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Vorstellung & Paroxetin

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Maja_83
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Vorstellung & Paroxetin

Beitrag von Maja_83 » Donnerstag, 08.03.18, 12:17

Hallo,

Ich wollte mich zunächst einmal vorstellen. Ich bin weiblich und 34 Jahre alt. Ich nehme Paroxetin seit ca. 12 Jahren 10-20 mg und habe schon einige gescheiterte Absetzversuche hinter mir. Ursprünglich wurde mir das Medikament von einem Psychiater verschrieben aufgrund Angst und Depression. Aussage der Psychiater war stets, dass ich das Medikament gegebenenfalls ein Leben lang einnehmen muss. Ich war niemals in Therapie bei einer dieser Psychiater. Es handelte sich stets um ca. 15 Minuten Termine. Ich habe allerdings nebenbei eine Verhaltenstherapie gemacht. Als ich mich stabil genug empfand, um das Medikament abzusetzen, wurde mir empfohlen die Dosis zu halbieren und dann von 5 mg auf 0 zu gehen. Wenn ich über Symptome berichtete, wurde mir immer gesagt, dass ich da durch muss. Seit Oktober 2017 habe ich mir auf Wunsch die Paroxetin-Lösung verschreiben lassen. 1 ml entspricht 1 mg. Ich habe anfangs alle 2 Wochen um 1 mg reduziert. Bis ich auf 5 mg war. Bis dahin war alles fein. Jetzt Seit etwa 3 Wochen auf 4 mg und ich vermute, dass der Schritt zu groß war. Bin zurzeit krank geschrieben. Habe starke Morgentiefs, Muskelkrämpfe, kann nicht gut schlafen, habe keinen Hunger und bin extrem ängstlich. Hoffe, dass ich hier Hilfe bekomme. Überlege, ob ich wieder hochdosiere und dann langsamer absetze.

Wünschen Allen einen schönen Tag und liebe Grüße :)
vor ca. 12 Jahren 20 mg Paroxetin
Diagnose: Burnout/ Depression, Ängste
viele Jahre 10-20 mg je nach Bedarf
Zwischendurch Wechsel zu Escitalopram mit Zwangedanken und Wahrnehmungsstörungen > Wieder Paroxetin, dann alles fein!
Wechsel zwischen 10 und 20 mg ohne Probleme
Absetzversuche regelmäßig gescheitert, 20 - 10 - 5 - 0 mg
Seit Oktober 2017 lösliches Paroxetin
alle 2-3 Wochen um 1 mg reduziert
5 mg: bis dahin zwar Absetzsymptome, dann aber wieder stabilisiert
4 mg: Es geht auf einmal nix mehr > Weinerlichkeit, Morgentiefs, Schlafstörung, Unsicherheit, Ängstlichkeit, Muskelkrämpfe > krank geschrieben
08.03.18: 5 mg > es hat sich nichts verändert
seit 13.03.18: 6 mg > kurze Zeit nach der Einnahme erste Besserung > Mir geht es etwas besser, aber nicht gut. Ich bleib jetzt erstmal dabei und guck was sich mithilfe von Ruhe, Sport und Meditation so verändert.
09.04.18: Vollnarkose > Unruhe, Ängste, Übelkeit, Schlaf gestört, Panik, kein Appetit, Gewicht: 49 kg, Suizidgedanken
27.04.18: 7 mg > zum Glück schnelle Stabilisierung
10.05.18: 6,67 mg
20.05.18: 6,34 mg
30.05.18: 6,01 mg > bisher minimal Schwindel, Übelkeit, Schwitzen
10.06.18: 5,68 mg

padma
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Re: Vorstellung & Paroxetin

Beitrag von padma » Donnerstag, 08.03.18, 13:22

hallo Maja, :)

willkommen im ADFD.
. Aussage der Psychiater war stets, dass ich das Medikament gegebenenfalls ein Leben lang einnehmen muss
Leider ist das der Standpunk vieler Ärzte. :frust: Dabei gibt es keinerlei Anhaltspunkt dafür, dass eine lebenslange Einnahme sinnvoll ist. Hingegen sind die Risiken dieser Medikamente hoch.
Als ich mich stabil genug empfand, um das Medikament abzusetzen, wurde mir empfohlen die Dosis zu halbieren und dann von 5 mg auf 0 zu gehen.
Dieser Absetzplan ist Wahnsinn :evil: . Nach der langen Einnahmezeit würde ich realistischerweise von mindestens 2 Jahre Absetzzeit ausgehen.

Lies dich bitte zunächst hier ein: viewtopic.php?f=18&t=12880
Bitte erstelle auch noch eine Signatur (Anleitung ist bei dem link dabei)
Jetzt Seit etwa 3 Wochen auf 4 mg und ich vermute, dass der Schritt zu groß war.
Ja, der Schritt war zu gross, was du beschreibst sind Absetzsymptome. Ich würde auf 4,5 mg gehen und schauen, ob du dich darauf stabilisieren kannst.

liebe Grüsse,
padma
Zuletzt geändert von LinLina am Donnerstag, 08.03.18, 13:31, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Buchstabe bei ADFD ergänzt ;-)
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Re: Vorstellung & Paroxetin

Beitrag von Maja_83 » Donnerstag, 08.03.18, 13:39

Vielen Dank für die schnelle Antwort. Werde die Signatur erstellen und es mit 4,5 mg versuchen (und berichten). Toll, dass es so ein Forum überhaupt gibt!
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Re: Vorstellung & Paroxetin

Beitrag von Maja_83 » Donnerstag, 08.03.18, 15:12

Hallo, ich habe jetzt doch nochmal eine Frage. Ich möchte ja wieder hochdosieren. Überlege, ob ich nicht wieder auf 5 mg hochgehe. Das war meine zuletzt halbwegs stabile Dosis. Erhoffe mir, dass es mir darunter dann schneller wieder etwas besser geht. Damit würde ich mich auch sicherer fühlen. Oder ist das auch wieder Stress für das ZNS? :?
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Re: Vorstellung & Paroxetin

Beitrag von Gwen » Donnerstag, 08.03.18, 15:54

Hallo Maja,
wenn Du vom Bauchgefühl her eher zu den 5mg tendierst, dann mach das so!

Schau dann einfach Mal wie es Dir damit geht. Wichtig ist nur, nicht zu oft hin und her zu wechseln, sondern auch der neuen Dosis bzw Deinem Körper die Zeit zu geben, sich anzupassen und "zur Ruhe" zu kommen. Schließlich hat er in den letzten Wochen viele Veränderungen mitgemacht.
Berichte einfach weiter hier, wie es Dir so geht. Ich drück Dir die Daumen, dass Du Dich schnell stabilisieren kannst!

Viele Grüße Gwen
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Re: Vorstellung & Paroxetin

Beitrag von Muryell » Sonntag, 11.03.18, 9:27

Hallo Maja,

auch von mir willkommen im Forum :D
Ich habe bis von ungefähr einem Monat auch Paroxetin genommen. :vomit:
Ich konnte zum Glück dieses Gift ziemlich rasch ausschleichen und schließlich ganz absetzen. Allerdings habe ich es nur anderthalb Jahre genommen.
Maja_83 hat geschrieben:
Donnerstag, 08.03.18, 12:17

Bis ich auf 5 mg war. Bis dahin war alles fein. Jetzt Seit etwa 3 Wochen auf 4 mg und ich vermute, dass der Schritt zu groß war. Bin zurzeit krank geschrieben. Habe starke Morgentiefs, Muskelkrämpfe, kann nicht gut schlafen, habe keinen Hunger und bin extrem ängstlich.
Als ich 5 mg genommen habe, ging es mir am schlechtesten. Ich war auch extrem ängstlich, lief frierend durch das Haus, hatte starke Morgentiefs. Da ich diese Symptome bereits beim Einschleichen gehabt hatte, habe ich vermutet, dass diese niedrige Dosierung mir eher schadete, und beschloss, noch schneller auszuschleichen.

Ich habe auch schon von anderen Paroxetin-Betroffenen gelesen, dass der Reduzierungsschritt auf 5 mg der schlimmste war.

Ich möchte ausdrücklich sagen, dass ich hier nicht versuche, jemanden zu überzeugen, schneller auszuschleichen.

Aber als Denkanstoß an alle: Kann es sein, dass Paroxetin in dieser niedrigen Dosierung gar nicht vertragen wird und genau die Symptome hervorruft, die es bekämpfen soll? Kann es sein, dass diese Symptome gar keine Absetzsymptome sind, sondern die Wirkung der niedrigen Dosierung? :cry:

Liebe Grüße

Muryell
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Re: Vorstellung & Paroxetin

Beitrag von Maja_83 » Sonntag, 11.03.18, 13:43

Hallo!

Ich bin ja jetzt seit 4 Tagen auf 5 mg. Zusätzlich nehme ich Magnesium, Fischölkapseln und Lasea. Und es geht mir garnicht gut. Ich bin depressiv, ängstlich und meine Beine schmerzen. :cry: Jetzt sollte ich natürlich erstmal bei der Dosis bleiben. Obwohl ich ehrlich sagen muss, man würde ja am liebsten noch höher gehen, damit es einem endlich wieder besser geht. Sehne mich nach einen „normalen“ Tag. Früher hab ich an solchen Tagen auch mal 1,5 - 3 mg Bromazepam genommen. Aber ich will ja auch nicht noch ein anderes Problem bekommen. Das Paroxetin reicht :zombie:

Liebe Grüße an Alle! :hug:
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Re: Vorstellung & Paroxetin

Beitrag von Gwen » Sonntag, 11.03.18, 14:48

Hallo Maja,
Maja_83 hat geschrieben:
Sonntag, 11.03.18, 13:43
Früher hab ich an solchen Tagen auch mal 1,5 - 3 mg Bromazepam genommen. Aber ich will ja auch nicht noch ein anderes Problem bekommen.
Das ist vernünftig so!

Kannst Du, was Deine angeht, sagen, ob sie sich seit der Einnahme von 5mg verändert haben? Und hast Du die Symptome durchgehend?

Viele Grüße Gwen
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Re: Vorstellung & Paroxetin

Beitrag von Maja_83 » Montag, 12.03.18, 9:09

Hallo Gwen...

Ich kann leider nicht sagen, ob sich seit der Einnahme von 5 mg etwas verändert hat. :( Ich hatte jetzt 5 Tage frei. Insgesamt hat mir das natürlich gut getan. Mal nicht funktionieren zu müssen. Die Symptome sind morgens am schlimmsten. Die Gedanken kreisen und ich habe Angst, z.T. Bin ich richtig verzweifelt. Habe Angst, dass ich die nächsten Tage meine Arbeit nicht auf die Reihe bekomme. Je weiter der Tag fortschreitet, desto besser wird es. Abends hab ich dannn allerdings schlimme Beinschmerzen und nehme Ibuprofen, um schlafen zu können.

Hätte sich denn schon was verändern müssen? Soll ich den 5 mg noch ne Chance geben?

Vielen Dank für eure Unterstützung. :hug:
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Re: Vorstellung & Paroxetin

Beitrag von Maja_83 » Dienstag, 13.03.18, 10:06

Hallo ihr Lieben.

Mir geht es immer noch nicht gut. Die Ängste, speziell vor der Arbeit, sind riesengroß. Ich bin einfach verzweifelt. Ich weiß auch nicht, ob es nur Absetzsymptome sind. Mit 10 mg geht es mir gut. Mir ist aber auch aufgefallen, dass die Ängste in der Absetzphase wieder mehr geworden sind. Jetzt weiß ich nicht, was die Ursache für diesen Absturz ist. Ist es meine Grundproblematik, sind es Absetzsymptome? So ist es aber für mich kaum machbar. Ich weiß, dass bei Paroxetin die 5 mg eine enorme Hürde bedeuten. Ich hatte aber anscheinend auch gute Tage, sonst hätte ich ja garnicht weiter reduziert. Aber so fühle ich mich echt mies. Ich bin die Woche zum Glück noch krank geschrieben. Aber ich bin so garnicht stabil. Jetzt kreisen meine Gedanken mal wieder um Kündigung usw. Das hab ich mit den 10 mg nicht. Ich mag nicht mehr. Habe das Gefühl, nie von dem Zeug los zu kommen.

:cry:

Und ich bin einfach wütend. Auf mich und auf die Ärzte!
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Re: Vorstellung & Paroxetin

Beitrag von padma » Dienstag, 13.03.18, 17:53

hallo Maja, :)

Es könnte sein, dass sich bei dir die Entzugssymptome während des Absetzverlaufs angereichet haben.
Abstände von 2 - 3 Wochen sind sehr kurz, da kann sich das ZNS nicht wirklich anpassen. Es war zwischendurch vielleicht immer eine Scheinstabilität. Und bei 4 mg haben die Absetzsymptome dann zugeschlagen.

Ich würde jetzt erstmal den 5 mg noch mehr Zeit geben.

Dass die Symptome morgens am schlimmsten sind, ist übrigens typisch. Es liegt mit daran, dass frühmorgens Cortisol ausgeschüttet wird, und der durch den Entzug gestresste Körper damit nicht gut zurecht kommt.
Es könnte helfen, dann etwas Süsses zu essen (z.B. einen Keks)

liebe Grüsse,
padma
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Re: Vorstellung & Paroxetin

Beitrag von Maja_83 » Dienstag, 13.03.18, 21:25

Hallo Padma,

Vielen Dank für deine Erklärung. Mir hilft es, wenn ich weiß, warum es morgens schlimmer ist und was ich machen kann.

:hug:
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seit 13.03.18: 6 mg > kurze Zeit nach der Einnahme erste Besserung > Mir geht es etwas besser, aber nicht gut. Ich bleib jetzt erstmal dabei und guck was sich mithilfe von Ruhe, Sport und Meditation so verändert.
09.04.18: Vollnarkose > Unruhe, Ängste, Übelkeit, Schlaf gestört, Panik, kein Appetit, Gewicht: 49 kg, Suizidgedanken
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Re: Vorstellung & Paroxetin

Beitrag von Maja_83 » Freitag, 16.03.18, 17:43

Hallo ihr Lieben,

Ich wollte kurz etwas berichten. Nachdem es mir mit den 5 mg einfach nicht besser gehen wollte und ich total verzweifelt war, habe ich auf 6 mg erhöht. Kurz nach der Einnahme (etwa 1 Stunde) ging es mir schon deutlich besser. Ich bekam sogar Hunger und habe gefrühstückt (und mir einen Kaffee gegönnt :), den ich zuvor aufgrund der Unruhe vermieden habe). Die Beinschmerzen am Abend sind komplett verschwunden, die Morgentiefs nicht mehr so extrem. Ich habe zwischendurch immer mal wieder angstmachende Gedanken & Ängste, aber sie sind bisher erträglich.

Ich werde jetzt erstmal schauen wie es weitergeht. Bin aber sehr froh, dass ich mich etwas stabilisieren konnte!

Ich wünschen Allen viel Kraft und Durchhaltevermögen!
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Re: Vorstellung & Paroxetin

Beitrag von Lana19 » Freitag, 16.03.18, 18:11

Hallo Maja

wenn ich deinen Verlauf lese finde ich mich in so Vielem wieder! :roll:
Habe auch Paroxetin 12 Jahre genommen, auch auf und ab dosiert und musste zum Schluss über zwei Jahre gaaaaaanz langsam absetzen (allerdings ausgehend von 15 mg etwa).

Ich denke, es ist wichtig dass du dich stabilisierst, auf welcher Dosis auch immer. Ab 5mg abwärts war bei mir auch heftig! Von 15 bis 5 mg habe ich ein Jahr gebraucht , von 5 bis 0 nochmals ein Jahr. Da sollte man doch denken, je weniger Wirkstoff, desto leichter, aber dem ist nicht so! :frust:

Dass es morgens am Schlimmsten ist ist "normal". Finde raus, war dir gut tut, ob eher Ablenkung oder Ruhe. Da gibt es leider kein Rezept was jedem hilft :(

Es freut mich, dass du dich mit 6mg besser fühlst. Ich drücke dir fest die Daumen, dass es so bleibt und du dich stabilisieren kannst :hug:

Alles Liebe
Lana
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Maja_83
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Re: Vorstellung & Paroxetin

Beitrag von Maja_83 » Freitag, 16.03.18, 19:09

Hallo Lana,

Vielen Dank für deinen Beitrag. Hab mich mal grad so durch deinen Thread gelesen. Ich freue mich sehr für Dich, dass du vom Paroxetin los bist. :party2: Und es macht Mut, dass man es auch noch nach so einer langen Einnahme schaffen kann! Ich werde jetzt erstmal für eine längere Zeit bei 6 mg bleiben und dann in Mini-Schritten weitermachen :schnecke:

Liebe Grüße!
vor ca. 12 Jahren 20 mg Paroxetin
Diagnose: Burnout/ Depression, Ängste
viele Jahre 10-20 mg je nach Bedarf
Zwischendurch Wechsel zu Escitalopram mit Zwangedanken und Wahrnehmungsstörungen > Wieder Paroxetin, dann alles fein!
Wechsel zwischen 10 und 20 mg ohne Probleme
Absetzversuche regelmäßig gescheitert, 20 - 10 - 5 - 0 mg
Seit Oktober 2017 lösliches Paroxetin
alle 2-3 Wochen um 1 mg reduziert
5 mg: bis dahin zwar Absetzsymptome, dann aber wieder stabilisiert
4 mg: Es geht auf einmal nix mehr > Weinerlichkeit, Morgentiefs, Schlafstörung, Unsicherheit, Ängstlichkeit, Muskelkrämpfe > krank geschrieben
08.03.18: 5 mg > es hat sich nichts verändert
seit 13.03.18: 6 mg > kurze Zeit nach der Einnahme erste Besserung > Mir geht es etwas besser, aber nicht gut. Ich bleib jetzt erstmal dabei und guck was sich mithilfe von Ruhe, Sport und Meditation so verändert.
09.04.18: Vollnarkose > Unruhe, Ängste, Übelkeit, Schlaf gestört, Panik, kein Appetit, Gewicht: 49 kg, Suizidgedanken
27.04.18: 7 mg > zum Glück schnelle Stabilisierung
10.05.18: 6,67 mg
20.05.18: 6,34 mg
30.05.18: 6,01 mg > bisher minimal Schwindel, Übelkeit, Schwitzen
10.06.18: 5,68 mg

Maja_83
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Re: Vorstellung & Paroxetin

Beitrag von Maja_83 » Sonntag, 18.03.18, 8:56

Hallo!

Ich mal wieder. Ich bin gerade so verzweifelt. Am Dienstag hätte ich wieder arbeiten müssen. Und je näher der Tag rückt, desto schlimmer werden wieder meine Ängste. Konnte die Nacht nur schlecht schlafen und bin mit Panik aufgewacht. Meine Gedanken kreisen und kreisen. Manchmal hab ich das Gefühl verrückt zu werden. Morgens denk ich immer: „und täglich grüßt das Murmeltier“. Das kann doch niemand aushalten.

Ich trage in meinem Job eine hohe Verantwortung und er ist mit Stress verbunden. Wenn ich gesund bin, macht mir mein Beruf Spaß. Zurzeit ist er nur mit Angst besetzt. Ich bin halt extrem verantwortungsbewusst und stelle hohe Anforderungen an mich selber. Manchmal konnte ich nur arbeiten, wenn ich zuvor Bromazepam genommen hatte. Ich kann mich schlecht konzentrieren und kleinste Aufgaben überfordern mich. Das kenn ich nicht, wenn es mir gut geht. Gut ging es mir bisher mit 10 mg :cry:

Ich bin völlig fertig. Liege hier im Bett, kann nicht aufstehen und habe 0,75 mg Bromazepam genommen, damit die Panik weggeht.

So kann es doch nicht weitergehen. Klar, wenn ich weiter hochdosiere, könnte ich vermutlich irgendwann wieder funktionieren. Aber ich will ja weg von dem Zeug.

Mein Freund sagt mir, dass ich mich weiter krankschreiben lassen soll und mich um mich selber kümmern soll. Davor habe ich aber auch eine riesige Angst. Vor allem, weil ja kein Ende in Sicht ist.

Wie ergeht es Euch denn im Entzug. Könnt ihr normal arbeiten gehen? Sollte ich wieder hochdosieren und dann langsamer absetzen. Bringt das bei Paroxetin überhaupt was und ist es nicht immer mit Absetzsymptomem verbunden? Gerade im unteren Bereich. Wäre das nicht nur ein Aufschieben der Probleme?

Entschuldigt den langen Text. Ich bin einfach durch heute! :zombie:

Liebe Grüße, Maja!
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Jamie
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Re: Vorstellung & Paroxetin

Beitrag von Jamie » Sonntag, 18.03.18, 19:46

Hallo maja, :)

das mit dem Arbeiten ist immer ein Dilemma.
Besteht mit dem Arbeitgeber die Möglichkeit etwas auszuhandeln, zB Stundenreduzierung für gewissen Zeitraum, Entlastung bei den Verantwortlichkeitsbereichen etc.?
Weil wie du selbst erkannt hast, wird das mit dem Thema Entzug wohl noch eine Weile virulent bleiben.

Es ist sehr belastend in so einem angegriffenen Zustand volle Leistung bei hoher Verantwortlichkeit zeigen zu müssen, ja eigentlich ist das gar nicht möglich :oops:.

Immer wieder zum Bromazepam zu greifen ist auch keine langfristige Lösung.

Ich würde mich wohl weiter krank schreiben lassen, wenn möglich, und gleichzeitig mit Familie, Freunden .. besprechen, wie dein Alltag künftig aussehen kann, sodass du genügend Zeit für dich hast und regenerieren kannst und parallel das Gespräch mit dem Arbeitgeber suchen, ob man dir entgegenkommen kann (?)

Hier ist unser Austauschthread zum Thema arbeiten im Entzug?
viewtopic.php?f=50&t=11945

Grüße
Jamie
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Re: Vorstellung & Paroxetin

Beitrag von Maja_83 » Montag, 19.03.18, 10:13

Hallo Jamie, :)

Danke für deinen Beitrag und den Link. Momentan geht jedenfalls garnichts. Ich bin jedenfalls nicht mehr ich selber. War heute morgen beim Arzt. Mein Freund war so lieb und hat sich dafür freigekommen. Bin noch weitere 2 Wochen krank geschrieben. Es wird danach auch nochmal verlängert. Ich habe auch heute morgen mit meinem Chef telefoniert und erzählt, wie es mir geht. Er hat es zum Glück verstanden. Da bin ich jetzt natürlich arg erleichtert. Ich werde jetzt erstmal versuchen meine Gedanken zu ordnen. Habe auch schon überlegt, ob ich nicht auch nochmal eine Therapie beginne. Ich denke, dass bei mir mehrere Sachen zusammen gekommen sind, dass ich jetzt so tief gefallen bin.

Nochmal Danke! Maja!
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Re: Vorstellung & Paroxetin

Beitrag von Muryell » Montag, 19.03.18, 10:23

Liebe Maja,

es tut mir sehr leid, dass es Dir so schlecht geht :( .
Maja_83 hat geschrieben:
Sonntag, 18.03.18, 8:56

Meine Gedanken kreisen und kreisen. Manchmal hab ich das Gefühl verrückt zu werden. Morgens denk ich immer: „und täglich grüßt das Murmeltier“.


Ich kann mich schlecht konzentrieren und kleinste Aufgaben überfordern mich.

Ich bin völlig fertig. Liege hier im Bett, kann nicht aufstehen und habe 0,75 mg Bromazepam genommen, damit die Panik weggeht.

Ich würde sagen, das alles bist Du nicht, das ist das Medikament. :?

Liebe Maja, liebe Mitleser,

als ich beim Ausschleichen die Dosis von 5 mg Paroxetin genommen habe, ging es mir sehr schlecht. Ich hatte Unruhe, Weinkrämpfe, Brechreiz, Erschöpfung, Angst. Dann habe ich beschlossen, die Flucht nach vorne anzutreten, und habe die Dosis um 40% auf 3 mg reduziert. Es ging mir gleich am Tag der Reduzierung besser.

Ich vermute, dass das Paroxetin in der niedrigen Dosierung die Symptome verursacht, die es eigentlich bekämpfen soll. Ich vermute weiterhin, dass man diese Dosis sehr lange nehmen kann, ohne sich stabilisieren zu können.

Ich habe lange überlegt, ob ich das hier schreibe. Ich habe mich dazu entschlossen, weil das meine Erfahrung war. Und meine Erfahrung auch legitim ist.

Ich möchte Dich, liebe Maja, und auch niemanden anderen davon überzeugen, schneller auszuschleichen. Ich möchte nur berichten, dass ich eine andere Erfahrung gehabt habe. Ich möchte noch hinzufügen, dass ich das Paroxetin beim zweiten Mal weniger als zwei Jahren genommen habe. Also, dieser meiner Bericht hier ist nur ein Bericht. Es ist kein Vorschlag. Es ist kein Rat. Es ist kein Überzeugungsversuch.

Ich wünsche Dir alles Gute, Maja.

Muryell
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Re: Vorstellung & Paroxetin

Beitrag von Maja_83 » Montag, 19.03.18, 17:16

Hallo Muryell.

Danke für deinen Erfahrungsbericht. Ich finde es sehr interessant, was du geschrieben hast. Diese 5 mg sind wirklich der reinste Horror. Jetzt auf den 6 mg ein Auf und Ab (mehr Ab als Auf). Ich muss jetzt mal schauen, wie es weiter geht. Und hoffe, dass ich meinen Weg aus der Hölle finde. Ich bin aber schon auch stolz, dass ich mich jetzt erstmal nur auf mich konzentriere und mich weiter krank geschrieben habe.

Ich grüße hiermit alle ganz lieb. Haltet die Ohren steif!

Maja
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5 mg: bis dahin zwar Absetzsymptome, dann aber wieder stabilisiert
4 mg: Es geht auf einmal nix mehr > Weinerlichkeit, Morgentiefs, Schlafstörung, Unsicherheit, Ängstlichkeit, Muskelkrämpfe > krank geschrieben
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