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Paroxetin & Muskelschmerzen

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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Re: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Sportler » Samstag, 13.01.18, 22:43

Hab ich das richtig verstanden dass das nur eintrifft wenn man dazu gezwungen ist wieder hochzudosieren??
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Re: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von carlotta » Samstag, 13.01.18, 23:11

Hallo Sportler,

Hypomanien können bei AD infolge größerer Dosisveränderungen vorkommen, d. h. bei einer Wiedereinnahme kann das passieren, aber es wird bspw. auch häufiger bei anfänglichem Entzug berichtet.

Liebe Grüße :group:
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Re: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Sportler » Montag, 15.01.18, 20:17

Kann ich nach 6 Wochen wieder weiter machen mit Absetzen oder sollte ich aufgrund des großen Sprungs von 15 auf 10 erstmal ein paar Monate nichts verändern?
Ich vertrage die 10 viel besser als ich dachte. Vor ein paar Jahren war das unmöglich etwas an der Dosis zu ändern.
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Re: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von padma » Donnerstag, 18.01.18, 18:46

hallo Sportler, :)

ich würde etwas länger auf 10 mg bleiben. Da der Sprung sehr gross war ist das sicherer, gerade da du schon sensibel auf Reduktionen reagiert hast.

Könntest du bitte deine Signatur bzgl. Paroxetin genauer schreiben? Welche Dosierungen/Reduktionen mit Datum? Auch fehlgeschlagene Reduktionsversuche mit Datum und Symptomen.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
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Re: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Sportler » Donnerstag, 18.01.18, 20:12

Ich war gestern beim Psychiater. Ein alter Erfahrer Arzt meiner Meinung.

Er hat mit damals Paroxetin verschrieben und mir wurde sehr dadurch geholfen.

Ich hatte die letzten 5 Jahre kaum Depressionen und konnte ein normales Arbeitsleben und meine Hobbys ausüben.

Ich wollte eigentlich ein Rezept für 9, 8, 7, 6, 5 mg Paroxetin. Er hat gesagt das sei möglich aber aufgrund meiner Vorgeschichte und meiner Veranlagung hätte ich neurotische Depressionen und werde mein Lebenlang dieses Medikament nehmen müssen. Wenn ich die letzten 10 Jahre und Absetzversuche betrachte würde ich Ihm Recht geben.

Bin dadurch ein bischen unsicher was das weitere Absetzen angeht...
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Re: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Ululu 69 » Freitag, 19.01.18, 13:58

Hallo Sportler,

es ist natürlich deine ganz eigene Entscheidung, ob du das Paroxetin weiter nehmen willst oder nicht.
Ich kann gut verstehen, dass du die Lebensqualität, die du jetzt hast nicht aufs Spiel setzen willst.

Andererseits verspürst du ja auch die Nebenwirkungen, die das Paroxetin ja auch in deinem Fall macht.
Andauernde Muskelschmerzen schränken dich auch ein. Leider gibt es zur Langzeiteinnahme von SSRI auch keine Studien, es gibt sie dafür auch noch nicht lange genug. Ursprünglich waren diese Medikamente auf jeden Fall nicht dafür gedacht, sie ein Leben lang zu nehmen.
ImmGegenteil, gerade in letzter Zeit zeigt sich , dass Rückfälle bei Menschen, die die AD absetzen seltener auftreten als bei denen, die sie dauerhaft einnehmen.
Nach unserer Erfahrung ist es auch so, dass Probleme, die während oder nach dem Absetzen auftreten zumeist dem falschen Absetzen geschuldet sind und keineswegs der Ursprungserkrankung.

Aber, wie gesagt, es ist deine persönliche Entscheidung, die ich in jedem Fall respektieren kann.
Immerhin könntest du ja schon die Dosis verringern.

LG Ute
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Re: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Sportler » Samstag, 20.01.18, 12:17

Aber kann es wirklich sein dass es Personen gibt die eine Gemütskrankheit vererbt bekommen haben und bei denen jeder Absetzversuch, egal wie langsam dieser gemacht wird, vergebens ist weil ein Biologisches Problem im Gehirn besteht?
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Re: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Murmeline » Samstag, 20.01.18, 12:41

Hallo Sportler,

ein definiertes biologisches Problem und ein direkter biologischer Marker sind bisher nicht bewiesen. Es gibt nur Hypothesen über die mögliche neurobiologische Seite.

Lies gerne mal hier viewtopic.php?p=222348#p222348 oder viewtopic.php?p=222611#p222611

Also ich zähle zu denjenigen, denen man gesagt hat, sicherheitshalber solle ich lieber immer Medikamente nehmen. Ich lebe seit fünf Jahren aber auch ganz gut ohne...

Für mich war das Konzept einer genetischen biologischen Seite immer eher einschränkend als hilfreich :(

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Re: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von LinLina » Samstag, 20.01.18, 12:46

Hallo Sportler :-)
Aber kann es wirklich sein dass es Personen gibt die eine Gemütskrankheit vererbt bekommen haben und bei denen jeder Absetzversuch, egal wie langsam dieser gemacht wird, vergebens ist weil ein Biologisches Problem im Gehirn besteht?
Das ist zumindest recht unwahrscheinlich, wenn es so etwas geben sollte, dann scheint es nicht häufig vorzukommen. Bisher ist darüber nichts sicheres bekannt und die wissenschaftliche Forschung ist trotz vieler Bemühungen bisher darin gescheitert, so etwas zu belegen. Diese Aussage war/ist wohl eher eine Werbestrategie, um Medikamente besser verkaufen zu können.

Psychische Probleme sind "multifaktoriell" , das bedeutet, sie sind nicht auf einen einzigen Faktor zurückzuführen wie z.b. ein ererbtes Gen (etwas anderes sind organische Erkrankungen, wie ein Gehirntumor oder MS oder Schilddrüsenprobleme die psychische Symptome mit sich bringen).

Dazu kommt, "Antidepressiva" sind keine Medikamente die gezielt gegen Depressionen oder Stoffwechselstörungen helfen. Alle Versuche, die (vermutlich nur bei wenigen Menschen hilfreiche, da in Studien meist kaum/wenig Überlegenheit gegenüber Plazebo zu messen war) Wirkungsweise zu erklären, sind bisher nicht schlüssig.

Die Aussage, Depressionen seien biologisch/erblich bedingt und deswegen würden Antidepressiva dagegen unabdingbar sein, ist daher gleich doppelt falsch oder zumindest gibt es in all den Jahrzehnten wo diese Medikamente angewendet werden, keine schlüssigen Belege dafür.

Das wäre ein wenig ähnlich wie zu behaupten, man brauche z.b. zwingend Heroin, weil es einem damit erstmal besser geht, und man deswegen glaubt dass man eine Stoffwechselstörung habe die das Heroin "ausgleicht". Nur weil ein Medikament (bei einigen Menschen zeitweise) Symptome vermindert, heißt das noch lange nicht dass es gezielt etwas im Körper ausgleicht und somit eine normale Funktion herstellt, und es heißt auch noch lange nicht, dass es sinnvoll und sicher ist, es lange Zeit einzunehmen.

Liebe Grüße
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Ursprünglicher Grund der Einnahme: Schmerzen, PTBS, heftige Unverträglichkeitsreaktion auf Schmerzmittel und Antibiotika (anhaltende Krampfanfälle)

Lorazepam: 1,5 mg von 7/2014 - 10/2014, dann 4 Monate schrittweiser Entzug (sehr schwer).
Seit 8.2.2015 abgesetzt

Mirtazapin: Winter 2014/15 bis 30 mg für Benzo-Entzug, langsames und mühsames Absetzen seit März 2015.
Seit 16.4.2018: 0,06 mg Mirtazapin

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