Hinweis: hier klicken zum Schließen dieser Ankündigung ->
Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Euer ADFD Team

Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Auch für Antiepileptika (z.B. Lyrica/Pregabalin), Stimmungsstabilisierer und Stimulanzien
Jamie
Team
Beiträge: 13334
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37
Hat sich bedankt: 15608 Mal
Danksagung erhalten: 20010 Mal

Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 08.11.17, 20:48

Hallihallo :),

kurz eingestreut ein Kompromissvorschlag:

Von der Firma Jacobs gibt´s immer noch den Kaffee mit halber Koffeinmenge, Jacobs Krönung Balance.
Vielleicht wäre das eine Alternative?
Gibt es in gut sortierten großen Supermärkten oder online.
https://www.jacobskaffee.de/jacobs-kaff ... g-balance/

Grüße
Jamie
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Jamie für den Beitrag:
inandout
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen
____________________________________________________________________________________________


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

inandout
Beiträge: 68
Registriert: Mittwoch, 26.04.17, 21:07
Hat sich bedankt: 64 Mal
Danksagung erhalten: 51 Mal

Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von inandout » Samstag, 11.11.17, 10:36

Hallo Jamie,

danke :) Ich mische im Moment einfach Hälfte Hälfte koffeinfreien und normalen, so gehts ja auch. Ich werde das weiter mehr nach Gefühl machen. Wenn man alles abmisst oder nur vom Kopf her macht, dann macht das Leben auch keinen Spass mehr. Tja, die Kaffeesorgen ;)

Viele Grüße,

inandout
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor inandout für den Beitrag (Insgesamt 2):
LinLinaMurmeline
Ausgangsmedikation (im größten Teil des Verlaufs wusste ich noch nichts von ADFD). Das ist leider nur eine nicht ganz genaue Rekonstruktion:

Mit Psychiatern:

Juli 2009: 800 mg Amisulprid (Klinikentlassung)
Okt. 2011: 400 mg Amisulprid
März 2012: 200 mg Amisulprid
Anfang 2013: 150 mg Amisulprid
Juli 2013: 50 mg Amisulprid
August 2013: 100 mg Amisulprid
Anfang 2014: 75 mg Amisulprid
September 2015: 50 mg Amisulprid
Anfang 2016: 100 mg Amisulprid
Juli 2016: 75 mg Amisulprid

Auf eigene Faust:

Januar 2017: Kaltentzug Alkohol (vorher über Jahre fast jeden Abend zwei Bier)

8. März 2017: 50 mg Amisulprid
zwischenzeitlich 62,5 mg Amisulprid, außerdem ca. 8. - 24. März jede Nacht 20 mg Oxazepam, dann kalt entzogen
7. April 2017: 75 mg Amisulprid
16. April 2017: 50 mg Amisulprid (wg. paradoxer Effekte)
seit ca. 23. April: 75 mg Amisulprid (weil die Entzugssymptome nicht auszuhalten waren)
27. April: 70 mg Amisulprid (Wasserlösmethode)
28. April: 70 mg Amisulprid (ab jetzt Feinwaage, scheint mir genauer), Symptome: belastende innere Bilder, Fantasien, Schlafstörungen
29. April: 70 mg Amisulprid, Symptome: Unwirklichkeitsgefühle, abends "Fluten" oder "Schwimmen" im Kopf
2. Mai: Umstieg auf 50 mg Amisulprid + 20 mg Lösung, damit die Dosis exakt ist (meine Feinwaage war mir zu ungenau)
4. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, Symptome: Schlafstörungen anhaltend, belastende Fantasien
11. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, damit immerhin 14 Tage geschafft, ohne dass etwas Schlimmes passiert ist. Symptome: Schlafstörungen, belastende Bilder/ Fantasien, teilweise Hoffnungslosigkeit, im schlaf starkes schwitzen
12. Mai: Schlaf etwas besser (6 Stunden am Stück), Sprechen im Schlaf, dafür tagsüber heftige innere Bilder
13. Mai: Schlaf etwas kürzer (5 Stunden am Stück), dafür Besserung der Bilder/Fantasien
14. Mai: weiterhin 70 mg Amisulprid, zusätzlich 3x 450 mg Baldrian, beim Einschlafen ein recht deutliches erschreckendes Bild

Langfristiger Absetzplan: Alle 6 Wochen 5% (mit individuell hergestellten Kapseln; den Einnahmezeitpunkt hatte ich schon schrittweise auf 10 Uhr morgens verschoben)
14. Juli 2017: Beginn mit 66,5 mg Amisulprid
25. August: 63mg
6. Oktober: 59,5mg (bis laufend auf dieser Dosis; relativ symptomfrei, jedenfalls kann ich aktuelle "Symptome" nicht auf die Reduktion schieben)
26. Oktober: Erhöhung auf 60,5 mg mit Wasserlösemethode wegen starker Symptome
4. November: Erhöhung auf 61,5 mg mit Wasserlösemethode (weiterhin stark gestörter Schlaf und belastende Bilder/ Zwangsgedanken)
11. Januar: Weiterhin 61,5 mg mit Wasserlösemethode, weiterhin Zwangsgedanken, jetzt noch Brennen der Nerven, starke Schlafstörungen
17. Januar: 1 mg Tavor wegen extremem Schlafmangel

Murmeline
Team
Beiträge: 11448
Registriert: Sonntag, 11.01.15, 13:50
Hat sich bedankt: 12474 Mal
Danksagung erhalten: 11118 Mal

Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von Murmeline » Samstag, 11.11.17, 12:45

Hallöchen!

Ich vertrage aktuell keine Kaffee. Ich hab mir Malzkaffee organisiert und leiste mir wöchentlich einen kleinen Tetrapack Haselnussmilch. Eine für mich großartige Kombination, die mir hilft, das Koffein nicht so doll zu vermissen.

Murmeline mit Grüßen
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Murmeline für den Beitrag (Insgesamt 3):
LinLinaUlulu 69inandout
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

inandout
Beiträge: 68
Registriert: Mittwoch, 26.04.17, 21:07
Hat sich bedankt: 64 Mal
Danksagung erhalten: 51 Mal

Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von inandout » Samstag, 18.11.17, 20:46

Hallihallo,

ich melde mich mal wieder zurück. Ich bin immer noch auf den 61,5 mg und einigermaßen stabil, Schlaf mal schlechter mal besser, aber fühlt sich im Griff an; kann nur nochmal sagen, wie toll das ist, bei Fragen und Problemen mit der Dosis nicht mehr zum Arzt zu rennen (und gefährliche Ratschläge zu bekommen), sondern euch hier zu haben. Danke!!

Da ich jetzt wieder ab und zu morgens wenn ich mein NL nehme unterwegs sein muss, stellt sich mir für die Wasserlösemethode die Frage:

was haltet ihr von portionieren und im Kühlschrank aufbewaren oder sogar einfrieren? Dann könnte man aus einer Tablette viel mehr rausholen und müsste nicht soviel ins Abwasser schütten (was ich sowieso keine schöne Vorstellung finde, potentielles Trinkwasser mit dem Zeug zu belasten) und sich morgens einfach ein Fläschen mitnehmen.

Viele Grüße,

inandout
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor inandout für den Beitrag:
padma
Ausgangsmedikation (im größten Teil des Verlaufs wusste ich noch nichts von ADFD). Das ist leider nur eine nicht ganz genaue Rekonstruktion:

Mit Psychiatern:

Juli 2009: 800 mg Amisulprid (Klinikentlassung)
Okt. 2011: 400 mg Amisulprid
März 2012: 200 mg Amisulprid
Anfang 2013: 150 mg Amisulprid
Juli 2013: 50 mg Amisulprid
August 2013: 100 mg Amisulprid
Anfang 2014: 75 mg Amisulprid
September 2015: 50 mg Amisulprid
Anfang 2016: 100 mg Amisulprid
Juli 2016: 75 mg Amisulprid

Auf eigene Faust:

Januar 2017: Kaltentzug Alkohol (vorher über Jahre fast jeden Abend zwei Bier)

8. März 2017: 50 mg Amisulprid
zwischenzeitlich 62,5 mg Amisulprid, außerdem ca. 8. - 24. März jede Nacht 20 mg Oxazepam, dann kalt entzogen
7. April 2017: 75 mg Amisulprid
16. April 2017: 50 mg Amisulprid (wg. paradoxer Effekte)
seit ca. 23. April: 75 mg Amisulprid (weil die Entzugssymptome nicht auszuhalten waren)
27. April: 70 mg Amisulprid (Wasserlösmethode)
28. April: 70 mg Amisulprid (ab jetzt Feinwaage, scheint mir genauer), Symptome: belastende innere Bilder, Fantasien, Schlafstörungen
29. April: 70 mg Amisulprid, Symptome: Unwirklichkeitsgefühle, abends "Fluten" oder "Schwimmen" im Kopf
2. Mai: Umstieg auf 50 mg Amisulprid + 20 mg Lösung, damit die Dosis exakt ist (meine Feinwaage war mir zu ungenau)
4. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, Symptome: Schlafstörungen anhaltend, belastende Fantasien
11. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, damit immerhin 14 Tage geschafft, ohne dass etwas Schlimmes passiert ist. Symptome: Schlafstörungen, belastende Bilder/ Fantasien, teilweise Hoffnungslosigkeit, im schlaf starkes schwitzen
12. Mai: Schlaf etwas besser (6 Stunden am Stück), Sprechen im Schlaf, dafür tagsüber heftige innere Bilder
13. Mai: Schlaf etwas kürzer (5 Stunden am Stück), dafür Besserung der Bilder/Fantasien
14. Mai: weiterhin 70 mg Amisulprid, zusätzlich 3x 450 mg Baldrian, beim Einschlafen ein recht deutliches erschreckendes Bild

Langfristiger Absetzplan: Alle 6 Wochen 5% (mit individuell hergestellten Kapseln; den Einnahmezeitpunkt hatte ich schon schrittweise auf 10 Uhr morgens verschoben)
14. Juli 2017: Beginn mit 66,5 mg Amisulprid
25. August: 63mg
6. Oktober: 59,5mg (bis laufend auf dieser Dosis; relativ symptomfrei, jedenfalls kann ich aktuelle "Symptome" nicht auf die Reduktion schieben)
26. Oktober: Erhöhung auf 60,5 mg mit Wasserlösemethode wegen starker Symptome
4. November: Erhöhung auf 61,5 mg mit Wasserlösemethode (weiterhin stark gestörter Schlaf und belastende Bilder/ Zwangsgedanken)
11. Januar: Weiterhin 61,5 mg mit Wasserlösemethode, weiterhin Zwangsgedanken, jetzt noch Brennen der Nerven, starke Schlafstörungen
17. Januar: 1 mg Tavor wegen extremem Schlafmangel

padma
Team
Beiträge: 12602
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 30243 Mal
Danksagung erhalten: 15400 Mal

Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von padma » Samstag, 18.11.17, 22:31

hallo Inandout, :)

danke dir für dein Lob fürs Forum. :D

Wir empfehlen wegen des Verkeimungsrisikos die Tablettenlösung im Kühlschrank nicht länger als 24 Stunden aufzubewahren.

Bzgl. des Abwassers mache ich es so, dass ich 2 Stück Haushaltspapier zusammenknäule und die Restlösung vorsichtig reingiesse und das dann in Müll werfe.

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 2):
Ululu 69inandout
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
27.12.2017: 0,425 mg es wird weiter ge :schnecke: t


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

inandout
Beiträge: 68
Registriert: Mittwoch, 26.04.17, 21:07

Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von inandout » Sonntag, 19.11.17, 16:37

Hallo padma und alle,

danke! Mit einfrieren wäre die lösung aber vielleicht länger haltbar?

LG,

inandout
Ausgangsmedikation (im größten Teil des Verlaufs wusste ich noch nichts von ADFD). Das ist leider nur eine nicht ganz genaue Rekonstruktion:

Mit Psychiatern:

Juli 2009: 800 mg Amisulprid (Klinikentlassung)
Okt. 2011: 400 mg Amisulprid
März 2012: 200 mg Amisulprid
Anfang 2013: 150 mg Amisulprid
Juli 2013: 50 mg Amisulprid
August 2013: 100 mg Amisulprid
Anfang 2014: 75 mg Amisulprid
September 2015: 50 mg Amisulprid
Anfang 2016: 100 mg Amisulprid
Juli 2016: 75 mg Amisulprid

Auf eigene Faust:

Januar 2017: Kaltentzug Alkohol (vorher über Jahre fast jeden Abend zwei Bier)

8. März 2017: 50 mg Amisulprid
zwischenzeitlich 62,5 mg Amisulprid, außerdem ca. 8. - 24. März jede Nacht 20 mg Oxazepam, dann kalt entzogen
7. April 2017: 75 mg Amisulprid
16. April 2017: 50 mg Amisulprid (wg. paradoxer Effekte)
seit ca. 23. April: 75 mg Amisulprid (weil die Entzugssymptome nicht auszuhalten waren)
27. April: 70 mg Amisulprid (Wasserlösmethode)
28. April: 70 mg Amisulprid (ab jetzt Feinwaage, scheint mir genauer), Symptome: belastende innere Bilder, Fantasien, Schlafstörungen
29. April: 70 mg Amisulprid, Symptome: Unwirklichkeitsgefühle, abends "Fluten" oder "Schwimmen" im Kopf
2. Mai: Umstieg auf 50 mg Amisulprid + 20 mg Lösung, damit die Dosis exakt ist (meine Feinwaage war mir zu ungenau)
4. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, Symptome: Schlafstörungen anhaltend, belastende Fantasien
11. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, damit immerhin 14 Tage geschafft, ohne dass etwas Schlimmes passiert ist. Symptome: Schlafstörungen, belastende Bilder/ Fantasien, teilweise Hoffnungslosigkeit, im schlaf starkes schwitzen
12. Mai: Schlaf etwas besser (6 Stunden am Stück), Sprechen im Schlaf, dafür tagsüber heftige innere Bilder
13. Mai: Schlaf etwas kürzer (5 Stunden am Stück), dafür Besserung der Bilder/Fantasien
14. Mai: weiterhin 70 mg Amisulprid, zusätzlich 3x 450 mg Baldrian, beim Einschlafen ein recht deutliches erschreckendes Bild

Langfristiger Absetzplan: Alle 6 Wochen 5% (mit individuell hergestellten Kapseln; den Einnahmezeitpunkt hatte ich schon schrittweise auf 10 Uhr morgens verschoben)
14. Juli 2017: Beginn mit 66,5 mg Amisulprid
25. August: 63mg
6. Oktober: 59,5mg (bis laufend auf dieser Dosis; relativ symptomfrei, jedenfalls kann ich aktuelle "Symptome" nicht auf die Reduktion schieben)
26. Oktober: Erhöhung auf 60,5 mg mit Wasserlösemethode wegen starker Symptome
4. November: Erhöhung auf 61,5 mg mit Wasserlösemethode (weiterhin stark gestörter Schlaf und belastende Bilder/ Zwangsgedanken)
11. Januar: Weiterhin 61,5 mg mit Wasserlösemethode, weiterhin Zwangsgedanken, jetzt noch Brennen der Nerven, starke Schlafstörungen
17. Januar: 1 mg Tavor wegen extremem Schlafmangel

padma
Team
Beiträge: 12602
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 30243 Mal
Danksagung erhalten: 15400 Mal

Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von padma » Montag, 20.11.17, 18:46

hallo Inandout, :)

mit Einfrieren haben wir keine Erfahrung. Da würde ich zunächst den Hersteller fragen (der aber vermutlich ein solches Vorgehen ablehnen wird)

Mir wäre es zu riskant.

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 2):
inandoutJamie
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
27.12.2017: 0,425 mg es wird weiter ge :schnecke: t


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

inandout
Beiträge: 68
Registriert: Mittwoch, 26.04.17, 21:07
Hat sich bedankt: 64 Mal
Danksagung erhalten: 51 Mal

Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von inandout » Montag, 20.11.17, 21:22

Hallo padma et all,

das werde ich mal versuchen herauszufinden, das kriegt man mit sicherheit auch ohne den hersteller raus. Z.B. ob es nicht auch sonst üblich ist, Medikamente einzufrieren, z.B. bei Transporten auf andere Kontinente oder ähnliches. Habe auch einen Chemiker im Kopf, den ich mal fragen könnte. Sorgen würde ich mir nämlich dabei nicht so sehr wegen Keimen, sondern wegen Wirkungsverlust machen. Mal sehen.

Liebe Grüße,

inandout
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor inandout für den Beitrag:
padma
Ausgangsmedikation (im größten Teil des Verlaufs wusste ich noch nichts von ADFD). Das ist leider nur eine nicht ganz genaue Rekonstruktion:

Mit Psychiatern:

Juli 2009: 800 mg Amisulprid (Klinikentlassung)
Okt. 2011: 400 mg Amisulprid
März 2012: 200 mg Amisulprid
Anfang 2013: 150 mg Amisulprid
Juli 2013: 50 mg Amisulprid
August 2013: 100 mg Amisulprid
Anfang 2014: 75 mg Amisulprid
September 2015: 50 mg Amisulprid
Anfang 2016: 100 mg Amisulprid
Juli 2016: 75 mg Amisulprid

Auf eigene Faust:

Januar 2017: Kaltentzug Alkohol (vorher über Jahre fast jeden Abend zwei Bier)

8. März 2017: 50 mg Amisulprid
zwischenzeitlich 62,5 mg Amisulprid, außerdem ca. 8. - 24. März jede Nacht 20 mg Oxazepam, dann kalt entzogen
7. April 2017: 75 mg Amisulprid
16. April 2017: 50 mg Amisulprid (wg. paradoxer Effekte)
seit ca. 23. April: 75 mg Amisulprid (weil die Entzugssymptome nicht auszuhalten waren)
27. April: 70 mg Amisulprid (Wasserlösmethode)
28. April: 70 mg Amisulprid (ab jetzt Feinwaage, scheint mir genauer), Symptome: belastende innere Bilder, Fantasien, Schlafstörungen
29. April: 70 mg Amisulprid, Symptome: Unwirklichkeitsgefühle, abends "Fluten" oder "Schwimmen" im Kopf
2. Mai: Umstieg auf 50 mg Amisulprid + 20 mg Lösung, damit die Dosis exakt ist (meine Feinwaage war mir zu ungenau)
4. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, Symptome: Schlafstörungen anhaltend, belastende Fantasien
11. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, damit immerhin 14 Tage geschafft, ohne dass etwas Schlimmes passiert ist. Symptome: Schlafstörungen, belastende Bilder/ Fantasien, teilweise Hoffnungslosigkeit, im schlaf starkes schwitzen
12. Mai: Schlaf etwas besser (6 Stunden am Stück), Sprechen im Schlaf, dafür tagsüber heftige innere Bilder
13. Mai: Schlaf etwas kürzer (5 Stunden am Stück), dafür Besserung der Bilder/Fantasien
14. Mai: weiterhin 70 mg Amisulprid, zusätzlich 3x 450 mg Baldrian, beim Einschlafen ein recht deutliches erschreckendes Bild

Langfristiger Absetzplan: Alle 6 Wochen 5% (mit individuell hergestellten Kapseln; den Einnahmezeitpunkt hatte ich schon schrittweise auf 10 Uhr morgens verschoben)
14. Juli 2017: Beginn mit 66,5 mg Amisulprid
25. August: 63mg
6. Oktober: 59,5mg (bis laufend auf dieser Dosis; relativ symptomfrei, jedenfalls kann ich aktuelle "Symptome" nicht auf die Reduktion schieben)
26. Oktober: Erhöhung auf 60,5 mg mit Wasserlösemethode wegen starker Symptome
4. November: Erhöhung auf 61,5 mg mit Wasserlösemethode (weiterhin stark gestörter Schlaf und belastende Bilder/ Zwangsgedanken)
11. Januar: Weiterhin 61,5 mg mit Wasserlösemethode, weiterhin Zwangsgedanken, jetzt noch Brennen der Nerven, starke Schlafstörungen
17. Januar: 1 mg Tavor wegen extremem Schlafmangel

Jamie
Team
Beiträge: 13334
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37
Hat sich bedankt: 15608 Mal
Danksagung erhalten: 20010 Mal

Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von Jamie » Montag, 20.11.17, 23:14

Hi inandout, :)

also Einfrieren sehe ich sehr skeptisch.
Einige Medikamente sind sehr thermolabil; kein einziges, das ich kenne, darf eingefroren werden (von denen, die im Kühlschrank lagern wie zB Impfungen oder Immunmodulatoren).
Ich würde mir Sorgen machen, ob Einfrieren den Wirkstoff zerstört, instabil macht oder zu Wirkverlust führt.
Ob ein Chemiker das beurteilen kann, ist fraglich, denn im Prinzip müsste dazu überhaupt erst mal geforscht worden sein. Die Schmelzpunkte der Stoffe sind meist bekannt, aber ob Minusgrade sie zerstören, ist keine standardisierte Prüfung und wird daher vermutlich nicht getestet.
das werde ich mal versuchen herauszufinden, das kriegt man mit sicherheit auch ohne den hersteller raus. Z.B. ob es nicht auch sonst üblich ist, Medikamente einzufrieren, z.B. bei Transporten auf andere Kontinente oder ähnliches
Medikamente, die so empfindlich sind, wie zB Impfseren, werden normalerweise nicht über Kontinente transportiert und wenn, dann auch höchstens gekühlt (aber nicht on the rocks :wink: ).
Die Hersteller werden immer versuchen irgendwo in Timbuktu lieber ein kleines Labor zu aquirieren, das zB dringend benötigte Impfstoffe selbst herstellen kann, ehe sie so ein kostspieliges und fehleranfälliges Verfahren wie "einmal um die halbe Welt schippern" in Kauf nehmen.

Viele Grüße
Jamie
Zuletzt geändert von Jamie am Montag, 20.11.17, 23:19, insgesamt 1-mal geändert.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Jamie für den Beitrag (Insgesamt 3):
inandoutAnnanaspadma
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen
____________________________________________________________________________________________


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

inandout
Beiträge: 68
Registriert: Mittwoch, 26.04.17, 21:07
Hat sich bedankt: 64 Mal
Danksagung erhalten: 51 Mal

Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von inandout » Dienstag, 21.11.17, 10:13

Vielen Dank Jamie,

ungefähr ähnliches hatte ich gestern durch ein bisschen Recherche auch schon herausgefunden, sprich die meisten Medikamente dürfen nicht eingefroren werden, so jedenfalls der Hinweis der Hersteller. Und wenn gar nicht erforscht wurde, was durch Einfrieren chemisch passiert, ist das natürlich ein Problem. Ganz gebe ich es noch nicht auf, aber sieht im Moment eher schlecht aus.

Schade, ich sah mich schon kleine, bittere Eiswürfeldrops lutschen ;)

Viele Grüße,

inandout
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor inandout für den Beitrag:
LinLina
Ausgangsmedikation (im größten Teil des Verlaufs wusste ich noch nichts von ADFD). Das ist leider nur eine nicht ganz genaue Rekonstruktion:

Mit Psychiatern:

Juli 2009: 800 mg Amisulprid (Klinikentlassung)
Okt. 2011: 400 mg Amisulprid
März 2012: 200 mg Amisulprid
Anfang 2013: 150 mg Amisulprid
Juli 2013: 50 mg Amisulprid
August 2013: 100 mg Amisulprid
Anfang 2014: 75 mg Amisulprid
September 2015: 50 mg Amisulprid
Anfang 2016: 100 mg Amisulprid
Juli 2016: 75 mg Amisulprid

Auf eigene Faust:

Januar 2017: Kaltentzug Alkohol (vorher über Jahre fast jeden Abend zwei Bier)

8. März 2017: 50 mg Amisulprid
zwischenzeitlich 62,5 mg Amisulprid, außerdem ca. 8. - 24. März jede Nacht 20 mg Oxazepam, dann kalt entzogen
7. April 2017: 75 mg Amisulprid
16. April 2017: 50 mg Amisulprid (wg. paradoxer Effekte)
seit ca. 23. April: 75 mg Amisulprid (weil die Entzugssymptome nicht auszuhalten waren)
27. April: 70 mg Amisulprid (Wasserlösmethode)
28. April: 70 mg Amisulprid (ab jetzt Feinwaage, scheint mir genauer), Symptome: belastende innere Bilder, Fantasien, Schlafstörungen
29. April: 70 mg Amisulprid, Symptome: Unwirklichkeitsgefühle, abends "Fluten" oder "Schwimmen" im Kopf
2. Mai: Umstieg auf 50 mg Amisulprid + 20 mg Lösung, damit die Dosis exakt ist (meine Feinwaage war mir zu ungenau)
4. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, Symptome: Schlafstörungen anhaltend, belastende Fantasien
11. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, damit immerhin 14 Tage geschafft, ohne dass etwas Schlimmes passiert ist. Symptome: Schlafstörungen, belastende Bilder/ Fantasien, teilweise Hoffnungslosigkeit, im schlaf starkes schwitzen
12. Mai: Schlaf etwas besser (6 Stunden am Stück), Sprechen im Schlaf, dafür tagsüber heftige innere Bilder
13. Mai: Schlaf etwas kürzer (5 Stunden am Stück), dafür Besserung der Bilder/Fantasien
14. Mai: weiterhin 70 mg Amisulprid, zusätzlich 3x 450 mg Baldrian, beim Einschlafen ein recht deutliches erschreckendes Bild

Langfristiger Absetzplan: Alle 6 Wochen 5% (mit individuell hergestellten Kapseln; den Einnahmezeitpunkt hatte ich schon schrittweise auf 10 Uhr morgens verschoben)
14. Juli 2017: Beginn mit 66,5 mg Amisulprid
25. August: 63mg
6. Oktober: 59,5mg (bis laufend auf dieser Dosis; relativ symptomfrei, jedenfalls kann ich aktuelle "Symptome" nicht auf die Reduktion schieben)
26. Oktober: Erhöhung auf 60,5 mg mit Wasserlösemethode wegen starker Symptome
4. November: Erhöhung auf 61,5 mg mit Wasserlösemethode (weiterhin stark gestörter Schlaf und belastende Bilder/ Zwangsgedanken)
11. Januar: Weiterhin 61,5 mg mit Wasserlösemethode, weiterhin Zwangsgedanken, jetzt noch Brennen der Nerven, starke Schlafstörungen
17. Januar: 1 mg Tavor wegen extremem Schlafmangel

inandout
Beiträge: 68
Registriert: Mittwoch, 26.04.17, 21:07

Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von inandout » Donnerstag, 11.01.18, 21:39

Hallo an alle,

schreibe mal wieder aktuell, habe die aktuellsten Symptome in die Signatur gepackt. Was meint ihr zu Zwangsgedanken, die schon so lange anhalten (deren Inhalt ich nicht mal hier sagen will), ich hatte ja nach dem letzten Absetzschritt wieder erhöht schon vor allem deswegen, und nun bin ich schon über zwei Monate auf dieser Dosis. Würdet ihr da noch höher gehen erst einmal? Eigentlich sollen NL ja nicht gegen Zwangsgedanken helfen, im Gegenteil. Oder mit Therapie und Selbsthilfe weiter daran arbeiten und die Dosis so lassen? Ich glaube ja, wenn ich jetzt erhöhe, weiß ich gar nicht was für eine Wirkung eintritt.

Liebe Grüße,

inandout
Ausgangsmedikation (im größten Teil des Verlaufs wusste ich noch nichts von ADFD). Das ist leider nur eine nicht ganz genaue Rekonstruktion:

Mit Psychiatern:

Juli 2009: 800 mg Amisulprid (Klinikentlassung)
Okt. 2011: 400 mg Amisulprid
März 2012: 200 mg Amisulprid
Anfang 2013: 150 mg Amisulprid
Juli 2013: 50 mg Amisulprid
August 2013: 100 mg Amisulprid
Anfang 2014: 75 mg Amisulprid
September 2015: 50 mg Amisulprid
Anfang 2016: 100 mg Amisulprid
Juli 2016: 75 mg Amisulprid

Auf eigene Faust:

Januar 2017: Kaltentzug Alkohol (vorher über Jahre fast jeden Abend zwei Bier)

8. März 2017: 50 mg Amisulprid
zwischenzeitlich 62,5 mg Amisulprid, außerdem ca. 8. - 24. März jede Nacht 20 mg Oxazepam, dann kalt entzogen
7. April 2017: 75 mg Amisulprid
16. April 2017: 50 mg Amisulprid (wg. paradoxer Effekte)
seit ca. 23. April: 75 mg Amisulprid (weil die Entzugssymptome nicht auszuhalten waren)
27. April: 70 mg Amisulprid (Wasserlösmethode)
28. April: 70 mg Amisulprid (ab jetzt Feinwaage, scheint mir genauer), Symptome: belastende innere Bilder, Fantasien, Schlafstörungen
29. April: 70 mg Amisulprid, Symptome: Unwirklichkeitsgefühle, abends "Fluten" oder "Schwimmen" im Kopf
2. Mai: Umstieg auf 50 mg Amisulprid + 20 mg Lösung, damit die Dosis exakt ist (meine Feinwaage war mir zu ungenau)
4. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, Symptome: Schlafstörungen anhaltend, belastende Fantasien
11. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, damit immerhin 14 Tage geschafft, ohne dass etwas Schlimmes passiert ist. Symptome: Schlafstörungen, belastende Bilder/ Fantasien, teilweise Hoffnungslosigkeit, im schlaf starkes schwitzen
12. Mai: Schlaf etwas besser (6 Stunden am Stück), Sprechen im Schlaf, dafür tagsüber heftige innere Bilder
13. Mai: Schlaf etwas kürzer (5 Stunden am Stück), dafür Besserung der Bilder/Fantasien
14. Mai: weiterhin 70 mg Amisulprid, zusätzlich 3x 450 mg Baldrian, beim Einschlafen ein recht deutliches erschreckendes Bild

Langfristiger Absetzplan: Alle 6 Wochen 5% (mit individuell hergestellten Kapseln; den Einnahmezeitpunkt hatte ich schon schrittweise auf 10 Uhr morgens verschoben)
14. Juli 2017: Beginn mit 66,5 mg Amisulprid
25. August: 63mg
6. Oktober: 59,5mg (bis laufend auf dieser Dosis; relativ symptomfrei, jedenfalls kann ich aktuelle "Symptome" nicht auf die Reduktion schieben)
26. Oktober: Erhöhung auf 60,5 mg mit Wasserlösemethode wegen starker Symptome
4. November: Erhöhung auf 61,5 mg mit Wasserlösemethode (weiterhin stark gestörter Schlaf und belastende Bilder/ Zwangsgedanken)
11. Januar: Weiterhin 61,5 mg mit Wasserlösemethode, weiterhin Zwangsgedanken, jetzt noch Brennen der Nerven, starke Schlafstörungen
17. Januar: 1 mg Tavor wegen extremem Schlafmangel

Ululu 69
Team
Beiträge: 1811
Registriert: Donnerstag, 04.05.17, 17:43
Hat sich bedankt: 4533 Mal
Danksagung erhalten: 3409 Mal

Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von Ululu 69 » Freitag, 12.01.18, 10:20

Hallo inandout,

leider kann dir niemand genau sagen, wie du auf eine Dosiserhöhung reagierst aber wenn die Zwangsgedanken beim Absetzen erst so schlimm geworden sind, kann da durchaus ein Zusammenhang bestehen.Dann wäre es möglich, dass du von einer leichten Erhöhung profitieren könntest.

Wenn es sich bei dem Problem um eine Absetzerscheinung handelt, hat es ja einen körperlichen Ursprung und wird durch Psychotherapie nicht verschwinden, allerdings kannst du sicher therapeutisch lernen, mit den Gedanken umzugehen und auch sie besser zu verarbeiten, sodass sie vielleicht ihren Schrecken verlieren.

Ob du medikamentös eingreift liegt wohl in erster Linie daran, wie aushaltbar diese Gedanken für dich sind.
Natürlich kann es auch im Blödesten Fall sein, dass diese Gedanken nichts mit dem Absetzen zu tun haben und die Dosiserhöhung gar nichts bringt.

LG Ute
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Ululu 69 für den Beitrag:
inandout
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

inandout
Beiträge: 68
Registriert: Mittwoch, 26.04.17, 21:07

Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von inandout » Donnerstag, 18.01.18, 15:40

Hallo,

bin leider verzweifelt genug, es mit irgendwas zum Einschlafen zu versuchen. Gestern habe ich 1 mg Tavor genommen, heute hat mir mein Arzt noch Opipram zum Ausprobieren aufgeschrieben. Es fühlt sich echt mies an, wenn man eigentlich von allem runterkommen will, aber ich weiß mir nicht zu helfen. Ohne Schlaf werden meine Zwangsvorstellungen schlimmer, und ich habe ja schon soviel getan wie Meditation, Sport usw.

Zu hause Tabletten zu nehmen ist immer noch besser als in der Klinik zu landen denke ich mir. Erwarte natürlich keine Tips zur Einnahme von euch, dafür ist das Forum nicht da, aber wollte euch die Möglichkeit geben zu kommentieren :(

Liebe Grüße,

inandout
Ausgangsmedikation (im größten Teil des Verlaufs wusste ich noch nichts von ADFD). Das ist leider nur eine nicht ganz genaue Rekonstruktion:

Mit Psychiatern:

Juli 2009: 800 mg Amisulprid (Klinikentlassung)
Okt. 2011: 400 mg Amisulprid
März 2012: 200 mg Amisulprid
Anfang 2013: 150 mg Amisulprid
Juli 2013: 50 mg Amisulprid
August 2013: 100 mg Amisulprid
Anfang 2014: 75 mg Amisulprid
September 2015: 50 mg Amisulprid
Anfang 2016: 100 mg Amisulprid
Juli 2016: 75 mg Amisulprid

Auf eigene Faust:

Januar 2017: Kaltentzug Alkohol (vorher über Jahre fast jeden Abend zwei Bier)

8. März 2017: 50 mg Amisulprid
zwischenzeitlich 62,5 mg Amisulprid, außerdem ca. 8. - 24. März jede Nacht 20 mg Oxazepam, dann kalt entzogen
7. April 2017: 75 mg Amisulprid
16. April 2017: 50 mg Amisulprid (wg. paradoxer Effekte)
seit ca. 23. April: 75 mg Amisulprid (weil die Entzugssymptome nicht auszuhalten waren)
27. April: 70 mg Amisulprid (Wasserlösmethode)
28. April: 70 mg Amisulprid (ab jetzt Feinwaage, scheint mir genauer), Symptome: belastende innere Bilder, Fantasien, Schlafstörungen
29. April: 70 mg Amisulprid, Symptome: Unwirklichkeitsgefühle, abends "Fluten" oder "Schwimmen" im Kopf
2. Mai: Umstieg auf 50 mg Amisulprid + 20 mg Lösung, damit die Dosis exakt ist (meine Feinwaage war mir zu ungenau)
4. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, Symptome: Schlafstörungen anhaltend, belastende Fantasien
11. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, damit immerhin 14 Tage geschafft, ohne dass etwas Schlimmes passiert ist. Symptome: Schlafstörungen, belastende Bilder/ Fantasien, teilweise Hoffnungslosigkeit, im schlaf starkes schwitzen
12. Mai: Schlaf etwas besser (6 Stunden am Stück), Sprechen im Schlaf, dafür tagsüber heftige innere Bilder
13. Mai: Schlaf etwas kürzer (5 Stunden am Stück), dafür Besserung der Bilder/Fantasien
14. Mai: weiterhin 70 mg Amisulprid, zusätzlich 3x 450 mg Baldrian, beim Einschlafen ein recht deutliches erschreckendes Bild

Langfristiger Absetzplan: Alle 6 Wochen 5% (mit individuell hergestellten Kapseln; den Einnahmezeitpunkt hatte ich schon schrittweise auf 10 Uhr morgens verschoben)
14. Juli 2017: Beginn mit 66,5 mg Amisulprid
25. August: 63mg
6. Oktober: 59,5mg (bis laufend auf dieser Dosis; relativ symptomfrei, jedenfalls kann ich aktuelle "Symptome" nicht auf die Reduktion schieben)
26. Oktober: Erhöhung auf 60,5 mg mit Wasserlösemethode wegen starker Symptome
4. November: Erhöhung auf 61,5 mg mit Wasserlösemethode (weiterhin stark gestörter Schlaf und belastende Bilder/ Zwangsgedanken)
11. Januar: Weiterhin 61,5 mg mit Wasserlösemethode, weiterhin Zwangsgedanken, jetzt noch Brennen der Nerven, starke Schlafstörungen
17. Januar: 1 mg Tavor wegen extremem Schlafmangel

padma
Team
Beiträge: 12602
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 30243 Mal
Danksagung erhalten: 15400 Mal

Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von padma » Donnerstag, 18.01.18, 17:58

hallo Inandout, :)

das tut mir leid zu hören, dass du weiterhin diese Symptomatik hast.
Schlaf ist wirklich wichtig und Tavor ist natürlich nur als Notfallmedikament möglich.

Möchtest du es zunächst nicht mit einer leichten Erhöhung von Amisulprid versuchen?
Das Problem ist, dass Zwangsgedanken sowohl eine NW von NL viewtopic.php?f=6&t=12752, als auch ein Absetzsymptom sein können.

Sind sie erst seit dem Absetzen aufgetreten?
Kennst du unseren thread zu Zwangsgedanken? viewtopic.php?f=50&t=10801

Opipramol kann selbst Angst- und Erregungszustände auslösen.

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 2):
LinLinainandout
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
27.12.2017: 0,425 mg es wird weiter ge :schnecke: t


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

inandout
Beiträge: 68
Registriert: Mittwoch, 26.04.17, 21:07

Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von inandout » Donnerstag, 18.01.18, 20:06

Hallo padma,

vielen dank! Sie sind nicht erst seit dem (weiteren) Absetzen aufgetreten, also seit ich hier im Forum begleitet absetze. Das erste mal sind sie 2015 aufgetreten, da hatte ich dummerweise Drogen genommen. Und die gedanken haben sicher etwas mit meinem leben zu tun, zumindest von der entstehung her, das denke ich doch. Letztes Jahr hatte ich keine guten Erfahrungen damit gemacht, Amisulprid zu erhöhen, aber gut, vielleicht würde es mit einer nur leichten Erhöhung funktionieren. Habe aber eher Angst davor, dass sich Gedanken dann verfestigen und man nicht mehr so beweglich darauf reagieren kann.

Den Thread habe ich auch gelesen, Ablenkung und sowas mache ich natürlich, und versuche mich auch auf das zu konzentrieren, was noch spass macht. Aber ich bin eben auch ein Denker, das ist das Problem, ich komm nicht so leich aus meinem Kopf raus. Man müsste sein Hirn einfach re-setten können ;)

Natur wäre super, davon schreiben ja manche, ist aber nicht so leicht erreichbar für mich in der großen Stadt.

Für den Schlaf weiß ich es einfach noch nicht. Will ja eigentlich nix neues einnehmen, aber mit tavor muss man ja sehr vorsichtig sein.

Liebe Grüße,

inandout
Ausgangsmedikation (im größten Teil des Verlaufs wusste ich noch nichts von ADFD). Das ist leider nur eine nicht ganz genaue Rekonstruktion:

Mit Psychiatern:

Juli 2009: 800 mg Amisulprid (Klinikentlassung)
Okt. 2011: 400 mg Amisulprid
März 2012: 200 mg Amisulprid
Anfang 2013: 150 mg Amisulprid
Juli 2013: 50 mg Amisulprid
August 2013: 100 mg Amisulprid
Anfang 2014: 75 mg Amisulprid
September 2015: 50 mg Amisulprid
Anfang 2016: 100 mg Amisulprid
Juli 2016: 75 mg Amisulprid

Auf eigene Faust:

Januar 2017: Kaltentzug Alkohol (vorher über Jahre fast jeden Abend zwei Bier)

8. März 2017: 50 mg Amisulprid
zwischenzeitlich 62,5 mg Amisulprid, außerdem ca. 8. - 24. März jede Nacht 20 mg Oxazepam, dann kalt entzogen
7. April 2017: 75 mg Amisulprid
16. April 2017: 50 mg Amisulprid (wg. paradoxer Effekte)
seit ca. 23. April: 75 mg Amisulprid (weil die Entzugssymptome nicht auszuhalten waren)
27. April: 70 mg Amisulprid (Wasserlösmethode)
28. April: 70 mg Amisulprid (ab jetzt Feinwaage, scheint mir genauer), Symptome: belastende innere Bilder, Fantasien, Schlafstörungen
29. April: 70 mg Amisulprid, Symptome: Unwirklichkeitsgefühle, abends "Fluten" oder "Schwimmen" im Kopf
2. Mai: Umstieg auf 50 mg Amisulprid + 20 mg Lösung, damit die Dosis exakt ist (meine Feinwaage war mir zu ungenau)
4. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, Symptome: Schlafstörungen anhaltend, belastende Fantasien
11. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, damit immerhin 14 Tage geschafft, ohne dass etwas Schlimmes passiert ist. Symptome: Schlafstörungen, belastende Bilder/ Fantasien, teilweise Hoffnungslosigkeit, im schlaf starkes schwitzen
12. Mai: Schlaf etwas besser (6 Stunden am Stück), Sprechen im Schlaf, dafür tagsüber heftige innere Bilder
13. Mai: Schlaf etwas kürzer (5 Stunden am Stück), dafür Besserung der Bilder/Fantasien
14. Mai: weiterhin 70 mg Amisulprid, zusätzlich 3x 450 mg Baldrian, beim Einschlafen ein recht deutliches erschreckendes Bild

Langfristiger Absetzplan: Alle 6 Wochen 5% (mit individuell hergestellten Kapseln; den Einnahmezeitpunkt hatte ich schon schrittweise auf 10 Uhr morgens verschoben)
14. Juli 2017: Beginn mit 66,5 mg Amisulprid
25. August: 63mg
6. Oktober: 59,5mg (bis laufend auf dieser Dosis; relativ symptomfrei, jedenfalls kann ich aktuelle "Symptome" nicht auf die Reduktion schieben)
26. Oktober: Erhöhung auf 60,5 mg mit Wasserlösemethode wegen starker Symptome
4. November: Erhöhung auf 61,5 mg mit Wasserlösemethode (weiterhin stark gestörter Schlaf und belastende Bilder/ Zwangsgedanken)
11. Januar: Weiterhin 61,5 mg mit Wasserlösemethode, weiterhin Zwangsgedanken, jetzt noch Brennen der Nerven, starke Schlafstörungen
17. Januar: 1 mg Tavor wegen extremem Schlafmangel

padma
Team
Beiträge: 12602
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 30243 Mal
Danksagung erhalten: 15400 Mal

Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von padma » Samstag, 20.01.18, 18:03

hallo Inandout, :)
Letztes Jahr hatte ich keine guten Erfahrungen damit gemacht, Amisulprid zu erhöhen, aber gut, vielleicht würde es mit einer nur leichten Erhöhung funktionieren. Habe aber eher Angst davor, dass sich Gedanken dann verfestigen und man nicht mehr so beweglich darauf reagieren kann.
Das ist natürlich ein wichtiger Aspekt. Dann würde ich es auch höchstens minimal erhöhen.

I.d.R. ist es besser, das Medikament, das man reduziert wieder leicht zu erhöhen, als ein weiteres hinzu zu nehmen.
Das erste mal sind sie 2015 aufgetreten, da hatte ich dummerweise Drogen genommen. Und die gedanken haben sicher etwas mit meinem leben zu tun, zumindest von der entstehung her, das denke ich doch.
Dann sind sie damals substanzinduziert aufgetreten. Dass diese Gedanken an sich etwas mit deiner Lebensgeschichte zu tun haben, ist gut möglich. Dass sie sich als Zwangsgedanken festsetzen kann jedoch substanz- bzw. absetzinduziert sein.

Entzugssymptome machen sich ja gerne an Schwachstellen fest und können ursprüngliche Symptome massiv verstärken (Rebound)

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 2):
Ululu 69inandout
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
27.12.2017: 0,425 mg es wird weiter ge :schnecke: t


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

inandout
Beiträge: 68
Registriert: Mittwoch, 26.04.17, 21:07
Hat sich bedankt: 64 Mal
Danksagung erhalten: 51 Mal

Re: Gescheiterter Reduzierungsversuch (Amisulprid) - wie kriege ich mich wieder hin?

Beitrag von inandout » Samstag, 20.01.18, 22:39

Hallo padma,

vielen Dank für deine Antwort!
ich hatte damals bei der Entstehung nicht richtig auf den Gedanken reagiert, soviel habe ich jetzt jedenfalls zu Zwangsgedanken gelesen. Statt den Gedanken wie andere Gedanken kommen und gehen zu lassen und zu ignorieren, hat er mich in Panik versetzt, und statt dass ihn jemand relativiert hätte, haben die "Profis" es noch schlimmer gemacht und meine Angst bestärkt.

Wäre ich damals schon anders damit umgegangen (so wie die Forschung sagt: Vom Inhalt her haben auch "normale" Menschen Zwangsgedanken, sie sind aber in der Lage, diese zu ignorieren, ihnen keine weitere Beachtung zu schenken, weswegen sie sich nicht als Zwangsgedanken verfestigen) und hätte hilfreichere Antworten bekommen, dann hätte sich das glaube ich gar nicht erst so ausgeweitet. Jetzt muss ich mit dem umgehen was da ist.

Psychiatrie und leider auch viel Psychotherapie sind meiner Meinung nach leider ein sich selbst erhaltendes System, in dem viele Probleme geschaffen werden, die dann wieder behandelt werden müssen.

Ich will so fit bleiben, dass ich darüber wenigstens irgendwann schreiben kann.

Mit meiner Lebensgeschichte haben die Gedanken natürlich trotzdem zu tun -- aber zu meiner Lebensgeschichte gehört ja auch ne Menge Psychotherapie.

Solange ich schlafen kann, gehts auch einigermaßen.

Liebe Grüße,

inandout
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor inandout für den Beitrag (Insgesamt 2):
Ululu 69padma
Ausgangsmedikation (im größten Teil des Verlaufs wusste ich noch nichts von ADFD). Das ist leider nur eine nicht ganz genaue Rekonstruktion:

Mit Psychiatern:

Juli 2009: 800 mg Amisulprid (Klinikentlassung)
Okt. 2011: 400 mg Amisulprid
März 2012: 200 mg Amisulprid
Anfang 2013: 150 mg Amisulprid
Juli 2013: 50 mg Amisulprid
August 2013: 100 mg Amisulprid
Anfang 2014: 75 mg Amisulprid
September 2015: 50 mg Amisulprid
Anfang 2016: 100 mg Amisulprid
Juli 2016: 75 mg Amisulprid

Auf eigene Faust:

Januar 2017: Kaltentzug Alkohol (vorher über Jahre fast jeden Abend zwei Bier)

8. März 2017: 50 mg Amisulprid
zwischenzeitlich 62,5 mg Amisulprid, außerdem ca. 8. - 24. März jede Nacht 20 mg Oxazepam, dann kalt entzogen
7. April 2017: 75 mg Amisulprid
16. April 2017: 50 mg Amisulprid (wg. paradoxer Effekte)
seit ca. 23. April: 75 mg Amisulprid (weil die Entzugssymptome nicht auszuhalten waren)
27. April: 70 mg Amisulprid (Wasserlösmethode)
28. April: 70 mg Amisulprid (ab jetzt Feinwaage, scheint mir genauer), Symptome: belastende innere Bilder, Fantasien, Schlafstörungen
29. April: 70 mg Amisulprid, Symptome: Unwirklichkeitsgefühle, abends "Fluten" oder "Schwimmen" im Kopf
2. Mai: Umstieg auf 50 mg Amisulprid + 20 mg Lösung, damit die Dosis exakt ist (meine Feinwaage war mir zu ungenau)
4. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, Symptome: Schlafstörungen anhaltend, belastende Fantasien
11. Mai: weiterhin 70mg Amisulprid, damit immerhin 14 Tage geschafft, ohne dass etwas Schlimmes passiert ist. Symptome: Schlafstörungen, belastende Bilder/ Fantasien, teilweise Hoffnungslosigkeit, im schlaf starkes schwitzen
12. Mai: Schlaf etwas besser (6 Stunden am Stück), Sprechen im Schlaf, dafür tagsüber heftige innere Bilder
13. Mai: Schlaf etwas kürzer (5 Stunden am Stück), dafür Besserung der Bilder/Fantasien
14. Mai: weiterhin 70 mg Amisulprid, zusätzlich 3x 450 mg Baldrian, beim Einschlafen ein recht deutliches erschreckendes Bild

Langfristiger Absetzplan: Alle 6 Wochen 5% (mit individuell hergestellten Kapseln; den Einnahmezeitpunkt hatte ich schon schrittweise auf 10 Uhr morgens verschoben)
14. Juli 2017: Beginn mit 66,5 mg Amisulprid
25. August: 63mg
6. Oktober: 59,5mg (bis laufend auf dieser Dosis; relativ symptomfrei, jedenfalls kann ich aktuelle "Symptome" nicht auf die Reduktion schieben)
26. Oktober: Erhöhung auf 60,5 mg mit Wasserlösemethode wegen starker Symptome
4. November: Erhöhung auf 61,5 mg mit Wasserlösemethode (weiterhin stark gestörter Schlaf und belastende Bilder/ Zwangsgedanken)
11. Januar: Weiterhin 61,5 mg mit Wasserlösemethode, weiterhin Zwangsgedanken, jetzt noch Brennen der Nerven, starke Schlafstörungen
17. Januar: 1 mg Tavor wegen extremem Schlafmangel

Antworten