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Kimeta - Doxepin

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Re: Kimeta - Doxepin

Beitrag von Kimeta » Mittwoch, 01.07.15, 13:52

Liebe Jamie,

Du hast seit drei Monaten Migräne? Erstmals im Leben? Wie ungewöhnlich. Was sagt der Arzt? Hast Du Deine Hormone prüfen lassen? Bestimmt.... Die meisten Leute, die ich kenne, haben es von der Kindheit (wie ich) oder Pubertät an, gelegentlich beginnt sie auch mit/vor den Wechseljahren, aber falls 1979 Dein Geburtsjahr ist, kann das ja auch nicht sein. Das tut mir leid. Wie schlimm ist es denn?

Also ich habe so gut wie alles durch bis auf Topiramat (Antiepileptikum; glücklicherweise, denn inzwischen ist auffällig, dass es nicht mehr so stark eingesetzt wird, offenbar zu viele Nebenwirkungen), Botox (es ist mir irgendwie sehr suspekt, ein Nervengift ins Gesicht spritzen zu lassen) und ONS (da wird ein Gerät in den Körper gepflanzt, das kam glücklicherweise erst so richtig auf, als ich schon auf Erfolgskurs mit kh-armer Ernährung war). Ich war auch schon in einer spezialisierten Schmerzklinik und bin seit 20 oder mehr Jahren in Behandlung bei einem spezialisierten Schmerzarzt. Ich habe zunächst voll auf Schulmedizin gesetzt, dann auf andere Maßnahmen. Außer mit der kh-armen Ernährung hatte ich bei sämtlichen Versuchen nur einige Monate Erfolg mit regelmäßigem Ausdauersport, 5x die Woche 30-60 min. auf dem Heimtrainer oder mit dem Rad in der Natur, aber den Aufwand konnte ich auf Dauer nicht beibehalten. Alles andere hat mal einen Monat geholfen (Placebo- oder Honeymoon-Effekt, wie mein Arzt sagt), aber dann war alles wieder beim Alten. Bis dann die kh-arme Ernährung kam, ev. unterstützt durch die Wechseljahre, da kann es bei einigen Frauen besser werden.

Ich bin ein besonders schwerer Fall, an der Grenze zur Chronifizierung (sonst würden Maßnahmen wie Botox und ONS überhaupt nicht von den Krankenkassen bezahlt). Ich habe einen zu großen Teil meines Lebens im Bett verbracht, insbesondere in den 40er und Anfang 50er Jahre. Regelmäßig heftiges Übergeben, irre Schmerzen. Ich habe zwar weiterhin (meist unter zig Medikamenten und mit starker Übelkeit) gearbeitet, aber sonst nicht viel gemacht, brauchte sogar Unterstützung, um meinen Alltag zu bewältigen. Seit sich mein Leben relativ gesehen normalisiert hat, weiß ich überhaupt nicht, wie ich das ertragen habe. Klar, es ist jetzt auch oft noch schwierig, aber einfach nicht zu vergleichen.

Aus meinen virtuellen und realen Kontakten weiß ich, dass die Suche nach einem Weg aus der Migräne heraus ganz unterschiedliche Ergebnisse bringt. Bei mir war es die kh-arme Ernährung. Andere nehmen ADs, Beta-Blocker oder die o.g. Maßnahmen. Anderen reicht Migravent, das ist hochdosiertes Magnesium und Vitamin B2. Eine Kopfschmerzspezialistin hat sogar mal im Stern gesagt, dass MBSR gegen Migräne hilft. Ich kenne niemanden, auf den das zutrifft, und ich habe es (natürlich) selbst 2 Jahre lang konsequent betrieben - es war toll und hat mich weitergebracht, aber null Wirkung auf die Migräne. In meinem Migräneforum berichten einige über positive Ergebnisse mit Progesteroncreme, Hintergrund ist hier das Thema Östrogendominanz.

Also ich berichte Dir gerne alles, was ich weiß oder was ich probiert habe (Massagen, Osteopathie, Augen, Zähne, Physiotherapie, Knirschschiene, diverse Nahrungsergänzungsmittel), soweit ich mich erinnere, aber das ist einfach ein sehr individuelle Sache. Ich selbst bin natürlich überzeugt, dass kh-arme Ernährung allen helfen MUSS (und muss immer aufpassen, nicht zu missionieren), aber das stimmt leider nicht, denn auch manche Menschen in meinem Forum, die es von außen betrachtet sehr ernsthaft durchziehen, kommen alleine mit kh-armer Ernährung nicht weiter.

An einem Migräne-Thread würde ich mich auf jeden Fall beteiligen, dann kann ich auch mal was Fachliches beitragen und dem adfd was zurückgeben.

Viele Grüße,
Kimeta
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Re: Kimeta - Doxepin

Beitrag von Kimeta » Mittwoch, 01.07.15, 14:04

Jamie1979 hat geschrieben:Ich habe hier ein Triptan liegen, das ich versuchen soll, wenn sich der nächste Anfall ankündigt, aber natürlich habe ich Panik es zu nehmen (Angst vor Nebenwirkungen).
Nachtrag zu Triptanen:

Bei Triptanen kann es zu einem speziellen "Engegefühl" kommen. So wird es meist bezeichnet, das trifft es zwar meiner Meinung nach nicht ganz, aber ich weiß auch kein besseres Wort. Es ist mehr ein Wärmegefühl, finde ich, und für mich ist es positiv, weil ich dann weiß, dass das Medikament wirkt. Das muss man wissen, damit man nicht in Sorge gerät.

Aber ich würde tatsächlich bei der Ersteinnahme eines Triptans auch vorsichtig sein und jedem raten, es nur zu machen, wenn jemand in der Nähe ist. Bei Dir mit den zusätzlichen Problemen kann ich gut verstehen, dass Du es nicht nehmen willst. Was machst Du denn im Falle einer Attacke?

Wenn der Anfall nur leicht oder mittelstark ist, könnten helfen: Kaffee bzw. Cola bzw. Koffeintablette (besonders, wenn Du sonst kein Koffein konsumierst), Magnesium als Citrat (da gibt es so Tütchen), Coolpacks, sehr viel Wasser (über 0,5 l) trinken, ev. mit Salz, Kohlenhydrate (das widerspricht meiner These von der kh-armen Ernährung nicht, sondern unterstützt sie sogar), Ibuprofen. Und möglichst hinlegen, Ruhe, Dunkelheit, abschirmen.

Viele Grüße,
Kimeta
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Re: Kimeta - Doxepin

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 02.07.15, 23:49

Liebe Kimeta,

danke, dass du dir derart viel Mühe gegeben hast :hug: .
Da sind ein paar sehr interessante Dinge dabei, die ich mir nochmal näher anschauen werde.
Ich bin "Migräne-Anfänger" (eigentlich Gott sei Dank, muss man sagen :roll: ), da muss ich mir noch viel anlesen.

Ich denke ich werde in Kürze einen Thread dazu eröffnen; vielleicht können wir schonmal sammeln, wer an Mitgliedern alles Migräne hat, um gezielt darauf hinzuweisen.

LG
Jamie

PS. Nein, Hormone wurden noch nicht bestimmt :oops:
Mein Hausarzt ist immer um sein Budget besorgt und dann muss ich zur Frauenärztin, die wohl auch um ihr Budget besorgt ist :x ...
Aber selbst zahlen ist nicht drin, bei der Mini-Rente.
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Re: Kimeta - Doxepin

Beitrag von Kimeta » Freitag, 03.07.15, 17:53

Liebe Jamie,

ich meine so ganz normal Hormone bestimmen, wie man es beim Frauenarzt macht. Selbst zahlen??? Bei erstmals auftretender hormonell bedingter Migräne müsste das doch eigentlich selbstverständlich sein. Sind alle anderen Möglichkeiten ausgeschlossen, ist es definitiv Migräne? Wenn ich erst drei Monate dabei wäre, würde ich alles dran setzen, dass das nur ein kurzes Intermezzo wird. Was ich Dir wünsche.

Sehr viel Informationen aus schulmedizinischer Sicht zu Migräne gibt es auf der Seite der Schmerzklinik Kiel. Die haben auch ein Forum namens Headbook (.me, nicht .de). Obwohl ich mich inhaltlich davon stark entfernt habe und auch einiges äußerst kritisch sehe, u.a. die Arbeit im Forum, ist dort viel Wissen zu finden, das man kennen sollte, und sei es nur, um es abzulehnen :D .

Dann möchte ich noch dezent für das Forum werben, in dem ich mich bewege (unter dem Nick Aprikose): http://www.migraeneinformation.de, die Seite von Peter Mersch. Dort finden sich praktisch alle Inhalte seines Buches "Migräne - Heilung ist möglich". Ein Forum gibt es wie gesagt auch, es ist allerdings ziemlich chaotisch und hat nicht so viele Aktive.

Viele Grüße,
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Re: Kimeta - Doxepin

Beitrag von Kimeta » Samstag, 04.07.15, 16:23

Anlässlich einer Diskussion in meinem Migräneforum zum Thema Absetzen habe ich mir meinen Verlauf nochmal genau angesehen. Ich glaube sagen zu können, dass es besser ist, wenn ich zwischen zwei Absetzschritten 70 Tage warte. Vor dreien meiner Absetzschritten lief es zwar gut, aber ich hätte trotzdem mit dem nächsten Schritt warten sollen.

So war mein bisheriger Verlauf:

Am 28.12.2013 habe ich von 10 auf 9 mg reduziert.
-- Abstand: ca. 7 Monate
-- In der Folgezeit bis zum nächsten Absetzschritt hatte ich 1,6 Anfälle pro Woche

Am 8.2.2014 habe ich von 9 auf 8 mg reduziert
-- Abstand: 42 Tage
-- In der Folgezeit bis zum nächsten Absetzschritt hatte ich 1,75 Anfälle pro Woche

Ab 31.3.2014 habe ich von 8 auf 7mg reduziert ZU FRÜH
-- Abstand: 51 Tage -> sehr viel Migräne
-- Am 3.5.14 bin ich wieder auf 8 mg zurückgegangen
-- Am 2.7.2014 habe ich die Dosis auf zwei Präparate umgestellt

Am 13.7.2014 habe ich von 8 auf 7,5 mg reduziert
-- Abstand zum 3.5.15: 71 Tage
-- In der Folgezeit bis zum nächsten Absetzschritt hatte ich 1,5 Anfälle pro Woche

Am 10.8.2014 habe ich auf 7 mg reduziert ZU FRÜH
-- Abstand: 28 Tage -> Migräneserie, später Cortison
-- Am 22.8.15 bin ich wieder auf 7,5 mg zurückgegangen
-- Am 17.9. bin ich auf 8 mg zurückgegangen

Am 25.12.2014 habe ich auf 7,5 mg reduziert
-- Abstand: 99 Tage
-- In der Folgezeit bis zum nächsten Absetzschritt hatte ich 1,8 Anfälle pro Woche

Am 13.3.2015 habe ich auf 7 mg reduziert
-- Abstand: 78 Tage
-- In der Folgezeit bis zum nächsten Absetzschritt hatte ich 1,14 Anfälle pro Woche

Am 30.4.2015 habe ich auf 6,5 mg reduziert
-- Abstand: 48 Tage
-- In der Folgezeit bis zum nächsten Absetzschritt hatte ich 1,6 Anfälle pro Woche

Am 13.6.2015 habe ich auf 6 mg reduziert ZU FRÜH
-- Abstand: 44 Tage -> tägliche Migräne, Cortison
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Re: Kimeta - Doxepin

Beitrag von padma » Samstag, 04.07.15, 17:53

liebe Kimeta, :)

gut, dass du so genaue Aufzeichnungen hast. :D

Ich würde es dann jetzt auch mit 70 Tagen Abstand versuchen. Absetzen scheint für Migränebetroffene besonders schwierig zu sein. :(

Ich drücke dir die Daumen, dass die Attackenhäufigkeit jetzt schnell abnimmt.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

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Re: Kimeta - Doxepin

Beitrag von Emilia » Mittwoch, 08.07.15, 20:51

Liebe Kimeta, :)

ach du Ärmste, wieder so viel Migräne nach dem Reduzieren! Hoffentlich ist es jetzt nach der Erhöhung von Doxepin besser geworden und die Migräne ist wieder weg!? Hast du aktuell auch Cortison einsetzen müssen zur Durchbrechung des Migränestatus? Wie geht es dir jetzt?

Ich denke auch, dass es viel Sinn bei dir macht, die Abstände zwischen den Abdosierungen sehr groß zu halten. Meiner eigenen Erfahrung nach reagiert das Migränegehirn besonders empfindlich, so dass du mit den 70 Tagen Abstand bestimmt auf der sichersten Seite bist. Ich hatte damals auch gerne die größeren Abstände zwischen den Reduktionsschritten eingelegt. Ich meine, dass ich mehrmals 8 Wochen dazwischen hatte und dass ich mit den empfohlenen mindestens 4 Wochen nicht klar kam. Ich erinnere mich an die Zeit des Absetzens an eine sehr schwere Zeit, auch weil ich damals so sehr oft und so viel Migräne hatte. Allerdings hatte ich nicht wieder die Dosis hochgesetzt, sondern die Migräne ganz normal behandelt mit Triptan usw., das kennst du ja alles zur Genüge. Ich hatte damals immer gedacht, dass ich sowieso Migräne haben würde also unabhängig vom Absetzen. Woher weißt du, dass die Migräne nur vom Absetzen schlimmer wird? Die Migräne macht immer was sie will - mit oder ohne Absetzen.
Ich wünsche dir und all den anderen Absetzenden hier im Forum, die das lesen, ganz viel Kraft beim Durchhalten, ganz viel Geduld mit und bei den langsamen Schritten und ein baldmöglichstes Ankommen bei 0mg. Ich habe es geschafft und du schaffst das auch!!! Deine bisherige enorme Geduld bewundere ich. :hug:

Herzliche Grüße :group:
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Doxepin 30mg 3 Wochen >> Doxepin 25mg 6 Wochen >> Doxepin 20mg 4 Wochen >> Doxepin 15mg 16 Tage >> Doxepin 10mg 12 Tage, dann Doxepin 10mg ganz abgesetzt, um eine neue Migräneprophylaxe mit anderem Prärarat zu beginnen, einige Tage nachdem Absetzen traten zunehmend ausgeprägte körperliche und psychische Absetzsymptome auf. Zu diesem Zeitpunkt erkannte ich die Absetzproblematik bei mir. 13 Tage war ich insgesamt ohne Doxepin, habe es dann wieder langsam eindosiert ab Mitte März 2012:
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Re: Kimeta - Doxepin

Beitrag von Kimeta » Samstag, 11.07.15, 12:53

Liebe Emilia,

schön, hier wieder von Dir zu lesen! Ich hatte gestern geantwortet, aber dann wohl vergessen, auf Absenden zu drücken, da war alles weg :x .

Warum ich denke, dass die verstärkten Schmerzen vom Absetzen kommen? Zum einen sind es häufig spezielle Schmerzen, eine Art Augenkopfschmerz, zum anderen führe ich ziemlich genaue Statistiken und ich denke, da kann man einen Zusammenhang herstellen. Klar, es gibt auch ohne Absetzen immer mal solche und solche Phasen, aber ich denke, dass meine Daten den Verdacht schon nahelegen und werde deshalb erstmal wie beschrieben vorgehen. Entweder bestätigt sich meine Theorie oder nicht. Meine Statistiken führe ich deshalb so genau, weil ich meinem Projekt "kohlenhydratarme Ernährung gegen Migräne" gegenüber selbst sehr skeptisch eingestellt war. Wortführende Schulmediziner halten das ja für Humbug. Um zu sehen, ob das wirklich was bringt, habe ich genau Buch geführt.

Wenn ich mir Deine Signatur ansehe, hast Du eigentlich nur einmal 8 Wochen zwischen zwei Absetzschritten gewartet, oder?

Du bewunderst meine Geduld? Naja, ich habe keine andere Möglichkeit, als geduldig zu sein, oder ;) ? Und ich sehe ja auch Fortschritte in meiner Situation, wenn es auch manchmal noch ziemlich schwierig ist. Insbesondere denke ich, dass trotz aller Aktivitäten, die wieder möglich sind, mein Energiepegel noch nicht da ist, wo er sein könnte. Aber das bringe ich eher mit den vielen Migränejahren in Verbindung als mit dem Absetzen. Genau werden wir das wohl nie wissen...

Dir auch alles Gute und viele Grüße,
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Re: Kimeta - Doxepin

Beitrag von Jamie » Samstag, 29.08.15, 15:55

Hallo Kimeta,

ich wollte mal ausdrücklich ein riesen Dankeschön sagen, dass du dich hier so einbringst und uns unterstützt. :hug:
Wir sind dir sehr dankbar für deine Hilfe, es ist kaum noch zu bewältigen.
Deswegen sind wir ganz besonders froh, wenn sich Betroffene auch selbst aktiv beratend einbringen.

Danke von Herzen <3

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Re: Kimeta - Doxepin

Beitrag von Kimeta » Samstag, 29.08.15, 16:09

Oh, vielen Dank, liebes Team!

Ich bewundere Eure Arbeit und schätze sie als sehr wertvoll ein. Und das, obwohl Ihr selbst auch schwere Probleme habt. Es freut mich, dass ich ein bisschen unterstützen kann.

Viele Grüße,
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Re: Kimeta - Doxepin

Beitrag von Emilia » Freitag, 25.09.15, 18:58

Liebe Kimeta, :hug: :(

entschuldige bitte,dass ich dir so spät antworte. I
Genau so denke ich auch: wir werden vieles an Zusammenhängen immer wieder nur erahnen, vermuten, meinen zu spüren, auch alles mögliche berechnen – aber ganz genau wissen werden wir es nicht. Ich habe inzwischen aufgegeben, einen Kopfschmerzkalender zu führen und mache mich auch nicht mehr verrückt wegen der diversen Migränetrigger.
Nicht nur bei dir ist die genaue Buchführung über Attackenfrequenz und Absetzdosis sehr sinnvoll, da diese Zusammenhänge mit dem Absetzen eine ganz deutliche Sprache sprechen.

Ja ich bewundere deine Geduld, auch wenn du dazu gezwungen wirst, ist die Geduld einfach nur bewundernswert – bei dir und bei all den anderen, die zum ganz besonders langsamen Absetzen der AD gezwungen sind.
Meine allergrößte Hochachtung allen Mitgliedern des Schneckenclubs :schnecke: hier im Forum!!! Ich finde es auch sehr beeindruckend, dass ihr in dieser Wertschätzung und Zärtlichkeit von euch schreibt und immer weiter am Absetzen dran bleibt, auch wenn es noch so langsam geht. Ich kann mich noch gut an meine Ungeduld erinnern. Tatsächlich habe ich nur einmal 8 Wochen mit dem Reduzieren gewartet, gefühlt hätte ich gedacht, dass ich ständig so lange Zwischenzeiten genommen hatte. Ja, es ist sehr gut, dass hier im Forum alles so gut dokumentiert festgehalten ist.
Auch mein Energiepegel ist noch nicht wieder so wie früher und ich denke auch, dass diese jahrezehntelange schwere Migräneerkrankung viel zu dieser tiefen Erschöpfung beiträgt. Sehr froh bin ich, dass ich langsam immer mehr Energie zurückgewinne.

Hoffentlich geht es dir gut und du kannst immer weiter ganz langsam weiter mit der Dosis vom Doxepin runtergehen.

Ich wünsche dir und allen anderen im ADFD viel Kraft, Geduld und ein möglichst symptomarmes Absetzen. :group:

Herzliche Grüße
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Re: Kimeta - Doxepin

Beitrag von Kimeta » Samstag, 28.11.15, 8:57

Ich habe gerade mal spaßeshalber ausgerechnet, wann ich meine nächsten Absetzschritte mache, wenn alles absolut planmäßig verläuft. Mein derzeitiger Plan ist, zwischen zwei Absetzschritten 70 Tage zu warten. Außerdem trenne ich Präparatwechsel (brauche ich zur Vorbereitung auf kleinere Dosierungen) und Absetzschritt, aber da ich nicht den Eindruck habe, dass mir ein Präparatwechsel Probleme macht, wechsele ich einfach zwischen zwei Absetzschritten und kalkuliere nicht noch extra Zeit ein.

Ich notiere meinen Plan hier, damit ich die Infos griffbereit habe :D .

19.12.2015
5,5 mg mit 2 Tropfen Doxepin und 3 Tropfen Aponal

27.02.2016
5,0 mg mit 2 Tropfen Doxepin und 2 Tropfen Aponal

07.05.2016
4,5 mg mit 2 Tropfen Doxepin und 1 Tropfen Aponal

16.07.2016
4,0 mg mit 2 Tropfen Doxepin

20.08.2016
Umstellung auf 1 Tropfen Doxepin und 4 Tropfen Aponal

24.09.2016
3,5 mg mit 1 Tropfen Doxepin und 3 Tropfen Aponal

03.12.2016
3,0 mg mit 1 Tropfen Doxepin und 2 Tropfen Aponal

11.02.2017
2,5 mg mit 1 Tropfen Doxepin und 1 Tropfen Aponal

22.04.2017
2,0 mg mit 1 Tropfen Doxepin

27.05.2017
Umstellung auf 4 Tropfen Aponal

01.07.2017
1,5 mg mit 3 Tropfen Aponal

09.09.2017
1,0 mg mit 2 Tropfen Aponal

18.11.2017
0,5 mg mit 1 Tropfen Aponal

27.01.2018
Absetzen


Noch etwas mehr als 2 Jahre :o aber immerhin, eine Perspektive :roll: ! Da ich nicht absetze, wenn es gerade nicht passt, könnte es auch ein klitzekleines bisschen länger dauern :wink: .

Viele Grüße,
Kimeta
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Lisamarie
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Re: Kimeta - Doxepin

Beitrag von Lisamarie » Samstag, 28.11.15, 10:47

Hallo Kimeta, ich trau mich gar nicht auszurechnen wann ich endlich fertig bin hoffe auf ein Jahr , aber denke das ich länger brauch, da ich auch unter Migräneattacken leid und die jetzt beim Absetzen auch gerne mal ausarten, zu den hämmerden Kopfschmerzen noch Übelkeit , Erbrechen Durchfall wo ich nichts gegen machen kann da ich keine Migränetabletten mehr vertrag, überhaupt keine Schmerzmittel. Da kann ich nur liegen, mit Ohrpropeln, damit die Geräusche des alltags mich nicht erreichen und in ne abgedunkelten Zimmer , mehr geht den Tag nicht, Gott sei Dank ist es immer nur einen Tag so elendig schlimm, aber das reicht mir dann auch, in der Woche nach einem Miniabsetzschritt kann ich eigendlich drauf warten das mich die Migräne drei oder vier Tage danach erwischt. Echt übel.
lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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Lana19
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Re: Kimeta - Doxepin

Beitrag von Lana19 » Samstag, 28.11.15, 11:06

Guten Morgen!

:) Super Idee, das mal auszurechnen! Ich wünsche dir ganz ganz viel Glück dass das alles so klappt und du mit den zwei Jahren hinkommst!!! :hug:

Ich selbst rechne bei mir noch mit 2-3 Jahren....will gar nicht weiter drüber nachdenken. Hab Angst davor was ab 10 mg abwärts passiert. Aber da bin ich eh noch lange nicht :rotfl:

Alles Gute
euch allen!!!
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padma
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Re: Kimeta - Doxepin

Beitrag von padma » Samstag, 28.11.15, 19:20

liebe Mitschnecken, :hug:

ich hoffe, dass ich es in 2 - 3 Jahren schaffe, dafür muss ich das Tempo aber etwas anziehen.

wir schnecken uns voran :schnecke: :schnecke: :schnecke:

liebe Grüsse,
Padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
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6.05.2018: 0,275 mg :schnecke:


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Kimeta
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Re: Kimeta - Doxepin

Beitrag von Kimeta » Freitag, 04.12.15, 18:50

Liebe Lisamarie, au weia, Migräne ohne Medikamente.... ich finde es schon schlimm genug *mit* Medikamenten!

Liebe padma, na, dann mal los!! :D

Liebe Lana, ich bin glücklicherweise ziemlich geduldig. Und meine Symptome sind nicht so vielfältig und stark, wie ich es hier von manchen lese. Insofern kann ich einigermaßen gelassen sein.

Aber zu den Schnecken gehöre ich ganz eindeutig :schnecke: .

Viele Grüße,
Kimeta
  • Doxepin zur Migräneprophylaxe seit mindestens 2002 in einer Dosierung von 5-10 mg.
  • Absetzen von 10 mg ab dem 28.12.2013.
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Re: Kimeta - Doxepin

Beitrag von Kimeta » Samstag, 02.01.16, 20:02

Guten Abend,

ich habe planmäßig am 19.12. reduziert und anfangs ging es ganz gut. Heute hat es mich voll erwischt, ich lag im Bett bis zum späten Nachmittag mit diesen ekligen, absetztypischen Augen-Kopf-Schmerzen. Und nein, ich habe keinen Alkohol getrunken :D . Jetzt hoffe ich, dass das ein einmaliges Ereignis war.

An dieser Stelle nochmal allen alles Gute für 2016! Viel Geduld, wenig Symptome und immer ein Licht am Horizont!

Viele Grüße,
Kimeta
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Re: Kimeta - Doxepin

Beitrag von padma » Sonntag, 03.01.16, 18:54

liebe Kimeta, :)

ich hoffe, es geht dir heute wieder besser.

Ich wünsche auch dir alles Gute für 2016, und dass du weiter so stetig voran kommst, mit hoffentlich nur wenigen Symptomen.
Immer ein Licht am Horizont zu sehen, ist ein schöner Wunsch, das wünsche ich dir auch.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Kimeta - Doxepin

Beitrag von Kimeta » Samstag, 06.02.16, 19:40

Guten Abend,

mein letzter Reduktionsschritt ist jetzt 7 Wochen her. Es ging mir kopfschmerztechnisch soweit ziemlich gut, aber diese Woche kam es geballt. Hoffentlich hört diese Serie auch wieder auf.... Außerdem: in den letzten Wochen träume ich häufig und teils wild. Einerseits ist das anstrengend, andererseits bin ich auch froh, denn ich habe mich früher gern mit meinen Träumen beschäftigt und irgendwann gemerkt, dass sie mir abhanden gekommen sind. Jemand hat mir gesagt, das läge an der Doxepin-Einnahme, aber ich weiß nicht, ob das stimmt.

Leider habe ich Stimmungsprobleme. Da glaube ich aber eher, dass sie aufgrund von erneuter beruflicher Belastung entstanden sind. Bislang habe ich die teilweise krassen beruflichen Problem-Phasen ja immer irgendwie ausgleichen können, aber momentan fühle ich mich extrem müde, niedergeschlagen, genervt und lustlos, dass ich mir ganz fremd vorkomme. Ich habe heute deshalb einen Plan für eine Großoffensive gemacht: lauter schöne Dinge sowie Maßnahmen, die mir hoffentlich helfen.

Ich wünsche Euch noch einen schönen Samstag Abend!

Viele Grüße,
Kimeta
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Emilia
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Re: Kimeta - Doxepin

Beitrag von Emilia » Mittwoch, 10.02.16, 20:35

Liebe Kimeta,

der Plan für die Großoffensive mit lauter schönen Dingen ist perfekt! Das hat dir sicherlich sehr gut getan. Ich hoffe, die Migräne-Serie ist nun zu Ende und die Stimmung auch wieder einigermaßen im Lot bei dir.
Lass dich durch eine Migräne-Serie nicht unterkriegen! Im Januar bis Anfang Februar hatte ich eine ganz schlechte Phase mit der Migräne und mein Akupunktur -Arzt meinte, die anderen Migränepatienten, die bei ihm in Behandlung sind, hätten auch viele Migräneattacken und es käme vom Wetter.
Naja, bei dieser Migräne-Erkrankung hat man eben leider auch so manches Mal eine schlechtere Phase mit Erhöhung der Attackenfrequenz, manches Mal einfach so und auch ohne besonderen Grund, eben weil man diese Krankheit hat. Vielleicht hat es bei dir gar nicht unbedingt mit dem Absetzen zu tun. Als Grund für die Migräne-Serie hast du ganz bestimmt auch mit den Belastungen am Arbeitsplatz, solche über das normale Maß hinausgehenden Dinge können doch ein Trigger sein und kein Wunder, dass du mit Belastung an der Arbeit nicht fröhlicher wirst sondern Stimmungsschwankungen hast. Die Stimmungsschwankungen können aber auch mit der Migräneattacken einhergehen also damit zusammenhängen - das ist bei mir oft so und wird auch so beschrieben in den Büchern.
Ich würde dir raten, auf jeden Fall bei der aktuellen Dosierung Doxepin 5,5mg zu bleiben.

Ich bewundere dich weiterhin, dich und all die anderen aus dem Schnecken-Club, für eure viele Geduld!

Ganz herzliche Grüße auch an alle anderen im ADFD-Forum, ich bin auch jetzt noch so dankbar für die liebe Begleitung damals, als es mir so schlecht ging beim Absetzen, und dankbar, dass es dies Forum gibt.

Emilia
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Diagnose: Migräne, Doxepin als Migräneprophylaxe
Juni 2010 Beginn mit Doxepin 25mg 4 Monate >> kurzfristig auf maximal Doxepin 50mg erhöht (wegen fehlender Wirksamkeit) >> ab März 2011 Doxepin 35mg 8 Monate >> ab November 2011 langsames Absetzen wegen fehlender Wirksamkeit geplant:
Doxepin 30mg 3 Wochen >> Doxepin 25mg 6 Wochen >> Doxepin 20mg 4 Wochen >> Doxepin 15mg 16 Tage >> Doxepin 10mg 12 Tage, dann Doxepin 10mg ganz abgesetzt, um eine neue Migräneprophylaxe mit anderem Prärarat zu beginnen, einige Tage nachdem Absetzen traten zunehmend ausgeprägte körperliche und psychische Absetzsymptome auf. Zu diesem Zeitpunkt erkannte ich die Absetzproblematik bei mir. 13 Tage war ich insgesamt ohne Doxepin, habe es dann wieder langsam eindosiert ab Mitte März 2012:
Doxepin 5mg 1Tag >>Doxepin 7,5mg 7 Tage >> Doxepin 9mg 7 Wochen >> Doxepin 8mg 4 Wochen >> Doxepin 7,5mg 5 Wochen >> Doxepin 7mg 6 Wochen >> Doxepin 6mg 5 Wochen >> Doxepin 5mg 4 Wochen >> 4mg 4 Wochen >> 3,5mg 2 Wochen >> 3mg 4 Wochen >> 2mg für 6 Wochen >> 1mg für 2 Monate >> 0,5mg ab Mitte April 2013>> ganz abgesetzt Ende Mai 2013 - juhu ich bin bei 0 !

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