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Re: Olanzapin und Amisulprid absetzen

Beitrag von Katja » Freitag, 22.12.17, 19:28

Liebe Arian,

ja, wozu ich statt dem Auf-dem-Sofa-sitzen-und-ins-Leere-starren neige, ist mich ins Bett zu legen, die Augen zu schließen und gar nichts zu machen - auch nicht viel besser, oder? Seitdem ich das neue Handy hab, checke ich stattdessen neue Posts, dafür braucht man sich nicht viel Motivation.
Und manchmal auch alte Posts - heute bin ich auf den Thread von Fibie gestoßen, die ja anscheinend nach dem Absetzen von Sertralin ihre Gefühle zurückbekommen hat. Vielleicht kommt das bei mir ja doch auch von den relativ hohen 100mg Sertralin, für das Amisulprid ist diese Abstumpfung ja unüblich und das Olanzapin nehme ich ja nur noch in einer recht niedrigen Dosis. Und bei dem letzteren beiden merke ich auch trotz hälftiger Reduktion noch keinen Unterschied.
Über Fibies Thread habe ich auch die Studie zur SSRI-induzierten Gleichgültigkeit entdeckt: viewtopic.php?p=132636#p132636

Puh, wenn man dann davon ausgeht, dass es wirklich eine Nebenwirkung ist und die Gefühle mit dem Absetzen zurückkommen, fällt es wirklich schwer, Geduld beim Reduzieren zu haben. Aber die Angst vor einer Absetzpsychose bremst dann auch wieder :schnecke:

Liebe Grüße
Katja
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Re: Olanzapin und Amisulprid absetzen

Beitrag von Katja » Mittwoch, 10.01.18, 11:36

Hallo zusammen,

ein frohes und vor allem gesundes neues Jahr noch an alle!
Heute ist endlich wieder Reduzier-Tag und ich habe Sertralin von 100mg auf 75mg morgens reduziert.
Kann der Titel meines Threads zu "Amisulprid, Olanzapin und Sertralin absetzen" geändert werden?
Da ich beim Amisulprid und Olanzapin reduzieren bisher keine Verbesserung meiner Negativsymptome bemerkt habe, erhoffe ich mir jetzt durchs Sertralin-Reduzieren wieder mehr Gefühle zurückzubekommen...
Ich weiß, das ist jetzt schneller als die 10%, aber ich möchte gerne irgendwann ohne Psychopharmaka schwanger werden und bei höheren Dosierungen kann man ja nach vielen Berichten noch eher schneller vorgehen.

Liebe Grüße
Katja
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Re: Amisulprid, Olanzapin und Sertralin absetzen

Beitrag von Murmeline » Mittwoch, 10.01.18, 14:02

 ! Nachricht von: Murmeline
Titelanpassung erledigt :)
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Re: Amisulprid, Olanzapin und Sertralin absetzen

Beitrag von Katja » Samstag, 13.01.18, 23:10

Hallo zusammen,

ich habe ja als Bedarfsmedikament zum Einschlafen Zopiclon. Diese Woche bin ich schlechter eingeschlafen (ich glaube, weil ich abends noch eine Sprache gelernt habe, das lasse ich jetzt aber auch deswegen wieder sein). Zum Einschlafen habe ich dann jede Nacht 700mg Baldrian genommen und, als das 2x nicht half, einmal 3,75mg Zopiclon und einmal 3,75/2mg Zopiclon.

Jetzt will ich natürlich auf keinen Fall von Zopiclon abhängig werden. Ich hab schon mal danach gesucht, bin aber nicht direkt fündig geworden: Wie viel Zopiclon kann man maximal in der Woche/im Monat nehmen? Macht es genauso schnell abhängig wie Tavor?

Liebe Grüße
Katja
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Re: Amisulprid, Olanzapin und Sertralin absetzen

Beitrag von Annanas » Sonntag, 14.01.18, 13:20

Hallo Katja :) ,
Katja hat geschrieben:Jetzt will ich natürlich auf keinen Fall von Zopiclon abhängig werden. Ich hab schon mal danach gesucht, bin aber nicht direkt fündig geworden: Wie viel Zopiclon kann man maximal in der Woche/im Monat nehmen? Macht es genauso schnell abhängig wie Tavor?
Ich würde das ähnlich sehen, wie beim Tavor (Lorazepam) - auch nicht öfter als 2 - 3 x im Monat anwenden.
Auch bei Z-Drugs wie Zopiclon besteht z.B. die Gefahr, bei einem Dauergebrauch von ca. 2 Wochen, schon in die Abhängigkeit zu rutschen.
Hier ist auch ein Bericht dazu:
Vorsicht,Schlafmittel machen schnell abhängig
Quelle: vdk.de

Liebe Grüße von Anna
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Re: Amisulprid, Olanzapin und Sertralin absetzen

Beitrag von Katja » Sonntag, 14.01.18, 13:37

Hallo Anna,

danke für deine Antwort! Puh, da muss ich dann aber echt aufpassen, das nicht zu oft zu nehmen. :?

Liebe Grüße
Katja
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Re: Amisulprid, Olanzapin und Sertralin absetzen

Beitrag von Annanas » Sonntag, 14.01.18, 13:57

Hallo Katja :) ,
ich nochmal :roll: - hatte ich im vorigen Beitrag vergessen: hast du schon unseren Thread zur Schlafhygiene
gelesen - vllt sind da ein paar Tipps dabei, die dir auch noch helfen könnten:
Schlafhygiene/Schlafprobleme - was hilft?

Lieben Gruß von Anna
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Re: Amisulprid, Olanzapin und Sertralin absetzen

Beitrag von lollarossa » Sonntag, 14.01.18, 16:54

Hallo Katja :)
habe eben auf der Arbeit (hatte heute Früdienst) deinen kompletten Thrad gelesen, es war nicht viel zu tun. :D
Mich würde interessieren, wie es weitergeht bei dir und dem Arbeitsleben..
Gemeinsam haben wir, dass wir beide Amisluprid nehmen, in den 30 sind (werde ich zumindest dieses Jahr) und mit uns hadern, was das Arbeitsleben angeht.
Ich habe eine nicht abgeschlossene Berufsausbildung zur Heilerziehungspflegerin, mir fehlt das Anerkennungsjahr, dass ich aufgrund von diversen Ängsten 2 Mal abgebrochen habe.
Wenn du Lust hast, würde ich mich freuen von dir zu lesen. :roll:
Zu Zypiclon habe ich leider keinen Ratschlag für dich...
Liebe Grüße, LOLLA
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Re: Amisulprid, Olanzapin und Sertralin absetzen

Beitrag von Katja » Montag, 15.01.18, 13:43

Hallo Lolla,

ich hatte auch schon ein paar Mal überlegt mich in deinen Thread einzuklinken. :)
Einmal, als dein Meerli gestorben ist (hoffentlich bist du da nicht mehr allzu häufig traurig drüber!) und einmal, als dir die Ausschabung drohte. Musste da an meine zwei größeren Ovarialzysten denken, die die Frauenärzte auch wegoperieren wollten und die dann jeweils doch ganz harmlos durch eine normale Periode verschwunden sind - viel Aufregung umsonst!
Jetzt grade hatte ich bei meiner zweimonatigen Kontrolle Blut im Urin und hab direkt eine Überweisung zum Urologen bekommen. Wahrscheinlich ist das auch wieder viel Aufregung um nichts, ohne die regelmäßige Kontrolle wüsste ich ja auch von nichts.

Ja, das ist echt nicht so einfach, wenn man (fast) in den Dreißigern ist und noch nicht sein berufliches Zuhause gefunden hat! In den letzten Jahren heiraten auch alle um mich rum und bekommen Kinder - wie sehr ich mir auch so ein Leben wünschen würde! Ich glaube weder, dass meine Doktorarbeit dieses Jahr fertig wird, noch dass ich erfolgreich meine Psychopharmaka absetze, heirate und Kinder bekomme. Aber die Hoffnung stirbt ja Gott sei Dank zuletzt! :)

Willst du denn das Anerkennungsjahr für die Heilerziehungspflegerin nochmal versuchen? Was muss man da denn genau machen, muss man da noch Prüfungen bestehen oder weswegen hast du das abgebrochen?
Ich hab ja letzten Sommer versucht meine Doktorarbeit abzubrechen, aber mein Doktorvater hat mich dann überredet dranzubleiben. Schon schwierig, weil ich denke, dass der Doktorarbeit-Stress vielleicht die Psychose mit ausgelöst hat. Immerhin bist du davon verschont geblieben ;) Hilft dir das Amisulprid denn bei deiner Borderline?

Jetzt muss ich schnell zu meiner Psychologin - da gehe ich mittlerweile recht gerne hin. :)

Liebe Grüße
Katja

PS: Ja, Schlafhygiene kenne ich, den Thread dazu habe ich mir aber erst jetzt durchgelesen. Hatte letzte Woche den Fehler gemacht, abends mit der Duolingo App eine Sprache zu lernen - hab dann anschließend statt einzuschlafen immer im Kopf versucht Sätze in der Sprache zu formulieren. Jetzt, wo ich abends nicht mehr lerne, schlafe ich wieder gut ein. :bettzeit:
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Re: Amisulprid, Olanzapin und Sertralin absetzen

Beitrag von lollarossa » Montag, 15.01.18, 14:27

Liebe Katja :)
freue mich über deine Nachricht.
Aus der Sache mit der Ausschabung nehme ich mit, dass man sich nie auf die Meinung eines Arztes verlassen sollte, sondern in jedem Fall eine Zweitmeinung einholen sollte.. :roll:
Mit Blut im Urin kenne ich mich leider nicht gut aus, aber vielleicht ist es ja auch "nur" eine Blasenentzündung, ich drücke die Daumen.
Hast du auch Meerschweinchen? Ich liebe diese Tiere einfach so sehr, habe welche, seitdem ich 6 Jahre alt war.
Mein berufliches Zuhause habe ich definitiv noch nicht gefunden, dass belastet mich sehr.
Eigentlich sehe ich meine Begabungen auch eher im theoretischen, lyrischen, oder kreativen Bereich, bin aber sehr geprägt durch meine geistig behinderte Schwester.
Meine Erfahrungen im sozialen Bereich sind aber insgesamt nicht gut. Viel Mobbing unter Kollegen und oft werden Menschen (die sich nicht wehren können) vor vollendete Tatsachen gestellt, ohne sie entscheiden zu lassen.
Ich habe mein Anerkennungsjahr zweimal abgebrochen, weil ich im zwischenmenschlichen Bereich sehr viele Ängste und Nöte habe, verfalle oft in kindliche Verhaltensweisen und kann dann nicht mehr adäquat reagieren. So läuft es leider meistens bei mir.
Momentan arbeite ich bei einer Dame im Rollstuhl (privat), die auch meine Chefin ist und ein kleines Team hat, dass sich um sie kümmert.
Wie weit bist du denn mit deiner Doktorarbeit? Ich drücke dir da sehr die Daumen, ich empfinde es immer als schmerzhaft etwas nicht beenden und abschließen zu können... Das habe ich sehr oft in meinem Leben gehabt und selber verursacht.
Ich denke, dass ich mein Anerkennungsjahr nicht mehr machen werde. Bei meiner jetzigen Stelle gehts nicht und außerdem verfällt irgendwann die Frist. Das Examen habe ich, dass ist jetzt aber auch schon wieder 2 Jahre her.
Amisulprid hat mir glaube ich überhaupt nicht geholfen, sondern mich richtig krank gemacht, sowohl körperlich, als auch seelisch...
Psychoseerfahrung habe ich auch nur wegen dem Amisulprid, weil ich einmalig zu schnell (halbes Jahr) abgesetzt habe. Da war ich nicht mehr ich selbst und die ganze Welt erschien mir fremd.
Ich wünsche dir ein gutes Gespräch bei deiner Therapeutin, freue mich von dir zu lesen, herzliche Grüße, LOLLA
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Re: Amisulprid, Olanzapin und Sertralin absetzen

Beitrag von Katja » Montag, 15.01.18, 17:27

Liebe Lolla,
lollarossa hat geschrieben:
Montag, 15.01.18, 14:27
Aus der Sache mit der Ausschabung nehme ich mit, dass man sich nie auf die Meinung eines Arztes verlassen sollte, sondern in jedem Fall eine Zweitmeinung einholen sollte.. :roll:
Ja, vor allem bei operativen Eingriffen! Wobei das auch nicht immer möglich ist.. Vor der Diagnose meiner MS haben die Ärzte nach den MRT-Bildern erst eine Stereotaxie (Biopsie des Gehirns mit einer Kamera :shock:) für 4 Tage später ansetzen wollen - so schnell hätte ich nie eine fundierte Zweitmeinung bekommen. Gott sei Dank haben sie sich dann auch ohne OP auf die MS festgelegt, dann musste ich mich nur bis zum Kontroll-MRT 5 Wochen mit der Ungewissheit abfinden, ob es sich nicht doch um einen Hirntumor handelt. Das war eine schwierige Zeit!
lollarossa hat geschrieben:
Montag, 15.01.18, 14:27
Mit Blut im Urin kenne ich mich leider nicht gut aus, aber vielleicht ist es ja auch "nur" eine Blasenentzündung, ich drücke die Daumen.
Danke schön! Ich hab grad mal danach gegoogelt und anscheinend kommt das bei 50% der gesunden Patienten vor und die Wahrscheinlichkeit einer ernsthaften Ursache liegt bei <2% - jetzt komm ich mir etwas blöd vor, dass ich direkt einen Termin beim Urologen abgemacht habe (wie meine Neurologin aber auch vorgeschlagen hatte).
lollarossa hat geschrieben:
Montag, 15.01.18, 14:27
Hast du auch Meerschweinchen? Ich liebe diese Tiere einfach so sehr, habe welche, seitdem ich 6 Jahre alt war.
Nein, ich darf in meiner Wohnung leider gar keine Haustiere halten. Davor hatte ich mal einen Hamster und ein Kaninchen. Meerlis sind aber auch süß! Ich habe jetzt versucht jemandem zu finden, der einen Hunde-Sitter zum Gassi gehen mit seinem Hund sucht. Stelle es mir schön vor, einen Grund zu haben an die frische Luft zu gehen, alleine mache ich das nicht. Und ich bin seit dem Umzug letztes Jahr schon häufiger etwas allein, ich habe halt noch nicht so viele Freunde in der neuen Stadt.
lollarossa hat geschrieben:
Montag, 15.01.18, 14:27
Mein berufliches Zuhause habe ich definitiv noch nicht gefunden, dass belastet mich sehr.
Eigentlich sehe ich meine Begabungen auch eher im theoretischen, lyrischen, oder kreativen Bereich, bin aber sehr geprägt durch meine geistig behinderte Schwester.
Meine Erfahrungen im sozialen Bereich sind aber insgesamt nicht gut. Viel Mobbing unter Kollegen und oft werden Menschen (die sich nicht wehren können) vor vollendete Tatsachen gestellt, ohne sie entscheiden zu lassen.
Ich habe mein Anerkennungsjahr zweimal abgebrochen, weil ich im zwischenmenschlichen Bereich sehr viele Ängste und Nöte habe, verfalle oft in kindliche Verhaltensweisen und kann dann nicht mehr adäquat reagieren. So läuft es leider meistens bei mir.
Momentan arbeite ich bei einer Dame im Rollstuhl (privat), die auch meine Chefin ist und ein kleines Team hat, dass sich um sie kümmert.
Wie weit bist du denn mit deiner Doktorarbeit? Ich drücke dir da sehr die Daumen, ich empfinde es immer als schmerzhaft etwas nicht beenden und abschließen zu können... Das habe ich sehr oft in meinem Leben gehabt und selber verursacht.
Ich denke, dass ich mein Anerkennungsjahr nicht mehr machen werde. Bei meiner jetzigen Stelle gehts nicht und außerdem verfällt irgendwann die Frist. Das Examen habe ich, dass ist jetzt aber auch schon wieder 2 Jahre her.
Wenn das Arbeitsumfeld nicht so gut ist, könntest du ja über eine Ausbildung nachdenken, die mehr deinen Begabungen entspricht? Wahrscheinlich fragst du dich auch selbst oft, wo deine Alternativen liegen? Wobei du für die Dame im Rollstuhl, glaube ich, ja gerne arbeitest?
Aber voll schön, dass du das so von deinen Begabungen sprechen kannst! Ich traue mir im Moment eigentlich gar nichts mehr zu. Aber dann war der Abbruch deines Anerkennungsjahres ja auch sehr schwer für dich, du Arme. Ich habe bei mir halt Angst davor, dass ich die Doktorarbeit nicht schaffe und dann 7,5 Jahre meines Lebens in eine Sackgasse geführt haben. Und den Job, den ich ab April habe, habe ich eigentlich auch nur mit meinem Doktortitel - das ist aber unmöglich, bis dahin damit fertig zu sein. Vielleicht müsste ich meinem Doktorvater mehr Druck machen, das kann ich aber nicht gut.
lollarossa hat geschrieben:
Montag, 15.01.18, 14:27
Amisulprid hat mir glaube ich überhaupt nicht geholfen, sondern mich richtig krank gemacht, sowohl körperlich, als auch seelisch...
Psychoseerfahrung habe ich auch nur wegen dem Amisulprid, weil ich einmalig zu schnell (halbes Jahr) abgesetzt habe. Da war ich nicht mehr ich selbst und die ganze Welt erschien mir fremd.
Dann ist es ja echt umso schlimmer, dass du es schon über 10 Jahre nimmst! Ich habe grad bei Wiki nachgelesen, dass es bei Borderline auch gar keine Medikamente mit zufriedenstellender Wirkung gibt. Wie blöd, dass es dir damals verordnet wurde. Hattest du das Amisulprid in dem halben Jahr komplett abgesetzt? Wenn ja, in welchen Schritten? Ich sorge mich, dass ich auch zu schnell unterwegs bin..
lollarossa hat geschrieben:
Montag, 15.01.18, 14:27
Ich wünsche dir ein gutes Gespräch bei deiner Therapeutin, freue mich von dir zu lesen, herzliche Grüße, LOLLA
Danke sehr, das war wieder ganz gut. :) Bist du auch in Therapie? Wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass die Therapie mich tatsächlich stressresistenter werden lässt (ich glaube, das bräuchte ich als Psychoseschutz am meisten). Ich mache ja auch keine Verhaltenstherapie, sondern eine tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie..

Liebe Grüße zurück :)
Katja
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Re: Amisulprid, Olanzapin und Sertralin absetzen

Beitrag von lollarossa » Dienstag, 16.01.18, 14:15

Liebe Katja,
Gottseidank bist du um die Op am Gehirn rumgekommen, echt unglaublich :shock:
Abwarten und hoffen was heraus kommt stelle ich mir sehr zermürbend und aufwühlend vor... Gut, dass du diese Zeit hinter dich gebracht hast!
Zu Tieren in der Wohnung gibts doch Gesetze, meiner Meinung nach, dürfen Vermieter das gar nicht mehr grundsätzlich verbieten, zumindest nicht Kleintiere, wie Hasen, Meerschweinchen und ich glaube auch Katzen.. :whistle:
Hundesitter ist ne tolle Sache, habe ich vor 2 Jahren auch mal gemacht und tagsüber über den Zeitraum von 2 Monaten immer einen sehr lieben Hund bei mir gehabt. Das war sehr schön, hoffentlich findest du eine Möglichkeit. Ich gehe auch alleine nicht gerne nach draussen, einmal wegen Ängsten und zweitens brauche ich immer irgendein Ziel, sonst erscheint mir das so sinnlos (auch wenns bestimmt gut wäre...).

Ja mit Ausbildung und Beruf ist eine knifflige Sache, die Sache mit dem Anerkennungsjahr habe ich weitgehend verdaut, auch wenn es echt ein Schlag für meinen Selbstwert hatte. Danach und auch immer noch habe ich das Gefühl, ich kann nicht arbeiten, passe nirgendwo rein und kann mich nicht behaupten. Vor allem in Team- und Kollegensituationen "versage" ich völlig. Habe ne Zeitlang nur Zeitung ausgetragen, weil ich mir gar nichts zugetraut habe und das auch nur einmal die Woche.
Momentan liegt mein Fokus auf einem Umzug in eine andre Wohnung, bin hier nicht glücklich, viel zu klein und von so ner doofen Tante verwaltet, die ihr Büro direkt gegenüber hat.
Das wird eine sehr angstbesetzte Zeit für mich werden, leider...
Für deinen Doktortitel drücke ich die Daumen, ich bin ein ziemlicher Planungsmensch und trage mir jede Aufgabe und Schritt in meinen Kalender ein. Das strukturiert mich und gibt mir ein wenig Sicherheit... :haha:
Amisulprid habe ich glaube in 50er Schritten abgesetzt, hatte damals gar kein Wissen darüber und alles in Eigenregie gemacht...Aber das war 2011 und ich kann mich nicht mehr gut daran erinnern... Die Welt erschien mir fremd, alle Farben, Geräusche und Eindrücke waren irgendwie anders.
Leider habe ich nach 3 Monaten auf 0 die komplette Dosis wieder eingenommen (wie gesagt kein Wissen über die Thematik) und dann hat es nochmal 2-3 Monate gedauert, bis alles wieder "normal" war...
Das war ziemlich entsetzlich.
also, wenn du dir irgendwie Zeit lassen kannst, dann empfehle ich dir, sie dir zu nehmen.
Ich habe mehrere Therapien gemacht, meine jetzige ist ausgelaufen (Verhaltenstherapie), die mir glaube ich nicht viel gebracht hat.
Einmal im Monat darf ich da noch vorbeischauen, aber das ist leider wie ein Tropfen auf dem heißen Stein.
Ich wünsche dir einen schönen Tag, hier ist ziemliches Regenwetter heute... :?
Gruß, LOLLA
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Re: Amisulprid, Olanzapin und Sertralin absetzen

Beitrag von Katja » Mittwoch, 17.01.18, 15:00

Liebe Lolla,
lollarossa hat geschrieben:
Dienstag, 16.01.18, 14:15
Zu Tieren in der Wohnung gibts doch Gesetze, meiner Meinung nach, dürfen Vermieter das gar nicht mehr grundsätzlich verbieten, zumindest nicht Kleintiere, wie Hasen, Meerschweinchen und ich glaube auch Katzen.. :whistle:
Hundesitter ist ne tolle Sache, habe ich vor 2 Jahren auch mal gemacht und tagsüber über den Zeitraum von 2 Monaten immer einen sehr lieben Hund bei mir gehabt. Das war sehr schön, hoffentlich findest du eine Möglichkeit. Ich gehe auch alleine nicht gerne nach draussen, einmal wegen Ängsten und zweitens brauche ich immer irgendein Ziel, sonst erscheint mir das so sinnlos (auch wenns bestimmt gut wäre...).
da hast du ja tatsächlich Recht mit den Kleintieren in der Wohnung! Echt schade, dass ich im Moment zu viel dafür unterwegs bin. Das könnte beim Hundesitten natürlich auch ein Problem werden, aber ich hoffe, dass ich da jemand Flexibles finde.
lollarossa hat geschrieben:
Dienstag, 16.01.18, 14:15
Ja mit Ausbildung und Beruf ist eine knifflige Sache, die Sache mit dem Anerkennungsjahr habe ich weitgehend verdaut, auch wenn es echt ein Schlag für meinen Selbstwert hatte. Danach und auch immer noch habe ich das Gefühl, ich kann nicht arbeiten, passe nirgendwo rein und kann mich nicht behaupten. Vor allem in Team- und Kollegensituationen "versage" ich völlig. Habe ne Zeitlang nur Zeitung ausgetragen, weil ich mir gar nichts zugetraut habe und das auch nur einmal die Woche.
Da sind wir ja mit unseren Ängsten und Gefühlen nicht allein :hug: Merkt dein Umfeld dir denn an, wie es in dir drinnen aussieht? Ich scheine auf mein Umfeld wieder normal zu "funktionieren", hab ja einen Studiumsabschluss und darum kann sich wohl keiner vorstellen, wie sehr ich Angst habe, dass ich am Ende doch irgendeiner Zwangsbeschäftigung einer psychiatrischen Einrichtung nachgehen muss. Wenn ich mir nur sicher wäre, dass ich nie wieder eine Psychose bekomme! Vor allem fehlt mir jegliche Erfahrung praktischer Arbeit mit meinen 34 Jahren, da bist du deutlich weiter als ich! Und Zeitung austragen ist definitiv besser als gar keine Tätigkeit! Auch wenn das sicher total unter deinen geistigen Möglichkeiten liegt.
lollarossa hat geschrieben:
Dienstag, 16.01.18, 14:15
Momentan liegt mein Fokus auf einem Umzug in eine andre Wohnung, bin hier nicht glücklich, viel zu klein und von so ner doofen Tante verwaltet, die ihr Büro direkt gegenüber hat.
Das wird eine sehr angstbesetzte Zeit für mich werden, leider...
Für deinen Doktortitel drücke ich die Daumen, ich bin ein ziemlicher Planungsmensch und trage mir jede Aufgabe und Schritt in meinen Kalender ein. Das strukturiert mich und gibt mir ein wenig Sicherheit... :haha:
Danke schön!! :) Da sind wir ziemlich unterschiedlich, ich lebe tendenziell total unstrukturiert in den Tag herein. Wobei ich den Kalender von meinem Handy mittlerweile auch ganz gerne nutze, die nächsten 2 Wochen sind ausnahmsweise auch mal total verplant.
Ziehst du denn auch in eine andere Stadt um? Vielleicht hast du ja Glück und du findest eine Wohnung, in der du dich absolut wohl fühlst! Vor was hast du denn da am meisten Angst?
lollarossa hat geschrieben:
Dienstag, 16.01.18, 14:15
Amisulprid habe ich glaube in 50er Schritten abgesetzt, hatte damals gar kein Wissen darüber und alles in Eigenregie gemacht...Aber das war 2011 und ich kann mich nicht mehr gut daran erinnern... Die Welt erschien mir fremd, alle Farben, Geräusche und Eindrücke waren irgendwie anders.
Leider habe ich nach 3 Monaten auf 0 die komplette Dosis wieder eingenommen (wie gesagt kein Wissen über die Thematik) und dann hat es nochmal 2-3 Monate gedauert, bis alles wieder "normal" war...
Das war ziemlich entsetzlich.
also, wenn du dir irgendwie Zeit lassen kannst, dann empfehle ich dir, sie dir zu nehmen.
Ich bin im Moment ja auch noch sehr schnell, also auch in 50er Schritten, unterwegs, werde mir demnächst mehr Zeit lassen. Das klingt ja nach starken Absetzsymptomen bei dir! Weißt du denn noch, wie viele Wochen du dir ungefähr Zeit zwischen den einzelnen Absetzschritten gelassen hast? Echt ärgerlich, dass du es damals noch nicht besser wusstest und wieder mit der vollen Dosis eingestiegen bist! Dafür machst du es beim nächsten Absetzen umso besser. :)
lollarossa hat geschrieben:
Dienstag, 16.01.18, 14:15
Ich habe mehrere Therapien gemacht, meine jetzige ist ausgelaufen (Verhaltenstherapie), die mir glaube ich nicht viel gebracht hat.
Einmal im Monat darf ich da noch vorbeischauen, aber das ist leider wie ein Tropfen auf dem heißen Stein.
Ich wünsche dir einen schönen Tag, hier ist ziemliches Regenwetter heute... :?
Danke schön, den hatte ich, bei uns hat sogar die Sonne geschienen!
Vielleicht würde dir eine andere Therapeutin in der zukünftigen Umbruchsphase helfen? Kann mir vorstellen, dass einmal im Monat nicht viel bringt!
Erst mal liebe Grüße
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Re: Amisulprid, Olanzapin und Sertralin absetzen

Beitrag von lollarossa » Montag, 22.01.18, 13:16

Liebe Katja :)

erst jetzt komme ich dazu dir zu antworten. War viel Trubel und habe gerade keinen Internetzugang, schreibe gerade bei einem Kumpel...

Also mein engeres Umfeld weiß wie es in mir aussieht, ich kann es aber meistens auch überhaupt nicht verstecken. Wenn ich ein Gefühl habe, so kommt es direkt raus, leider auch bei Menschen, wo man dabei eher vorsichtig sein müsste.
Das fühlt sich sehr kindlich an, ein Kind fängt ja auch sofort an zu weinen, oder zu schreien und zeigt, was in ihm vorgeht.
Da wünsche ich mir manchmal etwas Schutz, oder eine Art Maskerade. :party:
Ich glaube für dich daran, dass du niemals in eine Werkstatt musst, dafür bist du viel zu schlau und kennst dich vermutlich schon viel zu gut!
Trotzdem kenne auch ich solche Gedanken und weiß, wie quälend das sein kann und wie es einen manchmal auffrisst.
Ich für meinen Teil wünsche mir mehr theoretisches Arbeiten und Arbeiten nur für mich alleine.

Wie ist es denn Weitergegangen mit deinem Vorhaben, dem Hundesitten? Ich habe das beim Suchen und Finden auf Ebay Kleinanzeigen Glück gehabt, da kann man ja auch kostenlos inserieren. Da schaue ich grundsätzlich auch gerne mal vorbei, auch mal nach anderen Jobangeboten, Wohnungen und co. :)

Mit dem Umzug, das habe ich erstmal auf Eis gelegt, meine Kündigung ist vermutlich so nicht gültig, da bei mir ein Zeitmietvertrag besteht und ich kein konkretes Datum eingetragen habe. Hinzu kommt, dass ich letzte Woche irgendwie einen kompletten Zusammenbruch hatte und gerade erstmal wieder zur Ruhe kommen muss. Irgendwie lösen das Umzüge oft in mir aus. ich vermute, es hat irgendwas mit Erdung, Sicherheit und dem Verlieren von einem sicheren Raum zu tun. Bin ein sehr unruhiger Geist und irgendwie gar nicht verwurzelt...
Wenn ich umziehe, möchte ich aber in der gleichen Stadt wohnen bleiben.

Also zu den 50 er Schritten und den Zeiträumen kann ich dir nicht mehr viel sagen, vermute aber so 2 Monate, bin glaube ich bei 50 mg dann direkt auf 0 gegangen.... :zombie: Das war relativ krass.
Wie geht es dir denn gerade mit dem Absetzen? Bemerkst du Veränderungen (auch hormonelle)?
Wünsche dir einen schönen Montag und einen guten Start in die neue Woche :party2:
Gruß, LOLLA
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Katja
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Re: Amisulprid, Olanzapin und Sertralin absetzen

Beitrag von Katja » Donnerstag, 25.01.18, 18:12

Huhu Lolla,
lollarossa hat geschrieben:
Montag, 22.01.18, 13:16
Also mein engeres Umfeld weiß wie es in mir aussieht, ich kann es aber meistens auch überhaupt nicht verstecken. Wenn ich ein Gefühl habe, so kommt es direkt raus, leider auch bei Menschen, wo man dabei eher vorsichtig sein müsste.
Das fühlt sich sehr kindlich an, ein Kind fängt ja auch sofort an zu weinen, oder zu schreien und zeigt, was in ihm vorgeht.
Da wünsche ich mir manchmal etwas Schutz, oder eine Art Maskerade. :party:
du Arme, ich kann mir vorstellen, dass das anstrengend für dich ist! Wobei es ja auch irgendwo sehr ehrlich ist - bei dir weiß man dann ja immer, woran man ist. Und Kinder mögen die meisten doch sehr gerne :)
Hast du denn schon öfters die Erfahrung machen müssen, dass andere mit deinem Verhalten nicht umgehen können? Du kannst mir echt ein paar von deinen Emotionen abgeben, ich bin ja seit 2016 total abgestumpft.
lollarossa hat geschrieben:
Montag, 22.01.18, 13:16
Ich glaube für dich daran, dass du niemals in eine Werkstatt musst, dafür bist du viel zu schlau und kennst dich vermutlich schon viel zu gut!
Trotzdem kenne auch ich solche Gedanken und weiß, wie quälend das sein kann und wie es einen manchmal auffrisst.

Ich für meinen Teil wünsche mir mehr theoretisches Arbeiten und Arbeiten nur für mich alleine.

Wie ist es denn Weitergegangen mit deinem Vorhaben, dem Hundesitten? Ich habe das beim Suchen und Finden auf Ebay Kleinanzeigen Glück gehabt, da kann man ja auch kostenlos inserieren. Da schaue ich grundsätzlich auch gerne mal vorbei, auch mal nach anderen Jobangeboten, Wohnungen und co. :)
Danke für den Tipp, hab jetzt auch bei ebay Kleinanzeigen geschaut und da einige Anzeigen entdeckt, leider noch nicht in meinem Stadtteil. Auf betreut.de gibt es auch einige Gesuche, aber auch da nicht in meinem Stadtteil. Ich hab jetzt selbst inseriert und werd die Augen weiter offen halten :shock:

Kannst du dir denn noch eine andere theoretischere Ausbildung vorstellen? Leider sind wir ja nicht mehr die Allerjüngsten, aber eine 35jährige Freundin von mir ist auch grad erst mit ihrem Master fertig geworden und hat trotzdem direkt drei Jobangebote bekommen.
Aber ich finde es auch super schwierig zu wechseln, hab mich ja auch nicht getraut, die Ausbildung zum Gärtner zu machen.
lollarossa hat geschrieben:
Montag, 22.01.18, 13:16
Mit dem Umzug, das habe ich erstmal auf Eis gelegt, meine Kündigung ist vermutlich so nicht gültig, da bei mir ein Zeitmietvertrag besteht und ich kein konkretes Datum eingetragen habe. Hinzu kommt, dass ich letzte Woche irgendwie einen kompletten Zusammenbruch hatte und gerade erstmal wieder zur Ruhe kommen muss. Irgendwie lösen das Umzüge oft in mir aus. ich vermute, es hat irgendwas mit Erdung, Sicherheit und dem Verlieren von einem sicheren Raum zu tun. Bin ein sehr unruhiger Geist und irgendwie gar nicht verwurzelt...
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Worein hast du kein konkretes Datum eingetragen? In die Kündigung? Da muss ja immer eins rein...
Aber wenn es dir letzte Woche so schlecht ging, warte echt erst mal mit dem Umzug. Ich finde Umzüge auch immer ganz stressig, würde sonst mir auch was anderes suchen. Wohnst du denn noch in deiner Heimatstadt bei deinen Eltern?
lollarossa hat geschrieben:
Montag, 22.01.18, 13:16
Also zu den 50 er Schritten und den Zeiträumen kann ich dir nicht mehr viel sagen, vermute aber so 2 Monate, bin glaube ich bei 50 mg dann direkt auf 0 gegangen.... :zombie: Das war relativ krass.
Wie geht es dir denn gerade mit dem Absetzen? Bemerkst du Veränderungen (auch hormonelle)?
Nein, ich merke so direkt keine Veränderung. Der Prolaktinwert war bei der Kontrolle vor zwei Wochen noch stark erhöht, meine Periode hab ich also mit 150mg Amisulprid noch nicht wieder. Die Negativsymptome/Nebenwirkungen wie Spracharmut und Antriebslosigkeit haben sich etwas gebessert, aber da hat vielleicht auch einfach nur die Zeit geholfen. Je länger die Psychose und Psychiatrieerfahrung her ist, desto weniger beherrscht das alles meinen Alltag..

Ein schönes erholsames Wochenende dir schon mal!
Liebe Grüße
Katja
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Re: Amisulprid, Olanzapin und Sertralin absetzen

Beitrag von Flummi » Donnerstag, 25.01.18, 21:00

Hallo Katja,
Ich Les Grad dass Du Deine Blutung noch nicht wieder hast. Das ist ja bei jedem unterschiedlich, aber bei mir musste Amisulprid erst ganz weg, dann kam auch wieder ein Zyklus zum Vorschein.
Das wird sicher noch.....

Liebe Grüsse,
Claudia
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Re: Amisulprid, Olanzapin und Sertralin absetzen

Beitrag von Katja » Donnerstag, 25.01.18, 21:34

Liebe Claudia,

herrje und ich hatte mich darauf eingestellt, dass die Periode bei spätestens 50mg Amisulprid wieder da ist. Immerhin erleichtert das die Entscheidung, welches meiner drei Medikamente ich mit höchster Priorität weiter reduziere - solange ich meine Tage nicht habe, ist das dann Amisulprid.
Mein Prolaktinwert lag am 10.1.18 übrigens bei 148,6 ng/ml (Referenzbereich ist 2,8-29,2).

Liebe Grüße
Katja
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Re: Amisulprid, Olanzapin und Sertralin absetzen

Beitrag von Flummi » Donnerstag, 25.01.18, 22:33

Hallo Katja,
Das könnte natürlich auch passieren, aber Amisulprid ist im Bereich der Prolaktinerhöhung das "potenteste" nl und dafür recht bekannt. Schau mal hier bei der Tabelle mit Nebenwirkungen:
http://www.einblicke-altenburg.de/?q=node/1173

Liebe Grüsse,
Claudia
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Re: Amisulprid, Olanzapin und Sertralin absetzen

Beitrag von annemika » Samstag, 27.01.18, 23:11

Hallo Katja,
ich nehme ja Sulpirid und das ist dem Amisulprid sehr ähnlich. Und ich kenne das mit dem erhöhten Prolaktinspiegel. Mein Spiegel liegt bei ca. 150-180 ng, ist also sehr stark erhöht. Meine Periode hatte ich in jenem Jahr nicht, wo ich 200 mg des Sulpirids genommen habe, als ich dann auf 50 mg reduziert habe, war sie wieder jeden Monat pünktlich da. LG und alles Gute
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Ende August 2012: ausgeprägte Schwäche nach Studiumsende, Hausarzt vermutet Burnout, Einnahmebeginn 100 mg Sulpirid
Anfang September 2012: symptomfrei
Weihnachten 2012: Reduktion auf 50 mg Sulpirid
Ostern 2013: 25 mg Sulpirid
Ende April 2013: Sulpirid abgesetzt, 5 Tage später erstmalig starke depressive Symptome
Anfang Mai 2013: 50 mg Sulpirid, nach zwei Stunden symptomfrei
Juli 2013: 25 mg Sulpirid, kurze Zeit später erneut depressive Symptome
Juli 2013: 75 mg Sulpirid, erst dann symptomfrei
ab Herbst 2013: erneute Reduzierung des Sulpirid
Mitte Februar 2014: 25 mg Sulpirid, kurze Zeit später starke depressive Symptome, starke Schwäche
Februar 2014: 200 mg Sulpirid, depressive Symptome weiterhin
März 2014: erstmalige Konsultierung eines Psychiaters
März 2014: 75 mg Venlafaxin, 100 mg Sulpirid, sehr schlechtes Allgemeinbefinden
April 2014: 150 mg Venlafaxin, 50 mg Sulpirid, sehr schlechtes Allgemeinbefinden, 10 Tage Krankenstand
Mail 2014: 150 mg Venlafaxin, 25 mg Sulpirid, langsame Besserung des Allgemeinbefindens
Anfang Juni 2014: 150 mg Venlafaxin, 0 mg Sulpirid
Anfang Juni 2014: erneut starke Schwäche, kann nur mehr liegen
Anfang Juni 2014: 200 mg Sulpirid, Symptome verschwinden, 150 mg Venlafaxin
Sommer 2014: Reduktion und Absetzen von Venlafaxin (auf eigene Faust)
Sommer 2015: Reduktion des Sulpirids auf 50 mg ohne Probleme, neuer Psychiater
Sommer 2016: Versuch der Reduktion des Sulpirids auf 25 mg, depressive Symptome
März 2017: Psychiater verschreibt Elontril (Bupropion) 75 mg + 50 mg Sulpirid
Juli 2017: Elontril 150 mg, Reduktion des Sulpirids auf 25 mg, nervöse Unruhe, Atembeschwerden, Schwäche, Stimmungsschwankungen, Schwindel
August 2017: Elontril 150 mg, Sulprid 25 mg, weiterhin Absetzsymtpme
14. August 2017: Elontril 150 mg, Erhöhung Sulpirid wieder auf 50 mg nach schlimmen Absetzsymptomen (große Unruhe, Verkrampfung, Atembeschwerden, Herzklopfen etc.).
16. August 2017: Weglassen von Elontril, Sulpirid 50 mg, Unruhe weicht
Ende August 2017: 50 mg Sulpirid, wieder stabil
Anfang November 2017: erneutes Reduzieren, ca. 40 mg Sulpirid (schneide mit dem Messer nach Augenmaß weg, da die Tablette sehr klein ist)
Mitte November 2017: ca. 40 mg Sulpirid, leichte Absetzsymptome (Nervosiät, Stimmungsschwankungen)
Mitte Dezember 2017: ca. 35 mg Sulpirid, einigermaßen stabil,
Weihnachten 2017: ca. 30 mg Sulpirid, stärkere Absetzsymptome (wie oben)
Weihnachten 2017: wieder aufdosiert auf ca. 35 mg Sulpirid,
Ende Jänner 2018: ca. 35 mg Sulpirid, immer wieder Absetzsymptome (Herzprobleme, Schwindel, depressive Verstimmungen, Schwäche, Unruhe, starke Migräne), dazwischen auch gute Tage
Mitte Februar 2018: 25 mg Sulpirid, eine Woche starke Absetzsymptome (Schwäche in den Beinen, Kopfdruck, Niedergeschlagenheit, schlechter Schlaf, sehr starke Migräne), ein paar gute Tage anschließend
7.03.2018 Beginn mit MIgräneprophylaxe: Valproinsäure (Antiepilepikum) 300 mg, 25 mg Sulpirid
15.03.2018 Valproinsäure (Antiepileptikum) 450 mg; Sulpirid 25 mg

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Re: Amisulprid, Olanzapin und Sertralin absetzen

Beitrag von Katja » Donnerstag, 01.02.18, 13:55

Hallo an alle,

ich wollte einmal ein kurzes Update schicken. Gestern habe ich wieder reduziert, diesmal mit einem sehr großen Schritt: Amisulprid von 150mg auf 100mg morgens. Bis jetzt merke ich keinen Unterschied und hoffe, dass das so bleibt. Wobei die Negativsymptome sich natürlich gerne verbessern könnten... Das war jetzt das letzte Mal mit -50mg, von meinem Gefühl her muss man jetzt spätestens ab 100mg langsamer reduzieren.
Aber ich bin sehr froh, nun mittlerweile von anfangs 400mg auf 100mg Amisulprid reduziert zu haben.

Liebe Grüße
Katja
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