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Citalopram Geschädigte

Wenn moderne Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Undead
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Re: Citalopram Geschädigte

Beitragvon Undead » Montag, 18.09.17, 11:30

Hallo Manja,

das hört sich nicht gut an... Das blöde ist, dass Schlaf ja den Stress abbaut. Vielleicht ist das das Hauptproblem mit bei dir? Ich weiss, das hier ist ein Antimedikamenteforum, und ich bin eigentlich auch dagegen, aber in Akutsituationen sollte man sich da vielleicht doch Hilfe holen. Kannst du nicht mal mit deinem Doc über ein Schlafmittel sprechen, für die Akutphasen? Medikamente sind Mist, ganz klar, aber nicht zu schlafen und halb durchzudrehen, noch schlimmer. Also pro und kontra abwegen.

Ich muss dazu sagen, bei mir rauscht es auch kontinuierlich wieder, dachte eigentlich auch, dass es evtl. ganz weggeht. Aber ich hab auch starke Rücken und Muskelschmerzen und immer noch die Hoffnung, dass das zusammenhängt. Ich hab gestern gelesen, dass der Kiefermuskel nur durch eine dünne Membran(heisst das so?), vom Hörnerv getrennt ist.

Liebe Grüße und vorallem gute Besserung,
Undead
Ich kann leider nur ca. Angaben machen, mein Gedächtnis ist nicht so besonders gut die meiste Zeit:
bis 2009 diverse Antidepressiva, hauptsächlich Fluoxetin
L-Thyroxin: Seit 2015 momentan 88 mcg
Zolpidem: ca. Mai 2015 5-10 mg täglich - März 2017 dann für 2 Monate abgesetzt bis Mitte Mai (gerade am Absetzten, momentane Dosis 5 mg täglich Einmaldosis Nachts)
Tramadol: Zuerst 2012 bis 2014 ca. dann ausgeschlichen
Codein : ca. Mai 2016 - August 2016
Tramadolwiedereinnahme: August 2016 - Mitte Januar 2017 (nach schweren Nebenwirkungen komplett abgesetzt)
Zolpidem abgesetzt: Mitte März 2017
Zolpidemwiedereinnahme: Ende Mai 2017 10 mg Einmaldosis Nachts
Zolpidem ausschleichen: 13. August 5 mg täglich Nachts
Zwischenzeitlich sporadisch Tavor 0,5mg-2,00 mg Seit Mitte August nie wieder, kompett abgesetzt und die Nase voll davon.

21.08.2017
Neuer Plan: Absetzen von Zolpidem, gleichzeitig L-thyroxin auf 75mcg reduzieren
Seit ca. 1 Woche auf 0.5 mg Zolpidem, am 18.08. dummen Fehler gemacht und eine 10 mg genommen. Am nächsten Tag vermehrtes Rauschen im Kopf, starker Schwindel, starke Konzentrationsstörungen, Kiefer extrem verkrampft, Angstzustände aber keine Panikatacke, Augenlidzucken, Lichtempfindlichkeit, Augenbrennen
Nun Seit 19.08. wieder auf 0,5 mg und nun dabei ca. 1 Monat bleiben
Nachts Herzrasen und Panik, Angstzustände aber einschlafen können.
21.08. Absetzsymptome etwas schwächer, Rauschen geringer, Kieferverspannungen hautsächlich rechts, aber nicht mehr so schlimm wie nach 10 mg Ausrutscher, Seit Ausrutscher wieder vermehrtes Kältegefühl/brennen auf dem Kopf(Kopfhaut oben). Übliche Genickschmerzen. Brennen seitlich am Hals-wie entzündet, Leichte Darmverkrampfungen m. leichten Schmerzen, trockener Mund und Augen, gebesserte Konzentrationsstörungen.

Neuester Plan:
25.08.17 Zolpidem auf 0,25 mg reduziert
Abesetzerscheinungen: Druck im Kopf geringer, Lichtempfindlichkeit und Augenbrennen kommen mir auch leichter vor, Genickschmerzen etwas stärker-aber schon einen Tag vor dem Absetzen, Trommelfell rechts scheint sich auch etwas zu entspannen, dadurch, dass der Kiefer/Hals heute auch nicht so verspannt war, aber schon noch schmerzt, Evtl. setzen mir die Nebenwirkungen doch mehr zu vom Zolpidem selbst, als der Entzug an sich ? Werde sehen wie die 2. Nacht mit der geringeren Dosis wird. Gedächtnis immer noch nicht wesentlich besser, aber soweit so gut ^^ Angstzustände sind noch abzusehen, kommt und geht im Rahmen. Rauschen sehe ich dann erst, wenn ich im Bett liege. Kopfhaut fast kein Kältegefühl heute gehabt.

Leider wurde meine letzte Aktualisierung nicht gespeichert... Deshalb nur in Kurzform:
25.08.17-07.08.17 Zolpidem 0,25mg-1,25mg
Gleiche Symptome wie immer, aber alles etwas geringer. Gerade das Rauschen scheint nachzulassen, fast nicht mehr vorhanden.

Seit dem 08.09.2017 auf NULL Zolpidem
Alles scheint immer weniger zu werden. Heute am 2. Tag von null ist mir richtig warm, sonst hab ich immer sehr gefroren. Evtl. wirkt das L-Thyroxin wieder stärker?

Manja
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Re: Citalopram Geschädigte

Beitragvon Manja » Montag, 18.09.17, 11:48

Hallo Undead,
ja ich muss jetzt was nehmen sonst geht es nur noch bergab. Meine Ärztin und auch meine Psychiaterin empfahlen mir Mirtazapin zum schlafen und gegen die Unruhe und durch den Schlafmangel entstandene Depression. Ich werde ganz vorsichtig andosieren mit einer achtel Tablette und wenn alles gut ist, leicht steigern bis es mir wieder besser geht. Dann werde ich wenn ich hoffentlich dann kräftig genug bin auch mit Hilfe von Sport und Entspannungsübungen, das Mirtazapin wie hier gelernt ganz ganz langsam ausschleichen. Ich hoffe, der Plan funktioniert. Hab auch das Zolpidem bekommen. Aber das macht ja auch abhängig. Was wäre deine Meinung?

Bussi
Manja
März 2008 bis August 2013 10- 20 mg Citalopram
Absetzen im August 2013 erfolgte zügig und in großen Schritten (10mg), keine Probleme bis auf Juckreiz im Intimbereich nach Eisprung

wegen belastender Beziehung Citalopram wieder genommen von März 2014 bis August 2014, Juckreiz verschwand dann auch wieder, auch hier beim Absetzen keine Probleme

Januar 2015 nach Beendigung der Beziehung Panikattacken, Ärztin riet zu Wiedereinnahme von Citalopram
20 mg habe ich nie erreicht weil ich starkes Hirnrauschen hatte und mich total verkorkst gefühlt habe
Blieb bis März 2016 auf 17, 5 mg
anderes Fabrikat nicht vertragen, wieder das ursprüngliche genommen und gleich mal 2,5 mg weniger, ging ganz gut
wollte weiter runter, Psychiater war dagegen, suchte mir eine andere Psychiaterin, die mich beim Absetzen begleitete

Dezember 2016 bis Ende Januar 2017 12,5 mg
hatte nur komisches Sehen, Schatten beim Augenbewegen,
nach vier Wochen 10 mg - keine Probleme
nach weiteren vier Wochen 7,5 mg - keine Probleme
nach vier Wochen 5 mg - keine Probleme
danach nur noch eine Woche 2,5 mg
mir ging es eine Woche nach 0 gut, hatte noch Urlaub
dann erste Probleme: Frust wieder arbeiten zu gehen (Job macht keinen Spaß), weinerlich, Schwindel, Unrujr

Nachtrag 10.09.: Nach einer kleinen Besserung bis auf die Schlafstörungen, wieder mehr Geräusche, Unruhe und Schwäche. Hinzu kommt eine vermehrte depressive Verstimmung und Verzweiflung.

Hatte eine gute Woche Ende September. Danach Nackenverspannungen, DR, aber Schlaf schien leicht besser, leichter Infekt, sehr erschöpft

Nachtrag:
14.bis 18.10. 200mg, einmal 300 mg Rhodiolan
Nächte 14. bis 16.10. super geschlafen wie lange nicht mehr, ab 16.10. Chaos - Blähbauch, Atemnot, Schlaf fast null
19.10.17 0,1 mg Citalopram genommen, eine Stunde später in Arbeit wieder Atemnotattacke
20.10. besser am Vor- und Nachmittag, am Abend kam Atemproblem wieder
21.10. immernoch Atemprobleme, Notarzt, wurde am späten Nachmittag besser
22.10. Vormittag und Nachmittag wieder gut, kam abends wieder
23.10. Druck auf Brust, schwach, Atemprobl. krank AU
24.10. Druck auf Brust und Bauch, Atemprobleme gering leichter, mehr innere Unruhe, schwach
25.10. Einweisung in Lungenklinik, Röntgen, CT ohne Kontrastmittel (darauf habe ich bestanden)
26.10. an hier keine Atempanik mehr, aber Druck auf Brust
27.10. mehr innere Unruhe, Druck auf Brust
28.10. 0,08 mg Citalopram,
29.10. 0,08 mg Citalopram, Druck auf Brust weniger, Magen verträgt nicht viel, gähnen wenn Magen "voll" ist
30.10. 0,083 mg Citalopram, Magen besser, leichteres Atmen wieder, dafür jetzt leicht DP, Schwankschwindel und leichtes Zittern
31.10. 0,083 Cita, DP
01.11. 0,25 mg Cita, zu starker Kopfdruck
02.11. 0,1 mg Cita, Frohnatur am Nachmittag ausprobiert, Schlaf war danach ganz gut
03.11. 0,15 mg Cita, Frohnatur nochmals am Nachmittag probiert,Muskelschmerzen im Bizeps
04.11. 0,125 mg Cita, Frohnatur früh nüchtern, Muskelschmerzen, innere Unruhe,starke Müdigkeit, zittrig
05.11. 0,083 mg Cita, innere Unruhe nur noch vormittag und frühen Nachmittag, Frohnatur früh, guter Tag
06.11. 0,083 mg Cita, Frohnatur früh, guter Tag
07.11. keine Cita, Frohnatur früh, Nackenschmerzen, später mehr Depressivität
08.11. 0,083 Cita, Frohnatur früh, Depressivität, am Nachmittag besser

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Re: Citalopram Geschädigte

Beitragvon Undead » Montag, 18.09.17, 14:02

Hallo Manja,

also das Zolpidem ist denk ich als Bedarfsmedikament gut. Allerdings war bei mir das größere Problem eher die psychische Abhängigkeit. Für mich gabs da einfach keinen einfachen Bedarf mehr, den hatte ich jeden Tag. Bei mir ist da einfach alles abgefallen an Stress, als ich sie genommen hab. Wie eine Droge, die leider nur kurz wirkt. Und ich bin da einfach vorgeschädigt mit Sucht. Was ich aber mal gelesen hab, ist, dass man Zolpidem nicht mit Antidepressiva mischen sollte. Da fällt mir aber grad ein, dass man mir im KH auch MIrtazapin gegben hat... und da ich keine Antis mag, weil schlechte Erfahrungen, hab ich auf Zolpidem bestanden.

Das Mirtazapin hab ich nur einen Tag genommen. Bzw. erst zum schlafen. Da wird halt die Nebenwirkung genutzt, dass es müde macht. Das ist bei mir so nach 2-3 Stunden auch passiert. Aber nicht umhauend. Da du aber mit Depressionen auch zu kämpfen hast, wäre wohl eher das Mirtazapin besser?!

Was noch eher für das Mirtazapin sprechen würde, und gegen Zolpidem, wäre, dass Zolpidem nur sehr kurz wirkt. Also zum Einschlafen super, aber in niedriger Dosis bin ich trotzdem ab 3 pünktlich aufgewacht. Teilweise sogar noch schlechter mit als ohne geschlafen. Mehr Alpträume, Ängste verstärkt usw. Was ich ja jetzt sehe, wo ich es abgesetzt habe. Und nach deiner Problematik würde ich persönlich jetzt einfach sagen, dass du länger etwas Unterstützung brauchst, dass dein Körper einfach mal eine richtige Entlastung brauch. Das kannst du ja fast nicht mit Zolpidem machen, da man es ja nicht länger als 14 Tage nehmen sollte. Und die Angst vor Abhängigkeit und der Druck dann absetzen zu müssen nach kurzer Zeit, kann auch nicht so hilfreich sein.

Aber wie gesagt, dass wäre nur meine Meinung und Gefühl. So würde ich es eben machen. Und wenn das mit dem MIrtazapin gar nicht hilft, hast du ja immer noch eine weitere Option.

Lieben Gruß
Undead
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Codein : ca. Mai 2016 - August 2016
Tramadolwiedereinnahme: August 2016 - Mitte Januar 2017 (nach schweren Nebenwirkungen komplett abgesetzt)
Zolpidem abgesetzt: Mitte März 2017
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Zolpidem ausschleichen: 13. August 5 mg täglich Nachts
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21.08.2017
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Seit ca. 1 Woche auf 0.5 mg Zolpidem, am 18.08. dummen Fehler gemacht und eine 10 mg genommen. Am nächsten Tag vermehrtes Rauschen im Kopf, starker Schwindel, starke Konzentrationsstörungen, Kiefer extrem verkrampft, Angstzustände aber keine Panikatacke, Augenlidzucken, Lichtempfindlichkeit, Augenbrennen
Nun Seit 19.08. wieder auf 0,5 mg und nun dabei ca. 1 Monat bleiben
Nachts Herzrasen und Panik, Angstzustände aber einschlafen können.
21.08. Absetzsymptome etwas schwächer, Rauschen geringer, Kieferverspannungen hautsächlich rechts, aber nicht mehr so schlimm wie nach 10 mg Ausrutscher, Seit Ausrutscher wieder vermehrtes Kältegefühl/brennen auf dem Kopf(Kopfhaut oben). Übliche Genickschmerzen. Brennen seitlich am Hals-wie entzündet, Leichte Darmverkrampfungen m. leichten Schmerzen, trockener Mund und Augen, gebesserte Konzentrationsstörungen.

Neuester Plan:
25.08.17 Zolpidem auf 0,25 mg reduziert
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Leider wurde meine letzte Aktualisierung nicht gespeichert... Deshalb nur in Kurzform:
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Re: Citalopram Geschädigte

Beitragvon padma » Montag, 18.09.17, 18:59

hallo ihr zwei, :)

Mirtazapin macht wie alle AD körperlich abhängig. Und das Absetzen kann vielfältige Probleme machen (siehe die ganzen Mirtazapin threads im Forum).
Hinzu kommt, dass wenn man ein weiteres AD zur Deckelung von Absetzsymptomen nimmt, das später erfahrungsgemäss besonders schwierig zum Ausschleichen ist.

Zum Zähnebeissen (Bruxismus) findet ihr hier https://www.cmd-arztsuche.de/bruxismus-zaehnepressen/ Infos, darunter eine Symptomliste und spezielle Entspannungsübungen.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

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Re: Citalopram Geschädigte

Beitragvon Manja » Dienstag, 19.09.17, 9:02

Hallo ihr lieben

ich hatte von Sonntag an dieses Roemheld-Syndrom mal wieder, dazu diese ätzende Unruhe und Schlaflosigkeit. Wollte gestern eine achtel Mirtazapin schon zum testen nehmen, hatte aber so extreme Kopfschmerzen, dass ich es habe sein lassen weil ich dachte, was wenn es das schlimmer macht. Hatte etwas Schlaf in der Nacht. Habe das Gefühl, dass der Schlaf wenn es eine halbwegs gute Nacht ist, nicht mehr so zerstückelt ist. Nur das Aufwachen mit der Unruhe und dem Herzklopfen ist natürlich nicht schön. Seit gestern ist nach Tagen das Rauschen etwas zurück gegangen. Warum ich die vorletzte Nacht so gar nicht schlafen konnte, hat eine Erklärung. Ich schlief im Bett einer Freundin bei ihren Katzen aber das Fenster liegt an der Straße und die Laterne machte das ganze Zimmer hell. Meist kann ich ja einschlafen, dann ist die Nacht halbwegs gerettet. Alle paar Nächte wenn ich nicht einschlafen kann und dann erfahrungsgemäß gar nichts geht, könnte ich doch eine Zolpi nehmen, habe aber noch keine probiert, ob die helfen. Ich war am Sonntag und gestern so am Boden. Ja man denkt dann immer, es hört nie auf. Bin diese Woche AU, schafft irgendwie Erleichterung wegen dem Druck mit dem Schlafen. Dabei würde ich lieber arbeiten gehen. Habe mir ein Buch bestellt Schlaf erfolgreich trainieren. Vielleicht kann ich mich daran orientieren. Heute ist die Unruhe sehr viel weniger, habe die letzten Tage schon gemerkt, dass sie nicht mehr ständig da war. Kann das vielleicht noch nachgehangen haben von diesen B-Vitaminen?

Liebe Grüße
Manja
März 2008 bis August 2013 10- 20 mg Citalopram
Absetzen im August 2013 erfolgte zügig und in großen Schritten (10mg), keine Probleme bis auf Juckreiz im Intimbereich nach Eisprung

wegen belastender Beziehung Citalopram wieder genommen von März 2014 bis August 2014, Juckreiz verschwand dann auch wieder, auch hier beim Absetzen keine Probleme

Januar 2015 nach Beendigung der Beziehung Panikattacken, Ärztin riet zu Wiedereinnahme von Citalopram
20 mg habe ich nie erreicht weil ich starkes Hirnrauschen hatte und mich total verkorkst gefühlt habe
Blieb bis März 2016 auf 17, 5 mg
anderes Fabrikat nicht vertragen, wieder das ursprüngliche genommen und gleich mal 2,5 mg weniger, ging ganz gut
wollte weiter runter, Psychiater war dagegen, suchte mir eine andere Psychiaterin, die mich beim Absetzen begleitete

Dezember 2016 bis Ende Januar 2017 12,5 mg
hatte nur komisches Sehen, Schatten beim Augenbewegen,
nach vier Wochen 10 mg - keine Probleme
nach weiteren vier Wochen 7,5 mg - keine Probleme
nach vier Wochen 5 mg - keine Probleme
danach nur noch eine Woche 2,5 mg
mir ging es eine Woche nach 0 gut, hatte noch Urlaub
dann erste Probleme: Frust wieder arbeiten zu gehen (Job macht keinen Spaß), weinerlich, Schwindel, Unrujr

Nachtrag 10.09.: Nach einer kleinen Besserung bis auf die Schlafstörungen, wieder mehr Geräusche, Unruhe und Schwäche. Hinzu kommt eine vermehrte depressive Verstimmung und Verzweiflung.

Hatte eine gute Woche Ende September. Danach Nackenverspannungen, DR, aber Schlaf schien leicht besser, leichter Infekt, sehr erschöpft

Nachtrag:
14.bis 18.10. 200mg, einmal 300 mg Rhodiolan
Nächte 14. bis 16.10. super geschlafen wie lange nicht mehr, ab 16.10. Chaos - Blähbauch, Atemnot, Schlaf fast null
19.10.17 0,1 mg Citalopram genommen, eine Stunde später in Arbeit wieder Atemnotattacke
20.10. besser am Vor- und Nachmittag, am Abend kam Atemproblem wieder
21.10. immernoch Atemprobleme, Notarzt, wurde am späten Nachmittag besser
22.10. Vormittag und Nachmittag wieder gut, kam abends wieder
23.10. Druck auf Brust, schwach, Atemprobl. krank AU
24.10. Druck auf Brust und Bauch, Atemprobleme gering leichter, mehr innere Unruhe, schwach
25.10. Einweisung in Lungenklinik, Röntgen, CT ohne Kontrastmittel (darauf habe ich bestanden)
26.10. an hier keine Atempanik mehr, aber Druck auf Brust
27.10. mehr innere Unruhe, Druck auf Brust
28.10. 0,08 mg Citalopram,
29.10. 0,08 mg Citalopram, Druck auf Brust weniger, Magen verträgt nicht viel, gähnen wenn Magen "voll" ist
30.10. 0,083 mg Citalopram, Magen besser, leichteres Atmen wieder, dafür jetzt leicht DP, Schwankschwindel und leichtes Zittern
31.10. 0,083 Cita, DP
01.11. 0,25 mg Cita, zu starker Kopfdruck
02.11. 0,1 mg Cita, Frohnatur am Nachmittag ausprobiert, Schlaf war danach ganz gut
03.11. 0,15 mg Cita, Frohnatur nochmals am Nachmittag probiert,Muskelschmerzen im Bizeps
04.11. 0,125 mg Cita, Frohnatur früh nüchtern, Muskelschmerzen, innere Unruhe,starke Müdigkeit, zittrig
05.11. 0,083 mg Cita, innere Unruhe nur noch vormittag und frühen Nachmittag, Frohnatur früh, guter Tag
06.11. 0,083 mg Cita, Frohnatur früh, guter Tag
07.11. keine Cita, Frohnatur früh, Nackenschmerzen, später mehr Depressivität
08.11. 0,083 Cita, Frohnatur früh, Depressivität, am Nachmittag besser

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Re: Citalopram Geschädigte

Beitragvon padma » Dienstag, 19.09.17, 17:53

hallo Manja, :)

Heute ist die Unruhe sehr viel weniger, habe die letzten Tage schon gemerkt, dass sie nicht mehr ständig da war. Kann das vielleicht noch nachgehangen haben von diesen B-Vitaminen?

Ja, das ist durchaus möglich.

. Alle paar Nächte wenn ich nicht einschlafen kann und dann erfahrungsgemäß gar nichts geht, könnte ich doch eine Zolpi nehmen, habe aber noch keine probiert, ob die helfen.

Das ist eine Möglichkeit, ist aber eine Frage der Diszipin. Öfters als 1 x pro Woche hielte ich für riskant. Zolpidem sind einem Benzo sehr ähnlich und machen schnell abhängig.
Wenn nur alle paar Nächte eine Nacht sehr schlecht ist, würde ich versuchen, möglichst ohne auszukommen.

Habe mir ein Buch bestellt Schlaf erfolgreich trainieren. Vielleicht kann ich mich daran orientieren.

Das ist doch ein Versuch wert. Tipps zu Schlafstörungen findest du hier http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=57&t=9278

liebe Grüsse,
padma
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Re: Citalopram Geschädigte

Beitragvon Manja » Dienstag, 19.09.17, 20:40

Hallo Padma,

danke für deine Rückmeldung. War heute beim Osteopathen, der hat auch festgestellt, dass meine Kiefermuskeln stark verhärtet sind. Er meinte, eine Schiene wäre evtl. eine Hilfe, es kommt auf jeden Einzelnen an. Er hat mir Yoga empfohlen. Gehe auch gleich morgen einen Schnupperkurs besuchen. Sodann bis bald.

Liebe Grüße
Manja
März 2008 bis August 2013 10- 20 mg Citalopram
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Januar 2015 nach Beendigung der Beziehung Panikattacken, Ärztin riet zu Wiedereinnahme von Citalopram
20 mg habe ich nie erreicht weil ich starkes Hirnrauschen hatte und mich total verkorkst gefühlt habe
Blieb bis März 2016 auf 17, 5 mg
anderes Fabrikat nicht vertragen, wieder das ursprüngliche genommen und gleich mal 2,5 mg weniger, ging ganz gut
wollte weiter runter, Psychiater war dagegen, suchte mir eine andere Psychiaterin, die mich beim Absetzen begleitete

Dezember 2016 bis Ende Januar 2017 12,5 mg
hatte nur komisches Sehen, Schatten beim Augenbewegen,
nach vier Wochen 10 mg - keine Probleme
nach weiteren vier Wochen 7,5 mg - keine Probleme
nach vier Wochen 5 mg - keine Probleme
danach nur noch eine Woche 2,5 mg
mir ging es eine Woche nach 0 gut, hatte noch Urlaub
dann erste Probleme: Frust wieder arbeiten zu gehen (Job macht keinen Spaß), weinerlich, Schwindel, Unrujr

Nachtrag 10.09.: Nach einer kleinen Besserung bis auf die Schlafstörungen, wieder mehr Geräusche, Unruhe und Schwäche. Hinzu kommt eine vermehrte depressive Verstimmung und Verzweiflung.

Hatte eine gute Woche Ende September. Danach Nackenverspannungen, DR, aber Schlaf schien leicht besser, leichter Infekt, sehr erschöpft

Nachtrag:
14.bis 18.10. 200mg, einmal 300 mg Rhodiolan
Nächte 14. bis 16.10. super geschlafen wie lange nicht mehr, ab 16.10. Chaos - Blähbauch, Atemnot, Schlaf fast null
19.10.17 0,1 mg Citalopram genommen, eine Stunde später in Arbeit wieder Atemnotattacke
20.10. besser am Vor- und Nachmittag, am Abend kam Atemproblem wieder
21.10. immernoch Atemprobleme, Notarzt, wurde am späten Nachmittag besser
22.10. Vormittag und Nachmittag wieder gut, kam abends wieder
23.10. Druck auf Brust, schwach, Atemprobl. krank AU
24.10. Druck auf Brust und Bauch, Atemprobleme gering leichter, mehr innere Unruhe, schwach
25.10. Einweisung in Lungenklinik, Röntgen, CT ohne Kontrastmittel (darauf habe ich bestanden)
26.10. an hier keine Atempanik mehr, aber Druck auf Brust
27.10. mehr innere Unruhe, Druck auf Brust
28.10. 0,08 mg Citalopram,
29.10. 0,08 mg Citalopram, Druck auf Brust weniger, Magen verträgt nicht viel, gähnen wenn Magen "voll" ist
30.10. 0,083 mg Citalopram, Magen besser, leichteres Atmen wieder, dafür jetzt leicht DP, Schwankschwindel und leichtes Zittern
31.10. 0,083 Cita, DP
01.11. 0,25 mg Cita, zu starker Kopfdruck
02.11. 0,1 mg Cita, Frohnatur am Nachmittag ausprobiert, Schlaf war danach ganz gut
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05.11. 0,083 mg Cita, innere Unruhe nur noch vormittag und frühen Nachmittag, Frohnatur früh, guter Tag
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Guglhupf
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Re: Citalopram Geschädigte

Beitragvon Guglhupf » Mittwoch, 20.09.17, 3:11

Hallo :)

Ich nehme auch seit bald 7 Jahren Cipralex und bin jetzt dabei es auszuschleichen.

Zuerst schnell meine ganz große Bitte: versuche bitte alles um die Einnahme weiterer Medis zu vermeiden. Grade was das Mischen unterschiedlicher Medis angeht gibt es hier so viele extrem negative Erfahrungsberichte, dass ich für mich entschieden habe Benzos nur dann zu nehmen, sollte ich mich vor Verzweiflung auf allen Vieren Richtung Klinik schleppen, sonst kann es damit eigentlich nur schlimmer werden.

Denn schon vom Cipralex haben wir uns damals ja erhofft, dass es uns gut tut. Wäre dem so, wären wir alle hier nicht im Forum, sondern würden unser neues perfektes Leben genießen. Fakt ist aber, dass uns das Medi überhaupt nicht geholfen sondern nur abgestumpft hat.

In deiner Signatur steht, dass du die letzte Dosis 2,5mg für nur eine Woche genommen hast verstehe ich das richtig? Dh du befindest dich jetzt mit starken NWs im Entzug?

Ich weiß nicht ob es Sinn macht das Cipralex nochmal minimalst einzuschleichen (0,5 od 1mg) da kennen sich andere besser aus.
Aber versuche einen kühlen Kopf zu bewahren. Ich halte mich strikt an die Dosis (aktuell 4,5mg) und halte auch die Reduktionsdauer von 5 Wochen auf den Tag genau ein. Bisher hatte ich in den ersten beiden Wochen NWs, auch mal Abflug von Panik aber dagegen hilft kein Medikament.

Ich habe gelernt meinen Körper nicht mehr als Feind zu betrachten (a la was tust du mir da an mit Herzrasen und co), sondern konzentriere mich im Moment wo ich merke, dass eine Panikattacke ansteht auf kleinste Verhaltenserkmale zb angespannter Bauch, angespannte Nacken-, Schultermuskulatur, flache Atmung etc und versuche dann schrittweise zu 'entschärfen'. Erst tief und ruhig in den Bauch atmen, positive Gedanken wenn nötig laut gesprochen, Schulterkreisen zur Entspannung der Muskulatur etc. Und glaub mir wen man das oft genug wiederholt schafft mans mit der Zeit viel entspannter zu sein.

Gegen die innere Unruhe trinke ich gern ne Tasse Entspannungs- oder Wohlfühltee. Manchmal hilft auch schon ein Glas kaltes Wasser.

Ich habe während meiner gesamten Einnahme von Cipralex übrigens immer ganz krass Zähne geknirscht, sodass mich mein Mann nachts weckte :D ein Wunder dass ich noch welche habe hihi

Und auch das verspannte Kiefer kenn ich nur zu gut. Manchmal war es so krass, dass ich den Mund gar nicht ganz aufbekommen habe. Ich bin dann draufgekommen, dass meine Zunge falsch liegt. Wenn ich im zu schnellen Entzug panisch war, lag sie immer auf den unteren Zähnen sodass sie mir irgendwie beim Atmen im Weg war, wodurch die Panik erst entstanden ist. Oder sie lag an den Gaumen geklebt. Auch so war alles irgendwie blockiert und verspannt. Wenn ich jetzt merke, dass mein Kiefer verspannt ist oder ich unruhig bin, lege ich nur die Zungenspitze auf den Punkt, an dem sich die Zähne vorne mittig schließen. Das klingt blöd aber ich merke, dass Energie fließen kann und sich alles entspannt.

Auch das Problem nach dem Essen hatte ich oft ganz arg. Ne größere Portion Pasta oder Pizza und ich hab ne Panikattacke bekommen, dass es nur so krachte. Dachte auch an das Roemheld Syndrom, aber bei mir kam auch das nur daher, dass ich mich so reingesteigert hatte. Jetzt steigt der Puls nach der Pizza zwar noch immer aber ich sag mir wer so reinhaut, darf sich nicht wundern, wenn der Körper dann mächtig zu tun hat. Ich finde für fast jedes Symptom inzwischen eine sensationelle Begründung ggg wissenschaftlich 1a aber es hilft mir dabei, meinen Auslöser für Panikattacken zu besiegen: ich hab nämlich immer jegliches Symptom viel zu kritisch bewertet.

Nimm dir anfangs täglich bewusst auch 10,15 Minuten zur Entspannung, leg dich hin und mach Atemübungen oder geführte Meditationen zb auf Youtube von Mojo.

Ich wünsche dir, dass du ohne weitere Medis auskommst. Ich bin davon überzeugt, dass wir alle erst dann übern Berg sind, wenn wir lernen uns selbst Kraft zu geben.

Liebe Grüße Anna
Liebe Grüße Anna

2011 - erstmalig Citalopram (heißt bei mir in Ö Cipralex) eingeschlichen in 5mg Schritten bis 20mg
Okt. 2013 - von heute auf morgen aufgehört - Symptome: nicht enden wollende Panikattacke, ÜW in KH, nach Anraten der Ärzte Citalopram wieder eingeschlichen auf 15mg
2016 - Zustand stabil und alles super, 2. Absetzversuch wieder viel zu schnell - Folge: erneut heftige Entzugserscheinungen, wieder eingeschlichen auf 15mg
April 2017 - Reduktion auf 10mg
Mai 2017 - Reduktion auf 5mg
Juli 2017 - Reduktionsversuch auf 2,5mg - leichte Absetzerscheinungen: Verdauungsprobleme, Gedankenkreisen, innere Unruhe - Dosisanpassung auf 5mg, nach Anmeldung im Forum weiß ich nun, dass ich viel zu ungeduldig bin :whistle:
August 2017: 5mg - nach 3 Wochen NW wie Ein- und Durchschlafstörungen, sehr lebhafte Träume, vermehrte Zuckungen vor dem Einschlafen
26.8.17 - Reduktion auf 4,5mg
28.8.17 - erste NW wie Neuroemotionen machen sich bemerkbar, aber in Summe fühle ich mich gut
20.9.17 - Woche 4 seit Reduktion; seit 2 Wochen keinerlei NW, fühle mich stabil und wohl
27.09.17 - Reduktion auf 4,1mg
6.10.17 - Konzentrationsschwierigkeiten als NW, sonst fühle ich mich gut :)
20.10.17 - in Woche 2-3 vermehrt Neuroemotionen, innere Unruhe, unsicherer Gang, einfach das Gefühl es passt nicht ganz.., Konzentrationsschwierigkeiten, depressive Verstimmungen
26.10.17 - Woche 4 fühle mich stabiler und wohler, positivere Grundstimmung
6.11.17 - Tatatataaa Reduktion auf 3,6mg
9.11.17 - wieder hoch auf 4,1mg - aktuell viele Aufträge und damit Stress in Firma somit keine Muse für die Geisterbahn
18.11.17 - Reduktion auf 3,8mg
30.11.17 - Woche 2 seit Reduktion, aktuell keine NW <3
1.12.17 - Reduktion auf 3,6mg also um 10 statt bisher 5%. Da es mir sehr gut geht vergrößere ich den Schritt auf die üblichen 10%.
7.12.17 - NW lebhafte Träume, innere Unruhe, typische Zerstreutheit.

Ergänzend seit 2016: 1/2 Pkg Magnosolv pro Tag, spürbare Entspannung bei Herz und allgemeiner Muskulatur.

Ululu 69
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Re: Citalopram Geschädigte

Beitragvon Ululu 69 » Mittwoch, 20.09.17, 9:11

Hallo Manja, :)

Ich persönlich würde dir dringend davon abraten ein neues AD wie Mirtazapin einzunehmen.
In meinen Augen hat dein ZNS noch Probleme von dem zügigen Absetzen des Citaloprams Anfang des Jahres.

Mit der Einnahme des Mirtas läufst du Gefahr alles noch schlimmer zu machen.
Im Notfall und nur dann würde ich dann eher eine Zolpidem nehmen.

Ansonsten gefallen mir die Tipps von Gugelhupf :) extrem gut.
Gegen das Zähneknirschen solltest du unbedingt etwas Unternehmen (Beißschiene). Deine Zähne können sonst nachhaltig leiden.

LG Ute
Schwindel, Angst und Depression immer mal wieder auftretend aber nach ein paar Monaten immer wieder Besserung
Atenolol (Betablocker) 25 mg täglich
2011 Überweisung zum Psychiater, Versuche mit Sulpirid (6 Monate genommen), Amitryptillin (nicht vertragen) und Buspiron, 3 Monate genommen


2012 stationärer Aufenthalt in Psychiatrie nach einjährigem Dauerschwindel. Diagnose :generalisierte Angststörung und schwere Depression.
Alle Medikamente wurden sofort abgesetzt. Lorazepam 1mg 3 mal täglich, nach zwei Wochen ausgeschlichen, Gesamteinnahmedauer sechs Wochen

Seitdem Mirtazapin 30 mg zur Nacht.
Cymbalta 90 mg
Seroquel prolong abends 150 mg

Ein Jahr später Reduzierung Mirtazapin auf 15 mg ohne Probleme. Darunter schwere Schlafstörungen. Daher weiter 15 mg.

2014 zusätzliche Diagnose Schlaf Apnoe Syndrom. Behandlung mit Atemmaske.

Insgesamt über 30 kg Gewichtszunahme.
Gefühlsverflachung und Tagesmüdigkeit.

Ende 2016 Reduzierung Seroquel prolong auf 100 mg.
Am 30.04. Reduzierung Seroquel prolong auf 50 mg.
Seit Juni 2017 Mönchspfeffer gegen Zyklusstörungen
Und Jaborandi Globuli bei Bedarf gegen Schwitzen mit mäßigem Erfolg

21.08.2017 Duloxetin auf 75 mg
18.10.2017 Duloxetin auf 67.5 mg
13.11.2017 Duloxetin auf 60,0 mg

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Re: Citalopram Geschädigte

Beitragvon Undead » Mittwoch, 20.09.17, 9:34

Ich möchte nur kurz wegen dem Zolpidem noch was einwerfen. Also hier in die Runde, nicht "einwerfen" ^^. Und zwar ist mir aufgefallen, dass ich seit Absetzen nicht mehr das Augenflimmern am Morgen hab. Das hat mich immer sehr genervt, aber ich wusste ja bisher nicht, was von was kommt, also welche Symptome wozu gehören. Aber das ist eine Sache, die ich somit sicher darauf beziehen kann. Und da muss man sich vorstellen, ich hab die Tablette abends um teilweise 23:00 Uhr genommen und hatte die Erscheinungen noch teilweise bis Mittags. Soviel zu KURZWIRKSAM...Wenn man sehr empfindlich ist, bring einem das wohl gar nichts.

Also nachdem du momentan wieder noch mehr Ansatzpunkte hast, würde ich auch nicht ans Mirtazapin rangehen. Und vorallem finde den Beitrag von Guglhupf sehr gut, das hat jetzt mir sogar nochmal geholfen :-) (das mit der Nahrungsaufnahme und Panik hatte ich auch extrem). Danke dafür ;-)
Ich kann leider nur ca. Angaben machen, mein Gedächtnis ist nicht so besonders gut die meiste Zeit:
bis 2009 diverse Antidepressiva, hauptsächlich Fluoxetin
L-Thyroxin: Seit 2015 momentan 88 mcg
Zolpidem: ca. Mai 2015 5-10 mg täglich - März 2017 dann für 2 Monate abgesetzt bis Mitte Mai (gerade am Absetzten, momentane Dosis 5 mg täglich Einmaldosis Nachts)
Tramadol: Zuerst 2012 bis 2014 ca. dann ausgeschlichen
Codein : ca. Mai 2016 - August 2016
Tramadolwiedereinnahme: August 2016 - Mitte Januar 2017 (nach schweren Nebenwirkungen komplett abgesetzt)
Zolpidem abgesetzt: Mitte März 2017
Zolpidemwiedereinnahme: Ende Mai 2017 10 mg Einmaldosis Nachts
Zolpidem ausschleichen: 13. August 5 mg täglich Nachts
Zwischenzeitlich sporadisch Tavor 0,5mg-2,00 mg Seit Mitte August nie wieder, kompett abgesetzt und die Nase voll davon.

21.08.2017
Neuer Plan: Absetzen von Zolpidem, gleichzeitig L-thyroxin auf 75mcg reduzieren
Seit ca. 1 Woche auf 0.5 mg Zolpidem, am 18.08. dummen Fehler gemacht und eine 10 mg genommen. Am nächsten Tag vermehrtes Rauschen im Kopf, starker Schwindel, starke Konzentrationsstörungen, Kiefer extrem verkrampft, Angstzustände aber keine Panikatacke, Augenlidzucken, Lichtempfindlichkeit, Augenbrennen
Nun Seit 19.08. wieder auf 0,5 mg und nun dabei ca. 1 Monat bleiben
Nachts Herzrasen und Panik, Angstzustände aber einschlafen können.
21.08. Absetzsymptome etwas schwächer, Rauschen geringer, Kieferverspannungen hautsächlich rechts, aber nicht mehr so schlimm wie nach 10 mg Ausrutscher, Seit Ausrutscher wieder vermehrtes Kältegefühl/brennen auf dem Kopf(Kopfhaut oben). Übliche Genickschmerzen. Brennen seitlich am Hals-wie entzündet, Leichte Darmverkrampfungen m. leichten Schmerzen, trockener Mund und Augen, gebesserte Konzentrationsstörungen.

Neuester Plan:
25.08.17 Zolpidem auf 0,25 mg reduziert
Abesetzerscheinungen: Druck im Kopf geringer, Lichtempfindlichkeit und Augenbrennen kommen mir auch leichter vor, Genickschmerzen etwas stärker-aber schon einen Tag vor dem Absetzen, Trommelfell rechts scheint sich auch etwas zu entspannen, dadurch, dass der Kiefer/Hals heute auch nicht so verspannt war, aber schon noch schmerzt, Evtl. setzen mir die Nebenwirkungen doch mehr zu vom Zolpidem selbst, als der Entzug an sich ? Werde sehen wie die 2. Nacht mit der geringeren Dosis wird. Gedächtnis immer noch nicht wesentlich besser, aber soweit so gut ^^ Angstzustände sind noch abzusehen, kommt und geht im Rahmen. Rauschen sehe ich dann erst, wenn ich im Bett liege. Kopfhaut fast kein Kältegefühl heute gehabt.

Leider wurde meine letzte Aktualisierung nicht gespeichert... Deshalb nur in Kurzform:
25.08.17-07.08.17 Zolpidem 0,25mg-1,25mg
Gleiche Symptome wie immer, aber alles etwas geringer. Gerade das Rauschen scheint nachzulassen, fast nicht mehr vorhanden.

Seit dem 08.09.2017 auf NULL Zolpidem
Alles scheint immer weniger zu werden. Heute am 2. Tag von null ist mir richtig warm, sonst hab ich immer sehr gefroren. Evtl. wirkt das L-Thyroxin wieder stärker?

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Re: Citalopram Geschädigte

Beitragvon Manja » Mittwoch, 20.09.17, 12:18

Manchmal ist der Leidensdruck so groß. Habe heute richtig gezittert, Unruhe ist wieder da und diese plus das Herzklopfen in der Nacht und kaum schlafen. Ich fühle mich richtig schwach. So ging es mir noch nie in meinem Leben. Ich bin müde und erschöpft. Lese gerade einiges über L-Tryptophan. Morgen beim neuen Arzt sprech ich das mal an. Hoffentlich ist das nicht wieder einer, der nur wieder Antidepressiva empfiehlt. Ob mir das Tryp helfen könnte? Ein Serotoninsyndrom ist ja nicht zu befürchten weil ich kein SSRI mehr nehme. Vielleicht habe ich auch eine Veranlagung. Mein Opa litt auch unter Depressionen, seine Schwester beging Selbstmord. Die Frau von meinem Opa sagte mal zu mir, ich solle niemals so ein Zeug nehmen, die haben meinen Opa kaputt gemacht. Aber da nahm ich sie leider schon, nur ging es mir damals damit gut. Wenn ich nur die Kraft hätte, mehr Sport zu machen. Ich versuche es heute Abend mit Yoga. Hab ne Schnupperstunde.
März 2008 bis August 2013 10- 20 mg Citalopram
Absetzen im August 2013 erfolgte zügig und in großen Schritten (10mg), keine Probleme bis auf Juckreiz im Intimbereich nach Eisprung

wegen belastender Beziehung Citalopram wieder genommen von März 2014 bis August 2014, Juckreiz verschwand dann auch wieder, auch hier beim Absetzen keine Probleme

Januar 2015 nach Beendigung der Beziehung Panikattacken, Ärztin riet zu Wiedereinnahme von Citalopram
20 mg habe ich nie erreicht weil ich starkes Hirnrauschen hatte und mich total verkorkst gefühlt habe
Blieb bis März 2016 auf 17, 5 mg
anderes Fabrikat nicht vertragen, wieder das ursprüngliche genommen und gleich mal 2,5 mg weniger, ging ganz gut
wollte weiter runter, Psychiater war dagegen, suchte mir eine andere Psychiaterin, die mich beim Absetzen begleitete

Dezember 2016 bis Ende Januar 2017 12,5 mg
hatte nur komisches Sehen, Schatten beim Augenbewegen,
nach vier Wochen 10 mg - keine Probleme
nach weiteren vier Wochen 7,5 mg - keine Probleme
nach vier Wochen 5 mg - keine Probleme
danach nur noch eine Woche 2,5 mg
mir ging es eine Woche nach 0 gut, hatte noch Urlaub
dann erste Probleme: Frust wieder arbeiten zu gehen (Job macht keinen Spaß), weinerlich, Schwindel, Unrujr

Nachtrag 10.09.: Nach einer kleinen Besserung bis auf die Schlafstörungen, wieder mehr Geräusche, Unruhe und Schwäche. Hinzu kommt eine vermehrte depressive Verstimmung und Verzweiflung.

Hatte eine gute Woche Ende September. Danach Nackenverspannungen, DR, aber Schlaf schien leicht besser, leichter Infekt, sehr erschöpft

Nachtrag:
14.bis 18.10. 200mg, einmal 300 mg Rhodiolan
Nächte 14. bis 16.10. super geschlafen wie lange nicht mehr, ab 16.10. Chaos - Blähbauch, Atemnot, Schlaf fast null
19.10.17 0,1 mg Citalopram genommen, eine Stunde später in Arbeit wieder Atemnotattacke
20.10. besser am Vor- und Nachmittag, am Abend kam Atemproblem wieder
21.10. immernoch Atemprobleme, Notarzt, wurde am späten Nachmittag besser
22.10. Vormittag und Nachmittag wieder gut, kam abends wieder
23.10. Druck auf Brust, schwach, Atemprobl. krank AU
24.10. Druck auf Brust und Bauch, Atemprobleme gering leichter, mehr innere Unruhe, schwach
25.10. Einweisung in Lungenklinik, Röntgen, CT ohne Kontrastmittel (darauf habe ich bestanden)
26.10. an hier keine Atempanik mehr, aber Druck auf Brust
27.10. mehr innere Unruhe, Druck auf Brust
28.10. 0,08 mg Citalopram,
29.10. 0,08 mg Citalopram, Druck auf Brust weniger, Magen verträgt nicht viel, gähnen wenn Magen "voll" ist
30.10. 0,083 mg Citalopram, Magen besser, leichteres Atmen wieder, dafür jetzt leicht DP, Schwankschwindel und leichtes Zittern
31.10. 0,083 Cita, DP
01.11. 0,25 mg Cita, zu starker Kopfdruck
02.11. 0,1 mg Cita, Frohnatur am Nachmittag ausprobiert, Schlaf war danach ganz gut
03.11. 0,15 mg Cita, Frohnatur nochmals am Nachmittag probiert,Muskelschmerzen im Bizeps
04.11. 0,125 mg Cita, Frohnatur früh nüchtern, Muskelschmerzen, innere Unruhe,starke Müdigkeit, zittrig
05.11. 0,083 mg Cita, innere Unruhe nur noch vormittag und frühen Nachmittag, Frohnatur früh, guter Tag
06.11. 0,083 mg Cita, Frohnatur früh, guter Tag
07.11. keine Cita, Frohnatur früh, Nackenschmerzen, später mehr Depressivität
08.11. 0,083 Cita, Frohnatur früh, Depressivität, am Nachmittag besser

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Re: Citalopram Geschädigte

Beitragvon Manja » Mittwoch, 20.09.17, 14:37

Hallo Anna,

sorry ich war erst etwas unhöflich und habe gar nicht direkt auf deine Nachricht reagiert. Danke dir für deine Tipps. Ich habe keine Panikattacken und hoffe auch, dass die ausbleiben. Ich versuche schon, den Schlaf nicht mehr überzubewerten aber ertappe mich manchmal dabei, abends unbewusst nervös zu werden, wie ich wohl schlafen werde. Zur Zeit sind die Ohren wieder ruhiger dafür habe ich andere Symptome. Ich hoffe, die Auswahl wird nicht erweitert.

Liebe Grüße
Manja
März 2008 bis August 2013 10- 20 mg Citalopram
Absetzen im August 2013 erfolgte zügig und in großen Schritten (10mg), keine Probleme bis auf Juckreiz im Intimbereich nach Eisprung

wegen belastender Beziehung Citalopram wieder genommen von März 2014 bis August 2014, Juckreiz verschwand dann auch wieder, auch hier beim Absetzen keine Probleme

Januar 2015 nach Beendigung der Beziehung Panikattacken, Ärztin riet zu Wiedereinnahme von Citalopram
20 mg habe ich nie erreicht weil ich starkes Hirnrauschen hatte und mich total verkorkst gefühlt habe
Blieb bis März 2016 auf 17, 5 mg
anderes Fabrikat nicht vertragen, wieder das ursprüngliche genommen und gleich mal 2,5 mg weniger, ging ganz gut
wollte weiter runter, Psychiater war dagegen, suchte mir eine andere Psychiaterin, die mich beim Absetzen begleitete

Dezember 2016 bis Ende Januar 2017 12,5 mg
hatte nur komisches Sehen, Schatten beim Augenbewegen,
nach vier Wochen 10 mg - keine Probleme
nach weiteren vier Wochen 7,5 mg - keine Probleme
nach vier Wochen 5 mg - keine Probleme
danach nur noch eine Woche 2,5 mg
mir ging es eine Woche nach 0 gut, hatte noch Urlaub
dann erste Probleme: Frust wieder arbeiten zu gehen (Job macht keinen Spaß), weinerlich, Schwindel, Unrujr

Nachtrag 10.09.: Nach einer kleinen Besserung bis auf die Schlafstörungen, wieder mehr Geräusche, Unruhe und Schwäche. Hinzu kommt eine vermehrte depressive Verstimmung und Verzweiflung.

Hatte eine gute Woche Ende September. Danach Nackenverspannungen, DR, aber Schlaf schien leicht besser, leichter Infekt, sehr erschöpft

Nachtrag:
14.bis 18.10. 200mg, einmal 300 mg Rhodiolan
Nächte 14. bis 16.10. super geschlafen wie lange nicht mehr, ab 16.10. Chaos - Blähbauch, Atemnot, Schlaf fast null
19.10.17 0,1 mg Citalopram genommen, eine Stunde später in Arbeit wieder Atemnotattacke
20.10. besser am Vor- und Nachmittag, am Abend kam Atemproblem wieder
21.10. immernoch Atemprobleme, Notarzt, wurde am späten Nachmittag besser
22.10. Vormittag und Nachmittag wieder gut, kam abends wieder
23.10. Druck auf Brust, schwach, Atemprobl. krank AU
24.10. Druck auf Brust und Bauch, Atemprobleme gering leichter, mehr innere Unruhe, schwach
25.10. Einweisung in Lungenklinik, Röntgen, CT ohne Kontrastmittel (darauf habe ich bestanden)
26.10. an hier keine Atempanik mehr, aber Druck auf Brust
27.10. mehr innere Unruhe, Druck auf Brust
28.10. 0,08 mg Citalopram,
29.10. 0,08 mg Citalopram, Druck auf Brust weniger, Magen verträgt nicht viel, gähnen wenn Magen "voll" ist
30.10. 0,083 mg Citalopram, Magen besser, leichteres Atmen wieder, dafür jetzt leicht DP, Schwankschwindel und leichtes Zittern
31.10. 0,083 Cita, DP
01.11. 0,25 mg Cita, zu starker Kopfdruck
02.11. 0,1 mg Cita, Frohnatur am Nachmittag ausprobiert, Schlaf war danach ganz gut
03.11. 0,15 mg Cita, Frohnatur nochmals am Nachmittag probiert,Muskelschmerzen im Bizeps
04.11. 0,125 mg Cita, Frohnatur früh nüchtern, Muskelschmerzen, innere Unruhe,starke Müdigkeit, zittrig
05.11. 0,083 mg Cita, innere Unruhe nur noch vormittag und frühen Nachmittag, Frohnatur früh, guter Tag
06.11. 0,083 mg Cita, Frohnatur früh, guter Tag
07.11. keine Cita, Frohnatur früh, Nackenschmerzen, später mehr Depressivität
08.11. 0,083 Cita, Frohnatur früh, Depressivität, am Nachmittag besser

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Re: Citalopram Geschädigte

Beitragvon Manja » Samstag, 21.10.17, 12:07

Hallo ihr Lieben,
ich wollte mich mal melden. War vorletzte Woche im Urlaub in Italien. Habe sechs Nächte in drei verschiedenen Unterkünften mehr oder weniger gut geschlafen. War mit meinem Freund unterwegs, war sehr erschöpft die Tage, brainfoggy und hatte mit Magenroblemen zu kämpfen. Als wir zurück waren, probierte ich es mit Rosenwurz Samstag und Sonntag je früh und Mittag 100 mg also eine halbe Tablette. In den Nächten von Samstag zu Montag habe ich sehr gut geschlafen ohne was nehmen zu müssen, fast wie früher. Mir ging es auch bis Montag Abend ganz gut. Nahm am Montag früh 200 mg und mittag 100 mg Rosenwurz. Am Abend dann Panikattacke, Atemnot, schlafen konnte ich ab drei uhr ein bisschen. Dienstag nochmal Rosenwurz mittag 200 mg, keine Panik aber Magen-Darmprobleme. Am Abend dann wieder verstärkt Atemprobleme. Mittwoch mal keine Atemprobleme aber Magenschmerzen. Donnerstag früh 0,1 mg Citalopram ausprobiert. In der Arbeit angekommen - Panikattacke Atemnot, zwischendurch beim Arzt gewesen, alle inneren Organe in Ordnung.Tavor 0,5 bekommen, ne halbe genommen, keine Wirkung. Donnerstag gegen 18:00 Besserung, nach klitzekleiner Mahlzeit wieder Atemprobleme. Freitag früh zuerst Druck auf Brust und Bauch, dann besser. Konnte sogar ne Stunde spazieren gehen. Dachte, super, wird wieder. Am Abend zwei Zwieback gegessen und Mandelmilch getrunken, danach wieder schlimmer. In der Nacht mal kurzzeitig im Schlaf entspannter, dann wieder schlimmer. Samstag Vormittag nicht mehr ausgehalten, Notarzt gerufen. Alles in Ordnung. Schlaf war auch schon besser gewesen, konnte auch früh schon besser schlafen und auch mal langer liegen, jetzt nicht mehr. Also dass es nach Monaten noch so krass kommt, hätte ich nicht für möglich gehalten. So dreckig ging es mir fast gar nicht. Kann das Rosenwurz und die 0,1 mg Citalopram das ausgelöst haben? Ich bin echt am Ende.
März 2008 bis August 2013 10- 20 mg Citalopram
Absetzen im August 2013 erfolgte zügig und in großen Schritten (10mg), keine Probleme bis auf Juckreiz im Intimbereich nach Eisprung

wegen belastender Beziehung Citalopram wieder genommen von März 2014 bis August 2014, Juckreiz verschwand dann auch wieder, auch hier beim Absetzen keine Probleme

Januar 2015 nach Beendigung der Beziehung Panikattacken, Ärztin riet zu Wiedereinnahme von Citalopram
20 mg habe ich nie erreicht weil ich starkes Hirnrauschen hatte und mich total verkorkst gefühlt habe
Blieb bis März 2016 auf 17, 5 mg
anderes Fabrikat nicht vertragen, wieder das ursprüngliche genommen und gleich mal 2,5 mg weniger, ging ganz gut
wollte weiter runter, Psychiater war dagegen, suchte mir eine andere Psychiaterin, die mich beim Absetzen begleitete

Dezember 2016 bis Ende Januar 2017 12,5 mg
hatte nur komisches Sehen, Schatten beim Augenbewegen,
nach vier Wochen 10 mg - keine Probleme
nach weiteren vier Wochen 7,5 mg - keine Probleme
nach vier Wochen 5 mg - keine Probleme
danach nur noch eine Woche 2,5 mg
mir ging es eine Woche nach 0 gut, hatte noch Urlaub
dann erste Probleme: Frust wieder arbeiten zu gehen (Job macht keinen Spaß), weinerlich, Schwindel, Unrujr

Nachtrag 10.09.: Nach einer kleinen Besserung bis auf die Schlafstörungen, wieder mehr Geräusche, Unruhe und Schwäche. Hinzu kommt eine vermehrte depressive Verstimmung und Verzweiflung.

Hatte eine gute Woche Ende September. Danach Nackenverspannungen, DR, aber Schlaf schien leicht besser, leichter Infekt, sehr erschöpft

Nachtrag:
14.bis 18.10. 200mg, einmal 300 mg Rhodiolan
Nächte 14. bis 16.10. super geschlafen wie lange nicht mehr, ab 16.10. Chaos - Blähbauch, Atemnot, Schlaf fast null
19.10.17 0,1 mg Citalopram genommen, eine Stunde später in Arbeit wieder Atemnotattacke
20.10. besser am Vor- und Nachmittag, am Abend kam Atemproblem wieder
21.10. immernoch Atemprobleme, Notarzt, wurde am späten Nachmittag besser
22.10. Vormittag und Nachmittag wieder gut, kam abends wieder
23.10. Druck auf Brust, schwach, Atemprobl. krank AU
24.10. Druck auf Brust und Bauch, Atemprobleme gering leichter, mehr innere Unruhe, schwach
25.10. Einweisung in Lungenklinik, Röntgen, CT ohne Kontrastmittel (darauf habe ich bestanden)
26.10. an hier keine Atempanik mehr, aber Druck auf Brust
27.10. mehr innere Unruhe, Druck auf Brust
28.10. 0,08 mg Citalopram,
29.10. 0,08 mg Citalopram, Druck auf Brust weniger, Magen verträgt nicht viel, gähnen wenn Magen "voll" ist
30.10. 0,083 mg Citalopram, Magen besser, leichteres Atmen wieder, dafür jetzt leicht DP, Schwankschwindel und leichtes Zittern
31.10. 0,083 Cita, DP
01.11. 0,25 mg Cita, zu starker Kopfdruck
02.11. 0,1 mg Cita, Frohnatur am Nachmittag ausprobiert, Schlaf war danach ganz gut
03.11. 0,15 mg Cita, Frohnatur nochmals am Nachmittag probiert,Muskelschmerzen im Bizeps
04.11. 0,125 mg Cita, Frohnatur früh nüchtern, Muskelschmerzen, innere Unruhe,starke Müdigkeit, zittrig
05.11. 0,083 mg Cita, innere Unruhe nur noch vormittag und frühen Nachmittag, Frohnatur früh, guter Tag
06.11. 0,083 mg Cita, Frohnatur früh, guter Tag
07.11. keine Cita, Frohnatur früh, Nackenschmerzen, später mehr Depressivität
08.11. 0,083 Cita, Frohnatur früh, Depressivität, am Nachmittag besser

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Re: Citalopram Geschädigte

Beitragvon carlotta » Samstag, 21.10.17, 12:31

Hallo Manja,

ja, leider können solche Einnahmen im Entzug, also bei extrem sensitivem ZNS, zu derlei Reaktionen führen. Du bist nicht die Erste, der das passiert. Daher warnen wir auch immer vor solchen Experimenten.

Rosenwurz zählt m. W. zu den Mitteln, die auf das ZNS anregend wirken können. Das ist immer ein großes Risiko. Dann noch das Citalopram, das hat dem ZNS dann wohl den Rest gegeben.

Wieso überhaupt Rosenwurz, mit welchem Ziel?

Es kann sein, dass die Nachwirkungen noch etwas anhalten, aber dann sollten sie wieder nachlassen.

Liebe Grüße :group:
Carlotta
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


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Manja
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Re: Citalopram Geschädigte

Beitragvon Manja » Samstag, 21.10.17, 13:05

Rosenwurz wird zugeschrieben energieliefernd und dennoch abschirmend zu wirken. Dachte, es würde mich wacher machen und gleichzeitig unempfindlicher. Na ja, war einen Versuch nicht wert.Hoffe, es wird bald wieder besser. Dieser Zustand ist für mich extrem. Jeder rät mir, wieder irgendein Psychopharmakon zu nehmen aber ich habe davor einfach nur Angst nach den letzten Erfahrungen.
März 2008 bis August 2013 10- 20 mg Citalopram
Absetzen im August 2013 erfolgte zügig und in großen Schritten (10mg), keine Probleme bis auf Juckreiz im Intimbereich nach Eisprung

wegen belastender Beziehung Citalopram wieder genommen von März 2014 bis August 2014, Juckreiz verschwand dann auch wieder, auch hier beim Absetzen keine Probleme

Januar 2015 nach Beendigung der Beziehung Panikattacken, Ärztin riet zu Wiedereinnahme von Citalopram
20 mg habe ich nie erreicht weil ich starkes Hirnrauschen hatte und mich total verkorkst gefühlt habe
Blieb bis März 2016 auf 17, 5 mg
anderes Fabrikat nicht vertragen, wieder das ursprüngliche genommen und gleich mal 2,5 mg weniger, ging ganz gut
wollte weiter runter, Psychiater war dagegen, suchte mir eine andere Psychiaterin, die mich beim Absetzen begleitete

Dezember 2016 bis Ende Januar 2017 12,5 mg
hatte nur komisches Sehen, Schatten beim Augenbewegen,
nach vier Wochen 10 mg - keine Probleme
nach weiteren vier Wochen 7,5 mg - keine Probleme
nach vier Wochen 5 mg - keine Probleme
danach nur noch eine Woche 2,5 mg
mir ging es eine Woche nach 0 gut, hatte noch Urlaub
dann erste Probleme: Frust wieder arbeiten zu gehen (Job macht keinen Spaß), weinerlich, Schwindel, Unrujr

Nachtrag 10.09.: Nach einer kleinen Besserung bis auf die Schlafstörungen, wieder mehr Geräusche, Unruhe und Schwäche. Hinzu kommt eine vermehrte depressive Verstimmung und Verzweiflung.

Hatte eine gute Woche Ende September. Danach Nackenverspannungen, DR, aber Schlaf schien leicht besser, leichter Infekt, sehr erschöpft

Nachtrag:
14.bis 18.10. 200mg, einmal 300 mg Rhodiolan
Nächte 14. bis 16.10. super geschlafen wie lange nicht mehr, ab 16.10. Chaos - Blähbauch, Atemnot, Schlaf fast null
19.10.17 0,1 mg Citalopram genommen, eine Stunde später in Arbeit wieder Atemnotattacke
20.10. besser am Vor- und Nachmittag, am Abend kam Atemproblem wieder
21.10. immernoch Atemprobleme, Notarzt, wurde am späten Nachmittag besser
22.10. Vormittag und Nachmittag wieder gut, kam abends wieder
23.10. Druck auf Brust, schwach, Atemprobl. krank AU
24.10. Druck auf Brust und Bauch, Atemprobleme gering leichter, mehr innere Unruhe, schwach
25.10. Einweisung in Lungenklinik, Röntgen, CT ohne Kontrastmittel (darauf habe ich bestanden)
26.10. an hier keine Atempanik mehr, aber Druck auf Brust
27.10. mehr innere Unruhe, Druck auf Brust
28.10. 0,08 mg Citalopram,
29.10. 0,08 mg Citalopram, Druck auf Brust weniger, Magen verträgt nicht viel, gähnen wenn Magen "voll" ist
30.10. 0,083 mg Citalopram, Magen besser, leichteres Atmen wieder, dafür jetzt leicht DP, Schwankschwindel und leichtes Zittern
31.10. 0,083 Cita, DP
01.11. 0,25 mg Cita, zu starker Kopfdruck
02.11. 0,1 mg Cita, Frohnatur am Nachmittag ausprobiert, Schlaf war danach ganz gut
03.11. 0,15 mg Cita, Frohnatur nochmals am Nachmittag probiert,Muskelschmerzen im Bizeps
04.11. 0,125 mg Cita, Frohnatur früh nüchtern, Muskelschmerzen, innere Unruhe,starke Müdigkeit, zittrig
05.11. 0,083 mg Cita, innere Unruhe nur noch vormittag und frühen Nachmittag, Frohnatur früh, guter Tag
06.11. 0,083 mg Cita, Frohnatur früh, guter Tag
07.11. keine Cita, Frohnatur früh, Nackenschmerzen, später mehr Depressivität
08.11. 0,083 Cita, Frohnatur früh, Depressivität, am Nachmittag besser

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Re: Citalopram Geschädigte

Beitragvon carlotta » Samstag, 21.10.17, 13:22

Hallo Manja,

die Leute raten Dir das, weil sie sehen, dass es Dir schlecht geht und aus Zugzwang nichts Besseres wissen als PP. Wer da draußen versteht denn das komplexe Zusammenspiel bei einem AD-Entzug? Noch nicht mal Behandler.

Vertrau Deiner Intuition und lass die Finger von PP. Die können in der Situation noch einiges verschlimmern. Und wenn Du dann noch tiefer drinsteckst, musst Du es allein ausbaden. Was käme denn dann als "hilfreiche Tipps"?? Noch mehr PP, noch höhere Dosen. Super!! :vomit:

Liebe Grüße :group:
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Re: Citalopram Geschädigte

Beitragvon Manja » Samstag, 21.10.17, 14:34

Hallo liebe Carlotta,

ich bin wie viele hier, manchmal so verzweifelt, dass ich denke, wieder irgendwas zu nehmen. Aber ich habe aufgrund meiner Erfahrungen mit Cita besonders bei der 3. Einnahme und jetzt nach dem Absetzen einen riesen Respekt vor dem Zeug. Ich traue mich an keins mehr ran. Ich hatte mal Mirtazapin zum Schlafen ausprobiert, aber auch das machte mich komisch im Kopf am nächsten, komisch müde, aggressiv und total gefühlsstumpf. Gruselig. Ich hatte es schonmal durchgestanden, nach Absetzen einer komplexen Antibabypille. Da hatte ich ähnliche Symptome. Diesmal aber bin ich noch sensibler als damals und demnach belastet es mehr. Ich glaube, ich habe mit diesem Experiment ein Fenster kaputt gemacht, das gerade am Aufreißen war.

Liebe Grüße
Manja
März 2008 bis August 2013 10- 20 mg Citalopram
Absetzen im August 2013 erfolgte zügig und in großen Schritten (10mg), keine Probleme bis auf Juckreiz im Intimbereich nach Eisprung

wegen belastender Beziehung Citalopram wieder genommen von März 2014 bis August 2014, Juckreiz verschwand dann auch wieder, auch hier beim Absetzen keine Probleme

Januar 2015 nach Beendigung der Beziehung Panikattacken, Ärztin riet zu Wiedereinnahme von Citalopram
20 mg habe ich nie erreicht weil ich starkes Hirnrauschen hatte und mich total verkorkst gefühlt habe
Blieb bis März 2016 auf 17, 5 mg
anderes Fabrikat nicht vertragen, wieder das ursprüngliche genommen und gleich mal 2,5 mg weniger, ging ganz gut
wollte weiter runter, Psychiater war dagegen, suchte mir eine andere Psychiaterin, die mich beim Absetzen begleitete

Dezember 2016 bis Ende Januar 2017 12,5 mg
hatte nur komisches Sehen, Schatten beim Augenbewegen,
nach vier Wochen 10 mg - keine Probleme
nach weiteren vier Wochen 7,5 mg - keine Probleme
nach vier Wochen 5 mg - keine Probleme
danach nur noch eine Woche 2,5 mg
mir ging es eine Woche nach 0 gut, hatte noch Urlaub
dann erste Probleme: Frust wieder arbeiten zu gehen (Job macht keinen Spaß), weinerlich, Schwindel, Unrujr

Nachtrag 10.09.: Nach einer kleinen Besserung bis auf die Schlafstörungen, wieder mehr Geräusche, Unruhe und Schwäche. Hinzu kommt eine vermehrte depressive Verstimmung und Verzweiflung.

Hatte eine gute Woche Ende September. Danach Nackenverspannungen, DR, aber Schlaf schien leicht besser, leichter Infekt, sehr erschöpft

Nachtrag:
14.bis 18.10. 200mg, einmal 300 mg Rhodiolan
Nächte 14. bis 16.10. super geschlafen wie lange nicht mehr, ab 16.10. Chaos - Blähbauch, Atemnot, Schlaf fast null
19.10.17 0,1 mg Citalopram genommen, eine Stunde später in Arbeit wieder Atemnotattacke
20.10. besser am Vor- und Nachmittag, am Abend kam Atemproblem wieder
21.10. immernoch Atemprobleme, Notarzt, wurde am späten Nachmittag besser
22.10. Vormittag und Nachmittag wieder gut, kam abends wieder
23.10. Druck auf Brust, schwach, Atemprobl. krank AU
24.10. Druck auf Brust und Bauch, Atemprobleme gering leichter, mehr innere Unruhe, schwach
25.10. Einweisung in Lungenklinik, Röntgen, CT ohne Kontrastmittel (darauf habe ich bestanden)
26.10. an hier keine Atempanik mehr, aber Druck auf Brust
27.10. mehr innere Unruhe, Druck auf Brust
28.10. 0,08 mg Citalopram,
29.10. 0,08 mg Citalopram, Druck auf Brust weniger, Magen verträgt nicht viel, gähnen wenn Magen "voll" ist
30.10. 0,083 mg Citalopram, Magen besser, leichteres Atmen wieder, dafür jetzt leicht DP, Schwankschwindel und leichtes Zittern
31.10. 0,083 Cita, DP
01.11. 0,25 mg Cita, zu starker Kopfdruck
02.11. 0,1 mg Cita, Frohnatur am Nachmittag ausprobiert, Schlaf war danach ganz gut
03.11. 0,15 mg Cita, Frohnatur nochmals am Nachmittag probiert,Muskelschmerzen im Bizeps
04.11. 0,125 mg Cita, Frohnatur früh nüchtern, Muskelschmerzen, innere Unruhe,starke Müdigkeit, zittrig
05.11. 0,083 mg Cita, innere Unruhe nur noch vormittag und frühen Nachmittag, Frohnatur früh, guter Tag
06.11. 0,083 mg Cita, Frohnatur früh, guter Tag
07.11. keine Cita, Frohnatur früh, Nackenschmerzen, später mehr Depressivität
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Re: Citalopram Geschädigte

Beitragvon carlotta » Samstag, 21.10.17, 16:00

Hallo Manja,

ganz kaputt bestimmt nicht, aber es kann - wie gesagt - u. U. einige Zeit dauern, bis Du Dich davon erholst. Es ist ein Rückschlag, aber auch der geht vorbei. :hug:

Bei bereits angeschlagenem ZNS wirken PP auch öfter nicht mehr wie erwartet. Von daher ist Abstinenz sicher eine gute Vorsichtsmaßnahme.

Liebe Grüße :group:
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Guglhupf
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Re: Citalopram Geschädigte

Beitragvon Guglhupf » Samstag, 21.10.17, 23:22

Hallo Manja :)

Falls es dich tröstet mir grhts im Moment such nicht besonders. Aber ich glaube unser Hirn will uns einfach einen Streich spielen, weil es auf etwas verzichten muss, auf das es bisher zurückgreifen konnte und damit wir ihm endlich genau das wieder liefern, haut es uns Symptome raus die uns wirklich nahelegen, dass es uns mit dem Medi bestimmt besser gehen würde.

Das ist nur definitiv keine Option mehr für mich es hat uns ja bisher auch nicht geholfen, ganz im Gegenteil! Da müssen wir einfach durch.

Weiß dein Umfeld, dass du im Entzug bist? Bei mir zb wissen es meine ganz engen Familienmitglieder. Die hatten mir damals auch immer dazu geraten, dass ich doch wieder was nehmen soll, einfach weil sie ebenso verzweifelt waren wie ich ob meines Zustands. Seit sie wissen, dass ich im Entzug bin und welches Potential diese Medis haben stehen sie mir bei und sagen, dass ich es keinesfalls mehr nehmen darf. Das hilft natürlich auch stark zu bleiben.

Ich hab dir damals geschrieben, dass du bitte keine Präparate nehmen sollst - alle hier schreiben wie negativ sich solche Versuche auswirken. Aber ich weiß auch wie dreckig es einem gegen kann, da ist es nur verständlich, dass man sich an jeden Halm klammert. Trotzdem - es kann nur noch schlechter werden. Versuche dich so gut es geht innerlich zu stabilisieren ob mit Meditation oder was anderem ist egal, finde heraus was dir gut tut.

Und für Situationen in denen die Panik Überhand nimmt schreib dir beruhigende Worte auf, die du dann (laut) lesen kannst. Im Endeffekt sind das nur Gedanken und wer hartnäckiger ist - dein Hirn mit den negativen oder du mit den positiven - gewinnt die Oberhand.

Ich mache die Tage grade auch täglich Meditationsübungen, nehme ein heißes Bad und erlaube mir aber nicht panisch zu werden. Ich nehme keine Beruhigungstropfen oder sonst was, weil ich mir selbst helfen möchte und ich merke, dass es mit jedem Mal besser gelingt. Es gibt wirklich Sicherheit, wenn du mit der Zeit merkst, dass du dich auf dich verlassen kannst und in dir selbst Ruhe finden kannst. Aber das erfordert Übung.

Wünsche dir viel Gelassenheit und innere Kraft :)
Glg Anna
Liebe Grüße Anna

2011 - erstmalig Citalopram (heißt bei mir in Ö Cipralex) eingeschlichen in 5mg Schritten bis 20mg
Okt. 2013 - von heute auf morgen aufgehört - Symptome: nicht enden wollende Panikattacke, ÜW in KH, nach Anraten der Ärzte Citalopram wieder eingeschlichen auf 15mg
2016 - Zustand stabil und alles super, 2. Absetzversuch wieder viel zu schnell - Folge: erneut heftige Entzugserscheinungen, wieder eingeschlichen auf 15mg
April 2017 - Reduktion auf 10mg
Mai 2017 - Reduktion auf 5mg
Juli 2017 - Reduktionsversuch auf 2,5mg - leichte Absetzerscheinungen: Verdauungsprobleme, Gedankenkreisen, innere Unruhe - Dosisanpassung auf 5mg, nach Anmeldung im Forum weiß ich nun, dass ich viel zu ungeduldig bin :whistle:
August 2017: 5mg - nach 3 Wochen NW wie Ein- und Durchschlafstörungen, sehr lebhafte Träume, vermehrte Zuckungen vor dem Einschlafen
26.8.17 - Reduktion auf 4,5mg
28.8.17 - erste NW wie Neuroemotionen machen sich bemerkbar, aber in Summe fühle ich mich gut
20.9.17 - Woche 4 seit Reduktion; seit 2 Wochen keinerlei NW, fühle mich stabil und wohl
27.09.17 - Reduktion auf 4,1mg
6.10.17 - Konzentrationsschwierigkeiten als NW, sonst fühle ich mich gut :)
20.10.17 - in Woche 2-3 vermehrt Neuroemotionen, innere Unruhe, unsicherer Gang, einfach das Gefühl es passt nicht ganz.., Konzentrationsschwierigkeiten, depressive Verstimmungen
26.10.17 - Woche 4 fühle mich stabiler und wohler, positivere Grundstimmung
6.11.17 - Tatatataaa Reduktion auf 3,6mg
9.11.17 - wieder hoch auf 4,1mg - aktuell viele Aufträge und damit Stress in Firma somit keine Muse für die Geisterbahn
18.11.17 - Reduktion auf 3,8mg
30.11.17 - Woche 2 seit Reduktion, aktuell keine NW <3
1.12.17 - Reduktion auf 3,6mg also um 10 statt bisher 5%. Da es mir sehr gut geht vergrößere ich den Schritt auf die üblichen 10%.
7.12.17 - NW lebhafte Träume, innere Unruhe, typische Zerstreutheit.

Ergänzend seit 2016: 1/2 Pkg Magnosolv pro Tag, spürbare Entspannung bei Herz und allgemeiner Muskulatur.

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Re: Citalopram Geschädigte

Beitragvon Manja » Sonntag, 22.10.17, 16:49

Hallo Anna, danke dir für deine lieben Worte. Ja ich bin so dumm gewesen, das weiß ich auch. Ich habe zur Zeit auch PMS, kann sein, dass das zu meinem blöden Experiment auch mit rein spielt. Ich sage mir immer: "Alles wird gut." und "Ich bin stark und werde stärker" Ich meditiere meist über geführte Meditationen von Youtube. In manchen Situationen haben sie mir schon geholfen. Wie meditierst du? Mir hilft es, wenn ich stärkenden Worten lauschen kann. Mein Umfeld weiß von meinem Entzug. Viele unterstützen mich dabei und geben wir Mut und sagen halt, dass ich Geduld haben muss, dass alles besser wird, ich aber nicht mehr mit diesem Zeig anfangen soll. Ich habe aber auch in meinem Freundeskreis Leute, die AD nehmen und diesen Medikamenten dankbar sind und sie sogar bis an ihr Lebensende nehmen würden. Sie sagen, ich soll doch wieder was nehmen, kann doch so nicht weitergehen. Aber ich will nicht. Ich will es so schaffen. Ich hatte so eine Minifipselmenge Cita genommen und auch wenn ich es selbst fast nicht begreifen kann, hat das reingehauen. Oder meine Psyche hat das unterbewusst gemacht. Bei dem Rosenwurz dachte ich erst, dass es mir hilft,mir ging es gut, war wach und klar und konnte zwei Nächte wunderbar schlafen, aber heute glaube ich,dass es da noch gar nicht richtig gewirkt haben kann und die guten Tage ein Fenster waren. Ich hoffe, dass ich 2018 ein neues Leben beginnen kann, gesund, stabil und ohne Medikamente. Ich werde auch den Besuch einer Tagesklinik planen und MBCT lernen.

Liebe Grüße
März 2008 bis August 2013 10- 20 mg Citalopram
Absetzen im August 2013 erfolgte zügig und in großen Schritten (10mg), keine Probleme bis auf Juckreiz im Intimbereich nach Eisprung

wegen belastender Beziehung Citalopram wieder genommen von März 2014 bis August 2014, Juckreiz verschwand dann auch wieder, auch hier beim Absetzen keine Probleme

Januar 2015 nach Beendigung der Beziehung Panikattacken, Ärztin riet zu Wiedereinnahme von Citalopram
20 mg habe ich nie erreicht weil ich starkes Hirnrauschen hatte und mich total verkorkst gefühlt habe
Blieb bis März 2016 auf 17, 5 mg
anderes Fabrikat nicht vertragen, wieder das ursprüngliche genommen und gleich mal 2,5 mg weniger, ging ganz gut
wollte weiter runter, Psychiater war dagegen, suchte mir eine andere Psychiaterin, die mich beim Absetzen begleitete

Dezember 2016 bis Ende Januar 2017 12,5 mg
hatte nur komisches Sehen, Schatten beim Augenbewegen,
nach vier Wochen 10 mg - keine Probleme
nach weiteren vier Wochen 7,5 mg - keine Probleme
nach vier Wochen 5 mg - keine Probleme
danach nur noch eine Woche 2,5 mg
mir ging es eine Woche nach 0 gut, hatte noch Urlaub
dann erste Probleme: Frust wieder arbeiten zu gehen (Job macht keinen Spaß), weinerlich, Schwindel, Unrujr

Nachtrag 10.09.: Nach einer kleinen Besserung bis auf die Schlafstörungen, wieder mehr Geräusche, Unruhe und Schwäche. Hinzu kommt eine vermehrte depressive Verstimmung und Verzweiflung.

Hatte eine gute Woche Ende September. Danach Nackenverspannungen, DR, aber Schlaf schien leicht besser, leichter Infekt, sehr erschöpft

Nachtrag:
14.bis 18.10. 200mg, einmal 300 mg Rhodiolan
Nächte 14. bis 16.10. super geschlafen wie lange nicht mehr, ab 16.10. Chaos - Blähbauch, Atemnot, Schlaf fast null
19.10.17 0,1 mg Citalopram genommen, eine Stunde später in Arbeit wieder Atemnotattacke
20.10. besser am Vor- und Nachmittag, am Abend kam Atemproblem wieder
21.10. immernoch Atemprobleme, Notarzt, wurde am späten Nachmittag besser
22.10. Vormittag und Nachmittag wieder gut, kam abends wieder
23.10. Druck auf Brust, schwach, Atemprobl. krank AU
24.10. Druck auf Brust und Bauch, Atemprobleme gering leichter, mehr innere Unruhe, schwach
25.10. Einweisung in Lungenklinik, Röntgen, CT ohne Kontrastmittel (darauf habe ich bestanden)
26.10. an hier keine Atempanik mehr, aber Druck auf Brust
27.10. mehr innere Unruhe, Druck auf Brust
28.10. 0,08 mg Citalopram,
29.10. 0,08 mg Citalopram, Druck auf Brust weniger, Magen verträgt nicht viel, gähnen wenn Magen "voll" ist
30.10. 0,083 mg Citalopram, Magen besser, leichteres Atmen wieder, dafür jetzt leicht DP, Schwankschwindel und leichtes Zittern
31.10. 0,083 Cita, DP
01.11. 0,25 mg Cita, zu starker Kopfdruck
02.11. 0,1 mg Cita, Frohnatur am Nachmittag ausprobiert, Schlaf war danach ganz gut
03.11. 0,15 mg Cita, Frohnatur nochmals am Nachmittag probiert,Muskelschmerzen im Bizeps
04.11. 0,125 mg Cita, Frohnatur früh nüchtern, Muskelschmerzen, innere Unruhe,starke Müdigkeit, zittrig
05.11. 0,083 mg Cita, innere Unruhe nur noch vormittag und frühen Nachmittag, Frohnatur früh, guter Tag
06.11. 0,083 mg Cita, Frohnatur früh, guter Tag
07.11. keine Cita, Frohnatur früh, Nackenschmerzen, später mehr Depressivität
08.11. 0,083 Cita, Frohnatur früh, Depressivität, am Nachmittag besser


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