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Trimipramin und Valdoxan (Agomelatin) absetzten

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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Re: Trimipramin und Valdoxan (Agomelatin) absetzten

Beitrag von Striatus » Sonntag, 17.12.17, 13:03

Hallo !Vielleicht schüttet mein Nervensystem zu wenig Gaba aus. Benzos könne ja angeblich nur gut wirken wenn genug Gaba zur Verfügung steht. Die damaligen Barbiturate haben auch ohne ausreichend Gaba Anwesenheit in entsprechender Dosis schlaferzwingend gewirkt.
Ingesamt 45 Einnahmen von 7,5mg Zopiclon vom 03.04.17-16.6.2017
Mirtazapin erst 30mg dann 15mg + 200 mg Opipramol vom 15.04.17- 20.06.17
900mg Johanniskraut für 16 Tage + Abends 15mg Mirtazapin


2x 150mg Seroquel in Klinik als Bedarf
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25mg Valdoxan seit dem 29.06.17 - 06.07.17
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25mg Valdoxan
In Klinik 150mg Trimipramin seit 29.06.17 - 22.8.17
In Klinik 100mg Trimipriman seit dem 23.8.17 -02.09.17
ab 02.09.17 50mg Trazodon + 100mg Trmipramin für 14 Tage
Danach 14 Tage 100mg Trazodon + 50mg Trmipramin für 14 Tage
Ca 14 Tage Trazodon 100mg dann auf 75,50,25, 0
Ab 20.11.17 -09.12.17 100mg Doxepin inkl. absetzen 75,50,25,0
Seit 12.09.17 - 10.12.17 2mg Lormetazepan max. 20 Tabletten ohne ansprechende Wirkung,verstärkt nur Müdigkeit.
Seit 10.11.17- 19.12.17, 23 Tabletten 1mg Tavor, 98% Abends
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Striatus
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Re: Trimipramin und Valdoxan (Agomelatin) absetzten

Beitrag von Striatus » Dienstag, 09.01.18, 19:55

Hallo zusammen! Habe den Jahreswechsel einigermaßen überstanden. Tavor habe ich seit 21 Tagen nicht mehr genommen. Leider besteht noch ein weiteres übel: Zopiclon. Bei meinem letzten Arztbesuch wurde mir es quasi in die Hand gedrückt um Einschleichsymptome von Citalopram zu deckeln. Da mir trizyklische Ad`s nicht wirklich helfen sollte ich es mit einem SSRI probieren. Mit Citalopram habe ich aber nicht gestartet. Dafür habe ich es nicht geschafft die Finger vom Zopiclon zu lassen, denn ich konnte einige Tage mit 7,5mg einigermaßen schlafen. Nur Tagsüber macht es mich noch depressiver und ich glaube gegen frühen Nachmittag merke ich schon Entzugssymptome(Hitze, brennendes Gesicht, schwitzen, Ängste). Ich habe mir Diazepam(abz)Tropfen besorgt, nur die bekomme ich nicht runter. Diese müssen leider pur eingenommen werden und besitzen so eine üble Schärfe die fast 30 Minuten anhält und ferner so einen schäußlichen Geschmack.Ich bin da sehr empfindlich. Meine Magenschleimhaut bis zur Speiseröhre ist eh schon gereizt. Damit kann ich nicht substituieren. Was kann ich tun? Liebe Grüße
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Re: Trimipramin und Valdoxan (Agomelatin) absetzten

Beitrag von padma » Mittwoch, 10.01.18, 17:54

hallo Striratus, :)

die Einnahme von Zopiclon war keine gute Idee.
Wie lange hast du es jetzt genommen?

Ich würde zunächst versuchen, es direkt auszuschleichen.

liebe Grüsse,
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8.03.2018: 0,35 mg :schnecke:


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Re: Trimipramin und Valdoxan (Agomelatin) absetzten

Beitrag von Striatus » Mittwoch, 10.01.18, 19:38

Hallo Padma,

39 Tabletten in ca 1,5 Monaten.

Gruß
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Re: Trimipramin und Valdoxan (Agomelatin) absetzten

Beitrag von padma » Donnerstag, 11.01.18, 18:17

hallo Striratus, :)
39 Tabletten in ca 1,5 Monaten.
D.h. du hast es fast täglich genommen. Ich würde jetzt dringend versuchen es abzusetzen.

Du könntest versuchen, ob du als erstes um 1/4 reduzieren kannst, das wären dann 5,6 mg. Vielleicht funktioniert das noch.
Falls es nicht mehr geht, müsste es langsam ausgeschlichen werden.

liebe Grüsse,
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Re: Trimipramin und Valdoxan (Agomelatin) absetzten

Beitrag von Striatus » Donnerstag, 11.01.18, 18:42

Hallo Padma,

das doofe ist, heute ist mir was dazwischen gekommen und habe es nicht zum Arzt geschafft. Habe für heute Abend keine Tabletten mehr, dachte ich hätte noch genug. Mit mir ist nichts mehr los, verpeile alles. Bin jetzt einfach dermaßen fertig das ich es auch nicht in die Notambulanz schaffe.
Gruß Striatus
Zuletzt geändert von Striatus am Donnerstag, 11.01.18, 19:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Trimipramin und Valdoxan (Agomelatin) absetzten

Beitrag von Striatus » Donnerstag, 11.01.18, 19:31

Nachtrag : Ich merke das es mir seit ein paar Tag ab 14-16 Uhr extrem schlecht geht. Symptome hatte ich ja oben beschrieben. Wenn das vom Zopiclon kommt evtl. wg. der kurzen Halbwertszeit? Wie soll ich damit umgehen, kann ja nicht schon ab Mittag Zopiclon nehmen.

Gruß Striatus
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Re: Trimipramin und Valdoxan (Agomelatin) absetzten

Beitrag von Ululu 69 » Freitag, 12.01.18, 9:55

Hallo Striatus,

das klingt in der Tat so, als wärst du mit dem Zopiclon in die Abhängigkeit gerutscht.
Leider ist es oft sehr schwierig, das Zopiclon abzusetzen, weil man durch die kurze Halbwertzeit immer wieder in Zwischenentzüge rutscht.
Du könntest versuchen, die Dosis aufzuteilen, also einen kleineren Anteil schon mittags nehmen und den Rest abends und dann nach und nach die Dosis verringern.
Wenn das nicht klappt, muss man neu überlegen.

LG Ute
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Re: Trimipramin und Valdoxan (Agomelatin) absetzten

Beitrag von Jamie » Freitag, 12.01.18, 10:29

Hallo, :)

ich habe mir jetzt 15min Zeit genommen und noch mal den ganzen Thread durchgelesen.

Das mit mit dem Zopiclon wird so nicht klappen, da bin ich mir fast sicher.
Zum einen leidest du sicher noch unter Entzügigkeitszuständen durch den vorangegangenen Lorazepamentzug und bist destabilisiert, auch durch die ganzen anderen Eingriffe durch die Medikamente und den massiven Schlafmangel; und dann ist bei knapp 6 wöchiger, fast durchgängiger, Einnahme von Zopiclon vermutlich eine Abhängigkeit entstanden.

Ich würde, du schriebst ja, dass du Diazepamtropfen bekommen hast, diese zur Entzugsdeckelung einsetzen, das Zopiclon ausschleichen, parallel das Diazepam einschleichen, und dann einen ordentlichen Entzug machen.

Wenn dich der Geschmack so anekelt, dann probiere es mal mit Gabe in Tee oder Saft.
Es ist nur eine Spekulation, die bislang nicht bewiesen wurde, dass Diazepam nicht pur eingenommen möglicherweise instabil wird. Wir haben im Forum bislang noch keinen Beweis, dass dem so ist.
Trotzdem sind wir natürlich vorsichtig in der Beratung.

Alternativ kann der Arzt dir auch Diazepam Tabletten aufschreiben und du ergänzt nur mit wenigen Tropfen Diazepam flüssig.
Weitere Möglichkeit. Diazepam gibt es auch auf Alkoholbasis (Mittel heißt Valocordin) und das schmeckt anders (meines Erachtens besser) als zB das Diazepam von ratiopharm oder abz.
Achtung aber beim Valocordin. Ein Tropfen Diazepam enthält da 0,33mg Diazepam; bei abz und ratiopharm enthält 1 Tropfen 0,5mg Dia.

Einen Satz zum Schluss. Leider sehe ich in dir fast 1 zu 1 meine eigene Leidensgeschichte.
Du machst all das durch, was ich auch erlebt habe.
Ich habe mir ganz lange von den Ärzten erzählen lassen, ich sei depressiv und habe deswegen Schlafstörungen, würde ich die Depression behandeln, würden auch die Schlafstörungen besser.
Ich habe zwischen 15-20 unterschiedliche AD, Benzos und NL in dieser Zeit geschluckt.
Als wurde mir erzählt, ich müsse einen langen Atem haben, man würde schon was finden, was hilft, aber das war gelogen. Dem war nicht so.
Am Ende bekam ich ein SSRI angedreht, was pushend wirkt und bei Schlaflosigkeit eigentlich völlig kontraindiziert ist, wenn man dem gesunden Menschenvertsand folgt.
carlotta :) hatte darauf hingewiesen.

Ich habe alles gefres*en, vor Verzweiflung, und in der Hoffnung, dass es helfen möge und nichts half gegen meine schwere Insomnie. Nada, rien!!!
Am Ende landete ich wie du beim Zolpidem und Zopiclon, da war ich völlig zermürbt und entkräftet nach 1,5 - jährigem Leiden, konnte im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr widerstehen und hatte auch keine Kraft mehr zu kämpfen, und 3 Wochen später war ich abhängig. :sad-angel:. Und blieb es für weitere 8 Jahre.

Und jetzt lese ich deine Geschichte und denke mir, das ist echt übel und tut mir leid und dass sich die Historien gleichen und leider auch wiederholen.

Du wirst deinen eigenen Weg finden müssen.
Zum einen Ursachenforschung, woher die Schlaflosigkeit kommt, dann ggf. Diagnostik (neurologisches Schlaflabor), um es auch schwarz auf weiß zu haben (das kann später mal sehr wichtig werden,zB wenn es um eine Berentung oder Behinderung geht) und dann wirst du suchen und suchen und suchen müssen, wie du dein Leiden alternativ lindern kannst oder wie du deine innere Einstellung ändern kannst.

Bei mir wurde es dann einen Ticken besser, als ich mich in mein Schicksal fügte.
Aber bis es soweit war, waren viele Jahre vergangen; genau genommen so um die 13-15 und ganz akut ca. 5 Jahre.

Grüße
Jamie
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Re: Trimipramin und Valdoxan (Agomelatin) absetzten

Beitrag von Striatus » Samstag, 13.01.18, 19:42

Hallo!

Erstmal noch danke an Padma und Ululu und auch dir Jamie das du dir Zeit genommen hast meinen Thread noch mal durch zu lesen. Ich war nun in der psychiatrischen Notfallpraxis und man sagte ich soll das Zopiclon unbedingt weiter nehmen und dann bald einen stationären Entzug(Erst 50% weniger,dann auf 0) machen, unterstützend durch ein mittelpotentes Neuroleptika um Entzugssymptome zu drosseln und den Schlaf wieder zu fördern. Rein Ambulant wäre das nicht mehr zu händeln. Meine Reaktion könnt ihr euch sicherlich denken. Bin dann mit meiner Wochenendration in der Hand verängstigt wieder ab gerauscht. Ich habe wie einige hier im Forum eine riesen Angst auf Diazepam zu wechseln weil es ja auch ein richtiges Benzo ist und am Anfang mit jeder Gabe erst mal kumuliert und durch längere Einnahme über Monate im schlimmsten Fall eine Toleranz entsteht und dann noch die Ekeltropfen. Könnte man den auch mit 2mg Diazepam Tabletten arbeiten? immerhin wäre dann durch Teilung theoretisch eine Dosis von 0,5mg möglich. Gruß Striatus
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Re: Trimipramin und Valdoxan (Agomelatin) absetzten

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 14.01.18, 9:43

Hallo Striatus,

die Erfahrung hier im Forum zeigt, dass ein NL einen Benzoentzug, bzw. in deinem einen Zopiclon Entzug nicht deckeln kann. Wenn dein Körper vom Zopiclon abhängig ist, will er Zopiclon und nichts anderes.
Selbst wenn das NL für dich etwas hilfreich sein sollte, hast du dann ja das nächste Problem an der Backe und ich sehe nicht, dass du da viel gewonnen hättest, wenn du dauerhaft oder zumindest längerfristig ein NL einnimmst. :cry:
Ich denke auch, dass du keine Angst vor dem Diazepam haben brauchst, weil es ein "echtes" Benzo ist. Z-Drugs, zu denen das Zopiclon ja gehört, verhalten sich sehr ähnlich. Du kannst auch hier eine Toleranz entwickeln. Zudem kommst du durch die kurze Halbwertzeit ja immer in Zwischenentzüge, was du ja leider selbst schon verspürst. :hug:
Entscheiden musst du natürlich selbst und der richtige Weg kann natürlich für jeden anders aussehen aber diese Schnellentzüge im Krankenhaus sind meist nicht nachhaltig, das ist einfach die langjährige Erfahrung, die hier im Forum gemacht wurde.

Hättest du denn überhaupt einen Arzt, der dir das Dia verschreiben würde ? Das wäre natürlich erste Voraussetzung für eine Umstellung.
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Re: Trimipramin und Valdoxan (Agomelatin) absetzten

Beitrag von Jamie » Sonntag, 14.01.18, 10:26

Hallo :)
Könnte man den auch mit 2mg Diazepam Tabletten arbeiten? immerhin wäre dann durch Teilung theoretisch eine Dosis von 0,5mg möglich. Gruß Striatus
Natürlich geht das.
Es ist übrigens ein wenig irrational Diazepam "schlimmer" zu finden als ein Neuroleptikum; im Gegensatz zu NL ist Diazepam sehr übersichtlich von den Nebenwirkungen und nach ein paar Tagen merkt man, ob es für einen das passende Mittel ist oder nicht.

Ich bewerbe jetzt hier nicht Diazepam oder Benzos, ich schreibe nur, dass die Interaktionen und Nebenwirkungen bei Benzos weitaus enger gefasst sind als bei NL und abhängig bist du sowieso, ob jetzt von Z-Drugs oder evtl. von Diazepam.

NL zur Entzugsdeckelung klappen sehr selten, wir haben weitaus bessere Erfahrungen gemacht auf ein Benzo mit langer HWZ umzusteigen.

Aber natürlich ist das deine Entscheidung.

Grüße
Jamie
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Re: Trimipramin und Valdoxan (Agomelatin) absetzten

Beitrag von Striatus » Montag, 15.01.18, 18:52

Hallo!

Über die Gefahren von NL bin ich mir bewusst. Kann auch nicht verstehen warum Ärzte damit um sich werfen, zu mal die Indikation eine andere ist.
Vielleicht will man seltene Enzugspsychosen von Benzos unterdrücken!?

In der Klinik wird man definitiv mit zusätzlichen Medikamenten arbeiten, sonst darf man bei Ablehnung wahrscheinlich direkt gehen.

Kennt jemand ein sehr starkes Brennen im Brustkorb in Verbindung mit Benzos das sich im liegen verstärkt? Oder kann Sodbrennen so stark sein?

Mit welcher Dosis Diazepam müsste ich denn starten? Evtl, ich will es ja nicht hoffen, spielt das Lorazepam von Ende Dezember mit rein?

Gruß
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25mg Valdoxan seit dem 29.06.17 - 06.07.17
50mg Valdoxan seit dem 07.07.17-01.09
25mg Valdoxan
In Klinik 150mg Trimipramin seit 29.06.17 - 22.8.17
In Klinik 100mg Trimipriman seit dem 23.8.17 -02.09.17
ab 02.09.17 50mg Trazodon + 100mg Trmipramin für 14 Tage
Danach 14 Tage 100mg Trazodon + 50mg Trmipramin für 14 Tage
Ca 14 Tage Trazodon 100mg dann auf 75,50,25, 0
Ab 20.11.17 -09.12.17 100mg Doxepin inkl. absetzen 75,50,25,0
Seit 12.09.17 - 10.12.17 2mg Lormetazepan max. 20 Tabletten ohne ansprechende Wirkung,verstärkt nur Müdigkeit.
Seit 10.11.17- 19.12.17, 23 Tabletten 1mg Tavor, 98% Abends
Seit 1 Dezember 17 - 14.01.18, 7,5 mg Zopiclon

Ululu 69
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Re: Trimipramin und Valdoxan (Agomelatin) absetzten

Beitrag von Ululu 69 » Montag, 15.01.18, 19:22

Hallo Striatus,

7,5 mg Zopiclon entsprechen 5 mg Diazepam.
Du solltest aber nicht gleich die komplette Dosis umstellen, sondern auch hier langsam vorgehen.
Diazepam spiegelt sich auf und braucht ein paar Tage, bis es die volle Wirkung entfaltet.
Du könntest vorerst 1,5 mg Zopiclon durch 1 mg Diazepam ersetzen. So testest du auch an, ob du das Dia verträgst.

Es kommt auch vor, dass gar nicht die volle Äquivalenzdosis gebraucht wird, weil das Diazepam etwas anders wirkt.
Aber das müsstest du ausprobieren und die Dosis gegebenenfalls anpassen.
Striatus hat geschrieben:Vielleicht will man seltene Enzugspsychosen von Benzos unterdrücken!?
So edle Ziele würde ich dahinter gar nicht vermuten.
Ich denke, es geht einfach darum den Patienten ruhig zu stellen. :whistle:

LG Ute
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