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jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Jofab
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Samstag, 05.05.18, 7:58

Ach liebe Katharina, ❤

danke, dass du fragst.
Es geht mir nach wie vor nicht berauschend. Morgens ist es immer schlimm mit den Verzweiflungskrämpfen.
Und leider hält es meistens den ganzen Tag an. Mehr oder weniger.
Und oft zittrig, weil vieles mich anstrengt. Bin körperlich schwächer geworden.

Hatte jetzt aber auch mal wieder 2 Nachmittage, an denen es besser war. Es war jedes Mal ein Sonntag.
Frage mich, ob es damit zusammenhängt, dass ich nach dem Meeting noch mit den netten Leuten von NA
im Cafe war. Da fühle ich mich sehr wohl.
Andererseits ist es auch an manchen Tagen schlimm, wenn ich mit meiner Freundin spazieren gehe.
Abends ist es meistens erträglich.

Ich kann wohl im Moment nur abwarten. Ich glaube nicht, dass es nur eine Welle ist.
Es ist ja durchgängig so am Tag. Schon lange.
Ich kann nur hoffen, dass sich das Nervensytem mit der Zeit vielleicht wieder etwas beruhigt.
Ich habe es mit meinen Dosisveränderungen wohl zu sehr gereizt.

So - das wars jetzt ausführlich von mir. Nur Gejammer.
Aber der Austausch im Forum tröstet mich. Es lenkt mich am besten ab.

Ich wünsche dir von Herzen einen guten Tag heute. :hug:

Alles Liebe , Ilse
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Kaenguru70 » Sonntag, 06.05.18, 22:35

Liebe Ilse,

ich bin selber erschöpft vom Wochenende, möchte dir aber noch einen lieben Gruß dalassen, weil du auch bei mir schon so nett :hug: vorbeigeschaut hast.

Ich wünsche dir einen guten Wochenbeginn mit wenig Symptomen.

LG
Sarah
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Jofab
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Mittwoch, 09.05.18, 8:19

Ihr Lieben,

vielen Dank an euch, die ihr so oft an mich denkt und mir schreibt.

Ich schaffe es im Moment gar nicht, zu antworten - habe mich so stark erkältet.
War den ganzen Winter so vorsichtig und jetzt hat es mich doch erwischt.
Ihr fehlt mir.

Das drückt zsätzlich auf meine Stimmung.
Ausserdem ist mir jemand seitlich voll ins Fahrrad gefahren und ich bin gestürzt. Habe aber gottseidank
nur eine Prellung am Hüftknochen. Sonst ist nichts passiert, auch am Fahrrad nicht.
Da habe ich wirklich Glück gehabt.

Ich bin sehr niedergeschlagen zur Zeit. Es will einfach nicht besser werden. Die Verzweiflung ist immer so schlimm.

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es sich je bessern wird.
Das schöne Wetter macht mich so traurig - ich kann meinen Erinnerungen einfach nicht entfliehen.
Sie verfolgen mich auf Schritt und Tritt.

Ich weiss nicht, was ich dagegen tun soll. Beate leidet auch schon seit so vielen Monaten und es bessert sich
nicht.

Es tut mir leid, dass ich so mutlos bin.

Liebe Grüsse

Eure unglückliche Ilse
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Kaenguru70 » Mittwoch, 09.05.18, 8:36

Liebe Ilse,

Es tut mir sehr leid zu lesen, wie schlecht du dich fühlst. Ratschläge bzgl des Absetzens oder Wiedereindosieren deiner Medikamente kann ich keine geben, ich nehme noch 2 AD's und Lamotrigin.
Ich kämpfe ja gerade mit dem Benzo.

Aber ich habe trotzdem immer wieder mittlere bis schwere Depressionen. Eigentlich die ganze Bandbreite. Es geht immer wieder weg, das sage ich mir dann schon fast wie ein Mantra. Das Durchhhalten ist so schwer und das ist ja für dich jetzt auch so unerträglich.
So weit ich hier lesen kann, kommt bei jedem wieder das Licht, aber es dauert manchmal gefühlt zu lange.

Kannst du dir etwas Gutes tun, wie in die Natur gehen oder dich mit Freundinnen treffen?
Ich weiss aus eigener Erfahrumg, man denkt oh gott nein, das schafft man nicht. Manchmal muss man einfach rausgehen, obwohl man kaum einen Fuß vor den anderen bekommt. Dann passiert plötzlich ein Wunder und man hat zumindest für Minuten oder Stunden ein Fenster und weiss dadurch wieder wie es sich anfühlt.

Gestern war ich mit meinem Mann spazieren, ich hatte zunächst so gar keinen Drive, weil ich so deprimiert war. Dann haben wir auf dem Fluss eine Entenmama gesehen mit ihren 6 Kinderchen. Die waren so süß, da ging mir das Herz auf. Wenn die kleinen den Anschluss verpasst haben legten sie den Turbo ein und liefen förmlich über das Wasser <3

Man ist zumindest hier im Forum nicht alleine, das hilft mir schon.

LG Sarah
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Jofab
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Mittwoch, 09.05.18, 12:01

Liebe Sarah,

das ist so lieb, dass du mir schreibst !
Und danke dir auch für die liebe Grüsse vom Sonntagabend, als du selbst so erschöpft warst.
Habe alles in deinem Thread gelesen. Wollte dir soviel dazu schreiben und konnte es nicht.
Mein Kopf war leer. Aber es tut mir leid, dass es anstrengend für dich war.
Ich weiss, wie das ist.

Es tut mir leid, dass du trauerst um einen lieben Menschen. Das ist jetzt im Entzug besonders schlimm.
Ich wünsche dir, dass du die Beerdigung heute ertragen kannst.

Mir geht es ähnlich wie dir - ich habe auch jeden Tag diese verzweifelten, depressiven Gefühle.

Und ich muss auch funktionieren, ob ich will oder nicht. Ich bessere mit Nachbarschaftshilfe meine Rente
auf. Und ich bin dankbar, dass ich aus dem Haus und das machen kann. Da reisse ich mich zusammen, aber
es ist anstrengend.

Ich habe auch meine Selbsthilfegruppen für ehemalige Drogenabhängige. Die tun mir unglaublich gut und
ich bin froh, dass ich dorthin kann.

Mit Freundinnen treffen ist tagsüber leider unmöglich. Nur meine beste Freundin treffe ich zum
Spazierengehen nachmittags. Das geht meistens gerade so.
Leider ist es im Moment so schlimm, weil die Natur so wunderschön ist !

Ich liebe den Mai sosehr und jetzt es macht mich tottraurig, das zu sehen !
Wohin ich auch schaue, alles erinnert mich an schöne Zeiten und ich kann mich nicht freuen.
Ich würde mich so gern freuen - über irgendwas - aber es geht einfach nicht !
Ich versuche krampfthaft im Hier und Jetzt zu sein - aber die Gefühle sind einfach stärker.

Weisst du, es ist nicht nur eine depressive Verstimmung. Die kenne ich auch.

Das sind Verzweiflungzustände, die im Körper durch den Entzug erzeugt werde und ich habe dem einfach nichts
entgegenzusetzen. Im Moment kann ich nicht an Besserung glauben.

Manchmal - abends ist es weg und ich habe auch schöne Momente.

Ich finde es sehr gut, dass du anfängst zu sortieren, was dir möglich ist und was nicht !
Den Entzug auszuhalten kostet sehr viel Kraft. Du kannst nicht allem gerecht werden - das ist unmöglich !

Es ist sehr schlimm für dich, dass du an die Versäumnisse deiner Mutter erinnert wirst.
Und jetzt das Gefühl hast, dir geht es ebenso.
Deine Freundin kann nicht nachvollziehen, wie schwer dir das alles fällt !

Ich finde, du leistest Unglaubliches !
Und es kann nicht sein, dass du Tafil nehmen musst, um einen Termin zu schaffen !
Da läuft etwas schief. Das Funktionieren muss aufhören.
Das hast du doch jahrelang so praktiziert und wohin hat es dich gebracht ?

Mich trifft zur Zeit auch jegliche Kritik wie ein Messerstich ins Herz !
Und mein Sohn spart nicht mit Kritik. Er sagt, er kann nicht jahrelang ewig Rücksicht nehmen auf mich.

Das tut sehr weh und ich fühle mich so wehrlos ausgeliefert diesen Gefühlen.
Völlig schutzlos. Wie du es auch beschreibst.

Wenn wir nicht selbst für uns sorgen, wird es niemand tun.

Wir sitzen zwischen den Stühlen - wir kümmern uns gut um uns - und enttäuschen die Erwartungen unserer
Mitmenschen an uns. Und müssen deren Unmut aushalten.

Oder wir sind für andere da und vernachlässigen uns selbst ! Damit stehen wir unserer Genesung im Wege !

Was ist besser ? Ich kämpfe selbst damit.

Für mich ist der Austausch im Forum lebenswichtig !
Ich hätte sonst schon aufgegeben.

Ich wünsche dir einen erträglichen Tag - wenn es dir möglich ist.

Ganz liebe Grüsse :group:
Ilse
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von padma » Mittwoch, 09.05.18, 13:06

liebe Ilse, :)

ich lasse dir einen :hug: da.

Auch wenn du es selbst kaum glauben kannst, ich glaube daran, dass es auch bei dir wieder besser wird.
Dass dich das schöne Wetter traurig macht, kann ich gut verstehen.

Gute Besserung deiner Hüfte. Prellungen können ja sehr schmerzhaft sein.

liebe Grüsse, :hug:
padma
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seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

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Absetzverlauf:
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6.05.2018: 0,275 mg :schnecke:


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Jofab
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Mittwoch, 09.05.18, 16:31

Liebe Padma,

ich danke dir für den Drücker und das du daran glaubst, dass es bei mir wieder besser wird.
Ich weiss, du meinst es gut.

Liebe Grüsse
Ilse
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von evelinchen » Mittwoch, 09.05.18, 17:09

Liebe Ilse ,

ich wünsche dir, dass sich auch endlich mal
ein Fenster für dich öffnet.
Es liest sich wirklich alles sehr traurig was du schreibst.
Gib bitte die Hoffnung nicht auf , du wirst es schaffen.

Liebe Grüße
evelinchen
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Einnahme Johanniskraut ( Laif 900 )
01.03. - 23.03.2012
07.12. - 26.12.2015
27.02. - 12.03.2016
28.03. - 15.04.2016
11.12. - 17.12.2016
03.01. - 25.01.2017
08.06. - 14.06.2017
28.07. - 22.08.2017
Immer kalt abgesetzt
_____________________
Escitalopram 5mg
23.08. - 24.08.2017
_____________________

seit 2013 Pantoprazol
nach Bedarf
_____________________

Imap
14.06.2017
_____________________

Vitamin B Komplex 1x täglich

Vitamin B12 0,5mg
Vitamin B6 50mg
Vitamin B1 100mg
26.07. -. 05.09.2017
______________________

Opipramol 50mg
03.11.17 - 05.12.17



25mg
06.12.17 - 12.12.17

37,5mg
13.12.17 - 24.01 18

Ab 25.01.18 auf 0

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12.01.18 -

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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Mittwoch, 09.05.18, 19:58

Liebe evelinchen,

danke, dass du an mich denkst.
Ich wünsche dir von Herzen alles Gute.

Liebe Grüsse
Ilse
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Muryell » Donnerstag, 10.05.18, 9:47

Liebe Ilse,

gute Besserung und einen dicken :hug:

Muryell
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Bittchen » Donnerstag, 10.05.18, 16:54

Liebe Ilse,

dein trauriges Posting geht mir sehr nahe und es tut mir leid was du durch machst.
Da kann ich dir nur sehr bald Erleichterung wünschen.
Glaube mir,ich kann sehr gut nachempfinden wie es dir im Moment geht.
Gebe die Hoffnung nicht auf,auch du wirst dich erholen und wieder dein Leben genießen können.
Lasse dich Mal drücken und ich wünsche dir alles Gute.

Ganz lieber Grüße
Brigitte
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Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .

Jofab
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Freitag, 11.05.18, 14:41

Liebe Foris,

tut mir leid, aber ich hab schon wieder eine Bitte bzw. eine Frage an euch.

Mir ging es heute morgen psychisch katastrophal.
Solche extremen Einsamkeits- und Suizidgedanken, dass ich Angst hatte verrückt zu werden und nicht mehr allein
sein zu können. So wie Alkoholiker z.B. weisse Mäuse sehen.

Ich dachte plötzlich, ich muss in die Psychiatrie. Und dabei war ich mit meiner Freundin zusammen, sie hat
aber nichts davon bemerkt. Ich hatte furchtbare Ängste.

Jetzt fiel mir plötzlich ein, das ich seit 3 Tagen Hustentropfen einnehme, weil ich so stark erkältet bin.
Sie enthalten Ambroxolhydrochlorid. Und zwar auf 1ml 7,5 mg von dem Wirkstoff.
Ausserdem Kaliumsorbat und Salzssäure und Wasser. Kein Alkohol.

Ich habe 3x tgl. 4ml - also 12 ml pro Tag eingenommen.

Auf dem Beipackzettel finde ich nichts - nur unter sehr selten : schwere allergische (anaphylaktische)
Reaktionen bis hin zum Schock.

Wie ist eure Meinung ? Ich vertrage doch gar nichts an NEM !
Kann es sein, dass ich darauf reagiert habe ?
Ich leide ja fast täglich unter diesen Gefühlen, sie sind mir nicht neu - aber heute morgen war es unheimlich !

Es ist mir unangenehm, euch damit zu behelligen, ich weiss, wieviel ihr alle zu tun habt.
Vielleicht hat aber doch jemand schon Erfahrungen damit gemacht.

Bitte bitte - helft mir.

Liebe Grüsse
Ilse
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von carlotta » Freitag, 11.05.18, 15:24

Liebe Ilse,

man kann einen Zusammenhang nicht ausschließen. Gut, dass Du so aufmerksam bist. :)

Ich habe in den vielen Jahren der Beschäftigung mit dem Entzug schon alles Mögliche an Reaktionen auf diverse Stoffe in Erfahrungsberichten gelesen, von Betroffenen gehört und selbst erlebt. Das kann der Wirkstoff sein, der u. U. Probleme macht oder einer der Hilfsstoffe. Oder auch die Kombination.

Leute reagieren ja selbst auf Nahrungsmittel (teilweise sehr extrem) oder auf homöopathische Mittel, da stellen schulmedizinische Präparate natürlich immer eine besondere Gefahr da.

Ob es einen Zusammenhang gibt, wirst Du nur feststellen können, wenn Du es wieder weglässt. Wobei es leider auch das Phänomen gibt, dass die dadurch evtl. ausgelösten Symptome noch länger anhalten, selbst wenn Du das triggernde Mittel gar nicht mehr nimmst. Aber das muss ja bei Dir nicht so sein.

Ich wünsche Dir, dass das bald nachlässt. :hug: Es ist so schlimm, wenn immer noch was Neues auf das vorhandene Entzugsleid draufgesattelt wird. Kann Dir das nachfühlen.

Liebe Grüße
Carlotta
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Kaenguru70 » Freitag, 11.05.18, 16:18

Liebe Ilse,

Nachdem ich die Medikamentenliste gelesen habe, der Arzneien die im Entzug Probleme machen, könnte ich mir gut vorstellen, dass auch ein Hustensaft dabei ist.

Ich habe mal bei Wikipedia nachgelesen. Es werden Ionenkanäle beeinflusst, wie Calcium- und Natriumkanäle. Das geschieht wahrscheinlich nicht nur in den Bronchien.

Es wird dem Ambroxol auch eine schmerzlindernde Wirkung nachgesagt. Schmerzmittel wie Ibuprofen sind im Entzug nicht gut und bei mir löst es sogar Depressionen aus. Steht sogar in der Liste für Depressionen.
Von daher könnte ich mir einen Zusammenhang vorstellen.

Um das genauer zu verstehen müsste ich mehr nachlesen, aber ich denke wichtig ist für dich vielleicht tatsächlich zu versuchen das Medikament wegzulassen.

Was wäre mit Thymiansaft oder ganz klassisch Zwiebelsud mit Honig? Diese natürlichen Mittel sind vllt bekömmlicher.

Ich drücke dir die Daumen und kann deine Verunsicherung verstehen.
Ich reagiere auf viele Medikamente komisch.

Gute Besserung
Sarah
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Freitag, 11.05.18, 22:16

Liebe Carlotta, liebe Sarah,

danke euch ganz herzlich, dass ihr euch Gedanken gemacht habt !
Bin eigentlich so immer so vorsichtig - aber bei den Hustentropfen habe ich nicht nachgedacht !

Habe sie natürlich sofort nicht mehr genommen und mir wieder Zwiebeln mit braunem Kandis angesetzt.

Warten wirs ab. Es lässt sich eh nicht mehr ändern.

Ich wünsche uns allen eine erholsame, friedliche Nacht. :group:

Liebe Grüsse
Ilse
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stubi
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von stubi » Freitag, 11.05.18, 22:30

Liebe Ilse,

es tut mir sehr leid das es dir so schlecht geht und überhaupt keine Besserung eintritt.

Gurgeln mit Salbei soll auch ganz gut sein und ich schwöre darauf.

Ich wünsche dir recht baldige Besserung und ich wünsche dir eine freundliche Nacht und das du mit positiven Gedanken und Gefühlen aufwachen kannst.

Liebe Grüße
Renate
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Sonntag, 13.05.18, 7:21

Danke liebe Renate !

Ja - bin ziemlich mutlos im Moment, weil sich so gar nichts bessern will.

Jeder Tag besteht aus Verzweiflung, obwohl ich doch auch etwas mache und eigentlich auch Ablenkung
habe. Es ist so schrecklich.
Auch die Erkältung trägt sicher dazu bei.

Liebe Grüsse und einen schönen Sonntag für dich. Allen Mitlesern natürlich auch.

Ilse
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stubi
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von stubi » Sonntag, 13.05.18, 21:27

Liebe Ilse :hug:

ich weiß doch wie es ist, wenn es einem so schlecht geht, glaubt man gar nicht daran, daß es irgendwie wieder besser werden kann. Doch das wird es, ich kann es gar nicht oft genug sagen, es wird wieder besser werden!

Bitte glaube auch du daran!

Es tut mir leid das es dir so schlecht geht und ich kann dich doch so gut verstehen, doch du wirst sehen wenn du erstmal eine Verbesserung verspürst, dann kannst du auch über alles andere ganz anders nachdenken und es findet sich sicher auch eine Lösung für die anderen Probleme.

Also bitte gib nicht auf, hörst Du!

Ich wünsche dir eine ertragbare Nacht.

Liebe Grüße
Renate
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Muryell » Montag, 14.05.18, 9:00

Liebe Ilse,

ich habe erst jetzt gelesen, was Du gerade durchmachst. Es tut mir leid.

Ich kenne mich nicht aus, kann mir aber schon vorstellen, dass der Hustensaft diese Reaktion hervorruft.

Wie Renate :) oben geschrieben hat, es ist schwierig zu glauben, dass dieser Zustand vorübergehend ist, aber es wird besser. So wie diese furchtbaren Gefühle kommen, so gehen sie auch wieder. :D

Ich wünsche Dir gute Besserung.

Liebe Grüße

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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von LenaLena » Montag, 14.05.18, 9:25

Liebe Ilse,

bei mir war das kürzlich (wieder mal) ganz genau so wie bei dir. Man steckt im Loch und kann nicht glauben, dass es je wieder besser wird.
Das ist, wenn du so willst, ein "Symptom" des Entzugs ;)
Und dennoch bemerkt man irgendwann, dass es besser wird. Bei mir vergeht häufig über ein Monat, bis das der Fall ist... ohne jegliche Besserung zwischendrin, keine Stunde, kein Tag. Und doch kommt irgendwann wieder Erleichterung, Besserung :)

Gib nicht auf, und gib vor allem die Hoffnung nicht auf. Meiner Meinung nach hilft diese dem Körper beim Heilen.

LG Lena

Genieße deine Abende, wo es dir etwas besser geht. Vielleicht sind genau das deine Fenster? Die Muster sind ja nicht bei jedem gleich.
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Protrahierter Entzug nach zu raschem Reduzieren

Mir hilft: Omega 3, Magnesium, Vitamin D, histaminarme Ernährung
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