Klick auf das Kreuzchen, wenn Du die Meldung gelesen hast ->


Aktuell:
Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene im Entzug

Bitte mitmachen, eure Meinung ist uns wichtig


Bist Du neu und weißt nicht, wie du anfangen sollst?

Registriere Dich zunächst und wähle einen Benutzernamen, der mit Deinem echten Namen möglichst wenig zu tun hat, wenn Du anonym bleiben möchtest. Du darfst als Benutzernamen keine Marken- oder Medikamentennamen verwenden. Wenn Du ganz auf Nummer sicher gehen willst, verwende am Besten auch eine Wegwerf-Emailadresse. Wenn Du genaueres wissen möchtest, lies bitte auch unsere Regeln.

Stelle Dich und Dein Anliegen dann in einem neuen Thema vor. Du kannst als neu registrierter erstmal nur im Bereich "Hier bist Du richtig" schreiben. Beachte bitte, dass der Beitrag solange unsichtbar bleibt, bis jemand aus dem Team ihn freigeschaltet hat. Da wir hier viel zu tun haben, kann das eine Weile dauern.

Hier klicken, um Dich zu registrieren.

Hier klicken, um neues Thema im Bereich "Hier bist Du richtig" zu erstellen".

Bitte lies zunächst die "Erste Hilfe" für Deine Medikamentengruppe: Antidepressiva | Benzodiazepine | Neuroleptika

Euer ADFD Team

Hilfe beim Absetzen von Duloxetin und Risperidon

Auch für Antiepileptika (z.B. Lyrica/Pregabalin), Stimmungsstabilisierer und Stimulanzien
Traurige
Beiträge: 80
Registriert: Samstag, 18.02.17, 12:47
Hat sich bedankt: 30 Mal
Danksagung erhalten: 186 Mal

Hilfe beim Absetzen von Duloxetin und Risperidon

Beitrag von Traurige » Samstag, 18.02.17, 13:28

Hallo ihr Lieben!

Ich möchte mich hier kurz vorstellen und bin froh, euch gefunden zu haben. Ich bin 41 Jahre alt, verheiratet und habe einen Sohn.
Zum ersten mal in einer psychiatrischen Klinik war ich 1999, damals wurde eine paranoide Psychose diagnostiziert, es war aber wohl eher ein Burnout. Ich war damals überzeugt, an meinem Arbeitsplatz alles falsch gemacht zu haben und wichtige Daten gelöscht zu haben. Das kam daher, dass ich dort nicht eingelernt, sondern einfach ins kalte Wasser geworfen wurde.
Mir wurde damals Perazin verschrieben und schon nach drei Wochen konnte ich die Klinik wieder verlassen. Das Perazin habe ich dann bis ca. 2003 eingenommen, dann aber eigenmächtig abgesetzt, da Kinderwunsch bestand. Ich habe es schrittweise ausgeschlichen, war aber dabei immer in psychiatrischer Behandlung.

Es gab zwei kleinere Klinikaufenthalte, da körperliche Beschwerden meinerseits auf die Psyche geschoben wurden, aber es hat sich im Nachhinein immer herausgestellt, dass es eine organische Ursache gab. (Sehen von Lichtblitzen war nicht psychotisch, vielmehr hatte sich meine Netzhaut im Auge abgelöst und war eingerissen z.B.)

Eine Zeit lang nahm ich wieder Perazin, doch ich habe es auch wieder abgesetzt.

20011 dann kam mein totaler Zusammenbruch. Ich kam zum Glück in eine andere Psychatrie, wo erkannt wurde, dass ich eine schwere Depression mit psychotischen Symptomen hatte. Ich sprach gut auf die psychotherapeutische Behandlung an und wurde auf 60 mg Duloxetin eingestellt, als "Schutz", damit ich nicht wieder so tief in ein Loch falle. Wenn es mir schlechtgeht, bin ich immer überzeugt alles im Leben falsch gemacht zu haben und das alles zusammenbricht. Die psychotischen Symptome wurden wieder mit Perazin bekämpft, was jedoch rasch wieder abgesetzt werden konnte. Mit dem Antidepressivum ging es mir zunächst viel besser, jedoch dann setzten die körperlichen Nebenwirkungen ein. Ich hatte Probleme mit der Atmung, war nicht mehr körperlich belastbar und nahm stark zu. 2015 gab es daher einen ärztlich begleiteten Absetzversuch des Duloxetins, jedoch viel zu schnell und so hatte ich eine gewaltige Absetzsymptomatik. Diese wurde bekämpft mit erneuter Gabe von 60 mg Duloxetin und zusätzlich 2 mg Risperidon. 2016 habe ich dann versucht, mit meinem Arzt zusammen das Risperidon abzusetzen, schrittchenweise aber wie ich jetzt weiß, trotzdem viel zu schnell. Und da haben mich meine Ängste wieder gepackt, ich kam in die Klinik und wurde wieder auf 2 mg Risperison eingestellt. Vielleicht sollte ich noch sagen, dass es 2014 einen sexuellen Übergriff gab, an dem ich schwer zu kauen habe.

Derzeit nehme ich also 60 mg Duloxetin und 2 mg Risperidon täglich und kämpfe mit den Nebenwirkungen. Ich bin richtig dick geworden (über 150 kg) und bin kurzatmig und kaum körperlich belastbar. Nachts trage ich eine Atemmaske welche mir Luft in die Lungen drückt, weil ich eine Apnoe entwickelt habe. Ich fühle mich gedämpft und manchmal wie in Watte gepackt, plaudere nicht mehr so fröhlich drauflos wie früher. Ich bin ein Einzelgänger geworden, obwohl ich einmal ein sehr geselliger Mensch war. Ich möchte die Medikamente gerne Absetzen, aber mein Psychiater sagt, ich soll sie am besten mein Leben lang nehmen. Zumindest möchte er, dass ich noch abwarte, da ich erst Anfang Januar eine neue Stelle angetreten habe, die sehr stressig ist. Ich selber habe wiederum Angst, dass ich wieder Absetzsymptome bekomme, wenn ich wieder anfange abzusetzen. Ich weiß also noch nicht, wann ich mit dem Absetzen anfangen kann, wollte mich hier aber schon einmal anmelden, da ich es dann auf jeden Fall mit euch zusammen und mit eurem empfohlenen Absetztempo probieren möchte. Einmal pro Woche gehe ich zur Psychotherapie.

Ich freue mich schon auf den Austausch mit euch und hoffe, mit eurer Hilfe endlich von den Tabletten loszukommen.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Traurige für den Beitrag:
Guennie
1999 Burnout mit Diagnose paranoide Psychose (Medikament: Perazin, 60 mg; 2003 langsam ausgeschlichen ohne Probleme)
2011 schwere Depression mit psychotischen Symptomen (Medikament: Duloxetin 60 mg)
2015 schwere Depression mit psychotischen Symptomen nach Absetzversuch von Duloxetin (Medikamente: Duloxetin 60 mg; Risperidon 2 mg)
2016 mittelschwere Depression mit psychotischen Symptomen nach Absetzversuch von Risperidon (Medikamente: Duloxetin 60 mg; Risperidon 2 mg)

18.02.2017
Täglich
60mg Duloxetin
2mg Risperidon
Außerdem noch Cortison wegen Asthma und Blutdrucksenker wegen zu hohem Blutdruck - Update: Cortison abgesetzt wegen depressionsfördernder Wirkung. Blutdrucksenker reduziert auf 12,5 mg Hygroton täglich.

Ab Ende März zusätzlich Eferox 25 Mikrogramm

18.05.2017 Reduzierung des Risperidon von 2 mg auf 1,5 mg
im August 2017 Absetzen des Cortisonpulvers, starke Verbesserung der Depression
21.09.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,5 mg auf 1,25 mg
25.10.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,25 mg auf 1,125 mg
05.11.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,125 mg auf 1,0 mg
05.03.2018 Reduzierung des Risperidon von 1,0 mg auf 0,875 mg
09.04.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,875 mg auf 0,75 mg
21.05.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,75 mg auf 0,625 mg

Murmeline
Team
Beiträge: 12433
Registriert: Sonntag, 11.01.15, 13:50
Hat sich bedankt: 13976 Mal
Danksagung erhalten: 12406 Mal

Re: Hilfe beim Absetzen von Duloxetin und Risperidon

Beitrag von Murmeline » Samstag, 18.02.17, 14:15

Hallo Traurige,

willkommen bei uns! Vielleicht hast du auch einen Namen, den Du uns nennen möchtest (kann ja auch ein Pseudonym sein). Ich fände es nur schade, Dich immer als Traurige anzusprechen und hoffe ehrlich auch, dass sich bei Dir Entwicklungen ergeben, dass Du Dich selbst nicht mehr so empfindest.

Es tut mir leid, dass aus einer ersten Krise im Kontext Deiner Arbeit so eine lange Psychiatriegeschichte wurde. Ich kann mir vorstellen, dass Dein Körper und Deine Seele damals ziemlich auf Alarm waren - aber leider werden psychische Durcheinander gerne als biologische Krankheit dargestellt, die man wirksam und effektiv mit Medikamenten behandeln kann, am besten dauerhaft, Nebenwirkungen müssten in Kauf genommen werden, der Nutzen überwiege. Diese Ansicht teile ich nicht.
20011 dann kam mein totaler Zusammenbruch. Ich kam zum Glück in eine andere Psychatrie, wo erkannt wurde, dass ich eine schwere Depression mit psychotischen Symptomen hatte. Ich sprach gut auf die psychotherapeutische Behandlung an und wurde auf 60 mg Duloxetin eingestellt, als "Schutz", damit ich nicht wieder so tief in ein Loch falle. Wenn es mir schlechtgeht, bin ich immer überzeugt alles im Leben falsch gemacht zu haben und das alles zusammenbricht.
Was für psychotische Symptome waren das denn ganz genau? Wie lange nach dem Absetzen war denn der Zusammenbruch? Und gab es wieder lebensgeschichtliche/situationsbedingte Auslöser? Es kann sein, dass Du in schwierigen, herausfordernden Situation mit besonderen psychischen Zuständen reagierst, dann ist es wichtig, das in der Therapie genau anzuschauen und Strategien zu erarbeiten, wie Du grundsätzlich durch solche Krisen durchkommst. Schön, dass Du derzeit Psychotherapie machst, ich hoffe, es hilft Dir auch bei der Verarbeitung des Übergriffs.

Da Du bereits einige Absetzverläufe (erfolgreich und gescheitert) hinter dir hast, solltest Du es diesmal wirklich langsam angehen, als Langzeitprojekt, aber hoffentlich mit schrittweiser positiver Veränderung. Hier im Forum ist es nach Erfahrung mit jedem Absatzversuch wichtiger, sehr achtsam und kleinteilig abzusetzen.
Derzeit nehme ich also 60 mg Duloxetin und 2 mg Risperidon täglich und kämpfe mit den Nebenwirkungen. Ich bin richtig dick geworden (über 150 kg) und bin kurzatmig und kaum körperlich belastbar. Nachts trage ich eine Atemmaske welche mir Luft in die Lungen drückt, weil ich eine Apnoe entwickelt habe. Ich fühle mich gedämpft und manchmal wie in Watte gepackt, plaudere nicht mehr so fröhlich drauflos wie früher. Ich bin ein Einzelgänger geworden, obwohl ich einmal ein sehr geselliger Mensch war.
Das sind alles sehr nachvollziehbare Gründe für die Dosisreduktion.
Ich möchte die Medikamente gerne Absetzen, aber mein Psychiater sagt, ich soll sie am besten mein Leben lang nehmen.
Leider respektieren viel zu wenig Ärzte Absatzwünsche und gehen das ganze dann begleitet und langsam an. Dann muss man eben als Betroffener das ganze sehr achtsam selbst in die Hand nehmen.

Lies Dich gerne weiter quer, es gibt ja sehr viel zu entdecken in allen Forenbereichen. Und tausche Dich gerne aus, am besten schriebst Du andere direkt in ihren Threads an, so kommt meist mehr Austausch untereinander zustande, als wenn man wartet, dass jemand im eigenen Thread vorbeischaut.

Tipps für die Reduktion werden sicher noch kommen, hast Du denn eine Vorstellung, wie Du anfangen möchtest?

Grüße, Murmeline
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Murmeline für den Beitrag (Insgesamt 7):
padmaKatharinaGuenniecarlottamückeTraurigeBenedikt24
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Traurige
Beiträge: 80
Registriert: Samstag, 18.02.17, 12:47
Hat sich bedankt: 30 Mal
Danksagung erhalten: 186 Mal

Re: Hilfe beim Absetzen von Duloxetin und Risperidon

Beitrag von Traurige » Samstag, 18.02.17, 17:36

Huhu Murmeline,

vielen Dank für die herzliche Begrüßung und ja, einen Namen gibt es. Ich nenne mich hier Maria. Und ich hoffe auch sehr, dass es Entwicklungen geben wird, damit ich nicht immer so traurig bin.

Und ja, so hieß es damals wirklich. Ich solle mich damit abfinden, dass ich ein Leben lang Medikamente werde nehmen müssen. Ich sehe das auch nicht so. Damals wurde mir keine Psychotherapie angeboten, das finde ich sehr schade denn ich fühlte mich ganz schön allein gelassen mit meinen Problemen.

Die psychotischen Symptome bei meinem totalen Zusammenbruch waren einfach Gedanken wie, ich habe noch nie etwas vernünftiges zustande gebracht und werde es wohl auch nie schaffen, ich bin es nicht mehr wert weiterzuleben, und ich hatte Probleme mit meinen Mitpatientinnen. Meine Zimmergenossinen waren im Gegensatz zu mir nicht Mutter geworden und ich musste mir böse Sachen anhören weil ich mich trotz Kind so "gehen lies". Irgendwann habe ich völlig aufgegeben und habe nur noch im Bett gelegen und geschlafen, wollte sterben. Ich habe nichts mehr gegessen und getrunken, es war mir alles egal. Außerdem bestanden wohl auch Zweifel seitens des Klinikpersonals hinsichtlich des sexuellen Übergriffs, sie waren sich nicht sicher, ob ich mir das nur eingebildet hatte. Ein besonders schmerzhafter Umstand.

Und ja, es gab auch lebensgeschichtliche Auslöser, ich denke da hast Du recht. Wenn ich zuviel ertragen muss, dann schlägt die Angst wie in Wellen über meinem Kopf zusammen, ich kriege Panik und kann nicht mehr abschalten. Irgendwann kann ich dann auch nicht mehr klar denken. Eine weitere Diagnose bei mir ist ja auch der Verdacht auf eine generalisierte Angststörung.

Eine Vorstellung, wie ich anfange möchte habe ich auch schon: Zuerst möchte ich Schritt für Schritt das Risperidon absetzen und wenn damit alles gut gegangen ist, dann das Duloxetin.

Danke nochmal für die liebe Begrüßung und jetzt erstelle ich gleich mal meine Signatur und gehe auf die Suche im Forum :-)
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Traurige für den Beitrag:
Guennie
1999 Burnout mit Diagnose paranoide Psychose (Medikament: Perazin, 60 mg; 2003 langsam ausgeschlichen ohne Probleme)
2011 schwere Depression mit psychotischen Symptomen (Medikament: Duloxetin 60 mg)
2015 schwere Depression mit psychotischen Symptomen nach Absetzversuch von Duloxetin (Medikamente: Duloxetin 60 mg; Risperidon 2 mg)
2016 mittelschwere Depression mit psychotischen Symptomen nach Absetzversuch von Risperidon (Medikamente: Duloxetin 60 mg; Risperidon 2 mg)

18.02.2017
Täglich
60mg Duloxetin
2mg Risperidon
Außerdem noch Cortison wegen Asthma und Blutdrucksenker wegen zu hohem Blutdruck - Update: Cortison abgesetzt wegen depressionsfördernder Wirkung. Blutdrucksenker reduziert auf 12,5 mg Hygroton täglich.

Ab Ende März zusätzlich Eferox 25 Mikrogramm

18.05.2017 Reduzierung des Risperidon von 2 mg auf 1,5 mg
im August 2017 Absetzen des Cortisonpulvers, starke Verbesserung der Depression
21.09.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,5 mg auf 1,25 mg
25.10.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,25 mg auf 1,125 mg
05.11.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,125 mg auf 1,0 mg
05.03.2018 Reduzierung des Risperidon von 1,0 mg auf 0,875 mg
09.04.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,875 mg auf 0,75 mg
21.05.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,75 mg auf 0,625 mg

Lisamarie
Beiträge: 9423
Registriert: Freitag, 14.03.14, 19:16
Hat sich bedankt: 3514 Mal
Danksagung erhalten: 9359 Mal

Re: Hilfe beim Absetzen von Duloxetin und Risperidon

Beitrag von Lisamarie » Samstag, 18.02.17, 17:49

Hallo Maria, willkommen im ADFD.

Ich möchte dich bestärken deine Medikamente langsam auszuschleichen, das ist gut das du mit dem Risperidon anfangen willst das abzusetzen.
Ich schick dir schon mal Infos mit, wir hier im Forum setzen alle vier bis sechs Wochen höchstens 10% ab. Warum ist hier erklärt

viewtopic.php?f=19&t=9913

Deine Lebensgeschichte tut mir leid, auch der sexuelle Übergriff. Machst du Therapie um das alles zu verarbeiten ?

Lg Petra
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Lisamarie für den Beitrag (Insgesamt 5):
AnnanasGuenniecarlottaTraurigeBenedikt24
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
.

Traurige
Beiträge: 80
Registriert: Samstag, 18.02.17, 12:47

Re: Hilfe beim Absetzen von Duloxetin und Risperidon

Beitrag von Traurige » Samstag, 18.02.17, 18:08

Hallo Petra,

vielen Dank für Deine Worte und für den hilfreichen Link. Ja, ich mache einmal wöchentlich Psychotherapie, um das alles zu verarbeiten und neue Strategien zur Stressbewältigung zu erlernen.
1999 Burnout mit Diagnose paranoide Psychose (Medikament: Perazin, 60 mg; 2003 langsam ausgeschlichen ohne Probleme)
2011 schwere Depression mit psychotischen Symptomen (Medikament: Duloxetin 60 mg)
2015 schwere Depression mit psychotischen Symptomen nach Absetzversuch von Duloxetin (Medikamente: Duloxetin 60 mg; Risperidon 2 mg)
2016 mittelschwere Depression mit psychotischen Symptomen nach Absetzversuch von Risperidon (Medikamente: Duloxetin 60 mg; Risperidon 2 mg)

18.02.2017
Täglich
60mg Duloxetin
2mg Risperidon
Außerdem noch Cortison wegen Asthma und Blutdrucksenker wegen zu hohem Blutdruck - Update: Cortison abgesetzt wegen depressionsfördernder Wirkung. Blutdrucksenker reduziert auf 12,5 mg Hygroton täglich.

Ab Ende März zusätzlich Eferox 25 Mikrogramm

18.05.2017 Reduzierung des Risperidon von 2 mg auf 1,5 mg
im August 2017 Absetzen des Cortisonpulvers, starke Verbesserung der Depression
21.09.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,5 mg auf 1,25 mg
25.10.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,25 mg auf 1,125 mg
05.11.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,125 mg auf 1,0 mg
05.03.2018 Reduzierung des Risperidon von 1,0 mg auf 0,875 mg
09.04.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,875 mg auf 0,75 mg
21.05.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,75 mg auf 0,625 mg

Lisamarie
Beiträge: 9423
Registriert: Freitag, 14.03.14, 19:16
Hat sich bedankt: 3514 Mal
Danksagung erhalten: 9359 Mal

Re: Hilfe beim Absetzen von Duloxetin und Risperidon

Beitrag von Lisamarie » Samstag, 18.02.17, 18:30

Hallo Maria, ich hoffe die Therapie ist hilfreich für dich.

Schick dir nochmals einen Link für das Risperidon, da gibt es auch hilfreiche Tipps.

http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=32&t=8997
Lg Petra
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Lisamarie für den Beitrag (Insgesamt 3):
GuenniecarlottaTraurige
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
.

Kimeta
Beiträge: 640
Registriert: Freitag, 07.09.12, 17:07
Danksagung erhalten: 1135 Mal

Re: Hilfe beim Absetzen von Duloxetin und Risperidon

Beitrag von Kimeta » Samstag, 18.02.17, 18:34

Liebe Maria,

auch von mir herzlich willkommen im ADFD!

Du beschreibst so einen Horror und wirkst gleichzeitig sehr sortiert und differenziert, dass ich spontan gedacht habe: Sie schafft es! Nicht nur das Absetzen, sondern sie wird eines Tages darum bitten, dass ihr Nick geändert wird, weil er nicht mehr passt :wink: .

Dies wünsche ich Dir, und dass der Weg bis dahin kurz und relativ gerade ist. Hier bist Du am richtigen Ort, was kompetente und einfühlsame Unterstützung betrifft.

Viele Grüße
Kimeta
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Kimeta für den Beitrag (Insgesamt 6):
KatharinaGuenniecarlottaTraurigeRuneBenedikt24
  • Doxepin zur Migräneprophylaxe seit mindestens 2002 in einer Dosierung von 5-10 mg.
  • Absetzen von 10 mg ab dem 28.12.2013.
  • Derzeitiger Stand seit 23.10.2017: 2,5 mg
Hintergründe und Absetzverlauf:
► Text zeigen
:schnecke: Mein Thread :schnecke:

padma
Team
Beiträge: 14220
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 34845 Mal
Danksagung erhalten: 18333 Mal

Re: Hilfe beim Absetzen von Duloxetin und Risperidon

Beitrag von padma » Samstag, 18.02.17, 18:35

hallo Maria, :)

auch von mir willkommen.

Das ist wirklich eine traurige Geschichte.
Die psychotischen Symptome bei meinem totalen Zusammenbruch waren einfach Gedanken wie, ich habe noch nie etwas vernünftiges zustande gebracht und werde es wohl auch nie schaffen, ich bin es nicht mehr wert weiterzuleben,
Das sind typische Symptome einer Depression. Die Diagnose "psychotische Symptome" finde ich mehr als fragwürdig. :frust:
Außerdem bestanden wohl auch Zweifel seitens des Klinikpersonals hinsichtlich des sexuellen Übergriffs, sie waren sich nicht sicher, ob ich mir das nur eingebildet hatte. Ein besonders schmerzhafter Umstand.
Das finde ich ganz, ganz schlimm, dass das angezweifelt wurde. Du hättest Unterstützung gebraucht und dass man dir glaubt.
Und ja, es gab auch lebensgeschichtliche Auslöser, ich denke da hast Du recht. Wenn ich zuviel ertragen muss, dann schlägt die Angst wie in Wellen über meinem Kopf zusammen, ich kriege Panik und kann nicht mehr abschalten. Irgendwann kann ich dann auch nicht mehr klar denken.
Das ist gut, dass du die Auslöser kennst. Da gibt es sicherlich Ansatzpunkte um daran zu arbeiten.
Eine Vorstellung, wie ich anfange möchte habe ich auch schon: Zuerst möchte ich Schritt für Schritt das Risperidon absetzen und wenn damit alles gut gegangen ist, dann das Duloxetin.
Ja, das halte ich für einen guten Plan.

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 7):
LisamarieKatharinaLinLinaGuenniecarlottaTraurigeBenedikt24
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
6.05.2018: 0,275 mg :schnecke:


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Traurige
Beiträge: 80
Registriert: Samstag, 18.02.17, 12:47
Hat sich bedankt: 30 Mal
Danksagung erhalten: 186 Mal

Re: Hilfe beim Absetzen von Duloxetin und Risperidon

Beitrag von Traurige » Sonntag, 19.02.17, 17:40

Vielen Dank auch für diesen Link, Petra :-)

Und Padma und Kimeta vielen Dank für eure lieben Worte. :pillowtalk:
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Traurige für den Beitrag:
Guennie
1999 Burnout mit Diagnose paranoide Psychose (Medikament: Perazin, 60 mg; 2003 langsam ausgeschlichen ohne Probleme)
2011 schwere Depression mit psychotischen Symptomen (Medikament: Duloxetin 60 mg)
2015 schwere Depression mit psychotischen Symptomen nach Absetzversuch von Duloxetin (Medikamente: Duloxetin 60 mg; Risperidon 2 mg)
2016 mittelschwere Depression mit psychotischen Symptomen nach Absetzversuch von Risperidon (Medikamente: Duloxetin 60 mg; Risperidon 2 mg)

18.02.2017
Täglich
60mg Duloxetin
2mg Risperidon
Außerdem noch Cortison wegen Asthma und Blutdrucksenker wegen zu hohem Blutdruck - Update: Cortison abgesetzt wegen depressionsfördernder Wirkung. Blutdrucksenker reduziert auf 12,5 mg Hygroton täglich.

Ab Ende März zusätzlich Eferox 25 Mikrogramm

18.05.2017 Reduzierung des Risperidon von 2 mg auf 1,5 mg
im August 2017 Absetzen des Cortisonpulvers, starke Verbesserung der Depression
21.09.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,5 mg auf 1,25 mg
25.10.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,25 mg auf 1,125 mg
05.11.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,125 mg auf 1,0 mg
05.03.2018 Reduzierung des Risperidon von 1,0 mg auf 0,875 mg
09.04.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,875 mg auf 0,75 mg
21.05.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,75 mg auf 0,625 mg

Guennie
Beiträge: 159
Registriert: Donnerstag, 09.02.17, 14:54
Hat sich bedankt: 593 Mal
Danksagung erhalten: 202 Mal

Re: Hilfe beim Absetzen von Duloxetin und Risperidon

Beitrag von Guennie » Sonntag, 19.02.17, 21:25

Hallo Maia,
ich bedanke mich für die aufbauenden Worte in meinem Thread und heiße dich hier im ADFD herzlich willkommen. Selber bin ich auch erst seit kurzer Zeit hier im ADFD und durfte schnell merken wie viele für einem da sind.
Hier im Forum erhälst du Informationen, die dir sonst so keiner sagt. Ich wünschte ich hätte dieses Forum auch eher gefunden, doch besser spät als nie.
Maria, ich wünsche dir viel viel Geduld und alles Gute für deine Entscheidungen.
Tips kann ich dir noch nicht geben, ausser dem Team Mitgliedern eine hohe Aufmerksamkeit zukommen zu lassen

glg
Günnie
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Guennie für den Beitrag (Insgesamt 5):
padmaLinLinaMurmelinecarlottaTraurige
2004 schweren Depressionen mit stationärer Psychiatrie
medis: Lorazepam (Tavor) verschiedene ADs und Schlafmittel -
2004 - Lorazepam (Tavor) kalter Entzug in Entzugsklinik Köln (Hammer)
2005 - 2010 Cymbalta (Duloxetin) 60 mg
2010 - November 2016 Cymbalta (Duloxetin) 30 mg
Mai 2016 - Herzinfakt mit 49 Jahren - Herzmedis mit Blutverdünner, Beta Blocker (2 Stands)
September 2016 Heilfasten für 10 Tage ohne medis (scheiß Idee)
September 2016 glaube Cymbalta greift nicht mehr, darum Opipramol einschleichen wegen Schlaf (Hausarzt)
November 2016 Cymbalta (Duloxetin) 30 mg morgens und Opipramol 50-50-100
2016 mein Neurologe so Krank dass er auf Rente geht. Einen neuen zu finden wird nicht ganz einfach, daher erst einmal zusammen mit Hausarzt und Internet
Dezember 2016 - Cymbalta (Duloxetin) in 4 Wochen ausgeschlichen (30 mg in 30 Tagen) um etwas anderes zu probieren ( 5 Htp, dazu muß aber Cymbalta einige Zeit aus dem Körper sein wegen Gefahr eines Serotoninsyndroms)
Januar 2017 - nur Herz medis - denke es geht langsam wieder Berg auf und will schon im Februar 2017 mit 5 Htp anfangen, dazu kommt es aber nicht mehr (alles nur mit Hausarzt und Internet, ohne Neurologe oder Psychiater)
Februar 2017 - Zusammenbruch wahrscheinlich durch Ansetzsyntome wie innerer Unruhe, panische Angst, Konzentrationsschwäche, Zittern, kalter Schweiß auf Kopf und Nacken, Schlafprobleme Verdauungsstörungen (bin aber zu Hause)
08.02.2017: wegen vermutlicher starker Absetzsyntome morgens wieder 30 mg Cymbalta und Opripamol 50 mg-50 mg -100 mg
09.02.2017: Morgens 30 mg Cymbalta - (nach Austausch im Forum geändert)
Anmeldung auf Forum adfd :-)
dadurch abends Opripramol neu auf 25 mg
11.02.2017 Cymbalta neu auf 7,5 mg am 15.02.2017 Cymbalta neu auf 15 mg
16.02.2017 Cymbalta (Duloxetin) 30 mg morgens
16.02.2017 Opipramol 25 mg/25 mg/100 mg
16.02.2017 Zolpidem 10 mg nachts
06.03.2017 Zolpidem auf 5 mg um es abzusetzen
07.03.2017 Zolpidem nachts um 4.Uhr wieder auf 10 mg (heftige Entzugserscheinungen)
08.03.2017 mit Wassermethode Zolpidem runerdosieren nach Rat Forum jeden Tag 0,5 mg
10.03.2017 nichts ging mehr Hausarzt mit Bromozepan 3mg/6mg angefangen dafür Opripramol/Zolpidem abgesetzt
11.03.2017 soll lt. Hausarzt 3mg/3mg/6mg Bromozepan und 30 mg Cymbalta
14.03.2017 - 0mg/0mg/6mg Bromozepan abends und 30 mg Cymbalta morgens
16.03.2017 - nach Besuch beim Psychiater Cymbalta auf 60 mg - 6mg Bromozepan
22.03.2017 die 6 mg Bromazepan jeden Tag um 0,6 mg runterzudosieren,
31.03.2017 - Bromezapan auf 0 mg (Zolpidem auf 0 und Opipramol auf 0)
09.04.2017 wegen unerträglicher Unruhe nachts um 0.30 Uhr 3 mg Bromezapan
10.04.0217 Bromezapan 3/3/6 mg
seit 11.04.2017 wieder Bromazepan abends 22 Uhr 6 mg - tagsüber kein Bromazepan
seit 21.05.2017 wieder am Runterdosieren auf abends 22 Uhr 5 mg
am 28.05.2017 runterdosiert auf 4 mg
am 04.06.2017 runterdosiert auf 3 mg
am 17.06.2017 runterdosiert auf 2 mg
am 29.06.2017 runterdosiert auf 1 mg
am 19.07.2017 dosiert auf 2x 0,7 mg = 1,4 mg
am 20.07.2017 dosiert auf 2x 0,5 mg = 1,0 mg
am 28.07.2017 dosiert auf 2x 0,37 mg = 0,74 mg
Diabetis Typ 2 festgestellt am 3.08.2017
am 05.08.2017 dosiert auf 2x 0,25 mg = 0,50 mg
am 14.08.2017 dosiert auf 1x 0,25 mg abends
am 21.08.2ß17 einmalig 2x 1,5 mg (Rückschlag)
am 22.08.2017 wieder auf 1x 0,5 mg Bromazepam
seit 27.08.2017 auf 0,0 mg Bromazepam

Murmeline
Team
Beiträge: 12433
Registriert: Sonntag, 11.01.15, 13:50
Hat sich bedankt: 13976 Mal
Danksagung erhalten: 12406 Mal

Re: Hilfe beim Absetzen von Duloxetin und Risperidon

Beitrag von Murmeline » Montag, 20.02.17, 12:30

Hallo Maria!
Damals wurde mir keine Psychotherapie angeboten, das finde ich sehr schade denn ich fühlte mich ganz schön allein gelassen mit meinen Problemen.
Das kommt leider häufig vor, gerade bei Diagnosen, bei denen angebliches Psychoseerleben eine Rolle spielt, scheint man Therapie für nicht notwendig zu halten. Psychotische Symptome werden ja nicht unbedingt rein an Symptomen wie Stimmenhören oder Halluzinationen festgemacht, sondern auch an Kategorien wie Denkstörungen, Sprach- und Denkverarmung, angeblich Unterbrechungen im Ablauf der Gedanken, zu starke Konzentration auf einzelne Themen usw. festgemacht, ohne den Kontext zu sehen, aus dem so etwas auch entstehen kann, als verständliche Reaktion auf eine Situation.
Eine Vorstellung, wie ich anfange möchte habe ich auch schon: Zuerst möchte ich Schritt für Schritt das Risperidon absetzen und wenn damit alles gut gegangen ist, dann das Duloxetin.
Es könnte auch noch eine Überlegung sein, das Neuroleptikum auf eine geringe Dosis zu reduzieren und dann beizubehalten, während Duloxetin reduziert wird. Meine Gedanken dabei wären, dass ein Neuroleptikum eher etwas dämpfend wirkt, was womöglich hilfreich sei kann für das Ausschleichen eines AD, wenn Panik und Angst auch Themen sind. Wie sehen das andere hier? Wobei es bis dahin ja auch noch etwas hin ist und vieles ergibt sich auch beim Absetzverlauf im Prozess.
Danke nochmal für die liebe Begrüßung und jetzt erstelle ich gleich mal meine Signatur und gehe auf die Suche im Forum
Danke für die Signatur und hoffe, Du entdeckst was für Dich beim Stöbern.

Grüße, Murmeline
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Murmeline für den Beitrag (Insgesamt 5):
LinLinaGuenniepadmacarlottaTraurige
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Traurige
Beiträge: 80
Registriert: Samstag, 18.02.17, 12:47

Re: Hilfe beim Absetzen von Duloxetin und Risperidon

Beitrag von Traurige » Mittwoch, 22.02.17, 13:19

Hallo Murmeline,

das ist ja auch ein gute Idee, das Neuroleptikum in geringer Dosis noch zu behalten während ich dann das Cymbalta ausschleiche, vielen Dank dafür!

Liebe Grüße
von Maria
1999 Burnout mit Diagnose paranoide Psychose (Medikament: Perazin, 60 mg; 2003 langsam ausgeschlichen ohne Probleme)
2011 schwere Depression mit psychotischen Symptomen (Medikament: Duloxetin 60 mg)
2015 schwere Depression mit psychotischen Symptomen nach Absetzversuch von Duloxetin (Medikamente: Duloxetin 60 mg; Risperidon 2 mg)
2016 mittelschwere Depression mit psychotischen Symptomen nach Absetzversuch von Risperidon (Medikamente: Duloxetin 60 mg; Risperidon 2 mg)

18.02.2017
Täglich
60mg Duloxetin
2mg Risperidon
Außerdem noch Cortison wegen Asthma und Blutdrucksenker wegen zu hohem Blutdruck - Update: Cortison abgesetzt wegen depressionsfördernder Wirkung. Blutdrucksenker reduziert auf 12,5 mg Hygroton täglich.

Ab Ende März zusätzlich Eferox 25 Mikrogramm

18.05.2017 Reduzierung des Risperidon von 2 mg auf 1,5 mg
im August 2017 Absetzen des Cortisonpulvers, starke Verbesserung der Depression
21.09.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,5 mg auf 1,25 mg
25.10.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,25 mg auf 1,125 mg
05.11.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,125 mg auf 1,0 mg
05.03.2018 Reduzierung des Risperidon von 1,0 mg auf 0,875 mg
09.04.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,875 mg auf 0,75 mg
21.05.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,75 mg auf 0,625 mg

carlotta
Beiträge: 2726
Registriert: Dienstag, 17.04.12, 16:10
Hat sich bedankt: 6010 Mal
Danksagung erhalten: 5910 Mal

Re: Hilfe beim Absetzen von Duloxetin und Risperidon

Beitrag von carlotta » Mittwoch, 22.02.17, 14:56

Hallo Ihr,
Murmeline hat geschrieben:Es könnte auch noch eine Überlegung sein, das Neuroleptikum auf eine geringe Dosis zu reduzieren und dann beizubehalten, während Duloxetin reduziert wird. Meine Gedanken dabei wären, dass ein Neuroleptikum eher etwas dämpfend wirkt, was womöglich hilfreich sei kann für das Ausschleichen eines AD, wenn Panik und Angst auch Themen sind.
Grundsätzlich heißt ja die Empfehlung beim Ausschleichen von mehreren Medikamenten, das anregende Mittel zuerst, das dämpfende zuletzt. Dabei kommt es gar nicht so auf die individuellen Themen an, sondern darauf, dass beim Ausschleichen das ZNS ohnehin "am Rad dreht" bzw. Unruhe und Stressreaktionen häufig sind und es daher immer von Vorteil ist, das sedierende Mittel noch länger vorzuhalten. - Es sei denn, letzteres verursacht die gravierendsten Nebenwirkungen oder wird erst sehr viel kürzer als das anregende Mittel eingenommen (oder andere individuelle Gegebenheiten stellen diese Reihenfolge in Frage); dann gilt es, den Grundsatz neu zu überdenken. Jeder Einzelfall ist ja ohnehin anders. :)

So könnte man natürlich - wenn man das NL nicht mehr in so hoher Dosierung nehmen möchte - dieses erst etwas herunterfahren (wie hier vorgeschlagen), um dann das AD anzugehen und erst danach das NL komplett auszuschleichen.

Liebe Grüße :group:
Carlotta
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor carlotta für den Beitrag (Insgesamt 5):
padmaJamieMurmelineLisamarieTraurige
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


"We need to stop harming each other in the false name of medicine."(Monica Cassani)

Traurige
Beiträge: 80
Registriert: Samstag, 18.02.17, 12:47
Hat sich bedankt: 30 Mal
Danksagung erhalten: 186 Mal

Re: Hilfe beim Absetzen von Duloxetin und Risperidon

Beitrag von Traurige » Sonntag, 26.02.17, 15:20

Huhu Carlotta,

ja das anregende Mittel wäre ja dann das Duloxetin, das dämpfende mein Risperidon. Wobei das Risperidon schon das Mittel ist, welches die stärkeren Nebenwirkungen hat. Und ich nehme es auch erst seit kürzerer Zeit ein wie das Duloxetin.

Ein großes Problem sehe ich zum Beispiel auch darin, dass mich das Risperidon sehr depressiv macht, da möchte ich das Antidepressiva lieber nicht vor dem Risperidon absetzen, ich hätte Zuviel Angst, dass ich dann wieder in ein tiefes Loch falle.

Deshalb denke ich werde ich das Risperison zuerst reduzieren, bis auf eine kleine Menge, dann das Duloxetin und dann auch noch den letzten Rest von Rsperidon.

Danke für Deine Tipps liebe Carlotta :pillowtalk:
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Traurige für den Beitrag (Insgesamt 2):
MurmelineAnnanas
1999 Burnout mit Diagnose paranoide Psychose (Medikament: Perazin, 60 mg; 2003 langsam ausgeschlichen ohne Probleme)
2011 schwere Depression mit psychotischen Symptomen (Medikament: Duloxetin 60 mg)
2015 schwere Depression mit psychotischen Symptomen nach Absetzversuch von Duloxetin (Medikamente: Duloxetin 60 mg; Risperidon 2 mg)
2016 mittelschwere Depression mit psychotischen Symptomen nach Absetzversuch von Risperidon (Medikamente: Duloxetin 60 mg; Risperidon 2 mg)

18.02.2017
Täglich
60mg Duloxetin
2mg Risperidon
Außerdem noch Cortison wegen Asthma und Blutdrucksenker wegen zu hohem Blutdruck - Update: Cortison abgesetzt wegen depressionsfördernder Wirkung. Blutdrucksenker reduziert auf 12,5 mg Hygroton täglich.

Ab Ende März zusätzlich Eferox 25 Mikrogramm

18.05.2017 Reduzierung des Risperidon von 2 mg auf 1,5 mg
im August 2017 Absetzen des Cortisonpulvers, starke Verbesserung der Depression
21.09.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,5 mg auf 1,25 mg
25.10.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,25 mg auf 1,125 mg
05.11.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,125 mg auf 1,0 mg
05.03.2018 Reduzierung des Risperidon von 1,0 mg auf 0,875 mg
09.04.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,875 mg auf 0,75 mg
21.05.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,75 mg auf 0,625 mg

Traurige
Beiträge: 80
Registriert: Samstag, 18.02.17, 12:47

Re: Hilfe beim Absetzen von Duloxetin und Risperidon

Beitrag von Traurige » Sonntag, 02.04.17, 18:04

Hallo ihr Lieben,

ich befürchte so langsam, dass ich noch weit weg davon bin, endlich mit dem Absetzen anfangen zu können. Ich war beim Frauenarzt, weil ich meine Periode durch die Psychopharmaka nicht mehr bekomme und dieser hat mir Progesterontabletten verschrieben. Diese müsse ich vermutlich auf Dauer einnehmen. Was mich stutzig gemacht hat: Er hat vorher keine Blutprobe genommen um den Hormonstatus zu sehen. Als ich dann mit den Tabletten angefangen habe ging es rapide bergab. Meine Depression verschlimmerte sich von Tag zu Tag und mein Blutdruck sank immer weiter. Am vergangenen Mittwoch war der Tiefpunkt erreicht. Ich konnte nur noch herumliegen und weinen, mein Blutdruck war runter auf 98/57. Da habe ich diese Progesteronpillen einfach wieder abgesetzt, heute geht es mir wieder besser. Die Periode ist von den Tabletten nicht gekommen. Deshalb habe ich probehalber einen Tag meine Risperdal "vergessen" zu nehmen und sieheda, die lang ersehnte Periode hat eingesetzt. Ich kann es kaum erwarten, endlich starten zu dürfen mit dem Aussschleichen. Im Moment stecke ich beruflich in einer schwierigen Situation und habe deshalb von meinem Psychiater noch kein grünes Licht bekommen.
1999 Burnout mit Diagnose paranoide Psychose (Medikament: Perazin, 60 mg; 2003 langsam ausgeschlichen ohne Probleme)
2011 schwere Depression mit psychotischen Symptomen (Medikament: Duloxetin 60 mg)
2015 schwere Depression mit psychotischen Symptomen nach Absetzversuch von Duloxetin (Medikamente: Duloxetin 60 mg; Risperidon 2 mg)
2016 mittelschwere Depression mit psychotischen Symptomen nach Absetzversuch von Risperidon (Medikamente: Duloxetin 60 mg; Risperidon 2 mg)

18.02.2017
Täglich
60mg Duloxetin
2mg Risperidon
Außerdem noch Cortison wegen Asthma und Blutdrucksenker wegen zu hohem Blutdruck - Update: Cortison abgesetzt wegen depressionsfördernder Wirkung. Blutdrucksenker reduziert auf 12,5 mg Hygroton täglich.

Ab Ende März zusätzlich Eferox 25 Mikrogramm

18.05.2017 Reduzierung des Risperidon von 2 mg auf 1,5 mg
im August 2017 Absetzen des Cortisonpulvers, starke Verbesserung der Depression
21.09.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,5 mg auf 1,25 mg
25.10.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,25 mg auf 1,125 mg
05.11.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,125 mg auf 1,0 mg
05.03.2018 Reduzierung des Risperidon von 1,0 mg auf 0,875 mg
09.04.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,875 mg auf 0,75 mg
21.05.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,75 mg auf 0,625 mg

Annanas
Team
Beiträge: 3723
Registriert: Montag, 25.01.16, 19:41
Hat sich bedankt: 7993 Mal
Danksagung erhalten: 6684 Mal

Re: Hilfe beim Absetzen von Duloxetin und Risperidon

Beitrag von Annanas » Sonntag, 02.04.17, 18:24

Hallo Maria :) ,
Traurige hat geschrieben:ich befürchte so langsam, dass ich noch weit weg davon bin, endlich mit dem Absetzen anfangen zu können. Ich war beim Frauenarzt, weil ich meine Periode durch die Psychopharmaka nicht mehr bekomme und dieser hat mir Progesterontabletten verschrieben.
Wie hießen diese?? Würde mich wirklich mal interessieren!
Traurige hat geschrieben:Was mich stutzig gemacht hat: Er hat vorher keine Blutprobe genommen um den Hormonstatus zu sehen.
Das ist natürlich weniger schön - es wäre schon wichtig gewesen, denke ich.
Traurige hat geschrieben: Meine Depression verschlimmerte sich von Tag zu Tag und mein Blutdruck sank immer weiter. Am vergangenen Mittwoch war der Tiefpunkt erreicht. Ich konnte nur noch herumliegen und weinen, mein Blutdruck war runter auf 98/57. Da habe ich diese Progesteronpillen einfach wieder abgesetzt, heute geht es mir wieder besser.
Das war dann auch das Beste, was du machen konntest!
Traurige hat geschrieben:Deshalb habe ich probehalber einen Tag meine Risperdal "vergessen" zu nehmen und sieheda, die lang ersehnte Periode hat eingesetzt.
Das "Vergessen" ist zwar nicht unbedingt zu empfehlen - aber hieran kann man gut erkennen, wie doch Psychopharmaka
in den Hormonkreislauf eingreifen!
Traurige hat geschrieben: Ich kann es kaum erwarten, endlich starten zu dürfen mit dem Aussschleichen. Im Moment stecke ich beruflich in einer schwierigen Situation und habe deshalb von meinem Psychiater noch kein grünes Licht bekommen.
Maria, es ist auch nicht angeraten, wenn du gerade in einer stressigen/schwierigen Phase steckst, mit dem Absetzen zu beginnen - da
hat dein Psychiater schon recht.
Das Absetzen wird genug Kraft kosten - da wäre es gut, wenn du vorher eine stabile berufliche u. private Situation
sicherstellen könntest. Das erleichtert dann alles etwas.

Dann fängst du eben etwas später an!!!

Liebe Grüße von Anna
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Annanas für den Beitrag (Insgesamt 5):
LisamarieTraurigeMayacarlottapadma
Vorgeschichte:
► Text zeigen
Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
► Text zeigen
28.01.2018 30. Red. 1 mg auf 6 mg - wegen starker Beschwerden am 02.02. auf 6,3 mg aufdosiert
______________________________________________________________________________________
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen Anderer ergeben haben.

Traurige
Beiträge: 80
Registriert: Samstag, 18.02.17, 12:47

Re: Hilfe beim Absetzen von Duloxetin und Risperidon

Beitrag von Traurige » Sonntag, 02.04.17, 21:22

Hallo Anna,

Meine Progresteronpillen hießen Famenita ;-)

Vielen Dank für Deine lieben Worte, ja ich werde mich noch ein bisschen gedulden.

Liebe Grüße
von Maria
1999 Burnout mit Diagnose paranoide Psychose (Medikament: Perazin, 60 mg; 2003 langsam ausgeschlichen ohne Probleme)
2011 schwere Depression mit psychotischen Symptomen (Medikament: Duloxetin 60 mg)
2015 schwere Depression mit psychotischen Symptomen nach Absetzversuch von Duloxetin (Medikamente: Duloxetin 60 mg; Risperidon 2 mg)
2016 mittelschwere Depression mit psychotischen Symptomen nach Absetzversuch von Risperidon (Medikamente: Duloxetin 60 mg; Risperidon 2 mg)

18.02.2017
Täglich
60mg Duloxetin
2mg Risperidon
Außerdem noch Cortison wegen Asthma und Blutdrucksenker wegen zu hohem Blutdruck - Update: Cortison abgesetzt wegen depressionsfördernder Wirkung. Blutdrucksenker reduziert auf 12,5 mg Hygroton täglich.

Ab Ende März zusätzlich Eferox 25 Mikrogramm

18.05.2017 Reduzierung des Risperidon von 2 mg auf 1,5 mg
im August 2017 Absetzen des Cortisonpulvers, starke Verbesserung der Depression
21.09.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,5 mg auf 1,25 mg
25.10.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,25 mg auf 1,125 mg
05.11.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,125 mg auf 1,0 mg
05.03.2018 Reduzierung des Risperidon von 1,0 mg auf 0,875 mg
09.04.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,875 mg auf 0,75 mg
21.05.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,75 mg auf 0,625 mg

Annanas
Team
Beiträge: 3723
Registriert: Montag, 25.01.16, 19:41
Hat sich bedankt: 7993 Mal
Danksagung erhalten: 6684 Mal

Re: Hilfe beim Absetzen von Duloxetin und Risperidon

Beitrag von Annanas » Montag, 03.04.17, 6:56

Guten Morgen, Maria :) ,
danke für die Info - Famenita enthält körperidentisches Progesteron - ich befürchte, bei dir lag überhaupt kein
Mangel vor, so daß du einfach überdosiert warst.

Die Kapseln gibt es mWn nur in 100/200 mg Dosis, was außerhalb einer Schwangerschaft und ohne nachgewiesenen Mangel, eine ziemlich hohe
Dosis bedeutet.
Dadurch kann es zu den von dir aufgeführten Beschwerden kommen - gerade BD-Senkung - dadurch auch Schwindel/Benommenheit,
Antriebslosigkeit bis hin zu depressiven Verstimmungen.

Es hätte mE auf jeden Fall vorher ein Hormonspiegel gemessen werden müssen u.a. auch Prolaktin, gerade bei Psychopharmakeinnahme -
denn diese haben sehr oft eine Erhöhung des Prolaktinspiegels zur Folge, was auch zu einem Ausbleiben der Regel
führen kann.

Es ist so erschreckend in unserem Gesundheitswesen, daß wir wie Maschinen behandelt werden - jeder Facharzt schaut nur
nach den "Teilen", die seiner Fachrichtung entsprechen, anstatt den Menschen einfach mal in seiner Ganzheitlichkeit zu betrachten :evil: -
ich könnte da verrückt werden!

Aber gut, schau' mal - ich hatte hier noch was gefunden, was deine Vermutung hinsichtlich des Medikamentes
untermauert:
Unter der Therapie mit Neuroleptika, Mittel gegen Psychosen, bleibt manchmal die Periode aus. Das ist vor allem bei dem Wirkstoff Risperidon der Fall, den Ärzte zum Beispiel gegen Erregungszustände einsetzen.

Quelle: http://www.apotheken-umschau.de

Liebe Grüße von Anna
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Annanas für den Beitrag (Insgesamt 5):
JamiecarlottaMurmelinemückepadma
Vorgeschichte:
► Text zeigen
Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
► Text zeigen
28.01.2018 30. Red. 1 mg auf 6 mg - wegen starker Beschwerden am 02.02. auf 6,3 mg aufdosiert
______________________________________________________________________________________
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen Anderer ergeben haben.

Traurige
Beiträge: 80
Registriert: Samstag, 18.02.17, 12:47
Hat sich bedankt: 30 Mal
Danksagung erhalten: 186 Mal

Re: Hilfe beim Absetzen von Duloxetin und Risperidon

Beitrag von Traurige » Montag, 03.04.17, 7:56

Guten Morgen Anna :) ,

ich hab es gefunden, vielen Dank für Deinen Link. Das ist ja der Hammer! Dann werde ich wohl baldmöglichst einen Termin bei meinem Hausarzt machen und das Prolaktin bestimmen lassen.

Vielen Dank für Deine Hilfe <3

Liebe Grüße
von Maria
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Traurige für den Beitrag:
Annanas
1999 Burnout mit Diagnose paranoide Psychose (Medikament: Perazin, 60 mg; 2003 langsam ausgeschlichen ohne Probleme)
2011 schwere Depression mit psychotischen Symptomen (Medikament: Duloxetin 60 mg)
2015 schwere Depression mit psychotischen Symptomen nach Absetzversuch von Duloxetin (Medikamente: Duloxetin 60 mg; Risperidon 2 mg)
2016 mittelschwere Depression mit psychotischen Symptomen nach Absetzversuch von Risperidon (Medikamente: Duloxetin 60 mg; Risperidon 2 mg)

18.02.2017
Täglich
60mg Duloxetin
2mg Risperidon
Außerdem noch Cortison wegen Asthma und Blutdrucksenker wegen zu hohem Blutdruck - Update: Cortison abgesetzt wegen depressionsfördernder Wirkung. Blutdrucksenker reduziert auf 12,5 mg Hygroton täglich.

Ab Ende März zusätzlich Eferox 25 Mikrogramm

18.05.2017 Reduzierung des Risperidon von 2 mg auf 1,5 mg
im August 2017 Absetzen des Cortisonpulvers, starke Verbesserung der Depression
21.09.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,5 mg auf 1,25 mg
25.10.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,25 mg auf 1,125 mg
05.11.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,125 mg auf 1,0 mg
05.03.2018 Reduzierung des Risperidon von 1,0 mg auf 0,875 mg
09.04.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,875 mg auf 0,75 mg
21.05.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,75 mg auf 0,625 mg

Traurige
Beiträge: 80
Registriert: Samstag, 18.02.17, 12:47

Re: Hilfe beim Absetzen von Duloxetin und Risperidon

Beitrag von Traurige » Dienstag, 04.04.17, 8:32

Hallo ihr Lieben,

das hätte ich fast vergessen: Eine Schilddrüsenunterfunktion ist Ende März auch noch bei mir festgestellt worden, dafür nehme ich jetzt täglich 25 Mikrogramm Eferox ein. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion kann die Periode auch mal ausbleiben ;-)

Und die Famenita die mir verschrieben wurden waren tatsächlich 200mg Tabletten :shock:

Liebe Grüße
von Maria
1999 Burnout mit Diagnose paranoide Psychose (Medikament: Perazin, 60 mg; 2003 langsam ausgeschlichen ohne Probleme)
2011 schwere Depression mit psychotischen Symptomen (Medikament: Duloxetin 60 mg)
2015 schwere Depression mit psychotischen Symptomen nach Absetzversuch von Duloxetin (Medikamente: Duloxetin 60 mg; Risperidon 2 mg)
2016 mittelschwere Depression mit psychotischen Symptomen nach Absetzversuch von Risperidon (Medikamente: Duloxetin 60 mg; Risperidon 2 mg)

18.02.2017
Täglich
60mg Duloxetin
2mg Risperidon
Außerdem noch Cortison wegen Asthma und Blutdrucksenker wegen zu hohem Blutdruck - Update: Cortison abgesetzt wegen depressionsfördernder Wirkung. Blutdrucksenker reduziert auf 12,5 mg Hygroton täglich.

Ab Ende März zusätzlich Eferox 25 Mikrogramm

18.05.2017 Reduzierung des Risperidon von 2 mg auf 1,5 mg
im August 2017 Absetzen des Cortisonpulvers, starke Verbesserung der Depression
21.09.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,5 mg auf 1,25 mg
25.10.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,25 mg auf 1,125 mg
05.11.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,125 mg auf 1,0 mg
05.03.2018 Reduzierung des Risperidon von 1,0 mg auf 0,875 mg
09.04.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,875 mg auf 0,75 mg
21.05.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,75 mg auf 0,625 mg

Antworten