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Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Euer ADFD Team

Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Auch für Antiepileptika (z.B. Lyrica/Pregabalin), Stimmungsstabilisierer und Stimulanzien
Arianrhod
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Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Arianrhod » Mittwoch, 15.02.17, 18:34

Hallo Filzblume, dein Chef ist Spitze! Wenn mehr Vorgesetzte wie er drauf wären, würde die Anzahl der Burn- Outbetroffenen in diesem Land zurückgehen. Ich freue mich für dich.
liebe Grüße Arian
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2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
viewtopic.php?f=51&t=10634&p=120447#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

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Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Filzblume » Mittwoch, 15.02.17, 18:44

Hallo Ihr Lieben,

den Kracher kann ich mir jetzt nicht verkneifen. Ich gehe gerade an meinen Briefkasten. Einer der 16 angeschriebenen Neurologen betreibt jetzt sogar noch die verschärfte Version der Handauflegetaktik: Ferndiagnose!!!!!!!!!!!!! :evil:

Folgendes steht da drin (jetzt mal mit meinen Worten und dem nötigen sakastischen O-Ton):

"Gehen Sie in die Psychiatrie. Begeben Sie sich direkt dorthin! Gehen Sie nicht über Los. Ziehen Sie keine 4000 Euro ein!" :frust:

Wer es mir nicht glaubt, kann mir gerne ein PN schicken.

Der niederlandische Allergologe würde jetzt wohl vor lachen vom Stuhl fallen. Meine Gynäkologin ist es schon. Ich habe mich heute nach Anraten des Allergologen auch an meine Gynäkologin gewendet. Diese Histamin-Geschichte ist bei mir ein Zusammenspiel von vielen Komponenten. So auch klimakterisch bedingt. Es bedarf nun ein gutes Zusammenspiel zwischen den einzelnen Komponenten hinzukriegen. Frau Gyn hat schon reagiert und mich hormonell anders eingestellt.

Ich bin gespannt, wie es weiter geht. Aber eines steht fest. Mir geht es nach wie vor wesentlich besser. Warten wir ab, was die nächsten Tage und Wochen bringen.

Gruß Filzblume :pillowtalk:
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2009 - 2013 Doxepin 125 mg nach zweimaligem Schicksalsschlag
2013 - Doxepin entzogen, 6 Wochen Hölle (Kribbeln im Kopf, max 2 Stunden nachts geschlafen, Gedankenüberschläge, Knochenschmerzen, Unruhe, extrem geräuschempfindlich, reizüberflutet, TV gucken nicht möglich, Übelkeit
2002 - Mitte 2016 sporadisch Zolpidem, dann aber auch heftig aber keine Probs beim Absetzen, da es nicht kontinuierlich genommen wurde
seit 11. Oktober 2016 - Fluspirilen wird nicht mehr hergestellt, Kaltenzug, Schwindelgefühl, Konzentrationsstörungen, Knochenschmerzen, Muskelverspannungen,Ohrensausen, Übelkeit, Durchfall, Harndrang trotz leerer Blase, TV gucken nicht gut, Musik hören ok, Gespräche folgen ganz schlecht, Lesen OK. Zwischenzeitlich wurde Fluoxetin eingesetzt - nach der zweiten Tablette sofort sein gelassen - Blitzgewitter im Kopf, Boxhandschuh im Magen

September 2017 - noch einmal Fluspi eindosiert 1,0 ml. Dann im 2-3Wochen-Takt immer um 0,1 ml reduziert. Seit Anfang Dez. 2017 fertig mit der Reduzierung. Mitte Januar 2018 - es kommen erste Absetzsymptome. Macht nicht wirklich Freude.

Abschließende Diagnose: 2009 einen Schrank gekauft. Dieser Schrank war voller Giftstoffe, die sich Anfangs in Form vom innerer Unruhe und Blasenentzüngung gezeigt haben. 1,5 Jahr regelmäßig Antibiotika wegen der ständigen Blasenentzündung genommen und anscheinend damit den Darm abgeschossen. Mit dem Schrank kamen aber auch Unverträglichkeiten gegenüber Chemikalien. Wurde aber zunächst als Psychosomatik abgetan und ordentlich Fluspi gespritzt. Und schon war der Teufelskreis da.

Vorläufiges Endergebnis:
MCS-Syndrom (Multiple Chemikalien Sensibilität). Wohlmöglich verstärkt durch einen verkorksten Darm (Leaky-Gut-Sydrom) was diffuse Lebensmittelunverträglichkeitenund Allergien zurfolge hat. Die zweite Möglichkeit ist ein Enzymmangel, welches Giftstoffe verarbeitet. Wenn Schadstoff-Exposition dann gerät die Leber unter Stress. Sehr unangenehm.

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Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Filzblume » Mittwoch, 15.02.17, 18:48

Arian, da hast Du Recht. Erstens das mit den Burn-Out und zweitens das mit Chef der spitze ist. Ich will gar nicht mehr woanders arbeiten. Nie habe ich in einem Unternehmen soviel Menschlichkeit erfahren wie dort. Und das von allen Seiten! :party2:
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Abschließende Diagnose: 2009 einen Schrank gekauft. Dieser Schrank war voller Giftstoffe, die sich Anfangs in Form vom innerer Unruhe und Blasenentzüngung gezeigt haben. 1,5 Jahr regelmäßig Antibiotika wegen der ständigen Blasenentzündung genommen und anscheinend damit den Darm abgeschossen. Mit dem Schrank kamen aber auch Unverträglichkeiten gegenüber Chemikalien. Wurde aber zunächst als Psychosomatik abgetan und ordentlich Fluspi gespritzt. Und schon war der Teufelskreis da.

Vorläufiges Endergebnis:
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Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Filzblume » Freitag, 17.02.17, 22:25

Hallo Ihr Lieben,

hier mal wieder ein weiterer Schritt! Mich hat es so in den Fingern gejuckt und nach dem Gespräch mit der Gynäkologin sind mir tausend Dinge eingefallen. :roll: Ich habe sie mir aufgeschrieben und wieder zur Gynäkologin. Sie hat sich auch im Gegensatz zu anderen Ärzten und Gynäkologen die Zeit - auch außer der Reihe - genommen. Dabei ist mir aber auch ein ganz großer Patzer von anderen Ärzten aufgefallen. :evil:

Als ich das erste Mal die Anwandlungen von Wechseljahren bekam, war ich noch voll mit AD's. Ich selbst hatte so einige Dinge spontan nicht mehr parat. Erst nach vielem Nachdenken (gestern Nacht), fiel mir das ein. Also hat mein Hausarzt gar nicht richtig in meine Akte geschaut. :frust: Ich finde das ganz schön nachlässig. :frust: Wäre ich am Arbeitsplatz so nachlässig, hätte ich nicht so einen guten Draht zu meinem Chef bzw. er zu mir. Drücken wir es mal nett aus. Doch leisten sich Ärzte so einen Schnitzer - ist ja egal - nen paar AD's mehr oder weniger können ja nicht schaden. Ich finde da beißt sich die Katze selbst in den Schwanz. Vor allem wollte er mir genau das gleiche wie früher aufschreiben, was ja anscheinend wirkungslos war. :frust:

Meine Hormonwerte sind heute auch da gewesen. Die sind vollkommen aus dem Ruder. :party: Also kein Wunder. :haha:

Bei dem langem Gespräch :group: mit der Gynäkologin kam aber auch noch einiges mehr zur Sprache:

- Ihre jüngste Patientin ist gerade mal 33 Jahre jung :o
- Sie hat schon Patientinnen gehabt, die so fertig waren und suizidale Gedanken hatten :cry:
- viele ihrer Patienten bekommen AD's und NL's obwohl sie in den Wechseljahren sind. AD's deckeln auch diese Beschwerden. :evil: Gerne auch beides schön miteinander kombiniert. :evil: Wird ja gerne auch als Allheilmittel einfach mal so genommen. :evil: So nach dem Motto "Versuch macht klug!" Meine Meinung: Der denkbar schlechteste Versuch. :sports:
- viele Ärzte haben einfach einen Tunnelblick oder wollen sich mit dem Thema Wechseljahre nicht beschäftigen.Ich halte sowas aber für Allgemeinwissen, dass Wechseljahre kein Mythos sind. :? Oft erlebt sie auch Ehemänner, die meinen dass ihre Frau da einfach durch muss. :o - Vollkommener Quatsch!
- auch Männer können in die Wechseljahre kommen. :D Ein Aufruf an die Herren hier im Forum - lasst Euren Hormonspiegel bestimmen. :wink: Das geht auch beim Gynäkologen - kostet 30 Euro. Wenn was aus dem Ruder gelaufen ist, kostet es nichts. Aber man hat Gewissheit und kann hormonell eingestellt werden. Besser als AD's und NL's schlucken und vielleicht verzagen. Vielleicht macht es den Entzug dann viel viel leichter - oder noch besser - es ist gar kein Entzug. So wie bei mir.
- bleibt hartnäckig :sports:
- öffnet Euch an Stellen, wo Ihr eigentlich keine Hilfe erwartet. :hug: Man muss ja nichts von den AD's oder NL's sagen. Das wusste mein Chef auch nicht, bis er mich zum dem Allergologen geschliffen hat. :whistle: Er hat Verständnis gezeigt, nachdem er meine Geschichte gehört hat.(Mein Oberboss ist nicht der Herr, der den Drogenentzug hinter sich hat - aber genauso verständnisvoll!) :party2:

Und auch wenns mir natürlich noch im Kopf duselt und das jetzt auch ne ganze Zeit dauert,bis sich alles reguliert hat bin ich einfach nur glücklich darüber, dass meine Seele ok ist. :party2: Schon alleine damit geht es mir ein Stückchen besser und nicht mehr so wie dieser Knabe: :zombie: Ich hatte in der Vergangenheit Krach mit der Seele gehabt und weiß wie hart es ist, etwas dagegen zu tun um dann ohne Medis auszukommen. :frust:

Wenn ich meinen Zustand von früher (Seele) mit heute (Wechseljahre) vergleiche, kann ich auch klar differenzieren. Früher war es mir egal, ob meine Wohnung im Chaos versunken ist, das war mir alles zuviel und was solls. :( Heute geht es mir auf den Keks, bin einfach nur körperlich platt. :party: Mich ärgert die Unordnung in meiner Wohnung, was es früher nicht gab. Auch vom ganzen Gefühl war es anders. Ich habe auch immer wieder gesagt, dass es sich komplett anders anfühlt, als früher. Aber wie war das mir dem Gehörgang der Mediziner - schlecht zuhören konnten die schon immer gut. :evil:

Ich muss jetzt noch ein paar Tage auf meine Hormonpräparate warten. In Deutschland derzeit nicht lieferbar. Aber in Holland. Mein Chef springt schon wieder in die Bresche. Er hat mal wieder telefoniert und am Montag, spätestens Dienstag ist alles da. "V. wie kann ich das nur wieder gut machen!"

Das war es jetzt erstmal wieder von mir. Es hat zwar mit dem eigentlichen Thema nichts mehr zutun. Aber vielleicht ist es für irgendjemanden hilfreich. Ach ja, nächste Woche geht es erstmal ab zum Orthopäden. Der darf jetzt die Suppe mit meiner Wirbelsäule auslöffeln. Denn mein Rücken tut von der ganzen Anspannung der letzten Monate einfach nur weh. Er wird's schon richten. Er hat bis jetzt noch nie gesagt: "Das kann auch psychisch sein!" Welch Wohltat! :roll:

Gruß und schönes WE

Eure Filzblume
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Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Arianrhod » Samstag, 18.02.17, 18:07

Hallo Filzblume,
ich hatte es schon mal verlinkt, psychiatrische Diagnosen kommen erst in Frage, wenn körperlich naheliegendes abgeklärt ist. Wird leider oft nicht gemacht, da aufwendig, und der Patient bekommt Neuroleptika und Antidepressiva. Dann fühlt er sich noch mieser, weil er ja auch noch die Nebenwirkungen bzw. die unangebrachte Hauptwirkung wie beispielsweise Dopaminblockierung, obwohl mit seinem Dopaminspiegel alles völlig in Ordnung war, obendrauf hat , und die Ärzte sagen dann: "Ja, jetzt hat sich Ihre psychische Krankheit verschlimmert" und nutzen die Gelegenheit, die Dosis zu erhöhen bzw. evtl. noch ein Benzo draufzupacken, bis der Patient :zombie: ....

F-Diagnosen bedürfen immer der Ausschlussdiagnostik.

ich freue mich für dich, dass jetzt eine Ursache dafür gefunden wurde, dass es dir nicht gut geht , und dass die Gynäkologen evtl. was für dich tun können.
liebe Grüße Arian
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Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
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Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Filzblume » Samstag, 18.02.17, 20:31

Hallo Arian

ich danke Dir sehr. <3 Aber weißt Du, was auch noch ganz elendig ist? Die Menschen denken ja bzw. denen wird es ja untergejubelt, dass mit der Psyche was nicht stimmt. Das belastet sehr und schlußendlich hat man dann von der ganzen Grübelei tatsächlich einen "an der Waffel"! :frust:

Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen, dass meine Psyche ok ist. Wenn sie ne Meldung abgibt, dann merke ich das auf andere Art und Weise. (Wenn in bestimmten Dingen der Verstand wieder schlauer sein will und Mutters erhobener Zeigefinker mich in Gedanken anspringt und mir suggeriert "benimm Dich, halt Dich zurück :evil: ). Aber nie so, wie es jetzt ist. Mit dem Wissen, das der ganze Zauber von den WJ kommt, ist es doch schon viel entspannter. Kennst das ja "denk nicht an blau" und schwups ist blau allgegenwärtig! :frust:

Hey Ihr Ärzte und Neurologen! Schaut mal her: :haha:

Gruß Filzblume
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Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Filzblume » Samstag, 18.02.17, 20:38

Vollkommen vergessen. Nächsten Woche soll ich nochmal zu dem HIT-Doktor nach Holland mit den Werten von der Gyn in der Tasche. Im Moment lebe ich nur von Wasser, Bananen und Kartoffeln. Mal sehen, wie es von der Seite aus weitergeht. Ich werde berichten.
:pillowtalk:
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Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Filzblume » Sonntag, 19.02.17, 9:32

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Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Arianrhod » Sonntag, 19.02.17, 16:42

Filzblume hat geschrieben:Arian, was ist eine Supersensitivitäts-Psychose? Gruß Filzblume
Hallo Filzblume,

Dopamin ist ein wichtiger Neurotransmitter und dockt normnalerweise an den passenden Dopaminandockstellen an.
Neuroleptika blockieren diese Andockstellen, so dass der Körper einen Dopaminmangel meldet.
Das Gehirn reagiert darauf, dass es
a) mehr Dopaminandockstellen schafft
b) die Dopaminandockstellen auch sensibler auf Dopamin reagieren

Das heißt, dass Gehirn ist supersensitiviv auf Dopamin geworden.

Werden Neuroleptika jetzt weggelassen, wird das Gehirn förmlich mit Dopamin geflutet. Es kommt zu psychoseartigen Symptomen, die noch schlimmer sein können als die Ursprungserekrankung. , die sogenannte Supersensitivitätspsychose.

liebe Grüße Arian
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2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
viewtopic.php?f=51&t=10634&p=120447#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

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Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Filzblume » Sonntag, 19.02.17, 19:10

Wird man sowas wieder los? :group:
2000 - 2016 Fluspirilen 1x pro Woche 1,2 ml - immer wieder mit Unterbrechungen, Krankheitsbild somatoforme Störungen
2006 Fluspirilen für 9 Monate abgesetzt - nichts passiert, alles ok, zwischenzeitlich Bachblütentropfen genommen, Fluspirilen dann wieder genommen wegen Schicksalsschlag
2009 - 2013 Doxepin 125 mg nach zweimaligem Schicksalsschlag
2013 - Doxepin entzogen, 6 Wochen Hölle (Kribbeln im Kopf, max 2 Stunden nachts geschlafen, Gedankenüberschläge, Knochenschmerzen, Unruhe, extrem geräuschempfindlich, reizüberflutet, TV gucken nicht möglich, Übelkeit
2002 - Mitte 2016 sporadisch Zolpidem, dann aber auch heftig aber keine Probs beim Absetzen, da es nicht kontinuierlich genommen wurde
seit 11. Oktober 2016 - Fluspirilen wird nicht mehr hergestellt, Kaltenzug, Schwindelgefühl, Konzentrationsstörungen, Knochenschmerzen, Muskelverspannungen,Ohrensausen, Übelkeit, Durchfall, Harndrang trotz leerer Blase, TV gucken nicht gut, Musik hören ok, Gespräche folgen ganz schlecht, Lesen OK. Zwischenzeitlich wurde Fluoxetin eingesetzt - nach der zweiten Tablette sofort sein gelassen - Blitzgewitter im Kopf, Boxhandschuh im Magen

September 2017 - noch einmal Fluspi eindosiert 1,0 ml. Dann im 2-3Wochen-Takt immer um 0,1 ml reduziert. Seit Anfang Dez. 2017 fertig mit der Reduzierung. Mitte Januar 2018 - es kommen erste Absetzsymptome. Macht nicht wirklich Freude.

Abschließende Diagnose: 2009 einen Schrank gekauft. Dieser Schrank war voller Giftstoffe, die sich Anfangs in Form vom innerer Unruhe und Blasenentzüngung gezeigt haben. 1,5 Jahr regelmäßig Antibiotika wegen der ständigen Blasenentzündung genommen und anscheinend damit den Darm abgeschossen. Mit dem Schrank kamen aber auch Unverträglichkeiten gegenüber Chemikalien. Wurde aber zunächst als Psychosomatik abgetan und ordentlich Fluspi gespritzt. Und schon war der Teufelskreis da.

Vorläufiges Endergebnis:
MCS-Syndrom (Multiple Chemikalien Sensibilität). Wohlmöglich verstärkt durch einen verkorksten Darm (Leaky-Gut-Sydrom) was diffuse Lebensmittelunverträglichkeitenund Allergien zurfolge hat. Die zweite Möglichkeit ist ein Enzymmangel, welches Giftstoffe verarbeitet. Wenn Schadstoff-Exposition dann gerät die Leber unter Stress. Sehr unangenehm.

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Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Arianrhod » Montag, 20.02.17, 18:07

Filzblume hat geschrieben:Wird man sowas wieder los? :group:
Hallo, wichtig ist, dass das gereizte Zentralnervensystem wieder zur Ruhe kommt. Wenn du dich hier durchliest, gibt es viele Ratschläge von Ernährung bis Stressvermeidung. Dennoch: Es kann lange Zeit dauern.

liebe Grüße Arian
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wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
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Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

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Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von ubik » Dienstag, 21.02.17, 7:30

Hmm...

Naja, wenn das Gehirn vorher durch die Substanz gedeckelt wurde, muss es sich erstmal dran gewöhnen mit Reizen klarzukommen.

Vielleicht wäre es anfangs gut, erstmal nicht so oft rauszugehen, sondern sich zu Hause Ruhe zu gönnen.

Dann vielleicht mal kleine Spaziergänge zu machen.

Dann vielleicht mal einkaufen zu gehen.

Und immer auf sich achten. Wenn es zu viel wird, einen Schritt zurückgehen.

Es ist ja auch eine schwere Erkrankung, bzw. ein schweres Absetzsymptom.

Man sollte es mit der Aktivität am Anfang nicht übertreiben.
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Symptome jetzt: Diffuse Missempfindungen und Schmerzen in verschiedenen Körperbereichen
Symptome vorher: Dyskinesie (Würgen mit der Zunge), Schlechte Kopfhaut
Noch frühere Symptome: Schmerzen in den Beinen, Unruhe in den Beinen, Schläfrigkeit tagsüber, Bewusstseinstrübung, Krämpfe am Kopf, Schluckstörungen

Medikation:

2009: Riserpdal Consta 50 mg Depotspritze, Abilify 15 mg, Orfiril 800 mg wegen Psychose

2010: Risperdal Depotspritze abgesetzt, Orfiril abgesetzt, Abilify bei 10 mg

2011: Alle Medikamente nach und nach abgesetzt

2012: Rückfall Psychose, Zeldox 40-0-60 mg und Citalopram 30 mg morgens

Anfang 2013: Alle Medikamente abgesetzt, bis auf Zeldox 20 mg

2013: Erneuter Rückfall oder Absetzerscheinungen (?) Dann Zeldox 60-0-60 mg und Venlafaxin 75,5 - 0 - 75,5 mg

Ende 2013: Venlafaxin abgesetzt, Mirtazapin 10 mg abends eingeschlichen, Zeldox auf 40-0-60 mg reduziert

Ende 2013- Mitte2014: Mirtazapin ausgeschlichen. Heftigste Symptome wie Schmerzen am ganzen Körper

2014: Escitalopram 10 mg eingeschlichen.

Ab Ende Januar 2016: Escitalopram wird auf 7 mg reduziert

Ab Mitte April 2016: Escitalopram wird auf 5 mg reduziert

Ende Mai 2016: Escitalopram auf 4 mg reduziert. Zeldox auf 30-0-40 mg. (Weil man es nicht mehr aushalten kann)

1. Juli 2016: Zeldox auf 40-0-40 mg und Escitalopram 5 mg.

4. Oktober 2016: Zeldox auf 40-0-20 mg und Escitalopram 5mg

25. Dezember 2016: Zeldox auf 20-0-40mg und Escitalopram 5mg morgens

24. Januar 2017: Zeldox auf 20-0-35mg und Escitalopram 5mg morgens.

Aktuelle Dosis: Zeldox 20-0-40 mg und Escitalopram 5-0-0 mg, seitdem bessere Bewegungsabläufe und allgemeines besseres Vitalitätsgefühl.

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Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Filzblume » Dienstag, 21.02.17, 18:07

Das erklärt vieles. Danke! Ich denke da meinen Bekannten mit der Canabis-Psychose. Gruß Filzblume
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Abschließende Diagnose: 2009 einen Schrank gekauft. Dieser Schrank war voller Giftstoffe, die sich Anfangs in Form vom innerer Unruhe und Blasenentzüngung gezeigt haben. 1,5 Jahr regelmäßig Antibiotika wegen der ständigen Blasenentzündung genommen und anscheinend damit den Darm abgeschossen. Mit dem Schrank kamen aber auch Unverträglichkeiten gegenüber Chemikalien. Wurde aber zunächst als Psychosomatik abgetan und ordentlich Fluspi gespritzt. Und schon war der Teufelskreis da.

Vorläufiges Endergebnis:
MCS-Syndrom (Multiple Chemikalien Sensibilität). Wohlmöglich verstärkt durch einen verkorksten Darm (Leaky-Gut-Sydrom) was diffuse Lebensmittelunverträglichkeitenund Allergien zurfolge hat. Die zweite Möglichkeit ist ein Enzymmangel, welches Giftstoffe verarbeitet. Wenn Schadstoff-Exposition dann gerät die Leber unter Stress. Sehr unangenehm.

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Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von ubik » Mittwoch, 22.02.17, 14:07

Du kannst auch versuchen täglich mal die Augen für ein paar Minuten zu schließen. Das entspannt.

Du kannst auch die Methode des Open Focus anwenden. Hier mal eine Anleitung dazu: http://hochsensibelsein.de/open-focus-e ... des-raums/

Wenn du im Open Focus bist, dann bist du entspannt. Da muss man allerdings erst einmal hinkommen :-)

Wenn man im Open Focus ist, dann arbeitet das Gehirn mit Alphawellen.

Du könntest auch einfach mal auf deinen Atem achten. Ohne dabei etwas zu machen. Vielleicht schaffst du es ihn auch zu zählen. Beeinflusse aber den Atem nicht. Auch dann befindest du dich in einem entspannten Zustand, wenn du das schaffst.
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2009: Riserpdal Consta 50 mg Depotspritze, Abilify 15 mg, Orfiril 800 mg wegen Psychose

2010: Risperdal Depotspritze abgesetzt, Orfiril abgesetzt, Abilify bei 10 mg

2011: Alle Medikamente nach und nach abgesetzt

2012: Rückfall Psychose, Zeldox 40-0-60 mg und Citalopram 30 mg morgens

Anfang 2013: Alle Medikamente abgesetzt, bis auf Zeldox 20 mg

2013: Erneuter Rückfall oder Absetzerscheinungen (?) Dann Zeldox 60-0-60 mg und Venlafaxin 75,5 - 0 - 75,5 mg

Ende 2013: Venlafaxin abgesetzt, Mirtazapin 10 mg abends eingeschlichen, Zeldox auf 40-0-60 mg reduziert

Ende 2013- Mitte2014: Mirtazapin ausgeschlichen. Heftigste Symptome wie Schmerzen am ganzen Körper

2014: Escitalopram 10 mg eingeschlichen.

Ab Ende Januar 2016: Escitalopram wird auf 7 mg reduziert

Ab Mitte April 2016: Escitalopram wird auf 5 mg reduziert

Ende Mai 2016: Escitalopram auf 4 mg reduziert. Zeldox auf 30-0-40 mg. (Weil man es nicht mehr aushalten kann)

1. Juli 2016: Zeldox auf 40-0-40 mg und Escitalopram 5 mg.

4. Oktober 2016: Zeldox auf 40-0-20 mg und Escitalopram 5mg

25. Dezember 2016: Zeldox auf 20-0-40mg und Escitalopram 5mg morgens

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Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Filzblume » Sonntag, 26.02.17, 17:54

Tag 120:

Hallo Ihr Lieben,

ich bin jetzt gut 5 Tage in der Hormonersatztherapie in Bezuf auf die Wechseljahres-Symptome. Der Kopf ist jetzt nicht mehr ganz so widerlich. Es wird aber hier auch eine Zeit dauern, bis sich schlussendlich etwas tut. In Bezug auf HIT passe ich extrem auf, was ich esse. Damit werden auch die Bauchschmerzen gedeckelt. Zwischenzeitlich war ich wieder in Holland. Dort hat man mir wieder vieles über Histamine erzählt. So wie es aussieht habe ich vom Grundsatz keine HIT. Histamin ist etwas, was auch die Notbremse zieht, wenns nicht mehr geht - man quasi dauerhaft überfordert ist. Es schützt uns vor körperlicher Überforderung - was ich allen Anschein nach ja bin.

Der Rest des Körpers tobt aber weiterhin. Mir tut nach wie vor alles weh. Wenn ich morgens aufstehe weiß ich gleich wie der Tag ist. Gestern und heute z. B. hatte ich überhaupt keine Sprechstunde. Ich habe mir einen Tisch gekauft und mich riesig drauf gefreut. Ich habe den Tisch aufgebaut, was wirklich kein großer Akt war. Doch ich war einfach nur fertig danach. Ich hatte auch keine Lust irgendwas zu machen. Ich fühle mich einfach nur schwach. Eben die Symptome einer Grippe ohne Husten und Schnupfen. Nach wie vor bin extrem appetitlos und esse aus reiner Vernunft. Mental bin ich im Moment stark abgesackt. Fange an, den Mut zu verlieren. Frage mich "wie lange noch? wann habe ich mein Leben wieder? usw usw. Ich will einfach nur leben, ich kann gerade nicht mehr. :zombie: :cry: Gegen Abend geht es mir meistens etwas besser. Zwischendurch hatte ich auch einen ganzen Abend, wo es mir richtig gut ging. Das fand ich so schön, dass ich vor lauter Aufregung gar nicht pennen konnte. :party:

Ich würde gerne soviele schöne Dinge machen. Aber es geht einfach nicht.Ich war jetzt 2,5 Wochen krank geschrieben. Ich habe gedacht dadurch vielleicht wieder Energie zu bekommen. Das ist aber nicht der Fall. Im Moment fühle ich mich einfach nur ausgebrannt und mental vollkommen daneben. Ich schaue meine Mitmenschen an und bin einfach nur neidisch darauf, dass es ihnen gut geht und wie sich das wohl anfühlt? Meine Gesichtsfarbe ist derzeit aschfal, habe Augenringe, sehe aus wie eine alte Frau. Gerade war meine Ma bei mir. Sie hat bitter geweint, ihr Kind so zu sehen. Das tut weh!

Mal schauen, wie es weiter geht. 120 Tage sind 17 Wochen!!!!!! Ich bin gerade am Ende meiner Kräfte!

Gruß

Filzblume
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Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von padma » Sonntag, 26.02.17, 19:04

liebe Filzblume, :)

es ist wirklich schwer diese Entzugszeit durchzustehen mit all den vielen Symptomen und Einschränkungen. :hug:
Ich bin auch oft traurig darüber, was mir alles nicht möglich ist.

Aber es hilft ja nichts. Wir können uns nur in Aktzeptanz und Geduld üben. Es kommen auch wieder andere Zeiten.
Und bis dahin freuen wir uns an den kleinen Sonnenstrahlen, die auch bei uns immer mal wieder scheinen.

Ich schicke dir ein Kraft- und Mutmachpaket :fly: :group:

liebe Grüsse,
padma
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Absetzverlauf:
► Text zeigen
27.12.2017: 0,425 mg es wird weiter ge :schnecke: t


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Filzblume » Sonntag, 26.02.17, 20:07

Hallo Padma,

vielen lieben Dank für Deine aufmunternden Worte. Sowas geht immer runter wie Öl. Jetzt ist es Abend und es geht mir wesentlich besser als noch heute Mittag. Habe gerade meine Wohnung aufgeräumt. Denn das leidet ja auch extrem.

Es bleibt mir nichts anderes übrig, als weiter zu machen. Ich denke 4 Monate sind jetzt schon eine gute Zeit. Ich bin vorher immer viel Stadtläufe mitgelaufen. 10 km. Geht auch nicht mehr. Aber bei den Läufen gibt es immer tolles Publikum, was bei km 5 ein Schild hoch hält wo drauf steht: "Jetzt umkehren wäre echt blöd!" Ich muss immer an dieses Schild denken. :fly:

Morgen gehe ich wieder arbeiten. Da sehe ich dann unseren Junior-Chef wieder. Da freue ich mich schon drauf. Er hat auf mich so eine positive Wirkung. Und das, was jetzt ist schweißt uns irgendwie auch zusammen. :hug:

Gruß Filzblume
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Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Filzblume » Sonntag, 05.03.17, 11:21

Tag 127:

Hallo Ihr Lieben,

heute am Tag 127 kann ich Euch erzählen, dass von vorne bis hinten was nicht stimmt. Man sollte meinen, dass so es so nach und nach besser wird. Das ist aber nicht der Fall. Es wird nach und nach schlechter. Die Hormonersatztherapie habe ich teilweise abgesetzt. Ich kann mit dem Östrogen-Gel nicht mehr schlafen. Gel weg und schon klappt es auch wieder mit bubu machen.

Ich habe einen wahnsinns Druck auf dem Kopf, auf der Nase, auf der Nasenwurzel auf den Augen. Es fühlt sich an, als wären die Augenmuskeln gelähmt. Der Kopf dröhnt. Die Knochen tun weh, der ganze Körper ist deswegen total verspannt. Wenn es richtig rund geht, geht nichts mehr. Dann ist meine Koordination so gestört, dass ich nicht mal mehr eine Flasche geöffnet bekomme. Das Gehirn hört auf zu denken, ich habe Ladehemmungen beim Sprechen. Der Appetit ist weg - Vernunftessen. Die Kilos purzeln. Was passiert hier?

Ich habe die Notbremse gezogen und mir eine Einweisung in die Neurologie geben lassen. Jetzt sitze ich hier und warte auf den Abruf. Koffer ist gepackt. Ich bin mit meinen Kräften am Ende. :cry: Mehr gibt es heute nicht zu sagen!

Gruß Filzblume
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2002 - Mitte 2016 sporadisch Zolpidem, dann aber auch heftig aber keine Probs beim Absetzen, da es nicht kontinuierlich genommen wurde
seit 11. Oktober 2016 - Fluspirilen wird nicht mehr hergestellt, Kaltenzug, Schwindelgefühl, Konzentrationsstörungen, Knochenschmerzen, Muskelverspannungen,Ohrensausen, Übelkeit, Durchfall, Harndrang trotz leerer Blase, TV gucken nicht gut, Musik hören ok, Gespräche folgen ganz schlecht, Lesen OK. Zwischenzeitlich wurde Fluoxetin eingesetzt - nach der zweiten Tablette sofort sein gelassen - Blitzgewitter im Kopf, Boxhandschuh im Magen

September 2017 - noch einmal Fluspi eindosiert 1,0 ml. Dann im 2-3Wochen-Takt immer um 0,1 ml reduziert. Seit Anfang Dez. 2017 fertig mit der Reduzierung. Mitte Januar 2018 - es kommen erste Absetzsymptome. Macht nicht wirklich Freude.

Abschließende Diagnose: 2009 einen Schrank gekauft. Dieser Schrank war voller Giftstoffe, die sich Anfangs in Form vom innerer Unruhe und Blasenentzüngung gezeigt haben. 1,5 Jahr regelmäßig Antibiotika wegen der ständigen Blasenentzündung genommen und anscheinend damit den Darm abgeschossen. Mit dem Schrank kamen aber auch Unverträglichkeiten gegenüber Chemikalien. Wurde aber zunächst als Psychosomatik abgetan und ordentlich Fluspi gespritzt. Und schon war der Teufelskreis da.

Vorläufiges Endergebnis:
MCS-Syndrom (Multiple Chemikalien Sensibilität). Wohlmöglich verstärkt durch einen verkorksten Darm (Leaky-Gut-Sydrom) was diffuse Lebensmittelunverträglichkeitenund Allergien zurfolge hat. Die zweite Möglichkeit ist ein Enzymmangel, welches Giftstoffe verarbeitet. Wenn Schadstoff-Exposition dann gerät die Leber unter Stress. Sehr unangenehm.

Jamie
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Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Jamie » Sonntag, 05.03.17, 14:51

Hallo Filzblume,

es tut mir leid, dass es dir so schlecht geht :(.

Es könnte sich nach wie vor um einen schweren Fluspirilen-Entzug handeln, immerhin hast du es 16 Jahre lang genommen (respektive es wurde injiziert? als imap?).
Du schreibst auch von einer somatoformen Schmerzstörung in deiner Signatur - evtl. ist sie durch das ZNS-Chaos durch den Entzug getriggert worden?

Ich habe auch einen Blick in den Beipackzettel von Imap (Fluspirilen) geworfen. :shock:
Ich will dir keine Angst machen, aber das könnten auch Nebenwirkungen oder Neurolaptikaschäden sein, was du da beschreibst :( .
Psychiatrische Erkrankungen
Häufig: Depression
Schlaflosigkeit
Schlafstörung
Selten: depressive Verstimmung
Abgeschlagenheit (Lethargie)
delirante Symptome
Ruhelosigkeit
Sehr selten: psychotische Prozesse reaktiviert
psychotische Prozesse verschlechtert
Nicht bekannt: Angst

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Bewegungsarmut (Hypokinesie)
extrapyramidale Störungen
Sitzunruhe (Akathisie)
Parkinson-Syndrom
Zittern
Schläfrigkeit (Somnolenz)
Bewegungsstörung (Dyskinesie)
Schwindel
Sedierung

psychomotorische Hyperaktivität
Frühdyskinesie (krampfartiges Herausstrecken
der Zunge, Verkrampfung der
Schlundmuskulatur, Schiefhals, Versteifungen
der Rückenmuskulatur)
Fehlhaltung (Dystonie)

verlangsamte Bewegung (Bradykinesie)
Sehr selten: Malignes Neuroleptisches Syndrom
(Fieber über 40°C, vegetative Entgleisung
mit Herzjagen und Bluthochdruck,
Bewusstseinstrübung bis zum Koma)
Spätdyskinesie

Nicht bekannt:
Benommenheit
Regulationsstörung der Körpertemperatur
Erregung
Kopfschmerzen
EEG-Veränderungen
zerebrale Krampfanfälle
vegetativ autonome Symptome(wie
verschwommenes Sehen, Akkommodationsstörungen,
Gefühl der verstopften
Nase, Erhöhung des Augeninnendrucks,
Miktionsstörungen, Diarrhö,
Appetitverlust)
starke Bewegungsarmut (Akinesie)
vermehrter Speichelfluss
Sprechstörung (Dysarthrie)

Augenerkrankungen
Selten: Hornhauteinlagerungen
Pigmenteinlagerungen
Linseneinlagerungen
Sehr selten: Sehstörungen
Nicht bekannt: Blickkrampf
Quelle: https://www.mediherz-shop.de/images/eco ... 2_de_o.pdf

Ich hoffe, dass man dir in der Neurologie / Psychiatrie weiterhelfen kann, wenngleich ich natürlich skeptisch bin.
Bitte die Ärzte, sie sollen auf jeden Fall schauen, ob deine Symptome etwas mit dem langjährigen Fluspirilenkonsum zu tun haben könnten und lass dich bloß nicht abwiegeln und bitte Vorsicht bei neuen Medikamenten.

Mitfühlende Grüße :group:
Jamie
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Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Filzblume » Sonntag, 05.03.17, 17:29

Hallo Jamie,

danke für Deine Zuschrift. Ich gehe ins KH um das abzuklären. Es wird ein normales Krankenhaus sein, in eine Neurologie. Psychiatrie - nee, lass mal. Die wollen dann wieder die Medis in mich hinein stopfen. Und das ist es ja auch, was ich überhaupt nicht will. Und egal, was die mir auch da hinlegen werden - ich werde es hinterfragen und sehr wachsam sein. Ich habe so eine Angst, dass das wirklich ein NL-Schaden ist.

Ich habe vor ein paar Tagen aber mal alles übereinander gelegt. Habe mich bei meinen Ärzten schlau gemacht, was ich wann bekommen habe. Als das los ging, habe ich viel in den Kalender geschrieben. Wie es mir geht, was ich gegessen habe und alles was dazu gehört. Auch Aufzeichnungen, wann ich welches Medikament genommen/bekommen habe. Und das ist schon sehr sehr komisch.

Aufgetreten ist das das erste Mal, als ich Imap und Doxepin bekommen habe. Also vollkommen unlogisch, dass es die Psyche ist - so wie man es mir einreden will. Auch bin ich der Meinung, dass es sich komplett anders anfühlt, wenn bei mir die Psyche tobt.

Auch gab es wirklich lange Pausen zwischendurch. Immer wieder Pausen von 6 - 9 Monaten, einmal sogar 1,5 Jahre. Zuletzt in 2013 über 6 Monate. Da gab es nie Probleme.

Was ich nur ganz böse finde ist die Tatsache, dass die Neurologin im örtlichen Krankenhaus mich gleich auf Psyche runter reduziert hat. Ich wusste gar nicht, wie sie darauf kam. Jedoch ist die Tagesklinik in der ich war im gleichen Klinikverbund wie das örtliche KH hier. Das will ich irgendwie vermeiden, dass man von vorn herein abwiegelt. Als ich 2014 das erste mal mit diesen ganz bösen Symptomen in die Notaufnahme ging, hat man gar nicht lange gefackelt und mich sofort in eine Psychiatrie geschickt. Die Psychiatrie hatte gleich die Medis im Anschlag und immer das Wort "müssen" benutzt. Bin dann ganz schnell da weg. Das fand ich ganz komisch. Denn einfach so zu sagen "die Frau hat Kopfschmerzen und ihr ist Schwindelig, sie gehört in die Psychiatrie" finde ich arg gefährlich. Eine frühere Arbeitskollegin von mir ist auch mit Kopfschmerzen und Schwindel in die Notaufnahme. Sie hatte ne Hirnhautentzündung und ist jetzt schwerbehindert. Hätte man da gesagt "Psyche" wäre sie jetzt nicht schwerbehindert, sondern tod. Ich finde das fahrlässig. :frust: :evil:

Mein Hausarzt, der mir jetzt die Einweisung gegeben hat, hat auch gesagt, dass es einfach leichter ist, so eine Diagnose zu stellen und deshalb passiert das und das geht gar nicht. Das ist übrigens der Arzt, der klar zu Entzugssymptomen steht und es auch sagt. Auch ist er jemand, der nicht gleich zu AD und Co greift. Den Arzt habe ich auch noch nicht lange.

Ich bin gespannt, was kommt. Ich sitze auf jeden Fall auf meinem gepackten Köfferchen und warte auf den Anruf.Ich werde berichten! :pillowtalk:

Gruß Filzblume
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Jamiepadma
2000 - 2016 Fluspirilen 1x pro Woche 1,2 ml - immer wieder mit Unterbrechungen, Krankheitsbild somatoforme Störungen
2006 Fluspirilen für 9 Monate abgesetzt - nichts passiert, alles ok, zwischenzeitlich Bachblütentropfen genommen, Fluspirilen dann wieder genommen wegen Schicksalsschlag
2009 - 2013 Doxepin 125 mg nach zweimaligem Schicksalsschlag
2013 - Doxepin entzogen, 6 Wochen Hölle (Kribbeln im Kopf, max 2 Stunden nachts geschlafen, Gedankenüberschläge, Knochenschmerzen, Unruhe, extrem geräuschempfindlich, reizüberflutet, TV gucken nicht möglich, Übelkeit
2002 - Mitte 2016 sporadisch Zolpidem, dann aber auch heftig aber keine Probs beim Absetzen, da es nicht kontinuierlich genommen wurde
seit 11. Oktober 2016 - Fluspirilen wird nicht mehr hergestellt, Kaltenzug, Schwindelgefühl, Konzentrationsstörungen, Knochenschmerzen, Muskelverspannungen,Ohrensausen, Übelkeit, Durchfall, Harndrang trotz leerer Blase, TV gucken nicht gut, Musik hören ok, Gespräche folgen ganz schlecht, Lesen OK. Zwischenzeitlich wurde Fluoxetin eingesetzt - nach der zweiten Tablette sofort sein gelassen - Blitzgewitter im Kopf, Boxhandschuh im Magen

September 2017 - noch einmal Fluspi eindosiert 1,0 ml. Dann im 2-3Wochen-Takt immer um 0,1 ml reduziert. Seit Anfang Dez. 2017 fertig mit der Reduzierung. Mitte Januar 2018 - es kommen erste Absetzsymptome. Macht nicht wirklich Freude.

Abschließende Diagnose: 2009 einen Schrank gekauft. Dieser Schrank war voller Giftstoffe, die sich Anfangs in Form vom innerer Unruhe und Blasenentzüngung gezeigt haben. 1,5 Jahr regelmäßig Antibiotika wegen der ständigen Blasenentzündung genommen und anscheinend damit den Darm abgeschossen. Mit dem Schrank kamen aber auch Unverträglichkeiten gegenüber Chemikalien. Wurde aber zunächst als Psychosomatik abgetan und ordentlich Fluspi gespritzt. Und schon war der Teufelskreis da.

Vorläufiges Endergebnis:
MCS-Syndrom (Multiple Chemikalien Sensibilität). Wohlmöglich verstärkt durch einen verkorksten Darm (Leaky-Gut-Sydrom) was diffuse Lebensmittelunverträglichkeitenund Allergien zurfolge hat. Die zweite Möglichkeit ist ein Enzymmangel, welches Giftstoffe verarbeitet. Wenn Schadstoff-Exposition dann gerät die Leber unter Stress. Sehr unangenehm.

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