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Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Euer ADFD Team

Sulpirid absetzen

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annemika
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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von annemika » Donnerstag, 02.11.17, 22:35

Hallo Lolina,
ja, vom Sulpirid-Entzug habe ich mich inzwischen erholt. Im September war ich allerdings noch davon gezeichnet, hatte sehr viele MIgränetage und eine Grippe.... werde jetzt mal für ein paar Monate alles beim Altem lassen, brauche einfach mal eine ruhige Zeit, schließlich arbeite ich Vollzeit. Im Oktober gings mir recht gut.
Zu deiner Frage zu den Gefühlen: ich glaube nicht, dass ich mich diesbezüglich verändert habe, fühle wie eh und je... mit AUsnahme der Gewichtszunahme (10 kg - und ich achte inzwischen sehr auf meine Essensgewohnheiten) und des erhöhten Prolaktinspiegels merke ich eigentlich nicht, dass ich ein Psychopharmakon konsumiere, Gott sei Dank!
2015 konnte ich von 200 mg innerhalb von kurzer Zeit (glaub 2 Monate) auf 50 mg reduzieren. Warum? Weiss auch nicht gerade. War bei einer Heilpraktikerin, die mir riet das AMalgan entfernen zulassen und eine Ausleitung zu machen. Das machte ich und hab daraufhin reduziert und es ging. Vorher ging nichts und jetzt geht auch nichts mehr :(
Liebe Grüße
Annemika
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Ende August 2012: ausgeprägte Schwäche nach Studiumsende, Hausarzt vermutet Burnout, Einnahmebeginn 100 mg Sulpirid
Anfang September 2012: symptomfrei
Weihnachten 2012: Reduktion auf 50 mg Sulpirid
Ostern 2013: 25 mg Sulpirid
Ende April 2013: Sulpirid abgesetzt, 5 Tage später erstmalig starke depressive Symptome
Anfang Mai 2013: 50 mg Sulpirid, nach zwei Stunden symptomfrei
Juli 2013: 25 mg Sulpirid, kurze Zeit später erneut depressive Symptome
Juli 2013: 75 mg Sulpirid, erst dann symptomfrei
ab Herbst 2013: erneute Reduzierung des Sulpirid
Mitte Februar 2014: 25 mg Sulpirid, kurze Zeit später starke depressive Symptome, starke Schwäche
Februar 2014: 200 mg Sulpirid, depressive Symptome weiterhin
März 2014: erstmalige Konsultierung eines Psychiaters
März 2014: 75 mg Venlafaxin, 100 mg Sulpirid, sehr schlechtes Allgemeinbefinden
April 2014: 150 mg Venlafaxin, 50 mg Sulpirid, sehr schlechtes Allgemeinbefinden, 10 Tage Krankenstand
Mail 2014: 150 mg Venlafaxin, 25 mg Sulpirid, langsame Besserung des Allgemeinbefindens
Anfang Juni 2014: 150 mg Venlafaxin, 0 mg Sulpirid
Anfang Juni 2014: erneut starke Schwäche, kann nur mehr liegen
Anfang Juni 2014: 200 mg Sulpirid, Symptome verschwinden, 150 mg Venlafaxin
Sommer 2014: Reduktion und Absetzen von Venlafaxin (auf eigene Faust)
Sommer 2015: Reduktion des Sulpirids auf 50 mg ohne Probleme, neuer Psychiater
Sommer 2016: Versuch der Reduktion des Sulpirids auf 25 mg, depressive Symptome
März 2017: Psychiater verschreibt Elontril (Bupropion) 75 mg + 50 mg Sulpirid
Juli 2017: Elontril 150 mg, Reduktion des Sulpirids auf 25 mg, nervöse Unruhe, Atembeschwerden, Schwäche, Stimmungsschwankungen, Schwindel
August 2017: Elontril 150 mg, Sulprid 25 mg, weiterhin Absetzsymtpme
14. August 2017: Elontril 150 mg, Erhöhung Sulpirid wieder auf 50 mg nach schlimmen Absetzsymptomen (große Unruhe, Verkrampfung, Atembeschwerden, Herzklopfen etc.).
16. August 2017: Weglassen von Elontril, Sulpirid 50 mg, Unruhe weicht
Ende August 2017: 50 mg Sulpirid, wieder stabil
Anfang November 2017: erneutes Reduzieren, ca. 40 mg Sulpirid,
Mitte November 2017: ca. 40 mg Sulpirid, leichte Absetzsymptome (Nervosiät, Stimmungsschwankungen)
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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von Katja » Freitag, 03.11.17, 10:52

Hallo Annemika,

ja, das kann ich gut verstehen, dass du jetzt erst mal eine symptomfreie Zeit haben möchtest, wenn du auch noch Vollzeit arbeitest und funktionieren willst. Gut, dass du jetzt auch einen gesunden Oktober hinter dir hast.
Ich hab bis jetzt ja noch nichts vom Absetzen gemerkt und leide unter der Gefühlsverflachung, darum kann ich jeden nächsten Reduzierschritt kaum erwarten. Und 20kg zugenommen hab ich ja auch, sodass ich hoffe, mit der Reduktion wieder etwas abzunehmen.

Dass du so schnell von den 200mg auf 50mg reduzieren konntest, lässt ja hoffen. Ich möchte nämlich auch erst ab 50mg auf die 10%-Regel zurückgreifen, sonst würde das Absetzen ja ewig dauern. Und ich würde gerne nicht erst in 5 Jahren ohne Psychopharmaka schwanger werden... Natürlich nur, wenn meine Gefühle dann auch wieder zurück sind.

Ein schönes Wochenende dir!

Liebe Grüße
Lolina
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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von annemika » Samstag, 09.12.17, 21:13

Update: Sulpirid absetzen
Nachdem ich im August einen gescheiterten Absetzversuch mit schlimmen Nebenwirkungen (furchtbare Nervosität) hinter mir hatte und im September eine starke Grippe und viele Migränetage, wollte ich einfach mal wieder Ruhe in mein Leben einkehren lassen. Im Oktober gings mir auch wieder recht gut, so begann ich zu Allerheiligen, Anfang November, wieder zu reduzieren. Ich habe einfach mit einem Messer ein ganz klein wenig meiner 50mg Tablette runtergeschnitten. Leider ist es sehr schwer mit Augenmaß jeden Tag die gleiche Menge wegzuschnippeln. So sind es jetzt nach knapp eineinhalb Monaten wohl ca. 30 Prozent weniger. Eigentlich wollte ich mich strikt an die 10%-Vorgabe halten, die Wasserlösmethode habe ich ausprobiert, war mir aber dann zu unsicher. Ich versuche jetzt bis Weihnachten bei der aktuellen Dosierung zu bleiben. Momentan gehts mir recht gut, auch wenn ich immer wieder mit Migräne zu kämpfen habe. Nach ca. 2 Wochen ab Beginn der Reduzierung spürte ich wieder eine aufkeimende Nervosität und Stimmungsschwankungen, aber die haben sich inzwischen wieder eingestellt. Zumindest ist jetzt doch eine längere Zeitspanne vergangen, das lässt hoffen. Liebe Grüße
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Anfang Mai 2013: 50 mg Sulpirid, nach zwei Stunden symptomfrei
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Juli 2013: 75 mg Sulpirid, erst dann symptomfrei
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Mitte Februar 2014: 25 mg Sulpirid, kurze Zeit später starke depressive Symptome, starke Schwäche
Februar 2014: 200 mg Sulpirid, depressive Symptome weiterhin
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Mail 2014: 150 mg Venlafaxin, 25 mg Sulpirid, langsame Besserung des Allgemeinbefindens
Anfang Juni 2014: 150 mg Venlafaxin, 0 mg Sulpirid
Anfang Juni 2014: erneut starke Schwäche, kann nur mehr liegen
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Sommer 2014: Reduktion und Absetzen von Venlafaxin (auf eigene Faust)
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Juli 2017: Elontril 150 mg, Reduktion des Sulpirids auf 25 mg, nervöse Unruhe, Atembeschwerden, Schwäche, Stimmungsschwankungen, Schwindel
August 2017: Elontril 150 mg, Sulprid 25 mg, weiterhin Absetzsymtpme
14. August 2017: Elontril 150 mg, Erhöhung Sulpirid wieder auf 50 mg nach schlimmen Absetzsymptomen (große Unruhe, Verkrampfung, Atembeschwerden, Herzklopfen etc.).
16. August 2017: Weglassen von Elontril, Sulpirid 50 mg, Unruhe weicht
Ende August 2017: 50 mg Sulpirid, wieder stabil
Anfang November 2017: erneutes Reduzieren, ca. 40 mg Sulpirid,
Mitte November 2017: ca. 40 mg Sulpirid, leichte Absetzsymptome (Nervosiät, Stimmungsschwankungen)
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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von padma » Samstag, 09.12.17, 22:57

hallo Annemika, :)

schön, dass du dich stabilisieren konntest.
Ich habe einfach mit einem Messer ein ganz klein wenig meiner 50mg Tablette runtergeschnitten. Leider ist es sehr schwer mit Augenmaß jeden Tag die gleiche Menge wegzuschnippeln.
Eine exakte Dosierung ist so nicht möglich. Warum besorgst du dir nicht eine Feinwaage?
. So sind es jetzt nach knapp eineinhalb Monaten wohl ca. 30 Prozent weniger.
Oh :shock: , das ist sehr schnell, zumal du ja schon schlechte Erfahrungen mit zu schnellem Reduzieren gemacht hast. Ich würde jetzt eine etwas längere Stabilisierungsphase einlegen und dann wirklich nur noch in 10 % Schritten reduzieren

liebe Grüsse,
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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von annemika » Sonntag, 10.12.17, 10:43

Hallo Padma,
ich habe mir eine Feinstoffwaage besorgt, allerdings misst die überhaupt nicht richtig.... kann mir irgendwer eine gute Waage empfehlen, die kein Vermögen kostet ; lg
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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 10.12.17, 17:11

Hallo Annemika,

wir haben hier einen Thread zum Thema Feinwaage.

Ich lasse dir Mal den Link da.

viewtopic.php?t=9608

LG Ute
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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von annemika » Samstag, 20.01.18, 18:59

Update: Sulpirid absetzen
Ich möchte wieder einmal ein kurzes Update posten, wie es mir mit dem Absetzen von Sulpirid (Markenname: Dobren) geht. Nach dem gescheiterten Reduktionsversuch im August 2017, habe ich im November erneut begonnen, die 50 mg Sulpirid auszuschleichen. Da die Tablette sehr klein ist und es keine kleinere Dosis im Handel zu kaufen gibt, schneide ich mit dem Messer weg, was bis Weihnachten sehr gut ging. Doch es war wohl zu viel bzw. zu schnell, so musste ich Weihnachten wieder aufdosieren. 3 Wochen ging es mir dann nicht so gut, Gott sei Dank hatte ich da Urlaub. Seit letzter Woche geht's wieder besser, außer dass mich die Migräne arg plagt. Nehme jetzt ca. 35 mg Sulpirid und dabei belasse ich es mal. Es gibt Tage, da fühle ich mich richtig gut, ich bin voll leistungsfähig und stark. Aber es gibt eben auch Tage, da fühle ich mich schwach, leicht übel, leicht depressiv, unruhig. Dazu kommen seit neuesten Herzschmerzen und Kurzatmigkeit. Ob das nun auch Absetzreaktionen sind, wer weiß? Zumindest bin ich seit der Reduktion emotionaler, auch andere Bereiche sind plötzlich "zum Leben erwacht"! Ich denke, dass eben vieles (Gefühle, Emotionen etc.) durch das Sulpirid (dämpfende Wirkung) unterdrückt wurde die letzten 5 Jahre und jetzt wieder langsam zum Vorschein kommt. Und ich weiß noch nicht, wie damit umgehen. Manchmal wird mir einfach alles zuviel. Deshalb werde ich nur gaaaaaanz langsam weiter reduzieren. Ob ich es jemals absetzen kann, liegt in den Sternen.

Ich habe vor kurzem das Buch "Unglück auf Rezept" gelesen und musste weinen, da ich mich total in der Geschichte wiedergefunden habe. Ich finde es richtig gut recherchiert. Ich werde es meinem Psychiater empfehlen, der nach wie vor von Absetzsymptomen oder Sucht nichts hören will. Ich bin inzwischen sicher, dass ich ähnlich einer Drogenabhängigkeit eine Sulpiridsucht entwickelt habe. Was mich einfach traurig gemacht hat, ist, dass die Autorin zwar von den Antidepressiva losgekommen ist, aber stattdessen ein Neuroleptikum nehmen muss, das sie wahrscheinlich - sagt sie selbst - nie absetzen kann. Liebe Grüße aus den Bergen ;)
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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von Katja » Sonntag, 21.01.18, 13:56

Hallo Annemika,

danke für dein Update. Es freut mich, dass du dich auf einer niedrigeren Dosis einigermaßen stabilisiert hast.

Ein gutes Absetzen weiterhin und pass auf dich auf!

Liebe Grüße
Katja
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