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Fluoxetin nach 10 Jahren absetzen

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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Fluoxetin nach 10 Jahren absetzen

Beitrag von padma » Montag, 07.01.13, 12:27

Hallo zusammen

ich bin sehr froh, dass es dieses Forum gibt und es hoffentlich auch weiter bestehen wird. Also erstmals herzlichen Dank an alle, die dies ermöglichen und ihre Zeit,ihr Geld und ihr Wissen zur Verfügung stellen. ich lese schon ein paar Wochen mit und das hat mir schon sehr geholfen. Ich bin erschüttert über das Ausmaß an Leiden, das diese Medikamente verursachen.

Nun zu mir: Ich bin seit ca. 20 Jahren an einer therapieresistenten generalisierten Schmerzstörung erkrankt. Dies hat mittlerweile zu meiner Berentung und auch zu einer erheblichen körperlichen Behinderung geführt.

Nach einer massiven Verschlechterung im Jahr 2000 bekam ich eine intensive medikamentöse Schmerztherapie u. a. mit: Doxepin, Tramadol (niederpotentes Opioid), Tetrazepan (Benzo/Muskelrelaxans). Auch dies blieb erfolglos, ich konnte alle drei Medikamente nach ca. 6 Monate Einnahmedauer problemlos ausschleichen.

2002 wurde ich positiv auf Fibromyalgie getestet und erhielt deswegen eine Langzeitmedikation Fluoxetin 20 mg sowie als Bedarf Diclofenac und Tetrazepan. Da als Ursache für Fibromyalgie möglicherweise eine Störung im Serotoninstoffwechsel angenommen wird, war ich mit der Medikation einverstanden, obwohl sie eigentlich keinen spürbaren Erfolg brachte.
Ein erster Absetzversuch vor ca. 5 Jahren, abrupt von 20 mg auf 0, scheiterte wegen einer daraus resultierenden depressiven Symptomatik (der Einnahmegrund für das AD waren Schmerzen, nicht etwa ein Depression!).

2011 schlug mein Arzt (wechselnde Ärzte einer Krankenhausambulanz) vor, das Fluoxetin abzusetzen. Wegen meines ersten fehlgeschlagenen Absetzversuches beschloss ich zunächst einmal die Dosis auf 10 mg zu halbieren. Das ging problemlos, ohne dass ich irgendetwas davon merkte. Im August 2012 wollte ich dann ganz absetzen, der Arzt meinte, von 10 mg aus wäre das kein Problem, ich könne sofort absetzen (mittlerweile weiss ich, dass dies völlig falsch ist). Sicherheitshalber, wie ich meinte, schlich ich das Fluoxetin in einigen Tagen aus (in wievielen genau, weiss ich nicht mehr). Ca. fünf Wochen später ging das "Elend" dann los, das ich zunächst nicht mit dem Absetzen des Medikamentes in Verbindung brachte, bis ich schließlich den Artikel über das Absetzsyndrom fand. Da das Absetzen da aber schon zwei Monate zurücklag, schien es mir zu spät zu sein für eine Wiedereinnahme. Anfang Dezember fand ich das Forum, und als ich da von der Gefahr eines chron. Abesetzsyndroms las, beschloss ich, es doch vorsichtig mit einer Wiedereinnahme zu versuchen.

Meine Absetzsymptome: Massive Schlafstörungen, Unruhe, Benommenheit, Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, Niedergeschlagenheit bis hin zu unkontrolliebarem, grundlosen Weinen, starke Gereiztheit, die zu massiven Schwieirigkeiten im Kontakt führte, mich völlig verändert fühlen, tiefe Verzweiflung und Angst, nicht mehr normal zu werden.

Am 27.12.2012 begann ich mit der Wiedereinnahme, tägl. ca 1 mg Fluoxetin. Am 04.01.2013 habe ich auf 2,5 mg hochdosiert. Am selben Tag hat sich meine Symptomatik schon deutlich verbesssert. Ich bin nicht mehr so gereizt, fühle mich wieder mehr ich-selbst, bin wieder kontaktfähiger und nicht mehr so verzweifelt. Die anderen Symptome sind unverändert.

Mein Plan ist, mindestens zwei Wochen auf der Dosis zu bleiben. Meine Frage ist, ob ich dann wirklich höher gehen sollte (die stabile Dosis war ja 10 mg gewesen) oder ob das nicht nötig ist wegen der langen Einnahmepause. Nach einer Stabilisierungsphase möchte ich auf jeden Fall das Fluoxetin ganz langsam, wie im Forum empfohlen, ausschleichen.

Vielen Dank für's Lesen! Über eine Antwort würde ich mich freuen.

Gute Wünsche an Euch alle,
liebe Grüße Padma
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Re: Fluoxetin nach 10 Jahren absetzen

Beitrag von carriecat » Dienstag, 08.01.13, 9:12

Hallo und herzlich Willkommen Padma,

ich habe jetzt Deinen Beitrag ins AD-Forum verschoben.

Hast Du im August 2012 abgesetzt? Und am 27.12. wieder mit der Einnahme begonnen? Hm, da ist schon eine längere Zeit vergangen, es besteht die Möglichkeit, dass Du es gar nicht mehr verträgst. Ich würde jetzt erstmal auf 2,5 mg bleiben und gucken, ob Du Dich stabilisierst.

Achso, und kannst Du bitte Stichwortartig mit Daten Deine Signatur erstellen, also wann Du was genommen hast. Danke. So erlangt man schneller einen Überblick :)
Liebe Grüße,
Anja
____________________________________________________________________
Panikattacken im Nov. und Dez. 2010 aus heiterem Himmel
Citalopram 20 mg und Doxepin 10 mg (Aponal) ab Ende Dezember
Mirtazapin 15 mg ab Ende Januar statt Aponal
15 kg zugenommen in einem halben Jahr
Ab Juni 2011 Tabletten halbiert, ab Juli 2011 geviertelt
Ende August die letzten 5 mg Citalopram genommen, 3,75 mg Mirta eine Woche länger, dann auch abgesetzt.
Kurze Zeit danach kam das nächtliche Herzrasen wieder samt Tremor in den Beinen und Hitzeströme durch den ganzen Körper, Schwächegefühl und Erschöpfung - Eisen und Vitamin B-Komplex genommen
Danach hatte ich Magenbeschwerden, konnt nicht richtig essen und trinken und kriegte dann Herz- und Atemprobleme
Habe kurzzeitig Lasea genommen, danach Orthomol Vital F incl. Omega-3-Kapseln, um mal wieder ein bißchen auf den Damm zu kommen. Fühlte mich nur schlapp und krank.
War dann von Nov - Dez 2011 in einer Psychosomatischen Fachklinik. Es wurde langsam besser, was ich aber nicht auf die Behandlung dort zurück führen würde.
Seit 02/2012 arbeite ich wieder, in 05/2012 bin ich jetzt über ein halbes Jahr ohne Medis und es geht mir wieder recht gut. Manche Tage quäle ich mich aber immer noch mit Schwindel und Depersonalisierung. Und ab und zu nächtliche Panik mit Kribbeln am ganzen Körper und Herzklopfen.
Oktober 2012: Bin tagsüber viel müde, erschöpft, schwindelig und kämpfe immer mal wieder mit Angstattacken.
März 2013: Immer mal wieder Schwindel, Depersonalisierung und Angst
November 2013: Magenbeschwerden, Atemprobleme

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Re: Fluoxetin nach 10 Jahren absetzen

Beitrag von padma » Dienstag, 08.01.13, 16:11

Liebe Anja

Herzlichen Dank für deine schnelle Antwort. Ich bin so froh, dass es dieses Forum gibt.Ich werde erst einmal auf den 2,5 mg bleiben. Ich weiss nicht, ob es klug war, eine Wiedereinahme zu versuchen, aber ich hoffe so eine Chronifizierung zu vermeiden. Bisher denke ich, vertrage ich es, die Beschwerden sind wohl alles Absetzsyndrome und keine NW. Heute geht es mir allerdings schon wieder schlechter: sehr schlecht geschlafen, starker Schwindel, Benommenheit.... Ich werde mich morgen um die Signatur bemühen, heute schaffe ich das nicht. Ich bin im Internet sehr unerfahren, also bitte entschuldige, falls ich nicht alles gleich hinbekomme.

Vielen Dank, dass du dich als Moderatorin zur Verfügung stellst
Dir alles Gute
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seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
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Re: Fluoxetin nach 10 Jahren absetzen

Beitrag von carriecat » Dienstag, 08.01.13, 20:34

Liebe Padma,

mach so wie Du es schaffst, das läuft ja nicht weg :)
Liebe Grüße,
Anja
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War dann von Nov - Dez 2011 in einer Psychosomatischen Fachklinik. Es wurde langsam besser, was ich aber nicht auf die Behandlung dort zurück führen würde.
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Oktober 2012: Bin tagsüber viel müde, erschöpft, schwindelig und kämpfe immer mal wieder mit Angstattacken.
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Re: Fluoxetin nach 10 Jahren absetzen

Beitrag von padma » Freitag, 18.01.13, 18:32

Hallo zusammen

Ich hatte jetzt meinen ersten Arztkontakt nach dem Absetzen. Er meint, ein Absetzsyndrom könne ich ja gar nicht haben, dies wäre beim Absetzen von "nur" 10 mg gar nicht möglich. :haha:Und von der Symptomliste hält er nichts, weil rein subjektiv.. .Na,ja, eine Unterstützung hatte ich auch nicht erwartet, aber wenigstens ein bisschen Interesse wäre schon nett gewesen. Ein Rezept für das Fluoxetin als Lösung habe ich bekommen. Ich finde es aber ziemlich unpraktisch, diese geringe Menge lässt sich nur mit einer Einmalspritze (zum abmessen) dosieren. Es steht darauf, dass die Packung nach Anbruch nur 2 Wochen haltbar ist. Ich habe sie in Kühlschrank gestellt und denke, dass man sie länger verwenden kann.
Ich nehme weiter 2,5 mg und bin erstaunt, dass diese Minidosis (therapeutische Dosis ist ab 20 mg) die Absetzsymptome wirklich lindert. :D In meinem Fall scheint die Wiedereinahme trotz der langen Einnahmepause von 4 Monaten die richtige Wahl gewesen zu sein.Vorallem die psychischen Symptome sind deutlich besser geworden, ich bin nicht mehr so gereizt und wieder zu einem normalen Kontakt in der Lage. Ich hatte sehr darunter gelitten, irgendwie auf alle nur noch negativ und gereizt zu reagieren, was für mich sehr untypisch ist. Normalerweise bin ich ein freundlicher und einfühlsamer Mensch. Auch diese völlige Verzweiflung und die Angst nie mehr "normal" zu werden ist weg. Allerdings fühle ich mich immer noch ziemlich labil und habe Stimmungsschwankungen, von überdreht bis sehr traurig, was ich so auch nicht kenne. Die körperlichen Symptome sind unverändert: Schlafstörungen, Schwindel, Gangstörungen, Konzentrationsstörungen, Harndrang.
ich bin mir etwas unsicher, ob diese Dosierung (2,5mg) so jetzt erstmals gut ist, oder ob ich noch ein klein wenig erhöhen sollte. vielleicht warte ich noch 1 Woche wegen der langen HWZ von Fluoxetin.

Ich bin euch allen so dankbar für dieses Forum :group:
Euch alles Liebe
padma
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estenbol
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Re: Fluoxetin nach 10 Jahren absetzen

Beitrag von estenbol » Montag, 21.01.13, 13:41

Hey padma, ohje ich kenne die symptome alle auch die du aufzähltest, es ist halt schon schwierig, ich bin auch froh das es dieses forum gibt, wie sind den deine schlafstörungen? Kannst du gar nicht mehr schlafen oder wie?
ab september 2011 wegen depressionen und schlafstörungen, mirtazapin bekommen
zuerst 15mg, dan nach 2monaten auf 30mg erhöt, starke nebenwirkungen permanent,
wie zwangsgedanken, fressanfälle ect.
dan ab februar2012 zusätzlich 150mg wellbutrin genommen.
im april 2012 wellbutrin wider abgesetzt, weil zu starke nebenwirkungen.
ab mai 2012 flouxetin20mg genommen gut vertragen und mirtazapin abgesetzt.
seit mai bis september 20mg, seit september auf 10mg,von september bis januar immer noch 10mg, dan fing ich an zu ausschleichen, januar noch 10mg.... Februar 8mg.... März 6mg.....april 4mg..... Mai 2mg.. Dan auf null ging alles gut ohne grössere probleme, 2monate nach der letzten dosis fing es leicht an mit absetzsymptomen. Wie ängstlichkeit und leicht depressiv

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Re: Fluoxetin nach 10 Jahren absetzen

Beitrag von padma » Sonntag, 27.01.13, 17:20

hallo zusammen :)

@ estenbol, danke für die Nachfrage: mit den Schlafstörungen ist es unterschiedlich, die erste Zeit war es sehr schlecht, es hat sich aber gebessert. ich nehme Calmvalera ( niederpotente homöopathische Tropfen) , das hilft mir. ausserdem trinke ich vor dem Schlafen einen Schlaf- und Nerventee. lg

Ich habe nun 3 Wochen 2,5mg bzw. 0,6 ml Fluoxetin genommen. die Symptome haben sich darunter zwar deutlich gebessert, aber ich fühlte mich schon noch ziemlich beeinträchtigt(sowohl durch die körperlichen Symptome als auch durch Ängste ). Die allgemeine Regel, bei zu schnellem Absetzen auf die letzte stabile Dosis zurück zu gehen, ist bei mir wegen der zu langen Einnahmepause ja nicht gültig. Von daher hatte ich mir überlegt, vorsichtig auszuprobieren, was für eine Dosis für mich okay ist, damit ich möglichst keinen Verlust an Lebensqualität habe ( ich bin durch meine Schmerzerkrankung/ Körperbehinderung eh schon eingeschränkt) und es ist mir sehr wichtig, dass ich das, was mir dennoch möglich ist, z.b. mal einen Tag mit Freunden verbringen, weiter machen kann. Deswegen und weil ich die Vorstellung habe, dass es meinem Nerversystem hilft sich anzupassen, habe ich das Fluoxetin vor 3 Tagen nochmals leicht erhöht, auf 0,8ml. Höher werde ich wohl nicht gehen, da ich als NW von der Erhöhung Müdigkeit und Benommenheit habe, und auch das Sehen ist wieder verschwommener geworden. Ich hoffe, dass das für mich so jetzt ein gangbarer Weg ist, und dass ich dann wenn sich mein Nervensystem angepasst hat, mit hoffentlich wenig Symptomen runterdosieren kann. Erstmal ist Geduld angesagt :wink:
Übrigens, meine Schmerzerkrankung wegen der ich das AD ja bekommen habe, hat sich seit dem Absetzen verbessert. :DI

danke fürs Lesen und für eure eigene Einträge,
euch alles Gute, padma
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Re: Fluoxetin nach 10 Jahren absetzen

Beitrag von padma » Sonntag, 17.02.13, 18:14

Hallo zusammen
Ein kurzes update von mir: ich nehme jetzt seit 3 Wochen 0,8 ml Fuoxetin. Es geht mit deutlich besser, die leichte Hochdosierung hat erstaunlich viel gebracht: Schwindel, Gleichgewichtsstörungen und Benommenheit sind weg,auch psychisch bin ich fast wieder die Alte. Ich würde sagen die Symptome sind zu 80% weg, worüber ich überglücklich bin. :D Ich möchte mir und meinem Nervensystem jetzt ein paar Wochen Erholung gönnen und werde dann vermutlich im April mit dem Abdosieren beginnen.
Ich wünsche euch noch einen schönen Restsonntag und eine gute symptomarme Woche :group: padma
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Re: Fluoxetin nach 10 Jahren absetzen

Beitrag von padma » Sonntag, 14.04.13, 18:28

Hallo zusammen :) :) :)
ich bin immer noch auf den 0,8ml Fluoxetin. Ich kam damit ja ganz gut zurecht, in den letzten 2 - 3 Wochen hat sich meine Erschöpfung jedoch sehr verstärkt und momentan habe ich das Gefühl " einfach nicht mehr zu können". :(

Ich fühle mich völlig erschöpft, den alltäglichen Anforderungen kaum gewachsen, gerate schnell in Verzweifelung, bin stimmungsmässig ziemlich im Keller. Der Schlaf ist auch wieder schlechter geworden, was sicherlich meinen Zustand mitbedingt. Kreislaufprobleme kommen vermutlich von der Wetterumstellung .

Ich habe zurzeit einige Belastungen( kranke Katze, die medikamentös eingestellt werden muss. komplizierter Behördenkram; hatte viel Besuch). Ich vermute, dass ich in einer Art Teufelskreis bin: durch den Stress mehr Absetzsymptome, die wiederum es schwierig machen die anstehenden Dinge zu bewältigen, also Überfordeung und noch mehr Stress. :frust:

Ich hoffe, dass es mir bald gelingt mehr Ruhe zu finden, und ich mich wieder stabilisieren kann. Mit dem Runterdosieren muss ich wohl noch etwas warten. :(

Ich wünsche euch eine symptomarme Woche, mit vielen schönen und aufbauenden Momenten :D
Liebe Grüsse :group: padma
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Re: Fluoxetin nach 10 Jahren absetzen

Beitrag von Pammy » Samstag, 27.04.13, 19:10

Hallo liebe Padma, :)

ich habe in einem anderen Thread gelesen, dass es dir in den letzten Tagen ziemlich schlecht geht und du jetzt auch noch Ärger mit Behörden und Sorgen mit kranker Katze hast.

Brauchst du vielleicht diesbez. Rat und Hilfe? Egal ob Behördenärger oder Katzenjammer - ich helfe dir gerne, sofern ich es kann, habe nämlich auch einiges an Erfahrung auf beiden Gebieten :roll: . Gerne auch per PN, falls es hier zu offtopic sein sollte.

Ich glaube, ich ahne wie es dir gerade geht und wenn es dir angenehm ist, dann schick ich dir mal eine herzliche Umarmung :hug:

Vor allem drück ich dir ganz feste beide Daumen, dass du heute Nacht mal besser schlafen kannst und du dir den Sonntag zum verschnaufen und Kraft tanken freihalten kannst.
Ich hoffe, dass es mir bald gelingt mehr Ruhe zu finden, und ich mich wieder stabilisieren kann.
Tja, seufz, um zur Ruhe zu kommen, würde es schon helfen, wenn einem die anderen das Leben nicht noch so schwer machen würden, nicht wahr? :wink: ...allerdings ist es schon prima, wenn man dazu in der Lage ist, auch in solchen Situationen, wo alles auf einmal zu kommen scheint, gelassen bleiben zu können.
Also, mir ist es bislang noch nicht gelungen, aber ich übe und werde dir sofort berichten, wenn ich weiß, wie es geht ...

Ich denke auch, dass du mit dem Runterdosieren unbedingt eine ruhigere Zeit abwarten solltest.

Was mir übrigens abends oft schon geholfen hat, auch zum Runterkommen und vielleicht als Einschlafhilfe, ist das Lösen von Sudokus. Oder Rätseln. Ich hätte es nicht gedacht, aber es ist wirklich nicht möglich, an all die Probleme zu denken, zu grübeln, wenn man sich auf die Lösung eines Rätsel konzentriert - auch nicht, wenn man eine Frau ist und normalerweise drei Dinge gleichzeitig erledigen kann :whistle:

Ich wünsche dir auch von ganzem Herzen, dass du ein symptomarmes WE hast und wünsche dir und deinem Stubentiger baldige Besserung und Stabilisierung :hug:

Herzliche Grüße
Pammy
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padma
- 12/2011 Beginn Mirtazapin 7,5 mg
Aufgrund div. NW wie Wassereinlagerungen, starke Muskel- und Gliederschmerzen, morgens Benommenheit, Kraftlosigkeit, erhöhter Augeninnendruck u.a.
- 06/2012 runter auf 3,75 mg heftiges Anschwellen der Nasenschleimhaut, wieder auf 7,5mg erhöht
17. 11.2012 in Klinik Mirta 7,5 komplett abgesetzt auf 0 mg.
Nach kurzer Zeit folgende Symptome: starke Durchfälle, grünlicher Stuhl, Ekel vorm Essen, starke Rückenschmerzen insbesondere LWS-Bereich, starke Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen mit Wutausbrüchen, Heulkrämpfen, extreme Angstzustände
9. 1.2013 aus Klinik entlassen.
5.3.2013 Rauchstopp von 20 Zig. auf 0.
02/2013 1Woche KH: Magen- und Darmspiegelung, Diagnose: chron. Antrum Gastritis, Reflux-Ösophagitis
15., 16. + 17.05.2013 jeweils 3,75 mg Mirta abends eingenommen aus Verzweiflung wegen extremer Magen- und Blähbauch-Probleme sowie Schlaflosigkeit. Symptome fast weg, allerdings
18.05.13 morgens mit entzündetem, eitrigen Zahnfleisch aufgewacht, musste von Zahnarzt im Notdienst behandelt werden. Verdachtsdiagnose: NW AD Mirta.
seit 06/2013 extreme Schlafstörungen/Schlaflosigkeit, starke (Nerven-)Muskel- und Gelenk-Schmerzen und ZNS-Irritationen, Gefühl von Schüben (aus Brustkorb in Hals/Nacken-Bereich aufsteigend, sehr heftiges Gefühl, tw. Todesangst auslösend); Schlaflosigkeit; Paradoxe Reaktionen auf Osteopathie, seit Korrektur Beckenschiefstand ständig Kiefer- und Augenmuskel-schmerzen, Nackenkrämpfe,Krampfgefühl auch im Kopf und in Gliedmaßen; Brennen/Schmerzen LWS, Füße, Unterschenkel, Arme bleischwer und ziehender Schmerz im Liegen, linkes Knie Druckschmerz hinten-innen; Haarausfall, juckende Ekzeme auf Kopf, auch Gesicht, Blähbauch/Meteorismus, Verdacht auf HIT; Absetzsymptome und Wechseljahresbeschwerden mischen bzw. triggern sich gegenseitig. Außerdem oft Angst- und Panikattacken (besonders morgens noch nach dem Aufwachen), tagsüber je nach körperlicher Verfassung und Schlaf oft Weinkrämpfe und Verzweiflung.
seit 08/2016: mehrfach Vorhofflimmern, deshalb Einnahme von Betablocker, nach divers. Unverträglichkeiten bei Beloc Zok herz gelandet, morgens und abends jeweils 23,75 mg,
Seitdem öfters Herzstolpern, Verschlimmerung Neurodermitis, depressive Episoden /zeitweise schwere, alle anderen Probleme weiterhin bestehend, insbesondere chron. Gastritis, Sodbrennen/Speiseröhrenentzündung, Verdacht auf stiller Reflux
03/2017 Diagnose: gespaltener Zahn mit Eiterzyste an Wurzel - wurde gezogen, dadurch einige Schmerzsymptome besser (endlich wieder Spazierengehen ohne heftigste Schmerzen linke Körperhälfte möglich!)
seit 09/2017 Diagnose 'Grüner Star' aufgrund einmaliger Augeninnendruckwerte von 29/27 (vorher zwar auch erhöht, aber immer so um 21-24 max.), Augenarzt verschrieb zusätzlichen Betablocker fürs Auge (Augentropfen), die ich aber nicht genommen habe bis heute, da ich bereits einen sehr niedrigen Puls und Blutdruck oftmals durch meinen 'normalen' Betablocker habe und da wären diese Tropfen kontraindiziert. Ich hatte hierzu die Augenklinik angerufen, da es WE war und mein Augenarzt nicht zu erreichen war; habe mittlerweile den Augenarzt gewechselt und werde dort zur Zeit intensiver untersucht bzw. engmaschiger überprüft bez. Augeninnendruck (Stand 10/2017)

Emilia
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Re: Fluoxetin nach 10 Jahren absetzen

Beitrag von Emilia » Samstag, 27.04.13, 19:43

Liebe Padma,

hoffentlich geht es dir wieder besser! Wenn zu viele Dinge auf einen niederprasseln, dann ist es leicht gesagt, sich zurückzunehmen und innerlich Ruhe walten zu lassen. Und die Absetzbeschwerden werden natürlich eher schlechter und schlimmer - kein Wunder! Die innere Ruhe wünsche ich dir. In solchen Zeiten ist ganz besondere Selbstfürsorge nötig, dass du dich schonst, verwöhnst, dir etwas/ viel Gutes tust, sehr nett zu dir bist. Diese tiefe Erschöpfung kenne ich gut, hat bei mir viel mit der Migräne zu tun, der Schmerz schlaucht immer sehr, die Absetzsymptome ja auch zusätzlich.

Du tust gut daran, die Dosis zu belassen und in solch Stresssituation erstmal nicht weiter runterzudosieren.

Ich wünsche dir sehr, dass es dir gelingt, dich von den unangenehmen Behördenangelegenheiten nicht runterziehen zu lassen, sondern dass du dir einen guten Plan machen kannst, wie du vorgehst. Ein vorsorglicher Plan hilft mir meist, mich ein Stück weit wieder zu beruhigen so innerlich.
Mit Katzen kenne ich mich gar nicht aus, kann mir jedoch die Sorge um ein lieb gewonnenes Tier, das ja auch einen festen Platz im Herzen einnimmt, ein stückweit schon vorstellen, auch wenn ich kein Haustier habe.
Hast du noch so viel Besuch?

So wünsche ich dir und natürlich auch für deine Katze gute Besserung, lass`dich nicht unterkriegen !

Herzliche Grüße
Emilia
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padma
Diagnose: Migräne, Doxepin als Migräneprophylaxe
Juni 2010 Beginn mit Doxepin 25mg 4 Monate >> kurzfristig auf maximal Doxepin 50mg erhöht (wegen fehlender Wirksamkeit) >> ab März 2011 Doxepin 35mg 8 Monate >> ab November 2011 langsames Absetzen wegen fehlender Wirksamkeit geplant:
Doxepin 30mg 3 Wochen >> Doxepin 25mg 6 Wochen >> Doxepin 20mg 4 Wochen >> Doxepin 15mg 16 Tage >> Doxepin 10mg 12 Tage, dann Doxepin 10mg ganz abgesetzt, um eine neue Migräneprophylaxe mit anderem Prärarat zu beginnen, einige Tage nachdem Absetzen traten zunehmend ausgeprägte körperliche und psychische Absetzsymptome auf. Zu diesem Zeitpunkt erkannte ich die Absetzproblematik bei mir. 13 Tage war ich insgesamt ohne Doxepin, habe es dann wieder langsam eindosiert ab Mitte März 2012:
Doxepin 5mg 1Tag >>Doxepin 7,5mg 7 Tage >> Doxepin 9mg 7 Wochen >> Doxepin 8mg 4 Wochen >> Doxepin 7,5mg 5 Wochen >> Doxepin 7mg 6 Wochen >> Doxepin 6mg 5 Wochen >> Doxepin 5mg 4 Wochen >> 4mg 4 Wochen >> 3,5mg 2 Wochen >> 3mg 4 Wochen >> 2mg für 6 Wochen >> 1mg für 2 Monate >> 0,5mg ab Mitte April 2013>> ganz abgesetzt Ende Mai 2013 - juhu ich bin bei 0 !

padma
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Re: Fluoxetin nach 10 Jahren absetzen

Beitrag von padma » Montag, 29.04.13, 19:32

Liebe Emilia,liebe Pammy, liebe Eniejale :hug: :hug: :hug:

Ganz lieben Dank für eure Mitgefühl und euren Zuspruch. das hat mich sehr berührt und tut so gut.
ich bin so dankbar, dass es euch und dieses Forum gibt.
Leider bin ich mit meinen Kräften völlig am Ende. Ich schreibe euch sobald ich dazu in der Lage bin.

Euch und allen Mitlesenden alles Gute
padma :group:
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
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Emilia
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Re: Fluoxetin nach 10 Jahren absetzen

Beitrag von Emilia » Dienstag, 30.04.13, 20:52

Liebe Padma,

gute Besserung, ich schicke dir per Express ein riesiggroßes Kraftpaket !
Bei so großer Erschöpfung hilft eigentlich nur Ausruhen, und zwar ausgiebig ausruhen, diese Erfahrung hatte ich gemacht. Gib` deinem Körper, das was er aktuell dringend braucht, nämlich viel Ruhe.
Sowohl das Absetzen alsauch die Grunderkrankung verbrauchen viel Kraft. Lass dir viel Zeit mit dem Schreiben, das hat überhaupt keine Eile.

Sei bitte ganz behutsam mit dir !
Nochmal gute Besserung und herzliche Grüße
Emilia
Diagnose: Migräne, Doxepin als Migräneprophylaxe
Juni 2010 Beginn mit Doxepin 25mg 4 Monate >> kurzfristig auf maximal Doxepin 50mg erhöht (wegen fehlender Wirksamkeit) >> ab März 2011 Doxepin 35mg 8 Monate >> ab November 2011 langsames Absetzen wegen fehlender Wirksamkeit geplant:
Doxepin 30mg 3 Wochen >> Doxepin 25mg 6 Wochen >> Doxepin 20mg 4 Wochen >> Doxepin 15mg 16 Tage >> Doxepin 10mg 12 Tage, dann Doxepin 10mg ganz abgesetzt, um eine neue Migräneprophylaxe mit anderem Prärarat zu beginnen, einige Tage nachdem Absetzen traten zunehmend ausgeprägte körperliche und psychische Absetzsymptome auf. Zu diesem Zeitpunkt erkannte ich die Absetzproblematik bei mir. 13 Tage war ich insgesamt ohne Doxepin, habe es dann wieder langsam eindosiert ab Mitte März 2012:
Doxepin 5mg 1Tag >>Doxepin 7,5mg 7 Tage >> Doxepin 9mg 7 Wochen >> Doxepin 8mg 4 Wochen >> Doxepin 7,5mg 5 Wochen >> Doxepin 7mg 6 Wochen >> Doxepin 6mg 5 Wochen >> Doxepin 5mg 4 Wochen >> 4mg 4 Wochen >> 3,5mg 2 Wochen >> 3mg 4 Wochen >> 2mg für 6 Wochen >> 1mg für 2 Monate >> 0,5mg ab Mitte April 2013>> ganz abgesetzt Ende Mai 2013 - juhu ich bin bei 0 !

padma
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Re: Fluoxetin nach 10 Jahren absetzen

Beitrag von padma » Samstag, 04.05.13, 17:04

ihr lieben :group:

nochmals vielen dank. :hug:
leider geht es mir noch nicht besser, ich fühle mich kräftemässig einfach am ende. obwohl ich die letzten nächte relativ gut geschlafen habe, wache ich schon völlig fertig auf. nervlich fühle ich mich auch fertig, könnte immerzu weinen, fühle mich überfordert, oft verzweifelt.

ja, dann werde ich mit dem runterdosieren noch warten müssen, obwohl ich natürlich endlich voran kommen möchte.

liebe emilia :) , du hast ja recht, meine grunderkrankung braucht viel kraft und auch das absetzen scheint an meinen kräften zu zehren. eigentlich konnte ich mich seit beginn der absetzsymptomatik, anfang oktober , nicht mehr richtig erholen. :sick:

das mit dem ausruhen ist einfach schwierig zur zeit, ich muss mich um die behördenangelegenheit :frust: und um meine kranke katze :( kümmern; beides braucht viel kraft, die ich eigentlich gar nicht habe.
und auch innerlich komme ich kaum mehr zur ruhe. das problem ist, dass ich mittlerweile so erschöpft bin, dass ich die dinge, die mir normaleweise gut tun, wie z.b. meditation auch kaum noch schaffe.

liebe pammy :) , vielen herzlichen dank für dein hilfsangebot! :hug:

bei der behördenangelegenheit geht es darum, dass ich aufgrund meiner schwerbehinderung auf pflege und sonstige " betreuungsleistungen" angewiesen bin. der kostenträger will die kostenübernahme nun nicht weiter bewilligen, ohne stichhaltige argumente.

ich werde natürlich einen rechtsstreit gewinnen, hoffe aber, dass es nicht dazu kommt, weil das soviel kraft braucht. erstmal habe ich ein entsprechendes schreiben aufgesetzt( mittlerweilen kenne ich mich da auch ganz gut aus). notfalls muss ich einen anwalt einschalten.

bei meiner 14 jahre alte katze wurde eine schilddrüsenüberfunktion und eine herzkranheit(HCM) festgestellt. ich muss mich da jetzt erstmal einarbeiten, katzenforum habe ich gefunden.

leider kann ich mich auf die tierärzte nicht alleine verlassen; die medis machen NW, die TÄ glauben das nicht, um bessere medis muss ich kämpfen...ist auch nicht anders als bei menschenärzten. ich werde wohl einen thread im katzenforum eröffnen, aber falls du dich da auskennst, pammy, wäre ich für tipps dankbar

ich schaffe es zur zeit nicht so in euren threads zu schreiben, lese aber mit und ihr seit in meinem herz und in meinen gedanken. :hug:
ich wünsche euch allen ein erholsames wochenende und dass ihr den frühling geniessen könnt :group: padma

entschuldigung für die kleinschrift, ich kann nur mit einem finger schreiben und das nachträgliche korrigieren ist aufwendig.
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
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carlotta
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Re: Fluoxetin nach 10 Jahren absetzen

Beitrag von carlotta » Sonntag, 05.05.13, 13:56

Liebe Padma,

ich kann Dir echt nachfühlen, wie diese Rückschläge einen runterziehen. :cry:

Und Stress ist wirklich Gift beim Absetzen, aber das weißt Du ja. Er lässt sich halt auch nicht immer ganz vermeiden. Und gerade Auseinandersetzungen mit Behörden können schon ganz schön zäh sein, das weiß ich... :x Und dann noch die Sorge um ein krankes Tier... :(
padma hat geschrieben:ja, dann werde ich mit dem runterdosieren noch warten müssen, obwohl ich natürlich endlich voran kommen möchte.
Ja, das solltest Du. Wenn sich der Stress gar nicht vermeiden lässt, ist das ja die einzige Möglichkeit, etwas Ruhe in die ganze Sache reinzubringen. Warte, bis sich die Wogen geglättet haben, bis Du Dich wieder stabiler fühlst und gehe dann erst den nächsten Absetzschritt. Alle übereilten Handlungen führen meist nur dazu, dass es einem wieder so schlecht geht, dass man wieder höher dosiert. Und damit dauert das Ganze noch viel länger.
padma hat geschrieben:und auch innerlich komme ich kaum mehr zur ruhe. das problem ist, dass ich mittlerweile so erschöpft bin, dass ich die dinge, die mir normaleweise gut tun, wie z.b. meditation auch kaum noch schaffe.
Das geht mir auch so. Eigentlich total kontraproduktiv, aber wenn bei mir die Stressoren überhand nehmen, schaffe ich das Runterkommen auch nicht mehr bzw. mir Auszeiten dafür zu nehmen. Eher liege ich völlig erledigt rum, wenn nichts mehr geht.

Find ich übrigens super, dass Du auch die Tierärzte-Behandlungen kritisch hinterfragst und Dich so für Deine Katze einsetzt! :sports:

Liebe Grüße und viel Kraft, es wird besser! :group:
Carlotta
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


"We need to stop harming each other in the false name of medicine."(Monica Cassani)

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Re: Fluoxetin nach 10 Jahren absetzen

Beitrag von padma » Dienstag, 07.05.13, 18:43

Ganz lieben Dank :hug: Carlotta

Ich hoffe, dir geht es so einigermassen und dass du besser schläfst, Schlafmangel zehrt ja so an den Kräften.
Alles Liebe für dich
padma
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Nospie

Re: Fluoxetin nach 10 Jahren absetzen

Beitrag von Nospie » Sonntag, 12.05.13, 18:48

Hallo Padma,
habe gerade mal Deine Geschichte gelesen...
ich hoffe es geht Dir besser,was soll ich auch sonst
schreiben und wünschen...
fühl`Dich einfach :hug:

padma
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Re: Fluoxetin nach 10 Jahren absetzen

Beitrag von padma » Freitag, 17.05.13, 17:59

Hallo zusammen :)

@ nospie: danke dir für deine guten Wünsche :D

kurzes update:

Ich bin nach wie vor sehr erschöpft, teilweise richtig benommen und fühle mich nervlich sehr angespannt. Ich habe auch ein relativ hohes, irgendwie diffuses Angstniveau und eine Art unterschwellige Depressivität. Ansonsten ziemliche Kreislaufprobleme, Hitzeanwandlungen vor allem nachts, :sick:

Kann alles nicht so richtig einordnen, wird wohl ne Mischung sein aus Grundproblemen, Absetzsymptomen und Stress. :roll:

Morgen werde ich einen Tag mit Freundinnen verbringen, obwohl ich mich eigentlich viel zu geschafft dafür fühle. und für die Feiertage habe ich mir fest vorgenommen auszuruhen

So übe ich mich halt in Geduld, wie wir alle hier.

Ich hoffe, ihr habt trotz allem ein paar schöne Feiertage :group:
liebe Grüsse padma
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Jamie
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Re: Fluoxetin nach 10 Jahren absetzen

Beitrag von Jamie » Freitag, 17.05.13, 20:19

padma hat geschrieben: Ich bin nach wie vor sehr erschöpft, teilweise richtig benommen und fühle mich nervlich sehr angespannt. Ich habe auch ein relativ hohes, irgendwie diffuses Angstniveau und eine Art unterschwellige Depressivität. Ansonsten ziemliche Kreislaufprobleme, Hitzeanwandlungen vor allem nachts, :sick:
Mensch padma, genau so geht es mir zur Zeit auch, wenngleich ich nicht von nächtlichen Hitzeanwandlungen sprechen kann, sondern ich schwitze nachts ganz stark im Kopf/-Nackenbereich und muss mir dann ein Handtuch holen :(

Ich weiß auch nicht, was zur Zeit los ist....
... Transformations-Zeit ganz bestimmt - das kann man ja überall sehen (und lesen), aber eben eine sehr anstrengende Phase...


Lass dich mal :hug:
Jamie
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


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Re: Fluoxetin nach 10 Jahren absetzen

Beitrag von Emilia » Samstag, 18.05.13, 9:06

Liebe Padma,

hoffentlich geht es dir immer ein klein wenig besser.
Es ist ja oft so, dass man die Symptome nicht so ganz eindeutig nur einer Ursache zuordnen kann. Und ganz oft werden es auch die verschiedenen Mischungen und Verquickungen sein. Man kann sich ja nicht dem Rest des Lebens verschließen.
Ich kenne diese irgendwann einmal unnütz und sinnlos werdenen Überlegungen, was ist nun wieder der Grund oder die Ursache, aus der Migränegeschichte. Irgendwann nützt es nicht mehr, darüber nachzudenken. Man muss es dann einfach so akzeptieren wie es ist. Dies erlebe ich als große Entlastung, weil dieser Aspekt , ich habe irgendetwas falsch gemacht, nicht berücksichtigt, was hätte ich besser machen können, wo habe ich "versagt", also diese Schuldvorwürfe dadurch wegfallen.

Jetzt hast du eine schöne Mischung für das Feiertagswochenende geplant: mit Freunden zusammen sein und ausruhen - perfekt! Viel Freude dabei wünsche ich dir.

Gute Besserung wünsche ich dir auch ,
herzliche Grüße
Emilia
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Diagnose: Migräne, Doxepin als Migräneprophylaxe
Juni 2010 Beginn mit Doxepin 25mg 4 Monate >> kurzfristig auf maximal Doxepin 50mg erhöht (wegen fehlender Wirksamkeit) >> ab März 2011 Doxepin 35mg 8 Monate >> ab November 2011 langsames Absetzen wegen fehlender Wirksamkeit geplant:
Doxepin 30mg 3 Wochen >> Doxepin 25mg 6 Wochen >> Doxepin 20mg 4 Wochen >> Doxepin 15mg 16 Tage >> Doxepin 10mg 12 Tage, dann Doxepin 10mg ganz abgesetzt, um eine neue Migräneprophylaxe mit anderem Prärarat zu beginnen, einige Tage nachdem Absetzen traten zunehmend ausgeprägte körperliche und psychische Absetzsymptome auf. Zu diesem Zeitpunkt erkannte ich die Absetzproblematik bei mir. 13 Tage war ich insgesamt ohne Doxepin, habe es dann wieder langsam eindosiert ab Mitte März 2012:
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