Hinweis: hier klicken zum Schließen dieser Ankündigung ->
Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Euer ADFD Team

Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Auch für Antiepileptika (z.B. Lyrica/Pregabalin), Stimmungsstabilisierer und Stimulanzien
inandout
Beiträge: 68
Registriert: Mittwoch, 26.04.17, 21:07

Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von inandout » Donnerstag, 26.10.17, 19:22

padma hat geschrieben:hallo Inandout, :)

Du kannst hier nachschauen:
http://www.spitalpharmazie-basel.ch/pdf ... letten.pdf
Bzgl. der individuell hergestellten Kapseln würde ich in der Apotheke nachfragen.
Amisulprid ist nicht dabei (die die ich grad habe heißen auch Amisulprid, also gleich dem Wirkstoff). Sprich ich habe 50mg Tabletten von einer Firma, und 100mg Tabletten von einer anderen, beide haben auch als Handelsnamen "Amisulprid", aber in der Liste finde ich sie nicht. Kann ich auch ausprobieren, ob sie sich in Wasser lösen, oder sieht man es nicht?

Ich habe es heute morgen ausprobiert; Tablette zerstoßen und in lauwarmem Wasser min. 5 Minuten gerührt. Das Wasser wird schon trüb, was ich als gutes Zeichen sehen würde; andererseits sind noch viele kleine Partikel erkennbar. Habe dann aus dem gerührten Wirbel Spritze aufgezogen, die Flüssigkeit schmeckt schön bitter, was ich auch als gutes Zeichen sehen würde.

Kann man anhand dieser Infos sagen, ob das mit dem Lösen geklappt hat?

Liebe Grüße
Zuletzt geändert von inandout am Freitag, 27.10.17, 10:02, insgesamt 2-mal geändert.
Ausgangsmedikation (im größten Teil des Verlaufs wusste ich noch nichts von ADFD). Das ist leider nur eine nicht ganz genaue Rekonstruktion:

Mit Psychiatern:

Juli 2009: 800 mg Amisulprid (Klinikentlassung)
Okt. 2011: 400 mg Amisulprid
März 2012: 200 mg Amisulprid
Anfang 2013: 150 mg Amisulprid
Juli 2013: 50 mg Amisulprid
August 2013: 100 mg Amisulprid
Anfang 2014: 75 mg Amisulprid
September 2015: 50 mg Amisulprid
Anfang 2016: 100 mg Amisulprid
Juli 2016: 75 mg Amisulprid

Auf eigene Faust:

Januar 2017: Kaltentzug Alkohol (vorher über Jahre fast jeden Abend zwei Bier)

8. März 2017: 50 mg Amisulprid
zwischenzeitlich 62,5 mg Amisulprid, außerdem ca. 8. - 24. März jede Nacht 20 mg Oxazepam, dann kalt entzogen
7. April 2017: 75 mg Amisulprid
16. April 2017: 50 mg Amisulprid (wg. paradoxer Effekte)
seit ca. 23. April: 75 mg Amisulprid (weil die Entzugssymptome nicht auszuhalten waren)
27. April: 70 mg Amisulprid (Wasserlösmethode)
28. April: 70 mg Amisulprid (ab jetzt Feinwaage, scheint mir genauer), Symptome: belastende innere Bilder, Fantasien, Schlafstörungen
29. April: 70 mg Amisulprid, Symptome: Unwirklichkeitsgefühle, abends "Fluten" oder "Schwimmen" im Kopf
2. Mai: Umstieg auf 50 mg Amisulprid + 20 mg Lösung, damit die Dosis exakt ist (meine Feinwaage war mir zu ungenau)
4. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, Symptome: Schlafstörungen anhaltend, belastende Fantasien
11. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, damit immerhin 14 Tage geschafft, ohne dass etwas Schlimmes passiert ist. Symptome: Schlafstörungen, belastende Bilder/ Fantasien, teilweise Hoffnungslosigkeit, im schlaf starkes schwitzen
12. Mai: Schlaf etwas besser (6 Stunden am Stück), Sprechen im Schlaf, dafür tagsüber heftige innere Bilder
13. Mai: Schlaf etwas kürzer (5 Stunden am Stück), dafür Besserung der Bilder/Fantasien
14. Mai: weiterhin 70 mg Amisulprid, zusätzlich 3x 450 mg Baldrian, beim Einschlafen ein recht deutliches erschreckendes Bild

Langfristiger Absetzplan: Alle 6 Wochen 5% (mit individuell hergestellten Kapseln; den Einnahmezeitpunkt hatte ich schon schrittweise auf 10 Uhr morgens verschoben)
14. Juli 2017: Beginn mit 66,5 mg Amisulprid
25. August: 63mg
6. Oktober: 59,5mg (bis laufend auf dieser Dosis; relativ symptomfrei, jedenfalls kann ich aktuelle "Symptome" nicht auf die Reduktion schieben)
26. Oktober: Erhöhung auf 60,5 mg mit Wasserlösemethode wegen starker Symptome
4. November: Erhöhung auf 61,5 mg mit Wasserlösemethode (weiterhin stark gestörter Schlaf und belastende Bilder/ Zwangsgedanken)
11. Januar: Weiterhin 61,5 mg mit Wasserlösemethode, weiterhin Zwangsgedanken, jetzt noch Brennen der Nerven, starke Schlafstörungen
17. Januar: 1 mg Tavor wegen extremem Schlafmangel

inandout
Beiträge: 68
Registriert: Mittwoch, 26.04.17, 21:07

Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von inandout » Donnerstag, 26.10.17, 19:26

Jamie hat geschrieben:Hi inandout :),

meinst du den hier?:
viewtopic.php?f=50&t=12279

Grüße
Jamie
Danke Jamie, ja den meinte ich!
Ausgangsmedikation (im größten Teil des Verlaufs wusste ich noch nichts von ADFD). Das ist leider nur eine nicht ganz genaue Rekonstruktion:

Mit Psychiatern:

Juli 2009: 800 mg Amisulprid (Klinikentlassung)
Okt. 2011: 400 mg Amisulprid
März 2012: 200 mg Amisulprid
Anfang 2013: 150 mg Amisulprid
Juli 2013: 50 mg Amisulprid
August 2013: 100 mg Amisulprid
Anfang 2014: 75 mg Amisulprid
September 2015: 50 mg Amisulprid
Anfang 2016: 100 mg Amisulprid
Juli 2016: 75 mg Amisulprid

Auf eigene Faust:

Januar 2017: Kaltentzug Alkohol (vorher über Jahre fast jeden Abend zwei Bier)

8. März 2017: 50 mg Amisulprid
zwischenzeitlich 62,5 mg Amisulprid, außerdem ca. 8. - 24. März jede Nacht 20 mg Oxazepam, dann kalt entzogen
7. April 2017: 75 mg Amisulprid
16. April 2017: 50 mg Amisulprid (wg. paradoxer Effekte)
seit ca. 23. April: 75 mg Amisulprid (weil die Entzugssymptome nicht auszuhalten waren)
27. April: 70 mg Amisulprid (Wasserlösmethode)
28. April: 70 mg Amisulprid (ab jetzt Feinwaage, scheint mir genauer), Symptome: belastende innere Bilder, Fantasien, Schlafstörungen
29. April: 70 mg Amisulprid, Symptome: Unwirklichkeitsgefühle, abends "Fluten" oder "Schwimmen" im Kopf
2. Mai: Umstieg auf 50 mg Amisulprid + 20 mg Lösung, damit die Dosis exakt ist (meine Feinwaage war mir zu ungenau)
4. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, Symptome: Schlafstörungen anhaltend, belastende Fantasien
11. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, damit immerhin 14 Tage geschafft, ohne dass etwas Schlimmes passiert ist. Symptome: Schlafstörungen, belastende Bilder/ Fantasien, teilweise Hoffnungslosigkeit, im schlaf starkes schwitzen
12. Mai: Schlaf etwas besser (6 Stunden am Stück), Sprechen im Schlaf, dafür tagsüber heftige innere Bilder
13. Mai: Schlaf etwas kürzer (5 Stunden am Stück), dafür Besserung der Bilder/Fantasien
14. Mai: weiterhin 70 mg Amisulprid, zusätzlich 3x 450 mg Baldrian, beim Einschlafen ein recht deutliches erschreckendes Bild

Langfristiger Absetzplan: Alle 6 Wochen 5% (mit individuell hergestellten Kapseln; den Einnahmezeitpunkt hatte ich schon schrittweise auf 10 Uhr morgens verschoben)
14. Juli 2017: Beginn mit 66,5 mg Amisulprid
25. August: 63mg
6. Oktober: 59,5mg (bis laufend auf dieser Dosis; relativ symptomfrei, jedenfalls kann ich aktuelle "Symptome" nicht auf die Reduktion schieben)
26. Oktober: Erhöhung auf 60,5 mg mit Wasserlösemethode wegen starker Symptome
4. November: Erhöhung auf 61,5 mg mit Wasserlösemethode (weiterhin stark gestörter Schlaf und belastende Bilder/ Zwangsgedanken)
11. Januar: Weiterhin 61,5 mg mit Wasserlösemethode, weiterhin Zwangsgedanken, jetzt noch Brennen der Nerven, starke Schlafstörungen
17. Januar: 1 mg Tavor wegen extremem Schlafmangel

inandout
Beiträge: 68
Registriert: Mittwoch, 26.04.17, 21:07

Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von inandout » Freitag, 27.10.17, 13:44

Hallo,

so, also überhaupt selbst eine Dosis herstellen zu können, das ist schon mal ein gutes Gefühl. Ich frage mich, ob meine letzten Posts mit den Fragen wahrgenommen wurden (ich weiß ja, dass alle hier viel zu tun haben und ich will keinen Stress machen, deshalb bitte um Entschuldigung wenn ich reposte, aber manchmal wird ja auch etwas übersehen, ich muss jetzt immer hier auf die vierte Seite klicken, um meine eigenen Posts zu sehen).

Liebe Grüße,

inandout
Ausgangsmedikation (im größten Teil des Verlaufs wusste ich noch nichts von ADFD). Das ist leider nur eine nicht ganz genaue Rekonstruktion:

Mit Psychiatern:

Juli 2009: 800 mg Amisulprid (Klinikentlassung)
Okt. 2011: 400 mg Amisulprid
März 2012: 200 mg Amisulprid
Anfang 2013: 150 mg Amisulprid
Juli 2013: 50 mg Amisulprid
August 2013: 100 mg Amisulprid
Anfang 2014: 75 mg Amisulprid
September 2015: 50 mg Amisulprid
Anfang 2016: 100 mg Amisulprid
Juli 2016: 75 mg Amisulprid

Auf eigene Faust:

Januar 2017: Kaltentzug Alkohol (vorher über Jahre fast jeden Abend zwei Bier)

8. März 2017: 50 mg Amisulprid
zwischenzeitlich 62,5 mg Amisulprid, außerdem ca. 8. - 24. März jede Nacht 20 mg Oxazepam, dann kalt entzogen
7. April 2017: 75 mg Amisulprid
16. April 2017: 50 mg Amisulprid (wg. paradoxer Effekte)
seit ca. 23. April: 75 mg Amisulprid (weil die Entzugssymptome nicht auszuhalten waren)
27. April: 70 mg Amisulprid (Wasserlösmethode)
28. April: 70 mg Amisulprid (ab jetzt Feinwaage, scheint mir genauer), Symptome: belastende innere Bilder, Fantasien, Schlafstörungen
29. April: 70 mg Amisulprid, Symptome: Unwirklichkeitsgefühle, abends "Fluten" oder "Schwimmen" im Kopf
2. Mai: Umstieg auf 50 mg Amisulprid + 20 mg Lösung, damit die Dosis exakt ist (meine Feinwaage war mir zu ungenau)
4. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, Symptome: Schlafstörungen anhaltend, belastende Fantasien
11. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, damit immerhin 14 Tage geschafft, ohne dass etwas Schlimmes passiert ist. Symptome: Schlafstörungen, belastende Bilder/ Fantasien, teilweise Hoffnungslosigkeit, im schlaf starkes schwitzen
12. Mai: Schlaf etwas besser (6 Stunden am Stück), Sprechen im Schlaf, dafür tagsüber heftige innere Bilder
13. Mai: Schlaf etwas kürzer (5 Stunden am Stück), dafür Besserung der Bilder/Fantasien
14. Mai: weiterhin 70 mg Amisulprid, zusätzlich 3x 450 mg Baldrian, beim Einschlafen ein recht deutliches erschreckendes Bild

Langfristiger Absetzplan: Alle 6 Wochen 5% (mit individuell hergestellten Kapseln; den Einnahmezeitpunkt hatte ich schon schrittweise auf 10 Uhr morgens verschoben)
14. Juli 2017: Beginn mit 66,5 mg Amisulprid
25. August: 63mg
6. Oktober: 59,5mg (bis laufend auf dieser Dosis; relativ symptomfrei, jedenfalls kann ich aktuelle "Symptome" nicht auf die Reduktion schieben)
26. Oktober: Erhöhung auf 60,5 mg mit Wasserlösemethode wegen starker Symptome
4. November: Erhöhung auf 61,5 mg mit Wasserlösemethode (weiterhin stark gestörter Schlaf und belastende Bilder/ Zwangsgedanken)
11. Januar: Weiterhin 61,5 mg mit Wasserlösemethode, weiterhin Zwangsgedanken, jetzt noch Brennen der Nerven, starke Schlafstörungen
17. Januar: 1 mg Tavor wegen extremem Schlafmangel

padma
Team
Beiträge: 12602
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 30243 Mal
Danksagung erhalten: 15400 Mal

Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von padma » Freitag, 27.10.17, 16:56

hallo Indandout, :)

ich hatte den post gesehen (war aber noch nicht dazu gekommen), aber den Nachtrag habe ich erst gerade, auf deinen Hinweis hin, entdeckt. Wenn du etwas ergänzt, am besten in einem neuen Beitrag, sonst geht es wirklich unter.
Nochmal nachfragen ist auch okay, weil es kann wirklich was unter gehen.

I.d.R. können Tabletten, die weder retardiert sind noch mit einem speziellen magensaftresistenten Überzug versehen sind, zerkleinert werden. Warnhinweise in der Packungsbeilage sind zu beachten.

Der zweite Punkt ist, ob sich die Tablette im Wasser löst.
Ich habe es heute morgen ausprobiert; Tablette zerstoßen und in lauwarmem Wasser min. 5 Minuten gerührt. Das Wasser wird schon trüb, was ich als gutes Zeichen sehen würde; andererseits sind noch viele kleine Partikel erkennbar. Habe dann aus dem gerührten Wirbel Spritze aufgezogen, die Flüssigkeit schmeckt schön bitter, was ich auch als gutes Zeichen sehen würde.
Das hört sich gut an. Du könntest es noch länger stehen lassen, evtl. löst es sich dann noch besser.
Kleine Schwebeteilchen sind kein Problem, da sie aus dem Wirbel mit aufgezogen werden.

Ich denke, dass das klappen müsste. Du würdest zunächst nur das zusätzliche 1 mg mit der Wasserlösemethode herstellen, oder?
ich muss jetzt immer hier auf die vierte Seite klicken, um meine eigenen Posts zu sehen).
Kleiner Tipp: wenn du auf das kleine Quadrat rechts neben deinem Namen gehst, kommst du direkt zu dem letzten Beitrag in deinem thread.

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 3):
LinLinaUlulu 69Jamie
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
27.12.2017: 0,425 mg es wird weiter ge :schnecke: t


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

inandout
Beiträge: 68
Registriert: Mittwoch, 26.04.17, 21:07
Hat sich bedankt: 64 Mal
Danksagung erhalten: 51 Mal

Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von inandout » Freitag, 27.10.17, 18:23

padma hat geschrieben:hallo Indandout, :)

Ich denke, dass das klappen müsste. Du würdest zunächst nur das zusätzliche 1 mg mit der Wasserlösemethode herstellen, oder?

Kleiner Tipp: wenn du auf das kleine Quadrat rechts neben deinem Namen gehst, kommst du direkt zu dem letzten Beitrag in deinem thread.

liebe Grüsse,
padma
Hallo padma, hallo alle,

super, vielen Dank, das ist sehr beruhigend. Ja, erstmal mache ich nur 1mg mit der Methode. Ich würde aber denken, ich könnte ja noch höher gehen, wenn ich nicht stabiler werde, z.b. 2 mg? Wirklich super, dass wir selbst da was machen können, ohne zum Arzt zu rennen.

das kleine Quadrat habe ich noch nicht gefunden ;) Aber ich suche weiter.

Liebe Grüße
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor inandout für den Beitrag:
LinLina
Ausgangsmedikation (im größten Teil des Verlaufs wusste ich noch nichts von ADFD). Das ist leider nur eine nicht ganz genaue Rekonstruktion:

Mit Psychiatern:

Juli 2009: 800 mg Amisulprid (Klinikentlassung)
Okt. 2011: 400 mg Amisulprid
März 2012: 200 mg Amisulprid
Anfang 2013: 150 mg Amisulprid
Juli 2013: 50 mg Amisulprid
August 2013: 100 mg Amisulprid
Anfang 2014: 75 mg Amisulprid
September 2015: 50 mg Amisulprid
Anfang 2016: 100 mg Amisulprid
Juli 2016: 75 mg Amisulprid

Auf eigene Faust:

Januar 2017: Kaltentzug Alkohol (vorher über Jahre fast jeden Abend zwei Bier)

8. März 2017: 50 mg Amisulprid
zwischenzeitlich 62,5 mg Amisulprid, außerdem ca. 8. - 24. März jede Nacht 20 mg Oxazepam, dann kalt entzogen
7. April 2017: 75 mg Amisulprid
16. April 2017: 50 mg Amisulprid (wg. paradoxer Effekte)
seit ca. 23. April: 75 mg Amisulprid (weil die Entzugssymptome nicht auszuhalten waren)
27. April: 70 mg Amisulprid (Wasserlösmethode)
28. April: 70 mg Amisulprid (ab jetzt Feinwaage, scheint mir genauer), Symptome: belastende innere Bilder, Fantasien, Schlafstörungen
29. April: 70 mg Amisulprid, Symptome: Unwirklichkeitsgefühle, abends "Fluten" oder "Schwimmen" im Kopf
2. Mai: Umstieg auf 50 mg Amisulprid + 20 mg Lösung, damit die Dosis exakt ist (meine Feinwaage war mir zu ungenau)
4. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, Symptome: Schlafstörungen anhaltend, belastende Fantasien
11. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, damit immerhin 14 Tage geschafft, ohne dass etwas Schlimmes passiert ist. Symptome: Schlafstörungen, belastende Bilder/ Fantasien, teilweise Hoffnungslosigkeit, im schlaf starkes schwitzen
12. Mai: Schlaf etwas besser (6 Stunden am Stück), Sprechen im Schlaf, dafür tagsüber heftige innere Bilder
13. Mai: Schlaf etwas kürzer (5 Stunden am Stück), dafür Besserung der Bilder/Fantasien
14. Mai: weiterhin 70 mg Amisulprid, zusätzlich 3x 450 mg Baldrian, beim Einschlafen ein recht deutliches erschreckendes Bild

Langfristiger Absetzplan: Alle 6 Wochen 5% (mit individuell hergestellten Kapseln; den Einnahmezeitpunkt hatte ich schon schrittweise auf 10 Uhr morgens verschoben)
14. Juli 2017: Beginn mit 66,5 mg Amisulprid
25. August: 63mg
6. Oktober: 59,5mg (bis laufend auf dieser Dosis; relativ symptomfrei, jedenfalls kann ich aktuelle "Symptome" nicht auf die Reduktion schieben)
26. Oktober: Erhöhung auf 60,5 mg mit Wasserlösemethode wegen starker Symptome
4. November: Erhöhung auf 61,5 mg mit Wasserlösemethode (weiterhin stark gestörter Schlaf und belastende Bilder/ Zwangsgedanken)
11. Januar: Weiterhin 61,5 mg mit Wasserlösemethode, weiterhin Zwangsgedanken, jetzt noch Brennen der Nerven, starke Schlafstörungen
17. Januar: 1 mg Tavor wegen extremem Schlafmangel

padma
Team
Beiträge: 12602
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 30243 Mal
Danksagung erhalten: 15400 Mal

Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von padma » Freitag, 27.10.17, 22:11

hallo Inandout, :)
Ich würde aber denken, ich könnte ja noch höher gehen, wenn ich nicht stabiler werde, z.b. 2 mg?
Ja, das geht. Aber bleibe möglichst 10 - 14 Tage auf dem 1 mg mehr.
das kleine Quadrat habe ich noch nicht gefunden ;) Aber ich suche weiter.
Auf der Übersichtseite " Neuroleptika absetzen" in der Querspalte mit deinem thread, ganz rechts neben deinem Namen.
(Ich habe das erst nach Jahren entdeckt, also such in Ruhe) :?

Wenn du die noch nicht gelesenen Beiträge in deinem (oder einem anderen) thread direkt finden möchtest, dann kannst du auf das kleine rote Quadrat auch auf der Seite ganz links neben deinem Titel gehen. Das ist nur da, wenn du etwas noch nicht gelesen hast.

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag:
inandout
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
27.12.2017: 0,425 mg es wird weiter ge :schnecke: t


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

inandout
Beiträge: 68
Registriert: Mittwoch, 26.04.17, 21:07

Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von inandout » Samstag, 28.10.17, 12:06

Hallo Padma,

vielen Dank! Ja, ich versuche es mit dem 1 mg, ein Tag reicht da natürlich nicht. Also heute wieder. Ich habe übrigens letzte Nacht 5 mg Diazepam genommen und hoffe, damit nicht dem Stream des Forums komplett entgegen zu laufen ;) Es ist so: ich habe die Schachtel schon seit Ewigkeiten in meiner Schublade und weiß, dass ich nicht der Typ bin, der sich in eine Abhängigkeit begibt. Ich bin absolut bereit, mich ab heute wieder fürchterlich mit dem Schlaf zu quälen.

Aber es hat gutgetan, einfach EINMAL vier Stunden plus an Schlaf zu bekommen; ich habe mich auch gar nicht drauf verlassen, weil es auch schon mal nicht gewirkt hat, sondern es als Stützte benutzt (wenn man mit dieser Bereitschaft herangeht, wirkt es auch besser).

Wie schnell würdet ihr sagen, machen Benzos abhängig? Jedenfalls kann ich heute jetzt wenigstens einigermaßen den Tag genießen. Ich sehe das als eine Art Pause von starken Symptomen, die ich zwischendurch auch einmal brauche.

Irgendwann würde mich noch mal die Geschichte des Forums interessieren, also wer hat das wann aufgebaut, und wie habt Ihr all die Infos zusammengetragen. Ich bin wirklich sehr dankbar, dass es euch gibt (und gleichzeitig unfassbar, dass Betroffene das Nötige leisten, was wir nirgendwo sonst bekommen).

Ganz liebe Grüße,

inandout
Ausgangsmedikation (im größten Teil des Verlaufs wusste ich noch nichts von ADFD). Das ist leider nur eine nicht ganz genaue Rekonstruktion:

Mit Psychiatern:

Juli 2009: 800 mg Amisulprid (Klinikentlassung)
Okt. 2011: 400 mg Amisulprid
März 2012: 200 mg Amisulprid
Anfang 2013: 150 mg Amisulprid
Juli 2013: 50 mg Amisulprid
August 2013: 100 mg Amisulprid
Anfang 2014: 75 mg Amisulprid
September 2015: 50 mg Amisulprid
Anfang 2016: 100 mg Amisulprid
Juli 2016: 75 mg Amisulprid

Auf eigene Faust:

Januar 2017: Kaltentzug Alkohol (vorher über Jahre fast jeden Abend zwei Bier)

8. März 2017: 50 mg Amisulprid
zwischenzeitlich 62,5 mg Amisulprid, außerdem ca. 8. - 24. März jede Nacht 20 mg Oxazepam, dann kalt entzogen
7. April 2017: 75 mg Amisulprid
16. April 2017: 50 mg Amisulprid (wg. paradoxer Effekte)
seit ca. 23. April: 75 mg Amisulprid (weil die Entzugssymptome nicht auszuhalten waren)
27. April: 70 mg Amisulprid (Wasserlösmethode)
28. April: 70 mg Amisulprid (ab jetzt Feinwaage, scheint mir genauer), Symptome: belastende innere Bilder, Fantasien, Schlafstörungen
29. April: 70 mg Amisulprid, Symptome: Unwirklichkeitsgefühle, abends "Fluten" oder "Schwimmen" im Kopf
2. Mai: Umstieg auf 50 mg Amisulprid + 20 mg Lösung, damit die Dosis exakt ist (meine Feinwaage war mir zu ungenau)
4. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, Symptome: Schlafstörungen anhaltend, belastende Fantasien
11. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, damit immerhin 14 Tage geschafft, ohne dass etwas Schlimmes passiert ist. Symptome: Schlafstörungen, belastende Bilder/ Fantasien, teilweise Hoffnungslosigkeit, im schlaf starkes schwitzen
12. Mai: Schlaf etwas besser (6 Stunden am Stück), Sprechen im Schlaf, dafür tagsüber heftige innere Bilder
13. Mai: Schlaf etwas kürzer (5 Stunden am Stück), dafür Besserung der Bilder/Fantasien
14. Mai: weiterhin 70 mg Amisulprid, zusätzlich 3x 450 mg Baldrian, beim Einschlafen ein recht deutliches erschreckendes Bild

Langfristiger Absetzplan: Alle 6 Wochen 5% (mit individuell hergestellten Kapseln; den Einnahmezeitpunkt hatte ich schon schrittweise auf 10 Uhr morgens verschoben)
14. Juli 2017: Beginn mit 66,5 mg Amisulprid
25. August: 63mg
6. Oktober: 59,5mg (bis laufend auf dieser Dosis; relativ symptomfrei, jedenfalls kann ich aktuelle "Symptome" nicht auf die Reduktion schieben)
26. Oktober: Erhöhung auf 60,5 mg mit Wasserlösemethode wegen starker Symptome
4. November: Erhöhung auf 61,5 mg mit Wasserlösemethode (weiterhin stark gestörter Schlaf und belastende Bilder/ Zwangsgedanken)
11. Januar: Weiterhin 61,5 mg mit Wasserlösemethode, weiterhin Zwangsgedanken, jetzt noch Brennen der Nerven, starke Schlafstörungen
17. Januar: 1 mg Tavor wegen extremem Schlafmangel

Murmeline
Team
Beiträge: 11448
Registriert: Sonntag, 11.01.15, 13:50
Hat sich bedankt: 12474 Mal
Danksagung erhalten: 11118 Mal

Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von Murmeline » Samstag, 28.10.17, 12:20

Schönen Mittag!

Wichtige Infos zum Forum findest du unter diesen zwei Links:
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=12&t=1809

http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=12&t=1811

Es gab immer Aktive und Teammitglieder, die sich gekümmert haben. Das aktuelle Team ist seit 2013 gewachsen, Jamie ist die "Dienstälteste" :). Oliver ist einer der Gründer und kümmert sich inzwischen vorrangig um die Technik, außerdem ist er intern immer für uns da!

Infos werden von den aktiven nach Interesse und Zeit zusammengetragen.

Grüße, Murmeline
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Murmeline für den Beitrag (Insgesamt 3):
inandoutLinLinapadma
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

inandout
Beiträge: 68
Registriert: Mittwoch, 26.04.17, 21:07
Hat sich bedankt: 64 Mal
Danksagung erhalten: 51 Mal

Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von inandout » Samstag, 28.10.17, 12:31

Diesmal ebenfalls fröhliche Mittagsgrüße (induziert durch ausreichenden Schlaf ;))!

Ich hatte noch vergessen: gestern konnte ich wieder anfangen, meine Zigaretten zu zählen, denke das ist ein gutes Zeichen.

Wenn es mir gut geht, rauche ich immer um die 20 am Tag, also eine feste Dosis. Wenn ich wieder zählen kann, geht es in Richtung Normalität. Mir ist auch aufgefallen, dass ich ja in Krisen dann immer hektisch mehr rauche. Vielleicht kriege ich das einigermaßen in den Griff, indem ich andere Entspannungswege finde. Denn es kann gut sein, dass ich die Krisen ohne es zu wissen dann immer verschlimmere, weil ich ausgerechnet dann, wenn ich eh schon im Entzug der Neuroleptika bin, die Wirkung durch mehr Tabakrauch noch weiter herabsetze.

Jetzt taste ich mich jedenfalls langsam wieder an die normale Dosis heran. Man lernt nie aus, das ist ein gutes Gefühl!

Liebe Grüße
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor inandout für den Beitrag:
LinLina
Ausgangsmedikation (im größten Teil des Verlaufs wusste ich noch nichts von ADFD). Das ist leider nur eine nicht ganz genaue Rekonstruktion:

Mit Psychiatern:

Juli 2009: 800 mg Amisulprid (Klinikentlassung)
Okt. 2011: 400 mg Amisulprid
März 2012: 200 mg Amisulprid
Anfang 2013: 150 mg Amisulprid
Juli 2013: 50 mg Amisulprid
August 2013: 100 mg Amisulprid
Anfang 2014: 75 mg Amisulprid
September 2015: 50 mg Amisulprid
Anfang 2016: 100 mg Amisulprid
Juli 2016: 75 mg Amisulprid

Auf eigene Faust:

Januar 2017: Kaltentzug Alkohol (vorher über Jahre fast jeden Abend zwei Bier)

8. März 2017: 50 mg Amisulprid
zwischenzeitlich 62,5 mg Amisulprid, außerdem ca. 8. - 24. März jede Nacht 20 mg Oxazepam, dann kalt entzogen
7. April 2017: 75 mg Amisulprid
16. April 2017: 50 mg Amisulprid (wg. paradoxer Effekte)
seit ca. 23. April: 75 mg Amisulprid (weil die Entzugssymptome nicht auszuhalten waren)
27. April: 70 mg Amisulprid (Wasserlösmethode)
28. April: 70 mg Amisulprid (ab jetzt Feinwaage, scheint mir genauer), Symptome: belastende innere Bilder, Fantasien, Schlafstörungen
29. April: 70 mg Amisulprid, Symptome: Unwirklichkeitsgefühle, abends "Fluten" oder "Schwimmen" im Kopf
2. Mai: Umstieg auf 50 mg Amisulprid + 20 mg Lösung, damit die Dosis exakt ist (meine Feinwaage war mir zu ungenau)
4. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, Symptome: Schlafstörungen anhaltend, belastende Fantasien
11. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, damit immerhin 14 Tage geschafft, ohne dass etwas Schlimmes passiert ist. Symptome: Schlafstörungen, belastende Bilder/ Fantasien, teilweise Hoffnungslosigkeit, im schlaf starkes schwitzen
12. Mai: Schlaf etwas besser (6 Stunden am Stück), Sprechen im Schlaf, dafür tagsüber heftige innere Bilder
13. Mai: Schlaf etwas kürzer (5 Stunden am Stück), dafür Besserung der Bilder/Fantasien
14. Mai: weiterhin 70 mg Amisulprid, zusätzlich 3x 450 mg Baldrian, beim Einschlafen ein recht deutliches erschreckendes Bild

Langfristiger Absetzplan: Alle 6 Wochen 5% (mit individuell hergestellten Kapseln; den Einnahmezeitpunkt hatte ich schon schrittweise auf 10 Uhr morgens verschoben)
14. Juli 2017: Beginn mit 66,5 mg Amisulprid
25. August: 63mg
6. Oktober: 59,5mg (bis laufend auf dieser Dosis; relativ symptomfrei, jedenfalls kann ich aktuelle "Symptome" nicht auf die Reduktion schieben)
26. Oktober: Erhöhung auf 60,5 mg mit Wasserlösemethode wegen starker Symptome
4. November: Erhöhung auf 61,5 mg mit Wasserlösemethode (weiterhin stark gestörter Schlaf und belastende Bilder/ Zwangsgedanken)
11. Januar: Weiterhin 61,5 mg mit Wasserlösemethode, weiterhin Zwangsgedanken, jetzt noch Brennen der Nerven, starke Schlafstörungen
17. Januar: 1 mg Tavor wegen extremem Schlafmangel

padma
Team
Beiträge: 12602
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04

Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von padma » Samstag, 28.10.17, 22:19

hallo Inandout, :)

schön, dass es dir besser geht.
Aber es hat gutgetan, einfach EINMAL vier Stunden plus an Schlaf zu bekommen; ich habe mich auch gar nicht drauf verlassen, weil es auch schon mal nicht gewirkt hat, sondern es als Stützte benutzt
Sinnvoll und diszipliniert eingesetzt kann ein Benzo durchaus Sinn machen.
Wie schnell würdet ihr sagen, machen Benzos abhängig? Jedenfalls kann ich heute jetzt wenigstens einigermaßen den Tag genießen. Ich sehe das als eine Art Pause von starken Symptomen, die ich zwischendurch auch einmal brauche.
Mal als Pause ist völlig in Ordnung, wenn man sicher weiss, dass es bei dem "mal" bleibt.
Benzos können ab ca. 2 Wochen Einnahme abhängig machen. Als Notfallmittel oder zur Symptomdeckelung ist so 2 bis 3 x im Monat vertretbar.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
27.12.2017: 0,425 mg es wird weiter ge :schnecke: t


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

inandout
Beiträge: 68
Registriert: Mittwoch, 26.04.17, 21:07

Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von inandout » Sonntag, 29.10.17, 9:51

Hallo,

vielen Dank! Ich wollte noch fragen, warum ihr meint, mindestens 10-14 Tage meiner Dosis plus ein Milligram zu bleiben ist empfehlenswert. Ich denke mir, dass es wahrscheinlich darum geht, zu gucken, ob es reicht, und dieser Dosis die Chance auf Stabilisierung zu geben.

Allerdings kann ich meine Symptome wirklich kaum ertragen und überlege, zwei Milligram hochzugehen oder sogar den letzten Reduktionsschritt rückgängig zu machen. Ich kann die Symptome hier nicht breit erklären, aber sie sind wirklich schlimm.

Gestern ging es ja besser, aber heute war es mit dem Schlaf wieder schlecht und wenn ich wach bin plagen mich die Bilder, die ich hier schon einmal beschrieben habe.

Liebe Grüße,

inandout
Ausgangsmedikation (im größten Teil des Verlaufs wusste ich noch nichts von ADFD). Das ist leider nur eine nicht ganz genaue Rekonstruktion:

Mit Psychiatern:

Juli 2009: 800 mg Amisulprid (Klinikentlassung)
Okt. 2011: 400 mg Amisulprid
März 2012: 200 mg Amisulprid
Anfang 2013: 150 mg Amisulprid
Juli 2013: 50 mg Amisulprid
August 2013: 100 mg Amisulprid
Anfang 2014: 75 mg Amisulprid
September 2015: 50 mg Amisulprid
Anfang 2016: 100 mg Amisulprid
Juli 2016: 75 mg Amisulprid

Auf eigene Faust:

Januar 2017: Kaltentzug Alkohol (vorher über Jahre fast jeden Abend zwei Bier)

8. März 2017: 50 mg Amisulprid
zwischenzeitlich 62,5 mg Amisulprid, außerdem ca. 8. - 24. März jede Nacht 20 mg Oxazepam, dann kalt entzogen
7. April 2017: 75 mg Amisulprid
16. April 2017: 50 mg Amisulprid (wg. paradoxer Effekte)
seit ca. 23. April: 75 mg Amisulprid (weil die Entzugssymptome nicht auszuhalten waren)
27. April: 70 mg Amisulprid (Wasserlösmethode)
28. April: 70 mg Amisulprid (ab jetzt Feinwaage, scheint mir genauer), Symptome: belastende innere Bilder, Fantasien, Schlafstörungen
29. April: 70 mg Amisulprid, Symptome: Unwirklichkeitsgefühle, abends "Fluten" oder "Schwimmen" im Kopf
2. Mai: Umstieg auf 50 mg Amisulprid + 20 mg Lösung, damit die Dosis exakt ist (meine Feinwaage war mir zu ungenau)
4. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, Symptome: Schlafstörungen anhaltend, belastende Fantasien
11. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, damit immerhin 14 Tage geschafft, ohne dass etwas Schlimmes passiert ist. Symptome: Schlafstörungen, belastende Bilder/ Fantasien, teilweise Hoffnungslosigkeit, im schlaf starkes schwitzen
12. Mai: Schlaf etwas besser (6 Stunden am Stück), Sprechen im Schlaf, dafür tagsüber heftige innere Bilder
13. Mai: Schlaf etwas kürzer (5 Stunden am Stück), dafür Besserung der Bilder/Fantasien
14. Mai: weiterhin 70 mg Amisulprid, zusätzlich 3x 450 mg Baldrian, beim Einschlafen ein recht deutliches erschreckendes Bild

Langfristiger Absetzplan: Alle 6 Wochen 5% (mit individuell hergestellten Kapseln; den Einnahmezeitpunkt hatte ich schon schrittweise auf 10 Uhr morgens verschoben)
14. Juli 2017: Beginn mit 66,5 mg Amisulprid
25. August: 63mg
6. Oktober: 59,5mg (bis laufend auf dieser Dosis; relativ symptomfrei, jedenfalls kann ich aktuelle "Symptome" nicht auf die Reduktion schieben)
26. Oktober: Erhöhung auf 60,5 mg mit Wasserlösemethode wegen starker Symptome
4. November: Erhöhung auf 61,5 mg mit Wasserlösemethode (weiterhin stark gestörter Schlaf und belastende Bilder/ Zwangsgedanken)
11. Januar: Weiterhin 61,5 mg mit Wasserlösemethode, weiterhin Zwangsgedanken, jetzt noch Brennen der Nerven, starke Schlafstörungen
17. Januar: 1 mg Tavor wegen extremem Schlafmangel

inandout
Beiträge: 68
Registriert: Mittwoch, 26.04.17, 21:07

Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von inandout » Montag, 30.10.17, 15:46

Hallo,

ich poste nochmal. Ich bin bis jetzt auf dem 1mg plus geblieben und habe das Wochenende allerdings mit Benzos zum Schlafen überstanden (3 Nächte), jeweils die zweite Hälfte des Schlafs. Jetzt möchte ich es wieder ohne Benzo angehen.

Wenn es nicht geht, überlege ich, auf 2mg plus zu gehen. Besser dann 1,5 mg reduziert als nichts oder? Wie seht ihr das?

Liebe Grüße,

inandout
Ausgangsmedikation (im größten Teil des Verlaufs wusste ich noch nichts von ADFD). Das ist leider nur eine nicht ganz genaue Rekonstruktion:

Mit Psychiatern:

Juli 2009: 800 mg Amisulprid (Klinikentlassung)
Okt. 2011: 400 mg Amisulprid
März 2012: 200 mg Amisulprid
Anfang 2013: 150 mg Amisulprid
Juli 2013: 50 mg Amisulprid
August 2013: 100 mg Amisulprid
Anfang 2014: 75 mg Amisulprid
September 2015: 50 mg Amisulprid
Anfang 2016: 100 mg Amisulprid
Juli 2016: 75 mg Amisulprid

Auf eigene Faust:

Januar 2017: Kaltentzug Alkohol (vorher über Jahre fast jeden Abend zwei Bier)

8. März 2017: 50 mg Amisulprid
zwischenzeitlich 62,5 mg Amisulprid, außerdem ca. 8. - 24. März jede Nacht 20 mg Oxazepam, dann kalt entzogen
7. April 2017: 75 mg Amisulprid
16. April 2017: 50 mg Amisulprid (wg. paradoxer Effekte)
seit ca. 23. April: 75 mg Amisulprid (weil die Entzugssymptome nicht auszuhalten waren)
27. April: 70 mg Amisulprid (Wasserlösmethode)
28. April: 70 mg Amisulprid (ab jetzt Feinwaage, scheint mir genauer), Symptome: belastende innere Bilder, Fantasien, Schlafstörungen
29. April: 70 mg Amisulprid, Symptome: Unwirklichkeitsgefühle, abends "Fluten" oder "Schwimmen" im Kopf
2. Mai: Umstieg auf 50 mg Amisulprid + 20 mg Lösung, damit die Dosis exakt ist (meine Feinwaage war mir zu ungenau)
4. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, Symptome: Schlafstörungen anhaltend, belastende Fantasien
11. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, damit immerhin 14 Tage geschafft, ohne dass etwas Schlimmes passiert ist. Symptome: Schlafstörungen, belastende Bilder/ Fantasien, teilweise Hoffnungslosigkeit, im schlaf starkes schwitzen
12. Mai: Schlaf etwas besser (6 Stunden am Stück), Sprechen im Schlaf, dafür tagsüber heftige innere Bilder
13. Mai: Schlaf etwas kürzer (5 Stunden am Stück), dafür Besserung der Bilder/Fantasien
14. Mai: weiterhin 70 mg Amisulprid, zusätzlich 3x 450 mg Baldrian, beim Einschlafen ein recht deutliches erschreckendes Bild

Langfristiger Absetzplan: Alle 6 Wochen 5% (mit individuell hergestellten Kapseln; den Einnahmezeitpunkt hatte ich schon schrittweise auf 10 Uhr morgens verschoben)
14. Juli 2017: Beginn mit 66,5 mg Amisulprid
25. August: 63mg
6. Oktober: 59,5mg (bis laufend auf dieser Dosis; relativ symptomfrei, jedenfalls kann ich aktuelle "Symptome" nicht auf die Reduktion schieben)
26. Oktober: Erhöhung auf 60,5 mg mit Wasserlösemethode wegen starker Symptome
4. November: Erhöhung auf 61,5 mg mit Wasserlösemethode (weiterhin stark gestörter Schlaf und belastende Bilder/ Zwangsgedanken)
11. Januar: Weiterhin 61,5 mg mit Wasserlösemethode, weiterhin Zwangsgedanken, jetzt noch Brennen der Nerven, starke Schlafstörungen
17. Januar: 1 mg Tavor wegen extremem Schlafmangel

Jamie
Team
Beiträge: 13334
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37
Hat sich bedankt: 15608 Mal
Danksagung erhalten: 20010 Mal

Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von Jamie » Montag, 30.10.17, 16:22

Hallo inandout :),
Wenn es nicht geht, überlege ich, auf 2mg plus zu gehen. Besser dann 1,5 mg reduziert als nichts oder? Wie seht ihr das?
das finde ich eine vernünftige Idee.
Vor allem, dass du wieder von den Benzos wegkommst, das ist einfach so problematisch.
Ich drücke die Daumen, dass sich rasch Stabilität einstellt.
Ist schon eine echte Herausforderung, wenn jeder Krümel, den man weglassen will, sich als derart zäh erweist :whistle: .

Schönen Feiertag morgen
wünscht Jamie
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Jamie für den Beitrag (Insgesamt 4):
LinLinaUlulu 69inandoutpadma
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen
____________________________________________________________________________________________


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

inandout
Beiträge: 68
Registriert: Mittwoch, 26.04.17, 21:07
Hat sich bedankt: 64 Mal
Danksagung erhalten: 51 Mal

Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von inandout » Montag, 30.10.17, 18:23

Hallo Jamie,

dir auch einen schönen Feiertag, und allen anderen natürlich auch! Vor allem Symptom-Pausen, Symptom-Verschwinden und ein Stück vom Glück für alle.

inandout
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor inandout für den Beitrag (Insgesamt 2):
padmaUlulu 69
Ausgangsmedikation (im größten Teil des Verlaufs wusste ich noch nichts von ADFD). Das ist leider nur eine nicht ganz genaue Rekonstruktion:

Mit Psychiatern:

Juli 2009: 800 mg Amisulprid (Klinikentlassung)
Okt. 2011: 400 mg Amisulprid
März 2012: 200 mg Amisulprid
Anfang 2013: 150 mg Amisulprid
Juli 2013: 50 mg Amisulprid
August 2013: 100 mg Amisulprid
Anfang 2014: 75 mg Amisulprid
September 2015: 50 mg Amisulprid
Anfang 2016: 100 mg Amisulprid
Juli 2016: 75 mg Amisulprid

Auf eigene Faust:

Januar 2017: Kaltentzug Alkohol (vorher über Jahre fast jeden Abend zwei Bier)

8. März 2017: 50 mg Amisulprid
zwischenzeitlich 62,5 mg Amisulprid, außerdem ca. 8. - 24. März jede Nacht 20 mg Oxazepam, dann kalt entzogen
7. April 2017: 75 mg Amisulprid
16. April 2017: 50 mg Amisulprid (wg. paradoxer Effekte)
seit ca. 23. April: 75 mg Amisulprid (weil die Entzugssymptome nicht auszuhalten waren)
27. April: 70 mg Amisulprid (Wasserlösmethode)
28. April: 70 mg Amisulprid (ab jetzt Feinwaage, scheint mir genauer), Symptome: belastende innere Bilder, Fantasien, Schlafstörungen
29. April: 70 mg Amisulprid, Symptome: Unwirklichkeitsgefühle, abends "Fluten" oder "Schwimmen" im Kopf
2. Mai: Umstieg auf 50 mg Amisulprid + 20 mg Lösung, damit die Dosis exakt ist (meine Feinwaage war mir zu ungenau)
4. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, Symptome: Schlafstörungen anhaltend, belastende Fantasien
11. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, damit immerhin 14 Tage geschafft, ohne dass etwas Schlimmes passiert ist. Symptome: Schlafstörungen, belastende Bilder/ Fantasien, teilweise Hoffnungslosigkeit, im schlaf starkes schwitzen
12. Mai: Schlaf etwas besser (6 Stunden am Stück), Sprechen im Schlaf, dafür tagsüber heftige innere Bilder
13. Mai: Schlaf etwas kürzer (5 Stunden am Stück), dafür Besserung der Bilder/Fantasien
14. Mai: weiterhin 70 mg Amisulprid, zusätzlich 3x 450 mg Baldrian, beim Einschlafen ein recht deutliches erschreckendes Bild

Langfristiger Absetzplan: Alle 6 Wochen 5% (mit individuell hergestellten Kapseln; den Einnahmezeitpunkt hatte ich schon schrittweise auf 10 Uhr morgens verschoben)
14. Juli 2017: Beginn mit 66,5 mg Amisulprid
25. August: 63mg
6. Oktober: 59,5mg (bis laufend auf dieser Dosis; relativ symptomfrei, jedenfalls kann ich aktuelle "Symptome" nicht auf die Reduktion schieben)
26. Oktober: Erhöhung auf 60,5 mg mit Wasserlösemethode wegen starker Symptome
4. November: Erhöhung auf 61,5 mg mit Wasserlösemethode (weiterhin stark gestörter Schlaf und belastende Bilder/ Zwangsgedanken)
11. Januar: Weiterhin 61,5 mg mit Wasserlösemethode, weiterhin Zwangsgedanken, jetzt noch Brennen der Nerven, starke Schlafstörungen
17. Januar: 1 mg Tavor wegen extremem Schlafmangel

inandout
Beiträge: 68
Registriert: Mittwoch, 26.04.17, 21:07
Hat sich bedankt: 64 Mal
Danksagung erhalten: 51 Mal

Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von inandout » Sonntag, 05.11.17, 12:52

Hallo liebe alle,

kurzes Update: Habe mit Wasserlösemethode seit gestern noch einmal etwas erhöht auf 61,5 mg, weil mir das mit den Schlafstörungen und heftigen inneren Bildern zu viel war. Wirklich mühsam diese Reduktion :( Andererseits habe ich diesmal wenigstens die gute Erfahrung gemacht, selbst viel tun zu können, das ist trotz allem positiv. Bin gespannt, wie es weitergeht.

Ich wünsche allen ein Stück vom Glück, trotz allem.

Viele Grüße,

inandout
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor inandout für den Beitrag (Insgesamt 4):
JamieLinLinaAnnanaspadma
Ausgangsmedikation (im größten Teil des Verlaufs wusste ich noch nichts von ADFD). Das ist leider nur eine nicht ganz genaue Rekonstruktion:

Mit Psychiatern:

Juli 2009: 800 mg Amisulprid (Klinikentlassung)
Okt. 2011: 400 mg Amisulprid
März 2012: 200 mg Amisulprid
Anfang 2013: 150 mg Amisulprid
Juli 2013: 50 mg Amisulprid
August 2013: 100 mg Amisulprid
Anfang 2014: 75 mg Amisulprid
September 2015: 50 mg Amisulprid
Anfang 2016: 100 mg Amisulprid
Juli 2016: 75 mg Amisulprid

Auf eigene Faust:

Januar 2017: Kaltentzug Alkohol (vorher über Jahre fast jeden Abend zwei Bier)

8. März 2017: 50 mg Amisulprid
zwischenzeitlich 62,5 mg Amisulprid, außerdem ca. 8. - 24. März jede Nacht 20 mg Oxazepam, dann kalt entzogen
7. April 2017: 75 mg Amisulprid
16. April 2017: 50 mg Amisulprid (wg. paradoxer Effekte)
seit ca. 23. April: 75 mg Amisulprid (weil die Entzugssymptome nicht auszuhalten waren)
27. April: 70 mg Amisulprid (Wasserlösmethode)
28. April: 70 mg Amisulprid (ab jetzt Feinwaage, scheint mir genauer), Symptome: belastende innere Bilder, Fantasien, Schlafstörungen
29. April: 70 mg Amisulprid, Symptome: Unwirklichkeitsgefühle, abends "Fluten" oder "Schwimmen" im Kopf
2. Mai: Umstieg auf 50 mg Amisulprid + 20 mg Lösung, damit die Dosis exakt ist (meine Feinwaage war mir zu ungenau)
4. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, Symptome: Schlafstörungen anhaltend, belastende Fantasien
11. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, damit immerhin 14 Tage geschafft, ohne dass etwas Schlimmes passiert ist. Symptome: Schlafstörungen, belastende Bilder/ Fantasien, teilweise Hoffnungslosigkeit, im schlaf starkes schwitzen
12. Mai: Schlaf etwas besser (6 Stunden am Stück), Sprechen im Schlaf, dafür tagsüber heftige innere Bilder
13. Mai: Schlaf etwas kürzer (5 Stunden am Stück), dafür Besserung der Bilder/Fantasien
14. Mai: weiterhin 70 mg Amisulprid, zusätzlich 3x 450 mg Baldrian, beim Einschlafen ein recht deutliches erschreckendes Bild

Langfristiger Absetzplan: Alle 6 Wochen 5% (mit individuell hergestellten Kapseln; den Einnahmezeitpunkt hatte ich schon schrittweise auf 10 Uhr morgens verschoben)
14. Juli 2017: Beginn mit 66,5 mg Amisulprid
25. August: 63mg
6. Oktober: 59,5mg (bis laufend auf dieser Dosis; relativ symptomfrei, jedenfalls kann ich aktuelle "Symptome" nicht auf die Reduktion schieben)
26. Oktober: Erhöhung auf 60,5 mg mit Wasserlösemethode wegen starker Symptome
4. November: Erhöhung auf 61,5 mg mit Wasserlösemethode (weiterhin stark gestörter Schlaf und belastende Bilder/ Zwangsgedanken)
11. Januar: Weiterhin 61,5 mg mit Wasserlösemethode, weiterhin Zwangsgedanken, jetzt noch Brennen der Nerven, starke Schlafstörungen
17. Januar: 1 mg Tavor wegen extremem Schlafmangel

Ululu 69
Team
Beiträge: 1811
Registriert: Donnerstag, 04.05.17, 17:43
Hat sich bedankt: 4533 Mal
Danksagung erhalten: 3409 Mal

Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 05.11.17, 15:36

Hallo inandout,

ich denke, dass es gut war, auf dich zu hören und mit der Dosis wieder etwas nach oben zu gehen.
Merkst du denn damit eine Verbesserung ?

Pass gut auf dich auf und noch einen schönen Restsonntag. :hug:

LG Ute
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Ululu 69 für den Beitrag:
inandout
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

inandout
Beiträge: 68
Registriert: Mittwoch, 26.04.17, 21:07

Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von inandout » Sonntag, 05.11.17, 20:43

Hallo Ute,

danke dir, das wünsche ich dir auch ! Ich fühle mich allgemein etwas besser heute, gestern habe ich noch nicht soviel gemerkt. Ich denke mal, vielleicht braucht auch das ein Weilchen?

LG,

inandout
Ausgangsmedikation (im größten Teil des Verlaufs wusste ich noch nichts von ADFD). Das ist leider nur eine nicht ganz genaue Rekonstruktion:

Mit Psychiatern:

Juli 2009: 800 mg Amisulprid (Klinikentlassung)
Okt. 2011: 400 mg Amisulprid
März 2012: 200 mg Amisulprid
Anfang 2013: 150 mg Amisulprid
Juli 2013: 50 mg Amisulprid
August 2013: 100 mg Amisulprid
Anfang 2014: 75 mg Amisulprid
September 2015: 50 mg Amisulprid
Anfang 2016: 100 mg Amisulprid
Juli 2016: 75 mg Amisulprid

Auf eigene Faust:

Januar 2017: Kaltentzug Alkohol (vorher über Jahre fast jeden Abend zwei Bier)

8. März 2017: 50 mg Amisulprid
zwischenzeitlich 62,5 mg Amisulprid, außerdem ca. 8. - 24. März jede Nacht 20 mg Oxazepam, dann kalt entzogen
7. April 2017: 75 mg Amisulprid
16. April 2017: 50 mg Amisulprid (wg. paradoxer Effekte)
seit ca. 23. April: 75 mg Amisulprid (weil die Entzugssymptome nicht auszuhalten waren)
27. April: 70 mg Amisulprid (Wasserlösmethode)
28. April: 70 mg Amisulprid (ab jetzt Feinwaage, scheint mir genauer), Symptome: belastende innere Bilder, Fantasien, Schlafstörungen
29. April: 70 mg Amisulprid, Symptome: Unwirklichkeitsgefühle, abends "Fluten" oder "Schwimmen" im Kopf
2. Mai: Umstieg auf 50 mg Amisulprid + 20 mg Lösung, damit die Dosis exakt ist (meine Feinwaage war mir zu ungenau)
4. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, Symptome: Schlafstörungen anhaltend, belastende Fantasien
11. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, damit immerhin 14 Tage geschafft, ohne dass etwas Schlimmes passiert ist. Symptome: Schlafstörungen, belastende Bilder/ Fantasien, teilweise Hoffnungslosigkeit, im schlaf starkes schwitzen
12. Mai: Schlaf etwas besser (6 Stunden am Stück), Sprechen im Schlaf, dafür tagsüber heftige innere Bilder
13. Mai: Schlaf etwas kürzer (5 Stunden am Stück), dafür Besserung der Bilder/Fantasien
14. Mai: weiterhin 70 mg Amisulprid, zusätzlich 3x 450 mg Baldrian, beim Einschlafen ein recht deutliches erschreckendes Bild

Langfristiger Absetzplan: Alle 6 Wochen 5% (mit individuell hergestellten Kapseln; den Einnahmezeitpunkt hatte ich schon schrittweise auf 10 Uhr morgens verschoben)
14. Juli 2017: Beginn mit 66,5 mg Amisulprid
25. August: 63mg
6. Oktober: 59,5mg (bis laufend auf dieser Dosis; relativ symptomfrei, jedenfalls kann ich aktuelle "Symptome" nicht auf die Reduktion schieben)
26. Oktober: Erhöhung auf 60,5 mg mit Wasserlösemethode wegen starker Symptome
4. November: Erhöhung auf 61,5 mg mit Wasserlösemethode (weiterhin stark gestörter Schlaf und belastende Bilder/ Zwangsgedanken)
11. Januar: Weiterhin 61,5 mg mit Wasserlösemethode, weiterhin Zwangsgedanken, jetzt noch Brennen der Nerven, starke Schlafstörungen
17. Januar: 1 mg Tavor wegen extremem Schlafmangel

Murmeline
Team
Beiträge: 11448
Registriert: Sonntag, 11.01.15, 13:50
Hat sich bedankt: 12474 Mal
Danksagung erhalten: 11118 Mal

Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 07.11.17, 11:38

Hallo Inandout,

vier bis sieben Tage sollte man sich eine Dosisveränderung nach oben mindestens anschauen, um sehen zu können, ob sich eine erste Richtung ergibt. Ich hoffe, Du kannst Dich stabilisieren.

Grüße, Murmeline
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Murmeline für den Beitrag (Insgesamt 3):
LinLinaUlulu 69inandout
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

inandout
Beiträge: 68
Registriert: Mittwoch, 26.04.17, 21:07

Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von inandout » Mittwoch, 08.11.17, 16:45

Hallo ihr guten Menschen,

ja ich warte noch etwas; tagsüber kann ich einigermaßen mit belastenden Fantasien/ komischen Ideen umgehen. Ich denke auch, sie werden nicht einfach durch Aufdosierung weggehen, ich bin dran mit Therapeuten und anders (auf künstlerische Weise) damit zu arbeiten.

Mir ist noch etwas aufgefallen: Wenn ich meine starken Schlafstörungen habe, verzichte ich immer spontan auf Kaffee bzw. stelle auf koffeinfreien um. Gefühlsmäßig war es das richtige, wenn ich eh schon aufgekratzt bin nicht noch Koffein reinzuschütten. Aber ich habe in einem Thread auch gelesen, dass vielleicht so ein abrupter Entzug auch noch das ZNS belastet? Wie seht ihr das?

Liebe Grüße,

inandout
Ausgangsmedikation (im größten Teil des Verlaufs wusste ich noch nichts von ADFD). Das ist leider nur eine nicht ganz genaue Rekonstruktion:

Mit Psychiatern:

Juli 2009: 800 mg Amisulprid (Klinikentlassung)
Okt. 2011: 400 mg Amisulprid
März 2012: 200 mg Amisulprid
Anfang 2013: 150 mg Amisulprid
Juli 2013: 50 mg Amisulprid
August 2013: 100 mg Amisulprid
Anfang 2014: 75 mg Amisulprid
September 2015: 50 mg Amisulprid
Anfang 2016: 100 mg Amisulprid
Juli 2016: 75 mg Amisulprid

Auf eigene Faust:

Januar 2017: Kaltentzug Alkohol (vorher über Jahre fast jeden Abend zwei Bier)

8. März 2017: 50 mg Amisulprid
zwischenzeitlich 62,5 mg Amisulprid, außerdem ca. 8. - 24. März jede Nacht 20 mg Oxazepam, dann kalt entzogen
7. April 2017: 75 mg Amisulprid
16. April 2017: 50 mg Amisulprid (wg. paradoxer Effekte)
seit ca. 23. April: 75 mg Amisulprid (weil die Entzugssymptome nicht auszuhalten waren)
27. April: 70 mg Amisulprid (Wasserlösmethode)
28. April: 70 mg Amisulprid (ab jetzt Feinwaage, scheint mir genauer), Symptome: belastende innere Bilder, Fantasien, Schlafstörungen
29. April: 70 mg Amisulprid, Symptome: Unwirklichkeitsgefühle, abends "Fluten" oder "Schwimmen" im Kopf
2. Mai: Umstieg auf 50 mg Amisulprid + 20 mg Lösung, damit die Dosis exakt ist (meine Feinwaage war mir zu ungenau)
4. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, Symptome: Schlafstörungen anhaltend, belastende Fantasien
11. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, damit immerhin 14 Tage geschafft, ohne dass etwas Schlimmes passiert ist. Symptome: Schlafstörungen, belastende Bilder/ Fantasien, teilweise Hoffnungslosigkeit, im schlaf starkes schwitzen
12. Mai: Schlaf etwas besser (6 Stunden am Stück), Sprechen im Schlaf, dafür tagsüber heftige innere Bilder
13. Mai: Schlaf etwas kürzer (5 Stunden am Stück), dafür Besserung der Bilder/Fantasien
14. Mai: weiterhin 70 mg Amisulprid, zusätzlich 3x 450 mg Baldrian, beim Einschlafen ein recht deutliches erschreckendes Bild

Langfristiger Absetzplan: Alle 6 Wochen 5% (mit individuell hergestellten Kapseln; den Einnahmezeitpunkt hatte ich schon schrittweise auf 10 Uhr morgens verschoben)
14. Juli 2017: Beginn mit 66,5 mg Amisulprid
25. August: 63mg
6. Oktober: 59,5mg (bis laufend auf dieser Dosis; relativ symptomfrei, jedenfalls kann ich aktuelle "Symptome" nicht auf die Reduktion schieben)
26. Oktober: Erhöhung auf 60,5 mg mit Wasserlösemethode wegen starker Symptome
4. November: Erhöhung auf 61,5 mg mit Wasserlösemethode (weiterhin stark gestörter Schlaf und belastende Bilder/ Zwangsgedanken)
11. Januar: Weiterhin 61,5 mg mit Wasserlösemethode, weiterhin Zwangsgedanken, jetzt noch Brennen der Nerven, starke Schlafstörungen
17. Januar: 1 mg Tavor wegen extremem Schlafmangel

padma
Team
Beiträge: 12602
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 30243 Mal
Danksagung erhalten: 15400 Mal

Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von padma » Mittwoch, 08.11.17, 17:43

hallo Inandout, :)

gut zu hören, dass du an den belastenden Bildern mit Unterstützung arbeiten kannst.

Mit dem Kaffee müsstest du ausprobieren. Wenn der Körper an Koffein gewöhnt ist, kann das abrupte Weglassen Entzugssymptome machen. Es ist dann eine Art Entgiftung und das kann das ZNS schon belasten.

Wenn es dir jedoch keine Probleme bereitet, kannst du weiterhin so vorgehen.

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 3):
LinLinaUlulu 69inandout
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
27.12.2017: 0,425 mg es wird weiter ge :schnecke: t


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Antworten