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Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Nospie

Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Nospie » Sonntag, 16.07.17, 14:27

Hi Hope :) ,
HOPE85 hat geschrieben: Bin grad auf nen Artikel gestoßen:
Ist auf Englisch.

http://www.dailymail.co.uk/health/artic ... brain.html

Es geht um die Ssri und evtl Schäden.
Irgendwie ist der Link beim Zitieren mutiert :) ,hier ist er richtig:
http://www.dailymail.co.uk/health/artic ... brain.html

Auszug:
These withdrawal effects can last for years, as Viscount Hinchingbrooke described last week.


Das ist ja genau das,was wir hier erleben :cry: .

Auszug:
Research on animals has found that antidepressants can shrink the connections between brain cells and that these don't grow back after the drugs are stopped.


Ich glaube nicht,dass diese Versuchstiere lange Zeit zum Regenerieren hatten.Jahre schon mal garnicht.
Wir sind da besser dran !

Ich vermisse solche Artikel in Deutschland,na ja,was nicht ist kann ja noch werden.

Viscount Hinchingbrooke : Über ihn (von ihm) haben wir doch hier auch schon Texte,er erholt sich jedenfalls.
Ist auch ein Lichtblick.

LG
Nospie

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von HOPE85 » Montag, 24.07.17, 12:37

Hallo liebe Leidensgenossen.
Gibt es vl erfahrungen mit der wiedereinnahme von ssri nach langer zeit die zur besserung führten?
Überlege vl mal wieder paxil einzuwerfen. Vl lässt sich ja mit dem Teufel ein pakt schließen.

GRÜSSE HOPE

Katharina
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Katharina » Montag, 24.07.17, 13:29

Hallo!

Ich hatte vor einigen Jahren erstmals Bupropion bekommen, erste Halbzeit gut zweite grausam. Abgesetzt.

Nach zwei Jahren wollte ich aus einem tiefen Loch heraus, für drei Tage die kleinste Dosis nehmen. Es wirkte sofort grausam u lies dich nun kaum absetzen.

Gruss
Katharina
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von HOPE85 » Montag, 24.07.17, 13:44

Danke Katharina. Wie es aussieht kommt man wohl nie aus der Hölle.

:censored: Leben. Oder besser gesagt überleben.

Gruß Hope

Katharina
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Katharina » Montag, 24.07.17, 13:50

Doch Hope!

Nur in anderen Zeiträumen.

Liesmal unter 'Hormone'.
Vielleicht spielendie eine Rolle?
Bei mir zumindest.

Nicht aufgeben-Zeit geben

Gruss
Katharina
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von carlotta » Montag, 24.07.17, 13:50

Hallo Hope,

eigentlich lautet die "Regel", dass man bis ca. 6 Wochen auf null noch ganz gute Karten hat für eine "erfolgreiche" Wiedereindosierung, danach steigt das Risiko paradoxer Reaktionen bzw. von Unverträglichkeit. Es gibt wohl auch Betroffene, die nach längerer Zeit auf null noch wiedereindosieren können.

Ich kann Deinen Gedanken aus der Verzweiflung heraus verstehen, ich hatte nach längerer Zeit auf null ähnliche, habe es aber nicht gewagt, "den Teufel herauszufordern", um mal bei Deinem Bild zu bleiben. Ich fürchte, das kann böse nach hinten losgehen und kann Dir nicht wirklich dazu raten. Falls Du es dennoch versuchen willst, nimm bitte nur eine Minimenge (deutlich unter 1 mg); dann "haut" es ggf. nicht so "rein", falls Du es nicht mehr verträgst. Zudem wird man solche kleinen Dosierungen schneller wieder los.

Zu Deiner Info noch: Gerade bei SSRI zeigt sich häufig, dass sie im zweiten bzw. wiederholten Anlauf nicht mehr vertragen werden. Ein Hinweis darauf, dass ihre Einnahme wohl deutliche Spuren im ZNS hinterlassen hat.

Liebe Grüße :group:
Carlotta

PS: Hormone sind nichts anderes als Neurotransmitter, sie spielen im Entzug grundsätzlich eine Rolle. Allerdings kann es bei schweren Verläufen sein, dass sich daran nichts regulieren lässt, da zentrale Eingriffe häufig nicht toleriert werden. Man kann dann nur auf die Zeit setzen.
Zuletzt geändert von carlotta am Montag, 24.07.17, 14:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von HOPE85 » Montag, 24.07.17, 14:02

Hallo Carlotta. Danke für dein Beitrag.
Bin einfach fertig mit der Welt. Entweder alles oder nichts.
Leben oder .....
Denk ich mir manchmal.
Das macht mich so fertig , weiß einfach nicht mehr wie oder was.
Hab voele Berichte gelesen auch den von Leon . Was soll ich noch dazu sagen.

Es kommt mir so vor als müsste man entweder so leben für den rest oder man beendet das ganze.
Diese Gedanken sind halt echt da bei solchen Verläufen.
Jeder einzelne hier tut mir leid .

LG

Hope
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von carlotta » Montag, 24.07.17, 14:31

Hallo Hope,

ich verstehe Dich. :hug:

Denke, solche (wenn auch krassen) Gedanken sind bei heftigen Einschränkungen über längere Zeit in gewisser Weise "normal". Wie soll man immer weiter Kraft aufbringen, wenn die Akkus immer leerer werden und nicht mehr aufgefüllt werden können? Auch mir sind sie nicht fremd, es ist einfach ein Ausdruck der tiefen Verzweiflung. Man will ja leben, aber eben tatsächlich leben und nicht jahrelang in so einem elendigen Zustand irgendwo zwischen Leben und Tod hinvegetieren.

Das Schlimme ist, dass man kein Ende absehen kann. Dabei könnte ein zeitlich festes Ziel (selbst wenn es bspw. erst in zwei Jahren ist) enorm helfen, all das durchzustehen. Sicher wird es irgendwann besser, viele erholen sich soweit, dass sie wieder ein Leben haben. Aber wir wissen nicht, wann das sein wird. Und das ist ganz schwer zu ertragen.

Wir können uns nur gegenseitig immer wieder aufbauen und hoffen bzw. daran arbeiten, dass die Verzweiflung uns nicht komplett übermannt. Verzweiflung braucht auch ihren Platz, sie muss auch sein dürfen. Nur wenn sie endgültig die Oberhand gewinnt, ist es schlecht.

Auch ich muss gerade sehr kämpfen, damit das nicht passiert. Dabei bin ich auch sehr erschöpft von den ganzen Jahren des Aushaltens und Kämpfens.

Es ist nicht leicht.

Liebe Grüße :group:
Carlotta
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Jeanny444 » Montag, 24.07.17, 14:37

Hallo in die Runde,

Ich leide auch an Muskelschwäche und habe gelesen, dass ich nicht die Einzige bin. Meine Frage ist nun, ob es sich bei einigen wieder verbessert hat oder sogar ganz verschwunden ist. Was hat eventuell geholfen?

LG Jeanny
Diagnose: Depression

Einnahme von Venlafaxin von 2007 bis 2016

Hochdosiert auf 2 mal täglich 150 mg

Dann auf 2 mal täglich 75 mg

Die letzten Jahre 2 mal 37,5 mg täglich

Das letzte halbe Jahr vor dem kompletten Absetzen einmal 37,5 mg

abgesetzt im Juli 2016 von 37,5 mg auf 0 nach Aussage von 3 Psychiatern, dass es sicher sei

Wiedereindosierung im Mai fehlgeschlagen. War ein Versuch, die Symptome abzufangen

Seit Oktober 2016 diverse Symptome, die immer schlimmer wurden:

Verlust von Appetit und Hungergefühl, Schwäche in den Beinenund Armen mit Stromgefühl und Empfindungsstörungen, Sehprobleme, Allgemeine Schwäche, Gewichtsverlust, Schwindel, Benommenheit, Konzentrationsprobleme, Verwirrtheit, Weinen nahezu täglich, Druck im Kopf, Balanceprobleme, kann kaum noch aus dem Haus vor Schwäche, keine positiven Gefühle mehr, nur noch Traurigkeit und Angst vor den Symptomen

Aufenthalt in der Psychiartischen Klinik:

Aussage der Ärzte, dass sei alles psychosomatisch. Wollten Mirtazipin ansetzen und Psychotherapie beginnen. Habe mich nach einer Woche entlassen lassen.

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von HOPE85 » Montag, 24.07.17, 17:58

Hallo . Ich denke ich hab da ne passende Antwort gefunden , die für unser Leiden verantwortlich ist:

Antidepressants damage brain cells

Neuronal (brain cell) damage: Dr Grace Jackson points out that there are indications that antidepressants have the potential to actually change the structure of the brain (reducing dendritic length and dendritic spine density of serotonin nerve cells). In rat studies these changes did not reverse after the drugs were stopped.7 Alarmingly, serotonin “receptors actually die back and disappear. In some regions of the brain, the dieback may result in losses of 40-60% of serotonin receptors.”13

Hier der Link:

https://ssristories.org/antidepressants ... sinfo-com/

:cry: :evil: :censored:
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Nospie » Dienstag, 25.07.17, 12:22

Hallo,
HOPE85 hat geschrieben: Neuronal (brain cell) damage: Dr Grace Jackson points out that there are indications that antidepressants have the potential to actually change the structure of the brain (reducing dendritic length and dendritic spine density of serotonin nerve cells). In rat studies these changes did not reverse after the drugs were stopped.7 Alarmingly, serotonin “receptors actually die back and disappear. In some regions of the brain, the dieback may result in losses of 40-60% of serotonin receptors.”13
Ich hatte es ja oben schon einmal gesagt:
Nospie hat geschrieben: Ich glaube nicht,dass diese Versuchstiere lange Zeit zum Regenerieren hatten.Jahre schon mal garnicht.
Wir sind da besser dran !
Hope,versuche mal nicht soviel über irreparable Schäden durch SSRI zu forschen,damit macht man den Horror nur noch schlimmer !
Das kenne ich aus Erfahrung !

Zur Abwechsung mal etwas zum Aufbauen:

Claudius (surviving antidepressants),er war ca 7 Jahre in diesem Irrsinn http://survivingantidepressants.org/ind ... omment-693

Hier ist mal ein Bericht von ihm:
http://survivingantidepressants.org/ind ... ment-88648
Posted May 16, 2014

I wrote already a lot in this forum and others, and like many I was totally unaware of what was ahead of me when I quit Seroxat. Even after repeated attempts to quit, the dime did not fell and in September 2007, still ignorant about WD and tapering, I quit for the final time from 10 mg just before going on a holiday to Italy.

The holiday was about the best 2 weeks of my life, but one month after being home again the withdrawal hit me hard as ever. And that was the start of a long long road though Hell and beyond, in which I visited numerous therapists, lost my job, tens of thousands of bugs and felt like worse than the living dead for almost 2 years.

But this is about succes stories... :) The good news is that recovery started in the second year off, albeit slowly and bumpy whit long and nasty waves for another couple of years . Now after more than 6.5 years off I feel pretty much close to healed. Many symptoms are gone completely, I feel mentally pretty stable (not to confuse with very happy because I still have many things to worry about in life), a pretty active social life and embared for a 80% job for the first time in Februatry this year.

Unfortunately, my employer had to close their business recently so I have to hunt for a job again, but for many years this was really impossible.But I know that even further recovery will come and though it takes 7-8 years in total, we DO recover from this and we ARE able to built a new life.

I will give an other update if even better news is available.


Und dann etwas später:

Posted May 20, 2014

Thanks for your reactions. My progress over the last few years has been very slowly and still with the waves/windows pattern.

I feel emotionally pretty strong now, see some future (for a long time I did only see a very dark and black future) and see the light at the end of the tunnel. But I say partial recovery, because the tinglings and electrical jolts are still there, but when they are on their low points, I feel able to funciton normally. So I still need more time (nobody knows how much more I guess) to feel healed completely.


Ihr müßt mal den Übersetzer bemühen,eigentlich recht einfach verständlich.

Nicht aufgeben ! Weitermachen !
Ich weiß,dass es oft kaum zu ertragen ist :group: ,aber es gibt auch POSITIVE Berichte über Langzeitbetroffene !
Und mir sind Berichte von Betroffenen immer wesentlich wichtiger wie Berichte von "Experten".
LG
Nospie

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von HOPE85 » Donnerstag, 27.07.17, 23:19

Hey Leute .
Glaub ich pack das alles nicht . Bin jeden Tag im Krankenhaus ( herzrasen 160 , atemnot , usw.)
Schwäche auch noch vorhanden etc. Glaub der Teufel wartet nur bis er meine Seele bekommt. Weiß nicht mehr weiter . Wie ich da raus komme . Jeder Tag ist gleich . Keine soz. KONtakte . Familie ist gemütlich im urlaub während ich tag für tag ums leben kämpfe. Ehemalige Freundin schwanger entbindet demnächst . Ich bekomme ne tochter und bin ein pflegefall und allein. Was mir bleibt sind die Symptome. Und die hölle . Tag für Tag.
Weiß einfach nicht weiter. Alles was ich versuche klappt nicht. Vl bin ich verrückt . Und miss mit neuroleptika zugedröhnt werden.bin erst aus dem krankenhaus raus , neben mir lag ein krebspatient im endstadium, er konnte alles noch machen , laufen , rausgehen , tel, kontakte ..

Und ich , was bleibt mir

Gruß hope

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von HOPE85 » Donnerstag, 27.07.17, 23:30

Überall wird man als eingebildeter kranker dargestellt.
Alles ost einbildung....
Wie soll man das Aushalten das alles. Es ist das gesamtpaket . Es erdrückt einen....
Kaum schnappt man nach luft zieht einen die höllenspirale den schlund hinunter.
Unterstützung von familie bzw. Verständnis , fehlanzeige !
Alle haben erwartungen.
Mdk bei begutachtung zur pflegestufe macht sich über den zustand lustig. Rentenversicherung sagt man ist gesund obwohl man so gut wie tot ist , mit leben hat das nichts mehr zu tun.
Überall kämpfen kämpfen kämpfen

Gruss hope
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von carlotta » Freitag, 28.07.17, 12:56

Hallo Hope,

bin gerade ähnlich verzweifelt. :cry: Mag das auch gerade alles nicht mehr ertragen. Und dann die Abhängigkeit von Institutionen, wie Du schreibst, ganz schlimm. :( Sich Behandlern gegenüber sehen, die meinen, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen und könnten uns im Bruchteil einer Sekunde "durchschauen". Dabei sind sie einfach nur so platt und plump unterwegs, voreingenommen, blind, unprofessionell, dass einem schlecht wird. Und ja, von solchen Leuten hängt letztlich die Existenz ab, sie entscheiden über Wohl und Wehe. :frust:

Hope, das ist grausam und man muss auch mal k*tzen dürfen, sonst entwickelt man obendrauf noch depressive Zustände. Traumatisiert ist man eh. Die Helfer werden zu Tätern. Wie aus dem perfekten Horrorfilm. :alptraum:

Wenn es einen schlimm erwischt hat, ist es u. U. eine mehrjährige Geschichte. Und Du bist noch nicht so lange auf null, das Intermezzo mit dem JK solltest Du miteinbeziehen. Es kann Entzüge ordentlich verschlimmern/verlängern und selbst auch Entzug auslösen. Ich versuche es gerade in Minischritten abzusetzen (hatte es auch mal als Entzugsdeckelung versucht, was ein großer Fehler war) und es macht mich seit den Schritten im unteren Dosisbereich jedesmal bettlägerig und sehr krank, auch über Monate. Es steht synthetischen AD in nichts nach. :vomit:

Du hast noch einiges an Lebenszeit vor Dir, Du wirst Deine Tochter noch aufwachsen sehen, Du wirst ihr auch ein guter Vater sein können, wenn Du diesen fiesen Entzug überstanden hast. Es wird ein harter Weg, fürchte ich, aber er führt da raus. Ich weiß, zeitweise kann man sich das nicht mehr vorstellen, geht mir auch so. Aber es gibt so viele Langzeitbetroffene, die es nach vielen Jahren geschafft haben.

Es muss weitergehen, oder? :hug: Sonst hätten ja die sog. Medikamente gewonnen.

Verträgst Du Magnesium und Fischöl? Man kann damit im Entzug bei regelmäßiger Einnahme die schlimmsten Zustände etwas lindern und den Körper unterstützen. (Wirkt auch Blutdruck regulierend und kann Stresshormone senken.). Aber nicht jeder verträgt es. Falls Du es ausprobieren möchtest, dann bitte mit Minidosierungen.

Liebe Grüße und viel Kraft :group:
Carlotta
Zuletzt geändert von carlotta am Freitag, 28.07.17, 13:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Nospie

Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Nospie » Freitag, 28.07.17, 12:58

Hallo Hope :hug: ,
nur mal kurz von mir (mein Rücken zickt rum :vomit: ):
Du hast doch im Entzug auch mal ne Weile Johanniskraut genommen,
ich weiß nicht,ob das im Moment noch (negativ) mit reinspielt.
Da gibt es einige,die damit richtig Probleme hatten.
LG
Nospie

PS : Ach ,Carlotta :hug: hatte da wohl den gleichen Gedanken :D .

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von HOPE85 » Freitag, 28.07.17, 19:34

Hallo .
Danke an Carlotta und Nospie für das aufbauen . Lasst euch drücken :group:
@Carlotta
Fischöl und magnesium hab ich schon probiert doch leider vertrage ich keine NEM. Danke trotzdem für den Tipp. Und ja du hast recht das johanniskraut muss man ja auch noch berechnen. Das hab ich schon fast vergessen.
Hoffe das es dir auch bald wieder besser geht und du den :censored: auch bald los hast.

@Nospie
Ja , Carlotta und du habt recht da hab ich ja auch noch knapp 1 jahr das johanniskraut genommen . Das verlängert nochmal alles. Und das komische ist ja das es echt damals noch besser war mit erschöpfung etc . Als ich es genommen habe.
Gleich wie ssri. Das johanniskraut hab ich aber mit ner feinwaage dann ausgeschlichen gehabt ( dem Forum sei dank)

Grüße Hope
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von HOPE85 » Freitag, 28.07.17, 19:37

Hallo Katharina.
Wie geht es dir ? Hast ja auch nen langen weg schon hinter dir.

Gruß Hope

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von padma » Freitag, 04.08.17, 18:10

 ! Nachricht von: padma
hallo Merlin,

ich habe dir hier viewtopic.php?f=18&t=13493 einen eigenen thread erstellt
lg padma

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Katharina » Samstag, 05.08.17, 22:39

Liebe Hope!

Schau mal in der Rubrik
Diskussion
Hormone

Meine sind durcheinander und nun versuche ich, sie zu ordnen.
Es gibt interessante Artikel zu
Progesterone was bei mir viel zu wenig nach zuweisen war,dafür andere zu hoch etc.

Ich probiere alles,was nicht Psychofarmaka sind,aus

Ich kann sagen das ich durch die Umstellung massiv gelitten habe,
nun seit drei Tagen auf sein kann, sehr sehr müde nach wie vor aber
keine oder kaum dieses aggressive verletzende Verhalten habe und nicht mehr so depressiv (!)
bin.
Ich fühle wieder Freude,kann lachen,und habe sogar Musik gehört,
das ist für mich enorm, wenn ich denke wie brisant es vor vier Wochen war.

Mal sehen wie es weiter geht und......Für mich ein Segen das wir keinen kontinuierlich heißen Sommer haben,so bekomme ich gut Luft.
brain zapps beim Aufwachen und akatasie von 5h früh bis ca 10h.

Ich bin zufrieden.

Und Du, Hope?

Liebe Grüße und Danke,dass Du an mich gedacht hast ❤️
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von gouvion » Freitag, 18.08.17, 12:56

Liebe alle

Ich wollte mich auch wieder mal melden: Ich bin nun 2 Jahre und 5 Monate auf Entzug. Im letzten Herbst ging es mir 3 Monate herovarragend. Dann fingen im Oktober seltsame Druckschmerzen im Nasenbereich an. Und ab März Muskelschmerzen, undefinierbar. Ich dachte ich sei über dem Berg. Hab nun alles abklären lassen medizinisch - und man staune - nichts gefunden. Wird wohl doch noch der Entzug sein: Ausgelöst wurden die neuen Symptome wohl durch die Veränderungen, die sich bei mir abgezeichnet haben.

Bis vor 6 Monaten gelang es mir, meine Symptome dem Entzug zu zuordnen. Ich sagte mir immer, dass das ZNS heilt, wenn Symptome auftraten. Jetzt kann ich mir das nicht mehr einreden, weil ich einfach nicht mehr daran glaube. Ich habe echt Angst, dass das alles bleibt. Im Vergleich zu anderen hier, geht es mir - wenn ich das beurteilen kann - noch einigermassen gut. Doch trotzdem ist es keine Lebensqualität mehr. Psychisch fühl ich mich gesund, unternehme Dinge, lache, pflege Freundschaften, tu mir regelmässig Gutes, gehe zur Arbeit, Beziehungen zu lieben Menschen habe ich vertieft. Wären da nicht diese körperlichen Symptome. Ich verstehe es nicht. Wie oft stehe ich auf und habe Angst, chronisch krank zu sein für den Rest des Lebens. Da ist es doch normal, dass man daran denkt, seinem Leben ein Ende zu setzen (keine Angst, ist nur ein Gedanke). Aber jeder Psychiater (Clownköpfe, keine richtigen Aerzte) würde wieder behaupten, ich sei suizidal. So ein Quatsch, ich habe keine Aengste (nur so wie sie jeder hat), keine Zwänge. Ich habe einfach diese körperlichen Symptome, welche mein Leben erschwerden. Ueber 2.5 Jahre. Dann sind doch solche Gedanken normal.

Ich hoffe schwer, dass ich im 3. Jahr gesund werde. Immerhin hab ich jetzt ein paar grosse Veränderungen geschafft (nicht ohne starke Symptome), aber ich habe sie geschafft. Vielleicht merkt sich dies mein ZNS. Ich hoffe es so sehr. Ich kann einfach nicht mehr an Entzugssymptome glauben. Aber was ist es dann?

Könnte mir jemand Links aus dem amerikanischen Forum senden, von Menschen, die nach 2,3 JAhren plötzlich geheilt waren? Ich möchte diese Berichte studieren. Die tun mir gut....Allen viel Glück, ihr seid unglaublich starke Menschen. Wenn ihr das überstanden habt, dann - glaubt mir - kann Euch nichts mehr aus der Bahn werden. Das sage ich mir jeden Tag: Kämfen, kämpfen. Ich hoffe Gott erkennt mein liebes Wesen und erlöst mich von meinen Qualen (bin zwar nicht gläubig, aber irgendwer muss mich doch erlösen'). Ich habe doch nichts getan.

Alles Gute allen und im Hoffen, beim nächsten Beitrag hier im Forum geheilt zu sein. -LIEBE- , Gouvion
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Absetzsymptome: Schlaflosigkeit, extremes Gähnen, teilweise starke Nervosität, generalisierte Ängste

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