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Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Euer ADFD Team

Fast fertig mit dem Absetzen von Venlafaxin

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Hoffnungsschimmer
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Re: Fast fertig mit dem Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Hoffnungsschimmer » Mittwoch, 22.03.17, 6:32

Hallo,
Hast du schon mal MSM und Magnesium ausprobiert?
Beides gibt s in kolloidaler Form.
Das kann der Körper am besten aufnehmen.
Lg
Hoffnung
2010 Sertralin mg?? Wegen Panikattacken
2011 Umstieg auf Citalopram 10mg (wegen Kinderwunsch)
2014 hochdosiert auf 20mg (wegen erneuten Panikattacken)
08/15 runterdosiert auf 10mg (Totalzusammenbruch)
09/15 hochdosiert auf 20mg + 12,5mg Atarax + 75mg Tritticoä
11/15 hochdosiert auf 30 mg + 12,5 mg Atarax + 50mg Trittico
12/15 Trittico reduziert auf 12 mg
5.1.16 Trittico abgesetzt
14.1.16 Atarax reduziert auf 11,25 mg
15.1.16 auf 9,375mg
18.1.16 auf 8,125mg
24.1.16 auf 6,25mg (beginn der Zwangsgedanken, aber noch eher schwach, Halsschmerzen, Ohrgeräusch lauter)
31.1.16 auf 5,625mg (immer wieder ZG)
3.2.16 auf 5mg (immer wieder ZG)
5.2.16 auf 4,375mg (immer wieder ZG)
8.2.16 auf 3,75mg - (Kopfschmerzen, starke Halsschmerzen und immer wieder ZG)
18.2.16 auf 3,25mg - ab jetzt wirds schwierig! Ohrgeräusch wieder lauter
21.2.16 auf 2,50mg - ich gebe nicht auf ;-)
29.2.16 auf 2,19mg - Reduktionsschritte werden jetzt kleiner (1x Panikattacke und 3Tg Schwindel, Durchfalll)
21.3.16 auf 1,88mg - (Ängste, und Unruhe)
26.3.16 auf 1,56mg - keine Absetzsymptome nur ganz leichte ZG
29.3.16 auf 1,25mg - keine Absetzsymptome nur ganz leichte ZG
01.4.16 auf 0,97mg - keine Absetzsymptome nur ganz leichte ZG
04.4.16 auf 0,63mg - keine Absetzsymtome (Zyklus hat sich um 3 Tage verschoben)
07.4.16 auf 0,32mg - (Halsschmerzen, starke Kopfschmerzen)
10.4.16 auf 0,16mg - keine Absetzsymptome
14.4.16 auf 0mg :D
mir gehts SUPER!!! Zwangsgedanken sind wie weggeblasen!!!!
_____________________________________________________
13.3.16 Citalopram mit 5% angetestet - ging gut
Citalopram Start am 2.6.2016 Ausgangsdosis 28,5mg
2.6.16 auf 25,5mg
4.7.16 auf 22,5mg
7.8.16 auf 21,75mg
24.8.16 auf 20mg
21.9.16 auf 19mg
22.10.16 auf 17,5mg
18.11.16 auf 16mg
15.12.16 auf 13,5mg
11.1.17 auf 12,5mg
8.2.17 auf 11,25mg
9.3.17 auf 10,5mg
25.3.17 auf 10mg :party2: 2 Drittel weg (auf Marke Bluefisch gewechselt)
22.4.17 auf 9,5mg (nicht geeignet für die Wasserlöstechnik)
4.5.17 gewechselt auf Marke Sandoz
19.5.17 auf 9mg
12.6.17 auf 8,5mg
3.7.17 auf 8mg, 5.7.17 wieder zurück auf 8,5mg
24.7.17 auf 8mg
24.8.17 auf 7,5mg
26.9.17 auf 7mg
24.10.17 auf 6,5mg
21.11.17 auf 6mg
22.12.17 auf 5,5mg
27.1.18 auf 5mg

Claudiiii
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Re: Fast fertig mit dem Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Claudiiii » Mittwoch, 22.03.17, 7:03

Hallo perseverance,

Schön, dass du schon so weit gekommen bist!
Da ich aktuell auch Venlafaxin absetze und im unteren Dosisbereich angekommen bin, wollte ich dir meine Erfahrungen mitteilen. Zunächst konnte ich immer 10 Kügelchen weglassen (ca. 3mg). Im unteren Bereich wollte ich dann nur noch 5 Kügelchen reduzieren. Aber selbst das war noch viel zu viel im unteren Bereich. Gleich am nächsten Morgen habe ich aufgrund starker Symptome dann wieder leicht erhöht und trotzdem hatte ich einen totalen seelischen und körperlichen Zusammenbruch, vom dem ich mich gerade zu erholen versuche. Du siehst den Verlauf in meiner Signatur. Ich werde nun kein Risiko mehr eingehen und Kügelchen für Kügelchen entfernen, auch wenn ich damit wohl noch ein Jahr beschäftigt bin :cry:
Wenn du genug Zeit hast, würde ich dir deshalb empfehlen auf Nummer Sicher zu gehen. Wenn das bedeutet, dass man halbwegs normal leben kann ist es das wert, oder? Ich hoffe so zumindest ganz stark auf ein fast beschwerdefreies Leben.

Ich scheine auch überhaupt gar keinen Alkohol zu vertragen. Bei mir triggert es also auch auf jeden Fall. Das spüre ich immer direkt am nächsten Tag durch Unruhe am Morgen. Dabei mag ich auch gern mal wieder ein kleines Glas Wein genießen. Vielleicht traue ich mich irgendwann einen ganz kleinen Schluck, ansonsten geht es eben erst in einem Jahr...

Ich wünsche dir viel Kraft und wenige Symptome auf den letzten steinigen Metern
Claudi
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Aufgrund von Panikattacken und Angst Venlafaxin bis 75mg eindosiert, außerdem 7,5mg Mirtazapin. Nach 1 Monat Beginn mit Absetzen, durch zu schnelles Absetzen extreme Symptome: Durchfall, Übelkeit bis zum Erbrechen, Traurigkeit, Angst und Panik schlimmer als je zuvor. Besserung durch erneutes Hochdosieren von Venlafaxin. Mirtazapin unter Qualen und Hartnäckigkeit losgeworden.

ab 08.07.16 37,5mg Venlafaxin
ab 15.07.16 75mg = Maximaldosis
ab 08.08.16 Beginn mit Absetzen
Nach viel zu schneller Reduktion (alle 4 Tage 12,5mg) und wieder minimalem Hochdosieren auf 25mg stabilisiert und auf Kügelchen-Präparat umgestiegen
20.10.16 55 Kügelchen 18mg
20.11.16 45 Kügelchen 15mg
15.12.16 35 Kügelchen 11,5mg
11.01.17 25 Kügelchen 6,9mg
08.02.17 15 Kügelchen 4,2mg
08.03.17 10 Kügelchen 2,8mg zu großer Schritt daher
09.03.17 12 Kügelchen 3,3mg schlimmste Symptome
11.05.17 13 Kügelchen 3,6mg Aufdosiert, da keine Stabilisierung in Sicht war
09.10.17 12 Kügelchen 3,3mg endlich weiter runter, seitdem kaum Symptome
10.10.17 11 Kügelchen 3,4mg (neue Packung mit weniger Kügelchen pro Kapsel)
11.11.17 10 Kügelchen 3,1mg
12.12.17 09 Kügelchen 2,8mg
18.01.18 08 Kügelchen 2,5mg

Symptome nach (zu schneller) Reduktion am Morgen extrem und schrecklich: Nervosität, Anspannung, schneller Puls, Angst, Panik, extreme Blähungen, zeitiges Aufwachen, dann Durchfall, manchmal mit Übelkeit bis zum Würgen, teilweise Erbrechen.

Dann Symptome auch ganztägig verteilt: plötzliche Kraftlosigkeit, Müdigkeit, Gefühl das Gehirn schwitzt und ist warm, Unwirklichkeitsgefühl, vereinzelt Anflug von Panik, Traurigkeit, Weinerlichkeit, Pessimismus, wirre Träume.

Nachmittags ist es oft gut und es gibt auch Symptomfreie Tage, wenn ich dann endlich auf einer Dosis stabilisiert bin.

Immer wieder, auch außerhalb der schlimmen Wellen:
schmerzhafte Nacken- und Rückenverspannungen, ständig Blähungen und täglich Durchfall, selten kurzes aber schmerzhaftes Stechen im rechten Unterbauch, Schwindel, Kopfschmerzen

perseverance
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Re: Fast fertig mit dem Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von perseverance » Dienstag, 04.04.17, 13:14

Hallo liebe Mitglieder

vor zwei Wochen habe ich mir das Knöchelbein (Fibula) im unteren Bereich gebrochen. Wem es etwas sagt: Weber-A-Fraktur. Es passierte beim Spazierengehen: eine schräge Hangkante hinunter gehen wollen, gerutscht, umgeknickt, Knochen gebrochen.

Ich schiebe gern alle Beschwerden auf Venlafaxin und tu das hier auch. Denn ich lese, dass Venlaf. zu erhöhtem Knochenbruchrisiko führt. (Ok, sonst hätte ich eine Bänderdehnung - auch doof).

Weiterhin lese ich, dass man nicht weiß, wie Knochenbrüche und Venlafaxin zusammenhängen. Bei dem Satz "man weiß nicht, wie es wirkt/ wie es zusammenhängt" in Bezug auf zugelassene Medikamente kriege ich die Krise. Man stelle sich vor: wie Venla wirkt, weiß man nicht genau, (steht im Beipackzettel), und wie der Zusammenhang Knochenbrüche und Venla funktioniert, weiß man auch nicht (steht in der Meldung zur Aufnahme in den Beipackzettel). Wir Patienten sind das Versuchslabor und Experimentierfeld.

Also hier liefere ich noch ein paar Daten für die Statistik (kann man eigentlich Geld kriegen für das Liefern von Daten für die Pharmaleute?) :

Ich selber bin 60, treibe mein leben lang Sport, bin fast täglich mit meinem Sport mind. eine Stunde an der Frischluft und habe nicht die Gene für Knochenbrüche. Beide Elternteile sind sehr alt, aber gerade im Wuchs, nix Witwenbuckel, Oberschenkelhalsbrüche oder solche Dinge. Deren Eltern wurden bis auf einen (gestorben an Unfall) uralt ohne brüchige Knochen. Ich selber habe bis her noch nie einen Knochen gebrochen.

Ich nehme jetzt Vitamin D und Kalzium, und Kyttasalbe (Beinwell), außerdem Heparinspritzen. Am Fuß habe ich eine Orthese, eine stabilisierende Schiene, und gehen darf ich lt. Orthopäde wenig, und minimal belastend mit Krücken.

Immer vorwärts, nie zurück, auch das wird mich nicht unterkriegen.

Ich erlaube mir, einen Rat zu geben an Leute, die sich überlegen, Venlafaxin zu nehmen: wenn es anders geht, lasst es sein. Nehmt es nicht aus Neugier oder weil ein Arzt euch drängt. Schöpft erst alle anderen Möglichkeiten aus. Ich würde Venlafaxin in meiner Situation nicht mehr nehmen, der Nutzen war bei mir viel zu klein im Vergleich zu dem, was man an Last dann hat, wenn man es wieder los werden will, oder gar was Körper und Geist durchmachen, während man es nimmt.
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Symptome, Diagnose: Hörsturz September 2012; "Burnout", seither einseitig taub mit Tinnitus, 5 - 6 Monate krankgeschrieben, Beginn Einnahme Venlafaxin 75mg;
Medikament:
Venlafaxin[/b] 75 mg
Absetzverlauf:
1. Absetzversuch:
5. Mai 2013 im 4- bis 6-Wochen-Abstand herunterdosiert von 75mg >> ; 37,5 mg erreicht am 7.4.14
Absetzerscheinungen: wechselnd, aber nach jedem Absetz-Schritt Muskelkater in den Beinen. Wechselnd begleitet von Blähungen und manchmal Durchfall; große Müdigkeit, psychische Labilität. Nach 1 Woche meist wieder stabil gewesen.
25.5.2014: Venlafaxin wieder hochgesetzt auf 75 mg nach Trennung vom Partner
2. Absetzversuch:
Absetzerscheinungen: wie beim ersten Absetzversuch.
30.08.2014 von 75 mg stufenweise abdosiert ...
30.3.15 45mg > 37,5 mg; 25.4.15 > 34 mg;
1.12.2015: bei 18 mg angekommen.
14.2.2016: auf 15 mg reduziert
28.3.2016: auf ca. 13,5 mg reduziert
1.5.2016: auf ca. 12,8 mg reduziert
5.6.2016: auf ca. 12 mg reduziert = 36 Kügelchen
18.7.2016 runter auf 33 Kügelchen
10.10.16 runter auf 26 Kügelchen = ca. 8mg
13.1.17 in Minischritten von 2 Kügelchen weiter runter auf 13 Kügelchen = ca. 4,2 mg
5.5.2017 immer weiter halbe Milligramm runter bis auf 8 Kügelchen = ca. 2 mg
Anfang Juni 2017: 0 mg erreicht! Der letzte Schritt war also von ca. 1,5 mg auf NULL.
5.7.2017 weiterhin auf NULL :)
1.1.2018 weiterhin auf Null, psychisch ok, 3-4 mal/Woche plötzliche Muskelschmerzen in den Beinen

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Re: Fast fertig mit dem Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Annanas » Dienstag, 04.04.17, 14:17

Hallo perseverance :) ,
danke für deinen Bericht - es ist natürlich nicht schön, was dir passiert ist.
Ich wünsche dir gute Besserung!
perseverance hat geschrieben:Ich schiebe gern alle Beschwerden auf Venlafaxin und tu das hier auch. Denn ich lese, dass Venlaf. zu erhöhtem Knochenbruchrisiko führt. (Ok, sonst hätte ich eine Bänderdehnung - auch doof).
Ich glaube, da gibt es nicht mal was zu schieben - es wird damit zusammenhängen - denn ansonsten könnte ich
bei dem, was du hinsichtlich Lebenstil und evtl genetischer Faktoren geschrieben hast, nichts an Auslösern finden.

Einige Studien bekräftigen auch ein erhöhtes Osteoporoserisiko unter Einnahme von SSRI - was dann auch auf jeden
Fall für Venlafaxin zutrifft - es ist ja quasi nur die nächste Entwicklung, ein SNRI, was eben zusätzlich auf Noradrenalin u.
Dopamin im geringeren Umfang, wirken soll.
Wer weiß, ob das nicht noch schlimmer für die Knochengesundheit ist - damit u. mit anderen Folgen, kommen sie
aber nur sehr, sehr langsam um die Ecke :evil: !

Hier sind mal 2 Links, die das auch bestätigen:
Antidepressiva reduzieren Knochendichte
Quelle: http://www.zentrum-der-gesundheit.de
SSRI und Osteoporose
Quelle: http://www.mediq.ch
perseverance hat geschrieben: Ich würde Venlafaxin in meiner Situation nicht mehr nehmen, der Nutzen war bei mir viel zu klein im Vergleich zu dem, was man an Last dann hat, wenn man es wieder los werden will, oder gar was Körper und Geist durchmachen, während man es nimmt.
Ich glaube, wenn ich mal das Venlafaxin los bin - wüßte ich nicht, was passieren sollte, daß ich je wieder ein AD/NL nehmen würde......!!

Liebe Grüße von Anna
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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Re: Fast fertig mit dem Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von padma » Dienstag, 04.04.17, 22:57

liebe Perseverance, :)

das ist ja Mist mit dem Knöchelbeinbruch,
gute Besserung :hug:
Weiterhin lese ich, dass man nicht weiß, wie Knochenbrüche und Venlafaxin zusammenhängen. Bei dem Satz "man weiß nicht, wie es wirkt/ wie es zusammenhängt" in Bezug auf zugelassene Medikamente kriege ich die Krise. Man stelle sich vor: wie Venla wirkt, weiß man nicht genau, (steht im Beipackzettel), und wie der Zusammenhang Knochenbrüche und Venla funktioniert, weiß man auch nicht (steht in der Meldung zur Aufnahme in den Beipackzettel). Wir Patienten sind das Versuchslabor und Experimentierfeld.
Du bringst es auf den Punkt. :frust: :frust: :frust:
Was man weiss ist, dass AD eine Goldgrube sind, alles weitere ist da uninteressant.

liebe Grüsse,
padma
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seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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27.12.2017: 0,425 mg es wird weiter ge :schnecke: t


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Re: Fast fertig mit dem Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von perseverance » Mittwoch, 05.07.17, 13:04

Hi liebe Forumsmitglieder

Ich habe es geschafft und bin seit 4 Wochen AD-frei!

Mehrere Jahre hat das Absetzen von Venlafaxin gedauert. Immer schön in 10%-Schritten runter, zum Schluss etwas rascher.
Ich hatte keine Schwierigkeiten, die letzte Dosis von ca. 1,5 mg von einem Tag auf den nächsten wegzulassen.
Möglicherweise hätte ich auch schon bei 3 mg einfach Schluss machen können.

Es gibt keine nachteiligen Wirkungen zu melden. Also ich hoffe, das bleibt so.

Mein Knöchelbruch ist auch wieder verheilt und dem Bein geht es zu 90 % gut. Ich habe die Knochendichte messen lassen und sie ist für mein Alter ok. Daher hat Venlafaxin eher nichts mit meinem Knochenbruch zu tun.

Alles Gute und vielen Dank an Padma und an die anderen vom Team und an die Forumsmitglieder, die meinen Absetzverlauf kommentiert haben.

Den Aufruf, nicht nur im eigenen Thread zu warten, habe ich gelesen und werde mich in anderen Threads umsehen.

Liebe Grüße und alles Gute
Perseverance
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Medikament:
Venlafaxin[/b] 75 mg
Absetzverlauf:
1. Absetzversuch:
5. Mai 2013 im 4- bis 6-Wochen-Abstand herunterdosiert von 75mg >> ; 37,5 mg erreicht am 7.4.14
Absetzerscheinungen: wechselnd, aber nach jedem Absetz-Schritt Muskelkater in den Beinen. Wechselnd begleitet von Blähungen und manchmal Durchfall; große Müdigkeit, psychische Labilität. Nach 1 Woche meist wieder stabil gewesen.
25.5.2014: Venlafaxin wieder hochgesetzt auf 75 mg nach Trennung vom Partner
2. Absetzversuch:
Absetzerscheinungen: wie beim ersten Absetzversuch.
30.08.2014 von 75 mg stufenweise abdosiert ...
30.3.15 45mg > 37,5 mg; 25.4.15 > 34 mg;
1.12.2015: bei 18 mg angekommen.
14.2.2016: auf 15 mg reduziert
28.3.2016: auf ca. 13,5 mg reduziert
1.5.2016: auf ca. 12,8 mg reduziert
5.6.2016: auf ca. 12 mg reduziert = 36 Kügelchen
18.7.2016 runter auf 33 Kügelchen
10.10.16 runter auf 26 Kügelchen = ca. 8mg
13.1.17 in Minischritten von 2 Kügelchen weiter runter auf 13 Kügelchen = ca. 4,2 mg
5.5.2017 immer weiter halbe Milligramm runter bis auf 8 Kügelchen = ca. 2 mg
Anfang Juni 2017: 0 mg erreicht! Der letzte Schritt war also von ca. 1,5 mg auf NULL.
5.7.2017 weiterhin auf NULL :)
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Re: Fast fertig mit dem Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von LinLina » Mittwoch, 05.07.17, 13:09

Liebe Perseverance :-)

Ganz Herzlichen Glückwunsch zum Absetzen :party2: :party2: :party2:

Ich drück dir fest die Daumen, dass du weiterhin keine Symptome hast. Berichte gerne weiter, wie es dir in den nächsten Monaten geht :-)

Liebe Grüße
Lina

P.S. ich hab deinen Beitrag inden Erfolgreich abgesetzt-Thread kopiert viewtopic.php?f=18&t=7526&p=198450#p198450
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Ursprünglicher Grund der Einnahme: Schmerzen, PTBS, heftige Unverträglichkeitsreaktion auf Schmerzmittel und Antibiotika (anhaltende Krampfanfälle)

Lorazepam: 1,5 mg von 7/2014 - 10/2014, dann 4 Monate schrittweiser Entzug (sehr schwer).
Seit 8.2.2015 komplett abgesetzt

Mirtazapin: Winter 2014/15 bis 30 mg für Benzo-Entzug, langsames und mühsames Absetzen seit März 2015.
Seit 27.1.2017: 0.15 mg Mirtazapin

Mein Medikamentenverlauf :schnecke: / Mein Thread
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Re: Fast fertig mit dem Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Kaulquappe 411 » Mittwoch, 05.07.17, 14:23

Hallo,

wow, du hast es geschafft, wo ist die Glückwunschtorte?
:party2: :party2: :party2:

Glückwunsch und Respekt, dass du es geschafft, hast, drück dir ganz ganz fest die Daumen, dass es so gut bleibt und nicht noch was nach kommt.
Mensch, das macht mir Mut, dran zu bleiben, auch wenn es lange dauert, nicht zu verzweifeln. Bei dir sieht man, es geht, und irgendwann hat man es hinter sich.

Nochmals Respekt und alles gute,

Quäppchen :) :schnecke:
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LinLinaJamiesybsilon
Diagnosen: PTBS, Depression, Sozialphobie, Agoraphobie, Oralophobie, Migräne, craniomadibuläre Dysfunktion, vermutlich Autoimmunthyreoiditis
Erfahrungen mit Ximovan ( Paradoxe Reaktion), Melperon (drastische Alpträume), Taxilan (total abgeschossen) Fluoxetin (Depersonalisation), Lorazepam, Opipramol, Promethazin, Escitalopram, Cipralex, Valdoxan, Amitriptyllin.
Genannte Mittel nur kurze Zeit genommen und kalt abgesetzt, da angeblich keine Probleme nach so kurzer Einnahmedauer, hahaha!
2010 Venlafaxin 150 mg eingeschlichen, Kurzeitige Besserung der Stimmung bzw. Antriebs, jedoch Verstäkung der inneren Unruhe.
Hinzu kam Amisulprid 50mg, half sehr gut gegen Angst, jedoch horrende Nebenwirkungen (30 kg zugenommen, Kopfschmerzen, Diabetes, Hormonstörungen), daher kaltes Absetzen, weil angeblich unproblematisch. Nach 2 Tagen massive Suizidgedanken und Ängste, wieder auf 50 mg für 1 Jahr.
Sommer 2014 wegen Schlafstörungen 12 Tropfen Trimipramin, kaum Besserung, starker Nachhang, Depersonalisierung, Muskelsteifigkeit, Kurzatmigkeit, Nachlassen der körperlichen Belastbarkeit, eigenmächtiges kaltes Absetzen, daher wochenlang starke Schlafstörungen.
Amisulprid 50 mg Ende November 2014 eigenmächtig abgesetzt. Pro Woche 12, 5 mg weniger, keine Absetzsymptome
Venlafaxin 150 mg seit Mitte Dezember 2014 am Absetzen, innerhalb von 2 Wochen auf 37,5 mg mit starker Absetzsymptomatik,( Brainzaps, Weinerlichkeit, Verzweiflung, aggressive Ausbrüche, Bauchschmerzen, Durchfall, Sehstörungen)
11.1. auf 75 mg, da Absetzsymptome zu stark, nehmen im Verlauf des Sommers ab, Schneckenclubmitglied :schnecke:
Sept. 2015 Diagnose Autoimmunthyreoiditis, Einschleichen von Hormonen wegen unerträglichen Nebenwirkungen misslungen.
Regelmäßige Einnahme von Vitamin D, Leinöl, Basentee und versch. homöopath. Globuli bekommen mir sehr gut!!!

31. Oktober 2016 Fortsetzen vom Absetzen Venlafaxin 75 mg mittels Mikrotapering ( pro Kapsel ein Gewicht von 0,306 g)
Meine Absetzsymptome bei jedem Schritt, mal mehr, mal weniger: Weinerlichkeit, Pseudodepri, Pseudoschnupfen, Muskelschmerzen in den Beinen, Verspannungen Nacken und Kiefer, Brainzaps, Geräuschempfindlichkeit, leichte Übelkeit, Kopfschmerzen, Darmprobleme, Juckreiz, Hör- und Sehprobleme
4.11.: Kapselgewicht 0,304 g
7.11.: Kapselgewicht 0,302 g
10.11.: Kapselgewicht 0,300 g, Absetzsymptome zu stark, kurz hochdosiert, besser!
28.11.: Kapselgewicht 0,298 g
9.12.: KG 0,295 g
am 1.1. 2017 bei KG 0,292 g angekommen
17.01.2017 KG 0,290g
15.02.2017 KG 0,286 g
01.03.2017 KG 0,284 g
seit 24.04. 2017 KG 0,280 g
02.05.2017 KG 0,278 g
16.05. 2017 KG 0,276 g
mittlerweile bei KG 0,273 g
nun bei KG 0,270 g
mittlerweile bei KG 0,264 g mit Zwischenschritten
seit 15. 11. bei KG 0, 255 g ohne Zwischenschritte, drei Tage Absetzwelle, dann OK
seit 30.11. bei KG 0,245 g, das übliche an Absetzsymptomgedöns :-)
mittlerweile bei KG 0,230 g
mittlerweile bei KG 0,200 g kaum Absetzsymptome, solange ich auf passende Ernährung achte!

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Re: Fast fertig mit dem Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von padma » Mittwoch, 05.07.17, 17:44

liebe Perseverance, :)

ich freue mich riesig für dich :party2: :party2: :party2:

Du hast ja tapfer durchgehalten und dich fleissig vorangeschneckt. :schnecke: :schnecke: :schnecke:

Wäre schön, wenn du uns erhalten bliebest.

alles Gute, :hug:
padma
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27.12.2017: 0,425 mg es wird weiter ge :schnecke: t


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Re: Fast fertig mit dem Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 05.07.17, 19:05

Hallo perseverance, :)

supertoll :party2: . Glückwunsch!

Es wäre klasse, wenn du uns ab und an noch mit Berichten versorgst, wie es dir nach 0 weiterhin ergeht.
Auf diese Berichte wartet das ganze Forum, weil es denjenigen Mut macht, die mittendrin stecken und die Hoffnung brauchen :group: .

Grüße und weiterhin alles Gute auf dem Weg der Heilung
Jamie
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:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


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Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

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Re: Fast fertig mit dem Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von perseverance » Donnerstag, 07.09.17, 14:32

Hi liebe Interessierte,

zuletzt schrieb ich, dass ich keine Probleme habe nach dem letzten kleinen Schritt auf NULL Venlafaxin. Kurze Zeit danach traten doch Veränderungen auf... körperlich und psychisch.

Daher sollte man den letzten Absetzschritt womöglich noch kleiner machen, um Absetzerscheinungen zu vermeiden. Wer weiß, vielleicht hilft es ja.

Mein letzter Schritt war zwar klein: von 5 Kügelchen Venlafaxin auf 0 Kügelchen. (Eine volle Dosis von 37,5 mg umfasst ca. 115 Kügelchen). Aber er war halt größer als 10% von der vorigen Dosis (8 Kügelchen).

Ich fühle mich deutlich anders als mit Venlafaxin.

Psychisch: labil, öfter traurig, manchmal schutzlos den Anforderungen des Alltags preisgegeben, sehr sensibel und verstärkt empathisch
Körperlich: hier gibt es Erscheinungen aus allen möglichen Bereichen. Z. B.: Manchmal ist mir schwindlig. Nächtliches Schwitzen und auch tags immer wieder "heat rash" wie in den Wechseljahren, der Schweiß riecht unangenehm. (Achtung jetzt wird es sehr körperlich: Der Stuhlgang kommt meist sehr flott). Dafür sind sexuelle Gefühle wieder erwacht. (Huch, nach Jahren völliger Gefühllosigkeit).

Das ist alles erträglich, aber teilweise nicht schön, und gewöhnungsbedürftig. Ich wollte es euch mitteilen.
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Venlafaxin[/b] 75 mg
Absetzverlauf:
1. Absetzversuch:
5. Mai 2013 im 4- bis 6-Wochen-Abstand herunterdosiert von 75mg >> ; 37,5 mg erreicht am 7.4.14
Absetzerscheinungen: wechselnd, aber nach jedem Absetz-Schritt Muskelkater in den Beinen. Wechselnd begleitet von Blähungen und manchmal Durchfall; große Müdigkeit, psychische Labilität. Nach 1 Woche meist wieder stabil gewesen.
25.5.2014: Venlafaxin wieder hochgesetzt auf 75 mg nach Trennung vom Partner
2. Absetzversuch:
Absetzerscheinungen: wie beim ersten Absetzversuch.
30.08.2014 von 75 mg stufenweise abdosiert ...
30.3.15 45mg > 37,5 mg; 25.4.15 > 34 mg;
1.12.2015: bei 18 mg angekommen.
14.2.2016: auf 15 mg reduziert
28.3.2016: auf ca. 13,5 mg reduziert
1.5.2016: auf ca. 12,8 mg reduziert
5.6.2016: auf ca. 12 mg reduziert = 36 Kügelchen
18.7.2016 runter auf 33 Kügelchen
10.10.16 runter auf 26 Kügelchen = ca. 8mg
13.1.17 in Minischritten von 2 Kügelchen weiter runter auf 13 Kügelchen = ca. 4,2 mg
5.5.2017 immer weiter halbe Milligramm runter bis auf 8 Kügelchen = ca. 2 mg
Anfang Juni 2017: 0 mg erreicht! Der letzte Schritt war also von ca. 1,5 mg auf NULL.
5.7.2017 weiterhin auf NULL :)
1.1.2018 weiterhin auf Null, psychisch ok, 3-4 mal/Woche plötzliche Muskelschmerzen in den Beinen

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Re: Fast fertig mit dem Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 07.09.17, 15:05

Liebe Perseverance,

danke für Dein Update.
Das ist alles erträglich, aber teilweise nicht schön, und gewöhnungsbedürftig.
Ich glaube Dir das - aber ich glaube auch, dass das ziemlich "üblich" ist.

Du hast von 2012 bis 2017 Psychopharmaka genommen - das ist in etwa die halbe Zeit, die ich welche genommen habe (10 Jahre). Ich kann Dir sagen, dass ich zum Beispiel im "Absetzsommer" so geschwitzt und gemuffelt habe wie nie zuvor - und auch wie niemals danach wieder. Labil, Schwankungen, Unsicherheit, schnell gereizt - das kenne ich alles. Zudem habe ich die Psychopharmaka in meinen Zwanzigern genommen und hatte dann das Gefühl, dass ich eine ganze Menge Entwicklungen zum Erwachsenwerden "nachholen" musste, weil cih sie garnicht richtig verinnerlicht hatte. Hat aber auch geklappt.

Gibt Dir, Deinem Körper, Deiner Seele weiterhin Zeit, sich zu regulieren und veertraue darauf, dass sich das alles mehr und mehr einpendelt. Ich wünsche Dir alles Gute! :fly:

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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Fast fertig mit dem Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von carlotta » Donnerstag, 07.09.17, 15:41

Hallo Perserverance,

danke für die Rückmeldung. Das Tückische an den Entzugssymptomen ist ja, dass sie sich gerne auch zeitversetzt zeigen.

Und ja, der Sprung von 1,5 mg auf null war m. E. zu üppig. Bei survivingantidepressants.org wird empfohlen, beim Absprung auf jeden Fall eine Null vor dem Komma zu haben - eben weil diese Mittel gerade im unteren Dosisbereich vergleichsweise potent sind. Ein Pellet kann da schon ordentlich was auslösen.

Ich drücke Dir auf jeden Fall die Daumen, dass die Symptome sich weiterhin in Grenzen halten und bald abflauen und Du nicht wiedereindosieren musst.

Liebe Grüße :group:
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Re: Fast fertig mit dem Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von perseverance » Montag, 01.01.18, 21:18

Liebe Mitglieder

euch ein schönes neues Jahr ohne Beschwerden.

Nun bin ich schon einige Monate ohne Venlafaxin. Eine Nachwirkung ist leider nicht verschwunden, und das sind die anfallsweisen Muskelschmerzen in den Beinen, die zwei- dreimal pro Woche aus heiterem Himmel, meist abends, über mich kommen. Ich habe manchmal Schmerzmittel genommen, um sie nicht zu spüren, denn sie hindern mich beim Einschlafen.

Die anderen Nachwirkungen sind weg, psychisch geht es mir gut.

Alle Gute an euch und danke für die Hilfe der Moderatoren, die mein Absetzen jahrelang begleitet und kommentiert haben.

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14.2.2016: auf 15 mg reduziert
28.3.2016: auf ca. 13,5 mg reduziert
1.5.2016: auf ca. 12,8 mg reduziert
5.6.2016: auf ca. 12 mg reduziert = 36 Kügelchen
18.7.2016 runter auf 33 Kügelchen
10.10.16 runter auf 26 Kügelchen = ca. 8mg
13.1.17 in Minischritten von 2 Kügelchen weiter runter auf 13 Kügelchen = ca. 4,2 mg
5.5.2017 immer weiter halbe Milligramm runter bis auf 8 Kügelchen = ca. 2 mg
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Re: Fast fertig mit dem Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von padma » Dienstag, 02.01.18, 18:29

liebe Perseverance, :)

schön von dir zu hören. :D
Ich freue mich, dass die meisten Entzugssymptome weg sind.

Dass diese Muskelschmerzen dich noch plagen, ist natürlich nicht schön. Ich denke, die Chance dass sie auch noch weg gehen werden, sind sehr gut. Manche Entzugssymptome sind eben besonders hartnäckig.

Hast du es schon mit Magnesium probiert, evtl. Einreiben mit Magnesiumöl?

Ich wünsche dir ein gutes neues Jahr. :hug:

liebe Grüsse,
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