) mit Atemmaske schon tendenziell runter gegangen. Das Pantoprozol nehm ich in Angriff, wenn ich mit dem Mirtazapin durch bin.

Vorgeschichte:
Ende Juni 2016: Starke Bronchitis, plötzlich nächtliches Aufwachen mit Atemnot, im Laufe der Woche massive Schluckbeschwerden. Keiner findet was. Ich werde immer unruhiger und ängstlicher, mag nicht mehr Essen, weil ich nicht schlucken konnte und mich häufig verschluckt habe beim Essen. Dann Ende der Woche Aufenthalt in der Psychiatrie, Diagnose Angststörung. Ja, was zum Geier, wenn man keine Luft kriegt und nicht schlucken kann, kriegt man halt Angst, besonders, wenn jeder sagt, da ist nix. Die Unruhe/Angst ist so groß, dass ich nicht schlafen kann und kurz vor dem Einschlafen immer hochschrecke.

Nach 3 Wochen mit 7,5mg Zopicolon und 30mg Mirtazapin entlassen worden. Mit dem Werkspsychiater gesprochen, der mit mir die Medikamente ausgesschlichen hat. Hab sie im Endeffekt nur 5 Wochen genommen.

Ende August 2016: Die Schluckbeschwerden mit Fremdkörpergefühl auf der Zunge kommen zurück, keiner findet was. Die Angst kommt wieder zurück. Wieder mit 15mg Mirtazapin angefangen, um nicht wieder schlaflos zu sein. Zusätzlich noch 10mg Zolpidem. Das Zolpidem konnte ich problemlos nach 5 Wochen absetzen.

Ende September 2016: Endlich mal einen Arzt mit Ahnung gefunden. Ich habe eine Schlafapnoe und stillen Reflux (wird nicht durch Säure, sondern durch Pepsin ausgelöst und ist gasförmig, viele Ärzte kennen das nicht. Geht oft einher mit der Schlafapnoe). Angst ist fast schlagartig weg, weil ich weiß, was es ist. Trotzdem bin ich damals bei den 15mg Mirtazapin geblieben, weil ich ja wirklich eine Angststörung hatte und Bedenken hatte, dass ich sonst jetzt evtl. bei jeder Krankheit Angst kriege. Schließlich hat sich der Mist über 3 Monate gezogen und hatte Zeit sich festzusetzen. Tja und dann Mitte Mai gedacht, ich könnte absetzen.

LinLina
Team
Beiträge: 5067
Registriert: Montag, 14.09.15, 16:20
Hat sich bedankt: 15105 Mal
Danksagung erhalten: 7444 Mal

Re: Mirtazapin kalt abgesetzt

Beitragvon LinLina » Donnerstag, 13.07.17, 22:08

Hallo Ramona :-)

willkommen im Forum :-)

Was du erlebst, hört sich sehr nach Absetzsymptomen/Entzug an.

Ich möchte dir ein wenig die Angst nehmen. Die extreme Vorsicht beim wiedereindosieren gilt vor allem für SSRI/SNRI-Antidepressiva. Mirtazapin wirkt gerade im unteren Dosisbereich eher sedierend und die Gefahr von unverträglichkeiten/paradoxen Reaktionen nach längerer Zeit auf null ist meiner Meinung nach geringer.

Außerdem hast du es ja bereits getestet und gut vertragen.

Ich würde dir empfehlen, sogar mit nur 3,75 mg wieder einzusteigen, vielleicht reicht das schon. Bei mirtazapin ist es auch so, dass wenn du es regelmäßig nimmst der Blutspiegel ca. 2-3 mal so hoch ist wie bei einmaliger einnahme, deswegen kann es gut sein dass du gar nicht mehr brauchst, wenn du es jetzt erstmal wieder täglich nimmst.

Sollte sich nach einer Woche der Wiedereinnahme mit 3,75 mg noch keine Ausreichende Besserung zeigen, kannst du die Dosis immer noch erhöhen.

Wenn du dich dann wieder stabilisiert hast, könntest du ganz langsam absetzen, dabei unterstützen wir dich gerne.

Liebe Grüße
Lina
Ursprünglicher Grund der Einnahme: Schmerzen, PTBS, heftige Unverträglichkeitsreaktion auf Schmerzmittel und Antibiotika (anhaltende Krampfanfälle)

Lorazepam: 1,5 mg von 7/2014 - 10/2014, dann 4 Monate schrittweiser Entzug (sehr heftig) und seit 8.2.2015 komplett abgesetzt :-)

Mirtazapin: Winter 2014/15 bis 30 mg für Benzo-Entzug, langsames und mühsames Absetzen seit März 2015.

Mein Medikamentenverlauf :schnecke: :
► Text zeigen
Seit 29.11.2017: 0,35 mg Mirtazapin / Mein Thread

Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Ululu 69
Team
Beiträge: 1451
Registriert: Donnerstag, 04.05.17, 17:43
Hat sich bedankt: 3305 Mal
Danksagung erhalten: 2759 Mal

Re: Mirtazapin kalt abgesetzt

Beitragvon Ululu 69 » Donnerstag, 13.07.17, 22:18

Hallo Ramona,

herzlich Willkommen hier im Forum.

Das was du beschreibst, klingt in der Tat sehr nach Absetzerscheinungen.
Leider kommt es immer wieder mal vor, dass diese auch noch einige Wochen später auftreten, sodass man den Zusammenhang evtl. nicht gleich erkennt.
Es wird sich auch noch jemand vom Team bei dir melden.
Nur schon so viel, dein Gehirn hat das Medikament nach der längeren Einnahme fest in seinen Stoffwechsel eingebaut und muss sich jetzt langsam wieder umstellen.

Das schlimmste was du deinem gereizten Nervensystem antun kannst, sind wechselnde Einnahmedosen.
Das soll jetzt kein Vorwurf sein, du konntest es ja nicht besser wissen.
Selbst die meisten Ärzte kennen sich damit nicht aus oder leugnen sogar, dass diese Mittel Absetzerscheinungen machen.
Deswegen ist es schon mal gut, dass du hier her gefunden hast.
Du solltest jetzt versuchen, eine geringe Menge des Mirtazapins wieder einzudosieren. Ich denke, dass nach acht Wochen 7,5 mg schon zu viel waren.
Dir würde vielleicht schon eine geringere Menge helfen, um dich wieder zu stabilisieren.
Erst wenn du wieder stabil bist, solltest du wieder reduzieren aber dann ganz langsam.
Hier im Forum werden Absetzschritte von 5-10 Prozent alle vier bis sechs Wochen empfohlen.

Ich wünsche dir alles Gute
Ute
Mit LinLina überschnitten
Schwindel, Angst und Depression immer mal wieder auftretend aber nach ein paar Monaten immer wieder Besserung
Atenolol (Betablocker) 25 mg täglich
2011 Überweisung zum Psychiater, Versuche mit Sulpirid (6 Monate genommen), Amitryptillin (nicht vertragen) und Buspiron, 3 Monate genommen


2012 stationärer Aufenthalt in Psychiatrie nach einjährigem Dauerschwindel. Diagnose :generalisierte Angststörung und schwere Depression.
Alle Medikamente wurden sofort abgesetzt. Lorazepam 1mg 3 mal täglich, nach zwei Wochen ausgeschlichen, Gesamteinnahmedauer sechs Wochen

Seitdem Mirtazapin 30 mg zur Nacht.
Cymbalta 90 mg
Seroquel prolong abends 150 mg

Ein Jahr später Reduzierung Mirtazapin auf 15 mg ohne Probleme. Darunter schwere Schlafstörungen. Daher weiter 15 mg.

2014 zusätzliche Diagnose Schlaf Apnoe Syndrom. Behandlung mit Atemmaske.

Insgesamt über 30 kg Gewichtszunahme.
Gefühlsverflachung und Tagesmüdigkeit.

Ende 2016 Reduzierung Seroquel prolong auf 100 mg.
Am 30.04. Reduzierung Seroquel prolong auf 50 mg.
Seit Juni 2017 Mönchspfeffer gegen Zyklusstörungen
Und Jaborandi Globuli bei Bedarf gegen Schwitzen mit mäßigem Erfolg

21.08.2017 Duloxetin auf 75 mg
18.10.2017 Duloxetin auf 67.5 mg
13.11.2017 Duloxetin auf 60,0 mg

Razia
Beiträge: 212
Registriert: Donnerstag, 13.07.17, 21:45
Hat sich bedankt: 187 Mal
Danksagung erhalten: 106 Mal

Re: Mirtazapin kalt abgesetzt

Beitragvon Razia » Donnerstag, 13.07.17, 22:23

Danke euch beiden fuer die schnelle Antwort. Ich habe nur 15mg Tabletten, die teilbar sind auf 7,5mg. Ich hab bisher aber immer 15mg genommen, gestern und letzt Woche 2 x ohne paradoxe Beschwerden. Deshalb meine Idee, heute nur 7,5mg zu nehmen. Ich hab auf die schnelle keine Moeglichkeit genau auf 3,5 zu dosieren, Hilfe...

Gruesse Ramona
Mirtazapin Absetzproblematik:
Seit September 2016 abends je 15mg Mirtazapin.
Ca. Mitte Mai 2017 kalt abgesetzt (wusste es nicht besser) ´
Ab 04.06.2017 dann Absetzsymptome, wie Übelkeit, Zitttrigkeit, besonders Nachts, Herzklopfen, Druck in der Brust, Schwindel.

14.07.2017 Wiedereinstieg mit 3,75mg Mirtazapin, um die Absetzsymptome zu lindern.

18.08.2017: 3,45 mg Mirtazapin
22.09.2017: 3,15 mg
25.09.2017: 3,21 mg wegen Absetzsymptomen
26.09.2017: 3,3 mg wegen Absetzsymptomen
28.09.2017: 3,45 mg, massive Symptome. Ab 04.10. Normalisierung der Symptome.
09.10.2017: Vorerst Absetzpause zur Stabilisierung
16.10. - 23.10.2017: Symptome, ohne eindeutigen Trigger
30.10. - 05.11.2017: Symptome, vermutlich durch Zahnbehandlung
Weiterhin Absetzpause

-----------

Sonstige Medikamente:
100 Microgramm L-Thyroxin
10 mg Ramipril
5 mg Amlodipin
40 mg Pantoprozol

NEMs: Fischöl, Magnesium, La Vita
Sonst.: Kytta Sedativum
Bei Bedarf: D-Mannose

Blutdruck ist seit der Behandlung der Schlafaponoe (12/2016) mit Atemmaske schon tendenziell runter gegangen. Das Pantoprozol nehm ich in Angriff, wenn ich mit dem Mirtazapin durch bin.

Vorgeschichte:
Ende Juni 2016: Starke Bronchitis, plötzlich nächtliches Aufwachen mit Atemnot, im Laufe der Woche massive Schluckbeschwerden. Keiner findet was. Ich werde immer unruhiger und ängstlicher, mag nicht mehr Essen, weil ich nicht schlucken konnte und mich häufig verschluckt habe beim Essen. Dann Ende der Woche Aufenthalt in der Psychiatrie, Diagnose Angststörung. Ja, was zum Geier, wenn man keine Luft kriegt und nicht schlucken kann, kriegt man halt Angst, besonders, wenn jeder sagt, da ist nix. Die Unruhe/Angst ist so groß, dass ich nicht schlafen kann und kurz vor dem Einschlafen immer hochschrecke.

Nach 3 Wochen mit 7,5mg Zopicolon und 30mg Mirtazapin entlassen worden. Mit dem Werkspsychiater gesprochen, der mit mir die Medikamente ausgesschlichen hat. Hab sie im Endeffekt nur 5 Wochen genommen.

Ende August 2016: Die Schluckbeschwerden mit Fremdkörpergefühl auf der Zunge kommen zurück, keiner findet was. Die Angst kommt wieder zurück. Wieder mit 15mg Mirtazapin angefangen, um nicht wieder schlaflos zu sein. Zusätzlich noch 10mg Zolpidem. Das Zolpidem konnte ich problemlos nach 5 Wochen absetzen.

Ende September 2016: Endlich mal einen Arzt mit Ahnung gefunden. Ich habe eine Schlafapnoe und stillen Reflux (wird nicht durch Säure, sondern durch Pepsin ausgelöst und ist gasförmig, viele Ärzte kennen das nicht. Geht oft einher mit der Schlafapnoe). Angst ist fast schlagartig weg, weil ich weiß, was es ist. Trotzdem bin ich damals bei den 15mg Mirtazapin geblieben, weil ich ja wirklich eine Angststörung hatte und Bedenken hatte, dass ich sonst jetzt evtl. bei jeder Krankheit Angst kriege. Schließlich hat sich der Mist über 3 Monate gezogen und hatte Zeit sich festzusetzen. Tja und dann Mitte Mai gedacht, ich könnte absetzen.

padma
Team
Beiträge: 12221
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 29078 Mal
Danksagung erhalten: 14650 Mal

Re: Mirtazapin kalt abgesetzt

Beitragvon padma » Donnerstag, 13.07.17, 22:33

hallo Ramona, :)

auch von mir willkommen.

Du kannst die Wasserlösemethode benutzen, bei Mirtazapin funktioniert die sehr gut
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=16&t=10923

Hier sind unsere grundlegende Infos, da ist alles wichtige verlinkt
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=12880

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen


1.09.2017: 0,5 mg


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Razia
Beiträge: 212
Registriert: Donnerstag, 13.07.17, 21:45
Hat sich bedankt: 187 Mal
Danksagung erhalten: 106 Mal

Re: Mirtazapin kalt abgesetzt

Beitragvon Razia » Donnerstag, 13.07.17, 22:43

Danke, hab ich gesehen, aber das mit der Spritze kann ich ja auch erst Morgen umsetzen. Hab jetzt eine halbe mit 7,5mg genommen. Ich hab aber das Gefuehl, dass mir die 15mg von letzter Woche und gestern besser getan haben.
Mirtazapin Absetzproblematik:
Seit September 2016 abends je 15mg Mirtazapin.
Ca. Mitte Mai 2017 kalt abgesetzt (wusste es nicht besser) ´
Ab 04.06.2017 dann Absetzsymptome, wie Übelkeit, Zitttrigkeit, besonders Nachts, Herzklopfen, Druck in der Brust, Schwindel.

14.07.2017 Wiedereinstieg mit 3,75mg Mirtazapin, um die Absetzsymptome zu lindern.

18.08.2017: 3,45 mg Mirtazapin
22.09.2017: 3,15 mg
25.09.2017: 3,21 mg wegen Absetzsymptomen
26.09.2017: 3,3 mg wegen Absetzsymptomen
28.09.2017: 3,45 mg, massive Symptome. Ab 04.10. Normalisierung der Symptome.
09.10.2017: Vorerst Absetzpause zur Stabilisierung
16.10. - 23.10.2017: Symptome, ohne eindeutigen Trigger
30.10. - 05.11.2017: Symptome, vermutlich durch Zahnbehandlung
Weiterhin Absetzpause

-----------

Sonstige Medikamente:
100 Microgramm L-Thyroxin
10 mg Ramipril
5 mg Amlodipin
40 mg Pantoprozol

NEMs: Fischöl, Magnesium, La Vita
Sonst.: Kytta Sedativum
Bei Bedarf: D-Mannose

Blutdruck ist seit der Behandlung der Schlafaponoe (12/2016) mit Atemmaske schon tendenziell runter gegangen. Das Pantoprozol nehm ich in Angriff, wenn ich mit dem Mirtazapin durch bin.

Vorgeschichte:
Ende Juni 2016: Starke Bronchitis, plötzlich nächtliches Aufwachen mit Atemnot, im Laufe der Woche massive Schluckbeschwerden. Keiner findet was. Ich werde immer unruhiger und ängstlicher, mag nicht mehr Essen, weil ich nicht schlucken konnte und mich häufig verschluckt habe beim Essen. Dann Ende der Woche Aufenthalt in der Psychiatrie, Diagnose Angststörung. Ja, was zum Geier, wenn man keine Luft kriegt und nicht schlucken kann, kriegt man halt Angst, besonders, wenn jeder sagt, da ist nix. Die Unruhe/Angst ist so groß, dass ich nicht schlafen kann und kurz vor dem Einschlafen immer hochschrecke.

Nach 3 Wochen mit 7,5mg Zopicolon und 30mg Mirtazapin entlassen worden. Mit dem Werkspsychiater gesprochen, der mit mir die Medikamente ausgesschlichen hat. Hab sie im Endeffekt nur 5 Wochen genommen.

Ende August 2016: Die Schluckbeschwerden mit Fremdkörpergefühl auf der Zunge kommen zurück, keiner findet was. Die Angst kommt wieder zurück. Wieder mit 15mg Mirtazapin angefangen, um nicht wieder schlaflos zu sein. Zusätzlich noch 10mg Zolpidem. Das Zolpidem konnte ich problemlos nach 5 Wochen absetzen.

Ende September 2016: Endlich mal einen Arzt mit Ahnung gefunden. Ich habe eine Schlafapnoe und stillen Reflux (wird nicht durch Säure, sondern durch Pepsin ausgelöst und ist gasförmig, viele Ärzte kennen das nicht. Geht oft einher mit der Schlafapnoe). Angst ist fast schlagartig weg, weil ich weiß, was es ist. Trotzdem bin ich damals bei den 15mg Mirtazapin geblieben, weil ich ja wirklich eine Angststörung hatte und Bedenken hatte, dass ich sonst jetzt evtl. bei jeder Krankheit Angst kriege. Schließlich hat sich der Mist über 3 Monate gezogen und hatte Zeit sich festzusetzen. Tja und dann Mitte Mai gedacht, ich könnte absetzen.

Medlem
Beiträge: 190
Registriert: Freitag, 19.08.16, 20:38
Hat sich bedankt: 101 Mal
Danksagung erhalten: 514 Mal

Re: Mirtazapin kalt abgesetzt

Beitragvon Medlem » Freitag, 14.07.17, 7:26

Hallo Razia,

Mirtazapin macht vor allem am Anfang sehr müde. Das verpufft irgendwann.

Langfristig schadet das Medikament nur. Absetzen ist möglich, wenn man langsam genug vorgeht.

Ich sehe es wie LinLina und würde es auch erst mal mit 3,75 mg probieren und einige Tage abwarten. Höher gehen kanst Du dann immer noch. 3,75 mg kannst Du gut herstellen, indem Du eine 15mg Tablette an der Bruchkerbe halbierst und diese Hälfte dann noch mal mit einem scharfen Messer oder einem Tablettenteiler halbierst.

Ich bin jetzt seit fast einem Jahr auf 0 und mir geht es mittlerweile wieder richtig gut. Ich bin so froh, nicht mehr von diesen Tabletten abhängig zu sein.

Eine Bitte: kannst Du noch eine Signatur erstellen? Oben rechts auf persönlicher Bereich klicken.

Viele Grüße

Medlem
Diagnose: ?? Probleme begannen nach Antibiotikaeinnahme, v.a. Magen-Darm, irgendwann Schlafstörung, große Gewichtsabnahme, Laktose- und Fruktoseintoleranz (bekannt seit 11/14)
Ganzheitliche Maßnahmen: Darmsanierung mit Symbioflor und Flohsamen, Vitamin-D und Zink (beides starker Mangel), Magnesium tut mir gut

Mirtazapin-Einnahme 12/14 - 6/15 und Absetzen 7/15 - 8/16:
► Text zeigen

09/16: Innerhalb kurzer Zeit 2-3 kg abgenommen (ohne Diät). Kann wieder essen, wozu ich Lust habe.
Ca. 3 Monate nach 0: Ich fühle mich wieder normal!
22.12.16 - schlafe wieder 7 Stunden am Stück!
6 Monate nach 0: Ich bin wieder vollkommen ich. Bericht für AD erfolgreich abgesetzt ist noch in Arbeit...

Razia
Beiträge: 212
Registriert: Donnerstag, 13.07.17, 21:45
Hat sich bedankt: 187 Mal
Danksagung erhalten: 106 Mal

Re: Mirtazapin kalt abgesetzt

Beitragvon Razia » Freitag, 14.07.17, 8:33

Danke, ich hab einen Tablettenteiler und werde das versuchen. Wie unterscheide ich aber Absetzsymptome von paradoxen Symptomen? Also wenn ich jetzt 3,75mg nehme, wie merke ich, ob es zu wenig ist. Ich hab gestern dann doch die 15mg genommen, da die mir die ganze Zeit (letzte Woche Di. und Do. und jetzt am Di.) gutgetan haben? Leider ging es mir gestern extrem schlecht, nachdem ich mir das hier alles durchgelesen hatte und ich Angst bekam, da ich ja eh eine Angststörung im Hinblick auf meine Gesundheit habe, da ist es dann nochmal schwieriger die Symptome zuzuordnen.
Mirtazapin Absetzproblematik:
Seit September 2016 abends je 15mg Mirtazapin.
Ca. Mitte Mai 2017 kalt abgesetzt (wusste es nicht besser) ´
Ab 04.06.2017 dann Absetzsymptome, wie Übelkeit, Zitttrigkeit, besonders Nachts, Herzklopfen, Druck in der Brust, Schwindel.

14.07.2017 Wiedereinstieg mit 3,75mg Mirtazapin, um die Absetzsymptome zu lindern.

18.08.2017: 3,45 mg Mirtazapin
22.09.2017: 3,15 mg
25.09.2017: 3,21 mg wegen Absetzsymptomen
26.09.2017: 3,3 mg wegen Absetzsymptomen
28.09.2017: 3,45 mg, massive Symptome. Ab 04.10. Normalisierung der Symptome.
09.10.2017: Vorerst Absetzpause zur Stabilisierung
16.10. - 23.10.2017: Symptome, ohne eindeutigen Trigger
30.10. - 05.11.2017: Symptome, vermutlich durch Zahnbehandlung
Weiterhin Absetzpause

-----------

Sonstige Medikamente:
100 Microgramm L-Thyroxin
10 mg Ramipril
5 mg Amlodipin
40 mg Pantoprozol

NEMs: Fischöl, Magnesium, La Vita
Sonst.: Kytta Sedativum
Bei Bedarf: D-Mannose

Blutdruck ist seit der Behandlung der Schlafaponoe (12/2016) mit Atemmaske schon tendenziell runter gegangen. Das Pantoprozol nehm ich in Angriff, wenn ich mit dem Mirtazapin durch bin.

Vorgeschichte:
Ende Juni 2016: Starke Bronchitis, plötzlich nächtliches Aufwachen mit Atemnot, im Laufe der Woche massive Schluckbeschwerden. Keiner findet was. Ich werde immer unruhiger und ängstlicher, mag nicht mehr Essen, weil ich nicht schlucken konnte und mich häufig verschluckt habe beim Essen. Dann Ende der Woche Aufenthalt in der Psychiatrie, Diagnose Angststörung. Ja, was zum Geier, wenn man keine Luft kriegt und nicht schlucken kann, kriegt man halt Angst, besonders, wenn jeder sagt, da ist nix. Die Unruhe/Angst ist so groß, dass ich nicht schlafen kann und kurz vor dem Einschlafen immer hochschrecke.

Nach 3 Wochen mit 7,5mg Zopicolon und 30mg Mirtazapin entlassen worden. Mit dem Werkspsychiater gesprochen, der mit mir die Medikamente ausgesschlichen hat. Hab sie im Endeffekt nur 5 Wochen genommen.

Ende August 2016: Die Schluckbeschwerden mit Fremdkörpergefühl auf der Zunge kommen zurück, keiner findet was. Die Angst kommt wieder zurück. Wieder mit 15mg Mirtazapin angefangen, um nicht wieder schlaflos zu sein. Zusätzlich noch 10mg Zolpidem. Das Zolpidem konnte ich problemlos nach 5 Wochen absetzen.

Ende September 2016: Endlich mal einen Arzt mit Ahnung gefunden. Ich habe eine Schlafapnoe und stillen Reflux (wird nicht durch Säure, sondern durch Pepsin ausgelöst und ist gasförmig, viele Ärzte kennen das nicht. Geht oft einher mit der Schlafapnoe). Angst ist fast schlagartig weg, weil ich weiß, was es ist. Trotzdem bin ich damals bei den 15mg Mirtazapin geblieben, weil ich ja wirklich eine Angststörung hatte und Bedenken hatte, dass ich sonst jetzt evtl. bei jeder Krankheit Angst kriege. Schließlich hat sich der Mist über 3 Monate gezogen und hatte Zeit sich festzusetzen. Tja und dann Mitte Mai gedacht, ich könnte absetzen.

SeventhWave
Beiträge: 63
Registriert: Mittwoch, 05.07.17, 13:30
Hat sich bedankt: 259 Mal
Danksagung erhalten: 187 Mal

Re: Mirtazapin kalt abgesetzt

Beitragvon SeventhWave » Freitag, 14.07.17, 10:07

Hi Razia!

Ging mir auch so. Erst kommen diese "seltsamen Symptome", dann landet man durch Dr. Google auf dieser Seite. Man wühlt sich durch Berge von Gruselgeschichten und merkt, dass man selbst ein Kapitel dazu betragen kann.

Deine Angst ist verständlich. Hatte ich auch. Nachdem ich mich einige Tage mit der Thematik differenziert auseinander gesetzt habe, sortierte sich das aber von alleine.

Chill mal, heißt das jetzt :-)

Gib dir ein paar Tage Zeit, die werden jetzt sicherlich etwas wackelig, aber daran kannst du selber ein bißchen drehen. Überleg dir, auf was du dich heute freust. Entspannung, Sport, Genuß, KONTATK zu lieben Menschen sollte die Fokussierung auf das Stoffwechsel-Verkehrschaos möglichst häufig abwenden. Dann passierst du diese unangenehme Phase relativ gut. Wenn du nicht schlafen kannst: Nicht im Bett liegen und rumlungern. Lieber Trash-TV spät in der Nacht oder Staubsaugen. Alles besser, als in sich auf die innere Suche gehen. Bringt nix.

Du kriegst das hin. Stabilisieren, Zeit lassen (!!!), dann ganz langsam mit System abbauen, da freut sich das Hirn.

Viele Grüße

7th
Vorgeschichte:

► Text zeigen

Beginn Wasserlösmethode Citalopram Mylan Dura 40 mg
18.07.17 36 mg (-10 %)
29.08.17 32,8 mg (-8,9 %)
28.09.17 30,4 mg (-7,317 %)
07.11.17 28,8 mg (-4,605 %)
05.12.17 28 mg (-2,778 %)

Murmeline
Team
Beiträge: 11188
Registriert: Sonntag, 11.01.15, 13:50
Hat sich bedankt: 12010 Mal
Danksagung erhalten: 10673 Mal

Re: Mirtazapin kalt abgesetzt

Beitragvon Murmeline » Freitag, 14.07.17, 10:15

Hallo Razia!

da ich ja eh eine Angststörung im Hinblick auf meine Gesundheit habe, da ist es dann nochmal schwieriger die Symptome zuzuordnen.

Ich merke das im Forum immer wieder, dass es diese Betroffenen wirklich ganz besonders schwer haben. Oft ist es ja auch ein Mischmach - es treten die Symptome auf, die zur Ausgangsproblematik gehören, und man hat noch keine andere Bewältigungs- oder Umgangsstrategien, vielleicht sogar Heilungswege damit gefunden, dazu können diese bekannte Symptome absetzbedingt vorübergehend verstärkt auftreten (das nennt man Rebound), und es treten möglicherweise zusätzlich neue typische Absetzsymptome auf.

Du solltest hier soviel lesen, dass Du ausreichend informiert bist, um Entscheidungen fällen zu können, aber natürlich nur soviel, dass Du nicht zusätzlich starke Ängste und Sorgen bekommst. Vielleicht kannst Du dann hier lesen, wenn Du das Gefühl hast, dass Du Dich in diesem Moment gut abgrenzen kannst?

Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Lisamarie
Team
Beiträge: 9350
Registriert: Freitag, 14.03.14, 19:16
Hat sich bedankt: 3479 Mal
Danksagung erhalten: 9304 Mal

Re: Mirtazapin kalt abgesetzt

Beitragvon Lisamarie » Freitag, 14.07.17, 10:16

Hallo Razia, ich denke das die 15 mg zuviel für dich sind, auch aufdosieren ist Stress fürs ZNS und wir wollen keine Angst schüren sondern aufklären. Ich würde ein paar Tage mit 3,75 mg einsteigen und dann schauen wie es dir damit geht, dann kann man eine Bilanz ziehen und sehen ob die 3,75 mg ausreichen um dich zu stabilisieren , und wenn du ganz langsam dann abdosierst, wir empfehlen alle vier bis sechs Wochen höchstens 10% sollten sich die Absetzprobleme im Rahmen halten.
lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:

► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
.

Medlem
Beiträge: 190
Registriert: Freitag, 19.08.16, 20:38
Hat sich bedankt: 101 Mal
Danksagung erhalten: 514 Mal

Re: Mirtazapin kalt abgesetzt

Beitragvon Medlem » Freitag, 14.07.17, 10:35

Hallo Ramona,

eine paradoxe Reaktion wäre gewesen, wenn es Dir nach der Einnahme schlechter gegangen wäre. Das war bei Dir nicht der Fall, es ging Dir besser.

Jetzt geht es bei Dir darum, die richtige Dosis zu finden auf der Du Dich stabilisieren kannst und dann langsam abzusetzen.

Dein Absetzverlauf ist übrigens total typisch. 3 Wochen nach 0 plötzlich starke Absetzsymptome. Das hängt mit der Halbwärtszeit von Mirta zusammen. Nach 3 Wochen ist der Spiegel auf 0. Übelkeit und Unruhe sind auch die typischsten Absetzsymptome.

Hast Du denn therapeutische Unterstützung bzgl Deiner Angsterkrankung?

Liebe Grüße

Medlem
Diagnose: ?? Probleme begannen nach Antibiotikaeinnahme, v.a. Magen-Darm, irgendwann Schlafstörung, große Gewichtsabnahme, Laktose- und Fruktoseintoleranz (bekannt seit 11/14)
Ganzheitliche Maßnahmen: Darmsanierung mit Symbioflor und Flohsamen, Vitamin-D und Zink (beides starker Mangel), Magnesium tut mir gut

Mirtazapin-Einnahme 12/14 - 6/15 und Absetzen 7/15 - 8/16:
► Text zeigen

09/16: Innerhalb kurzer Zeit 2-3 kg abgenommen (ohne Diät). Kann wieder essen, wozu ich Lust habe.
Ca. 3 Monate nach 0: Ich fühle mich wieder normal!
22.12.16 - schlafe wieder 7 Stunden am Stück!
6 Monate nach 0: Ich bin wieder vollkommen ich. Bericht für AD erfolgreich abgesetzt ist noch in Arbeit...

Razia
Beiträge: 212
Registriert: Donnerstag, 13.07.17, 21:45
Hat sich bedankt: 187 Mal
Danksagung erhalten: 106 Mal

Re: Mirtazapin kalt abgesetzt

Beitragvon Razia » Freitag, 14.07.17, 10:39

Danke, ihr seid lieb.

Ich werde heute Abend konsequent sein und nur die 3,25mg nehmen.

Meine Angsterkrankung ist eigentlich Geschichte, ich habe eine Psychologin, die mir schon mehrfach bestätigt hat, dass jeder andere Mensch auch in meiner Situation Angst bekommen hätte. Wenn man eh schon krank ist (starke Bronchitis) und dann nachts mit Herzrasen im Bett steht und massive Schluckbeschwerden hat und einem die Ärzte sagen, da iss nix, da verliert man schon mal das Vertrauen in die Ärzte und den eigenen Körper. Natürlich war da was, nämlich Schlafapnoe und Rachen verätzt durch den stillen Reflux. Ich denke, wenn man was im Hals hat, hat man automatisch mehr Angst, als wenn z. B. der Fuß weh tut :-)

Die Absetzsymptome hab ich von Anfang an als körperlich und nicht im Rahmen meiner Angsterkrankung empfunden. Nur gestern war ich dann echt ängstlich als ich gelesen habe, dass man nach so vielen Wochen nur schwer wieder eindosieren kann und evtl. noch paradoxe Symptome bekommt.

Da ich arbeiten muss und will, ist nachts rumwandern nicht wirklich auf Dauer eine Lösung. Ich werde jetzt am Wochenende eben mal mit 3,25mg probieren und die mit dem Tablettenteiler aus den 15ern rausschneiden.

LG
Ramona
Mirtazapin Absetzproblematik:
Seit September 2016 abends je 15mg Mirtazapin.
Ca. Mitte Mai 2017 kalt abgesetzt (wusste es nicht besser) ´
Ab 04.06.2017 dann Absetzsymptome, wie Übelkeit, Zitttrigkeit, besonders Nachts, Herzklopfen, Druck in der Brust, Schwindel.

14.07.2017 Wiedereinstieg mit 3,75mg Mirtazapin, um die Absetzsymptome zu lindern.

18.08.2017: 3,45 mg Mirtazapin
22.09.2017: 3,15 mg
25.09.2017: 3,21 mg wegen Absetzsymptomen
26.09.2017: 3,3 mg wegen Absetzsymptomen
28.09.2017: 3,45 mg, massive Symptome. Ab 04.10. Normalisierung der Symptome.
09.10.2017: Vorerst Absetzpause zur Stabilisierung
16.10. - 23.10.2017: Symptome, ohne eindeutigen Trigger
30.10. - 05.11.2017: Symptome, vermutlich durch Zahnbehandlung
Weiterhin Absetzpause

-----------

Sonstige Medikamente:
100 Microgramm L-Thyroxin
10 mg Ramipril
5 mg Amlodipin
40 mg Pantoprozol

NEMs: Fischöl, Magnesium, La Vita
Sonst.: Kytta Sedativum
Bei Bedarf: D-Mannose

Blutdruck ist seit der Behandlung der Schlafaponoe (12/2016) mit Atemmaske schon tendenziell runter gegangen. Das Pantoprozol nehm ich in Angriff, wenn ich mit dem Mirtazapin durch bin.

Vorgeschichte:
Ende Juni 2016: Starke Bronchitis, plötzlich nächtliches Aufwachen mit Atemnot, im Laufe der Woche massive Schluckbeschwerden. Keiner findet was. Ich werde immer unruhiger und ängstlicher, mag nicht mehr Essen, weil ich nicht schlucken konnte und mich häufig verschluckt habe beim Essen. Dann Ende der Woche Aufenthalt in der Psychiatrie, Diagnose Angststörung. Ja, was zum Geier, wenn man keine Luft kriegt und nicht schlucken kann, kriegt man halt Angst, besonders, wenn jeder sagt, da ist nix. Die Unruhe/Angst ist so groß, dass ich nicht schlafen kann und kurz vor dem Einschlafen immer hochschrecke.

Nach 3 Wochen mit 7,5mg Zopicolon und 30mg Mirtazapin entlassen worden. Mit dem Werkspsychiater gesprochen, der mit mir die Medikamente ausgesschlichen hat. Hab sie im Endeffekt nur 5 Wochen genommen.

Ende August 2016: Die Schluckbeschwerden mit Fremdkörpergefühl auf der Zunge kommen zurück, keiner findet was. Die Angst kommt wieder zurück. Wieder mit 15mg Mirtazapin angefangen, um nicht wieder schlaflos zu sein. Zusätzlich noch 10mg Zolpidem. Das Zolpidem konnte ich problemlos nach 5 Wochen absetzen.

Ende September 2016: Endlich mal einen Arzt mit Ahnung gefunden. Ich habe eine Schlafapnoe und stillen Reflux (wird nicht durch Säure, sondern durch Pepsin ausgelöst und ist gasförmig, viele Ärzte kennen das nicht. Geht oft einher mit der Schlafapnoe). Angst ist fast schlagartig weg, weil ich weiß, was es ist. Trotzdem bin ich damals bei den 15mg Mirtazapin geblieben, weil ich ja wirklich eine Angststörung hatte und Bedenken hatte, dass ich sonst jetzt evtl. bei jeder Krankheit Angst kriege. Schließlich hat sich der Mist über 3 Monate gezogen und hatte Zeit sich festzusetzen. Tja und dann Mitte Mai gedacht, ich könnte absetzen.

Medlem
Beiträge: 190
Registriert: Freitag, 19.08.16, 20:38
Hat sich bedankt: 101 Mal
Danksagung erhalten: 514 Mal

Re: Mirtazapin kalt abgesetzt

Beitragvon Medlem » Freitag, 14.07.17, 11:23

Hallo Ramona,

also dann hast Du eigentlich gar keine Angsterkrankung, sondern es war eine berechtigte normale Reaktion auf die Symptome. Das ist eine gute Ausgangsvoraussetzung.

Leider passiert es oft, dass jemand zuerst eine psychiatrische Diagnose erhält und das Körperliche erst danach richtig abgeklärt wird.

Bitte sei Dir bewusst, dass Psychopharmaka auch Depressionen oder psychische Symptome auslösen können. Ich hatte beim Absetzen von Mirta auch immer wieder eine komische gedrückte pessimistische Stimmung. Das bist nicht Du, falls es Dir auch so gehen sollte!

Liebe Grüße

Medlem
Diagnose: ?? Probleme begannen nach Antibiotikaeinnahme, v.a. Magen-Darm, irgendwann Schlafstörung, große Gewichtsabnahme, Laktose- und Fruktoseintoleranz (bekannt seit 11/14)
Ganzheitliche Maßnahmen: Darmsanierung mit Symbioflor und Flohsamen, Vitamin-D und Zink (beides starker Mangel), Magnesium tut mir gut

Mirtazapin-Einnahme 12/14 - 6/15 und Absetzen 7/15 - 8/16:
► Text zeigen

09/16: Innerhalb kurzer Zeit 2-3 kg abgenommen (ohne Diät). Kann wieder essen, wozu ich Lust habe.
Ca. 3 Monate nach 0: Ich fühle mich wieder normal!
22.12.16 - schlafe wieder 7 Stunden am Stück!
6 Monate nach 0: Ich bin wieder vollkommen ich. Bericht für AD erfolgreich abgesetzt ist noch in Arbeit...

padma
Team
Beiträge: 12221
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 29078 Mal
Danksagung erhalten: 14650 Mal

Re: Mirtazapin kalt abgesetzt

Beitragvon padma » Freitag, 14.07.17, 13:34

hallo Ramona, :)

nochmal zum Teilen der Tablette. Erfahrungsgemäss ist das Teilen ausserhalb der Bruchkerbe mit Tablettenteiler oder Messer ungenau. Das haben ADFD´ler die die Teile nachgewogen haben, von denen sie glaubten, dass sie gleich seien, immer wieder festgestellt. :?

Ich rate dir daher, sobald es dir möglich ist, Spritzen zu besorgen und die Wasserlösemethode anzuwenden.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen


1.09.2017: 0,5 mg


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Razia
Beiträge: 212
Registriert: Donnerstag, 13.07.17, 21:45
Hat sich bedankt: 187 Mal
Danksagung erhalten: 106 Mal

Re: Mirtazapin kalt abgesetzt

Beitragvon Razia » Freitag, 14.07.17, 13:37

Hallo Medlem

also die Angsterkrankung war schon da, weil normalerweise reagiert man ja auf sowas mit Angst und beruhigt sich dann wieder. Ich bin leider nicht wieder runtergekommen, vermutlich auch dadurch, dass jeder sagte, es wär nix. Das hatte sich dann schon festgesetzt und ich konnte nicht mehr einschlafen, ohne nach ein paar Minuten aufzuschrecken. Ich hatte dann in der Klinik 7,5mg Zopiclon und eben damals 30 mg Mirtazapin. Den Kram hatte ich nur für 4Wochen und dann erfolgreich abgesetzt, aber dann kam der stille Reflux wieder (ich wusste damals nicht, was es ist, nur dass es was im Hals ist) und hab dann zum beruhigen und schlafen können wieder 15mg Mirtazapin verordnet bekommen.

Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass mir das Mirtazapin damals auch wirklich das Leben leichter gemacht hat. Nur nach den ganzen Monaten hat es ja dann keine sedierende Wirkung mehr und da ich "nur" 15mg nahm, dachte ich, ich könne einfach absetzen. In den Monaten, in denen ich es konstant mit 15mg genommen habe (seit September 2016 bis Mai 2017) hatte ich keine Nebenwirkungen und auch keine psych. Symptome.
Mirtazapin Absetzproblematik:
Seit September 2016 abends je 15mg Mirtazapin.
Ca. Mitte Mai 2017 kalt abgesetzt (wusste es nicht besser) ´
Ab 04.06.2017 dann Absetzsymptome, wie Übelkeit, Zitttrigkeit, besonders Nachts, Herzklopfen, Druck in der Brust, Schwindel.

14.07.2017 Wiedereinstieg mit 3,75mg Mirtazapin, um die Absetzsymptome zu lindern.

18.08.2017: 3,45 mg Mirtazapin
22.09.2017: 3,15 mg
25.09.2017: 3,21 mg wegen Absetzsymptomen
26.09.2017: 3,3 mg wegen Absetzsymptomen
28.09.2017: 3,45 mg, massive Symptome. Ab 04.10. Normalisierung der Symptome.
09.10.2017: Vorerst Absetzpause zur Stabilisierung
16.10. - 23.10.2017: Symptome, ohne eindeutigen Trigger
30.10. - 05.11.2017: Symptome, vermutlich durch Zahnbehandlung
Weiterhin Absetzpause

-----------

Sonstige Medikamente:
100 Microgramm L-Thyroxin
10 mg Ramipril
5 mg Amlodipin
40 mg Pantoprozol

NEMs: Fischöl, Magnesium, La Vita
Sonst.: Kytta Sedativum
Bei Bedarf: D-Mannose

Blutdruck ist seit der Behandlung der Schlafaponoe (12/2016) mit Atemmaske schon tendenziell runter gegangen. Das Pantoprozol nehm ich in Angriff, wenn ich mit dem Mirtazapin durch bin.

Vorgeschichte:
Ende Juni 2016: Starke Bronchitis, plötzlich nächtliches Aufwachen mit Atemnot, im Laufe der Woche massive Schluckbeschwerden. Keiner findet was. Ich werde immer unruhiger und ängstlicher, mag nicht mehr Essen, weil ich nicht schlucken konnte und mich häufig verschluckt habe beim Essen. Dann Ende der Woche Aufenthalt in der Psychiatrie, Diagnose Angststörung. Ja, was zum Geier, wenn man keine Luft kriegt und nicht schlucken kann, kriegt man halt Angst, besonders, wenn jeder sagt, da ist nix. Die Unruhe/Angst ist so groß, dass ich nicht schlafen kann und kurz vor dem Einschlafen immer hochschrecke.

Nach 3 Wochen mit 7,5mg Zopicolon und 30mg Mirtazapin entlassen worden. Mit dem Werkspsychiater gesprochen, der mit mir die Medikamente ausgesschlichen hat. Hab sie im Endeffekt nur 5 Wochen genommen.

Ende August 2016: Die Schluckbeschwerden mit Fremdkörpergefühl auf der Zunge kommen zurück, keiner findet was. Die Angst kommt wieder zurück. Wieder mit 15mg Mirtazapin angefangen, um nicht wieder schlaflos zu sein. Zusätzlich noch 10mg Zolpidem. Das Zolpidem konnte ich problemlos nach 5 Wochen absetzen.

Ende September 2016: Endlich mal einen Arzt mit Ahnung gefunden. Ich habe eine Schlafapnoe und stillen Reflux (wird nicht durch Säure, sondern durch Pepsin ausgelöst und ist gasförmig, viele Ärzte kennen das nicht. Geht oft einher mit der Schlafapnoe). Angst ist fast schlagartig weg, weil ich weiß, was es ist. Trotzdem bin ich damals bei den 15mg Mirtazapin geblieben, weil ich ja wirklich eine Angststörung hatte und Bedenken hatte, dass ich sonst jetzt evtl. bei jeder Krankheit Angst kriege. Schließlich hat sich der Mist über 3 Monate gezogen und hatte Zeit sich festzusetzen. Tja und dann Mitte Mai gedacht, ich könnte absetzen.

Razia
Beiträge: 212
Registriert: Donnerstag, 13.07.17, 21:45
Hat sich bedankt: 187 Mal
Danksagung erhalten: 106 Mal

Re: Mirtazapin kalt abgesetzt

Beitragvon Razia » Freitag, 14.07.17, 13:39

padma hat geschrieben:hallo Ramona, :)

nochmal zum Teilen der Tablette. Erfahrungsgemäss ist das Teilen ausserhalb der Bruchkerbe mit Tablettenteiler oder Messer ungenau. Das haben ADFD´ler die die Teile nachgewogen haben, von denen sie glaubten, dass sie gleich seien, immer wieder festgestellt. :?

Ich rate dir daher, sobald es dir möglich ist, Spritzen zu besorgen und die Wasserlösemethode anzuwenden.

liebe Grüsse,
padma



Hallo Padma

danke für den Hinweis. Wenn ich das richtig verstanden habe, könnte ich wie folgt vorgehen:

15mg Tablette in 50ml Wasser lösen
Davon 25ml mit der Spritze abziehen ergibt 7,5mg und davon nochmal 12,5ml abziehen wäre dann 3,25mg, richtig? Das dann mit zusätzlichem Wasser trinken?

LG
Ramona
Mirtazapin Absetzproblematik:
Seit September 2016 abends je 15mg Mirtazapin.
Ca. Mitte Mai 2017 kalt abgesetzt (wusste es nicht besser) ´
Ab 04.06.2017 dann Absetzsymptome, wie Übelkeit, Zitttrigkeit, besonders Nachts, Herzklopfen, Druck in der Brust, Schwindel.

14.07.2017 Wiedereinstieg mit 3,75mg Mirtazapin, um die Absetzsymptome zu lindern.

18.08.2017: 3,45 mg Mirtazapin
22.09.2017: 3,15 mg
25.09.2017: 3,21 mg wegen Absetzsymptomen
26.09.2017: 3,3 mg wegen Absetzsymptomen
28.09.2017: 3,45 mg, massive Symptome. Ab 04.10. Normalisierung der Symptome.
09.10.2017: Vorerst Absetzpause zur Stabilisierung
16.10. - 23.10.2017: Symptome, ohne eindeutigen Trigger
30.10. - 05.11.2017: Symptome, vermutlich durch Zahnbehandlung
Weiterhin Absetzpause

-----------

Sonstige Medikamente:
100 Microgramm L-Thyroxin
10 mg Ramipril
5 mg Amlodipin
40 mg Pantoprozol

NEMs: Fischöl, Magnesium, La Vita
Sonst.: Kytta Sedativum
Bei Bedarf: D-Mannose

Blutdruck ist seit der Behandlung der Schlafaponoe (12/2016) mit Atemmaske schon tendenziell runter gegangen. Das Pantoprozol nehm ich in Angriff, wenn ich mit dem Mirtazapin durch bin.

Vorgeschichte:
Ende Juni 2016: Starke Bronchitis, plötzlich nächtliches Aufwachen mit Atemnot, im Laufe der Woche massive Schluckbeschwerden. Keiner findet was. Ich werde immer unruhiger und ängstlicher, mag nicht mehr Essen, weil ich nicht schlucken konnte und mich häufig verschluckt habe beim Essen. Dann Ende der Woche Aufenthalt in der Psychiatrie, Diagnose Angststörung. Ja, was zum Geier, wenn man keine Luft kriegt und nicht schlucken kann, kriegt man halt Angst, besonders, wenn jeder sagt, da ist nix. Die Unruhe/Angst ist so groß, dass ich nicht schlafen kann und kurz vor dem Einschlafen immer hochschrecke.

Nach 3 Wochen mit 7,5mg Zopicolon und 30mg Mirtazapin entlassen worden. Mit dem Werkspsychiater gesprochen, der mit mir die Medikamente ausgesschlichen hat. Hab sie im Endeffekt nur 5 Wochen genommen.

Ende August 2016: Die Schluckbeschwerden mit Fremdkörpergefühl auf der Zunge kommen zurück, keiner findet was. Die Angst kommt wieder zurück. Wieder mit 15mg Mirtazapin angefangen, um nicht wieder schlaflos zu sein. Zusätzlich noch 10mg Zolpidem. Das Zolpidem konnte ich problemlos nach 5 Wochen absetzen.

Ende September 2016: Endlich mal einen Arzt mit Ahnung gefunden. Ich habe eine Schlafapnoe und stillen Reflux (wird nicht durch Säure, sondern durch Pepsin ausgelöst und ist gasförmig, viele Ärzte kennen das nicht. Geht oft einher mit der Schlafapnoe). Angst ist fast schlagartig weg, weil ich weiß, was es ist. Trotzdem bin ich damals bei den 15mg Mirtazapin geblieben, weil ich ja wirklich eine Angststörung hatte und Bedenken hatte, dass ich sonst jetzt evtl. bei jeder Krankheit Angst kriege. Schließlich hat sich der Mist über 3 Monate gezogen und hatte Zeit sich festzusetzen. Tja und dann Mitte Mai gedacht, ich könnte absetzen.

padma
Team
Beiträge: 12221
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 29078 Mal
Danksagung erhalten: 14650 Mal

Re: Mirtazapin kalt abgesetzt

Beitragvon padma » Freitag, 14.07.17, 13:55

liebe Ramona, :)

ja, das passt.
Deutlich einfacher ist allerdings 12,5 ml aufzuziehen und diese 12,5 ml direkt einzunehmen.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen


1.09.2017: 0,5 mg


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Razia
Beiträge: 212
Registriert: Donnerstag, 13.07.17, 21:45
Hat sich bedankt: 187 Mal
Danksagung erhalten: 106 Mal

Re: Mirtazapin kalt abgesetzt

Beitragvon Razia » Freitag, 14.07.17, 15:41

Danke, meine bessere Hälfte besorgt mir gerade Einwegspritzen, da ich noch auf Arbeit bin und ich werde dann heute Abend mit 3,25mg Mirtazapin anfangen.
Mirtazapin Absetzproblematik:
Seit September 2016 abends je 15mg Mirtazapin.
Ca. Mitte Mai 2017 kalt abgesetzt (wusste es nicht besser) ´
Ab 04.06.2017 dann Absetzsymptome, wie Übelkeit, Zitttrigkeit, besonders Nachts, Herzklopfen, Druck in der Brust, Schwindel.

14.07.2017 Wiedereinstieg mit 3,75mg Mirtazapin, um die Absetzsymptome zu lindern.

18.08.2017: 3,45 mg Mirtazapin
22.09.2017: 3,15 mg
25.09.2017: 3,21 mg wegen Absetzsymptomen
26.09.2017: 3,3 mg wegen Absetzsymptomen
28.09.2017: 3,45 mg, massive Symptome. Ab 04.10. Normalisierung der Symptome.
09.10.2017: Vorerst Absetzpause zur Stabilisierung
16.10. - 23.10.2017: Symptome, ohne eindeutigen Trigger
30.10. - 05.11.2017: Symptome, vermutlich durch Zahnbehandlung
Weiterhin Absetzpause

-----------

Sonstige Medikamente:
100 Microgramm L-Thyroxin
10 mg Ramipril
5 mg Amlodipin
40 mg Pantoprozol

NEMs: Fischöl, Magnesium, La Vita
Sonst.: Kytta Sedativum
Bei Bedarf: D-Mannose

Blutdruck ist seit der Behandlung der Schlafaponoe (12/2016) mit Atemmaske schon tendenziell runter gegangen. Das Pantoprozol nehm ich in Angriff, wenn ich mit dem Mirtazapin durch bin.

Vorgeschichte:
Ende Juni 2016: Starke Bronchitis, plötzlich nächtliches Aufwachen mit Atemnot, im Laufe der Woche massive Schluckbeschwerden. Keiner findet was. Ich werde immer unruhiger und ängstlicher, mag nicht mehr Essen, weil ich nicht schlucken konnte und mich häufig verschluckt habe beim Essen. Dann Ende der Woche Aufenthalt in der Psychiatrie, Diagnose Angststörung. Ja, was zum Geier, wenn man keine Luft kriegt und nicht schlucken kann, kriegt man halt Angst, besonders, wenn jeder sagt, da ist nix. Die Unruhe/Angst ist so groß, dass ich nicht schlafen kann und kurz vor dem Einschlafen immer hochschrecke.

Nach 3 Wochen mit 7,5mg Zopicolon und 30mg Mirtazapin entlassen worden. Mit dem Werkspsychiater gesprochen, der mit mir die Medikamente ausgesschlichen hat. Hab sie im Endeffekt nur 5 Wochen genommen.

Ende August 2016: Die Schluckbeschwerden mit Fremdkörpergefühl auf der Zunge kommen zurück, keiner findet was. Die Angst kommt wieder zurück. Wieder mit 15mg Mirtazapin angefangen, um nicht wieder schlaflos zu sein. Zusätzlich noch 10mg Zolpidem. Das Zolpidem konnte ich problemlos nach 5 Wochen absetzen.

Ende September 2016: Endlich mal einen Arzt mit Ahnung gefunden. Ich habe eine Schlafapnoe und stillen Reflux (wird nicht durch Säure, sondern durch Pepsin ausgelöst und ist gasförmig, viele Ärzte kennen das nicht. Geht oft einher mit der Schlafapnoe). Angst ist fast schlagartig weg, weil ich weiß, was es ist. Trotzdem bin ich damals bei den 15mg Mirtazapin geblieben, weil ich ja wirklich eine Angststörung hatte und Bedenken hatte, dass ich sonst jetzt evtl. bei jeder Krankheit Angst kriege. Schließlich hat sich der Mist über 3 Monate gezogen und hatte Zeit sich festzusetzen. Tja und dann Mitte Mai gedacht, ich könnte absetzen.

Jamie
Team
Beiträge: 12896
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37
Hat sich bedankt: 14829 Mal
Danksagung erhalten: 19109 Mal

Re: Mirtazapin kalt abgesetzt

Beitragvon Jamie » Freitag, 14.07.17, 16:01

Hallo Ramona, :)

sehr schön.
Gutes Gelingen!
Bitte halte uns auf dem Laufenden, wie es dir ergeht.

Grüße,
Jamie
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:

► Text zeigen

____________________________________________________________________________________________


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Zurück zu „Antidepressiva absetzen“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste