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M.e.i.l.e.n.s.t.e.i.n. ZEIT-online Artikel

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Jamie
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M.e.i.l.e.n.s.t.e.i.n. ZEIT-online Artikel

Beitrag von Jamie » Montag, 04.06.18, 1:36

Ich bin enthusiastisch. :party2:

Ein Artikel über AD, bei dem die Begriffe Absetzsymptome und Abhängigkeit fallen. :fly:

Über 200 Kommentare.

Bitte lesen, liken, kommentieren und teilen.
Die Anmeldung ist kostenlos.


https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2 ... aengigkeit

Es war es mir auch wert einen eigenen Thread dazu zu eröffnen :roll:

Danke
Jamie
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Re: M.e.i.l.e.n.s.t.e.i.n. ZEIT-online Artikel

Beitrag von yberion45 » Montag, 04.06.18, 8:43

Hey du

Sehr guter Artikel, leider sind viele Kommentare sowas von keine Ahnung von der Materie.

Ich denke, es hat schon auch was mit Seretonin zu tun, jedoch ist es nicht die einzige Ursache. Viel mehr sind die Pyschischen Ursachen das Problem. Ein Hilfeschrei des Körpers. Meine Vermutung ist, daß die Pyschische Ursachen die Depression auslösen und dann das Seretonin aus dem Gleichgewicht kommt.

Da bei. Mir Citalopram zu 100% gewirkt hat, hat seretonin auf jeden Fall was damit zu tun. Laut meinem Therapeuten bei mir sogar überwiegend wegen dem Drogen Entzug, in dem ich immer noch stecke.

LG yberion
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Diagnose : zwangsgedanken (post thc und amphetamine Syndrom)

01.05.2017 20mg Fluoxetin Libido Verlust
05.07.2017 Fluoxetin 20 mg und Tolvon 10 mg kalt abgesetzt
20 mg Citalopram libido wieder da, dafür Kopfschmerzen Wahrnehmung beeinträchtigt, je mehr ich mich bewege um so schlimmer NW
20.12.2017 - 5mg:15 mg Citalopram Nw besser, zwei Tage müde
02.02.2018 -5mg: 10 mg keine Symptome kaum Nebenwirkungen keine Gedanken
06.02.2018 mir geht es Super keine Symptome fast keine NW Wohlfühldosis
07.02.2018 Nebenwirkungen wieder da aber abgeschwächt als bei 15 mg sonst ganz gut keine Gedanken

09.02.2018 Mir geht es super, keine Symptome und die Nebenwirkung sind noch da, aber sehr erträglich
17.02.2018 keine Absetz Symptome, Nebenwirkungen sehr schwach
20.02.2018 immer noch keine absetz Symptome, Nebenwirkungen da
01.03.2018 keine Absetz Symptome bekommen seid 3 Tagen sind die Nebenwirkungen gesunken. Ich vermute es liegt daran, dass ich jetzt jeden Tag jogge
05.03.2018 immer noch keine Probleme, aber Nebenwirkungen wieder etwas stärker. Keine Gedanken. Kann kaum abwarten bis zur nächsten Reduktion
23.03.2018 - 5mg: 5 mg mal sehen wie es wird bis jetzt ist nichts, aber auch zu früh
04.04.2018 Noch keine Symptome, mir geht es Super und die Nebenwirkung sind sehr gering. Von meiner Grunderkrankung keine Spur
10.04.2018 Noch keine Symptome. Mir geht es immer noch sehr gut und vom Zwang auch keine Spur. Bin leicht müde, liegt aber vom Wochenende noch, da ich wegen einem Paris Trip kaum geschlafen habe.
05.04.2018 seid heute 0 mg
28.04.2018 folgende Absetz Symptome sind verschwunden:
Übelkeit und Schwindel
Folgende Absetz Symptome habe ich noch:
Augen brennen, komische Wahrnehmung von mir selber und manchmal Kopfschmerzen und Matschig. Jedoch Wellen artig mal besser und mal schlechter.

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Re: M.e.i.l.e.n.s.t.e.i.n. ZEIT-online Artikel

Beitrag von Jamie » Montag, 04.06.18, 9:43

Hallo yberion, :)

man muss vorsichtig mit dem Serotonin sein.
Du darfst nicht von dir auf andere schleißen.
Es gibt auch non-responder auf SSRI, ich gehöre dazu, da bewirkt die Serotoninmodulation also nichts.

Wenn du zu den Menschen gehörst, die schnell von der Wirksamkeit des Citaloprams profitiert haben, dann Glückwunsch und sei froh, nicht noch 15 weitere Mittel ausprobiert haben zu müssen.

Zu mehr als "irgendwas mit Serotonin und anderen Neurotransmittern" kann ich mich nicht mehr herablassen es zu sagen.
Und mein Hauptfokus liegt nach wie vor auf biographischen Ereignissen, Traumata, Vorfälle, (früh-)kindliche Prägung, Misshandlungen (oft auch seelischer Art) und akut belastende Ereignisse etc.

Ich finde es nicht schlimm, wenn in den Kommentaren Mist steht - das bildet nur die Wirklichkeit der Gesellschaft ab.
Ich kommentiere dann dagegen an ;)

Grüße
Jamie
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Re: M.e.i.l.e.n.s.t.e.i.n. ZEIT-online Artikel

Beitrag von Guglhupf » Montag, 04.06.18, 12:45

Hallo :)

An den Kommentaren erkennt man deutlich, dass sich Ärzte schon einen Wolf schreiben :roll: das wird ja noch lustig in den kommenden Jahren, weil nun immer mehr auch die neuen Wunderpillen so lange genommen haben, dass sie nach Absetzen genau diese Probleme erleben.

Lange dauert es sicher nicht mehr bis zum großen Knall!!

Liebe Grüße
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Re: M.e.i.l.e.n.s.t.e.i.n. ZEIT-online Artikel

Beitrag von yberion45 » Montag, 04.06.18, 13:23

Hey Jamie,

Ich weiß das bei einigen das nicht so klappt wie man es gerne hätte

Ich bin auch der Überzeugung, dass die Ursachen für Pyschische Krankheiten nicht am seretonin liegen sondern an Trauma etc.
Ich vermute das bei vielen, nicht allen nach dem Auftreten der Krankheit, dass seretonin aus der Fuge gerät, aber nicht der Verursacher der Krankheit ist.
Wenn es so wäre, würden diese Pillen ja heilen, was sie nicht tun.

Ich finde die Kommentare in dem Artikel zeigt den deutlichen Internet Trend. Inzwischen kann man keine Kommentare mehr zu irgendwelchen Beiträgen lesen, es geht immer um USA Bashing Migranten Bashing und eigentlich alles wird negiert und fertig gemacht.
Selbst so ein trauriges Thema wie dieser Beitrag

LG yberion
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20 mg Citalopram libido wieder da, dafür Kopfschmerzen Wahrnehmung beeinträchtigt, je mehr ich mich bewege um so schlimmer NW
20.12.2017 - 5mg:15 mg Citalopram Nw besser, zwei Tage müde
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07.02.2018 Nebenwirkungen wieder da aber abgeschwächt als bei 15 mg sonst ganz gut keine Gedanken

09.02.2018 Mir geht es super, keine Symptome und die Nebenwirkung sind noch da, aber sehr erträglich
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20.02.2018 immer noch keine absetz Symptome, Nebenwirkungen da
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10.04.2018 Noch keine Symptome. Mir geht es immer noch sehr gut und vom Zwang auch keine Spur. Bin leicht müde, liegt aber vom Wochenende noch, da ich wegen einem Paris Trip kaum geschlafen habe.
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Re: M.e.i.l.e.n.s.t.e.i.n. ZEIT-online Artikel

Beitrag von Aufgehts » Montag, 04.06.18, 14:20

Liebe Jamie,

vielen Dank für diesen Link!
Es ist sehr erfreulich und wichtig, daß mehr darüber geschrieben wird! Und daß öffentlich viel mehr Diskussionen dazu stattfinden.
So werden mehr Leute auf die Problematik aufmerksam.

@yberion45
Ich finde die Kommentare in dem Artikel zeigt den deutlichen Internet Trend. Inzwischen kann man keine Kommentare mehr zu irgendwelchen Beiträgen lesen, es geht immer um USA Bashing Migranten Bashing und eigentlich alles wird negiert und fertig gemacht.
Weil es so schnell und einfach geht, plärren viele ihre Kommentare rein, ein großer Teil einfach peinlich, nicht nur wegen der kindlichen Rechtschreibung, sondern oft unkonstruktiv und am Thema vorbei.
Dieses "Zumüllen" nimmt den wenigen gut geschriebenen Kommentaren leider an Relevanz.
Leider generell ein Trend heutzutage, egal bei welchem Thema.

Aber der Artikel hat mich gefreut und läßt auf mehr Berichterstattung hoffen! :)

Liebgruß,
Aufgehts
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Re: M.e.i.l.e.n.s.t.e.i.n. ZEIT-online Artikel

Beitrag von Jamie » Montag, 04.06.18, 15:36

Ich hab gesehen, dass einige von euch mitkommentiert haben.
Ich weiß nicht wer wer ist und will es auch nicht wissen, ich will einfach nur Danke :) sagen.

Danke

Ciao
Jamie
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Re: M.e.i.l.e.n.s.t.e.i.n. ZEIT-online Artikel

Beitrag von Clarissa » Montag, 04.06.18, 18:14

Ich lese mit Verwunderung, daß die meisten Kommentare doch pro AD sind und die Absetzerscheinungen verharmlost werden.
Sind wir hier eine Randgruppe?

Meine persönlichen Erfahrungen und Beobachtungen in meiner Altersgruppe sehen anders aus.

Erstaunte Grüße von Clarissa.
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Re: M.e.i.l.e.n.s.t.e.i.n. ZEIT-online Artikel

Beitrag von Nillo » Montag, 04.06.18, 18:59

Clarissa hat geschrieben:
Montag, 04.06.18, 18:14
Ich lese mit Verwunderung, daß die meisten Kommentare doch pro AD sind und die Absetzerscheinungen verharmlost werden.
Hallo.

Ich denke, dass das genau die Leute sind, die einmal ein AD genommen haben und keine Absetzprobleme haben, oder alle Absetzprobleme wieder mit neuen AD decken und es (momentan) klappt.

Ganz ehrlich. Wer das nicht durchmacht, der glaubt das auch nicht.
Ich habe es damals auch nicht geglaubt als ich hier die Beiträge hier gelesen habe bis es dann zu spät war...

Lg
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21.03.2017: nach mehreren Zahnbehandlungen weitere Verschlechterung aller Symptome
31.05.2017: Zustand weiterhin sehr schlecht, Augenprobleme massiv, körperliche Leistungsfähigkeit fast bei 0
07.08.2017: zwischenzeitlich mal etwas besser in der Psychosom. Klinik, danach nach Sonnenbad so schlecht wie am Anfang...
22.08.2017: Augen wieder deutlich schlechter. Unruhe besser. Aber bei kleinster körperlicher Anstrengung massiv Druck in Brust
17.10.2017: leichte Besserung, körperlich etwas besser aber bei kleinster Anstrengung massiv Druck in Brust, Hochstimmung bei kleinster Anstrengung und Freude
14.11.2017: massive Verschlechterung, Depersonalisation, Derealisation so schlimm wie nie, körperlich zu nichts fähig.
08.01.2018: minimale Verbesserung, Depersonalisation und Derealisation besser. Körperlich etwas leistungsfähiger, massives Körpertemperaturproblem
13.01.2018: Derealisation und Depersonalisation wieder voll da.
02.02.2018: komplett bettlägrig, Körpertemperaturproblem, Herz bei kleinster Anstrengung, Kopf mal leer mal angespannt, grausam
29.04.2018: Depersonalisation löst sich langsam auf. Körperlich geht nix, bettlägrig. Kopf schwillt bei kleinster Anstrengung an, Augenproblem massiv und schwankend, kein Schlaf
15.06.2018: Körperlich leichte Besserung. Hülle über ganzem Körper und Augen. Keine Gefühle. Wahrnehmungsstörungen, komischer Kopf, kein Schlaf

lakeSonne1
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Re: M.e.i.l.e.n.s.t.e.i.n. ZEIT-online Artikel

Beitrag von lakeSonne1 » Montag, 04.06.18, 19:20

hi,
Sind wir hier eine Randgruppe?
Ich denke schon, sonst würde hier das Forum platzen.

Das Zeug wird millionenfach allein in D-Land verschrieben, hier im Forum sind etwa 8000 Leute gemeldet, nur um mal ne Sicht auf die Relation zu bekommen.
Nicht falsch verstehen, die Problematik ist da, betrifft aber bei weitem nicht so viele Patienten wie manche hier glauben.
Wir sind hier halt auch in unserer Absetz-Echo-Kammer :-)

Wen es allerdings erwischt hat (wie mich auch) der könnte :evil: :evil: :evil: :evil:

Gruß,
lake
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Diagnose:Angst,PA Sommer 2010
Medi: Citalopram 20 mg, Eindosiert über 4 Wochen , war ok. sonstige Medis: Pantoprazol 20mg abends
2012: Erster misslungener Absetzversuch
2016: 20.3.16 -3.9.16 von 20 auf 15mg
ABDOSIER-PAUSE: 3.9.2016 - 2.3.2017: 15mg
2017:
► Text zeigen
2018:
2.1.2018: 10,0mg
.....Tag 1-15 Tag läuft sehr gut
.....Tag 17-20: Übelkeit / Brain Fog, neuro Emos, Einschlafstörung (Cortisolausschüttung) mit dicken, geröteten Händen
.....Tag21-22: Angst, Panik, Neuro-Emos
12.3.2018: 9,3mg
.....Tag 1-7 alles ok
.....Tag 8: zurück auf 9,5mg wg. starken Symptomen (Matschbirne, PA, Übelkeit, Zaps, Schlapp)
.....Tag 8-12 Heftige Symptome: Matschbirne, Zaps, PAs
.....13-30 ok
21.4.18: 8,9mg (d.h. Reduktion um 0,6mg)
.....Tag 0-5 ok
.....Tag 6: Neuro Aggressionen, Kopf+Nackenschmerzen, leichte Migräne
.....Tag 7-10 ok
.....Tag 10-16: heiße, dicke und rote Hände beim einschlafen und aufwachen, Migräne, Übelkeit, Matschbirne, Bodyzaps, Übelkeit, Nadelstiche auf Haut, Sehstörungen
.....Tag 17-21: heisse Hände bei Einschlafen
.....Tag 22-23: Angstzustände, leichte Depri
2.6.2018: 8,8mg Cita
9.6.2018: 8,7mg Cita
15.6.2018: Medi-Plan Änderung: kein Thyronajod mehr ab sofort (Nach Untersuchung der SD (Blut und Sono) durch Endikrologonen)

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Re: M.e.i.l.e.n.s.t.e.i.n. ZEIT-online Artikel

Beitrag von yberion45 » Montag, 04.06.18, 19:26

lakeSonne1 hat geschrieben:
Montag, 04.06.18, 19:20
hi,
Sind wir hier eine Randgruppe?
Ich denke schon, sonst würde hier das Forum platzen.

Das Zeug wird millionenfach allein in D-Land verschrieben, hier im Forum sind etwa 8000 Leute gemeldet, nur um mal ne Sicht auf die Relation zu bekommen.
Nicht falsch verstehen, die Problematik ist da, betrifft aber bei weitem nicht so viele Patienten wie manche hier glauben.
Wir sind hier halt auch in unserer Absetz-Echo-Kammer :-)

Wen es allerdings erwischt hat (wie mich auch) der könnte :evil: :evil: :evil: :evil:

Gruß,
lake

Hey lake,

Die relation ist doch nicht so einfach, ja es wird Millionen Fach verschrieben und hier sind 8000 Mitglieder.
Da durch die Annahme zu stellen, es trifft weit weniger als man glaubt ist nicht so einfach.

Erstmal musst du alle aussortieren, die es noch nehmen und gar nicht an absetzen denken. Das wäre die erste Kategorie

Die zweite Kategorie würden die reinfallen, die absetzen und die Symptome kriegen aber durch ihren Arzt wieder auf Medikamente gesetzt werden, wegen der angeblichen Grunderkrankung.


Von den restlichen die übrig bleiben kannst schon mal 8000 abziehen die Symptome haben und hier sind.

Dann gibt's noch die, die Absetz Symptome haben, es wissen aber dieses tolle Forum nicht entdeckt haben.

Der Rest der dann übrig bleibt, sind die glücklichen, die ohne Symptome absetzen

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20.12.2017 - 5mg:15 mg Citalopram Nw besser, zwei Tage müde
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10.04.2018 Noch keine Symptome. Mir geht es immer noch sehr gut und vom Zwang auch keine Spur. Bin leicht müde, liegt aber vom Wochenende noch, da ich wegen einem Paris Trip kaum geschlafen habe.
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Folgende Absetz Symptome habe ich noch:
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Re: M.e.i.l.e.n.s.t.e.i.n. ZEIT-online Artikel

Beitrag von Arianrhod » Montag, 04.06.18, 19:36

Danke für diesen Artikel: Wir pfuschen im Hirnstoffwechsel herum ....ohne ihn genau zu kennen. AD (auch NL, Benzos, Anxyolitika) erfüllen die Defintion von dirty drugs
Über NL habe ich schon in der Psychiatrie gesagt: "Es gibt diesen Spruch: Mit Kanonen auf Spatzen schießen. Sie tun etwas noch Schlimmeres: Sie schießen mit der Kanone ins Blaue und hoffen, dass das, was runterfällt, ein Spatz ist....." Nun ja, hat mein behandelnder Psychiater nicht wirklich verstanden....

ich glaube auch, dass u. a. eure unermüdliche Aufklärungsarbeit, liebes ADFD- Forum , dazu beigetragen hat, dass die Anerkennung von Absetzsymptomen in der Mitte der Gesellschaft diskutiert wird ( die ZEIT schreibt ja eben nicht nur für Mediziner, sondern für Zeitungsleser).
Deshalb euch ein :hug: . Ich hoffe, dass zukünftig so viel Leid verhindert werden kann.

liebe Grüße Arianrhod
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Re: M.e.i.l.e.n.s.t.e.i.n. ZEIT-online Artikel

Beitrag von Clarissa » Dienstag, 05.06.18, 6:26

Hallo nochmal.

Meine Beobachtung ist die, daß AD oft recht einfach abgesetzt werden können, wenn man unter 50 ist, keine lange Einnahmedauer und wenig Präparate- und Dosiswechsel oder Kombinationen hatte. Also irgendwie eine "übersichtliche" Vorgeschichte.

Ich bin außerdem der Meinung, daß eine gewisse (genetisch bedingte?) Empfänglichkeit für Depressionen besteht, auf die sich dann belastende Ereignisse aufpropfen, um die Depression ausbrechen zu lassen. Medikamente, wie bekannt, können dabei eine gewisse Zeit die Misere deckeln, aber ändern insgesamt nichts, v.a. nicht auf Dauer.

VG von Clarissa.
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lakeSonne1
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Re: M.e.i.l.e.n.s.t.e.i.n. ZEIT-online Artikel

Beitrag von lakeSonne1 » Dienstag, 05.06.18, 7:29

hi,

ein Theory ist ja, daß Menschen die suchtmäßig vorbelastet sind (z.B. Alkohol /Medi etc..), wenn auch schon längst überwunden, wenn die auf SSRI o.ä. einsteigen , es schwer haben beim Absetzen.

Das kann ich nachvollziehen (geht mir ja auch so :evil: )

Gruß,
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2.1.2018: 10,0mg
.....Tag 1-15 Tag läuft sehr gut
.....Tag 17-20: Übelkeit / Brain Fog, neuro Emos, Einschlafstörung (Cortisolausschüttung) mit dicken, geröteten Händen
.....Tag21-22: Angst, Panik, Neuro-Emos
12.3.2018: 9,3mg
.....Tag 1-7 alles ok
.....Tag 8: zurück auf 9,5mg wg. starken Symptomen (Matschbirne, PA, Übelkeit, Zaps, Schlapp)
.....Tag 8-12 Heftige Symptome: Matschbirne, Zaps, PAs
.....13-30 ok
21.4.18: 8,9mg (d.h. Reduktion um 0,6mg)
.....Tag 0-5 ok
.....Tag 6: Neuro Aggressionen, Kopf+Nackenschmerzen, leichte Migräne
.....Tag 7-10 ok
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.....Tag 17-21: heisse Hände bei Einschlafen
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Re: M.e.i.l.e.n.s.t.e.i.n. ZEIT-online Artikel

Beitrag von LinLina » Dienstag, 05.06.18, 8:30

Hallo lake :-)
lakeSonne1 hat geschrieben:
Montag, 04.06.18, 19:20
Sind wir hier eine Randgruppe?
Ich denke schon, sonst würde hier das Forum platzen.

Das Zeug wird millionenfach allein in D-Land verschrieben, hier im Forum sind etwa 8000 Leute gemeldet, nur um mal ne Sicht auf die Relation zu bekommen.
Nicht falsch verstehen, die Problematik ist da, betrifft aber bei weitem nicht so viele Patienten wie manche hier glauben.
Wir sind hier halt auch in unserer Absetz-Echo-Kammer :-)
Was ich aber wichtig finde zu bedenken: Es wird geschätzt, dass es in Deutschland etwa 1,5 Millionen Benzodiazepin-Abhängige gibt https://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%A4 ... diazepinen

In dieser Statistik fehlen aber noch alle, die ihr Medikament wie verschrieben einnehmen und als nicht Abhängig gelten, obwohl sie beim Absetzen Entzugssymptome bekommen würden.

Dennoch haben wir hier im Forum deutlich weniger Benzo-Betroffene als AD-Betroffene, weil einfach nur ein kleiner Teil überhaupt hier aktiv Hilfe sucht. Bei AD ist die Hemmschwelle vielleicht geringer, sich hilfe zu suchen, weil die psychische Sucht kaum vorhanden ist, dennoch denke ich meldet sich nur ein kleiner Bruchteil hier aktiv an.

Es ist also meiner Meinung davon auszugehen, dass es in Deutschland sehr viele Menschen gibt, die ihr AD nicht oder kaum absetzen können.

Ich vermute es gibt in Deutschland etwa 1 Million Menschen die ähnliche Probleme haben wir hier im Forum beschrieben. Vielleicht weniger, vielleicht mehr, aber eine Menge.

Dazu ist noch zu berücksichtigen, dass wir um ein vielfaches mehr Zugriffe als aktive Mitglieder haben. Die meisten suchen hier Hilfe ohne sich anzumelden. Ich meine, es sind um die 10.000 Zugriffe verschiedener Personen pro Monat also noch einige mehr über das Jahr gesehen, ich weiß leider nicht mehr wo Oliver das mal rausgesucht hatte.

Es gibt inzwischen ja auch Studien, die zeigen dass ein deutlicher Prozentsatz von schweren Absetzproblemen betroffen ist, obwohl z.b. verzögerter Entzug und "rückkehr der Grunderkrankung" gar nicht als Entzug berücksichtigt wird siehe auch hier http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 20#p249609

Ich bin auf Facebook in mehreren Gesundheitsbezogenen Gruppen, es ist dort ebenfalls sehr häufig dass Betroffene von schweren Symptomen bei Absetzversuchen von AD berichten, aber sich nie in Foren hilfe geholt haben, weil sie es so gewohnt sind auf ihren Arzt zu hören. Es kommt mir aber so vor, als ob das nicht nur ein kleiner Teil ist, ich stoße immer wieder darauf.

Liebe Grüße
Lina
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Re: M.e.i.l.e.n.s.t.e.i.n. ZEIT-online Artikel

Beitrag von LinLina » Dienstag, 05.06.18, 8:48

Ich möchte noch hinzufügen, das ist jetzt überhaupt nicht statistisch representativ aber ich kenne unabhängig vom Forum und von entsprechenden Gruppen im echten Leben mich eingeschlossen aktuell 4 Personen von denen ich weiß dass sie Ad nahmen / nehmen.

Drei davon haben abgesetzt oder sind dabei. Eine Person konnte nach recht kurzer Einnahme und unkomplizierter Vorgeschichte ohne Symptome absetzen und ist seitdem Medikamentenfrei. Zwei Personen haben deutliche Absetzsymptome unterschiedlichen Schweregrads die aber zumindest teilweise deutlich bis schwerer alltagseinschränkend sind und sind beide seit jahren im Absetzprozess und eine Person hat noch nie versucht abzusetzen nach jahrelanger Einnahme.

Wie gesagt, keine statistisch relevante Menge aber ich könnte mir vorstellen dass dies ganz gut die Realität wiederspiegelt.

Meine Therapeutin, die anfangs immer meinte, sie kenne mehrere Personen die ohne Probleme ihre AD absetzen können und hätte sowas wie bei mir noch nie gehört, berichtet jetzt plötzlich bestürzt sie würde jetzt immer häufiger hören dass viele gar nicht mehr davon loskommen.

Ich glaube das Problembewusstsein spielt eine große Rolle.

Wenn man z.b. Symptome, die einige Wochen oder 2-3 Monate nach dem Absetzen auftauchen immer als Rückkehr der Erkrankung interpretiert, ist man natürlich der Meinung man hätte keine Absetzsymptome und kommunziert das auch so.

Ich denke was auch fehlt ist die Anerkennung dass es eben sehr unterschiedlich verlaufen kann. Während Person A große Probleme hat und durch das Absetzen schwer beeinträchtigt ist, merkt Person B gar nichts, und es gibt alles dazwischen. Es ist menschlich, aber nicht sinnvoll, hier von einem problemlosen oder extrem schweren Verlauf auf alle anderen zu schließen, genauso wenig wie alle Verläufe die extrem unterschiedlich vom eigenen sind als Ausnahmefälle darzustellen :?

Liebe Grüße
Lina
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Re: M.e.i.l.e.n.s.t.e.i.n. ZEIT-online Artikel

Beitrag von lakeSonne1 » Dienstag, 05.06.18, 9:25

hi,

Persönlichen Erfahrungen hab ich auch.
Ich kenne 4 Leute (nicht aus Foren) in meinem privaten Umfeld, die ADs abgesetz haben. Einer hatte wenig Probleme (etwa wie beim einschleichen, meinte er), drei fast keine. Warum ich das so genau weiß? weil wir eine private Hobby-Sportgruppe von ca. 10 Leuten sind, die jetzt etwa seit 15 Jahre zusammen ist, da redet man inzwischen relativ frei über seine Zipperlein, wenn man mal nicht kommen kann und es schlecht geht.
Also bei uns in der SportGruppe bin ich leider derjenige, den es am heftigsten erwischt hat. Ich würde das Zeug auch nichtweiterempfehlen, meine Sportkollegen schon (deren Erfahrung war ja auch positiv), wobei sie durch meine Erfahrungen jetzt auch langsam Zweifel kriegen...

Gruß,
lake
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Medi: Citalopram 20 mg, Eindosiert über 4 Wochen , war ok. sonstige Medis: Pantoprazol 20mg abends
2012: Erster misslungener Absetzversuch
2016: 20.3.16 -3.9.16 von 20 auf 15mg
ABDOSIER-PAUSE: 3.9.2016 - 2.3.2017: 15mg
2017:
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.....Tag21-22: Angst, Panik, Neuro-Emos
12.3.2018: 9,3mg
.....Tag 1-7 alles ok
.....Tag 8: zurück auf 9,5mg wg. starken Symptomen (Matschbirne, PA, Übelkeit, Zaps, Schlapp)
.....Tag 8-12 Heftige Symptome: Matschbirne, Zaps, PAs
.....13-30 ok
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.....Tag 0-5 ok
.....Tag 6: Neuro Aggressionen, Kopf+Nackenschmerzen, leichte Migräne
.....Tag 7-10 ok
.....Tag 10-16: heiße, dicke und rote Hände beim einschlafen und aufwachen, Migräne, Übelkeit, Matschbirne, Bodyzaps, Übelkeit, Nadelstiche auf Haut, Sehstörungen
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Re: M.e.i.l.e.n.s.t.e.i.n. ZEIT-online Artikel

Beitrag von gioia » Dienstag, 05.06.18, 12:45

Hallo :)

Ich denke auch, dass sehr viele Menschen die AD nehmen, Beschwerden, die sie haben, oft gar nicht den AD zuordnen, da sie ja von der Vorstellung ausgehen, dass die Tabletten Ihnen helfen sollen.

Ich habe fast 1,5 Jahre gebraucht, um in aller Klarheit erkennen zu können, dass ich vergiftet wurde. Ich kann es selbst nicht fassen, dass ich es nicht früher verstanden habe, aber habe den Ärzten vertraut und nichts über die wahre Problematik der AD gewusst. Und das bei meinen Horrorsymptomen!!! Und ich brauch ewig, um eins und eins zusammenzuzählen :?

Kann mir gut vorstellen, dass Leute, die nicht gleich so derart massive Probleme kriegen, den Zusammenhang zu den AD jahrelang nicht herstellen können, wenn überhaupt. Und dann auch iwie davon ausgehen, dass ihnen das Zeug hilft. Denn das kriegst du ja erzählt. Und man WILL dann ja auch dass es hilft und negative Kommentare darüber gar nicht an sich ran lassen.

Mir zumindest gings so.

Liebe Grüße
Gioia
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2018: Auswirkung bis heute, war in meinem ganzen Leben noch nie so krank wie durch dieses Dreckszeug, Psychopharmaka :evil:

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Re: M.e.i.l.e.n.s.t.e.i.n. ZEIT-online Artikel

Beitrag von Arianrhod » Dienstag, 05.06.18, 12:55

lakeSonne1 hat geschrieben:
Dienstag, 05.06.18, 7:29
hi,

ein Theory ist ja, daß Menschen die suchtmäßig vorbelastet sind (z.B. Alkohol /Medi etc..), wenn auch schon längst überwunden, wenn die auf SSRI o.ä. einsteigen , es schwer haben beim Absetzen.

Das kann ich nachvollziehen (geht mir ja auch so :evil: )

Gruß,
lake
Kann ich aus meiner Geschichte her nicht bestätigen. Alkohol, Zigaretten, nie ein Problem, ich bin irgendwie Non- responder auf Cannabis - und ich habe sehr einfach Opioide absetzen können, die ich zwei Jahre lang genommen habe. Auch Benzos habe ich immer sehr schnell losbekommen , und ich hatte nie eine Suchtentwicklung im Sinn "Ich will mehr von dem Stoff."
Dagen Neuroleptika absetzen ..... war Hölle, hat mich fast umgebracht.
Daher glaube ich, dass Absetzprobleme nicht mit den Genen von Sucht gekoppelt sind, sondern dass das ganze wesentlich spezifischer abläuft,
also eine ganz spezifische Abhängigkeit beispielsweise zu den D2 - Rezeptoren existiert etc., das hängt wohl damit zusammen, dass Pp , wie ich schon geschrieben habe, dirty drugs sind, und man nicht weiss, an welcher Stelle der Wirkung genau die Gewöhnung/ Abhängigkeit beginnt - irgendwo im ZNS. Genaues weiss ich leider aber auch nicht.

liebe Grüße Arian
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Re: M.e.i.l.e.n.s.t.e.i.n. ZEIT-online Artikel

Beitrag von Markus Huefner » Mittwoch, 06.06.18, 9:11

Hallo,

Ich habe den Beitrag auch mit großem Interesse gelesen und bin leicht zuversichtlich, dass das Thema bedeutender wird. Allerdings haben die beiden großen Selbsthilfeorganisationen für Menschen mit Depressionen, die "Deutsche Depressionsliga" und die "Stiftung Deutsche Depressionshilfe" diesen Beitrag der Zeit gar nicht wahrgenommen oder auf ihren Facebookseiten bzw. auf ihren Websites erwähnt.

Das ist auch nicht weiter verwunderlich, da beide Organisationen seit Jahren systematisch alles, was Risiken und Nebenwirkungen von modernen Antidepressiva angeht, leugnen. Ich hatte mehrmals intensiven Kontakt mit Herrn Hegerl, dem 1. Vorsitzenden von der Stiftung und auch mit der Deutschen Depressionsliga und beide um Stellungnahmen gebeten bzgl. ihrer Verharmlosung von modernen Antidepressiva. Wer möchte kann die Korrespondenz zwischen mir und den beiden Organisationen auf meinem Blog nachlesen. Es wird einem dann schnell klar, das beide Organisationen KEINE Selbsthilfeorganisationen für ALLE Menschen mit Depressionen sind sondern Lobbyorganisationen der Pharmaindustrie.

Beide Organisationen haben massiven Einfluss und wären diejenigen die dazu verpflichtet wären, über das Thema aufzuklären, insbesondere da sie für sich in Anspruch nimmt die Interessen ALLER Menschen mit Depressionen in der Öffentlichkeit und gegenüber Politik zu vertreten, was beide Organisationen faktisch nicht tun, wenn sie systematisch das Leid von Betroffenen ignorieren, die schlimme Erfahrungen mit der Einnahme und/oder dem Absetzen moderner Antidepressiva gemacht haben.

Nach einigen kritischen Kommentaren zu Beiträgen auf den Facebookseiten wurde dort sowohl mein Blogprofil als auch mein privates Profil gesperrt, so dass ich dort gar nicht mehr kommentieren hat. Meine Bewertung kann allerdings nicht gelöscht werden. Daher würde ich mir wünschen, dass auch andere Betroffene die Seiten bewerten und Beiträge kommentieren würden, sachlich, sozial kompetent, so wie ich das getan habe.

Hier die beiden Beiträge über den Austausch mit beiden Organisationen zum Nachlesen und ein Beitrag über die Neuauflage der Patientenbroschüre der Deutschen Depressionsliga, in dem ich diese mit der alten Broschüre verglichen habe und leider feststellen musste, dass sich fast nichts geändert hat.

Die Selbsthilfe-Organisation »Stiftung Deutsche Depressionshilfe« verschweigt in ihren Publikationen die Risiken und Nebenwirkungen durch SSRI-Antidepressiva

Die Deutsche DepressionsLiga e.V. verharmlost in Ihrer aktuellen Broschüre SSRI-Antidepressiva

Die Deutsche DepressionsLiga e.V. verharmlost weiterhin die Risiken und Nebenwirkungen von Antidepressiva und mobbt andersdenkende Mitglieder
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