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Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Euer ADFD Team

Und der nächste Versuch :-) / Quetiapin absetzen

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ChristophK
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Re: Und der nächste Versuch :-) / Quetiapin absetzen

Beitrag von ChristophK » Montag, 02.01.17, 20:59

Erfahrungsbericht vom Montag, den 2.1.2017

Moin Moin und frohes neues Jahr!

Vor einer Woche hatte ich, wie bereits geschrieben, die Medikamente von 150 mg auf 100 mg reduziert. Da ich nur noch relativ wenig 50er Tabletten habe, habe ich eine 200er Prolong in der Mitte geteilt und dann einfach die Hälfte genommen. Es gibt ja geteilte Meinungen drüber im Internet, hier also meine persönliche Erfahrung: Nicht lustig. Im Nachhinein war das keine so gute Idee. :wink:

Ich liege also in meinem Bett und es wird 23 Uhr. Mein Gefühl sagt mir, dass ich eine geringere Dosis genommen habe. *tick* *tick* *tick* Gefühlt 24 Uhr. Mir dämmert so langsam, dass es nicht an der Dosis liegt. Aber Aufstehen ist (noch) keine Option. Entscheidung ist Entscheidung. *tick* *tick* *tick* Gefühlt zwei Uhr in der Nacht. Ich weiß nicht, ob ich schon ein wenig geschlafen habe oder komplett (halb)wach lag. Zum Glück habe ich zwischen den Feiertagen Urlaub, da kann ich mir sowas erlauben. *tick* *tick* *tick* Ok, es reicht. Es ist gefühlt irgend wo zwischen 4 und 5 Uhr am Morgen, ich werfe noch mal 50 mg hinterher. Danach kann ich etwas schlafen. Die Nacht hat aber schon einiges an Energie gekostet.

Vermutlich hat die Magensäure den Wirkstoff ohne die Schutzschicht komplett aufgefressen. Teilen der Prolong-Tabletten scheint also keine ernsthafte Option zu sein.

Ansonsten geht es mir mittlerweile wieder überraschend gut. Drei bis fünf Tage lang nach der Reduktion war's etwas anstrengend. Ich war gereizt, habe mich hauptsächlich auf negative Dinge konzentriert und war ein wenig gestresst. Zum Glück habe ich sehr gute Freunde, mit denen ich in Ruhe Silvester feiern konnte. Das mit dem Stress liegt unter anderem daran, dass ein guter Freund und Schlagzeuger O. vor drei Tagen beschlossen hat, einem Obdachlosen eine Wohnung zu besorgen. Da er dafür kurzfristig (in zwei Tagen) knapp 1500 € brauchte und ich ein wenig Organisationstalent besitze, habe ich im Freundeskreis getrommelt - für einen zinslosen Kredit. Wir haben das Geld auch zusammen bekommen und G hat heute nach 19 Monaten auf der Straße seine "eigene" Mietwohnung bezogen. Jetzt kann ich etwas runter kommen und mir selbst die erforderliche Ruhe gönnen.
Hier ein Foto der Aktion (von gestern): https://www.facebook.com/ODEDKAFRIFANPA ... =3&theater

Ansonsten habe ich es die letzten Wochen geschafft, allen mir selbst auferlegten Verpflichtungen nachzukommen. Ich gehe (mindestens) zweimal die Woche zum Yoga, mache mir jeden Morgen ein "Zitronenwasser" zur Magen- und Darmreinigung, dusche morgens mittel-warm-kalt, mache Abends regelmäßig Meditation und Atemübungen und schreibe täglich Protokoll. Das meiste davon mache ich schon seit Monaten. Für mich ist das ein Indikator, wie gut es mir geht. Solange ich diese Dinge ohne ernsthafte Schwierigkeiten erledige, ist alles in Ordnung. Sehr wichtig ist für mich auch das Beobachten meiner Träume. Bei früheren Absetzversuchen habe ich oft von Feuer und sehr viel Rauch geträumt - ein schlechtes Zeichen. Im Moment träume ich recht bunt und lebendig - ein gutes Zeichen.

Ich werde weiter berichten.

Viele Grüße
Christoph
Zuletzt geändert von Murmeline am Montag, 02.01.17, 21:02, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Realnamen editiert
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Ich selbst bin 1982 geboren.

April 2007 - "auffälliges Verhalten" und Einweisung in geschlossene Psychiatrie für 10 Tage.
Medikation: Risperidon (Dosis weiß ich nicht mehr) und Lorazepam 7,5 mg / tägl. Lorazepam danach problemlos ausgeschlichen.

Diagnose: Schizoaffektive Psychose

Neuroleptikum oft gewechselt wg. Unverträglichkeit: Olanzapin, Aripripazol, Ziprasidon, Amisulprid, seit 2011 Quetiapin retardiert, je nach Stimmung zwischen 100 und 200 mg (langsame Wechsel)

Medikation: Quetiapin retardiert 150-200 mg, 7/2015 bis 10/2016 tägl. 200 mg
Bisherige Absetzversuche: (Januar 2015 von 200 mg auf 150 mg reduziert, im Juli 2015 wieder auf 200 mg hoch wg. Reizbarkeit, gedrückter Stimmung, Leistungstief, etc.)

Dosierung Johanniskrautextrakt (Laif)
24.06.2017 - Angefangen mit 900 mg
13.09.2017 - Erhöhung auf 1800 mg (900-0-900)

Absetzverlauf Quetiapin
29.10.2016 - 200 mg (0-0-200)
30.10.2016 - 150 mg (0-0-150)
26.12.2016 - 100 mg (0-0-100)
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07.10.2017 - 50 mg (25-0-25) unretardiert

bis auf Weiteres 50 mg Quetiapin und 1800 mg Johanniskrautextrakt

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Re: Und der nächste Versuch :-) / Quetiapin absetzen

Beitrag von paragon » Montag, 02.01.17, 21:29

Christoph,

danke fürs berichten.. bei dir scheint es ja viel zu geben. Sinnvolle Aufgaben halten auch aktiv und stabil.

Dass das mit dem Teilen der retardierten Tabletten keine so gute Idee ist, habe ich im Sommer auch so erfahren.. Wirkung fast nicht mehr vorhanden.

Danke, dass du diese Erfahrung geteilt hast.

Meine Höchstdosis vom Quetiapin lag ja in diesem Jahr bei 600 mg.. beim heruntergehen auf 400mg hatte ich gar keine Probleme, auf 200 schon mehr (hat sich aber eingependelt), und jetzt bei dem Schritt auf 150 bin ich fast bettlägerig wegen der Reizüberflutung.. also pass bitte auf dich auf bei den nächsten SChritten. Zielführend kann es bei niedrigeren Dosierungen sein, sehr kleinschrittig vorzugehen, um Absetzsymptomen vorzubeugen.

Liebe Grüße,

paragon

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Re: Und der nächste Versuch :-) / Quetiapin absetzen

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 03.01.17, 10:10

Hallo Chrisoph,

danke für Dein Update.
Ansonsten habe ich es die letzten Wochen geschafft, allen mir selbst auferlegten Verpflichtungen nachzukommen. Ich gehe (mindestens) zweimal die Woche zum Yoga, mache mir jeden Morgen ein "Zitronenwasser" zur Magen- und Darmreinigung, dusche morgens mittel-warm-kalt, mache Abends regelmäßig Meditation und Atemübungen und schreibe täglich Protokoll. Das meiste davon mache ich schon seit Monaten. Für mich ist das ein Indikator, wie gut es mir geht. Solange ich diese Dinge ohne ernsthafte Schwierigkeiten erledige, ist alles in Ordnung.
Ich halte es für sinnvoll, solche stabilisierenden Momente im Alltag zu haben, die eben auch Gradmesser dafür sein können, ob alles noch soweit in Ordnung ist.
Teilen der Prolong-Tabletten scheint also keine ernsthafte Option zu sein.
Nein, das ist wohl nicht ideal. Du kannst Dir unretardiert 25mg verschrieben lassen.

Ich habe in Deinem Beitrag routinemäßig die Realnamen editiert, allerdings hast du ja auch einen Foto-Link eingestellt, das habe ich noch stehenlassen. Die meisten ADFDler geben zum Persönlichkeitsschutz keine privaten Daten preis, wie willst Du das halten? Und sind die Personen auf dem Foto damit einverstanden, wenn sie hier verlinkt werden?

Ein gutes neues Jahr für Dich! Grüße, Murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
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Re: Und der nächste Versuch :-) / Quetiapin absetzen

Beitrag von ChristophK » Montag, 01.05.17, 16:17

Mal wieder auf den aktuellen Stand:

Am 6.3.2017 habe ich das Seroquel auf 75 mg reduziert. Ich nehme jetzt 50 mg retardiert und 25 mg unretardiert, also gemischt.

Am 10. April habe ich meinen Job zum 30.9. gekündigt. War 'ne schwierige Entscheidung, weil die Kollegen nett sind, das Gehalt gut ist und ich auch sonst auf Arbeit überwiegend zufrieden war, mal abgesehen von ein paar Dingern, die der neue Chef sich geleistet hat. Ich kann es aber nicht weiter mit meinem Gewissen vereinbaren, für eine Industrie zu arbeiten, die unseren Planeten zerstört. Stattdessen möchte ich in Zukunft etwas deutlich konstruktiveres, sozialeres, umweltverträglicheres machen. Außerdem läuft es im bisherigen Job teilweise sehr chaotisch, ständig kommt was dazwischen, ständig wird neu priorisiert, auf kaum etwas ist wirklich Verlass. Ich brauche einfach in allen Bereichen etwas mehr Stabilität und die gibt es bei uns in der Firma in den 4 Jahren, die ich dort arbeite, einfach nicht. Diese Entscheidung ist bei mir ca. 2 Jahre gereift, ich war schon lange am überlegen, abwägen, usw., was ich denn nun mache. Einen neuen Job habe ich noch nicht, will aber auch in kein Angestelltenverhältnis mehr, sondern in die Selbstständigkeit. Evtl. als Berater für IT und/oder Kommunikation, oder ganz was Anderes, mal sehen. Hatte auch schon einen anderen Job ersatzlos gekündigt, bin das also gewohnt ;-) Im Nachhinein bin ich mit der Kündigungs-Entscheidung sehr zufrieden.

Ich war die vergangenen Monate bis Jahre auch immer relativ antriebslos und müde. Solche Probleme und andere Krankheiten schlage ich dann gern in dem Buch "Metamedizin. Jedes Symptom ist eine Botschaft" von Claudia Rainville nach, sie hat einen ähnlichen Ansatz wie Rüdiger Dahlke, nur dass bei ihr die Deutungen und Ursachen der Symptome (nach meiner Meinung) deutlich treffender sind. Bei Müdigkeit steht dort, dass man in einer "ausgelutschten" Situation steckt, die einfach keine Reize mehr bietet. Heilungsansatz: Etwas neues suchen, das mehr begeistert. Genau das mache ich jetzt.

Kurz nach der Kündigung hat es mich dann gesundheitlich erwischt. Erst eine Infektion der Atemwege mit vier Tagen 39° Fieber über Ostern und direkt im Anschluss eine Mittelohrentzündung. Die hatte ich auch seit 25 Jahren nicht mehr. *grummel*. Vermutlich besteht zwischen der Kündigung und den Krankheiten eine Verbindung: Der Dauer(entscheidungsfindungs)stress hat seitdem ein Ende und mein Körper kann sich erholen. Reaktionen dieser Art hat Gerd Hamer in seinen Büchern sehr gut beschrieben.

Geistig geht es mir den Umständen entsprechend relativ gut. Ich neige zwar - vermutlich durch das Absetzen vom Seroquel - zu einer gewissen mentalen Feindseligkeit und Misstrauen, aber das hält sich in Grenzen. Hat mich 'ne ganze Menge Anstrengung gekostet, dieses Misstrauen als solches zu identifizieren, "sichtbar" für mich waren eben nur gewisse geistige Reaktionen, keine Lust, gewisse Pflichten zu erledigen, usw. Habe dann aber immer weiter analysiert, was die Ursache dafür ist und es ist eben Misstrauen bzw. eine sehr abstrakte bis subtile Angst.

Darüber hinaus war ich auch sehr unsicher, wie ich mein Leben für die nächsten Jahre planen soll und was ich machen möchte. Zum einen ist die politische Situation grad ziemlich mies, zum anderen fällt es mir schwer, mich so richtig festzulegen, was ich in den nächsten 20 Jahren machen möchte bzw. ich hatte bei allem, was ich tat, nicht das Gefühl, dass ich es noch 10 Jahre weiter machen könnte. Ist halt anders als bei meinen Eltern und vielen der "älteren" Generation, die teilweise 30 Jahre mehr oder weniger zufrieden in einem Unternehmen gearbeitet haben. Bis jetzt habe ich eben noch nicht das Richtige gefunden. Jetzt aber habe ich mit diesem Zustand einen gewissen inneren Frieden gemacht und achte bei meiner Entwicklung bzw. Zukunftsplanung darauf, dass ich flexibel bleibe und mich auf neue Umstände schnell einstellen kann. Dieser innere Frieden gibt mir immense Kraft, bei fast allem, was ich anpacke - einfach eine solide Basis und nicht mehr dieses Unsicherheitsgefühl.

Neben dem Misstrauen habe ich das Problem, dass ich oft sehr unkonzentriert bin, weil ich ständig (wie auf Arbeit ^^) im Geist von hier nach dort springe. Während der Krankheit war das weg, weil ich wirklich immer nur Kraft für eine Sache zur Zeit hatte: Tee kochen und trinken, hinlegen. Einkaufen gehen, völlig fertig wieder hinlegen. Insofern genieße ich das kranksein immer ein bisschen, weil es mir im Geist dabei relativ gut geht - ruhig. Aber jetzt, wo die Energie zurück kommt, muss ich diese selbst bewusst und aktiv einsetzen. Mir bewusst etwas Ruhe zu gönnen und von anderen Dingen loszulassen fällt mir dabei sehr schwer. Insbesondere, wenn mir etwas Wichtiges einfällt, während ich eine andere Aufgabe erledige. Dann habe ich Angst, den Einfall zu vergessen und unterbreche meine Tätigkeit. Sehr unvorteilhaft. Habe mir jetzt angewöhnt, Dinge auf eine Todo-Liste zu schreiben, wenn sie sehr wichtig sind oder bei nicht so wichtigen Dingen diese bewusst an meine aktuelle Aufgabe hintenan zu stellen, dadurch trainiere ich auch mein Gedächtnis und die Konzentration. Auch neige ich dazu, zu viel zu essen, als Ersatzbefriedigung oder Ablenkung. Das wiederum ist überhaupt nicht gut für meine Verdauung, führt zu mehr Trägheit und weniger Energie. Insbesondere, wenn ich am Abend esse, komme ich am Folgetag sehr schwer aus dem Bett. Hat mich auch sehr viel Zeit gekostet, all diese Zusammenhänge herauszufinden. Aber gut, jetzt isses klar.

Vor zwei Wochen habe ich es endlich geschafft (mich durchgerungen), mir einen Termin bei einem Ayurveda-Spezialisten zu holen. Der Joker bzw. meine Geheimwaffe beim Absetzen der Neuroleptika ;-) War schon zur Untersuchung da, er arbeitet jetzt für mich ein Programm aus. Bin mal gespannt, was er mir empfiehlt und vor allem: Wie das wirkt.

Viele Grüße
Christoph
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Medikation: Quetiapin retardiert 150-200 mg, 7/2015 bis 10/2016 tägl. 200 mg
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30.10.2016 - 150 mg (0-0-150)
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Re: Und der nächste Versuch :-) / Quetiapin absetzen

Beitrag von Jamie » Montag, 01.05.17, 17:56

Hall Christoph, :)

ich bin sehr an dem Buch "Metamedizin" interessiert, hätte aber dazu Rückfragen. Es klingt klasse.
Behandelt es nur psychische Symptome oder auch körperliche?
Ich habe da gerade eine Person in meinem familiären Umfeld, der es sehr schlecht geht. Könntest du mal schauen (nur gucken, musst nichts Inhaltliches schreiben), ob das Buch auch Themen aufgreift wie sich völlig verausgaben, nicht zur Ruhe kommen, nicht allein sein können, keine Geduld und Disziplin haben, sich gehen lassen?

Danke, das ist sehr nett. :)

PS. Ayurveda - klasse! Habe 3 Monate in Indien gelebt und bin dort fast täglich in Kontakt mit ayurvedischer Medizin gekommen (ha ha :P , weil ich ausnahmslos fast nur krank war in dieser Zeit... :roll: )
Aktuell trinke ich seit 1 Woche vermehrt heißes Wasser (um meine Vata-Kapha Konstitution auszugleichen) und schaue, was es mit mir macht.
http://www.ayurvedamedizin.de/steuernag ... ses-wasser

Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


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Re: Und der nächste Versuch :-) / Quetiapin absetzen

Beitrag von ChristophK » Sonntag, 02.07.17, 20:12

Hallo Jamie,

ich wollte Dir zu Deinen Fragen schon vor zwei Monaten eine Nachricht schreiben, allerdings habe ich keine Möglichkeit gefunden, Dich direkt zu kontaktieren (PN deaktiviert). Und in diesem Thread eine Buch-Diskussion starten wollte ich auch nicht, also habe ich für Antworten auf Deine Fragen einen neuen Thread aufgemacht: viewtopic.php?f=15&t=13360
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Dosierung Johanniskrautextrakt (Laif)
24.06.2017 - Angefangen mit 900 mg
13.09.2017 - Erhöhung auf 1800 mg (900-0-900)

Absetzverlauf Quetiapin
29.10.2016 - 200 mg (0-0-200)
30.10.2016 - 150 mg (0-0-150)
26.12.2016 - 100 mg (0-0-100)
06.03.2017 - 75 mg (0-0-75), 50 mg retardiert, 25 unretardiert
04.08.2017 - 75 mg (25-0-50), 50 mg retardiert, 25 unretardiert
07.10.2017 - 50 mg (25-0-25) unretardiert

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Re: Und der nächste Versuch :-) / Quetiapin absetzen

Beitrag von ChristophK » Mittwoch, 08.11.17, 16:14

So, ich melde mich mal wieder zum aktuellen Stand.

Der Ayurveda-Mensch hat mir im Wesentlichen einige Pranayama-Übungen (Atemtechnik aus dem Yoga) beigebracht und einige Ayurveda-Präparate empfohlen. Die Atemübungen mache ich jeden Morgen ca. 45 Minuten und auch die Präparate nehme ich täglich.

Des Weiteren habe ich angefangen, Johanniskraut einzunehmen (Laif). Zunächst 900 mg täglich (im Juni) und ab Mitte September bin ich auf 1800 mg hoch.

Habe am 7. Oktober beim Quetiapin den Schritt von 75 mg auf 50 mg gewagt. Es ging mir die Wochen davor eher mittelmäßig, gefühlt eigentlich nicht gut genug, um die Medikamente weiter zu reduzieren. Allerdings hat es mich ziemlich genervt, dass ich schon so lange auf 75 mg "fest hing". Ich hatte auch den Eindruck, "ernsthafte" Probleme mit zusätzlichen Yoga und Pranayama-Übungen kompensieren zu können, aber ohne "ernsthafte" Probleme habe ich die Motivation nicht gehabt bzw. war mir nicht sicher, was das richtige für mich war. Dann kam mir ein Gedankenblitz: Wenn ich die Medikamente reduziere, kommen voraussichtlich auch die wirklichen Probleme weiter hoch und ich kann sie bearbeiten. Genau das habe ich dann auch getan und es hat geklappt :-)

Dieser Schritt von 75 mg auf 50 mg ist bisher der, bei dem ich am meisten positive Auswirkungen bemerke. Ich habe ein deutliches Mehr an Energie, die ich aber auch vernünftig kanalisieren muss, damit sie sich nicht gegen mich selbst richtet. Konkret heißt das, dass ich bei Gedankengängen- bzw. -spielen sehr genau darauf achte, in welche Richtung ich denke. Destruktive und aggressive Gedanken drücken meine Stimmung enorm nach unten, konstruktive hingegen bauen mich auf.

Seit Anfang Oktober bin ich arbeitslos gemeldet, d.h. ich habe jetzt auch deutlich weniger Stress und mehr Freizeit. Ich stehe jeden Morgen gegen 6:30 auf, um dann mein Warm-Kalt-Duschritual und anschließend die Atemübungen zu machen. Ich nutze die freie Zeit, um mich viel und bewusst zu entspannen. Laute Musik, Radio und Werbung versuche ich komplett zu meiden. Insgesamt setze ich auch meine Energie deutlich bewusster und gezielter ein. Dann ist es auch nicht so schlimm, wenn ich mich kurzfristig mal überfordere, solange es zu einem wirklich wichtigen Zweck ist.

Außerdem ernähre ich mich deutlich gesünder als früher, viel Gemüse, sehr wenig Süßigkeiten und Knabberkram. Bestimmten Dinge (Kekse, Kuchen, Schokolade sowie Hafer) rühre ich fast gar nicht mehr an. Wenn ich Süß- und Knabberkram konsumiere, dann Datteln, Rosinen, Nüsse, Bananen, usw.

Voraussichtlich ab 1.1.2018 beginne ich mit meiner Selbstständigkeit.

Im Moment läuft es bei mir ziemlich gut, bin mal gespannt wie ich dann im kommenden Jahr mit einem neuen Leben und Beruf klar komme.
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Medikation: Quetiapin retardiert 150-200 mg, 7/2015 bis 10/2016 tägl. 200 mg
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Absetzverlauf Quetiapin
29.10.2016 - 200 mg (0-0-200)
30.10.2016 - 150 mg (0-0-150)
26.12.2016 - 100 mg (0-0-100)
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04.08.2017 - 75 mg (25-0-50), 50 mg retardiert, 25 unretardiert
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Re: Und der nächste Versuch :-) / Quetiapin absetzen

Beitrag von padma » Mittwoch, 08.11.17, 17:37

hallo Christoph, :)

danke dir fürs Berichten deiner Erfahrungen.
Es hört sich so an, dass du die Zeit deiner Arbeitslosigkeit intensiv für dich nutzt. :D
Dann kam mir ein Gedankenblitz: Wenn ich die Medikamente reduziere, kommen voraussichtlich auch die wirklichen Probleme weiter hoch und ich kann sie bearbeiten. Genau das habe ich dann auch getan und es hat geklappt :-)
Das Problem ist, dass bei so grossen Schritten nicht nur die wirklichen Probleme hoch kommen, sondern potentiell auch Absetzsymptome. Ich würde die weiteren Schritte wirklich kleiner nehmen.

Pranayama-Übungen können soweit ich weiss eher anregend sein, das müsstest du schauen, wie du das weiterhin im Entzug verträgst.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Und der nächste Versuch :-) / Quetiapin absetzen

Beitrag von ChristophK » Montag, 13.11.17, 14:13

padma hat geschrieben:
Pranayama-Übungen können soweit ich weiss eher anregend sein, das müsstest du schauen, wie du das weiterhin im Entzug verträgst.
Hallo Padma,

mein Ayurveda-Arzt hat die von mir praktizierte Übungsfolge speziell für meinen Zustand ausgewählt. Es gibt sehr viele verschiedene Pranayama-Übungen mit unterschiedlichen Effekten, so dass Pranayama sowohl zur Anregung als auch zur Beruhigung eingesetzt werden kann.

Meine Geist wird durch die Übungen deutlich ausgeglichener und ruhiger. Sie schaffen eine gewisse Distanz zu meinen Gedanken(gängen), so dass ich weniger abrupt reagiere und auch bei Stress einen klaren Kopf bewahren kann, um Situationen entspannt zu beurteilen und dann Entscheidungen zu treffen. Was mich früher auf die Palme gebracht hat, kann ich jetzt relativ entspannt hinnehmen.

Wenn ich die Übungen 1-2 Tage ausfallen lasse, rutsche ich wieder in den alten Zustand. Also versuche ich nach Möglichkeit, sie jeden Tag zu machen.

Die Ruhe und Klarheit, die ich gewinne, nutze ich, um alte Muster durch Neue zu ersetzen. Ich sehe meine Psychose als Folge von falschem Denken und falschen Gewohnheiten. Sadhguru erklärt das sehr deutlich hier (Achtung, harter Tobak) : https://www.youtube.com/watch?v=hzvT0vy5cjE (aktuell nur auf Englisch).

Im Klartext heißt das, dass die Übungen mir helfen bzw. ermöglichen, an mir zu arbeiten. Für sich allein bewirken sie (vermutlich) keine Heilung.

LG Christoph
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April 2007 - "auffälliges Verhalten" und Einweisung in geschlossene Psychiatrie für 10 Tage.
Medikation: Risperidon (Dosis weiß ich nicht mehr) und Lorazepam 7,5 mg / tägl. Lorazepam danach problemlos ausgeschlichen.

Diagnose: Schizoaffektive Psychose

Neuroleptikum oft gewechselt wg. Unverträglichkeit: Olanzapin, Aripripazol, Ziprasidon, Amisulprid, seit 2011 Quetiapin retardiert, je nach Stimmung zwischen 100 und 200 mg (langsame Wechsel)

Medikation: Quetiapin retardiert 150-200 mg, 7/2015 bis 10/2016 tägl. 200 mg
Bisherige Absetzversuche: (Januar 2015 von 200 mg auf 150 mg reduziert, im Juli 2015 wieder auf 200 mg hoch wg. Reizbarkeit, gedrückter Stimmung, Leistungstief, etc.)

Dosierung Johanniskrautextrakt (Laif)
24.06.2017 - Angefangen mit 900 mg
13.09.2017 - Erhöhung auf 1800 mg (900-0-900)

Absetzverlauf Quetiapin
29.10.2016 - 200 mg (0-0-200)
30.10.2016 - 150 mg (0-0-150)
26.12.2016 - 100 mg (0-0-100)
06.03.2017 - 75 mg (0-0-75), 50 mg retardiert, 25 unretardiert
04.08.2017 - 75 mg (25-0-50), 50 mg retardiert, 25 unretardiert
07.10.2017 - 50 mg (25-0-25) unretardiert

bis auf Weiteres 50 mg Quetiapin und 1800 mg Johanniskrautextrakt

Maria12
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Registriert: Montag, 27.11.17, 14:31

Re: Und der nächste Versuch :-) / Quetiapin absetzen

Beitrag von Maria12 » Montag, 27.11.17, 18:17

Hallo Christoph,

wie machst Du das mit Quetiapin und Johanniskraut?
Ich hatte Anfang des Jahres 25 mg Quetiapin und 900 mg Laif. Damit gingen bei mir die Probleme nur noch weiter...

Viel Glück auf deinem weiteren Weg. Ich bewundere deine Aktivität und Ausdauer.

Viele Grüße
Vorgeschichte: Belastende Kindheit durch Depression und Suizid der Mutter
2013-2014: Tiefenpsychologische Therapie wg. Kindheit, Beziehung zum Vater, schwere Erkrankung des Lebensgefährten
2016: Überarbeitung, Stress

Nov. 2016: Fahrradunfall mit Schädel-Hirn-Trauma, HWS-Distorsion, Subarachnoidalblutung (Hirnhautblutung), Schlafstörung, Kreislaufprobleme, Schwindel, starke Verspannungen, Zahnschäden, etc.
danach entwickelt: Alpträume, Flashbacks, Falsche Erinnerungen, Ohrensausen, Augenflimmern, Lichtempfindlichkeit, Wassersucht (7l pro Tag)
Anfang Dez. 2016: Amitryptilin und Escitalopram wg. Schlafstörung, einmalig
Ende Dez. 2016 - Jan. 2017: 6wöchige Erkältung mit starkem Husten; Behandlung mit Lutschpastillen, Antibiotika, Novalgin, Viani mite, Omnibiotic
Dez. 2016 - März 2017: Schlaf- und Nerventee, Lasea - von 4,5 h Schlaf auf 6 h hochgekämpft; Flashbacks an Unfall und Kindheit, Panik im Straßenverkehr (Fußgänger)
in der Zeit:
zweimalige Therapiesitzung nach Peter Levine -> geheult und gezittert; selbiges auch bei Yoga;
5x Osteopathie
Wiedereingliederung mit falscher/alter Brille -> Stress, Konzentrationsprobleme, Erschöpfung;

März: 2017: nach der letzten Ostheopathiesitzung: Verwirrtheit, Desorientierung, volle Dröhnung Flashbacks, Schlafentzug (in fünf Tagen nur je 2 h geschlafen, selbst mit Zolpidem), Gedankenrasen, Panik, körperliches und emotionales Chaos, Erbrechen, Wassersucht, bin durchgedreht, Ausfall ZNS, psychotische Zustände ...
März 2017: Quetiapin und Escitalopram, 6 h geschlafen -> Herzrasen, weiß vor Augen, zweimaliger Kollaps -> Einweisung in Kardiologie -> erst Ausleitung, dann Medikamente wieder angesetzt; zusätzlich Beruhigungsmittel erhalten, welche in der Klinik wieder abdosiert wurden;
zusätzliche Diagnosen: Depression und Prolaps der Mitralklappe
April 2017: Neurologe stellt von Escitalopram auf Opipramol um -> Heulattake -> Opipramol weggelassen -> Johanniskraut wg. Stimmung -> Absetzten Quetiapin -> Baldrian -> Ansetzen Quetiapin -> Psychotische Zustände

April 2017: Einweisung in Psychiatrische Klinik. Diagnose: Organische und psychische Störung nach SHT mit schizoaffektiven und kognitiven Störungen
April 2017 - Juli 2017: Risperidon, Olanzapin (Suizidgedanken), Aripiprazol - daneben wg. Schlafproblem Pipaperon, Promethazin, Prothipendyl, Melperon, Zopiklon, Pregabalin, Quetiapin, Quetiapin retard;
Juli 2017: 10 mg Aripiprazol, 25 mg Quetiapin, 100 mg Pregabalin; Lavendelöl aufs Kissen.

Verlegung in andere Klinik wg. Diagnosik
August 2017: zusätzlich 100 mg Trazodon, Versuche mit Doxepin und Stangül -> wg. Schlafproblematik
Reduzierung Aripiprazol von 10 mg auf 7,5 mg; weitere Reduzierung auf 5 mg; :)
Reduzierung Pregabalin von 100 mg auf 75 mg
weitere Diagnose: Diabetes insipidus-> Behandlung mit 0,05 mg Minirin
niedriger D3-Werte -> 1000 IU D3/Tag; zusätzlich K2
Neuropsycholgische Testungen, Auffälligkeiten im EEG

Rückverlegung
Sept. 2017: Pregabalin auf 0; Entlassung

Sept. - Okt. 2017: Neuropsychologische Reha; Aripiprazol von 5 mg auf 3,75 mg reduziert wg. Sinnlosigkeitsgedanken
Okt. 2017: Aripiprazol auf 2,5 mg reduziert; weiterhin 25 mg Quetiapin und 100 mg Trazodon zum Schlafen, sowie D3 und K2. Lavendelöl aufs Kissen.
Nov. 2017: Aripiprazol auf 0 :) ; andere Medikamente unverändert;

ChristophK
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Registriert: Sonntag, 13.11.16, 20:42

Re: Und der nächste Versuch :-) / Quetiapin absetzen

Beitrag von ChristophK » Dienstag, 05.12.17, 15:02

Hallo Maria,
Maria12 hat geschrieben: wie machst Du das mit Quetiapin und Johanniskraut?
Morgens vor dem Essen 25 mg Quetiapin einwerfen und mit Wasser runterspülen. Nach dem Essen das Laif. Am Abend genau so. :wink:

Ich vermute aber, dass Du etwas Anderes gemeint hast. Vielleicht könntest Du die Frage etwas präziser formulieren?!
Maria12 hat geschrieben: Ich hatte Anfang des Jahres 25 mg Quetiapin und 900 mg Laif. Damit gingen bei mir die Probleme nur noch weiter...

Viel Glück auf deinem weiteren Weg. Ich bewundere deine Aktivität und Ausdauer.
Vielen Dank, Bewunderer (wie ist eigentlich die weibliche Form? :roll: ) sind natürlich (fast) immer willkommen :wink:

Deine Geschichte liest sich ja echt unschön. Vermutlich hast Du ein deutlich komplexeres Problem-Päckchen zu tragen und bewältigen als ich. Medikamente sind halt keine Lösung und das Quetiapin ist bei mir subjektiv weder besonders wirksam noch übermäßig hilfreich. Ich hatte mit 200 mg ähnliche Probleme wie heute, nur der Antrieb bzw. die verfügbare Energie sind mit 50 mg deutlich besser. Und die Vorstellungskraft funktioniert besser. Das erfordert aber auch die Fähigkeit, meine Kräfte sinnvoll zu kanalisieren, daran arbeite ich die letzten Wochen und Monate sehr viel.

Mit am hilfreichsten für mich sind Yoga, Pranayama und sinnvolle Tätigkeiten. Und in jedem Fall Stress vermeiden.

Glücklicherweise habe ich berufsmäßig im Moment etwas Freiraum, so dass ich die Zeit effektiv nutzen kann.

Liebe Grüße und gute Besserung Maria!
Christoph
Ich selbst bin 1982 geboren.

April 2007 - "auffälliges Verhalten" und Einweisung in geschlossene Psychiatrie für 10 Tage.
Medikation: Risperidon (Dosis weiß ich nicht mehr) und Lorazepam 7,5 mg / tägl. Lorazepam danach problemlos ausgeschlichen.

Diagnose: Schizoaffektive Psychose

Neuroleptikum oft gewechselt wg. Unverträglichkeit: Olanzapin, Aripripazol, Ziprasidon, Amisulprid, seit 2011 Quetiapin retardiert, je nach Stimmung zwischen 100 und 200 mg (langsame Wechsel)

Medikation: Quetiapin retardiert 150-200 mg, 7/2015 bis 10/2016 tägl. 200 mg
Bisherige Absetzversuche: (Januar 2015 von 200 mg auf 150 mg reduziert, im Juli 2015 wieder auf 200 mg hoch wg. Reizbarkeit, gedrückter Stimmung, Leistungstief, etc.)

Dosierung Johanniskrautextrakt (Laif)
24.06.2017 - Angefangen mit 900 mg
13.09.2017 - Erhöhung auf 1800 mg (900-0-900)

Absetzverlauf Quetiapin
29.10.2016 - 200 mg (0-0-200)
30.10.2016 - 150 mg (0-0-150)
26.12.2016 - 100 mg (0-0-100)
06.03.2017 - 75 mg (0-0-75), 50 mg retardiert, 25 unretardiert
04.08.2017 - 75 mg (25-0-50), 50 mg retardiert, 25 unretardiert
07.10.2017 - 50 mg (25-0-25) unretardiert

bis auf Weiteres 50 mg Quetiapin und 1800 mg Johanniskrautextrakt

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