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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von padma » Freitag, 16.03.18, 17:57

hallo Nillo, :)

ich freue mich so, dass du ein kleines Fenster verspürst. :D

Auch wenn es vielleicht nur kurz bleibt und noch sehr klein ist, es ist ein Anfang und es zeigt dir, dass dein ZNS heilen kann, dabei ist zu heilen.

liebe Grüsse,
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Jamie » Freitag, 16.03.18, 22:14

Hallo Nillo, :)

also ich erkenne mich nach wie vor in Teilen deiner Situation wieder.
Bei mir waren das ca. ein Jahr lang Sertralinnebenwirkungen und dann kam es einige Tage, nachdem ich das Sertralin auf Null gesetzt hatte ohne Auszuschleichen, zurück und hielt Monate an.

Ich war immer gleichzeitig bis an den Rand des totalen Kollapses übermüdet und zu Tode erschöpft und gleichzeitig parallel sehr unruhig und aufgewühlt, konnte nicht stillsitzen (--> Akathisie).
Alles in einer unerträglichen Mischform.

Legte ich mich hin war ich so müde und fertig, dass ich innerhalb von 10sec hätte einschlafen müssen, aber konnte nicht, da ich gleichzeitig so erregt, aufgewühlt, aufgestachelt und gedankenrasend-überwach war und nicht stillhalten konnte.
Sprang ich dann wieder auf und tigerte rastlos durch die Wohnung war ich jede Sekunde so quälend übernächtigt, schwach, ausgezehrt und Folterqualen-empfindend übermüdet, dass ich jede Sekunde damit rechnete einfach umzukippen (und mir damals auch sehnlichst gewünscht habe tot umzufallen, weil ich es einfach nicht mehr ertragen konnte). :sad-angel:

Ich glaube du machst genau das Selbe durch wie ich :oops:
Ich kann dir hier keinen Trost geben. Ich hab nur diesen: ich hab mich durchgebissen, es überlebt und es wurde besser!

Denk an mich, wenn es dir schei*e geht, damit du dich nicht so alleine fühlst :hug:
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Nillo » Donnerstag, 26.04.18, 12:52

Hallo.

Ich gebe mal ein Update.
Nach 9 Monaten schwerster Depersonalisation (Ich spürte meinen Körper nicht mehr, hatte das Gefühl nichts gehört zu meinem Körper, null Gefühle) scheint sich endlich was zu tun und die Hülle wird kleiner.
Das ist zwar einerseits positiv, andererseits merke ich jetzt erst wie schlecht es mir geht und wo ich überall Schmerzen habe.

Mein Zustand wechselt von massiver Anspannung (im Kopf so stark dass ich teilweise die Augen nicht mehr aufbringe) bis hin zu völligem Gematsche. Normalzustand kennt mein Körper nicht mehr. :(

Ich kann mittlerweile zwar in den Garten kurz mal, mehr aber nicht. Es macht mir wahnsinnig Angst dass ich kaum laufen kann. Seit Monaten. Entweder die Anspannung blockiert oder ich breche vor Matsch zusammen.

Schlaf ist immer noch weg. Das ist echt Wahnsinn. Werde ich überhaupt jemals wieder schlafen können? Auch mein Entspannungszentrum ist völlig weg. Genau so wie das Hungergefühl. Ich hatte lange Zeit keinen Hunger, jetzt hab ich permanent Hunger (auch nach dem Essen). Teilweise würge ich vor Übelkeit und Hunger obwohl ich grade erst gegessen habe.

Das essen ist schon das nächste. Ich reagiere wirklich auf JEDES essen. Ich habe den Eindruck es hängt mit Zucker zusammen und meine Muskulatur reagiert da völlig über. Süßes und zuckerhaltiges meide ich. Nur manchmal zittere ich und Dreh völlig durch vor Panik, da hilft dann ein Minischluck Fanta. Dann bin ich wieder ruhig. Komisch.

Hitze vertrage ich gar nicht mehr. Ich Frage mich wie das die nächsten Monate gehen soll. Auch Sonne geht gar nicht.

Krankengeld bekomme ich seit Monaten nicht mehr. Der Rechtsstreit mit der Kasse nimmt kein Ende.
Weiß auch nicht ob ich Rente beantragen soll. Die Hoffnung dass ich wieder arbeiten kann ist ja noch da.
Ich mache mir deshalb auch einen wahnsinnigen Druck.

Und die Angst ist großes Thema. Vor allem was ich mache hab ich Angst dass wieder alles schlimmer wird. Mach ich es und es wird schlimmer wird die Angst noch größer. Ein ewiger Kreislauf. Ob die Angst nicht alles behindert?

Ich habe einfach Angst dass ich kleinste Dinge wie Einkaufen einfach nicht mehr machen kann in Zukunft.

Und ich weiß nicht wie lange ich das psychisch noch packe. Jeden Tag. Aufstehen. Nix tun. Ins Bett gehen. Was für ein Leben und wird's so bleiben?

Lg
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07.08.2017: zwischenzeitlich mal etwas besser in der Psychosom. Klinik, danach nach Sonnenbad so schlecht wie am Anfang...
22.08.2017: Augen wieder deutlich schlechter. Unruhe besser. Aber bei kleinster körperlicher Anstrengung massiv Druck in Brust
17.10.2017: leichte Besserung, körperlich etwas besser aber bei kleinster Anstrengung massiv Druck in Brust, Hochstimmung bei kleinster Anstrengung und Freude
14.11.2017: massive Verschlechterung, Depersonalisation, Derealisation so schlimm wie nie, körperlich zu nichts fähig.
08.01.2018: minimale Verbesserung, Depersonalisation und Derealisation besser. Körperlich etwas leistungsfähiger, massives Körpertemperaturproblem
13.01.2018: Derealisation und Depersonalisation wieder voll da.
02.02.2018: komplett bettlägrig, Körpertemperaturproblem, Herz bei kleinster Anstrengung, Kopf mal leer mal angespannt, grausam
29.04.2018: Depersonalisation löst sich langsam auf. Körperlich geht nix, bettlägrig. Kopf schwillt bei kleinster Anstrengung an, Augenproblem massiv und schwankend, kein Schlaf
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Sabista » Donnerstag, 26.04.18, 19:49

Hey nilo :)

Freut mich das das mit der Depersonalisierung besser geworden ist.. Und dast du vorher gar keine Gefüle mehr hattest kann man ja auch nicht sagen..... Du schreibst nämlich du hattest das Gefühl nichts gehört zu deinen Körper das ist auch ein Gefühl :)

Das mit der Anspannung kenne ich im Kopf extrem arg. Aber ja mir helfen Wärmekissen die ich mir aufs Gesich lege oder in den Nacken.

Ich glaube dir das dir das massive Angst und Druck macht mit der Krankenkasse. Was sagt die zu dir?

Das ist "nur" eine Angst Nilo. Fühle die Angst. Du brauchst von deinem Körper keine Angst haben. Der hat höchsten Angst von dir, dast du ihm in Stich lässt ihn nicht so annimmst wie er gersde ist. Wo sitzt sie in deinem Körper. Im Bauch oder in der Brust? Wie bemerkst du sie. Und wenn du sie lokalisiert hast konzentriere dich auf sie und fühle sie... Meistens beruhigt sie sich dann. Bzw atme dort hinein und komme ins fühlen und so vom denken weg. Unsere Gedanken entstehen aufgrund von Gefühlen. Haben wir negative Gedanken haben wir immer ein Gefühl im Körper. Sonst würde uns der Gedanke nicht beschäftigen.

Ich mache mir quch immer Sorgen wie weit es noch bergab mit mir gehen würde, aber auch da sage ich stopp und lenke die Aufmerksamkeit sofort in den Körper und spüre was da los ist.

Ich frage mich auch immer. Was ist das für ein Leben. Und nichtmal unterstützt wird man dabei. Aber ja es muss besser werden. Denn wie andere hier schreiben sas Gehirn ist neuroplastisch.

Ganz liebe Grüße und weitermachen :)
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25 Apri 2017 erstmalige Einahme eines Antidepressivas: escitalopram 10 mg

Im juli Escitalopram gesteigert auf 20 mg auch nichts geholfen.
Kann datum nicht mehr sagen

Ungefähr am 20 August rascher Umstieg auf Dolexitin 60 mg. Von einem auf den anderen Tag.

22 september 2017:abgesetzt auf 30 mg(wollte wissen wie es mir ohne AD geht) hier auch schon symptome wie benommenheit leichter schwindel aber völlige überdrehtheit

Auch Pille abgesetzt. Ca zeitgleich.

27 September 2017: abgesetzt auf 0 mg
(alle möglichen Absetzerscheinungen von Dolexitin)

4. oktober 2017: wieder eindosiert auf 30 mg
( warten ob sich Symptome wieder verbessern )

22.12.2017 aufdosierung um 1mg--> 31mg
9. 01. 2018 aufdosierung um 1 mg - - > 32mg

25.02.2018 beginn mit magnesiumeinahme

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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Nillo » Donnerstag, 03.05.18, 18:10

Hallo.

Ich habe keine Kraft mehr diese Zustände auszuhalten. Den ganzen Tag ändern sich die Symptome. Jedes essen löst irgendwas aus. Entspannung nicht möglich. Schlaf auch nicht. Und ich vertrage keine Sonne und Hitze. Und was kommt Jetzt? Der Sommer.

Wann endlich funktioniert mein Körper wieder halbwegs.

Ich habe keine Kraft mehr. 24h Gedankenkreisen um die Symptome. Ablenkung nicht möglich.

Ich bin am Ende.. .

Lg
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von padma » Freitag, 04.05.18, 17:19

hallo Nillo, :)

du bist wirklich sehr schwer betroffen.

Und doch, irgendwie wirst du es durchstehen, auch wenn du verständlicherweise keine Kraft mehr hast.
Ich wünsche dir so sehr, dass bald eine deutliche Besserung eintritt.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Nillo » Dienstag, 08.05.18, 16:20

Hallo ich brauche nochmal Rat.

Dass ich Probleme bei der Körpertemperaturregelung habe, hab ich schon mehrmals geschrieben.

Das größte Problem bei der Wärme ist, dass ich nicht mehr schwitzen kann. Die ganze Hitze staut sich im Körper. Wenn es zu viel ist kommen Panikanfälle und furchtbare Zustände raus, die teilweise Stunden (!) anhalten.

Gibt es irgend welche sanften Tips um wieder schwitzen zu können? So sterbe ich im Sommer.
Selbst eine heiße Dusche hilft nicht. Grausam.

Lg
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Jamie » Dienstag, 08.05.18, 17:26

Hallo Nillo, :)

nur Zimmerwarmes trinken bitte.
Wenn du was Eiskaltes in deinen überwärmten Körper schüttest, kann das einen Kreislaufkollaps geben. Es ist mir selbst schon passiert. Hier habe ich es mal beschrieben:
viewtopic.php?f=18&t=13079&p=239979&hil ... ps#p239979

Dass du nicht mehr schwitzen kannst ist natürlich gefährlich!
Ich leide im Sommer ja auch sehr. Ich habe eine schlecht isolierte Dachwohnung und oft Temperaturen über 30°C darin, dann wird es auch gesundheitlich gefährlich, trotz mehrerer Ventilatoren, die auf Höchststufe laufen.
Ich lagere zudem immer zwei Wärmflaschen (mit kaltem Wasser) im Kühlschrank und nutze sie wechselweise. Ich klemme sie mir zwischen die Waden (das ist ja auch die Stelle, die man bei Fieber für Wadenwickel nutzen soll); das kühlt etwas runter.
Und ich trinke halt Wasser wie ein Kamel. Tue mir da öfters auch eine Prise Kochsalz und Kalium und Magnesium rein, damit Elektrolyte nachkommen

Wie man eine Schwitzunfähigkeit wieder rückgängig machen oder beheben kann, das entzieht sich leider meiner Kenntnis. :( Meinst du du kannst mal Geld für einen Homoöpathen / Heilpraktiker erübrigen?
Letztlich fürchte ich aber, dass dieses nicht schwitzen können auch nur Ausdruck eines völlig entgleisten ZNS ist; insofern wäre der Ansatz da auch wieder nur am Ursprung, den man eh so schlecht beeinflussen kann.

Ich werde mir dieses Jahr ein mobiles Klimagerät kaufen / sparen / Geld zusammenleihen.
Man kann solche größeren Investitionen ja auch über Ratenzahlung finanzieren.
Das Klimagerät wird wenigstens einen Raum meiner Wohnung kühl halten und damit meine Gesundheit (wenigstens halbwegs) gewährleisten. Anders werde ich den Sommer nämlich auch nicht überstehen, so schlimm das ist.

Alle freuen sich auf Sommer und Sonne und ich hab nur den Horror davor.
Aktuell sind es übrigens 28,4°C in meinem Wohnzimmer.... Anfang Mai.... :zombie:

Grüße
Jamie
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von gioia » Dienstag, 08.05.18, 17:50

Hallo Nillo

Hab deinen Verlauf gelesen und war erschüttert, dass es so was gibt!!

Das weiß doch kein Mensch , dass mit einem Antibiotikum so was passieren kann!

Also du könntest dir vielleicht auch kaltes Wasser aus einer Sprühflasche aufsprühen.....vielleicht schafft dir das Erleichterung oder kaltfeuchte Sachen auflegen....

Lieber Nillo, ich wünsche dir so sehr, dass es dir bald wieder besser geht!!!
Liebe Grüße und alles Gute :hug:
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Auch nach absetzen, über Monate zittrig und schwach
Im Herbst Pregabalin, nach 3 Monaten Einnahme: wieder bettlägrig, massives inneres und äußeres Zittern, extreme Schwäche, Gangstörungen, kaum mehr Morgenharn, Wasseransammlung im Gewebe, Krampfanfall, Atemnot , massiv verstärkte Ängste, massive Anspannung
Schnelles absetzen, massive Symptome über Monate, stromartige Spannung jeden Tag, Ängste, die ich vorher nie hatte, zittern wie bei Parkinson
2018: Auswirkung bis heute, war in meinem ganzen Leben noch nie so krank wie durch dieses Dreckszeug, Psychopharmaka :evil:

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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Ululu 69 » Mittwoch, 09.05.18, 11:16

Hallo Nillo,

verträgst du Kräutertees ?
Holunderblütentee wirkt zum Beispiel schweißtreibend.
Vielleicht kann der etwas regulieren ? :?

Aber bitte vorsichtig testen.

LG Ute
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Nillo » Sonntag, 13.05.18, 11:27

Ululu 69 hat geschrieben:
Mittwoch, 09.05.18, 11:16
Hallo Nillo,

verträgst du Kräutertees ?
Holunderblütentee wirkt zum Beispiel schweißtreibend.
Vielleicht kann der etwas regulieren ? :?

Aber bitte vorsichtig testen.

LG Ute
Hallo.

Hat leider nix geholfen. Es ist eine Katastrophe. Alles staut sich.

Ich bin an einer Grenze, wo ich es psychisch bald nicht mehr aushalte. Ich Steiger mich den ganzen Tag rein und stehe unter Dauerangst.
In dem psychischen Zustand kann das nie und nimmer werden. Eigentlich soll der Stress abgebaut werden und ich mach mir immer mehr davon.
Schlaf nach wie vor nix.

Ich weiß nicht wie es weiter gehen soll. Für eine psychosomatische Klinik ist mein Zustand zu schlecht.
Aber zu Hause kommt jetzt irgendwann der Knall an dem es nicht mehr geht. Das merke ich. :(

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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 13.05.18, 19:52

Hallo Nillo,

Es tut mir so leid, dass ich dir so gar nicht helfen kann.
:hug:
Wenn es zu Hause nicht mehr geht, musst du einen geschützten Raum, also eine Klinik, aufsuchen.

Ich denke, du bist erfahren genug, um dir keine neuen Medikamente aufdrücken zu lassen.
Aber vielleicht beruhigt es dich selbst etwas, wenn man deine Körperfunktionen also zum Beispiel deine Temperaturregulation und deinen Kreislauf im Blick behält. :?

Liebe Grüße Ute
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Sabista » Sonntag, 13.05.18, 20:08

Hey :)

Wenn du nicht schwitzen kannst... Dann vermeide Hitze so gut es geht.... Dusche kalt nicht heiß... Oder gehe in eine kalte Badewanne.
Das schreiben sie bei der Krankheit (also die Leute die was auch nicht schwitzen können) selbst wenn man nicht schwitzen kann.


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Kann datum nicht mehr sagen

Ungefähr am 20 August rascher Umstieg auf Dolexitin 60 mg. Von einem auf den anderen Tag.

22 september 2017:abgesetzt auf 30 mg(wollte wissen wie es mir ohne AD geht) hier auch schon symptome wie benommenheit leichter schwindel aber völlige überdrehtheit

Auch Pille abgesetzt. Ca zeitgleich.

27 September 2017: abgesetzt auf 0 mg
(alle möglichen Absetzerscheinungen von Dolexitin)

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( warten ob sich Symptome wieder verbessern )

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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von gioia » Montag, 14.05.18, 12:54

Hallo Nillo

das ist echt furchtbar was du da aushalten musst! es ist schwer was zu raten. Hast du es schon mal mit Kokosöl kaltgepresst probiert ( da angeblich Nerv, gehirnschützende wirkung) oder mit schwarzkümmelöl (hab ich auf Seiten gefunden von schwerst PP Betroffenen)?

Nimmst du was für deinen Darm?

Lieber Gruß :hug:
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Auch nach absetzen, über Monate zittrig und schwach
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Schnelles absetzen, massive Symptome über Monate, stromartige Spannung jeden Tag, Ängste, die ich vorher nie hatte, zittern wie bei Parkinson
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Nillo
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Nillo » Montag, 14.05.18, 21:31

gioia hat geschrieben:
Montag, 14.05.18, 12:54
Hallo Nillo

das ist echt furchtbar was du da aushalten musst! es ist schwer was zu raten. Hast du es schon mal mit Kokosöl kaltgepresst probiert ( da angeblich Nerv, gehirnschützende wirkung) oder mit schwarzkümmelöl (hab ich auf Seiten gefunden von schwerst PP Betroffenen)?

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Gioia
Hallo,

Ja kokosöl hab ich schon versucht. Half nichts.
Für den Darm nehme ich nix.
Ich reagiere auf jedes essen massiv mit stundenlanger Symptomverschlechterung. Es ist schlimm vor dem essen zu wissen dass es schlimmer wird.

Seit gestern spüre ich meine Haut nicht mehr. Ich könnte überall mit einer Nadel einstechen und würde es kaum merken. Und diese Wärme noch dazu... :(

Lg
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22.08.2017: Augen wieder deutlich schlechter. Unruhe besser. Aber bei kleinster körperlicher Anstrengung massiv Druck in Brust
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08.01.2018: minimale Verbesserung, Depersonalisation und Derealisation besser. Körperlich etwas leistungsfähiger, massives Körpertemperaturproblem
13.01.2018: Derealisation und Depersonalisation wieder voll da.
02.02.2018: komplett bettlägrig, Körpertemperaturproblem, Herz bei kleinster Anstrengung, Kopf mal leer mal angespannt, grausam
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Nillo » Samstag, 26.05.18, 12:52

Hallo.

Ich möchte ein kurzes Update geben:
Im Moment ist es so, dass ich jeden Tag kurz eine Minirunde spazieren gehen kann. Blöd nur, dass jetzt die Hitze kommt. :(

Ansonsten löst jede Kleinigkeit Stress aus. Ich habe das Gefühl der Kopf ist ständig überzuckert. Obwohl ich auf Ernährung schaue wird das einfach nicht besser, dass wirklich jedes essen was auslöst.

Auch der Schlaf kommt einfach nicht...

Unruhe, Angst, Panik, Muskelschmerzen, Verspannungen, und die Waden brennen permanent.

Schön langsam habe ich immer mehr Angst ob sich das Stresszentrum jemals wieder so einpendelt, dass halbwegs ein Leben möglich ist.

Ich kann wirklich nix machen. Da hat man Zeit zum Denken und sich verrückt machen.
Am schlimmsten ist die Einsamkeit nach der langen Zeit.

Ich hoffe der heiße Sommer geht schnell rum oder kommt gar nicht erst...

Ich glaube mittlerweile dass ich so psychisch am Ende bin und wegen des Stress gar keine Heilung mehr stattfinden kann.


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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von padma » Samstag, 26.05.18, 13:41

hallo Nillo, :)

dass du jeden Tag eine kleine Runde spazierengehen kannst, ist ja ein kleiner Fortschritt. Jedes bisschen zählt.
Schön langsam habe ich immer mehr Angst ob sich das Stresszentrum jemals wieder so einpendelt, dass halbwegs ein Leben möglich ist.
Das glaube ich schon, dass es sich wieder einpendelt. Das ZNS arbeitet ja daran, wieder in ein ausgewogenes Gleichgewicht zu kommen.
Ich glaube mittlerweile dass ich so psychisch am Ende bin und wegen des Stress gar keine Heilung mehr stattfinden kann.
Die meisten mit einem so schweren Langzeitentzugssyndrom sind irgendwann psychisch am Ende. Dennoch heilen auch sie.
Ein Stück weit ist das sicherlich ein Teufelskreislauf, bei dem Stress und Symtome sich gegenseitig verstärken. Aber die Spirale kann auch in die andere Richtung gehen: etwas weniger Symptome - etwas weniger Stress - etwas weniger Symptome etc.

Verlier die Hoffnung nicht,
liebe Grüsse,
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Nillo » Samstag, 26.05.18, 14:20

Hallo padma,

Ich glaube mittlerweile dass ich eine wahnsinnige Angststörung entwickelt habe. Ich habe permanent vor wirklich allem was ich tue Angst. Angst ob es nicht wieder zu viel ist und was neues auslöst.
Ich hab mittlerweile das Gefühl dass diese schei* Angst einfach über allem steht und permanent natürlich auch sämtliche Symptome auslöst.
Manchmal hab ich das Gefühl ich kann vieles nur wegen der Angst nicht machen. Und könnte es eigentlich.
Ich weiß nicht ob ich jemals wieder aus der Angst komme. Ohne Therapie hab ich es nicht mal ohne Absetzsymptome geschafft. Wenn das so weiter geht sitze ich vor lauter Angst in 10 Jahren noch in meiner Wohnung. :(
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von Jamie » Samstag, 26.05.18, 15:07

Hallo Nillo :),

ich kann bestätigen, dass man in einem schweren chronifizierten Entzug auch eine Art generalisierte Angststörung entwickelt kann, was man vorher nicht hatte.
Mir selber ist glaub ich ein Fall bekannt.

Da der Körper so unvorhersehbar reagiert, auf so ziemlich alles, wird von Tag zu Tag die Unsicherheit größer. Irgendwann hat man dann Angst die Joghurtmarke zu wechseln oder eine andere Seife auszuprobieren und so weiter.

Die eigentlich normalsten Dinge werden damit unmöglich und die Angst ist allgegenwärtig.

Es ist auch eine teilweise verständliche Reaktion, denn im Prinzip wird man in einem so lange andauernden Ausnahmezustand nicht nur immer zermürbter, sondern jede negative Erfahrungen löst eine weitere Traumatisierung aus bis hin zu dem Punkt, nur noch in der Wohnung zu sitzen und sich gar nichts mehr zu trauen.
Das wiederum untergräbt sämtliche Bemühungen überhaupt noch Kontakt in die Außenwelt und zu dem zu halten, was wir "Normalität" nennen und man wird immer verzagter und verzagter.

Wie du siehst, füttert sich dieses System also von selber und wird aufrechterhalten, es sei denn man versucht es zu durchbrechen.

Ich habe keinen schlauen Rat für dich, aber ich glaube an irgendeinem Punkt muss man eine Lec*-mich-am-Ar*ch -Haltung einnehmen und sich sagen (ein Beispiel): es ist Samstag Abend, es ist nicht mehr so heiß und wird lauer, die Sonne ist fast weg und das heißt es ist nun erträglicher für mich, und ich traue mich jetzt 10 Minuten auf die Straße und laufe etwas und selbst wenn ich mich währenddessen oder danach schlecht fühlen sollte, so habe ich es gewagt und ich wage es auch weiterhin, denn ich kann und will dem Leben nicht komplett entsagen, sonst werde ich immer mutloser.


Kann ich rüberbringen, was ich meine?
Tue kleine Dinge und wohl überlegt und wenn´s eins auf die Nase gibt, hak es ab und probiere ein ander mal etwas anderes. Lass dir nicht deine Selbstsicherheit rauben; sie ist eh schon arg geschrumpft.

Mitfühlende Grüße an dich und all die anderen, die vielleicht auch davon betroffen sind :hug:
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Re: Mianserin absetzen

Beitrag von padma » Samstag, 26.05.18, 19:08

hallo Nillo, :)

ich habe auch vor vielem Angst entwickelt und trau mir kaum noch was zu. Es ist sicher nicht so schlimm, wie bei dir, aber schon ein Problem.

Ich gehe aber davon aus, dass wenn die Entzugssymptomatik abgeklungen ist, auch der Mut wieder kommt und ich mir schrittweise alles wieder erarbeiten kann.
Ich denke, das wird bei dir auch so sein. Sobald du dich stabiler fühlst, wirst du dir auch wieder mehr zutrauen.

Ich glaube, es ist schon anders als bei einer "normalen" Angsstörung. Die Angst ist ja zumindest teilweise durch das Durcheinander im ZNS bedingt, die diese Flucht/Kampfmechanismen aktiviert.

Ich schaue auch, was mir möglich ist, versuche mich aber nicht unter Druck zu setzen.

liebe Grüsse,
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