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Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Euer ADFD Team

Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

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Jamie
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Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von Jamie » Dienstag, 06.06.17, 9:55

Hallo inandout (schön wär´s, wenn es so einfach wäre, rein und raus mit den medis :roll: )
1) Meint Ihr, dass unter diesen Umständen ein Abdosieren möglich ist? Oder sollte ich lieber noch länger am Schlaf arbeiten oder einfach darauf warten, dass der zunimmt? Meine Idee wäre auch, wenn überhaupt, noch weniger als 10% abzudosieren, also z.b. 5% über 6 Wochen... :schnecke: :schnecke: :schnecke:

2) Ich weiß noch nicht genau, wie ich mit dem Rauchen umgehen soll. Ich rauche viel, ich glaube im Moment über 20 Zigaretten am Tag. Ich weiß, dass sowohl das Nikotin als auch die Pacs (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) im Tabakrauch die Wirkung des NLs abschwächen. Natürlich würde ich das Rauchen gerne stark reduzieren oder aufhören. Peter Lehmann meint: gleichzeitig mit NL-Entzug ist es nicht zu empfehlen. Heißt das, ich muss so lange rauchen, wie ich NLs entziehe? Das könnte sehr lange dauern :( :( Oder könnte ich versuchen, zuerst mit dem Rauchen aufzuhören und nichts an den NLs zu verändern? Das hieße ja aber, dass die Wirkung der NLs wohl zunehmen würde?! Könnte ich dann nicht ohne Tabakrauch die NL-Dosis versuchen nach unten anzupassen?

3) Ich würde gern mittelfristig von meiner Kombi 50mg Tablette + 20 mg Lösung komplett auf Lösung umstellen, weil einfacher zu dosieren. Was wäre Eure Empfehlung, das langsam zu machen... individuelle Kapseln mit Pulver in Apotheke herstellen lassen, und dann langsam damit nach unten reduzieren und dafür die Lösung steigern? Falls ja, in welchen Schritten würdet Ihr das machen und über welchen Zeitraum?

4) Weiß jemand von Kapseln, die man auch mit Flüssigkeit befüllen kann oder eine andere gute Möglichkeit, um die Lösung vorzuportionieren? Ich kann nicht immer zu hause sein, wenn ich die Sachen einnehmen muss und hatte eine blöde Erfahrung in der Öffentlichkeit...
zu 1) Ich würde weiter ein paar Wochen warten, auch wenn das frustrierend ist. Schlaf ist mega existentiell. Das sage ich nicht dahin, das weiß ich genau, weil ich seit 16 Jahren nicht mehr richtig schlafen kann und deshalb berentet bin.
Sollte irgendwann alles stagnieren und sich wirklich nichts mehr ändern mit dem Schlaf, dann kann man ja vielleicht einen weiteren Abdosierversuch unternehmen und schauen, ob und was passiert. Und ich würde dir auch empfehlen selbst dann nur kleine Schritte zu machen, zB deine genannten 5%.

zu 2) Ich sehe es ähnlich wie Peter Lehmann. Dein Körper kennt Psychopharmaka nur in Co-Wirkung mit Nikotin und es steht nicht nur zu vermuten, dass du beim Zigarettenweglassen in einen Doppelentzug fällst, sondern dass die Psychopharmaka plötzlich derart unberechenbar wirken, dass du womöglich in Gefahr gerätst, dass hier das ganze System kippt.
Ich habe nie geraucht und bin nicht so bewandert, was bei Rauchern möglich ist, aber könntest du dir ähnlich wie beim Psychopharmaka absetzen nicht vornehmen, zB alle 3 oder 4 Wochen eine Zigarette weniger am Tag zu rauchen? Sozusagen auch die Zigaretten ausschleichen? Dann könnte sich dein Körper vielleicht besser anpassen und du tätest trotzdem schon was für deine Gesundheit!

zu 3) ja, individualisierte Kapseln wären klasse, wenn du das verordnet bekommst und eben überlappend umstellen mit den Tropfen, wie auch von dir vorgeschlagen. Nicht starr im Kopf werden. Nur weil Tropfen praktischer sind, drauf bestehen, unbedingt nur noch die Tropfen zu nehmen. Das kann durchaus gut gehen, es kann aber auch sein, dass dein Körper das nicht mag. Flexibel bleiben :)
Zu den Dosierungen kann ich erst einmal nichts sagen, kommt auf deinen Zustand an. Ansonsten gilt weiter: alle 4-6 Wochen 10% reduzieren, empfindliche Personen nur 5%

zu 4) Kapseln sind nicht mit Flüssigkeiten befüllbar. Die Zellulose bzw. Gelatine wird durch den wässrigen Inhalt aufgelöst. Spezielle Flüssigweichkapseln, die eine Flüssigkeit umschließen, sind nur industriell durch ein komplexes Verfahren herstellbar.
Tipp: Banderole deines Fläschchens lösen oder neutrales Papier drüberkleben. Oder in der Apotheke ein Tropfglas / Braunglas kaufen und Tropfen in das neutrale Gefäß umfüllen, dann musst du aber unbedingt drauf achten, dass du den Tropfeinsatz deines Medikamentenfläschchens auf das Braunglas setzt, denn die Tropfendicke ist nicht genormt! Bloß nicht den Tropfeinsatz des Braunglasfläschchens verwenden.
Auf Nachfrage, was du da nimmst, antworten: homöopathische Tropfen zur Entgiftung oder Bachblüten :wink:

Grüße
Jamie
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Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von padma » Dienstag, 06.06.17, 13:25

hallo Inandout, :)

zu dem Rauchthema gibt es hier einen thread ( im Titel steht zwar AD, das Problem ist aber das gleiche) http://psychopharmaka-absetzen.de/austa ... 57&t=13227

liebe Grüsse,
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Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von inandout » Mittwoch, 07.06.17, 11:36

Hallo Jamie,
Jamie hat geschrieben:Hallo inandout (schön wär´s, wenn es so einfach wäre, rein und raus mit den medis :roll: )
:D Haha, allerdings.


zu 1) Ich würde weiter ein paar Wochen warten, auch wenn das frustrierend ist. Schlaf ist mega existentiell. Das sage ich nicht dahin, das weiß ich genau, weil ich seit 16 Jahren nicht mehr richtig schlafen kann und deshalb berentet bin.
Sollte irgendwann alles stagnieren und sich wirklich nichts mehr ändern mit dem Schlaf, dann kann man ja vielleicht einen weiteren Abdosierversuch unternehmen und schauen, ob und was passiert. Und ich würde dir auch empfehlen selbst dann nur kleine Schritte zu machen, zB deine genannten 5%.
Jap, sehe ich genauso. Tut mir sehr leid mit deinen 16 Jahren gestörtem Schlaf und macht mich gleich wieder unglaublich wütend auf das "Gesundheits"system :evil:


zu 2) Ich sehe es ähnlich wie Peter Lehmann. Dein Körper kennt Psychopharmaka nur in Co-Wirkung mit Nikotin und es steht nicht nur zu vermuten, dass du beim Zigarettenweglassen in einen Doppelentzug fällst, sondern dass die Psychopharmaka plötzlich derart unberechenbar wirken, dass du womöglich in Gefahr gerätst, dass hier das ganze System kippt.
Ich habe nie geraucht und bin nicht so bewandert, was bei Rauchern möglich ist, aber könntest du dir ähnlich wie beim Psychopharmaka absetzen nicht vornehmen, zB alle 3 oder 4 Wochen eine Zigarette weniger am Tag zu rauchen? Sozusagen auch die Zigaretten ausschleichen? Dann könnte sich dein Körper vielleicht besser anpassen und du tätest trotzdem schon was für deine Gesundheit!
Ich checke auch noch mal die bestehenden Threads zum Rauchen. Da muss ich mir echt eine passende Strategie überlegen. Der plötzliche Rauchstopp scheint jedenfalls übereinstimmend nicht empfohlen zu sein.
zu 3) ja, individualisierte Kapseln wären klasse, wenn du das verordnet bekommst und eben überlappend umstellen mit den Tropfen, wie auch von dir vorgeschlagen. Nicht starr im Kopf werden. Nur weil Tropfen praktischer sind, drauf bestehen, unbedingt nur noch die Tropfen zu nehmen. Das kann durchaus gut gehen, es kann aber auch sein, dass dein Körper das nicht mag. Flexibel bleiben :)
Zu den Dosierungen kann ich erst einmal nichts sagen, kommt auf deinen Zustand an. Ansonsten gilt weiter: alle 4-6 Wochen 10% reduzieren, empfindliche Personen nur 5%
okay, auch hier muss man also wieder ein bisschen ausprobieren.

zu 4) Kapseln sind nicht mit Flüssigkeiten befüllbar. Die Zellulose bzw. Gelatine wird durch den wässrigen Inhalt aufgelöst. Spezielle Flüssigweichkapseln, die eine Flüssigkeit umschließen, sind nur industriell durch ein komplexes Verfahren herstellbar.
Tipp: Banderole deines Fläschchens lösen oder neutrales Papier drüberkleben. Oder in der Apotheke ein Tropfglas / Braunglas kaufen und Tropfen in das neutrale Gefäß umfüllen, dann musst du aber unbedingt drauf achten, dass du den Tropfeinsatz deines Medikamentenfläschchens auf das Braunglas setzt, denn die Tropfendicke ist nicht genormt! Bloß nicht den Tropfeinsatz des Braunglasfläschchens verwenden.
Auf Nachfrage, was du da nimmst, antworten: homöopathische Tropfen zur Entgiftung oder Bachblüten :wink:
Ahh, gut zu wissen mit den Kapselen!
Ich habe kein Tropffläschchen, sondern es hat eine große Öffnung. Ich ziehe mit einer Insulinspritze meine Dosis daraus auf und nehme das dann mit etwas Wasser. Das wäre vielleicht auch für andere interessant, gerade weil du meinst, die Tropfengrößen sind nicht genormt: Mit der Insulinspritze kann ich sehr genau dosieren.

Beste Lösung jetzt für mich: Ich habe mir 10ml Fläschchen bestellt, und darein werde ich mit etwas Wasser meine Lösung vorportionieren. Dann habe ich sozusagen einen "Shot" immer dabei (in einer Umhängetasche, die ich mir auch besorge). Das geht schnell und ist nicht so auffällig. Genau, und wenn doch jemand fragt ist das eine naturheilkundliche Lösung.

Im Moment recht motivierte Grüße,

inandout
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Ausgangsmedikation (im größten Teil des Verlaufs wusste ich noch nichts von ADFD). Das ist leider nur eine nicht ganz genaue Rekonstruktion:

Mit Psychiatern:

Juli 2009: 800 mg Amisulprid (Klinikentlassung)
Okt. 2011: 400 mg Amisulprid
März 2012: 200 mg Amisulprid
Anfang 2013: 150 mg Amisulprid
Juli 2013: 50 mg Amisulprid
August 2013: 100 mg Amisulprid
Anfang 2014: 75 mg Amisulprid
September 2015: 50 mg Amisulprid
Anfang 2016: 100 mg Amisulprid
Juli 2016: 75 mg Amisulprid

Auf eigene Faust:

Januar 2017: Kaltentzug Alkohol (vorher über Jahre fast jeden Abend zwei Bier)

8. März 2017: 50 mg Amisulprid
zwischenzeitlich 62,5 mg Amisulprid, außerdem ca. 8. - 24. März jede Nacht 20 mg Oxazepam, dann kalt entzogen
7. April 2017: 75 mg Amisulprid
16. April 2017: 50 mg Amisulprid (wg. paradoxer Effekte)
seit ca. 23. April: 75 mg Amisulprid (weil die Entzugssymptome nicht auszuhalten waren)
27. April: 70 mg Amisulprid (Wasserlösmethode)
28. April: 70 mg Amisulprid (ab jetzt Feinwaage, scheint mir genauer), Symptome: belastende innere Bilder, Fantasien, Schlafstörungen
29. April: 70 mg Amisulprid, Symptome: Unwirklichkeitsgefühle, abends "Fluten" oder "Schwimmen" im Kopf
2. Mai: Umstieg auf 50 mg Amisulprid + 20 mg Lösung, damit die Dosis exakt ist (meine Feinwaage war mir zu ungenau)
4. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, Symptome: Schlafstörungen anhaltend, belastende Fantasien
11. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, damit immerhin 14 Tage geschafft, ohne dass etwas Schlimmes passiert ist. Symptome: Schlafstörungen, belastende Bilder/ Fantasien, teilweise Hoffnungslosigkeit, im schlaf starkes schwitzen
12. Mai: Schlaf etwas besser (6 Stunden am Stück), Sprechen im Schlaf, dafür tagsüber heftige innere Bilder
13. Mai: Schlaf etwas kürzer (5 Stunden am Stück), dafür Besserung der Bilder/Fantasien
14. Mai: weiterhin 70 mg Amisulprid, zusätzlich 3x 450 mg Baldrian, beim Einschlafen ein recht deutliches erschreckendes Bild

Langfristiger Absetzplan: Alle 6 Wochen 5% (mit individuell hergestellten Kapseln; den Einnahmezeitpunkt hatte ich schon schrittweise auf 10 Uhr morgens verschoben)
14. Juli 2017: Beginn mit 66,5 mg Amisulprid
25. August: 63mg
6. Oktober: 59,5mg (bis laufend auf dieser Dosis; relativ symptomfrei, jedenfalls kann ich aktuelle "Symptome" nicht auf die Reduktion schieben)
26. Oktober: Erhöhung auf 60,5 mg mit Wasserlösemethode wegen starker Symptome
4. November: Erhöhung auf 61,5 mg mit Wasserlösemethode (weiterhin stark gestörter Schlaf und belastende Bilder/ Zwangsgedanken)
11. Januar: Weiterhin 61,5 mg mit Wasserlösemethode, weiterhin Zwangsgedanken, jetzt noch Brennen der Nerven, starke Schlafstörungen
17. Januar: 1 mg Tavor wegen extremem Schlafmangel

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Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von inandout » Freitag, 16.06.17, 23:02

Hallo liebe Mods und alle,

habe eine neue Frage: Thema Müdigkeit und Neuroleptika. Ich schlafe nachts natürlich immer noch nicht so, wie ich es mir wünsche und wahrscheinlich auch nicht so erholsam, wie ich es früher mal konnte durch das ganze hin und her der letzten Medikamentenkrise.

Dafür werde ich jetzt nachmittags oft müde und schlafe dann zwei Stunden oder mehr; um 13 Uhr nehme ich mein Medikament, und ich denke die Müdigkeit kann auch daher kommen (obwohl ich das früher mit Medikament nicht hatte).

Gibts da Erfahrungen, was der beste Zeitpunkt der Einnahme von Neuroleptika ist? Ich würde es vielleicht wieder auf abends schieben.

Viele Grüße,
inandout
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7. April 2017: 75 mg Amisulprid
16. April 2017: 50 mg Amisulprid (wg. paradoxer Effekte)
seit ca. 23. April: 75 mg Amisulprid (weil die Entzugssymptome nicht auszuhalten waren)
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29. April: 70 mg Amisulprid, Symptome: Unwirklichkeitsgefühle, abends "Fluten" oder "Schwimmen" im Kopf
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26. Oktober: Erhöhung auf 60,5 mg mit Wasserlösemethode wegen starker Symptome
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Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von Jamie » Freitag, 16.06.17, 23:51

Hallo inandout :),

mein Gefühl sagt mir auch eher, dass der (frühe) Abend als Einnahmezeitpunkt bei NL zu bevorzugen ist.
Zu spät würde ich es nicht nehmen, um einen möglichen Hangover am nächsten Tag zu vermeiden.

Es ist auch so - wenn du aktuell nachmittags ein Nickerchen machst, dann nimmt das den Schlafdruck für die kommende Nacht und schlechterer Schlaf ist vorprogrammiert.
Insofern macht es vielleicht wirklich Sinn, die Einnahme wieder in den Abend zu legen.

Ich nehme an, dass deiner Gesamtsituation geschuldet aktuell vermutlich keine bessere Schlafqualität möglich ist und du mit dem operieren musst, was dir dein Körper anbietet. So lange mind. 5 Stunden zusammenkommen, wenn auch fragmentiert, ist dein Überleben gesichert. Und alles drüber ist ein Leckerlie :) . Wie ist denn dein Schlaf? Beschreib mal konkreter bitte.

Gute Nacht
Jamie (die oft das macht: :count-sheep: )
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Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von inandout » Montag, 19.06.17, 14:33

Hallo Jamie,

danke für die Antwort! Mein Schlaf war noch vor einer Woche so, dass ich um 4 Uhr oder 5 Uhr aufgewacht bin (Insbettgehzeit 0 Uhr), eigentlich dringend auf Toilette musste und nicht wieder richtig einschlafen konnte (dieses dringend müssen habe ich auch Stress und Gereiztheit zugeordnet). Dann habe ich meist noch so 2 - 3 Stunden Dösen oder sehr leichten Schlaf finden können. Alles in allem nicht so richtig erholsam. Seit ein paar Tagen habe ich jetzt aber manchmal sogar 7 bis 8 Stunden durchgeschlafen oder bin wenn dann nur kurz aufgewacht.

Ich bin der Meinung dass ich bei meiner Schlafqualität nie ganz Medi-Wirkung und was gerade im Leben los ist werde unterscheiden können. Denn die letzten Tage habe ich auch einfach ein paar für mich wichtige und gute Dinge erlebt und war besser ausgefüllt. In diesen letzten Tagen fiel auch der Nachmittagsschlaf weg und die Müdigkeit. Z.b. habe ich am Samstag auf einer Veranstaltung gespannt eine Diskussion verfolgt und währenddessen meine Medis genommen, Müdigkeit kam da nicht auf.

Ich werde also jetzt noch mal ein bisschen weiter beobachten, was so passiert, bevor ich entscheide, ob ich den Zeitpunkt verändere.

Alles gute für alle,

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Auf eigene Faust:

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8. März 2017: 50 mg Amisulprid
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7. April 2017: 75 mg Amisulprid
16. April 2017: 50 mg Amisulprid (wg. paradoxer Effekte)
seit ca. 23. April: 75 mg Amisulprid (weil die Entzugssymptome nicht auszuhalten waren)
27. April: 70 mg Amisulprid (Wasserlösmethode)
28. April: 70 mg Amisulprid (ab jetzt Feinwaage, scheint mir genauer), Symptome: belastende innere Bilder, Fantasien, Schlafstörungen
29. April: 70 mg Amisulprid, Symptome: Unwirklichkeitsgefühle, abends "Fluten" oder "Schwimmen" im Kopf
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26. Oktober: Erhöhung auf 60,5 mg mit Wasserlösemethode wegen starker Symptome
4. November: Erhöhung auf 61,5 mg mit Wasserlösemethode (weiterhin stark gestörter Schlaf und belastende Bilder/ Zwangsgedanken)
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Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von inandout » Samstag, 15.07.17, 11:29

Hallo alle,

so, ein kleines Update: Ich hatte schrittweise den Zeitpunkt der Einnahme meiner Mittel auf 10 Uhr morgens verschoben. Morgens ist für mich am einfachsten, dann muss ich nicht mitten am Tag oder abends daran denken. Seit gestern, 14. Juli, bin ich in die vorsichtige Reduktion eingestiegen (Plan ist alle 6 Wochen um 5% zu reduzieren), d.h. seit gestern von 70mg auf 66,5 mg Amisulprid (als Kapseln, die ich in der Apotheke habe machen lassen).

Mein Schlaf: Seit ca. 4 Wochen 7 Stunden am Stück ohne nachts wach zu werden. Früher waren mal 8 Stunden mindestens richtig für mich; aber wie gesagt kann ich nicht mehr unterscheiden, wodurch jetzt dieser 7 Stunden-Schlaf verursacht ist. Die Medis können ja auch paradoxe Wirkung haben, auch wenn sie eigentlich den Schlaf fördern sollen.

Meine Symptome von belastenden inneren Bildern/ Phantasien sind besser geworden, wenn auch noch im Hintergrund da. Ich habe als Hilfe gerade einen guten Träger der psychiatrischen Hauskrankenpflege und einen Therapeuten. Nächste Woche unterschreibe ich einen Vertrag für einen kleinen Job zusätzlich zu meiner freiberuflichen Arbeit.

Insgesamt fühlt sich dieser sehr vorsichtige Einstieg in den Ausstieg aus Neuroleptika sehr gut an;

ich wollte Euch aber fragen, wie Ihr das beurteilt, ob es sich für Euch auch stimmig anhört?

Beantworte natürlich gern weitere Fragen, die zur Einschätzung vielleicht notwendig sind.

Liebe Grüße,

inandout
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8. März 2017: 50 mg Amisulprid
zwischenzeitlich 62,5 mg Amisulprid, außerdem ca. 8. - 24. März jede Nacht 20 mg Oxazepam, dann kalt entzogen
7. April 2017: 75 mg Amisulprid
16. April 2017: 50 mg Amisulprid (wg. paradoxer Effekte)
seit ca. 23. April: 75 mg Amisulprid (weil die Entzugssymptome nicht auszuhalten waren)
27. April: 70 mg Amisulprid (Wasserlösmethode)
28. April: 70 mg Amisulprid (ab jetzt Feinwaage, scheint mir genauer), Symptome: belastende innere Bilder, Fantasien, Schlafstörungen
29. April: 70 mg Amisulprid, Symptome: Unwirklichkeitsgefühle, abends "Fluten" oder "Schwimmen" im Kopf
2. Mai: Umstieg auf 50 mg Amisulprid + 20 mg Lösung, damit die Dosis exakt ist (meine Feinwaage war mir zu ungenau)
4. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, Symptome: Schlafstörungen anhaltend, belastende Fantasien
11. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, damit immerhin 14 Tage geschafft, ohne dass etwas Schlimmes passiert ist. Symptome: Schlafstörungen, belastende Bilder/ Fantasien, teilweise Hoffnungslosigkeit, im schlaf starkes schwitzen
12. Mai: Schlaf etwas besser (6 Stunden am Stück), Sprechen im Schlaf, dafür tagsüber heftige innere Bilder
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14. Mai: weiterhin 70 mg Amisulprid, zusätzlich 3x 450 mg Baldrian, beim Einschlafen ein recht deutliches erschreckendes Bild

Langfristiger Absetzplan: Alle 6 Wochen 5% (mit individuell hergestellten Kapseln; den Einnahmezeitpunkt hatte ich schon schrittweise auf 10 Uhr morgens verschoben)
14. Juli 2017: Beginn mit 66,5 mg Amisulprid
25. August: 63mg
6. Oktober: 59,5mg (bis laufend auf dieser Dosis; relativ symptomfrei, jedenfalls kann ich aktuelle "Symptome" nicht auf die Reduktion schieben)
26. Oktober: Erhöhung auf 60,5 mg mit Wasserlösemethode wegen starker Symptome
4. November: Erhöhung auf 61,5 mg mit Wasserlösemethode (weiterhin stark gestörter Schlaf und belastende Bilder/ Zwangsgedanken)
11. Januar: Weiterhin 61,5 mg mit Wasserlösemethode, weiterhin Zwangsgedanken, jetzt noch Brennen der Nerven, starke Schlafstörungen
17. Januar: 1 mg Tavor wegen extremem Schlafmangel

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Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von padma » Samstag, 15.07.17, 18:56

hallo Inandout, :)

das hört sich für mich sehr stimmig an.

Besonders freut es mich, dass diese belastenden inneren Bilder besser geworden sind. :D

Dein Schlaf hat sich ja auch verbessert. 7 Stunden Schlaf am Stück ist an und für sich sehr gut. Im Entzug verschlechtert sich oft der Schlaf. Wenn du den Eindruck hast, dass dir 7 Stunden nicht ausreichen, könntest du tagsüber eine Entspannungsübung machen. Das hilft auch der Regeneration.

Dass du Unterstützung durch psychiatrische Pflege und einen Therapeuten hast, ist sehr gut.
Mit dem kleinen Job ist es gut, solange es dir gut tut und dich nicht überlastet.

Dein Plan alle 6 Wochen 5 % zu reduzieren, finde ich auch gut. Lieber langsam und dafür nachhaltig.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von inandout » Samstag, 29.07.17, 18:29

Hallo an alle,

manchmal vergisst man ja schon die Einnahme der Medikamente, mir geht es jedenfalls so (nicht oft). Aber meine Frage bezieht sich auf eine andere Situation:

Manchmal (auch das nicht mehr sehr häufig) bin ich mit Freunden am Wochenende länger unterwegs, gehe dann spät bzw. früh morgens ins Bett und würde also den normalen Einnahmezeitpunkt meiner Mittel um 10 Uhr verschlafen.

Was meint Ihr: ist es besser, es dann lieber vorher zu nehmen (dann hat man ja sozusagen eine höhere Dosis, weil die letzte Einnahme noch nicht so lange zurückliegt), oder verspätet nach dem Aufwachen nehmen, oder lieber dann einmal weglassen (ich habe die Erfahrung gemacht, dass nichts schlimmes passiert, wenn ich es einmal vergesse)?

Ich weiß, optimal ist das nicht, zeitig und regelmäßig ins Bett und regelmäßige Einnahme ist gut für uns.

Aber das weiß ich -- wenn ich mir jedes längere Zusammensein mit Freunden verbiete, macht das Leben auch gar keinen Spass mehr.

Viele Grüße,

inandout
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Mit Psychiatern:

Juli 2009: 800 mg Amisulprid (Klinikentlassung)
Okt. 2011: 400 mg Amisulprid
März 2012: 200 mg Amisulprid
Anfang 2013: 150 mg Amisulprid
Juli 2013: 50 mg Amisulprid
August 2013: 100 mg Amisulprid
Anfang 2014: 75 mg Amisulprid
September 2015: 50 mg Amisulprid
Anfang 2016: 100 mg Amisulprid
Juli 2016: 75 mg Amisulprid

Auf eigene Faust:

Januar 2017: Kaltentzug Alkohol (vorher über Jahre fast jeden Abend zwei Bier)

8. März 2017: 50 mg Amisulprid
zwischenzeitlich 62,5 mg Amisulprid, außerdem ca. 8. - 24. März jede Nacht 20 mg Oxazepam, dann kalt entzogen
7. April 2017: 75 mg Amisulprid
16. April 2017: 50 mg Amisulprid (wg. paradoxer Effekte)
seit ca. 23. April: 75 mg Amisulprid (weil die Entzugssymptome nicht auszuhalten waren)
27. April: 70 mg Amisulprid (Wasserlösmethode)
28. April: 70 mg Amisulprid (ab jetzt Feinwaage, scheint mir genauer), Symptome: belastende innere Bilder, Fantasien, Schlafstörungen
29. April: 70 mg Amisulprid, Symptome: Unwirklichkeitsgefühle, abends "Fluten" oder "Schwimmen" im Kopf
2. Mai: Umstieg auf 50 mg Amisulprid + 20 mg Lösung, damit die Dosis exakt ist (meine Feinwaage war mir zu ungenau)
4. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, Symptome: Schlafstörungen anhaltend, belastende Fantasien
11. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, damit immerhin 14 Tage geschafft, ohne dass etwas Schlimmes passiert ist. Symptome: Schlafstörungen, belastende Bilder/ Fantasien, teilweise Hoffnungslosigkeit, im schlaf starkes schwitzen
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Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 30.07.17, 11:40

Hallo inandout,

ich kann gut verstehen, dass du auch mal länger mit Freunden unterwegs sein willst.
Wenn ich mal länger schlafe, nehme ich meine Medikamente etwas später ein. Wenn du sie vor dem Schlafen nimmst, riskierst du, nicht gut oder sehr kurz zu schlafen.
Weglassen würde ich vorsichtshalber nicht. Auch wenn bei dir bisher nichts passiert ist, wenn du die Medis mal vergessen hast, kann es doch passieren, dass dein ZNS durcheinander gerät, gerade in der Absetzphase.

LG Ute
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Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von inandout » Freitag, 20.10.17, 11:10

Hallo liebe Mitleidenden,

ich habe das Forum etwas vernachlässigt und möchte mich jetzt mal zurückmelden. Ich hatte eine längere Phase des relativen Gutgehens, aktuell sieht es wieder etwas schwieriger aus. Meinen letzten Reduktionsschritt habe ich in die Signatur geschrieben. Symptome aktuell sind, dass wieder belastende innere Bilder aufgetaucht sind, die ich vorher hier im Thread schon mal beschrieben habe. Ich erahne den ungefähren Zusammenhang und kann sie wirklich nicht mehr auf die Reduktion von NL schieben, ausser in dem Sinne, dass die natürlich etwas deckeln können, was beim Absetzen leichter wieder auftaucht. Das Gute ist, dass ich bis jetzt ohne Kriseneinrichtung ausgekommen bin. Ich meditiere, und gehe auch mit einer solchen Haltung ans Schlafen, womit ich die Bilder, aber auch Katastrophenfantasien wie erneuter Klinikaufenthalt ganz gut bewältigen kann. Es geht darum, die Macht der selbsterfüllenden Prophezeiungen zu brechen. Ich werde so lange auf dem aktuellen Reduktionsschritt bleiben, bis ich wieder eine deutliche Besserung verspüre.

Gute Erfahrungen hatte ich mit mit der psychiatrischen Krankenpflege und einem bestimmten Träger gemacht, die Gespräche mit einem Mitarbeiter waren sehr sehr hilfreich. Leider kann das jetzt erstmal nicht weiter verordnet werden. Ausserdem löst meine Krankenkasse vielleicht schon zum Ende dieses Jahres den Vertrag mit dem Träger auf, der die Kriseneinrichtung betreibt. Komischerweise versetzt mich das alles nicht in Panik. Ich hoffe deshalb, weil ich mitterweile doch einige Stabilisierungsstrategien kenne, die mich unabhängiger machen, und nicht aus Blindheit.

Bei meinem Therapeuten habe ich mich erstmal abgemeldet, weil ich das Reden-müssen nicht mehr ertragen habe. Ich kam gerade nach einem guten Erlebnis zu ihm, und wollte genau das nicht totreden, mir ist aber auch nichts anderes zum Erzählen eingefallen. (Zum Thema habe Therapie habe ich im Teil "Diskussion" hier im Forum vorhin etwas geschrieben).

Habe erstmal keine Frage bis hierhin, aber wollte wieder etwas schreiben.

Ich hoffe, dass jeder_r ein Stück von dem findet, was er_sie braucht.

Viele Grüße,

inandout
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7. April 2017: 75 mg Amisulprid
16. April 2017: 50 mg Amisulprid (wg. paradoxer Effekte)
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28. April: 70 mg Amisulprid (ab jetzt Feinwaage, scheint mir genauer), Symptome: belastende innere Bilder, Fantasien, Schlafstörungen
29. April: 70 mg Amisulprid, Symptome: Unwirklichkeitsgefühle, abends "Fluten" oder "Schwimmen" im Kopf
2. Mai: Umstieg auf 50 mg Amisulprid + 20 mg Lösung, damit die Dosis exakt ist (meine Feinwaage war mir zu ungenau)
4. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, Symptome: Schlafstörungen anhaltend, belastende Fantasien
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26. Oktober: Erhöhung auf 60,5 mg mit Wasserlösemethode wegen starker Symptome
4. November: Erhöhung auf 61,5 mg mit Wasserlösemethode (weiterhin stark gestörter Schlaf und belastende Bilder/ Zwangsgedanken)
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Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von padma » Freitag, 20.10.17, 11:42

hallo Inandout, :)
Symptome aktuell sind, dass wieder belastende innere Bilder aufgetaucht sind, die ich vorher hier im Thread schon mal beschrieben habe. Ich erahne den ungefähren Zusammenhang und kann sie wirklich nicht mehr auf die Reduktion von NL schieben, ausser in dem Sinne, dass die natürlich etwas deckeln können, was beim Absetzen leichter wieder auftaucht.
Gut, dass du den Zusammenhang erahnen kannst. Dennoch kann es auch mit der Reduktion zusammen hängen, beim Reduzieren wird man durchlässiger für innere und äussere Reize. Und emotionale Problematiken können vorübergehend verstärkt werden.

Gut, dass du einen Weg gefunden hast, damit umzugehen.
Ich werde so lange auf dem aktuellen Reduktionsschritt bleiben, bis ich wieder eine deutliche Besserung verspüre.
Ja, das ist gut.

Du scheinst insgesamt auf einem guten Weg zu sein.

liebe Grüsse,
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Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von inandout » Mittwoch, 25.10.17, 18:24

Hallo Ihr Lieben,

ich wollte euch mal fragen, ob ihr mit der Dosierung wieder raufgehen würdet, wenn die Symptome nicht besser werden?! Also aktuell geht es noch um die Bilder, und vor allem den gestörten Schlaf.

Bin ja am 6. Oktober von 63mg auf 59,5 mg gegangen (wie in Signatur), davor ging es mir ziemlich gut. Ich weiß, dass es nicht NUR an der Reduktion liegen kann, ich bin eben auch durch Zufall und Laune einem schwierigen Thema wieder näher gekommen.

Ich frage mich natürlich: Wenn ich bei Symptomen immer wieder hoch gehe, dann schiebe ich ja weg, was ich eigentlich bearbeiten will/ muss, deswegen würde ich das sehr ungern. Was meint ihr??

Den Schlaf habe ich trotz Störungen einigermaßen im Griff, auch wenn es sich wie harte Arbeit anfühlt (sprich ich wache nach 4 - 5 Stunden auf, kann dann aber mit etwas schreiben und einer meditativen Haltung meistens noch 2-3 Stunden weiterschlafen), die belastenden gewalttätigen Bilder sind aber noch da (auch wenn ich mit ihnen umgehe, z.b. durch schreiben). Außerdem ist neu wieder ein Satz, ein Gedanke aufgetaucht, der mir Angst macht, der vom Inhalt her psychotisch ist. Ich schaffe es aber, dass er sich nicht festsetzt. Naja, es ist alles verdammt viel, die einfache Tour wäre, wieder eine höhere Dosis schlucken.

Viele Grüße,

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Beitrag von Ululu 69 » Mittwoch, 25.10.17, 19:48

Hallo inandout,

Es tut mir sehr leid, dass du dich auf der neuen Dosis nicht stabilisieren kannst.
Meine Idee wäre, vielleicht 1mg wieder aufzudosieren, als auf 60,5 mg zu gehen.
Dann hättest du einen Absetzschritt gemacht und könntest dir vielleicht die Chance geben, wieder etwas stabiler zu werden.
Du hättest dann quasi einen Mittelweg.

Gut, dass du Wege gefunden hast, zu deinem Schlaf zu kommen.
Pass gut auf dich auf.

LG Ute
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Beitrag von inandout » Donnerstag, 26.10.17, 11:14

Danke Ute,

vielleicht ist das eine gute Idee; allerdings habe ich keine 1 mg Kapseln, und auch nicht mehr die Lösung Amisulprid. Die Lösung wäre ja auch wieder eine Umstellung, die ich dem Körper zumute. Also 1 mg Kapseln machen lassen, und dann eben warten müssen, bis sie fertig sind? Und wie würde es danach weiter gehen, dann mit 5 Prozent Schritten wie geplant, nur dann 5 Prozent von 60,5 mg?

Liebe Grüße,

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seit ca. 23. April: 75 mg Amisulprid (weil die Entzugssymptome nicht auszuhalten waren)
27. April: 70 mg Amisulprid (Wasserlösmethode)
28. April: 70 mg Amisulprid (ab jetzt Feinwaage, scheint mir genauer), Symptome: belastende innere Bilder, Fantasien, Schlafstörungen
29. April: 70 mg Amisulprid, Symptome: Unwirklichkeitsgefühle, abends "Fluten" oder "Schwimmen" im Kopf
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4. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, Symptome: Schlafstörungen anhaltend, belastende Fantasien
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Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von Ululu 69 » Donnerstag, 26.10.17, 12:45

Hallo inandout, :)

wenn du Kapseln zu 59,5 mg hast, könntest du auch einfach zusätzlich 1 mg mit der Wasserlösmethode herstellen und zusätzlich nehmen.
Dann würde ich erstmal abwarten, bis du dich wirklich stabilisiert hast.

Danach könntest du es wieder mit 5 %, dann eben von 60,5 mg, versuchen.
Manchmal macht ein einzelner Schritt mehr Probleme und die folgenden laufen wieder besser.
Im schlimmsten Fall musst du noch langsamer machen. :schnecke: :schnecke:

Ich wünsche dir viel Glück.

LG Ute
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Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von inandout » Donnerstag, 26.10.17, 15:39

Hallo Ute und alle,

vielen Dank nocheinmal! Wie entscheide ich nochmal, ob meine Tabletten bzw. der Inhalt der Kapseln wasserlöslich ist? Da möchte ich natürlich ganz sicher sein.

Was ich mich auch frage: ich rauche ja, und nicht immer gleich viel. Gerade jetzt, wenn es mir nicht gut geht, rauche ich mehr und setze damit die Wirkung herab. Kann ein Miligramm da wirklich spürbar sein? (Es ist leider sehr schwer für mich, das Rauchen in solchen Situationen zu kontrollieren).

Ein Höllenfluch sei auf die Psychiatrie gelegt, so schlimm wie unsere Hölle (naja, sie wissen es nicht besser, jedenfalls meistens).

Viele Grüße,

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Anfang 2014: 75 mg Amisulprid
September 2015: 50 mg Amisulprid
Anfang 2016: 100 mg Amisulprid
Juli 2016: 75 mg Amisulprid

Auf eigene Faust:

Januar 2017: Kaltentzug Alkohol (vorher über Jahre fast jeden Abend zwei Bier)

8. März 2017: 50 mg Amisulprid
zwischenzeitlich 62,5 mg Amisulprid, außerdem ca. 8. - 24. März jede Nacht 20 mg Oxazepam, dann kalt entzogen
7. April 2017: 75 mg Amisulprid
16. April 2017: 50 mg Amisulprid (wg. paradoxer Effekte)
seit ca. 23. April: 75 mg Amisulprid (weil die Entzugssymptome nicht auszuhalten waren)
27. April: 70 mg Amisulprid (Wasserlösmethode)
28. April: 70 mg Amisulprid (ab jetzt Feinwaage, scheint mir genauer), Symptome: belastende innere Bilder, Fantasien, Schlafstörungen
29. April: 70 mg Amisulprid, Symptome: Unwirklichkeitsgefühle, abends "Fluten" oder "Schwimmen" im Kopf
2. Mai: Umstieg auf 50 mg Amisulprid + 20 mg Lösung, damit die Dosis exakt ist (meine Feinwaage war mir zu ungenau)
4. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, Symptome: Schlafstörungen anhaltend, belastende Fantasien
11. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, damit immerhin 14 Tage geschafft, ohne dass etwas Schlimmes passiert ist. Symptome: Schlafstörungen, belastende Bilder/ Fantasien, teilweise Hoffnungslosigkeit, im schlaf starkes schwitzen
12. Mai: Schlaf etwas besser (6 Stunden am Stück), Sprechen im Schlaf, dafür tagsüber heftige innere Bilder
13. Mai: Schlaf etwas kürzer (5 Stunden am Stück), dafür Besserung der Bilder/Fantasien
14. Mai: weiterhin 70 mg Amisulprid, zusätzlich 3x 450 mg Baldrian, beim Einschlafen ein recht deutliches erschreckendes Bild

Langfristiger Absetzplan: Alle 6 Wochen 5% (mit individuell hergestellten Kapseln; den Einnahmezeitpunkt hatte ich schon schrittweise auf 10 Uhr morgens verschoben)
14. Juli 2017: Beginn mit 66,5 mg Amisulprid
25. August: 63mg
6. Oktober: 59,5mg (bis laufend auf dieser Dosis; relativ symptomfrei, jedenfalls kann ich aktuelle "Symptome" nicht auf die Reduktion schieben)
26. Oktober: Erhöhung auf 60,5 mg mit Wasserlösemethode wegen starker Symptome
4. November: Erhöhung auf 61,5 mg mit Wasserlösemethode (weiterhin stark gestörter Schlaf und belastende Bilder/ Zwangsgedanken)
11. Januar: Weiterhin 61,5 mg mit Wasserlösemethode, weiterhin Zwangsgedanken, jetzt noch Brennen der Nerven, starke Schlafstörungen
17. Januar: 1 mg Tavor wegen extremem Schlafmangel

inandout
Beiträge: 68
Registriert: Mittwoch, 26.04.17, 21:07

Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von inandout » Donnerstag, 26.10.17, 16:46

Hallo,

es gab mal im Forum einen Text für Freunde, der über das Absetzen informiert. Ich finde ihn gerade nicht mehr, kann mir da jemand helfen?

Viele Grüße,

inandout
Ausgangsmedikation (im größten Teil des Verlaufs wusste ich noch nichts von ADFD). Das ist leider nur eine nicht ganz genaue Rekonstruktion:

Mit Psychiatern:

Juli 2009: 800 mg Amisulprid (Klinikentlassung)
Okt. 2011: 400 mg Amisulprid
März 2012: 200 mg Amisulprid
Anfang 2013: 150 mg Amisulprid
Juli 2013: 50 mg Amisulprid
August 2013: 100 mg Amisulprid
Anfang 2014: 75 mg Amisulprid
September 2015: 50 mg Amisulprid
Anfang 2016: 100 mg Amisulprid
Juli 2016: 75 mg Amisulprid

Auf eigene Faust:

Januar 2017: Kaltentzug Alkohol (vorher über Jahre fast jeden Abend zwei Bier)

8. März 2017: 50 mg Amisulprid
zwischenzeitlich 62,5 mg Amisulprid, außerdem ca. 8. - 24. März jede Nacht 20 mg Oxazepam, dann kalt entzogen
7. April 2017: 75 mg Amisulprid
16. April 2017: 50 mg Amisulprid (wg. paradoxer Effekte)
seit ca. 23. April: 75 mg Amisulprid (weil die Entzugssymptome nicht auszuhalten waren)
27. April: 70 mg Amisulprid (Wasserlösmethode)
28. April: 70 mg Amisulprid (ab jetzt Feinwaage, scheint mir genauer), Symptome: belastende innere Bilder, Fantasien, Schlafstörungen
29. April: 70 mg Amisulprid, Symptome: Unwirklichkeitsgefühle, abends "Fluten" oder "Schwimmen" im Kopf
2. Mai: Umstieg auf 50 mg Amisulprid + 20 mg Lösung, damit die Dosis exakt ist (meine Feinwaage war mir zu ungenau)
4. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, Symptome: Schlafstörungen anhaltend, belastende Fantasien
11. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, damit immerhin 14 Tage geschafft, ohne dass etwas Schlimmes passiert ist. Symptome: Schlafstörungen, belastende Bilder/ Fantasien, teilweise Hoffnungslosigkeit, im schlaf starkes schwitzen
12. Mai: Schlaf etwas besser (6 Stunden am Stück), Sprechen im Schlaf, dafür tagsüber heftige innere Bilder
13. Mai: Schlaf etwas kürzer (5 Stunden am Stück), dafür Besserung der Bilder/Fantasien
14. Mai: weiterhin 70 mg Amisulprid, zusätzlich 3x 450 mg Baldrian, beim Einschlafen ein recht deutliches erschreckendes Bild

Langfristiger Absetzplan: Alle 6 Wochen 5% (mit individuell hergestellten Kapseln; den Einnahmezeitpunkt hatte ich schon schrittweise auf 10 Uhr morgens verschoben)
14. Juli 2017: Beginn mit 66,5 mg Amisulprid
25. August: 63mg
6. Oktober: 59,5mg (bis laufend auf dieser Dosis; relativ symptomfrei, jedenfalls kann ich aktuelle "Symptome" nicht auf die Reduktion schieben)
26. Oktober: Erhöhung auf 60,5 mg mit Wasserlösemethode wegen starker Symptome
4. November: Erhöhung auf 61,5 mg mit Wasserlösemethode (weiterhin stark gestörter Schlaf und belastende Bilder/ Zwangsgedanken)
11. Januar: Weiterhin 61,5 mg mit Wasserlösemethode, weiterhin Zwangsgedanken, jetzt noch Brennen der Nerven, starke Schlafstörungen
17. Januar: 1 mg Tavor wegen extremem Schlafmangel

Jamie
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Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 26.10.17, 16:52

Hi inandout :),

meinst du den hier?:
viewtopic.php?f=50&t=12279

Grüße
Jamie
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Jamie für den Beitrag:
inandout
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

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Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von padma » Donnerstag, 26.10.17, 18:54

hallo Inandout, :)
Wie entscheide ich nochmal, ob meine Tabletten bzw. der Inhalt der Kapseln wasserlöslich ist? Da möchte ich natürlich ganz sicher sein.
Du kannst hier nachschauen:
http://www.spitalpharmazie-basel.ch/pdf ... letten.pdf
Bzgl. der individuell hergestellten Kapseln würde ich in der Apotheke nachfragen.
Was ich mich auch frage: ich rauche ja, und nicht immer gleich viel. Gerade jetzt, wenn es mir nicht gut geht, rauche ich mehr und setze damit die Wirkung herab. Kann ein Miligramm da wirklich spürbar sein?
Es führt halt zu Dosisschwankungen und für Betroffene mit einem sensibilisierten ZNS kann sich das auswirken.
Du kannst es ja mal beobachten.

liebe Grüsse,
padma
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Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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27.12.2017: 0,425 mg es wird weiter ge :schnecke: t


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