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AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Wenn moderne Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
sybsilon
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitragvon sybsilon » Freitag, 22.09.17, 21:38

Hallo liebe Claudia,

ich freue mich sehr für Euch, dass es bis jetzt so gut geklappt hat mit dem Absetzen und hoffe dass es so bleibt.

LG sybsilon
Diagnose: Angst-Panikstörung
06/14 Venlafaxin 37,5 mg
07/14 Venlafaxin 75 mg
08/14 Venlafaxin 112,5 mg
10/14 Venlafaxin 75 mg
dann bis 02/15 Venlafaxin reduziert auf 37,5 mg
seit 14.2.15 auf anraten von Ärztin auf "0".
Seit Dezember 14 Schwindel, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme, Ohnmachtsangst, Gangunsicherheit, elektrische Schläge im Magen, Panikattacken, Kribbeln Arm und Bein links, Massive Nackenprobleme. Herzrasen, Extrasystolen und starke Stimmungsschwankungen.
von 1.6.15-28.7.15 wieder Psychiatrieaufenthalt. 3 Wochen Mirtazapin erst 15mg dann 30mg aber wegen RLegs abgesetzt, dann Doxepin 25mg nacher Woche 50mg und nach ein paar Tagen auf 75mg aber wegen massiver Magenschmerzen, Suizidgedanken und RLegs auch abgesetzt.
Seit 20.7.15 Medikamentenfrei.
aktuelle Symptome: kribbeln, ziehen in Beinen und Armen, Leichte Übelkeit( nicht immer), sehr nervös, sehr geräuschempfindlich, vermehrte Panikattacken. Ab und zu Herzstolpern, aber nicht mehr so häufig. Das Haus zu verlassen fällt mir schwer.
Oktober 2015 :
Immer wieder Gangunsicherheit, leichter Schwindel und Übelkeit. Das löst Angst und Panik bei mir aus.
Einen Versuch mit Laif900 (Johanniskraut) gestartet aber wieder abgesetzt wegen Symptomverstärkung.
Ab 04.11.2015 Aufenthalt psychosomatische Klinik
Seit 19.1.16 wieder zu Hause. In der Klinik 3 Tage Trimipramin 12,5mg ausprobiert, aber zu starke NW.
Seit 27.1.16 Wiedereingliederung im Job, Beginn mit 4Std am Tag, danach sehr erschöpft, aber ansonsten wenig Symptome. Gegen Abend (ab ca.18.00Uhr) inneres Frieren und ganz leichte Übelkeit mit leichtem Magendrücken.
Stand 13.2.2016: Magenprobleme mit Rückenschmerzen, Rücken übersät mit großen Pickeln, Schlafprobleme, nach Vit.D Einn. Panikattacke.
4.3.16 Im Moment Welle/sehr erschöpft. Blutuntersuchung :B12=350, Vitamin D =18,1, Ferritin=15,5. Von Eisentabletten schon nach 1Tag Herzrasen mit Panikattacke. Abgesetzt. Ich vertrage absolut gar nichts mehr.
6.4.16 habe noch leichte Stimmungsschwankungen, Frieren in den Abendstunden nach der Arbeit (ca. 17-19 Uhr), Energiebereich schwankt sehr, Nackenschmerzen. Seit 1.4.16 nehme ich Nachtkerzenöl Kapseln, und ich habe das Gefühl sie tun mir gut.
18.6.16 Ich habe wenig Energie. Arbeite wieder voll seit 8.3., aber es strengt sehr an. Kann abends und am Wochenende Nichts unternehmen. Bei Anstrengung kommt leichte Übelkeit. Kann meine Vitaminspeicher nicht auffüllen da ich noch immer Nichts vertrage .:zombie: .Gefühle sind sehr gleichgültig und irgendwie macht mir alles keinen Spaß und ist sinnlos.
Seit 14.2.2015 "0" Venlafaxin
Seit 20.7.2015 "0" Mirtazapin und Doxepin
Seit 21.7.2015 definitiv medikamentenfrei!!!!
Zustand 21.7.2016: sehr erschöpft, leichte Übelkeit hin und wieder, kribbeln in linker Hand und Fuß und linke Gesichtshälfte. Psyche ganz o.k.! Blutwerte 21.7.2016: Vit.B12 253;Ferritin 19,5;Vit.D 31.
18.8.16:Entfernung Kupferspirale
Zustand 24.8.16: Seit 2 Tagen total erschöpft, Kopfrauschen, Nackenschmerzen, Übelkeit aber nicht vom Magen verbunden mit depressiver Stimmung, fast keinen Geruch und Geschmackssinn. Kein Durst- und Hungergefühl.
16.10.16: Zustand viel besser seit Kupferspirale entfernt. Ausschlag auf Rücken nahezu weg. Übelkeit weniger, depressive Stimmung nur noch etwas in der Zeit um die Regel. Brauche noch viel Ruhe und vertrage keine Hektik und Stress mehr. Energie etwas mehr vorhanden.
20.3.17 Vitamin D und B12 vertrage ich wieder.

babaluna11
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitragvon babaluna11 » Sonntag, 24.09.17, 9:40

Hi, community!
Ich habe über ca. 15 Jahre Efectin bzw. alternativ Venlafab konsumiert. Anfangs gegen eine akute Depression, später, weil das lt. Arzt in einer höheren Dosierung (150 mg) auch ganz gut bei ADS wirkt. Viel später eigentlich nur mehr, weil ich mich vor den Absetzerscheinungen (nettes Wort für Entzug...) fürchtete. Wie wahrscheinlich viele kannte ich ja die Folgen nicht eingenommener Tabletten nur allzu gut. Diesen Sommer hatte ich in einem Urlaub genügend Zeit und auch den Mumm (Leichtsinn?) , die Dinger innerhalb von einer Woche radikal zu reduzieren. Ich würde es wirklich niemandem empfehlen, es war die blanke Hölle. Ich habs aber durchgezogen und blieb mal bei 75mg, zwei Wochen später bei 37,5 mg. Vor etwa zwei Wochen hab ich nun ganz damit aufgehört. Dieser letzte Schritt war nochmal eine Herausforderung, der "Entzug" dauerte nochmal eine Woche, war aber auszuhalten. Zumindest für mich. Für meine Mitmenschen war es gewöhnungsbedürftig, weil ich beim geringsten Anlass fluchte, als hätte ich das Touettesyndrom. :evil: Und ich konnte nicht mehr schlafen. Jetzt denke ich, ich habs überstanden, und ich fühle mich besser denn je. Nach 15 Jahren endlich weg von dem Dreck, was für ein neues Lebensgefühl! Ich merke, ich hätte vielleicht 14 Jahre früher darauf verzichten können, der befürchtete Rückfall ins ADS oder in eine Depression ist vollkommen ausgeblieben. Ich bin konzentriert, präsent und fühle mich sehr wohl in meiner Haut. :o Fazit : Wenn man das Gefühl hat, man braucht die Dinger nimmer, in jedem Fall ohne Angst ausschleichen. Mit Sicherheit in einem langsameren Tempo als ich und immer ärztlich begleitet!! Aber nicht aus Angst vorm Entzug weiternehmen! Es ist möglich und der Körper dankt es einem!
2007 Depression und erstmals Einnahme von Efectin/Venlafab. Da immer wieder Konzentrationsschwierigkeiten wegen AD(H)S, auf Empfehlung des Arztes Erhöhung der Dosierung von 75 mg auf 150 mg. Jahrelange Einnahme in derselben Dosierung, eigentlich gut vertragen. Einmal abruptes, unfreiwilliges Absetzen, weil Wochenende und keine Tabs, war die Hölle... Seitdem eigentlich immer das Gefühl, ich nehme das AD nur mehr aus Angst vor den Absetzerscheinungen. August 2017 Urlaub und daher Zeit, um es nochmal zu probieren. Runterdosiert auf 75 mg, zwei Wochen später auf 37,5 mg, dann alle zwei Wochen runter, seit Mitte September 2017 auf 0. Psychisch stabil bis auf Phasen erhöhter Gereiztheit, dafür physisch permanente Gliederschmerzen, als hätte ich Muskelkater im ganzen Körper. Schulterschmerzen und massive Schlafschwierigkeiten.
Oktober 2017 Wiedereindosierung auf 10mg Efectin, Gelenksschmerzen sofort weg. Seither konstante Einnahme von 10mg.

Ululu 69
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitragvon Ululu 69 » Sonntag, 24.09.17, 10:58

Hallo babaluna 11, :)

Ich freue mich für dich, dass du dein Medikament absetzen konntest. Wie schön, dass es dir ohne langwierige Probleme gelungen ist. Ich hoffe für dich, dass es dabei bleibt. Manchmal treten Absetzsymptome leider auch noch sehr zeitversetzt auf, gerade wenn man mehrere Refuktionsschritte verhältnismäßig schnell hintereinander durchführt, können sich die Absetzerscheinungen kumulieren und später geballt zuschlagen. :(
Natürlich wünsche ich dir das nicht und es gibt ja auch Menschen, die verhältnismäßig problemlos absetzen können.
Wie du auch selbst schon schreibst ist dein Vorgehen aber auf keinen Fall zur Nachahmung empfohlen. Absetzerscheinungen aussitzen zu wollen kann schwer daneben gehen und im schlimmsten Falle langanhaltende, schwerwiegende Reizungen des Zentralen Nervensystems hervorrufen.

Ich freue mich aber auf jeden Fall sehr für dich, dass du dich so wohlfühlst und wünsche dir einen wunderschönen Sonntag.
Und wenn du aus Deutschland kommst, nicht vergessen : Wählen gehen ! :)

LG Ute
Schwindel, Angst und Depression immer mal wieder auftretend aber nach ein paar Monaten immer wieder Besserung
Atenolol (Betablocker) 25 mg täglich
2011 Überweisung zum Psychiater, Versuche mit Sulpirid (6 Monate genommen), Amitryptillin (nicht vertragen) und Buspiron, 3 Monate genommen


2012 stationärer Aufenthalt in Psychiatrie nach einjährigem Dauerschwindel. Diagnose :generalisierte Angststörung und schwere Depression.
Alle Medikamente wurden sofort abgesetzt. Lorazepam 1mg 3 mal täglich, nach zwei Wochen ausgeschlichen, Gesamteinnahmedauer sechs Wochen

Seitdem Mirtazapin 30 mg zur Nacht.
Cymbalta 90 mg
Seroquel prolong abends 150 mg

Ein Jahr später Reduzierung Mirtazapin auf 15 mg ohne Probleme. Darunter schwere Schlafstörungen. Daher weiter 15 mg.

2014 zusätzliche Diagnose Schlaf Apnoe Syndrom. Behandlung mit Atemmaske.

Insgesamt über 30 kg Gewichtszunahme.
Gefühlsverflachung und Tagesmüdigkeit.

Ende 2016 Reduzierung Seroquel prolong auf 100 mg.
Am 30.04. Reduzierung Seroquel prolong auf 50 mg.
Seit Juni 2017 Mönchspfeffer gegen Zyklusstörungen
Und Jaborandi Globuli bei Bedarf gegen Schwitzen mit mäßigem Erfolg

21.08.2017 Duloxetin auf 75 mg
18.10.2017 Duloxetin auf 67.5 mg
13.11.2017 Duloxetin auf 60,0 mg

Jofab
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitragvon Jofab » Sonntag, 24.09.17, 19:53

:D Hallo babaluna,
auch von mir ganz herzliche Glückwünsche !
Davon träumen viele von uns ! Ich auch !!! :(
Aber du machst auch Hoffnung, dass Genesung möglich ist.
Wäre schön, wenn du uns bei Gelegentheit mitteilen könntest, wie es dir weiterhin ergeht.
Alles, alles Gute für dich und ganz liebe Grüsse
Ilse :party2:
Sypmtome : beim Erwachen Herzrasen, sehr negative Gedanken u.Gefühle, innerlich total zittrig, nervös, unkonzentriert, freudlos, appetitlos, Brennen auf der Haut (Schulter) ab nachmittags leichte Besserung

Diagnose : Depression wegen Wechseljahren
Fluoxetin 20mg März 2005 - Sept. 2016 / abgesetzt über 3 Mo. weil es nicht mehr wie am Anfang wirkte. Okt. 16 auf 0

Febr. 17 wieder eindosiert 10 mg, nach 10 Tagen heftigste Beschwerden. Trotzdem lt. Neurologen erhöht auf 20 mg - zusätzlich Diazepam/ aber nur 10 Tage morgens 10 Tropfen. Beschwerden nach Wochen besser, aber keine stimmungsaufhellende Wirkung mehr.
Plötzlich Gefühl, es wird wieder schlechter.

Selbst entschieden abzusetzen, wollte keine jahrelange Odysee mit verschiedenen Medikamenten und Klinikaufenthalten, so schlau war ich schon.
leider lt.Neurologen !!! abgesetzt auf 0 : 25. Mai 2017, obwohl ich 2016 beim Absetzen schon
selbst 3 Monate langsam reduziert hatte.
Absolut und blind dem Arzt vertraut.

1. Absetzen : August/Sept.2016 über 8 Wochen 10 mg Fluoxetin, dann jeden 2. Tag, ab Okt. auf 0
keine Beschwerden, nur wieder leicht depressiv (oder Absetzsymptome ??!), Tageslichtlampe

2. Absetzen : 25. Mai von 20 mg auf 0 / 6 Wochen keine Symptome
Anfang Juli : leicht depressiv, total freudlos, aber noch Energie Mitte Juli : Gefühl von Unwirklichkeit - Derealisation
Anfang Aug. : beim Aufwachen wieder Angst, die den Vormittag anhält, aber kein "innerliches"
Zittern - wird aber spürbar von Tag zu Tag schlechter !!!
22.Aug. : beim Aufwachen Herzrasen (Puls 110), hält bis Nachmittags an. Völlig verzweifelt !!!
ab 28.Aug. 1mg Betablocker Bisoproplolfumarat - übel - nach 2 Tagen abgesetzt

ab 22. Aug. ca.0,5 mg Fluoxetin eindosiert
ab 6.Sept. 0,75 mg + 50 % !
ab 16. Sept. 0,83 mg + 10 % 3x3 Tropf. Cardiodoron - Ingwer gegen Übelkeit
ab 30. Sept. 0,87 mg + 5 % 3x6 Cardio. / morgens immer noch sehr schlimm
ab 9. Okt. 1 mg + 15 % definitiv schlechter - also zurück
ab 25. Okt. 0,92 mg - 8 %
5. + 6. Nov. Pascoflair 1-1- 0 nicht vertragen, abgesetzt
ab 11.Nov. 0,95 mg + 3 %
ab 14.Nov. 0,92 mg zurück
ab 28.Nov. 0,90 mg zurück

neu
seit 10. Nov. Auftreten starker Depressionen, ab 14. Nov. erstmalig Suizidgedanken,
Anfang Dez. zunehmend sehr starke Ängste nachmittags, plötzlich Angst vor Alleinsein
wird kontinuierlich schlimmer

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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitragvon babaluna11 » Sonntag, 24.09.17, 22:43

Das mache ich gerne! Zurzeit, wie gesagt, alles bestens bis auf meine zeitweise Gereiztheit.. Ich wünsche jedenfalls allen, die was auch immer an Neuroleptika absetzen wollen, viel Durchhaltevermögen und Geduld mit sich selbst! Das wird!
2007 Depression und erstmals Einnahme von Efectin/Venlafab. Da immer wieder Konzentrationsschwierigkeiten wegen AD(H)S, auf Empfehlung des Arztes Erhöhung der Dosierung von 75 mg auf 150 mg. Jahrelange Einnahme in derselben Dosierung, eigentlich gut vertragen. Einmal abruptes, unfreiwilliges Absetzen, weil Wochenende und keine Tabs, war die Hölle... Seitdem eigentlich immer das Gefühl, ich nehme das AD nur mehr aus Angst vor den Absetzerscheinungen. August 2017 Urlaub und daher Zeit, um es nochmal zu probieren. Runterdosiert auf 75 mg, zwei Wochen später auf 37,5 mg, dann alle zwei Wochen runter, seit Mitte September 2017 auf 0. Psychisch stabil bis auf Phasen erhöhter Gereiztheit, dafür physisch permanente Gliederschmerzen, als hätte ich Muskelkater im ganzen Körper. Schulterschmerzen und massive Schlafschwierigkeiten.
Oktober 2017 Wiedereindosierung auf 10mg Efectin, Gelenksschmerzen sofort weg. Seither konstante Einnahme von 10mg.

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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitragvon babaluna11 » Sonntag, 24.09.17, 22:49

Achja, ich bin Österreicherin und hab selbst noch eine Wahl vor mir. Aber ich verfolge natürlich mit hohem Interesse, was sich da bei euch in Deutschland abspielt...
2007 Depression und erstmals Einnahme von Efectin/Venlafab. Da immer wieder Konzentrationsschwierigkeiten wegen AD(H)S, auf Empfehlung des Arztes Erhöhung der Dosierung von 75 mg auf 150 mg. Jahrelange Einnahme in derselben Dosierung, eigentlich gut vertragen. Einmal abruptes, unfreiwilliges Absetzen, weil Wochenende und keine Tabs, war die Hölle... Seitdem eigentlich immer das Gefühl, ich nehme das AD nur mehr aus Angst vor den Absetzerscheinungen. August 2017 Urlaub und daher Zeit, um es nochmal zu probieren. Runterdosiert auf 75 mg, zwei Wochen später auf 37,5 mg, dann alle zwei Wochen runter, seit Mitte September 2017 auf 0. Psychisch stabil bis auf Phasen erhöhter Gereiztheit, dafür physisch permanente Gliederschmerzen, als hätte ich Muskelkater im ganzen Körper. Schulterschmerzen und massive Schlafschwierigkeiten.
Oktober 2017 Wiedereindosierung auf 10mg Efectin, Gelenksschmerzen sofort weg. Seither konstante Einnahme von 10mg.

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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitragvon Jamie » Dienstag, 26.09.17, 9:17

Hallo,

Lana19 ist ihr AD los geworden. <3
Ich poste ihren Bericht hier rein.

Hallooooo!

:party2: :party2: :party2:

NULL!!!
Null, null, null :party2: :party2: :party2:

Seit heute bin ich auf 0 - fertig, aus , vorbei. Nix mehr, nie und nimmer!

Ich kann es noch gar nicht glauben. Wollte es eigentlich noch gar niemandem sagen (tue ich privat auch noch nicht) aber mit euch muss ich meine Freude einfach teilen!

Der letzte Schritt war jetzt von 1mg auf 0. Bitte nicht schimpfen, aber der Krümel ging beim besten Willen nicht mehr teilen und ich habe auch ein sehr gutes Gefühl. Mein Körper hat die letzten Wochen schon Abschied genommen, ich habe mich bereit dazu gefühlt ganz aufzuhören. Und ich glaube fest daran dass es gut gehen wird.

Auch wenn ich noch nicht bin wie früher, es wird. Ganz langsam.
Aber jetzt erstmal Null!

OMG - ich bin es wirklich los.

12 verlorene Jahre gehen endlich zu Ende. :party2:

Danke! Danke an euch alle dass ihr mich stetig so liebevoll beim Entzug begleitet habt! Ohne euch und vor allem ohne das großartige Moderatorenteam hätte ich das nicht geschafft! Ich verneige mich vor euch! <3

Eine glückliche Lana

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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitragvon Kessi » Sonntag, 08.10.17, 14:06

Hallooo! Seit 07.10.17 bin ich FREI -Venlafaxin-frei!!!
Glaubt an ein Leben ohne Medis und geht Euren Weg-auch wenn es hart ist! Die letzten Absetzschritte waren wirklich mit am Schwersten - hätte ich nicht gedacht. Immerhin habe ich beim zweiten Mal Absetzen doch ein gutes Jahr für nur 12, 5 mg Venla benötigt. Und ich hatte wirklich sehr viele Absetzsymptome:
Herzklopfen/Herzrasen,
Starke Muskelbeschwerden, Gelenkschmerzen,
Schwindel/Gangunsicherheit, Augenprobleme, Aggressivität, Schlafprobleme, innere Unruhe/Angst, Schmerzen in den Füßen, Übelkeit, Kopfschmerzen, Hautjucken, Zähnepressen, Derealisation, Hitzewallungen+starke Schweißausbrüche,
massive Erschöpfung, Stimmungsschwankungen und Konzentrationsschwäche. Alles mal mehr oder weniger ausgeprägt und immer im Wechsel. Als ich mich von dem Gedanken lösen konnte, ich muss schwer krank sein, und dann den Zustand als durchs Absetzen ausgelöst akzeptiert habe, ging es mir damit "besser". Aber auch hier gab es dunkle Tage/Wochen mit Aushalten um zu "Überleben". Und sicherlich ist jetzt auch nicht alles komplett weg.

Aber ich fühle mich recht gut und bin zufrieden:-)

Ich werde Euch gerne auf dem laufenden halten und mich dann und wann wieder melden. Haltet alle durch. Es wird. Aber laaaangsam und mit Bedacht lautet die Devise
NUR SO WIE ES HIER IM FORUM IMMER WIEDER BESCHRIEBEN WIRD KLAPPT ES.
Ich wünsche allen, die das hier lesen von ganzem Herzen alles, alles Gute!!
LG von Kessi
AUGUST 13
Einnahme Medi "Esmya" zur Red. Myome Gebärmutter.
Absetzten n. 5 Wo. wg. mass. NW (Dauerschwindel, extr. Erschöpfung, )
Schwindel bleibt aber dauerhaft!
NOVEMBER 13
Tinnitus, Sehstärke und Allgemeinzustand verschl. sich
DEZEMBER 13
Wg. v.g. körperl. Probl.: Angstzustände. Blut, MRT Kopf, Internist, HNO, Orthopäde, Zahnarzt, Gyn = alle o. B.
FEBRUAR 14
1 Woche Psychiatrie
Promethazin b. Bedarf: Keine Besserung/Schlafprobleme
Medi. bei Entlassung Mirtazapin 7,5 mg/ Nacht
Nach Entlassung kein Mirta mehr
MÄRZ 14
Tinnitus chronisch.
3 Monate Versuch mit HET = Keine Besserung.
MAI 14
Diagnose von Psychodoc: Depression! Sertralin 50 mg. Nach 5 Tagen abgesetzt, da NW starke Angstzustände und Suizidgedanken
Dann Opipramol 75 mg +
Mirtazapin 30 mg
Zustand immer schlimmer: KRANKSCHREIBUNG
JULI-AUGUST 14
Psychosom. Tagesklinik
Keine Besserung: Verzweiflung, weitere Verschl. des Zustandes
SEPTEMBER 14
Zusätzlich Risperidon 2 mg und Pipamperon 40 mg
OKTOBER 14
Psychiatrie
Sofortiges Absetzen Risperidon und Pipamperon
Eindosierung Venlafaxin 37,5 mg
Zolpidem 10 mg / Nacht
Tavor 1 mg
Ausschleichen Opipramol
Erhöhung Venlafaxin auf 75 mg. Nach 1 Wo. 112,5 mg aber wg. starker NW (Unruhe, Angst, Hitzegefühle) runter auf 75 mg
Tavor erhöht auf 1,5 mg
Starke Depression, Suizidgedanken,
Eindosierung Lyrica 50 mg bei gleichzeitiger Reduzierung Tavor
Stressbedingt Herpes Zoster im Gesicht:
Brivudin, Polidocanol, Erhöh. Lyrica auf 75 mg, Ibuprofen b. Bedarf, 20 mg Pantoprazol
Nach 10 Tagen Besserung = Ende der Herpes Medi
Lyrica 300 mg
Absetzen Tavor
05. DEZEMBER 14: Plötzliche komplette Besserung des Zustandes
16. DEZEMBER 14: Entlassung nach 9 Wochen Psychiatrie mit Diagnose mittelgradig depressive Episode und generalisierte Angststörung
Entlassungsmedi:
Mirtazapin 30 mg/ Nacht
Venlafaxin ret. 75 mg
Lyrica 300 mg
JANUAR 2015
Wieder arbeitsfähig (nach 7 Monaten)
Abs. Mirtazapin u. Lyrica ohne Probleme. KEINE BESCHWERDEN MEHR - FÜHLE MICH KOMPLETT GUT !
JANUAR 2016
Ausschl. Venla n. Rücksprache mit Psychodoc (deren "Absetzplan": Für 20 Tage noch 37,5 mg dann gleich 0 mg-ohne Worte!!!)
Mein Plan:
14.01.16 = 62,5 mg
28.01.16 = 50 mg
11.02.16 = 37,5 mg
07.03.16 = 25 mg
21.03.16 = 12,5 mg
15.04.16 = 0 mg
Bei keiner Red. Probleme!!!
Nach 2 Wo auf 0: mäßige Brainzaps , Schwitzen, starke Schmerzen in den Füßen
Ging alles wieder weg.
01. JUNI 2016:
Nach 6 Wochen auf 0 mg plötzl. Schwindel, Gangunsicherheit, extrem schwere Beine und Arme, starke Unruhe / Angst, "dass alles wieder los geht", innerliches Zittern, innerliche Stromschläge, plötzliches starkes Herzklopfen, Hitzewellen+Schweißausbrüche, Schlafprobleme, Erschöpfung, extrem niedriger Blutdruck aber hoher Puls, Probleme mit Augen/Sehstärke.

27.07.16: 3,0 mg Venlafaxin retard 1APharma (10 Kügelchen): katastroph. schlaflose Nacht: Angst, Zittern, brennendes Hautgefühl, extreme Mundtrockenheit
28.07. 1,0 mg (3 Kügelchen)
29.07. 3,0 mg
04.08. 5,0 mg
13.08. 6,0 mg
18.08. 5,0 mg
20.08. 8,0 mg
24.08. 12,5 mg
29.08. 25,0 mg
31.08. 12,5 mg
08.10. 10,0 mg
05.11. 9,0 mg
Pascoflair 1-1-0
04.12. 8,0 mg
2017:
06.01. 7,0 mg
30.01. 6,6 mg
20.02. 5,4 mg
09.03. 4,2 mg
23.03. 3,6 mg
12.04. 3,0 mg
04.05. 3,3 mg
26.05. 3,0 mg
17.06. 2, 4 mg
29.06. 2,1 mg
24.07. 1,9 mg
09.08. 1,6 mg
18.08. 1,3 mg
03.09. 1,0 mg
10.09. 0, 66 mg
30.09. 0,33 mg -1 Kügelchen ENDSPURT
07.10. 0, 00 mg!!!

padma
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitragvon padma » Donnerstag, 12.10.17, 18:29

 ! Nachricht von: padma
Babalunas Beitrag wurde abgetrennt und ist hier zu finden viewtopic.php?f=18&t=13794
lg padma

Murmeline
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitragvon Murmeline » Freitag, 27.10.17, 6:47

Yvonne hat 10mg Escitalopram in zwei Schritten abgesetzt und dannwegen Entzugssymptomen eine Kleinstmenge wieder eingenommen und inzwischen erfolgreich ausgeschlichen.

viewtopic.php?p=213761&sid=1faed3f8c12c381d6385f8cb745bbbc1#p213761
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Guglhupf
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitragvon Guglhupf » Dienstag, 31.10.17, 4:42

Hallo

mich würde mal interessieren ob es hier User gibt, die schon Jahre ohne AD leben und völlig symptomfrei sind? Quasi 'wiederhergestellt' ;)

Ich ärgere mich immer wieder damit angefangen zu haben. Die 'Grunderkrankung war bei mir nicht annähernd so mühsam, intensiv und langwierig wie das Leben mit den Tabletten und jerzt der Entzug. Und seit ich im Entzug wieder zunehmend 'klarer' werde, merke ich erst wie gefühlstot ich wirklich schon war :( ich dachte immer es geht mir gut weil ich keine Angst hattex dabei war ich einfach nur wie betäubt.

Glg Anna
Liebe Grüße Anna

2011 - erstmalig Citalopram (heißt bei mir in Ö Cipralex) eingeschlichen in 5mg Schritten bis 20mg
Okt. 2013 - von heute auf morgen aufgehört - Symptome: nicht enden wollende Panikattacke, ÜW in KH, nach Anraten der Ärzte Citalopram wieder eingeschlichen auf 15mg
2016 - Zustand stabil und alles super, 2. Absetzversuch wieder viel zu schnell - Folge: erneut heftige Entzugserscheinungen, wieder eingeschlichen auf 15mg
April 2017 - Reduktion auf 10mg
Mai 2017 - Reduktion auf 5mg
Juli 2017 - Reduktionsversuch auf 2,5mg - leichte Absetzerscheinungen: Verdauungsprobleme, Gedankenkreisen, innere Unruhe - Dosisanpassung auf 5mg, nach Anmeldung im Forum weiß ich nun, dass ich viel zu ungeduldig bin :whistle:
August 2017: 5mg - nach 3 Wochen NW wie Ein- und Durchschlafstörungen, sehr lebhafte Träume, vermehrte Zuckungen vor dem Einschlafen
26.8.17 - Reduktion auf 4,5mg
28.8.17 - erste NW wie Neuroemotionen machen sich bemerkbar, aber in Summe fühle ich mich gut
20.9.17 - Woche 4 seit Reduktion; seit 2 Wochen keinerlei NW, fühle mich stabil und wohl
27.09.17 - Reduktion auf 4,1mg
6.10.17 - Konzentrationsschwierigkeiten als NW, sonst fühle ich mich gut :)
20.10.17 - in Woche 2-3 vermehrt Neuroemotionen, innere Unruhe, unsicherer Gang, einfach das Gefühl es passt nicht ganz.., Konzentrationsschwierigkeiten, depressive Verstimmungen
26.10.17 - Woche 4 fühle mich stabiler und wohler, positivere Grundstimmung
6.11.17 - Tatatataaa Reduktion auf 3,6mg
9.11.17 - wieder hoch auf 4,1mg - aktuell viele Aufträge und damit Stress in Firma somit keine Muse für die Geisterbahn
18.11.17 - Reduktion auf 3,8mg
30.11.17 - Woche 2 seit Reduktion, aktuell keine NW <3
1.12.17 - Reduktion auf 3,6mg also um 10 statt bisher 5%. Da es mir sehr gut geht vergrößere ich den Schritt auf die üblichen 10%.
7.12.17 - NW lebhafte Träume, innere Unruhe, typische Zerstreutheit.

Ergänzend seit 2016: 1/2 Pkg Magnosolv pro Tag, spürbare Entspannung bei Herz und allgemeiner Muskulatur.

Murmeline
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitragvon Murmeline » Dienstag, 31.10.17, 13:17

Hallo Gugelhupf,

Ich lebe seit Jahren ohne AD und es geht mir grundsätzlich gut. Ich hab schon auch Krisen, aber ich kann soweit gut für mich sorgen oder eben auch mal aushalten.

Ich hatte allerdings nicht mit einem schwerwiegenden oder andauernden Entzgssyndrom zu kämpfen, aber ich hab schon zehn lange Jahre psychotrope Substanzen eingenommen und hatte auch meine Symptome beim Absetzen und eine Übergangszeit nach null. Ich hab übrigens auch mindestens dreimal abgesetzt und wieder angefangen - man kann den finalen Ausstieg auch nach mehreren Umwegen schaffen. :hug:

Wenn die Betäubung nachlässt, dann ist das wie eine auch schmerzhafte Häutung. Da passiert nochmal viel. Aber das Ergebnis ist womöglich ein wunderschöner Schmetterling! :D

Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Ululu 69
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitragvon Ululu 69 » Dienstag, 31.10.17, 18:40

Hallo,

Murmeline hat geschrieben:Aber das Ergebnis ist womöglich ein wunderschöner Schmetterling!


Ein schönes Bild, Murneline. Danke dafür.
Ich bin noch in der Phase, kleine Raupe Nimmersatt.
:rotfl:

LG Ute
Schwindel, Angst und Depression immer mal wieder auftretend aber nach ein paar Monaten immer wieder Besserung
Atenolol (Betablocker) 25 mg täglich
2011 Überweisung zum Psychiater, Versuche mit Sulpirid (6 Monate genommen), Amitryptillin (nicht vertragen) und Buspiron, 3 Monate genommen


2012 stationärer Aufenthalt in Psychiatrie nach einjährigem Dauerschwindel. Diagnose :generalisierte Angststörung und schwere Depression.
Alle Medikamente wurden sofort abgesetzt. Lorazepam 1mg 3 mal täglich, nach zwei Wochen ausgeschlichen, Gesamteinnahmedauer sechs Wochen

Seitdem Mirtazapin 30 mg zur Nacht.
Cymbalta 90 mg
Seroquel prolong abends 150 mg

Ein Jahr später Reduzierung Mirtazapin auf 15 mg ohne Probleme. Darunter schwere Schlafstörungen. Daher weiter 15 mg.

2014 zusätzliche Diagnose Schlaf Apnoe Syndrom. Behandlung mit Atemmaske.

Insgesamt über 30 kg Gewichtszunahme.
Gefühlsverflachung und Tagesmüdigkeit.

Ende 2016 Reduzierung Seroquel prolong auf 100 mg.
Am 30.04. Reduzierung Seroquel prolong auf 50 mg.
Seit Juni 2017 Mönchspfeffer gegen Zyklusstörungen
Und Jaborandi Globuli bei Bedarf gegen Schwitzen mit mäßigem Erfolg

21.08.2017 Duloxetin auf 75 mg
18.10.2017 Duloxetin auf 67.5 mg
13.11.2017 Duloxetin auf 60,0 mg

Jamie
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitragvon Jamie » Donnerstag, 02.11.17, 9:45

Hallo,

uwe57 hat erfolgreich Venlafaxin abgesetzt und ein update gegeben :fly:

viewtopic.php?f=18&t=12439&p=214579#p214574

Hallo ihr Lieben,

nach sooo langer Zeit möchte ich mich mal wieder melden.

Es geht mir soweit gut, nach Absetzen aller ADs (zuletzt Venlafaxin). Inzwischen bin ich seit ca. 6 Monaten 'clean'.

Psychische Absetz-Symptome hatte ich bisher keine - oder habe sie nicht bemerkt.
Physisch hatte ich Verdauungs-Probleme, das hat sich aber inzwischen wieder normalisiert.

Nun denn, es ist also möglich, ADs recht schnell ohne erhebliche Symptome abzusetzen. Vielleicht bin ich aber nur einer der Glücklichen, die das ohne deutliche Symptome geschafft haben und ich möchte allen raten, das Absetzen vorsichtig und mit Bedacht anzugehen und - wenn immer möglich - ADs gar nicht erst zu nehmen, außer vielleicht in Notfällen.

Ich kann nur sagen, dass Venlafaxin meine Psyche verändert hat und diese Veränderung mich ärgert. Möglicherweise wirkt Venlafaxin doch stärker als vermutet - nicht aber einfach nur anti-depressiv, sondern irgendwie anders, so wie ein Holzhammer, der die feinen Wahrnehmungen platt macht und das für lange Zeit.

Nichtsdestotrotz möchte ich allen Venlafaxin-Geschädigten Mut machen, dieses Teufelszeug abzusetzen. Vielleicht besser etwas langsamer als ich es getan habe, aber das ist wohl individuell sehr verschieden.

Schön, dass es dieses Forum gibt und Menschen so von den unsäglichen Vergiftungen erfahren, die ADs verursachen.

Liebe Grüße,
Uwe
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

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Infos über mich:

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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitragvon padma » Donnerstag, 02.11.17, 18:28

hallo,


Schildkröte :) hat Venlafaxin erfolgreich abgesetzt, hier ihr Bericht:

Ihr Lieben,

schon vor einigen Wochen habe ich die letzte Minidosis des Venlafaxins abgesetzt. Damit ist der Prozess des Absetzens nach zweieinhalb Jahren endlich abgeschlossen. Ohne die Infos und die Unterstützung dieses Forums hätte ich das nicht geschafft. Nochmals vielen Dank dafür!

Ich habe sogar das Gefühl, dass ich in den letzten Wochen/Monaten noch einmal wacher, emotional lebendiger und geistig klarer geworden bin. Diesen Effekt habe ich schon in den ersten Monaten des Absetzens erlebt (und war verblüfft darüber, wie ausgeprägt er war), aber danach, als ich nur noch in sehr kleinen Schritten weitergemacht habe, hatte ich das Gefühl, dass keine weitere Verbesserung mehr stattfindet. (Das kann aber auch andere Gründe gehabt haben, denn die letzten zweieinhalb Jahre waren - unabhängig vom Absetzen - von verschiedenen Seiten meines Lebens her voller Herausforderungen.)

viewtopic.php?p=214661#p214661

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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitragvon padma » Mittwoch, 22.11.17, 17:54

hallo zusammen,

Sephoron hat Bupropion abgesetzt
viewtopic.php?p=217694#p217694

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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitragvon padma » Mittwoch, 22.11.17, 18:03

hallo,

und noch eine Erfolgsmeldung heute :D :

DookiE hat Mirtazapin abgesetzt
viewtopic.php?p=217608#p217608

lg padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen


1.09.2017: 0,5 mg


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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitragvon gelblack » Samstag, 25.11.17, 12:44

Liebe Forenmitglieder ... Liebes Moderatoren Team :) :)

9 Wochen nach NULL und ich glaube auf einem guten Weg zu sein. 2,5 Jahre plus, nach dem Wiedereindosieren von Venlafaxin, hat es gebraucht bis ich die NULL erreichte. Es ist noch nicht vorbei, aber es fühlt sich immer besser an. Der Schlaf ist naja und ich bin immer noch schnell gereizt. Aber auch das wird zusehends besser. Ich fühle mich jedenfalls so stabil und zuversichtlich, dass ich heute meine Restbestände an Venlafaxin plus Kapselvorrat in die Tonne geklopft habe. :party2: :party2: :party2:

Ich denke, dass mir das von Euch Erfahrenen nahegelegte Wiedereindosieren einer kleinen Menge nach meinem Kaltentzug bei 18,25mg geholfen hat sehr schlimme Erfahrungen abzuwenden.

Allein das finden der Wohlfühldosis (die nur bedingt eine war) hat geraume Zeit in Anspruch genommen. War dann aber die Absprungbasis für ein langsames, erfolgreiches Ausschleichen im Rahmen der empfohlenen 10% Regel.

Jeder 6 Wochenzyklus, es waren derer viele, war mühsam und begleitet von immer den selben Symptomen in unterschiedlicher Ausprägung. Neuro-Emotionen, Schlafstörung, Harndrang, Aggression, Schwindel, Augenthemen, etc. waren meine ständigen Begleiter. Allein diese sich aufdrängenden 24/7 Gedanken waren mit das Übelste, was ich je in meinem Leben durchstehen musste.

Wenn ich rückblickend ansehe wie anstrengend und belastend trotzdem das Ausschleichen war, möchte ich mir nicht ausmalen, wie es mir ergangen wäre, wenn ich versucht hätte den Kaltentzug auszusitzen. Nicht empfehlenswert aus meiner Sicht.

Liebes Moderatoren Team ... Ich möchte Euch und natürlich allen lieben Foris, die mich mit Zuspruch unterstützt haben, meinen tiefsten Dank aussprechen. Lana hat glaube ich von einem "ich verneige mich vor Euch" gesprochen. Da schließe ich mich bedingungslos an.

Haltet durch da draussen. Das Ausschleichen ist schon sehr individuell, aber ich glaube an die Zeit als heilendes Medium.

Ich werde meinen Beitrag noch in die erfolgreich abgesetzt Rubrik kopieren ...

It will pass !! :hug:
Anpassungsstörung mit Aufnahme Krisenintervention in 05.2012
Tavor, Neuroleptika und eindosieren von Venlafaxin während Klinikaufenthalts
Absetzen von Tavor während Klinikaufenthalts
Entlassung mit Venlaflaxin und Olanzapin
- Ausschleichen Olanzapin da. Ende 2013 unter ärztlicher Aufsicht
- Reduktion Venla von 75mg auf 37,5mg unter ärztlicher Aufsicht
- Reduktion Venla Januar 2015 von 37,5mg auf 18,5mg nach Rücksprache mit Arzthelferin
- ca. 3 Wo später Februar 2015 Reduktion auf "0" / Kalt abgesetzt

Ca. 6 Wochen keine Probleme / dann Absetzsymptome in unterschiedlicher Ausprägung.
Starker Schwindel, Brainzaps, depressiv, traurig, Suizidgedanken ... später Grübelzwang (einmal), Panikattacke (2mal im Ansatz) / Versuch von Eindosieren nach intensiven Recherchen im Forum seit 25.06.2015
Absetzsymptome vor Eindosieren - schlechte Nächte abwechselnd mit gutem Schlaf, leichte Brainzaps morgens, Spannungskopfschmerz, Tinnitus, Aggression, Gewaltfantasien, Tendenz zum Grübelzwang ...
Start Eindosieren Venlafaxin am 25.06.2015

- 2mg 25.6.2015
- 1mg 26.6. / trockene Augen, leichter Kopfschmerz, leicht depressiv, leicht schwammiges Gefühl in den Beinen, Zischen in den Ohren / Fazit: leichte Besserung zum 24.6.
- 2mg 27.6.
- 2mg 28.6.
- 2mg 29.6. sehr durchlässig hinsichtlich Emotionen, Aggressionen, Tinnitus reduziert, frustriert
- 4mg 4.7. Erhöhung der Dosis da keine Besserung der Absetzsymptome
- 4mg 12.7. sehr emotional und aggressiv, Zischen im Kopf, Dosis erhöhen?!
- 6mg 13.7. Dosiserhöhung wegen Grübelzwang, zermürbend
- 6mg 18.7. leichte Brainzaps, körperliche Unruhe mit Spannungskopfschmerz, Tinnitus, emotional, Aggression
- 6mg 25.7. Verbesserung, alle Symptome da, aber abgeschwächt ... die Wohlfühldosis??, 1mg on top; 7mg
- 7mg 25.7.
- 7mg 2.8. Spannungskopfschmerz, Tinnitus, Aggressionen, Unruhe ... Wohlfühldosis??
- 10mg 2.8. Dosiserhöhung :cry:
- 10mg 7.8. an der Wohlfühldosis gekratzt, guten Nachmittag gehabt
- 10mg 8.8. Symptome da; Kopfschmerzen, Tinnitus, Gewaltfantasien
- 10mg 9.8.
- 10mg 13.8. Symptome abgeschwächt, Dosis nachgerechnet ... 10mg war gerundet // tatsächlich sind es ca. 9,6mg
- 8,6mg 25.9. Dosisreduktion
- 8,0mg 27.10. Reduktion
- 7,4mg 28.11. Reduktion Aggression, Grübelzwang noch präsent

- 6,45mg 3.01.2016 Reduktion fühle mich ziemlich stabil
- 6,25mg 22.02. ziemlich stabil
- 6,00mg 5.03. micro tapering start
- 5,50mg 30.03. morgens Symptome, Zischen, Kopfschmerzen ... Cortisolausschüttung ?!
- 5,10mg 23.05. fühle mich ziemlich stabil
- 4,50mg 26.06.
- 4,00mg 31.07.
- 3,60mg 01.09.
- 3,20mg 11.10. schlechter Schlaf, Neuroaggressionen als Dauererscheinung
- 2,70mg 15.11.
- 2,26mg 25.12.

- 2,17mg 10.01.2017 mäßiger Schlaf, Wut präsent
- 1,83mg 28.01. unruhiger Schlaf, Harndrang, Wut moderat
- 1,74mg 17.02. unverändert, vor allem nach moderaten Sport
- 1,45mg 05.03. morgendliches Cortisol hoch, Zwangsgedanken, gereizt
- 1,18mg 05.04. Symptome unverändert, aber moderat
- 0.9mg 22.05. Symptome gleichbleibend
- 0,6mg 03.07.
- 0,3mg 14.08. Zielgerade
- 0,0mg 25.09.2017 game over

Kessi
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitragvon Kessi » Samstag, 25.11.17, 15:02

Lieber gelblack,
ich gratuliiieeere Dir zur Venlafaxin-Freiheit. :party2:
Ich bin auch seit 7 Wochen auf 0 und bin sehr zufrieden mit meinem Zustand. Lass uns virtuell gemeinsam den Rest von dem Gift entsorgen!!!!

Niemals wieder gibt es bei mir AD o.ä.!!!

Alles, alles Gute auf Deinem weiteren Lebensweg wünscht Dir Kessi
AUGUST 13
Einnahme Medi "Esmya" zur Red. Myome Gebärmutter.
Absetzten n. 5 Wo. wg. mass. NW (Dauerschwindel, extr. Erschöpfung, )
Schwindel bleibt aber dauerhaft!
NOVEMBER 13
Tinnitus, Sehstärke und Allgemeinzustand verschl. sich
DEZEMBER 13
Wg. v.g. körperl. Probl.: Angstzustände. Blut, MRT Kopf, Internist, HNO, Orthopäde, Zahnarzt, Gyn = alle o. B.
FEBRUAR 14
1 Woche Psychiatrie
Promethazin b. Bedarf: Keine Besserung/Schlafprobleme
Medi. bei Entlassung Mirtazapin 7,5 mg/ Nacht
Nach Entlassung kein Mirta mehr
MÄRZ 14
Tinnitus chronisch.
3 Monate Versuch mit HET = Keine Besserung.
MAI 14
Diagnose von Psychodoc: Depression! Sertralin 50 mg. Nach 5 Tagen abgesetzt, da NW starke Angstzustände und Suizidgedanken
Dann Opipramol 75 mg +
Mirtazapin 30 mg
Zustand immer schlimmer: KRANKSCHREIBUNG
JULI-AUGUST 14
Psychosom. Tagesklinik
Keine Besserung: Verzweiflung, weitere Verschl. des Zustandes
SEPTEMBER 14
Zusätzlich Risperidon 2 mg und Pipamperon 40 mg
OKTOBER 14
Psychiatrie
Sofortiges Absetzen Risperidon und Pipamperon
Eindosierung Venlafaxin 37,5 mg
Zolpidem 10 mg / Nacht
Tavor 1 mg
Ausschleichen Opipramol
Erhöhung Venlafaxin auf 75 mg. Nach 1 Wo. 112,5 mg aber wg. starker NW (Unruhe, Angst, Hitzegefühle) runter auf 75 mg
Tavor erhöht auf 1,5 mg
Starke Depression, Suizidgedanken,
Eindosierung Lyrica 50 mg bei gleichzeitiger Reduzierung Tavor
Stressbedingt Herpes Zoster im Gesicht:
Brivudin, Polidocanol, Erhöh. Lyrica auf 75 mg, Ibuprofen b. Bedarf, 20 mg Pantoprazol
Nach 10 Tagen Besserung = Ende der Herpes Medi
Lyrica 300 mg
Absetzen Tavor
05. DEZEMBER 14: Plötzliche komplette Besserung des Zustandes
16. DEZEMBER 14: Entlassung nach 9 Wochen Psychiatrie mit Diagnose mittelgradig depressive Episode und generalisierte Angststörung
Entlassungsmedi:
Mirtazapin 30 mg/ Nacht
Venlafaxin ret. 75 mg
Lyrica 300 mg
JANUAR 2015
Wieder arbeitsfähig (nach 7 Monaten)
Abs. Mirtazapin u. Lyrica ohne Probleme. KEINE BESCHWERDEN MEHR - FÜHLE MICH KOMPLETT GUT !
JANUAR 2016
Ausschl. Venla n. Rücksprache mit Psychodoc (deren "Absetzplan": Für 20 Tage noch 37,5 mg dann gleich 0 mg-ohne Worte!!!)
Mein Plan:
14.01.16 = 62,5 mg
28.01.16 = 50 mg
11.02.16 = 37,5 mg
07.03.16 = 25 mg
21.03.16 = 12,5 mg
15.04.16 = 0 mg
Bei keiner Red. Probleme!!!
Nach 2 Wo auf 0: mäßige Brainzaps , Schwitzen, starke Schmerzen in den Füßen
Ging alles wieder weg.
01. JUNI 2016:
Nach 6 Wochen auf 0 mg plötzl. Schwindel, Gangunsicherheit, extrem schwere Beine und Arme, starke Unruhe / Angst, "dass alles wieder los geht", innerliches Zittern, innerliche Stromschläge, plötzliches starkes Herzklopfen, Hitzewellen+Schweißausbrüche, Schlafprobleme, Erschöpfung, extrem niedriger Blutdruck aber hoher Puls, Probleme mit Augen/Sehstärke.

27.07.16: 3,0 mg Venlafaxin retard 1APharma (10 Kügelchen): katastroph. schlaflose Nacht: Angst, Zittern, brennendes Hautgefühl, extreme Mundtrockenheit
28.07. 1,0 mg (3 Kügelchen)
29.07. 3,0 mg
04.08. 5,0 mg
13.08. 6,0 mg
18.08. 5,0 mg
20.08. 8,0 mg
24.08. 12,5 mg
29.08. 25,0 mg
31.08. 12,5 mg
08.10. 10,0 mg
05.11. 9,0 mg
Pascoflair 1-1-0
04.12. 8,0 mg
2017:
06.01. 7,0 mg
30.01. 6,6 mg
20.02. 5,4 mg
09.03. 4,2 mg
23.03. 3,6 mg
12.04. 3,0 mg
04.05. 3,3 mg
26.05. 3,0 mg
17.06. 2, 4 mg
29.06. 2,1 mg
24.07. 1,9 mg
09.08. 1,6 mg
18.08. 1,3 mg
03.09. 1,0 mg
10.09. 0, 66 mg
30.09. 0,33 mg -1 Kügelchen ENDSPURT
07.10. 0, 00 mg!!!

sybsilon
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitragvon sybsilon » Samstag, 25.11.17, 23:00

Lieber Gelblack,

Herzlichen Glückwunsch zur "0" bei Venla.

Leider habe ich das Zeug durch Unwissenheit kalt entzogen und bin nach 2 Jahren und 10 Monaten noch immer nicht symptomfrei.

Wünsche Dir weiterhin Alles Gute und Pass auf dich auf!

LG sybsilon
Diagnose: Angst-Panikstörung
06/14 Venlafaxin 37,5 mg
07/14 Venlafaxin 75 mg
08/14 Venlafaxin 112,5 mg
10/14 Venlafaxin 75 mg
dann bis 02/15 Venlafaxin reduziert auf 37,5 mg
seit 14.2.15 auf anraten von Ärztin auf "0".
Seit Dezember 14 Schwindel, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme, Ohnmachtsangst, Gangunsicherheit, elektrische Schläge im Magen, Panikattacken, Kribbeln Arm und Bein links, Massive Nackenprobleme. Herzrasen, Extrasystolen und starke Stimmungsschwankungen.
von 1.6.15-28.7.15 wieder Psychiatrieaufenthalt. 3 Wochen Mirtazapin erst 15mg dann 30mg aber wegen RLegs abgesetzt, dann Doxepin 25mg nacher Woche 50mg und nach ein paar Tagen auf 75mg aber wegen massiver Magenschmerzen, Suizidgedanken und RLegs auch abgesetzt.
Seit 20.7.15 Medikamentenfrei.
aktuelle Symptome: kribbeln, ziehen in Beinen und Armen, Leichte Übelkeit( nicht immer), sehr nervös, sehr geräuschempfindlich, vermehrte Panikattacken. Ab und zu Herzstolpern, aber nicht mehr so häufig. Das Haus zu verlassen fällt mir schwer.
Oktober 2015 :
Immer wieder Gangunsicherheit, leichter Schwindel und Übelkeit. Das löst Angst und Panik bei mir aus.
Einen Versuch mit Laif900 (Johanniskraut) gestartet aber wieder abgesetzt wegen Symptomverstärkung.
Ab 04.11.2015 Aufenthalt psychosomatische Klinik
Seit 19.1.16 wieder zu Hause. In der Klinik 3 Tage Trimipramin 12,5mg ausprobiert, aber zu starke NW.
Seit 27.1.16 Wiedereingliederung im Job, Beginn mit 4Std am Tag, danach sehr erschöpft, aber ansonsten wenig Symptome. Gegen Abend (ab ca.18.00Uhr) inneres Frieren und ganz leichte Übelkeit mit leichtem Magendrücken.
Stand 13.2.2016: Magenprobleme mit Rückenschmerzen, Rücken übersät mit großen Pickeln, Schlafprobleme, nach Vit.D Einn. Panikattacke.
4.3.16 Im Moment Welle/sehr erschöpft. Blutuntersuchung :B12=350, Vitamin D =18,1, Ferritin=15,5. Von Eisentabletten schon nach 1Tag Herzrasen mit Panikattacke. Abgesetzt. Ich vertrage absolut gar nichts mehr.
6.4.16 habe noch leichte Stimmungsschwankungen, Frieren in den Abendstunden nach der Arbeit (ca. 17-19 Uhr), Energiebereich schwankt sehr, Nackenschmerzen. Seit 1.4.16 nehme ich Nachtkerzenöl Kapseln, und ich habe das Gefühl sie tun mir gut.
18.6.16 Ich habe wenig Energie. Arbeite wieder voll seit 8.3., aber es strengt sehr an. Kann abends und am Wochenende Nichts unternehmen. Bei Anstrengung kommt leichte Übelkeit. Kann meine Vitaminspeicher nicht auffüllen da ich noch immer Nichts vertrage .:zombie: .Gefühle sind sehr gleichgültig und irgendwie macht mir alles keinen Spaß und ist sinnlos.
Seit 14.2.2015 "0" Venlafaxin
Seit 20.7.2015 "0" Mirtazapin und Doxepin
Seit 21.7.2015 definitiv medikamentenfrei!!!!
Zustand 21.7.2016: sehr erschöpft, leichte Übelkeit hin und wieder, kribbeln in linker Hand und Fuß und linke Gesichtshälfte. Psyche ganz o.k.! Blutwerte 21.7.2016: Vit.B12 253;Ferritin 19,5;Vit.D 31.
18.8.16:Entfernung Kupferspirale
Zustand 24.8.16: Seit 2 Tagen total erschöpft, Kopfrauschen, Nackenschmerzen, Übelkeit aber nicht vom Magen verbunden mit depressiver Stimmung, fast keinen Geruch und Geschmackssinn. Kein Durst- und Hungergefühl.
16.10.16: Zustand viel besser seit Kupferspirale entfernt. Ausschlag auf Rücken nahezu weg. Übelkeit weniger, depressive Stimmung nur noch etwas in der Zeit um die Regel. Brauche noch viel Ruhe und vertrage keine Hektik und Stress mehr. Energie etwas mehr vorhanden.
20.3.17 Vitamin D und B12 vertrage ich wieder.


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