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Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Euer ADFD Team

Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Auch für Antiepileptika (z.B. Lyrica/Pregabalin), Stimmungsstabilisierer und Stimulanzien
Filzblume
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Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Filzblume » Freitag, 10.03.17, 20:34

Tag 132

Hallo Ihr Lieben,

heute war der erste Tag im KH in der Neurologie. Das war jetzt alles etwas zäh bis ich ein Bettchen bekommen habe, aber dafür scheint es jetzt zu laufen.

Es hat ein wirklich ausführliches Anamnese-Gespräch stattgefunden. Whäm, soviel Zeit hat sich ein Arzt schon lange nicht mehr für mich genommen. Es war eine recht junge Ärztin. Ich durfte in Ruhe alles erzählen. Von oben bis unten von rechts nach links. Sie hat auch gebohrt und immer wieder gefragt, ob mir noch was aufgefallen sei, auch wenn es augenscheinlich erstmal keinen Zusammenhang gibt. Als es dann zu dem Thema NL und AD ging, hat sie nur den Kopf geschüttelt. Sie war offen gegenüber Entzugssymptomen und auch offen in Bezug darauf, dass man mich seit ner gefühlten halben Ewigkeit immer versucht hat mit AD und Co. abzuspeisen. Auch hat sie gesagt, dass diese Diagnosen eigentlich nicht sichtbar sein sollten bzw. speziell gesichert werden. Denn die Gefahr, dass man Dinge auf die Psyche schiebt ist einfach zu groß und zu gefährlich. Sie meinte auch, dass egal wie lange es her ist, dass man mit der Psyche Ärger hatte einen das immer wieder verfolgen wird. Ungeachtet dessen, was mal irgendwann war. Die Dame hat sich echt an den Kopf gepackt.

In Bezug auf einen NL-Schaden hat sie sich nicht geäußert. Sie hat so gar nichts dazu gesagt, was es sein könnte. Sie meinte, dass zunächst Grunduntersuchungen gemacht werden und sich daraus entsprechende weitergehende Untersuchungen ergeben. Es baut sich alles auf bis man am Ziel ist.

Es wollten mir ja auch schon viele Leute einreden, ich hätte eine Psychose. Habe ihr das auch gesagt und sie hat sofort dementiert. Sie hat mir gesagt, dass das sicher keine Psychose ist und ich mich da nicht verunsichern lassen soll. Auch war sie vollkommen sauer darauf, dass man bei mir bisher keinerlei Differenzialdiagnose gemacht hat. Auch hat sie ihre Kollegen kritisiert. Sie meinte, dass viele niedergelassenen Ärzte sich nur darum richtig kümmern, was man sehen oder anfassen kann. Da aber die Neurologie Dinge mit einem Veranstalten kann, die man nicht immer anfassen kann, geht man rucki zucki auf die Psyche ohne mal daran zu denken, dass unser ZNS den gesamten Körper betrifft - ebenso wie die Blutbahn und die Verdauung. Aber irgendwie ist bei vielen das ZNS nicht existent und es kommen so Klopper wie "vegetatives Syndrom", was nichts anderes heißt als "ich habe keine Ahnung!" :frust:

Ich fühle mich bis jetzt dort sehr gut aufgehoben. Vor allem mal bis zum Ende erzählen dürfen, nicht unterbrochen werden und die eine oder andere Information sogar noch herauszukitzeln. Was für sie auch wirklich wichtig war, war die Tatsache, dass ich nicht einen Schluck Alkohol vertragen kann. trinke ich ein halbes Glas Sekt, bin ich gleich zwei Tage sowas von daneben und kämpfe mit Schwindel und Seegang. Sie hat mir auch glasklar geglaubt, dass ich es sehr gut einschätzen kann, was bei Symptome von Seiten der Psyche sind und diese klar von dem was jetzt ist abgrenzen kann. Sie hat mir auch erklärt, dass NL viele Körpersymptome aufgrund der Funktionsweise wegnehmen, auch wenn man keine Probleme mit der Psyche hat und viele Ärzte das bei chronischen Schmerzen einsetzen, weil es eben funktioniert. Dem Patienten wird geholfen und alles ist prima. Siehe hierzu auch meinen Bericht von dem praktischen Arzt, der pro gegenüber Entzugssymptome bei Medis aus dem Bereich ZNS ist. Traurig sei auch, dass viele nur Symptome beseitigen, aber leider nicht die Ursache. Also - da sind wir doch mal wieder alle hier im Kollektiv bestätigt. :party2:

Ich mache jetzt Bubu! :bettzeit: Hier ticken die Uhren ja anders als zuhause und die Dame bei mir im Zimmer nickert schon tief und fest und ich mache jetzt auch die Döppen zu. War bis hierin ein sehr emotionaler Tag, der jetzt seinen Tribut fordert.

Bis die Tage! Bericht folgt! :pillowtalk:

Gruß Filzblume
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2000 - 2016 Fluspirilen 1x pro Woche 1,2 ml - immer wieder mit Unterbrechungen, Krankheitsbild somatoforme Störungen
2006 Fluspirilen für 9 Monate abgesetzt - nichts passiert, alles ok, zwischenzeitlich Bachblütentropfen genommen, Fluspirilen dann wieder genommen wegen Schicksalsschlag
2009 - 2013 Doxepin 125 mg nach zweimaligem Schicksalsschlag
2013 - Doxepin entzogen, 6 Wochen Hölle (Kribbeln im Kopf, max 2 Stunden nachts geschlafen, Gedankenüberschläge, Knochenschmerzen, Unruhe, extrem geräuschempfindlich, reizüberflutet, TV gucken nicht möglich, Übelkeit
2002 - Mitte 2016 sporadisch Zolpidem, dann aber auch heftig aber keine Probs beim Absetzen, da es nicht kontinuierlich genommen wurde
seit 11. Oktober 2016 - Fluspirilen wird nicht mehr hergestellt, Kaltenzug, Schwindelgefühl, Konzentrationsstörungen, Knochenschmerzen, Muskelverspannungen,Ohrensausen, Übelkeit, Durchfall, Harndrang trotz leerer Blase, TV gucken nicht gut, Musik hören ok, Gespräche folgen ganz schlecht, Lesen OK. Zwischenzeitlich wurde Fluoxetin eingesetzt - nach der zweiten Tablette sofort sein gelassen - Blitzgewitter im Kopf, Boxhandschuh im Magen

September 2017 - noch einmal Fluspi eindosiert 1,0 ml. Dann im 2-3Wochen-Takt immer um 0,1 ml reduziert. Seit Anfang Dez. 2017 fertig mit der Reduzierung. Mitte Januar 2018 - es kommen erste Absetzsymptome. Macht nicht wirklich Freude.

Abschließende Diagnose: 2009 einen Schrank gekauft. Dieser Schrank war voller Giftstoffe, die sich Anfangs in Form vom innerer Unruhe und Blasenentzüngung gezeigt haben. 1,5 Jahr regelmäßig Antibiotika wegen der ständigen Blasenentzündung genommen und anscheinend damit den Darm abgeschossen. Mit dem Schrank kamen aber auch Unverträglichkeiten gegenüber Chemikalien. Wurde aber zunächst als Psychosomatik abgetan und ordentlich Fluspi gespritzt. Und schon war der Teufelskreis da.

Vorläufiges Endergebnis:
MCS-Syndrom (Multiple Chemikalien Sensibilität). Wohlmöglich verstärkt durch einen verkorksten Darm (Leaky-Gut-Sydrom) was diffuse Lebensmittelunverträglichkeitenund Allergien zurfolge hat. Die zweite Möglichkeit ist ein Enzymmangel, welches Giftstoffe verarbeitet. Wenn Schadstoff-Exposition dann gerät die Leber unter Stress. Sehr unangenehm.

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Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Filzblume » Samstag, 18.03.17, 18:33

Tag 140

Hallo Ihr Lieben,

die Reise scheint in eine ganz andere Richtung zu gehen. Hab den KH-Aufenthalt gut überstanden. Man hat mich gut auf den Kopf gestellt. Eher der Zufall kam dann. Und ganz ehrlich - da wird der Hund in der Pfanne verrückt. Warum suche ich mir immer son blödes Zeugs aus, was die Ärzte so mir nix dir nix nicht einfach so behandeln. Alles läuft in Richtung Neuro-Borreliose. Wieder ein Puzzle-Teilchen. Die Zecke hing vor rund 6 Jahren in meinem Rücken. Das hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm. Das erklärt die verfrühten WJ, die HIT, Candida-Befall - und vor allem - AD und NL werden da gerne eingesetzt und helfen auch indem sie Symptome wegnehmen - aber leider nicht die Ursache.

Warten wir es ab. Anfang der Woche renne ich alle Stationen ab um an Berichte etc zu kommen und werde wohl zum gefühlten 100sten Mal meinen Arm hinhalten zwecks Blutabnahme. :vomit:

Hier passt wieder der Spruch: "Wie kommt Kuhmist aufs Dach? - Kuh auf auf den Schwanz gesch.... und mit Schwung aufs Dach geschmissen!" Ja nee is klar! :bettzeit:

Gruß Eure Filzblume :pillowtalk:
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Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Jamie » Sonntag, 19.03.17, 10:47

Hallo Filzblume, :)

oha Neuro-Borreliose, das ist nicht einfach zu behandeln.
Ich wünsche dir baldige Gewissheit und dass die Therapien greifen werden.
Mach dich bitte vorher schlau, was das für Medikamente sind - es sind schon normalerweise Hämmer, aber gut, was will man da machen (?)
Ggf. kannst du dir Unterstützung bei einem Komplementärmediziner holen?

Pass auf dich auf, alles Gute :)

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Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Filzblume » Sonntag, 19.03.17, 16:11

Danke Jamie! Kann ich gut gebrauchen! :count-sheep: Gruß Filzblume
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MCS-Syndrom (Multiple Chemikalien Sensibilität). Wohlmöglich verstärkt durch einen verkorksten Darm (Leaky-Gut-Sydrom) was diffuse Lebensmittelunverträglichkeitenund Allergien zurfolge hat. Die zweite Möglichkeit ist ein Enzymmangel, welches Giftstoffe verarbeitet. Wenn Schadstoff-Exposition dann gerät die Leber unter Stress. Sehr unangenehm.

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Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Filzblume » Mittwoch, 10.05.17, 11:17

Tag 193:

Hallo Ihr Lieben,

nach langer Pause wieder eine Meldung von mir. Das mit der Neuro-Borreliose hat sich zum Glück nicht bestätigt. Ich habe noch auf eigene Faust Tests machen lassen, die den Befund widerlegt haben. Das war auch gut so, diesen Schritt gemacht zu haben. Denn die Ursache für die gesundheitliche Katastrophe ist nach laaaaaaaaaaaaanger Suche endlich gefunden.

Ich habe über Jahre vollkommen unnötiger Weise Flusi bekommen. Und wenn ich nicht irgendwann gestreikt hätte, hätte man mir noch jede Menge AD's aufs Auge gedrückt.

Das Ergebnis im Einzelnen:

Meine Garage hat einen Schimmelpilzbefall. Der ist an einer Stelle, die sich so gut wie niemand ansieht, der seine Garage durchs Garagentor verlässt. Unter dem Garagentor (wenn es geöffnet ist) ist die Decke total verschimmelt. Das habe ich über Jahre eingeatmet. In solchen Pilzen befinden sich Aflatoxine, welches Nervengifte sind. Aflatoxine sind mit einer der gefährlichsten Gifte, die es überhaupt gibt und wurden auch im Golfkrieg eingesetzt.

Das hat mir mein SNZ vollkommen aus der Bahn geworfen, ebenso den gesamten Stoffwechsel. Es hat mir die Histamine im Körper hoch gejagt, hat Wechseljahre vorgegaukelt, meine Leber schwer gestresst, meinen Darm gestresst uvm. Aflatoxine sollen auch Polyneuropathie, MS, Fibromyalgie, Autoimmunkrankheiten und vieles mehr veranstalten. Das Fluspi hat das ZNS beruhigt und somit eine gewisse Wirkung gezeigt.

Da mein Auto über die Jahre auch befallen war, musste ich mein Auto verschrotten lassen. Bei jeder Fahrt hat mir die Klimaanlage die Sporen ins Gesicht gepustet. In der Klima saß ein Pilzherd, der mit Desinfektion und Co. anscheinend nicht zu beseitigen war.Topfblumen in der Wohnung darf ich auch nicht mehr haben. Denn in der Blumenerde hängen auch diese Pilze. Ebenso darf ich nicht mehr im Garten wühlen. Auch dort tummeln sich diese Pilze bzw. Sporen.

Seit ich die Garage nicht mehr habe, mein Auto durch ein anderes Auto ersetzt wurde geht es mir viel viel besser. Das ist jetzt 5 Wochen her. Mit rund 10 Wochen muss ich rechnen. Der Körper kämpft und das ZNS muss sich wieder neu zusammen puzzeln. Derzeit entgifte ich.

Ja und die Ärzte - da kann man sich zu 90 % das berühmte Ei drauf schlagen. Erst gestern stand ich mit den Laborergebnissen der Proben aus meiner Garage bei einem Arzt vor der Matte. Der hat nur gesagt, dass das nicht sein kann und ich es einfach begreifen soll, dass ich dauerhaft AD's und Co nehmen muss und wedeltet schon wieder mit der Einweisung in die Psychatrie. Das gleiche Spiel auch bei verschiedenen Neurologen. Argumente zählen nicht. Denn mit Datum von heute in die Vergangenheit geblickt, erklärt sich sehr sehr viel - und zwar so, dass bei jedem mehr als nur ein Licht aufgehen müsste. Ich gebe zu, die Symptome sind zum Teil schon sehr in Richtung Psyche. Das ist aber bei Vergiftungen ob akut oder chronisch vollkommen normal. Ich habe jedoch von Anfang an gesagt, dass sich meine Psyche auf eine andere Art und Weise meldet und dass es vom Gefühl her vollkommen anders ist. Aber auch das wollte keiner hören.

Mein Aufruf hier im Forum: Schaut Euch doch bitte ganz genau Euer physisches Umfeld an. Gibt es da vielleicht etwas, auf das Euer SNZ reagieren könnte? Wenn Ihr der Meinung seid, dass es bei Euch keinerlei Gründe gibt Probleme mit der Psyche zu haben. Gründe für psychische Probleme kann man ganz individuell an den Haaren herbeiziehen und dabei sind Ärzte sehr kreativ und zücken meiner Meinung nach viel zu schnell den Rezeptblock und die F-Diagnose. Mir hat man wehement versucht zu vermitteln, dass mein Single-Leben eine Steilvorlage für eine psychische Erkrankung sei. Der gleiche Arzt sagte einer Mitpatientin, die super glücklich verheiratet ist, zwei tolle Kinder hat und sonst auch alles was das Leben schön macht sie sich in Krankheit flüchtet, weil sie Langeweile hat. Da packt man sich doch an den Kopf. Demnächst gehe ich mit einem gebrochenen Zeh zu Arzt und werde wohl hören: "Das ist ihre Psyche. Sie waren in Gedanken so mit ihren Problemem beschäftigt, dass die vergessen haben ihre Pantoffeln anzuziehen und so ihren Zeh direkt gegen das Tischbein gerammt haben!"

Ich habe inzwischen alles an Medikamenten weg gelassen - egal was. Ich vermeide Stress (sonst kommen wieder die blösen Histamine), mache schöne Dinge, bin viel an der Luft. Beruflich orientiere ich mich gerade auch anders. Es geht mir immer besser und ich freue mich aufs Leben. Doch könnte ich einfach so reinschlagen, wenn ich zurück blickend alles betrachte. Aber wie sagt man so schön "diskutiere nie über Dinge, die man nicht ändern kann!"

Gruß

Filzblume
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Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von padma » Mittwoch, 10.05.17, 12:05

liebe Filzblume, :)

vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht.
Vielleicht magst du etwas für die Rubrik Erfahrungsberichte verfassen? Mit diesem Beitrag und noch etwas zu deiner Erfahrung mit dem NL und dem Entzug?

Ich bin sehr froh, dass du die Ursache herausgefunden hast und diese nun beseitigt ist. :D Wie gut, dass du hartnäckig geblieben bist und dir von den Ärzten nichts hast aufschwatzen lassen. :D Das hätte ein übles Ende genommen.

liebe Grüsse,
padma
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Absetzverlauf:
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27.12.2017: 0,425 mg es wird weiter ge :schnecke: t


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Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von sinua » Mittwoch, 10.05.17, 12:53

Liebe Filzblume,

was für eine Geschichte! Vielen Dank, dass du sie mit uns teilst.
Ich lese schon eine Weile bei dir mit. Ich freue mich so sehr, dass du diese Ursache gefunden hast und jetzt langsam heilen kannst. Und dass du jetzt alle Symptome einordnen kannst.
Filzblume hat geschrieben:Ja und die Ärzte - da kann man sich zu 90 % das berühmte Ei drauf schlagen. Erst gestern stand ich mit den Laborergebnissen der Proben aus meiner Garage bei einem Arzt vor der Matte. Der hat nur gesagt, dass das nicht sein kann und ich es einfach begreifen soll, dass ich dauerhaft AD's und Co nehmen muss und wedeltet schon wieder mit der Einweisung in die Psychatrie. Das gleiche Spiel auch bei verschiedenen Neurologen. Argumente zählen nicht. Denn mit Datum von heute in die Vergangenheit geblickt, erklärt sich sehr sehr viel - und zwar so, dass bei jedem mehr als nur ein Licht aufgehen müsste. Ich gebe zu, die Symptome sind zum Teil schon sehr in Richtung Psyche. Das ist aber bei Vergiftungen ob akut oder chronisch vollkommen normal. Ich habe jedoch von Anfang an gesagt, dass sich meine Psyche auf eine andere Art und Weise meldet und dass es vom Gefühl her vollkommen anders ist. Aber auch das wollte keiner hören.
Fast allen hier im Forum geht es genauso, mir auch. Es ist der Wahnsinn.
Es hat mit narzisstischen Ärzten zu tun, mit der Geringschätzung von "Kranken", mit der Unfähigkeit, zuzuhören, eine erteilte Meinung zu ändern und Irrtümer/Fehler einzugestehen. Mit der fehlenden Bereitschaft, auch nur bis zum Tellerrand zu schauen.
An einem bestimmten Punkt muss man sich als Patient davon lösen - man wird niemanden dazu bringen, etwas einzusehen, was dieser nicht einsehen will und darf.

Es ist der Wahnsinn, was du schon geschafft hast, und es wird noch viel mehr werden.
Ich wünsche dir alles Gute,
Sinua
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>Diagnose schwere Depression (rezidiv.) 2014 -> Klinikaufenthalte 4 Monate
Seit Sommer 2014 psychisch stabil bis heute dank Achtsamkeit

>Medikation + Nebenwirkungen (NW)
>11 Monate Venlafaxin ret. 300mg morgens - keine positive Wirkung bemerkt:
-dauerhaft: starke Kraftlosigkeit/Erschöpfung, extreme unstillbare Kopfschmerzen ("Venla-Kopfschmerz"), gestörte Temperaturregulierung, null Sexualtrieb
>zeitgleich 6 Wochen Lorazepam 2mg - nach kaltem Absetzen starke Einschlafstörungen
>dagegen zusätzl. 7 Monate Mirtazapin 15mg - wirkt anfangs "schlafanstoßend":
-dauerhaft: Schwindel/Gleichgewichtsprobleme leicht, selten mittel
->Mirta deckelt die Venla-NW teilw. (bes. Erschöpfung, Venla-Kopfschmerz "nur" 1x/Monat)
>9 Wo. Pantoprazol 20mg als Magenschutz

>Absetzen Mirtazapin 15mg 12/2014-2/2015 (2 Monate): 11,25-7,5-3,75-0mg (zu schnell)
Symptome: extreme Erschöpfung/Kopfschmerzen/Übelkeit, Muskelschmerzen überall, Schwitzen - nur Dahinvegetieren
-> nach einigen Wochen Mirta-Entzug vorbei; Venla-NW wieder voll da -> stark eingeschränktes Leben

>Ausschleichen Venlafaxin ret. 300mg 3/2015-1/2016 (11 Monate): Reduktionen idR. alle 4 Wochen: 250-200-150-110-80-60-45-31-19-9,5-0mg, Symptome:
-bei jeder Reduktion: "Venla-Kopfschmerz" extrem - oft tagelang, meist mehrmals; wochenlang: Durchfall/Erschöpfung extrem, hohes Schlafbedürfnis
-bei den meisten: Zyklusschwankungen/-störungen; Übelkeit; Schwindel; gestörtes Hunger- u. Sättigungsgefühl; Unwohlsein/erschwerte Achtsamkeit; viel Durst
-bei einigen: Einschlafstörung; zusammenhängende/bewusste Träume; Gefühl Blasenentzündung; 2x Panik "ich halte die Kopfschmerzen nicht mehr aus"
-bei einer: Konzentrationsprobleme/Wortfindungsschwierigkeiten/Vergesslichkeit; leichte Absetzgrippe 2 Tage
-> Leben stark eingeschränkt, wäre nur wenige Tage arbeitsfähig gewesen
-> Besserung aller Nebenwirkungen


>Nach dem Absetzen: sehr langsame Normalisierung ohne Medikamente
-erste Monate: übliche Symptome s.o., Durchfall + Erschöpfung langanhaltend; kurz Sport -> Verstärkung Symptome; ungewöhnlich starke+lange Erkältung; Venla-Kopfschmerzen
-ab 4. Monat: durch noch mehr Schonung Besserung Durchfall u. Erschöpfung; monatelang erhöhtes Schlafbedürfnis; leichte Trigger -> Entzugssymptome; Zaps/pulsierende Schmerzen vom Hals ausgehend; Zyklusschwankungen/-störungen
-ab 6. Monat: stärkere/mehrere Trigger -> Entzugssymptome; Einschlafstörung; starke+lange Erkältung; sehr kurzer Ausdauersport -> wochenlange Symptom-Welle + verstärkte Schlafprobleme; keine Venla-Kopfschmerzen mehr, stattdessen ab hier Migräne
-ab 8. Monat: wochenlang Schwindel-Schwäche; Einschlafstörung sehr langsame Besserung; Durchschlafstörung eher kurz
-ab 10. Monat: weiter langsame Besserung des Grundzustandes, nur noch starke Trigger (zB. Zyklusende) lösen Entzugssymptome aus; Ernährungsumstellung (Ketose) Ende 10. Monat triggert Symptome und verschlechtert Grundzustand bis in den 14. Monat hinein, dann langsamer Übergang in Fenster
-Ernährungsumstellung (ohne Ketose) im 16. Monat beseitigt Absetz-Durchfall ohne zu triggern, seitdem schnellere Besserung des Grundzustandes, Migräne abgemildert
-ab 20. Monat wieder welliger, aber nicht mehr so tief wie vorher

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Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Filzblume » Mittwoch, 10.05.17, 22:52

Liebe Padma,
liebe Sinua,

Eure Antworten gehen runter wie Öl. Das tut so richtig guuuuuuut! Ja, es war ein langer weg und ja - auch wenn meine Zähigkeit zuweilen auch als penetrant durchgehen kann - hier war sie genau an der richtigen Stelle. Ich bin auch sowas von froh, dass ich nie aufgegeben habe. Obgleich ich oft genug kurz davor war und so oft zusammengerollt im Bett lag und aus Verzweifelung bitterlich geweint habe und Gedanken in eine Richtung hatte, die mich selbst schockiert haben.

Gerne schreibe ich Euch meinen Erfahrungsbericht. Wenn es nur einen Menschen weiterhilft, hat es sich schon gelohnt. :fly:

Ich bin auch sooooo froh, Euch alle in den letzten Monaten gehabt zu haben. Hier konnte man offen reden. Denn meine reale Umwelt war in Bezug darauf nicht immer zugänglich. Auch habe ich vielen neuen Bekanntschaften nichts von meiner Psycho-Medi-Karriere erzählt. Und das mit gutem Grund.

Ich freue mich schon darauf, meinen Erfahrungsbericht zu schreiben und mit Euch zu teilen. Hier steht ja auch noch nicht alles drin. Und glaubt mit, jedem interessierten Leser wird der Hut hoch gehen.

1000 Küsse an Euch alle!!! Alles wird gut! :party2:

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2000 - 2016 Fluspirilen 1x pro Woche 1,2 ml - immer wieder mit Unterbrechungen, Krankheitsbild somatoforme Störungen
2006 Fluspirilen für 9 Monate abgesetzt - nichts passiert, alles ok, zwischenzeitlich Bachblütentropfen genommen, Fluspirilen dann wieder genommen wegen Schicksalsschlag
2009 - 2013 Doxepin 125 mg nach zweimaligem Schicksalsschlag
2013 - Doxepin entzogen, 6 Wochen Hölle (Kribbeln im Kopf, max 2 Stunden nachts geschlafen, Gedankenüberschläge, Knochenschmerzen, Unruhe, extrem geräuschempfindlich, reizüberflutet, TV gucken nicht möglich, Übelkeit
2002 - Mitte 2016 sporadisch Zolpidem, dann aber auch heftig aber keine Probs beim Absetzen, da es nicht kontinuierlich genommen wurde
seit 11. Oktober 2016 - Fluspirilen wird nicht mehr hergestellt, Kaltenzug, Schwindelgefühl, Konzentrationsstörungen, Knochenschmerzen, Muskelverspannungen,Ohrensausen, Übelkeit, Durchfall, Harndrang trotz leerer Blase, TV gucken nicht gut, Musik hören ok, Gespräche folgen ganz schlecht, Lesen OK. Zwischenzeitlich wurde Fluoxetin eingesetzt - nach der zweiten Tablette sofort sein gelassen - Blitzgewitter im Kopf, Boxhandschuh im Magen

September 2017 - noch einmal Fluspi eindosiert 1,0 ml. Dann im 2-3Wochen-Takt immer um 0,1 ml reduziert. Seit Anfang Dez. 2017 fertig mit der Reduzierung. Mitte Januar 2018 - es kommen erste Absetzsymptome. Macht nicht wirklich Freude.

Abschließende Diagnose: 2009 einen Schrank gekauft. Dieser Schrank war voller Giftstoffe, die sich Anfangs in Form vom innerer Unruhe und Blasenentzüngung gezeigt haben. 1,5 Jahr regelmäßig Antibiotika wegen der ständigen Blasenentzündung genommen und anscheinend damit den Darm abgeschossen. Mit dem Schrank kamen aber auch Unverträglichkeiten gegenüber Chemikalien. Wurde aber zunächst als Psychosomatik abgetan und ordentlich Fluspi gespritzt. Und schon war der Teufelskreis da.

Vorläufiges Endergebnis:
MCS-Syndrom (Multiple Chemikalien Sensibilität). Wohlmöglich verstärkt durch einen verkorksten Darm (Leaky-Gut-Sydrom) was diffuse Lebensmittelunverträglichkeitenund Allergien zurfolge hat. Die zweite Möglichkeit ist ein Enzymmangel, welches Giftstoffe verarbeitet. Wenn Schadstoff-Exposition dann gerät die Leber unter Stress. Sehr unangenehm.

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Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Filzblume » Sonntag, 25.06.17, 17:06

Tag 250 - Jubiläum

Liebes Forum,

heute ist Tag 250 und es gibt wieder Neuigkeiten von mir zu berichten. Ich hoffe jetzt so langsam aber sicher mal am Ende der Geschichte zu sein - komme mir schon vor wie jemand, der nur etwas zum Besten geben will. Jedoch hat sich das Blatt noch einmal gewaltig geändert.

Nachdem ich auch der verpilzten Garage "ausgezogen" bin :haha: , ging es mir wesentlich besser. Doch irgendwie klemmte noch eine ganze Menge. Ich konnte nach wie vor nicht richtig essen und sah auch vollkommen "verwelkt" aus. Zunächst haben wir gedacht, es sei ein Herzheimer-Syndrom weil ich entgiftet habe. Doch dann kam etwas im Fernsehen, was mich hellhörig gemacht hat. Es kam der Spruch:

"Wenn sie zuhause einen Möbelstück haben, was nach Jahren immernoch fürchterlich stinkt, sollten sie damit rechnen, dass dieses Möbelstück mit Formaldehyd verseucht ist. Auch wenn wir in der EU Grenzwerte haben, kann es aufgrund von Importen von Massenproduktionen aus dem asiatischem Bereich zu erheblichem und gesundheitsschädlichem Formaledydgehalt in ihren Möbeln kommen. Sollten sie sich dabei auch noch dauerhaft schlecht und schlapp fühlen, dann testen sie unbedingt den Formaldehyd-Gehalt in ihren Möbeln."

Ich bin da sehr hellhörig geworden, denn ich haben einen Schrank aus einer Massenproduktion und der stinkt wie die Hölle. Nicht unangenehm, aber mir fiel das immer auf. Es war Wochenende und nicht so schnell ein Test zu besorgen. Jedoch habe ich den Schrank mit Plastikfolie eingepackt und bin nicht mehr dran gegangen. Ich kam mir vor wie jemand, der mit einem Küchensieb auf dem Kopf rumrennt, um sich vor Strahlen zu schützen, wenn ich den eingepackten Schrank sah.

Einige Tage danach habe ich dann Formaldehyd-Tests in der Wohnung aufgestellt. Das Wohnzimmer war stark belastet, der Schrank hat so ziemlich alles übertroffen. Im Schlafzimmer war alles gut. Unmittelbar danach habe ich den Schrank rausgeworfen, das Sofa ebenso (war wohl auch schon verseucht), eine riesige Wascharie veranstaltet und einen Luftreiniger aufgestellt. Und das war alles von Erfolg gekrönt. Mir geht es wieder wesentlich besser. Schon alleine der eingepackte Schrank brachte nach 1 - 2 Tagen Linderung.

Und nun schreibe ich Euch, was Formaldehyd alles kann. Vielleicht sieht sich der Eine oder Andere hier wieder:

- Alkoholunverträglichkeit
- multiple Allergien (bei mir waren es die Pilze)
- Histamin-Probleme (MCAS)
- maskiert sich mit Harnwegsprobleme
- maskiert sich mit anderen Infektionskrankheiten (bei mir Neuro-Borreliose)
- Probleme im Magen-Darm-Trakt
- Azidose
- Gewichtsverlust
- Wechselstühle
- Candidose
- Muskelschwäche
- Hormonprobleme
- Unverträglichkeit von verschiedenen AD und Co.
- Depressionen bis hin zu neurotischem Verhalten
- Konzentrationstörungen
- Reaktionsverzögerungen
- Osteoporose
- Hautprobleme
- Schwitzattacken
- Asthma Bronchiale
-Burn-Out-Syndrom
- Probleme beim Absetzen von Antidepressiva und Co.

Alle oben aufgeführten Punkte haben bei mir gnadenlos zugeschlagen. Wogegen der letzte Punkt hier im Forum der Wichtigste ist. Auch vertauschen das die Ärzte mit psychischen Erkrankungen. Und ja, es werden dagegen AD verschrieben, was das Zeug hält und es wirkt auch. O. g. Symptome zeigen sich nicht alle in brachialer Gewalt, sondern plätschern so leicht vor sich hin. In Summe gesehen, bringt einen das aber um die Lebensqualität und um den Verstand. Und da AD's ja bekanntermaßen auch betäuben, hat man die eigentliche Misere nicht gesehen.

Ich habe diesen Schrank 8 Jahre gehabt. Und nun erklären sich viele Dinge, die in den letzten Jahren vor sich gingen. In der Zeit von 2000 bis 2007 habe ich die Gabe von Fluspirilen ja verstanden. Da tobte meine Psyche wirklich. Allerdings alles ab 2009 kann man diesem Schrank in die Schuhe schieben. Schäbig ist, dass es einige Dinge mit sich zieht, die vielleicht nie wieder weg gehen. Auch die Heilungszeit dauert. Ich soll viel an die frische Luft gehen, viel Sport treiben (an der Luft) und mich gesund ernähren. Von daher bin ich froh, dass jetzt erstmal Sommer ist - vor allem das Sommerobst ist ja so lecker. Der Körper hat 8 Jahre Gift bekommen. So schnell stellt er sich nicht um. Doch ich habe aufgrund des Sommers wirklicht gute Karten, dass es schneller geht. Letzte Woche war ich an der Nordsee. Das tat richtig gut. Im Juli und August werde ich wieder jeweils eine Woche fahren.

Ca. 3 Tage nachdem der Schrank raus war, konnte ich wieder essen. Und das mit Hochgenuss. Ich habe auch Appetit und es schmeckt einfach. Meine Haut hat sich vollkommen positiv entwickelt. Ich habe jetzt eine weiche Haut, dass es mir Spaß macht, mich anzusehen. Man kann es schon von weitem sehen, dass die Beine viel glatter sind. Ebenso ist die Unreinheit der Haut weg gegangen. Alles Pickelchen und Mitesser, mit denen ich über Jahre im Gesicht und am Rücken gekämpft habe sind einfach weg. Auch genieße ich auch wieder meine Freizeit. Ich bin tatsächlich in eine Cessna eingestiegen und habe einen Rundflug gemacht. Das hätte ich nie gemacht zu der Zeit, als ich wirklich Probleme mit der Psyche hatte.

Es wird wohl noch ein langer Weg sein, bis alles wieder OK ist. Doch den gehe ich gerne, Hauptsache man droht nicht wieder mit einer Fluspirilen - was es übrigens wieder gibt. Meinem alten Hausarzt, der nix anderes konnte als mit der Spritze zu wedeln habe ich den Rücken gezeigt. Ich war noch einmal in Begleitung eines Freundes besucht. Der wollte nix von Vergiftung, MCAS und co hören. Er wollte auch nichts davon hören, dass AD's nicht nur bei PsychoProblemen genutzt werden. Er hat mich klar gesagt, dass ich einen an der Waffel habe und hat uns mehr oder weniger der Praxis verwiesen. OK, wer nicht will der hat schon. Da gehe ich nie nie wieder hin.

Im Rahmen der jetzigen Schadensbegrenzung bin ich nun auf Ärzte gestoßen, die zuhören konnten, richtig gut gefragt haben und auch darauf eingegangen sind, was mir passiert ist und entsprechend handeln. Der Urologe war süß. Der hat ganz klar gesagt "hat man Sie für BallaBalla gehalten?" und hat dabei die Hand vor seinem Gesicht mit eindeutiger Geste gewedelt und einfach nur gesagt "was soll das nur? Die Menschen sind krank, werden aber gleich in die BallaBalla-Schiene gedrückt, weil das Blutbild nichts zeigt!" Dann hat er sich tausend Mal bei mir für den Spruch entschuldigt. Ich habe ihm aber gesagt, dass er mir gerade aus der Seele spräche. :party:

Er stützte dann auch noch meinen Spruch "der Eine koübelt von Möhren und der Andere von Blumenkohl!" :o Und genau hier will ich auch ansetzen. Es ist gut möglich, dass in einem Haushalt eine Störung anderen Familienmitgliedern nichts ausmacht, einer aber auf dem Bauch liegt und nicht weiß warum. Falls Ihr nun den Verdacht habt, dass es bei Euch ähnlich ist - guckt Euch gut um und bleibt zäh. Es hat sich bis jetzt bei mir gelohnt. Auch wenn ich - wie oben beschrieben - mir wirklich wie jemand vorkam, der ein Küchensieb auf dem Kopf trägt. Wenn damit jemand ein Problem hat, dann sollte es nicht zu Eurem Problem werden. Denn nur eins zählt "es ist Euer Leben, was Euch gestohlen wird, nichts das der anderen!"

Liebes Forum - es ist schön, dass es Euch gibt!

Liebe Grüße

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seit 11. Oktober 2016 - Fluspirilen wird nicht mehr hergestellt, Kaltenzug, Schwindelgefühl, Konzentrationsstörungen, Knochenschmerzen, Muskelverspannungen,Ohrensausen, Übelkeit, Durchfall, Harndrang trotz leerer Blase, TV gucken nicht gut, Musik hören ok, Gespräche folgen ganz schlecht, Lesen OK. Zwischenzeitlich wurde Fluoxetin eingesetzt - nach der zweiten Tablette sofort sein gelassen - Blitzgewitter im Kopf, Boxhandschuh im Magen

September 2017 - noch einmal Fluspi eindosiert 1,0 ml. Dann im 2-3Wochen-Takt immer um 0,1 ml reduziert. Seit Anfang Dez. 2017 fertig mit der Reduzierung. Mitte Januar 2018 - es kommen erste Absetzsymptome. Macht nicht wirklich Freude.

Abschließende Diagnose: 2009 einen Schrank gekauft. Dieser Schrank war voller Giftstoffe, die sich Anfangs in Form vom innerer Unruhe und Blasenentzüngung gezeigt haben. 1,5 Jahr regelmäßig Antibiotika wegen der ständigen Blasenentzündung genommen und anscheinend damit den Darm abgeschossen. Mit dem Schrank kamen aber auch Unverträglichkeiten gegenüber Chemikalien. Wurde aber zunächst als Psychosomatik abgetan und ordentlich Fluspi gespritzt. Und schon war der Teufelskreis da.

Vorläufiges Endergebnis:
MCS-Syndrom (Multiple Chemikalien Sensibilität). Wohlmöglich verstärkt durch einen verkorksten Darm (Leaky-Gut-Sydrom) was diffuse Lebensmittelunverträglichkeitenund Allergien zurfolge hat. Die zweite Möglichkeit ist ein Enzymmangel, welches Giftstoffe verarbeitet. Wenn Schadstoff-Exposition dann gerät die Leber unter Stress. Sehr unangenehm.

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Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Jamie » Montag, 26.06.17, 11:45

Hallo Filzblume,

Umweltgifte sind ein nicht zu unterschätzendes Risiko für unsere Gesundheit.

Ich wette, dass Hunderttausende Menschen mit unklaren Gesundheitsbeschwerden da draußen rum laufen und verzweifelt Ärzte abklappern und keiner kommt auf die Idee, dass es mit Schadstoffen etc. zu tun hat, zumal ein Teil der Symptome wirklich sehr unspezifisch ist und gerne auch neurologisch-psychiatrisch interpretiert wird. :wacko:
Ich freue mich zu lesen, dass du da auf den richtigen Trichter gekommen bist und dich langsam auf dem Weg der Besserung befindest.

Vielleicht wären irgendwann milde Entgiftungsmaßnahmen noch eine Möglichkeit, deinen Körper zu unterstützen (?)
Heilpraktiker zum Beispiel, die guten zumindest, können sehr genau Belastungen aufspüren und verifizieren und entsprechende Ausleitungsmittel verordnen, sofern du der Alternativmedizin zugewandt bist.

Ich leide aktuell unter einen langwierigen Arzneimittel - Vergiftung, weil mein Körper ein spezielles Lokalanästhetikum nicht verträgt, ich aber nur dieses bekommen darf und eine Zahnsanierung nicht weiter rausschieben kann.
Das ist ganz übel, wie schlecht es mir danach geht.
Ich entgifte mit Schüßlersalzen Nr 8, 9 und 10, nehme Basentabs, mache Ölziehen und nehme, ganz wichtig, Klinoptilolith Pulver zum Arznei-Binden.
Wenn es dich interessiert, dann google mal nach den o.g. Begriffen respektive Froximun Toxaprevent (keine Werbung).

Grüße, weiterhin alles Gute und danke für die Updates :group:
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Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Filzblume » Montag, 26.06.17, 16:01

Hallo Jamie,

da bin ich voll bei Dir. Umweltgifte sind eine Bedrohung unserer Gesundheit und sind nicht zu unterschätzen. Ich höre im Bekanntenkreis auch immer wieder "das kann ich mir alles nicht vorstellen". Dann bringe ich immer wieder den Spruch mit den Möhren und dem Blumenkohl an.

Ich bin mir auch sicher, dass es wahnsinnig viele Menschen gibt, die darunter leiden, aber mit AD's und Co. zugedröhnt werden. Es ist halt auch schlecht zu differenzieren. Schlußendlich werden sie dann wirklich psychisch krank, weil sie damit nicht klarkommen, dass man sie als psychisch krank einstuft. Hamsterrad! Wenn allerdings bei den Medizinern das Schubladendenken mal aufhören würde, dann wäre die Welt schon viel besser.

Ich bin seit einiger Zeit schon dolle am Entgiften. Die Tabletten, die Du mir genannt hast liegen auch schon hier. Die habe ich auch auf Empfehlung anderer bekommen. Der Burner bei der ganzen Entgiftungsgeschichte ist alles in Einklang zu bekommen. Was für die Leber toll ist, mag der Darm nicht. Was der Darm richtig klasse findet, mag die Leber nicht. Die Nieren wollen etwas nicht, was für den Magen gut ist und der Magen - der arme Kerl - hat eh nix zu melden. Auch wieder Hamsterrad. Was wie und wo - und dann noch Basen und Säuren im Einklang zu halten - nicht immer leicht. Aber die Azidose setzt mir auch ordentlich zu.

Was mir persönlich richtig gut tut ist Wasser. Ich versuche derzeit jeden Tag ins Freibad zu gehen und ziehe meine 500 Meter weg. Nicht wirklich schnell - so wie es geht eben. Die Kraft des Wassers ist nicht zu unterschätzen. Zuhause stelle ich mich dann jeden Abend unter die Dusche und massiere die Haut mit dem harten Wasserstrahl. Das ist so richtig klasse. Die Haut ist weich und rein auch ohne Bodylotion (wer weiß was da wieder für ein Mist drin ist!!!). Wenn mir die Haut zu trocken wird, reibe ich sie mit Ölivenöl ein. (Ja, genau das, was auch in den Salat kommt!). Und jeden Tag mind. einen Liter selbst gemischten Yogi-Tee aus Löwenzahn und Magen/Gallen-Tee oder Blasen/Nieren-Tee. Aufgepasst bei Brennnesseltee - da sind Histamine drin. Von daher auf die Mischungen achten. Basentee kann ich nicht trinken, weil da histaminhaltige Kräutertees drin sind.

Derzeit mache ich auch eine Darmreinigung. Ich denke, da sollte man anfangen. Bittersalz und hü aufs Klöchen!! :lol: Einmal die Woche. Und da es so ekelig schmeckt, habe ich es in Leerkapseln gefüllt. Was da unterm Strich dann unten raus kommt, ist echt der Klopper und die Pupse gleichen einem ABC-Angriff! :o Für die Leber gibt es Mariendistelkapseln. Der Magen bekommt Kalzium - obwohl der an Pfingsten eine ordentliche Magenschleimhautentzündung zum Besten gab - dann jetzt auch wieder Pantoprazol. Na danke! Aber geht nicht anders.

Wo ich auch aufpassen muss, sind die Histamine. Die hauen mich nach wie vor am meisten um. Gestern wieder in die Falle getappt - heute dicker Schädel.

Was Du schreibst mit der Betäubung beim Zahnarzt. Da muss ich jetzt auch drauf achten. Ich habe eine Zahn-OP vor mir. Das kann aber auch nur ein Kiefer-Chirurg machen, da er die entsprechenden Betäubungen geben kann. Ich habe das jetzt auch im Notfallausweis. Denn bei einer unerwarteten OP mit Vollnarkose kann es Probleme geben. Viele Selbstversuche haben bei mir ergeben, dass ich wohl MCAS habe. Ich lasse es jedoch nicht "amtlich" feststellen. Habe ich nix von außer weniger Geld, weil man es selbst zahlen muss. Absolut genial finde ich, dass ich endlich weiß, woher ich meine Migräne habe. Nix Psyche - Chili!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Wenn ich scharf esse, dann dröhnt der Kopf. Und wenn ich es übertreibe, dann gibt es Migräne. Aber auch hier Schubladendenken der ganzen Brandbreite. In der Vergangenheit war ich mit jemanden zusammen, der gerne scharf aß. Ich auch - also haben wir uns nur scharfes Zeugs reingehauen. Migränetechnisch war es die Hölle! Er war weg und die Migräne auch. Und schwups war ne Schublade offen: "Der hat Dir eben so zugesetzt, dass Du Migräne bekommen hast. Alles Deine Psyche!" Ja nee is klar - als der Typ weg war, habe ich nicht mehr scharf gekocht, so einfach war das.

Es ist schon traurig, was mit uns so gemacht wird und es macht mich auch unendlich traurig. Ich stelle mir das ganze Drame jetzt mal vor, als ich 20 war. Da gab es kein Internet, kein Forum, nur Das güldene Blatt und co. Ohne Euch wäre ich echt aufgeschmissen gewesen und ohne das bis dato sehr schlauem Internet ebenso. Ich kann es nur nochmal sagen "SCHÖN, DASS ES EUCH GIBT!!! :hug:

Bussl

Filzblume

PS - Schön für mich ist es zu sehen, dass es wirklich Bergauf geht. Es tut gut sich wieder im Spiegel zu betrachten und sagen zu können "hey, Du siehst heute gut aus!" Auch die anderen Veränderungen sind toll. Kann mich gar nicht mehr daran erinnern wie es ist wenn nix ist. Fast ne neue Erfahrung. Auch mein Tatendrang ist schön. Ich habe angefangen, meine Wohnung wieder auf Vordermann zu bringen. Alles was in den letzten 4 Jahren so gelitten hat, habe ich aufgeholt. Kürzlich bin ich Motorrad gefahren. Nicht viel, gerade mal 10 km. Es war einfach nur klasse. Gestern war ich mit einer Freundin laufen. Sonst hatte ich einen Puls von 150 aufwärts. Jetzt trabe ich locker bei Puls 115 und das Schnutenstück bleibt dabei auch nicht still. Für mich eine ganz neue Erfahrung. GENIAL!!!! :party2:
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Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Filzblume » Montag, 30.10.17, 19:44

1 Jahr!

Hallo Liebes Forum,

vor einem Jahr habe ich versucht Flupirilen abzusetzen. Leider bin ich im Juli/August gescheitert. Mir ging es sooo mies, dass man es erstmal wieder eindosiert hat. Aber - es hat eine Wende gegeben. Als diese komischen Symptome vor 3 - 4 Jahren anfingen, war ich bei einem Neurologen, der ganz klar gesagt hat, dass das alles nicht von der Psyche kommt und ihm vollkommen unbekannt ist, was mir da passiert. Da bin ich dann wieder hin. Und auch wenn dieser Neurologe ein Giftzwerg ist, hat er genau die Einstellung, die wir hier alle haben. Und das reicht für mich aus, bei ihm zu bleiben. Ich muss ja nicht mit ihm kuscheln. :haha:

Ich habe ihm die Geschichte mit dem Formaldehyd vorgetragen. Er selbst hat zugegeben, sich damit nicht auszukennen, sich jedoch in die Materie einzuarbeiten. Zwischenzeitlich kam aber auch heraus, dass nicht das Formaldehyd mich schachmatt gesetzt hat, sondern eine flüchtige organische Verbindung, die der Schrank von sich gegeben hat. Daraus entsteht Formaldehyd - ebenso bei allem was flüchtig ist. Doch das Formaldehyd macht mir wohl nicht so viel aus. Fakt ist, dass mein Körper inzwischen sauber ist. Ich muss nur unheimlich aufpassen, wenn jemand um mich herum mit Lacken, Farben etc mit Lösemitteln, an der Tankstelle, Nagellack - eben alles was flüchtig ist - herumhantiert. Atme ich das ein - ein Atemzug reicht - habe ich am Tag später die Schlafkrankheit mit fürchterlichen Depressionen. Alkohol kann ich nach wie vor nicht vertragen. Darüber habe ich den Neurologen wieder informiert - er arbeitet sich ein, was flüchtige organische Verbindungen mit dem zentralen Nervensystem machen.

Nun aber zum Fluspirilen. Er sagt: "Die Hausärzte verteilen Fluspirilen und andere Psycho-Medikamente leider wie Bonbons. Das ist traurig, vor allem wenn man sieht, dass es wie bei ihnen gar nicht notwendig war. Dabei wird vergessen, dass man davon nur ganz schlecht wieder loskommt!" :o

Der Mann sprach mir aus der Seele. Nun bin ich dabei Fluspi herunter zu fahren. Auch sagte er, dass es kein WUnder ist, dass es mir schlecht geht. Ebenso sagte er, dass die Empfehlung 6 Wochen Fluspi zu nehmen und dann 6 Wochen Pause machen absolut daneben ist. (So wie ich es in der Vergangenheit auch gemacht habe!) Ich muss jetzt im 2 Wochen-Takt 0,1 ml reduzieren. Ich habe mit 1,2 ml angefangen. Bin jetzt bei 0,6 ml. Bisher alles gut. Keine Symptome. Derzeit habe ich eine Anfrage beim Hersteller laufen, wie ich das Mittel verdünnen kann, wenn es handwerklich problematisch wird, es zu spritzen. Ich bin gespannt. Mitte Dezember habe ich wieder einen Termin bei dem Neurologen. Dann werden wir weitersehen. :D Schön war es auch, dass er nicht nach meinen Lebensumständen gefragt hat und mich nicht gleich eine Schublade geschoben hat. :D

Der Kracher ist aber nach wie vor mein praktischer Arzt, der mich derzeit auf eine F-Diagnose krank schreibt. Der ist nach wie vor felsenfest der Meinung, dass ich einen an der Waffel habe. Er will mir allerhand Zeugs verschreiben, was ich aber wehement ablehne. Ich habe ihm jetzt schon mehrmals den Plan des Neurologen geschildert. Aber irgendwie will das nicht in seinem Kopf ankommen. Ich denke mir nur "ja du mich auch, unterschreib die AU, zu mehr biste nicht zu gebrauchen". Auch sein Personal sagt, dass wenn er sich einmal eine Meinung gebildet hat er nur sehr schwer vom Gegenteil zu überzeugen ist. Ich finde das aber doch recht gefährlich. :evil:

Wenn ich mit dem Krankenschein durch bin - ca. Ende November - sieht dieser Mensch mich nie mehr wieder. Ich muss ja damit rechnen, dass er mir gleich ein SRRI geben will, wenn ich da mit nem gebrochenen Zeh antrabe. Denn "sie waren so mit sich selbst beschäftigt, dass sie vor den Schrank gerannt sind und sich den Zeh gebrochen haben - das ist ihre Psyche und ihr Krankheitsbild!". Ich könnt echt :frust: - ja, genau der!

Übrigens habe ich mir den Beitrag von Visite angesehen, der am 05.05.2017 im TV lief. Ich habe mich der Studie zur Verfügung gestellt. Mal sehen, ob ich angenommen werde. Schön wäre es, denn es gibt zu dem Thema noch soviel Bockmist der noch lange Jahre gebaut wird. Alles was dieser Professor im TV sagt ist uns allen klar und logisch. Nur die studierten Ärzte raffen es nicht. Armes Deutschland. Pisa-Studie für Akademiker wäre mal ne Maßnahme.

Ein dickes Ei habe ich aber auch noch: Ich war zwischenzeitlich auch bei einem anderen Neurologen. Die Kategorisierung meiner Lebensumstände war selbstverständlich das Erste, was er gemacht hat. Dann fragte ich ihn, wie ich vom Fluspi weg komme. Seine Antwort: "Da müssen Sie in eine Entzugsklinik." Nächter Scherz: Ich sprach ihn auf die Problematik mit dem Formalehyd an. Seine Antwort: "Was sagt denn das Internet dazu?" Ich: "Ich frage Sie und nicht das Internet!" Er: "Wenn sie im Internet nichts darüber gefunden haben, können sie Formaldehyd bedenkenlos einatmen, das schadet nicht!" :frust: Ich habe gedacht, ich flieg weg. Jetzt beschäftigt sich die Ärztekammer damit. So geht es mal gar nicht! :sports:

Wie es mir geht? Soweit ganz gut. Ich habe wieder Heißhunger. Ich habe Spaß am Leben. Ich fahre wieder Auto und Motorrad. Ich habe wieder zugenommen. Ich führe ein aktives Leben und gehe teilweise schon wieder arbeiten. Zwischendurch brauche ich jedoch noch meine Pause. Die Histamin-Geschichte ist auch abgeschwächt. Kann bis auf Chili fast alles wieder essen. Das habe ich wohl schon ein Leben lang. Meine Mutter und ich erinnern uns an viele Dinge in meiner Kindheit, die jetzt erklärbar sind. Meine Augen machen mir noch Probleme. Was das genau ist - keine Ahnung. Muss aber auch mit den Histaminen zusammen hängen. Wird aber auch immer weniger. :party:

Nungut Ihr Lieben. Hoffentlich konnte ich mir diesem Beitrag wieder einigen helfen! Wäre schön. Denn das, was hier in Sachen Psycho-Medis abgeht geht so gar nicht. :pillowtalk:

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Zuletzt geändert von Filzblume am Montag, 30.10.17, 22:11, insgesamt 1-mal geändert.
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2006 Fluspirilen für 9 Monate abgesetzt - nichts passiert, alles ok, zwischenzeitlich Bachblütentropfen genommen, Fluspirilen dann wieder genommen wegen Schicksalsschlag
2009 - 2013 Doxepin 125 mg nach zweimaligem Schicksalsschlag
2013 - Doxepin entzogen, 6 Wochen Hölle (Kribbeln im Kopf, max 2 Stunden nachts geschlafen, Gedankenüberschläge, Knochenschmerzen, Unruhe, extrem geräuschempfindlich, reizüberflutet, TV gucken nicht möglich, Übelkeit
2002 - Mitte 2016 sporadisch Zolpidem, dann aber auch heftig aber keine Probs beim Absetzen, da es nicht kontinuierlich genommen wurde
seit 11. Oktober 2016 - Fluspirilen wird nicht mehr hergestellt, Kaltenzug, Schwindelgefühl, Konzentrationsstörungen, Knochenschmerzen, Muskelverspannungen,Ohrensausen, Übelkeit, Durchfall, Harndrang trotz leerer Blase, TV gucken nicht gut, Musik hören ok, Gespräche folgen ganz schlecht, Lesen OK. Zwischenzeitlich wurde Fluoxetin eingesetzt - nach der zweiten Tablette sofort sein gelassen - Blitzgewitter im Kopf, Boxhandschuh im Magen

September 2017 - noch einmal Fluspi eindosiert 1,0 ml. Dann im 2-3Wochen-Takt immer um 0,1 ml reduziert. Seit Anfang Dez. 2017 fertig mit der Reduzierung. Mitte Januar 2018 - es kommen erste Absetzsymptome. Macht nicht wirklich Freude.

Abschließende Diagnose: 2009 einen Schrank gekauft. Dieser Schrank war voller Giftstoffe, die sich Anfangs in Form vom innerer Unruhe und Blasenentzüngung gezeigt haben. 1,5 Jahr regelmäßig Antibiotika wegen der ständigen Blasenentzündung genommen und anscheinend damit den Darm abgeschossen. Mit dem Schrank kamen aber auch Unverträglichkeiten gegenüber Chemikalien. Wurde aber zunächst als Psychosomatik abgetan und ordentlich Fluspi gespritzt. Und schon war der Teufelskreis da.

Vorläufiges Endergebnis:
MCS-Syndrom (Multiple Chemikalien Sensibilität). Wohlmöglich verstärkt durch einen verkorksten Darm (Leaky-Gut-Sydrom) was diffuse Lebensmittelunverträglichkeitenund Allergien zurfolge hat. Die zweite Möglichkeit ist ein Enzymmangel, welches Giftstoffe verarbeitet. Wenn Schadstoff-Exposition dann gerät die Leber unter Stress. Sehr unangenehm.

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Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Filzblume » Montag, 30.10.17, 20:52

Danke liebes Forum! Ich werde weiter berichten!
Zuletzt geändert von Filzblume am Montag, 30.10.17, 22:12, insgesamt 1-mal geändert.
2000 - 2016 Fluspirilen 1x pro Woche 1,2 ml - immer wieder mit Unterbrechungen, Krankheitsbild somatoforme Störungen
2006 Fluspirilen für 9 Monate abgesetzt - nichts passiert, alles ok, zwischenzeitlich Bachblütentropfen genommen, Fluspirilen dann wieder genommen wegen Schicksalsschlag
2009 - 2013 Doxepin 125 mg nach zweimaligem Schicksalsschlag
2013 - Doxepin entzogen, 6 Wochen Hölle (Kribbeln im Kopf, max 2 Stunden nachts geschlafen, Gedankenüberschläge, Knochenschmerzen, Unruhe, extrem geräuschempfindlich, reizüberflutet, TV gucken nicht möglich, Übelkeit
2002 - Mitte 2016 sporadisch Zolpidem, dann aber auch heftig aber keine Probs beim Absetzen, da es nicht kontinuierlich genommen wurde
seit 11. Oktober 2016 - Fluspirilen wird nicht mehr hergestellt, Kaltenzug, Schwindelgefühl, Konzentrationsstörungen, Knochenschmerzen, Muskelverspannungen,Ohrensausen, Übelkeit, Durchfall, Harndrang trotz leerer Blase, TV gucken nicht gut, Musik hören ok, Gespräche folgen ganz schlecht, Lesen OK. Zwischenzeitlich wurde Fluoxetin eingesetzt - nach der zweiten Tablette sofort sein gelassen - Blitzgewitter im Kopf, Boxhandschuh im Magen

September 2017 - noch einmal Fluspi eindosiert 1,0 ml. Dann im 2-3Wochen-Takt immer um 0,1 ml reduziert. Seit Anfang Dez. 2017 fertig mit der Reduzierung. Mitte Januar 2018 - es kommen erste Absetzsymptome. Macht nicht wirklich Freude.

Abschließende Diagnose: 2009 einen Schrank gekauft. Dieser Schrank war voller Giftstoffe, die sich Anfangs in Form vom innerer Unruhe und Blasenentzüngung gezeigt haben. 1,5 Jahr regelmäßig Antibiotika wegen der ständigen Blasenentzündung genommen und anscheinend damit den Darm abgeschossen. Mit dem Schrank kamen aber auch Unverträglichkeiten gegenüber Chemikalien. Wurde aber zunächst als Psychosomatik abgetan und ordentlich Fluspi gespritzt. Und schon war der Teufelskreis da.

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Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Jamie » Montag, 30.10.17, 21:58

Hallo Filzblume, :)

nach Erstellen eines Beitrags kannst du noch einige Stunden deinen Beitrag selbst editieren, zB falls man was vergessen hat oder Rechtschreibfehler korrigieren will.
Dazu siehst du rechts in deinem Textfeld Buttons und einer davon ist ein Stift-Symbol; das ist das "editieren" Zeichen.
Wenn du den Stift nicht mehr siehst, ist das Zeitfenster abgelaufen, innerhalb dessen du bearbeiten kannst.
Das für die Zukunft als Info für dich :).

Zu deinem Beitrag kann ich noch nichts schreiben, weil ich mir erst Zeit nehmen muss ihn in Ruhe zu lesen, aber auf diese technische Möglichkeit wollte ich aufmerksam gemacht haben :roll: .

schönen Feiertag
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Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Filzblume » Samstag, 25.11.17, 19:49

1 Jahr und 30 Tage

Liebes Forum,

die Filzblume hat wieder etwas Interessantes zu berichten.

Wie schon zuvor geschrieben, soll ich das Fluspi ja ganz langsam um schrittweise reduzieren. Mache ich auch, läuft bis jetzt ganz gut. Ich bin jetzt bei 0,4 ml. Jedoch gibt es Schwierigkeiten, wenn die ml-Zahl so gering ist, dass man es von der handwerklichen Seite nicht mehr spritzen kann. Ich habe mich dann mit dem Hersteller in Verbindung gesetzt bzw. mit dem deutschen Vertriebspartner und gefragt, wie man Fluspi verdünnen kann. Leider geht das nicht, weil alles aufeinander abgestimmt ist. Schade. Doch das Gespräch mit einem Herrn, der einen Doktor-Titel trägt war sehr interessant. Als er mich fragte, was passiert, wenn ich Fluspi zu schnell absetze (Dröhnen im Körper, Übelkeit, Kopfweh, saurer Geschmack im Mund, etc) sagt er:

"Ja, das ist charakteristisch!"

Ich bin ja fast vom Stuhl gefallen, dass jemand das aus den Reihen zugibt.

Wie es mit mir nun weitergeht, steht erstmal in den Sternen. Klar ist, dass ich ein MCS habe (multiples chemisches Syndrom), ausgelöst durch z. B. Nagellack, Parfüms, Autoabgase, Haarspray, Lösemittel, Farben mit Lösemittel, flüchtige Stoffe im Allgemeinen. Die Inititialexposition war mein verseuchter Wohnzimmerschrank. Leider wird sowas immer wieder gerne als "Psychosomatik" diagnostiziert, obwohl das Eine mit dem Anderen nichts zutun hat. Typisch dafür ist auch die Unverträglichkeit von Antidepressiva. Ich bin mir fast sicher, dass mir wieder niemand helfen kann - ich bin was das betrifft ja Kummer gewohnt. :frust:

In zwei Wochen habe ich wieder einen Termin beim Neurologen. Mal sehen, was der so sagt.

Gruß Filzblume
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September 2017 - noch einmal Fluspi eindosiert 1,0 ml. Dann im 2-3Wochen-Takt immer um 0,1 ml reduziert. Seit Anfang Dez. 2017 fertig mit der Reduzierung. Mitte Januar 2018 - es kommen erste Absetzsymptome. Macht nicht wirklich Freude.

Abschließende Diagnose: 2009 einen Schrank gekauft. Dieser Schrank war voller Giftstoffe, die sich Anfangs in Form vom innerer Unruhe und Blasenentzüngung gezeigt haben. 1,5 Jahr regelmäßig Antibiotika wegen der ständigen Blasenentzündung genommen und anscheinend damit den Darm abgeschossen. Mit dem Schrank kamen aber auch Unverträglichkeiten gegenüber Chemikalien. Wurde aber zunächst als Psychosomatik abgetan und ordentlich Fluspi gespritzt. Und schon war der Teufelskreis da.

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MCS-Syndrom (Multiple Chemikalien Sensibilität). Wohlmöglich verstärkt durch einen verkorksten Darm (Leaky-Gut-Sydrom) was diffuse Lebensmittelunverträglichkeitenund Allergien zurfolge hat. Die zweite Möglichkeit ist ein Enzymmangel, welches Giftstoffe verarbeitet. Wenn Schadstoff-Exposition dann gerät die Leber unter Stress. Sehr unangenehm.

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Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von padma » Montag, 27.11.17, 18:21

hallo Filzblume, :)

danke dir, dass du uns so regelmässig berichtest.
Ich habe mich dann mit dem Hersteller in Verbindung gesetzt bzw. mit dem deutschen Vertriebspartner und gefragt, wie man Fluspi verdünnen kann. Leider geht das nicht, weil alles aufeinander abgestimmt ist.
Es ist die Frage, ob das so stimmt, oder ob er das nur gesagt, weil es dazu keine Erfahrungen gibt und er auf Nummer sicher gehen wollte.
Vielleicht kann dein Neurologe da weiter nachforschen?
Ich bin mir fast sicher, dass mir wieder niemand helfen kann - ich bin was das betrifft ja Kummer gewohnt
Ja, das befürchte ich auch :( . Du kannst nur auf die Selbstheilungskräfte hoffen und die Chemikalien soweit möglich vermeiden.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Filzblume » Mittwoch, 06.12.17, 15:47

Tag Null nach 1 Jahr und 41 Tagen

Liebes Forum,

heute hatte ich den ersehnten Besuch bei Neurologen, der sich in Bezug auf die Überempfindlichkeit von Haarspray, Nagellack und Co. Informieren wollte. Heute hätte ich auch wieder Fluspi bekommen sollen, ich bin bei 0,3 ml.

Folgende Aussage des Neurologen, der nach dem Motto „weniger ist mehr“ praktiziert und von AD’s und Co. eher gar nichts hält und auch Ärzte verurteilt, die AD’S und Co als Allheilmittel verwenden und diese wie Bonbons um sich werfen:

Die Überempfindlichkeit gegenüber der genannten Stoffe habe nichts mit dem zentralen Nervensystem zutun. Es handelt sich hier um eine Stoffwechselstörung, die durch die enorme und langfristige Aufnahme von flüchtigen Verbindung entstanden ist. Es kann sich wieder richten, er vermutet aber eher, dass es so bleiben wird. Ich solle 1 – 2 Jahr abwarten. Er sagte mir, dass bei mir ein Enzym nicht mehr richtig gebildet wird, was für den Abbau dieser Gifte verantwortlich ist. Das ist auch bei jedem Menschen verschieden – bei mir halt jetzt zu wenig. Helfen könnten mir da Arbeitsmediziner – ansonsten müsse er passen. Diffuse Allergien kann er sich gut vorstellen.

Es kam noch das Thema Fluspi – was mich brennend interessierte. Da es in der ganzen Zeit des Herausschleichens überhaupt keine Probleme gab, mache ich jetzt mit Fluspi Schluss. Zudem sind auch alle Probleme, die psychischer Probleme Gestalt erschienen sind, jetzt vollkommen nachvollziehbar. Nagellack und Co. waren die Versursacher oder einfach nur ein Tiramisu aus der Kühltheke weil da billiger destillierter Alkohol drin ist. Ich hatte ja berichtet, dass ich Alkhol (außer Wein und Bier) nicht gut vertragen kann. In Fluspi ist auch destillierter Alkohol vorhanden. Somit ist Fluspi vollkommen Kontra bei meiner Sache. Ich lasse mich überraschen. Ich werde weiter berichten. Ich fange jetzt mal von vorne an und zähle heute den Tag Null. Heute hätte ich noch einmal 0,3 ml Fluspi bekommen sollen. Aber wir lassen es. Für alle, die davon nicht loskommen – jener Neurologe hat mir gesagt, dass man Fluspi auf keinen Fall verdünnen soll. Er hat sich auch schlau gemacht, die Technik dieses Medikaments würde dann vollkommen versagen. Er favorisiert einen Übergang zu einer oralen Medikation von Ersatzstoffen, weil man die besser ausschleichen kann. (OK, fragt sich jetzt ob es wirklich stimmt, wer weiß was man dem Mann erzählt hat um weiter das Zeug schön gewinnbringend auf dem Markt zu halten!)

Noch etwas in eigener Sache:
Ich habe mir von meiner Krankenkasse eine Diagnose-Liste schicken lassen. Was da alles drauf stand, hat mich fast vom Stuhl gehauen. Lt. der Krankenkasse habe ich drei verschiedene Persönlichkeitsstörungen, Morbus-Chron und MS. Das stimmt so nicht überhaupt nicht. Es war jeweils immer ein Verdacht, der abgeklärt wurde. Jeweils negativ. Aber – die Krankenkasse hat es als Tatsache dokumentiert. Ich bin dagegen angegangen und habe zunächst die Ärzte mächtig „abgeschrubbt“. Die waren im Kollektiv vollkommen von den Socken, denn sie haben diese Diagnosen nie gemeldet. Nach viel hin und her hat sich heraus gestellt, dass die Krankenkasse in ihrer EDV keinen Button für „Verdacht“ hat und somit eine Tatsache eingetragen hat. :frust: Spätestens wenn man eine private Krankenversicherung, Zusatzversicherung, Lebensversicherung etc. haben will – also überall wo man seinen Gesundheitsstatus offen legen muss – hat man verloren und wird angeblich auch entsprechend in einer zentralen Datei für die Zugriff aller Versicherer gespeichert (so hat es mir mein Versicherungs-Mensch gesagt – und da war er nicht alleine). Gerne würde ich das hier getrennt posten, ich weiß aber nicht wo und unter welchem Thema. Vielleicht können mir die Moderatoren dabei helfen.

Gruß

Eure treue Filzblume :bettzeit:
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Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von padma » Mittwoch, 06.12.17, 19:14

liebe Filzblume, :)

könntest du deine Signatur bitte noch aktualisieren?
Heute hätte ich noch einmal 0,3 ml Fluspi bekommen sollen. Aber wir lassen es. Für alle, die davon nicht loskommen – jener Neurologe hat mir gesagt, dass man Fluspi auf keinen Fall verdünnen soll. Er hat sich auch schlau gemacht, die Technik dieses Medikaments würde dann vollkommen versagen. Er favorisiert einen Übergang zu einer oralen Medikation von Ersatzstoffen, weil man die besser ausschleichen kann.
Ja, dann wird es wohl so stimmen. Ich drücke dir die Daumen, dass das Weglassen klappt. Du hast ja schon recht weit runterdosiert und das Depot baut sich auch nur langsam ab.

Mit deinen Diagnosen ist ja heftig. :frust: :frust: :frust: Hier würde es vielleicht rein passen:
viewtopic.php?f=15&t=12015

liebe Grüsse,
padma
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Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Filzblume » Sonntag, 07.01.18, 23:26

Tag 32

Liebes Forum,

zunächst möchte ich allen ein frohes neues Jahr wünschen. Ich wünsche Euch, dass all Eure Wünsche - und davon kenne ich mind. einen Wunsch - in Erfüllung geht und dass das Jahr 2018 nur Positives bringen mag.

Nun aber wieder eine Sachstandsmeldung. ICH BIN CLEAN! Es wird kein Fluspi mehr gespritzt. Bei 0,3 ml haben wir aufgehört. Das wurde zu fummelig. Auf eine Verdünunng wurde verzichtet, war zu kribbelig.

Ich habe leichte Entzugssymptome, die aber auszuhalten sind. Es ist mir über Tag immer wieder ein wenig übel oder bekomme Unruhe im Körper und ab und zu kommt ein leichter Wattekopf. Das habe ich aber recht gut in den Griff bekommen. Bei Unruhe ziehe ich ich zurück und jetzt kommt der Knaller. Ich habe es für mich entdeckt auch im Winter Zeit auf dem Balkon zu verbringen. Aber nicht nur 5 Minuten - nein, teilweise bis zu zwei Stunden. Und je kälter desto besser.

Ich habe ein Loungesofa auf dem Balkon. Ich lege dann ein Schafsfell drauf. Auf das Schafsfell 3 heiße Körnersäcke. Dann komme ich und decke mich mit einem Daunenbett zu, welches noch mit einer Wolldecke abgedeckt wird. Schal und Mütze dürfen nicht fehlen. Dann die Knöpfe ins Ohr und ein schönes Hörbuch hören. Ich empfinde das als super entspannend und die kalte Luft einzuatmen tut richig gut. Unterm Oberbett ist es richtig kuschelig warm. :bettzeit:

Inzwischen habe ich auch wieder etwas gefunden, was mich fertig macht. Neben Haarspray, Nagellack, Nagellackentferner, Parfüm,Benzindämpfe, Autoabgase, Farben und Lacke hat mich auch eine walnusgroße Portion Schaumfestiger an Sylvester KO geschlagen. Das war es dann mit der Party. :frust:

Ich bin ordentlich dabei, meinen Körper zu reinigen. Salzbäder, langes Duschen mit der Massagedusche, Kräutertees, wenig Fleisch, viel Gemüse, Leberwickel, stilles Wasser trinken, frische Luft, Bewegung im freien und vor allem Stress gekonnt aus dem Weg gehen. Kalzium, Magnesium, D3, Omega 3, Mariendistel, B-Vitamine und Vit C helfen mir sehr gut. Die Leberwickel sind aber der absolute Brüller. Mache ich heute Leberwickel ist der Tag danach nicht mehr so trübe. Eine echt gute Sache. Ach ja, und der Darm wird saniert, was sehr langwierig ist. Dieses Leaky-Gut-Syndrom ist übrigens ein Erzeuger von Fibromyalgie. Das sei mal so angemerkt an alle die, die hier im Forum sind und damit zu kämpfen haben. :group:

Die Sache mit den Ärzten hat sich ja dann wohl jetzt auch erledigt. Es sei denn ich bekomme ne Grippe oder der Blinddarm muss raus. In meiner Sache kann mir keiner der Schul-Medizin-Männer helfen, weil die davon keine Ahnung haben bzw. davon zum Teil auf nichts hören wollen. Die Leaky-Gut-Geschichte und die Enzym-Sache könnte man jetzt anhand von Tests nachweisen. Muss man aber aus eigener Tasche bezahlen und wenn ich ehrlich bin - ich bin so langsam aber sicher aufgrund meiner Erkrankung pleite. Es gibt gerade mal zwei Ärzte, die mich ernst nehmen. Dort gehe ich aber nur hin, um Informationen weiter zu geben. Mehr passiert da leider nicht. Aber zumindet wedeln die nicht mit ner F-Diagnose. Na immerhin. :rotfl:

Ich wünsche Euch weiterhin viel Durchhaltevermögen. Ich melde mich wieder, wenn es Neuigkeiten gibt.

Gruß

Eure Filzblume
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Beitrag von padma » Montag, 08.01.18, 17:29

liebe Filzblume, :)

herzlichen Glückwunsch zur endgültigen 0 :party2: :party2: :party2:

Dass du das nach der langen Einnahmezeit losgeworden bist, ist echt eine klasse Leistung. :D

Danke dir für deine regelmässigen Berichte.
Viel Freude noch auf deinem Balkon. :o

Auch dir alles Gute für 2018, dass dein Heilungsprozess weiter voran schreitet.

liebe Grüsse,
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