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Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Euer ADFD Team

Deanxit absetzen: Erfahrungen

Auch für Antiepileptika (z.B. Lyrica/Pregabalin), Stimmungsstabilisierer und Stimulanzien
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Houelle
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Deanxit absetzen: Erfahrungen

Beitrag von Houelle » Mittwoch, 28.09.16, 13:49

Meine Lieben,
ich habe mit Unterbrechungen zwei Jahre Deanxit genommen. Das Absetzen gestaltet sich (für mich) als äußerst schwierig: Aggressionen, Stimmungsschwankungen, Unruhe und keinerlei Konzentration. (Seit dem letzten Absetzversuch im Juli auch krankgeschrieben...)

Habe diesen Thread v.a. eröffnet, um Erfahrungsberichte zum sammeln. Das Medikament wird nur noch selten verordnet und ist in D gar nicht mehr erhältlich. Würde mich freuen, hier Mitbetroffene zu finden und sich auszutauschen,

lieben Gruß,
Houelle
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Diagnosen: Angst und Depression gemischt, generalisierte Angststörung, Somatisierungsstörung, hypochondrische Störung

2008: erstmals Deanxit (1-0-0) für ca. 4 Monate, keine Absetzproblematik

Dezember 2014-Juni 2015: neuerlich Deanxit, Absetzversuch nach Auslassmethode
fehlgeschlgen, massive Verschlechterung der Symptomatik

Juli 15-September 15: Versuche mit Opipramol, Amitryptilin, Abilify, Mirtazapin, alles nicht vertragen. Über vier Wochen regelmäßig (2-3 Mal/Woche Tavor, 1 mg)

14.September 2015-29.September 2015, freiwilliger Psychiatrieaufenthalt: Buspiron (20 mg?) und Olanzapin (5mg), dann Lyrica (mg?) und Olanzapin. Lyrica nicht vertragen, massive Entfremdungsgefühle. Entlassungsmedikation: Olanzapin 10 mg, Cipralex 10 mg. (habe ich aber nie genommen)

Oktober 2015-Dezember 2015, ein Mal IMAP-Spritze (Fluspi): Dosierung?

Dezember 2015-Juli 2016: Deanxit selbstmächtig eindosiert, 3 Wochen super gefühlt, dann wegen massivem Schwindel und Derealisierung auf 3/4 reduziert, dann langsam auf die Hälfte. Hälfte wohl zu abrupt abgesetzt. Symptome: ständig wechselnd: zuerst große Erschöpfung, dann Aggression, Weinkrämpfe, dann Depressivität und Angst, permanente Reizüberflutung, ertrage Leute schwer. Seit 2 Monaten nicht arbeitsfähig

August 2016: 2 Tage Seroquel retard 50 mg (nur noch müde), 10 Tage Opipramol 50 mg, wegen aufkommender starker Zwangsgedanken Reduktion auf 25 mg, wegen Unruhe: auch Opi abgesetzt

Ende August: 1/2 Deanxit wieder eindosiert. Fühle mich etwas stabiler

seit 3.10.2016: 5 mg Cipralex. Fühle mich abgetötet und verzweifelt, massive Schlafstörungen

andi22
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Re: Deanxit absetzen: Erfahrungen

Beitrag von andi22 » Donnerstag, 29.09.16, 19:59

Hi Houelle,

ich weiß nicht ob Du es weißt, hier wird immer wieder geraten bei egal welchem Medikament in 10% Schritten runter zu gehen und jede Stufe 4 bis 6 Wochen zu halten.

LG
Andi
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10.11.2017 10mg Olanzapin (aus Klinik)

Absetzplan Risperidon
* Risperidon wurde 2 mg ein gutes Jahr lang genommen, seit etwa Juni 2015, obwohl da schon nach einer guten Woche der Nutzen verflog. Es gab ausser anfänglicher leichter Mundtrockenheit keine Nebenwirkungen.
* Mitte Juli 2016 begann die Reduktion von 2 mg auf 1 mg in 0,5 mg Schritten innerhalb etwa einer Woche.
* Ende Juli 2016 reduzierte ich von 1 auf 0 in 0,5 mg Schritten innerhalb einer Woche.
* Ende Juli / Anfang August bemerkte ich ein starkes Schwitzen bei nächtlichem aufwachen
* Am 4.8. war ich wegen dem schon sehr vorzeitigen Aufwachen und Schwitzen verunsichert, Herzklofen und leichte Angst bis zur starken Brustenge. Darauf 0,5 mg Risperidon und 7,5 mg Zopiclon.
* Seit 5. 8. wieder 0,5 mg Abends, Aufwachen und Schwitzen deutlich besser.
* Seit 11. 8. 0,75 Abends, wird eine Woche lang beobachtet, kein Schwitzen, Schlaf schon besser
* 15. - 18. 8. Zwischenfall: Umstellung des morgendlichen Quetiapin auf Retard gescheitert, drei Tage Absetzgrippe weil plötzlich die Dosisspitze fehlte. Macht sowas nie von heute auf morgen, sondern es muss langsam angepasst werden. Ich wurde da von meinem Arzt nicht beraten und habe gedacht man kann einfach gegen retard tauschen. In der Nacht am 18. 8. leichter Anfall von Brustenge wegen Sorgen um Einschlafschwierigkeiten mit Schwitzen, Ursache unentscheidbar.
* Seit 29.9. 0,625 mg Abends, es gibt keine Teilbaren kleiner als 0,5 daher muss fummeln
* Seit ca 13.11. 0,5 mg Abends. Keine Symptome.
* Seit ca 15.12. 0,25 + 0,125 = 0,375 mg Abends, nach dem ersten Aufwachen mit dieser Dosis kurz Wadenkrämpfe beiderseits, seit dem keine weiteren Symptome.
* Umstellung auf Risperidon in Flüssigform, gleiche Menge, etwas mehr Schwitzen am Morgen, leichte Krämpfe in den Fußsohlen am Morgen.
* Seit 12.1. Risperidon 0,25 mg Abends. Schwitzen am Morgen schwankt von Tag zu Tag, mal mehr mal weniger, wie schon bisher. Hängt mit Beziehungsstress und allg. Druckgefühlen zusammen.
* Seit 5.2. 0,125 mg
* abgesetzt

Zopiclon abgsesetzt

Konnte in spirituellem Erwachen meine Angstzustände final heilen und Zoc 7,5 mg das ich etwa ein Jahr genommen habe innerhalb etwa zwei Wochen in viertelschritten absetzen. Ich hab das mal so gemacht, weißt nicht ob es nötig war, hatte dabei etwas Probleme mit dem Schlaf.

Absetzplan Trimipramin
* 50 mg absetzen in vier Schritten (ein Arzt meinte man könne es einfach weglassen) a 12,5 mg führte am vierten Tag zu Kopfweh, Hitze, Übelkeit, Zittern und einer Dauerangst über Stunden die auch mit Zopiclon nicht weg zu bekommen war. Erst Wiedereinnahme von Trimipramin 37,5 mg brachte Erleichterung.
* Seit dem jeden Tag ein Tropfen weniger, bisher ok, 19.1.2017 bei 17,5 mg.
* 5.2.2017 auf null aber drei tage später krasse ziegel im bauch, zittern und angst
* seit dem wieder ab 10 tropfen alle 5 tage 1 weniger und zum ende hin noch länger pro level
* seit ca 1 wo auf 1 tropfen am tag, gehe bald runter auf einen halben. alles okay.

Absetzplan Pregabalin
* Ausgangsdosis 300 mg Tag
* Seit 15.1. um 25 mg reduziert.
* gehe unregelmäßig aber in abständen um 12,5 mg runter, kapsel pulver kann in wasser aufgelöst und halbiert werden.

Zum Quetiapin
Mit 550 mg konnte ich 1 Woche die Angstzustände unterbinden, dann gab es einen kleinen Streit in dem mein Selbstbild kippte. Ich bekam wieder Angst und ab da wirkte es nicht mehr.

Houelle
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Re: Deanxit absetzen: Erfahrungen

Beitrag von Houelle » Samstag, 01.10.16, 15:56

Hallo Andi,
danke für Deine Nachricht. Ja, wurde hier schon bestens beraten. Habe wohl wirklich die letzte Hälfte zu schnell abgesetzt. Habe jetzt seit drei Tagen wieder eindosiert (1/2 Tablette) und es geht mir etwas besser. NLs sind echt schwer abzusetzen...
Wünsche Dir alles Beste und viel Kraft!!!
Houelle
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Dezember 2014-Juni 2015: neuerlich Deanxit, Absetzversuch nach Auslassmethode
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Juli 15-September 15: Versuche mit Opipramol, Amitryptilin, Abilify, Mirtazapin, alles nicht vertragen. Über vier Wochen regelmäßig (2-3 Mal/Woche Tavor, 1 mg)

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Oktober 2015-Dezember 2015, ein Mal IMAP-Spritze (Fluspi): Dosierung?

Dezember 2015-Juli 2016: Deanxit selbstmächtig eindosiert, 3 Wochen super gefühlt, dann wegen massivem Schwindel und Derealisierung auf 3/4 reduziert, dann langsam auf die Hälfte. Hälfte wohl zu abrupt abgesetzt. Symptome: ständig wechselnd: zuerst große Erschöpfung, dann Aggression, Weinkrämpfe, dann Depressivität und Angst, permanente Reizüberflutung, ertrage Leute schwer. Seit 2 Monaten nicht arbeitsfähig

August 2016: 2 Tage Seroquel retard 50 mg (nur noch müde), 10 Tage Opipramol 50 mg, wegen aufkommender starker Zwangsgedanken Reduktion auf 25 mg, wegen Unruhe: auch Opi abgesetzt

Ende August: 1/2 Deanxit wieder eindosiert. Fühle mich etwas stabiler

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Re: Deanxit absetzen: Erfahrungen

Beitrag von Josy » Freitag, 22.12.17, 21:35

Liebe Leute,

Gibt es hier noch aktuelle Erfahrungen mit dem Deanxit? Ich will es auch gerne absetzen. Habe gelesen dass das wohl ziemlich schwierig zu sein scheint.

Glg Josy
Seit 9. August 2017 25mg Deanxit (1 Dragee)
Seit 11. August 1mg Xanor vorm Schlafengehen
Am 28.8. kein Xanor sondern Atarax (nicht vertragen)
25.8. bis 1.9. 1/2 (0,5mg) Xanor zum schlafen. 25mg Deanxit
2.9. bis 5.9. 1/4 Xanor (0,25mg) 25mg Deanxit
Xanor mittlerweile auf 0. Seeehr langsam.

Murmeline
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Re: Deanxit absetzen: Erfahrungen

Beitrag von Murmeline » Samstag, 23.12.17, 21:20

Hallo Josy,

Houelle war seit über einem Jahr nicht mehr angemeldet, ich denke nicht, dass noch einmal ein Update erfolgt.

Grüße, Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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