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Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Euer ADFD Team

Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Auch für Antiepileptika (z.B. Lyrica/Pregabalin), Stimmungsstabilisierer und Stimulanzien
inandout
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Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von inandout » Dienstag, 02.05.17, 16:33

Halli Hallo,

heute mal mit guter Laune, denn ein paar Sachen haben geklappt. Unter anderem konnte ich mir Rezept für Amisulprid als Lösung holen und bekomme die noch heute abend/ morgen früh.

Meine Frage (denn darüber hatte ich gelesen): Es soll ja eventuell wieder eine kleine Umstellung sein, das nicht als Tablette/ pulverisiert zu nehmen, sondern als Lösung. Eine Umstellung ist natürlich nicht das günstigste, wenn ich mich gerade stabilisieren will. Aber die Feinwaagen, die ich kurzfristig erreichen kann, sind einfach nicht genau genug, deswegen habe ich da auch Schwankungen in der Menge. Unter diesen Umständen halte ich das mit der Lösung und mit Spritzen, die ich schon besorgt habe und die sehr genau sind für die bessere Lösung, denn so stimmt wenigstens mal die Dosis. Seht ihr das auch so, dass Exaktheit in der Menge im Moment das beste ist?

Andere Frage: habe festgestellt, dass ich im Moment dollen Hunger auf Süßes habe, was "normalerweise" nicht der Fall ist. Das war schon öfter so, wenn ich irgendwie an den Medikamenten gedreht hatte. Seht Ihr da vielleicht einen Zusammenhang? (Ist eigentlich nicht beunruhigend, ich bin so dünn, dass ich alles essen kann, möchte nur die Zusammenhänge verstehen).

Liebe Grüße,

inandout
Ausgangsmedikation (im größten Teil des Verlaufs wusste ich noch nichts von ADFD). Das ist leider nur eine nicht ganz genaue Rekonstruktion:

Mit Psychiatern:

Juli 2009: 800 mg Amisulprid (Klinikentlassung)
Okt. 2011: 400 mg Amisulprid
März 2012: 200 mg Amisulprid
Anfang 2013: 150 mg Amisulprid
Juli 2013: 50 mg Amisulprid
August 2013: 100 mg Amisulprid
Anfang 2014: 75 mg Amisulprid
September 2015: 50 mg Amisulprid
Anfang 2016: 100 mg Amisulprid
Juli 2016: 75 mg Amisulprid

Auf eigene Faust:

Januar 2017: Kaltentzug Alkohol (vorher über Jahre fast jeden Abend zwei Bier)

8. März 2017: 50 mg Amisulprid
zwischenzeitlich 62,5 mg Amisulprid, außerdem ca. 8. - 24. März jede Nacht 20 mg Oxazepam, dann kalt entzogen
7. April 2017: 75 mg Amisulprid
16. April 2017: 50 mg Amisulprid (wg. paradoxer Effekte)
seit ca. 23. April: 75 mg Amisulprid (weil die Entzugssymptome nicht auszuhalten waren)
27. April: 70 mg Amisulprid (Wasserlösmethode)
28. April: 70 mg Amisulprid (ab jetzt Feinwaage, scheint mir genauer), Symptome: belastende innere Bilder, Fantasien, Schlafstörungen
29. April: 70 mg Amisulprid, Symptome: Unwirklichkeitsgefühle, abends "Fluten" oder "Schwimmen" im Kopf
2. Mai: Umstieg auf 50 mg Amisulprid + 20 mg Lösung, damit die Dosis exakt ist (meine Feinwaage war mir zu ungenau)
4. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, Symptome: Schlafstörungen anhaltend, belastende Fantasien
11. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, damit immerhin 14 Tage geschafft, ohne dass etwas Schlimmes passiert ist. Symptome: Schlafstörungen, belastende Bilder/ Fantasien, teilweise Hoffnungslosigkeit, im schlaf starkes schwitzen
12. Mai: Schlaf etwas besser (6 Stunden am Stück), Sprechen im Schlaf, dafür tagsüber heftige innere Bilder
13. Mai: Schlaf etwas kürzer (5 Stunden am Stück), dafür Besserung der Bilder/Fantasien
14. Mai: weiterhin 70 mg Amisulprid, zusätzlich 3x 450 mg Baldrian, beim Einschlafen ein recht deutliches erschreckendes Bild

Langfristiger Absetzplan: Alle 6 Wochen 5% (mit individuell hergestellten Kapseln; den Einnahmezeitpunkt hatte ich schon schrittweise auf 10 Uhr morgens verschoben)
14. Juli 2017: Beginn mit 66,5 mg Amisulprid
25. August: 63mg
6. Oktober: 59,5mg (bis laufend auf dieser Dosis; relativ symptomfrei, jedenfalls kann ich aktuelle "Symptome" nicht auf die Reduktion schieben)
26. Oktober: Erhöhung auf 60,5 mg mit Wasserlösemethode wegen starker Symptome
4. November: Erhöhung auf 61,5 mg mit Wasserlösemethode (weiterhin stark gestörter Schlaf und belastende Bilder/ Zwangsgedanken)
11. Januar: Weiterhin 61,5 mg mit Wasserlösemethode, weiterhin Zwangsgedanken, jetzt noch Brennen der Nerven, starke Schlafstörungen
17. Januar: 1 mg Tavor wegen extremem Schlafmangel

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Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von Jamie » Dienstag, 02.05.17, 17:13

Hallo inandout :),

jeder Wechsel der Darreichungsform kann potentiell wieder was durcheinander bringen.
Ich teile deine Sicht, erst einmal zum Stabilisieren beim Auflösen zu bleiben, denn es ist genau.

Was du später [oder falls es zufällig gerade passt] machen kannst: Deine gewohnte Tablette halbieren und den Rest mit den Tropfen ergänzen (zB angenommen du hast eine 50mg Tablette mit Bruchkerbe und willst auf 28mg (fiktives Beispiel)). Dann halbierst du die Tablette (hast dann 25mg), nimmst diese ein und ergänzt die fehlenden 3mg durch Tropfen). Unserer Erfahrung nach ist das ein sehr gutes Vorgehen, da der Körper dann die Darreichungsform bekommt, die er kennt und nur eine kleine Menge mit der "neuen" Darreichungsform.

Zu deinem Appetit auf Süßes kann ich nix Weltbewegendes sagen. Ich kann ausführen, dass Zucker schnell Insulin freisetzt und Insulin wiederum ist der natürliche Gegenspieler von Cortisol (Stresshormon), welches im Entzug gerne mal überschießt / verstärkt produziert wird.
Daher kann es kommen.
Ich glaube aber auch fest an so etwas wie Körperintelligenz. Wenn der Körper einem plötzlich signalisiert, dass er Süßes braucht, wird das seine Berechtigung haben. Ich vertrage Lebensmittel dann am besten, wenn ich einen richtigen Appetit darauf habe. :)

Grüße
Jamie
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Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von inandout » Dienstag, 02.05.17, 18:42

Jamie hat geschrieben:
jeder Wechsel der Darreichungsform kann potentiell wieder was durcheinander bringen.
Ich teile deine Sicht, erst einmal zum Stabilisieren beim Auflösen zu bleiben, denn es ist genau.
Danke Jamie ! Mit Auflösen meinst du aber die Tabletten in der Wasserlösmethode lösen oder? Ich meinte, auf die fertige Lösung umsteigen. Weil die Feinwaagen einfach nicht genau genug sind. Also Alternativen: Entweder abgewogenes Pulver, gelöst oder ungelöst, mit schwankender Dosierung, weil ungenau. Oder: Umsteigen auf fertige Lösung, Vorteil: Dosierung genau, Nachteil: Körper muss sich umstellen wegen anderer Aufnahme.

Da fand ich Alternative 2 besser, da dort wenigstens die Wirkstoffmenge stimmt.

Dein Tipp würde aber vielleicht gerade gut gehen, oder? Ich nehme ja 70 mg, könnte also 50 mg als Tablette nehmen, und 20 mg als Lösung. Das hört sich für mich gut an.

Liebe Grüße,

inandout
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27. April: 70 mg Amisulprid (Wasserlösmethode)
28. April: 70 mg Amisulprid (ab jetzt Feinwaage, scheint mir genauer), Symptome: belastende innere Bilder, Fantasien, Schlafstörungen
29. April: 70 mg Amisulprid, Symptome: Unwirklichkeitsgefühle, abends "Fluten" oder "Schwimmen" im Kopf
2. Mai: Umstieg auf 50 mg Amisulprid + 20 mg Lösung, damit die Dosis exakt ist (meine Feinwaage war mir zu ungenau)
4. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, Symptome: Schlafstörungen anhaltend, belastende Fantasien
11. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, damit immerhin 14 Tage geschafft, ohne dass etwas Schlimmes passiert ist. Symptome: Schlafstörungen, belastende Bilder/ Fantasien, teilweise Hoffnungslosigkeit, im schlaf starkes schwitzen
12. Mai: Schlaf etwas besser (6 Stunden am Stück), Sprechen im Schlaf, dafür tagsüber heftige innere Bilder
13. Mai: Schlaf etwas kürzer (5 Stunden am Stück), dafür Besserung der Bilder/Fantasien
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26. Oktober: Erhöhung auf 60,5 mg mit Wasserlösemethode wegen starker Symptome
4. November: Erhöhung auf 61,5 mg mit Wasserlösemethode (weiterhin stark gestörter Schlaf und belastende Bilder/ Zwangsgedanken)
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Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von inandout » Samstag, 06.05.17, 17:44

Hallo liebe Entzieher*innen,

mein aktueller Stand: ich bin auf den 70mg Amisulprid geblieben, schlafe einigermaßen und komme irgendwie durch den Tag. Allerdings habe ich die Gewaltbilder (zum Glück keine ausgebauten Fantasien) :censored: , die mich echt fertig machen und mich ganz übel fühlen lassen. Würdet Ihr dazu raten, bei meiner Dosis zu bleiben und einen Umgang damit zu finden oder wieder leicht abzudosieren? Für mich ist das so ungefähr das ekligste Symptom, das ich mir vorstellen kann. Ich sehe das auch nicht vollkommen medikamentenbedingt, sondern auch so, dass es auch etwas mit mir zu tun hat. Aber meine Hoffnung wäre, dass es vielleicht schwächer werden könnte, wenn ich leicht abdosiere?

Andererseits habt Ihr ja schon gesagt, es ist schwierig, weil ich niedriger dosiert als auch auf der alten Dosis Symptome hatte. Jetzt bin ich wenigstens stabil genug, um irgendwie mit diesem Mist umzugehen.

Liebe Grüße,

inandout
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Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von LinLina » Samstag, 06.05.17, 18:56

Hallo inandout :-)

schön, dass es dir halbwegs stabil geht. Das mit den Gewaltbildern ist sicher nicht leicht :hug:

Hast du denn jetzt etwas geändert, bist du auf 50 mg Tablette + 20 mg Lösung umgestiegen?

Mit dem runter dosieren würde ich wenn irgend möglich noch etwas warten. Es wäre gut, wenn du es schaffst mindestens 4 Wochen auf der Dosis zu bleiben. Ich habe die befürchtung dass es sonst wieder zu schlimm wird mit den Symptomen, wenn du zu früh runter gehst.

Liebe Grüße
Lina
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Lorazepam: 1,5 mg von 7/2014 - 10/2014, dann 4 Monate schrittweiser Entzug (sehr schwer).
Seit 8.2.2015 komplett abgesetzt

Mirtazapin: Winter 2014/15 bis 30 mg für Benzo-Entzug, langsames und mühsames Absetzen seit März 2015.
Seit 27.12.2017: 0.25 mg Mirtazapin

Mein Medikamentenverlauf :schnecke: / Mein Thread
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Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von inandout » Sonntag, 07.05.17, 12:35

Hallo Lina,

danke für deine Antwort. Ja, ich bin auf 50 mg Tablette + 20 mg Lösung umgestiegen. Ich weiß, optimal war es nicht, die Einnahmeform zu verändern, aber die Exaktheit der Dosierung kam mir wichtiger vor.

Ich versuche, auf der Dosis zu bleiben. Nur für den Fall dass ich es nicht mehr aushalte: Wieviel abdosieren würdet Ihr dann raten?

Puh, welche Höllenmittel diese Psychopharmaka doch sind. Aber ich versuche es zu schaffen. :sports:

Liebe Grüße,

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27. April: 70 mg Amisulprid (Wasserlösmethode)
28. April: 70 mg Amisulprid (ab jetzt Feinwaage, scheint mir genauer), Symptome: belastende innere Bilder, Fantasien, Schlafstörungen
29. April: 70 mg Amisulprid, Symptome: Unwirklichkeitsgefühle, abends "Fluten" oder "Schwimmen" im Kopf
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6. Oktober: 59,5mg (bis laufend auf dieser Dosis; relativ symptomfrei, jedenfalls kann ich aktuelle "Symptome" nicht auf die Reduktion schieben)
26. Oktober: Erhöhung auf 60,5 mg mit Wasserlösemethode wegen starker Symptome
4. November: Erhöhung auf 61,5 mg mit Wasserlösemethode (weiterhin stark gestörter Schlaf und belastende Bilder/ Zwangsgedanken)
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Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von Murmeline » Montag, 08.05.17, 9:09

Guten Morgen inandout!
Ja, ich bin auf 50 mg Tablette + 20 mg Lösung umgestiegen.
Kannst Du das in Deine Signatur aufnehmen? dann weiß man gleich Bescheid!
Ich weiß, optimal war es nicht, die Einnahmeform zu verändern, aber die Exaktheit der Dosierung kam mir wichtiger vor.
Ich kann das nachvollziehen und hoffe, Dein Körper gewöhnt sich zeitnah an die Umstellung.

Du wirst das ganz bestimmt schaffen!

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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von inandout » Montag, 08.05.17, 13:42

Murmeline hat geschrieben: Kannst Du das in Deine Signatur aufnehmen? dann weiß man gleich Bescheid


Murmeline
Ah sorry, das vergesse ich manchmal noch. Genauso hatte ich 16 tage benzodiazepine noch nicht aufgenommen, die ich kalt entzogen habe (vor meiner Anmeldung hier). Das mache ich gleich mal.

Dieser Entzug kann meine Symptome auch noch verstärkt haben oder?
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16. April 2017: 50 mg Amisulprid (wg. paradoxer Effekte)
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27. April: 70 mg Amisulprid (Wasserlösmethode)
28. April: 70 mg Amisulprid (ab jetzt Feinwaage, scheint mir genauer), Symptome: belastende innere Bilder, Fantasien, Schlafstörungen
29. April: 70 mg Amisulprid, Symptome: Unwirklichkeitsgefühle, abends "Fluten" oder "Schwimmen" im Kopf
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4. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, Symptome: Schlafstörungen anhaltend, belastende Fantasien
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6. Oktober: 59,5mg (bis laufend auf dieser Dosis; relativ symptomfrei, jedenfalls kann ich aktuelle "Symptome" nicht auf die Reduktion schieben)
26. Oktober: Erhöhung auf 60,5 mg mit Wasserlösemethode wegen starker Symptome
4. November: Erhöhung auf 61,5 mg mit Wasserlösemethode (weiterhin stark gestörter Schlaf und belastende Bilder/ Zwangsgedanken)
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Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von padma » Montag, 08.05.17, 17:45

hallo Inandout, :)
Dieser Entzug kann meine Symptome auch noch verstärkt haben oder?
Nach 16 Tagen Oxazepam hattest du wahrscheinlich noch keine Abhängigkeit entwickelt. Dennoch wäre es besser gewesen, es schrittweise abzusetzen.
Es könnte deine Symptome verstärkt haben, mittlerweile bist du vermutlich damit durch.
Nur für den Fall dass ich es nicht mehr aushalte: Wieviel abdosieren würdet Ihr dann raten?
Schreib uns dann besser vorher nochmal genau wie es dir geht.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von inandout » Donnerstag, 11.05.17, 17:15

Hallo Ihr Engagierten,

auch wenn ich unter Symptomen leide: 14 Tage habe ich nun 70 mg Amisulprid durchgehalten. Diese fiesen Gewaltbilder habe ich nach wie vor, aber ich kann mich schon ganz gut davon distanzieren.

Zwischendurch also mal ein Danke Euch allen, die mich hier so unterstützt haben :!: :!: :!:

Ich würde jetzt am liebsten noch einige Tage abwarten und schauen, ob es schlimmer wird. Wenn es schlimmer wird, würde ich euch noch mal nach minimalem Abdosieren fragen. Ansonsten versuche ich natürlich die 4 Wochen voll zu kriegen.

Liebe Grüße,

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Mit Psychiatern:

Juli 2009: 800 mg Amisulprid (Klinikentlassung)
Okt. 2011: 400 mg Amisulprid
März 2012: 200 mg Amisulprid
Anfang 2013: 150 mg Amisulprid
Juli 2013: 50 mg Amisulprid
August 2013: 100 mg Amisulprid
Anfang 2014: 75 mg Amisulprid
September 2015: 50 mg Amisulprid
Anfang 2016: 100 mg Amisulprid
Juli 2016: 75 mg Amisulprid

Auf eigene Faust:

Januar 2017: Kaltentzug Alkohol (vorher über Jahre fast jeden Abend zwei Bier)

8. März 2017: 50 mg Amisulprid
zwischenzeitlich 62,5 mg Amisulprid, außerdem ca. 8. - 24. März jede Nacht 20 mg Oxazepam, dann kalt entzogen
7. April 2017: 75 mg Amisulprid
16. April 2017: 50 mg Amisulprid (wg. paradoxer Effekte)
seit ca. 23. April: 75 mg Amisulprid (weil die Entzugssymptome nicht auszuhalten waren)
27. April: 70 mg Amisulprid (Wasserlösmethode)
28. April: 70 mg Amisulprid (ab jetzt Feinwaage, scheint mir genauer), Symptome: belastende innere Bilder, Fantasien, Schlafstörungen
29. April: 70 mg Amisulprid, Symptome: Unwirklichkeitsgefühle, abends "Fluten" oder "Schwimmen" im Kopf
2. Mai: Umstieg auf 50 mg Amisulprid + 20 mg Lösung, damit die Dosis exakt ist (meine Feinwaage war mir zu ungenau)
4. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, Symptome: Schlafstörungen anhaltend, belastende Fantasien
11. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, damit immerhin 14 Tage geschafft, ohne dass etwas Schlimmes passiert ist. Symptome: Schlafstörungen, belastende Bilder/ Fantasien, teilweise Hoffnungslosigkeit, im schlaf starkes schwitzen
12. Mai: Schlaf etwas besser (6 Stunden am Stück), Sprechen im Schlaf, dafür tagsüber heftige innere Bilder
13. Mai: Schlaf etwas kürzer (5 Stunden am Stück), dafür Besserung der Bilder/Fantasien
14. Mai: weiterhin 70 mg Amisulprid, zusätzlich 3x 450 mg Baldrian, beim Einschlafen ein recht deutliches erschreckendes Bild

Langfristiger Absetzplan: Alle 6 Wochen 5% (mit individuell hergestellten Kapseln; den Einnahmezeitpunkt hatte ich schon schrittweise auf 10 Uhr morgens verschoben)
14. Juli 2017: Beginn mit 66,5 mg Amisulprid
25. August: 63mg
6. Oktober: 59,5mg (bis laufend auf dieser Dosis; relativ symptomfrei, jedenfalls kann ich aktuelle "Symptome" nicht auf die Reduktion schieben)
26. Oktober: Erhöhung auf 60,5 mg mit Wasserlösemethode wegen starker Symptome
4. November: Erhöhung auf 61,5 mg mit Wasserlösemethode (weiterhin stark gestörter Schlaf und belastende Bilder/ Zwangsgedanken)
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Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von inandout » Sonntag, 14.05.17, 15:22

Liebes Forum,

möchte wieder schreiben, wie es im Moment geht. Die letzten Tage waren nicht einfach, das Schreiben hier ist vielleicht eine Möglichkeit, durchzukommen. Habe gestern zum Schlafen 3x 450 mg Baldrian eingenommen. Das Schlafen ging tatsächlich ganz gut, aber die Wirkung auf den Kopf zu spüren war nicht schön. Ich frage mich auch, ob ich damit das Nervensystem noch mehr reize?! Kennt Ihr Wechselwirkungen mit Neuroleptika?

Mit den Bildern ging es bis jetzt heute tagsüber, aber gestern nacht hatte ich ein fieses relativ klares Bild, so während der Einschlafphase. Ich will auf keinen Fall dass das zunimmt, das erschreckt mich echt. Ich sehe natürlich das Problem, dass ein auch nur leichtes Abdosieren meine Schlafprobleme dann noch verschlimmern könnte.

Ist echt eine Zwickmühle, vielleicht habt Ihr noch eine Idee. Habe auch Dienstag einen Ersttermin bei einem möglichen neuen Therapeuten, und Mittwoch nochmal bei meinem aktuellen. Vielleicht kann ich solange wenigstens durchhalten.

Liebe Grüße,

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13. Mai: Schlaf etwas kürzer (5 Stunden am Stück), dafür Besserung der Bilder/Fantasien
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Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von Jamie » Sonntag, 14.05.17, 18:37

Hallo inandout :),

das ist keine einfache Situation, in der du bist.
Ich würde keinesfalls weiter abdosieren; ich bin nicht richtig überzeugt, dass diese Gewaltphantasien / Zwangsgedanken nur vom Amisulprid kommen.
Hast du ein Gefühl dazu? Weil meine Einschätzung ist extrem subjektiv.
Es würde den Sachverhalt dramatisch ändern, wenn die Gedanken Arzneimittel-induziert sind; dann würde ich sagen: sofort runter mit der Dosis.
Aber bei dir klingt es so, als seien diese Gedanken ziemlich eigenständig. Wenn sie durchs zu schnelle Absetzen kommen, darf man ebenfalls nicht runter mit der Dosis, sondern muss eine Dosierung finden, auf der man sich stabilisieren kann.

Neuroleptika und Baldrian interagieren normalerweise nicht; höchstens über eine milde weitere zentrale Dämpfung - vielleicht ist es das, was du spürst.
In diesem Fall musst du abwiegen, was wichtiger / relevanter ist: die Nebenwirkung oder der Schlaf, wobei gerade Menschen, die in Richtung psychotisches Erleben tendieren, dringend auf Schlaf angewiesen sind.

Viele Grüße, alles Gute
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Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von inandout » Sonntag, 14.05.17, 21:06

Hallo Jamie, vielen Dank! Nein, ich meine auch nicht dass diese Gedanken/ Fantasien allein vom Amisulprid kommen. Ich hatte zum ersten Mal 2015 ein erschreckendes inneres bild nach einer drogenerfahrung und dem was danach kam (das mit den drogen ist jetzt natürlich geschichte), deswegen war ich beim arzt und mit der Dosis hochgegangen. Insofern ist vielleicht eher etwas wieder aufgetaucht, was gedeckelt war. Nur war es auf der niedrigeren Dosis besser, aber dafür waren ja die anderen symptome auch sehr schwer. Hatte nur gehofft, das, was ich gerade am schrecklichsten finde, etwas abschwächen zu können.

Liebe Grüße,

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Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von padma » Montag, 15.05.17, 22:32

hallo Inandout, :)

ich weiss nicht, ob wenn ein solches Bild hoch kommt, Imaginationsübungen helfen könnten? z.B die Tresorübung oder der innere sichere Ort :
http://www.seelenschmerz-forum.de/index ... ntent1List

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Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von inandout » Dienstag, 23.05.17, 13:23

Liebe EntzieherInnen,

noch zwei Tage, dann habe ich die empfohlene Dosis von 70mg Amisulprid 4 Wochen durchgehalten. Und es ist nichts schlimmes passiert. Naja, zumindest nicht äußerlich.

Meine Symptome sind psychisch, und leider kann ich sie wohl nicht allein dem Medi zuschreiben. Es geht vor allem um diese inneren Bilder von Gewalt. Als weiteres Symptom habe ich Schlafstörungen. D.h. ich schlafe meist 5-6 Stunden durch (aber erst seit einigen Tagen), und dann döse ich aber wohl noch etwas vor mich hin (also so, dass ich hinterher nicht sicher bin, ob ich geschlafen habe oder nicht).

Meine Frage ist, ob Ihr diesen Zustand als hinreichend stabil bezeichnen würdet?! D.h. mit den Bildern gehe ich meditativ um, schreibe und habe auch Therapie. Ich glaube, die werden nicht einfach so verschwinden.

Ich habe aber die vage Hoffnung, dass ich vielleicht geistig wieder etwas beweglicher werden würde, wenn ich leicht abdosieren würde und mich dann diesem Horror im Kopf besser entgegenstellen könnte. Was meint Ihr dazu?

Oder ist es wichtig, erst noch zu warten, bis der Schlaf sich weiter verbessert? (das Gefühl von normalem oder ausreichendem Schlaf habe ich eher so bei 8 Stunden!)

Außerdem habe ich jetzt viel Zeit in einer alternativen Einrichtung verbracht und mein Schlaf bezieht sich auf diesen Ort. Ich müsste auch noch schauen, wie das zu Hause wird, wenn ich ganz allein schlafen muss.

Also kurz, ich bin jetzt stabil mit belastenden Symptomen, weiter stabilisieren und an den Symptomen arbeiten/ damit umgehen oder darauf setzen, dass das besser geht, wenn ich leicht abdosiere?

Viele Grüße,

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4. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, Symptome: Schlafstörungen anhaltend, belastende Fantasien
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Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von padma » Dienstag, 23.05.17, 19:41

hallo Inandout, :)
Meine Symptome sind psychisch, und leider kann ich sie wohl nicht allein dem Medi zuschreiben. Es geht vor allem um diese inneren Bilder von Gewalt.
Diese Bilder könnten auch mit NW sein. Seit wann hast du das denn?
Ich habe aber die vage Hoffnung, dass ich vielleicht geistig wieder etwas beweglicher werden würde, wenn ich leicht abdosieren würde und mich dann diesem Horror im Kopf besser entgegenstellen könnte. Was meint Ihr dazu?
Das könnte auch möglich sein. Es ist ganz schwer, das einzuschätzen. Manchmal hilft nur vorsichtig Ausprobieren.
ich schlafe meist 5-6 Stunden durch (aber erst seit einigen Tagen), und dann döse ich aber wohl noch etwas vor mich hin (also so, dass ich hinterher nicht sicher bin, ob ich geschlafen habe oder nicht).
Dann würde ich mit einer Reduktion noch etwas warten, bis der Schlaf sich auf diesem Level stabilisiert hat. Zumal die Bilder ja auch etwas weniger geworden sind. Vielleicht stabilisiert sich das auch.
Außerdem habe ich jetzt viel Zeit in einer alternativen Einrichtung verbracht und mein Schlaf bezieht sich auf diesen Ort. Ich müsste auch noch schauen, wie das zu Hause wird, wenn ich ganz allein schlafen muss.
Steht der Wechsel nach zuhause denn jetzt an? Das spräche auch eher dafür mit der Reduktion noch zu warten, bis du dich wieder an das Zuhausesein gewöhnt hast.

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Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von inandout » Dienstag, 23.05.17, 20:30

Hallo padma,
Diese Bilder könnten auch mit NW sein. Seit wann hast du das denn?
steht so ungefähr in der Signatur, wann das jetzt aktuell angefangen hat. Ein erstes solches Bild gab es aber schon, nachdem ich 2015 Ecstasy konsumiert hatte. (Und danach in Absprache mit dem Arzt die Dosis erhöht habe). Jetzt gibt es wieder ähnliche, aber etwas verändert, weshalb ich nicht glaube, dass das allein mit dem Mittel zu tun hat.
Das könnte auch möglich sein. Es ist ganz schwer, das einzuschätzen. Manchmal hilft nur vorsichtig Ausprobieren.
Genau, das denke ich auch. Ganz vorsichtig wäre vielleicht noch weniger als 10 %, also 5 % oder?
Dann würde ich mit einer Reduktion noch etwas warten, bis der Schlaf sich auf diesem Level stabilisiert hat. Zumal die Bilder ja auch etwas weniger geworden sind. Vielleicht stabilisiert sich das auch.
Ja, das mit dem Schlaf hätte ich auch gern erst wieder stabiler. Unbedingt weniger sind sie nicht geworden, aber verändert, manchmal schwächer. Ich denke, dass das die Grenzen des Forums etwas übersteigt, da müssen dann vielleicht die Psychologen ran. Oder: falls jemand für so etwas noch andere Foren empfehlen kann, immer her damit!
Steht der Wechsel nach zuhause denn jetzt an? Das spräche auch eher dafür mit der Reduktion noch zu warten, bis du dich wieder an das Zuhausesein gewöhnt hast.
Ja, das steht als nächstes an, und ich denke auch, dass ist dann die nächste Herausforderung, die ich erstmal bewältigen muss. Wenn das klappt und einigermaßen stabil ist, würde ich den nächsten Mini-Reduktionsschritt angehen.

Oh, und noch etwas ist sehr schwer: Ich habe das Gefühl, mein emotionales Mitschwingen mit Anderen, Empathie, Mitfühlen ist gerade nur sehr eingeschränkt vorhanden, wenn überhaupt. Kennt Ihr das von Anderen, die entziehen? Kann ich die Hoffnung haben, dass das wiederkommt? Es kann ja auch mit daran liegen, dass ich im Moment so auf mich und meine Symptome fokussiert bin, dass wenig Raum für Andere bleibt.

Danke, dass Ihr da seid.

Liebe Grüße,

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12. Mai: Schlaf etwas besser (6 Stunden am Stück), Sprechen im Schlaf, dafür tagsüber heftige innere Bilder
13. Mai: Schlaf etwas kürzer (5 Stunden am Stück), dafür Besserung der Bilder/Fantasien
14. Mai: weiterhin 70 mg Amisulprid, zusätzlich 3x 450 mg Baldrian, beim Einschlafen ein recht deutliches erschreckendes Bild

Langfristiger Absetzplan: Alle 6 Wochen 5% (mit individuell hergestellten Kapseln; den Einnahmezeitpunkt hatte ich schon schrittweise auf 10 Uhr morgens verschoben)
14. Juli 2017: Beginn mit 66,5 mg Amisulprid
25. August: 63mg
6. Oktober: 59,5mg (bis laufend auf dieser Dosis; relativ symptomfrei, jedenfalls kann ich aktuelle "Symptome" nicht auf die Reduktion schieben)
26. Oktober: Erhöhung auf 60,5 mg mit Wasserlösemethode wegen starker Symptome
4. November: Erhöhung auf 61,5 mg mit Wasserlösemethode (weiterhin stark gestörter Schlaf und belastende Bilder/ Zwangsgedanken)
11. Januar: Weiterhin 61,5 mg mit Wasserlösemethode, weiterhin Zwangsgedanken, jetzt noch Brennen der Nerven, starke Schlafstörungen
17. Januar: 1 mg Tavor wegen extremem Schlafmangel

inandout
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Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von inandout » Donnerstag, 25.05.17, 13:12

Hallo liebes Forum,

ich weiß, es kann manchmal etwas länger dauern mit der Antwort. Nur für den Fall dass es übersehen wurde, hatte ich noch eine Frage.

Kann der ganze Absetz/ Reduktionsprozess auch das emotionale Mitschwingen mit Anderen einschränken, also das normale Mitfühlen? Das stelle ich bei mir fest, ist ziemlich schlimm, weil ich es ja auch anders von mir kenne. Ich könnte mir gut vorstellen, dass die Konzentration auf sich und seine Symptome natürlich dazu beiträgt, aber vielleicht ist da auch chemische Wirkung mit dabei.

Wäre dankbar über Erfahrungsberichte.

Liebe Grüße,

inandout
Ausgangsmedikation (im größten Teil des Verlaufs wusste ich noch nichts von ADFD). Das ist leider nur eine nicht ganz genaue Rekonstruktion:

Mit Psychiatern:

Juli 2009: 800 mg Amisulprid (Klinikentlassung)
Okt. 2011: 400 mg Amisulprid
März 2012: 200 mg Amisulprid
Anfang 2013: 150 mg Amisulprid
Juli 2013: 50 mg Amisulprid
August 2013: 100 mg Amisulprid
Anfang 2014: 75 mg Amisulprid
September 2015: 50 mg Amisulprid
Anfang 2016: 100 mg Amisulprid
Juli 2016: 75 mg Amisulprid

Auf eigene Faust:

Januar 2017: Kaltentzug Alkohol (vorher über Jahre fast jeden Abend zwei Bier)

8. März 2017: 50 mg Amisulprid
zwischenzeitlich 62,5 mg Amisulprid, außerdem ca. 8. - 24. März jede Nacht 20 mg Oxazepam, dann kalt entzogen
7. April 2017: 75 mg Amisulprid
16. April 2017: 50 mg Amisulprid (wg. paradoxer Effekte)
seit ca. 23. April: 75 mg Amisulprid (weil die Entzugssymptome nicht auszuhalten waren)
27. April: 70 mg Amisulprid (Wasserlösmethode)
28. April: 70 mg Amisulprid (ab jetzt Feinwaage, scheint mir genauer), Symptome: belastende innere Bilder, Fantasien, Schlafstörungen
29. April: 70 mg Amisulprid, Symptome: Unwirklichkeitsgefühle, abends "Fluten" oder "Schwimmen" im Kopf
2. Mai: Umstieg auf 50 mg Amisulprid + 20 mg Lösung, damit die Dosis exakt ist (meine Feinwaage war mir zu ungenau)
4. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, Symptome: Schlafstörungen anhaltend, belastende Fantasien
11. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, damit immerhin 14 Tage geschafft, ohne dass etwas Schlimmes passiert ist. Symptome: Schlafstörungen, belastende Bilder/ Fantasien, teilweise Hoffnungslosigkeit, im schlaf starkes schwitzen
12. Mai: Schlaf etwas besser (6 Stunden am Stück), Sprechen im Schlaf, dafür tagsüber heftige innere Bilder
13. Mai: Schlaf etwas kürzer (5 Stunden am Stück), dafür Besserung der Bilder/Fantasien
14. Mai: weiterhin 70 mg Amisulprid, zusätzlich 3x 450 mg Baldrian, beim Einschlafen ein recht deutliches erschreckendes Bild

Langfristiger Absetzplan: Alle 6 Wochen 5% (mit individuell hergestellten Kapseln; den Einnahmezeitpunkt hatte ich schon schrittweise auf 10 Uhr morgens verschoben)
14. Juli 2017: Beginn mit 66,5 mg Amisulprid
25. August: 63mg
6. Oktober: 59,5mg (bis laufend auf dieser Dosis; relativ symptomfrei, jedenfalls kann ich aktuelle "Symptome" nicht auf die Reduktion schieben)
26. Oktober: Erhöhung auf 60,5 mg mit Wasserlösemethode wegen starker Symptome
4. November: Erhöhung auf 61,5 mg mit Wasserlösemethode (weiterhin stark gestörter Schlaf und belastende Bilder/ Zwangsgedanken)
11. Januar: Weiterhin 61,5 mg mit Wasserlösemethode, weiterhin Zwangsgedanken, jetzt noch Brennen der Nerven, starke Schlafstörungen
17. Januar: 1 mg Tavor wegen extremem Schlafmangel

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Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 25.05.17, 13:44

Hallo inandout,

sorry, dass deine Frage übersehen wurde.
Das passiert manchmal, dann bitte wirklich noch mal melden und nachfragen, so wie du es getan hast :) .

Also das ist gut möglich, dass das emotionale Mitschwingen / die Empathie im Entzug etwas flöten geht.
Meistens wechseln sich solche Phasen dann auch wieder ab mit Zeiten, in denen man sich den anderen sehr verbunden fühlt.
Inwieweit da chemisch was am Mitwirken ist, das entzieht sich meiner Kenntnis, aber da sich natürlich das ganze Gehirn gewissermaßen im Umbau befindet, kann potentiell jede Region des Gehirns auch betroffen sein; selbstverständlich auch alle Gefühlsebenen.
Man kann aber davon ausgehen, dass sich das alles irgendwann reguliert.

Du sprichst auch einen wichtigen Faktor an - dieses Fixiertsein auf seinen eigenen Zustand und Symptome. Also ich kann mich an mich erinnern; ich war so von dem Schei* absorbiert, ich war nicht der Mensch, der ich eigentlich war :( . Da war mein Umgang mit anderen nicht immer optimal.

Grüße
Jamie
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Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von inandout » Montag, 05.06.17, 14:35

Lieber Entzieher*innen, lieber Jamie,

danke vor allem noch einmal für deinen letzten Beitrag, es hat mich schon sehr erleichtert zu hören, dass du kennst, was ich beschrieben habe. Im Moment kann ich mich auch wieder verbunden fühlen.

Was mein schlimmstes Symptom angeht, die fiesen Gewaltbilder, erlebe ich auch eine Besserung; die Auseinandersetzung und das Sprechen mit Anderen (Therapie und ein toller Träger, der diese psychiatrische Hauskrankenpflege anbietet, aber auch Freunde) hilft mir hier sehr.

Ich bin weiterhin auf 70 mg Amisulprid. Mehr als 6 Stunden Schlaf sind selten möglich.

Einige Fragen an Euch Erfahrene hätte ich noch (tut mir leid, dass es so umfangreich geworden ist):

1) Meint Ihr, dass unter diesen Umständen ein Abdosieren möglich ist? Oder sollte ich lieber noch länger am Schlaf arbeiten oder einfach darauf warten, dass der zunimmt? Meine Idee wäre auch, wenn überhaupt, noch weniger als 10% abzudosieren, also z.b. 5% über 6 Wochen... :schnecke: :schnecke: :schnecke:

2) Ich weiß noch nicht genau, wie ich mit dem Rauchen umgehen soll. Ich rauche viel, ich glaube im Moment über 20 Zigaretten am Tag. Ich weiß, dass sowohl das Nikotin als auch die Pacs (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) im Tabakrauch die Wirkung des NLs abschwächen. Natürlich würde ich das Rauchen gerne stark reduzieren oder aufhören. Peter Lehmann meint: gleichzeitig mit NL-Entzug ist es nicht zu empfehlen. Heißt das, ich muss so lange rauchen, wie ich NLs entziehe? Das könnte sehr lange dauern :( :( Oder könnte ich versuchen, zuerst mit dem Rauchen aufzuhören und nichts an den NLs zu verändern? Das hieße ja aber, dass die Wirkung der NLs wohl zunehmen würde?! Könnte ich dann nicht ohne Tabakrauch die NL-Dosis versuchen nach unten anzupassen?

3) Ich würde gern mittelfristig von meiner Kombi 50mg Tablette + 20 mg Lösung komplett auf Lösung umstellen, weil einfacher zu dosieren. Was wäre Eure Empfehlung, das langsam zu machen... individuelle Kapseln mit Pulver in Apotheke herstellen lassen, und dann langsam damit nach unten reduzieren und dafür die Lösung steigern? Falls ja, in welchen Schritten würdet Ihr das machen und über welchen Zeitraum?

4) Weiß jemand von Kapseln, die man auch mit Flüssigkeit befüllen kann oder eine andere gute Möglichkeit, um die Lösung vorzuportionieren? Ich kann nicht immer zu hause sein, wenn ich die Sachen einnehmen muss und hatte eine blöde Erfahrung in der Öffentlichkeit...

Vielen Dank und herzliche Grüße an die Tapferen,

inandout
Ausgangsmedikation (im größten Teil des Verlaufs wusste ich noch nichts von ADFD). Das ist leider nur eine nicht ganz genaue Rekonstruktion:

Mit Psychiatern:

Juli 2009: 800 mg Amisulprid (Klinikentlassung)
Okt. 2011: 400 mg Amisulprid
März 2012: 200 mg Amisulprid
Anfang 2013: 150 mg Amisulprid
Juli 2013: 50 mg Amisulprid
August 2013: 100 mg Amisulprid
Anfang 2014: 75 mg Amisulprid
September 2015: 50 mg Amisulprid
Anfang 2016: 100 mg Amisulprid
Juli 2016: 75 mg Amisulprid

Auf eigene Faust:

Januar 2017: Kaltentzug Alkohol (vorher über Jahre fast jeden Abend zwei Bier)

8. März 2017: 50 mg Amisulprid
zwischenzeitlich 62,5 mg Amisulprid, außerdem ca. 8. - 24. März jede Nacht 20 mg Oxazepam, dann kalt entzogen
7. April 2017: 75 mg Amisulprid
16. April 2017: 50 mg Amisulprid (wg. paradoxer Effekte)
seit ca. 23. April: 75 mg Amisulprid (weil die Entzugssymptome nicht auszuhalten waren)
27. April: 70 mg Amisulprid (Wasserlösmethode)
28. April: 70 mg Amisulprid (ab jetzt Feinwaage, scheint mir genauer), Symptome: belastende innere Bilder, Fantasien, Schlafstörungen
29. April: 70 mg Amisulprid, Symptome: Unwirklichkeitsgefühle, abends "Fluten" oder "Schwimmen" im Kopf
2. Mai: Umstieg auf 50 mg Amisulprid + 20 mg Lösung, damit die Dosis exakt ist (meine Feinwaage war mir zu ungenau)
4. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, Symptome: Schlafstörungen anhaltend, belastende Fantasien
11. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, damit immerhin 14 Tage geschafft, ohne dass etwas Schlimmes passiert ist. Symptome: Schlafstörungen, belastende Bilder/ Fantasien, teilweise Hoffnungslosigkeit, im schlaf starkes schwitzen
12. Mai: Schlaf etwas besser (6 Stunden am Stück), Sprechen im Schlaf, dafür tagsüber heftige innere Bilder
13. Mai: Schlaf etwas kürzer (5 Stunden am Stück), dafür Besserung der Bilder/Fantasien
14. Mai: weiterhin 70 mg Amisulprid, zusätzlich 3x 450 mg Baldrian, beim Einschlafen ein recht deutliches erschreckendes Bild

Langfristiger Absetzplan: Alle 6 Wochen 5% (mit individuell hergestellten Kapseln; den Einnahmezeitpunkt hatte ich schon schrittweise auf 10 Uhr morgens verschoben)
14. Juli 2017: Beginn mit 66,5 mg Amisulprid
25. August: 63mg
6. Oktober: 59,5mg (bis laufend auf dieser Dosis; relativ symptomfrei, jedenfalls kann ich aktuelle "Symptome" nicht auf die Reduktion schieben)
26. Oktober: Erhöhung auf 60,5 mg mit Wasserlösemethode wegen starker Symptome
4. November: Erhöhung auf 61,5 mg mit Wasserlösemethode (weiterhin stark gestörter Schlaf und belastende Bilder/ Zwangsgedanken)
11. Januar: Weiterhin 61,5 mg mit Wasserlösemethode, weiterhin Zwangsgedanken, jetzt noch Brennen der Nerven, starke Schlafstörungen
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