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Welche Erkrankung habe ich? Risperidon absetzen

Auch für Antiepileptika (z.B. Lyrica/Pregabalin), Stimmungsstabilisierer und Stimulanzien
crazy
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Re: Welche Erkrankung habe ich? Risperidon absetzen

Beitrag von crazy » Donnerstag, 17.05.18, 17:12

Hallo Tuetensuppe,

ich hab noch eine Idee: geh doch mal auf die Seite www.dgsp-ev.de, unter Veröffentlichungen findest du sowohl eine Broschüre über das Reduzieren und Absetzen von Neuroleptika als auch allgemein über die Anwendung von Neuroleptika. Da steht auch etwas über die häufig zu hohe Dosierung.

Vielleicht hilft dir das.
Gruß, crazy
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JamiepadmaFlummiUlulu 69
2008/09:Klinikaufenthalt mit Verdacht auf Psychose/Anpassungsstörung
Medikation: Zyprexa (weiß nicht mehr wieviel), nach 2 Wochen abgesetzt
2009: Klinikaufenthalt (psychosomatisch)
Medikation: 1,5 mg Risperidon
2009/10: schrittweise Reduktion von 1,5 mg auf 1 mg auf 0,5 mg Risperidon
2010-2015: keine Medikamente
2015: Stimmenhören verbunden mit sehr belastender Situation, Arbeitslosigkeit. Klinikaufenthalt August 2015, Verdacht auf Psychose, 12,5 mg Abilify
2016/17: schrittweise Reduzierung von 12,5 auf 10 auf 7,5 auf 5 mg.
seit ca. März 2017: stabil auf 5 mg Abilify
Dez. 2017: Absetzversuch auf 3,75 mg dann auf 2,5 mg Abilify, Abbruch wegen erneutem Stimmenhören
Seit Dez. 2017: wieder stabil auf 5 mg Abilify
Symptome: keine
Nebenwirkungen: Müdigkeit, vereinzelt depressive Tage. Kinderwunsch ist auch ein Thema mit 32 und in festen Händen
sonstige Therapie: ambulante Gruppentherapie

29.04. Reduktion von 5 mg auf 4,5 mg mit der Wasserlösemethode
04.05. 5mg-5mg-2,5mg im dreitägigen Rhythmus, ø ca. 4,2mg
21.05.18 sehr hohes Schlafbedürfnis auch tagsüber
23.05. Einnahme abends wegen der Müdigkeit

Arianrhod
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Re: Welche Erkrankung habe ich? Risperidon absetzen

Beitrag von Arianrhod » Freitag, 18.05.18, 15:58

Tuetensuppe hat geschrieben:
Donnerstag, 17.05.18, 10:58
Er selber schlägt vor, dass wir uns das reduzieren einfach anschauen und sonst gegebenenfalls auf Ablify wech
Abilify bei Schlafproblemen - frage mal ganz lieb nach, wie dein Psychiater das sieht..... :roll:
STÖRWIRKUNGEN: Psychose ist die häufigste Nebenwirkung, die bei Aripiprazol in Kurzzeitstudien zum Abbruch führt (Plazebo 6,1%, Aripiprazol 3,6%, Haloperidol 1,5%).1 Kopfschmerzen (32%), Schlaflosigkeit (24%),
sagt https://www.arznei-telegramm.de/html/20 ... 81_01.html

auf der Seite wird es auch nochmal namentlich genannt:
Abilify (15%)
http://www.navigator-medizin.de/schlaf- ... achen.html

Als ich Aripiprazol bekommen habe, habe ich die ersten drei Wochen übrigens überhaupt nicht geschlafen. Ich war da in der Klinik, geisterte durch die Gänge, plauderte mit den Nachtpflegern und fühlte mich nicht direkt high, aber hellwach und hibbelig. Und ich hatte VOR der Einnahme keine Schlafstörungen...... gerade als ich dachte, ich müsste jetzt wohl nie wieder schlafen, schlief ich dann doch, wenn auch ziemlich kurz.
Persönliches Fazit: Abilify aktiviert doch sehr.

liebe Grüße Arian
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Tuetensuppe
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Re: Welche Erkrankung habe ich? Risperidon absetzen

Beitrag von Tuetensuppe » Freitag, 18.05.18, 16:28

Hallo alle,

ich habe gerade eine große Panik. Und zwar ist mein Denken seit einer Woche doch sehr zerfahren und es kreist sich nur noch um 2 Dinge: Meine Situation und die eventuellen Nebenwirkungen der Medikamente und die Tatsache das ich momentan geistig nicht in der Lage bin meinen Job zu machen und die damit verbundenen Ängsten: Arbeitslosigkeit, Armut, Obdachlosigkeit..

Mein Denken ist sehr zerfahren und ich kann ausser o.g. Sachen an nichts anderes mehr denken. Das macht mich fertig und bereitet mir große Probleme auf der Arbeit und bei Gesprächen.

Meine Frage ist: Sind das jetzt die Nebenwirkungen vom Risperidon oder Negativsymptome einer Psychose die ich dann vielleicht doch hatte? Also ich rede hier von den zerfahrenen Gedanken, der Interessen- Antrieb und Emotionslosigkeit sowie der Spracharmut.

Ich hatte zwar einerseits das Gefühl, vor der Gabe von Risperdal fitter und aktiver gewesen zu sein und mehr Empfunden zu haben, andererseits habe ich das Gefühl diese Probleme sind nach der letzten Reduzierung viel schlimmer geworden also zumindest das mit dem Denken. Oder kommt das auch noch vom Schlafmangel?

Ich fahre morgen mit meiner Freundin nach Holland und weiss aktuell nicht, wie ich das bewerkstelligen soll.

Ich habe richtig Schiss, dass es Negativsymptome einer Psychose sind und ich das nie wieder loswerde. Habe gerade ein paar Sachen dazu gelesen, das klingt total furchtbar - soziale Vereinsamung, beruflicher Abstieg + prognostisch ungünstig.

@Arian: Der Arzt empfohl mir Abilify nicht zum schlafen sondern damit ich die anderen Symptome nicht mehr so stark habe weil seiner Meinung nach Abilify antriebsfördernd wirkt.

Liebe Grüße,
Matthias
10. - 20. Januar - 2mg Risperidon
20. Januar - 16. März - 3 mg Risperidon
16. März - 27. April - 2,5 mg Risperidon
Seit 27. April - 2 mg Risperidon

10. Januar - 16. März - 25mg Atosil zum Schlafen.

Seit 27. April wieder Probleme beim Schlafen

crazy
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Re: Welche Erkrankung habe ich? Risperidon absetzen

Beitrag von crazy » Freitag, 18.05.18, 21:22

Hallo Matthias,

es ist schwer, jemanden aus der Ferne zu beruhigen, aber wenn man einen normalen unbefristeten Arbeitsvertrag hat und krank wird, ist der Weg in die Obdachlosigkeit weit. Entweder du arbeitest jetzt trotzdem oder du lässt dich krank schreiben. Das kannst du mit dem Hausarzt besprechen.
Zuerst kriegst du eine Lohnfortzahlung, dann Krankengeld, 78 Wochen in drei Jahren. Es gibt nach längerer Krankheit auch die Möglichkeit einer stufenweisen Wiedereingliederung mit weniger Stunden am Anfang.

Selbst, wenn du gekündigt würdest, weil dein Vertrag befristet ist oder du in der Probezeit bist, dann steht dir wahrscheinlich Arbeitslosengeld 1 zu. Und wenn alle Stricke reißen und dir das nicht mehr zusteht, weil du z.B. in den letzten 24 Monaten weniger als 12 Monate gearbeitet hast, dann kannst du Arbeitslosengeld 2, sprich Hartz 4 beantragen. Und dann bist du immer noch nicht obdachlos..

Tut mir wirklich leid, dass es dir so schlecht geht. Gute Besserung.

crazy
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2010-2015: keine Medikamente
2015: Stimmenhören verbunden mit sehr belastender Situation, Arbeitslosigkeit. Klinikaufenthalt August 2015, Verdacht auf Psychose, 12,5 mg Abilify
2016/17: schrittweise Reduzierung von 12,5 auf 10 auf 7,5 auf 5 mg.
seit ca. März 2017: stabil auf 5 mg Abilify
Dez. 2017: Absetzversuch auf 3,75 mg dann auf 2,5 mg Abilify, Abbruch wegen erneutem Stimmenhören
Seit Dez. 2017: wieder stabil auf 5 mg Abilify
Symptome: keine
Nebenwirkungen: Müdigkeit, vereinzelt depressive Tage. Kinderwunsch ist auch ein Thema mit 32 und in festen Händen
sonstige Therapie: ambulante Gruppentherapie

29.04. Reduktion von 5 mg auf 4,5 mg mit der Wasserlösemethode
04.05. 5mg-5mg-2,5mg im dreitägigen Rhythmus, ø ca. 4,2mg
21.05.18 sehr hohes Schlafbedürfnis auch tagsüber
23.05. Einnahme abends wegen der Müdigkeit

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Re: Welche Erkrankung habe ich? Risperidon absetzen

Beitrag von Jamie » Freitag, 18.05.18, 21:39

Hallo Tütensuppe, :)

von 2,5mg auf 2,0mg zu gehen war grob überschlagen eine 20% Reduktion.
Wir empfehlen hier nur Reduktionen von 5-10%.

Wenn du das Gefühl hast diese massive Negativität, Ängste und Zerfahrenheit haben evtl. mit dem letzten Absetzschritt zu tun (was gut möglich ist), dann mache einen Teil rückgängig und dosiere um 0,1mg auf, also auf 2,1mg gehen.
Risperidon ist auflösbar.

Du könntest dann auch schauen, ob sich etwas an deinen Beschwerden ändert, bestenfalls bessert.
Dann hast du auch den direkten Beweis, dass es mit dem Absetzen zu tun hat.

crazys :) Beitrag kann ich zu 100% zustimmen; genau so ist es und so schnell landet man nicht auf der Straße.
Ich bin so jemand der genau diese gezeichnete ´Karriere´ hat: krank, Kündigung, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, 72 Wochen Krankengeld, dann Aussteuerung (in der Zeit ALG 1), Beantragung Rente volle Erwerbsminderung, Gewährung der Rente für 2 Jahre, Rente reicht nicht - drum Aufstocken / Grundsicherung um auf das Existenzminimum zu kommen, Sozialamt zahlt Sozialhilfe und Miete.
Aber ich lebe, bin halbwegs zufrieden und auch nicht auf der Straße gelandet und zwischenzeitlich ist die EM Rente auch auf lebenslang verlängert worden.

Grüße
Jamie
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