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Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Euer ADFD Team

Seroquel/ Quetiapin retard reduzieren

Auch für Antiepileptika (z.B. Lyrica/Pregabalin), Stimmungsstabilisierer und Stimulanzien
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Bachplaetschern
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Seroquel/ Quetiapin retard reduzieren

Beitrag von Bachplaetschern » Dienstag, 09.01.18, 18:57

Hallo ihr Lieben im Forum,

ab heute werde ich Seroquel Prolong 150mg reduzieren.

Meine Ärztin war nicht ganz soo begeistert. Dennoch möchte ich eine Reduktion versuchen, da ich schauen möchte ob das Seroquel evtl. meine Symptomatik begünstigt, welche ich seit einigen Jahren mit mir rumschleppe. u.a sehr geringe Belastbarkeit, geringe Streßtoleranz, schlecht aus dem Bett kommen (brauche min. 10 Std. Schlaf), Konzentrationsschwierigkeiten, Reizüberflutung, Tinnitus.

Das Seroquel ist das Medikament, dass ich schon am aller längsten nehme ( 6 Jahre). Deshalb möchte ich schauen, ob sich evtl. was an meiner Belastbarkeit verbessert und ob ich weniger Schlaf benötige. Habe nämlich eine Arbeitgelegenheit seit September 2017 und es ist utopisch für mich morgens um 9 dort zu sein. Wäre schön, wenn sich da was verbessert.

Es ist einfach ein Versuch, da ich schon so viel anderes ausprobiert habe, um meine Symptomatik zu verbessern.

Ich habe heute meiner Ärztin auch von der 10% Methode erzählt und sie hat irgendwie ziemlich zerknirscht reagiert.
Was ich total verstörend ehrlich gesagt fand. :shock:
Sie meinte, dass sie das Gefühl habe, dass Infos aus einem Forum wichtiger seien, als ihr fachärzliche Erfahrung. :wacko:

Fand ich total merkwürdig, dass sie da so reagiert. Ich meine, ich möchte einfach das Beste für mich und mir nicht unnötigen Stress zu muten. Dass ich mich im Internet informier ist einfach ein Akt der Selbstfürsorge.

Wie reagieren eure Ärzte darauf, wenn ihr ihnen widersprecht bzw. neue Ideen mitteilt, die ihr zB. hier gelesen habt?



Viele Grüße und freue mich von euch zu hören :)

Bachplaetschern :)

padma
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Re: Seroquel/ Quetiapin retard reduzieren

Beitrag von padma » Dienstag, 09.01.18, 19:41

hallo Bachplätschern, :)

jetzt willkommen in deinem thread.

Dass Ärzte nicht "begeistert" sind, wenn man ihnen erzählt, dass man sich im Internet informiert hat und ihnen mitteilt, dass man entsprechend den Empfehlungen eines Forums ausschleichen möchte, ist leider eher die Regel als die Ausnahme.

Viele von uns hier, besprechen daher das Ausschleichen nicht im Detail mit ihren Ärzten, sondern reduzieren selbstständig, so wie sie es wollen. Es ist unser Körper und unsere Gesundheit!

Was du an Symptomatik schilderst sind klassische Nebenwirkungen von NL, daher könntest du von einer Reduktion wirklich profitieren.
Über die Umstellung auf nicht-retardiertes Quetiapin weisst du ja bereits Bescheid.

Könntest du bitte noch etwas mehr zu dir schreiben?
Was nimmst du sonst noch für Medikamente? Was ist/war der Einnahmegrund?
Bitte erstelle noch eine Signatur.

hier die wichtigsten Infos viewtopic.php?f=32&t=12884

liebe Grüsse,
padma
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Re: Seroquel/ Quetiapin retard reduzieren

Beitrag von Bachplaetschern » Dienstag, 09.01.18, 19:52

Hallo Padma,

ja das mit der Signatur werde ich noch machen und auch mehr über mich schreiben.


Dass langes Schlafen und geringe Belastbarkeit Nebenwirkungen sein können, kann ich mir gut vorstellen.

Hast du denn schonmal davon gehört, dass auch Reizüberempfindlichkeit oder kaum Stresstoleranz als Nebenwirkungen vorkamen? Das Seroquel ist ja eigentlich genau GEGEN diese Symptome gedacht, Es soll einen ja eher reizunempfindlicher machen und beruhigen.

Viele Grüße & bis bald

Bachplaetschern

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Re: Seroquel/ Quetiapin retard reduzieren

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 09.01.18, 20:31

Guten Abend!

Du kannst es bei deiner Ärztin ja so drehen, dass sich dieses ominöse Forum an den Empfehlungen dieser Broschüre mitorientiert. Sie ist von der deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie und es haben Mediziner daran mitgewirkt.

Bitte schau mal rein: viewtopic.php?f=32&t=8997

Grüße, Murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Seroquel/ Quetiapin retard reduzieren

Beitrag von inandout » Dienstag, 09.01.18, 21:55

Hallo Bachplaetschern,

ich war heute bei meinem Arzt und habe bei der Frage "Benzodiazepine" mein Argument auch spontan mit der Broschüre der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie gestützt (schade drum, die Richtigkeit eines Arguments hängt nicht davon ab wer es sagt). Und mein Arzt ist schon ein offener, der z.B. Neuroleptika-kritisch ist (meine Psycho-Drogen). Aber er ist eben auch trotzdem Arzt in seiner Rolle, heißt, wenn der Patient/ die Patientin dort mit ganz eigenen Vorstellungen kommt, stellt das eben schon seine Autorität in Frage, davon ist wahrscheinlich kein Arzt frei. Deswegen stimme ich Murmeline mit ihrem strategischen Vorgehen zu (unter Schmerzen). Long live authority, long live positions, long live alienation (Ironie aus ;))

Liebe Grüße,

inandout
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Ausgangsmedikation (im größten Teil des Verlaufs wusste ich noch nichts von ADFD). Das ist leider nur eine nicht ganz genaue Rekonstruktion:

Mit Psychiatern:

Juli 2009: 800 mg Amisulprid (Klinikentlassung)
Okt. 2011: 400 mg Amisulprid
März 2012: 200 mg Amisulprid
Anfang 2013: 150 mg Amisulprid
Juli 2013: 50 mg Amisulprid
August 2013: 100 mg Amisulprid
Anfang 2014: 75 mg Amisulprid
September 2015: 50 mg Amisulprid
Anfang 2016: 100 mg Amisulprid
Juli 2016: 75 mg Amisulprid

Auf eigene Faust:

Januar 2017: Kaltentzug Alkohol (vorher über Jahre fast jeden Abend zwei Bier)

8. März 2017: 50 mg Amisulprid
zwischenzeitlich 62,5 mg Amisulprid, außerdem ca. 8. - 24. März jede Nacht 20 mg Oxazepam, dann kalt entzogen
7. April 2017: 75 mg Amisulprid
16. April 2017: 50 mg Amisulprid (wg. paradoxer Effekte)
seit ca. 23. April: 75 mg Amisulprid (weil die Entzugssymptome nicht auszuhalten waren)
27. April: 70 mg Amisulprid (Wasserlösmethode)
28. April: 70 mg Amisulprid (ab jetzt Feinwaage, scheint mir genauer), Symptome: belastende innere Bilder, Fantasien, Schlafstörungen
29. April: 70 mg Amisulprid, Symptome: Unwirklichkeitsgefühle, abends "Fluten" oder "Schwimmen" im Kopf
2. Mai: Umstieg auf 50 mg Amisulprid + 20 mg Lösung, damit die Dosis exakt ist (meine Feinwaage war mir zu ungenau)
4. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, Symptome: Schlafstörungen anhaltend, belastende Fantasien
11. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, damit immerhin 14 Tage geschafft, ohne dass etwas Schlimmes passiert ist. Symptome: Schlafstörungen, belastende Bilder/ Fantasien, teilweise Hoffnungslosigkeit, im schlaf starkes schwitzen
12. Mai: Schlaf etwas besser (6 Stunden am Stück), Sprechen im Schlaf, dafür tagsüber heftige innere Bilder
13. Mai: Schlaf etwas kürzer (5 Stunden am Stück), dafür Besserung der Bilder/Fantasien
14. Mai: weiterhin 70 mg Amisulprid, zusätzlich 3x 450 mg Baldrian, beim Einschlafen ein recht deutliches erschreckendes Bild

Langfristiger Absetzplan: Alle 6 Wochen 5% (mit individuell hergestellten Kapseln; den Einnahmezeitpunkt hatte ich schon schrittweise auf 10 Uhr morgens verschoben)
14. Juli 2017: Beginn mit 66,5 mg Amisulprid
25. August: 63mg
6. Oktober: 59,5mg (bis laufend auf dieser Dosis; relativ symptomfrei, jedenfalls kann ich aktuelle "Symptome" nicht auf die Reduktion schieben)
26. Oktober: Erhöhung auf 60,5 mg mit Wasserlösemethode wegen starker Symptome
4. November: Erhöhung auf 61,5 mg mit Wasserlösemethode (weiterhin stark gestörter Schlaf und belastende Bilder/ Zwangsgedanken)
11. Januar: Weiterhin 61,5 mg mit Wasserlösemethode, weiterhin Zwangsgedanken, jetzt noch Brennen der Nerven, starke Schlafstörungen
17. Januar: 1 mg Tavor wegen extremem Schlafmangel

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Re: Seroquel/ Quetiapin retard reduzieren

Beitrag von padma » Mittwoch, 10.01.18, 17:32

hallo Bachplätschern, :)
Hast du denn schonmal davon gehört, dass auch Reizüberempfindlichkeit oder kaum Stresstoleranz als Nebenwirkungen vorkamen? Das Seroquel ist ja eigentlich genau GEGEN diese Symptome gedacht, Es soll einen ja eher reizunempfindlicher machen und beruhigen.
Ich habe es nicht direkt als NW wo gefunden. Allerdings ist es so, dass Psychopharmaka, die Symptome gegen die sie eigentlich helfen sollen, auch selbst auslösen können. Also, dass ein eigentlich beruhigendes Medikament Unruhe auslöst, ein Antidepressivum selbst eine Depression auslösen oder verstärken kann, u.s.w.

Es ist eben ein recht willkürlicher Eingriff in das ZNS, was es genau auslöst, kann von Person zu Personn sehr unterschiedlich sein.

Da du noch weitere Medikamente nimmst, könnten die natürlich auch die Ursache sein.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Seroquel/ Quetiapin retard reduzieren

Beitrag von Arianrhod » Mittwoch, 10.01.18, 18:32

Hallo Bachplätschern,
ich habe im Netz etwas über die "paradoxe Wirkung" von Quetiapin/ Seroquel gefunden:
https://pflegeboard.de/thema/paradoxe-w ... uel.40375/
geht zwar um alte Menschen, aber wenn das ZNS schon geärgert wurde, reagieren auch Jüngere anders als vom Behandler erwünscht.

liebe Grüße Arian
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2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
viewtopic.php?f=51&t=10634&p=120447#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

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Re: Seroquel/ Quetiapin retard reduzieren

Beitrag von Bachplaetschern » Freitag, 12.01.18, 14:16

Hallo ihr,


ich wollte heute mal erzählen wie es mir bisher so ergangen ist.

Habe das Seroquel 150 retard ab Montagabend auf 100mg retard und 25mg unretardiert reduziert.

Die ersten beiden Nächte war ich gegen 4 Uhr hellwach, habe dann nochmal 25mg dazugenommen. Was mich aber über den Tag sehr müde gemacht hat.

Die Schlafstörungen waren diese Nacht aber schon viel besser. Bin einmal kurz aufgewacht und konnte auch ohne Bedarf wieder einschlafen.

Ansonsten habe ich mich die ersten Tage schon ziemlich gelevelt gefühlt. Ein bisschen als wäre ich krank oder hätte nen Kater, oder beides ;). :zombie:
War die ersten beiden Tage auch sehr reizempfindlich, vorallem visuell.

Habe aber gut für mich gesorgt. Einfach viel Ruhe und ausruhen. Kontakte und angenehme Tätigkeiten pflegen.


Heute fühle ich mich schon besser. Fühle mich wacher/ frischer und komme morgens bissl besser und früher aus dem Bett :)

Werde das jetzt weiter beobachten. Und hoffe, dass es so bleibt wie es grad ist.


Viele liebe Grüße

Bachplaetschern
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Re: Seroquel/ Quetiapin retard reduzieren

Beitrag von Neverthelessw11 » Freitag, 12.01.18, 16:18

Hay,

schön, dass du die erste Reduktion durchführen konntest, 25 mg + Umstellung ist natürlich eine Hausnummer, also klar dass sich alles seltsam anfühlt. Denk dran gerade nach dieser größeren Reduktion erstmal 4-6 Wochen auf der Dosis zu bleiben ;) Gerade wenn du erste Verbesserungen merkst!
Heute fühle ich mich schon besser. Fühle mich wacher/ frischer und komme morgens bissl besser und früher aus dem Bett :)
Genau so ging es mir auch nach der ersten Umstellung! Hatte gar nicht so früh mit einer Verbesserung gerechnet. Werd aber nicht übermütig deswegen ;)

Werde deinen Verlauf auch weiter verfolgen, weil ähnliche Ausgangslage! Darf ich fragen, was deine Grundproblematik ist, weswegen du überhaupt Medikamente nimmst?

Aber das klingt so gut! Freue mich sehr für dich! Aber sei auch nicht enttäuscht, wenn sich in der nächsten Woche (bei immer so ab Tag 4 eine Woche lang) doch noch Symptome zeigen. Wenn du langsam deinen Weg gehst, werden die auch wieder verschwinden!

LG Never
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Medikamente: Seroquel (Quetiapin retardiert) 150 mg + Seroquel (Quetiapin unretardiert) 25 mg abends bei Bedarf

Grund der Medikamenteneinnahme: Angststörung + (daraus resultierende Verzweiflung aka) Depressionen

Psychiatrieaufenthalte:
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Absetzgründe:
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Absetzverlauf: :schnecke:-Tempo
Beginn des Absetzens am 24.11.2017 bei 150 mg Seroquel Retardiert
Aktueller Stand des Absetzens: Retardiert: 0 - 0 - 100 + Unretardiert: 0 - 0 - 25
Zwischenstufen:
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Bachplaetschern
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Re: Seroquel/ Quetiapin retard reduzieren

Beitrag von Bachplaetschern » Freitag, 12.01.18, 22:14

Hallo du,

danke für den Beitrag! :)

Ich überlege grad, dass ich nur noch eine halbe 25mg unretardiert + 100mg retardiert nehme, da mich die unretardierten am Tag so müde machen.

Meinst du der Schritt ist zu groß?

In welchen Schritten bist du vorgegangen?

LG

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Re: Seroquel/ Quetiapin retard reduzieren

Beitrag von Bachplaetschern » Freitag, 12.01.18, 22:15

Ach, habe grad gesehen, dass man das alles scheen bei dir im Untertitel lesen kann.

Vielen Dank :)

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Re: Seroquel/ Quetiapin retard reduzieren

Beitrag von Neverthelessw11 » Samstag, 13.01.18, 11:52

Hay,

vielleicht magst du dir auch eine ähnliche Signatur anlegen? Dann muss man nicht immer alles durchscrollen ;) Zumindest Grund der Einnahme, Medikament, Urpsrungsdosis + aktueller Stand (mit Einnahmezeit) wären super!

Wann nimmst du die 25 mg unretardiert? Ich nehme die immer abends eine Stunde vorm Schlafen - da schlaf ich schön ruhig von und durch die Halbwertzeit von 7-12 Stunden kann ich morgens auch besser aufstehen.

Falls du die nicht abends nimmst: Versuche doch mal (Schrittweise!) die Einnahmezeit auf Abends zu verschieben. Also z.B. jeden Tag 2 h später bis der gewünschte Zeitpunkt erreicht ist.

Ich würde dir dringend abraten von einem weiteren so schnellen Schritt. Dir geht es gerade gut und du merkst sogar eine Verbesserung, mach das nicht durch Ungeduld kaputt. Versuch es mal mit der Abendeinnahme und halte die Dosis 4-6 Wochen! Denn gerade die Umstellung von Ret auf Unret ist für den Körper ja eine echte Veränderung. Nach 4-6 Wochen kannst du dann nochmal 12,5 mg weglassen, das wären 10%. Ab 100 mg solltest du aber auch da die Schritte reduzieren. Ich geh sogar noch langsamer vor (immer 1/4tel einer 25 mg Tablette weniger). Nicht weil es mir schlecht gehen würde, sondern weil ich unbedingt leistungsfähig bleiben will für mein Studium. Du möchtest ja auch leistungsfähig sein bzw werden, damit du auch morgens arbeiten gehen kannst: Ein zu schneller Absetzprozess bringt dich dem Ziel nicht näher. Ich will dir auch keine Angst machen, sondern nur warnen, damit es weiter so positiv läuft!

LG Never
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Grund der Medikamenteneinnahme: Angststörung + (daraus resultierende Verzweiflung aka) Depressionen

Psychiatrieaufenthalte:
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Beginn des Absetzens am 24.11.2017 bei 150 mg Seroquel Retardiert
Aktueller Stand des Absetzens: Retardiert: 0 - 0 - 100 + Unretardiert: 0 - 0 - 25
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Re: Seroquel/ Quetiapin retard reduzieren

Beitrag von Bachplaetschern » Montag, 15.01.18, 10:27

Hallo ihr,

mittlerweile merke ich schon Veränderungen die nicht so angenehm sind.

Fühle mich etwas dünnhäutiger und verletztlicher. Selbstwertprobleme. Teilweise Stimmungsschwankungen und manchmal auch so nen Hang zum Depressiven, eher alles negativ/ verzweifelt sehen.
Abends bin ich im Moment ziemlich platt.

Ich hoffe, dass es funktioniert mit dem reduzieren. Aber ich denke, es braucht einfach Geduld und Vertrauen.

Die Signatur schreibe ich so schnell ich kann! bin grad nur leider bissl zu sehr am durchhängen, aber kommt bald!

Viele Grüße

Ululu 69
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Re: Seroquel/ Quetiapin retard reduzieren

Beitrag von Ululu 69 » Montag, 15.01.18, 17:00

Hallo Bachplätschern,

nimmst du noch 100 mg retardiert und 25 mg unretardiert ? Oder hast du die 25 er Tablette nochmal geteilt ?

Du solltest unbedingt langsam vorgehen, wie never :) dir ja schon geschrieben hat.
Murmeline :) hatte dir ja auch schon einen Link da gelassen.

LG Ute
Schwindel, Angst und Depression immer mal wieder auftretend aber nach ein paar Monaten immer wieder Besserung
Atenolol (Betablocker) 25 mg täglich
2011 Überweisung zum Psychiater, Versuche mit Sulpirid (6 Monate genommen), Amitryptillin (nicht vertragen) und Buspiron, 3 Monate genommen


2012 stationärer Aufenthalt in Psychiatrie nach einjährigem Dauerschwindel. Diagnose :generalisierte Angststörung und schwere Depression.
Alle Medikamente wurden sofort abgesetzt. Lorazepam 1mg 3 mal täglich, nach zwei Wochen ausgeschlichen, Gesamteinnahmedauer sechs Wochen

Seitdem Mirtazapin 30 mg zur Nacht.
Cymbalta 90 mg
Seroquel prolong abends 150 mg

Ein Jahr später Reduzierung Mirtazapin auf 15 mg ohne Probleme. Darunter schwere Schlafstörungen. Daher weiter 15 mg.

2014 zusätzliche Diagnose Schlaf Apnoe Syndrom. Behandlung mit Atemmaske.

Insgesamt über 30 kg Gewichtszunahme.
Gefühlsverflachung und Tagesmüdigkeit.

Ende 2016 Reduzierung Seroquel prolong auf 100 mg.
Am 30.04. Reduzierung Seroquel prolong auf 50 mg.
Seit Juni 2017 Mönchspfeffer gegen Zyklusstörungen
Und Jaborandi Globuli bei Bedarf gegen Schwitzen mit mäßigem Erfolg

21.08.2017 Duloxetin auf 75 mg
18.10.2017 Duloxetin auf 67.5 mg
13.11.2017 Duloxetin auf 60,0 mg

01.01.2018 Mirtazapin auf 13,5 mg

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Re: Seroquel/ Quetiapin retard reduzieren

Beitrag von Bachplaetschern » Montag, 15.01.18, 17:32

Hallo du,


ja bin noch bei 100mg retard und 25mg unretardiert. Werde da so schnell auch nichts verändern.

So Einbrüche sind relativ "normal" oder?


Viele Grüße

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Re: Seroquel/ Quetiapin retard reduzieren

Beitrag von Ululu 69 » Montag, 15.01.18, 19:01

Hallo Bachplätschern,

ganz ohne Symptome läuft das Absetzen leider meist nicht.
Dein Schritt war auch schon recht groß, zumal du auch zeitgleich einen Teil der Dosis auf die unretardiert Form umgestellt hast.
Die Müdigkeit würde ich auf jeden Fall auf diese Umstellung zurück führen.

Kannst du dich mit irgend etwas ablenken ?
Das wäre gut, dann nimmt man die Symptome oft nicht mehr so wahr.

LG Ute
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2012 stationärer Aufenthalt in Psychiatrie nach einjährigem Dauerschwindel. Diagnose :generalisierte Angststörung und schwere Depression.
Alle Medikamente wurden sofort abgesetzt. Lorazepam 1mg 3 mal täglich, nach zwei Wochen ausgeschlichen, Gesamteinnahmedauer sechs Wochen

Seitdem Mirtazapin 30 mg zur Nacht.
Cymbalta 90 mg
Seroquel prolong abends 150 mg

Ein Jahr später Reduzierung Mirtazapin auf 15 mg ohne Probleme. Darunter schwere Schlafstörungen. Daher weiter 15 mg.

2014 zusätzliche Diagnose Schlaf Apnoe Syndrom. Behandlung mit Atemmaske.

Insgesamt über 30 kg Gewichtszunahme.
Gefühlsverflachung und Tagesmüdigkeit.

Ende 2016 Reduzierung Seroquel prolong auf 100 mg.
Am 30.04. Reduzierung Seroquel prolong auf 50 mg.
Seit Juni 2017 Mönchspfeffer gegen Zyklusstörungen
Und Jaborandi Globuli bei Bedarf gegen Schwitzen mit mäßigem Erfolg

21.08.2017 Duloxetin auf 75 mg
18.10.2017 Duloxetin auf 67.5 mg
13.11.2017 Duloxetin auf 60,0 mg

01.01.2018 Mirtazapin auf 13,5 mg

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