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Escitalopram

Wenn moderne Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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Escitalopram

Beitragvon orco500 » Donnerstag, 02.11.17, 18:40

Hey ihr,

habe eine Frage zum Escitalopram,
ohne ausschweifen zu wollen.

5 Wochen genommen,
1 Woche 5mg, 4 Wochen 10mg.

Hat nicht funktioniert, "HB Männchen".

Jetzt wieder bei 5mg und Montag Termin beim Psychiater.

Werde es wieder sein lassen.
Dann gleich wieder auf null ( wie er empfehlen wird ),
oder ganz langsam mit eurer 10% Regel?

( Hatte es bis Weihnachten genommen und ohne war auch Chaos ).

Denke er wird auf Trizykler oder Mirtazapin zurückgreifen wollen.
Möchte nämlich eher das Gegenteil von Antriebssteigerung, was um Abends runterzukommen.

Zweite Hirntumor OP vor mir Mitte 2018, Umschulung, Benommenheit, Nystagmus (Augenbewegungen, wohl zentral bedingt Gehirn).

Unruhe Ängste Depressionen. Durchschlafstörungen, frühes Erwachen, Niedergeschlagenheit etc.. Tinnitus (mit angefreundet). Grübeln und ständige Beschäftigung mit der Erkrankung. Er nennt es Anpassungsstörung. VT beendet. Therapeutin sagt Generalisierte Angst. Auf der Suche nach Tiefenpsychologier Therapie.
War auch früher schon ein Grübler...

Das in Kurzform zur Info.

Also zur Kernfrage des Absetzens würde ich mich über Auskunft freuen.

Vielen Dank!
Weihnachten 2013:
Neurochirurgische Entfernung eines Rosettenbildenden glioneuralen Tumor des 4. Ventrikels im Kleinhirn)

Monate später viele Tests mit Antidepressiva, getestet und wieder abgesetzt in 2014:
Citalopram( erstes AD, erstmalig Schlafstörung medikamenteninduziert) Paroxetin, Mirtazapin.
(fürchterliche Zustände!, die ich aufs einschleichen/Unverträglichkeit zurückführe)

Nach Psychiatrieaufenthalt in fürchterlichem Zustand (vorher Paroxetin nach ca. 20 Tagen abgesetzt bzw. auf ärztlichen Rat hin weggelassen) (Diagnose schw. depr. Episode, V.a. generalisierte Angststörung) Sertralin 150mg Anfang 2015, bis dies in der Reha auf 15mg Escitalopram gewechselt wurde, welches ich bis Ende 2016 einnahm
(Keine sonderliche Verbesserung, aber besser, als nichts zu nehmen, so mein Denken.)-------------

Anfang 2015-Mitte 2017: Verhaltenstherapie. Ohne Besserung des Zustandes. Dieser wsr in der Zeit immer stark schwankend, jedoch immer schlecht.

Weihnachten 2016: Beginn abdosieren nach Psychiater Empfehlung wöchentlich runter 15-10-5-0.
Kam nicht so gut.

-unter AD (ohne aber auch) hatte ich folgende Symptome:
-Benommenheit
-Unruhe
-Grübelei
-Erschöpfung
-nie ausgeschlafen (auch wenn keine Schlafstörungen auftraten)
-Blick verschwimmt wie als wenn man wegträumt
-schlechte Stimmung (wen wunderts wenn Symptome da sind
-Sehstörungen

(was von OP kommt und was nicht weiss ich bis heute nicht. Neurochirurgen sagen es lässt sich ausser den Sehstörungen in Form von Nystagmus nicht auf die OP zurückführen bzw. nur schwer erklären)

Mai 2017:
Rezidiv, neue OP Mitte 2018 geplant (nach Umschulung. Ding wächst langsam, ist aber nicht bedrohlich).

Angstthema neben schlechtem Befinden:
Sehstörungen verschlechtern sich? Dinge wackeln im peripheren Blickfeld links, oder ist es nur die Angst und ich achte mehr darauf, seit ich von neuer OP weiß?
-kommt Erschöpfung vom Sorgen machen? Fragen über Fragen, auf die es keine eindeutige Antwort gibt...

05/2017 Amitriptylin bis hoch auf 50mg.
(Schlaf etwas besser, etwas wieder stabilisiert, aber verging schnell wieder)

28.09.17 Einstieg Escitalopram 5mg

05.10.17 Aufdosierung auf 10mg
NW: Verzweiflung, verstärkte Ängste, massive Unruhe bei vermehrter Erschöpfung

31.10.17 Rückzug auf 5mg

5.11.17 Pascoflair Beginn (empf. Dosis 1-1-1)

6.11.17 Absetzen mit Psychiater beschlossen

07.11.2017 Reduktion auf 4mg (mit Tropfen)
Wieder mehr Ruhe, Mittagsschläfe sind wieder möglich.
Leichtes Muskelzucken unter rechtem Auge im Verlauf

15.11.17 Reduktion auf 3.5mg

20.11.17 Zur Zeit:
-unruhiger Schlaf (mit häufigem Erwachen und einem "hab ich jetzt geschlafen/ hab ich gerad geträumt Gefühl)
-Benommenheit
-starker Hinterkopfdruck
-allgemein platt wie krank 
-Muskelzucken unter rechtem Auge


23.11.17 Zur Zeit:
-Schlaf etwas besser
-Benommenheit
-Hinterkopfdruck
-allgemein platt wie krank 
-Muskelzucken unter rechtem Auge
-gerad starke Reizbarkeit, Aggressionspotenzial

24.11.17 zurück auf 4mg

29.11.17 Zur Zeit:
-Schlaf durch Schlafkompression bereits sofortig verbessert (6,5h im Bett)
-Kopfdruck gering
-Benommenheit
-Muskelzucken unter rechtem Auge

1.12.2017
Benommwnheit
Kopfdruck gering
Muskelzucken jetzt auch links registriert
Kognitiv und körperlich (gestern und heute besonders) massiv beeinträchtigt

06.12.
Musste Unterricht verlassen. Nerven am Ende.

11.12.
Erholt.
Reduktion auf 3mg

Jamie
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Re: Escitalopram

Beitragvon Jamie » Donnerstag, 02.11.17, 19:19

Hallo orco, :)

ich habe da noch Fragen.
Wewegen hat man dir diese Medikamente denn verordnet und wann?
Wann hast du abgesetzt? Wie viele Wochen ist das her?

Haben die Verordnungen etwas mit deinem Gehirntumor zu tun?
Du schreibst etwas von einer zweiten OP 2018, was ist die Vorgeschichte dazu?
Ist das ein bösartiger Tumor? :(
Es tut mir leid, dass dich sowas erwischt hat.

Haben jetzige Zustände etwas mit diesem Tumor und der OP zu tun?

Ich kann die Zeiten nicht einordnen, zum einen schreibst du du wirst es sein lassen, dann schreibst du, du hättest es bis Weihnachten genommen; das wäre dann ja schon 11 Monate her? Danke fürs Konkretisieren.

MfG
Jamie
...........SIGNATUR...............


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Re: Escitalopram

Beitragvon orco500 » Donnerstag, 02.11.17, 20:20

Hm, dann muss ich doch noch mal ran....

OP Ende 2013 am Kleinhirn. Gutartiges "Ding".

Ca 6 Monate später Benommenheit. Wie betrunken.
Erst phasenweise, dann dauerhaft.

Zuerst Mirtazapin. War nichts.
Dann Citalopram. Schlaflos und Unruhe.
Paroxetin. Ebenfalls. Auch starke Unruhe.
Wechsel auf Sertralin nach ca. drei Wochen Pause in Klinik.
Besser drauf,Schlaf wurde besser, aber nie wirklich gut, die Symptomatiken.
Weiter genommen bis Ende 2015 (seit Anfang 2015), dann in Reha Klinik Wechsel auf Escitalopram. Weitergenommen bis Weihnachten 2016.
Nie wirklich gut gewesen alles, so dass ich am Wirken zweifelte.
Also absetzen... Von 15 auf 10 auf 5 auf 0 in einigen Wochen.
Danach erst gut, dann immer chaotischer. Schlafstörungen, aus Unterricht abhauen, Ängste.

Dann nach Praktikum (Chaos, konnte die letzte Woche von 4 nicht mehr), wieder Schlaflos, extrem müde etc.., wiederbeginn mit Sertralin. Tinnitus kam auf. Blieb. Fürchterlichste Zeit, nach nur 5 Tagen ab auf Venlafaxin. Auf und ab in der Wohnung. Furchtbar unruhig. Schlaflosigkeit, oder sehr unruhiger Schlaf.
Weg damit. Trimipramin als Bedarf. Hm. Nach einiger Zeit wieder gegen Amitriptylin getauscht. Das war besser, am Anfang sehr gut (max. war 50mg). Aber sehr depressiv nach einiger Zeit. Und reizbar!
Aaalso, Psychiater angerufen, und wieder nach Escitalopram gefragt, weil ich meinte damals stabiler gewesen zu sein.

Aber nix da. Eingenommen für 5 Wochen und jetzt wieder auf 5 runter bis ich wieder mit ihm spreche am kommenden Montag.

Es war wie bei Sertralin und Venlafaxin massive Unruhe und quälerei mit sehr frühem erwachen und noch mehr Ängsten.

Wie gewöhnlich war mir klar es kann eine Erstverschlimmerung kommen, aber nach 5 Wochen ist es dann vorbei gewesen jetzt. Es reicht.

Die kommende OP da müssen wir noch mal ran weil was nachgewachsen ist.

Mein Grundproblem ist diese ständige Benommenheit und ständige Beschäftigung mit dieser sowie natürlich Zukunftssorgen. Und ständige Erschöpfung/Müdigkeit.

Hoffe das klärt einiges...

Erst mal was essen

Gruß aus Dänemark (eher qualvoller Urlaub)
Weihnachten 2013:
Neurochirurgische Entfernung eines Rosettenbildenden glioneuralen Tumor des 4. Ventrikels im Kleinhirn)

Monate später viele Tests mit Antidepressiva, getestet und wieder abgesetzt in 2014:
Citalopram( erstes AD, erstmalig Schlafstörung medikamenteninduziert) Paroxetin, Mirtazapin.
(fürchterliche Zustände!, die ich aufs einschleichen/Unverträglichkeit zurückführe)

Nach Psychiatrieaufenthalt in fürchterlichem Zustand (vorher Paroxetin nach ca. 20 Tagen abgesetzt bzw. auf ärztlichen Rat hin weggelassen) (Diagnose schw. depr. Episode, V.a. generalisierte Angststörung) Sertralin 150mg Anfang 2015, bis dies in der Reha auf 15mg Escitalopram gewechselt wurde, welches ich bis Ende 2016 einnahm
(Keine sonderliche Verbesserung, aber besser, als nichts zu nehmen, so mein Denken.)-------------

Anfang 2015-Mitte 2017: Verhaltenstherapie. Ohne Besserung des Zustandes. Dieser wsr in der Zeit immer stark schwankend, jedoch immer schlecht.

Weihnachten 2016: Beginn abdosieren nach Psychiater Empfehlung wöchentlich runter 15-10-5-0.
Kam nicht so gut.

-unter AD (ohne aber auch) hatte ich folgende Symptome:
-Benommenheit
-Unruhe
-Grübelei
-Erschöpfung
-nie ausgeschlafen (auch wenn keine Schlafstörungen auftraten)
-Blick verschwimmt wie als wenn man wegträumt
-schlechte Stimmung (wen wunderts wenn Symptome da sind
-Sehstörungen

(was von OP kommt und was nicht weiss ich bis heute nicht. Neurochirurgen sagen es lässt sich ausser den Sehstörungen in Form von Nystagmus nicht auf die OP zurückführen bzw. nur schwer erklären)

Mai 2017:
Rezidiv, neue OP Mitte 2018 geplant (nach Umschulung. Ding wächst langsam, ist aber nicht bedrohlich).

Angstthema neben schlechtem Befinden:
Sehstörungen verschlechtern sich? Dinge wackeln im peripheren Blickfeld links, oder ist es nur die Angst und ich achte mehr darauf, seit ich von neuer OP weiß?
-kommt Erschöpfung vom Sorgen machen? Fragen über Fragen, auf die es keine eindeutige Antwort gibt...

05/2017 Amitriptylin bis hoch auf 50mg.
(Schlaf etwas besser, etwas wieder stabilisiert, aber verging schnell wieder)

28.09.17 Einstieg Escitalopram 5mg

05.10.17 Aufdosierung auf 10mg
NW: Verzweiflung, verstärkte Ängste, massive Unruhe bei vermehrter Erschöpfung

31.10.17 Rückzug auf 5mg

5.11.17 Pascoflair Beginn (empf. Dosis 1-1-1)

6.11.17 Absetzen mit Psychiater beschlossen

07.11.2017 Reduktion auf 4mg (mit Tropfen)
Wieder mehr Ruhe, Mittagsschläfe sind wieder möglich.
Leichtes Muskelzucken unter rechtem Auge im Verlauf

15.11.17 Reduktion auf 3.5mg

20.11.17 Zur Zeit:
-unruhiger Schlaf (mit häufigem Erwachen und einem "hab ich jetzt geschlafen/ hab ich gerad geträumt Gefühl)
-Benommenheit
-starker Hinterkopfdruck
-allgemein platt wie krank 
-Muskelzucken unter rechtem Auge


23.11.17 Zur Zeit:
-Schlaf etwas besser
-Benommenheit
-Hinterkopfdruck
-allgemein platt wie krank 
-Muskelzucken unter rechtem Auge
-gerad starke Reizbarkeit, Aggressionspotenzial

24.11.17 zurück auf 4mg

29.11.17 Zur Zeit:
-Schlaf durch Schlafkompression bereits sofortig verbessert (6,5h im Bett)
-Kopfdruck gering
-Benommenheit
-Muskelzucken unter rechtem Auge

1.12.2017
Benommwnheit
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Kognitiv und körperlich (gestern und heute besonders) massiv beeinträchtigt

06.12.
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11.12.
Erholt.
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Re: Escitalopram

Beitragvon padma » Freitag, 03.11.17, 18:07

hallo Orco, :)

auch von mir willkommen.

Du hast ja ein ziemliches Medikamentenchaos hinter dir. Da ist es praktisch unmöglich zu sagen, was Nebenwirkungen, was Absetzsymptome (die können auch zeitverzögert auftreten und lange anhalten) und was möglicherweise noch dein Grundproblem ist.

Wenn man ohne vorherige Psychopharmakageschichte ein AD 5 Wochen nimmt, kann man es zumeist recht schnell absetzen. Bei dir ist es sehr viel komplexer.

Du verträgst SSRI/SNRI ganz offensichtlich nicht, diese extreme Unruhe ist eine typische NW davon.
Merkst du auf den 5 mg eine Besserung im Vergleich zu den 10 mg?

Ich bin mir unsicher, du könntest versuchen jetzt auf 2,5 mg zu gehen und schauen, ob es sich bessert oder ob verstärkt Absetzsymptome auftreten. Bei dir muss man NW und Absetzsymptome gut abwägen.

Wenn es mit 2,5 mg halbwegs gehen sollte, könntest du von da ab langsam ausschleichen.
Das wäre so meine Idee dazu

Mein Grundproblem ist diese ständige Benommenheit und ständige Beschäftigung mit dieser sowie natürlich Zukunftssorgen. Und ständige Erschöpfung/Müdigkeit.

Die Zukunftssorgen sind sehr verständlich bei deiner Erkrankung. Bzgl. der Benommenheit stellt sich mir die Frage, inwieweit das mit dem Tumor bzw. der OP zu tun hat?

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.09.2017: 0,5 mg


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Re: Escitalopram

Beitragvon orco500 » Freitag, 03.11.17, 20:20

Hallo und Danke für die Antwort.

Ja, Chaos trifft es ganz gut.

Zukunftssorgen sind so weit klar. Wie sollte es anders sein.

Die Benommenheit kam halt ca 6 Monate nach der OP.
Das Augenwackeln hat wohl mit der OP zu tun.
Kleinhirn halt.

Mit 5mg ist es erträglicher. Aber fernab von gut.

Montag ist wieder Termin.
Er wird eh sagen absetzen.

Und dann wäre ein Trizyklisches eigentlich ok von meiner Seite, im Sinne von beruhigen.

Ganz ohne möchte ich eigentlich nicht.
Nur ja, SSRI vertrage ich nicht.
Habe Escitalopfam lange genommen, wsr aber eher immer ruhelos, so dass die nun ausscheiden.

Psychiater ist so weit ok, soo begeistert ist er nicht mir viel zu geben. Ich hab da immer so meinen Einfluss auf das Werk, indem ich etwas neues möchte.

Laut Neurochirurgen hat die starke Erschöpfung nichts mit den Augen bzw. der OP zu tun.
Jedenfalls liesse sich das schwer darüber erklären. Eigentlich nicht.

Tja, ich bin sehr unsicher wss ich machen soll.
Nur keine SSRI mehr.

Gruß
Weihnachten 2013:
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(fürchterliche Zustände!, die ich aufs einschleichen/Unverträglichkeit zurückführe)

Nach Psychiatrieaufenthalt in fürchterlichem Zustand (vorher Paroxetin nach ca. 20 Tagen abgesetzt bzw. auf ärztlichen Rat hin weggelassen) (Diagnose schw. depr. Episode, V.a. generalisierte Angststörung) Sertralin 150mg Anfang 2015, bis dies in der Reha auf 15mg Escitalopram gewechselt wurde, welches ich bis Ende 2016 einnahm
(Keine sonderliche Verbesserung, aber besser, als nichts zu nehmen, so mein Denken.)-------------

Anfang 2015-Mitte 2017: Verhaltenstherapie. Ohne Besserung des Zustandes. Dieser wsr in der Zeit immer stark schwankend, jedoch immer schlecht.

Weihnachten 2016: Beginn abdosieren nach Psychiater Empfehlung wöchentlich runter 15-10-5-0.
Kam nicht so gut.

-unter AD (ohne aber auch) hatte ich folgende Symptome:
-Benommenheit
-Unruhe
-Grübelei
-Erschöpfung
-nie ausgeschlafen (auch wenn keine Schlafstörungen auftraten)
-Blick verschwimmt wie als wenn man wegträumt
-schlechte Stimmung (wen wunderts wenn Symptome da sind
-Sehstörungen

(was von OP kommt und was nicht weiss ich bis heute nicht. Neurochirurgen sagen es lässt sich ausser den Sehstörungen in Form von Nystagmus nicht auf die OP zurückführen bzw. nur schwer erklären)

Mai 2017:
Rezidiv, neue OP Mitte 2018 geplant (nach Umschulung. Ding wächst langsam, ist aber nicht bedrohlich).

Angstthema neben schlechtem Befinden:
Sehstörungen verschlechtern sich? Dinge wackeln im peripheren Blickfeld links, oder ist es nur die Angst und ich achte mehr darauf, seit ich von neuer OP weiß?
-kommt Erschöpfung vom Sorgen machen? Fragen über Fragen, auf die es keine eindeutige Antwort gibt...

05/2017 Amitriptylin bis hoch auf 50mg.
(Schlaf etwas besser, etwas wieder stabilisiert, aber verging schnell wieder)

28.09.17 Einstieg Escitalopram 5mg

05.10.17 Aufdosierung auf 10mg
NW: Verzweiflung, verstärkte Ängste, massive Unruhe bei vermehrter Erschöpfung

31.10.17 Rückzug auf 5mg

5.11.17 Pascoflair Beginn (empf. Dosis 1-1-1)

6.11.17 Absetzen mit Psychiater beschlossen

07.11.2017 Reduktion auf 4mg (mit Tropfen)
Wieder mehr Ruhe, Mittagsschläfe sind wieder möglich.
Leichtes Muskelzucken unter rechtem Auge im Verlauf

15.11.17 Reduktion auf 3.5mg

20.11.17 Zur Zeit:
-unruhiger Schlaf (mit häufigem Erwachen und einem "hab ich jetzt geschlafen/ hab ich gerad geträumt Gefühl)
-Benommenheit
-starker Hinterkopfdruck
-allgemein platt wie krank 
-Muskelzucken unter rechtem Auge


23.11.17 Zur Zeit:
-Schlaf etwas besser
-Benommenheit
-Hinterkopfdruck
-allgemein platt wie krank 
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24.11.17 zurück auf 4mg

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1.12.2017
Benommwnheit
Kopfdruck gering
Muskelzucken jetzt auch links registriert
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Re: Escitalopram

Beitragvon Ululu 69 » Samstag, 04.11.17, 9:12

Hallo orco,

Auch von mir noch herzlich willkommen bei uns im Forum.
Deine geschilderte Erschöpfung kann durchaus auch eine Nebenwirkung des Escitaloprans sein, auch wenn diese eigentlich den Antrieb steigern sollen.
Ich nehme mit Duloxetin auch ein potentiell antriebsteigerndes AD und kenne diese ständige Erschöpfung auch.
Wie du sicher weißt, handelt es sich beim adfd um ein psychopharmakakritisches Forum und wir werden dir nicht raten, ob und welches Medikament du als nächstes nehmen sollst. Ganz einfach weil PP eben nicht heilen, sondern nur Symptome deckeln und das leider oft zu einem hohen Preis .
Wenn du es trotzdem mit einem TZA versuchen willst, bedenke bitte, dass du das Escitalopram langsam ausschleichen solltest, um keine schweren und lang anhaltenden Absetzsymptome zu riskieren.
Und schleiche das neue AD bitte auch langsam ein, auch Aufdosierungen sind Stress für das Zentrale Nervensystem, das ja bei dir schon einiges einstecken musste.
Ich wünsche dir alles Gute, wie immer du dich auch entscheidest.

LG Ute
Schwindel, Angst und Depression immer mal wieder auftretend aber nach ein paar Monaten immer wieder Besserung
Atenolol (Betablocker) 25 mg täglich
2011 Überweisung zum Psychiater, Versuche mit Sulpirid (6 Monate genommen), Amitryptillin (nicht vertragen) und Buspiron, 3 Monate genommen


2012 stationärer Aufenthalt in Psychiatrie nach einjährigem Dauerschwindel. Diagnose :generalisierte Angststörung und schwere Depression.
Alle Medikamente wurden sofort abgesetzt. Lorazepam 1mg 3 mal täglich, nach zwei Wochen ausgeschlichen, Gesamteinnahmedauer sechs Wochen

Seitdem Mirtazapin 30 mg zur Nacht.
Cymbalta 90 mg
Seroquel prolong abends 150 mg

Ein Jahr später Reduzierung Mirtazapin auf 15 mg ohne Probleme. Darunter schwere Schlafstörungen. Daher weiter 15 mg.

2014 zusätzliche Diagnose Schlaf Apnoe Syndrom. Behandlung mit Atemmaske.

Insgesamt über 30 kg Gewichtszunahme.
Gefühlsverflachung und Tagesmüdigkeit.

Ende 2016 Reduzierung Seroquel prolong auf 100 mg.
Am 30.04. Reduzierung Seroquel prolong auf 50 mg.
Seit Juni 2017 Mönchspfeffer gegen Zyklusstörungen
Und Jaborandi Globuli bei Bedarf gegen Schwitzen mit mäßigem Erfolg

21.08.2017 Duloxetin auf 75 mg
18.10.2017 Duloxetin auf 67.5 mg
13.11.2017 Duloxetin auf 60,0 mg

orco500
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Re: Escitalopram

Beitragvon orco500 » Samstag, 04.11.17, 10:24

Hallo,

vielen Dank.

Auch ich bin eher abneigend gegen AD eingestellt.
Auch wenn ich mich in Hoffnung auf Besserung auf viele Versuche gestürzt habe.

Ich wollte eigentlich keinen Tipp bezüglich TZA, da ich denke dass ich zumindest für den Abend runterkommen muss um zu schlafen (extrem unerholsam mit frühem Erwachen).

Das mit dem ausschleichen ist also eher interessant, weil der Plan sonst wäre Dienstag auf 0 und das neue rein (ihr wisst ja wie ein Psychiater ausschleicht und einschleicht).

Sollte ich das Escitalopram über lange Zeit ausschleichen bevor ich das neue beginne?

Bin jetzt bei 5mg seit 4 Tagen.

Das wäre dann lange ohne eine Krücke.

Vielen Dank schon mal für Eure Ideen.

Bis dann
Weihnachten 2013:
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Monate später viele Tests mit Antidepressiva, getestet und wieder abgesetzt in 2014:
Citalopram( erstes AD, erstmalig Schlafstörung medikamenteninduziert) Paroxetin, Mirtazapin.
(fürchterliche Zustände!, die ich aufs einschleichen/Unverträglichkeit zurückführe)

Nach Psychiatrieaufenthalt in fürchterlichem Zustand (vorher Paroxetin nach ca. 20 Tagen abgesetzt bzw. auf ärztlichen Rat hin weggelassen) (Diagnose schw. depr. Episode, V.a. generalisierte Angststörung) Sertralin 150mg Anfang 2015, bis dies in der Reha auf 15mg Escitalopram gewechselt wurde, welches ich bis Ende 2016 einnahm
(Keine sonderliche Verbesserung, aber besser, als nichts zu nehmen, so mein Denken.)-------------

Anfang 2015-Mitte 2017: Verhaltenstherapie. Ohne Besserung des Zustandes. Dieser wsr in der Zeit immer stark schwankend, jedoch immer schlecht.

Weihnachten 2016: Beginn abdosieren nach Psychiater Empfehlung wöchentlich runter 15-10-5-0.
Kam nicht so gut.

-unter AD (ohne aber auch) hatte ich folgende Symptome:
-Benommenheit
-Unruhe
-Grübelei
-Erschöpfung
-nie ausgeschlafen (auch wenn keine Schlafstörungen auftraten)
-Blick verschwimmt wie als wenn man wegträumt
-schlechte Stimmung (wen wunderts wenn Symptome da sind
-Sehstörungen

(was von OP kommt und was nicht weiss ich bis heute nicht. Neurochirurgen sagen es lässt sich ausser den Sehstörungen in Form von Nystagmus nicht auf die OP zurückführen bzw. nur schwer erklären)

Mai 2017:
Rezidiv, neue OP Mitte 2018 geplant (nach Umschulung. Ding wächst langsam, ist aber nicht bedrohlich).

Angstthema neben schlechtem Befinden:
Sehstörungen verschlechtern sich? Dinge wackeln im peripheren Blickfeld links, oder ist es nur die Angst und ich achte mehr darauf, seit ich von neuer OP weiß?
-kommt Erschöpfung vom Sorgen machen? Fragen über Fragen, auf die es keine eindeutige Antwort gibt...

05/2017 Amitriptylin bis hoch auf 50mg.
(Schlaf etwas besser, etwas wieder stabilisiert, aber verging schnell wieder)

28.09.17 Einstieg Escitalopram 5mg

05.10.17 Aufdosierung auf 10mg
NW: Verzweiflung, verstärkte Ängste, massive Unruhe bei vermehrter Erschöpfung

31.10.17 Rückzug auf 5mg

5.11.17 Pascoflair Beginn (empf. Dosis 1-1-1)

6.11.17 Absetzen mit Psychiater beschlossen

07.11.2017 Reduktion auf 4mg (mit Tropfen)
Wieder mehr Ruhe, Mittagsschläfe sind wieder möglich.
Leichtes Muskelzucken unter rechtem Auge im Verlauf

15.11.17 Reduktion auf 3.5mg

20.11.17 Zur Zeit:
-unruhiger Schlaf (mit häufigem Erwachen und einem "hab ich jetzt geschlafen/ hab ich gerad geträumt Gefühl)
-Benommenheit
-starker Hinterkopfdruck
-allgemein platt wie krank 
-Muskelzucken unter rechtem Auge


23.11.17 Zur Zeit:
-Schlaf etwas besser
-Benommenheit
-Hinterkopfdruck
-allgemein platt wie krank 
-Muskelzucken unter rechtem Auge
-gerad starke Reizbarkeit, Aggressionspotenzial

24.11.17 zurück auf 4mg

29.11.17 Zur Zeit:
-Schlaf durch Schlafkompression bereits sofortig verbessert (6,5h im Bett)
-Kopfdruck gering
-Benommenheit
-Muskelzucken unter rechtem Auge

1.12.2017
Benommwnheit
Kopfdruck gering
Muskelzucken jetzt auch links registriert
Kognitiv und körperlich (gestern und heute besonders) massiv beeinträchtigt

06.12.
Musste Unterricht verlassen. Nerven am Ende.

11.12.
Erholt.
Reduktion auf 3mg

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Re: Escitalopram

Beitragvon orco500 » Samstag, 04.11.17, 11:33

Habe eben mal Euren Team- Artikel zur ZNS Irritation gelesen.

Danke für diese Arbeit die Ihr Euch da gemacht habt!
Weihnachten 2013:
Neurochirurgische Entfernung eines Rosettenbildenden glioneuralen Tumor des 4. Ventrikels im Kleinhirn)

Monate später viele Tests mit Antidepressiva, getestet und wieder abgesetzt in 2014:
Citalopram( erstes AD, erstmalig Schlafstörung medikamenteninduziert) Paroxetin, Mirtazapin.
(fürchterliche Zustände!, die ich aufs einschleichen/Unverträglichkeit zurückführe)

Nach Psychiatrieaufenthalt in fürchterlichem Zustand (vorher Paroxetin nach ca. 20 Tagen abgesetzt bzw. auf ärztlichen Rat hin weggelassen) (Diagnose schw. depr. Episode, V.a. generalisierte Angststörung) Sertralin 150mg Anfang 2015, bis dies in der Reha auf 15mg Escitalopram gewechselt wurde, welches ich bis Ende 2016 einnahm
(Keine sonderliche Verbesserung, aber besser, als nichts zu nehmen, so mein Denken.)-------------

Anfang 2015-Mitte 2017: Verhaltenstherapie. Ohne Besserung des Zustandes. Dieser wsr in der Zeit immer stark schwankend, jedoch immer schlecht.

Weihnachten 2016: Beginn abdosieren nach Psychiater Empfehlung wöchentlich runter 15-10-5-0.
Kam nicht so gut.

-unter AD (ohne aber auch) hatte ich folgende Symptome:
-Benommenheit
-Unruhe
-Grübelei
-Erschöpfung
-nie ausgeschlafen (auch wenn keine Schlafstörungen auftraten)
-Blick verschwimmt wie als wenn man wegträumt
-schlechte Stimmung (wen wunderts wenn Symptome da sind
-Sehstörungen

(was von OP kommt und was nicht weiss ich bis heute nicht. Neurochirurgen sagen es lässt sich ausser den Sehstörungen in Form von Nystagmus nicht auf die OP zurückführen bzw. nur schwer erklären)

Mai 2017:
Rezidiv, neue OP Mitte 2018 geplant (nach Umschulung. Ding wächst langsam, ist aber nicht bedrohlich).

Angstthema neben schlechtem Befinden:
Sehstörungen verschlechtern sich? Dinge wackeln im peripheren Blickfeld links, oder ist es nur die Angst und ich achte mehr darauf, seit ich von neuer OP weiß?
-kommt Erschöpfung vom Sorgen machen? Fragen über Fragen, auf die es keine eindeutige Antwort gibt...

05/2017 Amitriptylin bis hoch auf 50mg.
(Schlaf etwas besser, etwas wieder stabilisiert, aber verging schnell wieder)

28.09.17 Einstieg Escitalopram 5mg

05.10.17 Aufdosierung auf 10mg
NW: Verzweiflung, verstärkte Ängste, massive Unruhe bei vermehrter Erschöpfung

31.10.17 Rückzug auf 5mg

5.11.17 Pascoflair Beginn (empf. Dosis 1-1-1)

6.11.17 Absetzen mit Psychiater beschlossen

07.11.2017 Reduktion auf 4mg (mit Tropfen)
Wieder mehr Ruhe, Mittagsschläfe sind wieder möglich.
Leichtes Muskelzucken unter rechtem Auge im Verlauf

15.11.17 Reduktion auf 3.5mg

20.11.17 Zur Zeit:
-unruhiger Schlaf (mit häufigem Erwachen und einem "hab ich jetzt geschlafen/ hab ich gerad geträumt Gefühl)
-Benommenheit
-starker Hinterkopfdruck
-allgemein platt wie krank 
-Muskelzucken unter rechtem Auge


23.11.17 Zur Zeit:
-Schlaf etwas besser
-Benommenheit
-Hinterkopfdruck
-allgemein platt wie krank 
-Muskelzucken unter rechtem Auge
-gerad starke Reizbarkeit, Aggressionspotenzial

24.11.17 zurück auf 4mg

29.11.17 Zur Zeit:
-Schlaf durch Schlafkompression bereits sofortig verbessert (6,5h im Bett)
-Kopfdruck gering
-Benommenheit
-Muskelzucken unter rechtem Auge

1.12.2017
Benommwnheit
Kopfdruck gering
Muskelzucken jetzt auch links registriert
Kognitiv und körperlich (gestern und heute besonders) massiv beeinträchtigt

06.12.
Musste Unterricht verlassen. Nerven am Ende.

11.12.
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Reduktion auf 3mg

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Re: Escitalopram

Beitragvon padma » Samstag, 04.11.17, 18:07

hallo Orco, :)

Das mit dem ausschleichen ist also eher interessant, weil der Plan sonst wäre Dienstag auf 0 und das neue rein (ihr wisst ja wie ein Psychiater ausschleicht und einschleicht).

Psychiater machen das so, unserer Erfahrung nach ist das sehr riskant.

Zudem ist unklar, inwieweit deine Unruhe nicht von Escitalopram kommt.

Ich fände daher sinnvoll erst Escitalopram auszuschleichen und dann zu schauen, wie es dir ohne ein AD geht.
Aber es ist natürlich deine Entscheidung.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.09.2017: 0,5 mg


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Re: Escitalopram

Beitragvon orco500 » Samstag, 04.11.17, 19:07

Hallo padma (und natürlich ihr andern hilfsbereiten hier),

die Unruhe gibt es auch ohne Escitalopram,
konnte das in der Zeit ohne AD (Weihnachten bis Mai) beobachten. Am Ende konnte ich sogar nicht mehr einschlafen, was ich bis da gar nicht kannte.

Aber SSRI Triggern das extrem. Besonders am Anfang.
(Venla und Sertralin, da kam ich nicht mal so weit wie jetzt mit Escitalopram, war aber auch eine heftige Belastungsphase).

Genau da liegt jetzt die Schwierigkeit...
Escitalopram muss wieder raus.
Könnte mir am Anfang ein TZA verschreiben lassen, was ich erst später nehme.

Nur wie schleich ich dann das Escitalopram aus?
Hab mal ein bisschen gelesen, werde ihn nach Tropfen fragen.

Und dann?

Von 5mg auf 4mg usw. bis 0mg?

Zeitraum jede Woche einen Tropfen weniger?
So könnt ichs mir vorstellen.
Dann käme ich relativ schnell davon weg.

Gruß
Weihnachten 2013:
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Nach Psychiatrieaufenthalt in fürchterlichem Zustand (vorher Paroxetin nach ca. 20 Tagen abgesetzt bzw. auf ärztlichen Rat hin weggelassen) (Diagnose schw. depr. Episode, V.a. generalisierte Angststörung) Sertralin 150mg Anfang 2015, bis dies in der Reha auf 15mg Escitalopram gewechselt wurde, welches ich bis Ende 2016 einnahm
(Keine sonderliche Verbesserung, aber besser, als nichts zu nehmen, so mein Denken.)-------------

Anfang 2015-Mitte 2017: Verhaltenstherapie. Ohne Besserung des Zustandes. Dieser wsr in der Zeit immer stark schwankend, jedoch immer schlecht.

Weihnachten 2016: Beginn abdosieren nach Psychiater Empfehlung wöchentlich runter 15-10-5-0.
Kam nicht so gut.

-unter AD (ohne aber auch) hatte ich folgende Symptome:
-Benommenheit
-Unruhe
-Grübelei
-Erschöpfung
-nie ausgeschlafen (auch wenn keine Schlafstörungen auftraten)
-Blick verschwimmt wie als wenn man wegträumt
-schlechte Stimmung (wen wunderts wenn Symptome da sind
-Sehstörungen

(was von OP kommt und was nicht weiss ich bis heute nicht. Neurochirurgen sagen es lässt sich ausser den Sehstörungen in Form von Nystagmus nicht auf die OP zurückführen bzw. nur schwer erklären)

Mai 2017:
Rezidiv, neue OP Mitte 2018 geplant (nach Umschulung. Ding wächst langsam, ist aber nicht bedrohlich).

Angstthema neben schlechtem Befinden:
Sehstörungen verschlechtern sich? Dinge wackeln im peripheren Blickfeld links, oder ist es nur die Angst und ich achte mehr darauf, seit ich von neuer OP weiß?
-kommt Erschöpfung vom Sorgen machen? Fragen über Fragen, auf die es keine eindeutige Antwort gibt...

05/2017 Amitriptylin bis hoch auf 50mg.
(Schlaf etwas besser, etwas wieder stabilisiert, aber verging schnell wieder)

28.09.17 Einstieg Escitalopram 5mg

05.10.17 Aufdosierung auf 10mg
NW: Verzweiflung, verstärkte Ängste, massive Unruhe bei vermehrter Erschöpfung

31.10.17 Rückzug auf 5mg

5.11.17 Pascoflair Beginn (empf. Dosis 1-1-1)

6.11.17 Absetzen mit Psychiater beschlossen

07.11.2017 Reduktion auf 4mg (mit Tropfen)
Wieder mehr Ruhe, Mittagsschläfe sind wieder möglich.
Leichtes Muskelzucken unter rechtem Auge im Verlauf

15.11.17 Reduktion auf 3.5mg

20.11.17 Zur Zeit:
-unruhiger Schlaf (mit häufigem Erwachen und einem "hab ich jetzt geschlafen/ hab ich gerad geträumt Gefühl)
-Benommenheit
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23.11.17 Zur Zeit:
-Schlaf etwas besser
-Benommenheit
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-Kopfdruck gering
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1.12.2017
Benommwnheit
Kopfdruck gering
Muskelzucken jetzt auch links registriert
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11.12.
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Re: Escitalopram

Beitragvon Annanas » Samstag, 04.11.17, 19:37

Hallo orco,
orco500 hat geschrieben:die Unruhe gibt es auch ohne Escitalopram,
konnte das in der Zeit ohne AD (Weihnachten bis Mai) beobachten. Am Ende konnte ich sogar nicht mehr einschlafen, was ich bis da gar nicht kannte.

Ich könnte mir vorstellen, daß diese Unruhe auch mit den Medikationswechseln zu tun hat bzw Absetzsymptome von den längergenommenen Psychopharmaka waren/sind.
orco500 hat geschrieben:Wechsel auf Sertralin nach ca. drei Wochen Pause in Klinik.
Besser drauf,Schlaf wurde besser, aber nie wirklich gut, die Symptomatiken.
Weiter genommen bis Ende 2015 (seit Anfang 2015), dann in Reha Klinik Wechsel auf Escitalopram. Weitergenommen bis Weihnachten 2016.
Nie wirklich gut gewesen alles, so dass ich am Wirken zweifelte.
Also absetzen... Von 15 auf 10 auf 5 auf 0 in einigen Wochen.
Danach erst gut, dann immer chaotischer. Schlafstörungen, aus Unterricht abhauen, Ängste.

Vom Sertralin (das hast du 1 Jahr genommen) - dann Wechsel auf 1 Jahr Escitalopram bis Ende 2016 und dann wohl das Ausschleichen (was eigentlich keines war - das Vorgehen kommt eher einem Kaltentzug nah) - mMn könntest du ein wirklich gereiztes ZNS haben durch eben diesen Medikationswechsel und das schnelle/großschrittige Absetzen .

Dazu kommen dann wieder die neuen Psychopharmaka in 2017. Ich denke eben, hier hast du noch an Absetzsymptomen gelitten, dazu jetzt die Nebenwirkungen der neuen Medikamente.

orco500 hat geschrieben:Genau da liegt jetzt die Schwierigkeit...
Escitalopram muss wieder raus.

Wie lange nimmst du es denn jetzt wieder???

Orco, beim Lesen deines Berichtes mache ich mir ehrlich Sorgen - ich weiß, daß du wirklich eine schwierige Lebenssituation erlebst u. ich kann deine Ängste verstehen. Aber alle diese Medikamente bescheren dir nur neues Unheil in Form von Nebenwirkungen bzw Absetzsymptomen - es sind keine Kopfschmerzpillen - sie wirken länger u. verändern die Gehirnchemie/-struktur u. damit viele nachfolgende Regelkreise im Körper.

Wäre es nicht eine Idee, so wie Padma :) auch schon schrieb, das Escitalopram langsam auszuschleichen u. kein anderes Psychopharmakon mehr
zu nehmen?!
Bekommst du vllt kurzfristig eine Psychotherapie, in der du Strategien erlernen könntest, um deine Ängste abzumildern - wäre das eine Option??

Ich hätte echt Angst, daß du dir mit den ganzen Psychopharmaka mehr schadest, als daß sie irgendeinen Nutzen haben.

Entscheiden mußt du natürlich selbst,
liebe Grüße von Anna
Vorgeschichte:
► Text zeigen

Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
► Text zeigen

05.12.2017 27. Red. um 1 mg auf 9,5 mg (9%)


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Re: Escitalopram

Beitragvon orco500 » Samstag, 04.11.17, 20:57

Hallo Anna,

vielen Dank Dir, dass Du Dir so viel Mühe gemacht hast, mit Deiner Antwort. Allen anderen auch noch mal, ich weiß das wirklich zu schätzen.

Vermutlich ist es wahr, vermutlich wsr es einfach alles zu viel.
Ich kann der Lebenssituation nicht entgehen.
Und mein ZNS ist sicher sehr angeschlagen.

Bin auch nur am innerlich durchdrehen. Zwischen verzweifelt bis aggressiv ist der Wechsel immerdar.

Kopfdruck, Benommenheit, nur Sorgen, nicht locker lassen können. Ach es ist zum weglaufen.
Wenn ich Euch erzählen würde wie viele Nahrungsergänzungen ich mir in den 4 Jahren hereingegessen habe...

Dazu ewiges googlen über "unser" Thema und halt ständiges Grübeln ohne abschalten zu können mit dieser Unruhe, Sport, Schlafstörungen, Erschöpfung, einer neuen Ausbildung zum Hörakustiker in 2 Jahren mit wirklich hartem Pensum (hätt ich nie gedacht), der Offenbarung im MRT "da ist etwas nachgewachsen"... einfach zu viel. Tinnitus noch oben drauf...

Wie hört sich das an? Überlastet, oder?

Ewig diese Torkelei am Tag durch Supermärkte Klassenzimmer und sogar zu Hause.

Habe die ihr wisst schon voll...

Ich kann nur einem Plan folgen:
Escitalopram raus (bitte gebt mir nen Tipp wie lange ausschleichen NEHNE SIE JETZT ERST SEIT 5 WOCHEN WIEDER).
Neues AD erst mal nicht, wenn, dann später (falls alles nix wird - Beispiel: ohne Escitalopram wurde ich aggressiver bzw. leicht reizbar und Überlastbar).

Glaub ich klinge wirr, muss jetzt aber dringend mal abschalten, gerad wieder auf dem heimischen Sofa angekommen nach diesem abartigen Dänemark Urlaub für den der Ort sicherlich nichts kann...

Schlaft gut.
Freue mich über jeden Beitrag
Weihnachten 2013:
Neurochirurgische Entfernung eines Rosettenbildenden glioneuralen Tumor des 4. Ventrikels im Kleinhirn)

Monate später viele Tests mit Antidepressiva, getestet und wieder abgesetzt in 2014:
Citalopram( erstes AD, erstmalig Schlafstörung medikamenteninduziert) Paroxetin, Mirtazapin.
(fürchterliche Zustände!, die ich aufs einschleichen/Unverträglichkeit zurückführe)

Nach Psychiatrieaufenthalt in fürchterlichem Zustand (vorher Paroxetin nach ca. 20 Tagen abgesetzt bzw. auf ärztlichen Rat hin weggelassen) (Diagnose schw. depr. Episode, V.a. generalisierte Angststörung) Sertralin 150mg Anfang 2015, bis dies in der Reha auf 15mg Escitalopram gewechselt wurde, welches ich bis Ende 2016 einnahm
(Keine sonderliche Verbesserung, aber besser, als nichts zu nehmen, so mein Denken.)-------------

Anfang 2015-Mitte 2017: Verhaltenstherapie. Ohne Besserung des Zustandes. Dieser wsr in der Zeit immer stark schwankend, jedoch immer schlecht.

Weihnachten 2016: Beginn abdosieren nach Psychiater Empfehlung wöchentlich runter 15-10-5-0.
Kam nicht so gut.

-unter AD (ohne aber auch) hatte ich folgende Symptome:
-Benommenheit
-Unruhe
-Grübelei
-Erschöpfung
-nie ausgeschlafen (auch wenn keine Schlafstörungen auftraten)
-Blick verschwimmt wie als wenn man wegträumt
-schlechte Stimmung (wen wunderts wenn Symptome da sind
-Sehstörungen

(was von OP kommt und was nicht weiss ich bis heute nicht. Neurochirurgen sagen es lässt sich ausser den Sehstörungen in Form von Nystagmus nicht auf die OP zurückführen bzw. nur schwer erklären)

Mai 2017:
Rezidiv, neue OP Mitte 2018 geplant (nach Umschulung. Ding wächst langsam, ist aber nicht bedrohlich).

Angstthema neben schlechtem Befinden:
Sehstörungen verschlechtern sich? Dinge wackeln im peripheren Blickfeld links, oder ist es nur die Angst und ich achte mehr darauf, seit ich von neuer OP weiß?
-kommt Erschöpfung vom Sorgen machen? Fragen über Fragen, auf die es keine eindeutige Antwort gibt...

05/2017 Amitriptylin bis hoch auf 50mg.
(Schlaf etwas besser, etwas wieder stabilisiert, aber verging schnell wieder)

28.09.17 Einstieg Escitalopram 5mg

05.10.17 Aufdosierung auf 10mg
NW: Verzweiflung, verstärkte Ängste, massive Unruhe bei vermehrter Erschöpfung

31.10.17 Rückzug auf 5mg

5.11.17 Pascoflair Beginn (empf. Dosis 1-1-1)

6.11.17 Absetzen mit Psychiater beschlossen

07.11.2017 Reduktion auf 4mg (mit Tropfen)
Wieder mehr Ruhe, Mittagsschläfe sind wieder möglich.
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15.11.17 Reduktion auf 3.5mg

20.11.17 Zur Zeit:
-unruhiger Schlaf (mit häufigem Erwachen und einem "hab ich jetzt geschlafen/ hab ich gerad geträumt Gefühl)
-Benommenheit
-starker Hinterkopfdruck
-allgemein platt wie krank 
-Muskelzucken unter rechtem Auge


23.11.17 Zur Zeit:
-Schlaf etwas besser
-Benommenheit
-Hinterkopfdruck
-allgemein platt wie krank 
-Muskelzucken unter rechtem Auge
-gerad starke Reizbarkeit, Aggressionspotenzial

24.11.17 zurück auf 4mg

29.11.17 Zur Zeit:
-Schlaf durch Schlafkompression bereits sofortig verbessert (6,5h im Bett)
-Kopfdruck gering
-Benommenheit
-Muskelzucken unter rechtem Auge

1.12.2017
Benommwnheit
Kopfdruck gering
Muskelzucken jetzt auch links registriert
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11.12.
Erholt.
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Re: Escitalopram

Beitragvon Ululu 69 » Sonntag, 05.11.17, 9:32

Hallo orco,

orco500 hat geschrieben:Zeitraum jede Woche einen Tropfen weniger?
So könnt ichs mir vorstellen.
Dann käme ich relativ schnell davon weg.


Ich finde die Idee so nicht schlecht, vor Allem, wenn du sagst, dass du selbst es dir so vorstellen kannst.

Gut, dass du wieder zu Hause bist. Versuche etwas zur Ruhe zu kommen, das unterstützt dein ZNS.

Ich wünsche dir einen schönen, ruhigen Sonntag.

LG Ute
Schwindel, Angst und Depression immer mal wieder auftretend aber nach ein paar Monaten immer wieder Besserung
Atenolol (Betablocker) 25 mg täglich
2011 Überweisung zum Psychiater, Versuche mit Sulpirid (6 Monate genommen), Amitryptillin (nicht vertragen) und Buspiron, 3 Monate genommen


2012 stationärer Aufenthalt in Psychiatrie nach einjährigem Dauerschwindel. Diagnose :generalisierte Angststörung und schwere Depression.
Alle Medikamente wurden sofort abgesetzt. Lorazepam 1mg 3 mal täglich, nach zwei Wochen ausgeschlichen, Gesamteinnahmedauer sechs Wochen

Seitdem Mirtazapin 30 mg zur Nacht.
Cymbalta 90 mg
Seroquel prolong abends 150 mg

Ein Jahr später Reduzierung Mirtazapin auf 15 mg ohne Probleme. Darunter schwere Schlafstörungen. Daher weiter 15 mg.

2014 zusätzliche Diagnose Schlaf Apnoe Syndrom. Behandlung mit Atemmaske.

Insgesamt über 30 kg Gewichtszunahme.
Gefühlsverflachung und Tagesmüdigkeit.

Ende 2016 Reduzierung Seroquel prolong auf 100 mg.
Am 30.04. Reduzierung Seroquel prolong auf 50 mg.
Seit Juni 2017 Mönchspfeffer gegen Zyklusstörungen
Und Jaborandi Globuli bei Bedarf gegen Schwitzen mit mäßigem Erfolg

21.08.2017 Duloxetin auf 75 mg
18.10.2017 Duloxetin auf 67.5 mg
13.11.2017 Duloxetin auf 60,0 mg

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Re: Escitalopram

Beitragvon Annanas » Sonntag, 05.11.17, 10:35

Guten Morgen, orco :) !
orco500 hat geschrieben:Dazu ewiges googlen über "unser" Thema und halt ständiges Grübeln ohne abschalten zu können mit dieser Unruhe, Sport, Schlafstörungen, Erschöpfung, einer neuen Ausbildung zum Hörakustiker in 2 Jahren mit wirklich hartem Pensum (hätt ich nie gedacht), der Offenbarung im MRT "da ist etwas nachgewachsen"... einfach zu viel. Tinnitus noch oben drauf...

Wie hört sich das an? Überlastet, oder?

Dann hast du auch, bevor du die erneute Diagnose erhalten hast, schon sehr mit der Unruhe u. anderen Symptomen zu kämpfen gehabt,
wenn ich das richtig gelesen habe?!

Ja, es hört sich nach absoluter Überlastung an (du hast auch viel zu stemmen gehabt) - dazu die wechselnden Medikamentierungen -
ich weiß, es ist nicht so einfach umzusetzen, aber du brauchst mMn unbedingt Ruhe, Struktur u. Dinge, die dich wieder in die Balance
bringen.
Schon wenn ich deinen Text nur lese, werde ich selber ganz hibbelig - das ist kein Vorwurf, nur die Erklärung wieviel Unruhe dem
Ganzen schon so entspringt - geschweige denn, was du selber in dir tragen mußt!

orco500 hat geschrieben:Ich kann nur einem Plan folgen:
Escitalopram raus (bitte gebt mir nen Tipp wie lange ausschleichen NEHNE SIE JETZT ERST SEIT 5 WOCHEN WIEDER).
Neues AD erst mal nicht, wenn, dann später (falls alles nix wird - Beispiel: ohne Escitalopram wurde ich aggressiver bzw. leicht reizbar und Überlastbar).

Deinen Plan finde ich gut, es erstmal ohne AD zu versuchen - dieses "falls alles nix wird" könnte daher rühren, daß bei dir durch zu schnelles Absetzen, ständige Medikamentenwechsel usw diese Aggressivität, Reizbarkeit als Symptome eines gereizten ZNS auftraten - also quasi dem ganzen Vorgehen geschuldet sind u. nicht deiner "normalen" Stimmungslage.

orco500 hat geschrieben:Von 5mg auf 4mg usw. bis 0mg?
Zeitraum jede Woche einen Tropfen weniger?

Ich bin da auch, wie Ute :) , der Meinung, daß du es so versuchen kannst, wenn 1 Tropfen einem mg entspricht.
Würde zwar nicht ständig in mich hineinhorchen, aber schon schauen, wie es dir bei jeder Reduktion ergeht - sollten sich die Symptome verstärken,
muß man ggf. langsamer absetzen, dh. auf einer neuen Dosis länger als eine Woche bleiben!

Du kannst hier gern schreiben, wie es dir bei der Reduktion ergeht, dann könnten wir die weitere Vorgehensweise gemeinsam überlegen,
wenn du es möchtest.

orco500 hat geschrieben:Wenn ich Euch erzählen würde wie viele Nahrungsergänzungen ich mir in den 4 Jahren hereingegessen habe...

Das ist auch noch ein Punkt - auch Nahrungsergänzungsmittel sind, gerade im Verbund, nicht immer harmlos u. können zusätzliche Störungen
verursachen - allgemein wird bei Psychopharmakaeinnahme/-absetzen Vieles davon nicht vertragen.

Nimmst du noch etwas in der Richtung??

Was unterstützend, auch hinsichtlich deiner DIagnose, wirken könnte, wäre Omega 3 mit einem hohen EPA-Anteil u. gegen die Unruhe könntest du z.B. Pascoflair (Passionsblumenextrakt) probieren - hier ist auch eine Studie dazu - hinsichtlich Wirksamkeit wie ein Benzo - nur eben
dauert es ca. 3 Wochen bis es wirkt:
Absetzsymptome mit HIlfe pflanzl Mittel/alternativer Medizin lindern

Wenn du es probieren möchtest, kleine Mengen (wegen der Verträglichkeit) antesten - Passionsblumenblütentee (aus der Apotheke) hilft auch gut
bei Unruhe.
Viel mehr würde ich schon gar nicht einnehmen - alles Andere (was du an NEM evtl noch nimmst) würde ich auch weglassen (es sei denn, dein Arzt empfielt aufgrund deiner Diagnose etwas), damit dein Gehirn wirklich zur Ruhe kommt.

Liebe Grüße von Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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05.12.2017 27. Red. um 1 mg auf 9,5 mg (9%)


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Re: Escitalopram

Beitragvon orco500 » Sonntag, 05.11.17, 11:00

Hey,

ach Ihr seid toll.

Das Problem wird sein, Absetzsymptome von generellen Schwierigkeiten zu unterscheiden.
Aber ja, ich denke ihr habt recht. Wer bin ich eigentlich noch? Und was davon sind die Medikamente?

An Nahrungsergänzung nehme ich eigentlich nur noch Magnesium und Gerstengraspulver.
Die werde ich beibehalten. Desweiteren probiere ich ab morgen das Pascoflair mal dazu.

Sonst habe ich Vitamin D. Das nehme ich aber nicht regelmäßig. Könnte ich das wieder probieren in der dunklen Jahreszeit oder ist das eher so eins, worauf man gereizt reagiert?

Omega 3 habe ich auch noch herumliegen. Das ist ja auch schnell eingenommen.

Was mir wichtig wäre, ist es, ein wenig zur Ruhe zu kommen.
Versuche jeden Tag gegen die Gefühle anzugehen, wie es empfohlen wird: bloß nicht hinlegen, bloß nicht aufregen (nicht an rosa Elefanten denken), kein Stress (sorry, Ausbildung mit Erschöpfung und ständigem Grübeln/Sorgen/und etwas dagegen unternehmen) usw....
Natürlich gilt es zu unterscheiden, was der Psyche gut tut und was nicht.
Sicher ist es nicht gut nur herumzuhocken, genauso wenig wie viel zu viel zu unternehmen.
Da den Mittelpunkt zu finden, darin bin ich nicht schlecht.
Allerdings killt mich bei jedem Absagen ein Gefühl von Versagen. Bei jedem Tag krankschreiben auch.

Na nu?
So drehe ich mich seit langem hin und her....
mit dem Amitriptylin in den ersten Wochen letztens konnte ich auch mal entspannter bleiben, das verging dann aber wieder. Damit hab ich auch die Zwischenprüfung gemeistert. Sobald die rum war bin ich allerdings gefallen.
Bei Therapieende auch völlig fertig gewesen.

Lieber wäre ich aber "frei" davon und auch als ich selbst entspannt.

Habe ich eigentlich die ständige Niedergeschlagenheit und Abneigung zum Leben erwähnt?
(nix suizidales, nur allgemein "alle Leute nerven" Gefühl).
Keine Lust auf Sachen, alles anstrengend...

Ich schreib zu viel.
Also, Pascoflair und Escitalopram Tropfen.

Bis dann
Weihnachten 2013:
Neurochirurgische Entfernung eines Rosettenbildenden glioneuralen Tumor des 4. Ventrikels im Kleinhirn)

Monate später viele Tests mit Antidepressiva, getestet und wieder abgesetzt in 2014:
Citalopram( erstes AD, erstmalig Schlafstörung medikamenteninduziert) Paroxetin, Mirtazapin.
(fürchterliche Zustände!, die ich aufs einschleichen/Unverträglichkeit zurückführe)

Nach Psychiatrieaufenthalt in fürchterlichem Zustand (vorher Paroxetin nach ca. 20 Tagen abgesetzt bzw. auf ärztlichen Rat hin weggelassen) (Diagnose schw. depr. Episode, V.a. generalisierte Angststörung) Sertralin 150mg Anfang 2015, bis dies in der Reha auf 15mg Escitalopram gewechselt wurde, welches ich bis Ende 2016 einnahm
(Keine sonderliche Verbesserung, aber besser, als nichts zu nehmen, so mein Denken.)-------------

Anfang 2015-Mitte 2017: Verhaltenstherapie. Ohne Besserung des Zustandes. Dieser wsr in der Zeit immer stark schwankend, jedoch immer schlecht.

Weihnachten 2016: Beginn abdosieren nach Psychiater Empfehlung wöchentlich runter 15-10-5-0.
Kam nicht so gut.

-unter AD (ohne aber auch) hatte ich folgende Symptome:
-Benommenheit
-Unruhe
-Grübelei
-Erschöpfung
-nie ausgeschlafen (auch wenn keine Schlafstörungen auftraten)
-Blick verschwimmt wie als wenn man wegträumt
-schlechte Stimmung (wen wunderts wenn Symptome da sind
-Sehstörungen

(was von OP kommt und was nicht weiss ich bis heute nicht. Neurochirurgen sagen es lässt sich ausser den Sehstörungen in Form von Nystagmus nicht auf die OP zurückführen bzw. nur schwer erklären)

Mai 2017:
Rezidiv, neue OP Mitte 2018 geplant (nach Umschulung. Ding wächst langsam, ist aber nicht bedrohlich).

Angstthema neben schlechtem Befinden:
Sehstörungen verschlechtern sich? Dinge wackeln im peripheren Blickfeld links, oder ist es nur die Angst und ich achte mehr darauf, seit ich von neuer OP weiß?
-kommt Erschöpfung vom Sorgen machen? Fragen über Fragen, auf die es keine eindeutige Antwort gibt...

05/2017 Amitriptylin bis hoch auf 50mg.
(Schlaf etwas besser, etwas wieder stabilisiert, aber verging schnell wieder)

28.09.17 Einstieg Escitalopram 5mg

05.10.17 Aufdosierung auf 10mg
NW: Verzweiflung, verstärkte Ängste, massive Unruhe bei vermehrter Erschöpfung

31.10.17 Rückzug auf 5mg

5.11.17 Pascoflair Beginn (empf. Dosis 1-1-1)

6.11.17 Absetzen mit Psychiater beschlossen

07.11.2017 Reduktion auf 4mg (mit Tropfen)
Wieder mehr Ruhe, Mittagsschläfe sind wieder möglich.
Leichtes Muskelzucken unter rechtem Auge im Verlauf

15.11.17 Reduktion auf 3.5mg

20.11.17 Zur Zeit:
-unruhiger Schlaf (mit häufigem Erwachen und einem "hab ich jetzt geschlafen/ hab ich gerad geträumt Gefühl)
-Benommenheit
-starker Hinterkopfdruck
-allgemein platt wie krank 
-Muskelzucken unter rechtem Auge


23.11.17 Zur Zeit:
-Schlaf etwas besser
-Benommenheit
-Hinterkopfdruck
-allgemein platt wie krank 
-Muskelzucken unter rechtem Auge
-gerad starke Reizbarkeit, Aggressionspotenzial

24.11.17 zurück auf 4mg

29.11.17 Zur Zeit:
-Schlaf durch Schlafkompression bereits sofortig verbessert (6,5h im Bett)
-Kopfdruck gering
-Benommenheit
-Muskelzucken unter rechtem Auge

1.12.2017
Benommwnheit
Kopfdruck gering
Muskelzucken jetzt auch links registriert
Kognitiv und körperlich (gestern und heute besonders) massiv beeinträchtigt

06.12.
Musste Unterricht verlassen. Nerven am Ende.

11.12.
Erholt.
Reduktion auf 3mg

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Re: Escitalopram

Beitragvon Annanas » Sonntag, 05.11.17, 15:15

Hallo orco,
orco500 hat geschrieben:An Nahrungsergänzung nehme ich eigentlich nur noch Magnesium und Gerstengraspulver.
Die werde ich beibehalten. Desweiteren probiere ich ab morgen das Pascoflair mal dazu.

Wenn du das Magnesium und das Gerstengraspulver verträgst, ist das i.O. - Pascoflair kannst du antesten u.
bei Verträglichkeit weiternehmen - nur beachten, daß die Wirkung manchmal auf sich warten läßt, dh. es kann so
um die 3 Wochen dauern.
Manche Personen spüren aber auch schon schneller eine Beruhigung.
orco500 hat geschrieben:Sonst habe ich Vitamin D. Das nehme ich aber nicht regelmäßig. Könnte ich das wieder probieren in der dunklen Jahreszeit oder ist das eher so eins, worauf man gereizt reagiert?

Vitamin D kann als Trigger fungieren, dh. die Symptome verstärken - ist auch unterschiedlich - manche Menschen vertragen es im
Entzug, manche reagieren darauf mit Unruhe.
Vllt fängst du dann auch mit einer niedrigeren Dosis an - es gibt auch Tropfen, die man dahingehend gut dosieren kann.

orco500 hat geschrieben:Omega 3 habe ich auch noch herumliegen. Das ist ja auch schnell eingenommen.

Omega 3 wird meistens gut vertragen.

Ich würde dir nur raten, nicht mit allen 3 (Pascoflair, Vitamin D, Omega 3) gleichzeitig zu starten, sondern ca. 2 Wochen zeitversetzt
mit jedem NEM anzufangen.
Falls es zu Problemen kommt (ist wirklich nicht bei Jedem so), dann weiß man zumindestens, welches Präparat der Auslöser ist.
orco500 hat geschrieben:Sicher ist es nicht gut nur herumzuhocken, genauso wenig wie viel zu viel zu unternehmen.
Da den Mittelpunkt zu finden, darin bin ich nicht schlecht.

Ja, das ist nicht einfach, das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Aber mit der Zeit findet man heraus, was einem guttut.
Ich denke auch, daß es in deinem Fall eher so sein wird, daß du mehr Ruhe brauchst, dh. nicht, daß man dann rumliegen muß, sondern
einfach Außenreize versucht, zu minimieren.

Evtl wären auch Meditation bzw Achtsamkeitsübungen hilfreich?

orco500 hat geschrieben:Allerdings killt mich bei jedem Absagen ein Gefühl von Versagen. Bei jedem Tag krankschreiben auch.

Davon mußt du dich lösen - ich weiß auch selbst, wie schwer das fällt - geht/ging mir genauso (ich übe immer noch u. falle zwischendurch mal
wieder auf die Nase, weil übernommen) - aber deine Gesundheit/Heilung hat oberste Priorität!!!
orco500 hat geschrieben:Habe ich eigentlich die ständige Niedergeschlagenheit und Abneigung zum Leben erwähnt?
(nix suizidales, nur allgemein "alle Leute nerven" Gefühl).
Keine Lust auf Sachen, alles anstrengend...

Das können sowohl Nebenwirkungen der Medikamente, als auch Absetzsymptome sein - bei der ganzen Medikamentierung, den Wechseln usw,
könnte ich mir vorstellen, daß du mit der Zeit wirklich ohne Medis entspannter wirst.

Du wirst Geduld brauchen - es kann einige Zeit dauern, ehe dein Zentrales Nervensystem dieses ganze Durcheinander in der Vergangenheit
überwunden hat - ich schreibe das nur, damit du nicht verzweifelst, wenn sich nicht sofort nach dem Absetzen vom Escitalopram alles
verbessert. Aber der erste Schritt ist damit auf jeden Fall getan!

Der beste Schritt, den du zur Gesundung gehen kannst, ehrlich u. wirklich! Falls du es schaffst, lies in den Hintergrundinfos hier im Forum,
dann bekommt man einen anderen Blick auf die "vielgepriesenen" Psychopharmaka!

orco500 hat geschrieben:Ich schreib zu viel.

Also, Pascoflair und Escitalopram Tropfen.

Machst du nicht, ist ja wichtig für uns, um sich ein Bild machen zu können u. deine Lage etwas einschätzen zu können.

Ich habe jetzt auch viel geschrieben.... :o !!

LG von Anna
Vorgeschichte:
► Text zeigen

Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
► Text zeigen

05.12.2017 27. Red. um 1 mg auf 9,5 mg (9%)


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Hinweis:
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Re: Escitalopram

Beitragvon orco500 » Sonntag, 05.11.17, 16:39

Hey Anna,

danke!

Das mit der Niedergeschlagenheit und Abneigung hatte ich sogar schon vor der OP. Schlechte Laune und nicht so gern rausgehen mitsamt sich allein fühlen und so.

Aber, Achtung jetzt: Schocker, aber bin ehrlich, war jahrelang süchtig nach Pornographie (viel in Diskussion bzgl. psychischer Störungen. Dopaminrezeptoren sollen ständig überreizt sein und sich immer mehr abbauen so dass es immer stärkere Reize braucht um Freude zu empfinden... anderes Thema. Jedenfalls: Symptom oder Auslöser?).
Auch jetzt wieder auf Entzug... seit 42 Tagen. Nicht zu unterschätzen, von der Sucht her ist das mit Drogenkonsum vergleichbar... (schon wieder zu viel fürs ZNS? Aber mit Escitalopram ist die Libido eh gering).

Es gibt viele Persönlichkeitsmerkmale, die sicher in der Entwicklung mitgespielt haben. Aber rechtfertigt das Antidepressiva? Oder eher Therapie?

Ich selbst stand den AD auch schon kritisch gegenüber.
Darum hatte ich plädiert, Escitalopram Weihnachten abzusetzen. Na ja, war auch nicht viel besser dann, so dass es im Mai dann zu Amitriptylin kam.

Hatte Mitte 2016 auch schon nen Absetzer gehabt, ebenfalls mit Escitalopram. Genau wie nach Weihnachten erst mal gut, dann immer schlechter.

Bei allen SSRI (ausser Sertralin in der Klinik) hatte ich diese Einstiegsphasen von Unruhe, völliger Verzweiflung, und dem Phänomen, kaum noch zu sprechen.
Dasselbe galt nach Absetzen.

Darum muss ich mir wirklich klarmachen, dass ich die nicht vertrage. Aber was dann? Hat mich an meine Grenzen gebracht.

Ach ja, Vitamin D, hatte oft das Gefühl dsss die Tage nach Einnahme extremer waren. Habe das aber als Quatsch abgetan. Also lieber mal nicht zur Zeit.

Was sagt ihr eigentlich generell zum Kaffeekonsum?
Lohnt es sich das auch zu lassen?
Trinke nicht soo viel. Ca. drei Tassen pro Tag.
Merkt ihr was?
Lasse ich das auch noch weg, mache ich viel zu viel auf einmal! Oh man. Will immer alles schnell verbessern.

In Dänemark eine Woche lang viel geraucht. Sonst Nichtraucher. Das zu stoppen ist kein Problem, aber halt immer alles etwas viel fürs Gemüt...

Manches muss, um langftistige Verbesserungen vorzunehmen. Andere, wie Kaffee... na ja, haben Zeit oder sind nicht allzu wichtig.

Grüße
Weihnachten 2013:
Neurochirurgische Entfernung eines Rosettenbildenden glioneuralen Tumor des 4. Ventrikels im Kleinhirn)

Monate später viele Tests mit Antidepressiva, getestet und wieder abgesetzt in 2014:
Citalopram( erstes AD, erstmalig Schlafstörung medikamenteninduziert) Paroxetin, Mirtazapin.
(fürchterliche Zustände!, die ich aufs einschleichen/Unverträglichkeit zurückführe)

Nach Psychiatrieaufenthalt in fürchterlichem Zustand (vorher Paroxetin nach ca. 20 Tagen abgesetzt bzw. auf ärztlichen Rat hin weggelassen) (Diagnose schw. depr. Episode, V.a. generalisierte Angststörung) Sertralin 150mg Anfang 2015, bis dies in der Reha auf 15mg Escitalopram gewechselt wurde, welches ich bis Ende 2016 einnahm
(Keine sonderliche Verbesserung, aber besser, als nichts zu nehmen, so mein Denken.)-------------

Anfang 2015-Mitte 2017: Verhaltenstherapie. Ohne Besserung des Zustandes. Dieser wsr in der Zeit immer stark schwankend, jedoch immer schlecht.

Weihnachten 2016: Beginn abdosieren nach Psychiater Empfehlung wöchentlich runter 15-10-5-0.
Kam nicht so gut.

-unter AD (ohne aber auch) hatte ich folgende Symptome:
-Benommenheit
-Unruhe
-Grübelei
-Erschöpfung
-nie ausgeschlafen (auch wenn keine Schlafstörungen auftraten)
-Blick verschwimmt wie als wenn man wegträumt
-schlechte Stimmung (wen wunderts wenn Symptome da sind
-Sehstörungen

(was von OP kommt und was nicht weiss ich bis heute nicht. Neurochirurgen sagen es lässt sich ausser den Sehstörungen in Form von Nystagmus nicht auf die OP zurückführen bzw. nur schwer erklären)

Mai 2017:
Rezidiv, neue OP Mitte 2018 geplant (nach Umschulung. Ding wächst langsam, ist aber nicht bedrohlich).

Angstthema neben schlechtem Befinden:
Sehstörungen verschlechtern sich? Dinge wackeln im peripheren Blickfeld links, oder ist es nur die Angst und ich achte mehr darauf, seit ich von neuer OP weiß?
-kommt Erschöpfung vom Sorgen machen? Fragen über Fragen, auf die es keine eindeutige Antwort gibt...

05/2017 Amitriptylin bis hoch auf 50mg.
(Schlaf etwas besser, etwas wieder stabilisiert, aber verging schnell wieder)

28.09.17 Einstieg Escitalopram 5mg

05.10.17 Aufdosierung auf 10mg
NW: Verzweiflung, verstärkte Ängste, massive Unruhe bei vermehrter Erschöpfung

31.10.17 Rückzug auf 5mg

5.11.17 Pascoflair Beginn (empf. Dosis 1-1-1)

6.11.17 Absetzen mit Psychiater beschlossen

07.11.2017 Reduktion auf 4mg (mit Tropfen)
Wieder mehr Ruhe, Mittagsschläfe sind wieder möglich.
Leichtes Muskelzucken unter rechtem Auge im Verlauf

15.11.17 Reduktion auf 3.5mg

20.11.17 Zur Zeit:
-unruhiger Schlaf (mit häufigem Erwachen und einem "hab ich jetzt geschlafen/ hab ich gerad geträumt Gefühl)
-Benommenheit
-starker Hinterkopfdruck
-allgemein platt wie krank 
-Muskelzucken unter rechtem Auge


23.11.17 Zur Zeit:
-Schlaf etwas besser
-Benommenheit
-Hinterkopfdruck
-allgemein platt wie krank 
-Muskelzucken unter rechtem Auge
-gerad starke Reizbarkeit, Aggressionspotenzial

24.11.17 zurück auf 4mg

29.11.17 Zur Zeit:
-Schlaf durch Schlafkompression bereits sofortig verbessert (6,5h im Bett)
-Kopfdruck gering
-Benommenheit
-Muskelzucken unter rechtem Auge

1.12.2017
Benommwnheit
Kopfdruck gering
Muskelzucken jetzt auch links registriert
Kognitiv und körperlich (gestern und heute besonders) massiv beeinträchtigt

06.12.
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11.12.
Erholt.
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Re: Escitalopram

Beitragvon orco500 » Montag, 06.11.17, 8:57

Guten morgen,

leider gibt es von der Firma Glenmark kein Escitalpram in Tropfenform.

Escitalopram mit Wasserlösmethode?

Gruß
Tom
Weihnachten 2013:
Neurochirurgische Entfernung eines Rosettenbildenden glioneuralen Tumor des 4. Ventrikels im Kleinhirn)

Monate später viele Tests mit Antidepressiva, getestet und wieder abgesetzt in 2014:
Citalopram( erstes AD, erstmalig Schlafstörung medikamenteninduziert) Paroxetin, Mirtazapin.
(fürchterliche Zustände!, die ich aufs einschleichen/Unverträglichkeit zurückführe)

Nach Psychiatrieaufenthalt in fürchterlichem Zustand (vorher Paroxetin nach ca. 20 Tagen abgesetzt bzw. auf ärztlichen Rat hin weggelassen) (Diagnose schw. depr. Episode, V.a. generalisierte Angststörung) Sertralin 150mg Anfang 2015, bis dies in der Reha auf 15mg Escitalopram gewechselt wurde, welches ich bis Ende 2016 einnahm
(Keine sonderliche Verbesserung, aber besser, als nichts zu nehmen, so mein Denken.)-------------

Anfang 2015-Mitte 2017: Verhaltenstherapie. Ohne Besserung des Zustandes. Dieser wsr in der Zeit immer stark schwankend, jedoch immer schlecht.

Weihnachten 2016: Beginn abdosieren nach Psychiater Empfehlung wöchentlich runter 15-10-5-0.
Kam nicht so gut.

-unter AD (ohne aber auch) hatte ich folgende Symptome:
-Benommenheit
-Unruhe
-Grübelei
-Erschöpfung
-nie ausgeschlafen (auch wenn keine Schlafstörungen auftraten)
-Blick verschwimmt wie als wenn man wegträumt
-schlechte Stimmung (wen wunderts wenn Symptome da sind
-Sehstörungen

(was von OP kommt und was nicht weiss ich bis heute nicht. Neurochirurgen sagen es lässt sich ausser den Sehstörungen in Form von Nystagmus nicht auf die OP zurückführen bzw. nur schwer erklären)

Mai 2017:
Rezidiv, neue OP Mitte 2018 geplant (nach Umschulung. Ding wächst langsam, ist aber nicht bedrohlich).

Angstthema neben schlechtem Befinden:
Sehstörungen verschlechtern sich? Dinge wackeln im peripheren Blickfeld links, oder ist es nur die Angst und ich achte mehr darauf, seit ich von neuer OP weiß?
-kommt Erschöpfung vom Sorgen machen? Fragen über Fragen, auf die es keine eindeutige Antwort gibt...

05/2017 Amitriptylin bis hoch auf 50mg.
(Schlaf etwas besser, etwas wieder stabilisiert, aber verging schnell wieder)

28.09.17 Einstieg Escitalopram 5mg

05.10.17 Aufdosierung auf 10mg
NW: Verzweiflung, verstärkte Ängste, massive Unruhe bei vermehrter Erschöpfung

31.10.17 Rückzug auf 5mg

5.11.17 Pascoflair Beginn (empf. Dosis 1-1-1)

6.11.17 Absetzen mit Psychiater beschlossen

07.11.2017 Reduktion auf 4mg (mit Tropfen)
Wieder mehr Ruhe, Mittagsschläfe sind wieder möglich.
Leichtes Muskelzucken unter rechtem Auge im Verlauf

15.11.17 Reduktion auf 3.5mg

20.11.17 Zur Zeit:
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-Benommenheit
-starker Hinterkopfdruck
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23.11.17 Zur Zeit:
-Schlaf etwas besser
-Benommenheit
-Hinterkopfdruck
-allgemein platt wie krank 
-Muskelzucken unter rechtem Auge
-gerad starke Reizbarkeit, Aggressionspotenzial

24.11.17 zurück auf 4mg

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-Schlaf durch Schlafkompression bereits sofortig verbessert (6,5h im Bett)
-Kopfdruck gering
-Benommenheit
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Muskelzucken jetzt auch links registriert
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Re: Escitalopram

Beitragvon Murmeline » Montag, 06.11.17, 9:11

Hallo Tom,

Das müsste klappen. Probiere es einfach mal aus.
Hier gibt es alle Infos: viewtopic.php?f=16&t=10923

Murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Escitalopram

Beitragvon micha68 » Montag, 06.11.17, 9:18

Hallo Tom,

ob man das Escitalopram auflösen kann, weiss ich leider nicht. Habe aber unter: "Eure Mithilfe ist gefragt: Wer benutzt die Wasserlösemethode?" einige gefunden, die das Medikament (allerdings von einer anderen Firma) in Wasser auflösen. Würde es mal mit einer Tab versuchen, ob es sich löst?!?

Ich wollte nur kurz schreiben, bitte nicht parallel zur MedikamentenReduktion auch noch Kaffee weglassen. Kaffeeentzug kann höllische Kopfschmerzen verursachen, so wie auch das Absetzen Deines Medikamentes Kopfschmerzen auslösen kann. Deshalb nicht beides gleichzeitig!

Wünsche Dir einen guten Weg, viel Erfolg!
Alles erdenklich Liebe und Gute für Dich!
Micha

Überschnitten mit Murmeline
Reduktion von Valproinsäure retardiert/ jetzt Valpro Saft unretardiert und Quetiapin (Wasserlösemethode)
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