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Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Montag, 01.08.16, 16:36

Hallo Ihr Lieben,

bin gerade sehr dankbar dieses Forum gefunden zu haben. Zu mir: Ich bin Laura, 28 Jahre und nehme seit fast 10 Jahren 200mg Solian.
Ich bin als Borderlinerin diagnostiziert worden und mir ist erst vor kurzem klar geworden, dass ich auch hochsensibel bin.
Habe mehrfach versucht das Zeug abzusetzen, bin aber jedes Mail gescheitert. Ich kann dann nicht mehr essen und schlafen, bekomme unglaubliche Angst und habe das Gefühl, dass meine ganze Wahrnehmung aus den Angeln gehoben wird. Es ist schrecklich!
Gerade dachte ich, ich hätte einen guten Arzt gefunden, der mich beim Absetzen unterstützt. Achja, Nebenwirkungen: Schilddrüsenerkrankung bekommen, erhöhter Prolaktinwert, dadurch keine Menstruation und Milchfluss und eigentlich keine Libido mehr. Dazu kommt noch Müdigkeit, Unlust und Antriebslosigkeit.
Ich habe das Gefühl, die Ärzte haben alle keine "Eier in der Hose", niemand traut sich mich zu unterstützen. Solange ich ja und amen sage ist alles gut, aber wenn wirklich mal was essentielles ansteht, gilt dies als neuer "Tick".
Bin sauer, enttäuscht und habe Angst, was die Nebenwirkungen auf Dauer mit mir machen werden.
Zusätzlich zum Solian nehme ich noch 10 mg Escitalopram und eine Schilddrüsentablette.
Ich würde mich riesig freuen, wenn mir jemand helfen kann, oder ein paar Anregungen und Tipps auf Lager hat,
herzlichst, eure Laura
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Re: Solian (Amisulprid) absetzen

Beitrag von padma » Montag, 01.08.16, 17:29

hallo Laura, :)

willkommen im ADFD.
Ich bin als Borderlinerin diagnostiziert worden und mir ist erst vor kurzem klar geworden, dass ich auch hochsensibel bin.
Diagnosen sind öfters fragwürdig, vielleicht sind deine Probleme auch aus der Hochsensibilität heraus enstanden. Hast du schon Möglichkeiten gefunden, wie du damit gut umgehen kannst?
Habe mehrfach versucht das Zeug abzusetzen, bin aber jedes Mail gescheitert. Ich kann dann nicht mehr essen und schlafen, bekomme unglaubliche Angst und habe das Gefühl, dass meine ganze Wahrnehmung aus den Angeln gehoben wird. Es ist schrecklich!
Wie hat du denn versucht abzusetzen? Vermutlich viel zu schnell und du hast unter heftigen Absetzsymptomen gelitten. Schau mal hier http://www.antidepressiva-absetzen.de/Stufe_3.html, diese Absetzsymptome treten auch bei Neuroleptika auf.

Leider wollen viele Ärzte einen nicht beim Absetzen unterstützen.
Dabei sind die Risiken einer Langzeiteinnahme hoch. Und du hast ja bereits ziemliche NW. Diese können auch mit durch das Escitalopram kommen.
Nach 10 Jahren Einnahmedauer ist es m.M.n. wirklich höchste Zeit zu versuchen abzusetzen.

Wichtig ist langsames und systematisches Vorgehen. Wir empfehlen bei Neuroleptika Reduktionen von höchstens 10 % alle 4 Wochen.
Im Neuroleptikabereich http://www.adfd.org/austausch/viewforum.php?f=32 findest du einige threads zu Amisulprid, lies dich da bitte auch ein. Du kannst da auch direkt mit den anderen Betroffenen in Austausch gehen.

Diese Broschüre zum Download ist ebenfalls hilfreich: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=19&t=8997

Kannst du bitte noch eine Signatur erstellen? app.php/rules Punkt 2c. Das ist sehr wichtig, damit wir dich unterstützen können.

liebe Grüsse,
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6.05.2018: 0,275 mg :schnecke:


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Re: Solian (Amisulprid) absetzen

Beitrag von Arianrhod » Montag, 01.08.16, 18:37

Hallo Lollarossa,
Angst, stundenlange Angstattacken sind ein typisches Absetzsymptom von Amisulprid.

Ich zitiere mich mal selbst:
2006 beschloss ich, Amisuprid erstmals komplett abzusetzen. Ich hatte 800 mg bekommen, war jetzt auf 100 und dachte, ich könne den Schritt wagen.
Es wurde die Hölle. Ich bekam: stundenlange Angstzustände, Panikattacken, Derealisation, Depersonalisation, Halluzinationen, was ich zuvor noch nie erlebt hatte. Ich behielt nichts mehr bei mir und nahm wieder 50 kg ab, innerhalb von 3 Monaten. Je länger der Entzug dauerte, desto schlimmer wurde es. Nach vier Monaten wurde ich von der damaligen Psychiaterin der PIA zwangseingewiesen und bekam ein neues Neuroleptikum: Abilify.
Doch das war noch nicht einmal das Ende.
Es folgten mehrere Zwangsaufenthalte in der Psychiatrie. Es folgte das Verschreiben von Neuroleptika, oft drei oder vier gleichzeitig, darunter Haldol, Risperidon,Quetiapin, Aripiprazol, Paliperidon, Promethazin, Chlorprothixen, Dipiperon, Melperon plus Benzodiazepine wie Tavor. Ich hatte die Kontrolle über mein Leben völlig verloren.
Du hast bestimmt schon den großen Fehler bemerkt, den ich gemacht habe, Tatsache ist, dass ich keine Informationen über das Thema hatte.
Von 100 mg auf 0 - das war viel zu schnell.
Bei Amisulprid ist es wichtig, eine Schnecke zu sein und sich auf 1-2 Jahre beim Ausschleichen einzustellen.
lollarossa hat geschrieben: erhöhter Prolaktinwert, dadurch keine Menstruation und Milchfluss und eigentlich keine Libido mehr.
Da wurde ich vom Psychiater richtiggehend ausgelacht - und mich hat es unheimlich gestört. Ich hatte sogar Milcheinschuss. Muttermilch ist für Babys da, aber als Nebenwirkung habe ich mich vor mir selbst geekelt. Wenn man in einer Beziehung lenbt, kann die kaputt gehen oder muss viel aushalten und das alles wegen dem Amisulprid.

Hier schreibe ich auch etwas über HS ( hier sehe ich mich auch, wobei bei mir die Übergänge zu Asperger wohl fließend sind. Auf jeden Fall ist das alles nicht behandlungsbedürftig!)
viewtopic.php?f=15&t=10698

liebe Grüße Arianrhod
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Re: Solian (Amisulprid) absetzen

Beitrag von lollarossa » Montag, 01.08.16, 19:13

Lieben Dank für deine Rückmeldung. Ich freue mich. Wlche Erfahrungen hast du mit Abilify gemacht? Mein Arzt meinte, dass er mich darauf eventuell umstellen kann, oder im Vorhinein fehlende mg Solian dadurch ausgleichen könnte...
Leider wurde ich heute beim Arzt überhaupt nicht ernst genommen und das macht mir schwer zu schaffen. Hast du eventuell Erfahrungen mit der Flüssiglösung Solian gemacht, womit man leichter und kleinschrittiger runterdosieren kann?

Liebe lila Grüße, Laura
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Re: Solian (Amisulprid) absetzen

Beitrag von Jamie » Montag, 01.08.16, 19:57

Hallo lollarossa,

willkommen hier :) und einen dicken Schmunzler für deinen kreativen Nicknamen :P .
Ich bin nicht Arianrhod, erlaube mir aber dennoch zu antworten.
Hast du eventuell Erfahrungen mit der Flüssiglösung Solian gemacht, womit man leichter und kleinschrittiger runterdosieren kann?
Flüssiges Amisulprid ist eine Möglichkeit um besser zu dosieren; man könnte versuchen teils-teils zu nehmen, also z.B. (willkürlich gewählt) wenn man 220mg Amisulprid möchte, dass man 200mg per feste Tablette zu sich nimmt und die restlichen 20mg mit Tropfen ergänzt.
Das hat den Vorteil, dass der Körper die Darreichungsform bekommt, die er kennt (Tabletten) und dass das Risiko von Unverträglichkeit sinkt.
Es ist leider öfters so, dass ein Wechsel von fest auf flüssig manchen nicht bekommt; z.Tl. hängt das an den Hilfsstoffen, z.Tl. liegt es aber auch daran, dass Lösungen schneller anfluten als Tabletten usw. Letztlich käme es auf ein Ausprobieren an.
Wlche Erfahrungen hast du mit Abilify gemacht? Mein Arzt meinte, dass er mich darauf eventuell umstellen kann, oder im Vorhinein fehlende mg Solian dadurch ausgleichen könnte...
Wir im ADFD sind psychopharmakakritisch, das heißt wir werden ganz sicher keinem dazu raten ein Medikament, das man ausschleichen will, mit einem neuen (Abilify?) zu deckeln. Wenn der Körper auf Entzug ist, dann möchte er das haben, was er kennt und das ist das Amisulprid. Was tut man also, damit man nicht nach weiteren Medikamenten greifen muss? Man schleicht das Psychopharmakon, das man loswerden möchte, so langsam, bedacht und schonend aus, dass der Körper damit zurechtkommt und dann halten sich zumeist auch die Absetzsymptome in Grenzen.
Bitte lies hier, was im Entzug und bei der Einnahme von Psychopharmaka passiert: viewtopic.php?f=6&t=8621

Ich bin mir sicher, dass auch bei dir ein Entzug klappen kann, wenn du nur kleinschrittig und geduldig genug vorgehen wirst.
Bei 200mg Amisulprid (bitte lieber den Wirkstoff als den Markennamen nennen, danke :)) wäre der erste Absetzschritt 20mg (10%).
Also 180mg. Und dann 4-6 Wochen warten, dem Körper Zeit geben Umbaumaßnahmen vorzunehmen, sich stabilisieren.
Wir setzen hier 10% der Dosis alle 4-6 Wochen ab; diese Empfehlung aus amerikanischen Foren und führenden pharmakritischen Forschern, die sich der Absetzproblematik gewidmet haben, hat sich als halbwegs verlässlich und praktikabel erwiesen.
Was auch gleichzeitig heißt, dass du ca. 2 Jahre fürs Absetzen einplanen solltest.

Das Einzige, was du brauchst, ist Geduld und Spucke :schnecke: , den Willen es loszuwerden und einen kooperierenden Arzt, der bereit ist dir lange genug Tabletten und ggf. die Lösung zu verordnen. :hug: Mach dir keinen Kopf, dass man bei Ärzten als Absetzwillige auf Unverständnis stößt; - das erleben wir hier leider tagtäglich. Aber wenn du magst, bist du hier im adfd ganz gut aufgehoben und wir unterstützen und beraten uns gegenseitig so gut es geht.

Hier noch FAQ Thema Absetzen: viewtopic.php?f=19&t=9913

10 Mythen über Psychopharmaka: viewtopic.php?f=6&t=10055

und die 3 K´s: viewtopic.php?f=50&t=11497


Grüße
Jamie
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:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

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Re: Solian (Amisulprid) absetzen

Beitrag von lollarossa » Dienstag, 02.08.16, 8:50

Liebe Jamie,
danke für deine lange Nachricht. Das ist auch seit langem mein eigentliches Ziel, das Ganze Zeug raus aus dem Körper zu haben.
Werde es mal mit Tabletten in Kombination mit der Lösung probieren! Ich denke zur Not würden meine Eltern mir das verschreiben, die sind auch Ärzte, zumindest, wenn ich keinen Arzt finden würde.
Hast du Empfehlungen für mich, welche Sachen mich in der Zeit unterstützen könnten, von Hausmittelchen über Sport, etc?
Ich habe jetzt erst noch einen Umzug vor mir, den werde ich noch abwarten. Ansonsten bleibt zu sagen, dass ich dieses Jahr schon 100mg Lyrica abgesetzt habe. Die habe ich wegen einem einmaligen Krampfanfall verschrieben bekommen. Dies hat recht gut funktioniert, hatte nur über mehrere Wochen eine unheimliche Grundmüdigkeit in mir.
Danke auch dir Arianrhod für deine Beitrag, werde mich jetzt mal noch weiter einlesen, eine gute Zeit und viele Grüße
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Re: Solian (Amisulprid) absetzen

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 02.08.16, 8:56

Guten Morgen, Lollarossa,

diesen Forumsbereich "Alternativen zu Antidepressiva" wollen wir demnächst umbenennen, im Prinzip sammeln wir dort nämlich alles möglich, was als Alternative in Frage kommt statt Medikamente und was auch beim Absetzen hilfreich sein kann. Lies doch da auch mal rein:
viewforum.php?f=4

Grüße, Murmeline
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Re: Solian (Amisulprid) absetzen

Beitrag von Sunnyrose » Dienstag, 02.08.16, 9:17

Guten morgen Lollarossa

Auch von mir noch herzlich willkommen :)

Zu deinen Fragen
lollarossa hat geschrieben:Hast du Empfehlungen für mich, welche Sachen mich in der Zeit unterstützen könnten, von Hausmittelchen über Sport, etc?
Unterstützung und Erleichterung bringen erstmal gute Information, Zuversicht und viel Geduld :roll:

Zu Sport findest du hier einen Thread zum Thema
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... rt#p144300
Es gilt generell achtsam ausprobieren.

Zum Thema Hausmittel gilt es im Entzug auch ausprobieren. Mir persönlich helfen sie sehr gut und Anderen wiederum nicht.

Z.b.
Bachblüten Notfalltropfen
Tee's aus der Apotheke, also hochwertige
Präparate aus Baldrian, Melisse, Passionsblume
Fischöl Kapseln, hierzu findest du über die Suchfunktion einige Threads (Fischöl eingeben)

Oder auch Atem-und Achtsamkeitsübungen:
Über die Suchfunktuon findest du hierzu auch einige Threads. Z.b. http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... it#p117160

Du findest über die Suchfunktion ganz viele gute Informationen. Z.b. Buchempfehlungen, Übungs-Empfehlungen, über dein Medikament, und noch vieles mehr :D
lollarossa hat geschrieben:Ich habe jetzt erst noch einen Umzug vor mir, den werde ich noch abwarten. Ansonsten bleibt zu sagen, dass ich dieses Jahr schon 100mg Lyrica abgesetzt habe
Ich gratuliere zum erfolgreichen Gelingen :party2:
Wann hast du das denn abgesetzt und wie, in welchen Schritten? Ist das erst kürzlich gewesen?

Umzug ist so anstrengend, ich wünsche dir gutes Gelingen. :sports:

Liebe Grüsse
Deria
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2,5mg runter alle 2 Monate bis 15mg.
Dann in 10% Schritten. Bis 10mg.
Dann schnelleres Vorgehen wegen Leberwerte.
Januar 2017: 6,8mg
15.2.17: 6mg
8.3.17: 4mg (psychotische Nebenwirkungen)
20.3.17: 0mg

Achtung: nicht nachmachen. Der grosse Schritt zum Schluss war für mich eine Notlösung. Langsames Vorgehen (5-15% Schritte, je nach Höhe der Dosis), wenn irgendwie möglich, ist der bessere Weg.

Ich bin jetzt frei von Substanzen jeglicher Art. Haltet durch! es lohnt sich.

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Re: Solian (Amisulprid) absetzen

Beitrag von lollarossa » Dienstag, 02.08.16, 9:34

Hallöchen,
wieder ein großes Dankeschön für die Antworten und die guten Tipps. Lyrica habe ich glaube zu schnell abgesetzt, aber jetzt ist und bleibt es auch weg!!
:haha:
Die Smileys hier sind ja prima. Ich werde mich durch die Hausmittel und alles andere durchstöbern. Darf ich fragen, ob ihr berufstätig seid? Für mich ist das soooo ein großes Thema, ich kämpfe da schon so lange für mich. Habe letztes Jahr mein Examen zur Heilerziehungspflegerin gemacht, schaffe aber durch so viele Ängste und Unsicherheiten einfach nicht mein Anerkennungsjahr...
Aber wenn ich das hier alles so lese, dann überlege ich jetzt wirklich erstmal Schwerpunkt "Gesundheit" zu setzen, würde auch gerne mal erleben, wie es so ohne Medis ist....
Lieben Dank nochmal und einen guten Tag
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Re: Solian (Amisulprid) absetzen

Beitrag von Sunnyrose » Dienstag, 02.08.16, 9:43

Liebe Lollarossa :)

Auch hierzu findest du über die Suchfunktion Threads :D
Z.b. diesen
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... ten#p38441

Und noch Andere.

Ich persönlich kann nicht arbeiten und möchte auch gerne zuerst wissen wie es mir eigentlich geht wenn ich absolut medikamentenfrei bin. Und wieder mich selbst bin. Gesundheit geht vor :hug:

Liebe Grüsse
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Re: Solian (Amisulprid) absetzen

Beitrag von lollarossa » Dienstag, 02.08.16, 11:09

Eine Frage habe ich noch, die mir auf dem Herzen brennt. Ich habe total Haarausfall und leide darunter. Wie geschrieben, habe ich einen erhöhten Prolaktinwert und einen Hashimoto, der auch noch einstellungsbedürftig ist.
Ich habe noch einen Termin bei meiner Frauenärztin, aber es ist ungewiss, ob die hormonmäßig gegensteuern kann, sprich Pille o.ä.
Hat vielleicht jemand ein ähnliches Problem, oder Lösungsansätze?
Auf lange Sicht gesehen, ist ein hoher Prolaktinwert sehr schädlich, bis hin zur völligen Unfruchtbarkeit, oder Osteoporose. Klar, hier kommt wieder das Solian ins Spiel...
Liebste Grüsschen
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Re: Solian (Amisulprid) absetzen

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 02.08.16, 11:15

Hallo Lollarossa,

Ich habe total Haarausfall und leide darunter.
Dass kann ich mir vorstellen. :hug: Es gibt hier auch andere User, ich denke z.B. gerade an Carlotta, die darunter leiden (bei ihr ist es aber eine NW des TZA).
Wie geschrieben, habe ich einen erhöhten Prolaktinwert und einen Hashimoto, der auch noch einstellungsbedürftig ist.
Kannst du das bitte in die Signatur aufnehmen? User mit Hashimoto haben wir auch einige, manchmal steht die unendeckt am Anfang aller psychischen Symptome bzw. macht die behandlung nicht einfacher.

Einen Rat wegen der Hormongeschichte habe ich nicht, da ich selbst damit keine Probleme hatte.

Grüße, Murmeline
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Re: Solian (Amisulprid) absetzen

Beitrag von Arianrhod » Dienstag, 02.08.16, 19:42

Hallo Lollarosa
lollarossa hat geschrieben:Wlche Erfahrungen hast du mit Abilify gemacht? Mein Arzt meinte, dass er mich darauf eventuell umstellen kann, oder im Vorhinein fehlende mg Solian dadurch ausgleichen könnte...
meine Erfahrungen mit Abilify: erstmal völlige Schlaflosigkeit 3 Wochen lang, das Aufkommen aggressiver Gedanken ( habe nix getan, aber war richtig erschrocken über das, was mir durch den Kopf ist), Hyperaktivität und (vermutlich ) Hypomanie.
Abilify wurde bei mir wegen der Schlafprobleme durch Quetiapin"ergänzt". Wenn du in meine Signatur schaust, siehst du - zig NL, die ich bekommen habe, nicht um die "Erkrankung" sondern um Nebenwirkungen zu bekämpfen.
Ich halte das für einen Irrweg. Die Neben- und Wechselwirkungen sind dann gar nicht mehr einzuschätzen und wenn man mehrere NL gleichzeitig nimmt, sind auch Spätschäden wahrscheinlicher.
Gerade Abilify hat Angstzustände und paradoxe Wirkungen, also Psychosen wurden schlimmer als Nebenwirkungen. (ich kenne so jemanden)
Unruhe und Angst als unerwünschte Wirkungen bei einem als Neuroleptikum eingesetzten Arzneimittel erscheinen paradox. Berichte über Einzelfälle der Exazerbation einer Psychose unter Aripiprazol mahnen zu besonderer Vorsicht gerade im ambulanten Bereich.
http://www.infomed.ch/pk_template.php?pkid=106
Weil dein Arzt dir das geben möchte: ES hat keine Wirkung auf den Prolaktinspiegel und ist von allen NL das gewichtneutralste ( auch nicht bei allen Patienten und scheinbar auch nicht bei Langzeiteinnahme)
lollarossa hat geschrieben:Hast du eventuell Erfahrungen mit der Flüssiglösung Solian gemacht, womit man leichter und kleinschrittiger runterdosieren kann?
Nein, habe ich nicht.

liebe Grüße Arianrhod
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Re: Solian (Amisulprid) absetzen

Beitrag von Arianrhod » Dienstag, 02.08.16, 19:47

Hallo Lollarossa,
so weit ich Erfahrungen gemacht habe, wäre es andersrum leichter gewesen: erst das Amisulprid raus und dann das Pregabalin. Pregabalin wirkt ganz gut gegen Absetzsymptome - bis es dann selbst zum Problem wird.
Mich interessiert auch, wie du Lyrica ausgeschlichen hast? Mit den Tropfen?

liebe Grüße Arianrhod
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Re: Solian (Amisulprid) absetzen

Beitrag von Sunnyrose » Dienstag, 02.08.16, 20:13

Hallo Lollarossa
Eine Frage habe ich noch, die mir auf dem Herzen brennt. Ich habe total Haarausfall und leide darunter
Ich auch und wie!! Das ist oft Nebenwirkung und auch Absetzsymptom! :frust:

Ich hab vor kurzem meine Haare deshalb auf ganz kurz geschnitten. :D Das tut den Haaren gut und ich hab nicht mehr dauernd vertrocknete Haarbüschel in den Händen und überall in der Wohnung.

Ich denke, dass sich "danach" auch die Haare wieder erholen. :roll:

Liebe Grüsse
Deria
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15.2.17: 6mg
8.3.17: 4mg (psychotische Nebenwirkungen)
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Re: Solian (Amisulprid) absetzen

Beitrag von lollarossa » Dienstag, 02.08.16, 21:31

Hallo Arianrhod,
ich habe Lyrika erst auf 50mg einmal täglich gesetzt, vorher hatte ich 100 auf zweimal am Tag verteilt.
Die 50 hat mein Arzt mir dann in 2mal 25 mg am Tag verordnet, dann nur noch einmal 25mg und dann gleich auf null. Ich weiß, eigentlich vieeeel zu schnell, ist aber gut gegangen, bis auf 6-7 Wochen chronisch müde. Habe mich danach wieder wesentlich lebendiger gefühlt und wieder mehr wahrnehmen können, sowohl Gefühle, als auch Eindrücke, das empfinde ich durchaus als positiv.
Danke dir auch Deria für deinen Erfahrungsbericht. Ich wünsche euch allen eine gute Nacht!
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Chaoskim
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Re: Solian (Amisulprid) absetzen

Beitrag von Chaoskim » Mittwoch, 03.08.16, 2:11

Hallo :)

Hmm, ich schleiche ja auch gerade das Amisulprid aus und habe mir die Lösung verschreiben lassen. Leider sehr ungenaue Dosierung,da jeweils 50mg Schritte/Striche. Aber mithilfe eine Spritze kann man besser dosieren. So mache ich das jetzt um möglichst genau zu dosieren. Ich hoffe, ich konnte dir damit ein wenig helfen.
Liebe Grüße, Kim.
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Nov 1991 erster Psychiatrie Aufenthalt Depressionen.
Bis 2006 div Aufenthalte in div Anstalten.
Enddiagnose 2001: bipolar mit schizoaffektiven Komponenten. Optische Halluzinationen.
So viele NL s und antidepressiva, weiss kaum noch, was ich nicht bekommen habe.

Jetzt seit 3 Jahren
Amisulprid 400 - 200 - 0 - 0 mg
Lamotrigin 200 mg abends
Duloxetin 60 - 30 mg
Seit Februar 2016
Amisulprid 200 - 200... Mg
Duloxetin 60mg
Lamotrigin 200 mg abends

Seit 04.07.16
Amisulprid ausschleichversuch
200 - 160 mg.
09.07.16 Schlaf hat sich normalisiert. Leichte Paranoia. Sonst stabil.
Seit 13.07.16 vermehrter Tagschlaf, Reizüberflutung, Infragestellung von Beziehungen, NOCH abwendbar.
15.07.16 keine Paranoia mehr, sehe klarer, Schlaf weiterhin gut. Kontaktaufnahme zu Betreuern.
seit 23.07.16 Schlaf wieder schlecht, ansonsten keine Probleme.
01.08.16 nächster Reduktionsschritt Amisulprid
200- 120 mg
04.08.16 Schlaf wieder gut, leider Übelkeit und Erbrechen.
06.08.16 alles wieder gut, keine Symptome.

Weiterhin alles ok, allerdings lautet meine Diagnose seit 2013 völlig anders: paranoide Schizophrenie. Bin ich n i c h t mit einverstanden!

Wollte heute (22.08.16) weiter reduzieren, Forum sei dank, denn ich warte noch bis nächste Woche <3
22.08.16 bombastischer Schlaf nach täglichen 6h laufen und überhaupt keine absetzsymptome.
29.08.16 weitere Reduktion der Mittagsdosis auf 80mg also gesamt 200 - 80 - 0 UND überhaupt keine Probleme bisher.

Seit 01.12.17 nur noch 25mg Amisulprid
Lamotrigin seit April 17 abgesetzt ohne Probleme.
Bleiben 60mg Duloxetin morgens.

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Re: Solian (Amisulprid) absetzen

Beitrag von lollarossa » Mittwoch, 03.08.16, 14:29

Hallo Chaoskim,
danke für deinen Beitrag. Ich werde jetzt erstmal noch ein wenig mein Leben sortieren und ann gehts ans Absetzen. Machst du das auch mit Amisulpiridlösung und Tabletten in Kombination? Ih hae wirklich Angst, hae mir mal 1 halbes Jahr Zeit genommen zum Asetzen und das ist gründlich in die Hose gegangen... Hast du auch soviele hormonelle NW durch das Zeug?
Liebste Grüße
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Chaoskim
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Re: Solian (Amisulprid) absetzen

Beitrag von Chaoskim » Donnerstag, 04.08.16, 20:31

Hallo Lollarossa!

Also, zur Zeit nehme ich noch Tabletten und Lösung kombiniert. Das klappt soweit ganz gut.
Habe vor allem auch Milchfluss, was mich extrem stört... und muss ständig aufpassen, dass ich so wenig wie möglich esse, um wenigstens mein Gewicht zu halten, ein echt kaum aushaltbarer Zustand :shock: Ich bin jenseits der Wechseljahre aber habe dieses Mistzeugs schon einmal bekommen und da blieb die Periode komplett weg, also unbedingt ausschleichen!!!!
Liebe Grüße, Kim.
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06.08.16 alles wieder gut, keine Symptome.

Weiterhin alles ok, allerdings lautet meine Diagnose seit 2013 völlig anders: paranoide Schizophrenie. Bin ich n i c h t mit einverstanden!

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Amisulpirid absetzen, finde keinen Arzt

Beitrag von lollarossa » Dienstag, 09.08.16, 17:11

Hallo Ihr Lieben,
zu meinem ersten Beitrag übers Amisulpirid habt ihr mir schon prima weitergeholfen. Danke dafür.
Gerade bin ich sehr verzweifelt und wütend, mein Absetzwillen stößt auf Widerstand und keiner der gefragten Ärzte glaubt mir, dass ich langsam ausschleichen will und muss.
Eine Ärztin bot mir an 12 Wochen staionär zu kommen und dann abzusetzen, werde ich nie niemals machen.
Mein Problem ist, dass ich gerade keinen Arzt finde, der mir die verschiedenen Präparate verschreibt. Ich möchte mit 100 er und 50 er Tabletten in Kombination mit der Lösung absetzen.
Gibt es bei den Soliantabletten zur Not auch die Möglichkeit für die Wasserlösmethode?
Ich weiß gerade nicht weiter... Habe sogar schon überlegt meine Eltern zu fragen, ob sies mir verschreiben können (beide sind Ärtze), möchte sie da aber eigentlich nicht mitreinziehen. Habt ihr einen Rat für mich?

Liebsten Dank im Voraus :fly:
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