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Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Euer ADFD Team

Neu hier - Cipralex (Escitalopram) absetzen

Wenn moderne Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Guglhupf
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Re: Neu hier - Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Guglhupf » Samstag, 30.12.17, 15:04

Hallöchen

Ich Mal wieder :) leider geht's mir heut nicht so gut. Habe vor 2 Tagen die Einnahme vergessen - 3,6mg - und heute quälen mich schrecklichen Unruhe, Angst, Nervosität und Durchfall mit Erbrechen hatte ich auch schon.

Erst war ich mir nicht sicher, ob das wirklich davon kommt, aber nachdem ich vorhin die heutige Dosis genommen habe ging es mir Recht schnell etwas besser. Zumindest ist die quälende Nervosität weg.

Dass das immer so reinhaut ist echt nervig.

Wünsche euch schon jetzt einen guten Rutsch ins neue Jahr :)

GLG Anna
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Liebe Grüße Anna

2011 - erstmalig Citalopram (heißt bei mir in Ö Cipralex) eingeschlichen in 5mg Schritten bis 20mg
Okt. 2013 - von heute auf morgen aufgehört - Symptome: nicht enden wollende Panikattacke, ÜW in KH, nach Anraten der Ärzte Citalopram wieder eingeschlichen auf 15mg
2016 - Zustand stabil und alles super, 2. Absetzversuch wieder viel zu schnell - Folge: erneut heftige Entzugserscheinungen, wieder eingeschlichen auf 15mg
April 2017 - Reduktion auf 10mg
Mai 2017 - Reduktion auf 5mg
Juli 2017 - Reduktionsversuch auf 2,5mg - leichte Absetzerscheinungen: Verdauungsprobleme, Gedankenkreisen, innere Unruhe - Dosisanpassung auf 5mg, nach Anmeldung im Forum weiß ich nun, dass ich viel zu ungeduldig bin :whistle:
August 2017: 5mg - nach 3 Wochen NW wie Ein- und Durchschlafstörungen, sehr lebhafte Träume, vermehrte Zuckungen vor dem Einschlafen
26.8.17 - Reduktion auf 4,5mg
27.9.17 - Reduktion auf 4,1mg
6.11.17 - Reduktion auf 3,6mg
9.11.17 - hoch auf 4,1mg
18.11.17 - Reduktion auf 3,8mg
1.12.17 - Reduktion auf 3,6mg

Ergänzend seit 2016: 1/2 Pkg Magnosolv pro Tag, spürbare Entspannung bei Herz und allgemeiner Muskulatur.

Guglhupf
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Re: Neu hier - Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Guglhupf » Montag, 01.01.18, 2:57

Hallo :)

Kleiner Nachbericht zum Horrortag gestern. Wie gesagt habe ich leider einen Tag ausgelassen, da ich mir nicht mehr sicher war, ob ich denn schon was genommen habe. Dachte dann besser auslassen als zu viel nehmen aber bin mir da nicht mehr so sicher, was schlimmer ist.

Ich bin schon mit übelsten Horrorgeschichten aufgewacht und war dann durch den Wind. Ständig Grübeleien und Zwangsgedanken, schlimme Angst und Unruhe. Das steigerte sich so, dass ich dann Durchfall bekam und mich sogar übergeben musste. Hatte so ein Würgegefühl im Hals.. als wäre alles verkrampft und alles drehte sich nur noch ums Übergeben, weil ich immer hoffte, dass mir das erspart bleiben würde.

Dann war es soweit und es ging mit ganz starken Spannungsschmerzen im Bereich der Rippen und der Wirbelsäule weiter. Den ganzen Tag und die ganze Nacht war ich total verkrampft und angespannt mit so starken Schmerzen, dass ich schon ein Schmerzmittel nehmen wollte - nur wogegen? Dachte da käme ein Infekt oä aber nachdem ich ständig grübeln musste, war es wohl eher kalter Entzug. Jedenfalls konnte ich keinen klaren Gedanken fassen und bekam einen Einblick in das Leid aller hier, die einen kalten Entzug durchmachen müssen. Ich wünsche allen Betroffenen alle Kraft, um das durchzustehen!!

Nachdem ich die Dosis normal weiternehme und ja nur 1 Tag gefehlt hat, ging es mir heute wieder gut obwohl ich gestern noch dachte ich müsste heute alle Pläne für Silvester absagen und wäre krank.

Was meint ihr bzw wie ist eure Erfahrung - zukünftig lieber zu viel einnehmen, wenn ich Mal wieder unsicher sein sollte (wobei ich jetzt einen Kalender verwende nach dem gestrigen Graus) oder trotzdem besser auslassen?

Danke euch herzlich, dass es euch gibt, denn ohne euch wäre ich ziemlich aufgeschmissen. :group:
Liebe Grüße Anna

2011 - erstmalig Citalopram (heißt bei mir in Ö Cipralex) eingeschlichen in 5mg Schritten bis 20mg
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April 2017 - Reduktion auf 10mg
Mai 2017 - Reduktion auf 5mg
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Re: Neu hier - Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von gelblack » Montag, 01.01.18, 10:20

Guten Morgen Anna und ein Gutes Neues und vor allem gesundheitlich erfolgreiches Jahr.

Ich kannte ebenfalls das Problem bzgl der regelmäßigen Einnahme und habe mir dadurch geholfen, dass ich die Wochenration in ein Schälchen getan hatte. So war es für mich ein Leichtes herauszufinden, ob ich mein Medi schon genommen hatte.

Unregelmäßige Einnahmen reizen das ZNS sehr und sollten vermieden werden.

Alles Gute !!
gelblack
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Anpassungsstörung mit Aufnahme Krisenintervention in 05.2012
Tavor, Neuroleptika und eindosieren von Venlafaxin während Klinikaufenthalts
Absetzen von Tavor während Klinikaufenthalts
Entlassung mit Venlaflaxin und Olanzapin
- Ausschleichen Olanzapin da. Ende 2013 unter ärztlicher Aufsicht
- Reduktion Venla von 75mg auf 37,5mg unter ärztlicher Aufsicht
- Reduktion Venla Januar 2015 von 37,5mg auf 18,5mg nach Rücksprache mit Arzthelferin
- ca. 3 Wo später Februar 2015 Reduktion auf "0" / Kalt abgesetzt

Ca. 6 Wochen keine Probleme / dann Absetzsymptome in unterschiedlicher Ausprägung.
Starker Schwindel, Brainzaps, depressiv, traurig, Suizidgedanken ... später Grübelzwang (einmal), Panikattacke (2mal im Ansatz) / Versuch von Eindosieren nach intensiven Recherchen im Forum seit 25.06.2015
Absetzsymptome vor Eindosieren - schlechte Nächte abwechselnd mit gutem Schlaf, leichte Brainzaps morgens, Spannungskopfschmerz, Tinnitus, Aggression, Gewaltfantasien, Tendenz zum Grübelzwang ...
Start Eindosieren Venlafaxin am 25.06.2015

- 2mg 25.6.2015
- 1mg 26.6. / trockene Augen, leichter Kopfschmerz, leicht depressiv, leicht schwammiges Gefühl in den Beinen, Zischen in den Ohren / Fazit: leichte Besserung zum 24.6.
- 2mg 27.6.
- 2mg 28.6.
- 2mg 29.6. sehr durchlässig hinsichtlich Emotionen, Aggressionen, Tinnitus reduziert, frustriert
- 4mg 4.7. Erhöhung der Dosis da keine Besserung der Absetzsymptome
- 4mg 12.7. sehr emotional und aggressiv, Zischen im Kopf, Dosis erhöhen?!
- 6mg 13.7. Dosiserhöhung wegen Grübelzwang, zermürbend
- 6mg 18.7. leichte Brainzaps, körperliche Unruhe mit Spannungskopfschmerz, Tinnitus, emotional, Aggression
- 6mg 25.7. Verbesserung, alle Symptome da, aber abgeschwächt ... die Wohlfühldosis??, 1mg on top; 7mg
- 7mg 25.7.
- 7mg 2.8. Spannungskopfschmerz, Tinnitus, Aggressionen, Unruhe ... Wohlfühldosis??
- 10mg 2.8. Dosiserhöhung :cry:
- 10mg 7.8. an der Wohlfühldosis gekratzt, guten Nachmittag gehabt
- 10mg 8.8. Symptome da; Kopfschmerzen, Tinnitus, Gewaltfantasien
- 10mg 9.8.
- 10mg 13.8. Symptome abgeschwächt, Dosis nachgerechnet ... 10mg war gerundet // tatsächlich sind es ca. 9,6mg
- 8,6mg 25.9. Dosisreduktion
- 8,0mg 27.10. Reduktion
- 7,4mg 28.11. Reduktion Aggression, Grübelzwang noch präsent

- 6,45mg 3.01.2016 Reduktion fühle mich ziemlich stabil
- 6,25mg 22.02. ziemlich stabil
- 6,00mg 5.03. micro tapering start
- 5,50mg 30.03. morgens Symptome, Zischen, Kopfschmerzen ... Cortisolausschüttung ?!
- 5,10mg 23.05. fühle mich ziemlich stabil
- 4,50mg 26.06.
- 4,00mg 31.07.
- 3,60mg 01.09.
- 3,20mg 11.10. schlechter Schlaf, Neuroaggressionen als Dauererscheinung
- 2,70mg 15.11.
- 2,26mg 25.12.

- 2,17mg 10.01.2017 mäßiger Schlaf, Wut präsent
- 1,83mg 28.01. unruhiger Schlaf, Harndrang, Wut moderat
- 1,74mg 17.02. unverändert, vor allem nach moderaten Sport
- 1,45mg 05.03. morgendliches Cortisol hoch, Zwangsgedanken, gereizt
- 1,18mg 05.04. Symptome unverändert, aber moderat
- 0.9mg 22.05. Symptome gleichbleibend
- 0,6mg 03.07.
- 0,3mg 14.08. Zielgerade
- 0,0mg 25.09.2017 game over

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Re: Neu hier - Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Clarice » Montag, 01.01.18, 20:31

gelblack hat geschrieben:Guten Morgen Anna und ein Gutes Neues und vor allem gesundheitlich erfolgreiches Jahr.

Ich kannte ebenfalls das Problem bzgl der regelmäßigen Einnahme und habe mir dadurch geholfen, dass ich die Wochenration in ein Schälchen getan hatte. So war es für mich ein Leichtes herauszufinden, ob ich mein Medi schon genommen hatte.

Unregelmäßige Einnahmen reizen das ZNS sehr und sollten vermieden werden.

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Hallo Anna,
wenn du Tabletten nimmst halte ich so einen Dispenser auch für eine gute Lösung. Immer Sonntags oder so die Wochenration fertig machen. Habe ich früher auch gemacht.

Jetzt nehme ich Tropfen, da geht das leider nicht so.
Ich neige auch zum Vergessen :whistle:
Bisher sind dadurch zum Glück schlimmere Probleme ausgeblieben.
Ich spiel dann manchmal etwas: aktuell habe ich ja 2,7mg. Neulich vergessen, früh morgens (ich nehme sonst immer abends) hab ich dann einfach 2mg genommen. Da habe ich dann nichts gemerkt. Aber ich glaube ich reagiere auch nicht ganz so empfindlich.
Ich glaube ich würde lieber eine Dosis auslassen, als zu viel nehmen. Aber letztlich ist, wie Gelblack schreibt das beste, die Einnahme gar nicht erst zu vergessen.

Liebe Grüße
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Langjährige AD-Historie: seit ca 1999 von Insidon, über Citalopram, kurz Cymbalta, Venlafaxin zu Escitalopram, um die SSRI zu nennen. Mirtazapin war auch immer mal wieder dabei und lange auch Dominal - diese habe ich zu ihrer Zeit irgendwann abgesetzt, keine Erinnerug mehr an das wann und an die "Auswirkungen".
Trotz fast durchgängiger Einnahme von AD immer wieder -teilweise hochgradige - Depressionen mit langen AU-Zeiten.

Hier die Escitalopram-Phase, leider auch nur rudimentär, da ich sehr nachlässig mit der Dokumentation war:

07.08.2015:Neue Ärztin, neues Medikament: 5mg Escitalopram, Venlafaxin (zuletzt 37,5mg) sofort abgesetzt. 4 Tage lang Kopfschmerzen und starker Harndrang (vermutlich durch das Escitalopram), ca. 2-3 Wochen lang Schwindel (vermutlich Absetzsymptom Venlafaxin)
14.08.2015: Erhöhung Escitalopram auf 10 mg. morgens Halsschmerzen, Stimmungsverschlechterung (Zusammenhang Zyklus?), Pickel, Libidoprobleme,
02.09.2015: seit Tagen massive (Tages-)Müdigkeit, guter Schlaf nachts, wenig Antrieb, Stimmung mittelprächtig, sonstigen NW weg.
04.09.2015: wieder starke Depressive/Angstsymptome
............
Seit Einnahmebeginn Escitalopram Libido quasi 0 / Müde - Müde - Müde. Besonders schlimm seit November 2016.
............
09.01.2017 5 mg Escitalopram (seit mehreren Monaten); Vorsatz endlich abzusetzen
Anfang Feb.2017 Wechsel von Tabletten auf Tropfen, Dosis gleichbleibend.
Zwischen Feb/März eine dämliche Auf- und Ab-Dosierung auf 15mg und wieder zurück, nach dem ich wieder 6 Wochen AU war wg. extremer Müdigkeit/Erschöpfung und Konzentrationsstörungen (Ärzte: Grunderkrankung ist da/Ich inzwischen: Wechsel auf die Tropfen???), je mehr E. desto müder - also wieder runter. Don't ask...
18.04.2017 5 mg Escitalopram
16.05.2017 4 mg Escitlopram
06.07.2017 3 mg Escitalopram, paar Tage später weinerlich und gereitzt, Durchfälle,
11.07.2017 4 mg E.
23.07.2017 3,6 mg E.
26.08.2017 3,3 mg E./Erschöpfungszustände werden weniger
29.09.2017 3 mg E. / fast keine Erschöpfungszustände mehr; Libido lässt weiter auf sich warten :(
10.12.2017 2,7 mg. E.

Guglhupf
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Re: Neu hier - Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Guglhupf » Samstag, 06.01.18, 14:12

Hallo ihr Lieben

Also mit einem Tag Horror und wieder Friede, Freude, Eierkuchen war diesmal leider nix. Seit gestern kann ich sagen bin ich wieder ich. Davor hat mich eine richtig miese Welle gehabt, die Stärkste eigentliche CH bisher. Ich schiebe das auf die Unregelmäßigkeit der Einnahme in Kombination mit den heuer ziemlich stressigen Feiertagen und dem Vollmond :zombie: da hat's mir wohl den Vogel rausgehauen :?

Ich werde mir jetzt alle Symptome die noch da quälten aufschreiben und genauestens ausführen sowie gleich dazu, was mir dabei am besten half. Denn an Meditation und andere Strategien der Angstbewältigung, war da leider nicht zu denken. Drang nicht durch, weil ich von einem Schleier der Angst vernebelt war. :? Da hilft dann nur lesen, dass es mir schon Mal so ging und es eben Teil des Entzugsbedingt ist. Ich hatte ja inzwischen an Gastritis und weiß der Geier was gedacht wegen Verdauungsproblemen und Magenschmerzen, nur auf Wärmeflasche auflegen bin ich nicht gekommen :roll: hat aber am schnellsten geholfen. Aber nein, wenn ich in der Welle bin ist das ja fast zu banal.. da gibt es nur Katastrophen :frust:

Mein Fazit: ich werde garantiert keine Dosis mehr auslassen!! Garantiert niemals nicht :haha:

Und jetzt genieße ich wieder mein unbeschwertes Dasein und die Fähigkeit lachen zu können <3

Wünsche euch allen einen feinen, möglichst angenehmen Samstag!! :pillowtalk:

LG Anna
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August 2017: 5mg - nach 3 Wochen NW wie Ein- und Durchschlafstörungen, sehr lebhafte Träume, vermehrte Zuckungen vor dem Einschlafen
26.8.17 - Reduktion auf 4,5mg
27.9.17 - Reduktion auf 4,1mg
6.11.17 - Reduktion auf 3,6mg
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Re: Neu hier - Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von LenaLena » Freitag, 12.01.18, 15:19

Liebe Anna,
schön zu lesen, dass du wieder du bist :)

Echt erschreckend, wie sehr eine ausgelassene Einnahme einen durcheinander bringen kann.
Aber ich kannte das damals bei meiner normalen Einnahme ja auch - wenn ich die Tablette morgens mal vergessen hatte, kriegte ich spätestens um 16 Uhr so schlimme Symptome (und auch immer dieselben), dass es mir sofort auffiel!
Das war übrigens mit ein Grund, warum ich immer mehr die Aussage der Ärzte anzweifelte, dass das Zeug nieeemals abhängig macht. Tja.

Ich hoffe, es geht dir weiterhin gut :hug:

LG Lena
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Ab 2009: Paroxetin 10mg ohne Einschleichen (Hausarzt) wegen Angst- und Panikstörung.

Anfang 2011: 1. Absetzversuch. Viel zu schnell, starke Entzugssymptome (Bettlägrigkeit) nicht aushaltbar + mit Grunderkrankung verwechselt. Nach 3 Monaten: Erneute Paroxetin-Einnahme. Nach 2. Einnahmetag symptomlos!
*Therapiestunden (2010-2017), aber wenige+große Abstände, da ich sie selbst zahlen muss und mir nicht viele leisten kann (in Ö übernimmt das seltenst die Kasse).*
2013: Nach viel Aufarbeitung: 2. Absetzversuch. Selbe Symptome wie damals, nicht aushaltbar, komplettes Leben kommt zum Erliegen. Diesmal erst mit 20mg Paroxetin wieder "gut".
April 2014: Wegen starker NW möchte ich von den Tabletten weg und reduziere auf 10 mg => starke Magen/Darmprobleme (bis hin zu ärztl. vermuteter Gallenkolik), starke Angst, Panikattacken, labile Psyche, starke körperliche Symptome. Bleibe aber bei 10 mg. Keiner fühlt sich zuständig, mich über die Einnahme von SSRI aufzuklären.
Ende 2014: Reduzierung auf 5 mg => sehr schwere Symptome (Schwindel, Unfähigkeit zu gehen, Derealisierung, starke Angst, stärkste Lichtempfindlichkeit, depressiv (was ich vorher NIE war). Liege nur noch am Sofa. Aber: einige "Fenster".
Sept. 2015: Halte es nicht mehr aus, bin überzeugt dass ich einfach schwer krank bin, nehme wieder Paroxetin 10 mg => wirkt nicht. Dann 20 mg => wirkt kaum. Komplett verzweifelt. Neuer Hausarzt überweist mich (erstmals!) zu Psychiater => Paroxetin greife nicht mehr, sei sowieso ein "unsanftes Medikament", verschreibt mir Escitalopram, soll direkt wechseln.
Ab Dez. 2015: Fliegender Wechsel Paroxetin 20 mg zu Escitalopram 10 mg. Sehr starke Entzugssymptome (die ich mittlerweile schon kenne), aber ich schaffe es. Gut geht es mir aber nicht (wusste nicht, dass das so lang anhalten kann).
März 2016: Auf 20 mg Escitalopram hoch (Psychiater), da es mir noch immer nicht gut geht (Entzug vom Paroxetin, wie ich jetzt weiß). Nach Hochdosierungssymptomen geht es mir recht gut, aber fühle mich von Gefühlen abgekoppelt, kann keine Freude + Zufriedenheit mehr empfinden!
2017, März bis August: Langsame (aber doch zu schnelle) Reduktion von Escitalopram. Dank Therapeutin Tabletten sehr oft geteilt und bis in homöopatische Krümeldosen gegangen. Leider mangels Wissen ohne Wiegen o.ä.
9.8.2017: Erster Tag 0 mg! => 2-3 Wochen starke Symptome (erkannte sie als Entzug), dann etwas besser. Protokolliere jetzt genau mit.
Sept + Okt 2017: Viele schlechtere Phasen, einige starke Einbrüche, sehr starke, vielfältige körperliche Symptome, die ich nicht erklären kann. Kann mein Leben nicht normal weiterleben.
1. Nov 2017: Komplett-Zusammenbruch. Da ich nicht weiß, dass Entzug so lange dauern kann, bin ich komplett verzweifelt. Telefonat mit Psychiaterin => Ich sei (noch) nicht gesund, bitte sofort wieder Escitalopram nehmen, vermutlich lebenslang! Bin verzweifelt, suche im Internet und finde das ADFD-Forum!!Mir fällt es wie Schuppen von den Augen...
Da ich schon über 12 Wochen auf 0 mg bin, bleibe ich dabei, Eindosierung macht laut Forum wenig Sinn.
16.11.2017: Selbst initiierte Untersuchung Schilddrüse => Unterfunktion, SD-Hormone
Seit 9.8.2017: Protrahierter Entzug mit teilweise starken körperlichen und psychischen Symptomen, aber auch Fenstern.
Mein Thread: viewtopic.php?t=14041

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Re: Neu hier - Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Guglhupf » Dienstag, 16.01.18, 3:04

Liebe Lena :)

das ist lieb, dass du nachfragst <3 ja danke es geht mir weiterhin gewohnt gut.

Es ist unglaublich, wie sehr und das beeinflusst. Ich war außer Stande einen klaren Gedanken zu fassen und obwohl ich sonst Ängste und PAs gut abfangen kann, bin ich in der Phase unfähig mich zu beruhigen oder rational zu denken.

Ja ich versteh nicht, wie man nach all den Berichten noch immer daran festhalten kann, dass es keine Entzugserscheinungen gibt. Warum sollten sich das so viele ausdenken? Ich verstehe
es nicht.

Hoffe dir geht es auch gut :)
GLG Anna
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Re: Neu hier - Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von LenaLena » Dienstag, 16.01.18, 19:07

Hi du,
Guglhupf hat geschrieben:
Dienstag, 16.01.18, 3:04
Es ist unglaublich, wie sehr und das beeinflusst. Ich war außer Stande einen klaren Gedanken zu fassen und obwohl ich sonst Ängste und PAs gut abfangen kann, bin ich in der Phase unfähig mich zu beruhigen oder rational zu denken.
Ja, das ist ganz genau das, was ich in meinen Wellen des Entzugs erlebe. Hundertprozentig so kann ichs unterschreiben.

Zum Glück hat man beim Eindosieren die Möglichkeit, das (wieder) abzufangen. Es hat mich sehr beeindruckt, dass du meintest, du "genießt wieder dein unbeschwertes Dasein und die Fähigkeit, lachen zu können". Hier sieht man sehr deutlich den Wert des Eindosierens, denn ich habe im normalen Entzug ohne Medi diese Möglichkeit nicht. Ich habe selten unbeschwerte Momente. Hätte ich früher davon erfahren, hätte ich auch eindosiert.
Aber gut, mein Weg ist dieser und ich werde auch das überleben :wink: :sports:

LG Lena
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Anfang 2011: 1. Absetzversuch. Viel zu schnell, starke Entzugssymptome (Bettlägrigkeit) nicht aushaltbar + mit Grunderkrankung verwechselt. Nach 3 Monaten: Erneute Paroxetin-Einnahme. Nach 2. Einnahmetag symptomlos!
*Therapiestunden (2010-2017), aber wenige+große Abstände, da ich sie selbst zahlen muss und mir nicht viele leisten kann (in Ö übernimmt das seltenst die Kasse).*
2013: Nach viel Aufarbeitung: 2. Absetzversuch. Selbe Symptome wie damals, nicht aushaltbar, komplettes Leben kommt zum Erliegen. Diesmal erst mit 20mg Paroxetin wieder "gut".
April 2014: Wegen starker NW möchte ich von den Tabletten weg und reduziere auf 10 mg => starke Magen/Darmprobleme (bis hin zu ärztl. vermuteter Gallenkolik), starke Angst, Panikattacken, labile Psyche, starke körperliche Symptome. Bleibe aber bei 10 mg. Keiner fühlt sich zuständig, mich über die Einnahme von SSRI aufzuklären.
Ende 2014: Reduzierung auf 5 mg => sehr schwere Symptome (Schwindel, Unfähigkeit zu gehen, Derealisierung, starke Angst, stärkste Lichtempfindlichkeit, depressiv (was ich vorher NIE war). Liege nur noch am Sofa. Aber: einige "Fenster".
Sept. 2015: Halte es nicht mehr aus, bin überzeugt dass ich einfach schwer krank bin, nehme wieder Paroxetin 10 mg => wirkt nicht. Dann 20 mg => wirkt kaum. Komplett verzweifelt. Neuer Hausarzt überweist mich (erstmals!) zu Psychiater => Paroxetin greife nicht mehr, sei sowieso ein "unsanftes Medikament", verschreibt mir Escitalopram, soll direkt wechseln.
Ab Dez. 2015: Fliegender Wechsel Paroxetin 20 mg zu Escitalopram 10 mg. Sehr starke Entzugssymptome (die ich mittlerweile schon kenne), aber ich schaffe es. Gut geht es mir aber nicht (wusste nicht, dass das so lang anhalten kann).
März 2016: Auf 20 mg Escitalopram hoch (Psychiater), da es mir noch immer nicht gut geht (Entzug vom Paroxetin, wie ich jetzt weiß). Nach Hochdosierungssymptomen geht es mir recht gut, aber fühle mich von Gefühlen abgekoppelt, kann keine Freude + Zufriedenheit mehr empfinden!
2017, März bis August: Langsame (aber doch zu schnelle) Reduktion von Escitalopram. Dank Therapeutin Tabletten sehr oft geteilt und bis in homöopatische Krümeldosen gegangen. Leider mangels Wissen ohne Wiegen o.ä.
9.8.2017: Erster Tag 0 mg! => 2-3 Wochen starke Symptome (erkannte sie als Entzug), dann etwas besser. Protokolliere jetzt genau mit.
Sept + Okt 2017: Viele schlechtere Phasen, einige starke Einbrüche, sehr starke, vielfältige körperliche Symptome, die ich nicht erklären kann. Kann mein Leben nicht normal weiterleben.
1. Nov 2017: Komplett-Zusammenbruch. Da ich nicht weiß, dass Entzug so lange dauern kann, bin ich komplett verzweifelt. Telefonat mit Psychiaterin => Ich sei (noch) nicht gesund, bitte sofort wieder Escitalopram nehmen, vermutlich lebenslang! Bin verzweifelt, suche im Internet und finde das ADFD-Forum!!Mir fällt es wie Schuppen von den Augen...
Da ich schon über 12 Wochen auf 0 mg bin, bleibe ich dabei, Eindosierung macht laut Forum wenig Sinn.
16.11.2017: Selbst initiierte Untersuchung Schilddrüse => Unterfunktion, SD-Hormone
Seit 9.8.2017: Protrahierter Entzug mit teilweise starken körperlichen und psychischen Symptomen, aber auch Fenstern.
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Guglhupf
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Re: Neu hier - Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Guglhupf » Dienstag, 16.01.18, 21:39

Liebe Lena,

ich hab ja in Summe schon 3x versucht abzusetzen bevor ich hier gelandet bin. Da hab ich auch immer kalt abgesetzt und bin durch die Hölle gegangen. Ich war wie getrieben vor Angst, als es ganz schlimm war konnte ich mich nur noch auf den Boden legen und den Heulkrampf bzw die Todesangst über mich ergehen lassen.

Es ist kaum vorstellbar, was alle durchmachen, die einen dauerhaften kalten Entzug durchmachen. Diese Gefühle, das Empfinden als Dauerzustand auszuhalten ist wirklich eine Aufgabe, da wundert es nicht, dass manche nicht mehr Arbeiten gehen können.

Ich habe wirklich nochmal Glück gehabt, dass ich rechtzeitig hierher gefunden habe, so kann ich bei regelmäßiger Einnahme zumindest 3 Wochen ganz normal verbringen. Die ersten 2,3 nach Reduktion sind oft herausfordernd aber nichts zum kalten Entzug.

Ich wünsch dir ganz viel Kraft und positive Gedanken!!
GLG Anna
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Liebe Grüße Anna

2011 - erstmalig Citalopram (heißt bei mir in Ö Cipralex) eingeschlichen in 5mg Schritten bis 20mg
Okt. 2013 - von heute auf morgen aufgehört - Symptome: nicht enden wollende Panikattacke, ÜW in KH, nach Anraten der Ärzte Citalopram wieder eingeschlichen auf 15mg
2016 - Zustand stabil und alles super, 2. Absetzversuch wieder viel zu schnell - Folge: erneut heftige Entzugserscheinungen, wieder eingeschlichen auf 15mg
April 2017 - Reduktion auf 10mg
Mai 2017 - Reduktion auf 5mg
Juli 2017 - Reduktionsversuch auf 2,5mg - leichte Absetzerscheinungen: Verdauungsprobleme, Gedankenkreisen, innere Unruhe - Dosisanpassung auf 5mg, nach Anmeldung im Forum weiß ich nun, dass ich viel zu ungeduldig bin :whistle:
August 2017: 5mg - nach 3 Wochen NW wie Ein- und Durchschlafstörungen, sehr lebhafte Träume, vermehrte Zuckungen vor dem Einschlafen
26.8.17 - Reduktion auf 4,5mg
27.9.17 - Reduktion auf 4,1mg
6.11.17 - Reduktion auf 3,6mg
9.11.17 - hoch auf 4,1mg
18.11.17 - Reduktion auf 3,8mg
1.12.17 - Reduktion auf 3,6mg

Ergänzend seit 2016: 1/2 Pkg Magnosolv pro Tag, spürbare Entspannung bei Herz und allgemeiner Muskulatur.

LenaLena
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Re: Neu hier - Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von LenaLena » Dienstag, 16.01.18, 23:43

Hallo Anna,

ja, ich dachte mir schon, dass du wie so viele hier schon Absetzerfahrungen hast.

Getrieben vor Angst... das ist ein sehr treffender Ausdruck, ja. Ich kann das dann leider auch nicht wirklich über mich ergehen lassen, bin in einem Zwiespalt von körperlicher Erschöpfung und geistiger Erregung, was einen hin und her beutelt...

Und als ich in den ersten Entzugsmonaten dachte, schlimmer geht nimmer, haben mich die nächsten Entzugsmonate eines Besseren belehrt.
Ja, wäre ich nicht selbständig, könnte ich auch nicht arbeiten. So kann ich auch wenig arbeiten oder mir die Zeit einteilen und die Arbeit auf die guten Tage schieben. Aber oft geht sehr sehr wenig.
Aber: Es wird langsam, schleichend besser, langsam seh ich das schon! Wir werden das alle schaffen!

Ich wünsche dir auch viel Kraft!
LG Lena
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Guglhupf
Ab 2009: Paroxetin 10mg ohne Einschleichen (Hausarzt) wegen Angst- und Panikstörung.

Anfang 2011: 1. Absetzversuch. Viel zu schnell, starke Entzugssymptome (Bettlägrigkeit) nicht aushaltbar + mit Grunderkrankung verwechselt. Nach 3 Monaten: Erneute Paroxetin-Einnahme. Nach 2. Einnahmetag symptomlos!
*Therapiestunden (2010-2017), aber wenige+große Abstände, da ich sie selbst zahlen muss und mir nicht viele leisten kann (in Ö übernimmt das seltenst die Kasse).*
2013: Nach viel Aufarbeitung: 2. Absetzversuch. Selbe Symptome wie damals, nicht aushaltbar, komplettes Leben kommt zum Erliegen. Diesmal erst mit 20mg Paroxetin wieder "gut".
April 2014: Wegen starker NW möchte ich von den Tabletten weg und reduziere auf 10 mg => starke Magen/Darmprobleme (bis hin zu ärztl. vermuteter Gallenkolik), starke Angst, Panikattacken, labile Psyche, starke körperliche Symptome. Bleibe aber bei 10 mg. Keiner fühlt sich zuständig, mich über die Einnahme von SSRI aufzuklären.
Ende 2014: Reduzierung auf 5 mg => sehr schwere Symptome (Schwindel, Unfähigkeit zu gehen, Derealisierung, starke Angst, stärkste Lichtempfindlichkeit, depressiv (was ich vorher NIE war). Liege nur noch am Sofa. Aber: einige "Fenster".
Sept. 2015: Halte es nicht mehr aus, bin überzeugt dass ich einfach schwer krank bin, nehme wieder Paroxetin 10 mg => wirkt nicht. Dann 20 mg => wirkt kaum. Komplett verzweifelt. Neuer Hausarzt überweist mich (erstmals!) zu Psychiater => Paroxetin greife nicht mehr, sei sowieso ein "unsanftes Medikament", verschreibt mir Escitalopram, soll direkt wechseln.
Ab Dez. 2015: Fliegender Wechsel Paroxetin 20 mg zu Escitalopram 10 mg. Sehr starke Entzugssymptome (die ich mittlerweile schon kenne), aber ich schaffe es. Gut geht es mir aber nicht (wusste nicht, dass das so lang anhalten kann).
März 2016: Auf 20 mg Escitalopram hoch (Psychiater), da es mir noch immer nicht gut geht (Entzug vom Paroxetin, wie ich jetzt weiß). Nach Hochdosierungssymptomen geht es mir recht gut, aber fühle mich von Gefühlen abgekoppelt, kann keine Freude + Zufriedenheit mehr empfinden!
2017, März bis August: Langsame (aber doch zu schnelle) Reduktion von Escitalopram. Dank Therapeutin Tabletten sehr oft geteilt und bis in homöopatische Krümeldosen gegangen. Leider mangels Wissen ohne Wiegen o.ä.
9.8.2017: Erster Tag 0 mg! => 2-3 Wochen starke Symptome (erkannte sie als Entzug), dann etwas besser. Protokolliere jetzt genau mit.
Sept + Okt 2017: Viele schlechtere Phasen, einige starke Einbrüche, sehr starke, vielfältige körperliche Symptome, die ich nicht erklären kann. Kann mein Leben nicht normal weiterleben.
1. Nov 2017: Komplett-Zusammenbruch. Da ich nicht weiß, dass Entzug so lange dauern kann, bin ich komplett verzweifelt. Telefonat mit Psychiaterin => Ich sei (noch) nicht gesund, bitte sofort wieder Escitalopram nehmen, vermutlich lebenslang! Bin verzweifelt, suche im Internet und finde das ADFD-Forum!!Mir fällt es wie Schuppen von den Augen...
Da ich schon über 12 Wochen auf 0 mg bin, bleibe ich dabei, Eindosierung macht laut Forum wenig Sinn.
16.11.2017: Selbst initiierte Untersuchung Schilddrüse => Unterfunktion, SD-Hormone
Seit 9.8.2017: Protrahierter Entzug mit teilweise starken körperlichen und psychischen Symptomen, aber auch Fenstern.
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