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Mirtazapin von 7,5 mg auf Null Katastrophe

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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langenzell
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Mirtazapin von 7,5 mg auf Null Katastrophe

Beitrag von langenzell » Samstag, 17.02.18, 21:14

:frust: Hallo Ihr Lieben,
ich habe seit Nov. Mirtazapin erst 15 mg genommen ( über 1 Jahr wegen Depression), dann fing ich an immer ein "Stück"weniger zu nehmen bis ich es schließlich im Januar ganz absetzte. Mir ging es gut...aber jetzt so vor 3 Wochen kam der große Knall. Extreme Übelkeit mit Erbrechen, Schlaflosigkeit...bin Wie ein Zombie rumgelaufen :cry: Nun habe ich wieder angefangen das Medi. zu nehmen...ca 12mg. Aber ich habe mir eine Feinwaage bestellt so dass ich in 5 Schritten jeden Monat runterdosieren kann. Aber es dauert fast 1 Jahr. ..Meint Ihr ich könnte auch evtl. das in einem halben Jahr schaffen? ich nehme noch jeden Morgen 25 mg Sertralin. Aber das will ich so beibehalten.

Liebe Grüße :(
Diagnose schweres PTSB mit Depression
2014 Dosierung von 25 mg Sertralin morgens. Keinerlei Nebenwirkungen.
Ende 2016 extreme Schlafstörungen. Seit Dez. 2016 15 mg Mirtazapin, kurzfristig auch Zoplicon.
Zoplicon nach 1 Woche ohne Probleme wieder abgesetzt.
Ab Nov. 2017 angefangen immer etwas weniger Mirtazapin zu nehmen. Keinerlei Probleme. Anfang Dez. nur noch ca. 7,5 mg. Keinerlei Nebenwirkungen. Im Januar ca. 10.01. ganz weggelassen. Ende Januar schlichen sich erste Schlafstörungen ein. Ab 1.30 Uhr ca. 3 Stunden wach gelegen. Aber ich fand es nicht schlimm, da ich immer sehr schnell einschlief...Anfang Februar der große Knall. Übelkeit und Erbrechen, ich habe nicht mehr geschlafen, war hellwach.
Seit 14.02. wieder ca. 12 mg Mirtazapin. Jetzt geht es mir wieder besser

Joseph
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Re: Mirtazapin von 7,5 mg auf Null Katastrophe

Beitrag von Joseph » Samstag, 17.02.18, 22:14

Hallo langenzell,


wie hast du Mirtazapin abgesetzt?
(vermutlich eher zu schnell...)


Falls du eine Signatur erstellen könntest, ich glaub hier gerne so bevorzugt:


Datum, Dosierung
Datum, Dosierung nach 1. Reduktionsschritt...

...

Datum, Dosierung Null
Datum, ab wann der grosse Knall kam


wäre es etwas besser nachvollziehbar, inkl. andere Medikamente (z.b. Sertralin).

Jo, geht es jetzt wieder besser mit 12mg? Auf die Feinwaage bist du schon gekommen. :)

Gibt es einen Grund, warum du dir 6 Monate als Zielmarke gesetzt hast?



Viele Grüße
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Jamie
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Methylphenidat abgesetzt
Quetiapin (ehem. Schlafstörungen) abgesetzt

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(soll keine Empfehlung sein, aber ich persönlich komme damit zurecht)

Melatonin
bei Bedarf 1 mg

Jamie
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Re: Mirtazapin von 7,5 mg auf Null Katastrophe

Beitrag von Jamie » Sonntag, 18.02.18, 13:16

Hallo langenzell,

willkommen im Forum :).

Ich nehme an du hast zu schnell abgesetzt und vermutlich auch zu ungenau.
Wenn ich deine Zeit grob überschlage, dann hast du versucht das Ganze in 2 Monaten abzusetzen, gebraucht hätte man aber mindestens ein Jahr, eher noch länger.

Das ZNS mag es ferner auch nicht, wenn die Dosen nur nach Augenmaß abgesetzt werden, da es extrem empfindlich auf Schwankungen reagiert.

Es ist gut, dass du dir eine Waage bestellt hast. Die wirst du brauchen, oder du musst alternativ das Mirtazapin auflösen.
Aber es dauert fast 1 Jahr. ..Meint Ihr ich könnte auch evtl. das in einem halben Jahr schaffen
Neutral gesprochen gibt es Leute, die können zügiger absetzen als wir empfehlen und solche, die noch viel länger brauchen als man denkt.
Die 10% weniger alle 4-6 Wochen sind ein Richtwert, nicht in Stein gemeißelt.

Die Vorgabe, wie lange es schlussendlich dauert, macht dir aber alleine dein ZNS und das ist leider nicht bestechlich. Du kannst es nicht zwingen das Absetzen gut zu "vertragen" und damit zB in 6 Monaten fertig zu sein. Es wird sich dir mitteilen, ob ein zügigeres Tempo gehen wird oder nicht.
Keinesfalls würde ich mich aber hetzen, denn was bringt es dir, in 6 Monaten auf Null zu sein und dann doch wieder solche Absetzsymptome zu bekommen, dass du wieder eindosieren msst? Da macht man sich doch alles zunichte!
Beim Psychopharmakaabsetzen ist der langsamere Weg tatsächlich öfters der kürzere!

Grüße
Jamie
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Re: Mirtazapin von 7,5 mg auf Null Katastrophe

Beitrag von langenzell » Sonntag, 18.02.18, 14:04

Hallo Ihr Lieben,
ja mir geht es Gott sei Dank jetzt wieder besser. Vor allem schlafe ich wieder richtig.
Ich möchte meinen Körper halt nicht mehr so viel voll pumpen mit Tabletten. Das Sertralin will irch ja bei behalten, weil es mir sehr gut hilft.
Aber jetzt wo ich Eure Antworten so lese brauche ich wohl wirklich Geduld. Nochmal so eine Katastrophe will ich auf keinen Fall erleben. Meine Feinwaage kommt übrigens nächste Woche. Da kann ich dann genauer dosieren...

Euch einen schönen Sonntag!!
Diagnose schweres PTSB mit Depression
2014 Dosierung von 25 mg Sertralin morgens. Keinerlei Nebenwirkungen.
Ende 2016 extreme Schlafstörungen. Seit Dez. 2016 15 mg Mirtazapin, kurzfristig auch Zoplicon.
Zoplicon nach 1 Woche ohne Probleme wieder abgesetzt.
Ab Nov. 2017 angefangen immer etwas weniger Mirtazapin zu nehmen. Keinerlei Probleme. Anfang Dez. nur noch ca. 7,5 mg. Keinerlei Nebenwirkungen. Im Januar ca. 10.01. ganz weggelassen. Ende Januar schlichen sich erste Schlafstörungen ein. Ab 1.30 Uhr ca. 3 Stunden wach gelegen. Aber ich fand es nicht schlimm, da ich immer sehr schnell einschlief...Anfang Februar der große Knall. Übelkeit und Erbrechen, ich habe nicht mehr geschlafen, war hellwach.
Seit 14.02. wieder ca. 12 mg Mirtazapin. Jetzt geht es mir wieder besser

Joseph
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Re: Mirtazapin von 7,5 mg auf Null Katastrophe

Beitrag von Joseph » Sonntag, 18.02.18, 14:29

Jamie hat geschrieben:
Sonntag, 18.02.18, 13:16


Es ist gut, dass du dir eine Waage bestellt hast. Die wirst du brauchen, oder du musst alternativ das Mirtazapin auflösen.
Das sehe ich genau gleich.
Zu mir persönlich: Ich habe Quetiapin absetzt. Aufgrund der kurzen HWZ, wurde Quetiapin zuerst auf Sertindol umgestellt.

Und was für ein Zufall...
Die kleinste Tablette Sertindol ist mit 4 mg natürlich viel zu gross, um die dann salopp gesagt, einfach mal wegzulassen.

Ich habe mit 1 mg & 0.5 mg Kapseln reduziert (von der Apotheke hergestellt). Selbstverständlich gehen alle Methoden gleich gut, aber psychologisch war es für mich so einfacher. Nur so als Input, das wäre auch eine Option.

Aber es dauert fast 1 Jahr. ..Meint Ihr ich könnte auch evtl. das in einem halben Jahr schaffen

Neutral gesprochen gibt es Leute, die können zügiger absetzen als wir empfehlen und solche, die noch viel länger brauchen als man denkt.
Die 10% weniger alle 4-6 Wochen sind ein Richtwert, nicht in Stein gemeißelt.
Dass du das Zeug umgedingt raushaben möchtest, kann ich absolut verstehen. :wink:

Aber aufgrund der Berichte hier, finde ich die 10% Regel sehr gut. Man kann natürlich im oberen Dosis Bereich etwas flotter reduzieren und sein eigenes Tempo herausfinden. Aber je stärker die Stressachsen im Körper überreizt sind, umso langsamer wird man vorgehen müssen.

Von 15 auf 12 mg hast du um 20% reduziert. Die Empfehlung mal abzuwarten bis 95% der Entzugserscheinungen weg sind, könnte dir auch einen Richtwert geben, wie lange dein Körper braucht um sich anzupassen.

VG
Joseph
Zuletzt geändert von Joseph am Sonntag, 18.02.18, 14:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Mirtazapin von 7,5 mg auf Null Katastrophe

Beitrag von Joseph » Sonntag, 18.02.18, 14:36

langenzell hat geschrieben:
Sonntag, 18.02.18, 14:04
Hallo Ihr Lieben,
ja mir geht es Gott sei Dank jetzt wieder besser. Vor allem schlafe ich wieder richtig.
Ich möchte meinen Körper halt nicht mehr so viel voll pumpen mit Tabletten. Das Sertralin will irch ja bei behalten, weil es mir sehr gut hilft.
Aber jetzt wo ich Eure Antworten so lese brauche ich wohl wirklich Geduld. Nochmal so eine Katastrophe will ich auf keinen Fall erleben. Meine Feinwaage kommt übrigens nächste Woche. Da kann ich dann genauer dosieren...

Euch einen schönen Sonntag!!
Der Big Bang erfolgte nach der Reduktion von 7,5 mg auf Null... :wink:
Also nicht entmutigen lassen, wenn du jetzt wieder auf 12 mg bist!

Bei Gelegenheit könntest du wenn du möchtest eine Signatur herstellen.

Dir auch einen schönen Sonntag und


VG
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Re: Mirtazapin von 7,5 mg auf Null Katastrophe

Beitrag von Joseph » Sonntag, 18.02.18, 15:02

langenzell hat geschrieben:
Samstag, 17.02.18, 21:14
Extreme Übelkeit mit Erbrechen, Schlaflosigkeit...
Hinweis: Vom Rezeptorprofil wirkt Mirtazapin anti-emetisch (kann Übelkeit & Erbrechen abmildern).

Ingwer soll gegen Übelkeit wirken...
"Grossmutters alte Rezepte" sind oft gar nicht so schlecht. Bei Chemotherapien, wirkt Ingwer auf jedenfall gegen starke Übelkeit!
Diagnose: ADS

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wasserlösemethode???

Beitrag von langenzell » Mittwoch, 21.02.18, 13:49

Hallo Ihr Lieben,
da ich jetzt ca. 4 Wochen 12mg Mirtazapin nehmen möchte, will ich die Tablette im Wasser auflösen...Achtung jetzt kommt eine blöde Frage :censored: Wieviel ziehe ich dann mit der Spritze auf? So dass es auch 12mg sind? Meine neue Feinwaage misst nicht richtig :(

Euch einen sonnigen Tag!
Maren ( langenzell)
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Ende 2016 extreme Schlafstörungen. Seit Dez. 2016 15 mg Mirtazapin, kurzfristig auch Zoplicon.
Zoplicon nach 1 Woche ohne Probleme wieder abgesetzt.
Ab Nov. 2017 angefangen immer etwas weniger Mirtazapin zu nehmen. Keinerlei Probleme. Anfang Dez. nur noch ca. 7,5 mg. Keinerlei Nebenwirkungen. Im Januar ca. 10.01. ganz weggelassen. Ende Januar schlichen sich erste Schlafstörungen ein. Ab 1.30 Uhr ca. 3 Stunden wach gelegen. Aber ich fand es nicht schlimm, da ich immer sehr schnell einschlief...Anfang Februar der große Knall. Übelkeit und Erbrechen, ich habe nicht mehr geschlafen, war hellwach.
Seit 14.02. wieder ca. 12 mg Mirtazapin. Jetzt geht es mir wieder besser

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Re: Mirtazapin von 7,5 mg auf Null Katastrophe

Beitrag von lunetta » Mittwoch, 21.02.18, 14:21

Hallo!

Die Wasserlösemethode erfolgt mit der Dreisatzrechnung.

Wenn du z.B. mit einer Spritze 15 ml Wasser in ein Glas gibst, darin die 15 mg Tablette auflöst, dann mußt du 3 ml (das sind 3 mg) aufziehen und verwerfen, dann bleiben 12 ml drinnen und die trinkst du dann.
Oder du nimmst eben 30 ml und verwirfst 6 ml und trinkst 24 ml. Kommt immer auf daselbe raus;)

Mirtazapin braucht recht lange um sich komplett aufzulösen - mind. 15-20 Minuten mußt du schon warten und immer wieder rühren.

LG
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26.4.2018 TSH 7,2 - Euth. 80 mg

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