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Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Euer ADFD Team

Thread für Langzeitbetroffene !

Wenn moderne Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
LinLina
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von LinLina » Donnerstag, 28.09.17, 11:38

Hallo ihr Lieben, Hallo Hope :-)

Ich habe mir die Links bei SA durchgelesen. Ich bin zwar mit dem Absetzen noch nicht durch, und kann daher nur erahnen wie es ist, wenn man trotz langer Zeit auf null noch keine oder kaum Besserung erlebt, aber ich kenne lange anstrengende Zustände und möchte gern daran erinnern, dass wir einfach nicht genau wissen was im Körper jedes einzelnen vorgeht, und es durchaus unterschiedliche Heilungswege geben könnte.

Deswegen kann meiner Meinung nach die Entscheidung was man probiert und riskiert, ob man nochmal ein Psychopharmakon vorsichtig antestet oder nicht, letztlich immer nur ganz aus einem selbst kommen, nach Abwägung aller bekannter Chancen und Risiken.

Viele erleben es so, dass sie ohne die Medikamente nach und nach Heilen, viele auch nach langer Zeit und schon fast unerwartet. Wenn das eintritt, ist man natürlich froh, nicht das Risiko einer erneuten Einnahme eingegangen zu sein.

Dann gibt es Betroffene, die nach langer Zeit zum Strohhalm einer erneuten Medikamenteneinnahme greifen. Manche merken keine Besserung, recht häufig gibt es die Erfahrung, dass es eher zusätzlich stresst oder nicht mehr vertragen wird. Aber offensichtlich gibt es auch Menschen, wo auch nach langer Zeit mit der erneuten Einnahme eine Besserung, zumindest teilweise eintritt.

Ob diese Besserung individuell anhält und wie lange, und wie dann ggf. ein erneutes Absetzen läuft, darüber wissen wir leider so gut wie gar nichts.

Hope :-) ich meine mich zu erinnern dass ich dir schon vor längerer Zeit geschrieben habe, dass auf SA teilweise empfohlen wird, auch nach längerer Zeit ein Wiedereindosieren zu testen, wenn auch mit Risiken verbunden.

Nun sind inzwischen noch einige Monate oder gar Jahre vergangen, und ich lese heraus dass du dich in der ganzen Zeit nicht dafür und nicht dagegen entscheiden konntest. Das ist natürlich auch zusätzlicher Stress :?

Ob du das jetzt noch probieren solltest, kann ich nicht beantworten. Nur falls du es probierst, denke daran es mir sehr viel Geduld und einer ganz winzigen Menge zu testen. Bei Verträglichkeit genauso langsam und vorsichtig zu steigern.

Wenn ich mich in deine Situation hineinversetze, würde ich gut abwägen und mir aufschreiben was die vor- und nachteile sind.

Wenn mich das ständig wieder beschäftigt, und ich das Gefühl hätte, ein Wiedereinnahmeversuch birgt für mich eine Chance und ich kann mich mit dem Gedanken, wieder etwas von dem Medikament, vielleicht auch auf lange Zeit, wieder einzunehmen grundsätzlich ok fühlen, dann würde ich es wahrscheinlich mit einer mini-Menge probieren.

Wenn ich allerdings schon beim Gedanken an das Medikament das Grausen bekomme und es sich einfach falsch anfühlt, den Körper, der jetzt schon so lange wieder daran arbeitet ohne die Substanz klar zu kommen, vielleicht damit zu verwirren und zusätzlich zu stressen würde ich es lassen und andere Wege suchen meinen Körper achtsam und liebevoll zu unterstützen.

Ich wünsche dir von Herzen dass du einen guten Weg für dich findest.

Liebe Grüße
Lina
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Ursprünglicher Grund der Einnahme: Schmerzen, PTBS, heftige Unverträglichkeitsreaktion auf Schmerzmittel und Antibiotika (anhaltende Krampfanfälle)

Lorazepam: 1,5 mg von 7/2014 - 10/2014, dann 4 Monate schrittweiser Entzug (sehr schwer).
Seit 8.2.2015 komplett abgesetzt

Mirtazapin: Winter 2014/15 bis 30 mg für Benzo-Entzug, langsames und mühsames Absetzen seit März 2015.
Seit 27.12.2017: 0.25 mg Mirtazapin

Mein Medikamentenverlauf :schnecke: / Mein Thread
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Wertzu
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Wertzu » Montag, 02.10.17, 12:37

Ich befürchte ehrlich gesagt auch, dass es für einige letztlich keinen anderen Weg mehr gibt, als zu den Pillen zurückzugehen.
Ich habe Paroxetin (bzw. später Trazodon) vergleichbar lange genommen wie HOPE85 und bin zwar funktionsfähig, aber auch durchgehend unglücklich, in einem Ausmaß, dass dazu führte, dass ein längerer Thread von mir zu der Thematik hier gelöscht wurde, weil (zum damaligen Zeitpunkt zu recht) eine Suizidimplikation darin gesehen wurde. Ich habe das Gefühl, dass in meinem Gehirn alles zerschossen ist, was in irgendeiner Form mit der Empfindung von Lebensglück zu tun hat.

Ich habe die Problematik auch schon vorwärts und rückwärts durchdacht und alles mögliche probiert; von therapeutischer Seite aus wurde mir gesagt, dass ich meine Lebenssituation komplett zutreffend analysieren würde und tatsächlich nur noch Medikamente in Frage kämen. Im Grunde würde eine Änderung einiger Lebensumstände wahrscheinlich auch ausreichen, aber in diesem Zusammenhang stoße ich immer wieder auf eine höchst entmutigende Erkenntnis:

Das innere Unglück, welches man aufgrund des Entzugs empfindet, führt dazu, dass genau diese Änderungen nicht eintreten. Dies findet auf zwei Ebenen statt: Erstens nimmt einem die Depressivität den notwendigen Elan und die Kreativität, um die notwendigen Schritte in der richtigen Weise zu gehen. Zweitens, und dies ist noch deutlich problematischer, wird man aufgrund des negativen inneren Zustandes von anderen Menschen als weniger souverän und weniger als potentiell wertvoller Arbeitnehmer, Freund, Partner usw. angesehen. Dies mag sich unter Umständen geringfügig anders verhalten, wenn man weiblich ist, aber die Erwartungen, welche in der heutigen Gesellschaft an den männlichen, dominanten Erfolgsmenschen gestellt werden, sind das exakte Gegenteil des Zustandes, welcher sich aus dem Entzug ergibt.
Man kann diesbezüglich auch nichts beschönigen und davon sprechen, dass es daneben auch Menschen gäbe, welche "unter die Oberfläche schauen" etc.

Ich habe in den letzten 16 Jahren, seit ich mit Medikamenten und deren Enzug zu tun habe, haargenau beobachtet, wie die Menschen auf mein inneres Befinden reagieren und das Ergebnis ist allzu eindeutig: Mit Paroxetin war ich in den ersten beiden Jahren regelrecht manisch und meine Umgebung wertschätzte mich plötzlich in einem nie dagewesenen Ausmaß. Dies ließ später exakt proportional zum Wirkungsverlust nach. In den weiteren Jahren, die mit Entzug und dann der vollkommenen Absetzung verbunden waren, war zumeist deutliche Interesselosigkeit oder sogar Geringschätzung spürbar. Dies wurde mir auch von mehreren Leuten offen zurückgemeldet, sodass ausgeschlossen werden kann, dass es sich um Einbildung handelte.

Ich habe nun bspw. meinen Job verloren, meinem Chef zufolge primär aus dem Grund, dass man mir trotz meiner Bemühungen zu sehr anmerken würde, dass es mir innerlich schlecht geht und ich dadurch die Gesamtatmosphäre negativ prägen würde. Partnerschaften sind aus dem gleichen Grund zerbrochen - ich würde mich zwar spürbar bemühen, immer so liebevoll und positiv wie möglich zu sein, aber da wäre etwas Bedrückendes und Depressives zu spüren, das schwer auszuhalten sei. Der Mensch scheint in regelrecht animalischer Weise auf das Ausmaß des neurophysiologischen Wohlbefindens zu reagieren, welches sein Gegenüber ausstrahlt und in der Hinsicht ist sein Instinkt bemerkenswert präzise. Dies hat sicherlich auch mit der unbewussten Wahrnehmung von bspw. Körpergerüchen zu tun - alleine der Schweißgeruch wird durch Stress ja bereits deutlich beeinflusst.

Nunja, dazu könnte man noch viel schreiben. Jedenfalls werde ich mittlefristig wohl auch wieder Pillen konsumieren. Das Dasein als depressiver Fußabtreter muss man doch nicht so dringend sein.
Zuletzt geändert von Murmeline am Montag, 02.10.17, 13:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von HOPE85 » Montag, 02.10.17, 13:31

Hallo an alle.
Zuerstmal danke für eure antworten und Besserungswünsche.
Das was du da sagst stimmt natürlich das ist doch bekannt : Funktioniert man und ist ständig gut drauf ist man der Held.
Doch wenn nicht ........

Das schlimme ist man ist in dieser Situation allein.
Keiner kann einen helfen. Wirklich keiner!!!
Man muss diesen Zustand einfach über sich ergehen lassen und hoffen das man irgendwann funktioniert.
Das Problem dabei ist man weiß nicht was man tun soll. Soll man zu Medis greifen oder ausharren? Geht das alles wieder weg? Ist das vom Entzug ? Und grad für uns Langzeitbetroffene ist es schwierig.Es gibt wenig Berichte darüber wie sich die Langzeit-Betroffenen fühlen. Ob Sie sich erholt haben oder ob Sie wieder Medis nehmen oder sonstwas.Da Sie meistens einfach nicht mehr darüber Berichten darüber.
Das macht es alles so schwierig. Ich frage mich bei mir ob das überhaubt mit dem Entzug zu tun hat. Diese Antworten suchte ich vergeblich. Jetzt kann ich nichts mehr machen leider , da ich ans bett gebunden bin.
Entweder Ich hoffe drauf das ein Wunder geschieht oder ich versuche es wieder mit drogen(ssri).
Ich meine fals sich die Rezeptoren nicht neu bilden nach gewisser Zeit muss man ja mehr oder weniger wieder Drogen nehmen damit alles da oben normal läuft oder?
Und ich glaub diese frage stellt sich hier jeder im Langzeitentzug. Doch leider finden wir die Antworten nicht ,nur Optionen bleiben uns und die Ungewissheit.

Und das alles nur wegen einem chemischen Ungleichgewicht in unserem Hirn(lach)(heul).

Es lebe die Gerechtigkeit!!!
Dateianhänge
Screenshot_20171002-145235.png
Chemisches Ungleichgewicht
Quelle
https://youtu.be/YgpXLVlAtrI
Zuletzt geändert von HOPE85 am Dienstag, 03.10.17, 13:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Luna » Dienstag, 03.10.17, 1:05

Ich stelle mir nicht die Frage wegen Pillen und ob ich welche mal nehmen könnte wegen Symptome.
Kommt bei mir gar nicht in die Tüte. Ich heile...wenn auch langsam.
Mein Hirn fühlt sich frei an ohne Pillen. Ich fühle mich klarer im Kopf und sortierter.

Ich war ein Wrack und kämpfe mich zurück ins leben...anscheinend hilft meinen Rezeptoren im Hirn eine gesunde Lebensweiße mit hiarmer und saliarmer kost, meiden von trigger usw.
Ich glaube nicht so ganz an kaputte Rezeptoren ..kaputt eh nicht....ich glaube, dass der ganze Körper massiv toxisch belastet und geschädigt ist und somit auch Probleme hat beim entgiften usw.

Zudem Ungleichgewicht der Hormone (was ja auch durch Schäden der Gifte verursacht ist), die ja auch entgiftet werden müssen und die Leber usw nicht so recht mitkommt. Alles zuviel eben. Mangel an Enzymen durch Gifte...
Der Körper ist belastet,schüttet entzündungsfördernde Botenstoffe aus usw und diese reizen zns,Organe usw und führen zu noch mehr Ungleichgewicht...und schon baden wir in Symptomen.
Der Körper brauch lange um das alles wieder zu regenerieren. Alleine die Entgiftung der Toxine dauert lange.

Kann sein, dass auch hier und da zuviele oder zu wenige Rezeptoren vorhanden sind aber passend alles zum Ungleichgewicht und meiner Meinung nach nicht unheilbar.
Depressionen sind ja auch oft eine Folge vom Ungleichgewicht. Einige Frauen in den Wechseljahren leiden auch unter Depressionen.
Wenn ich nicht auf mich achte dann habe ich auch solch Zustände obwohl ich nie wirklich Depressionen hatte. Im Entzug litt ich unter massiven Panikzuständen, die ich nie in meinen leben je hatte. Inzwischen ist das weg aber manchmal wenn ich ganz unachtsam bin dann kommt schonmal so ein Hauch davon...abhängig von triggern.

Mag sein, dass es Menschen gibt, die ohne Pillen ihre Psyche nicht in Griff bekommen...meine jetzt nicht durch Entzug.
Manche durch schwere Erkrankungen oder so....da müsste man halt schauen wie nötig Pillen sind oder ob es noch andere Wege gibt ohne sich zu vergiften mit noch mehr Toxinen, wo das Risiko besteht, dass man krank wird dadurch.
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Gesundheit gewinnt erst an Bedeutung, wenn man krank ist.
(© Franz Schmidberger (*1942)

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.
(Hippokrates)

Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 2 bis 3 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Mir geht es inzwischen gut bis auf paar Kleinigkeiten.
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LinLina
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von LinLina » Dienstag, 03.10.17, 13:14

 ! Nachricht von: LinLina
Hallo Hope85, bitte gib die Quelle (Link) für das Bild in deinem Beitrag an, sonst müssen wir es löschen

HOPE85
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von HOPE85 » Dienstag, 03.10.17, 13:49

Hallo LinLina.
Quelle ist drin! War eigentlich auch schon im bild unten rechts enthalten.
LG Hope
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Mole25 » Montag, 09.10.17, 17:40

Hi Luna,

du hast mir heute geholfen. In der letzten Zeit habe ich auch seltsame Panikattacken - ich spüre eine Spannung im Körper - wie eine Welle - und dann kommt's - aus heiterem Himmel - keine negativen Gedanken vorher und ohne Begründung. Ich kenne Panikattacken von früher - diese sind anderes - es beruhigt mich sehr, dass du schreibst, dass sie auch weg gehen.

LG Mole 25

Jetzt gönne ich mich eine Stunde auf der Couch mit Meditation.
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Nov/ Dez 2016 Panikattacken
11.2016 - 12.2017 15,00 mg Citalopram
Starke Nebenwirkungen: Halluzination, Durchfall, mehr Unruhe
Langsames Absetzen Citalopram.
Psychologin will mich nicht weiter behandeln
Feb 2017: 10,00 mg Citalopram
Anfang März 2017: 9,00 mg Citalopram
Ende März 2017: 8,00 mg Citalopram / Starke Entzugssymptome, aber 4 Tage ohne Beschwerden
01.04.2017: 7,50 mg Citalopram / weiterhin starke Entzugssymptome
30.04.2017: 7,00 mg Citalopram / weiterhin teilweise starke Entzugssysmptome
inkl. Nackenschmerzen / Herzstechen
20.06.17: 3,50 mg Citalopram
01.07.17 3,00 mg Citalopram
05.07.17 2,50 mg Citalopram
14.07.17 2,00 mg Citalopram
03.09.17 0 Citalopram / diverse Entzugssymptome manchmal sehr stark

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von HOPE85 » Montag, 16.10.17, 11:49

Hallo liebe Langzeitbetroffene.

Hab hier was interessantes gefunden in Englisch.

Protracted withdrawal syndrome

Antidepressant prescribing took off 25 years ago. From early on, there was a slowly increasing number of people each year unable to stop. There is now one antidepressant prescription per year for everyone in the Western World. Roughly 10% of the population is taking them and 9 out of 10 of these are taking them because they can’t stop.

They try to stop and have difficulties, and are told by their doctors that this is the original problem that has come back – and they believe their doctor. Or they try harder to stop and can’t. Some get off treatment but have enduring problems.

This has led to talk of protracted withdrawal syndrome, with doctors denying that the complaints people have fit any known model of dependence.

The two sides are talking past each other. This could be solved by agreeing that withdrawal is something that last weeks or maybe months but not years. If there is something lasting months or years, it must be something else.

Before abandoning a simple withdrawal model, the first point to make is that withdrawal syndromes from antidepressants are real and are often more severe than many concede.

The initial healthy volunteer studies on paroxetine in the mid-1980s found that up to 66% of subjects had withdrawal problems after two weeks of exposure to treatment. This happened in both young and old, in male and in female subjects.

The withdrawal syndrome included anxiety, depression, malaise, dizziness, agitation, insomnia, nightmares, essentially most of the features of major depressive disorder even though these individuals had not begun with any affective disorder.

It is now clear that all SSRIs cause significant dependence and withdrawal problems with many SSRI users who have also used opiates, cocaine or other drugs of abuse saying that it can be more difficult to get off an SSRI than these other drugs.

The company line remains that any problems are mild and transient. But the studies that companies cite have looked at symptoms which emerge shortly after the discontinuation of treatment. They have not taken legacy effects into account, or attempted to recruit from the hundreds of thousands of subjects who are unable to stop treatment.

In most Western countries, there is now one antidepressant prescription per year for every member of the population. Of these upwards of 90% are for people on treatment chronically [10]. This should not happen if there is no problem stopping. There have in fact been more reports to regulators about dependence on SSRIs than there have been for any other psychotropic drugs (see table).
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Tab1
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Tab3
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Tab2
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Tab3





There is a failure at social, professional and scientific levels to acknowledge difficulties or more importantly grapple with the nature of the difficulties. Given that the SSRIs are linked to a doubling of the rate of congenital malformations and of miscarriages, and linked to alcoholism, as well as suicide and homicide the issue of just what antidepressants do is an important public health issue.

Drugs and peripheral neuropathies

This section focuses on the Serotonin Reuptake Inhibiting (SSRI) antidepressants but something similar likely plays a role in protracted problems following the use of benzodiazepines, antipsychotics, stimulants, dopamine agonists as well as biphosphonates for osteoporosis and other drugs.

The basic proposal is that SSRIs have effects on peripheral sensory systems, especially on C-fibers. As with tardive dyskinesia, these effects can appear within a week of starting treatment but are more likely to arise later in the course of treatment, and will endure after treatment stops.

The fact that SSRIs do cause peripheral neuropathies and maybe other problems helps explain certain things.

It would fit the standard understanding that withdrawal is time-limited. We would expect many to have a straightforward withdrawal process, lasting a number of weeks.Withdrawal will often be more severe than is conceded. There is substantial evidence that withdrawal doubles the rates of suicidal and aggressive acts. These effects may be so severe than in some instances the process of withdrawing becomes protracted and may be impossible.Withdrawal will have certain standard features such as electric zaps and dizziness which will clear after weeks or months when other often strange problems become more prominent.We would expect a number of clinically disturbing features to emerge on treatment or its discontinuation that persist relatively indefinitely after treatment stops. The evidence from PSSD makes it clear neuropathic disturbances arise on treatment or in withdrawal.Enduring post-withdrawal problems need to be distinguished from protracted withdrawal process because they are two phenomena with different causes and different cures.Peripheral sensory neuropathies will create instability of affective tone and a variety of dysphoric conditions that convince clinicians this is the original disorder in need of treatment leaving them deaf to the hunch of the person suffering.The need for treatment of a peripheral neuropathy will create a situation where there is no clinical option from increasing drug dose to decreasing dosages that brings relief.Adding the effects of withdrawal to the effects of a peripheral neuropathy will make the discomfort of each worse.Continuing with a treatment that causes withdrawal is not a huge problem. Continuing with a treatment that has provoked a peripheral neuropathy seems like a poor option.All the signs are that this neuropathy has reversible elements to it – hence the need for research.In the face of the kinds of difficulties people have on SSRIs, the history of tardive dyskinesia shows that many clinicians are likely to prefer a model that denies the possibility of any such effects and attributes any difficulties to the disorder being treated. In the case of the antidepressants, this will lead to recommendations for treatment options such as the addition of mood-stabilizers to an antidepressant regimen.Cases

The classic symptoms linked to protracted withdrawal are:

Heart palpitations and other heart problems
Increased anxiety
Restlessness
Pains – strange pains around the body
Muscle tightness and stiffness and twitching
Food and drug sensitivities or intolerance
Fatigue
Feeling very flat
Taste or smell changes
Sensitivity to sound and light
Heat sensitivities
Visual disturbances
Auditory disturbances
Memory or concentration problems – Brain Fog – Chemo Brain

These problems overlap with but are different from the electric zaps, dizziness, nausea, vomiting, and nightmares that are prominent features of acute withdrawal but which do not appear to endure for more than several weeks or a few months at most.

Many of these protracted withdrawal features map well onto complaints which when brought to neurological clinics lead to a diagnosis of peripheral sensory neuropathy.

Case A — paroxetine induced penile anesthesia

Waldinger et al (2014) have recently reported a case that might point a way ahead [11]. Their patient was referred for paroxetine induced penile anesthesia.

The gentlemen lost his sense of smell and taste while taking an SSRI in addition to having diminished skin sensitivity over large parts of his body including the genital area. Smell and taste returned while on treatment and after he stopped paroxetine his skin sensitivity returned to normal but his genital numbness persisted. He could apply Tiger Balm to his genital area without any sensation.

This led to treatment with LPLI (low-power laser irradiation) to the penile area, which produced a degree of restoration to the ability to distinguish between warm and cold stimulation and about a 20-40% recovery in touch sensation.

Waldinger and colleagues speculate that the action of LPLI treatment is mediated through Transient Receptor Potential (TRP) channels. TRP channels are a series of channels that mediate calcium and sodium ion transport across membranes. They are present on all types of nerves but are particularly prominent in the slow conduction C-fibers that mediate tactile sensitivity, pain, itch, aspects of smell and taste.

Case B — parathyroid gland removal

One of us has recently been consulted on the case of a 60 year old woman who had 20 years successful treatment with dosulepin until following a parathyroidectomy the benefit of treatment failed. Having previously been unable to stop treatment, she was now able to stop successfully.

A year later her mood slipped. She was given a series of serotonin reuptake inhibiting drugs but found herself intolerant to all of them, with disturbances of vision, smell, touch, heart rhythms and an aggravation in terms of intensity and extent of a previously mild degree of numbness and muscle stiffness in her feet. She developed food and drug intolerances she did not have before.

Her current situation is that most antidepressants seem to cause problems in ever lower doses while stopping them also causes problem. There appears to be an instability of some system.

In the face of these developments, she has been advised that her clinical picture suggests either a refractory unipolar disorder or a bipolar disorder and she has been recommended to start lithium or another mood stabilizer. In the absence of any alternate diagnostic option, advice like this is likely to be common but misguided.

Case C — hearing, vertigo, balance

My hearing is a lot worse, I have vertigo and balance problems. I feel unsteady on my feet. My ears are ringing. They are also supersensitive to sounds. As a result, I can’t wear a hearing aid in one ear any more.

I feel like I am only 50% here — kind of like a bad head cold feeling, or living in a dream state. I feel shaky and out of sorts and panicky. I feel weird and feel like I am going to pass out. I can be fine one minute, then BAM — all of a sudden I feel this odd feeling coming on as if my hearing gets very quiet. I feel as if I am chilled. I get a tingly feeling in my head, and then I feel a sort of darkness and closed-in feeling about to happen. I start to shake and sweat, and I just feel as if I am drifting away.

This is indistinguishable from what people on SSRIs say but it in fact comes from someone who had been taking a benzodiazepine.

Case D — anxiety, anger, fog, tinnitus

I’m now two years off Prozac and I can’t believe how much Prozac’s affecting me still. I’m so used to having numb emotions and poor cognitive abilities now that I sometimes forget that this isn’t the real me. Now and then I have days when underneath my “drugged state” I can feel strong anxiety and anger “bubbling” inside of me because I know that my emotions and my view on life isn’t my own.

I have a constant annoying fog in my head, I have constant tinnitus and I have head pressure and headaches still that come and go.

I meet no friends any longer, I have no interest in boys and little interest in sex. All this is very unlike me. Even if I had bad days as well before Prozac happened, I then snapped out of my low mood pretty quickly if I met a friend or took a shower or something.

I can function normally in conversations, but I know that I’m not “in” the discussion. My mom asks me often how I can seem so content with the very uninteresting life that I have. I tell her that I know that in reality I’m not content with my life but that my emotions aren’t “real”. I also tell her I’m sort of “stuck in the moment” and unable to think of the future.

I’m starting to worry that I’ll have to live with this foggy, empty head for the rest of my life. This total lack of motivation and interest in anything (but food really, I still crave carbs in a insane way, and I’m still forty pounds heavier than pre-Prozac), is making life feel really pointless. It also feels strange being 26 and having very little desire and motivation for getting a career and a partner. (Amongst other things).

Before Prozac I sometimes felt low sometimes felt happy, but I always got energy boosts now and then during the day when I did what I needed to get done. Nowadays I never feel really happy and never really sad but just content, and I’m always tired and I can’t think or feel clearly if my life depended on it.

WHEN will I start to care about things again? Is there a way to force forward motivation? Will I be completely recovered and free from my cognitive issues again?

Peripheral neuropathies & C-fibers

Forty years ago when standard medical textbooks covered the peripheral sensory neuropathies they outlined a picture where little was known. People presented, they stated, with problems for which the patient often could not find words.

The complaints often seemed bizarre with pain for instance triggered by heat or touch (tactile allodynia), paraesthesia, or complaints of tight band like sensations that did not map onto standard dermatomes.

People complained about hot or numb sensations in feet or hands that were present in stocking or glove distributions – this does not fit classic nerve distributions, but we now know it maps onto C-fibers.

These pain syndromes responded poorly to standard treatments for pain, and the other sensory problems responded to nothing.

Nothing was known about the basis of these complaints but it was expected that there might be a linkage to disturbances of C-fibers rather than the larger fibers mediating discriminative touch.

The burning sensations some people have, fall under the heading of causalgia. The speculation was that there might be some linkage to the sympathetic system – a reflex sympathetic dystrophy, or dysautonomia.

There are links to drug treatment. Causalgia has long been linked to alcohol use, even though it is reported more often in women than men, and forty years ago women did not drink alcohol as much as men – so it really should have been men who had it.

Triptan use for migraine is now linked to tactile allodynia.

Persistent genital arousal disorder (PGAD), which causes vulvodynia, has been linked to SSRIs, while PSSD and similar conditions have been linked to various drugs including SSRIs, isotretinoin, finasteride and tetracyclic antibiotics.

C-fibers are now at the center of a huge research effort. There is a great deal of research on new receptors – Transient Receptor Potential (TRP) channels, with distinctions now made between 8 superfamilies of TRP channels and efforts to map the roles of each.

There are new distinctions between C-fibers mediating touch, pain, itch and fibers mediating affective tactile sensitivity – a caress system [12].

There is a growing body of evidence that maternal touch operating through the caress system in early life is an important determinant of the development of the social brain in the first instance and our later abilities to regulate mood states.

The implications could not be greater. At stake is no less a question than who or what we are.

A century ago the James-Lange Theory of the Emotions shockingly to many argued that our emotions and much of our being might lie primarily in our body rather than in our minds. What we really think happens in our bodies and is secondarily interpreted centrally – the mind guesses as to what is going on. The heart has its reasons of which the mind knows nothing.

The emerging understanding of the C-fiber system fits this model; in this case, nurturing touch, caresses, set our mood and if the system through which this happens is disturbed, then our mood state is likely to be also.

In just the same way, while there is a mental input to libido and sexuality also, peripheral genital sensations and our bodies – sense of smell and other sensory experiences – are likely to do something to create libido so that when genital numbness happens as in PSSD, or disturbances of smell and touch, libido necessarily falls off as a consequence.

There is little information on C-fiber input to memory processes but there are a great number of patients taking drugs from statins to fluoroquinolones to antidepressants who all complain about “Chemo Brain” or “Brain Fog” who have normal results on cognitive function tests. Complaints like this, against a background of normal cognitive tests are consistent with a disturbance in C-fiber function.

On the question of food and drug intolerances it is worth noting that there are smell and taste receptors in the gut, where 90% of the body’s serotonin lies, and a substantial proportion of the nerves in the gut wall are C-fibers.

More generally C-fibers and their associated TRP channels both in skin and in internal organs have a role in the recognition of irritants, inflammatory products and xenobiotics. While little is understood about how they might mediate the effects of drugs, this makes them, until proven otherwise, the system in place to mediate whatever physiological disruptions might stem from taking foreign agents chronically.

TRP channels play a significant role in cardiac functioning. Through mechanisms not clearly understood, the antidepressants and antipsychotics have significantly more effects on aspects of cardiac functioning expressed in QT intervals and rhythm abnormalities than almost any other groups of drugs.

We know the fact that known channelopathies in the heart – disturbances of sodium, potassium or calcium channels – mediate shorter or longer QT intervals, increasing or decreasing the risk of arrhythmia from treatment induced QT changes.

Similar channelopathies elsewhere in the body might explain why some of us are susceptible to the development of treatment related peripheral sensory neuropathies.

The pharmacology of channelopathies, and TRP channels, remains rudimentary, there are likely many treatments out there that have potentially helpful effects. Among these are the calcium channel blocking drugs. There are scattered reports of benefits from calcium channel blocking drugs on “withdrawal” syndromes linked to antipsychotics.

Other options lie in drugs with effects on sodium or potassium currents.

What is needed is a map of the calcium, potassium and sodium blocking actions that SSRI and related antidepressants in fact have.

This will require a lot of research because there are fast and slow sodium currents and the drugs in the calcium channel blocking group block many different types of calcium channels, so one of them might help some the features we seek to influence but others not. One channel blocking drug seems unlikely to help all problems.

Note: Details of serious side effects are increasingly being removed from Wikipedia’s pages. We therefore recommend against using Wikipedia as a reliable source of information on medications.

Research goalsTo find out everything we can about peripheral neuropathies and get the material in understandable language so that everyone can participate in solving the problems.To find everything possible about C-fibers.To find out everything possible about sodium, potassium, calcium and TRP ion channels.To keep in focus the fact that a range of people from hairdressers and complementary therapists to laboratory scientists may have important contributions to offer. Remember – the Ark was built by amateurs, the Titanic was built by experts.

The elements of the model are almost all poorly understood, so we are actively calling on anyone with an interest in these issues to help us move some of these areas forward.

ReferencesHealy D. The Creation of Psychopharmacology. Harvard University Press (2002).
Mann AM, MacPherson AS. Clinical experience with imipramine (G22355) in the treatment of depression. Can Psychiatric Assoc J 1959;4:38–47
Kramer JC, Kline DF, Fink M. Withdrawal symptoms following discontinuation of imipramine therapy. Am J Psychiatry 1961;118:549–50.
Battegay R. Drug dependence as a criterion for differentiation of psychotropic drugs. Compr Psychiat 1966;7:501–9.
Hollister L. From hypertension to psychopharmacology: a serendipitous career. In: Healy D, editor. The psychopharmacologists, vol. 2. London: Chapman and Hall; 1998. p. 215–35.
World Health Organisation. Expert committee on dependence producing drugs, 14th report, WHO Techn Rep Cir 312; 1965.
Nutt DJ. Addiction, brain mechanisms and their treatment implications. Lancet 1996;346:31–6.
Bury M, Gabe J. Tranquillisers and health care in crisis. Soc Sci Med 1991;32:449–54.
Hogan C, Le Noury J, Healy D, Mangin D. One hundred and twenty cases of enduring sexual dysfunction following treatment. Int J Risk Saf Med. 2014;26(2)109–16.
Healy D, Aldred G. Antidepressant drug use & the risk of suicide. International Review of Psychiatry, June 2005; 17(3): 163–172Waldinger MD, van Coevorden RS, Schweitzer DH, Georgiadis J. Penile anesthesia in Post SSRI Sexual Dysfunction (PSSD) responds to low-power laser irradiation: a case study and hypothesis about the role of transient receptor potential (TRP) ion channels. Eur J Pharmacol. 2015 Apr 15;753:263-8.
McGlone F, Wessberg J, Olausson H. Discriminative and affective touch: sensing and feeling. Neuron. 2014 May 21;82(4):737-55.

Quelle: https://rxisk.org/complex-withdrawal-mo ... l_syndrome

LG

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Luna » Montag, 16.10.17, 17:17

Kopf kratz....das bitte mal auf Deutsch Übersetzen. Danke
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Gesundheit gewinnt erst an Bedeutung, wenn man krank ist.
(© Franz Schmidberger (*1942)

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.
(Hippokrates)

Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 2 bis 3 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Mir geht es inzwischen gut bis auf paar Kleinigkeiten.
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 17.10.17, 13:30

Hallo ihr,

der Text stammt von Dr. David Healy (bzw. seinem Team), einem irischen Psychiater, der auch für das erste Infopaket zum Absetzen von Antidepressiva Pate gestanden hat: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=853

Zusammen mit anderen Medizinern hat er die Initiative Rxisk gegründet, die sich schwerpunktmäßig mit Nebenwirkungen von Medikamenten auseinandersetzt, aber auch mit Entzugsproblematiken von Psychopharmaka. Was Hope verlinkt hat sind die theoretischen Überlegungen, was bei einem komplexen Entzugssyndrom und im protrahieren Entzug, also bei langandauernden Syndromen v.a. bei Antidepressiva so los sein könnte.

Kurzusammenfassung:
Eine Überlegung ist, dass SSRIs Auswirkungen auf die peripheren sensorischen Systeme haben, insbesondere auf C-Fasern (langsam leitende Nervenfasern) und es zu einer Art peripherer sensorischer Neuropathie kommen könnte. Die C-Fasern werden in den letzten Jahren zunehmend erforschte, damit zusammenhängend auch TRP-Kanäle (Familie von zellulären Ionenkanälen https://de.wikipedia.org/wiki/TRP-Kanäle). C-Fasern leiten Berührungen, Schmerz, Jucken etc. weiter, aber auch Liebkosungen wie Streicheln. Man glaubt inzwischen, dass die mütterlichen Berührungen z.B. dazu beitragen, dass das soziale Gehirn und die Fähigkeit, Stress zu regulieren, wachsen - und die C-Fasern und die Kanäle sind da involviert, wie vermutlich auch an vielen anderen körperlichen Vorgängen.

Störungen bei den C-Fasern und den TRP-Kanäle könnte womöglich eine Ursache der klassischen Symptome des Langzeitentzuges sein:

Herzklopfen und andere Herzprobleme
Erhöhte Angst, Unruhe
Schmerzen - seltsame Schmerzen um den Körper
Muskelverspannungen und Steifheit und Zuckungen
Lebensmittel- und Substanzempfindlichkeiten oder Intoleranz
Ermüdung
Gefühlsverflachung
Geschmack oder Geruchsveränderungen
Empfindlichkeit gegenüber Ton und Licht
Wärmeempfindlichkeiten
Sehstörungen, Hörstörungen
Gedächtnis- oder Konzentrationsprobleme - Brain Fog - Chemo Brain

Diese Probleme überschneiden sich, unterscheiden sich aber auch von akute Entzugserscheinung wie BrainZaps, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen und Albträumen.

Was man für die Überlegungen zur Erklärung von Langzeitentzugssyndromen des weiteren heranzieht sind theoretische Ansätze, die davon ausgehen, Emotionen und Selbstwahrnehmung entstehen im Körper und werden dann nur vom Gehirn interpretiert. Was wiederum bedeuten könnte, wenn die C-Fasern angeschlagen sind, dann ist es das Gefühlsleben auch. Zudem können Störungen eben zu den vielen körperlichen Symptomen führen.

Nichts genaues weiß man nicht, Rxisk ruft deshalb dazu auf, Wissen zusammenzutragen und so an diesem theoretischen Modell weiterzuarbeiten, natürlich auch mit der Hoffnung, dass man langfristig womöglich auch Substanzen hat, um die Zustände zu verbessern - wobei die Pharmakologie der Kanäle bisher noch kaum verstanden sei und es auch hier niemals die Variante "1 Pille löst alle Probleme" geben wird.

Grüße, Murmeline

PS: Erinnert mich ein bisschen auch an den Artikel von Langzeitbetroffene Monica Cassini "you can’t heal what you don’t feel" viewtopic.php?f=50&t=9703
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von HOPE85 » Dienstag, 17.10.17, 18:06

Danke Murmeline für die Übersetzung.

Hier noch was Von Prof. Dr. Healy
Für mich der beste auf dem Gebiet

Gruß Hope
Dateianhänge
healy_withdrawal_june_09-3.pdf
(80.85 KiB) 20-mal heruntergeladen

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von HOPE85 » Dienstag, 17.10.17, 18:10

Weiß nicht wie ich das anzeigen lassen kann . Vl bekommt das ein Mod. Hin.
:-)

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 17.10.17, 18:27

Hallo Hope,

die Übersetzung deines verlinkten PDF findet sich größtenteils seit 2004 hier im Forum ;)

http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 4741#p4741

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von neuling » Sonntag, 22.10.17, 12:05

Hallo alle zusammen,

Ich bin auch auf 0 und leide an unfassbar vielen Symptomen.

Wie könnt ihr das ertragen? Ich stecke in zig Kaltentzügen.
Und kann nix mehr machen. Und keiner glaubt einem. Wie geht es euch damit? Habt ihr Rückhalt?

Wird es wieder besser? Selbst der Teufel in der Hölle kann sich das nicht vorstellen.

Mary
Diagnose: keine- längere Krankheit, hab 10 Kilo ungewollt abgenommen, hab mich in eine Panik gesteigert, konnte nicht mehr schlafen, es stand Ms und borreliose im Raum. Bis heute nicht endgültig geklärt.
Stattdessen Beruhigungstabletten Opipramol bekommen. Zum ausprobieren!


Opipramol 25 mg - 50 mg täglich für ca. 5 Wochen (Ende März 16 bis ca.Ende April 2016) kalt abgesetzt wie Neurologin gesagt hat
Hatte keine Ahnung das so ein Horror folgt
Konnte nicht mehr schlafen, etc. Hab nicht verstanden das es vom absetzen kommen kann.

zunächst Mai 16 Oxacepam 10 mg 2 x, Zopiram 1 x, Tavor 1 mg 1 x, dann nochmal Ende Mai 5 x Oxacepam, Diazepam 1x, Umstellung auf Bromazepam 2mg für ca. 17 Tage mit Mirtazapin zunächst 7,5mg, dann 15 mg

Hatte auch noch eine Vollnarkose in dem Zeitraum.

dann Umstellung auf Mirtazapin 15 mg , Dominal 80 mg (3Tage), Olanzapin 2,5mg (4Tage), Dominal und Olanzapin wieder abgesetzt w/ Unverträglichkeit, stattdessen Mirta und Dipiperon 40mg (für 7 Tage).

Jetzt nur noch Mirtazapin 15 mg alles nur um zu schlafen
17.08.16 Mirta 7,5mg sonst nix schlimme Symptome seit langer Zeit, werde nochmal auf 15 mg gehen

Habe dann wieder auf 7,5mg reduziert
10.9.16 bin auf 0 Mirta gegangen lt.Arzt

Hatte die ganze Zeit auch mit Mirta schlimmste Zustände vermute hab ich nie vertragen

28.9. 16 Psychatrieeinlieferung
haben mir gar nicht zugehört mit den Tabletten in der Vorgeschichte --- Risperdal angesetzt wegen Psychose (kann nicht von den Tabletten sein! )
hab ich nicht genommen
Haldol unter Androhung Gerichtsbeschluss
Habe mich ergeben.
Haldol 2mg früh 4mg abends
Diazepam 10 mg
Dominal zum schlafen 40mg
Ca.4 Wochen lang an 1x Tavor erinnere ich mich
24.10.16 Umstellung auf Risperdal von Haldol
Akineton, Diazepam innerhalb 4Tage
Ab 3.11.Risperdal u.Akineton
Ab 10.11.16 alles abgesetzt und
Oxacepam u.Zolpidem
Dann irgendwann Mirtazapin bis 30mg aufdosiert
Und abilify 5 dann 10 dann 5 dann 3 mg
So bin ich dann entlassen worden.
Ohne Diagnose! !!
Absoluter Wahnsinn was die mit mir gemacht haben .
Aussage : Wir sind ein Fachkrankenhaus vertrauen Sie uns! !
Jetzt heißt es das auf Station wohl nicht SO GUT GELAUFEN IST.
5.1.17 Mirtazapin nach Entlassung auf 15 mg reduziert
Keine Veränderung der Symptome
Abilify alle paar Tage um 0,5 mg reduziert
Ging schief.
Ende Jan 17 Abilify auf 0
Mirta auf 15 mg
22.2.17 Abilify wieder genommen 1mg
Dann 2mg
24.2.17 Abilify 3 mg
16.3.Mirtazapin 7,5 mg
23.3.Mirtazapin lt Arzt auf 0
Seitdem kein Mirta mehr
Abilify reduziert ab 01.04.17 immer um 0,5mg
Von 3 mg auf 0
23.05.17 Abilify 0
Keine Medikamente mehr seitdem.
Aber mir geht es schrecklich.
Nach absetzen Mirta ging es besser und während Reduzierung Abilify auch.
Auf 0 dann wieder Horror vom feinsten.

2.6.17 Abilify 0,5mg lt.Arzt
Ging nicht.
Wieder ohne.
27.6.17 Abilify 0,2mg versuch lt. Forum nach 7 Tage
4.7.17 Abilify auf 0,4mg bis 23.7. durchgezogen keine Besserung.
18.7. Psychosomatische Klinik o Wunder die haben mir geglaubt das das meiste Medikamenten bedingt ist und sie mit mir absetzen.
24.7.Reduzierung auf 0,3mg Abilify
6.8. Reduziert auf 0,2 mg
13.8.reduziert auf 0,1 mg
21.8. Auf 0
Keine Änderung der Symptome während Reduzierung.

Allerdings geht's mir immer noch ganz schrecklich. Hölle auf Erden. Bin zuhause.

Habe ALLE Symptome vor allem Kopf , Akathisie, Sehstörungen, Gefühl umzufallen, Gefühl das mein Hirn "ausschaltet". Es ist die pure Hölle! !!!

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Clarissa » Sonntag, 22.10.17, 13:04

Ach, neuling.

Ich bin auch auf Null, stecke in x Kaltentzügen, habe ordentlich Symptome und kann nichts tun ausser Zuwarten. Alles andere hat die Lage nur verschlechtert.

Es wird besser, aber laaangsaaam.

Mir glaubt keiner und ich habe keinen Rückhalt, aber es geht schon irgendwie.

Ich mag da nicht immer darüber jammern, mir wird davon nicht besser.

Halte durch, Du bist nicht allein und es gibt keine akzeptable Alternative.

Wieder mal VG von sleepless
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Roxy » Montag, 23.10.17, 7:33

Guten Morgen,

ein Jahr Hölle. Und immer die Frage, was wird daraus...?

Habe das von Dr. Healy gelesen. Was sagt er dazu, wenn theoretisch der letzte Punkt zutrifft, dass man es theoretisch nicht mehr absetzen kann, es aber auch nicht mehr nehmen kann? Was ist mit diesen Menschen? Gibt ja nun paar davon... :(
Liebe Grüße, Roxy

----------------------------------------------------------------------------------------------------------
Depression/FMS/WS-Schäden

Längerjährige Einnahme Amitriptylin
Falsch bzw. zu schnell auf- und abdosiert in dieser Zeit, aber NWen am Ende unaushaltbar
Leute, macht langsam!
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Derzeit Versuch Homöopathie: Schüssler Salze Nr. 16 nicht gut vertragen
Amitriptylin D6 - schadet zumindest nicht; Bachblüten Notfalltropfen b.B.
0,1 mg Ami probiert, sofortige Linderung nach paar Stunden aber Luftnot und Panikattacke, wieder weggelassen,

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von HOPE85 » Montag, 23.10.17, 13:42

Hallo Roxy.
Was sollen die Menschen wohl machen. Wenn das Medikament nichts bringt dann bleibt nur hoffen das es irgendwann besser wird oder weggeht.
Das ist alles von Person zu Person unterschiedlich.
Manche brauchen Monate andere Jahre oder Jahrzente.
Und manche haben selbst dann noch Probleme.
Du schreibst 1 Jahr Hölle. :( Ist schlimm klar. Aber frag mal die wo 3 , 5 , 7 oder 10 Jahre die Hölle durchmachen. :cry:
Und oft ist es auch das man sich nicht zu 100% erholt( wenn man heilt) sondern das einzelne Handycaps bleiben bei protrahierten Entzügen aber evtl. abgeschwächter.
Ganz nach dem Motto: Alles kann, nichts muss!

Das kann und wird dir, mir und den vielen anderen hier niemand sagen können wielange es dauert, leider. :censored:

Gruß
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Roxy » Montag, 23.10.17, 17:26

Hallo Hope,

genau genommen leide ich seit zwanzig Jahren. Das letzte Jahr war das Grausamste. Aber ab wieviel Jahren passt man denn hier in den Thread mit rein um sich mal ausk... zu können?
Liebe Grüße, Roxy

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Depression/FMS/WS-Schäden

Längerjährige Einnahme Amitriptylin
Falsch bzw. zu schnell auf- und abdosiert in dieser Zeit, aber NWen am Ende unaushaltbar
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Pammy » Samstag, 28.10.17, 23:08

Hallo Ihr Lieben,
nun leider auch von mir ein Bericht mit einer langen Liste von den Symptomen, unter denen ich nach 4 Jahren!!! ohne Mirtazapin noch leide.
Ich habe der Einfachheithalber die Absetz-/Entzugssymptom-Liste kopiert und alles entfernt, was bei mir nicht gerade akut zutrifft. Aber es bleibt genug übrig :frust:

Mögliche Absetzsymptome / Entzugserscheinungen
nach nunmehr 4 Jahren! Komplett frei von Psychopharmaka (zuletzt Mirtazapin)

Aktuelle Symptome:
Stand Oktober/2017

Gefühle, Stimmung, Affekt
• Stimmungsschwankungen
• Emotionale Instabilität,
• Traurigkeit, Niedergeschlagenheit, Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung,
• Häufiges Weinen, Weinkrämpfe, Überempfindlichkeit;
• Nervosität, Unruhe, Anspannung,
• Ängste, Ängstlichkeit, Schreckhaftigkeit, generalisierte Angstzustände, Panikattacken
• Aggressivität, Wut, erhöhte Reizbarkeit, Impulsivität
• Niedrige Stresstoleranz
• Körperlich/ biochemisch ausgelöste Gefühle, Neuro-Emotionen

Gedanken, Kognition, Gehirnleistung
• Gedankenkreisen,
Konzentrationsstörungen,
• Benommenheit, verlangsamtes/ erschwertes/ weniger klares Denken
• Gedächtnisprobleme, Vergesslichkeit, Verlust des Kurzzeitgedächtnisses, verringerte Merkfähigkeit, Erinnerungslücken, Amnesie
• Verwirrung,
• Verringerte Fähigkeit, längere Texte zu lesen und zu erfassen/ Anweisungen zu verstehen/ zu lernen/ sich Neues anzueignen
• Sprachprobleme, Wortfindungsstörungen, Stottern, unflüssiges Sprechen, schwierige/ undeutliche Aussprache; Unfähigkeit zu sprechen

Schlaf, Träume
• Schlafstörungen; Einschlafstörungen; Durchschlafstörungen; Schlaflosigkeit
• Plötzliche Muskelanspannungen und/oder Aufschrecken beim Einschlafen
• Nachtschweiß / "Nervenschwitzen" nachts

Allgemeine körperliche Symptome
• Erschöpfung, geringe Belastbarkeit, Schwäche, Kraftlosigkeit, Energiemangel
• Schmerzen im ganzen Körper oder an einer/ mehreren Stelle/n, z.B. in Unterleib, Rücken, Extremitäten, Kiefer/Zähnen, Hals, Kopf, Gesicht, Weichteilen brennend, stechend, dumpf, stumpf, ziehend, ausstrahlend,
• Missempfindungen, komisches Gefühl/ Kribbeln/ Juckreiz/ Brennen/ Prickeln/ Stechen/ Taubheit/ Schauer/ Kälteempfindung/ Wärmeempfindung/ Schwellung(sgefühl)/ Überempfindlichkeit an einer/mehreren Stelle/n oder im ganzen Körper
• Grippeähnliche Symptome: laufende / verstopfte Nase, Reizhusten/ trockener Husten/ Räuspern, Schmerzen, fiebrig, Grippe-Gefühl
• Störungen des Immunsystems, häufigere/ stärkere/ längere Erkältungen, Infektionen, Entzündungen oder Geschwüre
• (Pseudo-) Allergische Reaktionen/ Unverträglichkeiten/ paradoxe Reaktionen, z.B. auf Lebensmittel, Reinigungsmittel, Nahrungsergänzungsmittel, Medikamente
• Atemnot, erschwertes Atmen, Kurzatmigkeit; Hyperventilation, zu tiefes/ schnelles Atmen
Mundtrockenheit
• Trockene/ brennende/ wunde/ blutende Schleimhäute,
• Wassereinlagerungen, Ödeme, Schwellungen
• Änderung der Beschaffenheit der Haare, Haarausfall, Haarbruch
• Vermehrt blaue Flecken/ Hämatome, verlangsamte Abheilung

Herz-Kreislauf-System, Blutdruck
• Herzrasen, hoher Puls; niedriger Puls; schwankender Puls
• Herzstolpern, unregelmäßiger Herzschlag
• Herzschmerzen, Brustschmerzen, Druck auf der Brust, Brennen im Brustkorb
• Erhöhter Blutdruck, niedriger Blutdruck; Blutdruckschwankungen

Nahrungsaufnahme, Verdauung und Ausscheidung
• Schluckbeschwerden, Schmerz / Unbehagen beim Schlucken, Hals wie zugeschnürt, Speiseröhrenkrämpfe
• Aufstoßen, Völlegefühl, Sodbrennen, Säurereflux
• Verstärkter Harndrang;Inkontinenz;
• Bauchschmerzen, Magen-/ Darmschmerzen;
• Aufgeblähter Bauch, Blähungen, Druck im Bauch, vermehrte Gasbildung
• sog. Roemheld-Syndrom (starke Blähungen / Gase, die innerlich den Magen-Darm-Trakt aufgasen und Organe schmerzhaft abquetschen)

Sinne und Sinnesorgane, Wahrnehmungen
• Veränderung von Sinneswahrnehmungen; übersteigerte Sinneswahrnehmungen
• Überempfindlichkeit der Sinne, erhöhte Reizempfindlichkeit, Reizüberflutung: Geräusch-/ Lärmempfindlichkeit, Lichtempfindlichkeit, Berührungsempfindlichkeit, Geschmacksempfindlichkeit, Geruchsempfindlichkeit
• Verändertes Sehempfinden, verschwommenes/ unscharfes Sehen, Doppelbilder, Schwierigkeiten zu fokussieren, Punkte vor den Augen („mouches volantes“)
• Augenschmerzen, Druck auf den Augen, brennende/ tränende/ trockene/ entzündete/ rote/ glasige/ geschwollene Augen, zuckendes Augenlid,
• Tinnitus,Rauschen/ Pfeifen/ im Ohr
• Missempfindungen, komisches Gefühl/ Kribbeln/ Juckreiz/ Brennen/ Prickeln/ Stechen/ Taubheit/ Kälteempfindung/ Schauer/ Wärmeempfindung/ Schwellung(sgefühl)/ Überempfindlichkeit der Haut
• Hautveränderungen, Exzeme, Hautausschlag; trockene Haut, Verlangsamte Wundheilung
• Veränderter Geruchs-/Geschmackssinn, Metallgeschmack im Mund

Nerven, Muskeln, Skelett und Bewegungen
• Zuckungen/ Muskelzuckungen; unwillkürliche Bewegungen;
• Muskelkater-ähnliches Gefühl, Muskelschmerzen, Muskelsteifheit, Verspannungen, Fehlhaltungen
• Verkrampfungen, Muskelspasmen, Krämpfe,
• Muskelschwund, Muskelatrophie
• Nervenschmerzen, Brennen der Nerven, neuropathische Schmerzen
• Akathisie, Bewegungsunruhe, Sitzunruhe, Bewegungsdrang; "Restless legs" - unruhige Beine
• Wirbel(säulen)beschwerden, Wirbel / Gelenke wie verhakt
• Gelenkschmerzen; knackende/ knirschende/ entzündete Gelenke

Kopf, Gehirn, Gleichgewicht
• Kopfschmerzen, Druck/ Spannung im Kopf,
• Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, Gangunsicherheit,
• Zähneknirschen (vor allem auch nachts), Kieferpressen, Zahnschmerzen
• Zungenbrennen oder Kribbel

Regelkreise (Blutzucker, Hormone, Schilddrüse, Temperatur, Gewicht)
• Erhöhte, niedrige oder schwankende Blutwerte
• Schwankungen der Schilddrüsenhormone; Überfunktions-Symptome; Unterfunktions-Symptome
• Störungen der Temperaturregulierung: Hitzewallungen, verstärktes Schwitzen (teils unabhängig von der Temperatur), Schweißausbrüche; Fieber, Frieren, Kälteschauer, Frösteln, Schüttelfrost; schwankende Körpertemperatur, heiß und kalt im Wechsel
• Gewichtsverlust; Gewichtszunahme; Gewichtsschwankungen
[/b][/b][/i][/i]

Alles so bei mir gerade vorhanden, wenn auch nicht immer alles auf eimal, aber vieles davon leider schon, und zwar täglich/nächtlich, insbesondere seit Einnahme von Betablocker!!! (Trigger von Absetz-Symptomen?)

Außerdem seit August 2016:
mehrmalige Episoden von Vorhofflimmern (mit KH-Aufenthalten verbunden), weswegen ich leider einen Betablocker einnehmen muss und ich vermute, dass dieser alle o.g. Und hier g. Symptome extrem triggert! (Möglicherweise gleiches Wirkprinzip wie Psychopharmaka?
Depressive Kurzepisoden täglich/nächtlich vom Feinsten – ich hab noch nie so viel geheult wie im Moment! Und auch davon bekomm ich noch zusätzliche Gesichtsschmerzen
stiller Reflux, Sodbrennen und stärkste Schmerzen in Speiseröhre (vermutlich Entzündung, erneute Magenspiegelung steht noch aus)
extremer Juckreiz an diversen (wandernden) Körperstellen mit schlecht heilenden Ekzemen (trotz Cortison-/Antibiotika-Salben mehrere Monate wunde Stellen)
erhöhter Augeninnendruck – Diagnose: grüner Star
extreme HWS-/Hinterkopf-Verspannungen, verbunden mit starken Kieferschmerzen und Ausstrahlung Trigemius
aufgrund von starkem Knirschen/Zähne zusammenbeißen mehrere gerissene Zähne,
ein Zahn musste gezogen werden, da er bis auf den Kiefer gespalten war und eine Zyste an der Wurzel hatte, beides konnte trotz 8maligem!!! Röntgen und Aufsuchen von 5! verschiedenen Zahnärzten nicht diagnostiziert werden – niemand wollte mir den Zahn, der angeblich vollkommen gesund war ziehen – ich lief Jahrelang mit komischen Schmerzen im Körper rum, bis es zu heftigsten Trigemius-Schmerzen im Kopf/Gesicht kam und Lymphdrüsen anschwollen – Zahnarzt konnte die Misere erst sehen, als er ne Plombe am Zahn wegbohrte...
Alles verheilte sehr langsam und eher schlecht und leider habe ich nach wie vor Schmerzen an den Zähnen, ich glaube, da ist noch mehr...auch durch die ständige Säure im Mund
Haarausfall – kann natürlich auch Wechseljahresbedingt sein, aber was macht das jetzt noch für nen Unterschied...
in den frühen Morgenstunden (aber auch mal zwischendurch, jedoch seltener) Panikattacken, schubartige und für ca. 2-5 Minuten (fühlt sich aber an wie ne Ewigkeit...)
HWS-/BWS-/LWS-Syndrom mit stärksten Verspannungen und Wirbelverschiebungen im Nackenbereich besonders[/i]

Ich bin völlig verzweifelt im Moment, da ich nicht weiß, bei welchen Symptomen ich mich um ärztliche Hilfe bemühen muss/soll, und welche ich aussitzen muss/kann.
Und am meisten belastet mich das Gefühl bzw. der Verdacht, das einige meiner Ärzte genau wissen, woher meine Probleme stammen und mich deshalb auch nicht wirklich behandeln, außer mit nem Betablocker wegen der Herzprobleme (die sind nun mal nicht von der Hand zu weisen) und vermutlich jetzt auch noch Augentropfen wegen dem erhöhten Augeninnendruck.

Merkwürdigerweise habe ich selbst nicht mehr daran gedacht, dass alle meine Probleme vermutlich noch nachhaltige 'Geschenke' der Psychopharmaka-Episode in meinem Leben sein könnten. :roll:
Erst vor ein paar Tagen kam ich auf die Idee, ob es irgendwas noch mit dem Mirtazapin zu tun haben könnte, da ich besonders heftige Magenschmerzen auch unter Mirtazapin bekam...
Und dann habe ich im Forum die Liste nochmal entdeckt und dann dämmerte es mir wieder (ich vergess ja auch so viel... :shock: )

Kann es denn wirklich so sein??? Nach 4 Jahren, schlimmer denn je - möglicherweise getriggert und neu hervorgerufen durch die Einnahme von einem Betablocker?

Ich bin fassungslos. Und verzweifelt. Weil sowohl meine Familienangehörigen wie auch meine Freunde und Bekannten sich immer mehr von mir zurückziehen, denn ich bin zu nichts mehr zu gebrauchen und rede nur noch über meine Sch... Krankheitssymptome. Einfach, weil es auch sch... weh tut und teilweise ziemlich Angst macht. Aber eben auch einsam.

Ich hoffe und wünsche allen, die ebenfalls seit Monaten/Jahren noch unter den Folgen von Psychopharmaka leiden, etwas oder sogar viel mehr Hilfe und Beistand an ihrer Seite haben. Denn ich weiß grad nicht, was schlimmer ist - die körperlichen oder seelischen Schmerzen...

Wenn es mir mal hoffentlich wieder besser geht, dann werde ich auch - insbesondere bei anderen Mirtazapin-Betroffenen hier im Forum - wieder mehr bei Euch mitlesen und mitschreiben. Aber im Moment bin ich nur froh, wenn ich überhaupt noch aus den Augen gucken kann, längeres Sitzen und arbeiten am PC geht gar nicht mehr. :cry:

Fühlt Euch gedrückt von mir und bitte seht es mir nach, dass ich so selten hier im Forum bin. Aber auch das 'wahre' Leben in der Realität bekommt mich nicht wirklich häufig noch zu sehen im Moment. Ich wünsche mir sehr, dass sich das wieder ändert...

Alles alles Liebe für Euch und bitte haltet durch - es sind meistens 'nur' die doofen Absetzsymptome...

Ganz liebe Grüße
Pammy
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JamiepadmaLinLinaSiggiMurmelineClarissaMonalinde
- 12/2011 Beginn Mirtazapin 7,5 mg
Aufgrund div. NW wie Wassereinlagerungen, starke Muskel- und Gliederschmerzen, morgens Benommenheit, Kraftlosigkeit, erhöhter Augeninnendruck u.a.
- 06/2012 runter auf 3,75 mg heftiges Anschwellen der Nasenschleimhaut, wieder auf 7,5mg erhöht
17. 11.2012 in Klinik Mirta 7,5 komplett abgesetzt auf 0 mg.
Nach kurzer Zeit folgende Symptome: starke Durchfälle, grünlicher Stuhl, Ekel vorm Essen, starke Rückenschmerzen insbesondere LWS-Bereich, starke Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen mit Wutausbrüchen, Heulkrämpfen, extreme Angstzustände
9. 1.2013 aus Klinik entlassen.
5.3.2013 Rauchstopp von 20 Zig. auf 0.
02/2013 1Woche KH: Magen- und Darmspiegelung, Diagnose: chron. Antrum Gastritis, Reflux-Ösophagitis
15., 16. + 17.05.2013 jeweils 3,75 mg Mirta abends eingenommen aus Verzweiflung wegen extremer Magen- und Blähbauch-Probleme sowie Schlaflosigkeit. Symptome fast weg, allerdings
18.05.13 morgens mit entzündetem, eitrigen Zahnfleisch aufgewacht, musste von Zahnarzt im Notdienst behandelt werden. Verdachtsdiagnose: NW AD Mirta.
seit 06/2013 extreme Schlafstörungen/Schlaflosigkeit, starke (Nerven-)Muskel- und Gelenk-Schmerzen und ZNS-Irritationen, Gefühl von Schüben (aus Brustkorb in Hals/Nacken-Bereich aufsteigend, sehr heftiges Gefühl, tw. Todesangst auslösend); Schlaflosigkeit; Paradoxe Reaktionen auf Osteopathie, seit Korrektur Beckenschiefstand ständig Kiefer- und Augenmuskel-schmerzen, Nackenkrämpfe,Krampfgefühl auch im Kopf und in Gliedmaßen; Brennen/Schmerzen LWS, Füße, Unterschenkel, Arme bleischwer und ziehender Schmerz im Liegen, linkes Knie Druckschmerz hinten-innen; Haarausfall, juckende Ekzeme auf Kopf, auch Gesicht, Blähbauch/Meteorismus, Verdacht auf HIT; Absetzsymptome und Wechseljahresbeschwerden mischen bzw. triggern sich gegenseitig. Außerdem oft Angst- und Panikattacken (besonders morgens noch nach dem Aufwachen), tagsüber je nach körperlicher Verfassung und Schlaf oft Weinkrämpfe und Verzweiflung.
seit 08/2016: mehrfach Vorhofflimmern, deshalb Einnahme von Betablocker, nach divers. Unverträglichkeiten bei Beloc Zok herz gelandet, morgens und abends jeweils 23,75 mg,
Seitdem öfters Herzstolpern, Verschlimmerung Neurodermitis, depressive Episoden /zeitweise schwere, alle anderen Probleme weiterhin bestehend, insbesondere chron. Gastritis, Sodbrennen/Speiseröhrenentzündung, Verdacht auf stiller Reflux
03/2017 Diagnose: gespaltener Zahn mit Eiterzyste an Wurzel - wurde gezogen, dadurch einige Schmerzsymptome besser (endlich wieder Spazierengehen ohne heftigste Schmerzen linke Körperhälfte möglich!)
seit 09/2017 Diagnose 'Grüner Star' aufgrund einmaliger Augeninnendruckwerte von 29/27 (vorher zwar auch erhöht, aber immer so um 21-24 max.), Augenarzt verschrieb zusätzlichen Betablocker fürs Auge (Augentropfen), die ich aber nicht genommen habe bis heute, da ich bereits einen sehr niedrigen Puls und Blutdruck oftmals durch meinen 'normalen' Betablocker habe und da wären diese Tropfen kontraindiziert. Ich hatte hierzu die Augenklinik angerufen, da es WE war und mein Augenarzt nicht zu erreichen war; habe mittlerweile den Augenarzt gewechselt und werde dort zur Zeit intensiver untersucht bzw. engmaschiger überprüft bez. Augeninnendruck (Stand 10/2017)

Luna
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Luna » Sonntag, 29.10.17, 5:20

Hallo Pammy

Du hast ja allerhand Symptome, die mir bekannt vorkommen.
Da ist bei dir so einiges durcheinander...vielleicht zusätzlich Wechseljahre aber auch die bekommen Frauen in Griff häufig mit Ernährungsumstellung und meistens sind die Symptome da nicht so schlimm.
Viele vertragen dann auch schonmal dies oder jenes nicht. So ist es auch nach 0 von Pillen aber hier nicht nur wegen Hormonen.

Achtest du auf trigger? Ernährung?
Viele vertragen zb kein kaffee, Zucker und oder Fruktose, Alkohol, sämtlich Medikamente, erhitzte fette, Milchprodukte, Gluten....usw.
Der Körper ist überreizt und schüttet entzündungsfördernt Botenstoffe aus u.a Histamin usw...es folgen massive Symptome.
Die Leber ist hierbei geschwächt durch Toxine aber auch zu viele Hormone und kommt mit den Abbau nicht mit.
Gerade Juckreiz ist oft ein Zeichen von zu viel Histamin im Körper.
Schwitzen oft ein Zeichen, dass der Körper andere Wege sucht zum entgiften, Histamin hält auch wach und es werden mehr stresshormone ausgeschüttet die dann Panik auslösen können...daher Kaffee auch nicht gut,.....Schmerzen entstehen durch zb Reizung zb durch entzündungsfördernde Botenstoffe,schwäche kann der Schmerz der Leber sein wenn sie geschwächt und überlastet ist,
Grippeähnliche Symptome kenne ich auch gut zb durch Salicylate, die ich nicht gut vertrage oder auch Histamin welches die Bronchien verengt und reizt und es kann zu Atemprobleme kommen,Blutgefäße werden erweitert usw....
Ich habe mit Hustenreiz oder starkes räuspern reagiert sobald ich zb DM betreten habe, weil ich stark auf Duftstoffe reagiert habe. Das ist zum Glück inzwischen viel viel besser. Ähnliches hatte ich aber auch nach bestimmten Lebensmitteln.

Zudem werden zu viele Leukotriene ausgeschüttet, die auch entzündungsfördernd sind und teils Blutgefäße verengen und Bronchialverengenden sind...usw.
Jede menge Chaos....
Daher ist es ratsam zu schauen ob man sich mit einer hiarmen und entzündungshemmenden Ernährung helfen kann damit der Körper etwas zur ruhe kommen kann und sich mehr auf die Reparaturen konzentrieren kann.

Blaue Flecken deuten auf dünnes Blut und dies kann auch eine Folge eine Salicylatunverträglichkeit sein. Man kennt es von Ass oder Aspirin die das Blut dünner machen und es zu blauen Flecken kommen wenn man es länger einnimmt.
Salicylsäure ist auch in lebensmittel und kann dies auch auslösen wenn sie nicht verstoffwechselt werden kann.

Ich könnte jetzt noch mehr zu Symptomen schreiben aber letztendlich ist es hier möglich sich ein wenig zu helfen und die Symptome zu mildern. Ich selbst hatte fast alle Symptome, die du aufgeschrieben hast und konnte diese aber soweit in Griff bekommen mit Ernährung und meiden von Triggern.

Schau wie du dir helfen kannst....dein Körper brauch deine Unterstützung.
Wenn man so viele Symptome hat dann merkt man nicht, dass andere Dinge diese auslösen. Ich habe es erst gemerkt als ich diese weggelassen habe und sich mein Körper etwas beruhigen konnte. Dann probierte ich was aus und merkte...oh Symptome und so konnte ich nach und nach finden was geht und was nicht.
Ganz Symptomfrei wird man nicht aber lebensfähig und bei mir wird es insgesamt immer besser bzw ich reagiere teils gar nicht mehr oder nur leicht selbst wenn ich mal triggern ausgesetzt bin.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft
Zuletzt geändert von Luna am Montag, 30.10.17, 2:45, insgesamt 2-mal geändert.
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LG Luna

Gesundheit gewinnt erst an Bedeutung, wenn man krank ist.
(© Franz Schmidberger (*1942)

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.
(Hippokrates)

Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 2 bis 3 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Mir geht es inzwischen gut bis auf paar Kleinigkeiten.
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