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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 11.07.17, 11:03

Hallo Nillo,

es fühlt sich sicher gerade so an, als ob Du alles mitnimmst, was nur mitzunehmen ist. :( :hug:

Klar, Schlaf ist wichtig für die Heilung, aber es geht auch zeitweise mit weniger Schlaf - und wenn es sein muss, auch sehr viel länger. Wir haben ja einige "Schlafgestörte" hier (nicht unbedingt antzugbedingt), die sich arrangieren mussten und das schaffen.

Wie verbringst Du die Zeit, die Du nicht schlafen kannst. Geht etwas dösen oder zumindest ruhen? Auch dabei kann Regeneration stattfinden.

Grüße von Murmeline
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Nillo » Mittwoch, 12.07.17, 8:31

Ich kann dem Rest der Nacht dösen aber vor lauter Angst komme ich nicht mehr zur Ruhe.

Das grelle sehen bessert sich nicht mehr. Ich kann nicht Tv, nicht. Pc. Und das bedeutet für mich ich kann nicht arbeiten und rutsche immer tiefer in die Depression.
Draußen geht ohne Sonnenbrille nix. Selbst wenn die Sonne nicht scheint. Supermarktlichter sind Katastrophe.

Die Hoffnung dass das mit den Augen nochmal wird ist gleich null und das macht mich fertig. Ich heule täglich bestimmt 4 Stunden. Das packe ich nicht mehr lang. Ich habe schon ewig nix mehr gemacht was mir Spaß macht.

Mein Leben ist gelaufen.
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22.08.2017: Augen wieder deutlich schlechter. Unruhe besser. Aber bei kleinster körperlicher Anstrengung massiv Druck in Brust
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14.11.2017: massive Verschlechterung, Depersonalisation, Derealisation so schlimm wie nie, körperlich zu nichts fähig.
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13.01.2018: Derealisation und Depersonalisation wieder voll da.
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Fibie77 » Mittwoch, 12.07.17, 17:54

Hallo Nillo,
Ich würde Dir so gerne einen Rat geben,was man in so einer Situation machen kann,doch leider geht es mir selbst auch Bescheiden und gerade die Augen sind auch mein allergrößtes Problem.
Ich kann einfach nicht fokusieren und den Rest kennst du ja auch von mir,....mit den Beschwerden.
Ich sende Dir einfach ein paar Liebe Gedanken und Hoffnung ,...und verbleibe,dass irgendwann der Tag kommen wird,....wo du schreiben kannst,....es wird langsam wieder besser.
Bitte gib nicht auf,...
Wir dürfen nicht aufgeben,....
Ganz liebe Grüße sendet Dir Fibie
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- Februar 2011 Ohnmachtsanfall, ohne Diagnose. :shock:
In den darauffolgenden Monaten stellte sich starker Schwindel ein und eine gewisse Angst davon entstand. :(
Ich blieb nur noch zu Hause und ging nicht mehr gerne raus,wenn dann nur zur Arbeit.
- Von Februar 2011 bis April 2014 verschiedene Ärzte konsultiert, von Zahnarzt CMD Behandlung,über Chiropraktoren, und
Infusionen mit Mikronährstoffen war alles dabei.
- Es folgten in dieser Zeit,extreme Ängste,Verzweiflung, keine Energie und Kraft mehr,nur noch Verzweiflung wegen diverser
Symptome.
Meine Symptome veränderten sich und ich bekam einen kontinuierlichen Dauerkopfdruck und Augendruck.
- April 2014 Citolopram 10mg vom Hausarzt verschrieben bekommen.
- Juni 2014 Einweisung in Psychosomatische Klinik, für 8 Wochen.
- Wurde dort auf Cymbalta umgestellt für 2 Wochen,jedoch ist dies wieder gleich abgesetzt worden,da meine weißen
Blutkörperchen stark absanken.
- Von einem auf den anderen Tag,wurde Sertralin eindosiert.
Erst 25 mg und dann 50 mg in der darauffolgenden Woche.
- August 2014,wieder zu Hause und sollte dort noch bis auf 100mg hochdosieren, ging mir jedoch sehr schlecht dabei und
ich blieb bei 50 mg.
- März 2015 fing ich an das Medikament 50 mg Sertralin ganz langsam auszuschleichen, nach Absprache mit meiner
Ärztin.
- Ende Februar 2016 war ich auf 0mg mit dem Sertralin. :party2:
(bei den letzten Schritten ließ ich mir lange Zeit und dosierte mit Zoloft Tropfen ab).
- Seid dieser Zeit Absetzerscheinungen in Form von Sehstörungen, Kopfschmerzen,Übelkeit, komische Gefühle,Augendruck,
Blutzuckerschwankungen (dieser geht immer so tief runter),Benommenheit,.....
Die Symptome wechseln sich ab und sind mal nur leicht und dann wieder ganz stark da.

-Oktober 2016 . Absetzerscheinungen - Kopfschmerzen,Sehstörungen,trockene Augen,Schwindel ,,Blutzucker geht immer noch so tief in Keller,Übelkeit.

-November 2016 ( 9 Monate 0 mg Sertralin)
Kopfschmerzen die aufs Augen strahlen mit Übelkeit,
Blutzucker hat sich normalisiert,ab und zu noch trockene Augen

-Dezember 2016 (10 Monate 0 mg Sertralin)
Kopfschmerzen sind fast weg, jedoch wieder ziemliche Augenprobleme.
Schwipp-Schwapp im Kopf
-Januar 2017 (11 Monate nach 0 mg Sertralin)
Augenprobleme immer noch vorhanden
Schwipp- Schwapp im Kopf, Sodbrennen,
-Februar 2017 ( 1 Jahr auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme / Sehstörungen immer noch vorhanden !
Manchmal noch Schwipp-Schwapp im Kopf und wieder Kopfschmerzen.
-März 2017 (13 Monate auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme, ziemliche Benommenheit,Spannungskopfschmerzen.
-April 2017(14 Monate auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme,Benommenheit,Kopfschmerzen,extremes Tief(muss viel weinen,weil es nicht so recht besser wird)
-August2017(18 Monate nach null)
Starke Magenbeschwerden,Übelkeit,Sodbrennen,Kopfschmerzen,Augenprobleme

-Januar 2018 (23 Monate auf 0mg)
Augenprobleme (schlechteres Sehen und brennende Augen),manchmal noch leichte Gangunsicherheit,schmerzendes
Genick,Reizüberflutung im Kopf/brennen,nicht mehr so starke Spannungskopfschmerzen.
Langsam wird es besser,aber es ist noch nicht gut!
-Februar 2018 ( 2 Jahre auf 0 mg)

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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Nillo » Donnerstag, 13.07.17, 9:38

Hallo.

Ich habe mich gestern Abend entschlossen meinem Körper eine kurze Erholungspause zu gönnen. Ich habe um 22.30 eine Lorazepam 1 mg Tablette genommen und habe durchgeschlafen bis 5.30 Uhr.
Mein Körper fühlt sich etwas frischer an und ich bin auch nicht mit der gewohnten Angst aufgewacht obwohl ich das Problem mit den Augen natürlich immer sehe.

Vielleicht pendelt es sich ja wieder ein wobei ich nicht so recht dran glaube...


Ich fühle mich hilflos vor allem auch was den Schlaf betrifft.
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von padma » Donnerstag, 13.07.17, 18:17

hallo Nillo, :)

das war vermutlich gut, dass du dir mithilfe von Lorazepam eine Nacht Schlaf verschafft hast. So kamst du mal wenigstens zwischendurch zur Ruhe.
So mal kannst du das machen, es darf halt nicht zur Regel werden, möglichst nicht öfters als 2 - 3 x pro Monat.
Vielleicht pendelt es sich ja wieder ein wobei ich nicht so recht dran glaube...
Ich glaube schon, dass es zumindest wieder deutlich besser wird.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Nillo » Freitag, 14.07.17, 8:10

Guten Morgen.

Jetzt ist es soweit. Keine einzige Minute geschlafen. Ich habe das Gefühl ich breche zusammen wenn das so weiter geht. Bin mittlerweile auch völlig depressiv deswegen und weiß nicht mehr ob ich es ohne Tabletten durchhalte...

Nicht mal mehr meine Hypnose hilft.
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von padma » Samstag, 15.07.17, 23:12

hallo Nillo, :)

es tut mir sehr leid, dass es dir so schlecht geht.

Es sind einige im Forum mit schwersten Schlafstörungen. Irgendwie schaffen sie es.
Auch wenn dich immer wieder die Verzweiflung überrollt, was mehr als verständlich ist, es geht weiter und irgendwann wird es dir besser gehen.
und weiß nicht mehr ob ich es ohne Tabletten durchhalte...
Du verträgst doch nichts mehr. Ausser evtl ein Benzo und das kannst du nur hin- und wieder nehmen. Durchhalten und abwarten ist leider das Einzige was du machen kannst.

liebe Grüsse,
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Nillo » Freitag, 21.07.17, 15:23

Ich habe beschlossen dass ich jetzt aufgebe.

Ich kann mit meinen Augen nix mehr machen. Kein Tv kein pc keine anstrengenden Dinge. Das heißt keine Arbeit und keine Dinge die mir Spaß machen. Seit 7 Monaten. Es tut sich nix mehr. Auf was soll ich noch warten und hoffen.

Ich werde jetzt meinen Job kündigen. Die Kasse zahlt demnächst eh nix mehr.
Wie ich überleben soll weiß ich nicht.

Die psychosomatische Klinik hat mir in der Hinsicht auch nix gebracht.

Ich habe keine Kraft mehr.

Mein Leben ist zerstört. Servus zukunftspläne. Servus Leben. Tschüß.
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Jamie » Freitag, 21.07.17, 16:14

Hallo Nillo,

das ist sehr schlimm zu lesen.
Wie einem das Leben entgleitet :(
Man verliert so ziemlich alles, ich habe es selbst durch.

Es fängt an mit gesundheitlichen Problemen, welche irgendwann unerträglich werden, keiner kann helfen.
Man kann sich nicht mehr Freunden verabreden, wird immer isolierter und einsamer. Menschen wenden sich ab, teilweise auch Familie. Parallel bekommt man so Dinge zu hören wie "stell dich nicht so an", "nimm endlich Medikamente" "wenn das Medikament X nicht hilft, ist es eben das falsche, du musst weitersuchen, da muss es doch was geben!" ... :o :x :frust:

Der Job leidet und man quält sich nur noch hin, irgendwann folgen erste Krankschreibungen, welche immer ausgedehnter werden. Wenn man nicht selbst gekündigt wird (kranke Mitarbeiter will keiner), muss man es am Ende selbst tun, weil das Krankengeld ausgereizt ist und / oder man aufgefordert wird EM Rente zu beantragen. Parallel zu all dem geht auch die Tagesstruktur verloren, es gibt keinen Grund aufzustehen, nichts, was einem den langen Tag strukturiert und ordnet. Kein Anfang, kein Ende, kein Ziel, kein Sinn.

Es leidet nicht nur das Sozialleben (Beziehungen, Freundschaften) und das Berufsleben, irgendwann kommt man auch mit dem Haushalt nicht mehr zurecht, weil man nicht mehr kann. Und dann kommt da noch der unglaubliche finanzielle Absturz, den Krankheit mit sich bringt. Existenznot hoch zehn. Die schöne Wohnung kann nicht mehr gehalten werden, Versicherungen, die das Alter absichern sollten, müssen aufgelöst werden und so weiter und so fort.

Nun, warum schreibe ich das?
Ich schreibe das an all diejenigen, die hier reinlesen und sich nicht vorstellen können, was Medikamente und Krankheit mit einem anrichten können.
Ich schreibe es, weil ich es selbst durchmachen musste und erlitten habe. Ja, "erlitten" - denn freiwillig macht keiner sowas durch oder mit.
Ich schreibe es aber auch, weil ich nicht mit dem Kämpfen aufgegeben habe.
Weil ich mich nicht vernichten lassen wollte durch das, was mir widerfahren ist.
Und heute geht es mir besser.

Nillo, da darfst nicht aufgeben zu hoffen und zu kämpfen.
Ziehe Konsequenzen, wenn es dir sinnvoll erscheint, aber höre nicht auf am Leben festzuhalten :hug: .

Wenn du einen guten Draht zu deinen Vorgesetzten hast, schildere ihnen die Situation und bitte sie, dass sie dir kündigen. Damit hast du Anspruch auf Arbeitslosengeld, sonst sitzt du 3 Monate auf dem Trockenen. Wenn du selbst kündigst, dann zahlt dir die Arbeitsagentur zur Strafe (urgs, was für ein bitterer Hohn, wenn man aus Krankheit kündigt; da gibt es dann auch noch Strafe :evil:!) drei Monate kein Geld.

Nillo, ich schicke dir alle meine besten Wünsche und Gedanken :group:

Aufgeben ist keine Option! Du wirst noch gebraucht!

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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Nillo » Freitag, 04.08.17, 14:56

Hallo dies ist mal wieder ein absoluter Hilferuf.

Seit gestern bin ich völlig hyperaktiv dazu. Wenn ich gehe habe ich fast das Gefühl zu schweben. Ich bin extrem fit und völlig durchgedreht. Nach einer Tavor gestern war die Nacht dann zwar halbwegs ok heute alles noch schlimmer. Blutdruck permanent ab 170 aufwärts. Ruhezustand nicht möglich. Schlaf also auch nicht. Tavor möchte ich nicht nochmal nehmen. Angstgefühl ohne Ende. Geht's dem Ende zu? Hab wirklich Angst dass ich durch drehe mit der Hyperaktivität.
Mein Kopf fühlt sich auch so leicht an.

Ich habe echt Angst dass ich völlig psychotisch werde und in eine Klinik muss.

Auslöser war wohl zu lange Sonne. :(
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von padma » Freitag, 04.08.17, 18:39

hallo Nillo, :)

nein, es geht nicht zu Ende mit dir. :hug:

Die Sonne hat eine üble Symptomwelle getriggert.
Ich weiss nicht, ob wegen des hohen Blutdrucks ein Betablocker als Bedarf sinnvoll wäre, das könnte dich auch etwas runter bringen.
Da du sehr sensibel auf alles reagiert, müsstest du das ggfs. mit einer Minidosis testen.

Ich habe selbst keine Erfahrung mit Betablocker, ich hoffe du bekommst noch eine Antwort von jemand der/die Erfahrung damit hat.

liebe Grüsse,
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Nillo » Samstag, 05.08.17, 11:16

Hallo.

Ich habe gestern den Notdienst kommen lassen. Ein sehr netter Arzt. Ich habe nix vom AD oder anderes erwähnt nur mein hoher Blutdruck. Ich habe hier jetzt Nifedipin Weichkapseln. Die halfen gestern etwas. Und ich habe Bisoprolol 2.5mg hier aber noch nicht versucht.

Dann wusste ich es zwar schon aber heute kam ein Brief der Kasse. Ab Montag Wiedereingliederung 2 Std oder wenn's nicht klappt Rentenantrag. Ich weiß einfach nicht weiter. In dem Zustand komme ich nicht mal hin. Ich könnte die 2 Std schon mich in irgend ein Eck setzen aber die ganze Anstrengung dabei macht wieder alĺes schlimmer. Dazu die Benommenheit und Verwirrtheit.

Ich möchte weder in die Rente noch meinen Job verlieren. Warum war ich nur so lange in der Sonne. Zuvor hätte ich die 2h irgendwie schon absitzen können. Ich hasse mich dafür.
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Jamie » Samstag, 05.08.17, 15:05

Hallo Nillo,

Nifedipin erweitert mehr oder weniger schlagartig die Gefäße.
Das sollte man nur in Krisen nehmen, es hat viele Nebenwirkungen.

Wenn der Blutdruck aktuell eine Intervention mit einem Blutdrucksenker erfordert, dann würde ich mich eher an den Betablocker halten.
Ich beiße von meiner Bisoprolol 1,25mg ein Krümel (knapp ein Viertel) ab und mir reicht es, um meinen hohen Puls zu senken. Ich mache das allerdings nur bei Bedarf.
Dieser Krümel reicht dann auch aus um den Puls zu senken (bei mir), aber nicht, um den Blutdruck zu senken, weil ich das nicht will und auch nicht brauche. Er ist, wie bei vielen Frauen, tendenziell eh zu niedrig.

Ich würde an deiner Stelle testweise, wenn der Blutdruck wieder hoch ist, mal einen Krümel abbeißen und gucken, was passiert. Wenn du es verträgst, der Blutdruck aber noch nicht ausreichend genug absinkt, dann nimm nach 30min einen weiteren Krümel hinterher und taste dich so an die Dosis, die hilfreich und bekömmlich für dich ist. Das wäre mein Vorschlag.

Zur Rente und Wiedereingliederung. Nillo, ich würde mir das mit den 2 Stunden sehr gut überlegen!
Sehr sehr gut.
Denn bei den 2 Stunden wird es nicht bleiben. Nach wenigen Wochen sollst du dann ja hochgehen auf 4 Std. usw. Das wird eine riesen Anstrengung.
Ich kann völlig verstehen, dass du an deinem Job hängst und ehrlich, es tut mir sehr sehr leid, was du da durchmachen musst :( :hug: .
Es ist bitter und soooo ungerecht! :oops:

Aber ich glaube, du musst jetzt vorrangig daran denken, einfach irgendwie gesundheitlich wieder Land zu gewinnen.
Vielleicht wäre es wirklich besser, mal 2 Jahre befristet in Rente zu gehen - auch, um diesen Druck rauszukriegen, dass du funktionieren sollst / musst, denn das geht in deinem aktuellen Zustand ja einfach nicht. Aber wie gesagt, ich will dich da nicht beeinflussen.
Ich kann nur von mir berichten, dass die Berentung meine Lebensrettung war. Ich konnte einfach nicht mehr.

Liebe Grüße, verliere die Hoffnung bitte nicht :group:
Jamie
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Nillo
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Nillo » Samstag, 05.08.17, 15:31

Hallo Jamie.

Das Problem ist einfach, dass ich es zu Hause nicht mehr aushalte. Ich renne den ganzen Tag von Ecke zu Ecke und heule und werde Tag für Tag depressiver.

Weißt du wie das ist? Angenommen ich bekomme die Rente für 2 Jahre. Kann ich theoretisch trotzdem in einem Jahr wieder arbeiten wenn's geht?
Es war halt leider wirklich schon mal besser. Und jetzt der nächste riesen Rückschlag. Ich kann einfach bald nicht mehr und halte den Zustand nicht mehr lange aus. Schon gar nicht zu Hause. Das ist das Problem.


Achja Wiedereingliederung: 2 Wochen 2 Std dann 2 Wochen 4 Std dann 2 Wochen 6 Std dann hätte ich Urlaub. Aber ich glaube nicht dass es so geht.

Meine Freundin meint ausprobieren. Dann weiß ich es.
Allerdings war mir das essen zu Hause zu viert am Donnerstag schon zu viel.:(
Vor 2 Wochen ging das noch.
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10.01.2017: Einnahme von einer Tablette Levofloxacin, alles wieder von vorne!
21.03.2017: nach mehreren Zahnbehandlungen weitere Verschlechterung aller Symptome
31.05.2017: Zustand weiterhin sehr schlecht, Augenprobleme massiv, körperliche Leistungsfähigkeit fast bei 0
07.08.2017: zwischenzeitlich mal etwas besser in der Psychosom. Klinik, danach nach Sonnenbad so schlecht wie am Anfang...
22.08.2017: Augen wieder deutlich schlechter. Unruhe besser. Aber bei kleinster körperlicher Anstrengung massiv Druck in Brust
17.10.2017: leichte Besserung, körperlich etwas besser aber bei kleinster Anstrengung massiv Druck in Brust, Hochstimmung bei kleinster Anstrengung und Freude
14.11.2017: massive Verschlechterung, Depersonalisation, Derealisation so schlimm wie nie, körperlich zu nichts fähig.
08.01.2018: minimale Verbesserung, Depersonalisation und Derealisation besser. Körperlich etwas leistungsfähiger, massives Körpertemperaturproblem
13.01.2018: Derealisation und Depersonalisation wieder voll da.
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carlotta
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von carlotta » Samstag, 05.08.17, 16:02

Hallo Nillo,

ich vermute angesichts Deines aktuellen Zustandes auch mal, dass es für die Wiedereingliederung im Grunde zu früh ist. Du kannst es sicher versuchen und wieder abbrechen. Aber Zeit abzusitzen bringt ja nichts, wenn es mehr Stunden werden, wirst Du ja auch wieder mehr gefordert.

Ich weiß jetzt nicht, was Du beruflich machst, aber Bildschirmarbeit ist angesichts Deiner Sehprobleme gerade ohnehin nicht möglich. Und körperlich Abstrengendes sicher genauso wenig. Du riskierst da eher, Deinen Zustand zu verschlechtern, die Misere zu verlängern.

Bestimmt kann man die Rente auch "abkürzen", wenn man das möchte. Allerdings würde ich mich da vorher gut informieren, was das für etwaige spätere Anträge für Konsequenzen hätte.

Soweit ich weiß, kann man in EM-Rente weniger als 3 Stunden pro Tag arbeiten. Man braucht also nicht nur zuhause zu bleiben. Wie das Einkommen dann verrechnet wird oder wie die Freibeträge sind, kann ich leider nicht sagen. Aber das lässt sich herausfinden.

Ich kann Dich total gut verstehen, dass Du an Deiner Arbeit hängst und es ist eine Riesen-Ungerechtigkeit, was da passiert. :hug: Schließlich ist man unverschuldet in diese gesundheitliche Misere gerutscht, die noch dazu vermeidbar gewesen wäre, wenn man richtig aufgeklärt worden wäre. Mir geht es gerade ähnlich, ich hadere auch sehr damit und weiß nicht, wie es jobmäßig weitergeht, da ich mich neben dem Entzug arbeitsmäßig sehr übernommen habe. Es ist kaum zu beschreiben, was man da durchmacht.

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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Nillo » Montag, 07.08.17, 14:43

Hallo.

Das mit der Arbeit hat sich wohl erledigt.

Mein großes Problem ist die dauerhafte Anspannung am ganzen Körper. Ich muss unheimlich viel Kraft investieren um das auszuhalten. Nachts deshalb keine Minute Schlaf. Auch mein ganzer Kopf ist verspannt. Ohren Augen alles. Überall Schmerzen. Ich bin kurz davor es nicht mehr auszuhalten. Eine Tavor habe ich erst am Donnerstag genommen. Entspannungsübungen haben bisher geholfen. Jetzt nicht mehr. Betsblocker hilft auch nicht gegen den wahnsinnigen Druck in der Brust.

Ich habe keine Idee mehr. Es wird immer schlimmer und nicht mehr aushaltbar. Ich erinnere mich an vor 3 Jahren. Der Zustand blieb Wochen und ging erst in der Klinik weg. Furchtbar grausam.

Wenn jemand eine Idee hat wie ich halbwegs wieder in einen entspannteren Zustand komme bitte her damit. Sonst muss ich bald wirklich stationär.

Ich überlege heute noch eine Tavor. Aber das ist ja auch keine dauerlösung. Morgen dann das selbe Problem wieder.
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Fibie77 » Mittwoch, 09.08.17, 14:02

Hallo Nillo,...
Leider kann ich Dir keinen Rat geben,aber ich hoffe es meldet sich noch jemand von den anderen hier.
Lg.Fibie
- Februar 2011 Ohnmachtsanfall, ohne Diagnose. :shock:
In den darauffolgenden Monaten stellte sich starker Schwindel ein und eine gewisse Angst davon entstand. :(
Ich blieb nur noch zu Hause und ging nicht mehr gerne raus,wenn dann nur zur Arbeit.
- Von Februar 2011 bis April 2014 verschiedene Ärzte konsultiert, von Zahnarzt CMD Behandlung,über Chiropraktoren, und
Infusionen mit Mikronährstoffen war alles dabei.
- Es folgten in dieser Zeit,extreme Ängste,Verzweiflung, keine Energie und Kraft mehr,nur noch Verzweiflung wegen diverser
Symptome.
Meine Symptome veränderten sich und ich bekam einen kontinuierlichen Dauerkopfdruck und Augendruck.
- April 2014 Citolopram 10mg vom Hausarzt verschrieben bekommen.
- Juni 2014 Einweisung in Psychosomatische Klinik, für 8 Wochen.
- Wurde dort auf Cymbalta umgestellt für 2 Wochen,jedoch ist dies wieder gleich abgesetzt worden,da meine weißen
Blutkörperchen stark absanken.
- Von einem auf den anderen Tag,wurde Sertralin eindosiert.
Erst 25 mg und dann 50 mg in der darauffolgenden Woche.
- August 2014,wieder zu Hause und sollte dort noch bis auf 100mg hochdosieren, ging mir jedoch sehr schlecht dabei und
ich blieb bei 50 mg.
- März 2015 fing ich an das Medikament 50 mg Sertralin ganz langsam auszuschleichen, nach Absprache mit meiner
Ärztin.
- Ende Februar 2016 war ich auf 0mg mit dem Sertralin. :party2:
(bei den letzten Schritten ließ ich mir lange Zeit und dosierte mit Zoloft Tropfen ab).
- Seid dieser Zeit Absetzerscheinungen in Form von Sehstörungen, Kopfschmerzen,Übelkeit, komische Gefühle,Augendruck,
Blutzuckerschwankungen (dieser geht immer so tief runter),Benommenheit,.....
Die Symptome wechseln sich ab und sind mal nur leicht und dann wieder ganz stark da.

-Oktober 2016 . Absetzerscheinungen - Kopfschmerzen,Sehstörungen,trockene Augen,Schwindel ,,Blutzucker geht immer noch so tief in Keller,Übelkeit.

-November 2016 ( 9 Monate 0 mg Sertralin)
Kopfschmerzen die aufs Augen strahlen mit Übelkeit,
Blutzucker hat sich normalisiert,ab und zu noch trockene Augen

-Dezember 2016 (10 Monate 0 mg Sertralin)
Kopfschmerzen sind fast weg, jedoch wieder ziemliche Augenprobleme.
Schwipp-Schwapp im Kopf
-Januar 2017 (11 Monate nach 0 mg Sertralin)
Augenprobleme immer noch vorhanden
Schwipp- Schwapp im Kopf, Sodbrennen,
-Februar 2017 ( 1 Jahr auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme / Sehstörungen immer noch vorhanden !
Manchmal noch Schwipp-Schwapp im Kopf und wieder Kopfschmerzen.
-März 2017 (13 Monate auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme, ziemliche Benommenheit,Spannungskopfschmerzen.
-April 2017(14 Monate auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme,Benommenheit,Kopfschmerzen,extremes Tief(muss viel weinen,weil es nicht so recht besser wird)
-August2017(18 Monate nach null)
Starke Magenbeschwerden,Übelkeit,Sodbrennen,Kopfschmerzen,Augenprobleme

-Januar 2018 (23 Monate auf 0mg)
Augenprobleme (schlechteres Sehen und brennende Augen),manchmal noch leichte Gangunsicherheit,schmerzendes
Genick,Reizüberflutung im Kopf/brennen,nicht mehr so starke Spannungskopfschmerzen.
Langsam wird es besser,aber es ist noch nicht gut!
-Februar 2018 ( 2 Jahre auf 0 mg)

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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von carlotta » Mittwoch, 09.08.17, 14:57

Hallo Nillo,
Nillo hat geschrieben:Der Zustand blieb Wochen und ging erst in der Klinik weg.
Was haben die denn dagegen gemacht? Medikamentiert, nehme ich an.

Fraglich, ob Du überhaupt noch psychoaktive Medikamente verträgst oder diese überhaupt irgendetwas "deckeln" können. Oder alles noch schlimmer und langwieriger machen. Auch wenn Du vielleicht denkst, es gehe nicht schlimmer. Das kann laut Erfahrungen von Betroffenen ein Trugschluss sein.

Ich würden mir das gut überlegen. Die reelle Chance, dass die Zeit heilt, besteht. Dass es verd*mmt lange dauern kann, will ich nicht in Abrede stellen.

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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Nillo » Mittwoch, 09.08.17, 15:20

Nein ich habe damals keine Medikamente in der Klinik genommen. Ich habe das Spiel 4 Monate lang mitgespielt.

Für die Brustschmerzen und das Herzrasen habe ich heute Magnesium genommen. Half etwas. Ich leide allerdings an völliger Schlaflosigkeit und die Gliederschmerzen werden deshalb Tag für Tag mehr.

Zu Hause habe ich ständig Panik. Ruhig sitzen ist nicht möglich. Draußen bin ich dann ruhiger. Aber ich kann nur raus wenn die Sonne weg ist. Das ist das Problem.
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von carlotta » Mittwoch, 09.08.17, 15:42

Hallo Nillo,

wenn Du damals keine Medikamente genommen hast, was hat Dir geholfen? Die Zeit, die Entspannung, das Aus-dem-Umfeld/Alltag-draußen-Sein?

Die Zeit ist ein wesentlicher Faktor. Ein erholsames Umfeld ist natürlich auch förderlich. Medikamente i. d. R. nicht.

Du hast offensichtlich Akathisie, daher auch das extreme Schlafproblem. Typisch für medikamenteninduzierte Zustände. Dass der Schlafentzug alles schlimmer macht, kennen viele, ich auch. Auch das sollte sich mit der Zeit bessern.

Dass Dir Magnesium hilft und Du es überhaupt veträgst, ist ein Riesen-Pluspunkt. Kenne Betroffene, die das auch nicht mehr vertragen.

Land ist vielleicht noch nicht in Sicht, aber nicht aus der Welt. Ich weiß, wie schwer das alles ist. :hug:

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