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Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Euer ADFD Team

Thread für Langzeitbetroffene !

Wenn moderne Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Annanas » Freitag, 08.12.17, 19:02

Hallo Jojo :) ,
jojo71 hat geschrieben:Was ich nicht verstehe, warum das ganze Leid nicht wirklich an die Öffentlichkeit kommt und dadurch endlich mal anerkannt wird! Hier und da gibt es mal einen Bericht, aber mehr auch nicht. Wir sind Opfer, leiden Tag für Tag und keinen interessiert es! Viele verlieren ihren Job/Familie/Freunde/ihr Leben... selbst durch prominente Opfer ändert sich Null!
Jede Randgruppe hat ihre Lobby, warum wir nicht?
Die Pharmafirmen haben wirklich eine geniale Marketingstrategie, die Studien sind sehr kurz gehalten - in den USA werden Prominente für die Vermarktung gewonnen usw.

Der Chefarzt der psychiatrischen Klinik hier in der Stadt, hat z.B. seine Nebeneinnahmen aus Seminaren usw offengelegt (wenn es denn alles ist - aber das ist ein anderes Thema) - als Sponsoren waren z.B. aufgezählt: Lundbeck, Novartis usw - hat man
da noch Fragen, wie in dieser Klinik gearbeitet wird?!

Dazu kommt daß das Medizinstudium heutzutage mehr auf Symptombekämpfung, als auf Ursachenforschung ausgerichtet ist,
das hat mir sogar mein HA bestätigt u. da sind Medikamente natürlich ideal, gerade, wenn sie auch noch verharmlosend
dargestellt werden!
Das beste Beispiel ist heute der Beitrag hier von Sonnenkind:
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 58#p220358!

Der nächste Punkt wäre, daß in Deutschland Sammelklagen nicht zugelassen sind - ich denke, dann hätte sich auch in der Richtung schon Einiges bewegt.
Angedacht war es wohl "schon" - aber wurde wieder in die nächste Legislaturperiode verschoben - wer weiß warum??! :evil:

So kann man sich eine Klage kaum leisten - ich habe da auch schon mal drüber nachgedacht, ich habe zwar eine Rechtsschutzversicherung, die auch Schadenersatzklagen umfaßt, aber ich bin mir fast sicher, daß die sich nicht dazu hinreißen lassen, die Kosten für einen Prozeß gegen ein Pharmaunternehmen zu tragen! :(

Das alles macht mich auch unendlich wütend - irgendetwas will ich noch machen, wenn ich mal mit dem Absetzen fertig bin, momentan fehlt mir die Kraft dazu - selbst das Nachdenken darüber zieht mich dann stimmungsmäßig in den Keller!

Liebe Grüße von Anna
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen Anderer ergeben haben.

jojo71
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von jojo71 » Freitag, 08.12.17, 21:45

Hi Anna,
Die Pharmafirmen haben wirklich eine geniale Marketingstrategie, die Studien sind sehr kurz gehalten - in den USA werden Prominente für die Vermarktung gewonnen usw.

Der Chefarzt der psychiatrischen Klinik hier in der Stadt, hat z.B. seine Nebeneinnahmen aus Seminaren usw offengelegt (wenn es denn alles ist - aber das ist ein anderes Thema) - als Sponsoren waren z.B. aufgezählt: Lundbeck, Novartis usw - hat man da noch Fragen, wie in dieser Klinik gearbeitet wird?!
Es ist einfach zum K :censored: , alle wissen es und es wird toleriert!
Dazu kommt daß das Medizinstudium heutzutage mehr auf Symptombekämpfung, als auf Ursachenforschung ausgerichtet ist, das hat mir sogar mein HA bestätigt u. da sind Medikamente natürlich ideal, gerade, wenn sie auch noch verharmlosend dargestellt werden!
Das beste Beispiel ist heute der Beitrag hier von Sonnenkind:
viewtopic.php?p=220358#p220358!
Ganz übel, was dort steht! :frust:
Der nächste Punkt wäre, daß in Deutschland Sammelklagen nicht zugelassen sind - ich denke, dann hätte sich auch in der Richtung schon Einiges bewegt.
Angedacht war es wohl "schon" - aber wurde wieder in die nächste Legislaturperiode verschoben - wer weiß warum??! :evil:

So kann man sich eine Klage kaum leisten - ich habe da auch schon mal drüber nachgedacht, ich habe zwar eine Rechtsschutzversicherung, die auch Schadenersatzklagen umfaßt, aber ich bin mir fast sicher, daß die sich nicht dazu hinreißen lassen, die Kosten für einen Prozeß gegen ein Pharmaunternehmen zu tragen! :(
Eine Klage ist aussichtslos, selbst bei ganz klaren Behandlungsfehlern hat man so gut wie keine Chance auf Schadensersatz! Was ich da schon für Geschichten gehört habe (beruflich und privat) geht gar nicht und keiner hatte eine Chance vor Gericht! Die Ärzte haben ihren Fehler unter 4 Augen sogar zugegeben, aber durften offiziel nichts sagen, wegen der Versicherung... Jeder kleine Autoschrauber, der mal ein Rad nicht richtig fest schraubt, bekommt seine Strafe... aber die heiligen Ärzte können sich fast alles erlauben!
Mal ein kleines Beispiel aus meiner Familie... Meine Frau bekommt eine Wurzelbehandlung, der Zahn schmerzt aber weiter... Aussage vom Arzt, sie können keine Schmerzen mehr haben, also macht er die Baustelle zu... meine Frau hat aber weiter Schmerzen und geht wieder zu dem Arzt, er stempelt sie ab und glaubt ihr weiterhin nicht! Nach ca. einem Jahr wechselt meine Frau den Zahnarzt, da die Schmerzen einfach nicht besser werden... dort wird ein Röntgenbild gemacht und was ist zu erkennen?!? Bei der Wurzelbehandlung hat der vorherige Arzt diese komischen Dinger, mit denen man die Wurzelkanäle/Nerven bearbeitet, abgebrochen und stecken lassen... dann den Zahn verschlossen aud auf dumm getan bzw. meine Frau als Simulantin dargestellt...
Eine Nachfrage bei einem Anwalt ergab, eine Klage hat fast keine Chance auf Erfolg!
Das alles macht mich auch unendlich wütend - irgendetwas will ich noch machen, wenn ich mal mit dem Absetzen fertig bin, momentan fehlt mir die Kraft dazu - selbst das Nachdenken darüber zieht mich dann stimmungsmäßig in den Keller!
Es wird nur über die Öffentlichkeit gehen denke ich und ja, es macht mich auch böse :evil:

LG
jojo
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Meine Story!

Seroxat ab ca. 2000
Wechsel zu Paroxat ca. 2006
Paroxat bis November 2014 (kalter Entzug)
Omeprazol sporadisch ab ca. 2010
Omeprazol dauerhaft seit ca. Anfang 2014
Omeprazol von 20mg auf 0 seit 26.09.2016
Omeprazol 20-40mg wieder seit ca. 16.11.2017

Meine Symptome, die sich im Laufe der Jahre entwickelt haben:
- diverse Probleme mit dem vegetativen Nervensystem (z.B. Kreislaufprobleme, Schwindel, starke Missempfindungen)
- diverse Nahrungsmittelunverträglichkeiten
- Fast ständig Druck im Oberbauch
- im Liegen steigender Druck Magen/Darmtrakt bis hin zu dem Gefühl das der Bereich von Hals bis Unterbauch abgestorben ist, sehr flache Atmung, Besserung nur im Sitzen wenn die Beine tiefer gelagert sind (Kutscherstellung)
- Herzstolpern, Herzrhythmusstörungen, Ruhepuls 90-100
- Muskelschmerzen (Hals, Nacken, Rücken)
- Intercostalneuralgie mehr linksseitig
- immer wieder Blockaden der HWS (Atlas), BWS und Beckenschiefstand
- Tinnitus
- Attacken (extremer Druck Oberbauch, weiß wie die Wand, höherer Ruhepuls, zittern, Polyurie usw. Dauer ca. 2-3 Stunden)
- Hypoglykämie
- Schmerzen nach jeder körperlichen Anstrengung über mehrere Tage
- Einschlafstörungen (Atemaussetzer, aufschrecken mit Missempfindungen und Herzstolpern)
- kein erholsamer Schlaf mehr möglich (An guten Tagen fühle ich mich morgens wie ein 80 Jähriger!)
- heftige Kopfschmerzen
- Extreme Stimmungsschwankungen
- absolut keine Stressverträglichkeit

Diagnosen bisher:
- Laktoseintoleranz (Fehldiagnose, liegt wohl an der DDF)
- Dünndarmfehlbesiedlung
- Herzrhythmusstörungen/hoher Ruhepuls
- Magenschleimhautentzündung/Hiatushernie
- Ständig Intercostalneuralgie
- Immer wieder Blockaden HWS (Atlas)/BWS und Beckenschiefstand
- Allergien: Gräser-, Roggen-, Birken-, Haselnusspollenallergie, Weizenmehl, Roggenmehl, Sellerie usw.
- Mangel an diversen Vitaminen

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von neuling » Samstag, 09.12.17, 15:40

Hallo zusammen,

das ist wirklich der größte Skandal und keinen interessiert es! !

Mir geht es nicht um Geld. Damit bekomm ich mein Leben nicht zurück.

Aber es darf doch nicht sein das Menschenleben über Krankenkasse zerstört werden und das dieser Horror nicht mal geglaubt wird. Das ist doch die schlimmste Situation in die man geraten kann.

Man sagt die Wahrheit das man durch die Tabletten so krank geworden ist und bekommt daraufhin die noch viel schlimmeren "Medikamente " verpasst.

Das ist doch der pure Wahnsinn

Und dann steht man ganz alleine da. Vor den Scherben.

Ich habe einen Psychiater kennengelernt, im nachhinein,
der meinte zu einer Kollegin das mein Fall an die Öffentlichkeit gehört. Zu mir hat er das nicht gesagt.

Sie hat mir das erzählt weil auch sie mir glaubt. Aber es kann ja keiner helfen.
Aber unterstützen tut mich keiner! !!

LG Mary
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Diagnose: keine- längere Krankheit, hab 10 Kilo ungewollt abgenommen, hab mich in eine Panik gesteigert, konnte nicht mehr schlafen, es stand Ms und borreliose im Raum. Bis heute nicht endgültig geklärt.
Stattdessen Beruhigungstabletten Opipramol bekommen. Zum ausprobieren!


Opipramol 25 mg - 50 mg täglich für ca. 5 Wochen (Ende März 16 bis ca.Ende April 2016) kalt abgesetzt wie Neurologin gesagt hat
Hatte keine Ahnung das so ein Horror folgt
Konnte nicht mehr schlafen, etc. Hab nicht verstanden das es vom absetzen kommen kann.

zunächst Mai 16 Oxacepam 10 mg 2 x, Zopiram 1 x, Tavor 1 mg 1 x, dann nochmal Ende Mai 5 x Oxacepam, Diazepam 1x, Umstellung auf Bromazepam 2mg für ca. 17 Tage mit Mirtazapin zunächst 7,5mg, dann 15 mg

Hatte auch noch eine Vollnarkose in dem Zeitraum.

dann Umstellung auf Mirtazapin 15 mg , Dominal 80 mg (3Tage), Olanzapin 2,5mg (4Tage), Dominal und Olanzapin wieder abgesetzt w/ Unverträglichkeit, stattdessen Mirta und Dipiperon 40mg (für 7 Tage).

Jetzt nur noch Mirtazapin 15 mg alles nur um zu schlafen
17.08.16 Mirta 7,5mg sonst nix schlimme Symptome seit langer Zeit, werde nochmal auf 15 mg gehen

Habe dann wieder auf 7,5mg reduziert
10.9.16 bin auf 0 Mirta gegangen lt.Arzt

Hatte die ganze Zeit auch mit Mirta schlimmste Zustände vermute hab ich nie vertragen

28.9. 16 Psychatrieeinlieferung
haben mir gar nicht zugehört mit den Tabletten in der Vorgeschichte --- Risperdal angesetzt wegen Psychose (kann nicht von den Tabletten sein! )
hab ich nicht genommen
Haldol unter Androhung Gerichtsbeschluss
Habe mich ergeben.
Haldol 2mg früh 4mg abends
Diazepam 10 mg
Dominal zum schlafen 40mg
Ca.4 Wochen lang an 1x Tavor erinnere ich mich
24.10.16 Umstellung auf Risperdal von Haldol
Akineton, Diazepam innerhalb 4Tage
Ab 3.11.Risperdal u.Akineton
Ab 10.11.16 alles abgesetzt und
Oxacepam u.Zolpidem
Dann irgendwann Mirtazapin bis 30mg aufdosiert
Und abilify 5 dann 10 dann 5 dann 3 mg
So bin ich dann entlassen worden.
Ohne Diagnose! !!
Absoluter Wahnsinn was die mit mir gemacht haben .
Aussage : Wir sind ein Fachkrankenhaus vertrauen Sie uns! !
Jetzt heißt es das auf Station wohl nicht SO GUT GELAUFEN IST.
5.1.17 Mirtazapin nach Entlassung auf 15 mg reduziert
Keine Veränderung der Symptome
Abilify alle paar Tage um 0,5 mg reduziert
Ging schief.
Ende Jan 17 Abilify auf 0
Mirta auf 15 mg
22.2.17 Abilify wieder genommen 1mg
Dann 2mg
24.2.17 Abilify 3 mg
16.3.Mirtazapin 7,5 mg
23.3.Mirtazapin lt Arzt auf 0
Seitdem kein Mirta mehr
Abilify reduziert ab 01.04.17 immer um 0,5mg
Von 3 mg auf 0
23.05.17 Abilify 0
Keine Medikamente mehr seitdem.
Aber mir geht es schrecklich.
Nach absetzen Mirta ging es besser und während Reduzierung Abilify auch.
Auf 0 dann wieder Horror vom feinsten.

2.6.17 Abilify 0,5mg lt.Arzt
Ging nicht.
Wieder ohne.
27.6.17 Abilify 0,2mg versuch lt. Forum nach 7 Tage
4.7.17 Abilify auf 0,4mg bis 23.7. durchgezogen keine Besserung.
18.7. Psychosomatische Klinik o Wunder die haben mir geglaubt das das meiste Medikamenten bedingt ist und sie mit mir absetzen.
24.7.Reduzierung auf 0,3mg Abilify
6.8. Reduziert auf 0,2 mg
13.8.reduziert auf 0,1 mg
21.8. Auf 0
Keine Änderung der Symptome während Reduzierung.

Allerdings geht's mir immer noch ganz schrecklich. Hölle auf Erden. Bin zuhause.

Habe ALLE Symptome vor allem Kopf , Akathisie, Sehstörungen, Gefühl umzufallen, Gefühl das mein Hirn "ausschaltet". Es ist die pure Hölle! !!!

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von neuling » Samstag, 09.12.17, 15:42

Hallo

hat den niemand Freunde bei der Zeitung oder beim Fernsehen?

Da müsste jemand ins Wespennest stechen!

LG Mary

padma
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von padma » Mittwoch, 13.12.17, 13:55

liebe Langzeitbetroffene, :)

hier zum Mut machen ein Bericht von Drops :) , zu ihrer Heilung nach einem protahierten Entzugssyndrom
viewtopic.php?p=221119#p221119

lg padma
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seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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27.12.2017: 0,425 mg es wird weiter ge :schnecke: t


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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von jojo71 » Mittwoch, 13.12.17, 14:39

Hallo Padma,
genau solch einen Bericht kann ich gerade gut gebrauchen, danke!!! :hug:

Gruß
jojo
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Omeprazol 20-40mg wieder seit ca. 16.11.2017

Meine Symptome, die sich im Laufe der Jahre entwickelt haben:
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- Herzstolpern, Herzrhythmusstörungen, Ruhepuls 90-100
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- Einschlafstörungen (Atemaussetzer, aufschrecken mit Missempfindungen und Herzstolpern)
- kein erholsamer Schlaf mehr möglich (An guten Tagen fühle ich mich morgens wie ein 80 Jähriger!)
- heftige Kopfschmerzen
- Extreme Stimmungsschwankungen
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- Dünndarmfehlbesiedlung
- Herzrhythmusstörungen/hoher Ruhepuls
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- Ständig Intercostalneuralgie
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von sybsilon » Dienstag, 26.12.17, 10:17

Hallo,

auch nach fast 3 Jahren auf "0" ist mein Zustand meistens eine Katastrophe.
Vertrage keinen Stress, egal ob positiv oder negativ.
Bin ständig erschöpft und habe keine Freude an Nichts.

LG sybsilon
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Diagnose: Angst-Panikstörung
06/14 Venlafaxin 37,5 mg
07/14 Venlafaxin 75 mg
08/14 Venlafaxin 112,5 mg
10/14 Venlafaxin 75 mg
dann bis 02/15 Venlafaxin reduziert auf 37,5 mg
seit 14.2.15 auf anraten von Ärztin auf "0".
Seit Dezember 14 Schwindel, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme, Ohnmachtsangst, Gangunsicherheit, elektrische Schläge im Magen, Panikattacken, Kribbeln Arm und Bein links, Massive Nackenprobleme. Herzrasen, Extrasystolen und starke Stimmungsschwankungen.
von 1.6.15-28.7.15 wieder Psychiatrieaufenthalt. 3 Wochen Mirtazapin erst 15mg dann 30mg aber wegen RLegs abgesetzt, dann Doxepin 25mg nacher Woche 50mg und nach ein paar Tagen auf 75mg aber wegen massiver Magenschmerzen, Suizidgedanken und RLegs auch abgesetzt.
Seit 20.7.15 Medikamentenfrei.
aktuelle Symptome: kribbeln, ziehen in Beinen und Armen, Leichte Übelkeit( nicht immer), sehr nervös, sehr geräuschempfindlich, vermehrte Panikattacken. Ab und zu Herzstolpern, aber nicht mehr so häufig. Das Haus zu verlassen fällt mir schwer.
Oktober 2015 :
Immer wieder Gangunsicherheit, leichter Schwindel und Übelkeit. Das löst Angst und Panik bei mir aus.
Einen Versuch mit Laif900 (Johanniskraut) gestartet aber wieder abgesetzt wegen Symptomverstärkung.
Ab 04.11.2015 Aufenthalt psychosomatische Klinik
Seit 19.1.16 wieder zu Hause. In der Klinik 3 Tage Trimipramin 12,5mg ausprobiert, aber zu starke NW.
Seit 27.1.16 Wiedereingliederung im Job, Beginn mit 4Std am Tag, danach sehr erschöpft, aber ansonsten wenig Symptome. Gegen Abend (ab ca.18.00Uhr) inneres Frieren und ganz leichte Übelkeit mit leichtem Magendrücken.
Stand 13.2.2016: Magenprobleme mit Rückenschmerzen, Rücken übersät mit großen Pickeln, Schlafprobleme, nach Vit.D Einn. Panikattacke.
4.3.16 Im Moment Welle/sehr erschöpft. Blutuntersuchung :B12=350, Vitamin D =18,1, Ferritin=15,5. Von Eisentabletten schon nach 1Tag Herzrasen mit Panikattacke. Abgesetzt. Ich vertrage absolut gar nichts mehr.
6.4.16 habe noch leichte Stimmungsschwankungen, Frieren in den Abendstunden nach der Arbeit (ca. 17-19 Uhr), Energiebereich schwankt sehr, Nackenschmerzen. Seit 1.4.16 nehme ich Nachtkerzenöl Kapseln, und ich habe das Gefühl sie tun mir gut.
18.6.16 Ich habe wenig Energie. Arbeite wieder voll seit 8.3., aber es strengt sehr an. Kann abends und am Wochenende Nichts unternehmen. Bei Anstrengung kommt leichte Übelkeit. Kann meine Vitaminspeicher nicht auffüllen da ich noch immer Nichts vertrage .:zombie: .Gefühle sind sehr gleichgültig und irgendwie macht mir alles keinen Spaß und ist sinnlos.
Seit 14.2.2015 "0" Venlafaxin
Seit 20.7.2015 "0" Mirtazapin und Doxepin
Seit 21.7.2015 definitiv medikamentenfrei!!!!
Zustand 21.7.2016: sehr erschöpft, leichte Übelkeit hin und wieder, kribbeln in linker Hand und Fuß und linke Gesichtshälfte. Psyche ganz o.k.! Blutwerte 21.7.2016: Vit.B12 253;Ferritin 19,5;Vit.D 31.
18.8.16:Entfernung Kupferspirale
Zustand 24.8.16: Seit 2 Tagen total erschöpft, Kopfrauschen, Nackenschmerzen, Übelkeit aber nicht vom Magen verbunden mit depressiver Stimmung, fast keinen Geruch und Geschmackssinn. Kein Durst- und Hungergefühl.
16.10.16: Zustand viel besser seit Kupferspirale entfernt. Ausschlag auf Rücken nahezu weg. Übelkeit weniger, depressive Stimmung nur noch etwas in der Zeit um die Regel. Brauche noch viel Ruhe und vertrage keine Hektik und Stress mehr. Energie etwas mehr vorhanden.
20.3.17 Vitamin D und B12 vertrage ich wieder.
20.12.17 Übelkeit so gut wie weg.

Clarissa
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Clarissa » Dienstag, 26.12.17, 10:41

Hallo sybsilon.

Nicht die Hoffnung aufgeben!

Ich bin etwa ein Jahr länger als Du auf Null und mein Zustand ist endlich NICHT mehr durchgängig eine Katastrophe.

Stress vertrage ich ebenfalls schlecht und erschöpft bin ich weiter schnell. Freude aber kann ich wieder mehr empfinden und haben.

Langsam scheint es aufwärts zu gehen.

Verlieren wir also die Hoffnung nicht.

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bisher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von sybsilon » Dienstag, 26.12.17, 10:54

Liebe Clarissa,

na das gibt mir Hoffnung, denn Medikamente möchte ich nie mehr nehmen.

Aber das ist schon ein Verbrechen das die uns angetan haben.
Wenn mich Jemand ohrfeigt, kann ich ihn anzeigen.
Was die uns angetan haben ist um ein vielfaches schlimmer und wir können keinen zur Rechenschaft ziehen. :evil:
Das verstehe wer will, aber ich nicht.
In meinen Augen ist das genauso Körperverletzung. :evil:

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Diagnose: Angst-Panikstörung
06/14 Venlafaxin 37,5 mg
07/14 Venlafaxin 75 mg
08/14 Venlafaxin 112,5 mg
10/14 Venlafaxin 75 mg
dann bis 02/15 Venlafaxin reduziert auf 37,5 mg
seit 14.2.15 auf anraten von Ärztin auf "0".
Seit Dezember 14 Schwindel, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme, Ohnmachtsangst, Gangunsicherheit, elektrische Schläge im Magen, Panikattacken, Kribbeln Arm und Bein links, Massive Nackenprobleme. Herzrasen, Extrasystolen und starke Stimmungsschwankungen.
von 1.6.15-28.7.15 wieder Psychiatrieaufenthalt. 3 Wochen Mirtazapin erst 15mg dann 30mg aber wegen RLegs abgesetzt, dann Doxepin 25mg nacher Woche 50mg und nach ein paar Tagen auf 75mg aber wegen massiver Magenschmerzen, Suizidgedanken und RLegs auch abgesetzt.
Seit 20.7.15 Medikamentenfrei.
aktuelle Symptome: kribbeln, ziehen in Beinen und Armen, Leichte Übelkeit( nicht immer), sehr nervös, sehr geräuschempfindlich, vermehrte Panikattacken. Ab und zu Herzstolpern, aber nicht mehr so häufig. Das Haus zu verlassen fällt mir schwer.
Oktober 2015 :
Immer wieder Gangunsicherheit, leichter Schwindel und Übelkeit. Das löst Angst und Panik bei mir aus.
Einen Versuch mit Laif900 (Johanniskraut) gestartet aber wieder abgesetzt wegen Symptomverstärkung.
Ab 04.11.2015 Aufenthalt psychosomatische Klinik
Seit 19.1.16 wieder zu Hause. In der Klinik 3 Tage Trimipramin 12,5mg ausprobiert, aber zu starke NW.
Seit 27.1.16 Wiedereingliederung im Job, Beginn mit 4Std am Tag, danach sehr erschöpft, aber ansonsten wenig Symptome. Gegen Abend (ab ca.18.00Uhr) inneres Frieren und ganz leichte Übelkeit mit leichtem Magendrücken.
Stand 13.2.2016: Magenprobleme mit Rückenschmerzen, Rücken übersät mit großen Pickeln, Schlafprobleme, nach Vit.D Einn. Panikattacke.
4.3.16 Im Moment Welle/sehr erschöpft. Blutuntersuchung :B12=350, Vitamin D =18,1, Ferritin=15,5. Von Eisentabletten schon nach 1Tag Herzrasen mit Panikattacke. Abgesetzt. Ich vertrage absolut gar nichts mehr.
6.4.16 habe noch leichte Stimmungsschwankungen, Frieren in den Abendstunden nach der Arbeit (ca. 17-19 Uhr), Energiebereich schwankt sehr, Nackenschmerzen. Seit 1.4.16 nehme ich Nachtkerzenöl Kapseln, und ich habe das Gefühl sie tun mir gut.
18.6.16 Ich habe wenig Energie. Arbeite wieder voll seit 8.3., aber es strengt sehr an. Kann abends und am Wochenende Nichts unternehmen. Bei Anstrengung kommt leichte Übelkeit. Kann meine Vitaminspeicher nicht auffüllen da ich noch immer Nichts vertrage .:zombie: .Gefühle sind sehr gleichgültig und irgendwie macht mir alles keinen Spaß und ist sinnlos.
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18.8.16:Entfernung Kupferspirale
Zustand 24.8.16: Seit 2 Tagen total erschöpft, Kopfrauschen, Nackenschmerzen, Übelkeit aber nicht vom Magen verbunden mit depressiver Stimmung, fast keinen Geruch und Geschmackssinn. Kein Durst- und Hungergefühl.
16.10.16: Zustand viel besser seit Kupferspirale entfernt. Ausschlag auf Rücken nahezu weg. Übelkeit weniger, depressive Stimmung nur noch etwas in der Zeit um die Regel. Brauche noch viel Ruhe und vertrage keine Hektik und Stress mehr. Energie etwas mehr vorhanden.
20.3.17 Vitamin D und B12 vertrage ich wieder.
20.12.17 Übelkeit so gut wie weg.

Clarissa
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Clarissa » Dienstag, 26.12.17, 11:10

Ach, sybsilon,

gerade las ich: Du bist voll berufstätig! Undenkbar für mich. Trotzdem bin ich froh, daß es mir inzwischen besser geht. Ich kann, da nicht berufstätig, viel mehr auf meine Bedürfnisse achten, das ist mal klar. Insofern habe ich es leichter als andere.

Bitte vergib Deinen Behandlern und versuche, nicht verbittert zu werden. Diese negativen Gefühle bringen uns nicht weiter. Ausserdem: wir haben sie um Hilfe angefleht und sie haben uns nach ihrem besten Wissen behandelt. Sie wissen wirklich nicht, was sie tun. Leider sind sie meist nicht zum Dazulernen bereit, das werfe ich ihnen vor.
Na, egal, ich geh nicht mehr hin.

Und: geschluckt haben wir es selbst, in blindem Vertrauen.

Weiter machen :wink: .

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Monalinde
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Monalinde » Dienstag, 26.12.17, 13:04

Hallo Clarissa,

Ich empfinde es auch ähnlich wie du mit den Behandlern. Wie sind hingegangen und haben um Hilfe gebeten. Wir haben auf die Medikamente vertraut, Aufklärung darüber gab es allerdings keine.

Sie wissen es nicht anders. Oder vielleicht doch! Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es sich noch in keiner Arztpraxis herumgesprochen haben sollte, dass es auch zu Entzugserscheinungen kommen kann. Und trotzdem scheint munter drauf los weiter verordnet zu werden. Das ist das, was ich nicht verstehen kann. Es scheint immer noch um Profitdenken, das Prestige, vielleicht auch pure Gedankenlosig- oder auch Hilflosigkeit zu gehen. Das ist das, was ich anprangere in Anbetracht der Folgewirkungen, natürlich auch meiner.
Ich will nicht abstreiten, dass der Einsatz der Psychopharmaka auch in ganz schweren Fällen von Nutzen sein kann, aber auch nur dann!

Ich gratuliere zu deinem besseren Schlaf, das ist ermutigend, und ich kann mir vorstellen, dass du mehr als froh darüber bist. Du hast wieder eine Hürde genommen bzw dein Körper.

Bei mir geht es in dieser Hinsicht auch voran, zwei schlechten Nächten mit Früherwachen folgt dann immer eine ganz normale Nacht, ohne wirre Träume, so wie früher eben. Der Tinnitus macht es ebenso

Und so hoffe ich, dass es auch bei uns Lang-langzeitentzüglern immer noch Verbesserungen gibt,

und dass das Jahr 2018 ein gutes werde.

Mona
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2005 bis 2010 Einnahme von Remergil 7,5 mg und Trevilor bis zu 37,5 mg, ich habe in diesem Rahmen manchmal erhöht und reduziert
2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
Dezember 2012 auf Null abgesetzt, ausschleichend alle drei Wochen 10 Prozent der ursprünglichen Dosis

Diagnose: Depression und Angststörung

Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.

Zahlreiche körperliche Symptome:
(Tinnitus , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals, saures Aufstoßen, Albträume, Durchschlafstörungen, Erschöpfungszustände, Stimmungsschwankungen, Hautausschläge, Angstzustände, Gelenkschmerzen, Schwindel))


2016: Nebenhöhlenentzündung, Schleim im Hals, Stimmungsschwankungen bzw. Neuroemotionen, Tinnitus, noch
leichte Schlafstörungen, lebhafte Träume, die wahrscheinlich meinen Tinnitus triggern, aber keine Albträume
mehr, Schüttelfrost

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Clarissa » Dienstag, 26.12.17, 14:55

Hallo Mona,

so machen und halten wir das alles, jawohl! Wir hoffen und machen weiter, was sonst?

Was unsere Behandler angeht: ich fürchte, wir sind denen WURSCHT. Sie tun es nicht mit dem Vorsatz, uns zu schaden, es sind die gängigen Behandlungsleitlinien und mehr interessiert sie nicht.
Sie wollen auch ihren Feierabend und ein schönes Leben und sich nicht noch ausserdienstlich in die unerfreulichen Probleme einer Randgruppierung einarbeiten.

Naja, von mir aus und mit mir nicht mehr.

VG von Clarissa.
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von LenaLena » Dienstag, 26.12.17, 15:37

Hallo ihr lieben Langzeit-Entzügler,

ihr seid toll, dass ihr das durchhaltet, das muss mal gesagt sein! Ehrlich.

Ich bin erst seit 5 Monaten im Entzug und kann mir kaum vorstellen, wie man das so lange schafft, und wie krass eure Wut auf dieses Krankensystem (denn Gesundheitssystem kann man das nicht nennen) und auf die Behandler und ihre oftige Ignoranz sein muss... ich platze ja fast schon! :evil:
Ich stimme zu, dass das Körperverletzung ist, was mit uns gemacht wurde.
Und wenn man die wohlmeindenden Ärzte aus dem Schneider ziehen möchte (ich denke ehrlich gesagt, dass jeder Arzt, der ja auf der Uni (!!) war, gelernt haben muss, seine Informationen auch außerhalb des Pharmapools einzuholen, zu recherchieren, zu vergleichen - das ist seine Verantwortung!), dann muss die Pharmaindustrie beschuldigt werden.

Auch wenn wir das Zeug geschluckt haben - wir hatten ja keine Wahl, da uns gesagt wurde, unsere "Erkrankung" sei so schlimm, dass sie Medikamente erfordert. Hätte ich nur einmal gehört, dass das auch ohne Medikamente schaffbar ist, hätte ich das probiert!

Ich wünsche euch alles Gute weiterhin, auf dass es aufwärts gehe :)

LG Lena
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Ab 2009: Paroxetin 10mg ohne Einschleichen (Hausarzt) wegen Angst- und Panikstörung.

Anfang 2011: 1. Absetzversuch. Viel zu schnell, starke Entzugssymptome (Bettlägrigkeit) nicht aushaltbar + mit Grunderkrankung verwechselt. Nach 3 Monaten: Erneute Paroxetin-Einnahme. Nach 2. Einnahmetag symptomlos!
*Therapiestunden (2010-2017), aber wenige+große Abstände, da ich sie selbst zahlen muss und mir nicht viele leisten kann (in Ö übernimmt das seltenst die Kasse).*
2013: Nach viel Aufarbeitung: 2. Absetzversuch. Selbe Symptome wie damals, nicht aushaltbar, komplettes Leben kommt zum Erliegen. Diesmal erst mit 20mg Paroxetin wieder "gut".
April 2014: Wegen starker NW möchte ich von den Tabletten weg und reduziere auf 10 mg => starke Magen/Darmprobleme (bis hin zu ärztl. vermuteter Gallenkolik), starke Angst, Panikattacken, labile Psyche, starke körperliche Symptome. Bleibe aber bei 10 mg. Keiner fühlt sich zuständig, mich über die Einnahme von SSRI aufzuklären.
Ende 2014: Reduzierung auf 5 mg => sehr schwere Symptome (Schwindel, Unfähigkeit zu gehen, Derealisierung, starke Angst, stärkste Lichtempfindlichkeit, depressiv (was ich vorher NIE war). Liege nur noch am Sofa. Aber: einige "Fenster".
Sept. 2015: Halte es nicht mehr aus, bin überzeugt dass ich einfach schwer krank bin, nehme wieder Paroxetin 10 mg => wirkt nicht. Dann 20 mg => wirkt kaum. Komplett verzweifelt. Neuer Hausarzt überweist mich (erstmals!) zu Psychiater => Paroxetin greife nicht mehr, sei sowieso ein "unsanftes Medikament", verschreibt mir Escitalopram, soll direkt wechseln.
Ab Dez. 2015: Fliegender Wechsel Paroxetin 20 mg zu Escitalopram 10 mg. Sehr starke Entzugssymptome (die ich mittlerweile schon kenne), aber ich schaffe es. Gut geht es mir aber nicht (wusste nicht, dass das so lang anhalten kann).
März 2016: Auf 20 mg Escitalopram hoch (Psychiater), da es mir noch immer nicht gut geht (Entzug vom Paroxetin, wie ich jetzt weiß). Nach Hochdosierungssymptomen geht es mir recht gut, aber fühle mich von Gefühlen abgekoppelt, kann keine Freude + Zufriedenheit mehr empfinden!
2017, März bis August: Langsame (aber doch zu schnelle) Reduktion von Escitalopram. Dank Therapeutin Tabletten sehr oft geteilt und bis in homöopatische Krümeldosen gegangen. Leider mangels Wissen ohne Wiegen o.ä.
9.8.2017: Erster Tag 0 mg! => 2-3 Wochen starke Symptome (erkannte sie als Entzug), dann etwas besser. Protokolliere jetzt genau mit.
Sept + Okt 2017: Viele schlechtere Phasen, einige starke Einbrüche, sehr starke, vielfältige körperliche Symptome, die ich nicht erklären kann. Kann mein Leben nicht normal weiterleben.
1. Nov 2017: Komplett-Zusammenbruch. Da ich nicht weiß, dass Entzug so lange dauern kann, bin ich komplett verzweifelt. Telefonat mit Psychiaterin => Ich sei (noch) nicht gesund, bitte sofort wieder Escitalopram nehmen, vermutlich lebenslang! Bin verzweifelt, suche im Internet und finde das ADFD-Forum!!Mir fällt es wie Schuppen von den Augen...
Da ich schon über 12 Wochen auf 0 mg bin, bleibe ich dabei, Eindosierung macht laut Forum wenig Sinn.
16.11.2017: Selbst initiierte Untersuchung Schilddrüse => Unterfunktion, SD-Hormone
Seit 9.8.2017: Protrahierter Entzug mit teilweise starken körperlichen und psychischen Symptomen, aber auch Fenstern.
Mein Thread: viewtopic.php?t=14041

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