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potatoiv
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Olanzapin absetzen - 20 verschiedene Psychopharmaka in 3 Jahren...bin verzweifelt

Beitrag von potatoiv » Samstag, 25.04.15, 15:58

Liebe Leute,

ich bin total verzweifelt...mir geht es hundeelend...schwer depressiv, extreme Angstzustände...

Begonnen hat bei mir alles nach einer schweren ( unbekannten) Erkrankung bei einer Südostasienreise, wo ich auch ein Antibiotika verabreicht bekam, das bei uns auf der roten Liste steht und bekannt ist für Nervenschäden, und zusätzlich viele psychosozialen Belastungen...
ich hatte einen totalen Zusammenbruch mit extremen Ängsten und Unruhezuständen....schwere Depression...

dann begann aber erst die wahre Odyssee:

in den letzten 3 Jahren haben mir die Ärzte folgende Medikamente angedeihen lassen und ich war so verzweifelt, weil alles immer schlimmer wurde, dass ich auch brav geschluckt habe....jetzt, wo ich mehr Wissen zu diesen Medikamenten habe, habe ich furchtbare Angst, dass sich mein Nervensystem nie mehr erholen wird...ich muss dazu sagen, dass ich auch immer sehr sehr sensibel und intensiv auf Psychopharmaka reagiert habe...mir aber auch niemand solch starke NW geglaubt hat...

Trittico zw. 50 und 300 mg vom 12.2.12-26.2.13
Paroxetin zw. 10 und 20 mg vom 23.3.12-23.4.12
Sertralin zw. 25 und 50 mg vom 3.5.12-4.6.12
Effektin zw. 75 und 150 mg vom 30.5.-4.7.12
Seroquel xr zw. 50 und 200 mg vom 10.7.12-30.6.13
Seropram zw. 5 und 30 mg vom 30.7.12-17.9.12
Deanxit nur 2 Tage Horror-NW
Ixel nur 2 Tage Horror-NW
Fluctine zw. 10 und 20 mg vom 18.9.12-1-10.12
Cipralex zw. 5 und 15 mg vom 2.10.12-7.2.13
Abilify nur 1 Woche Horror-NW
Insidon zw. 50 und 150mg vom 2.3.13-3.10.13
Tolvon zw. 15 und 30 mg vom 22.10.13-13.11.13
Mirtazapin 15 mg vom 25.11.13-30.11.13
Edronax 2 mg ein paar Tage Horror-NW
Lamotrigin 25 mg 1 Woche Horror-NW
Lithium 450 mg 8 Wochen extreme Angstzustände
Depakine 600mg 10.4.13-13.5.14
Lyrica 25 mg depressionsverstärken hoch 10

Zyprexa 3,75 mg ( 1,5 Tablette 2,5 mg)....seit über einem Jahr nehme ich noch!


Ich hatte unglaublich viele Nebenwirkungen und keine einzige positive Wirkung.....mir geht es sehr sehr schlecht...ich habe eine sehr unruhige agitierte Depression mit ganz viel Angst, ständige DR/DP und 100 anderer Symptome und das seit 3 Jahren durchgängig....ich habe mich seit 3 Jahren keine Sekunde wohl gefühlt...kämpfe jeden Tag....das einzige Medikament, das mir jemals etwas geholfen hat, war Temesta, welches ich aber so gut wie nie nehme, da es ja auch abhängig macht!
Ich war schon 2 mal stationär und einmal in einer Tagesklinik und es war jedes Mal die Hölle mit den Medikamenteneinschleichen und Ausschleichen, sodass ich, auch wenn es mir noch so unaushaltbar schlecht geht, dort überhaupt kein Vertrauen mehr habe...man sieht ja auch an der Medikamentenliste, wie verantwortungslos eigentlich dort mit einem umgegangen wird....

Ich habe so Angst, dass sich mein Nervensystem nie mehr davon erholen kann! Ich kann kaum etwas machen...nicht einmal die notwendigsten Dinge wie Haushalt und Einkaufen schaffe ich richtig....habe nach 3 Jahren Dauerdepri auch nur mehr wenige soziale Kontakte, da ich ja kaum etwas machen kann...bin ziemlich alleine mit dem ganzen Horror.

Im Moment nehme ich nur mehr Zyprexa 2,5 mg 1 ein viertel Tabletten ....wobei ich ca. 1,25 Jahre Zyprexa 2,5 mg 1 ein halb Tabletten genommen habe...und jetzt seit 1 Woche eben nur mehr 1 ein viertel Tabletten!

Ich hoffe irgendwer hier kann mir ein bisschen Mut zusprechen!

Lieben Gruß,

potatoiv
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Re: 20 verschiedene Psychopharmaka in 3 Jahren...bin verzweifelt

Beitrag von Maya » Samstag, 25.04.15, 16:42

Hallo Potatoiv, :hug:

es tut mir sehr leid was man dir das wirklich angetan hat...

du wirst hier ganz bestimmt in den nächsten Tagen fundierte Antworten und auch Lösungsansätze bekommen von Menschen, die sich wirklich gut auskennen.
Ich kann dir nur vorab sagen, dass es überhaupt kein Wunder ist, wie schlecht es dir geht. Diese so schnell wechselnden Medikamente hätten jeden umgehauen!!!
In deiner Not hast du alles mitgemacht, was verständlich ist.
Dein Nervensystem ist sehr übeerlastet von dem ganzen Ein- und Ausschleichen, wobei von "Schleichen" wahrscheinlich nicht geredet werden kann.
Zur Zeit nimmst du nur noch ein Medikament, oder?
Das würde ich jetzt erst mal beibehalten, um nicht noch mehr durcheinander zubringen.
Hier leiden viele sehr stark unter schlimmen Absetzbeschwerden, fälschlicherweise werden diese Symptome oft als Depressionen gedeutet, besonders von den Ärzten.
Wir werden dich auf jeden Fall begleiten, du bist nicht allein!! :group:
Leider kenne ich persönlich mich mit den meisten Medikamenten, die du genommen hast, nicht aus. Dafür andere hier um so besser, die dir hilfreich zur Seite stehen werden...
Ganz liebe Grüße von

Maya :hug:
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2007- 2013 (Juli) Trimipramin 2-5 Tropfen abends (zwischendurch ca. 12 Monat Sertralin, kein Ausschleichen, auch keine Symptome)
2008-2009 Citalopram 20 mg (Kurzfristig 40 mg) wegen sehr schwieriger persönlicher Situation,
2009-2013 Citalopram 10 mg, 2010 kurzfristig zusätzlich Johnniskraut hochdosiert, bei "Bedarf" zwischendurch 20 mg Citalopram,
zwei gescheiterte Absetzversuche da direkt auf 5 mg

22.07.2013 Citalopram 9,5 mg am dritten Tag Kopfdruck, dumpfes Gefühl, unruhige Beine, innere Leere, Ängstlichkeit
15.08.2013: 9,0 mg, Symptome wie oben
06.09.2013: 8,5 mg, keine Symptome
06.10.2013: 8,0 mg,
03.12.2013: 7,5 mg,
18.02.2014: 7,0 mg,
18.03.2014: 6,5 mg,
02.04.2014: 6,0 mg,
21.04.2014: 5,5 mg.
03.05.2014: 5,0 mg, Kopfschmerzen, fiebrig, Muskel- und Gelenkschmerzen, starkes Krankheitsgefühl,
Übelkeit für zwei Wochen
10.08.2014: 4,5 mg, keine Symptome
26.08.2014: 4,0 mg,
09.09.2014: 3,75 mg,
20.10.2014: 3,25 mg, Unruhe, Mutlosigkeit
26.10.2014: 3,0 mg, Frust, Hoffnungslosigkeit, nach ca. 3 Wochen langsam Besserung, eine Woche darauf sehr depressives Gefühl,
hält noch an :-(, Kopf- und Gelenkschmerzen für weitere 2 Wochen
02.01.2015: 2,5 mg, Eisenmangelanämie, Eisentabletten, B12, Vit D zusätzlich, keine Absetzsymptome
30.01.2015: 2,0 mg, nach 13 Tagen zunehmend depressives Gefühl
nach 4 Wochen langsam Besserung, extreme Nervosität wegen beruflicher Gespräche, Kortisonspritzen, langsame Besserung

15.04.2015: 1,75 mg keine Symptome
12.05.2015: 1,5 mg, nach 7 Tagen depressives Gefühl, "Ziehen" im Kopf, als wenn wirklich ein Stoff fehlt
zwischendurch oft depressives Gefühl, ab Ende Juni besser
11.07.2015: 1,25 mg, keine Symptome
14.08.2015: 1,00 mg, am 6. Tag Beinschmerzen, nach 10 Tagen fiebrig, nach 3 Wochen depressiv, hoffnungslos, Gefühl der Einsamkeit, auch Ende September noch sehr depressives Gefühl, sehr nervös

14.10.2015: 0,9 mg, keine Symptome
12.11.2015: 0,8 mg, nach 5 Tagen minimale Symptome für 3 Tage, nach drei Wochen "Ziehen und Watte im Kopf, depressives Gefühl für 2 Tage
10.12.2015: 0,7 mg, keine Symptome
06.01.2016: 0,6 mg, keine Symptome
04.02.2016: 0,5 mg, zwei grippale Infekte innerhalb 5 Wochen, oft erhöhte Temperatur, körperlich sehr schwach
03.03.2016: 0,4 mg, keine Symptome

31.03.2016: 0,3 mg, nach 5 Tagen Beinschmerzen, Nackenschmerzen, sehr erschöpft, leichtes Fieber für einen Tag. Nach 14 Tagen depressives Gefühl

29.04.2016: 0,2 mg, nach 7 Tagen Unwohlsein ( Wetterumschwung? ), gereizt, überempfindlich, etwas benommen, leicht fiebrig, Muskelschmerzen, starker Durst, traurig, sehr müde, nach 5 Wochen etwas Besserung

15.06.2016: 0,15 mg, nach 5 Tagen leichter Kopfdruck, "Ziehen" im Kopf für zwei Tage, danach besser

20.07.2016: 0, 1 mg, nach 5 Tagen leichter Kopfdruck und leichtes Ziehen im Kopf, etwas matschig, komisches Gefühl im Mund, nach 3 Wochen Kopfschmerzen, leichter Vit.-D-Mangel (23): ab 08.09.16 für zwei Tage 100000 Einheiten, danach wöchentlich 20000 Einheiten Vit. D
14.10.2016: 0, 05 mg Citalopram, drei Wochen Antibiotika wegen starker Blasenentzündung, insgesamt sehr schwach
02.11.2016: 0 mg, Schluss aus vorbei mit AD, bisher keine Symptome :D

4 Monate auf Null, keine Symptome

Jamie
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Re: 20 verschiedene Psychopharmaka in 3 Jahren...bin verzweifelt

Beitrag von Jamie » Samstag, 25.04.15, 16:50

Hallo potatoiv,

willkommen im adfd :).

Also das ist ja echt der Horror, was du da durch hast; ich kann verstehen, dass du völlig fertig bist :(.
Ich frage mich allerdings, warum du nicht schon früher die Reißleine gezogen hast (?) (Was kein Vorwurf sein soll. Vermutlich warst du sehr verzweifelt und die Ärzte erzählen einem ja dann, dass es bestimmt was gibt, man muss nur das Richtige finden... :evil:) (so kenne ich es zumindest von mir).

Dass dein Gehirn einen irreversiblen Schaden von den AD / NL hat, glaube ich nicht. Aber inwieweit ein Schaden durch das Antibiotikum verursacht wurde, das entzieht sich meiner Kenntnis.
Ich nehme an, die sprichst von Ciprofloxacin? Wir haben seit einiger Zeit Kenntnis von diesem Hammer-Medikament :shock: und ich kann dir dazu auch wirklich Schockierendes verlinken. Ich habe es selbst hochdosiert 2001 nehmen müssen (nach einer OP, ohne Aufklärung im Krankenhaus) und bin mir bis heute nicht sicher, inwieweit und ob es die Ursache meiner nicht therapiebaren Schlafstörung ist, die ich seit der OP habe.
Ich gehe aber eher von einem Trauma aus; doch inwieweit Cipro da noch interagiert, das wird wohl niemals ans Licht kommen.

Dein ZNS wird aufgrund deiner enormen querbeet-Einnahme extrem gereizt -und in seiner Funktion beschädigt sein, aber die gute Nachricht ist: Das ZNS / Gehirn ist neuroplastisch und kann heilen. Aber es dauert vermutlich sehr lange.
Das Gehirn ist ein Wunderkonstrukt der Natur, es kann sehr viel wegstecken und Wege der Heilung gehen, was es dazu aber braucht ist ganz viel Liebe, Geduld und Achtsamkeit.
Und möglichst wenige Medikamente!
Ich verlinke dir mal, was im ZNS bei der Einnahme von AD (und dem Absetzen) los ist: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=6&t=8621

Fühlst du dich überhaupt in der Lage das Zyprexa abzusetzen?
Mit der Angabe "ein ein viertel Tabletten" kann ich leider nichts anfangen. Wieviel mg sind das? Danke.

Was mich überrascht ist, dass bei deiner ganzen Liste nicht die AD stehen, die m. Er. am ehesten bei einer nervösen Depression (sofern du tatsächlich eine hast) geeignet wären. Das wären sedierende AD aus der Gruppe der TZA (Trizyklischen Antidepressiva). Dazu gehören Amitriptylin, Trimipramin und Doxepin. Manche vertragen auch Opipramol (Insidon), aber bei einigen löst es vermehrt Panik aus.
Interessanterweise hatte ich eine ähnliche Diagnose wie du und das Einzige, was anschlug (weil es etwas beruhigte), waren die alten AD Trimipramin und Amitriptylin. Und eben Benzos. :wacko:
Alles Pushende (z.B. Citalopram) ist kontraindiziert, wenn Nervosität besonders ausgeprägt ist.
Wir sind hier AD-kritisch und es liegt mir fern dir zur Einnahme eines weiteren ADs zu raten, zumal du schon viel durch hast, aber falls jemals noch mal im Raum stehen sollte, ob du etwas Anderes nimmst, dann sollte man einen Blick auf die TZA werfen! Und nicht auf die ´modernen´ Sachen (modern ist nicht besser, auch wenn die hiesigen Neurologen und Psychiater extrem auf das neue Zeug abfahren :vomit: ), die weitestgehend unerforscht sind und Horror-NW auslösen können. :frust:

Du brauchst dich nicht sorgen, dass dein Gehirn einen bleibenden Schaden hat (von den AD); das glaube ich nicht.
Aber ich weiß eben nicht, ob du nicht etwas vom Cipro davongetragen hast; aber da schmink dir gleich jede Hoffnung ab, Ärzte leugnen die katastrophalen NW des Cipros konsequent und eher wirst du für verrückt erklärt oder als Verschwörungstheoretikerin abgetan, als dass man dir Glauben schenken würde :cry:

Das war´s für´s Erste von mir.
Für Fragen stehen wir dir jederzeit zur Verfügung.
PS. noch eine Frage: Hast du therapeutische Unterstützung? Das wäre extrem wichtig!

Grüße und durchhalten :hug:
Jamie
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Re: 20 verschiedene Psychopharmaka in 3 Jahren...bin verzweifelt

Beitrag von Jamie » Samstag, 25.04.15, 16:57

hier der Link (Leidensbericht) über die Gefährlichkeit von Floxacinen, insbes. Ciprofloxacin:
http://www.cbgnetwork.org/4888.html

MfG
Jamie
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Re: 20 verschiedene Psychopharmaka in 3 Jahren...bin verzweifelt

Beitrag von potatoiv » Samstag, 25.04.15, 17:16

Hallo Jamie,

danke für deine Antwort....es war Laevofloxacin oder Tavanic wie es bei uns heisst...aber das ist fast das selbe wie Ciprofloxacin....und ja ich weiss, dass Ärzte das alles total verharmlosen...es ist ein Horrorantibiotika.

Du hast Recht...ich verstehe auch nicht warum ich nichts Beruhigendes bekommen habe ...ich habe die Ärzte immer und immer wieder daraufhingewiesen, dass ich extreme Unruhe, schon fast Akathisien habe....aber das hat nicht wirklich interessiert....nur einmal bekam ich Mirtazapin, was ja angeblich gegen agitierte Depressionen sein soll....ich war davon auch total daneben und extrem sediert...aber trotzdem noch unruhiger...hatte richtige Erregungszustände davon und das bei gleichzeitiger totaler Müdigkeit....war keine sehr gute Kombination.....seither traue ich mich auch gar kein AD mehr zu probieren... auch keine TZAs....ich habe eine Höllenangst vor all diesen Medikamenten, obwohl ich gleichzeitig so sehr leide, dass ich mir auch wünschte, es gäbe irgendetwas, was es ein bisschen erleichtern würde.
Vor einem Jahr bekam ich dann das Zyprexa....und ja es hat etwas gegen die Unruhe geholfen...gegen die Angst nicht wirklich...aber es hat mich auch total apathisch, teilnahmslos, müde gemacht und ich habe 10 Kilo zugenommen....und das schon in so geringer Dosierung...

Ich fühle mich nicht wirklich stark genug, das Zyprexa auszuschleichen, aber irgendwie glaube ich auch, dass ich nur dann wieder irgendetwas Positives empfinden werde können, wenn ich das Zeug nicht mehr nehme....

Du hast/ hattest auch so agitierte Depressionen mit viel Angst? Ich finde, das ist die grausamste Kombination....Depression und gesteigerter Antrieb!
Mir hilft eigentlich auch nur Temesta ( Benzo)....damit fühle ich mich sogar fast ein bisschen wie früher....es ist das einzige, was mir jemals geholfen hat und das ohne viele NWs....aber ich will nicht abhängig werden....

Ja, ich bin in Therapie....aber Wunder wirken gegen all die Zustände kann sie leider auch nicht...und manchmal sind die Zustände so stark, dass kaum etwas durchdringt!

Vielen Dank für deine Infos.

Alles Gute,
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Re: 20 verschiedene Psychopharmaka in 3 Jahren...bin verzweifelt

Beitrag von potatoiv » Samstag, 25.04.15, 17:20

Liebe Maya,

vielen Dank für deine nette und herzliche Antwort. :D

Ja zur Zeit nehme ich nur Zyprexa.

Alles Liebe,
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Re: 20 verschiedene Psychopharmaka in 3 Jahren...bin verzweifelt

Beitrag von Jamie » Samstag, 25.04.15, 17:22

Hallo potatoiv,

bleib uns ruhig noch erhalten :)
Wir unterstützen dich so gut es geht, auch wenn es erstmal nicht "ohne" AD bei dir geht :hug:

Ja, ich hatte eine nervöse Erschöpfungsdepression laut den Ärzten (ich schreibe das so, weil ich mir nicht sicher bin, ob nicht erst das Sertralin diesen ganzen Zustand so verschlechtert hat; das nahm ich nämlich damals und es war definitiv mehr als ungeeignet :evil:) Das war brutal. Fix und fertig war ich und gleichzeitig ruhelos umhergerannt wie ein eingesperrter Tiger :cry: Schrecklich.

Gruß
Jamie
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Re: 20 verschiedene Psychopharmaka in 3 Jahren...bin verzweifelt

Beitrag von potatoiv » Samstag, 25.04.15, 17:43

Hallo Jamie,

ja Sertralin hatte bei mir auch die gegenteilige Wirkung der Angstverstärkung....da hatte ich keine Sekunde mehr Ruhe!

Danke für eure lieben Wort!

potatoiv
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Re: 20 verschiedene Psychopharmaka in 3 Jahren...bin verzweifelt

Beitrag von padma » Samstag, 25.04.15, 18:36

hallo Potatoiv, :)

auch von mir noch herzlich willkommen.

Es ist schlimm was du mitmachen musst, vieles davon ist wahrscheinlich medikamenteninduziert.
Ich fühle mich nicht wirklich stark genug, das Zyprexa auszuschleichen, aber irgendwie glaube ich auch, dass ich nur dann wieder irgendetwas Positives empfinden werde können, wenn ich das Zeug nicht mehr nehme....
Wenn dir Zyprexa (Olanzapin) etwas gegen die Unruhe hilft, ist es vermutlich besser, wenn du zunächst dabei bleibst, bis sich dein Nervensystem stabilisiert hat. Wirklich "du selber" wirst du erst wieder sein, wenn du dann später auch Olanzapin abgesetzt hast.

Ich verlinke dir die Geschichte von Frühlings :) Mutter, sie hat auch sehr viele Psychopharmakas bekommen und hat dadurch u.a. eine agitierte Depression bekommen. Sie ist jetzt dabei schrittweise auszuschleichen und es geht ihr zunehmend besser, vielleicht macht dir das Mut
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=32&t=8479

Falls du englisch lesen kannst, hier ein Erfahrungsbericht über den Heilungsprozess von einer Schwerstbetroffenen
http://www.madinamerica.com/2013/05/bef ... sychdrugs/

Hier sind Erfahrungen, was Absetzsymptome verstärken kann:
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=6442

und hier was helfen kann: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=16&t=7663

Aktuell können wir dich vermutlich nur dahingehend unterstützen, dass du hier ernst genommen und verstanden wirst, und du siehst, dass du dicht der/die einzige bist, der/die unter einer solchen Problematik leidet.

liebe Grüsse,
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Re: 20 verschiedene Psychopharmaka in 3 Jahren...bin verzweifelt

Beitrag von potatoiv » Samstag, 25.04.15, 18:57

Hallo padma,

danke vielmals für die Links!

Da ich ja schon 1 Woche zumindest 1/4 Tablette Zyprexa weniger nehme, möchte ich das jetzt versuchen beizubehalten, solange ich es irgendwie aushalte....aber ihr habt recht, danach werde ich vorerst nicht weiter reduzieren, damit sich mein armes Gehirn mal erholen kann....das Problem ist nur, dass ich auch mit dem Zyprexa ( Olanzapin) ja auch kein bisschen stabil bin, oder mich wohl fühle....

Ich denke, da ist schon von den anderen Medikamenten alles total ins Arge geraten!

Ich wünschte wirklich, ich hätte niemals mit den Medikamenten angefangen und das so irgendwie durchgestanden!

Ihr seid wirklich alle sehr sehr nett, das gibt mir Hoffnung, dass ich nicht ganz alleine mit diesen Zuständen bin!

Alles Liebe,
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Trittico zw. 50 und 300 mg vom 12.2.12-26.2.13
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Seroquel xr zw. 50 und 200 mg vom 10.7.12-30.6.13
Seropram zw. 5 und 30 mg vom 30.7.12-17.9.12
Deanxit nur 2 Tage Horror-NW
Ixel nur 2 Tage Horror-NW
Fluctine zw. 10 und 20 mg vom 18.9.12-1-10.12
Cipralex zw. 5 und 15 mg vom 2.10.12-7.2.13
Abilify nur 1 Woche Horror-NW
Insidon zw. 50 und 150mg vom 2.3.13-3.10.13
Tolvon zw. 15 und 30 mg vom 22.10.13-13.11.13
Mirtazapin 15 mg vom 25.11.13-30.11.13
Edronax 2 mg ein paar Tage Horror-NW
Lamotrigin 25 mg 1 Woche Horror-NW
Lithium 450 mg 8 Wochen extreme Angstzustände
Depakine 600mg 10.4.13-13.5.14
Lyrica 25 mg depressionsverstärken hoch 10
...alles abgesetzt

Zyprexa 3,75 mg ( 1,5 Tablette 2,5 mg)....seit ca. Dez. 2013
Zyprexa 3,125mg (1,25 Tablette 2,5 mg)....17.4.2015-25.4.2015
Zyprexa 3,75 mg weil es mir so schlecht ging
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Re: 20 verschiedene Psychopharmaka in 3 Jahren...bin verzweifelt

Beitrag von potatoiv » Samstag, 25.04.15, 20:03

Hallo!

Ich hätte da noch eine Frage? Haltet ihr eigentlich TZA für unbedenklicher als die neueren SSRIs und SNRIs? Oder ist es da erfahrungsgemäß genauso mit den Absetzerscheinungen? Ich denke ja, dass es da auch nicht viel anders sein kann, da sie ja auch auf das Gehirn wirken!


Alles Gute,
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Re: 20 verschiedene Psychopharmaka in 3 Jahren...bin verzweifelt

Beitrag von Oliver » Samstag, 25.04.15, 20:40

Hallo potatoiv,

Ich hab mal was uraltes aus unseren Hintergrundinformationen ausgegraben: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=6&t=893

Alles Gute
Oliver
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Re: 20 verschiedene Psychopharmaka in 3 Jahren...bin verzweifelt

Beitrag von potatoiv » Samstag, 25.04.15, 21:39

Hallo Oliver!

Vielen Dank!

Alle Liebe,
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Re: 20 verschiedene Psychopharmaka in 3 Jahren...bin verzweifelt

Beitrag von Clarissa » Sonntag, 26.04.15, 8:56

Guten Morgen, potatoiv,

ich erkenne mich in Deiner Geschichte wieder. Ich habe auch die ganzen AD/NL nicht vertragen, die NW wurden mit Benzos bekämpft, die als einzige Medikamente mir gut taten und schwups, war ich abhängig. Mit Toleranz und allem. Und stecke jetzt noch immer im protrahierten Entzug. Deshalb hier nochmals meine Warnung vor Lorazepam & Co.!

Als zweite Anmerkung: zuletzt bekam ich auch NL, u.a. Olanzepin. Die NW Gewichtszunahme war noch Kummer mein kleinster. Ich wurde immer mehr zum Zombie, fühlte mich schlecht wie nie zuvor. DAS zumindest ist mit dem Stop der NL verschwunden. Ich bin wieder schwingungsfähig und alltagstauglich, hurra!

Ich bin medikamentenfrei und werde trotz aller noch bestehender Symptome nie wieder zu Psychopharmaka greifen, da bin ich ganz sicher.

Ich sende Dir meine Anteilnahme und VG!

sleepless
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Re: 20 verschiedene Psychopharmaka in 3 Jahren...bin verzweifelt

Beitrag von potatoiv » Sonntag, 26.04.15, 9:44

Hallo sleepless!

Danke für deine Nachricht!

Ja mir hilft wirklich auch nur Temesta, aber ich nehme es wirklich nur im äussersten Notfall und stehe den Alptraum meistens so durch...ich habe in den 3 Jahren vielleicht insgesamt 20 Tabletten geschluckt und das obwohl ich pro Tag oft an die 10 Panikattacken habe und dazwischen natürlich auch nicht entspannt sein kann. Manche Termine schaffe ich halt nur mit Bedarfsmedikament, wie Amtswege....ich versuche trotzdem so gut es geht mich zu Konfrontieren und trotz Angst Dinge zu machen, aber da ich gleichzeitig mittlerweile eine schwere Depression habe fehlt halt leider oft die Kraft bzw. ich erschöpfe total...ich dissoziiere dann auch, wenn es zuviel wird...was sehr unangenehm ist, wenn man dann nicht mehr nach Hause findet, nicht weiss wo man ist usw.

Leider hab ich es gestern Abend nicht mehr ausgehalten und habe wieder die normale Dosis von 3,75 mg Zyprexa genommen....ich bin zur Zeit leider zu schlecht beieinander für einen Entzug!

Wie war das denn bei dir mit dem Olanzapin absetzen...ich habe das Gefühl, dass das besonders schwierig für mich ist....ich hab ja schon vieles abgesetzt, aber da gehts mir wirklich ganz ganz arg....und ich mag auf gar keinen Fall wieder stationär müssen, weil es mir so schlecht geht, weil da werd ich dann nur noch mehr zugedröhnt!

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Re: 20 verschiedene Psychopharmaka in 3 Jahren...bin verzweifelt

Beitrag von Jamie » Sonntag, 26.04.15, 14:08

Hallo potatoiv (intravenös Kartoffeln? :P )

Das klingt wirklich schlimm.
Kannst du überhaupt arbeiten in so einem Zustand? Hast du Menschen, die sich um dich kümmern, Familie?
Ich hoffe du hast Unterstützung.

Man kann sich auch Hilfe beim ambulanten betreuten Wohnen holen, dort wird dir ein Sozialarbeiter / Sozialpädagoge als Betreuer zur Seite gestellt, der je nachdem, wo du Hilfe brauchst, dir unterstützend zur Seite steht. Selbstverständlich kannst du weiterhin in deiner Wohnung bleiben.
Ich habe auch einen Betreuer und bin sehr froh darüber; er hilft mir vor allem bei Behördengängen, denn die sind Horror für mich (ich bin z.Zt. berentet für zwei Jahre).

Was deine schwere Depression betrifft. Was meinst du denn, was die Ursache ist? Wenn es (Spät)-Folge des Levofloxacins wäre, dann wäre sie ja medikamenteninduziert! Viele Ärzte übersehen, dass nicht die Depression zuerst da ist, sondern ein anderes schwerwiegendes Ereignis und der Mensch dann körperlich / seelisch darauf reagiert. Ohne wild herumspekulieren zu wollen, aber angenommen du hast eine schwere Erschöpfung oder Fatigue von dem Antibiotikum davongetragen, dann reagiert dein ganzer Körper darauf. Du bist müde, angeschlagen, ständig erschöpft etc. Das macht Angst. Man "funktioniert" ja nicht mehr richtig; selbst Alltagshandlungen fallen schwer :( Parallel merkt man, dass man den Beruf nicht mehr schafft usw., die sozialen Beziehungen gehen den Bach herunter und so weiter... Darauf wäre es eine vollkommen normale Reaktion, verstört zu sein; immerhin entgleitet einem gerade das Leben.. :oops: Und dass man darauf dann betrübt und deprimiert reagiert, ist auch völlig normal und kein Grund ein AD zu nehmen.

Die "Lösung" wäre ein harter Gang: Wenn das Grundproblem nicht zu lösen ist, und das kommt öfters im Leben vor als man denkt, dann kann die Konsequenz nur sein, alles anzunehmen und zu akzeptieren und sich ein Umfeld zu schaffen, in dem man mit dem Handicap leben kann.
Man braucht oft auch therapeutische Hilfe dafür, oder der Glauben kann auch helfen.
Letztlich ist das ein langer, oft auch schmerzhafter Prozess, den man über Jahre gehen muss; innerhalb von Monaten wird das nicht gelingen.

Ich wünsche dir, dass du viel Kraft und Unterstützung hast :group:
Jamie

weil es so gut passt, habe ich heute gefunden und in die Kategorie "persönlicher Austausch"gestellt:

The word
"depressed"
is spoken phonetically as
"deep rest"

We can view depression not as a mental
illness, but on a deeper level, as a profound
(and very misunderstood) deep of rest,
entered into when we are completely
exhausted by the weight of our own identity.

(Jeff Foster)
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:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


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Re: 20 verschiedene Psychopharmaka in 3 Jahren...bin verzweifelt

Beitrag von potatoiv » Sonntag, 26.04.15, 17:22

:D Hallo Jamie,

vielen Dank für deine lieben Worte...

ich glaube ich bin mehrfach geschädigt...einerseits durch die wirklich schwere Erkrankung in Kambodscha ( vielleicht war es sogar eine Japan-B- Enzephalitis), dann durch das Laevofloxacin und dann auch dadurch dass ich damals eine wirklich harte Zeit hatte: 2 sehr wichtige Menschen gestorben, Scheidung ( viel Anfeindung dadurch auch von " Freunden"), schwerer Verrat von meinen zwei besten Freundinnen und eine Beziehung, die sehr sehr schwer war....ich habe ausserdem eine recht harte Kindheit gehabt....ich habe zur Zeit einfach glaube ich große Angst vor Verletztwerden, Verlassenwerden, Alleinsein, Einsamkeit, da ich soviel Verluste erlebt habe!
Bis zu der körperlichen Erkrankung ging es mir aber trotz des Stress noch sehr gut!

Ich habe nicht mehr viele Freunde....nach drei Jahren Dauerwahnsinn haben sich die meisten verabschiedet und in dem Zustand ist es auch schwer neue Kontakte aufzubauen....meine Schwester ist da, hat aber zwei kleine Kinder und ist sehr im Stress...sehe sie ca. 1 mal im Monat, eine alte Freundin macht auch gerade Job und Studium und ist frisch verliebt....sehe ich alle 2-3 Monate, eine Freundin habe ich von der Tagesklinik, aber die ist auch schwer bedient und dadurch sehr unzuverlässig, meine Eltern stehen hinter mir, aber die haben halt in der Kindheit alles versaut und somit ist die Beziehung nicht unbelastet. Meinen Bruder sehe ich nur 3 mal im Jahr und er ist da wenig sensibel...ein großer Verdränger und der Meinung, mit zusammenreissen geht das schon... Und ich habe noch meinen Freund....der anfangs sehr sehr viel von der Kindheit getriggert hat....jetzt geht er ganz toll mit mir um und ist sehr für mich da, aber ich merke halt, dass ich zur Zeit und auch wegen der Depression, sehr düstere Gedanken allen Menschen gegenüber habe....ich bräuchte sie so sehr und gleichzeitig stresst mich jeder Kontakt auch total....bin wenig liebesfähig, weil ich ja selbst gerade total in der Krise bin. Habe in mir viele Vorwürfe allen Menschen gegenüber, obwohl ich eigentlich weiss, dass das nichts bringt...aber es drängt sich einfach in meine Gedanken und ich kann wenig entgegensetzen...sind wirklich richte Grübelzwänge.

Das was du geschrieben hast mit Akzeptieren und Annehmen...da hast du vollkommen recht....ich kann es nur leider überhaupt nicht....ich will so gerne wieder wie früher sein und ich hasse mich zur Zeit richtig dafür, dass ich das nicht kann ( ich weiss, das sollte ich nicht, aber ich kann nicht aus meiner Haut)....ich hoffe, dass ich es irgendwann schaffe, die Krankheiten anzunehmen und es dann leichter wird.

Ich wohne ja in Ö....da gibt es auch ambulante Hilfe, aber man wartet da mitunter viele Monate bis über ein Jahr darauf....im Moment kann ich diese Hilfe auch noch nicht wirklich annehmen und habe mich noch nicht darum bemüht!

Ich gehe aber 3mal die Woche zum Psychosozialen Dienst in ein Tageszentrum....es fällt mir selbst das sehr sehr schwer.
Ansonsten mache ich viel Yoga, gehe zur Therapie und versuche so gut es geht all meinen körperlichen und psychischen Ausfällen entgegenzuarbeiten.
Ab Juni werde ich zusätzlich noch eine Gruppentherapie haben, wo es um Traumaverarbeitung geht...ich hoffe ich schaffe es irgendwie dahin ohne Benzo....und es bringt mir auch etwas.
Ansonsten habe ich mich für das Therapiezentrum Ybbs angemeldet....es hat bei uns in Ö einen sehr guten Ruf....mir geht es ja eigentlich von der Depression her so schlecht, dass ich stationär müsste ( hatte heute auch wieder übelste Suizidgedanken und Aggressionen, dass ich richtig Angst vor mir selbst hatte)....aber ich möchte nicht, weil ich ja so schlechte Erfahrungen dort gemacht habe und die Medikamente ja sowieso überhaupt nicht vertrage...habe große Angst, dass es dann noch schlimmer wird und ich gar keine Chance mehr habe....heute habe ich halt ein Temesta genommen, damit ich keinen Blödsinn mache....die nächsten Tage muss ich halt wieder so durchstehen....ich denke ein bisschen schlimmer war es auch durch den Zyprexaabsetzversuch! Ich hoffe es pendelt sich wieder auf irgendwie aushaltbar ein.
Auf Ybbs muss ich aber noch 4 bis 7 Monate warten...bis dahin irgendwie überleben!

Ich bin zur Zeit im Rehageld....noch bis August....dann muss ich wieder zur Begutachtung....das heisst ich bin weit davon entfernt arbeitsfähig zu sein...ich kämpfe ja den ganzen Tag gegen meine Zustände!

Ich wünsch dir alles alles Liebe,
potatoiv ( Kartoffel-Eva, da ich so heisse und Kartoffeln liebe...intravenös habe ich sie allerdings noch nicht probiert...vielleicht hilft das ja :D
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Re: 20 verschiedene Psychopharmaka in 3 Jahren...bin verzweifelt

Beitrag von Clarissa » Sonntag, 26.04.15, 18:43

Oh je, liebe Eva - das klingt ja wirklich alles sehr schlimm.

Ich schließe mich aufgrund eigener Erfahrungen der Meinung von Jamie an: "Die Lösung wäre ein harter Gang ... "
Meine Lösung jedenfalls war er, der harte Gang. Nur indem ich immer wieder versuche, mein Schicksal anzunehmen und zu akzeptieren, mir ein anderes Umfeld geschaffen habe - nur so kann ich mit meinem Handicap überhaupt leben. Ich habe immer wieder mein altes "Ich" wiederhaben wollen, lange Zeit mit Hilfe von Medikamenten, ich wollte wieder funktionieren, ich habe mich auch selbst dafür gehaßt, daß es mir nicht gelang - trotz Medikamenten und Therapien und auch stationären Aufenthalten in der Psychiatrie (Ergebnis: noch mehr Medikamente oder Anfeindungen, als ich die Einnahmen verweigerte). Ich konnte dann zuletzt nur unter Benzos/Zolpidem noch einigermaßen funtionieren, das mußte schief gehen wegen der sich daraus entwickelnden Abhängigkeit.
Ich konnte erst die Medikamente absetzen, als ich eine Lösung für mich gefunden hatte: die radikale Akzeptanz meiner Lage. Und damit eine einigermaßen zufriedene Abstinenz von Medikamenten. Trotzdem war und ist mein Entzug kein Spaziergang, aber es muß nicht jeden treffen so wie mich und: Du bist jünger. Aber Du must die Bedingungen haben/schaffen, solch einen Entzug aufzufangen, denn es wird ja nicht plötzlich alles gut, nur weil man medikamentenfrei ist.
Übrigens habe ich mich auch aus allen Kontakten/Beziehungen zurück gezogen, die mir nicht gut tun und von mir das Funktionieren bzw. ein Verstellen verlangen. Ich will das nicht schönreden, das ist auch ein folgenschwerer Entschluß, aber die Akzeptanz und Abstinenz stehen für mich ganz obenan.
Ich bin froh, überhaupt überlebt und einigermaßen wieder rausgefunden zu haben aus dem Schlamassel!
Zu den Absetzmodalitäten kann ich Dir wenig sagen, mein Weg war ein anderer, gezwungenermaßen. Auch das Olanzepin wurde bei mir kalt entzogen.
GLG und viel Kraft und Durchstehvermögen!
sleepless.
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bisher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
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potatoiv
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Re: 20 verschiedene Psychopharmaka in 3 Jahren...bin verzweifelt

Beitrag von potatoiv » Sonntag, 26.04.15, 19:09

Hallo sleepless,

ja ich weiss, ihr habt beide recht...aber es ist so schwer...vor allem will ich halt ein kleines bisschen Lebensqualität...

wie ist es dir bei dem kalten Entzug von Olanzapin gegangen...stelle ich mir schrecklich vor....wobei ich habe auch schon zig kalte Entzüge hinter mir...ich weiss eh, wie grausam das ist....
ich bin halt zur Zeit derartig am Sand, dass ich einfach momentan nicht die Kraft habe...ich hoffe, dass sich das irgendwann bessert und ich es schaffe.

Wie schafft man sich solche Bedingungen, dass man den Entzug schaffen kann, wenn man einfach gar nichts hinbekommt zur Zeit???
Man hat hier in Ö einfach kaum wirkliche Unterstützung, aber das ist ja woanders auch nicht anders...

Ich bin wirklich ratlos, wie es weitergehen soll! :shock:
Ich kann ja nur von Moment zu Moment irgendwie überleben....

Danke für deine Nachricht und alles Gute dir,
potatoiv
Trittico zw. 50 und 300 mg vom 12.2.12-26.2.13
Paroxetin zw. 10 und 20 mg vom 23.3.12-23.4.12
Sertralin zw. 25 und 50 mg vom 3.5.12-4.6.12
Effektin zw. 75 und 150 mg vom 30.5.-4.7.12
Seroquel xr zw. 50 und 200 mg vom 10.7.12-30.6.13
Seropram zw. 5 und 30 mg vom 30.7.12-17.9.12
Deanxit nur 2 Tage Horror-NW
Ixel nur 2 Tage Horror-NW
Fluctine zw. 10 und 20 mg vom 18.9.12-1-10.12
Cipralex zw. 5 und 15 mg vom 2.10.12-7.2.13
Abilify nur 1 Woche Horror-NW
Insidon zw. 50 und 150mg vom 2.3.13-3.10.13
Tolvon zw. 15 und 30 mg vom 22.10.13-13.11.13
Mirtazapin 15 mg vom 25.11.13-30.11.13
Edronax 2 mg ein paar Tage Horror-NW
Lamotrigin 25 mg 1 Woche Horror-NW
Lithium 450 mg 8 Wochen extreme Angstzustände
Depakine 600mg 10.4.13-13.5.14
Lyrica 25 mg depressionsverstärken hoch 10
...alles abgesetzt

Zyprexa 3,75 mg ( 1,5 Tablette 2,5 mg)....seit ca. Dez. 2013
Zyprexa 3,125mg (1,25 Tablette 2,5 mg)....17.4.2015-25.4.2015
Zyprexa 3,75 mg weil es mir so schlecht ging
Zyprexa 3,4375 mg....seit 12.5.2015
Zyprexa 2,5 mg....seit 10.6.2015
Zyprexa 1,25 mg... seit 25.10.2015
Zyprexa 1,88 mg...seit 27.10.2015
Zyprexa 2,5 mg... seit 7.11.2015
Zyprexa 1,875mg...seit 24.4.2017
Zyprexa 1,25mg...seit12.6.2017
Zyprexa 0,625mg...seit 27.4.2018

fruehling
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Re: 20 verschiedene Psychopharmaka in 3 Jahren...bin verzweifelt

Beitrag von fruehling » Sonntag, 26.04.15, 20:34

Lieber Potatoiv,
deine Geschichte und die Tatsache, wie du da reingerutscht bist tut mir sehr leid :hug:
Wie du auch selber schon erkannt hast, reagierst du sehr auf alle Substanzen, die auf das ZNS wirken, wie ja auch bei dem Antibiotikum.
Ich wollte dir Mut machen, du kämpfst ja auch schon sehr lange, warst aber nie wirklich frei von Psychopharmaka. Du hattest dich von dem einen noch nicht erholt, da kam schon wieder jemand mit dem Nächsten. Immer und immer wieder hofft man und greift nach jedem Strohhalm.
Die Lösung ist jedoch, laaangsam alles abzubauen, damit dein Nervensystem zur Ruhe kommt. Wie lange es dauert, bis sich alles beruhigt, ist sehr individuell.
Meine Mutter, die ich momentan begleite, nimmt auch Olanzapin. Seitdem ging es ihr auch durchgehend schlecht, sie war unter einer Dosis von10mg!!! schwerst depressiv, ohne Antrieb und Freude im Leben, völlig emotionslos.
Sie hat es alle 4 Wochenum 0,9mg reduziert, ist jetzt bei ca. 1,7mg. Nach dem Reduktionsschritt geht es ihr erst mal schlechter, aber nach ca einer Woche gehts ihr besser und ihre Gefühle kehren zurück.
Das Nervensystem hat bei ihr lange gebraucht, sie hat leider noch viele andere Medikamente, hat auch Klinikaufenthalte hinter sich, aus denen sie immer schlechter raus als rein.
Auch Lyrica hat sie in einer körperverletzenden Dosis von 600 bekommen, die auch Depressionen auslöste.
Im Übrigen glaube ich nicht, dass du eine argitierte Depression hast. Meine Mutter hat auch die Diagnose bekommen, aber diese schlimme Bewegungsunruhe trat erst seit der Einnahme der Medikamente besonders im Entzug auf. Das ist wirklich schrecklich und tut mir sehr leid für dich und dein Umfeld. Es ist schwer anzusehen, weil man so hilflos ist und nichts hilft... außer ein Benzodiazepin, wodurch man sich auf Dauer ein weiteres Problem schafft.
Ich glaube du brauchst einfach ganz viel Zeit und es kann dir auf lange Sicht nur besser gehen, je mehr Zeit vergeht und je weniger Olanzapin du nimmst.
Es gibt ein Leben danach, ganz sicher...
Hast du es mal mit Meditation probiert? Es gibt gute geführte Meditationen af CD. Meiner Mutter hat es sehr geholfen.
Zuletzt geändert von fruehling am Sonntag, 26.04.15, 22:36, insgesamt 1-mal geändert.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor fruehling für den Beitrag (Insgesamt 4):
padmaJamieOliverSiggi
Begleitung meiner Mutter
12. 2011 Kontrastmittelinduzierte SD-Überfunktion
Symptome;innere Unruhe und Gewichtsabnahme, Hypertonie,Schlafstörungen
03.2012, Behandlung in der Psychiatrie
mit Carbimazol, Cita und Olanzapin
12.2012; SD-Blocker abgesetzt
Plötzlich paradoxe Reaktion auf Cita (Erregtheit,innere Unruhe,Getriebenheit,Angst)
02.2013 Psychiatrie
Alles abgesetzt auf 0 (durchgedreht) es wurden sämtliche Psychopharmaka an ihr ausprobiert
- Verschlimmerung der Symptome, unbeschreiblich!
05.2013
Entlassungsmedikation;Lyrika 600mg, Mirtazapin 45mg
Verschlimmerung,Persönlichkeitsveränderung
Lyrika und Mirtazapin langsam abgesetzt
Starke Besserung aber Stimmungstief
Neurologe schlägt zur Stimmungsaufhellung wieder Citalopram vor:
schlimme Unruhe, Stromschläge, Hitzeströme im Nacken, Angst, sollte Tavor (3 mal 0,5mg)nehmen und weitermachen, nach 6 W. keine Besserung (Tavor auf eigene Faust ausgeschlichen)
07.2013
Diagn.: 4,5cm großer hormonaktiver Schilddrüsenknoten
08.2013 SD-OP
09.2013; Nachuntersuchung der SD
6 Wochen später erneute OP
Medikamente weiter ausgeschlichen, Besserung
11.2013 Citalopram in 14 Tagen abgesetzt,
2 Wochen später schlimme Bewegungsunruhe,Depressionen,Angstzustände,Gewichtsabnahme,Strom,-Hitzeströme im Nacken,Hoffnungslosigkeit
Psychiatrie
fast alle Medikamente wurden wieder eindosiert;
Entlassungsmedikation:
150mg Venlafaxin 1-0-0 (75mg)
10mg Olanzapin 0-0-1 (0!!)
7,5mg Zopiclon zur Nacht (0!!)
1mg Tavor 0,5-0,25-0 (0)
Substitution Diazepam (3,75)
Mirtazapin 15mg 0-0-0-1
Olanzapin Reduktion
11.04. - 1,5
01.05. - 1
01.06. - 1
04.07. -1,25 kontinuierliche Besserung, Antrieb/Freude, aushaltbare Absetzsymptome
01.08. -0,65
13.08. -0,65 Blutdruckanstieg, zwischendurch Anspannung, Weinerlichkeit
01.09. -0,65 verbesserter Schlaf, deutlich bessere Zuckerwerte
29.09. -0,65
zeitgleich wg Unruhe, Blutdruckanstieg, kleinen Magenblutungen
Venlafaxin -12,5
12.10. -12,5
27.10. -12,5
21.11. -12,5
25.05. -12,5
25.06. -12,5
10.08. -12,5
Zopiclon
07.11. -1,9mg, dann alle 4 Wochen 0,9mg reduziert,
seit dem 16.03.auf 0
Blutdruck normalisiert, weniger Unruhe, wirkt am Morgen aber sehr sediert
Olanzapin
06.04.
ca. alle 4-6 Wochen 0,7 mg (Bewegungsunruhe momentan so gut wie weg, Cholesterinwerte top,um fast 100 gesunken)
05.06; -0,6mg und immer etwas weniger
16.06. Olanzapin ade(!!?!!)
Lorazepam
16.07; -0,1mg am Mittag
08.08; -0,15mg
05.09. Substitution Lorazepam/Diazepam
In Tropfen: 3-1-3 (3,5mg)
30.10. Erhöhung wg Entzugssymptome
4-1-3 (4,0mg)
28.11.
4-1-2 (3,5mg)
08.12
3-1-2 (3mg)
18.12
2-1-2 (2,5mg) weinerlich, unruhig, Zunahme von Blepharospasmus
?
2-1-1 (2mg)
Erhöhung
11.01.
2-1-2 (2,5mg)
25.01
Umstellung auf 2,5mg am Morgen
Seit ca. Mai 0mg Diazepam :party2:

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