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Katja
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Re: Olanzapin und Amisulprid absetzen

Beitrag von Katja » Montag, 06.11.17, 12:31

Hallo zusammen,

ich habe vor Kurzem mit einem Psychiater über meine Olanzapin- und Amisulprid-Dosis gesprochen und er glaubt nicht, dass meine Gefühlsverflachung daher kommt, weil ich beides ja in relativ niedrigen Dosierungen nehme (4,375mg und 200mg). Leider habe ich ganz vergessen zu erwähnen, dass ich auch 100mg Sertralin nehme. Bisher ist das ja das einzige Medikament, das ich noch nicht reduziert habe, sodass ich da noch Hoffnung habe, dass das die Gefühlsverflachung etwas mildern könnte.
Kann denn eurer Erfahrung nach die Gefühlsverflachung und Anhedonie auch vom Sertralin kommen?

Am Mittwoch ist die nächste Reduktion von Olanzapin dran. Vielleicht passiert ja auch ein Wunder und ich hab danach wieder mehr Gefühle... Das Leben ist einfach so unlebenswert, wenn man immer gleichgültig ist.

Liebe Grüße
Katja
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Re: Olanzapin und Amisulprid absetzen

Beitrag von Ululu 69 » Montag, 06.11.17, 13:28

Hallo Katja, :)

nahezu alle Psychopharmaka können wohl diese Gefühlsverflachung hervor rufen. :cry:
Ich persönlich bin auch mit meinem Neuroleptikum Quetiapin im unteren Dosisbeteich von 50 mg und beim Mirtazapin auf 15 mg.
Die Reduktion hat dahingehend absolut nichts verändert. Ich bin nach wie vor total abgestumpft, habe schon seit Jahren nicht geweint.
Ich nehme noch Duloxetin, was ich im Moment reduziere, es ist als SSNRI mit deinem SSRI Sertralin artverwandte und ich gehe zumindest bei mir davon aus, dass es zumindest einen hohen Beitrag zu meiner massiven Gefühlsverflachung leistet. :x

Das einzige, was bei mir hin und wieder auftritt, sind wohl Neuroemotionen, die so gar nicht zu mir passen.

LG Ute
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Re: Olanzapin und Amisulprid absetzen

Beitrag von Katja » Montag, 06.11.17, 13:45

Hallo Ute,

danke für deine Antwort! Dann überlege ich demnächst mal, ob ich nicht auch mal etwas vom Sertralin reduzieren werde. Aber erst mal möchte ich definitiv auf 100mg Amisulprid und 2,5mg Olanzapin kommen..

Was sind denn diese Neuro-Emotionen? Ich hab mir den Thread dazu schon mal durchgelesen, habe das aber nicht verstanden.

Ich drück uns beiden die Daumen, dass unsere Gefühle zurückkommen werden.

Liebe Grüße
Katja
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Re: Olanzapin und Amisulprid absetzen

Beitrag von Ululu 69 » Montag, 06.11.17, 13:58

Hallo Katja,

Ich lasse dir mal einen Link da, wie sich so etwas anfühlt.
Ich habe mich in Vielem wiedergefunden und es hat mich ungemein beruhigt, dass ich nicht plötzlich zum A :censored:loch mutiert bin. :D

viewtopic.php?f=50&t=13243

Neuroemotion sagt allgemein nur aus, dass diese Gefühle keine echten Gefühle sind, sondern körperlich erzeugt werden, durch das Ungleichgewicht, das beim Absetzen im Gehirn entsteht.

LG Ute
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Re: Olanzapin und Amisulprid absetzen

Beitrag von Katja » Freitag, 10.11.17, 10:44

Hallo Ute,
Ululu 69 hat geschrieben:Neuroemotion sagt allgemein nur aus, dass diese Gefühle keine echten Gefühle sind, sondern körperlich erzeugt werden, durch das Ungleichgewicht, das beim Absetzen im Gehirn entsteht.
danke, jetzt hab ich den Unterschied verstanden. Wobei ich immer noch nicht verstehe, woran man merkt, dass man Neuro-Emotionen statt echter Gefühle hat.

Ich wollte allgemein mal erzählen, dass ich nun vorgestern wieder Olanzapin reduziert habe (diesmal von 4,375=7/4*2,5mg auf 3,75=6/4*2,5mg - mit dem Tablettenteiler von der Marke Exakt lässt sich die winzige Tablette wirklich gut teilen). Ich fühle mich weiterhin unverändert. Schlafe immer noch schnell ein, das war ja vorher meine größte Sorge gewesen. Leider bin ich aber auch noch genauso emotionslos wie vorher. :(
Wenn ich andere Einträge hier lese, bin ich natürlich froh, nicht solche Absetzsymptome zu haben...

Liebe Grüße
Katja

PS: Mir ist noch aufgefallen, dass ich die Abende an meinen letzten zwei schlaflosen Nächten joggen gegangen war. Vielleicht lag es also auch daran, dass ich nicht einschlafen konnte.
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Re: Olanzapin und Amisulprid absetzen

Beitrag von Arianrhod » Freitag, 10.11.17, 15:19

Hallo Katja
Katja hat geschrieben:danke, jetzt hab ich den Unterschied verstanden. Wobei ich immer noch nicht verstehe, woran man merkt, dass man Neuro-Emotionen statt echter Gefühle hat.
Ich hatte beispielsweise starke Angstgefühle in der Absetzphase. Aber eigentlich hatte ich vor nichts Angst, ich konnte mir dieses Gefühl überhaupt nicht erklären, es fühlte sich eher an als käme es von außen anstatt aus meinem Inneren. Auch plötzlich auftretende Aggression oder Weinen etc. hatte nichts mit meinem Leben zu tun. Ich persönlich finde, man merkt es gut, ob es eigene oder Neuro-Gefühle sind.

liebe Grüße Arianrhod
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2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
viewtopic.php?f=51&t=10634&p=120447#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

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Re: Olanzapin und Amisulprid absetzen

Beitrag von padma » Freitag, 10.11.17, 17:35

hallo Katja, :)

ich erlebe es so, dass möglicherweise echte Emotionen masslos verstärkt werden. So dass aus einer Unsicherheit gleich ein heftiges Angstgefühl wird.

Das passt für mich auch:
Im normalen Denken reguliert der Verstand instinktive Reaktionen und mäßigt sie, um sozialen Situationen und unseren eigenen moralischen Überzeugungen zu entsprechen. Ein Entzug behindert den Verstand in seiner normalen Regulationsfunktion. Anstatt das Verhalten zu mäßigen, dürfen Ärger, Angst und Angst in den bewussten Verstand kommen.
viewtopic.php?f=19&t=13926

liebe Grüsse,
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Re: Olanzapin und Amisulprid absetzen

Beitrag von Katja » Freitag, 10.11.17, 20:04

Hallo ihr zwei,

danke, jetzt kann ich mir grob etwas darunter vorstellen. Bis jetzt bin ich auch noch Neuro-emotionslos, aber wer weiß, was beim Absetzen noch so auf mich zukommt.

Ein schönes Neuro-Emotionen-freies Wochenende euch!
Katja
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Re: Olanzapin und Amisulprid absetzen

Beitrag von Katja » Mittwoch, 15.11.17, 15:25

Hallo zusammen,

ich habe im Juni 2015 wegen eines MS-Schubs 3 Tage lang eine Hochdosis-Cortison-Stoßtherapie mit jeweils 1000mg bekommen und war direkt im Anschluss euphorisch, fast manisch. Im März 2016 bekam ich dann die Psychose und mein Psychiater meinte, dass das eventuell noch durch das Cortison gekommen sein könnte. Laut Google scheinen mir solch Cortison-Psychosen aber auch eher direkt nach oder während Cortisongabe aufzutreten.
So oder so habe ich mir deswegen nun gedacht, dass ich kein Cortison mehr nehmen möchte, selbst wenn ich einen MS-Schub haben sollte. Ich werde auch meine Ärzte nochmal nach ihrer Meinung dazu fragen, aber was meint ihr?

Außerdem gibt es in 2 Monaten ein neues MS-Medikament, Ocrelizumab, auf das ich eventuell umsteigen wollte. Wegen der Gefahr eines anaphylaktischen Schocks wird diese Infusion allerdings auch mit 100mg Methylprednisolon oder Prednisolon gegeben.
Auch dazu werde ich meine Ärzte nochmal fragen, aber was haltet ihr bzgl. des Psychose-Risikos davon?

Viele Grüße
Katja
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Re: Olanzapin und Amisulprid absetzen

Beitrag von padma » Donnerstag, 16.11.17, 22:44

liebe Katja, :)

das kann ich leider nicht einschätzen, da ich mich mit MS nicht auskenne.

Kortison kann definitiv Psychosen auslösen und wenn du darauf direkt manisch reagiert hast, ist es auf jeden Fall ein Risiko. Umso mehr, wenn die Psychose möglicherweise eine Folge des Kortison war.
Andererseits brauchst du bei einem MS Schub natürlch eine Behandlung.

Das ist wirklich ein Dilemma.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Olanzapin und Amisulprid absetzen

Beitrag von Ululu 69 » Freitag, 17.11.17, 10:20

Hallo Katja, :)

das ist ja wirklich eine doofe Situation. :x

Wir sind hier natürlich keine Ärzte und können deshalb keine echte Empfehlung dazu abgeben.
Ich denke, man muss da sehr genau abwägen, wie schlimm ist der Verlauf der MS und wie schlimm war die Psychose.
In deinem Fall wirst du dich wahrscheinlich auf den Rat der Mediziner verlassen müssen. :shock:

Du kannst ja gerne mal berichten, wie das Gespräch mit deinen Ärzten gelaufen ist, das würde mich interessieren.

Ich wünsche dir alle Gute.

Ute
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Re: Olanzapin und Amisulprid absetzen

Beitrag von Katja » Freitag, 17.11.17, 10:37

Hallo ihr zwei,

danke für eure Antworten! Ja, das dachte ich mir, dass die Frage zu speziell ist.
Dass das Hochdosis-Cortison überhaupt beim langfristigen MS-Verlauf hilft, ist gar nicht in Studien nachgewiesen, sondern basiert auf theoretischen Überlegungen. So soll es die gestörte Blut-Hirn-Schranke wieder schließen und die Entzündungsaktivität hemmen und das ist natürlich wichtig, um einen MS-Schub zu stoppen. Aber nichts wäre schlimmer als eine neue Psychose...
Gut, dass ich im Moment so ein starkes MS-Medikament nehme, dass ich wahrscheinlich keinen Schub bekomme.
Ich frage meine Ärzte mal und schreibe euch dann, was sie gesagt haben!

Liebe Grüße
Katja
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Re: Olanzapin und Amisulprid absetzen

Beitrag von padma » Freitag, 17.11.17, 18:22

hallo Katja, :)

was mir noch durch den Kopf ging ist, ob es sinnvoll ist, in deiner jetztigen Situation ein ganz neues Medikament zu testen?

Da gibt es ja noch keinerlei Erfahrungen mit NW und WW, das ist ja schon ein Risiko, da du NL nimmst und im Entzug bist, plus das Psychose Risiko.

liebe Grüsse,
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Re: Olanzapin und Amisulprid absetzen

Beitrag von Katja » Freitag, 17.11.17, 19:15

Hallo padma,

ja, wahrscheinlich ist das ein wichtiger Gedanke.

Mit WW mache ich mir weniger Sorgen, weil alle bisherigen MS-Medikamente keine mit Psychopharmaka haben. Aber natürlich könnte das bei Ocrelizumab anders sein.
Das Unheimliche an meinem jetzigen MS-Medikament Natalizumab ist eben die einzige möglicherweise tödliche NW PML (verursacht durch den JC Virus im Gehirn, den ich Gott sei Dank nicht in mir trage, aber mit dem ich mich jederzeit bei den ca. 50% der Bevölkerung anstecken könnte, die ihn haben).
Allerdings hat Ocrelizumab auch ein PML-Risiko, von dem nur bisher geglaubt wird, dass es niedriger ist als bei Natalizumab.
Also es stimmt, wahrscheinlich sollte ich für ein neues Medikament mit noch nicht bekanntem Risikoprofil wirklich nicht von einem sehr effektiven Medikament, unter dem ich komplett schubfrei bin, wegwechseln - und dann auch noch im Entzug von den Psychopharmaka...
Letztes vergesse ich halt ganz gerne mal, weil ich bis jetzt ja noch nichts vom Entzug spüre. :whistle:

Liebe Grüße
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Re: Olanzapin und Amisulprid absetzen

Beitrag von Katja » Dienstag, 28.11.17, 18:30

Hallo zusammen,

ich habe eine ganz kurze Frage: Wenn ich ab morgen die 2,5mg Schmelztabletten Olanzapin viertel, wie viele Tage sind dann wohl die einzelnen Bruchstücke haltbar? Es wäre ja irgendwo eine Verschwendung, drei Vierteltabletten wegzuwerfen...

Liebe Grüße
Katja
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Re: Olanzapin und Amisulprid absetzen

Beitrag von padma » Dienstag, 28.11.17, 18:47

hallo Katja, :)

wenn du sie trocken und kühl aufbewahrst, am besten in einem geschlossenen Döschen, kann da eigentlich nichts mit passieren.

liebe Grüsse,
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Re: Olanzapin und Amisulprid absetzen

Beitrag von Katja » Dienstag, 28.11.17, 19:04

Hallo padma,

danke für die schnelle Antwort. :)
Ja, ich kann sie im Tablettenteiler verschlossen aufbewahren.

Liebe Grüße
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Re: Olanzapin und Amisulprid absetzen

Beitrag von padma » Mittwoch, 29.11.17, 22:26

hallo Katja, :)

ja, das ist perfekt. :D

liebe Grüsse,
padma
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Re: Olanzapin und Amisulprid absetzen

Beitrag von Katja » Mittwoch, 06.12.17, 11:51

Liebes Forum,

vor einer Woche habe ich wieder das Olanzapin reduziert, von 3,75mg auf 3,125mg. Die ersten vier Nächte lag ich länger wach und konnte erst einschlafen, nachdem ich 600mg Baldrian genommen habe. Jetzt ist mein Schlaf wieder wie vorher: Ich schlafe schnell ein und komme morgens nicht aus dem Bett, wenn der Wecker klingelt.

Sonst merke ich auch keine Veränderung, ich nehme nicht ab und meine Negativsymptome sind auch wie vorher. :(

Gestern war ich das erste Mal seit langem wieder mit meiner Arbeitsgruppe essen und anschließend habe ich noch meinen Prof getroffen. So eine heile Welt, ich weiß nicht, wie ich da die Psychose bekommen konnte. Beim Treffen mit meinem Prof fiel mir wieder auf, wie beschränkt ich nur denken kann, und jetzt mache ich mir große Sorgen um die Fertigstellung meiner Doktorarbeit in meinem Zustand. Ich bin auch komplett unmotiviert, weil ich den Spaß an Mathe verloren habe, und würde am liebsten mich den ganzen Tag ins Bett verkriechen.
Im Frühjahr ist die Deadline für meine Doktorarbeit - wie soll das bloß bis dahin fertig werden?

Hilflose Grüße
Katja
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Re: Olanzapin und Amisulprid absetzen

Beitrag von Flummi » Mittwoch, 06.12.17, 15:58

Hallo Katja,
Du schreibst eine Doktorarbeit in Mathe? Wie toll, Mathe ist so schön. Ich freu mich schon wenn mein Mann sein Mathe oder Physik Studium wieder aufnimmt....es hat seine ganz eigene Schönheit. Vielleicht etwas über über mathematikgeschichte lesen zb "fermats letzter satz". Das habe ich meinen Mann geschenkt, der einen schlenker machte über naturwissenschaftsgeschichte und nach dem buch wollte er wieder sein altes Studium mathe/physik aufnehmen.
Liebe Grüsse,
Claudia
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