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Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Euer ADFD Team

Thread für Langzeitbetroffene !

Wenn moderne Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Katharina
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Katharina » Samstag, 05.08.17, 22:39

Liebe Hope!

Schau mal in der Rubrik
Diskussion
Hormone

Meine sind durcheinander und nun versuche ich, sie zu ordnen.
Es gibt interessante Artikel zu
Progesterone was bei mir viel zu wenig nach zuweisen war,dafür andere zu hoch etc.

Ich probiere alles,was nicht Psychofarmaka sind,aus

Ich kann sagen das ich durch die Umstellung massiv gelitten habe,
nun seit drei Tagen auf sein kann, sehr sehr müde nach wie vor aber
keine oder kaum dieses aggressive verletzende Verhalten habe und nicht mehr so depressiv (!)
bin.
Ich fühle wieder Freude,kann lachen,und habe sogar Musik gehört,
das ist für mich enorm, wenn ich denke wie brisant es vor vier Wochen war.

Mal sehen wie es weiter geht und......Für mich ein Segen das wir keinen kontinuierlich heißen Sommer haben,so bekomme ich gut Luft.
brain zapps beim Aufwachen und akatasie von 5h früh bis ca 10h.

Ich bin zufrieden.

Und Du, Hope?

Liebe Grüße und Danke,dass Du an mich gedacht hast ❤️
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von gouvion » Freitag, 18.08.17, 12:56

Liebe alle

Ich wollte mich auch wieder mal melden: Ich bin nun 2 Jahre und 5 Monate auf Entzug. Im letzten Herbst ging es mir 3 Monate herovarragend. Dann fingen im Oktober seltsame Druckschmerzen im Nasenbereich an. Und ab März Muskelschmerzen, undefinierbar. Ich dachte ich sei über dem Berg. Hab nun alles abklären lassen medizinisch - und man staune - nichts gefunden. Wird wohl doch noch der Entzug sein: Ausgelöst wurden die neuen Symptome wohl durch die Veränderungen, die sich bei mir abgezeichnet haben.

Bis vor 6 Monaten gelang es mir, meine Symptome dem Entzug zu zuordnen. Ich sagte mir immer, dass das ZNS heilt, wenn Symptome auftraten. Jetzt kann ich mir das nicht mehr einreden, weil ich einfach nicht mehr daran glaube. Ich habe echt Angst, dass das alles bleibt. Im Vergleich zu anderen hier, geht es mir - wenn ich das beurteilen kann - noch einigermassen gut. Doch trotzdem ist es keine Lebensqualität mehr. Psychisch fühl ich mich gesund, unternehme Dinge, lache, pflege Freundschaften, tu mir regelmässig Gutes, gehe zur Arbeit, Beziehungen zu lieben Menschen habe ich vertieft. Wären da nicht diese körperlichen Symptome. Ich verstehe es nicht. Wie oft stehe ich auf und habe Angst, chronisch krank zu sein für den Rest des Lebens. Da ist es doch normal, dass man daran denkt, seinem Leben ein Ende zu setzen (keine Angst, ist nur ein Gedanke). Aber jeder Psychiater (Clownköpfe, keine richtigen Aerzte) würde wieder behaupten, ich sei suizidal. So ein Quatsch, ich habe keine Aengste (nur so wie sie jeder hat), keine Zwänge. Ich habe einfach diese körperlichen Symptome, welche mein Leben erschwerden. Ueber 2.5 Jahre. Dann sind doch solche Gedanken normal.

Ich hoffe schwer, dass ich im 3. Jahr gesund werde. Immerhin hab ich jetzt ein paar grosse Veränderungen geschafft (nicht ohne starke Symptome), aber ich habe sie geschafft. Vielleicht merkt sich dies mein ZNS. Ich hoffe es so sehr. Ich kann einfach nicht mehr an Entzugssymptome glauben. Aber was ist es dann?

Könnte mir jemand Links aus dem amerikanischen Forum senden, von Menschen, die nach 2,3 JAhren plötzlich geheilt waren? Ich möchte diese Berichte studieren. Die tun mir gut....Allen viel Glück, ihr seid unglaublich starke Menschen. Wenn ihr das überstanden habt, dann - glaubt mir - kann Euch nichts mehr aus der Bahn werden. Das sage ich mir jeden Tag: Kämfen, kämpfen. Ich hoffe Gott erkennt mein liebes Wesen und erlöst mich von meinen Qualen (bin zwar nicht gläubig, aber irgendwer muss mich doch erlösen'). Ich habe doch nichts getan.

Alles Gute allen und im Hoffen, beim nächsten Beitrag hier im Forum geheilt zu sein. -LIEBE- , Gouvion
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von carlotta » Freitag, 18.08.17, 16:06

Hallo Gouvion,

ein Entzugszeitraum, wie Du ihn erlebst, ist überhaupt nicht ungewöhnlich bei einem protrahierten Entzugssyndrom - leider. Auch die Symptome, die Du schilderst, sind typisch.

Hier ein Link zu einer Übersicht von Langzeitentzügigen auf survivingantidepressants.org:
viewtopic.php?f=18&t=8872&start=500#p195577

Wie Du siehst, kommen längere Verläufe immer wieder vor. Bei surviving findest Du auch eine Rubrik mit Betroffenen, die genesen sind.

Liebe Grüße :group:
Carlotta
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von gouvion » Freitag, 18.08.17, 17:49

Danke Carlotta für die Antwort. Ich hoffe schwer, es ist der Entzug. Ich möchte daran glauben und nicht an eine chronische Somatisierungs-Störung. Es gibt mir hoffnung, dass es anscheinend wirklich viele viele gibt, die mehrere Jahre litten.
Eine Frage an die Erfahrenen hier:

Ich habe das typische Wellen-'Erlebnis' auch festgestellt. Zwei Wochen gut, dann zwei Wochen schlecht. Einfach so, plötzlich. Was ich auch festgestellt habe ist, dass die Wellen immer in ihrer Dauer länger werden. Die ersten 7 Monate waren durchgehend schlecht, dann kamen die Wellen: ein paar Tage gut, paar Tage schlecht, ein paar Wochen gut, ein paar Wochen schlecht. Letzten Herbst eben 3.5 Monate gut, und jetzt 7 Monate schlecht. Könnte es sein, dass jetzt dann wieder eine gute Zeit kommt und lange, lange halten wird'? Vielleicht war es die letzte intensive schlechte Periode? Irgendwo hier habe ich gelesen, dass vor der Heilung bei ein paar Mitgliedern hier die schlimmste Phase war. Wer war das?
Kann meine Theorie jemand verifizieren? Werden dei Phasen länger, die Guten sowie die Schlechten? Das würde mich echt interessieren. Danke!
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von carlotta » Samstag, 19.08.17, 12:11

Hallo Gouvion,

auch Dein Erleben von Wellen und Fenstern spricht sehr für Entzug.

Wie lange Wellen anhalten, ist total individuell, auch wie sich Verläufe entwickeln. Es gibt auch Betroffene, die haben die ersten ein, zwei Jahre überhaupt keine Fenster, nur Wellen. Aber Du gehst nur auf die verlängerten Wellen ein, zugleich wurden auch die Fenster um einiges länger, übersieh das nicht.

Ich erinnere mich, auch schon gelesen zu haben, dass nach heftigen längeren Wellen dann Schluss mit Entzug war, leider hab ich die Fundstelle nicht mehr präsent. Aber das ist durchaus möglich.

Leider kann bei Dir die aktuelle Welle auch noch etwas dauern (muss nicht). Aber wie die Erfahrung (auch Deine) zeigt, wird es dann wieder bergauf gehen. :) Und irgendwann bleibt dann das Fenster für immer offen. :D

Liebe Grüße :group:
Carlotta
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von gouvion » Sonntag, 10.09.17, 0:12

Hallo zusammen

Ich habe hier die letzten Beiträge gelesen und bin fast sicher, dass ich nun wieder eine Welle durchmache. Ich dachte, ich sei letzten Herbst nach 18 Monaten durch. Hatte 3 Monate ein Fenster. Dann plötzlich Nasendruck und seit April Muskelschmerzen und Müdigkeit. Sind neue Symptome. Hatte ich nie, vor und während der Depression nicht. Musste im März eine Woche lang Kortison nehmen und dann einen Monat lang Betahistin, Medikament gegen Innenohrdruck. Haben diese Medikamente wohl die neuerlichen Muskelschmerzen ausgelöst? Ich hoffe es sehr. Anders kann ich sie mir nicht erklären.
Gehe jetzt wohl wieder zum Arzt, um alles zu checken. Kostet mich wieder eine Stange Geld. Sollte es lieber sein lassen und auf den Entzug hoffen.
Echt, das alles ist so anstrengend. Von wo kommt meine Kraft. Wenn ich das überstanden habe, haut mich nichts mehr um.
Bin so verzweifelt..
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Luna » Sonntag, 10.09.17, 8:44

Hallo. Ich bin recht sicher, dass die Pillen da was ausgelöst haben.
Wie du hier schon gelesen hast, vertragen manche noch nicht mal nem in micromengen. Selbst die lösen Symptome aus und Kortison ist schon Hammer.
Ich selbst vertrage auch keine Pillen und nehme auch gar nichts. Hatte vor paar Monaten mal eine halbe ibu also 200 genommen,weil ich im Urlaub starke Regelschmerzen hatte...Regelschmerzen gingen weg aber dafür kamen später Kopfschmerzen und Durchfall so wie Schwindel und Schwäche.
Es macht nicht wirklich Sinn immer zu Ärzten zu rennen wegen allen Symptomen, die meistens Folgeschäden der Pillen sind.
Der kann dir dann auch nur wieder was verschreiben,was dann wieder triggern kann. Medikamente sind ein Trigger.
Auch nem können triggern. Ich hatte mich mal vor längerer Zeit an omega 3 Pillen versucht und mir ging es damit nicht gut. 2 mal die Woche Wildlachs hingegen vertrage ich und da ist genug omega 3 drin.
Du kannst natürlich immer wieder alles kontrollieren lassen bei Ärzten aber ob es hilft?...mir hat es nicht mehr geholfen und deswegen gehe ich zu keinen Arzt mehr. Es sind eh Folgeschäden durch die Pillen. Hormone im ungleichgewicht usw.

Muskelschmerzen und Schwäche kenne ich sehr gut. Zum Glück hab ich das nicht mehr so oft..eher selten. Hatte das mal sehr schlimm. Konnte mich teils nur mit Schmerzen bewegen. Inzwischen ist es selten und wenn dann nur in den Beinen. Teils habe ich das in Griff bekommen aber es ist auch so besser geworden. Meistens habe ich keine Schmerzen mehr und wenn sie mal doch da sind dann heißt es für mich aushalten. Bei mir verschwinden sie meist nach paar Tagen.

Es kann gut sein, dass es noch Jahre dauert bis dein Körper sich von den Giften erholt und regeneriert. Ist bei jedem verschieden.
Das ganze ist mühsam aber wichtig ist...nicht die Hoffnung zu verlieren.

Alles Gute wünsche ich dir.
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Gesundheit gewinnt erst an Bedeutung, wenn man krank ist.
(© Franz Schmidberger (*1942)

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.
(Hippokrates)

Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 2 bis 3 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Mir geht es inzwischen gut bis auf paar Kleinigkeiten.
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carlotta
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von carlotta » Sonntag, 10.09.17, 16:06

Hallo Gouvion,

ich sehe es ähnlich wie Luna :). Gerade Unverträglichkeiten gegenüber Medikamenten können Menschen im protrahierten AD-Entzug noch sehr lange nachhängen, selbst dann wenn man glaubt, im Grunde alles überstanden zu haben. Man tut gut daran, noch einige Jahre nach null diesbezüglich äußerst vorsichtig zu sein und sich auf Medikamente möglichst nur dann einzulassen, wenn es wirklich gar nicht anders geht.

Manchmal gibt es auch pflanzliche oder homöopathische Alternativen, die nicht ganz so "reinhauen", aber selbst dabei kann es zu Unverträglichkeiten kommen. Man kann nur immer äußerste Vorsicht walten lassen.

Auf Behandler kann man sich diesbezüglich leider überhaupt nicht verlassen, im Gegenteil. Denn die verstehen i. d. R. absolut nichts vom Entzug, erst recht was Langzeitfolgen anbelangt und können durch ihr Tun vieles noch enorm verschlimmern. Man kann da langfristig nur anstreben, sein eigener Experte zu werden.

Ich kann verstehen, wenn man ob des einen oder anderen Symptoms verunsichert ist und auch mal etwas abklären lassen will, zur Beruhigung quasi. Nur sollte man aus mehreren Gründen selbst das sehr gut abwägen, denn
  • Untersuchungen können invasiv sein und triggern,
  • sie können Ergebnisse liefern, die auf den ersten Blick, zumindest für Unkundige, nicht mit dem Entzug in Zusammenhang stehen, es aber durchaus dennoch tun können (z. B. in puncto SD) und damit Behandlungen einleiten, die den Entzug wieder anheizen können,
  • sie können bei negativen Ergebnissen Behandler dazu verleiten, auf die Psychoschiene abzuheben und damit Patienten bezüglich einer dazugehörigen medikamentösen Behandlung unter Druck zu setzen. Und nicht jeder ist dem gewachsen, sich dagegen zu wehren.
Das sollte man zumindest alles im Hinterkopf haben, wenn man als Entzügiger Beschwerden abklären lässt und stets mit der nötigen Distanz die Dinge betrachten und entsprechend reagieren. Einfach aus Selbstschutz.

Was die aktuelle Welle angeht, denke ich, dass es u. U. noch eine Weile dauern kann, aber sicher wieder abklingt. Hast Du denn genug Möglichkeiten im Alltag, Dich auch mal zurückzuziehen und Dich auszuruhen, wenn die Symptome schlimmer sind - oder überhaupt? Das wäre wichtig.

Liebe Grüße :group:
Carlotta
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von HOPE85 » Mittwoch, 27.09.17, 13:50

Hallo an alle. :group:

Bin jetzt zu dem entschluss gekommen wieder etwas einzuwerfen um vl wieder die chance zu bekommen am leben teil zu haben.

Gibt es vl erfahrungen hier im forum von wiedereindosierung nach langer Zeit Monate / Jahre auf 0 ?

Bei surviving antidepressants hab ich einige berichte gelesen wollte nur nochmal fragen ob jemand hier erfahrungen damit hat.
Und wenn ja , ob es das vorherige Medikament war oder ein neues.

Wäre gut paar antworten darüber zu erhalten.

Weil einfach so warten und auf glück hoffen das wunder passieren nach 36 Monaten ohne Paroxetin und ca. 12- 16 Monaten ohne Johanniskraut ist auch nicht die Lösung.
Ich will keinem Angst machen oder sonst was aber es gibt auch fälle bei denen es nach über 10 Jahren noch nicht gut ist. Jeder ist anderst und individuell. Und ich denke lieber mit einer Droge leben anstatt ohne sterben oder so gut wie( fals es funktioniert).
Bei SA auch gelesen das einige erfolgreich nach jahren wieder eindosiert haben.

Freu mich auf eure Antworten.

LG HOPE85

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Eva » Mittwoch, 27.09.17, 14:00

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Clarissa » Mittwoch, 27.09.17, 14:14

Hallo HOPE,

bei mir hat Wiedereindosieren nie Erfolg gehabt. Ich hatte tatsächlich nach meiner allerersten AD-Einnahme einen (scheinbaren?) Benefit davon und konnte auch gut absetzen. Nach einigen medikamentenfreien Jahren und bei einem Rückfall wurde dasselbe AD wieder eindosiert: NULL Wirkung, nur NW.

Auch Wechsel des AD brachte nichts als heftige NW. Die nur mit Benzos auszuhalten waren, die in die Abhängigkeit führten.

Ich musste meine Probleme anders lösen als mit Medikamenten.

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von HOPE85 » Mittwoch, 27.09.17, 14:27

Hallo Pons.

Leider ist es nicht so wie du es sagst : ,, ohne Leben zu können".

Im bett liegen 24/7 und zu schwach sein um aufs klo zu gehen hat mit leben nichts zu tun.

Da stellt sich die frage was es einem bringt in diesem Zustand.
Wer mal bei SA querließt merkt schnell das einige vergeblich auf Besserung warten manche sogar 15 Jahre.
Ja richtig gehört 15 jahre!!!!
Es geht hier nicht darum das man auf biegen und brechen medikamentenfrei ist sondern das man lebt so gut wie es geht !
Ich würde mit vielen tauschen , medis nehmen und am leben teilhaben oder frei und allein im bett zu sein.

Fakt ist diese medis richten Schaden an und verändern unser gehirn. Bei manchen erholt es sich bei manchen nicht oder nur teilweise.
Alles hat seine grenzen auch die neuroplastizität. Wenn es nicht so wäre würde jeder behinderte mensch (gehirnschäden) sich vollständig erholen.
Ich denke hier nicht negativ oder sonst was doch man sollte auch realistisch denken auch wenn man die medis hasst ( wie ich auch ).
Wir müssen halt alle versuchen das beste zu machen.

Deshalb habe ich die frage gestellt ob hier vl jemand die erfahrungen gemacht hat mit der eindosierung nach der zeit.

GRUß HOPE

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von HOPE85 » Mittwoch, 27.09.17, 14:31

Ich weiß von SA das da einige mit nem anderen Präparat auch nach jahren auf 0 aus der schlinge gekommen sind.

Auf der anderen Seite ist es so das manche sich auch nach mehreren Jahren erholen.
Es ist einfach ein Glücksspiel.

Gruß

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Murmeline » Mittwoch, 27.09.17, 14:54

Hallo Hope,

Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass dich diese Frage umtreibt und du entsprechend Erfahrungswerte recherchierst. Du bist jetzt zwei Jahre hier im Forum und berichtest seither von der Hölle nach dem direkten Abstzen wegen unerwünschter Arzneimittelauswirkungen. Das ist eine lange lange Zeit und das schlaucht natürlich massiv. :hug:

Mir fällt spontan kein ADFDler ein, der nach so langer Zeit wieder eindosierst hat, vielleicht den anderen oder es meldet sich jemand direkt.

Wäre es ok, wenn wir die letzen Beiträge in deinen Thread verschieben? Es geht ja um deinen Verlauf: viewtopic.php?t=10492

Grüße, Murmeline
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Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Eva » Mittwoch, 27.09.17, 14:55

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Nospie » Mittwoch, 27.09.17, 14:59

Hallo,
eigentlich hab ich ja Forenpause :roll: ........aber egal :
HOPE85 hat geschrieben:Wer mal bei SA querließt merkt schnell das einige vergeblich auf Besserung warten manche sogar 15 Jahre.
Ja richtig gehört 15 jahre!!!!
Wo hast du das genau bei SA her ?

Stell doch mal einen Link rein.Das wäre hilfreich.
HOPE85 hat geschrieben: Fakt ist diese medis richten Schaden an und verändern unser gehirn. Bei manchen erholt es sich bei manchen nicht oder nur teilweise.
Alles hat seine grenzen auch die neuroplastizität. Wenn es nicht so wäre würde jeder behinderte mensch (gehirnschäden) sich vollständig erholen.
Ich glaube nicht,dass man das so ohne weiteres vergleichen kann.
HOPE85 hat geschrieben: Deshalb habe ich die frage gestellt ob hier vl jemand die erfahrungen gemacht hat mit der eindosierung nach der zeit.
Goldfisch hat (nach einem Jahr auf Null ,glaube ich ) nochmal ihr Ursprungs - AD eingenommen,das ging gut,Glück gehabt.
Kannst sie ja mal anschreiben.....

Sowas nochmal einnehmen hat was von russischem Roulette......du weißt nicht,was kommt......für mich keine Option...viel zu
riskant.Aber ich kann dich ein Stück weit auch verstehen,man sucht halt auch teilweise verzweifelt nach Linderung.......
Aber Hope,Menschenskinder...pass auf dich auf !!!!!!!
LG
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Juli 2012 - September 2012 grob reduziert abgesetzt (Arzt meinte :einfach weglassen,Absetzsymptome dauern ca 2 Wochen,
ignorieren Sie das ..........)

Seit Ende September 2012 auf Null
seither im protrahierten Entzug

_____________________________________
Wenn Du einen Rat brauchst,dann frage einen Erfahrenen und keinen Gelehrten :!:

"Going to a psychiatrist has become one of the most dangerous things a person can do."
- Dr. Peter Breggin

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von padma » Mittwoch, 27.09.17, 18:16

Off Topic
hallo Pons,

dieser thread ist speziell für Langzeitbetroffene und das ist eine wirklich ganz andere Situation, als jetzt z.B. bei dir.

lg padma
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von HOPE85 » Mittwoch, 27.09.17, 19:03

Hi .
Danke für die Antworten.
Hier mal paar links zum nachdenken:

http://survivingantidepressants.org/top ... ent-295586

Oder

http://survivingantidepressants.org/top ... ent-210931

Über euer Feedback würde ich mich freuen.

Gruß an alle

Eva
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Eva » Mittwoch, 27.09.17, 19:48

Off Topic
Hallo Padma,

danke für den Hinweis. Ich habe meine Beiträge hier gelöscht.

LG Pons
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Luna » Mittwoch, 27.09.17, 20:21

Ich weiß von SA das da einige mit nem anderen Präparat auch nach jahren auf 0 aus der schlinge gekommen sind.
Man kann mit Pillen so einiges dämmen,blockieren,hemmen usw aber eine dauerhafte Heilung findet damit niemand. Vielleicht gibt es die eine oder andere Pille, die für eine gewisse Zeit hilft aber man bleibt im Teufelskreis drin.

Das Problem ist, dass einige die Symptome nicht lange aushalten, dem Körper nicht helfen mit zb Ernährung,meiden von triggern usw und dann suchen sie wieder ein Weg über Pillen oder sonstigen angeblichen Wundermittel, die auch wieder triggern. Ein Teufelskreis.

Ich habe 15 Jahre Pillen genommen und verdammt ungesund gelebt...rauchen,schlechte Ernährung,Pillen usw und ich bin knapp über 2 Jahre auf 0. Nachdem ich durch die Hölle bin und ich meine richtig schei... Hölle dank Pillen...bettlägerig,Schmerzen am ganzen Körper, Parkinsonähnliche Symptome und vieles vieles mehr, bin ich heute dank Pillenfreiheit und Umstellung der Lebensumstände soweit lebensfähig. Ich habe noch Symptome aber alles auszuhalten. Ich lebe und kann vieles machen. Ich rauche längst nicht mehr,Ernähre mich verträglich und gesund..hiarm usw..und versuche Freude am leben zu haben. Von Jahr zu Jahr wird es leicht besser mit der Sensibilität...das merk ich wenn ich zb Triggern ausgesetzt bin.
Ich versuche meinem Körper so gut es geht zu schonen und helfen.

Ich glaube nicht an sowas wie...das heilt nie...der Körper ist extrem regenerierungsfähig...es wird alles erneuert im Körper aber es brauch Zeit. Nur genetische Erkrankungen oder extreme Schäden bzw unheilbare Krankheiten wie aids kann der Körper nicht regenerieren.
Der Körper regeneriert sogar Organschäden bis zu einem gewissen grad. Sogar Hirnschäden regeneriert der Körper aber das haben wir hier nicht. Ich bin sogar klüger und freier im Kopf als mit Pillen :lol:
Je nach Lebensweise heilt es langsamer oder schneller. Mit Giften sehe ich allerdings keine Heilungsmöglichkeit.

Ältere und Kranke Menschen haben manchmal allerdings das Problem, dass hier der Körper nur sehr langsam heilt und für diese Menschen ist das teilweise dann noch schwieriger.

Es macht eh keinen Sinn sich darüber den Kopf zu zerbrechen ob es nun heilt oder nicht...ob man doch Pillen suchen kann oder nicht. Mehr Sinn macht es zu schauen wie man seinen Körper unterstützen kann ohne Chemie.
Das war immer mein Weg und der war für mich der Richtige und hilfreich.

Gut für sich sorgen musste ich auch lernen und die Verantwortung habe ich übernommen, weil für mich keine Pillen/Chemie mehr in Frage kommen die den Körper schädigen.

Alles gute und viel Kraft allen wünsche.
Zuletzt geändert von Luna am Donnerstag, 28.09.17, 12:03, insgesamt 1-mal geändert.
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LG Luna

Gesundheit gewinnt erst an Bedeutung, wenn man krank ist.
(© Franz Schmidberger (*1942)

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.
(Hippokrates)

Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 2 bis 3 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Mir geht es inzwischen gut bis auf paar Kleinigkeiten.
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