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Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von carlotta » Mittwoch, 07.02.18, 11:54

Hallo Ihr,

Nikotin verstärkt die Dopaminausschüttung, die ja durch NL gehemmt wird. Beide Stoffe wirken also an dieser Stelle gegensätzlich, was vermutlich auch dazu führen kann, dass die Wirkung des NL (somit auch NW) herabgesetzt wird. Sehr viele NL-Konsumenten rauchen übrigens, öfter auch in stärkerem Ausmaß. Dabei spielt ggf. ein durch das PP verstärktes Suchtverhalten eine Rolle, wie Claudia :) schreibt. Aber vermutlich auch der Punkt, dass der Körper nach einem Stoff verlangt, um die beeinträchtigenden Wirkungen des anderen in Schach zu halten.

Bezüglich der Zyklusprobleme sehe ich das wie Claudia. AD haben einen heftigen hormonellen Einfluss und verändern häufig den Zyklus. Mit weiteren hormonellen Eingriffen wäre ich vorsichtig; bei sanfteren pflanzlichen Präparaten kann man - bei einschneidenden Beschwerden - einen Versuch wagen, aber anfangs immer nur ganz gering dosiert zum Testen der Verträglichkeit. Denn ein Körper unter AD (oder im Absetzprozess/Entzug) reagiert nicht unbedingt wie erwartet auf weitere Eingriffe. Er befindet sich in keinem natürlichen Zustand mehr, sondern in einem von synthetischen Substanzen indizierten. Das wird häufig nicht differenziert gesehen.

Liebe Grüße :group:
Carlotta
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Mittwoch, 07.02.18, 16:53

Hallo Flummi :)
kann ich nachvollziehen, dass das mit dem Ausschleichen und Aufhören mit Rauchen schwierig ist. Mich hat die Sucht auch ziemlich im Griff.
Aber schön, dass es bei deinem Mann geklappt hat!!
Vielleicht schaffst du es ja langfristig aufzuhören, wenn das Abilify ausgeschlichen ist.. :roll:
Ich kann mir bei mir vorstellen, dass es auch erst klappt, wenn ich alle PP abgesetzt habe und mich dann stabilisieren kann...

Den Termin beim Arzt habe ich morgen, werde dann mal berichten. Ich nehme nach wie vor 200mg Amisulprid und seit Sonntag 2,25 mg Venlaflaxin, vorher 2,5mg.
Danke fürs Ermutigen in Puncto Zeit und Aussitzen, fühlt sich ganz gut an und vor allem gesünder und da wollen wir ja alle hin. :sports:

Viele Grüße :D

Hallo Carlotta :)

danke dir fürs genau erklären mit dem Zusammenhang zwischen Neuroleptika und Nikotin. Dass da etwas passiert, das wusste ich, aber nicht genau was da abläuft.
Dann ist da ja auch ein ständiger "Kampf" im Gehirn, wenn das Nikotin die NW und die eigentliche Wirkung des NL zu drosseln versucht. :zombie:
Das der Zyklus sich nach dem Kaltentzug von Escitalopram verändert hat, das habe ich ja berichtet und vermutlich verändert sich jetzt auch wieder etwas, bezüglich des Absetzens von Venlaflaxin. Wahrscheinlich kann man den abgenommenen Hormonstand von November auch nicht mehr so ernst nehmen, falls der Frauenarzt aufgrund dessen etwas ansetzen will. Das dachte ich mir gerade.
Ich warte einfach mal ab und vielleicht habe ich ja jetzt ein drittes Mal innerhalb der Zeit meine Tage, das würde schon etwas Mut machen.

Grüsse lieb zurück :party2:
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Donnerstag, 08.02.18, 11:50

Hallo ihr Lieben, :)

hatte ja gesagt, dass ich nach dem Frauenarzttermin berichten werde.
Abgewichen von den Normwerten sind Estradiol (26,2), Prolaktin (88,9) und DHEA-S (371,0). Das letzte hat etwas mit Testosteron zu tun, oder sind die Testosteronwerte...
Aufgrund der letzten Blutung, die ja relativ in der Zykluszeit lag, müsste man nicht unbedingt was machen. Er sagte, dass ich aber spätestens alle 6 Wochen die Blutung bekommen sollte, wegen erhöhter Osteoporosegefahr, deren Auswirkungen man dann erst so mit 50+ sehen würde.
Er wollte mir die Pille verschreiben zuerst und meinte, es gibt ja auch eine mit natürlichem Progesteron... :shock:
Dann fing er mit Wechseljahrpräparaten an, nannte aber kein explizites Medikament... (hatte extra nachgefragt)
Wir konnten uns dann darauf einigen, dass ich meine Blutung beobachte und den Zeitraum.

In dem Bericht der Blutergebnisse steht, dass sich physiologisch keine Gelbkörperaktivität findet. Zudem, dass sich aus allem eine Follikelreifungsstörung ergeben könnte...

Soweit mein Besuch beim Frauenarzt. Ich werde erstmal nichts unternehmen, sondern mich weiter ums Ausschleichen des Venlaflaxins bemühen und alle 2 Wochen meinen Frauenmanteltee trinken.

Wünsche euch allen einen schönen Tag, hier ist strahlender Sonnenschein.
Gruß, LOLLA
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Gwen » Donnerstag, 08.02.18, 12:01

Hallo liebe Lolla,
ich würde das an Deiner Stelle genauso probieren und sehen, inwieweit Du das jetzt mit dem Tee und der Reduktion hin bekommst.

Ich glaube zusätzlich Hormonpräparate zu nehmen, kann ganz schön Chaos verursachen und dann weiß man gar nicht mehr, was wovon kommt! Du wirst ja merken, ob es sich irgendwie einpendelt mit Deiner Periode und wenn nicht, kannst Du immer noch neu entscheiden, was Du tun willst.

Viele liebe Grüße Gwen
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von carlotta » Donnerstag, 08.02.18, 12:05

Liebe Lolla,

sag mal, die Unregelmäßigkeiten im Zyklus hast Du doch erst, seit PP im Spiel sind, oder?

Ich würde in diesem Kontext wie gesagt auch erst mal zuwarten mit heftigeren Eingriffen. Und außerdem tust Du ja aktiv was dafür, um Deine Hormonlage wieder in Ordnung zu bringen (neben dem Frauenmanteltee): Du schleichst das AD aus! Das ist sicher ein wesentlicher Faktor, denn gerade solche Substanzen bringen ordentlich Chaos ins System.

Den äußerst starken Einfluss des Medikament hat Dein Arzt höchstwahrscheinlich nicht auf dem Schirm.

Wünsche Dir, dass sich absehbar alles einpendelt. :hug:

Liebe Grüße :group:
Carlotta

Edit: Überschnitten mit Gwen :)
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von carlotta » Donnerstag, 08.02.18, 12:16

Liebe Lolla,

kurze Ergänzung, weil der Arzt das Thema Osteoporose ansprach:
SSRI erhöhen nachgewiesenermaßen das Risiko, dass sich die Knochendichte vermindert. Darüber klärt allerdings kaum ein Arzt auf. :wink:

Hier ein Artikel zum Thema:
https://m.aerzteblatt.de/news/28925.htm

Liebe Grüße :group:
Carlotta
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Flummi » Donnerstag, 08.02.18, 13:04

Hallo Lolla,

vielen Dank, dass Du uns auf dem Laufenden hältst.

Ich schließ mich meinen Vorrednerinnen an und wollte noch hinzufügen, dass man da vielleicht zwecks "keine Gelbkörperaktivität, Follikelreifungsstörung" etwas sehr schwarz malt. Letztlich hieße das nur, dass schwanger werden etwas schwieriger wäre, so lange Du die AD/NL nimmst, aber man sollte wohl eh die Medis erst ausschleichen, bevor man schwanger wird. Dass Gelbkörperschwache als Ursache vorliegen soll, find ich etwas gewagt, wo anscheinend nicht darauf eingegangen wurde, dass die Medikamente dieses ganzes Zykluswirrwarr verursachen.

Ich muss sagen, dass ich während des Absetzens merke, dass mich Arztbesuche und Untersuchungen nur noch unruhiger machen. Du hast selbst im Gefühl, wenn irgendetwas gemacht werden müsste und die Ärzte können nicht alle auf dem Schirm haben, ob und wie ein AD und ein NL interferiert.
Beim Frauenarzt war ich in den letzten drei Jahren einmal, um Östrogen/Progesteron testen zu lassen und da hieß es auch, Gelbkörperchenschwäche. Meine Frauenärzin hatte das auch nicht auf dem Schirm, dass das AD da eingegriffen hat.

Führst Du ein bisschen Tagebuch über die Blutung und Körperveränderungen während des Zyklus? Das könnte vielleicht etwas Sicherheit bringen (ich will Dir jetzt nicht das ganze Programm Zyklusbeoachtung anschwatzen :D )

Herzliche Grüße,
Claudia
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Samstag, 10.02.18, 16:31

Hallo ihr lieben,
Kann gerade nur am Handy schreiben, Internetzugang schon wieder blockiert. :x
Gehe noch auf eure Antworten ein, hier am Handy ist es gerade knifflig. Auf jeden Fall schonmal danke für den Zuspruch und das mutmachen in punkto abwarten und Tee trinken :wink:
Ich habe am letzten Sonntag eine Kugel weniger Venlafaxin genommen bis heute und mir geht's psychisch schlecht. Muss dazu sagen, dass pms auch ein Thema sein könnte, denn ich habe heute im Zyklus meine Tage bekommen (ist ja schonmal gut).
Ich glaube ich leider ziemlich an neuroemotionen, bin mir da aber nicht sicher. Die Ängste sind schon seit dem escitalopram Entzug viel stärker und gerade ist das Problem, dass ich mich grundsätzlich als schlecht und schuldig empfinde in allen möglichen Situationen.
Ich überlege die 8 Kugel wieder Miteinzunehmen, vielleicht war das alles zu früh und die Umstände nicht passend.
Oder kann man die Kugel an sich, so klein sie auch ist nochmal halbieren? Wahrscheinlich eher nicht...
Habe mir auch nochmal die absetz Symptom Liste zu Herzen geführt und muss sagen, dass ich die ganze Zeit nach Wegfall des escitaloprams und auch heute noch, noch viele dieser Symptome an mir entdecke.
Angst habe ich davor, von escitalopram schon ein Entzugssyndrom entwickelt zu haben, es geht mir psychisch um sehr vieles schlechter als letztes Jahr und ich bin sehr anfällig für Krisen.
Verfalle dann in schwarzmalerei und mache meine Person schlecht.
Körperlich bemerke ich auch Veränderungen, wie gesagt, Zyklus ist wieder da, Haare sind dicker geworden, weniger Haarausfall.
Oft habe ich Kopfschmerzen oder Kopfdruck, meine Blase macht manchmal, vor allem nachts Probleme und das Schlafverhalten ist verändert. Hinzu kommen fressanfälle und Heißhunger, vermehrter Durst und dass ich z.b. keinen Kaffee und Alkohol mehr Verträge, auch wenn ich manchmal noch in diese Fettnäpfchen trete...

Ich hoffe, das klärt sich bald mit dem Zugang, der Rechner war gerade erst in Reparatur.
Ich wünsche einen schönen Samstag und drücke uns allen die Daumen für gute Zeiten! Grüsse, LOLLA
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Ululu 69 » Samstag, 10.02.18, 17:43

Hallo Lolla, :)

die Kugeln teilen darfst du nicht. Aber ich denke, ich würde an deiner Stelle die 8. Kugel wieder dazu nehmen.
Du musstest das Escitalopram ja sehr schnell absetzen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass du noch damit kämpfst. :(
Vielleicht solltest du noch etwas pausieren mit dem Absetzen, bis du wieder etwas stabiler bist.

Schön, dass sich zumindest dein Zyklus wieder einzuspielen scheint, das ist doch schonmal ein gutes Zeichen.

LG Ute
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Sonntag, 11.02.18, 11:20

Liebe Carlotta :)

ja, die Unregelmäßigkeiten im Zyklus sind erst das seit den PP. Bzw, seitdem das Amisulprid im Spiel ist, da war ich 19...
Da ich gestern wieder meine Tage bekommen habe, bleibt ja zu hoffen, dass sich das jetzt etwas einpendelt :roll:

Danke auch für den Ärzteblattartikel, den hätte ich mal dem Frauenarzt zeigen müssen, der warnt mich vor Osteoporose und verschreibt Frauen selbst gerne Antidepressiva, vor allem in den Wechseljahren :frust:

Liebe Flummi (Claudia),

danke dir fürs Beruhigen, der Bericht liest sich wirklich nicht sehr schön.... Aber der Punkt mit PP wird in dem Bericht nur in Kontext zu dem Prolaktin erwähnt.
Ich habe mir auch vorgenommen nur noch dann zum Arzt zu gehen, wenn wriklich etwas ist, diese ganzen Kontrollen und Gespräche verunsichern wirklich.
Bisher mache ich noch kein Tagebuch, hatte aber gerade letzte Woche das Gefühl unter PMS zu leiden, habe viel geweint, noch ängstlicher als sonst,etc....
Aber ich trag mir ein, wenn ich meine Tage habe und versuche dann zwei Wochen vor möglichem Periodenbeginn wieder mit Frauenmanteltee zu starten und das klappt bisher ganz gut :)
Wollte dich noch fragen, ob du schon Erfahrungen mit einer E-Zigarette gemacht hast? Ich bin gerade am überlegen, ob ich mir langfristig eine anschaffe.
Herzliche Grüße zurück, LOLLA

Liebe Ute,
danke für deine Einschätzung, habe heute wieder aufdosiert.
Werde jetzt wirklich keinen Kaffee mehr trinken, oder mir einen entkoffeinierten kaufen und mich da mal durchtesten.
Ich komme seit letzter Woche nicht mehr auf den Boden mit den Füßen. Privat sind ein paar Dinge passiert und dann die Reduktion und meine Periode.Ich hoffe, dass es diese Faktoren sind/waren.

Wünsche einen schönen Sonntag und sende liebe Grüße, LOLLa
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Flummi » Sonntag, 11.02.18, 20:58

Hallo lolla,
Ich hatte es auch mal mit ner e-Zigarette probiert, aber konnte so nicht aufhören. Bei mir persönlich hilft nur radikal aufhören. Schau mal, was bei Dir so hilft.
Alles Gute,
Claudia
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Flummi » Dienstag, 20.02.18, 13:22

Hallo lollarossa,
Wollt Dir mitteilen, dass ich das Rauchen aufgegeben habe. Ist wirklich das beste bei mir anstatt Kompromisse. Hoffe, Du schaffst es auch bald :)

Liebe Grüsse,
Claudia
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Sonntag, 01.04.18, 12:44

Hallöchen :)

erstmal Frohe Ostern an alle! :P

wollte auch mal ein kurzes Update geben.
Die Reduzierung vom Venlaflaxin klappt momentan ganz gut!
Dünnhäutig bin ich nach wie vor, aber das kenne ich seit Jahren von mir und kann auch net wirklich sagen, ob das jetzt an den Medikamenten liegt, oder ob ich das auch ohne wäre...
Trotzdem habe ich ein wenig das Bauchgefühl, dass es bei den Reduzierungen stärker hervortritt.

Wenn jetzt alles nach Plan verläuft, dann bin ich jetzt noch ein halbes Jahr mit dem Venlaflaxin beschäftigt und dann ist das weg. :sports:

Würde euch gerne noch etwas zum Amisulprid fragen. Die Reduzierung möchte ich erst im nächsten Jahr starten, da ich im Oktober noch einen Umzug vor mir habe und mich das immer sehr stresst und ins Wanken bringt.
Habe jetzt einiges gelesen zur Wasserlösemethode und auch zu dem Amisulprid in Tropfenform.

Ich tendiere zu den Tropfen, habe aber gelesen, dass diese schneller anfluten und das man da auch im besten Fall eine langsame Umstellung von Tabletten- auf Tropfenform machen sollte.
Meine Frage wäre, wie ich diese Umstellung am besten angehen soll, wenn ich komplett auf die Tropfen wechseln möchte.
Wäre das sehr dankbar für eine Empfehlung. Das wäre vielleicht etwas, dass ich schon dieses Jahr in den Blick nehmen möchte.

Liebe Grüße an alle,

LOLLA
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Jamie » Sonntag, 01.04.18, 18:57

Hallo lolla :),

wenn du von Tabletten auf Tropfen umstellen willst, solltest du das überlappend tun.
Man könnte das zB so machen, wenn man 200mg als Ausgangswert nimmt:

3 Tage 175mg in Tablettenform, 15mg in Tropfenform / flüssig
3 Tage 150mg als Tabl, 50mg als Trpf
3 Tage 125mg als Tabl, 75mg als Tropf usw.

Dann hast du dich in ca. 3 Wochen umgestellt.

Wie du die Tablette bearbeitest, musst du dann schauen; entweder auflösen oder eine Feinwaage zulegen und bröseln :)

Schöne Ostern, alles Gute weiterhin

Jamie
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Beitrag von lollarossa » Sonntag, 01.04.18, 19:00

Hallo Jamie ;)

herzlichen dank dir!
Für mich fühlt sich das mit den Tropfen irgendwie richtiger an als dir reine Wasserlösmethode zu praktizieren, wenn ich das Projekt starte.

Einen schönen Abend wünsche ich dir,
Gruß, LOLLA
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Sonntag, 08.04.18, 12:41

Huhu an alle :)

ich habe schon in den Haarausfall Thread geschrieben,tue es aber jetzt noch mal hier.
Ich berichtete, dass ich nach dem Kaltentzug von Escitalopram erstmal andere Haarstruktur bekommen habe und der Ausfall nachließ.

Die letzten Wochen hat das leider sehr zugenommen und das belastet mich schon sehr (natürlich gibt es schlimmeres und ich will mich auch nicht beschweren)..

Seit rund 10 Jahren nehme ich das Amisulprid und vorher hatte ich sehr dicke und viele Haare. Dies ist unter diesem Medikament anders geworden und ich habe mir immer wieder Sorgen gemacht darüber, es könnten im schlimmsten Fall alle Haare ausgehen.

Aktuell reduziere ich Venlaflaxin, dass ich ja nur zur Deckelung des Kaltentzugs von Escitalopram in niedriger Dosis (2,5mg) einnahm, seit November letzten Jahres.

Nun sieht es ja so aus, dass ich das ich die Reuzierung von Amisulprid auf nächstes Jahr verschoben habe, da ich vorher noch ein paar Baustellen habe und erst reduzieren möchte, wenn diese Dinge geklärt sind (Umzug, Job, etc.)

Es gibt bestimmt nicht die eine ultimative Lösung dieses Problems, aber wenn jemand Empfehlungen hat, was ich tun könnte, dann wäre ich sehr dankbar. Vielleicht gibt es ja weniger bedenkliche Nems, die ich testen könnte, oder ernährungstechnische Dinge, die ich ändern könnte.
Wäre auch gerne bereit dazu zu einem Heilpraktiker zu gehen, aber das lässt mein Budget momentan leider nicht zu...

Vor allem beim Haare waschen kann ich mir die Strähnen so vom Kopf ziehen :cry:

Ich wünsche allen einen schönen sonnigen Sonntag 8-)

Bis bald, LOLLA
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 08.04.18, 19:00

Hallo Lolla,

ich habe in deiner Signatur gesehen, dass du auch Hashimoto hast.
Die Schilddrüse ist oft verantwortlich für Haarausfall. Bist du dahingehend gut eingestellt ?
Auch Hormonstörungen und manchmal auch die Einnahme der Anti-Baby-Pille können Haarausfall auslösen.

Der Körper benötigt Zink und Eisen für gesunde Haare. Die Werte kann dein Hausarzt in deinem Blut bei dir bestimmen, dann kannst du im Zweifel substituieren.

Auch bei der Haarpflege solltest du vorsichtig sein, also nicht zu heiß föhnen oder glätten.

LG Ute
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Beitrag von lollarossa » Sonntag, 08.04.18, 19:11

Hallo Ute :)
ja der Hashimoto ist mal festgestellt worden, allerdings bei der letzten Kontrolle nicht mehr (hatte mich gewundert).
Das war im letzten Jahr und der Arzt meinte, ich soll keine Tabletten mehr nehmen.

Die Antibabypille nehme ich nicht ein, aber Hormonstörungen habe ich definitiv. Etwas zuviel Testosteron, zuviel Prolaktin und zu wenig Östrogen.

Föhnen und Glätten mache ich gar nicht, färbe nicht und versuche so wenig wie möglich zu waschen (No Poo).

Aber ein Bluttest wäre wahrscheinlich sowieso mal wieder von Nöten.

Danke dir! :roll:
Gruß, LOllA
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Samstag, 21.04.18, 19:57

Hallo ihr Lieben :)

wollte nur mal ein kurzes Update geben und ein paar Gedanken von mir festhalten.
In letzter Zeit, vor allem bei diesem heißen Wetter, habe ich wieder Probleme mit der Regulation von Wärme. Das fühlt sich sehr unangenehm an und ist oft begleitet von Schwindelgefühlen.
Überlege, ob das auch ein Problem meines gestörten Hormonhaushaltes sein könnte.

Meine Haut sieht auch echt schlimm aus (Akne), muss aber auch gestehen, dass ich selten die Hände davon lassen kann und somit das Ganze immer weiter am Laufen halte. Aber das Hautpoblem kombiniert mit dem starken Haarausfall, würde ja eventuell auch für ein Ungleichgewicht im Hormonhaushalt stehen, oder? In letzter Zeit ist beides so schlimm geworden, dass ich wieder angefangen habe, Dinge, wie nach Draußen gehen zu vermeiden und manchmal auch Freunden absage, weil ich mich einfach schäme... :cry:

Zur Blutentnahme und für einen Kontrolltermin zur Schilddrüsenuntersuchung habe ich mich angemeldet, aber Geduld ist und bleibt nicht meine Stärke.

Somit habe ich mich auch entschlossen bei dem Venlaflaxin etwas schneller vorzugehen, es zumindest zu versuchen. Morgen ist wieder Reduktionstag.
Ich versuche morgen zwei Kugeln runderzudosieren. Ich werde das Ganze dann beobachten und ggf. wieder aufdosieren, erhoffe mir aber, dass es klappt.
Dann wäre ich im Juni nämlich Antidepressiva frei und kann mich (hoffentlich) in aller Ruhe auf meinen Umzug im Oktober konzentrieren...
Wenn ich überlege, was ich in den letzten Jahren alles an Medis und auch Fehlverordnungen durchhabe, dann ist das schon ein kleiner Meilenstein.

Mit meiner Arbeitstelle läuft es ganz ok. Trotzdem fällt es mir schwer dort Routinen aufzubauen und den Job als fest ansehen zu können, obwohl ich es jetzt seit einem Jahr mache (ist für mich eine lange Zeit). Leider kann ich nicht komplett auf Nachtdienste umstellen, obwohl ich es gerne würde, da da nicht genug Kapazitäten sind. :zombie:
Versuche optimistisch zu bleiben, dass ich das alles weiterhin so schaffe, einmal im Monat steht meistens ein Doppeldienst an, dass sind dann immer 15 h am Stück :party:

Soweit so gut, ich wünsche allen einen wunderbaren frühsommerlichen Tag und Abend,

Viele Grüße,
LOLLA
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Jamie » Sonntag, 22.04.18, 10:35

Hallo lolla, :)

AD beeinflussen massiv die Hormone, auch beim Ausschleichen.
Da kann alles drunter und drüber gehen.
Das mit schlechter Haut (und schlechten Haaren / Nägeln) kenne ich auch, leide in letzter Zeit auch vermehrt unter Akne und Schüben unreiner Haut; es ist so nervig. :(
(Schwitzen verschlimmert bei mir übrigens auch den Hautzustand).

Ich drücke die Daumen, dass die Reduktion gut klappt und du dich schrittweise erholen wirst :group:

Jamie
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lollarossaGwen
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:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


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