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Fluoxetin abrupt abgesetzt

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Ululu 69 » Montag, 13.11.17, 16:30

Hallo Ilse,

Ich sehe das ähnlich wie Padma :) .
Und selbst wenn ein gewisser Wirkverlust durch das lange Aufbewahren entstanden ist, so hadt du auf gar keinen Fall den ganzen Absetzprozess zerstört. :hug:

Versuche erstmal Ruhe zu bewahren. Du hattest ein wunderschönes Fenster und jetzt geht es dir leider wieder schlechter, das frustriert enorm. :frust: Ich kann das gut verstehen aber leider wird es voraussichtlich noch einige auf und abs geben, bis du dich komplett stabilisiert hast.
Im Moment spielt da ganz gewiss auch noch der Infekt eine Rolle.
Ich lasse dir einen Trost Drücker da :hug: und wünsche dir gute Besserung und einen schönen Abend und eine hoffentlich geruhsame Nacht.

LG Ute
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Dienstag, 14.11.17, 15:17

Hallo liebe Foris,

es tut mir leid, mich schon wieder zu melden. Ich wende mich an euch, weil es mir psychisch seit einigen Tagen extrem schlecht geht und ich das aussprechen muss. Vielleicht ist es spezifisch das Fluox.

Ich habe auf einmal schlimme Suizidgedanken, das war vorher nicht so. Ich betreue ja fast jeden Morgen 2 alte Damen für
1 1/2 Std. damit ich mich ablenke. Das ist zwar sehr anstrengend, aber es geht.
Ich versuche auch, mich abzulenken, so gut es geht.

Aber ich kriege diese Gedanken von absoluter Sinnlosigkeit nicht mehr aus dem Kopf. Ich hatte sonst immer viel Angst.
Vor allem vor protrahiertem Entzug. Das sieht jetzt ganz danach aus.

Nachdem ich mich damit abgefunden habe, das es Monate oder Jahre dauern kann und ich mich sehr um eine positive
Einstellung bemühe, habe ich das Gefühl, das alles nach hinten losgeht.

Meine Frage : nehme ja nun seit 3 Monaten Minidosis Fluox. und ich weiss, dass die Suizidgefahr in den ersten Wochen
erhöht ist, weshalb es Jugendlichen nicht verordnet werden darf. Ist das bei anderen SSRI auch so ?
Kennt das jemand auch ? Lässt das wieder nach ? Das war sonst nicht so. Nicht so extrem und macht mir grosse
Angst, sonst würde ich mich nicht melden
Was soll ich daraus schliessen ? Bedeutet es, dass das Fluox. Wirkung zeigt ? Ich werde ja jetzt erstmal über Wochen bei meiner Dosis bleiben und nicht erhöhen.

Das Verhältnis zu meinem Sohn ist nicht besonders gut. Seit er seine Vorwürfe ausgeprochen hat, hat sich unser Verhältnis verändert. Da kommt wenig Mitgefühl. Er kommt mir oft sehr kalt vor. Das tut unglaublich weh.
Ich bitte um eure Einschätzung, kennt das jemand von Fluox. ?

Es tut mir leid, dass ich so offen darüber spreche, es belastet mich sehr und es ist in der Form neu.
Und sonst kann ich es nicht erzählen. Meiner Freundin nicht und meinem Sohn gegenüber schon gar nicht -
sähe ja wie Erpressung aus.

Ich bin noch nie im meinem (langen) Leben so dankbar gewesen.
Das es euch gibt.

LG Ilse
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Ululu 69 » Dienstag, 14.11.17, 18:09

Hallo liebe Ilse,

Es tut mir so leid, dass es dir psychisch so schlecht geht.

Eines ist dabei auf jeden Fall sehr, sehr wichtig.
Wenn diese Suizidgedanken konkreter werden musst du auf jeden Fall und unverzüglich einen geschützten Raum, sprich ein Krankenhaus, aufsuchen, um dich vor dir selbst zu schützen. Da gibt es keine Alternative.


Es ist bekannt, dass PP Suizidgedanken auslösen können und ich würde ehrlich gesagt unter diesen Umständen auch nicht weiter erhöhen.

Versuche dir klar zu machen, dass diese Gedanken von dem Medikament kommen. Das bist nicht wirklich du und das Leben ist auch auf gar keinen Fall sinnlos !

Versuche dich ein wenig von dem Verhalten deines Sohnes abzugrenzen. Er ist erwachsen und muss damit klar kommen. Die Vergangenheit kannst du nicht ändern und momentan bist du einfach nicht in der Verfassung da irgend etwas aufzuarbeiten.

Versprich mir das mit der Klinik, ja ?

Ich drücke dich mal ganz feste. :hug:

Du kannst hier übrigens schreiben, so oft du willst. Es kann halt nur manchmal mit der Antwort etwas dauern, aber das verstehst du ja.

GLG Ute
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von padma » Dienstag, 14.11.17, 18:21

liebe Ilse, :)

das tut mir sehr leid zu hören. :hug:
Ich hatte so gehofft, dass du dich nun zunehmend stabilisieren kannst.
Meine Frage : nehme ja nun seit 3 Monaten Minidosis Fluox. und ich weiss, dass die Suizidgefahr in den ersten Wochen
erhöht ist, weshalb es Jugendlichen nicht verordnet werden darf. Ist das bei anderen SSRI auch so ?
Das ist bei allen SSRI/SNRI so (Fluoxetin ist das einzige, das Jugendlichen dennoch verordnet werden darf, was wohl auf eine besonders gute bzw. skrupellose Marketing Strategie zurück zu führen ist)
Lässt das wieder nach ? Das war sonst nicht so. Nicht so extrem und macht mir grosse
Angst,
Ich weiss nicht, ob es nachlässt. Suizidgedanken können auch ein Absetzsymptom sein, aber dass es jetzt auftritt spricht eher dafür, dass es eine NW ist.
Es stellt sich leider wirklich die Frage, ob du es weiter nehmen kannst.

Ich glaube, ich würde jetzt doch mit der Dosis zurück gehen auf 0,92 mg. Der Spiegel ist derzeit ja von der letzten Erhöhung noch am Ansteigen und das halte ich für zu riskant.

Hast du die Suizidgedanken soweit unter Kontrolle, dass es bei den Gedanken bleibt?
Das Verhältnis zu meinem Sohn ist nicht besonders gut. Seit er seine Vorwürfe ausgeprochen hat, hat sich unser Verhältnis verändert. Da kommt wenig Mitgefühl. Er kommt mir oft sehr kalt vor. Das tut unglaublich weh.
Ich bitte um eure Einschätzung, kennt das jemand von Fluox. ?
Die Vorwürfe deines Sohnes haben dich ja sehr getroffen und das in einer Situation, in der es dir selbst sehr schlecht geht. Wenn er sich dir gegenüber sehr kalt verhält, ist das natürlich sehr schmerzhaft. Ich vermute eher, dass es tatsächlich so ist, wie du es empfindest, vielleicht verstärkt durch deine Situation.
Es tut mir leid, dass ich so offen darüber spreche, es belastet mich sehr und es ist in der Form neu.
Liebe Ilse, dafür ist das Forum doch da. Du brauchst dich wirklich nicht dafür entschuldigen, dass du hier über deine Not schreibst.

Fühl dich :hug:
liebe Grüsse,
padma

P.S. überschnitten mit Ute :)
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Freitag, 17.11.17, 8:19

Hallo Foris,

Suizidgedanken etwas besser. Schlimmstes Herzrasen heute morgen. Ob noch die Reaktion Erhöhung auf 1mg Fluox. vor jetzt
6 Wo. ? Bin ja wieder runter seit 4 Wochen. Würde nicht schreiben, wenn es nicht so schlimm wäre.

Habe zeitweilig immer einige Wochen Cardiodoron-Tropfen genommen, so 3x10 pro Tag. Weiss nicht, ob helfen.
Frage : enthalten 18 Vol.-% Alkohol. Kann ich sowas dauerhaft nehmen , z.B 3x15 ? Oder zuviel Alkohol ?

Jamie schreibt, das Akathesie bei ihr nach 3-4 Mo. etwas besserte. Das ist meine einzige Hoffnung. Ich halte das nicht Jahre aus. Jeden Hund würde man erschiessen.
Ich war auf 0 seit Mitte Mai, Herzrasen fing Mitte August an.
Ab wann kann ich etwas hoffen ? Ist jetzt ein halbes Jahr rum oder erst ein Vierteljahr ?

Es ist so ein Patt. Hatte es extrem beim Eindosieren im Februar und jetzt extrem beim Absetzen nach 0.
Ich weiss, dass sich das ähnelt ! Bringen die 0,92 mg nun etwas ?
Kann es sein, dass es ao schlimm ist, weil ich das Fluox. nicht mehr vertrage und die Erhöhung vor 6 Wo. auf 1 mg das jetzt
deutlich zeigt ? Muss ich absetzen oder langsam weiter reduzieren ?

Es ist auch meine schlimmste Beschwerde - das mag sich nicht so schlimm anhören, ich weiss - aber es ist grauenhaft.
Tut mir leid für mein verworrenes Gestammmel, mein Herz rast wie verrückt, kann keine klaren Gedanken fassen.
Ich muss schreiben, bitte habt Verständnis.

Eure Ilse

Inzwischen ist es fast 14 Uhr und sonst wurde es langsam wenigstens etwas besser. Heut nicht.
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von padma » Freitag, 17.11.17, 14:08

liebe Ilse, :)

erstmal bin ich erleichtert, dass die Suizidgedanken etwas besser sind. Der Schritt zurück auf 0,92 greift hoffentlich. Das würde bedeuten, dass es an der Höherdosierung lag.

Vielleicht ist das Herzrasen eine Reaktion auf die Dosisveränderung? Du reagierst sehr sensibel, da könnte das sein.
Frage : enthalten 18 Vol.-% Alkohol. Kann ich sowas dauerhaft nehmen , z.B 3x15 ? Oder zuviel Alkohol ?
Das müsstest du schauen, ob der Alkohol Symptome triggert. Wenn nicht, könntest du es erstmal in der Dosierung nehmen
Ich war auf 0 seit Mitte Mai, Herzrasen fing Mitte August an.
Ab wann kann ich etwas hoffen ? Ist jetzt ein halbes Jahr rum oder erst ein Vierteljahr ?
Ich würde 0 ab da rechnen, ab da der Spiegel auf 0 war, also ca 3 Monate nach 0 :( . Das passt ja auch zu dem Auftreten des Herzrasens.
Kann es sein, dass es ao schlimm ist, weil ich das Fluox. nicht mehr vertrage und die Erhöhung vor 6 Wo. auf 1 mg das jetzt
deutlich zeigt ? Muss ich absetzen oder langsam weiter reduzieren ?
Ich vermute, dass du die Erhöhung nicht vertragen hast und das jetzt die Reaktion darauf ist. Ich würde jetzt möglichst erstmal ein paar Tage auf den 0,92 mg beobachten.

Es tut mir sehr leid, dass bei die der Verlauf so heftig ist. :hug:
Aber ich hoffe weiter darauf, dass die Minidosis Fluoxetin dir noch Erleichterung bringen wird.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Montag, 20.11.17, 14:34

Hallo liebes Forum,

ich hätte nur gern einen Rat.Hab alles versucht mit meinen Halsschmerzen. Auch euren Tip mit 3% Wasserstoffperoxid. Alles nicht ausreichend. Der HNO- Arzt hat mir nun ein Antibiotikum
verschrieben. Mandel ist entzündet.
Und zwar Cefpodoxim 200mg 2xtgl. Ihr habt mich ja neulich schon beraten.
Fällt das unter Fluorchinolone ? Habe das Rezept noch nicht eingelöst. Vertrau auch der Apo nicht recht.
Ob ich es vertrage, weiss ich ja trotzdem noch nicht.
Wäre sehr lieb, wenn ihr mir da helfen könnt.
Liebe Grüsse Ilse
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Ululu 69 » Montag, 20.11.17, 15:00

Hallo Ilse, :)

tut mir leid, dass sich dein Hals nicht erholen konnten. Manchmal ist die Einnahme eines Antibiotikums eben unumgänglich und eine verschleppte bakterielle Halsentzündung kann im schlimmsten Fall ja auch sehr gefährlich werden.
Das Cefpodoxim fällt nicht unter Fluorchinolone und ich würde es an deiner Stelle einnehmen.
Natürlich kann ich dir nicht sagen, ob du es verträgst aber eine permanente Entzündung schwächt deinen Körper auch sehr und kann Symptome Triggern.
Wenn es dann wirklich eine Zeitlang nicht so gut läuft, weißt du dann zumindest, was der Auslöser ist, vielleicht passiert aber auch gar nicht viel.
Ich drücke dir die Daumen.

:hug:

LG Ute
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Samstag, 25.11.17, 13:52

Liebe Foris, muss mich mal an euch wenden.
Mir geht es gestern und heute sehr schlecht.
Mein Cousin hat sich vor 3 Tagen erhängt. Er hatte wohl schlimme Depressionen.
Damit geht es mir sehr schimm. Ich leide ja seit 3 Wochen auch unter schlimmen Gefühlen. Das war am Anfang nach der Eindosierung nicht so. Ob es die Hoffnungslosikeit ist, weil sich bei mir wenig verbessert hat, ich weiss es nicht.
Manchmal hält das Zittern bis abends an. Selten geht es ab nachmittags.
Gestern und heute ist die Akathisie sehr schlimm. Ich nehme ja seit 4 Tagen Antibiotikum Cefpodoxim und um es besser
zu vertragen : 1 Omeprazol 20 mg - eigentlich um den Magen auszukleiden. Kann es davon kommen ? Hab eben nur ganz kurz hier im Forum Omeprazol gesucht. Leider nicht vorher, weil ich darauf gar nicht gekommen bin. Erschien mir harmlos.
Mach ich aber gleich nochmal. Muss ich weglassen ?
Im Moment bin ich sehr verzweifelt. Könnt ihr mir vielleicht irgendwas sagen ? Bitte.
LG Ilse
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von padma » Samstag, 25.11.17, 14:07

liebe Ilse, :)

es tut mir sehr, sehr leid mit dem Suizid deines Cousins, das hat dich sicher zutiefst erschüttert. Fühl dich lieb :hug:
Ich hoffe, du hast jemand, der jetzt für dich da ist.

Dass die Akathisie so schlimm geworden ist, kann direkt damit zusammen hängen. Solche schweren Erfahrungen können Absetzsymptome triggern.

Auch das Antibiotikum kann Absetzsymptome und damit auch die Akathisie verstärken. Ich denke eher nicht, dass es am Omeprazol liegt. Für ein paar Tage während der AB Einnahme würde ich es weiter nehmen.

ganz liebe Grüsse, :hug:
padma
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Bittchen » Samstag, 25.11.17, 14:44

Liebe Ilse,

Ich bin neu hier und kann dir nicht viel sagen zu deinen Symptomen.
Da sind hier viel erfahrene ADFDler.
Nur so viel,mir geht es ähnlich wie dir,seit Mai bin ich auf null.
Vorher habe ich 20 mg Es-Citalopram genommen.
Das war eine viel zu hohe Dosis,wurde mir aber immer wieder verordnet und so empfohlen.

Wegen der immer stärker werdenden Nebenwirkungen habe ich nach 7 Jahren ausgeschlichen.
Meinen langjährigen ärztl.Psychologen in der Instituts Ambulanz zwar informiert,aber der zeigte sich wenig begeistert und hat mich in keinster Weise unterstützt.
Vorher hatte ich viele andere Ads,auf Dauer hat mir nichts geholfen.
Die depressiven Krisen kamen immer öfter und dauerten auch länger.
Darum bin ich viel zu schnell runter gegangen,sowie mein Arzt das gesagt hatte.
Allerdings sollte ich 5 mg beibehalten,was ich aber nicht gemacht habe.
Auch mit der hohen Dosis des Medikaments,hatte ich immer wieder lange depressive Phasen.
Heute bin ich wieder sehr weinerlich und lese hier ,oder versuche mich irgendwie abzulenken.

Der tragische Fall deines Cousins tut mir sehr leid.
Das würde mich auch sehr betroffen machen und ich kann dich gut verstehen.
Lasse dich bitte nicht beeinflussen,du schaffst es aus dem Tief wieder raus zu kommen.
Ich will einfach wieder ohne den Mist leben,da können wir uns gegenseitig unterstützen.
Auch ich habe Stress mit meiner Familie und noch andere Probleme dazu,dass ist nicht gerade förderlich für unsere Genesung.

Zu Omeprazol kann ich dir aber sagen,das Medikament hat bei mir die Depressionen verstärkt und das wird auch bei den Nebenwirkungen aufgeführt.
Ich hoffe ich konnte dir etwas Mut machen.
Durch deinen Bericht fühle auch ich mich nicht mehr so alleine.
Wir schaffen das,aber wie immer bei dieser Erkrankung ,ist wieder viel Geduld gefragt.
Die Hoffnung,dass ich ohne Ads besser leben kann,gebe ich nicht auf.

Liebe Grüße und viele gute Momente.

Bittchen
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JofabpadmaLinLina
Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .

padma
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von padma » Samstag, 25.11.17, 17:52

liebe Ilse, :)

ich habe noch eine Nachfrage zu Omeprazol: Hast du denn einen empfindlichen Magen oder bereits Magenschmerzen? Oder hast du es rein prophylaktisch bekommen?

liebe Grüsse,
padma
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Samstag, 25.11.17, 19:04

Liebe padma,
vielen, vielen Dank für dein Mitgefühl. Das war wirklich eine schlimme Nachricht am Dienstag. Wahrscheinlich triggert das tüchtig.

Das Omeprazol nehme ich seit Mittwochabend. Und zwar nur vorbeugend, weil ich Angst hatte. Ich habe es mir selber in der
Aptheke besorgt. Eigentlich habe ich keinen empfindlichen Magen, kann auch alles vertragen. Auch mit Antibiotika
hatte ich bislang keine Probleme. Ich denke, ich sollte es weglassen.
LG Ilse
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Ululu 69 » Samstag, 25.11.17, 20:12

Hallo Ilse,

auch von mir noch herzliches Beileid zu dem tragischen Tod seines Cousins.
Ich bin auch davon überzeugt, dass dich das triggert, das ginge wohl jedem so.

Lass dich mal drücken.
:hug:

Ich glaube, ich würde es auch erstmal ohne das Omep versuchen. Wenn du Probleme mit dem Magen bekommst, kannst du es immer noch nehmen.

LG Ute
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Samstag, 25.11.17, 20:56

Liebes Bittchen,

auch dir danke ich sehr, dass du mir so lieb geantwortet hast. Ich freue mich, dass du den Weg zum Forum gefunden hast.
Das ist das Beste, was uns in unserer Situation passieren konnte. Hier ist wirklich ein unglaublicher Erfahrungsschatz
vorhanden.
Ich habe ja auch geringfügig wiedereindosiert nach 3 Monaten und warte immer noch ab. Leider kann es eine Weile
dauern, bis es greift. Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Ich habe 11 Jahre Fluoxetin genommen und - wie du
auch schreibst - mit 20 mg vile zu hoch dosiert.
Was mich vor allem sehr tröstet an deinem Bericht ist, dass du schreibst, dass du auch in hoher Dosierung lange depressive
Phasen hattest. Ich habe auch letztes Jahr richtig gemerkt, dass es nicht mehr so wirkte wie zu Anfang.
Deshalb hatte ich es auch letztes Jahr im Herbst schon einmal über 3 Monate abgesetzt.
Und wenn ich ganz schlecht drauf bin, denke ich manchmal ganz heimlich : hätte ich doch nie abgesetzt ! Dann hätte ich jetzt
diese ganzen Probleme nicht !
Aber das ist wohl ein Trugschluss, wie ich jetzt bei dir lesen kann.

Dieser Todesfall hat mich sehr erschüttert. Ich habe nicht gewusst, wie einsam er war. Haben uns auch nicht so oft
gesehen. Aber es ist schon schlimm, er war nur 3 Jahre jünger als ich.
Ich bin auch natürlich sehr interessiert, wie es dir ergeht. Hab jetzt deinen Thread nicht im Kopf, ob du überlegst, wieder
einzudosieren.
Ich hole mir auch immer Trost in den meisten Geschichten. Vor allem, wenn man so ein bischen in der vergleichbarer
Lage ist. Obwohl jeder Verlauf anders ist.
Freue mich darauf, mich mit dir auszutauschen und uns gegenseitig ein bischen Mut zu machen.
Leider schaffe ich es im Moment nicht so oft, auch bei anderen mal einen Gruss dazulassen, so wie du es getan hast.
Mir fehlt zur Zeit die Kraft dazu. Aber ich will mich wieder mehr darum bemühen.
Entschuldige, ich bin ein bischen unsortiert im Kopf.

Jetzt grüsse ich dich erstmal ganz herzlich und wünsche dir einen symptomfreien Abend und Sonntag.

Ilse :group:
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Montag, 27.11.17, 9:59

Liebe Foris,
es tut mir leid, ich muss einfach schreiben. Es ist alles in meinem Kopf und ich kann es niemandem sagen.
Meinem Sohn nicht, der will es nicht hören, es macht ihm wahrscheinlich Angst und er ist auch überfordert.
Meiner Freundin auch nicht. Ich habe nur noch Angst, weil mich den ganzen Tag diese schlimmen Gedanken verfolgen.
Ich kriege sie nicht aus dem Kopf.
ich habe mich gestern noch gezwungen, auf 2 Beiträge zu antworten. Ich habe gelogen. Ich habe Hoffnung vorgegaukelt,
die ich nicht mehr habe. Es geht mir einfach nur noch schlecht. Sonst wurde es ab nachmittags etwas besser.
Jetzt nicht mehr. Das Zittern hält bis spätabends an. Aber das ist nicht das Schlimmste.
Der Tod meines Cousins hat das natürlich noch verstärkt. Ich versuche, nicht daran zu denken. Aber es verfolgt mich.
Wir sind eine Blutlinie.
Bin auch noch leicht erkältet und Halsschmerzen werden nicht besser, auch nicht mit dem Antibiotikum.
Aber die schlimmen Gedanken sind schon länger da. Sie tauchten vor einigen Wochen auf. Das war vorher nicht.
Ich weiss, das ich das Gleiche schon mal gefragt habe.Und das ich das Forum überfordere. Aber ich muss schreiben, sonst werde ich verrückt. Es hilft mir etwas.
Vorher hatte ich Angst. Das war schon schlimm. Jetzt dieses Gefühl von Ausweglosigkeit ist nur schrecklich.
Vorher konnte ich ich mit meiner Freundin nochmal ablenken. Jetzt sind ständig überall diese Gefühle da und ich
krieg sie nicht aus dem Kopf, egal, was ich mache.
Ich weiss nicht, ob es Neuroemotionen sind.
Vielleicht muss ich das Fluox. absetzen, weil es dadurch entsteht. Kennt ihr das auch ?
Ich glaube nicht mehr, dass es besser werden kann. Dies Gefühle sind ja ständig da.
Vorher hatte ich Angst vor allem Möglichen, jetzt ist sie elementar.
Ich fühle mich schlecht, weil ich hier immer wieder rumjammere und sollte schon weiter sein und akzeptieren.
Darum bemühe ich mich seit Wochen und dachte auch, es gelingt mir. Aber es ist nur Hoffnungslosigkeit eingetreten.
Der körperliche Zustand jeden Tag ist schon schlimm genug.
Ich weiss, dass ihr mir nichts schreiben könnt. Und ich weiss auch, wie schlimm es für euch ist, nicht helfen zu können.
Das tut mir leid.
Eure verzweifelte Ilse
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Muryell
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Muryell » Montag, 27.11.17, 10:19

Liebe Ilse,

es tut mir sehr leid, was mit Deinem Cousin passiert ist. Mein herzliches Beileid.
Ich kann zu den Medikamenten nichts sagen, finde aber, dass es völlig normal ist, dass es einem nach einem so schweren Schicksalsschlag nicht gut geht.
Ich finde es toll, dass Du zu Deinen echten Gefühlen stehst und hier schreibst, wie es Dir tatsächlich geht.
Ich kann nicht viel schreiben, vor allem morgens nach der Einnahme meines persönlichen Gifts nicht. Ich bin einfach ko.

Fühle Dich umarmt :hug:

Liebe Grüße

Muryell
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jamie » Montag, 27.11.17, 11:40

Hallo Ilse, :)

es fällt schwer zu beurteilen, woher diese völlig auswegslosen Gedanken kommen, denn bei dir war / ist ja auch drumrum Einiges los und du warst / bist teilweise starken Belastungen ausgesetzt.

Mir drängt sich aber der Eindruck auf, dass du das Fluoxetin möglicherweise nicht mehr verträgst.
Sprich ich hab das Fluoxetin in Verdacht, dass es dich so depressiv und suizidal macht.
Ich glaube ich würde weiter runtergehen. Bislang, wenn ich das rekapituliere, hast du in keiner Weise von einer Aufdosierung profitiert; daraus ziehe ich den Schluss, dass man vielleicht den Weg rückwärts wählen muss.

Es tut mir leid, dass es so schwer ist. Und du brauchst dich auch nicht schlecht fühlen, dass du hier jammerst; dazu ist das Forum auch da.

:group: Dickes Mutmachpäckchen für dich
Jamie
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Montag, 27.11.17, 13:57

Liebe jamie, liebe Muryell,

ich danke euch sosehr, dass ihr geantwortet habt. Das Forum ist mein einziger Trost im Moment. Ohne euch wäre ich schon
verzweifelt. Ich bin sicher in einer belastenden Situation, aber das hier fühlt sich irgendwie anders an.
Nach diesem Lichtblick vor 3 Wochen wurde es schlechter. Sonst wusste ich, dass es abends meistens besser wird.
Das ist oft nicht mehr so.

Jamie, du bestätigst leider meinen Verdacht und mein Gefühl, dass es mit dem Fluox. zusammenhängen könnte.
Ich habe nicht gewagt, es auszusprechen. Damit ist meine Hoffnung zerstört, eine Dosis zu finden, auf der ich mich
stabilisieren könnte. Ich weiss von dir, dass du auch kalt abgesetzt hast und die Akathisie, schreibst du, wurde nach einem halben Jahr etwas besser. Das ging voher immer noch , weil es ab nachmittags etwas besser wurde mit der Unruhe.

Ich habe ja seit dem 1. Tag Einnahme versucht zu notieren, wie es mir ging. Ich habe noch mehr Sachen machen können.

Ich weiss natürlich nicht, ob das ohne Fluox. auch so geblieben wäre. Aber da steht oft auch mal : nachmittags gut oder abends gut. Daran kann ich mich erinnern. Damals hatte ich diese schlimmen Gedanken überhaupt nicht, obwohl ich auch total entsetzt und fertig war, als es Mitte Aug. plötzlich mit dem Herzrasen losging und ich begriff, dass es mit dem Fluox. zu tun hat.
Ich versuche herauszufinden, ob es mir mit der Eindosierung irgendwie besser ging.
Ich weiss, für euch ist das kaum zu beurteilen, aber wenn ich so lese, kann ich nicht feststellen, dass es mir besser ging.

Kann das denn sein, dass das Fluox. es noch verschlimmert ? Wäre das überhaupt möglich ?

Ihr habt doch alle soviele Erfahrungen, teilt ihr auch die Meinung von Jamie ?

Ich muss entscheiden, wie ich vorgehen will. Aufdosieren bringt, glaub ich, nichts. Das hatte ich ja schon versucht und
es wurde schlechter, sodass ich wieder runter bin. Aber wieviel könnte ich denn reduzieren, da muss ich ja auch vorsichtig sein.
Das ist sehr schwer, dass einzuschätzen, weil man eben nicht weiss, was richtig ist. Und wenn ich mich entschieden hab, gibt es auch kein Zurück.

Bitte, versucht mir dabei zu helfen.Ich bin für jede Einschätzung dankbar.
LG Ilse
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jamie » Montag, 27.11.17, 14:44

Liebe Ilse, :)

wir versuchen im Team Meinungen zu sammeln, ok?
Ich bin auch auf das Feedback anderer angewiesen, oft ist es nur ein Bauchgefühl.

Am besten kennt sich padma mit Fluoxetin aus, weil sie es selbst nimmt, sie wird sich bestimmt melden, wenn ihre Kräfte es zulassen und vielleicht auch noch der ein oder andere Teamie oder das ein oder andere versierte Mitglied.

Ich horche immer auf, wenn katrastofal auswegslose und suizidale Gedanken auftauchen, die man aber nicht überein kriegt mit seinem Grundgefühl, weil man eigentlich leben will!
Es ging mir unter Sertralin so. Ich wollte keinen Tag mehr leben und gleichzeitig dachte ich aber nicht daran das wirklich umzusetzen. Ich war so verzweifelt. :(

Es wurde nach dem Absetzhorror, zumindest bei mir, besser. Diese Lebensmüdigkeit hatte ich so nie mehr seit dem. Manchmal Frust, alles hin zu schmeißen, aber niemals mehr diese abgrundtiefe Verzweiflung.

Alles Liebe für dich
Jamie
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