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Paroxetin ausschleichen wegen Kinderwunsch

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Evylein
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Paroxetin ausschleichen wegen Kinderwunsch

Beitrag von Evylein » Montag, 08.01.18, 17:37

Hallo ihr Lieben,
Ich bin neu im Forum, lese mich aber schon fleißig ein.
Zu meiner Geschichte: ich nehme seit etwa 4 Jahren wegen panikattacken Paroxetin 20mg. Vor einem dreivierteljahr habe ich aufgrund meines Kinderwunsches mit dem ausschleichen begonnen. Nun bin ich bei 10 mg und darauf sehr stolz, denn ich merke jedes krümelchen weniger. Nun habe ich wieder eine Panik Attacke gehabt, zum ersten Mal seit Einnahme des Medikaments. Die Panik Attacke selbst war unangenehm aber ich verstehe was da mir mir passiert. Meine Frage ist: die aktuelle Unruhe, die mich so fertig macht und sogar zur Attacke geführt hat... ist das quasi mein normal Zustand ohne Paroxetin? Oder kann das durch den Entzug kommen? Ich will auf keinen Fall wieder erhöhen :( habe jedoch gerade Angst dass ich von dem Mist nie loskomme.

Ich danke euch und bitte verzeiht mir wenn diese Fragen schon oft beantwortet wurden.

Evi
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Re: Paroxetin ausschleichen wegen Kinderwunsch

Beitrag von Jamie » Montag, 08.01.18, 18:01

Hallo Evylein,

willkommen im Forum :)

Schön, dass du dich zum Ausschleichen entschieden hast und deinem Baby somit irgendwann ideale Startbedingungen ins Leben bieten kannst.
Ich habe eine Frage - kannst du bitte die Zeiträume angeben, wie du ausgeschlichen hast / auf die 10mg runter gegangen bist und welche Mengen du jeweils weggelassen hast?
Das ist wichtig zu wissen.

Wir empfehlen hier Reduktionen von 10% alle 4-6 Wochen im Rahmen eines risikominimierenden Ausschleichens.

Zu deiner Frage noch eine Nachfrage:
Meine Frage ist: die aktuelle Unruhe, die mich so fertig macht und sogar zur Attacke geführt hat... ist das quasi mein normal Zustand ohne Paroxetin?
Du nimmst schon noch 10mg, oder? Du meinst eher Zustand mit weniger Paroxetin, oder?
Was war denn der Anlass für die Verordnung des AD?

Ich habe insgeheim die Befürchtung, dass du zu schnell abgesetzt hast und deswegen Absetzsymptome spürst.
Unruhe und Panik sind typisch für ein übererregtes ZNS und können Absetzsymptome sein. Hast du noch weitere Beschwerden?
Es ist wirklich wichtig, dass du uns schreibst, wie du abgesetzt hast, dann können wir dir Tipps geben.

Noch mal auf deine Frage zu kommen: Kein Mensch ist ohne Grund einfach panisch oder nervös; und ehrlich gesagt kenne ich das evylein nicht persönlich, um beurteilen zu können, ob du das bist, aber angesichts eines Psychopharmakaentzugs ist das ganz sicher nicht alles nur deine zukünftige Existenz, sondern da ist ganz viel durch das Absetzen ausgelöst. Mache dir keine Sorgen - du wirst dich selbst neu kennenlernen und es muss nicht unbedingt negativ werden :roll: .

Hast du denn therapeutische Unterstützung?

Viele Grüße
Jamie
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Re: Paroxetin ausschleichen wegen Kinderwunsch

Beitrag von Flummi » Montag, 08.01.18, 18:02

Hallo Evi,
Willkommen im Forum!
Ich schleiche auch langsam aus, weil ich einmal eine Schwangerschaft ohne Medikamente haben möchte und freue mich sehr, dass Du Dir das verantwortungsvoll überlegt hast.
Es gibt hier schon einige Schwangere, die am Ausschleichen sind und unter einschlägigen Suchwörtern findest Du einiges zu Psychopharmaka und Schwangerschaft.
Zu Paroxetin kann ich leider nicht viel sagen, aber sicher schreibt bald jemand in Deinem Thread, der davon mehr versteht.
Derweil wäre es gut, wenn Du eine Signatur im Persönlichen Bereich anlegen könntest, so eine Art Tagebuch, wann Du wovon wieviel genommen hast. Dann wird das Beraten leichter.

Herzliche Grüsse,
Claudia

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Re: Paroxetin ausschleichen wegen Kinderwunsch

Beitrag von Evylein » Montag, 08.01.18, 21:31

Hallo ihr beiden,

Erstmal großes Danke für die schnellen Antworten.
Und bitte entschuldigt die Rechtschreibung, muss vom Handy schreiben. Ich habe ab Mai von den 20
Mg 10 abgesetzt. Mit einem Tabletten Trenner halbiert, nochmal halbiert und bröselchen weise ein Gramm pro Monat etwa. Sogar weniger. Sprich eigentlich schon langsam. Ich hatte immer mal etwas Unruhe aber keine Panik etc. Jetzt bin ich seit ca 3 Wochen bei den 10mg. Und fühle mich unruhig und nervös. Manchmal richtig Beklemmung. Dazu kommt aber auch dass ich gerade mit den Freunden meines Freundes an der Nordsee bin, kenne die Leute nicht so und bin weit weg von daheim. Das steigert nicht gerade das Wohlbefinden, morgen geht es aber heim. Ich bin einfach sehr sehr unruhig. Panikattacke nur einmal kurz vor Weihnachten.

Außerdem ist mir übel seit zwei Wochen. Schwangerschaft ausgeschlossen.

Mein Psychiater, dem ich das medi zu verdanken hatte, war auf mein Therapeut. Es ist aber sehr pro Medikamente. Ich rief ihn vorhin an zum ersten Mal seit einem Jahr (bin weggezogen) und beschrieb das Problem. Die Rezepte bekomme ich vom Hausarzt. Er meinte dann dass ich auf sera irgendwas umsteigen könne. Vor dem Hintergrund dass die Panik etc. gekommen ist, nachdem ich schon 3 Wochen auf 10 mg bin, würde dafür sprechen, sodass es sich nicht um absetz Symptome handelt, sondern um meine Grund Erkrankung, die aus seiner Sicht nicht ohne medis klarkommt. ?!?! Habe am
16.02. einen Termin bei einem anderen Psychiater an meinem neuen Wohnort.

und nein, das evylein war nie von ihrem eigentlich Charakter ein nervöser panischer Mensch. Ängstlich aber nie im krankhaften mass. :)
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Re: Paroxetin ausschleichen wegen Kinderwunsch

Beitrag von Evylein » Montag, 08.01.18, 21:36

Also genaue: Symptome: eigentlich fröhlich, nicht depressiv oder weinerlich, aber trotzdem Unruhe in der Brust, Kloß im Hals, beklemmende Gefühle, Übelkeit, trotzdem Appetit.
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Re: Paroxetin ausschleichen wegen Kinderwunsch

Beitrag von Muryell » Dienstag, 09.01.18, 10:55

Liebe Evylein,

auch von mir willkommen im Forum :)
Evylein hat geschrieben:
Vor dem Hintergrund dass die Panik etc. gekommen ist, nachdem ich schon 3 Wochen auf 10 mg bin, würde dafür sprechen, sodass es sich nicht um absetz Symptome handelt, sondern um meine Grund Erkrankung, die aus seiner Sicht nicht ohne medis klarkommt. ?!?!
Im Jahre 2016 habe ich auf Anraten meiner Ärztin 20 mg Paroxetin innerhalb von vier Wochen ausgeschlichen. Vier Monate später hatte ich eine starke Krise mit Panikattacken. Einige hier im Forum hatten auch diese Erfahrung einige Monate nach 0. Absetzsymptome können doch zeitverzögert kommen.

Ich bin jetzt dabei, Paroxetin sehr zügig auszuschleichen, weil ich das Gift gar nicht vertrage. Ich würde es niemandem empfehlen, ich finde es selbst zu riskant. Was mir aber hilft, ist Ruhe, Ruhe und noch einmal Ruhe.

Ich wünsche Dir alles Gute.

Muryell
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Re: Paroxetin ausschleichen wegen Kinderwunsch

Beitrag von Evylein » Dienstag, 09.01.18, 13:15

Hallo Muryell,

Danke dir für deine Antwort. Was ich mich nur frage.... glaubst du der Rückfall war in deinem Fall vom zu schnell ausschleichen und wenn du es jetzt wieder zügig machst, hast du dann nicht das gleiche Risiko?

Liebste Grüße,
Evi
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Re: Paroxetin ausschleichen wegen Kinderwunsch

Beitrag von Muryell » Dienstag, 09.01.18, 14:20

Hallo Evylein,

ja, das Risiko ist da.
Es gibt zwei Unterschiede aber.
Erstens habe ich vorletztes Jahr 20 mg innerhalb von vier Wochen abgesetzt. Diesmal mache ich im Vergleich dazu viel langsamer. Wenn alles gut läuft, werde ich diesmal sechs Monate für 20 mg brauchen.
Zweitens bin ich davon überzeugt, dass bei mir die Nebenwirkungen zu stark sind, um langsamer zu machen. Je weiter ich reduziere, desto besser fühle ich mich.
Ich beobachte die ganze Entwicklung. Sollten Absetzerscheinungen auftreten und stärker als die Nebenwirkungen sein, pausiere ich.

Ich habe vor, bei 1 mg und 0,5 mg sechs Wochen zu pausieren. Und nach 0 möchte ich mich lang schonen. Ich kann nur probieren und sehen, wie mein Körper reagiert. Ich würde es keinem empfehlen.

Liebe Grüße

Muryell
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Re: Paroxetin ausschleichen wegen Kinderwunsch

Beitrag von Hermia » Dienstag, 09.01.18, 19:20

Liebe Muryell,
Deine Panikattacke kann definitiv absetzbedingt sein. Hab das jetzt schon mehrfach gelesen. Ich kann absolut verstehen, dass du wegen des Kinderwunsches Paroxetin absetzen willst.
Auch bei mir war das vor einiger Zeit Thema. Allerdings: Wenn du gar nicht ohne Antidepressiva auskommst, ist das nicht schlimm. Meine Psychiaterin hat mir damals empfohlen, auf Sertralin umzusteigen. 20 mg Paroxetin entsprechen 50 mg Sertralin. Das Mittel ist wohl leichter und auch für Schwangere verträglich. Damals hat die Umstellung problemlos funktioniert.
Leider kam mir die Hirnblutung dazwischen. :/
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01.01.2015 - 28.05.2016: 50 mg Sertralin
29.05.2016: Aneurysma im Hirn geplatzt, 1 Woche Koma, 3 Monate Intensivstation, kein richtiges Bewusstsein
01.09.2016 - 30.11.2017: 40 mg Paroxetin (erhöhte Dosis wegen der Krankheit)
01.12.2017: 30 mg Paroxetin (Brain Zaps nach 3 Tagen, Kopfjucken nach ca. 1 Monat)

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Re: Paroxetin ausschleichen wegen Kinderwunsch

Beitrag von Evylein » Dienstag, 09.01.18, 22:30

Liebe Hermia,

Du meinst vermutlich mich oder? Ist denn sertralin unbedenklicher in der Schwangerschaft? Wieso nimmst du nach der Hirnblutung jetzt wieder Paroxetin?
Also dann nicht setralin?

Gefühlt neige ich einfach gerade zu maximaler selbst Beobachtung. Selbst wenn eine Attacke käme, glaube ich dass ich davor selbst garnicht so Angst habe. Trotzdem have ich eine wahnsinnige Unruhe in mir. Im Hals Bzw in der Brust spüre ich die. Ich glaube sogar dass das garkeine richtige Attacke war kurz vor Weihnachten sondern nur eine sich anbahnende. Ich hatte soviel gegessen dass mir kotzübel wurde. Fühlte mich dadurch plötzlich total beklemmt. Bin an die frische Luft und fing mich sehr schnell wieder. Vllt maximal 5 Minuten. Wenn dann war es eine kleine Attacke, die mich trotzdem total in eine Alarmstellung gebracht hat.

Jetzt überinterpretiere ich alles und denke direkt mein absetzen ist gescheitert :(
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Re: Paroxetin ausschleichen wegen Kinderwunsch

Beitrag von Jamie » Dienstag, 09.01.18, 22:48

Hallo evylein und hermia, :)

ich muss hier dringend etwas klarstellen.
Es gibt kein einziges sicheres AD in der Schwangerschaft.
Gerade heute Abend hat sich eine Frau angemeldet, die, weil sie schwanger werden wollte, von Duloxetin auf Escitalopram umgestellt wurde (Nana81), weil das angeblich besser vertretbar in der Schwangerschaft sei, und die darunter 2 Fehlgeburten erlitt, wobei ich ehrlicherweise dazu schreibe, dass nicht klar ist, was die Fehlgeburten auslöste.

Wenn individuell AD dazu führen oder geführt haben, dass man problemlos durch die Schwangerschaft kommt und das Baby auch nicht zu Schaden kam oder kommt, dann freue ich mich ehrlich für jede Frau und das Kind mit :hug: , aber es ist gefährlich zu sagen, unter AD XY sei eine Schwangerschaft sicherer als unter einem anderen.

Mir ist kein einziges AD bekannt, das nicht embryonale Schäden auslösen kann.
Wenn jemand andere Infos hat, lasse ich mich gerne unterrichten.

Grüße
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Re: Paroxetin ausschleichen wegen Kinderwunsch

Beitrag von Gwen » Dienstag, 09.01.18, 23:47

Hallo,
ein weiteres Argument gegen ein AD in der Schwangerschaft ist neben einer möglichen Schädigung des Kindes im Mutterleib auch die Tatsache, dass das Kind dann nach der Geburt einen Kaltenzug macht. Nach allem was wir hier erleben, ist das keinem Neugeborenen zuzumuten!!

Evylein, was mir beim Lesen gerade noch aufgefallen ist bei Dir: wie dosiert Du das Paroxetin genau? Du schreibst von einem Tablettenteiler und dass Du milligrammweise reduziert hast. Hast Du eine Feinwaage benutzt?

Beim Reduzieren ist es sehr wichtig, immer genau die gleiche Dosis einzunehmen. Wenn Du es nicht ganz genau abgewogen hast, wäre es möglich, dass Du die Probleme aufgrund der schwankenden Dosis hast.
Hier der Link zum Thread über Feinwaagen viewtopic.php?f=15&t=9608

Kannst Du auch bitte noch eine Signatur anlegen? Dazu auf deinen Namen oben rechts, dann in persönlicher Bereich, Profil, Signatur ändern. Dann sieht jeder der Dich berät gleich, was Du wann und in welcher Dosis genommen hast. Bitte schreib auch dazu, falls Du noch andere Medikamente nimmst.

Viele Grüße Gwen
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Re: Paroxetin ausschleichen wegen KinderwunschImit

Beitrag von Evylein » Mittwoch, 10.01.18, 11:34

Hallo zusammen,

Um eins klarzustellen: mein Ziel ist es ganz ohne Medikamente auszukommen. Ich werde nicht beim ersten Hindernis direkt auf ein anderes Medikament umstellen.

Sonst wäre ich nicht hier :) eine Waage habe ich nicht verwendet sondern echt nach Gefühl mit den Bröseln hantiert. Ich habe am Dienstag einen termin bei einem ganz gut bewerteten Psychiater hier in meiner neuer Stadt, ich hoffe er kann mich beraten wie wir weiter vorgehen. Eigentlich würde ich gerne das ganze messen etc. lassen von der Apotheke. Wenn das irgendwie geht.

Ich bleibe jetzt erstmal bei den 10 mg. Womit ich auch sehr Kämpfe ist Übelkeit :( spricht auch für absetz Probleme oder?
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Re: Paroxetin ausschleichen wegen Kinderwunsch

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 10.01.18, 15:15

Hallo evylein, :)

ich empfehle dir dringend für die Zukunft darauf zu achten, wirklich ganz konstante Dosen zu dir zu nehmen.
Es wird oft unterschätzt, aber es ist wirklich wichtig, dass die Dosierungen nicht schwanken.
Paroxetin ist leider nicht wasserlöslich; das heißt du behilfst dir zukünftig entweder mit der Feinwaage oder du lässt dich auf Paroxetin als Flüssigkeit / Tropfen umstellen, was aber gewisse Risiken birgt, weil Lösungen manchmal nicht so gut vertragen werden wie Tabletten, wenn das ZNS empfindlich ist. Lösungen haben andere Hilfsstoffe und fluten schneller an.

Zur Übelkeit. Ein häufiges, sehr unangenehmes und für manche unerträgliches Absetzsymptom.
Wir haben sehr gute Erfahrungen mit rohem Ingwer gemacht.
Knolle kaufen (vorzugsweise bio und so frisch wie möglich, wenn möglich, denn überlagerter Ingwer schmeckt seifig (bäh :vomit: )), ein kleines dünnes Scheibchen abschneiden, schälen und langsam zerkauen. Die Schärfe des Ingwers und die weiteren Inhaltsstoffe wirken antiemetisch und übelkeitslindernd. Vorgang ggf. wiederholen.

Grüße
Jamie
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Re: Paroxetin ausschleichen wegen Kinderwunsch

Beitrag von lunetta » Mittwoch, 10.01.18, 16:24

Hallo!

Da ich ja diejenige bin, die den Ingwer als DAS Mittel gegen Übelkeit hier eingeführt hat:) muß ich noch was dazu schreiben, was ich erst vor kurzem dazugelernt habe, von meiner geliebten Apothekerin;) : Noch besser wirkt Ingwer ungeschält! Und zwar weil ind er Schale die meisten äth. Öle sind.
Da man aber darauf achten sollte dass er gut gereinigt wird sollte man ihn folgendermaßen behandeln:
2 Schalen mit Essigwasser herrichten - 1 mit heißem Wasser, eine mit kaltem. Ingwer zuerst für ca. 30 Sekunden ins heiße Essigwasser legen. Danach ins kalte, und in diesem den Ingwer gut abreiben. Ich verwende dafür eine Gemüsebürste.
Danach abspülen und gut abtrocknen.

Danach kann man ihn wie gewohnt in Scheibchen schneiden und gut und lange kauen, dann schlucken.

LG
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Re: Paroxetin ausschleichen wegen Kinderwunsch

Beitrag von Evylein » Mittwoch, 10.01.18, 19:14

Hallo ihr Beiden,

Ihr seid so lieb mit euren Tipps, Danke! Gleich geht's los zum Rewe mal den Ingwer checken :)

Dann ist diese Unruhe die ich verspüre vllt wirklich ein absetz Symptom und nicht meine Krankheit. Wenn mir auch so übel ist?

Bleibt man auf einer Dosis bis diese Symptome weggehen?
Oder verringert man weiter?
Zum Thema waaage belese ich mich gerade.

Und Signatur folgt morgen. :whistle:
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Re: Paroxetin ausschleichen wegen Kinderwunsch

Beitrag von Evylein » Mittwoch, 10.01.18, 23:31

Geschmack grauenhaft (ich hasse Ingwer!) aber Wirkung super gut! :roll:
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Re: Paroxetin ausschleichen wegen Kinderwunscheg

Beitrag von Evylein » Donnerstag, 11.01.18, 16:53

Unruhe ist weg, Arbeite wieder.
Nur die Übelkeit macht mich irre trotz Ingwer :) bleibt man denn auf der Dosis bis das weg ist Bzw was viel wichtiger ist... das bleibt doch wohl nicht Monate lang so oder?
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Re: Paroxetin ausschleichen wegen Kinderwunsch

Beitrag von LinLina » Donnerstag, 11.01.18, 17:01

Hallo Evylein :-)

Wie lange Symptome andauern ist individuell, das kommt auch drauf an wie groß der letzte Schritt war und wie sensibel man auf die Schritte reagiert. Bitte lege noch eine Signatur an ucp.php?i=ucp_profile&mode=signature damit wir auf einen Blick sehen können, um welches Medikament es geht und wann du jeweils die Dosierungen verändert hast. So ist es leichter, dir eine Rückmeldung zu geben - Danke :hug:

Liebe Grüße
Lina
Ursprünglicher Grund der Einnahme: Schmerzen, PTBS, heftige Unverträglichkeitsreaktion auf Schmerzmittel und Antibiotika (anhaltende Krampfanfälle)

Lorazepam: 1,5 mg von 7/2014 - 10/2014, dann 4 Monate schrittweiser Entzug (sehr schwer).
Seit 8.2.2015 abgesetzt

Mirtazapin: Winter 2014/15 bis 30 mg für Benzo-Entzug, langsames und mühsames Absetzen seit März 2015.
Seit 23.4.2018: 0,05 mg Mirtazapin

Mein Medikamentenverlauf :schnecke: / Mein Thread
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Re: Paroxetin ausschleichen wegen Kinderwunsch

Beitrag von Evylein » Donnerstag, 11.01.18, 19:48

Test! Schau mal eigentlich habe ich die Signatur heute Mittag schon angelegt?
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